…weitere Leserfragen und Leserbriefe auf Zeitungsartikel

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Merkur 30.11.2017
Diese Möglichkeiten gibt es, den Einsatz von Glyphosat noch einzudämmen
Kommentar (fiel der Zensur zum Opfer):
Es klingt immer wunderbar, wenn davon gesprochen wird, dass man ja “strenge Grenzwerte” erlassen kann oder die “Häufigkeit der AUsbringung begrenzen kann”.
Wie gut das funktioniert mit diesen Vorschriften sehen wir allerorts.
Besonders in der Massentierhaltung und in der industriellen Ackerbaulandwirtschaft gibt es da genügend Beispiele, wo man sieht, dass es wohl an der Umsetzung ebenso hapert, wie an den Kontrollen und VOR ALLEM an der Strafverfolgung im Verstossfall.

Ob nun Antibiotika, Spritzmittel oder Gülle, Tierhaltung oder Nottötungen – ständig decken Tierschutzaktivisten mit versteckten Kamerarecherchen gravierende Verstöße auf, die zum Himmel schreien…….es gibt dann den kollektiven AUfschrei bei Politikern, Behörden und Verbrauchern……..und kurze Zeit später ist alles beim Alten und der Betrieb macht weiter wie gehabt.

Letzten Winter hatten wir die vorbeugenden Massentötungen wegen der Geflügelpest. Es wurden über eine Million Tiere vorbeugend – ohne Symptome oder Befunde vergast und in den Müll geworfen.
Es wurde seitens des FLI und der Politik immer wieder (auch entgegen vieler unbahängiger wissenschaftlicher Beurteilungen) EInträge durch Wildvögel dafür verantwortlich gemacht.
Es wurden gigantische “Biosicherheitsmaßnahmen” vorgeschrieben, die jeder Betrieb zu beachten hatte.
Dazu gehörte auch, dass Mist (der massiv kontaminiert sein kann) nicht frei auf den Äckern abgeladen werden darf, da er dort WIldvögel anstecken kann, das Virus in die Umwelt bringt.
Und was haben wir vielerorts mit Fotos dokumentiert? Frei auf dem Acker gelagerten Geflügelmist – sogar mit Leichenteilen drin – sogar in Sperr- und Beobachtungsgebieten.
Und was haben die ANzeigen gebracht? Nichts! …..
Was nützen Vorschriften, wenn sie keiner kontrolliert und vor allem kein Täter überhaupt zur Rechenschaft gezogen wird, wenn er doch mal erwischt wird – und zwar so zur Rechenschaft gezogen wird, dass er die Strafe nicht aus der Kaffeekasse zahlt, sondern dass die Strafe mindestens das Doppelte dessen überschreitet, was das Vergehen an wirtschaftlichen Nutzen gebracht hat.
Unsere Verordnungen und Gesetze – egal, ob rund um Landwirtschaft oder Tierschutz – sind dermassen schwammig formuliert, dass jedes einigermassen “talentierte” Unternehmen sich das so zurechtlegen kann, wie es ihm genehm ist.
Und auch die von unserem Bundeslandwirtschaftsminister so viel gepriesene und favorisierte “Selbstverpflichtung”, die er ja immer viel lieber “verordnet”, als ein Gesetz, ist einfach nur ein großer Witz – zum Schaden des Verbrauchers, zum Schaden der Umwelt, zum Schaden der Nutztiere……..und zum Nutzen der Börsenkurse…….

mdr 24.4.2017
Pauschale Stallpflicht sinnvoll oder übertrieben?
Kommentar
:
Sehr geehrte Damen und Herren von der Redaktion, es wäre wirklich nett, wenn Sie in Ihren Beiträgen nicht immer nur pauschal von “Geflügelzüchtern” und “Geflügelhaltern” sprechen, wenn sie eigentlich ausschließlich industrielle Massengeflügelhersteller zitieren. Das Gros derer, die sie zitieren, vertreten durch den Geflügelwirtschaftsverband sind Mäster oder Eierproduzenten oder aber Kükenproduzenten – Designer und Vermehrer von “tierischen Produkten”. Die Begriffe Geflügelhalter und Geflügelzüchter suggerieren dem unbedarften Leser das Bild vom glücklichen Rasse- oder Mixhuhn auf dem Hof – genau diese hunderttausende Halter aber zitieren und erwähnen Sie mit keinem Wort – da würden Sie nämlich völlig andere Aussagen erhalten.

Kommentar:
Die “Geflügelhalter sehen Verbesserungsbedarf und wollen auf eigene Initative u.a. Futter nicht mehr unter freiem Himmel lagern”. Allein der BDRG (Rassegeflügelzuchtverband) hat 180000 Mitglieder und mindestens nochmal so viele, vermutlich sogar deutlich mehr halten ihre Hühner privat ohne Vereinszugehörigkeit. Ich glaube kaum, dass diese Geflügelhalter ihr Futter je unter freiem Himmel lagerten, Kadaver im Stall in den Mist eintreten lassen oder auch nur nicht regelmäßig ausmisten. Das finden Sie nur im grossen Stil bei den Massentierhaltern – wieviele gibt es davon? 8000? 10000? Was hier als DIE Verbesserung bei Geflügelhaltern angepriesen wird ist einfach nur eine in der Massentierhaltung – für die allermeisten Geflügelhalter sind das, was hier als ach so tolle Biosicherheitsmaßnahmen angepriesen wird schon immer Selbstverständlichkeiten im Interesse der Tiere gewesen.

Rhein-Neckar Zeitung 23.4.2017
Nach der Vogelgrippe ist vor der Vogelgrippe
Kommentar von Wolfgang Otten – wurde nicht angenommen:
Verehrter Herr Hauk,
lesen Sie auch schon mal kritisch, was Sie da so von sich geben?
“Änderung der Vorschriften zum Verkauf von Freilandeiern” Wie lange wollen Sie sich noch begnügen damit, an den Symptomen herumzuschrauben? Sie selbst konzidieren kurze Zeit später, dass neben den betroffenen Wildvögeln (hauptsächlich am Bodensee, einem Umstand dem bis dato wohl noch niemand genauer untersucht hat) Hausgeflügelbestände im Wesentlichen nicht betroffen waren. Das liegt aber weniger an Ihren völlig unzureichenden Biosicherheitsmassnahmen (erkläre ich später) als an der Tatsache, dass freilaufende Huehner einfach um Klassen besser mit einem Schnupfen fertig werden, als die zu Tausenden in zu engen dunklen Ställen zusammen gepferchten, immunologisch betrachtet – Halbleichen -, die bereits alle mit Medikamenten so voll gestopft sind, dass deren Körper mit schierem Überleben kaum fertig werden. Die drangvolle Enge bietet zudem dem Virus jede Gelegenheit zu Turbo-Entwicklung.
Führen Sie sich die einschlägigen Untersuchungen über Imunität zu Gemüte, Imunität, die davon abhängig ist, dass Organismen mit DRECK in Berührung kommen. Landstriche, die von den “Sagrotan”-süchtigen nicht erfasst sind, sind imunitätsmässig den anderen weit voraus.
Sie könnten die Industrie vielleicht dazu bringen, Küken profylaktisch in Plastik einzuschweissen, damit sie den Anfeindungen des Lebens gar nicht erst begegnen. Die Fütterung würde vielleicht schwieriger dadurch.
Überdenken Sie das Einsperren der Tiere, nicht die Frist, in denen Eier falsch etikettiert werden sollen.
“Zusatzetiketten” ist noch der brauchbarste Ansatz Ihrer ganzen Rede.
……. “Unsere Biosicherheitsmassnahmen haben gegriffen!!”
dass ich nicht lache. Nicht die Biosicherheitsmassnahmen, sondern die erheblich geringere Geflügeldichte des Landes dürfte der Hauptpunkt sein. In BW gibt es einfach nicht soviele Geflügelhalter (ich meine im grossen industriellen Stil) als dass das Virus so mir nichts dir nichts von einem Bestand in den Anderen wechselt.
“Für mehr Schutz…” hier überschlagen Sie sich aber vollkommen.
Bitte erklären Sie mir, wie man einen einfachen Hänger, ohne Brensen, desinfiziert, ohne ihn hochzubocken und von unten mit einem Dampfstrahler so etwa 20 Minuten, sehr heiss, zu behandeln. Und auch dann werden Sie bei genauem Hinsehen noch genügend Dreck finden, in dem sich die possierlichen Viren verstecken können.
Jetzt dann das gleiche Procedere bei einem Motorfahrzeug, welches mit Bremstrommeln und Kabeln und Streben und Winkeln und Ritzen am Unterboden übersät ist.
Entweden treiben Sie den Teufel mit dem Belzebub aus, indem sie das Fahrzeug mit sagen wir Chlorbleiche oder etwas ähnlich giftigem so behandeln, dass am Ende mehr Gift in der Umwelt ist als Ihnen lieb sein kann, oder Sie werden ihr Ziel, die effektive Desinfektion nicht erreichen.
Von der Schädlichkeit der Desinfektionsmittel für die umliegende Flora und Fauna ganz zu schweigen.
Und das soll nach jedem Besuch eines Stalles stattfinden? Welche Umwelt soll dieses Procedere bitte ertragen?
Aber Sie befinden sich ja in bester Gesellschaft, Der Herr Weiß, vom Geflügelwirtschaftsverband, pflichtet Ihnen ja bei, auch absolut ahnungslos, woher diese Viren kommen könnten, die Ursache überall suchend, nur nicht bei eben jener Geflügelwirtschaft, seiner eigenen Klientel, die ihre Tiere per massloser Übermedikamentierung derart schwächt, dass sie zu imunologischen Krüppeln verkommen.
Komisch irgendwie, die, die mit Tieren zu tun haben, sehen das wohl ganz anders als die, die regelmässig vom Grünen Tisch im klimatisierten Büro über weitere Zwangsmassnahmen …. (“schwadronieren” wollte ich nicht sagen, aber eine andere Bezeichnung fiel mir nicht ein).
Herr Gronmaier vom Riesenhof hat doch da eine vernünftige Meinung.
Wenn man diese dann noch ergänzt um intensive Untersuchung des Geschehens am Bodensee statt das Personal der Veterinärämter mit Überprüfung und Ahndung völlig überzogener und wirkungsloser sogenannter “Biosicherheitsmassnahmen” zu beschäftigen, bzw sie zwingt, aunzählige Tiere noch vor der Beprobung zu Keulen, könnte ein Schuh draus werden.
Sollten Sie aber das nächste Mal wieder versuchen, die Lagedurch Überinterpretation der von Unsicherheiten und schwammig formulierten Phantasiethesen nur so strotzenden Ergüsse eines gewissen Prof.Dr.Dr.hc aus Riems, zu meistern, geschieht Ihnen dasselbe wie ihm, seit 10 Jahren horrende Gelder verpulvert, aber nichts, aber auch gar nichts zu Aufklärung des Infektionsgeschehens beigetragen.
Nur dass Sie dann noch für die Flächendeckende Chlirierung Ihres Landes schuldig sind – ach, verzeihung, aber Amtsträger sind ja nie “schuldig”.

Schade Herr Hauck, Sie hätten die Chance gehabt, – zeitweise, nach Aufhebung der Stallpflich, habe ich gedach, siehe an, dieses BW, machen es jetzt mal ganz – , leider eine getrogene Hoffnung

Wie sagten Sie:
“Ich habe lieber eine eingesperrte Ente als eine tote Ente.”
Die Welt hat sich in der steten Auseinandersetzung der Schädlinge mit den Nützlingen entwickelt.
Meinen Sie wirklich, ein einzelner Minister, und sei er auch von der CDU, könnte der Natur ins Handwerk pfuschen?
Meinen Ihre “Freunde” aus der industriellen Geflügelwirtschaft wirklich, sie könnten es besser, als der Schöpfer, den Sie im erste Buchstaben ihrer Parteibezeichnung anrufen?

Schönen Sonntag noch!

Eßlinger Zeitung 22.4.2017
Stallpflicht für Geflügel aufgehoben
Kommentar S. Nebl:
Was treibt Herrn Hauk nur dazu, sich offensichtlichen Wahrheiten zu verschließen und offensichtlichen Verbraucherbetrug voranzutreiben? Diese sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen, allen voran die flächendeckende Stallpflicht über Monate, war nichts als völlig überzogener Aktionismus auf Basis einer mehr als zweifelhaften und wissenschaftlich nicht nur nicht belegten, sondern auch höchst umstrittenen These, die aufgrund eines Übersetzungsfehlers auch noch undifferenziert alle wilden Zugvögel als hocheffiziente Virenschleudern und gefährliche Vogelpestüberträger brandmarkt. Und anstatt sich weiterzubilden, sich aus mehr als einer Quelle zu zu informieren und sich einmal zu fragen,, ob es wirklich sein muß mit allen zur Verfügung stehenden politischen Mitteln einen offensichtlich falschen Weg weiter vorzupreschen, wird nur überlegt, wie man sich aus einer verfahrenen Situation rauswindet, ohne eigene Fehler zugeben zu müssen. Private Hobbyhalter und Züchter sind ebenso wie viele bäuerliche Geflügelhalter in aller Regel bemüht, dass es ihren Tieren gut geht, sie legen Wert auf ein gesundes Immunsystem und eine robuste Konstitution. Die übersetzen “Tierschutz” nicht mit “Gewinneinbußen”, und “artgerechte Haltung” nicht mit “Mehrkosten”. Ihre Tiere waren weit mehr von den Folgen einer überschnappenden “Seuchenbekämpfungspolitik” gefährdet als von der Seuche selber. Die Angst, dass unverhofft ein Rollkommando des Veterinamtes den ganzen Bestand tötet, rein auf einen bloßen Verdacht, war durchaus berechtigt. Es sind dies die selben Amtveterinäre, die beim Kleinhalter sonst regelmäßig artgerechte Haltung mit genügend Auslauffläche und der Erfüllung artspezifischer Bedürfnisse einfordern. Die selben auch, die akzeptieren, dass Enten in gewerblichen Mast- und Elterntieranlagen keine Bademöglichkeit brauchen, auf Gitterboden leben und niemals die Sonne sehen. Und wie “tierfreundlich” ist eine Putenhaltung, bei der von vornherein mit 30 % an während der Mast verendenden Tieren kalkuliert wird, mit zigtausenden auf maximale Gewichtszunahme geputschten Puten auf knappst bemessenem Hallenraum, ohne Auslauf unter freiem Himmel. Lebewesen, die ohne vorbeugende Impfungen und Medikamentengaben die Mastdauer von wenigen Wochen gar nicht erst überleben würden und alles, was sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, in die über Wochen anwachsende Schicht Mist unter ihren Füßen treten? Bei der Absegnung solcher Haltungsbedingungen durch das geltende Tierschutzgesetz hat die industreill geprägte Geflügelwirtschaft massiv mitgewirkt. Solenl das auch die Maßgabe werden, nachdem unser Geflügel sich künftig wohlzufühlen hat? Die Behörden haben die Klein und Hobbyhalter ebenso wie die bäuerlichen Geflügelhalter zur Solidarität mit einer Tier- und lebensverachtenden Industrie und zum Schutz deren wirtschaftlicher Interessen gezwungen,trotzdem kam es immer wieder zu Ausbrüchen in geschlossenen, nach außen hin permanent abgeschotteten Industriehaltungen. So etwas dem unbedarften Zeitungsleser als “Erfolg” zu verkaufen, ist schon armselig. Jedem selbständig denkenden Menschen drängt sich die Erkenntnis auf, dass die von der Politik getroffenen Maßnahmen versagt haben und dringend andere Lösungen gefunden werden müssen. Und zwar solche, die nicht darauf abzielen, geltende Gesetze zu untergraben. Ach übrigens: Die positiv getesteten Wildvögel, sind die wirklich an der Vogelgrippe auch gestorben? Bisher hat die tatsächliche Todesursache von gefundenen Wildvögeln nämlich niemanden interessiert. Es reicht ein Nachweis auf vorhandene Viren,bzw sogar nur der auf vorhandene Antikörper um den Hype zu putschen. Reelle wissenschaftliche Datenerhebung und Auswertung ist das nicht.

Focus online 21.4.2017
Vogelgrippe in Baden-Württemberg
Minister legt 5 Punkte Plan vor

diese Kommentare wurden abgelehnt:

1.
Blanker Hohn!
“die Gesunderhaltung der Nutztiere sei angewandter Tierschutz” – das ist ein Witz. Wenn Sie wirklich Tierschutz anwenden wollen, dann muss sich ganz gewaltig etwas in den Massengeflügelbeständen ändern. Oder halten Sie, Herr Minister es tatsächlich für “Tierschutz”, wenn Tiere mit chronisch kaputten, schmerzenden Gelenken so eng zu zig tausenden aufgestallt sind, dass sie sich kaum bewegen können und dahin vegetieren. Dass10% Todesfälle während einer Mastperiode außerhalb von Geflügelpest als völlig normal und akzeptabel angesehen werden? Ist es Tierschutz, dass Enten in Massenbeständen “keinen Badezugang brauchen” weil die Einstreu sonst in den übefüllten Ställen zu nass wird? Es ist blanker Hohn, angesichts solcher Zustände von angewandtem Tierschutz zu sprechen.
2.
Bessere Regelung für Geflügelhalter
Was bitte ist an einer Regel besser, die weiterhin die Tiere sinnlos aufstallen will? Genug Beispiele in dieser Grippeperiode haben gezeigt, dass die Aufstallpflicht mehr Tiere das Leben und die Gesundheit kostet, als es die Grippe je tat. jetzt wollen Sie “Vorschriften” erarbeiten, wie private Halter vermutlich per Gesetz zusätzliche Ausläufe und Bäder schaffen müssen, wenn sie Geflügel halten wollen? Für mich klingt das nicht nach mehr Tierwohl sondern nach einem Schritt weiter Richtung “Geflügel weg aus dem Freiland”. Wenn Sie es ernst meinen mit besseren Seuchenpolitik, dann sollten Sie die Stallpflicht per se überdenken und nicht eine einzige Gruppe Betroffener mit einbeziehen, sondern alle: http://www.aktionsbuendnis-vogelfrei…s-fordern-wir/

Münsterländische Tageszeitung 19.4.2017
Geflügelzüchter kritisieren Kreis für Mistbrand
NWZ online 20.4.2017
Feuer im Misthaufen wirft Fragen auf
Kommentar:
Zitat:
Der Mist aus den Ställen, in denen die Geflügelpest ausgebrochen ist,  muss stallnah unter Folie gelagert werden. Dabei ist eine Lagerzeit von  mindestens 42 Tagen einzuhalten, da man davon ausgehen darf, dass das  Virus dann nicht mehr aktiv ist“
Zitat Ende
Das ist ja wohl ein Witz.

So langsam nervt es gewaltig, dass sich die Behörden, wenn es um industrielle Tierhaltungsbetriebe geht, die Dinge immer so zurecht reden, wie es gerade oprimal passt.
Die FU Berlin hat eine Studie veröffentlicht, deren Inhalte so übrigens auch von FLI und Behörde immer wieder zitiert werden, wo klar festgestellt wurde, dass das Virus unter Einfluss von UV Licht, Wärme und Trockenheit sehr schnell wirkungslos wird.
In feuchtem Mist und oder ohne UV (und genau so im feuchten, dunklen Boden, wenn es auf dem Acker untergegraben wird) ist es bis zu 120 Tagen überlebensfähig. Feuchter Mist und Plane – tolle Kombiantion.
Dann tönt es Anfang des Jahres seitens Behörden, FLI und Co bei Ausbrüchen im LK Cloppenburg:
Das Virus ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit durch Schadnager eingetragen worden – Schadnager können das Virus verschleppen.
Jetzt sind diese Schadnager keine Gefahr?
Kein Mensch wird ernstlich annehmen, dass die Schadnager nicht unter so eine Plane gelangen.  Es gibt weitere Studien, die belegen, dass das Virus durch Milben übertragen werden kann.
Diese leben in Hohlräumen (Strohhalmen, Wänden, Ritzen, Knochen von verendeten und in den Mist eingetretenen Masttieren etc.) mit Vorliebe in aufgestallten Geflügelbeständen und gehen zur Nahrungsaufnahme (Blut) auf das Geflügel.
Glauben die Behörden ernsthaft, dass diese Milben aus dem Misthaufen unter der Plane nicht entkommen, um sich dann bei den WIldvögeln neue Wirte zu suchen?
Der Mist aus den Geflügelhaltungen ist immer durchsetzt mit verwesenden Kadavern (dafür haben wir mehr als genug Beweisfotos von Äckern, wo dieser Mist abgekippt wurde) und verseucht mit allen möglichen krankmachenden Keimen und Parasiten.
Dieser Mist gehört direkt aus dem Stall als Sondermüll behandelt und in jedem Fall – nicht nur nach einem H5 Ausbruch – zunächst ordnungsgemäss thermisch behandelt (m.W: mind. 70 Grad Kerntemperatur unter Druck mehrere Minuten), bevor er als Dünger in die freie Landschaft verbracht werden darf.

Dass Mist aus einem Ausbruchstall überhaupt den Stall verlassen darf und nicht sofort als Sondermüll hermetisch abgeschlossen entsorgt wird stinkt zum Himmel.
Es ist absolut unbegreiflich, dass dort, wo es ums Geschäft geht die Sicherheit mal wieder keine Rolle spielt.

Der schwunghafte Geflügelmisthandel ist ein einträgliches, grenzüberschreitendes Geschäft. Da dürfen dann auch haufenweise Kadaver und Keime aller Art kommentarlos in die Landschaft gekippt und in den Boden eingebracht werden – dann ist das alles plötzlich nicht mehr gefährlich.
Wirklich erstaunlich:

wir vom AVF fordern seit Monaten, dass das FLI den Mist der industriellen Geflügelställe routinemäßig beprobt. Selbst nach einem H5 Ausbruch hält das FLI dies aber nicht für zielführend und völlig überflüssig bei der Ursachenforschung.
Stattdessen wird jeder tote Vogel, der in der freien Landschaft gefunden wird akribisch eingesammelt und beprobt und schon gibt es wieder Sperr- und Beobachtungsgebiete und die Stallpflicht wird verlängert – aus Sicherheitsgründen.
Übrigends: das Argument für die Aufstallpflicht ist, dass die Exkremente von Wildvögeln infiziert seien….
Was bitte ist der Unterschied von dem Kack eines infizierten Wildvogels und dem eines Massenhaltungstieres? ….außer, dass der erstgenannte für die Indistrie wertlos ist und der zweitgenannte bares Geld einbringt???

Welt 24    21.4.2017
MinisterHauk will Schutz vor Vogelgrippe verstärken

Kommentar:
Herr Minister Hauck, Sie wollen die legitimierte Verbrauchertäuschung ausdehnen? In ihrem 5 Punkte Plan unter Punkt 5 wollen Sie die legitimierte Verbrauchertäuschung, die bisher “nur” 12 Wochen stattfinden darf gleich mal ein wenig ausdehen? Man sollte im Gegenteil vom allerersten Tag der Aufstallpflicht an auf den Schachteln klar erkennen, dass diese Eier zur Zeit nicht aus Freiland kommen. z.B. einen Stempel drauf – das lässt sich problemlos in eine automatisierte Verpackungsanlage integireiren wie auch bei Verpackung von Hand umsetzen: “Freilandeier wegen staatlicher Anordnung zur Zeit aus Bodenhaltung wegen Stallpflicht” – das wäre ehrlich und würde gleichzeitig dem Verbraucher trotzdem zeigen, dass er von einem ehemaligen Freilandhalter kauft. Ich finde es einfach nur erbärmlich, dass es offensichtlich niemanden von Ihnen wirklich interessiert, wie es den Tieren geht – es geht einfach und allein darum, ob das Ei weiterhin ein paar cent mehr bringt. Hauptsache der Verbraucher zahlt – dann wäre wohl auch Ganzjahresstallpflicht okay.

 

Volksstimme.de 16.4.2017
Hennen dürfen wieder raus
weitere Kommentare unter dem Artikel
Kommentar, der nicht veröffentlicht wurde:
Auch bei Ihnen, Frau Klotz und Herr Sasse begrüsse ich es sehr, dass Sie Ihre Tiere artgerecht und mit kleiner Bestandsgröße halten und die Massentierhaltung ablehnen. Allerdings finde ich es bedauerlich, dass Sie Lohmann Hühner halten und nicht auf eine Hühnerrasse zurück greifen, die kein Produkt der Massentierhaltung sind. Mit dem Kauf von Lohmannküken unterstützen Sie, was die meisten Biokunden nicht wissen, eine qualvolle, grausame Eltern- und Grosselterntierhaltung

NWZ online 15.4.2017
Taskforce gegen Vogelgrippe
Gute Kommentare direkt unter dem Beitrag

Tagblatt.de 15.4.2017
Fahrbare Hühnerställe boomen
Kommentar:
Sehr geehrte Frau Weiss,
arbeiten Sie nur in einer Landwirtschaftsabteilung, oder haben Sie auch schon mal irgendwo mit lebenden immunologisch stabilen und genetisch vielfältig aufgestellten Nutztieren mehr zu tun gehabt, als im Büro auf irgendeinem Antragsformular?
Fünf oder sieben Hühner in einem Käfig tun sich nichts?
Wenn dem so ist, frage ich mich, wo all die Fotos aus der Aufstallpflicht von schwer verletztem Geflügel herkommen, die uns (AVF) seit Wochen von verzweifelten Geflügelhaltern zugesandt werden.

Und hier reden wir nicht von 5 Hühnern auf ein bis zwei qm Käfig – hier reden wir von 5 -10 Hühnern auf 6 – 20 qm Stallpflicht – und trotzdem verletzen sie sich schwer.
…und dass viele Tiere sich zusammen leicht verletzen, ist mir auch nur bekannt aus Beständen, die Überbesatz haben. Mit ausreichend Bewegungsraum, AUsweichfläche und buschbewachsenen, großzügigen Ausläufen habe ich noch keine auch nur annähernd so schweren Verletzungen gesehen, wie bei aufgestallten Tieren.

Bild 13.4.2017
Vogelgrippe: Vizedirektor versteckt acht tote Vögel in Kühlhaus

Bild erlaubt keine Kommentare – darum ein Kommentar hier:
Diesem Herrn Spretke gehört ein Orden verliehen und der Zoodirektor sollte sich bedanken.
Hoffentlich hat Herr Spetke  einen guten Rechtsbeistand!

Angesichts der teilweise unberechenbaren Behördenwillkür, die wir gerade im Osten Deutschlands beobachten durften, hätte jeder, der seine Tiere nicht nur als austauschbare Gegenstände betrachtet, so handeln müssen.
Mit Chance hat er im Zoo vielen Vögeln das Leben gerettet, denn die Wahrscheinlichkeit auf ein falsch positives Testergebnis im ELISA Schnelltest und einer darauf folgenden erstmal vorbeugenen Keulung war sicher hoch!!!
Hoffentlich erscheint das morgen noch in anderen Medien, damit wir den Mann mit Kommentaren unterstützen können!
Das sollte der Zoodirektor auch tun, statt den Mann kalt zu stellen.

Focus online 12.4.2017
Alsterschwäne sind aus dem Winterquartier zurück
Kommentar (wurde nicht freigegeben):
Irreführende Fallzahlendarstellung
Zitat: “Deutschlandweit starben 1,5 Millionen Tiere an der Krankheit oder mussten vorsorglich getötet werden.”
Laut OIE und TSIS, den offiziellen Fallzahlendatenbanken, stimmen die Zahlen nicht. ( https://www.wildvogel-rettung.de/vog…-daten-fakten/ )
Bis zum 25.3.2017 sind nach OIE 11.753 Tiere in Beständen verendet und waren H5N8 pos.
Vorbeugend gekeult wurden im selben Zeitraum 1.753.115, also über 1,7 Mio gesunde Tiere. H5N8 pos. beprobte, verendete Wildvögel gab es De. weit im selben Zeitraum 707 Vögel (bei rd. 500 Mio, die im Winter durchs Land ziehen).
Die Todesursache ist in keinem Fall bekannt, da diese nie untersucht wurde. Die Statistiken beinhalten auch positiv beprobte Tiere mit Schrotladung im Leib.

Güstrower ANzeiger 11.4.2017
Investor will Aufzuchtanlage für Junghennen bauen
viele gute Kommentare unter dem Artikel

NWZonline 12.4.2017
Feuer – Einsatz mit Forken und Gummistiefel
weitere Kommentare direkt unter dem Artikel
Kommentar:

Ich finde es schon unaussprechlich, dass bei einem gekeulten Betrieb überhaupt Mist aus dem betroffenen Stall lagert. Egal ob abgedeckt oder nicht! Es ist erst wenige Wochen her, da wurde seitens der Geflügelwirtschaft vehement die Theorie vertreten, dass Schadnager das Virus in die Ställe geschleppt hätten.
Ja, glaubt denn irgendwer, dass so eine Maus nicht unter die Plane kommt?  Das ist ja schlimmer als in Schilda!
Wieso wurde der Mist nicht direkt in geschlossene Container verladen und dann als Sondermüll behandelt und unschädlich gemacht (z.B. thermische Behandlung?) Wenn ich lese, dass man, um die Virusverteilung zu vermeiden möglichst vermeiden will, den brennenden Haufen auseinanderzuziehen spricht das eindeutig dafür, dass man nicht dekontaminiert hat oder den Maßnahmen nicht traut. Wen bitte wundert es dann noch, wenn dort ein Ausbruch nach dem anderen stattfindet!

NWZ 8.4.2017
Skandal im Vogelgrippe-Sperrbezirk
Kommentarsammlung der verschiedenen Vogelgrippe-Beiträge
der letzten Wochen

NWZ 8.4.2017
die Bilanz einer (vorläufigen) Katastrophe
Kommentar:
Zitat:

“Der Agrarminister verwahrte sich zugleich in einer emotionalen
Fragestunde gegen den Vorwurf der Opposition, in einem Fall seien Tiere
in einem Garreler Stall wegen seines Verbots nicht getötet worden. Damit
habe Meyer die Ausbreitung des Virus begünstigt.” Zitat ENde
Minister Meyer hat nicht die Seuche begünstigt, sondern durch diese Entscheidung Ergebnisse bei der Ursachenforschung begünstigt.
Wäre der Bestand vorbeugend gekeult worden, hätte man dort kein H5N8 Virus gefunden, anhand dessen das FLI die direkte Übertragung von Stall zu Stall nachweisen konnte.
Es ist natürlich für den Erzeuger jetzt höchst unangenehm, dass der Verdacht auf Schlamperei bei den Biosicherheitsmaßnahmen im Raum steht. Denn ich gehe davon aus, wenn sich das bestätigt, gibt es keine Entschädigung aus Steuergeldern.

Dass da natürlich eine vorbeugende Kontaktbestandskeulung, die derartige Nachweise im Keim erstickt willkommener ist, halte ich zumindest für denkbar.

 

Osnabrücker Zeitung 7.4.2017
Putentötung verhindert – das war falsch
weitere gute Kommentare unter dem verlinkten Beitrag!
Kommentar von Susanne Schauer:
Hmm, welche Fachleute bitte schön haben denn zur Keulung der Kontaktbestände geraten?
Ich denke immer, DIE Fachleute sind im Fritz-Löffler-Institut und die hielten eine solche “vorbeugende Keulung” für nicht erforderlich?
Welche Betriebe waren das denn? Die, die bei OIE als gekeult mit 1 Fall H5N8 eingetragen sind?
Wie kann es bei Beachtung der Biosicherheitsmassnahmen überhaupt “Kontaktbetriebe” geben? Wir Kleinhalter dürfen die Haltungen unserer Züchterkollegen nicht, oder nur unter strengsten Desinfektionsmassnahmen betreten, wenn nicht, werden hohe Strafen angedroht.
Diese Betriebe bekommen für ihre Schlamperei auch noch Entschädigungen? Wo und in welcher Zeit leben wir hier eigentlich?
Nein, die Entscheidung von Minister Meyer wurde von anerkannten Experten mitgetragen und war richtig.
Sie Herr Fisser, sind als Journalist fast auf dem richtigen Weg.
Gut wären Sie, wenn Sie die doch sehr seltsamen Vorgänge im LK Cloppenburg genau recherchieren würden. Wer pfuscht da? Wem nützt es?
Es gibt so viele Fragen, die Sie interessieren sollten.

Osnabrücker Zeitung 5.4.2017
Stallpflicht für Geflügel bleibt im Emsland bestehen

viele weitere tolle Kommentare!

Kommentar von Wolfgang Otten:
Gibt es eine Möglichkeit, diesen Landrat oder Amtsvet, oder wer immer dahinter steht, wegen Tierquälerei anzuzeigen?
wenn mir jemand sagt wie das geht, mach ich das.
informieren sie mich auf yrwelcome@yahoo.com

Wenn jemand die Antwort weiss,
bitte antworten Sie die Adresse ist echt!

Agrar heute 29.3.2017
Sack zu – draufhauen- Lösung

Kommentar Akon:
Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Schwarz-Weiß-Malerei

1. Niemand gibt „den Landwirten“ die Schuld. So hat das Minister Meyer garantiert nicht formuliert. Ich meine mich erinnern zu können, dass er von der Geflügelindustrie gesprochen hat und nicht von den Geflügelhaltern. Wer sich auch nur ein bischen in der Landwirtschaft auskennt, der weiß auch wo hier der Unterschied liegt. Alle die Landwirte/Geflügelhalter, die auf PHW und Co. setzen (müssen), haben keine Wahl bezüglich der Rassen die sie einstallen, der Art des Futters das sie füttern, der Wahl des Schlachthofes an den sie liefern.
„Rassen“ wie Lohmann Braun, Lohmann Dual, Ross 308, Cobb 500 sind Turbotiere, die in 4-6 Wochen ihr Schlupfgewicht auf das 50-fache steigern müssen. Müssen deshalb, weil sie genetisch so manipuliert wurden, dass ihr Fleisch überproportional zu ihren Knochen wächst, so dass sie bis zum Ende der Mastdauer häufig gar nicht mehr stehen können, sondern nur noch liegend ihr maschinelles „Zusammenfegen“ und die Fahrt zum Schachthof erwarten können. Krankheiten und Entzündungen, die sich häufig durch die nicht artgerechten Fortbewegungsmöglichkeiten und die beklemmende Enge in den Ställen einstellen, werden mit permanenten Antibiotikagaben soweit unterdrückt, dass die Tiere ihr Ende auf dem Schlachthof auch noch erleben können. Das Fleisch von solchen Tieren ist Fleisch von kranken Tieren! Das ist Tierproduktion und nicht Tierhaltung! Wer hier in die Verantwortung zu nehmen wäre, sind zum einen die Geflügelmogule, die die letztendlich die Großverdiener an solchen Haltungsformen sind und die Politiker, die sich zu deren Handlangern machen lassen, indem sie Gesetze durchwinken, die eine Tierdichte von 9 Hennen pro qm (Bodenhaltung) bis zu 18 Hennen (Volierenhaltung) erlauben. Und da sind noch gar nicht die üblichen 10-15 % Mehrbesatz gerechnet, die zusätzlich zum Kompensieren von Aufzuchtverlusten eingestallt werden.
Man stelle sich vor: 1 qm, das ist eine Fläche von 1m x 1m, eine Fläche, auf der 3 erwachsene Personen, die sich dicht an dicht gegenüber stehen, gerade noch so stehen können, und damit müssen 9-18 Tiere klarkommen. Würde man in der selben Enge tausende von Menschen in einem Saal für 4 Wochen einsperren ohne sie zwischendurch heraus zu lassen und nur einer von denen hat einen simplen Schnupfen….dann fragen Sie doch einfach mal einen Humanmediziner, was dann passieren würde….Ich kann Ihnen dazu zwei renommierte Namen nennen, von denen der eine auch noch Infektologe ist: Frau Prof. Karina Reiß und Herr Prof. Sucharit Bhakdi. Deren Publikationen zu lesen ist äußerst aufschlussreich und diese Beiden persönlich referieren zu hören noch aufschlussreicher. Vielleicht sollten sich die Landwirte, die sich hier angegriffen fühlen das mal antun, dann wüssten sie wo der „Feind“ wirklich steht.

2. Vielleicht sollte man da ansetzen, wo die Subventionen für die Landwirtschaft mit dem Gießkannenprinzip verteilt werden. Die Kleinen gehen unter, die Großen können noch mehr von diesen „Schnellen Brütern“ bauen, in denen niedrig pathogene Viren Eingang finden und auf Grund der hohen Besatzdichten genügend Hühner/Puten/Enten-Därme finden, die sie ohne sich dabei anzustrengen, nahezu von Schnabel zu Schnabel überqueren und dabei neue Reasortanten bilden können. Heraus aus den Ställen kommen diese Viren „neuer Qualität“ dann mittels Ausfuhr der Einstreu, nach dem Ausstallen der Tiere. Diese Mistmieten liegen dann oft wochenlang zur Belustigung der Wildvögel dort, die sich darauf nach Futterresten, oder Kadavern umsehen und somit das Virus aufnehmen, welches dann zum Aha-Effekt des FLI in verendeten Wildvögeln gefunden wird. Diese werden dann zum Buhmann gemacht, die Bösen, die hatten nämlich das Virus (welch Wunder). Zu belegen ist diese Behauptung im Übrigen zweifelsfrei durch Originalfotos und Dokumentationen von solchen „Mistaktionen“. Aber das sind keinesfalls die einzigen Übertragungswege für das Virus. Da bekommt ein Mastbetrieb Küken angeliefert, woher, aus einer Brüterei, die oftmals etliche Kilometer weiter entfernt ihren Sitz hat. Diese wiederum bekommen in manchen Fällen Bruteier aus Asien. Überall wird transportiert, in LKWs, die belüftet sein müssen, deren Fahrer Fahrtpausen einlegen müssen. Und bei alldem gelangt kein Virus in die Umgebung? Ganz vorsorglicher weise hat das FLI eine Karte herausgegeben, auf der die „Ausbrüche“ akribisch verzeichnet sind. Nur hat das FLI leider vergessen, diese Karte auch mit der Straßenführungskarte zu unterlegen. Zufall? Wohl eher nicht, denn anhand dieser unterlegten Karte kann man sehr gut erkennen, dass sich die Ausbrüche wie eine Perlenschnur entlang der Fahrt- und Handelsrouten aufreihen. Zu überprüfen ist das auf www.aktionsbuendnis-vogelfrei.com oder auf www.wildvogelrettung.de .
3. Das Vogelgrippe-Virus bleibt draußen? In der Regel ja! Zumindest dann, wenn statt genetischer Inzuchtlinien, denen jegliche Widerstandkraft zugunsten von Fleischansatz oder Eierproduktion weg gezüchtet wurde, Rassen verwendet würden, die nach einem natürlichen Zuchtverfahren, in welchem die leistungsfähigsten und robustesten Tiere über längere Zeiträume ausgelesen werden. Aber Zeit ist ja bekanntlich Geld und deshalb haben die Geflügelmogule, die diese Qualzucht“rassen“ in Auftrag geben keine. Dann ließe sich ja kein schnelles Geld mehr in Deutschland mit den „Edelteilen“ (Brust/Keule) dieser Tiere und kein Geld mehr in Drittländern durch Überschwemmen der Märkte mit den Resten, die dem Deutschen nicht anstehen, verdienen.
Das Virus bleibt draußen? In der Regel ja! Wenn die Besatzdichten der Ställe auf ein art- und umweltverträgliches Maß zurück gefahren werden würden. Demeter demonstriert es. Es geht also! Warum geht es bei Demeter und nicht bei anderen Freilandhaltern. Dazu müsste man mehr über die Bedürfnisse des Huhnes wissen. Das Huhn ist im Ursprung ein Waldbewohner, welcher sich nur dann auf Flächen wagt, wenn diese mit Bäumen und Büschen bestanden sind, damit es bei Gefahr Deckung suchen kann. Hier könnte das Huhn auch ein artgerechtes Sozialleben führen, in einer Gruppe mit maximal 50 anderen Hennen und einem Hahn. Solche Flächen können aber die meisten Freilandhalter nicht vorhalten, nicht weil sie nicht wollen, sondern einfach weil sie nicht in der Größe zur Verfügung stehen.
Aber da sind wir wieder bei den Problemen, die dieses verhindern. Einige Hühner könnten dann ja Nester im Gebüsch anlegen, statt brav im Stall ihr Ei abzulegen, Es könnte Schmutz in die Stallungen getragen werden…und…und…und. Damit würde sich die Eianzahl verringern, sich der ohnehin geringe Gewinn schmälern Aber das wissen die Landwirte alles besser, als hier beschrieben.
Nun gibt es seit einigen Jahren Landwirte, welche eine andere Haltungsform für Legehennen erproben und damit erfolgreich sind. Diese halten Ihre Tiere zu maximal 200 Hennen plus ein paar Hähnen in mobile Schlafställen und lassen die Tiere tagsüber ins Freie. Ein solcher Landwirt ist z.B. Dr. Wolfgang Grimme vom Gut Wardow www.gut-wardow.de
Dieser Landwirt demonstriert, dass es auch anders geht. Um allerdings das Beispiel Schule machen zu lassen, müsste ein Umdenken, speziell auf politischer Ebene bezüglich der Subventionierung stattfinden. Und genau dafür macht sich Minister Meyer stark.
Eigentlich sollte es doch im Interesse der meisten Landwirte liegen, solche Ansätze aktiv zu unterstützen. Sie könnten doch nur gewinnen, in jeglicher Hinsicht, sowohl finanziell, als auch im Sinne der Umwelt, denn ein Missbrauch selbiger schlägt letztendlich besonders auf sie und ihre Existenz zurück.
Und außerdem haben auch Landwirte Kinder und Enkelkinder, die sie eines Tages fragen könnten: Ihr habt es gewusst, warum habt ihr nichts dagegen getan.
Folgender Ausspruch eines von mir sehr geschätzten AVF-Vertreters gibt mir sehr darüber zu denken, wie einfach doch Gesetzgebung sein könnte:
„Was wir bräuchten wäre eine Welt, in der man die Menschen solange in Ruhe lässt, solange ihr Handeln niemandem schadet und gleichzeitig Menschen zur Verantwortung für ihr Handeln zieht, sobald ihr Handeln(meist aus Geldgier) negative Auswirkungen für die Allgemeinheit hat“.

NWZ 28.3.2017
Miteinander nicht übereinander reden

m.E. ist “der Verbraucher will” zu kurz gegriffen.

Der Verbraucher WILL auch niedrigere Spritpreise, billigere Zigaretten, nicht jedes Jahr höhere Stromkosten – und obwohl es das nicht gibt, fährt er weiter Auto, raucht weiter Zigaretten und hat für absolut jeden handgriff ein überflüssiges, elektrisches Gerät in seiner Küche stehen.

Gäbe es diese Dinge alle billiger, würde er auch zur billigeren Alternative greifen – gibt es aber nicht.

Das Problem löst sich nicht beim Verbraucher, der sich gerade bei Lebensmitteln zunehmend belogen und betrogen fühlt durch so Aktionen wie Freilandeier, die keine sind, Tierwohlsiegel, wo das Tier noch nie den Himmel gesehen hat und Milchtüten mit Kühen auf der grünen Wiese, wo die Milch aus Massenproduktionen auf Spalten und mit Melkroboter kommt.
Solange wir Siegel, Bezeichnungen und Deklarationen haben, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen, solange muss sich jeder Verbraucher, der einige cent oder gar Euro mehr ausgibt, weil er das Tierwohl und die nicht industrielle Landwirtschaft fördern will, immer fragen, ob er hier mal wieder einer aufwändigen und sehr geschickt gemachten Werbung aufsitzt und mit seiner “Mehrzahlung” lediglich die Aktien eines industriellen Erzeugers in die Höhe treibt, statt wie eigentlich beabsichtigt, die bäuerliche Landwirtschaft und das echte Tierwohl zu fördern.

Also lassen es die einen gleich ganz mit dem “mehr Ausgeben” und die anderen werden Veganer oder beschaffen sich unter sehr großem Aufwand ihre tierischen Produkte dort, wo sie praktisch genau das Tier, was sie später auf dem Teller haben werden, namentlich persönlich kennengelernt haben – zu Lebzeiten, um zu sehen, wie das Tier wirklich gelebt hat….

Darüber hinaus wird sich nichts ändern, solange wir erlauben, dass tierische Produkte in unser Land importiert werden, die weit unter unseren Tierschutzstandards produziert wurden und darum heimische Preise locker unterbieten können.
m.E. muss schlicht verboten werden, Produkte zu importieren, die bei uns verboten sind (z.B. Stopfleber) oder die unter niedrigeren Tierschutzstandards produziert werden, als wir sie in unserem Land gesetzlich vorschreiben.
Was ist das für ein Irrsinn – und wieviel tierisches Elend steht dahinter – wenn ich sehe, dass unsere Tiefkühlregale voll sind mit billigen Puten und Enten aus dem Ausland und gleichzeitig verfrachten wir täglich zig tausende lebende Geflügel dorthin, wo die aus unseren Tiefkühlregalen herkommen.

Und dass, wenn wir diese Tierqualpreise nicht mehr zulassen, irgendwer bei uns verhungert, halte ich für ein Gerücht.
Solange die Leute ohne mit der Wimper zu zucken für eine Kugel gefrorenes Wasser mit künstlicher Farbe und künstlichem Aroma 1,20€ auf den Tisch beim Eismann legen, solange ist es lächerlich zu glauben, dass sie nicht mehr in der Lage wären, Eier zu kaufen, wenn diese mehr als 20 cent kosten.

NWZ 25.3.2017
Aktenzeichen H5N8……ungelöst!
Kommentar Warnehof:
Sehr geehrter Herr Krogmann,
zunächst meinen herzlichen Dank für diese nüchterne Analyse der Situation.
Ja, das FLI ist schwer unter Beschuß geraten.
Ungerechtfertigt? Teilweise.
Im Augenblick hat das FLI und insbesondere sein Präsident nunmal die undankbare Rolle des Prügelknaben. So wie unsere Polizisten stellvertretend bei Auseinandersetzungen ihren Kopf für politische Fehler der Politik hinhalten müssen, so hält das FLI gerade seinen hin. Verschäft wird dieses durch die, Verzeihung für den Ausdruck, halsstarrige Haltung des Prof.Dr.Dr.h.c. Mettenleiter in seinen öffentlichen Äußerungen. Vielleicht könnte man dieses mit einer gewissen Betriebsblindheit erklären, vielleicht sind 21 Jahre an der Spitze eines Bundesinstituts genug. Er scheint ja obendrein politisch genehm zu sein, keine gute Kombination für faktenbasierte Forschungsergebnisse.

Das FLI war aber nicht die einzige Institution und deren Präsident nicht die einzige Person die angegangen wurde. Andere im Rampenlicht stehende Persönlichkeiten waren die Agrarminister Backhaus aus Mecklenburg-Vorpommern, Habeck aus Schleswig-Holstein und Hauk aus Baden-Würtemberg, und nicht zu vergessen den bayrischen Ministerpräsidenten Seehofer.

In dieser illustren Runde allesamt Vertreter einer “harten” Linie fehlt interessanterweise einer, unser Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Dieser hat es vorgezogen, nach kurzem Zwischenspiel mit der völlig praxisfremden Verordnug zu Biosicherheit für Kleinbetriebe, völlig in der Versenkung der öffentlichen Aufmerksamkeit zu verschwinden. Die den Realitäten nicht angemessene Geflügelpestverordnung, ist aber nunmal eine Bundesangelegenheit, die obendrein über die entsprechende EU-Verordnung weit hinausgeht. Da hat seinerzeit die Agrarlobby gut gearbeitet, auch wenn Ihnen jetzt die eigenen systemimanenten Probleme auf die Füße fallen. 2008 konnten diese noch unter den Teppich gekehrt werden, das sollte nun nicht mehr gelingen.

Das BMEL hat wie geschrieben die Weisungbefugnis gegenüber dem FLI und hat, wie in mehreren Anfragen im Bundestag dokumentiert, Untersuchungen in andere als die politisch oportune Richtung (Zugvogeltheorie) zu verhindern gewusst. Daher trifft das FLI hier vermutlich nur eine mittelbare Schuld.

Wie es scheint hat der Aufschrei vieler privater Halter und der kleinen kommerziellen Halter dieses Jahr Wirkung gezeigt und das werte ich persönlich, unabhängig von letztendlichen Ergebnis, als Erfolgf für unsere demokratische Grundortnung. Denn nicht Wutbürger und deren fragwürdige parlamentarischen Vertreter haben dieses bewirkt, sondern Menschen aus ALLEN politischen Lagern über Parteigrenzen und Weltanschauungen hinweg.

Kommentar K.Zoller:
🙂 mal wieder ein “echter Krogmann” 🙂
jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich genügend Menschen an richtiger Position finden, denen diese Ausführungen zu denken geben. Die genau diese verschiedenen Seiten und ihre Forderungen alle ernst nehmen, eine ehrliche, umfangreiche Untersuchung zu den wahren Hintergründen anschieben und basierend auf den kompletten Ergebnissen dann eine echte Seuchenschutzverordnung formulieren, die zielführend ist UND das individuelle Tierwohl dabei nicht aus den Augen verliert.

NDR.de 25.3.2017
Tierparks wieder offen – Kritik an Stallpflicht
Kommentar:
Wir vom AVF stimmen den Zoos da völlig zu:
Bei sämtlichen Verordnungen und Maßnahmen (von Stallpflicht über Ausnahmen und Entschädigungen bis Biosicherheit) konnten wir beim gegenwärtigen Ausbruch der Vogelgrippe feststellen, dass offensichtlich ausschließlich Menschen mit der Erarbeitung der Verordnungen und Vorgaben betraut waren, die entweder ausschließlich mit industrieller Tierhaltung vertraut sind oder die entsprechend einseitig erfahrene Berater hatten.
Es scheint keinerlei Wissen über Rassegeflügel, echtes Freilandgeflügel, Zoo- und Wildparkgeflügel eingeflossen zu sein.
Darum fordern wir für zukünftige Ausarbeitungen, Überarbeitungen und Änderungen neuer Verordnungen und Maßnahmen rund um Geflügel und Geflügelhaltung seitens des Staates, dass
Vertreter folgender Interessengruppen beratend in die Ausarbeitungen einbezogen werden und ihre Stellungnahme vor Beschlussfassung von den Beschluss fassenden Gremien gehört wird:
Für die privaten, nicht organisierten Geflügelhalter ein Vertreter des AVF
Für die Rassegeflügelhalter ein Vertreter des BDRG
Für die kleinen Freilandnutzgeflügelhalter und die kleinbäuerlichen Erzeuger (unter 1000 Tiere) ein Vertreter
Für die Zoos und Wildparks ein Vertreter
Für die Wildtierauffangstationen und die Tierheime ein Vertreter
Für das allgemeine Nutztierwohl ein Vertreter der “Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft”

NWZ online 25.3.2017
Kammer sieht Putenmäster in ihrer Existenz bedroht
Kommentar:
Zitat: “Die deutschen Verbraucher werden wohl trotzdem nicht auf Putenfleisch verzichten müssen. Zu erwarten ist, dass die Lücke durch die ohnehin starken Importe ausgeglichen wird, besonders aus Polen.”
Na, ob das so eine gute Indee ist, den Import (und damit weiterhin Geflügeltransporte und evtl. Virentransporte) derzeit überhaupt zuzulassen? Immerhin grassiert in Polen die Vogelgrippe genauso wie bei uns – da wurden schon im Dezember über eine halbe Million Geflügel weggekeult……

NWZ 23.3.2017
Analyse: Schlechte Quote für die Ermittler

Kommentar:
Phantastisch!

Herr Krogmann, das ist grossartiger Journalismus. Sie haben wirklich umfangreich recherchiert und sich eigene Gedanken gemacht!
Dies ist seit Beginn der Vogelgrippe im November der bundesweit allererste Beitrag in einer Zeitung, den ich lesen durfte, der die gesamte Thematik sachlich und kritisch hinterfragt und sich auch nicht scheut, den Finger in klaffende Wunden zu legen.

Genau so stelle ich mir freien, unabhängigen und kritischen Journalismus vor.  Hiermit haben SIe mir ein wenig den Glauben an die freie Presse wieder gegeben!

OsnabrückerZeitung 23.3.2017
Experten rieten zur vorsorglichen Keulung
Kommentar:
Zitat:
“Die Fachleute der Veterinärbehörde im Landkreis sowie auf Bundes- und Landesebene waren sich nämlich einig: Nachdem in einem Putenstall in Garrel mit 18600 Tieren der Vogelgrippe-Erreger nachgewiesen worden war, sollten auch die Puten in zwei weiteren wenige Hundert Meter entfernten Betrieben sterben. Vorsorglich. Zwischen den Gebäuden hatte enger Kontakt durch Mitarbeiter und Fahrzeuge bestanden. Eine Übertragung des Virus galt den Experten als wahrscheinlich.” Zitat Ende

Vielleicht lese ich da ja falsch – aber mit dieser Aussage bestätigen die Experten selbst doch eigentlich genau, was Minister Meyer sagt und das FLI offensichtlich festgestellt hat:
“Die Menschen und ihre Geräte (nicht die Wildvögel, nicht der Wind) übertragen das Virus in Cloppenburg” oder andersherum “es werden die Biosicherheitsmaßnahmen nicht akkurat genug umgesetzt”

Würde man nicht davon ausgehen, dass menschliches Versagen die Ursache ist, wäre es völlig überflüssig, negativ beprobte, gesunde Kontaktbestände in geschlossenen Ställen vorbeugend zu keulen.

NWZ online 21.3.2017
Vogelgrippe erreicht erstmals das Ammerland

Kommentar – wurde wieder gelöscht – zuviel Wahrheit?
Hier wurde nur aufgrund der nachlassenden Legeleistung der Verdacht auf H5N8 erhoben und beprobt?
Das heisst also, dass möglicherweise das Virus schon lange in diesem Entenbestand kursiert? (da Enten nicht unbedingt Symptome zeigen, wenn sie Träger sind, ist das natürlich denkbar).
Na hoffentlich untersucht jemand, wann die letzten tierischen Produkte aus diesem Bestand wohin geliefert wurden und prüft nach, ob die bereits verseucht waren.
Nächste Frage wäre: wann ist aus diesem Bestand zuletzt wo Mist ausgebracht worden? Dort sollte man auf jeden Fall einige Boden- und, wenn vorhanden Gewässerproben entnehmen.
War es wohlmöglich sogar dieser Entenbestand (oder ein anderer, wo es noch nicht entdeckt wurde), der die langen, immer wieder aufflammenden Infektionen in den massengeflügelbeständen verursacht hat?
Überträger gibt es direkt oder indirekt sicherlich viele: angefangen von den Lieferanten über Tierärzte bis hin zu Personal, welches ja nach der Arbeit sicher auch noch ein Privatleben außerhalb des Hochsicherheitstraktes hat….

Proplanta 21.3.2017
Vogelgrippeausbruchserie bisher größte in Deutschland

Kommentar
Es wundert schon sehr, wie das FLI über Impfungen argumentiert: “Dennoch sieht das FLI eine Impfung von Nutzgeflügel skeptisch. Eine solche Impfung verdecke das Seuchengeschehen.”

Bei nicht meldepflichtigen LPAI wie beispielsweise H9N2 2013-15 in Cloppenburg wird fröhlich mit eigens dafür hergestellten bestandseigenen Impfstoffen geimpft. (Nachzulesen im Tiergesundheitsbericht 2015 des FLI Seite 42/43.)
Liegt es daran, dass Verdeckungen durch Impfungen da wirtschaftlich nicht relevant sind? Schließlich schränken Impfungen nur bei meldepflichtigen Seuchen den Export in viele Länder ein. Dabei gibt es H9N2 sogar beim Menschen und bei der WHO gilt dieses Influenzavirus als meldepflichtig.
https://www.wildvogel-rettung.de/wp-content/uploads/2016/12/Gefl%C3%BCgelpest-PM-Skandal-in-NS.pdf
Desweiteren
«Es werden Behauptungen aufgestellt, ohne dass wir irgendwelche brauchbaren Hinweise bekommen, auf welcher Basis die Angaben gemacht wurden», sagte Mettenleiter.

Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln – Hr. Dr Mettenleiter bekommt keine brauchbaren Hinweise? Ich weiss nicht, wie oft wir darum gebeten haben, dass

  • – grenzübergreifend GPS Daten der Geflügeltransporte zur Verfügung gestellt werden, damit man die Wildvogeltodfunde mit den Transportstrecken der Geflügeltransporte (Verdacht auf Infektion durch Staubaustrag) abgleichen kann
  • – dass Geflügelmist engmaschig und immer beprobt wird, bevor er auf die Felder verbracht wird (um festzustellen, ob die Wildvögel sich ggf. an dem Mist, in dem durchaus und nachweislich regelmäßig auch Kadaver verendeter Masttiere sind, infizieren)
  • – bei Todfunden von Wildvögeln die Todesursache weiter untersucht wird, um festzustellen, ob die Tiere wirklich am Virus verstarben oder ob eine Primärerkrankung zu Grunde lag, die eigentlich ursächlich für den Tod war.
  • – bei Todfunden von Wildvögeln – insbesondere, wenn gleich viele an einem Ort zu einer Zeit gefunden werden – vor allem der Mageninhalt analysiert wird (so liesse sich z.B. feststellen, ob die Vögel alle dasselbe ggf. kontaminierte Futter aufgenommen haben)
  • – untersucht wird, inwieweit es zu den “Veränderungen des Virus” auch in Haltungen gekommen sein kann. Man denke an die unzähligen z.B. Stockentenhaltungen in unseren Nachbarländern, die unter Massenhaltungsbedingungen aufgezogen werden, um sie dann für die Jagd in die freie Natur zu entlassen
  • – Bestände, in denen es einzelne serologische Virusnachweise ohne oder nur mit prozentual wenigen klinischen Befunde gibt, nicht vorbeugend weggekeult, sondern unter Quarantäne beobachtet werden, um festzustellen, ob wirklich Tiere erkranken/versterben oder ob das Virus per se gar nicht so tödlich ist, wie gerne erzählt wird. Die diesbezügliche Studie aus Polen im Zusammenhang mit H9N2 jedenfalls lässt da ganz andere Vermutungen zu: https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/aufgedeckt-und-unlogisch/ (ganz unten auf der Seite “wirklich AI?”)

diese und zahlreiche andere Anfragen und Bitten stellen wir vom AVF seit Beginn des Ausbruches ständig an das FLI und alle möglichen Politiker um endlich bessere Erkenntnisse über die tatsächlichen Abläufe zu erhalten.
Die einzige, stereotype Antwort, die wir darauf erhalten lautet:
“das halten wir nicht für notwendig”.
Dafür werden in allen offiziellen Datenbanken die Fallzahlen dermassen verschleiert, ungenau, unvollständig und bei TSIS ohne Spezifikation der Befunde (HPAI, LPAIetc) veröffentlicht, dass sie absolut keine Aussagekraft haben, aber immer dazu geeignet sind, Panik zu schüren.
Sorry, aber m.E: funktioniert Wissenschaft nicht, indem man sämtliche Thesen, die einem nicht ins Konzept passen sofort als “nicht weiter verfolgenswert” vom Tisch wischt.
Ich bin immer davon ausgegangen, dass jede These solange als “Möglichkeit” im Raum steht, bis sie einwandfrei wiederlegt wurde. Und dass jede “wahrscheinliche Ursache” so lange als “These” und somit nicht als Tatsache zu behandeln ist, solange sie nicht zweifelsfrei belegt wurde.
Und ich bin immer davon ausgegangen, dass Dokumentationen in Datenbanken sowohl was die Anzahl, als auch was die Methodik und den Befund als auch was die Datierung anbelangt eindeutig, klar und wahr und vor allem auch vergleichbar sein müssen.
Hier nimmt man ein Stück Apfel (Wildvogel) und einen Doppelzentner Birnen (Hausgeflügel) und behauptet, dass die 1000 Äpfel schon wegen der viel größeren Anzahl als die 80 Doppelzentner Birnen die Dramatik belegen, die von den Äpfeln ausgeht.
Hätte ich meine Abschlussarbeit mit einer Dokumentation wie im TSIS abgegeben, hätte man mir geraten, künftig besser Regale einzuräumen. Einen Abschluss hätte ich damit nicht bekommen.
Meines Erachtens wird es allerhöchste Zeit, dass man dem FLI die “kriminalistische Ursachenforschung” aus der Hand nimmt und eine Mordkommission dran setzt. Die werden vermutlich anders und vielleicht zielführender an die Ursachenforschung herangehen.
Ganz besonders, seit in jüngster Zeit ein Betrieb nach dem anderen mit 8000 bis 100.000 Tieren immer in bereits bestehenden Sperrbezirken plötzlich aufgrund nur EINES einzigen (s. OIE) betroffenen Tieres Ausbrüche meldet und die darauf folgende vorbeugende Keulung der Gesamtbestände für Entschädigungen aus den Steuerkassen sorgen.

NWZ 21.3.2017
Meyer: Ställe machen krank

Kommentar:
Landwirtschaftsminister Meyer macht da in jeder Hinsicht einen mutigen Anfang, was die Hinterfragung der qualvollen und gesundheitsschädlichen Massentierhaltung anbelangt und ich würde mir wünschen, dass da viel mehr Politiker mitziehen.
Doch mit Filteranlagen allein ist das nicht getan.
Wenn nach jeder Ausstallung zigtonnenweise mit allem Möglichen hoch kontaminierter Mist offen durch die Landschaft gefahren und dann fröhlich über Äcker verteilt wird, wird der die Bevölkerung belastende Feinstaub allein mit Filteranlagen an den Ställen nicht reuziert werden.
Wer einmal hinter so einem Misthänger gefahren ist, weiss, wie schlecht die Sicht da wird……

Wir brauchen ein Gesetz, dass es verbietet, Geflügelmist direkt vom Stall ins Freiland zu verbringen.
Geflügelmist ist Sondermüll – und genau so ist er zu behandeln: Transport nur in geschlossenen Containern und dann entweder erst eine thermische Behandlung, bevor er auf Felder ausgebracht wird, oder Verbrennung in geschlossenen Systemen, aus denen kein Feinstaub nach draußen gelangen kann.

NDR.de 17.3.2017
Geflügelpest breitet sich von Stall zu Stall aus

Kommentar:
“Sehr nett vom Wind, dass er differenziert zwischen kleinen Hobbyhaltungen und grossen Massenhaltungen…..”

…für die, die das nicht bemerkt haben: das war sarkastisch gemeint.

Vielleicht sollten wir endlich die “2 Klassengesellschaft” beim Tierschutz abschaffen und auch unsere Nutztiere anständig halten.
Gäbe es diese Tierfabriken nicht, hätte so ein Virus auch keinen Turbobrutkasten……
Kommentar:
Bischen lächerlich ist es schon, wenn man liest, dass Ripke “die intensive Forschung nach einem Impfstoff” fordert.

Oder möchte er uns glauben machen, dass ihm das nicht bekannt war? http://www.faz.net/aktuell/wissen/me…e-1329134.html
Wohl gemerkt – dieser Artikel ist 10 Jahre alt und seither gab es um die 60 Mio Forschungsgelder genau für dieses Thema Vogelgrippe für das FLI – was wohl draus geworden ist?
Ach ja, und dass 2015 im Landkreis Cloppenburg fleissig haufenweise Geflügelbestände immer wieder mit bestandseigenen eigens dafür innerhalb kürzester Zeit hergestellten Impfstoffen gegen H9N2 geimpft wurden, wo sich beim FLI keiner erklären kann, wieso dieses LPAI bereits seit 2013 ständig in den Beständen kursiert, weiss Herr Ripke natürlich auch nicht. Liegt es vielleicht daran, dass LPAI H9N2 nicht anzeige- und meldepflichtig ist und deswegen ein Impfstoff in nullkommanichts hergestellt werden kann – während bei meldepflichtigen Seuchen eine Impfung blöd wäre, da viele Länder massive Einschränkungen beim Import tierischer Produkte aus geimpften Beständen haben? Nachzulesen im Tiergesundheitsjahresbericht 2015 FLI Seite 43. https://openagrar.bmel-forschung.de/…2016-12-06.pdf
…aber Herrn Ripke ist all das vermutlich nicht bekannt….muss man als Vorsitzender der Geflügelindustrie auch nicht wissen….

Kommentar:
@Judas, ich muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass wir nicht den Hungertod sterben werden, wenn wir diese tierquälerische Haltung abschaffen. Wenn wir in nicht einmal 5 Monaten 1,6 Mio. Stück gesundes Geflügel vorbeugend vergasen und wegwerfen können, ohne auch nur eine Verknappung im Supermarktregal zu spüren – die weltweiten Keulungszahlen schauen Sie bitte selbst beim OIE nach – die haben so viele Stellen, dass sie sich nicht mehr aussprechen lassen – und wenn wir die zig Millionen, die das den Steuerzahler kostet nehmen und damit denen die Nahrungsmittel bezahlbar ermöglichen, die wirklich sonst hungern müssten – also nicht all jene, die sich beschweren, wenn sie für ein Ei 20 cent zahlen sollen, aber im selben Atemzug ohne mit der Wimper zu zucken für eine Kugel gefrorenes Wasser mit künstlichen Aromen und Farbstoffen 1,20 Euro auf den Tisch legen – dann kämen wir locker mit einem Bruchteil der heute “produzierten” Tiere aus und könnten diese entsprechend anständig behandeln und halten. Und wohl gemerkt: das derzeitige Massentötungsgeschehen auf Steuerzahlerkosten ist kein Einzelfall. Ebenfalls beim OIE nachlesbar: das geschieht jedes Jahr – jeden Monat – weltweit.

Normalerweise sind so weggekeulte Tierbestände nur nicht in den Medien zu finden – die Infos findet man nur, wenn man danach sucht…und mal in den Jahresberichten nachliest, was so an Entschädigungen aus den Töpfen vom Land bis zur EU fliessen.

Sil im Hühnerforum Beitrag 16298
Heute steht im “Vilshofener Anzeiger” eine Regionalausgabe der “Passauer Neuen Presse”, ein Kommentar zur Stallpflicht. Eventuell kann jemand, der ein Abo hat, ihn online finden und hier einstellen? Sonst muß ich nachher mal versuchen, wie mein Scanner drauf ist. Der Verfasser fragt im Auftrag seines Sohnes nach dem Ende der Stallpflicht und bekommt die Antwort: Ein Ende der Stallpflicht ist nicht absehbar. Hab jetzt mal einen Leserbrief geschrieben, vor allem um meinem Frust Luft zu machen:
Sehr geehrter Herr Rücker

Ich habe Ihren Kommentar im Vilshofener Anzeiger vom 11. März gelesen und mir zunächst wirklich die Hoffnung gestattet, wenigstens in einer Regionalausgabe der PNP mal zumindest ein bißchen ein kritisches Hinterfragen nicht nur der Stallpflicht, sondern zum Umgang mit der Geflügelgrippe überhaupt zu lesen.

Leider lassen auch Sie sich mit 08/15 Antworten abspeisen. Da hätten Sie sich auch Ihren Kommentar sparen können, denn das haben die betroffenen bäuerlichen Betriebe und Hobbyhalter alles schon zur Genüge gehört und gelesen.

Warum haben Sie nicht nachgefragt, wie es sein kann dass jeder tot aufgefundene Wildvogel, bei dem ein Nachweis des Virus erfolgt ist, umgehend als Virusopfer deklariert wird ohne die tatsächliche Todesursache nachzuweisen oder auch nur zu suchen?
Warum haben Sie nicht nachgefragt, wie es zusammenpasst, dass einerseits laut Leiter des Friedrich-Löffler-Instituts ein Virus, dass praktisch in jedem Wassergeflügelbestand nachgewiesen werden kann, dass laut des selben Instituts hochgefährlich und hochansteckend ist, andererseits nicht zu massenhaften Todesfällen an sämtlichen Rastplätzen von Wasservögeln in Europa führt? Warum müssen in einem Putenbestand, in dem bei wenigen Tieren das Virus nachgewiesen wird (lediglich nach Abstrich, klinische Symptome scheinen nicht zu interessieren) zigtausende Artgenossen vergast oder anderweitig umgebracht werden? Sollten sie nicht alle sowieso der Reihe nach in kürzester Zeit tot umfallen? Und wenn sie nicht am Virus sterben, haben sie ihn vielleicht durch eigene Resistenzen bekämpfen können. Aber bei Nachweis von Antikörpern dürfen sie dann nicht mehr exportiert werden, und wenn ein Rollkommando der Veterinärbehörde eine “nachgewiesene Seuche” bekämpft, bekommt der Halter Ersatz aus der Tierseuchenkasse, die üblichen 10 % tot umfallender Tiere während einer Mastperiode muß er als Verlust verbuchen, und wenn der Markt sowieso voll ist, bleiben ihm auch von den übriggebliebenen nicht viel. Merken Sie schon was?

Warum haben Sie nicht gefragt, wie ein Wissenschaftliches Institut in mehr als 10 Jahren Millionen an Fördergeldern verbraten kann und immer noch nichts weiter nachweisen kann als die damals schon umstrittene These der Verbreitung durch Wildvögel, die es heute wie damals mit Floskeln wie “sehr wahrscheinlich” und “kann nicht ausgeschlossen werden” belegen will?

Warum haben Sie nicht nachgehakt, warum die Bayrische Staatsregierung eine flächendeckende Stallpflicht anordnet, obwohl das FLI eine solche nur risikobasiert empfiehlt, andere Bundesländer die Stallpflicht mittlerweile deutlich gelockert haben und warum hier immer noch die Angst vor einer Seuche geschürt wird?

Warum haben Sie bei der Gelegenheit nicht gleich mal die Zahlen der tatsächlich festgestellten Virusfunde mit den Zahlen der in Deutschland überwinternden Wildvögel und des gehaltenen Nutzgeflügels verglichen?

Warum haben Sie nicht einfach mal gefragt, wie das Virus, trotz landesweiter und bis vor kurzem sogar beinahe bundesweiter Stallpflicht in einen nach außen abgeschlossenen Putenbestand nach dem anderen gelangen kann, in Betrieben, die schon aus eigenem Interesse Desinfektion von Schuhen und Kleidung durchführen sollten und ihre Tiere vom Schlupf bis zur Schlachtung unter Dach halten?

Auf alle diese Fragen (und noch sehr viel mehr) haben wir, die Geflügelhalter, die ihre Tiere nicht nur als Mittel zur Gewinnmaximierung sehen, sondern Freude an ihnen haben, ihnen ein artgerechtes und lebenswertes Leben bieten möchten, die wir den Respekt vor dem Leben noch nicht komplett verloren haben und uns nicht zwingen lassen wollen, unsere Tiere in einer tierquälerischen, ihre Bedürfnisse verleugnenden Art und Weise zu halten, noch immer keine Antwort bekommen.

Aussagen wie: “Dann bauen Sie einen größeren Stall.” empfinde nicht nur ich als puren Hohn.

So kann man berechtigte Kritik an einer jedes Maß vermissen lassenden Behördenanordnung nicht abwürgen.

Bitte nehmen Sie sich doch die Zeit, recherchieren Sie. Hinterfragen Sie. Was anderen möglich ist, sollte auch einem Journalisten nicht schwer fallen. Und dann , wenn Sie dürfen, schreiben Sie nochmal über dieses “hochdramatische Geschehen”, aber dann bitte mit Fakten, Zahlen und kritischem Hinterfragen der von offiziellen Stellen herausgegebenen, wenig aussagenden Statements.

Mit freundlichen Grüßen

 

Ostholsteiner Anzeiger 21.2.2017
Habeck ermahnt Sager
Kommentar:

Und wer mal hinterfragt, wird er sofort auf Linie gebracht….

Zitat: Und auch Kreisveterinär Wolf Vogelreuter äußerte sich im gestrigen Kreis-Sozialausschuss nochmals zum Thema: „Es tut mir persönlich sehr leid und sehr weh, dass dem Kreis Ostholstein unterstellt wird, er würde sich gegen
die Bekämpfungsmaßnahmen des Landes stellen Zitat Ende

Mir persönlich tut es leid, dass wir einen Landwirtschaftsminister haben, der sich kategorisch verweigert, Offensichtlichkeiten wahrzunehmen und zu hinterfragen.
Dass ein Sperr- und Beobachtungsgebiet, welches Erzeuger genau so, wie Katzen- und Hundehalter sowie sämtliche Geflügelhalter schwerstens beeinträchtigt, ziemlich sinnbefreit sein muss, wenn es bis zu 3 Wochen nach einem Totofund überhaupt erst eingerichtet wird, müsste auch bei unserem Minister Fragen aufwerfen.
Ebenso, wie die Tatsache, dass die Ausbrüche vornehmlich in abgeschlossenen Massengeflügelhaltungen stattfinden – trotz Aufstallpflicht seit 3 Monaten. Würde er sich die Fallzahlen mal genau anschauen, würde er sehen, dass das haufenweise tot Umfallen des Geflügels in einem Bestand innerhalb von Stunden die absolute Ausnahme ist – in den meisten Fällen fand man unter 10 %, toter Tiere in einem Bestand (außerhalb von Vogelgrippezeiten gelten in Massentierhaltungen 10% Verlust während der Mast als normal) und wies dort dann das H5N8 Virus als vorhanden nach – allerdings NICHT als die Todesursache (denn die wird gar nicht untersucht).
Alle anderen Tiere waren quickfidel und ohne Symptome. Nimmt man alle bundesweit bis zum 14.2.2017 wegen des Seuchengeschehens und seiner unsäglichen Maßnahmen getöteten und weggeworenen , GESUNDEN Tiere, hat man 1.383.826 Tiere. Demgegenüber stehen 10.882 in Beständen verendete Tiere. Das sind ganze 0,8 %!!!!
Die differenzierte Aufstellung inklusive Quellenangaben kann sich der interessierte Leser hier anschauen:
www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/zahlen-daten-fakten-fallzahlen-im-einzelnen/
Bundesweit H5N8 positiv befundete tote Wildvogelfälle gab es bis zum selben Datum laut OIE 626 Stück – wobei auch dort keine Todesursachen untersucht wurden. Der Greifvogel mit der Bleivergiftung ging in diese Fallzahlen als H5 Opfer genau so ein, wie die Ente mit der Schrotladung oder der verhungerte Schwan.
Vielleicht sollte unser Minister, wenn er es Ernst meint mit seiner Sorge, endlich mal beginnen zu fordern, dass die Todesursachen auch untersucht werden, damit wir endlich erfahren, ob das Virus vielleicht gar nicht so 100% tödlich ist, wie man uns glauben machen will.
Vielleicht sollte unser Minister im Interesse des besseren begreifens der ABläufe dieses Vogelgrippegeschehens endlich mal Tiere, die nicht symptomatisch sind unter Quarantäne und Beobachtung stellen (ähnlich wie es in Polen 2012 mit erstaunlichen Ergebissen (alle Tiere blieben gesund) erfolgreich gemacht hat) und nicht alles blind wegkeulen.
Vielleicht sollte unser Minister endlich einmal zugeben, dass sowohl die Tierseuchenschutzverordnung als auch das EU Papier einen deutlich moderateren umgang mit der Vogelgrippe heute schon ganz legal erlauben – man muss es nur wollen.
Stattdessen setzt unser Minister den aller-allerstrengsten Maßnahmenkatalog um, den die Verordnung noch gerade so zulässt.
Der grüne Landwirtschaftsminister in Niedersachsen macht vor, dass es durchaus auch anders geht – von der EU in seiner Verordnung im übrigen sogar empfohlen, denn in dem Papier wird deutlich darauf verwiesen, dass der Tierschutz bei allem zu berücksichtigen ist.
Genau das aber tut unser Minister nicht. Ihn scheint es nicht sonderlich zu berühren, dass mittlerweile fast täglich Tiere in privaten Hobbybeständen, Zoos und Wildparks unter den Folgen dieser unsäglich tierquälerischen Aufstallpflicht verenden.
Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein frei laufendes Haushuhn sich im Garten mit Geflügelpest ansteckt im Promillebereich zu suchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere utner der Aufstallpflicht seit Wochen und Monaten extrem leiden geht gen 100 Prozent – die Wahrscheinlichkeit, dass Tiere sich im Zuge der AUfstallpflicht schwer verletzen, unter Dauerstress erkranken und manchmal nach langem Leid auch verenden ist im oberen, zweistelligen Prozentbereich angesiedelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Haushuhn, welches immer brav aufgestallt wurde der Keule zum Opfer fällt, wenn vor dem Stall ein vom Himmel gefallener Wildvogel gefunden wird, ist ebenfalls sehr hoch. Und wenn gekeult wird, dann ist die Mortalität auf jeden Fall 100 Prozent – egal, ob das Tier krank war oder nicht.
Dass sich unsere Behörden und Politiker an die bestehende Tierseuchenschutzverordnung halten müssen, auch wenn sie noch so unsinnig ist, steht ausser Frage – sie ist zur Zeit Gesetz.
Aber es steht nirgends geschrieben, dass man als Minister nicht die tierfreundlichste Variante der Umsetzung wählen kann udn es steht auch nirgends geschrieben, dass man als Behörde oder Politiker nicht auch ein bestehendes Gesetz in frage stellen und eine Gesetzesänderung anstreben kann und sollte, wenn sich ein Gesetz als falsch herausstellt. Derartige Bestrebungen und derartige Kritik kann ich allerdings bei unserem Minister nicht erkennen.
Wessen Interessen werden hier eigentlich mit sinnlosen Massentierquälereien und Massentötungen verfolgt? Die der Allgemeinheit bestimmt nicht, denn die ist für Tierschutz und achtsamen Umgang mit Lebewesen. Anders lässt es sich nicht erklären, warum man dem Verbraucher immer wieder versucht, neue “Tierwohllable” schmackhaft zu machen, die das Papier nicht wert sind, auf das sie gedruckt sind.

 

NDR.de 22.02.2017
verworrene Lage bei Stallpflicht für Geflügel
Kommentare:

Eine halbe Million Tiere – da wurde mehr als die Hälfte unterschlagen!

mit Stand vom 14.2. waren es laut FLI und OIE:
809 Wildvögel, von denen laut OIE aber nur 626 H5N8 waren. 79 Haus- und Wirtschaftsgeflügelbestände von denen
10.882 Tiere verendet mit einem AI Virus verendet sind
mind. 612.604 Tiere wurden daraufhin vorbeugend in den betroffenen Beständen gekeult.
mind. 192.840 wurden zusätzlich in Kontaktbeständen ohne jeden Befund gekeult – tauchen in keiner Liste auf – wir haben nur die hier zusammengezählt, die wir über Medien nachvollziehen kontnen
plus 560.000 unverkäufliche Eintagsküken
plus 7500 Küken am Frankfurter Flughafen

macht insgesamt: 1.383.826 gesunde, vernichtete Tiere!
Die genaue Aufstellung kann man sich mit Quellenangaben gerne hier ansehen:
www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/zahlen-daten-fakten-fallzahlen-im-einzelnen/

Hühner sterben innerhalb von Stunden schrieb am 22.02.2017 13:08 Uhr:Angesichts der differenzierten Fallzahlen, auf die ich im vorigen Beitrag verwies, dürfte jedem lesekundigen Menschen auffallen, dass lediglich sehr wenige Tiere eines Bestandes verendeten. Bis auf zwei oder drei Massentierbestände waren es selbst in den Massenhaltungen immer deutlich unter 10 % (10 % Verluste während der Mast gelten als normal außerhalb von Vogelgrippezeiten).. Es gibt nicht einen einzigen haltbaren Beweis für die Zugvogeltheorie – auch das FLI spricht seit 10 Jahren nur von Vermutungen. Dafür krepieren mittlerweile unzählige Geflügel elendlich unter der tierquälerischen Aufstallpflicht. 3 Monate Aufstallpflicht – und die Ausbrüche erfolgen in hermetisch abgeriegelten Massenhaltungen – oft an Orten, wo kein einziger Wildvogelnachweis stattfand. Die Aufstallpflicht ist eine Farce – und die massenweisen “vorbeugenden” Keulungen gesunder Tiere sind mit seriösen, wissenschaftlichen Befunden absolut nicht zu untermauern und zu begründen. Das Vorgehen unserer Behörden und Politiker ist absolut unethisch und an Gefühl- und Respektlosigkeit vor dem Lebewesen nicht zu überbieten! Ein kollektiver Aufschrei unserer Gesellschaft gegen diesen eiskalten Umgang mit Tieren nur um industrielle Interessen zu schützen, ist überfällig.

weitere Kommentare direkt unter dem Artikel

 

mnz online 21.2.2017
5 Fragen zur Vogelgrippe in Thüringen
Kommentar:

Ein paar Ergänzungen

Kann ich mich damit anstecken?

mit H5N8 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht – aber, wie die Polen 2012 feststellten, nachdem ein ganzer Bestand Puten, der aus Deutschland bezogen wurde tot umkippte, verstarben diese nicht an dem nachgewiesenen H5 Virus, sondern an der Summe aller Infektionen, die die Tiere so mit sich rumschleppten. Man wies nach, dass die deutschen Puten neben dem Bakterium Bordetella Avium auch ein Sammelsurium an Astroviren, Parvoviren, Reoviren und Rotaviren mitbrachten. Ob die auch alle so unbedenklich sind?

Wie kann ich erkennen, woher das Fleisch kommt?

am besten, indem man sich den Hof persönlich anschaut, von dem das Geflügel kommt – und wo man nicht schauen darf – Finger von lassen. Nur weil es aus Deutschland kommt, bedeutet das mitnichten, dass die Tiere sich nicht zu Tode gequält haben. Nähere Infos vielleicht hier: ariwa.org/aktivitaeten/aufgedeckt/recherchearchiv/337-alternative-legehennenhaltung-eine-alternative. html

Wie ist es mit Hühnereiern?

die können all die Keime auch beinhalten, die das Fleisch tragen kann. Aber wenn man sie gut durchgart, dann isst man nur noch tote Keime…..
Ist natürlich bei Fertigprodukten, in denen Ei oder Bestandteile daraus verarbeitet wurden nicht immer klar ersichtlich, was da nicht ausreichend erhitzt rein kam.

Wie sieht es derzeit in Thüringen aus?

Wie überall in Deutschland. Viele tote Massentiere – nicht mehr tote Wildvögel, als jeden Winter. Daueraufstallpflicht für alle – damit auch die letzten unter freiem Himmel überlebensfähigen Geflügel durch die tierquälerische Haltung immungeschwächt werden und schließlich zu genau so großen Keimschleudern werden, wie ihre Artverwandten in den Tierfabriken.

 

TirolerZeitung 19.2.2017
Züchter befürchten Verlängerung der Geflügelpestverordnung
Kommentare:
Kirstin Zoller:

Zitat: “Stefan Hörtnagl von der Landwirtschaftskammer kennt das Problem, hat für das Verhalten aber überhaupt kein Verständnis: „Den Züchtern ist offensichtlich nicht klar, dass ihre Tiere jämmerlich eingehen könnten, wenn sie erkranken” Zitat Ende

Den Herrschaften von der Landwirtschaftskammer ist offenbar nicht klar, dass die meisten Tiere aus nicht kommerziellen Beständen mit nichten am Vogelgrippevirus sterben. In Deutschland gibt es bis heute keinen einzigen an H5N8 nachgewiesenermaßen verstorbenen Hausgeflügelfall aus nicht kommerzieller Haltung. Inzwischen sind aber nachweisbar bereits eine Vielzahl an Tieren in privaten Hühnerhaltungen, Zoos und Wildgehegen an der monatelangen Stallpflicht zu Grunde gegangen – und das wirklich elendlich, denn dem ging wochenlanger Stress und wochenlange Quälerei voraus. Wann hört man endlich auf, den Haltern vorschreiben zu wollen, was besser für ihre Tiere ist. Das wissen die Halter vor Ort, die ihre Tiere kennen mit Sicherheit am besten – und kein verantwortungsbewusster Tierhalter wird mutwillig die Gesundheit seiner Tiere aufs Spiel setzen.
Wer sich mit Wahrscheinlichkeitsrechnung auskennt (die älteren Herrschaften unter den Verantwortlichen können da ihre Kinder fragen, die haben heutzutage Stochastik in der Schule), wird schnell zu dem Schluss kommen, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Hobbyhuhn, sich draußen mit H5N8 zu infizieren verschwindend gering ist, während die Wahrscheinlichkeit, dass das Freiheit gewohnte Huhn unter monatelanger Stallpflicht dahinsiecht, sehr, sehr hoch ist.
Und ich möchte sehen, wie Herr Hörtnagl es anstellen will, meine halbwilden, 10 Stück ostfriesischen Möven, die normalerweise 5 ha Freiheit für sich beanspruchen und nicht zahm sind, wie er die mit einem Strohballen und mehrebigen Sitzstangen beschäftigen will….. immer zu, Sie dürfen hier gerne Ihr Glück versuchen und mir zeigen, wie Sie das bewerkstelligen wollen – bei Phönixen soll es noch schwieriger sein und Enten und Gänse lassen sich schon gar nicht durch soetwas zufrieden stellen…..

Wolfgang Otten:
Liebe Kirstin,
die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist scheint’s all Denen, die sich mit Vogelgrippe von Amtswegen auseinandersetzen ein völlig unbekannter Begriff, bzw sie dürfen sie nicht anwenden (das ist wahrscheinlicher).
Wie sollte sonst erklärlich sein, dass das FLI von Staffetten der Ansteckung auf dem Weg von Nord-Sibirien bis nach Europa redet, aber keine verendeten Vögel unterwegs findet;
Wie sollte es sonst sein, dass der “Drei-Länder-Versuch” von 2006-8 rund um den Bodensee, wo zahme, flugunfähige Enten in nach oben offenen Volieren gehalten wurden, und nicht eine Ansteckung in diesem sehr stark von Wildvögeln frequentierten Bereich stattfand bei den unsinnigen Behauptungen, Wildvögel würden Hausgeflügel anstecken, keinerlei Beachtung findet.
Wie sonst könnte es sonst sein, das die im Norden ach so gebeutelten Industriellen-Gross-Halter mir ihren ÜBER-vollgestopften Mast und Brüteanlagen derart unter den Viren leiden mussten, dass in dieser Saison bis zu 2Mio Vögel dran glauben mussten, die bis auf 0,00001 % aus den Megaställen (auch “Schnelle Brüter” genannt) stammen, und nicht mal diese 0,00001% sind belegt).
Die Anwendung der Wahrscheinlichkeitslehre würde auch ergeben, dass die Viren in den unzähligen Passagen durch die Körper genetisch fast gleicher Vögel, die ihr gesamtes kurzes Leben auf “einmal-eingestreut und dann nur noch Kot” verbringen, nutzen um neue, gefährlichere Varianten per Mutation zu erzeugen. Diese gefährlicheren Viren werden dann in der jeweils nächsten Generation in den Ställen zu Killerviren. (oder weiss jemand einen Stall, der ohne massiven Druck von Aussen desinfiziert wird, vor der nächsten Aufstallung, ich meine VIREN-desinfiziert)
Der Mist, der dabei anfällt, wird ausgebracht und verseucht die Wildvögel. So kommt der Virus sehr wohl in die Wildvogelpopulation.
Nur das festzustellen, wäre kontraproduktiv, zumindest aus Sicht der von der Tierseuchenkasse in Deutschland entschädigten Halter der Tiere, daher ist das FLI wohl angewiesen, die “Seuche” am Laufen zu halten.

Antwort Wolfgang Otten auf A.priori:
RICHTIG.
Das was bei uns im Tiefkühlregal (-Truhe) in den Geschäften liegt, kann durchaus kontaminiert sein, ein Kollege hat das ja schon erfahren, er fütterte seine Huehner mit den aussortierten Innereien von Tiefgefrorenem Geflügel. Er hätten das Huehnerfutter besser vorher abgekocht.
Das FLI hat ja dekretiert, dass der Virus-Eintrag durch den Import kontaminierten Geflügels nicht stattfindet, das dies ja verboten sei.
Vorgestern stand ein Artikel in der Zeitung, dass Peking die Einfuhr von Geflügel in die Satdt Peking aus verschiedenen, wohl befallenen Provinzen, verboten hat; vielleicht kann man jetzt annehmen, dass auch aus Peking kein infiziertes Geflügel mehr zu uns kommt.

FALSCH ist allerdings Dein zweiter Satz:
“Ein Kontakt erfolgt direkt oder über Ausscheidungen. In einem Artikel wird darauf hingewiesen, dass Kleidung von Menschen, die mit Wildvögeln in Kontakt gekommen sind”
insofern, dass Wildvögel in den wenigsten Fällen hier kontaminieren.
Kontaminieren tun sich Menschen eher an Industriell gehaltenen Geflügel (wobei das wiederum mit Wahrscheinlichkeit zu tun hat), besonders, da Wildvögel nur in geringem Masse eng zusammengepfercht zum Schlachthof verbracht werden.
Von diesen Transporten, auf denen durchaus kontaminierte Mast- oder Lege-Gegfügel verbracht werden, können jede Menge Viren durch den Fahrtwind, oder die Lüftungsanlagen in die Landschaft verbracht werden. Ein Freund (Konstrukteur bei MAN) sagte mir, dass er nie von funktionierenden Abluft-Filtern in dem Bereich gehört habe.
Nebenbei wäre das auch eine (wahrscheinliche) Erklärung für die Ausbreitung der Geflügelgrippe entlang der Autobahnen und Hauptverkehrswege.
Und ein letzter Satz zur Hygiene im Schlachthaus – wenn die Hygiene dort verhindern sollte, dass ein Virus vom einen zum anderen Vogel getragen werden kann, so müsste das Schlachthaus etwa so aussehen wie ein Operationssaal im Krankenhaus — und wir wissen, dass nicht mal die Humanmediziner die Sache mit der Hygiene flächendeckend hinkriegen (um das vorsichtig auszudrücken)

Antwort von Wolfgang Otten auf S. Ora
a, Susanne, so einfach ist das nicht.
Stell Dir vor, da kommt so ein Adler über Deinen Garten geflogen und setzt einen gehörigen Haufen direkt am Eingang deines Hühnerstalls ab. (aus 1000 mtr Höhe, im Vorbeiflug, als Haufen!) gut,Axiome hinken immer ein bischen. Nun kommt Dein Huhn, pickt an dem Haufen des Adlers, der gerade vorher ein kontaminietes Huhn verspeist hat — ok, wo sollte er das gefunden haben— ja — , kommt direkt vom Bodensee, wo er eine kontaminierte Ente verspeiste, diese unterwegs bereits verdaut, liegt nun im Pickbereich deines Huhns.
Wir erinnern uns, der Adler hat bereits verdaut, wir brauchen einen zweiten, hungrigen Vogel, beispielsweise der Habicht, stösst hernieder, frisst Dein Huhn und hat den Virus mitgenommen — Inkubationszeit — ok, der Habicht kommt später — da ist Dein Huhn aber schon tot oder gekeult —
Also gut, Du hast mich überzeugt, es ist doch so einfach!
Diese Wildvogelthese ist dermassen dämlich, die kann nicht mal ich erklären!
und das will was heissen!

Vielleicht sollten wir zusammenlegen und eine Abhandlung über Wahrscheinlichkeitslehre kaufen und dem FLI schenken — Hmm ob die das lesen, und wenn, ob die das verstehen?

svz.de 16.2.2017
Pestzug kostet Millionen
Kommentare:

Ob mich das wohl beruhigt?
“Kein Tierhalter muss sich um Entschädigung seiner Tiere im Seuchenfall sorgen”

Ob mich das wohl beruhigt? Mir fehlen die Worte, wenn ich solche Sprüche höre!
Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist niemandem von denen, die hier sinnlos Millionen von gesunden Tieren mal eben vorbeugend totschlagen, bewusst, was die Tiere für uns bedeuten – dass es nicht einfach austauschbare Objekte mit einem Preisschild sind, sondern Individuen – Lebewesen mit ganz persönlichen Eigenschaften, Gefühlen, Beziehungen zu ihrem Halter. So ein Leben leichtfertig auszulöschen – das kann man nicht mit irgendwelchen Euronen aus der Welt schaffen – das ist einfach nur widerlich!

Reißerische Überschrift
Sehr geehrte Damen und Herren,

“Pestzug kostet Millionen” – diese fehlerhafte Bezeichnung des Virus, welches an einigen Vögeln anchgewiesen werden konnte, ist mit dafür verantwortlich, dass in der Öffentlichkeit das Bild entsteht, es würde sich tatsächlich um eine hochgefährliche Seuche handeln, die es mit ALLEN Mitteln auszurotten gilt.

Ich empfehle zum besseren Verständnis die Lektüre des Kommentars von Dr. med. vet. Horst Grünwoldt in der Ärzte Zeitung:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/?sid=929552

svz.de 15.2.2017
Hilft zentraler Krisenstab?
Kommentar:
Ja bitte! Zentrale Vorgaben mit Verstand!
Herr Dr Backhaus, haben Sie sich das Geschehen der letzten 3 Monate angeschaut? Wenn ja, sollte Ihnen auch nicht entgangen sein, dass wir seit November in großen Teilen der Republik flächendeckende Stallpflicht hatten und immeroch haben.
Und genau dort, wo die Stallpflicht mit all ihren Biosicherheitsmaßnahmen am restriktivsten durchgezogen wird, treten immer wieder die heftigsten Ausbrüche ausgerechnet in Massenhaltungen auf.
Da sollte sich ein logisch denkender Mensch doch mal fragen, ob vielleicht die flächendeckende Stallpflicht doch nicht so das gelbe vom Ei ist.
Insbesondere, wenn man zusätzlich die stetig steigenden Zahlen der Tiere betrachtet, die unter dieser tierquälerischen Anordnung der Zwangsaufstallung elendlich krepieren, weil ihnen Tageslicht, frische Luft und freie Bewegung fehlen und die Tiere unter den ungewohnten Verhältnissen massiv unter Dauerstress mit all seinen widrigen Folgen stehen.
Bevor Sie immer wieder gebetsmühlenartig kleine (Betonung auf “klein”) Freilanderzeuger, Hobbyhuhnhalter, Zoos und Wildparks bis aufs Blut drangsalieren, sollten Sie vielleicht mal anfangen zu untersuchen, was in den Geflügelfabriken mit den Biosicherheitsmaßnahmen verkehrt läuft, wenn immer wieder gerade dort irgendwelche Krankheiten eingeschleppt werden.
Ja, ich wäre sehr dafür, wenn der Bund endlich zentral für Ordnung sorgt und diese, wie man vom Friedrich Löffler Institut verlauten liess, “über das Ziel hinausschießenden” Verordnungen einiger Landes- und Kreispolitiker unterbindet.
“Risikobasierte Aufstallpflicht” – genau das machen so vernunftsbegabte Politiker wie Herr Meyer und es wird Zeit, dass sich mehr Politiker trauen, so zu handeln und nicht mehr dafür angeschossen werden, dass sie das Tierwohl nicht mit Füssen treten wollen.

Ärzte Zeitung 14.2.2017
500.000 Tiere in Geflügelbeständen getötet
Kommentar:
von Dr. med. vet Horst Grünwold
extrem lesenswert!

Geflügel “Pest” oder Vogel-Grippe?
Als Human-Ärzte müßten Sie mich eigentlich fragen: Habt ihr Veterinäre auch noch den bakteriellen Pesterreger Yersinia pestis beim Geflügel, Schweinen und Rindern entdeckt, wenn ihr fortgesetzt von Geflügel-Schweine- und Rinderpest redet? – – –
Auf jeden Fall dürfte die unzeitgemäße Verwendung des Begriffes “Pest” im unredlichen Zusammenhang mit grippalen Infekten vom kryptischen Virus A-Typ (HxNy) als verbaler “Seuchen-Verstärker” wirken!
Und das ist augenscheinlich aktionistischen Seuchenbekämpfern hilfreich, ihre “vorsorglichen Tötungen” bei Tieren aller Art zu rechtfertigen.
Dabei geben lediglich (fehlerbehaftete) Laborbefunde von zumeist indirekten (immunologischen) Virus-Nachweisen an einzelnen erkrankten oder verendeten Tieren immer wieder das Startsignal zur Verkündung des “Ausbruchs” (?) der “Seuche” und soll Massentötungen im vorauseilenden Vollzug rechtfertigen. Begründet werden die i.d.R. mit vermeintlich “Hoch”-infektiösen oder “Hoch”-pathogenen Virus-Partikeln, die angeblich “grassieren” (herumschwärmen?),”sich (aktiv) ausbreiten” (?) oder “überspringen” können!(?).
So posaunen im 21. Jahrhundert immer noch hochrangige “Epi-Demio-Logen” (griech. auf-oder über dem Volk Redner) in ihren amtlichen “Seuchen”-Verlautbarungen -wie im Zeitalter der Miasmen- aus Universitäten, dem FLI und sogar RKI.
Dabei könnten die “aggressiven” (angriffsfähigen?) Eigenschaften des nachgewiesenen, endogen entstandenen, und aus abgestorbenen Zellen freigesetzten Partikels überhaupt erst in der (Inkubations-)Quarantäne eines geschlossenen, seuchenverdächtigen Tierbestandes infektiologisch festgestellt werden. Und zwar nach veterinärhygienisch und -klinisch zu beobachtenden Ansteckungs- oder Krankheitsverlaufs über mindestens eine Inkubations-Phase, und nicht etwa im bloßen, isolierten Zellkultur-Test als zweifelhafter “zytopathogener Effekt” (cpe) bestimmt werden!
So ergibt sich für den berufenen Tiergesundheits-Schützer und Gegner dieser ad-hoc-Massentötungen wertvoller Nutz- oder Zuchttiere der dringende Verdacht, dass dies im nebulösen “Seuchenhandeln” leichtfertig oder bewußt vermieden werden soll, weil möglicherweise überhaupt kein seuchenhafter Krankheits-Verlauf festgestellt werden kann.Darauf deutet u.a. auch die Vermanschung der Seuchenstatistik hin, die nicht zwischen tatsächlich erkrankten/verendeten Tieren und den massenhaft unauffälligen/gesunden “Gekeulten” unterscheidet, sondern lediglich pauschal von einer halben Million Seuchen- “Opfern” berichtet! Man stelle sich ähnliches “prophylaktisches” Handeln der Gesundheitsbehörden einmal bei Feststellung der humanen Influenza nach Verkündung als “Pandemie” durch die WHO vor!
Schließlich gilt seit langem, dass es unter dem Umgebungsdruck von infektiösen (und immunogenen,sic!) Agentien in lebenden Populationen auch zum Phänomen der “Stillen Feiung” kommt. D.h. unter ansonsten gesunden Lebensbedingungen (Ernährung, Klima u.a.) immunologisch Krankheitserreger neutralisiert werden. Wie sonst können die Seuchenexperten anschließend immer wieder vom “Ab-Ebben” der Grippe-“Welle” (welcher?) oder dem “Verschwinden” (wohin?) des (unbelebten!) Virus-Partikels reden?
Und das, obwohl die Reinigungs- und Desinfektions-Maßnahmen gegen den “unsichtbaren Feind” immer lückenhaft bleiben müssen, insbesondere beim Mitwirken von technischen Diensten (THW-Freiwillige, Militär u.a. potentiellen Seuchen- “Verschleppern”).
Letztendlich hat das Ansehen der Tierseuchen-Bekämpfung spätestens seit Beginn des 21. Jahrhunderts mit der Erklärung des Phantoms “BSE” (pathol.Rinderhirnschwamm)zur ansteckenden Krankheit, und des fiktiven Erregers “Prion”-Eiweiß zum infektiösen Agens, sprichwörtlich schweren Schaden genommen. (Und das geschah u.a. durch einen aberwitzigen Tierversuch, in dem diskreten Mäusehirnen von der Größe eines Stricknadelkopfes Rinderhirn-Extrakt -unter Umgehung der Blut-Hirnschranke- eingespritzt wurde…Schließlich wurden bis heute abermillionen Tonnen wertvoller Eiweißstoffe (Schlachtabfälle) als sterilisiertes Tierkörpermehl hochenergetisch vernichtet, und so den Omvnivoren Schwein und Geflügel als Leistungsfutter vorenthalten. Stattdessen wurde in Brasilien weiter das Öko- und Klima-System am Amazonas gerodet, um als Nährstoff-Ersatz Sojabohnen verstärkt auf Feldern anzubauen. Dazu wurden in die “Seuchensprache” auch noch die medizinisch unzulässigen Begriffe “Rinderwahn”, “mad cows” und “vaches folles” (engl./franz. “verrückte Kühe”) aufgenommen und epi-pandemisch verbreitet.
Was das Schreckgespenst der Molekularbiologen und Virologen -die Zelle als genetisches “Mischgefäß” für noch “höher”-pathogene oder “virulentere” (lat. giftigere?) RNS- Nanopartikel (sog.Virus= lat. Gift)- anbelangt, so hatte doch der große Louis Pasteur schon vor gut einhundert Jahren in seinen riskanten Tollwutversuchen festgestellt, dass es bei Überimpfung des caninen Rabies-Virus auf unterschiedliche Tierarten i.d.R. zur Erreger-Abschwächung (!) bis zur Wirkungslosigkeit in deren Organismus kommt.
Für mich als Veterinärmediziner, med. Mikrobiologe und Hygieniker ist fast noch bedeutsamer seine fundamentale (Anti-“Seuchen”) Erkenntnis, dass nicht (nachgewiesene) Mikroben das gesundheitliche Problem sind, sondern der (Anreicherungs-)Nährboden auf dem sie sich gefährlich vermehren können; “Le (seul) microbe, c´est rien – le terrain, c´est tout!”
Dafür exemplarisch dürfte z.B. die Entstehung einer hospital-induzierten Sepsis sein, u.a. durch mangelhafte hygienische Katheterpflege und Vermehrung des MRSA-Keimes zu infektiösen Dosen im Wundsekret; oder die Umwelt-Anzucht der “Malaria”-Vektoren (ital. “schlechte Luft”?) und des Cholera-Erregers in stagnierenden Abwässern u.s.f.

Westfalen Blatt 15.2.2017
Vogelgrippe 25 Tiere sind bisher verendet
Kommentar:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie schreiben Zitat: Wie das Veterinäramt auf Nachfrage mitteilt, sind bislang 25 Tiere – Gänse, ein Schwan und andere Wasservögel – an der Vogelinfluenza verendet . Zitat Ende
Das finde ich interessant. Könnten Sie das Veterinäramt mal bitten, den Obduktionsbericht öffentlich zu machen? Es wäre das erste mal seit Ausbruch der Geflügelpest, dass endlich einmal jemand auch auf die Todesursache untersucht. Bisher wurde immer nur das Vorhandensein von H5N8 festgestellt – dies genügte, um das Tier als H5N8 Opfer in die Statistik eingehen zu lassen – egal ob die Ente zusätzlich mit einer Ladung Schrot durchlöchert wurde.
Insofern: wir vom AVF fordern seit langem, dass endlich die Todesursache mit ermittelt wird, da wir davon ausgehen, dass überwiegend solche Wildtiere sterben, die zusätzlich Primärerkrankungen, Vergiftungen oder Verletzungen aufweisen. Bestätigt sich dieser verdacht, könnte es sein, dass wir plötzlich unter Wildvögeln kaum noch Virusopfer hätten – das wäre dann allerdings problematisch – man hätte noch mehr Probleme, als jetzt, die Sinnhaftigkeit der Aufstallpflicht zu erklären…..

focus online 14.2.2017
Verdacht auf Geflügelpest in Delbrück
200.000 Junghennen müssen getötet werden
Kommentar:
Hat ja viel gebracht, die Stallpflicht
Zitat: “Im gesamten Kreisgebiet gilt seit dem 22. November die Stallpflicht für alles Geflügel, die bis auf weiteres gilt.” Zitat Ende Sie war ja wirklich sehr wirkungsvoll, die flächendeckende Stallpflicht seit knapp 3 Monaten. Wie kam das Virus in den Bestand? Es gelten seit November sehr strenge Vorschriften zur Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen. Kleinen, privaten Geflügelhaltern, die sich nicht an die Verordnung hielten, wurden in der Vergangenheit mancherorts seitens der Behörden horrende Strafen bis hin zu Schadensersatzforderungen für umliegend betroffene Betriebe angedroht. Wie ist es hier? Hühnerhaltungen sind hermetisch nach draußen abgeriegelt. Das bedeutet doch, dass bei den Sicherheitsmassnahmen geschlampt wurde? Wieso wird dann trotzdem entschädigt?

 

LN 14.2.2017
Streit um tote Vögel: Minister ermahnt Kreis Ostholstein
Kommentar:
Ich finde es schon ganz schön heftig, dass unser Landwirtschaftsminister dem Kreis Ostholstein so einfach Vorsatz unterstellt.
Ich habe seit Beginn des Geflügelpestgeschehens oft genug in allen möglichen Pressemitteilungen bundesweit gelesen, dass nur Todfunde gemeldet werden müssen, wo sich diese häufen – genau, wie es die Bürger in Ostholstein offensichtlich umsetzen.
Natürlich gab es auch Presseberichte, besonders in einem östlichen Bundesland und in Bayern, wo BEHÖRDEN dazu aufriefen, absolut jeden Vogel zu melden und z.B. Nachbarn zu denunzieren, wenn sie ihr Geflügel nicht aufstallen und ähnliches. Was ich von derartigen Aufrufen halte, schreibe ich hier mal lieber nicht – dann wird man diesen Kommentar nicht veröffentlichen.
Wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass seit Beginn des Jahres in Schleswig Holstein von den 600 von Herrn Habeck benannten Wildvögeln ganze 8 Stück positiv H5 beprobt wurden, von denen, wenn man es mit der OIE Liste vergleicht, mindestens 4 nicht hochpathogen waren, verbleiben noch maximal 4 Vögel, die eventuell H5N8 oder H5N5 waren (die Angaben bei OIE für nach dem 3.2. stehen noch aus).
Der letzte H5 Fall aus Plön, welches Herr Habeck ja beispielhaft heranzieht, stammt laut FLI im übrigen vom 22.12.2016 und ist beim FLI bereits als erloschen aufgehoben.
Angesichts dieser Tatsachen empfinde ich es als außerordentlich unverschämt, dem Landkreis derartige Vorwürfe zu machen.
Ganz im Gegenteil:
Herr Habeck sollte sich mal überlegen, wie sich diese geringe Anzahl positiver Fallzahlen noch mit einer flächendeckenden Stallpflicht vereinbaren lässt, die viele Geflügel mittlerweile massiv leiden und unter diesen Haltungsbedingungen aufgrund des Stresses sogar elendlich krepieren lässt.

Selbst das FLI empfiehlt “risikobasierte Stallpflicht” und spricht davon, dass manche Politiker mit ihren flächendeckenden Verordnungen wohl “über das Ziel hinausgeschossen” sind.

Im Übrigen finde ich folgenden Satz von Herrn Habeck interessant:
Zitat:
” Wenn man in Kiel als Folge fehlender Beprobung aber keinen Überblick über das Geflügelpest- Geschehen in Ostholstein habe, könne man auch keine Verantwortung mehr dafür übernehmen, den Geflügelhaltern Schutzmaßnahmen vorzuschreiben, so der Tenor des Schreibens. Dann solle der Kreis das eben selber machen.” Zitat Ende

Bringen Sie damit zum Ausdruck, dass der Landkreis sich nicht mehr an Ihre landesweite Verfügung zu halten hat und selbst entscheiden kann, ob er risikoorientiert, wie vom FLI empfohlen, die Stallpflicht aufhebt?
Da kann ich dann nur sagen:
lieber Kreis Ostholstein, immer zu – Sie werden viele Befürworter dafür finden!!!

…im Übrigen habe ich noch nicht gesehen, dass irgendwer in Kiel irgendeine “Verantwortung” übernommen hätte für das Leid unserer aufgestallten Hühner und ihrer Besitzer.

Kölnische Rundschau 13.2.2017
über 600.000 getötete Tiere
Kommentar – bisher nicht veröffentlicht:
“622.398 getötete Tiere in beständen, in denen H5N8 nachgewiesen wurde” so Schmidt. “154.000 Tiere vorsorglich gekeult ohne Beprobung und Befund”.
Das stimmt wohl nicht ganz so. Auch in dn Betrieben, wo H5N8 nachgewiesen wurde, wurden nur wenige Tiere positiv beprobt und/oder waren symptomathisch auffällig. Insgesamt waren das rund 10.000 Tiere. Alle anderen wurden auch in den Beständen, in denen der nachweis erfolgte praktisch “vorbeugend”, also ohne Symptome und ohne Beprobung gekeult. Genau genommen wurden also 764.000 Tiere ohne Symptome und ohne Beprobung vernichtet.
Hinzu kommen dann nochmal 560.000 Eintagsküken, die im LK Cloppenburg getötet wurden, weil sie nicht zu verkaufen waren (weil man trotz Geflügelpest die Brutschränke mit Eiern bestückt hatte), 7500 Küken, die am Frankfurter Flughafen eingeschläfert werden mussten, weil sie völlig sinnlos über 72 Stunden kreuz und quer durch die Welt geflogen wurden und sie am Verhungern waren und nicht zu vergessen die unzähligen Bestände, die mit einem niedrigpathogenen H5 Virus gekeult wurden und in der Statistik von Herrn Schmidt offensichtlich unerwähnt bleiben – solche, wie z.B. die 5000 Gänse eines Dithmarscher Erzeugers, die kerngesund waren und nur wegen einer AUsnahmegenehmigung beprobt wurden. H5N2 – niedrigpathogen – bei Wassergeflügel laut FLI völlig normal vorhanden – alle gekeult – vorbeugend – sie erscheinen nicht in dieser Statistik – und davon gibt es viele weitere.
genau wie all jene, die aufgrund falsch positiver Schnelltests schon mal vorbeugend gekeult wurden, wo das FLI dann später feststellte, war doch nichts. Auch sie fehlen irgendwie…..
Also im Endeffekt dürften wir heute bereits bei mehr als 1,5 Millionen sinnlos gekeulter Tiere liegen…..

focus online 13.2.2017
Agrarministerium will Stallpflicht für Geflügel lockern
Kommentar:
Eine sehr sinnvolle Entscheidung!
Christian Meyer hat bereits zu Beginn des H5N8 Geschehens bewiesen, dass er versucht das umzusetzen, was das FLI von Anfang an empfahl: risikobasiertes Handeln!
Wäre schön, wenn endlich dieses Signal auch mal aus Berlin käme – zumal das Geschehen der metzten 3 Monate nun wirklich mehr als deutlich gezeigt hat, wie sinnlos und sogar kontraproduktiv diese Stallpflicht ist, die für unzählige Geflügel im gesamten Land eine unermessliche Tierquälerei darstellt.

RP online 13.2.2017
Mehr als 500.000 Vögel wegen Vogelgrippe getötet
Kommentar:
Zitat: “Demnach wurden 391.000 Vögel aus Beständen getötet, in denen das H5N8-Virus nachgewiesen worden war. Weitere 154.000 Tiere fielen vorsorglichen Tötungen zum Opfer.”

Diese Antwort ist etwas irreführend. Die 391.000 Geflügel aus Beständen waren mitnichten alle H5N8 positiv. Auch hier ist der größte teil der Tiere vorbeugend ohne klinische Symptome und ohne Beprobung getötet worden.
Den Listen der OIE (World Organisation for Animal Health) wo jedes Land seine offiziellen fallzahlen zeitnah medet kann man mit Stand vom 25.1.2017 folgende Zahlen entnehmen:

647 bestätigte Wildvogelfälle bundesweit.
54 Haus- und Nutzgeflügelbestände bundesweit:
davon 7127 Tiere verendet mit anschließendem postivem Nachweis
und als Folge mindestesn 447434 vorbeugend gekeult.
Diese Zahlen beinhalten ausschließlich die gemeldeten Fälle – also jene, die gekult wurden, weil mindestens ein postiver LPAI oder HPAI Virennachweis vorhanden war.
Die unzählingen, teilweise weiträumig um den Ausbruchsbestand herum rein vorbeugend gekeulten Bestände, die nicht beprobt wurden, sind hier nirgends aufgeführt.
Ein Beispiel welches wir der Presse entnehmen konnten:
Cloppenburg/Barßel 23.11.2016 wurden 40 Puten H5N8 beprobt und bestätigt und daraufhin 15.925 weitere. klinisch gesunde und nicht beprobte Puten aus demselben Bestand vorbeugend mit gekeult. Diese Tiere sind bei den oben genannten 391.000 enthalten.
Desweiteren wurden laut Presseberichten weitere 100.000 Tiere in nachbarbetrieben vorbeugend gekeult, ohne, dass sie beprobt wurden oder klinische Anzeichen einer Erkrankung zeigten – es waren gesunde Tiere! Diese Tiere tauchen in keiner der offiziellen Fallzahlen (weder bei TSIS noch bei OIE) mit auf. Ebensowenig, wie Kleinbestände, die auf Verdacht gekeult wurden, weil dr Schnelltest ein H5 pos ergab, welches sich aber später beim FLI als falsch positiv bestätigte – zu spät, für die bereits vernichteten Tiere. Aber in den Fallzahlen tauchen diese leider falsch getöteten Tiere ebenfalls nicht mit auf.

Ostholsteiner Anzeiger 7.2.2017
Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch

Kommentar von Thomas Rautmann:
Sehr geehrtes Redaktionsteam,
ihr Bericht über den Vortrag des Herrn Dr. Wolf Vogelreuter , hat mich zunächst sprachlos gemacht.
Im Zusammenhang mit den Vorgängen bei dem diesjährigen Geflügelpestdurchgang, hat dieser Kreisveterinär also Beweise für die Zugvogeltheorie. Ihnen ist offensichtlich nicht bewusst, welche Brisanz solche Beweise in der gegenwärtigen Diskussion hätten. Daher würde ich Sie bitten dem Herrn Vogelreuther nahezulegen, diese Beweise öffentlich zu machen. Damit könnten eine Menge Epidemiologen, Virologen, Ornithologen und nicht zuletzt die so hart bedrängten Rassegeflügezüchter, sich weitere Diskussionen ersparen.

Ich bin tief beeindruckt, davon dass einem einfachen Kreisveterinär gelungen ist, was weltweit vielen hochrangigen Wissenschaftlern nicht gelingen mag. Nur darf er diese welterschütternden Neuigkeiten nicht auf seine Amtsstube beschränken. Daher mein Aufruf an Sie und Herrn Dr. Vogelreuther, geben Sie die Beweise in die Öffentlichkeit.

focus online 9.2.2017
Gotha: Geflügelpestausbruch offiziell bestätigt

Kommentar – mal wieder von focus online abgelehnt:
Warum werden nicht alle erst beprobt?
warum ist “klassisches Nutzgeflügel” weniger (lebens)wert, als seltene Rassen? Die Geflügelpestseuchenschutzverordnung erlaubt dem Entscheider (i.d.R. Vet-Amt/Landrat), bei klinisch unauaffälligen Tieren – egal ob selten oder nicht – eine Quarantäne mit regelmäßiger Beprobung anzuordnen. Man könnte also durchaus alle Tiere, die keine Symptome haben am Leben lassen und nur töten, wo H5N8 definitiv nachgewiesen wird. Im Opelzoo, wo ein H5N8 positiver Pelikan inmitten seiner Artgenossen tot aufgefunden wurde, hat man sogar den Kontaktbestand retten können, indem mit AUgenmaß im Rahmen der Verordnung entschieden und gehandelt wurde. Keines der anderen Tiere erwies sich als positiv und so musste auch kein weiteres Tier sterben. Bitte lassen Sie die Tiere leben!!!

BR24  9.2.2017
10.000 Puten mussten getötet werden
3 Seiten überwiegend super Kommentare!
bitte lesen Sie diese direkt unter dem Zeitungsbericht

Ostseezeitung 8.2.2017
3 Monate Vogelgrippe – Unmut über Stallpflicht wächst
und SVZ.de 8.2.2017
Leserbrief von K. Zoller
3 Monate Stallpflicht und trotzdem infizieren sich immer wieder abgeschottete Massentierbestände und es werden immer wieder infizierte Wildvögel gefunden. Die pauschale Stallpflicht scheint also nichts verhindert zu haben.
Warum also überlässt man nicht den Geflügelhaltern selbst die Entscheidung, ob sie lieber aufstallen oder nicht?
Kein verantwortungsbewusster Tierbesitzer wird fahrlässig das Leben seiner Tiere aufs Spiel setzen.
Aber die Tierbesitzer vor Ort können in der Regel deutlich besser beurteilen, was für ihre Tiere in der jeweiligen Situation gerade sinnvoller ist.
Mein Hausgeflügel benötigt zur Zeit dringender, als den Schutz vor dem Virus den Schutz vor der Aufstallpflicht, denn die Tiere leiden darunter unendlich.
Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich meine 10 Hühner im Freiland infizieren im Promillebereich zu suchen.
Dass meine Hühner an der endlosen Stallpflicht hingegen massiv Schaden nehmen, die Wahrscheinlichkeit liegt im oberen 2stelligen % Bereich(den Schaden sehe ich nämlich jetzt schon täglich)
Wie ich in der Presse las, sind bereits viele Tiere in Zoos und privaten Haltungen an den Folgen der Stallpflicht und der Verordnung (nicht des Virus!) verendet.
Das priv. Hausgeflügel und Zootiere sind standortgebunden.
Wenn sie sterben, dann im eigenen Hof. Im Gegensatz zu infizierten Wildvögeln, die überall hinfliegen.
Welche Gefahr also ginge für die abgeschotteten Massentierhaltungen aus von meinem Huhn auf meinem Land?
Zumal Hühner ja innerhalb von ca 1-2 Tagen verenden sollen, wenn sie infiziert sind.
Das Risiko einer Infektion bedeutet für das Huhn im Ernstfall vergleichsweise kurzes Leid.
Die Stallpflicht hat jetzt schon zu 3 monatigem Leid geführt und so manches Tier ist sehr langsam und elendlich daran zu Grunde gegangen.
Es kann doch einfach nicht sein, dass all die privaten und Freilandhaltungen durch absolut unartgerechte Haltung dafür büßen müssen, dass die geschlossenen Massenhaltungen ihre Biosicherheitsmaßnahmen nicht in den Griff bekommen.

focus online 8.2.2017
3 Monate Vogelgrippe: Unmut über Stallpflicht wächst

Kommentare:

 Es sind ergebnisoffene Untersuchungen notwendig!

von Bernd Wolff
Nur mal für jeden zur Kenntnis: Am 24.01.2017 hat das FLI zum Thema HPAI, Geflügelpest, „Vogelgrippe“ auf die Frage „Welche Verbreitungswege gibt es?“ offiziell und öffentlich wie folgt geantwortet: „Eindeutige Einschleppungswege des derzeit in Europa grassierenden HPAIV H5N8 konnten bisher nicht festgestellt werden.“ Von FLI werden wir dazu auch in den nächsten 10 Jahren vermutlich nichts neues hören. Trotzdem wird die Freilandhaltung durch die Geflügelpest-Verordnung viel restriktiver behandelt als die industrielle Geflügel-Haltung. Kann man denn wirklich ausschließen, dass nicht im Hintergrund daran gearbeitet wird Tierquälereien wie die Käfighaltung wieder salonfähig zu machen? Es ist also gerechtfertigt, wenn Freilandhalter Widerstand gegen das Aufstallungsgebot organisieren.

abgelehnte Kommentare  (Grund unklar):
K.Zoller
3 Monate Aufstallpflicht haben nichts geändert

3 Monate AUfstallpflicht haben offensichtlich nicht den erhofften Erfolg gebracht. Das private Hausgeflügel und Zoovögel sind unter teilweise unsäglichen Bedingungen eingesperrt und trotzdem – kommt es immer wieder zu gigantischen Ausbrüchen in Massenställen – haben wir gerade eine 2. Welle mit toten Wildvögel – diesmal besonders Schwäne, an denen man zwar das Virus nachweisen konnte, die Todesursache aber nicht untersucht wurde. Naturgemäß verhungern Schwäne bei Dauerfrost und Schneedecken besonders leicht – nicht umsonst werden die Alsterschwäne z.B. in Hamburg im Herbst in Obhut des Schwanenvaters genommen. Vielleicht sterben all die Vögel ja gar nicht am Virus, sondern tragen es nur?

Den Haltern die Entscheidung überlassen
Warum also überlässt man nicht den Geflügelhaltern selbst die Entscheidung, ob sie lieber aufstallen oder nicht? Mein Hausgeflügel benötigt zur Zeit dringender, als den Schutz vor dem Virus den Schutz vor der Aufstallpflicht, denn die Tiere leiden darunter unendlich. Wie ich in der Presse las, sind bereits viele Tiere in Zoos und privaten Haltungen an den Folgen der Stallpflicht (nicht des Virus!) verendet. Das priv. Hausgeflügel ist standorttreu. Wenn es stirbt, dann im eigenen Hof. Im Gegensatz zu infizierten Wildvögeln, die überall hinfliegen. Welche Gefahr also ginge für die abgeschotteten Massentierhaltungen aus von meinem Huhn auf meinem Land? Zumal Hühner ja innerhalb ca 1-2 Tagen verenden sollen, wenn sie infiziert sind.

focus online 8.2.2017
Veterinäramt reagiert mit Augenmaß

Kommentar:

 Danke an diese Behörden!

von K. Zoller
Vielen Dank an die zuständigen Ämter und Behörden des Landratsamts Gotha, dass Sie mit Augenmaß vorgehen und versuchen, im Rahmen der nach Geflügelpestseuchenschutzverordnung zulässigen Möglichkeiten einen Weg mit möglichst wenigen Verlusten zu gehen. Das ist bei dem gegenwärtigen Seuchengeschehen alles andere als selbstverständlich. Der Weg der vorbeugenden Totalkeulung scheint schneller und einfacher zu sein, weshalb er offensichtlich vielerorts bevorzugt wird. Umso mehr freut es mich zu lesen, dass es auch noch die anderen, die mutigen Entscheider gibt.

 

idowa 7.2.2017
Entsetzen über Massenkeulung

Kommentare:

!!!!! A.M.
Ich bin mir nicht sicher, auf welche Gesetze sich Herr Dr. Scheuerer hier beruft. Die von ihm genannte “Verordnung nach dem Tiergesundheitsgesetz” gibt es so nämlich nicht.

Es gibt das Tiergesundheitsgesetz, in welchem aber die Tatbestandsvoraussetzungen für eine Tötung nicht enthalten sind und es gibt die Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest.
In welcher sehr deutlich für lesekundige Menschen die Tatbestandsvoraussetzungen für eine Tötung und auch die Ausnahmeregelungen hierfür stehen.
Die anordnende Behörde muss diese Ausnahmeregeln auch überprüfen, ansonsten ist die Tötungsanordnung rechtswidrig.
Von einem generellen Zwang zur Tötung zu sprechen zeigt von absolutem Dilettantismus und gefährlichem -und für Geflügel tödlichem- Halbwissen.
Herr Dr. Scheuerer hat hier also in der Tat kein juristisches Problem, sondern ein umfassendes Verständnisproblem bezüglich der Gesetzeslage.

S. Nebl
Diese massenhaften Tötungen rein auf Verdacht, ohne erst einmal das Ergebnis einer genaueren Untersuchung abzuwarten, und dann nicht nur den betroffenen Bestand komplett abmurksen, sondern alles im nahen Umkreis am liebsten noch gleich mit – auch da ohne vorherige Bestätigung von einem tatsächlichen Befund, sind keineswegs nur ein ethisch-moralisches Problem, sondern vor allem ein menschliches (oder soll ich schreiben, ein politisches?):Es fehlt wohl schlicht und ergreifend an Mut, an Sachverstand, an Lernbereitschaft und am Willen, sich zu informieren. Was solls, sind ja nur ein paar Vögel. Ab damit in die Tonne. Ich fasse es wirklich nicht, dass dies manchen Verantwortlichen als der einzig mögliche Weg scheint. Als Hobbygeflügelhalter muß man tatsächlich weit mehr Angst vor den Rollkommandos der Veterinärämter haben als vor dem Virus selber, Gegen einen Krankheitserreger, auch wenn es ein Grippevirus ist, kann ein ansonsten fitter Vogel sich durchaus wehren, er kann ihn mit Antikörpern bekämpfen und danach noch lange gesund alt werden, Gegen einen Veterinär, der ihm aus der Deckung einer als zwingend (falsch-)interpretierten Gesetzeslage den Hals umdreht, ist er machtlos.
Der Umgang mit dem aktuellen Vogelgrippegeschehen ist ein Armutszeugnis für Politik und Wissenschaft, ein Beispiel für politischen Aktionismus und ein Kniefall vor einer Industrie, die solange als möglich vertuschen will, wie das Geflügelgrippevirus tatsächlich von Asien zu uns nach Deutschland kam.

K.Zoller:
Zitat des Amts-Vets Dr. Scheuerer: “Die Verordnung nach dem Tiergesundheitsgesetz ist eindeutig: Bestände, in denen ein infiziertes Tier festgestellt wurde, sind zu töten”, so der Fachmann. Es gefalle ihm persönlich zwar auch nicht, ihm bleibe aber keine andere Wahl. Hintergrund für diese restriktiven Maßnahmen sei die hohe Ansteckungsgefahr durch diese Infektionskrankheit, die es als zu gefährlich für andere Bestände erscheinen lasse, Tiere am Leben zu lassen, die sich angesteckt haben könnten.”

Das stimmt so nicht. Als Fachmann sollten Sie den Gesetzestext kennen und verstanden haben. Sie dürfen zwar entscheiden, in jedem Fall auch vorbeugend zu keulen, Sie müssen aber definitiv nicht.
Die Geflügelpestseuchenschutzverordnung und die EU Richtlinien erlauben auf jeden Fall für Vögel, die nicht als Nutztiere gehalten werden (Zoos, Gehege, priv. Züchter und Halter etc.) Ausnahmen – man muss nur wollen:

Sowohl der Anhang IV der zugrundeliegenden
RICHTLINIE 2005/94/EG DES RATES vom 20.12. 2005 als
auch die Tierseuchenschutzverordnung
erlauben bei HPAI ab § 20 und bei LPAI ab § 47
für gehaltene Vögel Ausnahmeregelungen.
Zudem ist zu prüfen, welche Tiere dort unter Anlage I der Geflügelpestverordnung fallen!
Selbst im Opelzoo, wo ein Pelikan mit H5N8 positiv tot inmitten seiner Artgenossen gefunden wurde, ist kein einziges, weiteres Tier getötet worden.
Das FLI selbst hat im Rostocker Zoo eine Studie erstellt: “Effective Disease Control with minimal culling”.

focus online 7.2.2017
ab morgen erneut Aufstallpflicht für Geflügel

dieser Kommentar wurde von focus online abgelehnt:
Sehr merkwürdig!
Ich muss gestehen, ich bin etwas überrascht:

seit Beginn der Vogelgrippe im November liest man landauf, landab sofort von absolut jedem toten Wildvogel, der irgendwo gefunden wird riesige Schlagzeilen: Verdacht auf……..Untersuchungen laufen……..und Tage später dann als fette Schlagzeile: der Verdacht hat sich bestätigt, es werden Sperr und Beonachtungsgebiete eingerichtet…..
oder: als kleine Randbemerkung: der Verdacht hat sich nicht bestätigt….

Hier jetzt ist es anders: da wurde kein Fund angekündigt – nein, der wird jetzt fertig bestätigt aus dem Hut gezaubert – und noch etwas ist komisch: die Aufstallpflicht ist wieder da – aber von Sperr- und Beobachtungsgebieten kein Ton! …entweder, die Tiere wurden tatsächlich jetzt erst gefunden und stillschweigend beprobt und bestätigt, dann hääte heute zwingend sofort laut Tierseuchenschutzverordnung ein Sperr- und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet werden müssen – also ein Versäumnis seitens der Behörden?
Oder: gibt es diese Funde gar nicht neu?
Zumindest der Gedanke, dass es mit dieser Aktion lediglich um andere Interessen – vielleicht Freilandeier? 12-Wochenfrist refreshen? – ging, ist nicht so ganz abwegig angesichts der obigen Zusammenhänge……

 

nwz online 6.2.2017
Jäger blicken mit Sorge auf Federwild im Revier

Kommentar: Rückgang der Wildvogelpopulation und Geflügelpest mit großen FRagezeichen, sehr schön, das auch andere Betroffene offen darüber sprechen. Viel zu lange wurde über die Probleme welche die real existierende Landwirtschaft geschwiegen, warum? Eine Industrialisierung des Agrarsektor muß irgendwann an seine Grenzen kommen. An Grenzen welche sich durch Nitrat im Grundwasser, komplette Ausräumung der Kulturlandschaft und immer größere Probleme in der Beherrschung von Krankheiten ergeben. Es ist in diesem Land noch nicht strafbar, Fehlentwicklungen zu korrigieren. Korrigieren natürlich auch mit dem Blick auf die Existenzen unserer Landwirte, ohne diese kann sich nichts ändern. Aber, auch ohne uns Verbraucher kann sich nichts ändern.
Schön, das nun auch die Jäger nicht nur die Augen, sondern auch den Mund aufmachen.

news38.de 3.2.2017
Gibt es Ärger fürs Schreddern von Küken?

Also bitte – bereits vor einigen Wochen hat “Herr – Geflügelwirtschaft – Ripke” in unendlicher Weisheit im TV vorhergesehen, dass genau dieses Problem eintreten würde: wir werden Küken haben, die wir nciht aufziehen können. Bereits da war die Frage, die ich mir stellte, ob denn nicht schlicht die Brut ausgesetzt werden müsse, wenn kein Platz da ist – so wie es in jeder vernünftigen Hobbyhaltung der Fall ist. Aber offenbar gelten da für die Geflügelgroßindustrieellen ganz andere Regeln als die, die für alle gelten. Solidarität wird nur von den Kleinhaltern gefordert – umgekehrt muss man sich offenbar an nichts halten, was mit Anstand, Moral und Tierwohl zu tun hat. Interessanterweise wird den Hobbyhaltern nämlich von den Veterinärämtern (so geschehen am 1.2. bei einer Rückfrage in Ulm) vorgeworfen, an den durch die Stallpflicht hervorgerufenenen tierquälerischen Haltungsbedingungen selbst schuld zu sein, schließlich müsse man doch als Hühnerhalter wissen, dass “sowas” kommen kann. HIER aber wird das, im Gegenteil, als Legitimation herangezogen. Da bleibt nur: wenn die Putenbrüter wirklich SO wenig vorausschauend sind, also man könnte, wenn man wollte, wirklich sogar fragen, ob sie so unwissend, wenn nicht gar dumm wären, die Brutdauer einzuschätzen, die Aufzuchtmöglichkeiten zu reflektieren und dann aufgrund ihrer Erfahrung auch den Absatz zu kalkulieren, also WENN das so wäre, müsste man sich doch fragen, wer ihnen die Tierhaltung überhaupt gestattet. Deutschland bietet da offenbar noch genug Schlupflöcher für alle, die dreist und reich sind. Guten Appetit – und beim nächsten Putenrollbraten denken Sie mal dran, wie viele Küken für dieses eine Vieh geschreddert wurden…

Zitat:
“Es gibt schlicht keine Möglichkeit, die Tiere so kurzfristig in derart hoher Zahl in anderen Ställen in Deutschland aufzuziehen”, begründete die Sprecherin eines betroffenen Betriebes Mitte Januar auf Nachfrage der “NOZ” das Vorgehen.
Zitat Ende
Oh doch, es gibt eine ganz einfache Möglichkeit:
Man brüte einfach, solange in Deutschland die Seuche “ausgerufen ist” keine Eier mehr aus!
Und erzählen Sie nicht, dass die Eier ja schon vorher im Brüter waren!
Die “Seuche” “grassiert” seit Anfang November.
Mir wäre neu, dass die Brutdauer 2 Monate beträgt!

Und sie alle sollten aufgrund der Erfahrungen mit vorherigen Ausbrüchen wissen, dass Exportmärkte wegbrechen, dass es zu Sperrgebieten kommt, dass es zu Engpässen kommt.
Aber, statt dass man vorausschauend handelt und die Brüterei für die Dauer des Geschehens still legt, brütet und schreddert und brütet und schreddert man lieber fleissig weiter, damit man auch ja am Tag x, wenn die Seuche aufgehoben ist, sofort wieder ausliefern kann.
Erbärmlich!!!

Naja, die Frage scheint sich ja jetzt erledigt zu haben.Es wurden ja (mal wieder zum Wohle der Wirtschaft und gegen jedes Interesse im Sinne der Verhinderung einer immer wieder neuen Verbreitung des Virus) bestehende Vorschriften durch geschickte Wortspielereien so zurechtgelegt, dass die Massentierproduktion ungetrübt weiter wirtschaften kann:

“Frisch geschlüpfte Küken dürfen aus Sperrgebieten nicht verbracht werden” – tja, das war das Dilemma.
Aber die Lösung lag ja schnell auf der Hand:Die Küken sind zwar im Sperrgebiet geschlüpft, aber da sie ausserhalb gezeugt wurden!!!! gilt die Vorschrift eben doch nicht für diese Küken!
Passt irgendwie zu den neuesten Kapriolen, wo man für einige Stunden die landesweite Stallpflicht aufhebt,um das Gesetz auszuhebeln, dass da sagt:nach 12 Wochen Aufstallpflicht dürfen Freilandeier nur noch als Bodeneier verkauft werden.
Seit November erleben wir in unserem Land staatlich verordnete Tierquälerei, Massentötungen gesunder Tiere ohne
nachvollziehbaren Grund und Verbrauchertäuschung im grossen Stil – das alles völlig ungeniert und der Öffentlichkeit auch noch als “notwendig, im Sinne des Tierschutzes und im Sinne des Verbraucherschutzes und im Sinne der “Seuchenbekämpfung”” verkauft.Das, was hier geschieht ist aus meiner Sicht ein gewaltiges Verbrechen an Tier und Natur und so unethisch, dass man sich schämen muss, der Gattung Mensch anzugehören……
Wann, frage ich mich, kommt endlich der kollektive Aufschrei aus der Bevölkerung?
Wann fangen unsere Medien an, Fragen zu stellen und sich nicht mit den immer gleichen, lapidaren Antworten, die von hinten bis vorne für jedes Kind als widersprüchlich und unlogisch zu identifzieren sind, abspeisen zu lassen?In diesem Zusammenhang danke ich news38.de, dass Sie das Thema so auf den Tisch gebracht haben!

Es ist eine Riesensauerei wie mit “Leben” hier umgegangen wird! Man muss die Zahl einmal aussprechen, mehr als eine halbe Millionen Küken wurden sinnlos vernichtet! Das Problem ist unsere Wegwerfgesellschaft, die mit dem System der Massentierhaltung zur Fleischerzeugung die Krone der Maßlosigkeit aufgesetzt hat! Wir müssen zu kleinen dezentralen Erzeugern zurückkehren, den Fleischkonsum auf qualitativ hochwertiges fleisch einschränken und den sinnlosen Fleischexport zu Dumpingpreisen, ebenso wie das Wegwerfen von tierischen Produkten verbieten! Dann gibts weniger Tierqual, weniger Umweltbelastung, weniger Tierseuchen und andere resistente keime, und sogar mehr Gesundheit für den Verbraucher – weniger gibt es nur im Geldbeutel einer verlogenen tierquälerischen Lobbyindustrie – also sehr weniger! Politiker und vor allem VERBRAUCHER, denkt darüber nach . Auch bevor ihr das nächste Stück Fleisch kauft. Das Blut dieser Küken klebt an all euren händen!

rbb 24  4.2.2017
FLI:wir können den Tieren nicht helfen
Kommentar:
Was hier im Land abläuft ist so unethisch, es schreit zum Himmel!
Weit über eine Million gesunder Tiere werden qualvoll getötet und weggeworfen – unter dem Vorwand, einer Seuche Herr werden zu wollen. Begründet wird das Ganze durch ein mehr als fragwürdiges Gesetz.
Wo ist das Gesetz, was verbietet, während des Seuchengeschehens Geflügelmist in die Natur zu verbringen, was vorschreibt, dass der Mist ausnahmslos als Sondermüll zu vernichten ist , um die Wildvögel zu schützen?
Wo ist das Gesetz, das ausnahmslos verbietet, lebendes Geflügel zu transportieren, bis die Seuche ausgestanden ist, um Verbreitung durch Staub, Federn, Wind zu verhindern? Wo ist das Gesetz, das verbietet, gekeulte Ställe neu zu belegen, solange die Seuche nicht bundesweit aufgehoben ist? Wo ist das Gesetz, dass verbietet, neue Küken auszubrüten, solange die Seuche ausgerufen ist? Wo ist das Gesetz, das Verbraucherbetrug durch Winkelzüge in der Auslegung des Gesetzes ausschlatet? Wo ist das Tierschutzgesetz???

volksstimme.de 4.2.2017
Vogelgrippe nun auch in Zabakuck?

Kommentar Putin15 (Langversion aus demHüfo)
Das wird dann wohl der Fall 3 in unserem Landkreis.

Fall 1. Rosian liegt in der Nähe der B246, ist von Stallungen der Geflügelmassentierhaltung regelrecht „umzingelt“ und liegt weiträumig umgeben von Ackerflächen auf denen die Hinterlassenschaften der „kerngesunden“ Massentierhaltung (als wertvoller Wirtschaftsdünger) Jahr für Jahr großflächig verteilt werden.
Der tote Schwan brauchte dorthin mit Sicherheit nichts mitbringen, der brauchte nur dort landen und saß sofort mitten im wirklichen Risikogebiet.

Fall 2. Körbelitz liegt in der Nähe der BAB2 und in der Nähe der B1, hat Stallungen der Geflügelmassentierhaltung unmittelbar am Ort und liegt weiträumig umgeben von Ackerflächen auf denen die Hinterlassenschaften der „kerngesunden“ Massentierhaltung (als wertvoller Wirtschaftsdünger) Jahr für Jahr großflächig verteilt werden.
Die Puten befanden sich in einer Massentierhaltung und brauchten sich dem Risiko der Umgebung noch nicht einmal aussetzen.

und jetzt der Verdacht bei Zabakuck (Fall 3)
Bestätigt sich der Vogelgrippe-Verdacht in Zabakuck, wäre das der dritte Fall im Jerichower Land.
Zabakuck liegt in der Nähe der B107 und in der Nähe der B1 (wie Körbelitz) sowie in der Nähe von Genthin.
Genthin hat Stallungen der Geflügelmassentierhaltungen von mindestens 4 Firmen am Ort und liegt mit Zabakuck, weiträumig umgeben von Ackerflächen auf denen die Hinterlassenschaften der „kerngesunden“ Massentierhaltung (als wertvoller Wirtschaftsdünger) Jahr für Jahr großflächig verteilt werden.
Auch dieser tote Schwan brauchte dorthin mit Sicherheit nichts mitbringen, der brauchte nur dort landen und saß auch sofort mitten im wirklichen Risikogebiet.
Aber wir können uns ja beruhigen. Wertvolle Wirtschaftsgüter wie Geflügelmist(Kot) sind von Hause aus (quasi amtlich) völlig harmlos.

Wer an dieser Stelle wirklich meint das wäre doch von den Folgen her alles harmlos, der mag sich den Filmbericht „Hühnermist als Dünger — Gefährliche Keime auf dem Acker” WDR Markt vom 07.05.2012“ unter folgendem Link ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=GjfTa8z8_9c&t=2s
Wer sich nach diesem Filmbericht noch immer einredet Geflügelkot aus der Massentierhaltung wäre harmlos und als nährstoffreichen Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft zu betrachten, der ist aus meiner Sicht reichlich naiv. …
Bernd

Zitat Zitat von Möttchen Beitrag anzeigen
Nochmal das gleiche Thema.
In andren Foren wurde nicht ganz zu Unrecht darauf hingewiesen, dass das Schreddern oder Vergasen der Legehennenbruderküken noch ganz andre Dimensionen hat.
Das macht in meinen Augen das hier nicht weniger schlimm, aber es sollte nicht vergessen werden, nur weil es schon Normalität ist.
Sonst werden wir uns an immer neue “Normalitäten” gewöhnen.


Auch wenn fast OT möchte ich diese “Normalitätenkette” mal abschließend ergänzen:

  • Mit spätestens 18 Wochen werden die Legehennen in die Eierproduktion eingestallt.
  • Dort legen die Hennen ein Jahr lang unbefruchtete “Konsumeier”
  • Legehennen produzieren nur Eier, haben als Endglied einer Generationenkette keinen Nachwuchs und werden bei natürlich abnehmender Legeleistung, nach Ende der ersten Legeperiode, entsorgt.

Mit 18 Monaten kommen die Hühner in ihre erste Mauser, in der sie ihr Federkleid wechseln und einige Zeit keine Eier mehr legen. Aber natürlich brauchen sie nach wie vor Nahrung. Während der Mauser sogar deutlich mehr.
In der folgenden Legeperiode sinkt die Legeleistung auf durchschnittlich 250 statt vorher 320 Eier. Außerdem werden die Eier grösser und sind damit nicht mehr “konsumentengerecht” zu vermarkten.
Mehr Futter, weniger Eier. Diese sogenannten “Althennen” rentieren sich nicht mehr.
Sie werden vergast und dann entweder als Wärmesubstrat in der Zementfabrik verwendet oder als Rohstoff für Biogas-Anlagen eingesetzt oder zu Katzenfutter verarbeitet … kurz: Die Tiere werden entsorgt.
Nur mal zur Verdeutlichung was bei der Industriellen Eiproduktion abläuft (siehe Bild):

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: legehennentable100.jpg  Hits: 38  Größe: 51,2 KB  ID: 183667

Mit viel Glück werden die, nur 18 Monate alten, “Althennen”, als Lebensmittel (zB. Suppenhuhn oder Pastetenfüllungen) vermarktet. Diese Varianten der sinnvollen Nutzung sind allerdings wegen angeblich sinkender Kundennachfrage als Auslaufmodell einzuordnen.
Mit anderen Worten: Legehennen in der Massentierhaltung werden im Gegensatz zu den „Eintags-Hähnchen“ noch ordentlich ausgebeutet, bevor sie dann (mit zunehmender Tendenz) einen viel zu frühen und damit unnötigen und überwiegend sinnlosen Tod sterben.
Das Alles natürlich nur aus „Achtung vor der Kreatur“.
Massentierhaltung ist doch einach toll, oder?!
Haushühner in der Hobbyhaltung können (wenn nicht zuvor geschlachtet) bei guten Bedingungen 8-9 Jahre alt werden. Einzeltiere auch deutlich älter, bis zu 20 Jahren.
lG
Bernd
PS.: Ist hier wirklich überwiegend OT, mir war nur wichtig zu ergänzen, dass nicht nur die Eintagshähnchen sinnlos sterben, sondern mit deutlich zunehmender Tendenz auch der Umgang mit Schwestern fragwürdig wird.
Allerding haben die die fragwürdige Chance an Geflügelpest zu sterben.

shz 3.2.2017
Eier-Trick: Robert Habeck greift Bundesminister an

Kommentar K.Zoller:
Sehr geehrter Herr Dr Habeck,

ich danke Ihnen, dass Sie den “Eier-Trick” verurteilen und es ablehnen, derartige “Schlupflöcher” im Gesetzestext in Schleswig Holstein anzuwenden.
“Sie fühlen sich dem Verbraucherschutz verpflichtet” – das finde ich klasse.
Darum würde ich mir wünschen, dass Sie sich dafür einsetzen, dass die EU Richtlinie dahingehend geändert wird, dass absolut jedes Freiland- und Bio Ei vom ersten Tag einer Aufstallpflicht an mit einem Aufkleber “Freilandei (oder Bioei) aus staatlich angeordneter Stallhaltung” versehen werden muss.
Das wäre wirklich ehrlich und würde dem verbraucher erlauben, klar zu entscheiden, wofür er wieviel Geld ausgeben will.

Herr Goldnick, Sie sollten sich schämen.

Es lässt tief blicken, wenn der Vorsitzende des Geflügelwirtschaftsverbandes ganz öffentlich und ungeniert den Minister dazu aufruft, den Verband bei der forgesetzten Verbrauchertäuschung zu unterstützen.

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