Vermischtes und Archiviertes

Wie kommt das Virus in die Ställe?

 

Virenflug aus Asien.pdf

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shz.de 31.1.2017
Geflügelzüchter in Schleswig Holstein wollen gegen Stallpflicht klagen
Kommentar Kirstin Zoller:
Danke Frau Kiosz für diesen sachlichen Beitrag, der die Standpunkte aller Seiten gleichermaßen verdeutlicht. Angesichts der jüngsten,wieder aufflammenden Ausbrüche sowohl bei Wildvögeln als auch in geschlossenen Haltungen, wird das Thema Mist für mich immer “interessanter”. Wie ich erfuhr, wird bei den Untersuchungen des FLI nach möglichen Eintragswegen “Mist” nicht einmal mit abgefragt.
Nimmt man jetzt folgende Fakten zusammen:

  1. zur Zeit wird Mist wieder auf die Felder ausgebracht
  2. der Geflügelmist aus Massenställen landet häufig auf Feldern im größeren Umkreis um die Höfe und wird oft zuvor noch auf dem betreffenden Hof zwischengelagert (s.z.B. den NDR Beitrag von Steinburg, wo man den Mist sehen konnte).
  3. Im Mist aus den Massenställen befinden sich neben Kot des Geflügels auch Kadaver.
  4. Eine Desinfektion des Mistes ist aufgrund der Hohlräume bei Stroh, Federkielen und Röhrenknochen nicht möglich.
  5. Das Virus überlebt in feuchtem Mist und bei kühlen Temperaturen und ohne UV mindestens 120 Tage – bei Frost sogar unbegrenzt. 
  6. Der Mist wird entweder in Mieten auf dem Feld gelagert oder sofort eingearbeitet
  7. Die Inkubationszeit für das Geflügel liegt je nach Geflügelart zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen

Es ist also mehr als wahrscheinlich, dass Mist, der bereits verseucht war, aus Ställen, in denen es Ausbrüche gab, zuvor noch auf Felder kam, wo besonders Aasfresser sich über die darin befindlichen Kadaver hergemacht und sich so infiziert haben.
Zudem können bei der derzeitigen Witterung Ausspülungen der Viren in die Gewässer erfolgen, was widerrum die ständige Neuinfektion von Wassergeflügel erklären würde.
Wir sollten UMGEHEND bei Ausbrüchen jedweder Art genau überprüfen, wo der Mist der letzten 6 Monate ausgebracht wurde und auf den Äckern Proben nehmen. Zudem sollten aus umliegenden Gewässern Proben entnommen und auf das Virus untersucht werden.
Solange nicht zweifelsfrei BEWIESEN ist, dass der Mist in keinem Zusammenhang damit steht, sollte Mist aus Massengeflügelhaltungen ausnahmslos als Sondermüll zu behandeln sein und über entsprechende Verbrennung sicher unschädlich gemacht werden. Ein Austrag ins Freiland sollte m.E: zumindest bis zur eindeutigen Klärung der Übertragungswege (und mir reicht da kein “mit hoher Wahrscheinlichkeit”) untersagt werden – ebnso, wie der schwunghafte Import von Geflügelmist aus unseren Nachbarländern wie Niederlande oder Schweiz.

von  K.Zoller:
Was ist das denn für eine Aussage?
Zitat:
“… erklärte Sprecherin Nicola Kabel. Eine Untersuchung darauf, ob Antikörper vorliegen, sei in der Geflügelpestverordnung weder gefordert noch bei verendet aufgefundenen Vögeln sinnvoll. Zitat Ende

1. Eine Untersuchung auf Antikörper mag überflüssig sein, wenn die Todesursache des verendeten Vogels tatsächlich nachgewiesenermaßen das Virus war.
Dem ist aber nicht so. Nach Aussagen von FLI Chef Mettenleiter am 1.12.2016 in Kiel wird keines der beprobten Tiere weiter auf Primärerkrankungen oder Todesursachen untersucht. Die positive Beprobung ist das einzige, was stattfindet und das Tier damit automatisch zum Virusopfer macht.
Das ist vergleichbar damit, dass man eine menschliche Leiche positiv auf Grippe beprobt und damit die Grippe als Todesursache festlegt ungeachtet dessen, dass das Opfer auch eine Kugel im Rücken hat.
Ein Beispiel dafür war der Dithmarscher Greifvogel, der alle Symptome einer Bleivergiftung aufwies, aber trotz entsprechender Forderung der Wildtierärztin nicht auf diese untersucht wurde.
Wenn nämlich so ein Vogel eigentlich an etwas anderem, als dem Virus verendet ist und die Probe lediglich aufgrund eines Viruskontaktes (z.B. im Mist etc.) positiv ausfiel, das Virus aber den Vogel gar nicht getötet hat, weil er längst Antikörper gegen das Virus aufgebaut hat, dann würde das zum einen beweisen, dass das Virus nicht so tödlich ist, wie es gerne beschrieben wird und zum anderen, dass die Fallzahlen deutlich niedriger sind, als sie aufgeführt werden.

2. Die Aussage, dass dies in der Tierseuchenschutzverordnung ja auch nicht gefordert sei ist ja wohl ein Witz.
Wollen Sie die Seuche in den Griff bekommen, oder nur möglichst lange möglichst viel Steuergeld mit seit 10 Jahren immer gleichen, im Endeffekt für die Erforschung des Geschehens völlig ergebnislosen Proben für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen verschwenden?
Seit Anfang November hören wir uns landauf landab von jedem Politiker und jeder Behörde dasselbe an: Das FLI sagt…..
Sie glauben doch nicht im Ernst, dass irgendein Politiker sich dem verweigert, wenn Sie als FLI sagen: wir müssen die Todesursachen untersuchen, wir müssen Antititertests machen, wir müssen Mist und dessen Wege untersuchen.
Die Ausrede mit der Tierseuchenschutzverordnung halte ich für einen ganz schlechten Scherz.
Angesichts der Tatsache, dass seit 10 Jahren Millionen von Tieren sinnlos vorbeugend unter Qualen gekeult und weggeworfen wurden und werden (denn es ist bei weitem nicht so, wie man uns gerne weis macht, dass die Vergasung oder die Tötung im Strombad schnell und schmerzlos vonstatten geht – die Tiere quälen sich langsam, teilweise über lange Zeiträume und unter entsetzlichem Leid zu Tode), hunderte Millionen an Steuergeldern rund um die Vogelgrippe für ergebnislose Forschung und für Entschädigungszahlungen an die Massentierhalter ausgegeben wurden und werden, zig-Tausende private Hobbygeflügelhalter ihre Tiere unter tierquälerischen Bedingungen staatlich verordnet halten müssen und der Verbraucher immer wieder legal massiv getäuscht wird, was die Produkte anbelangt, die er kauft – angesichts all dieser Tatsachen sollte endlich angefangen werden, umfassend und mit kriminalistischem Sachverstand den Ursachen auf den Grund zu gehen.
Vielleicht ist es auch so, dass hierfür ein wissenschaftliches Institut wie das FLI einfach die falsche Adresse ist. Vielleicht sollte man mal eine Mordkomission auf diesen Fall ansetzen – die werden vermutlich mit einem ganz anderen ANsatz da ran gehen und unter Umständen dadurch den viel klareren Blick auf die Sache haben.

proplanta 31.1.2017
FLI Neue Risikobewertung der Vogelgrippe

Kommentar Nutztierhalter:
Wenn man nur glauben könnte, dass diese begrüßenswerte Entscheidung, aus eigener Einsicht entstanden ist. Aber leider liegt wohl wieder nur erfolgreiche Arbeit der Agrarlobby vor. Die Freilandhalter kommen nun nach 12 Wochen Aufstallung in Not, weil die aufgestallten Hennen laut Gesetz nun keine Freilandeier mehr legen und machen Druck. Wenn ich gewerblicher Freilandhalter wäre, würde ich meinen Lobbyverband auch unter Druck setzen, soweit alles völlig menschlich. Ich befürchte allerdings, dass das ganze Prozedere ein Täuschungsmanöver ala Ripke werden soll. Man hebt mal kurz die Stallpflicht auf “eine Nacht würde da ja reichen” und schon kann man Gesetzeskonform die Eier noch 8 Wochen als Freilandeier verkaufen. Schöner Trick und was machen die Freilandhalter im kommenden Herbst wenn H5N6 vor der Tür steht? Da wird sich dann bestimmt ein neues Hintertuerchen finden.

Osnabrücker Zeitung 31.1.2017
Seuchenexperte: schlimmste Epedemie aller Zeiten

Kommentar Heidi Konegen
Sehr geehrter Herr Dr. Mettenleiter,

merken Sie eigentlich noch, was Sie hier von sich geben?
Ich zitiere Sie:
„Die Geflügelpest ist seit 1878 in Europa bekannt. Eine Epidemie mit diesem jetzigen Umfang hat es seitdem in Deutschland nicht gegeben.“
wenige Zeilen später:
„Das Paket von Aufstallpflicht und Biosicherheitsmaßnahmen hat sich bewährt.“
wieder wenige Zeilen später:
Letztlich ließe sich aber kein Stall hermetisch abriegeln. Mettenleiter: „Das Virus findet seinen Weg.“
Und warum nun dieser ganze, aus Ihren eigenen Aussagen zu schließende, völlig unnütze Aufwand???
Und haben Sie eigentlich selbst das Gefühl, wirklich alles getan zu haben, um die Verbreitungswege abzuklären? Klingt jedenfalls nicht so.

Osnabrücker Zeitung 31.1.2017
Geflügelzüchter kritisieren Landkreis wegen AUfstallpflicht

Kommentar Heidi Konegen
“aber sie (die Aufstallungspflicht) ist eine sehr wichtige Maßnahme, um die Wahrscheinlichkeit des Kontakts des Geflügels mit dem Virus entscheidend zu minimieren”

Wenn das wirklich so ist, dann fragt man sich doch, wieso so viele Großproduzenten von Geflügel Ausbruchsfälle zu verzeichnen haben, obwohl das Geflügel aufgestallt ist. Bei den Biosicherheitsmaßnahmen die dort gefahren werden, dürft doch kaum ein Fall von Geflügelpest dort vorkommen. Bisher sind es doch gefühlt 90% der Ausbruchsfälle, die aus Großhaltungen gemeldet werden, und nicht von Kleinhaltern.
Was würde denn passieren, wenn man das Geflügel von bisherigen Freilandhaltern weiterhin frei laufen lassen würde? Wenn diese dann bevorzugt von H5N8 befallen werden würden, dann hätte man doch gesicherte Beweise für diese ganzen Theorien.
Aber es ist wohl eher zu befürchten, dass dann augenfällig würde, woher die aggressiven Formen des Grippevirus tatsächlich kommen, nämlich aus genau den Stallungen, die so vehement fordern, dass die Stallpflicht konsequent eingehalten und möglichst weit ins Frühjahr hinaus verlängert wird.
Oder mussten die Überbestände, deren Abnahme von ausländischen Partnern auf Grund der Vogelgrippe verweigert wurden, möglichst verlustarm abgebaut werden. Und da bieten sich doch slche Ausbrüche geradezu an. Schließlich zahlt in so einem Fall die Tierseuchenkasse, wo man sonst auch noch für die Tötung und Entsorgung selbst aufkommen müsste.
In was für einer perversen Welt leben wir nur?

MK Kreiszeitung.de  31.1.2017
Wachsende Zweifel an Stallpflicht für Geflügel

Kommentar Metasequoia55:
.”..dass die Stallpflicht eine besondere Härte für kleinere Geflügelhaltungsbetriebe bedeute….Bei einer länger als drei Monate dauernden Stallpflicht bedeutet dies für Freilandhühnerhalter zudem eine wirtschaftliche Einbuße”
Und genau das ist wohl so gewollt. Und zwar von den vier “Weisen der Geflügelbranche” und deren Erfülungsgehilfen in der Politik. Was bis vor ein paar Jahren nur eine Marktniesche war, nämlich die Erzeugung von echten! Bioprodukten, wird nun mit steigendem Verbraucherbewusstsein allmählich gefährlich für die konventionellen Erzeuger. Mit jedem verlorenen Marktanteil an die Bioerzeuger schrumpfen die Gewinne, schwindet der Einfluss.
Auch die zunehmende Rückbesinnung auf die Natur ist wohl für einige wenige einflussreiche Wirtschaftsmagnaten alles andere als akzeptabel.
Dagegen werden alle Register gezogen.
Ich glaube, dass sich die konventionelle Geflügelindustrie sehr wohl darüber im Klaren ist, dass die aggressiven Formen der Geflügelpest in den großen Mast- und Erzeugeranlagen hausgemacht sind. Um das zu vertuschen, müssen Schuldige gefunden und der breiten Bevölkerung Erklärungen geliefert werden. Und was liegt da näher, als den schwarzen Peter denen zu zuschieben, die weder eine Lobby haben, noch sich dagegen wehren können? Ich rede hier nicht nur von den Wildvögeln, sondern auch von den Klein- und Kleinsthaltern.
Dass die Stallpflicht die Rassegeflügelzüchter so schwer getroffen hat, war wahrscheinlich nicht mal primär beabsichtigt, ist aber ein recht angenehmer Nebeneffekt. Schließlich lässt es sich kaum miteinander vereinbaren, dass der Bevölkerung auf der einen Seite billigste Eier, Hähnchen- und Putenteile als das erstebenswerteste Lebensmittel angepriesen werden und auf der anderen Seite die “dummen Verbraucher” irgendwann merken, dass mit natürlichen Haltungsformen erzeugte Geflügelprodukte nicht nur wesentlich besser schmecken, sondern auch noch einen ganz anderen Nähr- und Gesundheitswert besitzen.
Liebe Großproduzenten von Geflügel, was ihr hier betreibt ist der Versuch sich in den eigenen Hintern zu treten, denn wenn ihr es schaffen solltet, die Kleinhalter und Bioerzeuger vom Markt zu fegen, werdet ihr euch eines Tages vor dem Problem sehen, erklären zu müssen, warum es die Geflügelpest immer noch gibt, obwohl es keine Kleinhalter und Bioerzeuger mehr gibt, die ihr als Überträger und Verbreiter des Virus diffamieren könnt. Von den Zugvögeln mal ganz zu schweigen!

SWR fernsehen 31.1.2017
Stallpflicht besteht teils weiter

Kommentare zum Verbraucherbetrug:

Stallpflicht Landkreis Lörrach (Lutz Schadt) 31.01.2017, 11:39
Ich habe gerade den neuen Bericht auf der Seite Ministerium für Landlichen Raum Stuttgart aufmerksam gelesen und kann mich nur noch über das Veterinäramt Lörrach tierisch aufregen. Laut Aussage auch von dort war im Landkreis Lörrach bis jetzt noch keine Vorkommnisse, warum dann eine weitere energische Stallpflicht? Ich wurde persönlich gestern vom Veterinäramt Lörrach Herrn Dr. Werner angerufen und der sagte mir, das hier weiterhin die Stallpflicht bleibt. Auf der Seite des Ministerium steht da aber etwas anderes. Da macht eine Behörde wohl sein eigenes Gesetz obwohl hier kein Risikogebiet ist. Ich werde dies nun rechtlich prüfen lassen, den die Tiere wurden schon lange genug gequält mit der Stallpflicht.

wenn das zitat:… (thorie) 31.01.2017, 11:09
“Hauk weist darauf hin, dass durch die neue Regelung Eier von Hühnern, bei denen Stallhaltung angeordnet wurde, auch weiterhin als Freilandeier vermarktet werden können. Ebenso darf das Geflügel als Freilandgeflügel verkauft werden.” von trump käme, stünde beim SWR sofort ein kommentar eines “qualitäts-“journalisten im netz! aber beim einheimischen betrug am verbraucher schweigt sich der “lobby-“journalist aus! oder ists doch der regierungstreue schreiberling?

freilandeier könnten knapp werden!!! (thorie) 31.01.2017, 10:54
auf leute….auf zur flucht!! das wird D nicht überstehen!!! von was ernähren wir uns, wenn die freilandeier wegfallen??? hungersnot in D !!! und schon gibts ne regelung: …zitat:”Hauk weist darauf hin, dass durch die neue Regelung Eier von Hühnern, bei denen Stallhaltung angeordnet wurde, auch weiterhin als Freilandeier vermarktet werden können. Ebenso darf das Geflügel als Freilandgeflügel verkauft werden.” politisch genehmigter beschiss am verbraucher!!!! pfui teufel—nein , der teufel kann nichtss dafür!! es ist die lobbypolitik, die den verbraucher zum abschuss freigibt!!!

Verbraucherwitz (Werner G.) 31.01.2017, 09:31
Ja, der Hauk ist schon ein genialer Mann. Was so frage ich mich, sind diese Lebensmittelkennzeichnungen eigentlich wert? Der Herr Minister ordnet an, was Freiland ist. Es wird nicht lange dauern, dann ist Bio einfach Bio weil er feststellt, es ist Bio. Leben wir eigentlich in einer Bananenrepublik?

Verblödung des Verbrauchers (Naf) 31.01.2017, 09:23
Hier wird nur der Verbraucher nach Strich und Faden verar… Freilandeier und Freilandgeflügel von Geflügel das seit Monaten kein grünes Gras und im schlimmsten Fall noch nicht einmal Tageslicht gesehn hat und weiterhin auch nicht sehen wird. In Schutz genommen wird mal wieder die Geflügelindustrie! Bravo Herr Hauk, das haben Sie ganz toll gemacht. Hofftenlich wacht der Wähler bei den nächsten Wahlen endlich mal auf!!

Fortgesetzte Verbrauchertäuschung (Meike Held) 31.01.2017, 09:14
Abgesehen von der Unübersichtlichkeit der Regelung (wo bleibt da die Klarheit der Gesetze?) kann man leider nur konstatieren, dass der Verbraucher nach dem Willen der Geflügelwirtschaft und Politik fortgesetzt für dumm verkauft werden soll: bereits seit Mitte November kann de facto nicht mehr von Freilandeiern oder -geflügel gesprochen werden! Und nun wird diese Praxis skrupellos – schließlich verdient man mit so gekennzeichneten “Freilandeiern” 3-5 Cent/Ei mehr! – auch noch fortgesetzt! Hier wird eindeutig versucht, die kleinen und Hobbyhaltungen zum Aufgeben zu zwingen – sie bekommen keine Zuschüsse, Entschädigungen aus der Tierseuchenkasse oder sonstige Vergünstigungen wie politisch tolerierte Falschdeklarierung von Produkten: ihnen bleiben lediglich Mehrarbeit und -kosten durch die Stallpflicht, die nicht einmal Erfolg zeigt, sondern dort weiter grassiert, wo sie ursprünglich herkommt – in der industriellen Massentierhaltung! Wer Änderung will, muss sich JETZT empören!!

Aussage zur Stallplicht völlig daneben (Thomas Beck) 31.01.2017, 07:23
Was bitte schön soll das den heissen? Wo darf das Geflügel nunwieder aus dem Stall und wo nicht? Bitte etwas genauer die Herren Politiker!!! Oder habt ihr das deutliche Reden völlig verlernt? Und noch etwas das mir so durch den Kopf geht. Jährlich sterben ein paar Tausend Menschen an den Folgen der Grippe. Warum gibt es dann eigentlich keine ‘Stall-bzw.Hauspflicht’ für Menschen?

NDR.de  31.1.2017
neuer Geflügelpestfall 100.000 Hennen betroffen

Kommentare:

K.Zoller schrieb am 30.01.2017 18:40 Uhr:Sehr bitter – die armen Tiere!!!

So langsam müsste doch auch dem allerletzten Verfechter der Stallpflicht die Frage durch den Kopf gehen, warum und wieso immer wieder neue Ausbrüche in riesigen Beständen stattinden, obwohl wir bereits seit November Stallpflicht haben.
Gerade in Mecklenburg Vorpommern, wo Till Backhaus mit eiserner Hand und ohne Ausnahme nicht nur die Stallpflicht durchsetzt, sondern auch gnadenlos für die Komplettkeulung eintritt, selbst wenn ohne jedes klinische Symptom auch nur ein niedrigpathogenes Virus gefunden wird, wird dort alles niedergemetzelt.
Angesichts des Geschehens in der Vergangenheit kann man wohl davon ausgehen, dass die Erzeuger übervorsichtig sind und ihre Biosicherheitsmassnahmen sehr ernst nehmen.
Trotzdem wieder ein Massenbestand infiziert?
Wenn die allg. Stallpflicht so wirkungslos ist, dann sollte man sie, da sie ein hohes Mass an Tierquälerei mit sich bringt diese als unverhältnismäßig endlich aufheben.
Manchmal stände es auch einem Minister gut zu Gesicht, wenn er einfach zugibt, sich geirrt zu haben…..

Landmann schrieb am 30.01.2017 19:37 Uhr:Als erstes, glauben Sie wirklich,d die 40.000 Puten ” eingeschläfert” wurden?.. So wie Hund und Katz eingeschläfert werden?… Werden sie nicht eher vergast?.. Was für ein schrecklicher Tod!!..Und merkt denn keiner von den Journalisten, d die Vogelgrippe hauptsächlich in Massentierhaltungen ausbricht?.. Wo ist der Journalismus, der aufdeckt, nachforscht und auch mal”unbequeme” Fragen stellt?.. Also, warum fallen nicht überall tote Vögel vom Himmel bei dieser schreckliche Seuche?.. Wie funktioniert dieser Vogelzug(der eigentlich schon lange vorbei ist,oder?).. Muss er nicht eine Richtung haben? Also von Nord nach Süd oder Ost nach West (als Beispiel).. Wie sollen die Tiere in der Massentierhaltung dem Virus entkommen, wenn sie dicht aneinander gedrängt im Stall stehen?.. Ach ja, UV Strahlung, das heißt die liebe Sonne tötet den Virus.. Deshalb sperren wir unsere Tiere auch ein..Total logisch!!.. Damit der Infektionsdruck schön hoch ist, die Tiere gestresst und gelangweilt sich gegenseitig blutig pickend im Stall stehen.. Da könnte man doch glatt, wie in der Industrie, die Schnäbel kürzen.. Ist doch praktisch.. Das die Tiere dadurch Schmerzen haben ist egal.. Es ist ja nur ein Huhn… Eins noch, Das FLI wird doch hauptsächlich von der Industrie gesponsert, oder?.. Müssen wir uns dann über die Maßnahmen wundern?.Der Wildvogel kann sich nicht wehren. Sollen sie doch mal die Wege des Futters, des Mistes, die Küken- und Bruteier, sowie Schlachtviehtransporte unter die Lupe nehmen.

H. Frank schrieb am 30.01.2017 20:29 Uhr:So langsam wird man gar keine Haustiere mehr im Freien sehen. Dank Herrn Backhaus! Die Schafzüchter geben wegen dem Wolf auf wegen und auch der Letzte der sein Geflügel noch artgerecht hält hat irgendwann die Nase voll von der Stallpflicht.
Hier fliegen tausende Wildgänse putzmunter umher und meine Gänse dürfen nicht raus und werden dieses Jahr wohl auch nicht brüten, wenn das noch lange dauert.

E.Fischer schrieb am 30.01.2017 22:36 Uhr:Tausende Tiere wochenlang im Stall,innen feuchte Luft von draußen feuchte Luft per Ventilator .Der Mist dampft weil er erst nach Wochen entfernt werden kann.Das ist doch der beste Keimherd überhaupt. Aber Umsatz ist alles.

Jakobus schrieb am 31.01.2017 10:46 Uhr:Warum will das FLI jetzt erst Forschungsgelder dafür einsetzen, um Zugvögel zu besendern und damit den Weg des Vogelvirus zu erforschen? Sind das dann schon infizierte Zugvögel? – Warum erforscht das FLI nicht die Handelswege mit Spezialfutter und lebenden Hühnern aus Massenhaltung von China (2014 von Korea) über Rußland bis nach Europa? – Der vom FLI eingezeichnete (Flug-)Weg ist faszinierend: Alle infizierten Zugvögel treffen sich in Ungarn! – Aber vielleicht besendert das industriegesponserte FLI demnächst einmal die Viren, oder besser noch, interviewt sie mal, um zu wissen, was sie seit Jahren nur behaupten und den Zugvögeln anhängen wollen! –

NDR.de 27.1.2017
Geflügelpest: Land will Einbußen abfedern

Kommentar:
Herr Dr. Habeck, ich bin, wie Ihnen bekannt sein dürfte, ein großer und
durchaus streitbarer Kritiker dessen, wie Sie derzeit mit der Vogelgrippe
umgehen und was Sie mit den von Ihnen verhängten Maßnahmen den
privaten Hausgeflügeln an m.E. unnützen Leid zufügen.
Nichtsdestotrotz möchte ich Ihnen mein Mitgefühl aussprechen, für das,
was Sie und Ihre Familie im Moment offensichtlich auszustehen haben.
Derartige Aktionen sind absolut geschmacklos und stellen m.E. nicht nur
einen persönlichen Angriff „unter die Gürtellinie“ da, sie sind darüber
hinaus für die Anliegen der Freilanderzeuger und
Hobby-Kleinstgeflügelhalter komplett kontraproduktiv.
Wer mit solchen Aktionen Veränderung herbeiführen will, darf sich nicht
wundern, wenn sich die Fronten immer mehr verhärten und eine
Kommunikation bei der Suche nach Antworten zum Erliegen kommt.
K. Zoller

LN online 27.1.2017
Kiel:  Land will Freilandhalter wegen Vogelgrippe entschädigenKommentar:
Als kleine, private Hobby-Geflügelhaltern sind uns im Land durch die uns aufgezwungene Aufstallpflicht ebenfalls erhebliche Kosten entstanden und sie entstehen immer noch. Nicht nur, dass wir gezwungen waren, teilweise kostspielige Baumassnahmen durchzuführen, um unser Geflügel für die langanhaltende Aufstallpflicht zumindest auf einigermaßen erträglicher Fläche zu halten, wir mussten auch wegen des fehlenden Tageslichts für aufwändige Beleuchtung mit Tageslichtspektrum und UV sorgen.
Das bedeutet neben den Anschaffungskosten auch täglich erhöhte Stromkosten.
Die Futterkosten haben sich vervielfacht, da jetzt täglich frisches Obst und Gemüse und vor allem Insekten (die wahrlich nicht billig sind) etc. täglich herangeschafft werden müssen. Mich hat der Aufwand bereits jetzt meinen Urlaub gekostet. Können wir ebenfalls auf entsprechende Entschädigungen wegen der Vogelgrippe vom Land hoffen?
NDR.de 26.1.2017
Geflügelpest im Kreis Steinburg weitet sich aus
Kommentar:
K. Zoller
Ich bin sicher, dass die Wildvögel, die sich hier infiziert haben das Virus auch verschleppen – zumindest, bis sie tot umfallen, was, wenn man sich die Funde so anschaut, wohl sehr schnell der Fall ist – zumindest, was die hochpathogenen Erreger anbelangt, denn bei den Monitoringprogrammen an lebenden Wildvögeln hat man m.W. keine entsprechenden Nachweise erbringen können.
Anders bei LPAI (niedrigpathogenen Erregern) sie kommen einfach natürlich vor und bringen auch keinen gleich um, sondern verursachen selten mehr, als milde Erkältungssymptome – Erkältungssymptome – das Natürlichste von der Welt. Wollen wir alles, was lebt und irgendwelche Infekte durchmacht künftig totschlagen?
Das kann doch nicht die Lösung sein.
Fakt ist: wir haben praktisch keine Hobby-Kleinstgeflügelbestände (das sind für mich gewachsene Gruppen in freier Haltung unter ca. 30 Tieren bei z.B. Hühnern), die trotz der völlig freien Haltung von dem Virus dahin gerafft werden.
Da muss man sich doch mal ganz unabhängig davon, wie durch wen welches Virus wohin geschleppt wurde, fragen, warum die riesigen, dauerhaft aufgestallten Tierbestände so empfindlich ragieren?
Ein einzelnes Virus infiziert kein anderes Tier. Es braucht einen bestimmte Virenmenge, damit eine Infektion stattfindet.
Ich vermute, dass diese infektiöse Virenmenge in eng besetzten Ställen mit vielen tausend verfügbaren Wirten eben genau da auch leichtes Spiel haben. ……Forstsetzung nächster Beitrag….

K. Zoller schrieb am 26.01.2017 20:14 Uhr:…Ich vermute desweiteren, dass die in kleinen, gewachsenen Herden gehaltenen Tiere ein deutlich besseres Immunsystem haben – dies hängt auch damit zusammen, dass die Tiere nicht unter Dauerstress stehen, sich viel bewegen, abwechselungsreich und natürlich ernähren und eine höhere genetische Vielfalt aufweisen.
Meine These: die Haltungsbedingungen sind ausschlaggebend dafür, ob ein Virus zu einem immer größeren Problem heranwächst oder ob es sich -wie in der Wildvogelpopulation zu beobachten, totläuft. Das würde erklären, warum hier die Fasane alle fröhlich und gesund durch die Natur spazieren-dabei sind das Hühnervögel – besonders empfänglich und gefährdet.
Ich plädiere für einen Feldversuch: man nehme einen Haufen privater Kleinstgeflügelbestände (unter 30 Tieren), die an Standorten sind, wo in unmittelbarer Nähe keine gefährdeten Erzeuger sitzen. Diese nimmt man aus der Aufstallpflicht heraus und beobachtet die Entwicklung im Bestand – beprobt regelmäßig – aber keult nicht – auch nicht, wenn irgendein H positiv ist – sondern beobachtet, wie sich die Hühnerfamilie unter natürlichen Bedingungen mit dem Virus auseinandersetzt. Ich bin überzeugt, dass selbst, wenn eines der Tiere H5N8 positiv wäre, deswegen dieser Bestand nicht zu Grunde ginge. So eine Untersuchung muss man aber nun mal unter natürlichen Bedingungen machen – das wird nicht in einem Laborversuch funktionieren. Ich wäre mit meinen Hühnern sofort dazu bereit.
NWZ 24.1.2017
einige Betriebe in Garrel dürfen wieder einstallen!
K.Zoller

Das kann ich einfach nicht glauben!
Da haben wir angeblich in mittlerweile ganz Europa eine “Pandemie”, wie das FLI so schön verlauten liess (gemeint war damals eine Panzootie), da grassieren, wie man seitens des FLI und zumindest des Ministeriums in Schleswig Holstein vernehmen kann ein sehr “dynamisches” Virus, welches sich “verändert”, es war auch schon die Rede von “unkalkulierbar”, wir hören von offizieller Seite seit Beginn der Seuche immer dieselben Sätze: “wir wissen nicht, wie das Virus in den Bestand kommen konnte”, “mit hoher Wahrscheinlichkeit (Anm. von mir: aber genau wissen tun wir es seit 10 Jahren immer noch nicht) sind es wohl die Wildvögel” und “Aufstallpflicht, strenge Einhaltung aller Biosicherheitsmaßnahmen sowie vorbeugende Keulungen im Umkreis zwecks Unterbrechung der Infektionsketten seien das Mittel der Wahl” – und was ist?
Ein Massentierhaltungsbestand nach dem anderen – schwerpunktmäßig Puten – fallen aufgrund des Virus den Keulaktionen zum Opfer.
Auffällig: absolut ALLE Tiere, die seit Beginn der flächendeckenden Aufstallpflicht gekeult wurden, waren aufgestallt und wurden unter Einhaltung strengster Biosicherheitsmaßnahmen versorgt – trotzdem all diese riesigen AUsbrüche.
Und jetzt sollen genau diese riesigen Bestände, wo das Problem am größten ist, wieder neu aufgebaut werden, BEVOR die Seuche bundesweit erloschen ist?
Gehts noch?
Gerade gestern wird aus heiterem Himmel ein völlig anderes, ebenso hochpathogenes H5 Virus in einem Steinburger Massenputenhaltungsbestand nachgewiesen: H5N5 – FLI sagt: es sei eng verwandt mit H5N8, Dr Habeck redet von “Veränderung” – und keiner kann sich erklären, woher das jetz plötzlich kommt.
Aber, bekannt ist, dass der betroffene Betrieb seit 50 Jahren gute Geschäftsbeziehungen mit Moorgut Kartzfehn unterhält, seine Küken von dort bezieht – und wie war das noch? Sind nicht gerade haufenweise Puten vom Moorgut gekeult worden, wegen H5N8?
Ich halte es für absolut unverantwortlich, dass man, solange so viel so ungewiss ist, überhaupt einem gekeulten Betrieb eine neue Aufstallgenehmigung erteilt, solange die Seuche nicht bundesweit erloschen ist.

Ich erwarte als privater Hobbygeflügelhalter im Übrigen auch diese Solidarität von den Erzeugern, die die Ausbrüche schon hatten.
Denn je länger wir immer wieder diese unkalkulierbaren Ausbrüche haben werden, desto länger bin ich gezwungen, meine Tiere unter absout unartgerechten Bedingungen zu halten – wie Dr Habeck sinngemäß so schön sagte: “soviel Solidarität könne man von uns Hobbyhaltern erwarten” – okay – ich erwarte selbiges aber auch umgekehrt.
Und ich denke, im Sinne des Verbrauchers wird es auch nicht sein, wenn das Risiko immer weiter vorangetragen wird.

Wie war das: vorbeugende Keulung im Radius von bis zu einem km, damit die Infektionskette unterbrochen wird?
Ja, dann doch jetzt bitte auch “vorbeugendes Neueinstallverbot”, damit die Infektionskette unterbrochen wird.

K.Zoller
Eine Frage brennt mir diesbezüglich unter den Nägeln:

Wer ist verantwortlich für die Wiedereinstallgenehmigung?
Ich erinnere mich an den Beginn der grossflächigen Aufstallverordnungen mit Biosicherheitsmaßnahmen und Co. Sie bedeuteten einen erheblichen Einschnitt in die artgerechte Tierhaltung und verlangten tausenden von privaten und Freilandgeflügelhaltern extreme Kraftakte finanzieller und zeitlicher Natur ab, um die Tiere wenigstens einigermaßen akzeptabel durch diese Stallpflicht zu bringen. Viele mussten eine Menge ihrer Tiere schlachten, damit es in den Ställen nicht zu unerträglichen Zuständen kommt.

Begründet wurde diese drastische Maßnahme damals vom FLI und seitens der Ministerien unter anderem damit, dass H5N8 per se wirtschaftlich enorme Schäden anrichte, aber ein Hauptproblem auch sei, dass das Risiko, dass es zu “spontanen Mutationen” käme, die hochgefährlich für die Menschheit werden könnten, vorhanden sei.

Nun lese ich heute in der Zeitung, www.berliner-zeitung.de/panora…, dass das neue Virus dem FLI “noch nicht bekannt sei”, dass es aber eine “Ähnlichkeit” zu unserem grassierenden H5N8 habe – man nehme eine Mischvariante an – nähere Untersuchungen ständen noch aus.

Zusammen mit den Aussagen aus November bedeutet das für mich: hier kann geschehen sein, was man verhindern wollte – das Risiko für den Menschen ist also eventuell deutlich größer, als bei H5N8.

Dann nehme ich die Tatsache her, dass die Herkunft noch unbekannt ist, dass aber regelmäßige Geschäftsverbindungen nach Niedersachsen bestehen, dass der Steinburger Betrieb seine Küken vom Moorgut Kartzfehn bezieht (wie die meisten anderen Putenmäster in De. auch) und last not least die Tatsache, dass das Virus (oder auch mehrere verschiedene) bereits im Ei vorhanden sein kann und ergo bereits Küken, deren Immunsystem sich anpasst, mit irgendwelchen H5 Virensubtypen schlüpfen können.

Angesichts der Aussagen, dass man eigentlich noch nichts weiss: woher es kommt, wohin es sich entwickelt, wie es übertragen wird, wie es mutiert und wann die für den Menschen gefährliche Variante wie entsteht, halte ich es für außerordentlich wichtig, genau zu wissen,
WER die Freigabe zur Neuaufstallung mitten in einem nicht durchschaubaren Seuchengeschehen zu verantworten hat.
Ist es der Kreisveterinär? Oder der Landrat? Oder das Landes-Landwirtschaftsministerium? Oder das Bundeslandwirtschaftsministerium?
Denn WENN es in diesen neu aufgestallten Beständen dann möglicherweise zu Ausbrüchen mutierter und gar für den Menschen gefährlicher Viren kommt, sollten die dann betroffenen Menschen schon wissen, wen sie zur Rechenschaft ziehen können, wenn sie die Gesundheit oder gar das Leben eines Familienmitglieds zu beklagen haben.

Affi K. Mann
Nur kurz zum Verständnis: ich halte meine Tiere im Stall, damit sie sich nichtt anstecken mit einem Virus, von dem man nicht weiß, wie es sich verbreitet und ob es wirklich für naturnah gehaltene Tiere gleich gefährlich ist wie für Stallgeflügel. Diese Stallhaft betrifft aber die Geflügelgroßindustrie gar nicht wirklich, weil die Tier dort ohnehin nicht so lange leben. Richtig? Ich denke, Punkt eins habe ich verstanden.
Jetzt ist es aber so, dass dort ALLES WIE GEHABT weiterläuft. Auch richtig?
Ich werde das Gefühl nicht los, dass nicht nur Amerika sich ein richtig dickes Ei ins eigene Nest gelegt hat….

Hanse:
Alle Macht der Geflügelwirtschaft!
Hier wird wieder eingestallt, obwohl die Ursache zur Einschleppung der Seuche in die vielen Hallen der Massentierhaltungen im Umkreis und auch bundesweit in keinsterweise aufgeklärt ist. Wann wird dann wieder gekeult? Wird im Wiederholungsfall eines Ausbruchs die Tierseuchenkasse erneut gemolken? Werden aufgrund des risikoreichen Areals aufwendigere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, wird häufiger beprobt? Wieso eigentlich soviele Putenbetriebe? Fragen über Fragen, die von Presse und Medien eine Muss zur Aufklärung und Berichterstattung sein sollte, nicht das allübliche Geplänkel um den heissen Brei. Warum wird nicht hartnäckig hinterfragt? Vielleicht fehlt das notwendige Interesse der Bevölkerung, die überladenen Fleischtheken lassen einen Seuchenausbruch eher kaum vermuten. Der Verbraucher gehört endlich aufgeklärt, lasst doch die Kühltruhen der Märkte über Wochen einmal ausgeschaltet
Wir möchten wissen, wie der Virus in diese Hochsicherheits-Betriebe reingekommen ist und wie es künftig zu verhindern gilt.
Weniger ist manchmal mehr, großzügiger Freiraum, gute Belüftung, korrekte Haltungsbedingungen und weniger Stress für die Tiere, das sind die Voraussetzungen die dem Virus entgegensetzen und der Gesundheit vorbeugen.
Ich als Kleinttierhalter mit meinen paar Hühnern, komme mir so richtig veräppelt vor, ich zahle in die Tierseuchenkasse ein und werde vom Ministerium mit hohen Bußgeldern bedroht, sollte ich es nur wagen, die Stalltür für zehn Minuten aufstehen zu lassen.
Wir möchten Durchleuchtung von Machenschaften, Hintergrundwissen zu Erforschung der aktuellen Seuchenfälle, und wir möchten keine Überschüttungen mehr, von Institutstheorien auf allen Kanälen, die fern abseits jeglicher Beweisgrundlage den Wildvögeln geschultert ist, sehen und hören. Wir möchten FAKTEN!

Berliner Zeitung  24.1.2017
H5N5 neues Vogelgrippevirus in Schleswig Holstein

Wurden in der Vergangenheit denn auf H5N8 positiv beprobte Tiere überhaupt noch auf andre H5-Viren untersucht.
Schließlich stammen die bisherigen H5N8-Fälle unter Puten doch wohl vom gleichen Züchter wie diese hier.
Dass eine Mischinfektion von H5N8 und H5n5 möglich ist, zeigt ein in den Niederlanden gefundener Wildvogel vom Ende letzten Jahres.
Ich bin der Meinung, man sollte , wenn noch vorhanden, die Proben der H5N8-getesten Vögel nochmal genauer unter die Lupe, bzw. das Mikroskop nehmen.
Denn warum so viele Puten?
Warum die Puten desselben Züchters?.
Könnte es nicht doch sein, dass das Virus nicht durch die Zugvögel (die mittlerweile in Afrika weilen dürften), sondern durch die Puten selber in den Stall gekommen sind?
Mit oder ohne genetische Veränderung (H5N5 gab es in Asien schon vor Jahren in Hausgeflügelbeständen).
Solchen Wegen muss jetzt endlich nachgegangen werden, denn dass die Zugvögel es nicht sind, wird ebenso immer deutlicher, als dass die Stallpflicht nicht davor schützt – im Gegenteil, bei dichtgedrängtem Geflügel ist eine Ansteckung und auch eine Virusmutation doch um etliches wahrscheinlicher.
Es wird Zeit, die Spuren zu den Züchtern und Brütern zurückzuverfolgen.

Vielleicht sollte das FLI die ihnen bereits vorliegenden H5N8 -Proben anderer Putenbetriebe unters Mikroskop nehmen, wenn sie den Infektionswegen auf die Spur kommen wollen.
Und diese nun auch auf H5N5 oder Vorformen davon untersuchen.
Denn das eine muss nicht mutieren, um zum andren zu werden: Bei den erwähnten Wildvogelfunden wurde in den Niederlanden ein Tier mit H5N5 und H5N8 gefunden.
Auch im Hausgeflügel ist H5N5 nichts Neues , es wurde schon vor Jahren bei Enten in China nachgewiesen.
Und bei den Wegen wie das Virus in den Stall gelangen kann – vielleicht gibt es einen ganz einfachen?
Nämlich mit den Tieren?
Denn Mastputen werden nicht in dem Stall “geboren”, in dem sie gemästet werden.
Dass es die Puten sind, die den Virus in den Stall gebracht haben können, erscheint angesichts ihrer Menge nun nicht wirklich unwahrscheinlicher, als dass sich dort ein Zugvogel eingeschleust hat.

“Bei der neuen Variante handle es sich wahrscheinlich um ein Mischvirus auf der Basis von H5N8. “
– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de… ©2017
Gehen Sie davon aus, dass dieses hier bei uns durch entsprechende Mutation neu entstanden ist?
Oder vermuten Sie, dass es das H5N5 ist, welches in China bereits seit 10 Jahren in Massengeflügelbeständen grassiert und ja ebenfalls Verwandtschaften mit H5N8 pflegt?

Sollte man nicht angesichts der auffälligen Geschehnisse insbesondere in Putenbeständen in den letzten 4-5 Wochen dringend damit beginnen, bei sämtlichen Kükenauslieferungen in den Brütereien vor Auslieferung umfangreiche beprobungen der Küken vorzunehmen, um zu schauen, ob sie u.U. bereits Träger einer oder mehrer Virussybtypen sind, die sich dann am Zielort mit dort hinzukommenden Viren vermischen?

Sehr geehrte Damen und Herren,
Dass das “neue” Virus dem Friedrich-Löffler-Institut unbekannt sein soll erschließt sich mir nicht. Als nationales Referenzlabor für Geflügelpest ist dem FLI mit Sicherheit bekannt, dass H5N5 immer mal wieder in Hausgeflügel in China festgestellt wird.
Dass das FLI dem Übertragungsweg der Vogelgrippe-Viren auf die Spur kommt ist jedoch nicht zu erwarten, da dort nach wie vor davon ausgegangen wird, dass Wildvögel die Überträger sind.
Wie die Wildvögel oder deren Absonderungen jedoch die Hochsicherheitsschleusen der Massentierhaltung passieren können, oder ob das Virus bereits in den Massentierhaltungen kursiert und von dort in die Umgebung gelangt, wird nicht bekannt gegeben.
Investigativer Hauptstadtjournalismus sieht anders aus!

In Hausgeflügelbestände? Eher weniger, bisher ist sowohl das eine wie auch das andere Virus in in erster Linie in Industriegeflügelbestände mit Massentierhaltung einngedrungen. Man sollte da doch seitens des Friedrich-Löffler-Instituts vielleicht eine differenziertere Ausdrucksweise benutzen. Hausgeflügel suggeriert grade die Tiere von Kleinhaltern und das sind nun mal verschiedene Welten. Die Kleinhalter müssen den Mist ausbaden, den die Geflügelbarone produziert haben.
Dem FLI kann man nur wünschen, dass möglichst bald die Mittel für eine sinnvolle Weiterbildung und Forschung eingesetzt werden. In 10 Jahren sind sie dort keinen Schritt weiter gekommen.

„Fachliche“ Basis für diese sinnlosen Massentötungen meist gesunder Tiere ist die Behauptung des Leiters des Friedrich-Löffler-Institutes Herr Mettenleiter, „Zugvögel wären die Verursacher der Vogelgrippe.“
Dazu sollte man vielleicht wissen, dass Herr Mettenleiter in seinem Institut seit 2006 vergeblich viele Millionen öffentlicher Mittel verbrannt hat, um nach 10 Jahren „intensiver“ Forschung nicht einen einzigen wissenschaftlich haltbaren Beweis für dieses realitätsfremde Theorie zu erbringen.
Auf Grund dieser fast lächerlichen Situation flüchtet sich Herr Mettenleiter seit Jahren immer wieder in die Floskel, dass man die Zugvogeltheorie nicht mit Sicherheit ausschließen könne.
Dazu kann man nur feststellen, dass man selbst die absurdesten Theorien nicht mit Sicherheit ausschließen kann. Man kann ja noch nicht mal mit Sicherheit ausschließen, dass Herr Mettenleiter sich irgendwann mal ernsthaft darum bemüht die tatsächlichen Ursachen für die Verbreitung der Vogelgrippe zu erforschen.
„Dass die Vogelgrippe eine direkte Folge der Massentierhaltung sei, wie manche Tierschützer behaupten,“ hält Mettenleiter für falsch, was er auch jetzt wieder gegenüber der Berliner Morgenpost am 14.01.2017 verkündete.
Es hilft auf Dauer nichts, die Realitäten unter den Tisch zu kehren. Sicher gibt es Tierschützer die Probleme bei der Massentierhaltung erkennen. Was unerwähnt bleibt ist, dass es auch hunderte (vermutlich tausende) Geflügelhalter und inzwischen eine Vielzahl renommierter Wissenschaftler gibt, die öffentlich darauf hinweisen, dass die Massentierhaltung erhebliche Probleme aufwirft.
Schon im „Kritischen Agrarbericht 2008“, herausgegeben vom AgrarBündnis e.V. , Marktstätte 26 in D-78462 Konstanz, gibt es im Kapitel 8: „Tierschutz und Tierhaltung“ den ausführlichen Unterpunkt, „Unwissenschaft aus dem Friedrich-Loeffler-Institut“. Warum wohl?
Herr Mettenleiter kann bis heute keine einzige, wissenschaftlich haltbare Untersuchung vorlegen, die beweist, dass die Verbreitung der Vogelgrippe keine direkte Folge der Massentierhaltung ist.
Gleichwohl gibt es aber dokumentierte Fälle der Übertragung der Vogelgrippe durch Warenströme/Transporte innerhalb der Massentierhaltung.
Nein! Es ist auf Grund der realen Zustände viel wahrscheinlicher, dass die Zugvögel über die deutschlandweit frei in der Landschaft verteilten Hinterlassenschaften der Massentierhaltung infiziert wurden.
Die Zugrichtungen der Zugvögel passen zu keiner Zeit im Jahr zusammen um einen schnellen und durchgängigen Virentransport von Asien nach Europa zu bewirken.
Die weltweiten Tiertransporte und die Stofftransporte im Rahmen der Massentierhaltung sind geradezu prädestiniert um einen schnellen und  durchgängigen Virentransport für die Verbreitung der Vogelgrippe zu erklären.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Opfer und Täter hier bewusst oder unbewusst vertauscht werden ist extrem hoch!
Schon das Foto vor dem Artikel passt nicht. Darauf müsste eigentlich stehen: “Massentierhaltungs-Ggeflügelpest”.

Bernd

Nach Frau Elke Reinking, (Sprecherin des Instituts auf der Insel Riems bei Greifswald) bemüht sie das FLI jetzt herauszufinden, wie und wo H5N5 entstanden ist und auf welchen Wegen es sich verbreitet hat. An der bisherigen Risikoeinschätzung ändere sich vorerst nichts, an einer neuen Einschätzung werde gearbeitet.
Werte Frau Reinking, versuchen Sie es doch mal im eigenen Archiv des FLI.
Schon vor über 60 Jahren war doch nachstehendes ganz unstrittig öffentlich bekannt:
Die Einschleppung der Seuche erfolgt durch verseuchte Tiere oder durch Schlachtgeflügel und verseuchte Eier aus verseuchten Gegenden.
Die Übertragung erfolgt durch Berührung kranker mit gesunden Tieren und die Aufnahme von Futterstoffen, die die Krankheitskeime enthalten.
Dasselbe trifft auch für infiziertes Trinkwasser zu.
Aber auch unsachgemäß vernichtete, an dieser Seuche verendete Tiere, infizierte Eierschalen oder Schlachtpülwasser bedingen die Infektion.
Hautschmarotzer wie Milben usw. können die Seuche ebenfalls übertragen.
Als Seuchenüberträger kann auch der Mensch verantwortlich gemacht werden, weil er die Krankheitsstoffe durch Kleidung und Schuhwerk mechanisch verbreiten kann.
Die Krankheitsstoffe, die sich in allen Körperorganen der befallenen Tiere nachgweisen lassen, werden von infizierten Tieren mit dem Kot, mit dem Nasensekret und den Eiern ausgeschieden.
Infizierte Transportmittel, wie Fahrzeuge, Kisten, Behälter usw. (Zusatzbemerkung: Diese erlangen in der heutigen Zeit eine erhebliche Bedeutung) sind geeignet für eine schnelle und räumlich weitreichende Verbreitung, ganz egal ob sie lebende oder tote Tiere oder jede Art von infizierten Stoffen transportieren.
Auch Brutapparate die mit infizierten Eiern belegt waren können einen Verbreitungsherd bilden.
Soweit sollten im eigenen Archiv vermutlich auch fündig werden.
Vielleicht noch ein kleiner Tipp:
So ein Mischvirus hat in einem besonders dichten und zahlenmäßig
großen Tierbestand die mit Abstand besten Voraussetzungen für seineEntwicklung.
— vielleicht hilft’s ja wenn so ein netter Hinweis auf die Bestände der Massentierhaltung kommt—.

Bernd

 

NDR.de  24.1.2017
Geflügelpest: jetzt auch Zuchtgänse betroffen
Kommentar:
Nutztierhalter schrieb am 24.01.2017 19:02 Uhr:
Wie ist denn der Virus entdeckt wurden? Gibt es dort tatsächlich einen Ausbruch im Bestand mit klinischen Symptomen.

Oder war es mal wieder eine Routinekontrolle wegen Ausnahmegenehmigung?
Wenn es sich um einen klinisch gesunden bestand handelt, bei dem das Virus lediglich zufällig aufgrund einer Routinebeprobung auffiel, fände ich es haaresträubend, dass der gesamte, gesunde Bestand mal wieder vorbeugend weggekeult wird.
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter vom FLI bereits Anfang Dezember in Kiel verlauten ließ, dass man H5 Viren in nahezu jedem Wassergeflügelbestand, der beprobt wird, nachweisen kann.

NWZ online 23.1.2017
Es tut weh, die Tiere so leiden zu sehen!

Kommentare:

Art. 20a des Grundgesetzes verpflichtet die staatliche Gewalt zum Schutz der Tiere (vgl. BVerfGE 110, 141 <166>). Mit der Aufnahme des Tierschutzes in diese Grundgesetznorm sollte der ethisch begründete Schutz des Tieres, wie er bereits Gegenstand des Tierschutzgesetzes war, gestärkt werden (vgl. BVerfGK 10, 66 <71> m.w.N.; zum einfachgesetzlichen Tierschutz BVerfGE 104, 337 <347>). Das Tier ist danach als je eigenes Lebewesen zu schützen (vgl. BVerfG, jew. a.a.O.).

Nach dieser Verfassungsnorm hat der Staat auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung zu schützen. So obliegt es nach § 1 Tierschutzgesetz
(TierSchG) der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen und darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden (§ 2 TierSchG).

Die zuvor zitierten gesetzl. Regelungen können nicht mit einer in der Sache völlig übertriebenen bzw. unverhältnismäßigen
allgemeinverbindlichen landesweiten Anordnung nach § 13 Abs. 1 Geflügelpest-Verordnung in Verbindung mit § 38 Abs. 11 und § 6 Abs. 1 Nr. 11 a) Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) außer Kraft gesetzt werden, zumal die Norm des § 16a des Tierschutzgesetzes (TierSchG) auch die Veterinärbehörden zum Einschreiten gegen festgestellte oder zu besorgende Verstöße gegen die sich aus § 2 TierSchG oder den aus der TierSchNutztV ergebenden Pflichten eigentlich selbst verpflichtet, augenscheinlich mit der erlassenen Aufstallungspflicht in der Praxis aber derzeit gegen diese Amtsverpflichtung verstoßen wird. Unfassbar!

Und was macht die Presse? Sie schreibt abseits von Recht und Gesetz wohlgefällige, unkritische Berichte, die ihrem Inhalt nach eigentlich nur der Massengeflügelhaltung in die Karten spielen

Bravo, Herr Krogmann, mit dieser Art Berichterstattung kommen wir vielleicht mal einen Schritt weiter. Die fortwährend einseitige Darstellung der Wildvogeltheorie des Friedrich-Löffler-Instituts, die seit über zehn Jahren durch die Medien schallt, ist in Fachkreisen mittlerweile fast zu einem Lachblatt verschrien, wenn es nicht so traurig wäre. “Augen auf halten” ist die richtige Devise, in alle Richtungen ermitteln, diskutieren, forschen, berichten, akzeptieren, widersprechen, Zusammenhänge erkennen und ganz wichtig informieren, so kommen wir dem Virus eher auf die Schliche, als nur die eine anerkannte Theorie ständig runter zu beten.
Ich freue mich, hier mal die Stimmung von Züchterkollegen nachzulesen, deren allgemeiner Aufschrei meiner Meinung nach, für das Schwergewicht der eigenen Sache noch viel zu leise anklingt. Auch die Aktivitäten der vielen deutschen Vereine für Rassegeflügel müssen viel kritischer mit dem Thema Vogelgrippe umgehen und in eine Offensive gegen die lähmende Stallpflicht vorgehen. Sonst wird eine über jahrzehnte erfolgreiche Arbeit in Hinsicht auf Vielfalt, Farbintensität, Robustheit und Vitalität des Rassegeflügels in kürzester Zeit den Bach runtergehen. Das möchte sicher keiner. Vielen Dank Herr Krogmann, für Ihren offenen Blick!

Vielen Dank Herr Krogmann, dass Sie immer wieder Interviews mit Menschen führen und veröffentlichen,
die als Betroffene oder als Wissenschaftler auf der “anderen Seite” stehen.
Politik und Behörden erlassen Gesetze und verfügen Massentötungen allein gestützt auf Aussagen des FLI, dessen Unbahängigkeit bereits seit 10 Jahren immer wieder öffentlich in Zweifel gezogen wird.
Eines FLI, welches mehrere Millionen an Forschungsgeldern erhielt zur Erforschung der Geflügelpest und ihrer Ausbreitungswege und welches heute noch wortwörtlich dieselben Aussagen trifft, die es bereits vor 10 Jahren bis heute immer wieder traf:
“Die Ausbreitung erfolgt mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den Wildvogelzug”.
Es ist ein Armutszeugnis, was sich die Menschheit selber ausstellt, wenn die einzige Antwort auf so ein natürliches Geschehen, wie eine Virusinfektion heisst: wir vergasen einfach alles, was Federn hat vorbeugend, wenn es sich im Umkreis von bis zu einem Kilometer aufgehalten hat – egal, ob es gesund ist oder infziert – oft genug nur auf Verdacht – noch bevor die Ergebnisse vorliegen, die meisten unbeprobt – kerngesund und nur leider zur falschen Zeit am falschen Ort.

Wieso beschleicht einen nur immer wieder das Gefühl, dass die Maßnahme “Stallpflicht” eben nicht NUR zur Beruhigung der
Bevölkerung dient? Sooft ich mit Leuten in den Supermärkten, oder bei uns im Dorf ins Gespräch komme, zeigt sich immer wieder, dass mindestens 70% der Bevölkerung gar nichts von der Stallpflicht wissen und es sie meistens auch nicht interessiert. Da heißt es immer wieder: “was, dieses Jahr haben wir wohl auch die Stallpflicht, ich dachte das war vor ein paar Jahren. Aber so schlimm kann das ja nicht sein, man bekommt doch alles zu kaufen, Eier, Hähnchen, Putenfleisch. Wenn das soooo schlimm wäre, dann würde doch was in der Zeitung stehen, oder im Fernsehen kommen, so der Kommentar eines älteren Herren aus meinem Dorf.
Wenn man sich mal in der Stadt umhören würde, dann wette ich, dass höchstens jeder 20. Interviewte irgendwo mal am Rande von der aktuellen Stallpflicht überhaupt gehört hat. Und maximal einer von 100 Personen ist auch nur halbwegs informiert. Die Beruhigungspille für die Bevölkerung kann es also nicht sein. Solange die Supermarktregale nicht leer gefegt sind, interessiert das den Verbraucher auch kaum.
Was kann es dann also sein? Warum muss auch das Geflügel der privaten Halter und Kleinhalter (meist Bioproduzenten) im Stall bleiben? Warum z.B. hat man nicht eine allgemeine Hunde- und Katzenauslaufsperre verhängt, wo doch befürchtet wird, dass diese Tiere das Virus verbreiten können. Hunde und Katzen müssen nur in Sperr- und Beobachtungsgebieten an die Leine, aber auch nur dort und nicht bundesweit. Das Geflügel (auch) der Kleinhalter dagegen fast Deutschland weit.
Der Amtstierarzt Schimanski aus Hannover weiß z.B. „dass Hunde und Katzen kranke oder tote Vögel finden und durch die Gegend schleppen können, und somit die Krankheit verbreiten.“ Gut, das ist einigermaßen nachvollziehbar.
Ähhmm, und warum muss nun noch mal Geflügel im Stall bleiben??? Meine Hühner haben noch nie einen toten Vogel durchs Dorf geschleppt, die sind noch nicht mal im Dorf gewesen, sondern bleiben schön brav auf Ihrer (umzäunten) Wiese. Genauso wenig glaube ich, dass das Geflügel von Biobauern sich woanders, als nur auf ihrem ebenfalls umzäunten Freilaufgelände aufhält. Und tote Vögel verschleppen die wohl auch nicht.

Und dass Wildvögel Geflügelbestände, die ähnlich wie in Fort Knox, mit exorbitanten Sicherheitsvorkehrungen in Hallen, ohne Zugang ins Freie, gehalten werden, anstecken ist mir per se ein Rätsel. Oder schlampen da die Mitarbeiter der Mast- und Eierbetriebe bei den Seuchenvorkehrungen? Zumindest in einem Fall WISSEN wir ja, dass es so war, nämlich in Möser, im Jerichower Land.

Spinnen wir den Faden mal weiter, frei nach dem Motto, was in der
Autoindustrie möglich ist, kann in der Geflügelproduktion nicht völlig abwegig sein.
Wenn ein Geflügelproduzent seinen Stallmist, voll gespickt mit offenbar verseuchten  Kadavern frei und unabgedeckt quer durch Ortschaften fahren und dann ebenfalls unabgedeckt auf Felder kippen kann, obwohl der Verdacht auf H5N8 besteht, dann ist das selbstverständlich eine bedauerliche Ausnahme! Und wenn sich
dann in dieser Region die Geflügelpest verbreitet, dann sind selbstverständlich die Geflügelbestände kleiner Halter, von denen nie ein Tier das Gelände verlässtdaran Schuld, oder die Zugvögel. Und nicht die Geflügelproduzenten, deren Mitarbeiter mit genau denselben Zugmaschinen und Anhängern , mit denen der kontaminierte Stallmist gefahren wurde, dann vielleicht Futter in andere Betriebsteile ausfahren, oder Eier in die Supermärkte, oder Masttiere auf die Schlachthöfe. Und die Katzen und Hunde meiden natürlich mit vollem Verantwortungsbewusstsein die Felder, auf denen der abgekippte Mist lagert.
Wie war das noch mal bei Volkswagen? Eine bedauerliche Ausnahme. Generell wird in Deutschland nicht manipuliert, das ist gar nicht möglich. Nie, niemals!
Die Kleinhalter aber, mit ihrer bunten, genetisch widerstandsfähigen
Federviehschar haben noch immer so gut wie nie H5N8 Fälle in Ihren Beständen, und das obwohl sie nicht über diese hoch technisierten Seuchenschutzanlagen verfügen, wie die großen Mast- und Erzeugerbetriebe.
Woran nun das wohl wieder liegt? Auch an den Wildvögeln?
Herr Krogmann, die Rassegeflügelzüchter sind ihnen dankbar, dass sie so ehrlich berichten!

 

Vielen Dank, Herr Krogmann, für den informativen Bericht! Es ist schön zu lesen, dass nicht nur Hobbyzüchter die Aufstallung für unsinnige Tierquälerei halten, sondern auch Rassegeflügelzüchter diese zunehmend kritisieren. Es ist doch anhand der ständigen Ausbrüche zu sehen, dass das Virus in Massengeflügelhaltungen kursiert, sich dort vermehrt und von dort aus weiterverbreitet wird in die freie Natur und an andere Orte. Durch Mist, darin enthaltenen totem Geflügel, durch Transporte und durch Nichtbeachtung der Biosicherheitsmaßnahmen. Erst dann infizieren sich Wildvögel oder die „Kleinstbetriebe“, weil diese nicht von den zuständigen Behörden vor den Massentierhaltungen geschützt werden.

“Alternative Fakten” tolles Wort für “Unfug” … das ist die Wildvogeltheorie. Eine Theorie eben, so gut oder so schlecht wie jede andere auch. Nicht besser dadurch, dass sie zur Zeit von einem, durch Industrie und Steuerzahler bezahltem Forschungslabor vertreten wird, dass seit 10 Jahren keine Beweise für irgendwelche Theorien gefunden hat und statt dessen Millionen verpulvert hat.
Wegen dieser Schmarotzer im Dienste der Fleischindustrie sollte wirklich keiner sein Hobby aufgeben.

 

NDR 23.1.2017
Erstmals neuer Virustyp bei Geflügelpest in SH

Kommentare:

Sabine Küchlermann schrieb am 23.01.2017 19:57 Uhr:Herr Habeck, das ist kein “neuer” Subtyp, das ist ein Problem, das sich unter anderem deswegen ausbreiten kann, weil man LPAI genauso auszurotten versucht wie HPAI. Das hat was mit biologischen Nischen zu tun. Logisch? Ach nein, da gab es Inkompatibilitäten mit der Politik…..
MANNMANNMANN
FraSim schrieb am 23.01.2017 20:00 Uhr:Ein neuer Erregertyp, Puten-Maststall mit Kontakt nach Cloppenburg, dem (Zitat Robert Habeck) ‘Hotspot’ der Geflügelpest. Der Erreger tritt zeitgleich an 2 Standorten des Erzeugers auf – aber Ansteckungsursache waren die Wildvögel (denn man hat ja in Brunsbüttel, 32 km entfernt eine tote Nonnengans mit dem Erreger gefunden). Klar, die Nonnengans hat, nur um den Produzenten zu ärgern, vor ihrem Ableben noch kurz auf die Luftschächte beider Stelle gekleckst. Nebenbei wird uns noch erklärt, dass der Erreger mutiert und sich in jedem befallenen Organismus verändern kann. Was ist wahrscheinlicher – eine Mutation in einem Bestand in dem Tausende Tiere bereits verendet sind oder in einem Wildvogelbestand, wo man bisher eine tote Gans gefunden hat. Aber es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.
Ich fühle mich belogen!
kowalski schrieb am 23.01.2017 20:10 Uhr:Um so größer die Bestände, desto größer der wirtschaftliche Erfolg,
desto größer das Risiko.

Chriska schrieb am 23.01.2017 20:15 Uhr:Lieber NDR, bitte ermittelt doch mal, wie der Virus in so eine Anöage gelangen kann!!!!!

Hühnerhalter schrieb am 23.01.2017 20:56 Uhr:Und WIEDER in einem Großmastbetrieb…
Wann werden diese Virenbetriebe endlich geschlossen?

fünf vor zwölf o schon nach schrieb am 23.01.2017 21:38 Uhr:Irgendwie geht das alles nicht mehr mit rechten dingen zu!
Was steckt dahinter?
Warum zieht man nicht ein anderes Expertenteam als die des FLI hinzu? Hier muss doch endlich hart durchgegriffen werden, sonst werden wir das zeug nie mehr los!

Susie schrieb am 23.01.2017 21:54 Uhr:Hat sich schonmal jemand gefragt, warum dieser Virus, immer und immerwieder in Putenmastbetrieben auftritt? Verkauft uns doch nicht für blöd. Das war mit Sicherheit kein Wildvogel oder eine Ratte. Das sind Hochsicherheitstrakte!!! Außer es kommt über´s Futter/Tränke/Einstreu/Tiere selbst.

Steffi Hühnerfrau schrieb am 23.01.2017 22:00 Uhr:Ich hab nur ein paar kurze Fragen.Puten haben meines Wissens keine Außenhaltung,kommen also nicht mit Wildvögeln zusammen-es trifft aber überdurchschnittlich oft eben einen solchen Betrieb.Wie ist das möglich?Es ist gut und schön zu wissen ,daß es eine Geflügelpest gibt ,aber ist nicht die Beantwortung einiger sehr einfacher Fragen ,das erste ,was man tut ,um dem Problem auf den Grund zu gehen?Weiter hätte ich gerne gewußt ,wie und wo die große menge an Mist und Fäkalien entsorgt werden.Ich habe vor kurzem gelesen (mit Anschauungsmateriel) daß ein Betrieb nach der Keulung der teilweise infizierten Tiere seinen Mist in die freie Natur gekippt hat.ich kann mir das natürlich nicht vorstellen;aber bei den momentanen Absurditäten ,weiß man ja nie…also wie genau ist das geregelt.Zurück noch einmal zu meiner ersten Frage.
Wenn man nun einen Stall nimmt ,der hermetisch gegen jede Form der Infektion von Außen abgeriegelt ist-was ja zur Zeit im Grunde bei jedem Stall der Fall ist ,denn wir haben ja nicht nur die Stallpflicht ,sondern müssen mit Schutzanzügen die Tiere füttern und uns vorher und nachher die Hände und Schuhe desinfizieren-also wie in herr Gotts namen konnte es dann zu einem Ausbruch kommen?Eistiert die Möglichkeit einer Erkrankung innerhalb eines geschlossenen Systems?Ist es nicht einfach so ,daß einfach Tiere von sich aus daran erkranken können,speziell wenn das Immunsystem nicht gut ausgebildet ist,was bei Masttieren ja generell so ein Problem ist?
Klaar Kiming schrieb am 23.01.2017 22:10 Uhr:@ Chriska
Hab ich gerade um Viertel vor 10 vom Landrat gehört: Entweder sch.. ein Wildvogel genau in die Lüftung, oder es waren Ratten.
Ich enthalte mich jeden Kommentars dazu, das würde dann doch nicht freigeschaltet…

Norddeutsche Rundschau 23.1.2017
Kreis Steinburg: rund 18000 Puten werden gekeult

Kommentare:

Daniel Düsentrüb
H5N5 statt H5N8 ??
Wie kommt denn nun H5N5 (bisher stets N8) nun in diese Massentierhaltung hinein? Wo kommt das Virus her? Die Zugvögel als angebliche Überträger haben doch H5N8. Könnte es sein, dass das Virus in den Massengeflügelhaltungen kursiert, sich dort vermehrt und von dort aus weiterverbreitet wird in die freie Natur und an andere Orte. Durch Mist, darin enthaltenen totem Geflügel, durch Transporte und durch Nichtbeachtung der Biosicherheitsmaßnahmen. Dann infizieren sich Wildvögel oder die „Kleinstbetriebe“, weil diese nicht von den zuständigen Behörden vor den Massentierhaltungen geschützt werden. Es wird nun wirklich Zeit, dass wir vor diesen scheinbar unkontrollierbaren Ausbrüchen geschützt werden! Zuerst müsste ein geeigneteres Labor als das bisherige mit der Erforschung des Eintrages und Ausbruches beauftragt werden!

Kirstin Zoller:
Woher wissen Sie das Herr Dr Habeck?
„Dieser Befund zeigt, wie dynamisch das Geflügelpestgeschehen ist“, erklärte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). „Das Virus ist weiterhin vorhanden und verändert sich.“

Interessant Herr Dr. Habeck. Woher wissen SIe das ohne eine Gensequenz – also, dass das “Virus sich verändert hat”?
H5N5 gibt es z.B. seit 10 Jahren in chinesischen Nutzgeflügelbeständen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass “unser” H5N8 jetzt plötzlich ganz spontan in einem Wildvogel mutiert ist, halte ich für deutlich geringer, als die Wahrscheinlickeit, dass das Virus aus China, Holland oder Italien durch irgendwelche Handelsströme eingeschleppt wurde (Stichwort schwunghafter Misthandel NL/DE im Zusammenhang mit der toten Gans aus Brunsbüttel) – denn, dass Zugvögel um diese Jahreszeit das Virus von Italien, China oder Holland nach Schleswig Holstein bringen, halten Sie doch sicherlich nicht ernsthaft für wahrscheinlich, oder?
Andererseits bezieht man seine Küken, wie man der Norddt. Rundschau entnehmen konnte, ja seit 50 Jahren vom Moorgut Kartzfehn, welches gerade jüngst diverse Massenkeulungen mit zig tausend Tieren zu verzeichnen hatte….

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