offizielle Gründe für die Maßnahmen

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Offizielle Begründungen FÜR die Maßnahmen –
…und was wir daran fragwürdig finden

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Es heisst von offiziellen Seiten:

Um eine Ausbreitung, Übertragung und mögliche Mutation des hochansteckenden Virus zu vermeiden sind konsequente Einstallung zum Schutz des Hausgeflügels und um die Weiterverbreitung des Virus durch das Hausgeflügel in der Natur (Reinfektion)zu verhindern,  erforderlich.
Bei Verdacht auf einen H5 oder H7 Erreger (egal, ob hoch oder niedrigpathogen ) ist es unerlässlich, den gesamten Bestand und bei H5H8 auch direkt angrenzende Geflügelbestände zu keulen, um die Verbreitungskette zu unterbrechen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter,
Chef des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) sagt:

– Hühner und Puten sind extrem empfindlich auf das Virus H5N8
-Inkubationszeit max. 2 Tage
– bei Infektion gibt es einen schnellen und heftigen Krankheitsverlauf
– Mortalität 100% bei Ausbruch innerhalb von 1 bis 2 Tagen

Dagegen spricht,
dass Befunde in kleineren „Hinterhofbeständen“, wie die Haltungen mit um die 100 bis einige 100 Tieren genannt werden (OIE),

oft reine Zufallsbefunde sind, die nur zu Tage treten, weil wegen eines Antrags auf Ausnahmegenehmigung die hierfür vorgeschriebene Beprobung vorgenommen wird. Die Tiere sind und waren zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise auffällig, sondern kerngesund.

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Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter,
Chef des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) sagt am 1.12.2016 in Kiel:

Niedrigpathogene Befunde kommen normal in Geflügel vor.
Zitat Mettenleiter vom 1.12.2016 Kiel:
 “eine Durchseuchung mit LPAI (niedrig pathogene aviäre Influenza)
bei Gänsen ist völlig normal. Wir finden in so gut wie jedem
Wassergeflügelbestand etwas.“

Mit anderen Worten:

  • – egal, wo Stichproben genommen werden, man muss nur genügend
    Tiere durchtesten, wenn man einen positiven Befund finden will.
  • die vorbeugende Keulung von LPAI positiv getesteten Beständen ist also eine willkürliche, sinnbefreite Tötung vieler zufällgig ausgewählter Tiere, weil ein Gesetz diesbezüglich offensichtlich fehlerhafte Handlungsvorschriften enthält?
  •  theoretisch müsste/kann man bei der derzeitigen Praktik der Umsetzung der Tierseuchenschutzverordnung sämtliche Gänse Deutschlands vorbeugend töten.

Oder andersherum:
Das Procedere über zufällige Beprobung einzelner Bestände ist geeignet, missbräuchlich gezielt „unbequeme“ Geflügelhalter zu ruinieren.

Die Fragen:
Wenn LPAI normal in Geflügel vorkommt, was soll dann die vorbeugende Keulung zufällig beprobter Bestände bezwecken?

  • – es sind bei der Aussage offensichtlich alle anderen, ebenfalls gesund erscheinenden Bestände genau so positiv, wie der zufällig beprobte Bestand.

Warum also den einen vorbeugend keulen, während alle anderen das, was immer angeblich durch das Keulen verhindert werden soll, genau so weiter bewirken?

Wenn das Vorkommen von LPAI in dieser Tierart normal ist, kann es überhaupt zielführend sein, es ausrotten zu wollen?

Wenn ja, geht das nicht nur, indem man diese Tierart komplett ausrottet?

Unseres Erachtens enthält damit das Tierseuchengesetz, auf das sich ja auch unsere Minister immer wieder berufen (…ala “uns sind die Hände gebunden, wir müssen so handeln, weil es in der Verordnung steht….) den 1.  ganz gravierenden Fehler.

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FLI und Behörden sagen:
Mit der Einrichtung von Sperrbezirken (1-3km um die Ausbruchstelle)  und Beobachtungsgebieten (bis 10 km um die Ausbruchstelle) soll verhindert werden, dass das Virus verschleppt wird.

Ich lese immer wieder in der Presse so etwas wie hier:
ndr.de Nachrichten
Im Landkreis xy wurde gestern (z.B. Freitag) ein Bussard gefunden und positiv auf H5N8 getestet.  Es wird ein Sperrbezirk von 1 km um die Fundstelle eingerichtet, der ab z.B. Sonntag gilt…”

Frage:  wenn das verendete Tier dort bereits am Freitag lag, was soll ein Sperrbezirk ab Sonntag bezwecken? Warten die Viren mit der Weitervebreitung erst ein mal 2 Tage ab, bevor sie loslegen?

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Dr. Harbeck begründet das Aufstallen bestätigt durch Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter (FLI) am 1.12.2016 in Kiel sinngemäß damit,
dass die Aufstallung zur Zeit die einzig verfügbare Maßnahme sei, mit der das Hausgeflügel effektiv vor dem Erreger geschützt werden könne. Weiter sagt er:
“Ich schließe nicht aus, dass die Geflügelhaltung der Zukunft nicht mehr im Freiland statt finden kann.” Er begründete das damit, dass der Verbraucher eine möglichst klinische Nutztierhaltung wünsche.
Wir fragen:
Warum wird verschwiegen, dass die verfügbarste Maßnahme gegen ein Virus ein intaktes, starkes Immunsystem ist? (nähere Ausführungen dazu im nächsten Punkt)
Dr Harbeck blieb mit seiner sinngemäßen Äußerung, der Verbraucher sei schuld, weil er “die Stallhaltung (das würde in letzter Konsequenz nur noch auf Massentierhaltung hinaus laufen) so wünsche” den Beweis dieser Behauptung schuldig.
Wir haben in unserer Runde  festgestellt:
wir haben bis heute noch niemals wirklich niemals einen Verbraucher persönlich getroffen(und einige von uns unterhalten sich mit vielen Menschen fast täglich über das Thema Ernährung aus artgerechter Haltung) der (sofern er nicht Vegetarier oder Veganer ist) Fleisch vom Freilandrind, vom freien Schwein oder vom freien Huhn nicht dem Stallfleisch vorziehen würde.
Hygienische Bedenken haben wir schon gar nie bei Fleisch aus artegerechter und Freilandhaltung gehört.
Wir hören aber des öfteren Bedenken, bei Massenfleisch – weil da häufig die Worte  “Gammelfleischskandale” und “Medikamentenrückstände”, “Tiermehl im Futter”, “halbtote Tiere” im Stall und “Tierquälerei”  von den Leuten thematisiert werden.
Wir erleben eher, dass die Verbraucher den Worten der industriellen Tierhaltung nicht mehr glauben…..und mit Hygiene scheint es da ja auch nicht immer weit her zu sein, wenn man da  an Dokumentationen denkt über Fleischbeschau, die keine mehr ist, Eiterabszesse, die in die Wurst kommen, während der Verarbeitung runter gefallene Hähnchen, die dann wieder ans Band gehängt werden…… und die Aufnahmen, die einschlägige Tierschützer immer wieder verdeckt in derartigen Massenställen machen, die sind auch eher dafür geeignet, das Verbrauchervertrauen in diese Art der Fleischproduktion nachhaltig zu zerstören und an den “besonders hohen Hygieneansprüchen” zu zweifeln……….

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Das Friedrich Löffler Institut (FLI) stuft das Virus H5N8 (Grippe) als hochpathogen (stark krank machend) und extrem schnell und leicht übertragbar ein – niedrig pathogene AI Viren gelten laut FLI als mögliche Vorläufer hochpathogener Vieren.
Es vertritt die Ansicht, dass das Virus von Wildvögeln übertragen wird und dass es in Hühner- und Putenbeständen eine nahezu 100% Mortalität bewirkt. Es sieht als einzige Möglichkeit, mit dem Virus umzugehen, es sowohl in seiner hochpathogenen als auch in den niedrigpathogenen Formen in Hausgeflügelbeständen auszumerzen, indem infizierte Tiere getötet und alle gesunden Tiere aus demselben Bestand und aus umliegenden Beständen vorbeugend getötet werden.

Wir denken:
Grippe ist das Natürlichste von der Welt. Jedes Lebewesen wird in seinem Leben ganz normal irgendwann mit verschiedenen Viren konfrontiert. Eine Reaktion des Immunsystems ist natürlich. Das Ergebnis ist , wenn der Körper über den Eindringling siegt, dass er – je nach Virus über einen mehr oder weniger langen Zeitraum (kann von einigen Monaten bis hin zu lebenslänglich sein) Antikörper hat. Diese wehren später, denselben oder einen ähnlichen “Feind” schnell und effektiv ab.
Mit zunehmendem Alter eines Huhn steigt  die Wahrscheinlichkeit, dass es verschiedene Antikörper aufgebaut hat.
Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit von Antikörpern wenn das Tier draußen lebt, denn da kommt es täglich mit Keimen aller Art in Kontakt.

(Gleiches Prinzip, wie bei indigenen Völkern, denen Besucher von außen mit einer simplen Erkältung erst  Massensterben bescheren,
später erkälten sie sich genau wie wir auch und ohne, daran zu sterben)

Dass das Huhn symptomlos  Antikörper zeigt, obwohl es als besonders schnell auf H5N8  reagierende Tierart gilt, spricht dafür,
dass genau dieses Huhn besonders fit und besonders gut gewappnet gegen den Feind ist…..und genau DIESES Huhn kloppen wir tot…..

So ein Handeln ist an Unlogik nicht zu übertreffen…..

Die Natur hat alles nach dem Prinzip eingerichtet: die Stärksten, Gesündesten, Widerstandsfähigen überleben und dürfen sich vermehren, die, die den Herausforderungen (auch der Krankheit) nicht gewachsen sind, werden ausselektiert.

Was hier mit diesen Maßnahmen der Seuchenschutzverordnung versucht wird, ist, die effizienteste natürlich vorhandene Waffe des Körpers zur Abwehr gegen Feinde systhematisch zu schwächen und auszuschalten, indem man jene wegkeult (und damit auch ihr Erbgut), bei denen diese Waffe am wirkungsvollsten vorhanden ist.

Und warum? Weil man verkrüppelte Kreaturen “geschaffen” hat, bei denen das Immunsystem auf der Strecke blieb, als man einzig
mit Augenmerk auf die Optimierung der gewünschten Produkteigenschaften konfektionierte Hühner schaffte.

Betrachtet man das nur vom “Ist-Zustand” – egal, wer es verursacht hat – wer es verteilt und wie: JETZT haben wir das Virus.

Und was wir sehen ist,  die Wildvögel sind  in der Lage , sich auf die “neue” Situation einzustelle und eine neue Abwehrstrategie zu entwickeln.
Die Schwächsten sterben, die gesunden, starken überleben und bauen Antikörper auf, um beim nächsten Kontakt geschützt zu sein.
Die natürlich lebenden Haushühner machen es nicht anders:

Ihr Immunsystem lernt mit der neuen Herausforderung umzugehen. Es sterben  welche weg – in der ersten Generation mit Erstkontakt sicher auch mehr – aber  “alle Hühner sterben dran” – das mag für Massenhaltungen zutreffen – bei frei und natürlich lebenden Tieren wage ich die Behauptung, dass das unmöglich der Fall sein wird – so man sie den Infekt durchmachen lässt (auch das beweisen die Wildvögel).

Das scheint  nicht im industriellen Interesse zu sein, da deren Hühner mangels eines nicht mehr intakten Immunsystems nichts dagegen setzen können und stattdessen noch durch eine unnatürlich hohe Besatzdichte dem “Feind” in die Hände gespielt wird.
Ein Eldorado für Keime aller Art. . Da sind Totalverluste zu erwarten.


Aber soll ich zum Schutz dieser “künstlich am Leben erhaltenen Tiere” die, die ohne Hilfe überlebensfähig sind vernichten?

Oder muss ich, wenn ich die “Kunsthühner” will nicht auch dort ansetzen und sie nach außen abschirmen (Hochsicherheitstrakt),
statt die überlebensfähigen Tiere zu vernichten,um die überlebensunfähigen Tiere zu schützen?

Wollen wir wirklich, dass die stärkste und effektivste Waffe, die wir gegen Viren kennen, in unseren “lebensmittelproduzierenden Tierarten” mittel und langfristig unwiderbringlich vernichtet wird? Nur, weil wir glauben, mit Hochsicherheitstrakten und Chemie effizienter einen neuen Keim bekämpfen zu können, als es das Immunsystem kann?
Die Geschichte  zeigt uns, dass die Natur immer wieder neue Keime hervorbringt. DAS werden wir nicht verhindern können und ich bezweifel, dass wir auf jeden dieser Keime Antworten finden werden, die auch nur annähernd so effizient greifen, wie das Immunsystem.

Wir können nicht gegen natürliche Mechanismen ankämpfen und glauben, dabei dauerhaft zu gewinnen. Wohin so ein Größenwahn führt sehen wir überall – ich sag nur Klimaerwärmung und Co…

Ohne das hocheffektiv funktionierende System von “neue Feinde entstehen” – “Abwehr stellt sich drauf ein” hätte es keine Evolution gegeben. Und ohne, dass die Abwehr sich mit ihrem Feind beschäftigen kann, kann sie  auch keine neue Strategie dagegen entwickeln.

Genau diese Konfrontation verhindern wir mit unseren “vorbeugenden Massentötungen” gerade.

Schlimmer, die “Abwehrsysteme”, die es gerade geschafft haben, eine Strategie zu entwickeln, die treten wir in die Tonne….

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