Übertragungswege – interessante Überlegungen

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Übertragungswege – Überlegungen

Hier tragen wir aus unserer Sicht interessante, hinterfragenswerte Überlegungen von Menschen zusammen, die sich mit der Fage der Übertragungswege beschäftigen und diskutieren:

  • Ein Jahr blutige Abwässer von Schlachthof in der freien Landschaft
  • Okina zum derzeitigen Massensterben der Schwäne
  • Interessante Aussagen in der Zeitung zur Entmistung eines gekeulten Betriebes
  • Vogelgrippe 2007 durch Verfütterung von Entenschlachtabfällen?
  • Live fotografiert: Mist aus Sperrbezirk auf den Acker
  • Spannende Karte aller H5N8 Fälle von Andreas Menz
  • WIe kommt das Virus nach Nigeria?
  • Wenn sich nicht schnellstens was ändert, wird es richtig gefährlich für den Menschen
  • Vogelgrippe EU-weit betrachtet
  • Wildvogeltheorie immer weniger haltbar
  • Was hat EHEC mit Vogelgrippe gemein?
  • Die Wildvogeltheorie – Gedankenaustausch
  • Erhebung Ernährungsweisen betroffener Arten
  • Verbreitung entland der Autobahnen – Gedankenaustausch

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Der Freitag – Wirtschaft 8.2.2017
Der Schlachtplan – Wiesenhof
ganz schön skandalös!

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Okina75 im Hüfo #13420
 zum derzeitigen Massensterben der Schwäne:

…vor allem Schwäne sind in harten Wintern mit als erste dran, weil sie halt einfach die meiste Nahrung brauchen- die ganzen Enten etc. sind da wesentlich besser dran.
Was aber in meinen Augen fast wahnwitzig auffällt ist, dass die alle Vogelgrippe hatten, bzw. positiv getestet wurden…

Da würde sich meiner Ansicht nach nun folgende Frage stellen:
WAREN die tatsächlich infiziert, oder wurde nur das Virus in Ihnen nachgewiesen, weil es grundsätzlich im kalten Winterwasser vorhanden ist?
Vor diesem Hintergrund wäre es in meinen Augen mal nötig, nicht nur immer die toten Tiere zu beproben, sondern mal dreierlei:
– das Wasser an sich!
– wildlebende, lebendige Höckerschwäne
– in Haltungen vorhandene Höckerschwäne mit Wasser aus der Leitung bzw. regenwassergespeisten Becken (hiermit könnte man dann auch gleich die Wind- bzw. Staubtheorie bekräftigen oder widerlegen…)

Da schauen, wo man die meisten Viren findet und daraus seine richtigen Schlüsse ziehen. Es sind SO viele Schwäne, die überholen bald die Reiherenten, oder haben sie europaweit schon überholt (müsste ich mal zählen…). Da möchte ich fast vermuten, dass die wildlebenden Schwäne quasi flächendeckend das Virus bzw. Antikörper aufweisen, und wie bei uns Menschen auch “nur” die empfindlichsten starben/ sterben. Das sind ja auch bei uns jährlich so einige hundert bis tausend, und da kaggt sich niemand in die Hose, dass da das Virus mutieren und Captain Trips (siehe “The last Stand- Das letzte Gefecht” von Stephen King) draus werden könnte- obwohl diese Gefahr beim Sowieso schon- Menschenvirus um ein VIELFACHES höher und weitaus “wahrscheinlicher” wäre, weil’s da nicht erst zur Zoonose werden müsste!

Und genau darum erscheint die Vogelgrippe einmal mehr als entweder
a) nur eine maßgerecht geschneiderte Methode zur Marktbereinigung oder b) wirklich eine natürliche, und der Industrie hochwillkommene Gegebenheit um Panik schüren und ihre angestrebte Voll- Monopolstellung sowohl zu erreichen als auch auszubauen….

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Stallknecht im Hüfo in Beitrag 13159 auf diesen Zitungsbericht:
nwz 1.2.2017
Normalität im Putenstall ist nicht in Sicht

…Viel interessanter sind in dem Text doch 2 Dinge.
Die Tiere wurden mit Gas getötet und abtransportiert.
„Dann haben wir selber ausgemistet, und eine Fachfirma hat die Ställe gewaschen und desinfiziert. Eine Woche später wurde das Prozedere wiederholt.“

Der Mist war also kontaminiert und erst danach wurde der Stall desinfiziert und ausgewaschen !
Zitat: Und warum brach die Vogelgrippe gerade bei den Puten in Heiko Pflugs Stall aus? Seiner Überzeugung nach ist der Erreger über Staubpartikel durch die Jalousien an den Ställen in den Innenraum gelangt. Einen Kontakt zu den zwei vorher in der Gemeinde betroffenen Betrieben gab es nicht. In etwa einem Kilometer Entfernung liegt der Sandersfelder See. Dort könnten nach Pflugs Auffassung infizierte Wildvögel Rast gemacht haben. „Nicht die Nutztierhaltung – wie von vielen Seiten vermutet – ist der Täter. Es hat etwas mit den Wildvögeln zu tun“, meint auch Wieting.Zitat Ende

Man muss schon ganz schön naiv sein um nicht einmal den Gedanken zu bekommen, ob der Mist nicht….
Vermutlich wurde er gerade dort gelagert. Zumindest ist eine frühere Aussage bei einer kompletten Räumung, also dass der Mist ja auch vorab neutralisiert wurde, zumindest in diesem Fall wohl vom Bauern selbst widerlegt worden.

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Hanne #10091 im Hüfo
Das hat Schiller schon gesagt:
Wehe, wenn sie losgelassen!

BSE-die Temperatur (Tiermehlproduktion) bei der Produktion wurde erniedrigt-Energiesparend…
Sucht mal GePro. Gehört zu Wesjohann. Sucht mal Enten Wichmann. Enten Wichmann Vogelgrippe. Enten Wichmann Gepro. Wisst Ihr noch, wodurch Vogelgrippe im Dezember 2007 ausgebrochen ist? Durch die Verfütterung infizierter Mastentenreste…

 

http://www.presseportal.de/pm/17477/1039528

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Da muss man sich wohl nicht mehr wundern, warum die Wildvögel alle krank werden:

Beitrag#8996 von Putin im Hüfo 9.1.2017
sämtliche Fotos dürfen verwendet werden!

Wir haben ja hier auch seit einiger Zeit unseren Seuchenfall im Landkreis. Wie gehabt mit Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet:

 

 

 

 

natürlich mit tausenden vorsorglich gekeulten Puten …

… und natürlich mit allen Restriktionen für den privaten Geflügelhalter die es so gibt. …

wer die zugehörigen Verordnungen lesen will:

https://www.lkjl.de/media/dokumente/…19.12.2016.pdf

Heute (09.01.2017) bin ich allerdings doch etwas „von der Rolle“

Kam mir doch hier im Beobachtungsgebiet auf einer Bundesstraße ein Traktor mit zwei wundervoll „vor sich hin staubenden“ Anhängern entgegen. … und natürlich Hühnermist aus einer Ausstallung.

völlig offen alles was Vieren sind in der Landschaft verteilend.

Wer‘s nicht glauben will:

Beladung hier in der Hühneranlage einer Massentierhaltung

 

 

 

 

Transport mitten durch Orte und über eine Bundesstraße bis zu zwei Bestimmungsorten

 

 

 

 

Lagerung ohne Abdeckung und Versickerungsschutz

 

 

 

Lagerung am Acker neben einem Bach (ca.15m entfernt) ohne Abdeckung

 

Wenn man sich den Dreck näher ansieht wird es spannend

Verrottendes Geflügel in der ehemaligen Einstreu … wenigstens haben die Wildvögel jetzt mal Einblick in den Dreck.

… so, das ist ja dann wohl hier alles normal….

Welch wertvoller Dünger für unsere Lebensmittel. Ein besonders schützenswerter Teil unser aller Gesundheit.

„bin pappesatt“
Bernd

PS.: Da waren mehrere solcher Gespanne im Einsatz

Fortsetzung vom 10.1.2017 von Putin:

Also das muss man unserem Landkreis lassen: Die beweisen wirklich Humor (schwarzen):

Aufruf an Geflügelhalter im Landkreis

Aufgrund der Feststellung der Geflügelpest in einem Tierhaltungsbetrieb in Körbelitz ist es im Rahmen der Überwachung und der amtlichen Kontrolle erforderlich, dass alle Tierhalter im Sperr- und Beobachtungsgebiet zusätzlich zum Bestandsregister auch Auskunft über den Verbleib von Eiern, Fleisch, Mist/Dung und Futtermitteln erteilen. Tierhalter können das dazugehörige Formular auf der Website des Landkreises unter www.lkjl.de/veterinaeramt herunterladen und …. siehe Link:

https://www.lkjl.de/de/detailseite/a…-20009280.html

So ein Mist ‚ne Nachmeldung:

Muss das jetzt nachträglich ins Bestandsregister oder unter Mist/Dung ins nächste Formular?

„bin weiterhin pappesatt“

Bernd

PS.: Ich stelle mir nebenbei immer die Hobbyhalter vor die unter “Vollschutz” ihre drei Hühner füttern.

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UN – Scientific Task Force
on Avian Influenza and Wild Birds statement

und hier die Übersetzung:
170130 Arbeitsgruppe für aviäre Influenza bei Wildvögeln

20.12.2016

Aktuelle Karte mit sämtlichen Wildvogelfunden in Europa
nach OIE bis 23.12.2016

Andreas Menz hat eine Karte erstellt, die sehr deutlich macht, dass die auffälligsten Wildvogelfunde entlang der Autobahnrouten liegen (Warenwirtschaftswege)
In die Karte eingetragen sind alle bestätigten Wildvogelfunde nach Listung beim OIE. Die Einträge entsprechen exat den beim OIE angegebenen GPS Daten des Fundortes.

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Wie kommt das Virus in die Massenställe?
Virenflug aus Asien.pdf

Wie kommt das Virus in die Ställe?

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Okina75 schrieb im Hühnerforum Beitrag 6409

Zitat eines anderen Diskussionsteilnehmers:
@Okina Wie sieht´s denn das aus mit Vogelzug und Nigeria? Könnte mir vorstellen, dass erkrankte Tiere bei den dort vorherrschenden Temperaturen vielleicht gar nicht ankommen. Zumindest das AI-Virus selbst sollte da doch gewisse Überlebensschwierigkeiten haben. Vielleicht gibt es da einen Angreifpunkt, dass das Virus eigentlich nur gut gekühlt (***) dort eingetroffen sein kann.
Zitat Ende
Okina75:

Maßgebliche Zugvögel von hier nach/ über Nigeria wären an relevantem eigentlich nur die Störche. Die fliegen aber schon im August los und waren lange da unten bzw. im (bislang befallsfreien) Spanien, als der Zauber hier losging.
Ansonsten ziehen nur jede Menge Singvögel, teils auch Greife, nach und über Nigeria, die sind aber seit spätestens Ende September/ Mitte Oktober auch alle weg.
Kann daher nicht von Zugvögeln (im klassischen Sinne) stammen, ich denke auch, dass für einen infizierten Vogel der Saharaüberflug zu strapaziös wäre- das kann man an und für sich also abhaken.

Das Virus wird aller Wahrscheinlichkeit nach sehr gut gekühlt angekommen sein- oder aber lebend in tschiepender Form…

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Beitrag 6211 von Hanne im Hühnerforum

Sieh Dir mal die Jahresberichte des FLI an. Z.B. 2007 stellte das FLI fest, dass nicht erhitzte, kontaminierte TK Mastentenreste verfüttert wurden und das wohl der Grund für die Ausbrüche 12/2007 war.
Wenn Wildvögel verantwortlich gemacht werden, so ist das eher: Draußen Wildvogelkot, dösiger Geflügelwirt/Hilfskraft(sog. Vektoren) latscht durch und trägt es ein(weil, wie ich immer wieder sage, keiner die erforderlichen Einwirkzeiten einhält!) oder Futter, Einstreu etc. war nicht anständig abgedeckt.
Erwiesenermaßen hat D 2012 AI nach Polen exportiert-wieso sollte es nicht auch hierhin transportiert worden sein?
Die Ursachen sind vielfältig, unhygienische Massentierhaltungen in Ställen der Hauptgrund für die Mutationen der Viren und die Schwere der Erkrankung. Ein sterbenskrankes Menschenkind steckt eine Erkältung u.U. auch nicht weg, wie soll das ein Küken mit Bordetella, Durchfall und Hunger schaffen?
Die wichtigste Ursachenbekämpfung ist daher die Bekämpfung der unhygienischen Massenhaltungen, bei uns, in Asien, überall, sowie die thermische Entsorgung des Kots. In Asien hat eine Abschaffung der Lebendgeflügelmärkte für eine Verringerung des Vireneintrags gesorgt. Daher sollte u.U. über ein Verbot des Lebendgeflügeltransports diskutiert werden. Das bedeutet aber einen kompletten Umbau des derzeitigen Massenhaltungsprinzips.

Allerdings habe ich bei der derzeitigen Handhabung, s. H9N2, sehr große Angst vor einem Ausbruch von H5N6 in D, da sich durch H9N2 eben gezeigt hat, dass D im Falle eines Falles die Lage eben nicht unter Kontrolle bekommt. Die diesjährigen Handlungen sind größtenteils purer Aktionismus. Die großangelegten Keulungen hätte man aufgrund der niedrigen Mortalitätsraten wohl noch problemlos durch Notimpfungen unter Kontrolle bekommen können. Intervet in Spanien hat ausreichend große Mengen Impfstoff auf Lager und könnte kurzfristig liefern. Die Rund-um-Keulungen bekämpfen kein AI, sondern sichern nur den zuständigen Veterinär ab, da der wegen der Gesetzeslage nämlich persönlich haftet, wenn er nicht alles tut, was er tun könnte. Das ist ähnlich wie ein Kaiserschnitt beim Menschen, der wird häufig gemacht, weil dadurch eine spätere Klage erschwert wird, nicht weil er sinnvoll wäre.

Die derzeitige Gesetzeslage sowie Massentierhaltung muss verändert werden, um Gefahr für Mensch und Tier abzuwenden.

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Okina schrieb im Beitrag 5298 im Hühnerforum:

Vogelgrippe EU-weit betrachtet
Nachdem im TSIS nur drei neue Fälle waren (Bayern, BaWü, Niedersachsen), habe ich auch noch mal bei den europaweiten Seiten nachgekuckt, also WAI und EU Commission, und habe bei beiden seit dem 30.11. bzw. dem 5.12. keine neuen Fälle gefunden. Da wäre der in Friesland jetzt der einzige neue internationale seit über einer Woche.

Und Deutschland leuchtet immer mehr heraus wie die berühmte Weihnachtsdisko (war gut gesagt !).
Da die Wildvögel europaweit ziehen, deutsche Graugänse zB bis nach Spanien, Kraniche sind wohl auch anfällig (warum da nicht EIN Todesfall? Weil sie nur im Wasser schlafen und nur Oberflächenwasser zu sich nehmen?), aber auch da nichts bis in deren Winterquartiere nach Spanien hinein. Wobei am Lac du Der Chantecoq in Nordostfrankreich Ende November an die 140.000 Kraniche standen… Aber- nichts!
Ist es ein Zufall, dass das Land, was sich selbst zum Ziel gesetzt hat, “Fleisch- Exportweltmeiser” zu werden/ zu sein, auch in Bezug auf die Vogelgrippe eine derart, fürwahr zentrale Rolle einnimmt?

Wie man es dreht und wendet, Deutschland und Ungarn sind in dieser Vogelgrippesaison der kontinentale HotSpot, alles geht von diesen zwei Zentren aus.

Ungarn kommt als Ursprung in Betracht, da dort die weitaus zahlreichsten Geflügelhaltungen betroffen sind (quasi alle in der Gegend um Szeged gelegen), und Reiherenten unter anderem auch aus Westsibirien (Umgebung des Urals) westwärts ziehen, wobei sie über Ungarn kommen und dort ausgiebig rasten.
Von einem Kälteeinbruch, der da dann eine Winterflucht verursacht hat, habe ich in den Wetterdaten für die fraglichen Zeiträume von September bis November ’16 nichts gefunden, was auf diesen Beginn der Verschleppung hindeuten würde. Wo immer ich diese Theorie also aufschnappte- sie war falsch!
Der herkömmliche Zugweg führt aber durchaus über Ungarn, durch Österreich und entlang der Alpen zu den dort gelegenen großen Seen.
Auffallenderweise war der erste registrierte Fall ein Höckerschwan in Nordwestungarn, gefunden 19.10.16, in “einem großen Fischteichkomplex”. Wie wir wissen, werden Fischteiche mit Mist aus Massentierhaltungen gedüngt, und Reiherenten bevorzugen solche flachgründigen, nährstoffreichen Gewässer, weil sie reiche Beute versprechen.

Bis zur ersten Meldung am Bodensee (4.11.) vergingen demzufolge 16 Tage.
Zwischen dem Fundort des ersten toten Schwans in Ungarn und dem Bodensee liegen rund 620 km. Dieser Weg wäre für Reiherenten bei einer Geschwindigkeit von ca. 65 km/h in knapp 10 Stunden zurücklegbar. Oder bei einer täglichen Flugzeit von etwa 3- 4 Stunden (der Rest Zeit für’s Fressen und Gefiederpflege) in etwa drei Tagen, bei zwei- bis dreitägigen Rasten unterwegs etwa neun Tage.
Was im Rahmen einer Inkubationszeit von 4-12 Tagen liegt (ich finde immer nur vage Angaben wie “einige Tage” bei Vögeln) und zeitlich dann mit den massenhaften Toden vor allem am Bodensee überein passt.

Aufgrund der Quasi- Zeitgleichheit des ersten Auftretens sowohl am Bodensee (4.11.16) als auch am Plöner See (2.11.16), etwa 715 km auseinander, muss ebenfalls eine Grundinfektion am Plöner See stattgefunden haben.
Die Reiherenten würden die 715 km zwar in exakt 11 Stunden Nonstopflug schaffen, aber welche Intention sollten sie dazu haben? Auch hier müssten sie fressen und ihr Gefieder pflegen, zumal keinerlei Wetterumstände einen Nonstopflug vom Bodensee nach Schleswig- Holstein angeraten sein ließen.
Auch müssten die meisten Vögel unterwegs schon schwer angeschlagen gewesen sein, weswegen sie die Strecke ebenfalls nicht in einem Stück bewältigt hätten. Zumal am Plöner See zwei Tage zuvor die ersten Todesfälle registriert wurden.

Viel wahrscheinlicher ist also eine Ansteckung im/ am/ um den Plöner See und dann Verzug noch vitaler Tiere in den Süden Deutschlands, zum Bodensee und den Schweizer Seen, wo Vögel via Deutschland und Vögel via Ungarn- Österreich zusammen kamen und diesen weitaus größten Fund toter Vögel verursachten, von allein 262 gefundenen Reiherenten.

Vor diesem Hintergrund erweist sich die Wildvogelthese des FLI als unhaltbar, nach der Zugvögel das Virus aus Mittelasien/ Nord- Sibirien mitgebracht hätten. Wohl mögen infizierte Wildvögel das Virus innerhalb Deutschlands weiter verbreitet haben, eine Infektion von industriellen oder privaten Haltungen durch diese ist hingegen nicht nachweisbar, weder zu Anfang der diesjährigen Erkrankungswelle noch zu deren gegenwärtigem Stand.

Die Wildvogeltheorie ist immer weniger haltbar:
Schaut man sich auf dieser Karte an, wo Wildvögel mit H5N8 europaweit gefunden wurden und welche Straßen/Verkehrsverbindungen dort von wo nach wo verlaufen, muss man schon blind sein, um nicht zu erkennen, dass die Häufungen der Wildvogelfunde alle an den Hauptverkehrsadern liegen, über die Geflügel, Geflügelprodukte, Geflügelmist als Dünger etc. quer durch die Länder gekarrt wird.
Und dann gibt es da wunderschöne weisse Flecken auf der Landkarte – Orte mit viel Wasser und Natur, aber ohne Autobahn und Bundesstraße, dafür ein Eldorado für Zugvögel, die eine Pause machen wollen – einzig, tote Vögel scheint es da nicht zu geben…..

Okina78 aus dem Hühnerforum hat sich mit Hilfe unzähliger Zuarbeiter die Mühe gemacht und all die Fallzahlen auf einer Karte akriebisch verarbeitet – Danke für diese grossartige Leistung!!!

Beitrag Nr 4750 Mali im Hühnerforum:

Ich hatte den Artikel (Westfälische Nachrichten) 15.11.2016 “Wir haben keinen Fall von H5N8” zwar schon vor einiger Zeit mal verlinkt, aber weils grad so schön passt mit der Karte …

[…] Erst Mitte Oktober sind in den Rieselfeldern an Gänserastplätzen Kotproben genommen und untersucht worden. „Da war nichts“, sagt Tierarzt Krause. Die Kotproben seien genommen worden, als die Vogelzugbewegung schon in vollem Gange war, berichtet die Biologische Station.

Wenn, seien Hühner und Puten betroffen, erklärt der Tierarzt. Wasservögel wie Ente und Gänse könnten das Virus in sich tragen, aber erkrankten nicht daran. Er habe auch mit Angelvereinen aus Münster gesprochen. „Sie haben an den Gewässern nichts gesehen.“ „Vorsicht ist immer gut“, sagt der Leiter der Fachstelle Veterinärangelegenheiten. Aber er sei von der Aufregung überrascht. An Türklinken, im Staub im Haus oder im Stall – überall gebe es Bakterien.

Die Biologische Station Rieselfelder erinnert an die letzte große Virusinfektion in den Jahren 2005/2006. Damals habe sich herausgestellt, dass nicht Wildvögel für die Verbreitung gesorgt hatten, sondern dass das Virus in Billig-Futtermitteln aus Südostasien für die Geflügelhaltung und Fischzucht gesteckt habe. „Unserer Meinung nach sollte man diese Futtermittel untersuchen, statt auf den Wildvögeln herumzuhacken“, heißt es aus der Biologischen Station Rieselfelder. […]

Wer sie nicht kennt….die Rieselfelder sind ein Europareservat für Wat- und Wasservögel, Rastplatz für Zigtausende Kraniche und Gänse.

Gimar schrieb in Beitrag 1  im Hühnerforum:

Gibt es eine Verbindung EHEC-Vogelgrippe?

Evtl erinnert sich der ein oder andere noch daran, Frühjahr 2011 EHEC.
Der Salat, die spanischen Gurken oder nein es waren doch die Sprossen, die viele Menschen in Deutschland krank gemacht haben.

Kleiner Rückblick 2011, was hatte dieses Jahr an wirklichen Besonderheiten zu bieten?
Das Frühjahr 2011 war das wärmste und trockenste seit Wetteraufzeichnung. Ich erinnere mich noch recht gut an das Frühjahr es waren fast 5 Monate ohne einen Tropfen Regen.
http://www.wetteronline.de/wetterrue…/2011-05-30-fr

Was aber wurde dennoch in Massen produziert? Gülle! Und wo kam die hin?
Bakterien und Gülle, Gülle und Bakterien, ach ja und Antibiotika Rückstände aus der Massentierhaltung.
http://www.umweltbundesamt.de/themen…imittel-umwelt
Alles auf die Felder und im Frühling schmeckt doch der Salat sooo lecker.

Zur Zeit finde ich leider den Link nicht, aber ich meine noch im Kopf zu haben, dass 2011 eine Verordnung in Kraft trat, dass Gülle max 4 Wochen vor der Ernte auf die Felder(Salat) darf.
Evtl findet ja einer den Link.

Was genau war denn jetzt EHEC?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…-a-923249.html

EHEC sind Bakterien, was etwas ganz anderes als Viren sind, ja wissen wir alle, wo aber gibt es evtl doch eine Verbindung?
Hmmmm evtl die Gülle?

Gülle darf auf die Felder und Wiesen, wenn der Boden sie aufnehmen kann, so die Verordnung.
10cm durchgefrorener Boden und die Gülle darf nicht mehr drauf, wer das jetzt genau kontrolliert frag ich mich, aber egal. Die Scheiße muss ja irgendwo hin, also ab auf die Felder ist ja guter Dünger.
Ok die Pflanzen nehmen es gerade eher nicht auf aber egal.
Da verklagt übrigens gerade die EU Deutschland, mal so am Rande.
http://www.derwesten.de/politik/eu-v…d12340656.html

Die Vogelgrippe ist ja ein Virus, dem kalte Temperaturen nicht ganz so viel ausmacht, anders als Bakterien die mögen es warm. Was aber Viren so gar nicht mögen ist UVA-Strahlung, oder anders gesagt die Sonne. Ich weiß nicht wie bei euch der Winter so meist aussieht besonders der November, aber bei uns hier ist man über 4 Stunden an denen man mal die Sonne so etwas sehen kann schon recht glücklich. Was liegt aber jetzt auf den Feldern? Natürlich Gülle aus gigantischen Tierställen. Zum Teil bekommen wir den sogar noch aus den Nachbarländern angeliefert und unsere Bauern freuen sich über ein paar Euro wenn sie den auf ihre Felder kippen lassen. Niederlande ist so ein schönes Beispiel. Selber keinen Platz mehr aber immer mehr und größere Ställe bauen und der Mist kommt rüber, alles bester Dünger bzw Geld.
Was kommt jetzt noch auf unsere Felder? Ein paar Besucher, nämlich die “bösen Wildvögel” (Ironie aus) die jetzt nach dem langen sehr anstrengenden Flug rasten wollen und Futter brauchen.
Die Möglichkeit, dass die Tiere dann den Vogelgrippevirus tragen, streitet wohl keiner ab, die Frage ist nur wo sie ihn herhaben? Evtl sollte man mal die Felder untersuchen, aber da findet man bestimmt nur infizierten Wildvogelkot, natürlich. Oder in den “sicheren” Ställen mal überprüfen wo die ihren Kot abgeladen haben? Bis zu 3 Meter an einen Bach oder See darf Gülle verbracht werden, die kommt natürlich nicht in den See, in dem Enten sind… NEIN natürlich nicht!

Aber was genau kann der Staat machen um die Wirtschaft und uns zu schützen?
Natürlich ordnet er eine Stallpflicht an, was soll er auch sonst tun? Die Ursache kann und will er nicht nennen und sie auch nicht abstellen, wie auch? Impfen? Geht in der Massentierhaltung nicht, da der Erreger bei hoher Infektionsdichte dennoch tödlich wirkt. Siehe FLI. Italien etc
Die einzige Version die klappen würde, wäre impfen und eine deutliche Verkleinerung der Bestände, um den Virendruck zu reduzieren. Das würde aber bedeuten, Schluß mit der Massentierhaltung, das macht unsere Regierung hier nicht.

Ich will hier nicht auf die Bauern oder die Massentierhaltung einprügeln, viele davon haben sich in eine Abhängigkeit begeben aus der sie selber nicht mehr rauskommen. Immer größer immer mehr, aber verdienen tun sie eher weniger und Land und Tiere müssen den Preis zahlen. Es werden immer weniger Bauern und die die noch da sind sehen oft nur den Ausweg noch größer zu werden, aber das ist ein Teufelskreis. Made in Germany ist nicht billige Massenware, mit Qualität kann man auch sein Auskommen haben, sogar viel besser als mit billig Ware. Da kann und sollte der Staat mal unterstützen, aber richtig. Nicht in den billig Ramsch.

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Gedankenaustausch im Hühnerforum zwischen Okina und Warnehof


Okina75 schrieb im Beitrag Nr.; 2735
“Hat einer Ahnung, ob eigentlich irgendeine tot gefundene Ente KEINE Reiher- oder Tafelente war?
Wenn nämlich nicht, könnte mir ein Verdacht aufgrund der Ernährungsweise dieser beiden Arten kommen. Das sind ja Tauchenten und sie ernähren sich, anders als Stockenten und Co., überwiegendst von Wasserinsekten oder kleinen Muscheln, nur zu einem winzigen Teil von pflanzlichem.
Von Tieren also, die ständig im Wasser leben und insbesondere als Muscheln ja auch dafür bekannt sind, gerne mal irgendwas längere Zeit zu speichern, wie Schadstoffe, chemische Verbindungen und und und…
Meine Idee:
Eventuell auch Viren/ Krankheitserreger?
Mir fällt nämlich auf, dass immer wieder und allenorts Reiherenten die Opfer sind. Deren Sammelgebiete sind im deutschen Norden an vorwiegend flacheren Seen und Flüssen, wie dem Dümmer, dem Steinhuder Meer und dergleichen. Gerne auch ausgedehnte Teichanlagen zur Fischzucht etc. …

Überall also, wo sie tauchend leicht den Grund und damit ihre Nahrung erreichen- eben Wasserinsekten und vor allem auch die omnipräsente Wander- oder Zebramuschel… So auch im Überwinterungsquartier und Rastgebiet Bodensee…

Was denn, wenn die Muscheln nun durch den üblichen Weg (Fließgewässer, Grund- und Schichtenwasser) kontaminiertes Wasser zu filtern bekamen, die Erreger in sich anreicherten und die Tauchenten (Reiher-, Tafel-) dann zur herbstlichen Rastzahl mit der satten Konzentration Viren versorgten?

Denn was neben der ziemlichen Artspezifität auffällt, sind auch die relativ hohen Zahlen toter Vögel.
Das korreliert sicher mit der hohen Bestandszahl der Reiherenten, die die bei weitem häufigste Tauchente ist, fällt aber dennoch ins Auge.
Eventuell sollten die untersuchenden Stellen mal nicht nur gucken, ob tote Vögel die Vogelgrippe haben, sondern auch die Mageninhalte checken. Nicht zuletzt gelten ja auch Mollusken und Krebstiere aus Fernostasien als übertragungsverdächtig, wie wir ja 2014 schonmal erwogen hatten…

weiter schrieb er in Beitrag 2749:
…..

  • – Höckerschwäne weiden am Gewässergrund oder im Winter auch auf Feldern, wenn sie nicht gerade Spaziergänger- Brot fressen. Also in beiden Fällen mit dem Kopf direkt an den potentiell belastetsten Stellen: Dem Mulm am Gewässerboden bzw. der Ackeroberfläche…
  • – Blässhühner ernähren sich quasi gleich wie Reiherenten, aber mit größerem pflanzlichem Anteil
  • – Großmöwen (Mantel-, Silber-, etc.) sind Opportunisten und fressen sowohl Muscheln als auch verendete Tiere
  • – Kleinmöwen wie die Lachmöwe piratisieren sehr gerne an Blässhühnern oder Tauchenten, nehmen denen also die soeben vom Grund hochgeholten Muscheln etc. ab, weil das natürlich bequemer ist als selber zu tauchen etc.
  • – Haubentaucher fressen kleinere Fische, die sich wiederum von Jungmuscheln und Süßwasserplankton ernähren- also Wasserfiltrierern, falls nicht pflanzlich…
  • – Krickente und Brandgans sind wiederum Muschel- und Kleingetierfresser des Gewässergrunds
  • – Mäusebussard = klassischer Aasfresser
  • – Rabenkrähe = klassischer Aasfresser, der übergeordnete Artname lautet bezeichnenderweise auch “Aaskrähe”
  • – Ansonsten, wie Kormoran und Co., Fischfresser
  • – Bei der erwähnten Saatgans ist es wie beim Höckerschwan. Zwar mehr auf Grünland weidend als jener, aber sehr gerne auch auf Winterweizen oder wie Schwäne im Raps sowie im Wasser nach Pflanzen gründelnd
  • – Kolbenente, Gewässergrundfresser

ICH komme zu dem GANZ eindeutigen Ergebnis, dass es nahezu ausschließlich folgende Vogelgruppen erwischt:

  • – Nahrungsparasiten wie die Lachmöwe
  • – Aasfresser wie Großmöwen, Bussard und Rabenkrähen
  • – Fischfresser
  • – Muschel- und Wasserkerbtiere fressende
  • – sowohl am Gewässergrund als auch auf Ackerland weidende

Das konkludiert für mich auf zwei primäre Ursprungsquellen des Virus:

  1.  primär Düngerauftrag auf Kulturland/ Ackerland bzw. womöglich in Fischteiche (kippen die da echt Mist rein?!?)
  2. sekundär, wahrscheinlich durch Auswaschung aus dem Kulturland oder Windverfrachtung Gewässer, und hier vor allem Gewässerböden und dessen unmittelbar drüber liegende Wasserschichten

Denn alle diese möglichen Ursprungsquellen berühren fragliche Vögel mit dem Schnabel und schlucken dort gefundenes = Weg direkt in den Vogel.
Eventuell auch noch Aufnahme des Virus über Augenschleimhäute, wenn etwa Wasserpflanzen oder Kerbtiere aus dem Bodenmulm genommen werden, der dabei aufwirbelt und Viren in den freien Wasserkörper entlässt.
Da dann Fressen durch Fische, die den aufgewirbelten Bodenmulm für sich nutzen, die dann wiederum von Tauchern, Tauchenten und Kormoranen oder Möwen erbeutet werden…
Für mich ganz ehrlich glasklare Sache, der Ansteckungsweg!

Warnehof schrieb in Beitrag 2815:
Pathogenitätszeitraum
Auch in Wikipedia werden ähnliche Zeiten für die Pathogenität der Influenza Viren genannt, wie in dem Bericht der Freien Universität Berlin. Also kalt und feucht ist gut für Virus, in den Geflügelställen sollte dieser Zeitraum weniger wichtig sein, da die Viren relativ schnell durch den engen Kontakt der Tiere übertragen wird. Desweiteren werden amerik. Pekingenten auf Gittern gehalten, unter der die Gülle bis zum Ausstallen liegt.

Im Zeitraum vom 1.11. bis zum 31.1. gilt ein Ausbringungsverbot von Geflügelkot auf Ackerflächen. Es ist daher davon auszugehen, das im Oktober in der Vorbereitung der Felder für die Winterfrucht reichlich Geflügelkot eingearbeitet wird. Auch um die Lager für den Winter freizuräumen.
Hier
http://www.kritischer-agrarbericht.d…0_Lorenzen.pdf
habe ich folgendes gefunden:

 

Nach einer Infektion mit einem hochpathogenen
Vogelgrippevirus beträgt die Inkubationszeit
(Zeit zwischen Infektion und Krankheitsausbruch)
bei frei oder in Gefangenschaft lebenden Enten
einige Wochen, bei Puten und Hühnern nur
wenige Tage. Dieser Unterschied lässt sich als
evolutionäre Antwort auf den Umstand erklären,
dass die Viren im Wasser und im Feuchten besonders
gut überleben, vor allem im Winterhalbjahr. Daran
sind die Entenvögel besser als Landvögel angepasst.
Sie können deshalb Vogelgrippeviren beherbergen und
ausscheiden, ohne ernsthaft krank zu werden.

Das könnte also bedeuten, dass die toten Reiherenten vom Plöner See und dem Bodensee bereits Mitte Oktober infiziert wurden sind. Ab diesem Zeitraum waren sie Virenausscheider. Alle hier im Forum wissen, wieviele Freiland Hühnerhaltungen in S-H und B-W in diesem Zeitraum auffällig geworden sind. Richtig, keiner. Entweder sind die Hühnies seit 2014 immun, oder es fand einfach keine Übertragung statt.

Das WAI geht von einer Verbreitung durch Lebendgeflügeltransporte entlang der Fahrtroute aus. Quaki hatte hier einmal auf die kostengünstigste Fahrroute von Ungarn nach Basel hingewiesen. Auch das WAI geht von einer Meidung von Autobahnen beim Transport nach Norddeutschland aus. In Ungarn sind ca. 60.000 Enten an 4 Standorten gekeult. Wieviele Tiere von dort innerhalb der Inkubationszeit transportiert wurden sind, wage ich mir nicht vorzustellen.
http://wai.netzwerk-phoenix.net/inde…8-chronik-2016

Die Frage ist, ergänzen sich diese Theorien oder schließen sie sich aus. Und dann wäre da natürlich noch aus Asien eingeführtes Futter (Garnelen etc.) zu erwähnen, was aber nur schwer den Beginn des diesjährigen Ausbruchs erklären könnte. Da passen die beiden ersten Thorien besser ins Bild. Eventuell erklären Sie aber Fälle wie in Ückermünde (Emu) oder in kleinen Haltungen. Vom BDRG wurde in Veröffentlichungen der Einsatz von Garnelen als Proteinquelle propagiert.

Okina schrieb Beitrag 2819:

Das passt gut zusammen, Warnehof, was die Wildenten angeht… Ab Anfang September, teils schon Ende August ist klassische Sammelzeit (Limikolen, Seeschwalben etc. ziehen zu der Zeit schon ab).

Desgleichen ist Anfang September meist der Startzeitpunkt für nordische Zugvögel, wie Wildgänse und arktische Enten. Die müssten sich demzufolge ja NOCH früher infiziert haben, was nun völlig ins absurde führt, das ganze müsste dann wahrscheinlich schon auf dem Frühjahrszug stattgefunden haben, der für nordische Wasservögel bei gutem Wetter bereits Ende Februar beginnt.
Würden nämlich die nordischen Zugvögel das Virus mitbringen, müssten die sich irgendwann im Juli infizieren, und das entbehrt solange gänzlicher Handhabe, solange Forschern dort oben in der Tundra keine besondere Sterblichkeit auffällt- die gegeben sein müsste, wären die Vögel schon da infiziert.

Deren Ankunft in Deutschland jedoch ab den letzten Septemberwochen würde dann genügend Infektionszeitraum bieten. Ende September plus sagen wir vier bis sechs Wochen = Ende Oktober bis Mitte November = Et voila

Warnehof schrieb in Beitrag 2824:

@Okina
Was mich an der Wildvogelthese dieses Jahr gewaltig stört, sind eben, die nicht vorhandenen Funde zwischen China und Westeuropa.
Wenn ich das in der WAI Chronik richtig verstanden habe, ist der Fund am Ubsu-Nur See zum einen anders abgelaufen, als vom LFI publiziert (LFI spricht von Jagd lebender Tiere, der russische Bericht spricht vom Fund toter Tiere) zum anderen zeigte die Analyse, dass es sich nicht um einen Vorläufer des bei uns aufgetretenen Virus handelt. gsgs korrigiere mich bitte, wenn das so nicht stimmt.

Ich erwarte nicht, das in der Tundra jeder tote Vogel dokumentiert wird. Ich würde aber erwarten, dass beim Zug aus Westsibirien tote Vögel im Bereich Ladogasee – St. Petersburg festgestellt werden. Desgleichen im Baltikum und in Polen.

Beim südlichen Zugstrang? über Ungarn hatte man einen toten Schwan, auch nicht abendfüllend. Da aber auch das FLI sich für seine These nur auf den Fund am Ubsu-Nur See beruft, steht das ganze für mich auf sehr tönernden Füßen.

Hier mal eine Meldung vom 12.Oktober.
http://www.eatglobe.de/news/environm…-nur-lake.html

Welche Vögel kommen denn, aus dem Süd-Osten kommend zwischen Mai und September, mit den Reiherenten in Kontakt? Gibt es im Frühjahr eine Zugbewegung von China nach Westsibirien, analog des Zuges aus Westeuropa nach Westsibirien?

Okina schrieb in beitrag 2828:
Hy Warnehof!

Nein, das ist es ja!
Ich will ja nicht aufzeigen, dass das möglich wäre, sondern eben, das nicht! Niemals und unter keinen Umständen ursächlich über Wildvögel, und schon gar nicht aus der Mongolei!

Es gibt keine direkten Zugverbindungen von Mittelasien/ Ostasien nach Europa, der Virus KANN ALSO NICHT mit Wildvögeln hierher kommen.
Der einzig denkbare Weg, was ich dem FLI 2014 auch in Mails mitteilte, wäre, dass sich Vögel aus asiatischen und europäischen Überwinterungsgebieten in den Brutgebieten der Taiga treffen. Also Vögel, die sich in Süd-/ Südost-/ Mittelasien infizierten, ihre Virenfracht weitergeben, wenn sie wieder im Brutgebiet sind.

Dem entgegen steht aber ganz klar der Inkubationszeitraum, der dann mehrere Monate betragen müsste, was aber selbst bei Enten nicht der Fall ist. Auch müssten alle Wildvögel längst mit dem Virus durchseucht sein, sollten also quasi samt und sonders, so jetzt noch lebend, immun sein.
Sollte man zumindest vermuten, wenn das Virus wirklich so verheerend infektiös ist und soviele Wildvögel Übertrager sind, wie das FLI nach wie vor standhaft von sich gibt.
Warum aber sterben dann hier, in den Wintergebieten, so viele Tiere? Und nur hier, wie auch da in der Mongolei, welcher See ebenfalls (wie Dümmer, Steinhuder Meer, deutsche Küsten) Sammelgebiete darstellt?
Es sterben bei weitem nicht nur Jungvögel, denen man ja noch nachsehen könnte, dass sie noch nicht immun sind- alle Fotos von Reiherenten, die ich bislang sah, zeigten adulte Erpel oder Weibchen, nur in einem Fall ‘nen immaturen Erpel, also einen aus der ’16er Nachzucht.

Zudem sind eben keinerlei Funde zwischen Mongolei und hier bekannt, also beißt sich da die Katze in den Schwanz!
Der NABU hat das alles schon viel ausgefeilter und besser dargelegt als ich- es ist schlechterdings unmöglich, dass die Vogelgrippe mit Zugvögeln aus Zentralasien zu uns kommt, punktum!

Bestenfalls noch aus Nordasien/ der arktischen Tundra, aber auch da widersprechen sämtliche Angaben über Pathogenität etc.

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Erhebung der Ernährungsweisen der betroffenen Arten

Autor: Andreas Menz, 41 Jahre alt
Ornithologe seit 1980/ 36 Jahren
von 1999 – 2011 ehrenamtlicher Mitarbeiter Erfassung Kanadagänse u. a. aviäre Neozoen in Berlin, z. Hd. Olaf Geiter & Dr. Susanne Homma

Erhebung der Ernährungsweisen der betroffenen Arten und damit einhergehend der Nachweis wahrscheinlichster Ansteckungsquellen.
Ausgehend von der Einsicht, dass den weitaus größten oder gar ausschließlichen Teil der tot gefundenen Wildvögel vielerorts die Tauchentenart Reiherente (Aythya fuligula) ausmacht, die sich tauchend von Mollusken, Insekten und Crustaceen in oder direkt an Gewässergründen ernährt.

Desweiteren soll ein Einblick auf die Glaubwürdigkeit der standhaft vom FLI (Friedrich Löffler- Institut) und damit der Politik vertretenen These geworfen werden, dass Wildvögel vornehmlich als Ansteckungsherd anzunehmen sind, sowie den Virus latent beinhalten.

Totgefundene Arten aufgrund der Wissenschaftsforum- Artenliste

  • Reiherente (Aythya fuligula) & Tafelente (Aythya ferina)
    Diese beiden Tauchentenarten, wobei die Reiherente die weitaus meisten Todfunde stellt, ernähren sich zu ganz überwiegendem Teil von Mollusken, Crustaceen und Wasserinsekten, die sie tauchend vom Gewässergrund erlangen, dabei oft Mulm aufwirbelnd.
  • Höckerschwäne (Cygnus olor)
    Diese Vögel ernähren sich natürlicherweise durch Weiden am Gewässergrund, vor allem im Winter aber auch durch Beweiden vor allem von Rapsfeldern. Nur lokal/ im urbanen Umfeld bedeutend ist Ernährung durch Passantenfütterung (meist Brotreste). In beiden Fällen der natürlichen Ernährungsweisen sind die Vögel mit dem Kopf direkt an den potentiell virenbelastetsten Stellen: Dem Mulm am Gewässerboden bzw. der Ackeroberfläche…
  • Blässhühner (Fulica atra)
    Diese Vögel ernähren sich wie Reiherenten tauchend von Mollusken, Crustaceen, Insekten. Insgesamt aber mit größerem pflanzlichem Anteil (Schwimmalgenwuchs, junge Teile von Wasserpflanzenaufwuchs, auch herbstliches Falllaub) als jene, welcher vorzugsweise in oberen Wasserschichten erworben wird, also weitab des Gewässergrundes mit potentiell virenkontaminiertem Mulm. Daher mutmaßlich deren vergleichsweise geringe Mortalität.
  • Mantelmöwe, Silbermöwe (Larus marinus, Larus argentatus)
    Diese Großmöwen sind Opportunisten und ernähren sich sowohl von Muscheln, toten und lebenden Fischen als auch allgemein küstennah verendeten Tieren, so auch Vögeln, die sie teils sogar aktiv erjagen (etwa durch Krankheit geschwächte).
  • Lachmöwe (Larus ridibundus)
    Diese Kleinmöwe parasitiert sehr gerne an zB Blässhühnern oder Tauchenten, indem sie ihnen die soeben vom Grund hochgeholten Mollusken, kleine Fische etc. abjagt.
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus)
    Diese Art frisst überwiegend kleinere Fische, die sich wiederum von Jungmuscheln und Süßwasserplankton ernähren- also Wasserfiltrierern.
  • Krickente (Anas crecca) und Brandgans (Tadorna tadorna)
    Sind wiederum Muschel- und Kleingetierfresser des Gewässergrunds.
  • Kolbenente (Netta rufina)
    Diese Art ernährt sich von Wasserpflanzen und Algen, die im ganzen gefressen werden. Also aus dem Bodengrund gezogen (Mulmaufwirbelung) und mit anhaftenden Kleintieren besetzt.
  • Saatgans (Anser fabalis)
    Bei dieser Art ist die Ernährung wie beim Höckerschwan. Sie ist zwar mehr auf Grünland weidend als jener, steht aber sehr gerne auch auf Winterweizen oder im Raps und gründelt im Wasser nach Pflanzenteilen.
  • Kormoran (Phalacrocorax sp.), Graureiher (Ardea sp.) sowie Haubentaucher, Lachmöwe, Ente und Fluss- Seeschwalbe (Sterna sp.)
    Bei diesen Arten, alle gemeldet aus der Mongolei am 23.9.16, handelt es sich den Angaben nach durchweg um fischfressende Spezies. Bei der angegebenen Ente wird es sich daher mutmaßlich um einen Säger (Mergus sp.) gehandelt haben.
  • Mäusebussard (Buteo buteo)
    Ist ein klassischer, opportunistischer Aasfresser.
  • Rabenkrähe (Corvus corone corone)
    Ist ebenfalls ein klassischer, opportunistischer Aasfresser.

Fazit:

Ich komme zu dem ganz eindeutigen Ergebnis, dass nahezu ausschließlich folgende Vogelgruppen, außer Hausgeflügel in industriellen Intensivhaltungen, von der H5N8- Erkrankung betroffen sind:

  1. Fresser wasserbürtiger Mollusken, Crustaceen und Insekten
  2. Sowohl am Gewässergrund als auch auf Ackerland (Raps, Winterweizen) weidende Arten von Gänsevögeln
  3. Obligatorische Fischfresser
  4. Nahrungsparasiten dieser Gruppen wie die Lachmöwe
  5. Opportunistische Aasfresser wie Großmöwen, Bussarde und Rabenkrähen

Das konkludiert für mich zu zwei primären Ursprungsquellen des Virus im Wildvogel, der Nahrungskette folgend:
Quelle a)
Primär der Düngerauftrag (Geflügelmist aus industriellen Großhaltungen) auf Kulturland/ Ackerland bzw. womöglich auch in Fischteiche. Potentiell virenbelastetes Material gelangt so unmittelbar in den Einwirkungsbereich der auf Agrarland und in Flachgewässern nach Nahrung gründelnden Arten!

Quelle b) Sekundär durch Auswaschung kontaminierten Materials aus dem Kulturland oder Windverfrachtung in anliegende Gewässer. Hier Absinken des kontaminierten Materials und Ablagerung/ Anreicherung vor allem an Gewässerböden und in dessen unmittelbar darüber liegende Wasserschichten!

Alle diese möglichen Ursprungsquellen berühren fragliche Vögel mit dem Schnabel und schlucken dort gefundenes- der Weg direkt in den Vogel ist somit sichergestellt.
In Frage käme eventuell auch die Aufnahme kontaminierten Materials/ des Virus über zum Beispiel Augenschleimhäute, wenn etwa Wasserpflanzen oder Kerbtiere aus dem Bodenmulm entnommen werden, der dabei aufwirbelt und Viren in den freien Wasserkörper entlässt.
Sich derart ernährende Vögel schützen das Auge zwar durch das Vorschieben der Nickhaut, Schleimhäute sind durch das stets geöffnete Auge aber frei zugänglich.
Den aufgewirbelten Bodenmulm fressen und durchsuchen in der Folge sehr gerne kleine bis mittelgroße Fische, die in der Folge leicht potentiell kontaminiertes Material aufnehmen und im Körper ablagern können-, diese Fische werden dann wiederum direkt von Tauchern, Tauchenten und Kormoranen oder Möwen erbeutet- oder indirekt, nachdem größere Fische sich von den potentiell kontaminierten Kleinfischen ernährten…
Für mich stellt sich der Ansteckungsweg der Wildvögel aufgrund deren Ernährungsweise und betroffener Artenliste sehr klar dar- er erfolgt keinesfalls mutwillig von Wildvogel zu Wildvogel, und das über Wochen oder tausende Kilometer, sondern direkt in den Habitaten, also auf den (herbstlichen) Hauptsammelplätzen des Vogelzuges!
Das deckt sich sehr genau mit den bestätigten Häufungsfällen des H5N8- Auftretens vorzugsweise der deutschen Küsten und deren Umfeld, nahezu keinen Funden in Mitteldeutschland, dann aber wieder stark gehäuft im Süden Deutschlands (Bodensee).

Stark korreliert diese Tatsache auch mit der Inkubationszeit von wenigen Tagen: Ansteckung in den Sammelgebieten an und um die deutschen Küsten- etwa 2- 4 Tage währender Zug in den Süden Deutschlands- starker Ausbruch der Krankheit und Exitus der stark geschwächten Vögel zB am Bodensee.

Desgleichen weitere Mortalität im Norden verbliebener Vögel, die länger an den Sammelplätzen verweilten oder bereits infiziert und leicht geschwächt den Zug antraten, dann aber zwischendrin niedergingen und schließlich verendeten.

Von einer “äußersten Aggressivität” oder “hoher Ansteckungsfähigkeit” kann trotz der massiv erscheinenden Todesfälle aber dennoch keinerlei Rede sein, die Zahl der verendeten Wildvögel lässt zu diesen Behauptungen keinen Anlass erkennen.
Allein die Zahl der europaweit durchziehenden/ lebenden Reiherenten geht an die 500.000- 850.000 Vögel, die bislang verendeten ungefähr 850 Reiherenten in Europa stellen demgemäß also gerade 0,1- 0,17 % des Gesamtbestandes dar. Es kann aufgrund der großen Massierungen auf den Sammelplätzen und während es Zuges also keinerlei Rede von irgendeiner der angeführten Eigenschaften des Virus sein, diese klingen vielmehr nach bloßen Vermutungen, blindem Aktionismus oder, volkstümlich gesprochen, “Panikmache”, und sollten daher situations- und vernunftsgerechter behandelt werden.

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Gespräch Quaki/Mara 1 Hühnerforum Beitrag 2871
Zitat Zitat von Quaki Beitrag anzeigen
Wenn ich die Fälle im Norden und Süden Deutschlands so verfolge (frau kennt sich ja nicht aus, braucht die Landkarte) sind alle betroffenen Nutztierbestände und die meisten Wildvögel die gefunden bzw. getötet wurden, im Bereich großer Reiseverbindungen an den Autobahnen.
Ob von Polen nach Dänemark oder Holland, ob von Budapest über den Bodensee und Genfer See nach Spanien, die Wildvögel müßten da ja sich an Autobahnen orientieren!
Absolutes Transportverbot über größere Strecken für alles Geflügel kann da nur die Alternative sein.

 

Antwort Mara 1.
…in Bayern wurden am Chiemsee etliche infizierte Wasservögel gefunden. Und wie es der Zufall will, die A8 führt über einige Kilometer DIREKT am Seeufer entlang. Die A8 ist eine wichtige Ost-West-Verbindung wenn man von Ungarn kommt und z.B. nach München oder weiter Richtung Bodensee oder in die Schweiz fährt.
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