Archiv der Kategorie: Vogelgrippe – Geflügelpest

Vogelgrippe – Geflügelpest

Schnell-Navigation

Geflügelpest – warum die Aufregung?

Lieber Leser,
Sie fragen sich vielleicht auch:
Warum dieser Hype – warum regen sich alle so auf?
Die Hühner werden doch sowieso geschlachtet…..
Die Behörden haben doch alles bestens im Griff – die Seuche ist unter Kontrolle…….

Tja, warum das alles?

Ich versuche es mal mit einer kleinen Geschichte – einer Geschichte, die morgen schon Wirklichkeit sein könnte…..

Stellen Sie sich vor, die „Seuche“ hiesse nicht „Geflügelpest“, sondern „Hundepest“ (oder „Katzenpest“, „Papageienpest“, „Meerschweinchenpest“) – suchen SIe sich einfach aus, welches Haustier Sie besonders lieben und setzen sie es ein für den Hund, der exemplarisch für alle in der folgenden Geschichte die Hauptrolle spielt.

Nun stellen Sie sich vor, der größte und umsatzstärkste Markt rund um den Hund wäre in Deutschland nicht mehr der Heimtiersektor, sondern der Nutztiersektor.
Stellen Sie sich vor, in unseren westlichen Ländern würde Hundefleisch so salonfähig auf dem Teller, wie in Asien oder wie Pferdefleisch in Frankreich. Anfangs noch als wenig akzeptierte „Ausnahmeerscheinung“, die Entrüstung hervorruft, doch mit der Zeit tritt die Gewöhnung ein und da immer neue Skandale rund um Geflügel, Schwein und Rind das Verbrauchervertrauen zunehmend erschüttern, nimmt der noch gar nicht skandalumwitterte Hund einen immer größeren Stellenplatz an der Fleischtheke ein.
Immer mehr fleischproduzierende Unternehmen wittern hier das Geschäft der Zukunft.
Parallel zum Heimtiermarkt entwickelt sich die „Nutztierschiene Hund“ .
Anfangs sind es noch kleine „Fleischhundzüchter“, die überschaubare Rudel mit Platz und AUslauf halten – sie kennen vieler Ihrer „Nutzhunde“ sogar noch beim Namen.
An uns Haushundbesitzern geht das alles noch mehr oder weniger vorbei – es berührt uns nicht direkt, denn unserem Fiffi geht es gut und außer, daß wir angeekelt den Kopf schütteln, wenn wir im Supermarkt neben dem Tiefkühlhähnchen nun einen Hundeschenkel sehen, ruft das keine grossartigen Proteste bei uns hervor.
Mit der Zeit wittern auch immer größere Unternehmen das Geschäft mit dem Hund und träumen schon vom globalen Hundefleischmarkt.
Doch 30 oder 40 Hunde züchten – das bringt es nicht – es müssen tausende sein – auf einen Schlag – wirtschaftlich, automatisiert, schnellwüchsig, mit gutem Fleischansatz – eben so schnell wie möglich schlachtreif.
Wenn dann die ersten Hallen aus dem Boden sprießen mit gigantischen Hundeproduktionen, schreien einzelne Tierschutzorganisationen auf.
Die Politik reagiert – sie schafft ein Gesetz, um den Tierschutz zu wahren:
Ab sofort hat ein Hund in der industriellen Hundehaltung Anspruch auf mindestens 0,5 qm, wenn er 30 – 50 kg. wiegt. Bei Hunden unter 30 kg dürfen höchstens 4 Tiere auf einem qm (das ist ein Rechteck von 1 x 1 Meter) gehalten werden.
Nun schütteln Sie den Kopf, lieber Leser? Nun, das sind die Vorgaben, die es heute für Schweine gibt und bei Hühnern dürfen 35 kg Lebendgewicht pro qm gehalten werden (bei Masthähnchen von ca 1,6 kg sind das gute 20 Tiere pro qm)
Jetzt nehmen wir mal 60 qm – die dürften dann also mit 240 29kg Hunden belegt werden. Aber natürlich reicht das dem Massenproduzenten nicht. Er baut eine Halle von 800 qm (die Größe eines normalen 20 x 40 Reitplatzes), wo er „tierschutzgerecht“, also dem Gesetz genügend 3200 Hunde mästen kann.
Nun sagen Sie sicher: das geht doch gar nicht – die Hunde brauchen Auslauf, sie würden sich beissen, wären ständig gestresst, bekämen Verhaltensstörungen, würden krank?
Stimmt – ganz genau so, wie die Schweine, Kühe und Hühner.
Gegen das Beissen werden schon beim Welpen die gefährlichen Fangzähne verödet – ganz im Sinne des bis dahin geschaffenen Gesetzes, damit sich die Tiere nicht gegenseitig verletzen.  Und die täglichen paar toten Hunde in der Mastmasse sind gleich von Anfang an mit einkalkuliert.
Es sind schließlich Nutztiere – die empfinden offensichtlich anders, als Haustiere und da gelten andere Normen des Tierschutzes in der Gesetzgebung. Hund ist nicht gleich Hund……
Angesichts dieser Haltung bei gleichzeitig fettreicher, schnell mästender Ernährung und diverser Medikamentengaben treten zunehmend häufiger Krankheiten in den dicht besetzten Hundebeständen auf.
Ab und an gerät so ein gefährlicher Keim auch nach draußen und infiziert gelegentlich auch mal einen Haushund.
Mit zunehmenden Erkrankungen in den Massenbeständen wird zunehmend der Ruf der Industrie nach engeren Kontrollen der privaten Hundehaltung laut – denn schließlich sind sie es, die die Erreger produzieren – in den hygienischen Hochsicherheitstrakten der Hundefleischproduktion könnte so etwas gar nicht geschehen.
Erste Gesetze werden erlassen: Meldepflicht (haben wir ja schon), Impfpflicht für  immer mehr völlig blödsinnige Erkrankungen, die unsere Hunde bis dato nie hatten – allein – die Impfungen werden nicht so gut vertragen und ab und an krepiert auch mal ein Hund daran – was solls – was ist schon 1 Hund gegen die vielen tausend in den Wirtschaftsbeständen, die in Gefahr sind.
Parallel werden die Massenhundebestände, in denen ein einziger kranker Hund auffällig wurde, vorbeugend vergast und weggeworfen, damit die Ställe mit neuen Welpen besetzt werden können.
Dann bricht wieder eine neue Seuche aus (die eigentlich keine wäre, gäbe es diese Massenbestände nicht).
Die Politik reagiert auf Drängen der Wirtschaft sofort:
ab sofort gilt strenger Hausarrest für Hunde – Hunde dürfen nicht mehr vor die Tür. Außerdem ist von jedem Hundebesitzer ab sofort ein „Bestandsbuch“ zu führen, wo er täglich das Gewicht des Hundes zu dokumentieren hat.
Beim ersten AUsbruch ist der Hausarrest schnell wieder aufgehoben. Aber erst alle paar Jahre, dann nach 2 Jahren und dann alljährlich tauchen neue Seuchen auf – und jedes Mal ist der Hausarrest ein wenig länger, das Bestandsbuch etwas umfangreicher – und ach ja, es kommen Desinfektionsvorschriften für den Hundehalter hinzu und es werden nicht mehr „nur“ die betroffenen Hunde in den Massenbeständen vergast, sondern vorbeugend geht ein Tötungskommando um, welches jeden Hund in Privathaushalten der Umgebung von einem Kilometer vorbeugend erschlägt – nein, auf die Krankheit getestet werden muss der Hund nicht – so viel Solidarität des Hundehalters mit der Hundefleischwirtschaft muss schon sein….
Am Ende schließlich ist die private Hundehaltung so aufwändig, teuer und mit unsinnigen Auflagen belegt, dass es nahezu unmöglich ist, privat überhaupt noch einen Hund zu halten – und wer sich das doch antut, muss damit leben, dass er seinem Hund kein artgerechtes Leben mehr bieten kann.

„So etwas gibt es nicht“ sagen Sie jetzt entrüstet?

Wenn Sie sich da man nicht täuschen. Mit Rindern und Schweinen ist dieses Procedere bereits abgeschlossen. Es ist kaum noch möglich, als Privatperson problemlos eine  dieser Tierarten zu halten – selbst, wenn man den Platz hätte und selbst, wenn man sie lediglich als „Haustier“ halten will.
Beim Geflügel sind wir gerade mitten drin – wir haben den Punkt erreicht, wo das erklärte Ziel von Wirtschaft und Politik offensichtlich ist  “ eine dauerhafte Aufstallpflicht von Geflügel“ – mit anderen Worten: Hühner, Enten und Gänse dürfen dann nicht mehr draußen gehalten werden – das kommt dem Verbot einer privaten Haltung dieser Tierarten gleich. … und Hühner, Enten und Gänse waren und sind für viele unter uns genau so geliebte Haustiere, wie für Sie der Hund, die Katze, der Papagei oder das Meerschwein…..

Jeder von Ihnen, liebe Leser, der von sich behauptet, ein Tierfreund zu sein, sollte aufschreien und mithelfen, dass diesen bestialischen Machenschaften rund um die Massentierhaltung durch Wirtschaft und Politik ein Ende bereitet wird.
Wenn wir als Gesellschaft uns nicht mit schuldig machen wollen an diesem weltweiten Frevel, dann müssen wir endlich aufstehen und uns dagegen erheben…..sonst ist vielleicht morgen Ihr Haustier dran….


Kommentar von Petra Maria im Hühnerforum Beitrag 7260

Grandios!

Das trifft genau den Knackpunkt: ich habe schon zu Beginn des Vogelgrippehypes fest gestellt, dass das Thema selbst Möchtegerntierschützern und -liebhabern ziemlich am A…(ufreger) vorbei geht. „Sind doch Nutztiere. Die wären sowieso getötet worden. Jetzt haben sie das elende Leben halt ein bisschen früher überstanden“. Und die Massentierhalter werden aus der Tierseuchenkasse entschädigt. Ist doch alles in bester Ordnung….
Gut – es gab einen kurzen, aber heftigen Aufschrei, als die Huffington Post mal titelte, Sachsen könnte freilaufende Katzen erschiessen. Da ist dann Schluß mit lustig. Katzen sind die „Schwellenart“ – teils „unkontrollierte Plage“, teils verwöhntes und geliebtes Haustier….Hunde wären noch dramatischer. Gottseidank blieb es da bisher bei Anleinpflicht in bestimmten Bereichen Damit kann man zur Not eine zeitlang leben (oder man weiss, wo man sie gefahrlos umgehen kann).

Das Konzept der Massentierhaltung geht auf: aus den Augen – aus dem Sinn. Die Bevölkerung kriegt keines der Tiere aus den Massenställen jemals zu Gesicht. Das arme Tier kriegt keins – kein Gesicht. Niemand braucht in die Augen zu schauen, die ein ganzes, armseliges Leben lang kein Tageslicht sehen dürfen und keinen Halter, den das Tier als jemanden erkennt, der es mag und umsorgt und respekt-, vielleicht sogar liebevoll, versorgt.

Die irrwitzigen Zahlen bei den aktuellen Keulungen sind so unfassbar, dass es fast schon wieder leicht wird, sie zu verdängen. Tausende Tiere – zu denen man keinerlei Bezug hatte. Einzeltiere, die viele kannten, sind unvergleichlich schlimmer – da leidet man dann mit…..

Makaber, aber wahr. Es bewährt sich, dass sie die Tiere hinter hermetisch abgeriegelten Mauern vor den Blicken der Bevölkerung verborgen haben…

LG
Petra Maria

 

 

__________________________________________________________-

Vogelgrippe – Geflügelpest – Wildvögel – Hausgeflügel

zur Zeit ist sie in aller Munde. Die Medien geben unisono wieder, was seitens unserer Behörden und des Friedrich Löffler Instituts (FLI) bekannt gegeben wird:

t
…sind sie wirklich schuldig?….

die Zugvögel sind Schuld, die Hausgeflügel sind massiv gefährdet,  vorsorgende Massentötungen gesunder Tiere, Aufstallpflicht für alle….
…und das alles natürlich nur zum Besten von Mensch, Tier und Natur.

  • dass nahezu alles, was sich hier zur Zeit abspielt nicht schlüssig ist, wenn man darüber nachdenkt
  • dass das Friedrich Löffler Institut eine sehr starke finanzielle Nähe zur Massentierhaltung und zur Pharma hat und unabhängige Wissenschaftler durchaus zu anderen Ergebnissen kommen
  • dass die infizierten Tiere meist weniger als 1 % der daraufhin getöteten Tiere ausmachen
  • dass die Anzahl der infizierten, toten Wildvögel deutlich unter 1% aller Wildvögel, die hier durchziehen liegt
  • dass ein Influenza Virus nicht „die Pest“ ist
  • dass vermutlich die Wildvögel zu Sündenböcken gemacht werden und dabei wahrscheinlicher die wahren Opfer sind…
  • dass dem kleinen Hühnerhalter Maßnahmen verordnet werden, die teilweise an Tierquälerei grenzen und von der Umsetzung her kaum zu relaisieren sind, um zu verhindern, dass Vogelkot eine Infektion überträgt, während Geflügelmist aus Massentierhaltungen teuer gehandelt und offen durchs Land gekarrt und auf unsere Felder gekippt wird, wo er potentiell ansteckend für die Wildvögel ist…..
t
…oder doch die wahren Opfer?

….all das und noch vieles mehr wird konsequent ignoriert – offensichtlich nicht einmal hinterfragt – sowohl seitens der Behörden als auch seitens der Medien.

Unsere Wildvögel sind massiv gefährdet, genau, wie unsere Haushuhnbestände – und statt diese entsprechend zu schützen werden Maßnahmen ergriffen, die meines Erachtens genau das Gegenteil erzielen und  nicht mehr zeitgemäß sind.

Die Medien scheinen kein Interesse daran zu haben, kritisch zu hinterfragen was geschieht – darum tun Sie es selbst. Machen Sie sich ein Bild – lesen Sie die „andere“ Seite und urteilen Sie selbst, ob es sinnvoll wäre, hier mal etwas kritischer nachzuhaken.  Und wenn Sie zu demselben Schluss kommen, wie ich, dann bitte verbreiten Sie diese Informationen und klären Sie auf – zum Schutz unserer Wildvögel und zum Schutz unserer alten Nutztierbestände

t
sie sind der ideale Sündenbock…..

Nachfolgend lesen Sie meine Gedanken dazu und einige links zu Seiten, die einen anderen Blick auf das Geschehen liefern:

Als besorgte Naturschützerin, Geflügelhalterin und als besorgter Verbraucher beunruhigen mich die derzeitigen Geschehnisse um die Geflügelpest zutiefst. Was ich den Veröffentlichungen unserer Ministerien und den Informationen in den Medien entnehmen kann, ist nicht dazu geeignet, mir meine Sorge zu nehmen.

t
…denn sie haben keine Lobby.

Ich fände es wünschenswert, wenn Politik und Medien meine nachfolgend aufgeführten Gedanken zum Thema einmal aufgreifen und kritisch hinterfragen würden. Besonders wünschenswert fände ich es, wenn sich Medien finden, die nicht nur die Aussagen und Mitteilungen seitens der Behörden und des (ja nicht ganz unabhängigen) FLI kritiklos übernehmen, sondern das Gesagte auch einmal hinterfragen und sich zu dem Zweck auch jene Wissenschaftler als adäquate Gesprächspartner  heranholen, die aufgrund ihrer Forschungen und Kenntnisse zu einem anderen Ergebnis kommen, als das FLI.

Wir haben eine Tierseuchenschutzverordnung, die m.W. in erster Linie zum Schutz der Bevölkerung/des Verbrauchers, in zweiter Linie zum Schutz der tierische Produkte produzierenden Wirtschaft und in 3. Linie zum allgemeinen Tierschutz da ist.

Dass wir eine solche Verordnung haben, halte ich für außerordentlich wichtig und vor allem auch richtig und ich wäre die Letzte, die nicht sofort alles in Bewegung setzen würde, um die Maßnahmen konsequent umsetzen zu können, wenn damit die oben gesteckten Ziele sinnvoll erreicht werden können.

Allerdings kann genau das mit der Tierseuchenschutzverordnung in ihrer jetzigen Fassung meines Erachtens nicht mehr effektiv erreicht werden.

Diese Verordnung in ihrer jetzigen Form und Umsetzung war sicherlich zu Zeiten meines Großvaters, wo Nutztiere noch nicht konfektioniert für Großproduktionen designt wurden und noch unisono in vergleichsweise kleinen Einheiten auf dem Land unter relativ stark von der Natur beeinflussten Bedingungen gehalten wurden, außerordentlich wirkungsvoll und sinnvoll.

Heute jedoch gibt es speziell designte/gezüchtete Hühner, die sogenannten Hybriden (z.B. die Hühnermarke Lohmann). Diese Hybriden sind auf die jeweiligen wirtschaftlichen Ziele optimiert worden. Z.B. hohe Legeleistung, hohes Fleischgewicht, schnelle Schlachtreife, kein Brutverhalten, möglichst wenig Bewegungsdrang, damit die Tiere zu zig-tausenden auf engstem Raum in geschlossenen Hallen gehalten werden können. Einher mit dieser Optimierung ging das Bedürfnis dieses Geflügels nach einer speziellen, deutlich energiereicherer Ernährung, die nur durch Hochleistungsfutter mit Zusatzstoffen zu erzielen ist. Ein unerwünschter, aber bisher nicht gelöster Nebeneffekt dieser Optimierung ist, dass diese Tiere unter den gegebenen Lebensbedingungen in der Massenhaltung  praktisch kein funktionierendes Immunsystem mehr haben. Diese Tiere sind also absolut allem, was die Umwelt an Keimen zu bieten hat, schutzlos ausgeliefert.

Um hier Totalverluste der Bestände zu verhindern und damit auch den Verbraucher  zu schützen, werden diese Hybriden in großen, hermetisch zur Außenwelt abgeschlossenen Tierhaltungsanlagen gehalten. Selbst die Luft in diesen Anlagen wird nur gefiltert rein und raus gelassen, Unbefugte dürfen die Gelände, geschweige denn die Gebäude oder gar die Ställe nicht betreten, es gibt diverse Sicherheits- und Desinfektionsschleusen, die jeder durchlaufen muss, der im Tierbestand arbeitet. Diese Gebäude sind zum Schutz des Geflügels und des Verbrauchers Hochsicherheitstrakte.

t
Sie sind frei geboren…..

Bei den Hühnerrassen der privaten Hobbyhalter und kleinbäuerlicher Betriebe hingegen handelt es sich meistens um alte Landschläge und Mischungen daraus. Diese Hühner haben nur einen Bruchteil der Lege- und Fleischleistung der Hybriden. Sie wachsen auch deutlich langsamer und sind später schlachtreif. Ihre Ansprüche an die Nahrung beschränken sich weitestgehend oder ganz auf das, was sie in der Natur finden plus eine Handvoll Getreide wie zu Großvaters Zeiten. Diese Hühner haben ein mehr oder weniger ausgeprägtes Brutverhalten, sie sind sehr bewegungsbedürftig, ihre Individualabstände sind deutlich größer, als die der Hybriden. Diese alten Landrassen wurden früher auch in der wirtschaftlichen Geflügelhaltung überall und heute immer noch bei Hobbyhaltern überwiegend oder ganz unter freiem Himmel mit freiem Auslauf hinter dem Haus gehalten. Ihre Immunsysteme sind so robust, wie die der Wildvögel, sie ernähren sich in mehr oder weniger großen Teilen von dem, was sie sich in der Natur suchen und ihr Bedarf an Zufütterung ist je nach Grundstück und dem, was es bieten kann, sehr gering bis nicht vorhanden.

Würde man jetzt eine handvoll Hybridhühner direkt aus so einer geschlossenen Massenhaltung von jetzt auf gleich vor die Tür setzen und in so ein Leben befördern, ohne sie wochenlang langsam und mit viel Sorgfalt an dieses artgerechte  Leben zu gewöhnen, wie es unsere alten Rassen führen, würden diese Hybriden im besten Fall innerhalb der ersten Tage versterben – im schlimmsten Fall elendlich dahin siechen und heftige Krankheiten aller Art „ausbrüten“, weil ihr Körper dem natürliche Leben nichts entgegen zu setzen hat und alles erst langsam und mühsam neu erlernen müsste.

t
…und ein Leben in Freiheit gewöhnt.

Dieses Risiko besteht aber auch umgekehrt bei unseren an Freiheit gewöhnten, alten Landhühnern. Sie geraten durch die plötzliche Einstallung auf engem Raum unter Dauerstress. Sie müssen eine Nahrungsumstellung weg von überwiegend natürlicher Nahrung auf Kunstfutter durchstehen, ihnen fehlt Bewegung, Licht und Luft – all das, was sie gesund und vital hält. Dass diese an die Natur gewöhnten, alten Landhühner nicht ganz so extrem reagieren, wie ein Hybrid im umgekehrten Fall liegt sicher einerseits an dem deutlich funktionsfähigeren Immunsystem zu Beginn der Aufstallung als auch an dem gewaltigen zeitlichen und finanziellen Aufwand, den die Halter kleiner Hühnerbestände betreiben, um ihre geliebten  Tiere irgendwie zu beschäftigen und zumindest etwas ausgleichend mit Licht und Naturnahrung zu versorgen.

Will man also tatsächlich die Tiere und damit automatisch auch die Wildvögel, die Bevölkerung und letztendlich sogar deren Ziervögel vor einer Ansteckung schützen, müssen die Maßnahmen darauf abzielen, das Immunsystem des jeweiligen Tieres so intakt wie möglich zu halten bei gleichzeitig optimalem Schutz vor übermäßigem Kontakt zu dem Erreger. Hier muss man meines Erachtens unterscheiden zwischen den Tieren, die ein intaktes Immunsystem haben und denen, die über keines verfügen. Man muss auch unterscheiden zwischen Tieren, die in einer extrem hohen Besatzdichte leben und solchen, die eine extrem geringe Dichte aufweisen.

Jeder weiß, dass das Risiko, sich zu erkälten um ein Vielfaches größer ist, wenn ich in einem U-Bahnwaggon dicht gedrängt mit vielen anderen Menschen zusammen stehe, als wenn ich mit einer kleinen Gruppe von Menschen einen gemeinsamen Waldspaziergang mache.

Unter diesen heute gegebenen Voraussetzungen, wo zwei grundverschiedene Formen der Nutztierhaltung stattfinden mit Tieren, die mittlerweile obwohl sie der gleichen Tierart angehören, vollständig unterschiedliche Ansprüche an Fütterung und Haltung stellen, um überhaupt lebensfähig zu sein bzw. gesund überleben zu können, in solchen Zeiten ist es m.E. dringend notwendig, dass die Seuchenschutzverordnung dahingehend angepasst wird, dass die Maßnahmen streng getrennt nach den Bedürfnissen, Anlagen und Schwächen der Tiere geregelt werden, damit sowohl die Bevölkerung als auch die Wirtschaft, aber auch die kleinen Hühnerhalter und die vielen Wildvögel  optimal geschützt werden.

Aus meiner Sicht wäre es deutlich sinnvoller, die ohnehin schon in hermetisch abgeschlossenen Gebäuden lebenden Massenbestände (solange nicht erreicht wird, dass diese Form der Tierhaltung endgültig abgeschafft wird)  im Seuchenfall noch genauer und engmaschiger zu überwachen und vor allem die Verhinderung von Einträgen von außen und vor allem Austrägen nach draußen noch massiver in den Fokus zu rücken.

Für kleine Bestände von Geflügelarten, die aus freier Haltung kommen und die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen, sollte man zumindest bei Erregern, die sich so, wie das derzeitige Influenzavirus verhalten, die Haltungsbedingungen, die diese Tiere gewohnt sind beibehalten und lediglich anordnen, dass weder Geflügel aus diesen Beständen das Grundstück verlassen darf, noch neues Geflügel von außen eingebracht werden darf.

Der Argumentation, dieses Geflügel würde damit die Bestände des Wirtschaftsgeflügels gefährden kann ich so ebenfalls nicht folgen. Die Gefährdung ist nicht durch das Virus selbst erhöht, sondern durch die in ihrer Wirksamkeit äußerst fragwürdigen Bestimmungen  unserer Seuchenschutzverordnung.

t
Ihr wahrer Feind ist nicht das Virus…

Zur Zeit werden, wenn ein infiziertes Tier identifiziert wird, nicht nur die kompletten Bestände vorsorglich getötet, sondern vielfach auch sämtliche Bestände im Umkreis von einem Kilometer – vorsorglich – völlig unabhängig davon, ob diese Bestände aufgestallt waren oder nicht oder ob sie infiziert sind oder nicht. Und es liegt ganz im Ermessen der ausführenden Behörde, ob sie in diesem Kilometerradius auch jeden im Haus gehaltenen Ziervogel – also praktisch alles, was Federn hat, mit töten. Und das auch, wenn eine verendete, infizierte Wildente nur ein paar Meter neben dem Grundstück gefunden wird.  In mehrfacher Hinsicht kann ich diese Regelung nicht nachvollziehen:

Es heißt, dass das Virus  mehrere Tage pathogen ist. Ein infiziertes Tier, z.B. eine infizierte Wildente kann also durchaus schon 30 oder 40 oder noch mehr Kilometer mit dem Virus im Gepäck hinter sich gebracht haben, bevor sie irgendwo tot zu Boden ging. Wie und warum also einen „Schutzkreis“ von einem Kilometer? Müsste man dann bei dieser Logik nicht konsequenterweise beim Fund eines infizierten Vogels den gesamten Bereich seiner Reichweite innerhalb von xy Tagen vorsorglich töten– also bei einigen Vogelarten vermutlich sämtliches Geflügel in ganz Schleswig Holstein?

…um Missverständnissen vorzubeugen – das halte ich natürlich für genau so wenig sinnvoll, wie die 1 km Regelung.

t
…ihre wahre Bedrohung ist die Politik

Ich frage mich, was soll das „vorsorgliche Keulen“ gesunder Bestände bringen? Natürlich sollte alles unternommen werden, was nötig ist, um Gefahr vom Verbraucher abzuwenden. Aber ich glaube nicht, dass es im Interesse des Verbrauchers ist, dass zig tausende kerngesunde Tiere in der Geflügelhaltung getötet und auf den Müll geworfen werden, ohne, dass dies irgendetwas an der Sicherheitslage ändert.

Natürlich ist es richtig, die kranken Tiere aus dem Verkehr zu ziehen – gerade, wenn es sich um Tiere handelt, die der Lebensmittelgewinnung zugeführt werden. Aber gerade dort, wo diese Tiere „produziert“ werden, existieren bereits mit den Haltungssystemen hermetisch abgeriegelte „Hochsicherheitstrakte“.  Es wäre also durchaus auch möglich, die Bestände, in denen ein paar infizierte Tiere gefunden werden, unter Quarantäne zu stellen und zu schauen, ob sich wirklich der gesamte Bestand infiziert.

Wie kann man überhaupt von einem „hochpathogenen“ Virus sprechen, wenn überhaupt nicht abgewartet wird, wie viele Tiere wirklich betroffen sein werden?

t

Bei den Wildvögeln scheint es nicht so hochpathogen abzulaufen, sonst hätten wir nicht die super niedrige Zahl der Totfunde gemessen am gesamten Zugvogelaufkommen.

Bei unserem Nutzgeflügel wird dagegen durch die Art der Veröffentlichungen seitens unserer Behörden eine Informationspolitik betrieben, die sehr irreführend ist.

Da spricht man von zig tausend Tieren, die gekeult werden mussten wegen der „Geflügelpest“ – eventuell findet man irgendwo im „Kleingedruckten“ noch mal den Hinweis, dass ein bis eine handvoll Tiere positiv getestet wurden. Mit anderen Worten, der Rest der Tiere waren gesund gekeult. 

Im Rückblick bleibt nicht hängen:
Bei der Geflügelpest 2016 wurden zwar über 100tsd Tiere vorsorglich gekeult, aber nur z.B. 100 waren positiv – im Rückblick bleibt hängen:

2016 war die gigantische Geflügelpest, der über 100000 Hühner zum Opfer gefallen sind.

Ich denke, wenn bei mir als kleinem, privaten Hühnerhalter, wo kein Warenverkehr stattfindet, kein Huhn den Hof verlässt und keines hinzu kommt, wenn bei mir ein Huhn durch das Virus tot umfällt, dann gefährdet das Virus in diesem Huhn keinen einzigen Wirtschaftsgeflügelhalter in der Umgebung. Gefährdet ist dieser Wirtschaftsgeflügelhalter ausschließlich durch unsere derzeitige Seuchengesetzgebung und ihre Ausführungsverordnungen – hier sollte angesetzt und etwas verändert werden.

Die Aussage unseres Landwirtschaftsministers, dass diese Maßnahmen ja auch zum Schutz der kleinen Geflügelhalter sei, deren Hühner bei Kontakt mit dem Virus elendlich krepieren könnten (das weiß man nicht einmal genau)  ist ebenfalls Augenwischerei, denn egal, ob die Hühner ordnungsgemäß aufgestallt sind oder nicht – egal, ob sie das Virus überhaupt haben oder nicht, im Zweifelsfall wird der Bestand so oder so vorsorglich gekeult. Bei Kontakt mit dem Virus hat mein Huhn, wenn es fit und sein Immunsystem intakt ist,  eine gute Überlebenschance mit unserer derzeitigen Verordnung ist seine Chance auf Überleben in dem Moment gleich Null, in dem im Umkreis von einem Kilometer eine Infektion  gefunden wird – und das selbst dann, wenn es kerngesund ist.

Last not least würde ich mir wünschen, dass unsere Berichterstattung etwas mehr sachliche Aufklärung hinsichtlich dieser Erkrankung betreibt. Ich unterhielt mich gerade mit einem Verbraucher, der mit Hühnern und Krankheit etc. nichts am Hut hat. Er meinte, ich müsse ja gigantische Panik haben, dass diese Pest meinen Bestand dahin rafft. Ich entgegnete, dass das Virus mir keine Sorge bereiten würde, aber unsere Behörden umso mehr.

Mein Gesprächspartner entgegnete daraufhin, dass ich gar nicht wüsste, wovon ich rede – ich solle mich mal schlau machen, wie furchtbar die Pest zuletzt Mitte bis Ende des 19 Jahrhunderts weltweit gewütet habe. Mir blieben bei dieser Aussage erstmal die Worte weg, bevor ich ihm erklären konnte, dass die Pest ungefähr soviel mit der Influenza gemein hat, wie ein Karpfen mit einem Wüstenfuchs: es sind beides Tiere……

t

Wie  eingangs gesagt, ich würde mich sehr freuen, wenn sich  Medien finden würden, die ihrem Anspruch, unabhängigen Journalismus zu betreiben wirklich  gerecht werden und bereit sind, diese Thematik einmal unvoreingenommen und unter Berücksichtigung auch gegenteiliger Erkenntnisse aus Wissenschaft und Geflügelhaltung, aber auch aus ornithologischer Sicht  zu recherchieren und zu diskutieren.

Schnell-Navigation

Schnell-Navigation

Hier haben wir einen Schnell-Navi für Sie eingerichtet, von dem Sie jederzeit direkt auf die entsprechenden Seiten gelangen:

Solange wir „Wildvogel-Hilfe-Saison“ haben, wird es auf diesen Seiten  nur eingeschränkt die wichtigsten neuen Infos geben. Alles weitere finden Sie  hier: www.aktionsbuendnis-vogelfrei.com

Schnell-Navi:

Da die Infosammlung mittlerweile stark angewachsen ist, haben wir neu die Seite „Neueste Einträge“.
Alles, was wir neu aufnehmen, wandert zunächst auf diese Seite, bevor es in die Themen verteilt wird.
Wenn Sie also täglich hier rein schauen, müssen Sie nicht jedes Thema öffnen, um zu schauen, ob etwas neu ist.

Neueste Einträge auf den Vogelgrippe-Seiten


Schnell-Navigation

Hier kündigen wir ca. für 24 Std. alle neu eingestellten Beiträge oder Hinweise, wenn direkt in einer Rubrik neue Beiträge erschienen sind, ab. Wochenendbeiträge bleiben bis Montagabend stehen.

Solange „Wildvogel-Hilfe-Saison“ ist, gibt´s auf diesen Seiten  nur eingeschränkte Infos. Alles weitere finden Sie  hier: www.aktionsbuendnis-vogelfrei.com
________________________________________________________

Neue Einträge bei
„Termine-Aktionen-Veranstaltungen“

____________________________________________________

Neue Einträge bei „….wenn der Amts-Vet kommt

______________________________________________________

Neue Einträge beiBergzoo Halle – „Täter“ oder Held?“

__________________________________________________________________

Neue Einträge auf Leserbriefe auf Zeitungsartikel

bitte lesen Sie weiter in der Rubrik

________________________________________________________________

Neue Einträge auf der Aktionsbündnis VogelFrei Seite

_______________________________________________________________

Neue Einträge auf Fragen und Forderungen an
Politik, Behörden, Medien und Wissenschaft

_______________________________________________________________

Neue Einträge bei  Zahlen, Daten, FaktenZahlen

Detaillierte Aufstellung in der Rubrik

______________________________________________________

Neue Einträge bei Zahlen, Daten, Fakten, Abschnitt Presselinks:

_____________________________________________________

Neue Einträge bei Zahlen, Daten, Fakten, Abschnitt informative Links:

..und es gibt sie doch, die Untersuchungen auf Todesursache:
CVUA Stutgart – Todesursachen bei heimischen Wildvögeln

_______________________________________________________

Zahlen, Daten, Fakten“ Abschnitt:
Eine kleine Sammlung rund um Geflügelmist

aus Massenhaltungen als Wirtschaftsgut:

___________________________________________________________

Neue Einträge bei Zahlen, Daten, Fakten, Abschnitt
Links zu Videos:

______________________________________________________

Neue Einträge bei  Stallpflicht aufgehoben – die Folgen

_____________________________________________________

Neue Einträge bei  „aufgedeckt und unlogisch“

bitte lesen Sie weiter in der Rubrik

_____________________________________________________

Neue Einträge bei  „Briefe an Behörden“

Bitte lesen Sie weiter in der Rubrik

______________________________________________________

Neue Einträge bei Kontakte

_________________________________________________

Neue Einträge bei „Eigene Gedanken zum Thema„:

______________________________________________________

Neue Beiträge bei:
Massentierhaltung – industrielle Geflügelproduktion

__________________________________________________

Neue Einträge bei  Emotionen, Gedanken und Spekulationen

_______________________________________________________________

Neue Einträge bei Notall Wildpark Höllohe / Bayern

_______________________________________________________________

Neue Einträge bei NOTFALL in Wörth

____________________________________________________

Neue Einträge bei  Aufschrei

______________________________________________________

Schnell-Navigation

Vorbereitet sein, wenn das Vet-Amt kommt

Schnell-Navi

Hier finden Sie alles, was Sie nach unseren Erfahrungen und Recherchen vorbereiten können bevor der Ernstfall eintritt und worauf Sie achten sollten, wenn bei Ihnen eine Beprobung oder gar Keulung ansteht.
Die Notfallseite finden Sie auch auf der HP des AVF

Notruf-Telefonnummern:

diese bitte nur anrufen, wenn bei Ihnen positiv beprobt wurde
und/oder gekeult werden soll:

AVF           0171-  211 63 12  Kirstin Zoller
BDRG      0175-   582 63 36 Franz Nuber
3. Nummer gelöscht auf eigenen Wunsch

 

In allen anderen Fällen wenden Sie sich bitte an die
Ansprechpartner Ihres Bundeslandes vom AVF

oder an
AB_VogelFrei@web.de

Nachfolgend genannte Kanzlei ist über etwaig nötige Eilverfahren 
(z.B. einsweilige Verfügung) vom AVF informiert
und kann von Haltern, deren Bestand von Keulung bedroht ist,  beauftragt werden:

Rechtsanwälte Kremer&Werner
Fachanwälte Verwaltungsrecht
Heinrich-Roller-Str. 19
10405 Berlin
Telefon: 030-288 76 783
Fac:         030-288 76 782

Stallaushang
diesen sollten Sie sich ausdrucken, mit den unten fehlenden Daten (Telefon, Name, Unterschrift etc.) versehen und gut sichtbar an Ihrer Hühnerstalltür aufhängen:
AVF Stallaushang Geflügelpest A4

Gesetze, Ausnahmen, Argumentationshilfen
Gesetze_Ausnahme_Flyer

Wenn Sie Tauben halten, informieren Sie sich genau über die Untersuchungsergebnisse des FLI über die
„Empfänglichkeit von Tauben für Aviäre Influenzaviren“.
Diese sind wertvolle Argumentationshilfe dafür, dass Tauben keineswegs vorbeugend gekeult werden müssen!

hier macht eine Behörde vor, wie man auch mit der Verordnung umgehen kann
Landkreis Haßberge
vielleicht kann das Amtsblatt eine Argumentationshilfe sein, falls offizielle Vertreter unsicher sind, ob sie Ausnahmen machen können.

Vorbereitet sein
folgende Dinge können Sie schon jetzt in Ruhe vorbereiten,
solange bei Ihnen noch kein „Alarm“ ist.

Hier sollten Sie schon im Vorwege Telefonnummern und Namen
von Ansprechpartnern sammeln, so dass Sie im Notfall
nichts mehr suchen müssen:
Telefonliste für den Ernstfall

Spätestens, wenn bei Ihnen in der Umgebung ein erhöhter Infektionsdruck vorliegt, kann man einiges machen,
um seine Tiere besser zu schützen:

Checkliste zur Gesunderhaltung der Tiere

außerdem sollten Sie sich die 
Tierseuchenschutzverordnung Geflügelpest
sowie den

Durchführungsbeschluss der EU 
ausdrucken, um im Zweifelsfall Ihrem Amtsvet die entscheidenden Paragraphen und Passi  vorlegen zu können.

Wenn Sie Sperr- oder Beobachtungsgebiet werden
bei einer anstehenden Beprobung haben Sie Rechte,
die Sie einfordern sollten:
Checkliste_Vet Amt – Beprobung

Die Deutsche veterinärmedizinische Gesellschaft DVG
macht klare Angaben zu erforderlichen EInwirkzeiten von Desinfektionsmitteln, die deutlich weitreichender sind, als das, was per Verordnung als sinnvoll angesehen wird. Sie sollten bei einer anstehenden beprobung mit Hinweis auf diese Ausführungen und die Gefahren der Einschleppung durch den Vet auf diese Zeiten bestehen:
Desinfektion in der Veterinärmedizin

Sie belegen Ihren Anspruch auf Rückstellproben, auf die Sie bestehen sollten! (dunkel im Kühlschrank lagern!)
Rechtliche Grundlage für Rückstellproben


Wenn bei Ihnen eine Keulung ansteht

Jetzt ist absolute Eile geboten! Jede Sekunde zählt!
Spannen SIe Ihre ganzen Ansprechpartner ein!
Checkliste bei Keulunsanordnung

 

Diesen Info-Aushang haben wir zum Verteilen in Supermärkten, Vereinen, Verbänden und überall, wo man viele Menschen erreichen kann, vorbereitet.
Bitte helft mit, möglichst viele Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen:

Vogelgrippeaushang


Die Informationen und pdfs dieser Seite sind eine Gemeinschaftsarbeit der AVF Aktiven im Hühnerforum

Schnell-Navi

Aktionsbündnis VogelFrei

Schnell-Navigation

Ich unterstütze mit meiner Seite www.wildvogel-rettung.de das:

Aktionsbündnis VogelFrei (AVF)“ 

Aktionsbündnis VogelFrei
Aktionsbündnis VogelFrei

…zur Zeit sind alle Hausgeflügel „vogelfrei“…
wir, vom AVF wollen VogelFrei!
www.aktionsbuendnis-vogelfrei.com
AB_VogelFrei@web.de

________________________________________________

Ziele und Forderungen des AVF

  • Forderung und Förderung unabhängiger Studien über Ursachen und  Verbreitungswege der Vogelgrippe
  • Änderung der dt. Geflügelpestverordnung und der dafür erforderlichen EU-Vorgaben
Die Änderungen sollen beinhalten:
  • Trennung in der GPVO von Wirtschaftsgeflügel und zu anderen Zwecken gehaltenen Geflügel
Für private Geflügelhalter, Zoos, Wildtierparks, Tierheime und Auffangstationen soll hierbei weiter gelten:
  • Keine Aufstallpflicht für private Geflügelhalter und die o.g. Einrichtungen.
    Beprobung (Tupferprobe)  ausschließlich bei klinischen Auffälligkeiten
  • Keulung nur, wenn ein bestätigtes HPAI pos. Testergebnis vorliegt und die Tiere klinisch auffällig sind. Ansonsten ist Quarantäne zu verhängen.
  • Keine Keulung auf Verdacht.
  • Keine Maßnahmen, die über eine Hofsperrung hinaus gehen, bei niedrigpathogenem Virus
  • Tauben, Singvögel und Vogelarten, bei denen es noch keine nachgewiesene Infektion in freier Wildbahn oder in einer Haltung gab, bzw. bei denen eine Überträgerfunktion nicht nachgewiesen ist, dürfen nicht unter die GPVO fallen
  • Keine Maßnahmen bei nicht klinisch auffälligen oder HPAI pos. bestätigt beprobten Tieren.
  • Keine serologische Beprobung (Tupfer/Blut) von klinisch unauffälligen Tieren bei Ausnahmeantrag
  • serologische Beprobung (Tupfer) in der Quarantäne nur auf HPAI und nur bei klinisch auffälligen Tieren
    (auch, um eine noch nicht geschehene Verschleppung des Virus durch Veterinäre, oder andere Kontaktpersonen oder Material zu verhindern)
  • Ausbruchsbezogene Aufstallung nur nach eindeutigem, wissenschaftlich haltbarem Beweis, dass von einer Nichtaufstallung ein erhöhtes Infektionsrisiko für andere Nutzgeflügelbestände ausginge. Die Aufstallung darf 21 Tage nicht überschreiten.
  • Markerimpfstoff auf freiwilliger Basis zulassen, der für alle Typen wie H5N3, N5, N8 etc. greift, zulassen.
    (In der Praxis werden Markerimpfstoffe unter anderem eingesetzt, um die Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR), eine Rinderkrankheit, und die Aujeszkysche Krankheit oder Pseudorabies, deren Wirtstiere Schweine sind, in gewissen Ländern auszurotten.)

 

Möglichkeiten zu wählen zwischen:

  • Freilauf auf eigenes Risiko
    (keine Erstattung durch Tierseuchenkasse)
  • Aufstallung mit Biosicherheitsmaßnahmen
Für gewerbliche Haltungen geltend:
  • Aufstallpflicht für gewerbliche Nutztierhalter nur risikoorientiert und zeitlich begrenzt auf maximal 21. Tage
Für alle Haltungen geltend:
  • Keine vorbeugenden Keulungen klinisch gesunder oder nicht pos. HPAI bestätigt beprobter Tiere (betr. auch Kontaktbestände etc.)
  • Keine auf die jeweils andere Haltungsform oder auf eine andere Geflügelart  übergreifende Restriktionsmaßnahmen für in der Nähe gelegene, nicht direkt betroffene Tierhaltungen.
  • Bundeseinheitliche Regelung bei Ausnahmeanträgen in Bezug auf Sentinelhaltung (Hühner, Gänse, Enten laufen zusammen)
Forderung zum Vorgehen
bei der Erarbeitung von Maßnahmen

Bei sämtlichen Verordnungen und Maßnahmen (von Stallpflicht über Ausnahmen und Entschädigungen bis Biosicherheit) konnten wir beim gegenwärtigen Ausbruch der Vogelgrippe feststellen, dass offensichtlich ausschließlich Menschen mit der Erarbeitung der Verordnungen und Vorgaben betraut waren, die entweder nur mit industrieller Tierhaltung vertraut sind oder die entsprechend einseitig erfahrene Berater hatten.

Es scheint keinerlei Wissen über Rassegeflügel, echtes Freilandgeflügel, Zoo- und Wildparkgeflügel eingeflossen zu sein.

Darum fordern wir für zukünftige Ausarbeitungen, Überarbeitungen und Änderungen neuer Verordnungen und Maßnahmen rund um Geflügel und Geflügelhaltung seitens des Staates, dass Vertreter folgender Interessengruppen beratend in die Ausarbeitungen einbezogen werden und ihre Stellungnahme vor Beschlussfassung von den Beschluss fassenden Gremien gehört wird:

  • Für die privaten, nicht organisierten Geflügelhalter ein Vertreter
    des Aktionsbündnis VogelFrei (AVF)
  • Für die Rassegeflügelhalter ein Vertreter
    des Bund dt. Rassegeflügelzüchter (BDRG)
  • Für die kleinen Freilandnutzgeflügelhalter und die kleinbäuerlichen Erzeuger (unter 1000 Tiere)
    einen Vertreter
  • Für die Zoos und Wildparks
    je einen Vertreter
  • Für die Wildtierauffangstationen und die Tierheime
    einen Vertreter
  • Für das allgemeine Nutztierwohl ein Vertreter
    z.B. der Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft (TfvL)

 

_______________________________________________

Spenden um den Rechtsweg zu beschreiten!

Wir sammeln Spenden, um einen Masterplan aufstellen und umsetzen zu können, der mit Hilfe entsprechender, rechtlicher Schritte die Geflügelpestverordnung in ihrer derzeitigen Fassung kippen soll und wenn nötig auch die EU Verordnung angreift.

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen indem SIe spenden
an den

Förderverein Aktionsbündnis VogelFrei (e.V. i.Gr.)
IBAN: DE63221914050017868060

BIC: GENODEF1PIN
Volksbank Pinneberg

Verwendungsszeck:
Spende AVF

oder direkt über die AVF Seite
hier

Der Förderverein für das AVF ist zur Zeit
noch in Gründung befindlich. 
Für Spenden, die vor Abschluss der Eintragung erfolgen,
kann der F-AVF  i.Gr. zwar eine Quittung, aber keine Spendenbescheinigung ausstellen.

Wenn Sie eine Spendenbescheinigung benötigen, warten Sie bitte mit der Spende, bis die Eintragung erfolgt ist.

_________________________________________________

Fragebogen des AVF rund um die Stallpflicht
Bitte möglichst umfangreich verteilen und mitmachen!

________________________________________________

Termine, die man nicht verpassen sollte:

__________________________________________________

Die „Vita“ des AVF und neu „der Förderverein“ für das AVF
Förderverein – klare Sache

________________________________________________

Petitionen:
Deutschland
Österreich

_____________________________________________________

Downloads:


AVF- Info – Aushang für Läden, Vereine und Co.

Notfall-Flyer zum Ausdrucken und Verteilen an Geflügelhalter:
NotfallflyerAußenseite
Notfallflyer Innenseite

Plakate zum Ausdrucken:
Schnabel_voll_von Stallpflicht
Stallpflicht_Freilandeier die keine mehr sind
Vogelgrippeaushang

Biosicherheitsmaßnahmen:
FLI Bild zu den Biosicherheitsmaßnahmen.pdf
und die Antwort von Bastian Lehnsherr auf  Facebook

Geflügelpest-Tierseuchenschutzverordnung:
 GeflügelpestTierseuchenschutzverordnung Geflügelpest

Geflügelbetriebe in Deutschland
Geflügelbetriebe 201612110035306910

Vogelgrippe
was geschieht warum und wie sinnvoll ist es?
Hannes Erklärung der Vogelgrippe

___________________________________________________________________________

 

Info von Kirstin/Tanny AVF Aktive
Am 11.4.2017 habe ich mich auf meinem  Hof mit dem Bundestagsabgeordneten der SPD für den Kreis Pinneberg, Dr. Ernst Dieter Rossmann getroffen.
Nach einer Besichtigung des Hühnerstalls und der erfolgreichen Suche meiner Hühner im Freiland hat sich Dr. Rossmann in einem knapp 1,5 stündigen Gespräch intensiv und umfangreich über unsere Themen informiert.
Er hatte sich auf unser Treffen vorbereitet und stellte eine ganze Reihe von Fragen zu Dingen, wo ihm bei seiner Recherche Unklarheiten und Widersprüche aufgefallen waren.
Ich konnte ihm die Forderungen und Änderungswünsche des AVF mit den entsprechenden Hintergrundinformationen und Begründungen mit auf den Weg geben.

__________________________________________________________________________

Sehr lesenswerte !
Berichterstattung von Franz Nuber, der bei  den EPI-Days 2017
vom 23.-24. 3.2017 auf Einladung des 
Friedrich-Löffler – Instituts zum Thema Vogelgrippe die Standpunkte aus  Sicht der Rassegeflügelzüchter und Hobbyhuhnhalter vertrat.
Für „Nicht Facebooker“ findet sich der komplette Text auch beim AVF

___________________________________________________________________________

Susanne Beitrag 13890im Hüfo:

Danke Herr Dr Götz!!!

Hallo,
ich war vorhin noch mal bei meinem TA, weil ich schon eine Weile überlegt hatte, einer Henne einen Hormonchip verpassen zu lassen und wollte aktiv werden, bevor ich womöglich ins Beobachtungsgebiet rutsche (bin 300 m entfernt). Mein TA ist ja Dr. Götz, der ja allerlei für uns alle tut. Ich hatte hier sicher schon erwähnt, dass er sowohl bei Wörth, als auch bei den Gesprächen im Ministerium in B-W als auch im Ministerium von NRW beteiligt war, heute habe ich erfahren, dass er auch im Ministerium in Hessen war. Also er setzt sich wirklich sehr ein. Ich habe ihm eine kleine Anerkennung zukommen lassen, die er zwar als völlig unnötig betitelt hat, aber er hat sich gefreut, das habe ich gesehen. Ich würde es schön finden, wenn sich einfach ein paar Leute mal bei ihm bedanken würden, vor allem die Mitglieder vom BDGR, die er ja vertritt (wobei er auch immer an die Halter denkt, wofür ich ihm sehr dankbar bin). Er zeigt wirklich einen riesigen Einsatz. Wahrscheinlich läuft da auch schon was, seitens des BDGR, aber falls nicht, soll das hier eine Anregung sein.

_______________________________________________________________________

Dieses Bild ist von Putin15 zur Verwendung  frei gegeben:

_________________________________________________________________________

Bericht zu dem Symposium in Kiel, das Sabine Corban und Mathias Güthe für das AVF organisiert und veranstaltet haben:

Kieler Nachrichten KN  28.1.2017 vom Kieler Symposium
Aktionsbündnis will gegen Aufstallung klagen

__________________________________________________________

 


Schnell-Navigation

Vogelgrippe Zahlen Daten Fakten

Schnell-Navigation

Vogelgrippe Zahlen Daten Fakten

Sie finden die Infos auf dieser Seite in folgender Reihenfolge:

  1. Fallzahlenbetroffener Tiere bundesweit.
    Unten die Zusammenfassung oder hier die ausführliche Version differenziert nach Bundesländern und Fundorten, Bestandszahlen und Erläuterungen
  2. links zu jeweils aktuellen Presseveröffentlichungen in zeitlicher Reihenfolge
  3. kleine Sammlung von Berichten rund um Geflügelmist als Wirtschaftsgut Dünger
  4. Sammlung von Links zu Videos zum Thema  Massengeflügelhaltung
  5. informative linkszu wissenschaflichen Seiten, Stellungnahmen, Berichten und einer Klageseite gegen die Aufstallverordnung etc.

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts

 

Fallzahlen

Zahlen als positiv beprobter Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 25.3.2017 14.00 Uhr TSIS/FLI
und 23.3.2017 FU Nr 26  OIE HPAI  und OIE LPAI

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

  • 1176 WV (OIE H5N8 707 WV)  , 113 HG 
  • 11753 Tiere  verendeten mit AI in Nutz- und Hausbeständen
  • mind. 992775 Tiere wurden daraufhin vorbeugend in den betroffenen Beständen gekeult.
  • mind. 192.840 in Kontaktbeständen ohne jeden Befund gekeult – tauchen in keiner Liste auf – hier sind nur die erfasst, die wir über Medien nachvollziehen konnten – können sehr viel mehr sein
  • plus 560.000 unverkäufliche Eintagsküken
  • plus 7500 Küken am Frankfurter Flughafen
macht insgesamt: 1.753.115 gesunde, gekeulte Tiere

plus 6 Betriebe in Cloppenburg Garrel, wo uns noch die Fallzahlen fehlen, weil sie bereits bei TSIS gelistet sind, aber bei OIE, vermutlich, weil sie erst nach dem letzten Veröffentlichungsdatum bestätigt wurden, noch nicht auftauchen.

 

hier die differenzierte Aufstellung der Fallzahlen im Einzelnen

Langsam gestaltet es sich fast unmöglich, noch reelle Zahlen zusammen zu suchen. Die Fallzahlmeldungen bei OIE sind unvollständig und oft mit bis zu 4 Wochen Versatz. Die Fallzahlangaben beim FLI (TSIS) sind vollständig unpräzise – mittlerweile werden zunehmend Hausbestände wie Wildvögel betitelt, es erscheinen gekeulte Bestände, die dann wieder komplett verschwinden, es verändern sich Daten von Fallzahlen. Diese Datenbank hat absolut nichts mit seriöser, wissenschaftlicher Dokumentation zu tun.
Fakt ist, dass es zur Zeit absolut nirgends haltbare und korrekte Fallzahlen gibt, die in irgendeiner Weise einen bundesweiten, klaren Überblick darüber geben, wieviele Wild- und Hausgeflügel genau und mit welchem genauen Ergebnis beprobt wurden und wieviele Tiere genau unbeprobt und ohne Symptome schlicht vorbeugend umgebracht wurden.
Die hier aufgeführten Zahlen sind lediglich Mindestzahlen bei den Hausgeflügeln und werden vermutlich ein Vielfaches dessen betragen, was aus diesen Listen ersichtlich ist. Bei den angegebenen Wildvogelzahlen muss von weniger ausgegangen werden, da bei Vögeln, wo mehrere Totfunde (z.B. 20 Schwäne an einem Tag und Ort)
stattfanden, nur so lange geprobt wird, bis man einen positiven H5N8 Nachweis hat und dann werden alle anderen Tiere auf Verdacht ebenfalls als positiv mit in die Statistik aufgenommen. Bei keinem einzigen Tier werden jemals Todesursachen ermittelt – obwohl dies gerade bei massenweisen Totfunden an einem Ort einer Tierart und eines Auffindezeitpunktes sinnvoll wäre (z.B. Mageninhalte?) und es wäre sinnvoll, in Massentierhaltungen die Totfunde ALLE (und auch hier nicht nur einzelne Stichproben) auf  weitere Erkrankungen und Verkeimungen zu untersuchen.

Was hier für teures Geld als seriöse wissenschaftliche Arbeit und Untersuchung „verkauft“ wird ist einfach nur eine Farce.
Und dass auf Basis solcher Daten irgendwelche so weitreichenden Entscheidungen, wie die Eingriffe in Eigentums- und Persönlichkeitsrechte sowie die Anordnung zum Verstoss gegen den Tierschutz möglich sind, ist einfach nicht zu fassen!

_____________________________________________________________

Links zu Medienberichten:

Es geht wieder los – die ersten Volgegrippefälle  – wo?
Natürlich! – Massentierhaltung!
Agrar heute – 2.8.2017
Neue H5N8 Fälle in Italien

Mindener Tageblatt 24.4.2017
Schritt in die Artenarmut

Neue Presse 12.4.2017
Biedefeld gegen landesweite Stallpflicht

HL live. de 11.4.2017
Geflügelpest: weiterhin Stallpflicht in Lübeck

Handelsblatt 11.4.2017
Schadensfälle wegen Vogelgrippe steigen rasant

Herzogtum direkt 11.4.2017
Geflügelpest: Aufstallpflicht für den Kreis gilt weiter

Wirtschaft.com 8.4.2017
Agrarminister: Keine Entwarnung bei Vogelgrippe
viele richtig gute Kommentare!

Hamburger Abendblatt 8.4.2017
Hühner frei, Streit nicht vorbei

NDR.de 7.4.2017
fast 800.000 Tiere in NS wegen Vogelgrippe getötet

Wochenblatt 7.4.2017
Strobl: Nach der Vogelgrippe ist vor der Vogelgrippe

Welt 24 3.4.2017
Debatte Meine Natur: Stallpflicht lockern
sehr lesenswert!

taz 29.3.2017
Die Freilandhalter der Opfer
Interview mit NS LWM Meyer

NWZ 25.3.2017
Einschränkungen durch Geflügelpest

NDR.de 24.3.2017
Mängel an 3 von 4 Tiertransporten
…die Kommentare darunter sind sehr interessant…..

TiNi 24.de
Weitere Vogelgrippefälle in Schleswig Holstein – tote Ente verschwunden

wochenblatt 17.3.2017
Strobl: Ursache für die Vogelgrippe muss erforscht werden
….da hat ja direkt mal jemand mitgedacht ….

Donaukurier 6.3.2017
es ist katastrophal, was sich da abspielt
Züchterforum Verband bayrischer Rassegefkügelzüchter

 

weitere Links vorangegangener Veröffentlichungen

_____________________________________________

Eine kleine Sammlung rund um Geflügelmist
aus Massenhaltungen als Wirtschaftsgut:

Stern 25.3.2017
Unterwegs mit den Gülle-Detektiven

Putin 22.3.2017 im Hüfo Beitrag 17018
Wir sind hier in Sachsen-Anhalt eigentlich nicht mehr, genauer im Landkreis Jerichower Land allerdings doch noch, von der Stallpflicht betroffen.

Während die noch gesunden Tiere in Stall und Voliere ihr Dasein fristen, läuft in der Praxis beim Umgang mit dem Hühnerkot folgendes:

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: DSC_0833 Verladung des Ausstallungskots klein Kopie.jpg  Hits: 21  Größe: 169,5 KB  ID: 185971
Völlig offene Verladung des Hühnerkots mit Staubentwicklung vom Feinsten.

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: DSC_0861 offener Transport klein.jpg  Hits: 17  Größe: 198,0 KB  ID: 185972
Völlig offener Transport mit Staubverteilung über rund 30km Transportstrecke , besser geht es kaum.

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: DSC_0911 ungeschützte Lagerung klein.jpg  Hits: 16  Größe: 187,9 KB  ID: 185973
Völlig ungeschützte Lagerung des unbehandelten „wertvollen Wirtschaftsgutes“ Hühnerkot am Randes eines Vogelschutzgebietes.

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: DSC_0887 Verteilung klein.jpg  Hits: 17  Größe: 122,9 KB  ID: 185974
Flächige, offene Verteilung über große Flächen ohne Einarbeitung in den Boden.

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: DSC_0919 das Zeug in Nahnaufnahme klein.jpg  Hits: 23  Größe: 138,0 KB  ID: 185975
Die Struktur des Zeugs ist klar ersichtlich.

Alle Bilder sind vom 15.03.2017 (Ausstallung u. Transport) und 16.03.2017 (Lagerung u. Verteilung), also aktuell.

Einen Tag nach der Ausbringung hat es über die Flächen ausgiebig geregnet. Es kann also als gesichert angesehen werden, dass genügend von dem Zeug in den umliegenden Gräben gelandet ist. Alle Gräben dort entwässern in das „Fiener Bruch“.

Das Fiener Bruch ist eine ausgedehnte, flache Niederungslandschaft, die sich vom Jerichower Land im Nordosten Sachsen-Anhalts bis in den Landkreis Potsdam-Mittelmark und die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel im Westen Brandenburgs erstreckt. Es liegt vollständig innerhalb des Baruther Urstromtales zwischen dem Hohen Fläming im Süden und der Karower Platte im Norden.

Das Bruchtal ist über weite Flächen als Vogelschutzgebiet Fiener Bruch (SPA-Gebiet) ausgewiesen. Es ist ein international bedeutsamer Brutplatz vom Aussterben bedrohter Arten und Rastplatz für Zugvögel. Das Fiener Bruch ist eines der nur noch drei Brutgebiete der äußerst seltenen und vom Aussterben bedrohten Großtrappen.

Wer bedroht denn hier nun wen? Die Zugvögel kann man ja wohl kaum verantwortlich machen.

lG
Bernd

http://www.zwerg-huehner.de

SWR 22.7.2016
Schweizer Hühnermist landet vermehrt in Deutschland
….und da wundern wir uns, warum die Schweiz auch ohne

Aufstallpflicht keine Vogelgrippeprobleme mit Hausgeflügel hat?

Landwirtschaftskammer Niedersachsen 17.12.2015
Zwischenlagerung von Stallmist und Geflügelkot neu geregelt

So werden Gülle und Mist schwunghaft in Deutschland gehandelt und in unsere offene Landschaft verbracht – nur 2 Beispiel:
Nährstoffbörse Schleswig Holstein

Güllebank Weser Ems

MK Kreiszeitung.de 30.12.2016
Putenmist aus gekeultem Betrieb auf dem Acker

Diesen Bericht habe ich kommentiert und Bilder von dem „hermetisch abgedichteten“, verseuchten Mist aus FB abfotografiert:

Wirtschaftsjahr 2013/2014
Gülleexport aus Weser Ems  Grafik

NDR.de 9.12.2016
Verunreinigtes Trinkwasser. Ist Gülle die Ursache?

SWR Fernsehen 22.7.2016
Schweizer Güllehandel:

Hühnermist landet vermehrt in Deutschland

Werra Rundschau 11.11.12
Mist aus Holland auf Feldern im Kreis

AK Kurier23.3.2012
Hühnergülle auf Westerwälder Feldern – Ein Skandal

Rheinland Pfalz Stand 4/2015
Staatliche Pflanzenbauberatung

Niedersächsisches Amtsblatt Stand 30.9.2015
Punkt „K“ 1260

________________________________________________________________

Links zu Videos:

ORF 16.1.2017
Hühner unter Hausarrest

________________________________________________________________

informative links:

..und es gibt sie doch, die Untersuchungen auf Todesursache:
CVUA Stutgart – Todesursachen bei heimischen Wildvögeln

Risikoeinschätzung HPAIV H5N8
unabhängiger Wissenschaftler vom 1.4.2017

öffentliche Stellungnahme
der Profs. Bakhdi und Reiss 4/2017

Augsburger Allgemeine 6.3.2017
2. Chance für männliche Küken

Welt 24 8.3.22017
Überfülltes Tierheim – das grenzt an Tierquälerei
Hamburg Süderstraße

Bericht über eine Veranstaltung der Bündnis90 die  Grünen in Berlin
Fachgespräch zur Vogelgrippe
Das könnte alles von heute sein – stammt aber aus dem Jahr 2008
Und was ist draus geworden?

Ärzte Zeitung 14.2.2017
500.000 Tiere in Geflügelbeständen getötet
Kommentar von Dr. med Vet. Grünwoldt:
Als Human-Ärzte müßten Sie mich eigentlich fragen: Habt ihr Veterinäre auch noch den bakteriellen Pesterreger Yersinia pestis beim Geflügel, Schweinen und Rindern entdeckt, wenn ihr fortgesetzt von Geflügel-Schweine- und Rinderpest redet? – – –
Auf jeden Fall dürfte die unzeitgemäße Verwendung des Begriffes „Pest“ im unredlichen Zusammenhang mit grippalen Infekten vom kryptischen Virus A-Typ (HxNy) als verbaler „Seuchen-Verstärker“ wirken!
Und das ist augenscheinlich aktionistischen Seuchenbekämpfern hilfreich, ihre „vorsorglichen Tötungen“ bei Tieren aller Art zu rechtfertigen.
Dabei geben lediglich (fehlerbehaftete) Laborbefunde von zumeist indirekten (immunologischen) Virus-Nachweisen an einzelnen erkrankten oder verendeten Tieren immer wieder das Startsignal zur Verkündung des „Ausbruchs“ (?) der „Seuche“ und soll Massentötungen im vorauseilenden Vollzug rechtfertigen. Begründet werden die i.d.R. mit vermeintlich „Hoch“-infektiösen oder „Hoch“-pathogenen Virus-Partikeln, die angeblich „grassieren“ (herumschwärmen?),“sich (aktiv) ausbreiten“ (?) oder „überspringen“ können!(?).
So posaunen im 21. Jahrhundert immer noch hochrangige „Epi-Demio-Logen“ (griech. auf-oder über dem Volk Redner) in ihren amtlichen „Seuchen“-Verlautbarungen -wie im Zeitalter der Miasmen- aus Universitäten, dem FLI und sogar RKI.
Dabei könnten die „aggressiven“ (angriffsfähigen?) Eigenschaften des nachgewiesenen, endogen entstandenen, und aus abgestorbenen Zellen freigesetzten Partikels überhaupt erst in der (Inkubations-)Quarantäne eines geschlossenen, seuchenverdächtigen Tierbestandes infektiologisch festgestellt werden. Und zwar nach veterinärhygienisch und -klinisch zu beobachtenden Ansteckungs- oder Krankheitsverlaufs über mindestens eine Inkubations-Phase, und nicht etwa im bloßen, isolierten Zellkultur-Test als zweifelhafter „zytopathogener Effekt“ (cpe) bestimmt werden!
So ergibt sich für den berufenen Tiergesundheits-Schützer und Gegner dieser ad-hoc-Massentötungen wertvoller Nutz- oder Zuchttiere der dringende Verdacht, dass dies im nebulösen „Seuchenhandeln“ leichtfertig oder bewußt vermieden werden soll, weil möglicherweise überhaupt kein seuchenhafter Krankheits-Verlauf festgestellt werden kann.Darauf deutet u.a. auch die Vermanschung der Seuchenstatistik hin, die nicht zwischen tatsächlich erkrankten/verendeten Tieren und den massenhaft unauffälligen/gesunden „Gekeulten“ unterscheidet, sondern lediglich pauschal von einer halben Million Seuchen- „Opfern“ berichtet! Man stelle sich ähnliches „prophylaktisches“ Handeln der Gesundheitsbehörden einmal bei Feststellung der humanen Influenza nach Verkündung als „Pandemie“ durch die WHO vor!
Schließlich gilt seit langem, dass es unter dem Umgebungsdruck von infektiösen (und immunogenen,sic!) Agentien in lebenden Populationen auch zum Phänomen der „Stillen Feiung“ kommt. D.h. unter ansonsten gesunden Lebensbedingungen (Ernährung, Klima u.a.) immunologisch Krankheitserreger neutralisiert werden. Wie sonst können die Seuchenexperten anschließend immer wieder vom „Ab-Ebben“ der Grippe-„Welle“ (welcher?) oder dem „Verschwinden“ (wohin?) des (unbelebten!) Virus-Partikels reden?
Und das, obwohl die Reinigungs- und Desinfektions-Maßnahmen gegen den „unsichtbaren Feind“ immer lückenhaft bleiben müssen, insbesondere beim Mitwirken von technischen Diensten (THW-Freiwillige, Militär u.a. potentiellen Seuchen- „Verschleppern“).
Letztendlich hat das Ansehen der Tierseuchen-Bekämpfung spätestens seit Beginn des 21. Jahrhunderts mit der Erklärung des Phantoms „BSE“ (pathol.Rinderhirnschwamm)zur ansteckenden Krankheit, und des fiktiven Erregers „Prion“-Eiweiß zum infektiösen Agens, sprichwörtlich schweren Schaden genommen. (Und das geschah u.a. durch einen aberwitzigen Tierversuch, in dem diskreten Mäusehirnen von der Größe eines Stricknadelkopfes Rinderhirn-Extrakt -unter Umgehung der Blut-Hirnschranke- eingespritzt wurde…Schließlich wurden bis heute abermillionen Tonnen wertvoller Eiweißstoffe (Schlachtabfälle) als sterilisiertes Tierkörpermehl hochenergetisch vernichtet, und so den Omvnivoren Schwein und Geflügel als Leistungsfutter vorenthalten. Stattdessen wurde in Brasilien weiter das Öko- und Klima-System am Amazonas gerodet, um als Nährstoff-Ersatz Sojabohnen verstärkt auf Feldern anzubauen. Dazu wurden in die „Seuchensprache“ auch noch die medizinisch unzulässigen Begriffe „Rinderwahn“, „mad cows“ und „vaches folles“ (engl./franz. „verrückte Kühe“) aufgenommen und epi-pandemisch verbreitet.
Was das Schreckgespenst der Molekularbiologen und Virologen -die Zelle als genetisches „Mischgefäß“ für noch „höher“-pathogene oder „virulentere“ (lat. giftigere?) RNS- Nanopartikel (sog.Virus= lat. Gift)- anbelangt, so hatte doch der große Louis Pasteur schon vor gut einhundert Jahren in seinen riskanten Tollwutversuchen festgestellt, dass es bei Überimpfung des caninen Rabies-Virus auf unterschiedliche Tierarten i.d.R. zur Erreger-Abschwächung (!) bis zur Wirkungslosigkeit in deren Organismus kommt.
Für mich als Veterinärmediziner, med. Mikrobiologe und Hygieniker ist fast noch bedeutsamer seine fundamentale (Anti-„Seuchen“) Erkenntnis, dass nicht (nachgewiesene) Mikroben das gesundheitliche Problem sind, sondern der (Anreicherungs-)Nährboden auf dem sie sich gefährlich vermehren können; „Le (seul) microbe, c´est rien – le terrain, c´est tout!“
Dafür exemplarisch dürfte z.B. die Entstehung einer hospital-induzierten Sepsis sein, u.a. durch mangelhafte hygienische Katheterpflege und Vermehrung des MRSA-Keimes zu infektiösen Dosen im Wundsekret; oder die Umwelt-Anzucht der „Malaria“-Vektoren (ital. „schlechte Luft“?) und des Cholera-Erregers in stagnierenden Abwässern u.s.f

WAI 1.2.2017
Verlauf der Geflügelpest-Epidemie von H5N8 und H5N5 in Deutschland 2016/17 anhand offizieller Angaben

Februar 2009 US National Library of Medicine
De.: Hochpathogenes H5N1 in tiefgekühlten Entenkarkassen


Initiative gegen die Massentierhaltung


BDRG 4.2.2017

Kampf gegen das Leiden des Rassegeflügels

Die „Macher“ des „Produkts“ Pute
AviagenTurkeys
Hier entstehen Puten, wie die Linie B.U.T. 6
oder TP7 (Testprodukt 7) …“ein robustes, leicht zu haltendes und ertragreiches Testprodukt für den Europäischen Markt“…..
Ach so, nur, falls es jemandem entgangen ist:  hier ist die Rede von Puten, von Lebewesen!

Animal Spirit.at 23.1.2017
Vogelgrippe: die Stallpflicht ist schädlich

shz 24.1.2017
Was verbirgt sich hinter den Subtypen?

EU Papier „Durchführungsbeschluss“
zur Festsetzung der finanziellen Beteiligung der Union an den Deutschland bei der Finanzierung der Dringlichkeitsmaßnahmen zur Bekämpfung der Aviären Influenza in den Jahren 2012 und 2013 entstandenen Kosten (Anm. über 1 Million Euro)
Ein lesenswertes Papier, was man sich in Verbindung der TSIS und OIE Fallzahlen aus den betreffenden Jahren anschauen sollte – dann weiss man, wer alljährlich die Entschädigungen kassiert….

taz.de 18.12.2014
Veterinärmediziner zur Vogelgrippe
Massenhaltung ist anfälliger

Agrar- und Ernährungswirtschaft – manchmal stehen weltweit nur 1-4 Konzerne hinter der Marken- und Produktvielfalt im Supermarkt – die gefährliche Supermacht
Konzernatlas 2017

Albert Schweitzer Stiftung
Puten in der Massentierhaltung
lesenswert auch für Menschen, die nicht gleich Veganer werden wollen

wing Uni Vechta
Daten und Fakten zur Geflügelwirtschaft – Putenhaltung
Kontakt:
NGW-Niedersächsische Geflügelwirtschaft
Landesverband e.V.

http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/i…ht_2016_10.pdf
Marktdaten:
Oktober 2016 im Vergleich zum Vorjahr:
– Bio-Eier, Freiland PLUS 9,5 Prozent.
– Putenschnitzel, frisch minus 1,4 Prozent

Der Marktbericht vom Oktober (unmittelbar vor Ausbruch der Vogelgrippe) ist der letzte bisher. Zumindest fand ich vom LfL keinen für November und Dezember….

Hier spricht jemand, der weiss, wovon er spricht,
denn er hat selbst in der Geflügelindustrie gearbeitet

Aktuell zum Thema Vogelgrippe – Wildvogeltheorie ist nicht haltbar
Industrielle Eiproduktion – das will man nicht wirklich essen

Nabu News Dezember 2016
Aktenzeichen H5N8 ungelöst

OIE Reports 2006 bis 2016 germany 06-16

13.6.2016 Heinrich Böll Stiftung
Es ist noch nicht vorbei
Grafiken – Großmastanlagen in den Bundesländern

13.1.2016 Heinrich Böll Stiftung
Fleischatlas

Eine spannende Europakarte, von Andreas Menz
Betroffene Wildvogelfunde und Hausgeflügelbestände der Vogelgrippe
und seine
Gedankengänge zum Thema Übertragungswege

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 5.12.2016
Aktuelle H5N8-Nachweise in Grenz- und Nachbarregionen der EU und mögliche Verbindungen aus Handelsbeziehungen

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 4.12.2016
WAI-Realitäts-Check: Wie dynamisch breitet sich die Vogelgrippe in Deutschland aus?
Hinweis des WAI:
Überarbeitet und erweitert am 12.12.2016, Grund: Beim Aktualisieren unserer Darstellung des Rückgangs der H5N8-Fälle fiel auf, dass sich die Anzahl der älteren Fälle verändert hat. Eine Überprüfung aller Zahlen ergab, dass eine Reihe von früheren „Nachweisen“ aus der TSIS-Liste eliminiert wurden (v.a. aus Bayern, möglicherweise unbestätigte Verdachtsfälle?), andere ergänzt wurden (v.a. aus BW), bei einzelnen Fällen sich das Datum oder die Art“bestimmung“ geändert hat. Es ist natürlich vernünftig, Fehler zu korrigieren. Unvernünftig ist es, solche Änderungen in einer der Wissenschaft dienenden Liste nicht eindeutig  zu kennzeichnen.

unser Hinweis:  ds ist uns auch schon häufiger aufgefallen!

WAI Chronik 2016 – Das Auftreten von HPAI H5N8 
aktualisierte Fassung Stand 30.11.2016
Wer sich tiefer mit dem Thema Infektionswege befasst, für den ist dies ein fundiertes, quellenbelegtes und verständlich aufbereitetes Dokument

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 2016
„Risikoeinschätzungen“ des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zum Auftreten von Vogelgrippe – seriöse Informationsquelle oder Instrument zur Täuschung der Öffentlichkeit?

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza
Chronik der H5N8 Ausbrüche 2016
gut verständliche, quellengestützte Dokumentation
sehr lesenswert

Professor Lorenzen vom Zoologischen Institut Kiel im
kritischen Agrarbericht 2016 (pdf)

Prof. Dr. Reichholf, Zoologische Staatssammlung
Ursprung, Ausbreitung und Infektionswege des H5N1
interessante These, die an ihrer Aktualität nichts verloren hat, obwohl es hier um das N1 Virus ging

LBV
Wie kommt das Virus nach Europa?

Nur für starke Nerven
ein Live-Erfahrungsbericht der zuständigen Tierärztin Dr Rosemarie Heiß von der Keulaktion in Wermsdorf April 2006
und die Fotos dazu

Offene Worte des Züchterkollegen P. Wicknig
ernüchternde  Einblicke in ganz Alltägliches der Geflügelproduktion

Medienkampagne am Beispiel der Vogelgrippe / Ottmar Lattorf für Nabis e.V – zwar von 2005 aber immer noch aktuell?
http://www.was-die-massenmedien-vers…rippe_heft.pdf

agrarlobby.de:
Der Zentralverband der dt. Geflügelzüchter

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza („Geflügelpest“)

WAI – Wissenschaftsforum vom 7.1.2016
Argumentationshilfe zur Wildvogel-Geflügelpest-Monitoring-Verordnung

Interessantes Kartenmaterial vom
Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen
(etwa  im unteren Drittel der Seite)

Robert Koch Institut
Risikoeinschätzung

LBV
Risiken für den Menschen?

NABU Pressemitteilung 16.11.16
NABU bemängelt Ursachenforschung zur Virenverbreitung

Zum Thema seit dem Ausbruch 2006 – 2016
alle Beiträge des Nabu

Nabu Thüringen 14.11.16
Geflügelpest mit Ursprung Massentierhaltung

Bernd Wolff – Zwerghühner (23.11.2016)
aktuell zum Thema Vogelgrippe

Arbeitsgemeinsch. für artgerechte Nutztierhaltung e.V.
Rundbrief 2/2007
Resolution der DO-G zum Umgang mit der Vogelgrippe

Renate Künast, Fritz Kühn, Fraktion B90/Die Grünen 2/2009
Fragen an die Bundesregierung

Kritischer AI-Bericht aus Frankreich 2007
Vogelgrippe: Experten bestreiten Zugvogel-Theorie
„Tour du Valat/Frankreich (pte/27.03.2007/16:15) –

http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070327041

GRAIN Infobrief vom Ausbruch 2006  (pdf)
die zentrale Rolle der Geflügelindustrie in der Vogelgrippekrise

Influenza – Geburtsjahr bestimmt die Anfälligkeit 11.11.2016

Infos von und über das  Friedrich-Löffler-Institut (FLI)

Wissenschaftsrat Hintergrundinfos 15.7.2013
FLI Riems
„Der Löffler“
Heft Nr. 18  2/2015

Putin15  # 11014 im Hüfo:
Was man vielleicht über die Herkunft und Anfänge des VEB Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems, einem Kombinatsbetrieb des VEB Kombinat Veterinärimpfstoffe Dessau wissen sollte:

Am 1. Juli 1921 erfolgte die Gründung des Bakteriologischen Instituts der Anhaltischen Kreise in Dessau durch Friedrich Richter. Das Institut widmete sich unter anderem der Aufdeckung und Diagnostik von Tuberkulose bei Mensch und Tier.

Am 1. April 1924 übernahm Ludwig Wolters die Leitung des Instituts. Das Institut entwickelte sich bis 1945 zu einem Zentrum des Gesundheitsschutzes. Erste Anfänge der Herstellung von Impfstoffen, Seren und Schädlingsbekämpfungsmitteln wurden gemacht. Die Herstellung von Immunsera gegen das Erysipeloid begann.

Das Anhaltische Serum-Institut GmbH Dessau (ASID) wurde am 31. Mai 1930 unter Leitung von Wolters und Herbert Hoffmann gegründet. Neben der Erzeugung von Seren und Impfstoffen zur Bekämpfung von Tierkrankheiten umfasste das Leistungsspektrum auch die bakterielle Schädlingsbekämpfung sowie die der Erforschung und Bekämpfung des Schafrauschbrandes.

Das Institut wurde am 1. Januar 1951 in VEB Serum-Werk Dessau umbenannt und galt in der DDR als wichtiger Betrieb der Impfstoff- und Arzneimittelbereitstellung für Veterinär- und Humanimpfstoffe.

Aus dem produktionsorientierten VEB Serum Werk Dessau wurde am 1. Januar 1954 das wissenschaftlich orientierte Forschungsinstitut für Impfstoffe Dessau. Das Institut erhielt den Auftrag, für alle bedeutenden tierischen Infektionskrankheiten Impfstoffe für die DDR und auch für den Export bereitzustellen.

Das VEB Kombinat Veterinärimpfstoffe Dessau wurde am 1. Januar 1985 gegründet. Das Kombinat setzte sich aus drei Einrichtungen zusammen: dem Impfstoffwerk Dessau-Tornau mit seinem als Forschungszentrum in den Stammbetrieb integrierten Institut für Impfstoffe Dessau sowie dem sich im Bau befindlichen Tornauer Werk; dem VEB Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems, einem Kombinatsbetrieb mit schwerpunktmäßiger Produktion von Impfstoffen gegen Viruserkrankungen von Tieren.

Das Dessauer Institut für Impfstoffe beschäftigte sich ab 1988 im Rahmen eines Entwicklungsprogramms schwerpunktmäßig mit veterinärmedizinischen Diagnostika und bereitete die industriemäßige Diagnostika-Produktion vor. Auch die Entwicklung von Virus-Impfstoffen wurde weiter vorangetrieben. Auf der Agenda standen beispielsweise Lebendimpfstoffe gegen Entenpest und Gänseinfluenza.

Auf Beschluss des Ministerrates der DDR begann am 1. Mai 1990 die Auflösung bzw. Entflechtung des Kombinats Veterinärimpfstoffe Dessau. In deren Konsequenz wurden das Impfstoffwerk Dessau und die anderen beiden Kombinatsbetriebe, der VEB Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems und das VEG Seehausen-Plaußig, zum 1. Mai 1990 wieder der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften Berlin unterstellt und später in die Forschungslandschaft der Bundesrepublik überführt.

Was die Vorgängereinrichtung schon vor über 50 Jahren leisten konnte macht vielleicht folgende Werbung aus dem Jahr 1959 deutlich:

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: pest 03a.jpg  Hits: 0  Größe: 178,5 KB  ID: 183185

Wer heute behauptet eine Impfung gegen Geflügelpest wäre gefährlich, weil … ist bestenfalls gefährlich uninformiert.

!!! Jetzt wird es richtig spannend !!! :

Umbildung und Privatisierung: Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH

Am 24. Juli 1990 wurde das Impfstoffwerk Dessau-Tornau als „GmbH im Aufbau“ ins Handelsregister eingetragen.

Am 1. März 1993 wurde die Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH als bis dahin wirtschaftlich nicht selbstständiger Teil der Impfstoffwerk Dessau-Tornau Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH privatisiert.

Zur Jahrtausendwende arbeiteten nun wieder 249 Mitarbeiter in Dessau-Tornau. Erfolgreich verlief die Implementierung eines großtechnischen Herstellungsverfahrens für Pocken-Lebendimpfstoffe.

Eine geheime US-Depesche sieht die Pockenimpfstoffe als Grund dafür, dass IDT Biologika für die USA als essentielle Einrichtung gilt.

2005 begann der Neubau der Virusproduktion, 2006 wurde die Impfstoffproduktion erweitert und eine Konfektionierungslinie für Pockenverpackungen in Betrieb genommen.

Der Firmenname wurde im Oktober 2007 geändert. Aus der Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH wurde die IDT Biologika GmbH.

2010 erfolgte die Markteinführung eines Schweineinfluenza-Tierimpfstoffes mit allen drei aktuellen Subtypen.

2013 erwarb die IDT Biologika die Fertigung und Forschung der Riemser Pharma GmbH in Riems – Stadt Greifswald. Dort nahm die IDT Biologika (Riems) im November 2013 ihre Arbeit auf.

In 2015 begann der Ausbau des neuen Standorts mit der Grundsteinlegung für ein neues Forschungsgebäude, mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 10 Mio € und der Modernisierung der Fertigung und der Logistik.

Auf der Basis eigener, neuer Produkte wie dem Impfstoff gegen die Ödemkrankheit der Schweine erweiterte die IDT Biologika ihre Vertriebstätigkeit im Segment Tiergesundheit auf Europa und gründete Landesgesellschaften in Dänemark, Niederlande, Frankreich und Spanien.

Seit Juni 2015 ist die IDT Corporation mit einem Fertigungsstandort für klinische Prüfmuster in Rockville, Maryland vertreten.

Zum 1. September 2015 übernahm die IDT Biologika das Unternehmen Gallant Custom Laboratories im kanadischen Cambridge, Provinz Ontario. Gallant Custom Laboratories ist das einzige in Kanada zugelassene Unternehmen zur Herstellung von viralen und bakteriellen Bestandsimpfstoffen.

Die IDT Biologika ist ein deutsches Unternehmen der Biopharmazie mit Sitz in Dessau-Roßlau. Es entwickelt und produziert biotechnologisch hergestellte Impfstoffe und Pharmazeutika. Das Unternehmen gehört zur Klocke-Gruppe.

2014 beschäftigte das Unternehmen rund 1250 Mitarbeiter und hatte einen Umsatz von 172 Mio EUR.

Standorte des Unternehmens sind in Deutschland der BioPharmaPark in Dessau-Roßlau und Greifswald-Ortsteil Riems.

Sicherheitshalber: Alles ohne Gewähr, aber nach bestem Wissen und Gewissen.
Nun habt Ihr alle was zum Nachdenken was auf/in Riems so alles existiert und, und, und ….

lG
Bernd

Aktionsbündnis VogelFrei AVF

wir haben Fragen an

  • das Friedrich Löffler Institut
  • die Politik
  • die Wirtschaft

…und verlangen haltbare Antworten, darum

  • wir recherchieren
  • wir decken auf
  • wir kritisieren
    wir informieren
  • wir klagen an

Wir treten dem Wahnsinn entgegen!

….und für die, die ihre handvoll Hühnchen im Garten laufen hatten,
hier nochmal ein Auszug aus der
Verordnung unseres Bundeslandwirtschaftsministeriums vom 18.11.2016
leicht verständlich für jeden Halter eines Huhns:
……
§ 2
Zu § 2 der Geflügelpest-Verordnung
Der Tierhalter eines Bestandes
1. bis einschließlich 100 Stück Geflügel hat ein Register nach § 2 Absatz 2 Satz 2 Nummer 3 in Verbindung mit Absatz 4 der Geflügelpest-Verordnung und
2. mit 10 bis einschließlich 1 000 Stück Geflügel hat ein Register nach § 2 Absatz 2 Satz 2 Nummer 4 in Verbindung mit Absatz 4 der Geflügelpest-Verordnung zu führen….

von Kleingruppe über Boden, Freiland, Bio bis Selbstversorgung
welchen Weg geht welches Ei auf unserem Tisch?

….und wer Zeit hat und die Stimmung derer, für die ihre Hühner Familienmitglieder sind, hautnah „erleben“ will, gibt es
hier die Diskussion

Sie ist oft emotional, angesichts der Ängste der Tierbesitzer nur bewundernswert selten unsachlich, mit Galgenhumor gespickt, aber auch angefüllt mit sachlichen Informationen, profundem Wissen, vielen Erklärungsversuchen und oft verzweifelter Hilf- und Ratlosigkeit…..

 

Schnell-Navigation

 

Zahlen, Daten, Fakten – Fallzahlen im Einzelnen

Schnell-Navigation
Langsam gestaltet es sich fast unmöglich, noch reelle Zahlen zusammen zu suchen. Die Fallzahlmeldungen bei OIE sind unvollständig und oft mit bis zu 4 Wochen Versatz. Die Fallzahlangaben beim FLI (TSIS) sind vollständig unpräzise – mittlerweile werden zunehmend Hausbestände wie Wildvögel betitelt, es erscheinen gekeulte Bestände, die dann wieder komplett verschwinden, es verändern sich Daten von Fallzahlen. Diese Datenbank hat absolut nichts mit seriöser, wissenschaftlicher Dokumentation zu tun.
Fakt ist, dass es zur Zeit absolut nirgends haltbare und korrekte Fallzahlen gibt, die in irgendeiner Weise einen bundesweiten, klaren Überblick darüber geben, wieviele Wild- und Hausgeflügel genau und mit welchem genauen Ergebnis beprobt wurden und wieviele Tiere genau unbeprobt und ohne Symptome schlicht vorbeugend umgebracht wurden.
Die hier aufgeführten Zahlen sind lediglich Mindestzahlen bei den Hausgeflügeln und werden vermutlich ein Vielfaches dessen betragen, was aus diesen Listen ersichtlich ist. Bei den angegebenen Wildvogelzahlen muss von weniger ausgegangen werden, da bei Vögeln, wo mehrere Totfunde (z.B. 20 Schwäne an einem Tag und Ort)
stattfanden, nur so lange geprobt wird, bis man einen positiven H5N8 Nachweis hat und dann werden alle anderen Tiere auf Verdacht ebenfalls als positiv mit in die Statistik aufgenommen. Bei keinem einzigen Tier werden jemals Todesursachen ermittelt – obwohl dies gerade bei massenweisen Totfunden an einem Ort einer Tierart und eines Auffindezeitpunktes sinnvoll wäre (z.B. Mageninhalte?) und es wäre sinnvoll, in Massentierhaltungen die Totfunde ALLE (und auch hier nicht nur einzelne Stichproben) auf  weitere Erkrankungen und Verkeimungen zu untersuchen.

Was hier für teures Geld als seriöse wissenschaftliche Arbeit und Untersuchung „verkauft“ wird ist einfach nur eine Farce.
Und dass auf Basis solcher Daten irgendwelche so weitreichenden Entscheidungen, wie die Eingriffe in Eigentums- und Persönlichkeitsrechte sowie die Anordnung zum Verstoss gegen den Tierschutz möglich sind, ist einfach nicht zu fassen!

Fallzahlen

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts und der OIE  (FU Rep 26 bis 23.3.2017) ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 25.3.2017 14.00 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 als positiv bestätigte Wildvogeleinträge: 711
 aufgehobene Wildvogeleinträge: 465 = Wildvögel 1176 Stück  lt TSIS
lt. OIE pos H5N8 707 WV
Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land

113 Haus- und Zoogeflügelbestände
Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir aus der Presse, dass mind. 100.000 weitere,  gesunde Tiere aus der Umgebung gekeult wurden.
Zuletzt hat Landwirtschaftsminister Meyer mutigerweise die Umgebungskeulung gegen alle Widerstände ohne positiven Befund unterbunden!

Zahlen als positiv beprobter Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 25.3.2017 14.00 Uhr TSIS/FLI
und 23.3.2017 FU Nr 26  OIE HPAI  und OIE LPAI

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

  • 1176 WV (OIE H5N8 707 WV)  , 113 HG 
  • 11753 Tiere  verendeten mit AI in Nutz- und Hausbeständen
  • mind. 992775 Tiere wurden daraufhin vorbeugend in den betroffenen Beständen gekeult.
  • mind. 192.840 in Kontaktbeständen ohne jeden Befund gekeult – tauchen in keiner Liste auf – hier sind nur die erfasst, die wir über Medien nachvollziehen konnten – können sehr viel mehr sein
  • plus 560.000 unverkäufliche Eintagsküken
  • plus 7500 Küken am Frankfurter Flughafen
macht insgesamt: 1.753.115 gesunde, gekeulte Tiere

plus 6 Betriebe in Cloppenburg Garrel, wo uns noch die Fallzahlen fehlen, weil sie bereits bei TSIS gelistet sind, aber bei OIE, noch nicht auftauchen. Von 5 Fällen konnten wir eine Gesamtzahl vorbeugend gekeulter, gesunder  Tiere in Höhe von 109.000 Tieren entnehmen.

plus mehrere Bestände, die bei TSIS geführt sind, aber nicht bei OIE auftauchen. Sie wurden also pos auf nicht meldepflichtiges LPAI getestet und vorbeugend gekeult, es gibt aber keine Zahlen.


plus ungezählte, vorbeugend gekeulte Kontaktbestände, die wir nicht in den Medien gefunden haben.
(Mitgekeulte Kontaktbestände, von denen in den Medien häufig mehrere genannt wurden, werden nirgends aufgeführt!)

Die letzten Fälle in Niedersachsen, Cloppenburg, Garrel sind sehr merkwürdig, da immer aufgrund nur eines einzigen verendeten Tieres ganze Massenbestände vorbeugend gekeult wurden.

Die Zahlen seit Beginn des Ausbruchs im Einzelnen:

Baden Württemberg  Ges.: 302  WV ( 1 WV +1 HG aufgehoben )
(OIE 282WV)

-Bodenseekreis 128WV
– Alb-Donau 1 WV
– Karlsruhe 1 HG  !!! bei TSIS sind sie jetzt als WV geführt
– Emmendingen 2 WV
-Konstanz 157  WV
– Sigmaringen  2WV 
Rastatt 1
– Ulm 9
– Lörrach 1

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Der Fall wurde beim FLI als „erloschen“ oder „unbegründet“ verschoben.

Karlsruhe 1 HG bedeutet lt OIE:
8.2.2017 Zoo 5 Schwäne Verdacht, 4 verendet

Bayern Ges.: 29  WV, 4 HG (102 WV , 4HG aufgehoben)   (OIE 106 WV)
-Traunstein 1 WV
Roth 2 WV
-Weiden 1 WV

– Weilheim 2 WV
– Würzburg 3 WV
-Hof 1 WV
-Ansbach 1 WV
-Amberg 1 WV
Regensburg 3 WV
– München 2 WV
-Schwandorf 4 WV, 2 HG
-Erlangen 2 WV

– Straubing-Bogen 1 HG
-Kitzingen 1 HG

– Haßberg 1WV
Main-Spessart 2 WV
-Cham 1 WV
– Neustadt Waldh. 2 WV

Neustadt 1 HG bedeutet lt OIE H5N8 :
6.1.17 kleiner Hühnerbestand 16 Tiere, 2 beprobt, keines verendet, 16 vorbeugend gekeult. (evt. Zufallsbeprobung?
)
aufgehoben

Hof 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
28.1.17 Bad Steben Legehennen 22 Tiere, 14 verendet, 8 vorbeugend gekeult.wurde aufgehoben

Schwandorf 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
31.1.17 Teublitz Wildpark Höllohe  222 Vögel, 12 verendet, 210 vorbeugend gekeult (Hühner, Gänse, Enten, Tauben, Rabenvögel (Krähe Laura), Störche, Schwäne, Möven, Fasane, Wachteln, Finken und lt. Presse Kanarienvögel, Sperlingsvögel)

Schwandorf 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
6.2.17 Teublitz 93 Tiere, 9 verendet, 19 gekeult (Hühner, Enten)

Straubing Bogen  1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
Geiselhöring 7.2..17 10771 Puten, 150 verendet, 10621 vorbeugend gekeult

Regensburg 1HG bedeutet lt OIE H5N8:
27.1.17Lappersdorf
  37 Vögel, 1 verendet, 36 vorbeugend gekeult
(Hühner, Gänse, Enten, Schwan) aufgehoben

Regensburg 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
Zeitlarn 3.2.17
109 Vögel, 9 verendet, 100 vorbeugend gekeult
Hühner, Gänse, Enten, Puten aufgehoben

Kitzingen 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
Schwarzach
14.2.17
62 Vögel, 3 verendet, 59 vorbeugend gekeult
Hühner, Tauben

Hessen Ges.:  46 WV (1 HG+ 9WV aufgehoben) OIE 14 WV 1 HG
Main Kinzing 2 WV
Main Taunus 2 WV
Werra Meißner 1 WV

Groß Gerau 2 WV
Kassel 1WV 
Wetteraukreis 7 WV.
Darmstadt  23 WV
Wiesbaden 4 WV
Vogelsbergkreis 1 WV
Rheingau 1 WV
Frankfurt 1  WV
Bergstr. 1 WV

Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet H5N8:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Pelikan verendet

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 24 WV, 4 HG  (12 HG+  77 WV aufgehoben)  (OIE 62 WV, 11HG)
-Mecklenburgische Seenplatte 4 WV
-Nordwestmecklenburg 4WV
-Ludwigslust  7 WV , 1 HG  
-Vorpommern-Greifswald 1 HG
Vorpommern-Rügen 2 WV, 1HG
– Schwerin: 6 WV
-Rostock 1 WV 1 HG

Ludwigslust 1 HG bedeutet H5N8:
Schwanheide 30.1.17 Legehennen 615 verendet, 105.691 Tiere vorbeugend gekeult

Rostock  1 HG bedeutet :
15.2. Kröpelin 46 Tiere, 29 verendet, 1 vorbeugend gekeult  Hühner, Gänse, Enten

Vorpommern Greifswald  1 HG bedeutet :
Zoo
27.2.2017 ein in gef. geh. Vogel 163 Zoovögel, 1 Pfau verendet, 0 vorbeugend gekeult

die aufgehobenen HG Fälle bedeuten:
Ludwigslust 1 HG bedeutet 25.11.2016 H5N8: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt, 98 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben Zufallsbeprobung?

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
25.11.
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8

Vorpommern Greifswald  4 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 verendet, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)

2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere

3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)

4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)

5. hier gab es einen gekeulten Bestand vom 12.11. Huhn (T´SIS aufgehoben) , der in keiner OIE Liste auftaucht – war das ein Irrtum? Falsch positiver Schnelltest ?

Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster 30.11. : 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien:
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)

2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet

3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)

4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Schweriner Zoo bedeutet:  3.1. 234 Verdachtsfälle, 2 verendete Tiere,
O vorbeugend getötet

 

Niedersachsen Ges.: 2WV   27 HG (aufgehoben 44 WV+18HG)
(OIE 11 WV/27 HG) 

– Cloppenburg 24  HG
– Friesland 1 WV 
Wittmund 1 HG (Ente)
– Ammerland 1 HG
– Oldenburg 1 HG

– Osnabrück 1 WV 

die HG bedeuten:

Cloppenburg  24 HG bedeutet:
24.3. Garrel 15000 Puten noch nicht in TSIS lt Presse
24.3. Garrel 2 Betriebe zusammen 86500 Puten noch nicht in TSIS lt Presse
22.3. Garrel 1 verendete Mastputen, 14999 vobeugend gkeult
21.3. Garrel 1 verendete Mastputen, 14930 vobeugend gkeult
17.3. Garrel 5 verendete Legehennen, 5252 vobeugend gkeult
17.3. Garrel 10 verendete Mastputen, 11747vobeugend gkeult
17.3. Garrel 2 verendete Mastputen, 1755 vobeugend gkeult
lt  Presse gab es am 17.3. auch noch einen Betrieb mit 2500 gekeulten Puten, der aber weder bei TSIS noch bei OIE auftaucht
Ebenfalls am 17.3. berichtet die NWZ von einem AUsbruch, bei dem 6500 Puten gekeult wurden – dieser Bestand taucht bisher weder bei TSIS noch bei OIE auf
15.3. Garrel 35 verendete Mastputen, 6385 vobeugend gkeult
14.3. Garrel 30 verendete Mastputen, 10596 vobeugend gkeult
11.3. Garrel 8 verendete Mastputen, 14997 vobeugend gkeult
9.3. Bösel 1 verendete Mastputen, 9499 vorbeugend gekeult

9.3. Garrel  1 verendete Mastputen, 9499 vorbeugend gekeult
8.3.  Garrel 1 verendete Mastputen, 13999 vorbeugend gekeult
8.3.  Garrel , 1 verendete Mastputen, 12299 vorbeugend gekeult
8.3.  Garrel  1 verendete Mastputen, 5799 vorbeugend gekeult
7.3. Garrel 46 verendete Mastputen,  18251 vorbeugend gekeult
3.3. Frisoythe 19263 Mastputen, 0 Tote, 19263 vorbeugend gekeult
2.3.  Garrel  6 verendete Mastputen, 9542 vorbeugnd gekeult
25.2.Frisoythe 80 verendete Mastputen, 33087 vorbeugend gekeult
für 5 mind. weitere Betriebe fehlen noch die genaueren Zahlen, da sie noch nicht im letzten OIE FU Report auftauchen

Wittmund 1  HG bedeutet:
Wittmund 9.3.2017 24800 Mastenten, 196 verendet, 24604 vorbeugend gekeult

Oldenburg bedeutet:
20.3.2017 Großenkneten
50 verendete Mastputen, 16950 vorbeugend gekeult

Ammerland bedeutet:
20.3.2017 Edewecht
13 verendete Zuchtenten, 33559 vorbeugend gekeult

die aufgehobenen HG bedeuten:
Cloppenburg  bedeutet:
Barßel 23.11. Puten 50 verendet, 15925 vorbeugend gekeult  (aufgehoben)
Cloppenburg/Barßel   laut Medienberichten: 
92.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten
kein einziger infizierter Wildvogel wurde weit und breit gefunden

Bösel 18.1.2017  Puten,18 verendet,  24329 vorbeugend gekeult

Bösel 25.1.2017 Puten, 70 verendet, 7405 vorbeugend gekeult
laut Medien Kontaktbetrieb /Hülsberg 14000 Tiere vorbeugend gekeult

Garrel  24.12.   Puten 51 verendet, 13.949 vorbeugend gekeult aufgehoben
laut Medien: plus 7200 Puten in Kontaktbestand 1km Radius vorbeugend gekeult

Garrel 31.12.  Puten 11 verendet, 13731 vorbeugend gekeult aufgehoben

Garrel 31.12. Puten,46 verendet, 7918 vorbeugend gekeult

Frisoythe 5.2.2017 Puten 70 verendet, 10018 vorbeugend gekeult

Hatten 2.1.2017.Puten, 12 verendet, 3208 vorbeugend gekeult
Vechta  bedeutet:
Damme 14.12.
8694 Puten davon 8496 Tiere vorbeugend gekeult aufgehoben

Diepholz   bedeutet:
Diepholz 15.12.  Hühner   bei TSIS aufgehoben, bei OIE taucht dieser Bestand als LPAI H5Nx auf


Diepholz Eydelstedt 16.1.2017  „Ente“ 226 verendet,10824 vorbeugend gekeult.

Oldenburg bedeutet:
Dötlingen, Brettorf 23.12.
  Puten, 200 verendet, 10.100  vorbeugend gekeult aufgehoben

Laut Medien: plus 2 Kontaktbestände in Vechta 24000 Tiere vorbeugend gekeult 120 wurden beprobt- negativ

Hude 26.12.  Puten,200 verendet  davon 10.300 vorbeugend gekeult

Hude 29.12.   Puten 25 verendet,  12225 vorbeugend gekeult

Wardenburg 31.12. Puten 8 verendet,  18793 vorbeugend gekeult

Hude 6.1.2017  Puten, 7 verendet,  6743 vorbeugend gekeult
laut Medien: plus 13800 Tiere vorbeugend gekeult aus Kontaktbestand

Landkreis Oldenburg Amtsblatt

Emsland  bedeutet:
Gersten 24.1.2017 
Zuchtgänse 32 verendet,   2968 vorbeugend gekeult

Northeim 1 HG bedeutet:
25.12. 
26 Tiere, 20 Hühner, 6 Enten 10 verendet,  16 vorbeugend gekeult – aufgehoben

Cloppenburg :
6.2.2017 laut TSIS ein HG Bestand Pute aufgehoben – existiert nicht bei OIE???  
Bestand wegen Testfehler gekeult?

Berlin  59 WV   (aufgehoben 0 WV) (OIE 11 WV)

Bremen Ges.: 1 WV   (aufgehoben 1 WV)  (OIE 1 WV)

Hamburg Ges.:7 WV (aufgehoben 15 WV, 1 HG)  OIE 8 WV, 1HG)

Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo 29.11.2016: 310 Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich

plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 4 WV, 8 HG (aufgehoben 40 WV + 4 HG)  (OIE 7WV)
– Dahme 2 WV
– Ostprignitz 2 HG
-Märkisch Oberland 6 HG
-Oder-Spree 2 WV
– Prignitz 1 WV (nur bei OIE – nicht bei TSIS)

Oberhavel 2.12. (aufgehoben)  bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Dahme 18.1.2017 Alt Zauche Puten,12 verendet, 9364 vorbeugend gekeult

Cottbus 24.1.2017 Zoo  789 Tiere, davon 1 verendet, Rest Quarantäne

Ostprignitz 10.1.2017 Kyritz  Puten, 247 verendet,  8480 vorbeugend gekeult

Ostprignitz 11.1.2017 bei TSIS „1 Pute“ , nicht bei OIE falsch positiv vrobeugend gekeult?

Ostprignitz Heiligengarbe 9.2.2017 Puten 5 von 4300 verendet, über Keulung keine Angaben (nicht bei TSIS?)

Ostprignitz, Neuruppin 27.1.2017 Zoo 1 Tier verendet, 92 von 234 vorbeugend gekeult

Märkisch Oberland:
Neuhardenberg 27.1.2017 Mastenten  1017 verendet, 12705 vorbeugend gekeult

Neuhardenberg 1.2.2017 Zuchtenten 50 verendet, 2800 vorbeugend gekeult

Neuhardenberg29.1.2017 Mastenten 66 verendet, 12662 vorbeugend gekeult

Alt Tucheband 4.2.2017 Puten 278 verendet, 22888 vorbeugend gekeult

Märk Oberland  10.2. 2017 Pute noch nicht bei OIE

Märk Oberland
16.2. 2017 Wriezen 
16404 Zuchtenten, 0 verendet, 16404 vorbeugend gekeult

Märk Oberland  1 HG bedeutet:
Lietzen 15.2.  2017
14700 Mastenten 346 verendet 14354 vorbeugend gekeult

Märk Oberland  2.2. 2017 Pute noch nicht bei OIE

Nordrhein Westfalen Ges.: 26 WV , 1 HG (aufgehoben 20 WV+6HG)
(OIE  14 WV)

-Paderborn 2 WV 1 HG
-Ennepe-Ruhr 2 WV
– Soest: 1 WV
– Herford 1 WV
– Märkischer Kreis 1 WV
– Hagen: 3 WV
– Bielefeld: 16 WV

Gütersloh 1 HG bedeutet:
Rietberg 20.12.
2800 Zuchtgänse und 21 Zuchtenten, davon 50 tot, 2771 vorbeugend gekeult aufgehoben

Soest  1 HG bedeutet:
Amröchte 17.12. 
14.000 Küken, 7600 Putenhähne, davon 100 tot, 21100 vorbeugend gekeult. aufgehoben

lt Presse vorbeugend gekeult im 1 km Umkreis 2 priv. Hobbybestände a´20 Tiere
Weitere Medienlinks zu diesem Fall:
NRZ;      Welt 24;

Bielefeld  1 HG 23.12  89Hühner und Gänse 12 pos. H5N3, keine getötet. Zufallsbefund wg. Ausnahmegenehmigung? aufgehoben

Kleve , Rees 26.12.  Puten, 400 verendet, 16088 vorbeugend gekeult aufgehoben
Presselink zu diesem Fall

Paderborn, Delbrück  11.1.17   Legehennen und Puten, 6 verendet,  40194 vorbeugend gekeult aufgehoben
laut Medien: zusätzlich 3 Kontaktbetriebe vorbeugend gekeult 15000 Junghennen, 12000 Küken, 2000 Enten

Wesel  11.1.2017 Hamminkeln  Puten, 180 verendet,  8820 vorbeugend gekeult aufgehoben
12.800 Tiere in Kontaktbestand Rees/Haldern vorbeugend gekeult
Presselinks zu dem Fall:
WAZ; RP online; Lokalkompass.deRP online; RP online; NRZ

Paderborn   14.2.2017 Delbrück   107558 Legehennen,245 verendet, 107313 vorbeugend gekeult

Sachsen Ges.: 63 WV , 3 HG (aufgehoben 43 WV) (OIE 21 WV)
-Leipzig 18 WV 
-Nordsachsen 4 WV , 1 HG 
Bauzen 10 WV,  1 HG
-Görlitz 4 WV
-Vogtlandkreis 2 WV
-Mittelsachsen 3 WV
-Osterzgebirge 1 WV
-Meißen 7 WV
-Dresden 7 WV , 1 HG

Dresden 1 HG bedeutet:
Zoo 3.2.2017 .
Enten 2 verendet, 6 vorbeugend gekeult von 46

Bauzen 1 HG bedeutet:
Bernstorf 6.2.2017
Zoo, Schwäne 1 verendet, 2 gekeult aufgehoben wird bei TSIS als Wildvögel geführt

Nordsachsen1 HG bedeutet:
Rackwitz 31.1.2017 
Puten, 265 tot, 6457 vorbeugend gekeult

Sachsen-Anhalt Ges,;  25 WV (aufgehobe 16WV+5 HG)
  (OIE 9 WV)

-Jerichower Land  6 WV
– Saalekreis 4 WV
Burgenlandkreis 1 WV
-Anhalt Bitterfeld 3 WV
-Börde 3 WV
-Mansfeld Südharz 4 WV
-Stendal 1 WV
-Wittenberg 1 WV
-Altmarkkreis 2 WV

Harz: 1 HG bedeutet : 
23.11. Quedlingburg : 38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung, Zufallsbeprobung? aufgehoben

Jerichower Land 1 HG bedeutet : 
Möser 15.12. :Enten,  400 tot, 9600 vorbeugend vernichtet

Burgenlandkreis 1 HG bedeutet : 
28.12.  81 Enten und Gänse, 14 H5N3, 0 verendet, 14 vorbeugend gekeult (Zufallsbeprobung wegen Ausnahmegenehmigung?)
Laut Presse sind alle Tiere (67) gekeult worden wegen H5N8 – aber der Befund scheint sich nicht bestätigt zu haben, da bei OIE nur 14 H5N3 Tiere gemeldet und gekeult wurden. Was nun stimmt? Kann man mal wieder nur raten!

Salzlandkreis 5.1.2017 Legehennen, 70 verendet,  33260 vorbeugend gekeult

Anhalt Bitterfeld 2.1.2017 Köthen Zoo 453 Wassergeflügel, 2 verendet (1 Schwan und ein Emu) , 133 vorbeugend gekeult Taucht bei TSIS nicht bzw als WV-Fund auf!!!

 

Schleswig Holstein Ges.: 54 WV, 4HG (aufgehoben 58 WV, 4 HG)
(OIE 118 WV)
-Herzogtum Lauenburg 19WV
–  Rendsburg/Eckernförde 3 WV 

-Dithmarschen 1 WV, 1 HG
– Lübeck 4 WV
– Neumünster 3 WV
-Nordfriesland 1 WV
– Ostholstein 7 WV
– Plön 3 WV
-Stormarn 2 WV
– Segeberg 8 WV
– Steinburg 3 WV, 3 HG


Dithmarschen  3 HG bedeutet laut Medienberichten: 
Gudendorf21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos 2220 Gänse vorbeugend gekeult. aufgehoben
Gudendorf 21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , H5N2 pos 1800 Gänse vorbeugend gekeult. aktiv?
Presseberichte dazu:
shz
;  
NDR.de  shz;     Kieler Nachrichten

Krumstedt 2.12.: 71 Hennen, 2 Gänse, 26 Enten1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.aufgehoben
öffentliche Infos/Kommentare dazu:
SH Landwirtschaftsministerium;   facebook Kommentar ;


Lübeck Stadt  9.11. 1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten) vernichtet aufghoben

Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 11.11. 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner) aufgehoben

Steinburg 22.1.  Süderau Puten H5N5, 1350 tot,  2050 vorbeugend gekeult

Steinburg 23.1.  Süderau Puten H5N5, 500 tot,  14110 vorbeugend gekeult

Steinburg 25.1. Grevenkop Puten H5N5, 100 tot,  14690 vorbeugend gekeult

 

Thüringen Ges.: 68 WV, 3 HG (17 WV, 1 HG aufgehoben) (OIE 35 WV)
Greiz 27 WV, 1 HG
Erfurt 4 WV
Eisenach 1 WV
Gotha 13 WV, 1 HG
Kyffhäuserkreis 7 WV
Nordhausen 1 WV
Saale Orla 2 WV
Gera 1 WV
Jena 1 WV
Saalfeld 10 WV
Unstrut 1 WV

Greiz 1 HG bedeutet:
Zeulenroda 29.1.17 
Hühner, Gänse, Enten, Tauben, Wachteln , Fasane 61 verendet, 121 vorbeugend gekeult,

Gotha 1 HG bedeutet lt. OIE (bei TSIS nicht vorhanden?):
Zoo  29.1.17 
  3 verendete Störche von 373 Tieren gesamt – Anzahl gekeulter Tiere unbekannt.
Dieser Bestand wird bei TSIS als WV geführt!

Sömmerda1 HG bedeutet:
22.2. Sömmerda
  55 Hühner und Gänse,   11 verendet, 44 vorbeugend gekeult

Greiz 1 HG lt. TSIS bedeutet:
Weida  15.2.17 
  19 Hühner, Enten, Gänse davon 8 verendet, 11 vorbeugend gekeult

Rheinland Pfalz Ges. 0WV 2HG (aufgehoben 22 WV)
Germersheim 1 HG
Bad Dürkheim 1 HG

Germersheim  11.1.  539 Tiere, gemischter Rassegeflügelbestand, 2 pos H5N3 Zufallsbefund wegen Beprobung aufgr. Ausnahmegenehmigung,
0 verendet, 0 gekeult – Quarantäne

Bad Dürkheim 27.2..   6 Hühner und Gänse, 2 verendet, 4 vorbeugend gekeult

Saarland Ges.: 1 WV (OIE 1 WV)
St Wendel 1 WV

In der TSIS Datenbank wird  jeder Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also hier nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen, meldepflichtigen  H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert.
Bei Fällen, die bei TSIS auftauchen, nicht jedoch bei OIE, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine nicht meldepflichtige Variante handelte.

In der FLI Datenbank TSIS sind Fälle „aufgehoben“ und damit aus der aktiven Statistik entfernt/verschoben worden, wobei als Begründung uneindeutig angegeben ist „entweder Tierseuche ist erloschen oder Verdacht hat sich als unbegründet heraus gestellt“
Neuerdings gibt es auch alte H5N8 positive Bestände bei OIE, die bei TSIS gar nicht mehr auftauchen.

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

Archiv der vorangeganenen Zahlen, die durch diese neueste Meldung abgelöst wurden

 

Schnell-Navigation

die letzten Zahlen zum Vergleich

Schnell-Navigation

Archiv überholter Zahlen von der Faktenseite

 

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts und der OIE  (FU Rep 24 bis 10.3.2017) ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 12.3.2017 23.00 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 als positiv bestätigte Wildvogeleinträge: 689
 aufgehobene Wildvogeleinträge: 465 = Wildvögel 1154 Stück  lt TSIS
lt. OIE pos H5N8 702 WV
Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land

97 Haus- und Zoogeflügelbestände
Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir aus der Presse, dass mind. 100.000 weitere,  gesunde Tiere aus der Umgebung gekeult wurden.

Zahlen als positiv beprobter Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 12.3.2017 23.00 Uhr TSIS/FLI
und OIE HPAI  und OIE LPAI

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

  • 1154 WV (OIE H5N8 702 WV)  , 97 HG 
  • 11598 Tiere  verendeten mit AI in Nutz- und Hausbeständen
  • mind. 861.605 Tiere wurden daraufhin vorbeugend in den betroffenen Beständen gekeult.
  • mind. 192.840 in Kontaktbeständen ohne jeden Befund gekeult – tauchen in keiner Liste auf – hier sind nur die erfasst, die wir über Medien nachvollziehen konnten – können sehr viel mehr sein
  • plus 560.000 unverkäufliche Eintagsküken
  • plus 7500 Küken am Frankfurter Flughafen
macht insgesamt: 1.621.945 gesunde, gekeulte Tiere

(Summe wegen Additionsfehler am 17.3.2017 korrigiert)

plus mehrere Bestände, die bei TSIS geführt sind, aber nicht bei OIE auftauchen. Sie wurden also pos auf nicht meldepflichtiges LPAI getestet und vorbeugend gekeult, es gibt aber keine Zahlen.


plus ungezählte, vorbeugend gekeulte Kontaktbestände, die wir nicht in den Medien gefunden haben.
(Mitgekeulte Kontaktbestände, von denen in den Medien häufig mehrere genannt wurden, werden nirgends aufgeführt!)

Die letzten Fälle in Niedersachsen, Cloppenburg, Garrel sind sehr merkwürdig, da immer aufgrund nur eines einzigen verendeten Tieres ganze Massenbestände vorbeugend gekeult wurden.

Die Zahlen seit Beginn des Ausbruchs im Einzelnen:

Baden Württemberg  Ges.: 302  WV ( 1 WV +1 HG aufgehoben )
(OIE 282WV)

-Bodenseekreis 128WV
– Alb-Donau 1 WV
– Karlsruhe 1 HG  !!! bei TSIS sind sie jetzt als WV geführt
– Emmendingen 2 WV
-Konstanz 157  WV
– Sigmaringen  2WV 
Rastatt 1
– Ulm 9
– Lörrach 1

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Der Fall wurde beim FLI als „erloschen“ oder „unbegründet“ verschoben.

Karlsruhe 1 HG bedeutet lt OIE:
8.2.2017 Zoo 5 Schwäne Verdacht, 4 verendet

Bayern Ges.: 27  WV, 4 HG (102 WV , 4HG aufgehoben)   (OIE 104 WV)
-Traunstein 1 WV
Roth 2 WV
-Weiden 1 WV

– Weilheim 2 WV
– Würzburg 3 WV
-Hof 1 WV
-Ansbach 1 WV
-Amberg 1 WV
Regensburg 3 WV
– München 2 WV
-Schwandorf 4 WV, 2 HG
-Erlangen 2 WV

– Straubing-Bogen 1 HG
-Kitzingen 1 HG

– Haßberg 1WV
Main-Spessart 2 WV
-Cham 1 WV

Neustadt 1 HG bedeutet lt OIE H5N8 :
6.1.17 kleiner Hühnerbestand 16 Tiere, 2 beprobt, keines verendet, 16 vorbeugend gekeult. (evt. Zufallsbeprobung?
)
aufgehoben

Hof 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
28.1.17 Bad Steben Legehennen 22 Tiere, 14 verendet, 8 vorbeugend gekeult.wurde aufgehoben

Schwandorf 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
31.1.17 Teublitz Wildpark Höllohe  222 Vögel, 12 verendet, 210 vorbeugend gekeult (Hühner, Gänse, Enten, Tauben, Rabenvögel (Krähe Laura), Störche, Schwäne, Möven, Fasane, Wachteln, Finken und lt. Presse Kanarienvögel, Sperlingsvögel)

Schwandorf 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
6.2.17 Teublitz 93 Tiere, 9 verendet, 19 gekeult (Hühner, Enten)

Straubing Bogen  1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
Geiselhöring 7.2..17 10771 Puten, 150 verendet, 10621 vorbeugend gekeult

Regensburg 1HG bedeutet lt OIE H5N8:
27.1.17Lappersdorf
  37 Vögel, 1 verendet, 36 vorbeugend gekeult
(Hühner, Gänse, Enten, Schwan) aufgehoben

Regensburg 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
Zeitlarn 3.2.17
109 Vögel, 9 verendet, 100 vorbeugend gekeult
Hühner, Gänse, Enten, Puten aufgehoben

Kitzingen 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
Schwarzach
14.2.17
62 Vögel, 3 verendet, 59 vorbeugend gekeult
Hühner, Tauben

Hessen Ges.:  45 WV (1 HG+ 9WV aufgehoben) OIE 14 WV 1 HG
Main Kinzing 1WV
Main Taunus 2 WV
Werra Meißner 1 WV

Groß Gerau 2 WV
Kassel 1WV 
Wetteraukreis 7 WV.
Darmstadt  23 WV
Wiesbaden 4 WV
Vogelsbergkreis 1 WV
Rheingau 1 WV
Frankfurt 1  WV
Bergstr. 1 WV

Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet H5N8:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Pelikan verendet

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 24 WV, 4 HG  (12 HG+  77 WV aufgehoben)  (OIE 62 WV, 11HG)
-Mecklenburgische Seenplatte 4 WV
-Nordwestmecklenburg 4WV
-Ludwigslust  7 WV , 1 HG  
-Vorpommern-Greifswald 1 HG
Vorpommern-Rügen 2 WV, 1HG
– Schwerin: 6 WV
-Rostock 1 WV 1 HG

Ludwigslust 1 HG bedeutet H5N8:
Schwanheide 30.1.17 Legehennen 615 verendet, 105.691 Tiere vorbeugend gekeult

Rostock  1 HG bedeutet :
15.2. Kröpelin 46 Tiere, 29 verendet, 1 vorbeugend gekeult  Hühner, Gänse, Enten

Vorpommern Greifswald  1 HG bedeutet :
Zoo
27.2.2017 ein in gef. geh. Vogel 163 Zoovögel, 1 Pfau verendet, 0 vorbeugend gekeult

die aufgehobenen HG Fälle bedeuten:
Ludwigslust 1 HG bedeutet 25.11.2016 H5N8: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt, 98 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben Zufallsbeprobung?

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
25.11.
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8

Vorpommern Greifswald  4 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 verendet, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)

2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere

3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)

4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)

5. hier gab es einen gekeulten Bestand vom 12.11. Huhn (T´SIS aufgehoben) , der in keiner OIE Liste auftaucht – war das ein Irrtum? Falsch positiver Schnelltest ?

Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster 30.11. : 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien:
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)

2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet

3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)

4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Schweriner Zoo bedeutet:  3.1. 234 Verdachtsfälle, 2 verendete Tiere,
O vorbeugend getötet

 

Niedersachsen Ges.: 2WV   11 HG (aufgehoben 44 WV+18HG)
(OIE 11 WV/27 HG) 

– Cloppenburg 10 HG
– Friesland 1 WV 
Wittmund 1 HG (Ente)

– Osnabrück 1 WV 

die HG bedeuten:

Cloppenburg  10 HG bedeutet:
11.3. Mastputenbestand in Cloppenburg Angaben fehlen noch bei OIE

9.3. Cloppenburg Bösel 9500 Mastputen, 1 verendet, 9499 vorbeugend gekeult
9.3.Cloppenburg, Garrel 9500 Mastputen, 1 verendet, 9499 vorbeugend gekeult
8.3. Cloppenburg Garrel 14000 Mastputen, 1 verendet, 13999 vorbeugend gekeult
8.3. Cloppenburg Garrel 12300 Mastputen, 1 verendet, 12299 vorbeugend gekeult
8.3. Cloppenburg Garrel 5800 Mastputen, 1 verendet, 5799 vorbeugend gekeult
7.3. Cloppenburg Garrel 18297 Mastpunten,  46 verendet, 18251 vorbeugend gekeult
3.3. Cloppenburg Frisoythe 19263 Mastputen, 0 Tote, 19263 vorbeugend gekeult
2.3. Cloppenburg Garrel 9548 Mastpunten, 6 verendet, 9542 vorbeugnd gekeult
25.2. Cloppenburg Frisoythe 33087 Mastputen, 80 verendet, 33087 vorbeugend gekeult

Wittmund 1  HG bedeutet:
Wittmund 9.3.2017 24800 Mastenten, 196 verendet, 24604 vorbeugend gekeult

die aufgehobenen HG bedeuten:
Cloppenburg  bedeutet:
Barßel 23.11. Puten 50 verendet, 15925 vorbeugend gekeult  (aufgehoben)
Cloppenburg/Barßel   laut Medienberichten: 
92.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten
kein einziger infizierter Wildvogel wurde weit und breit gefunden

Bösel 18.1.2017  Puten,18 verendet,  24329 vorbeugend gekeult

Bösel 25.1.2017 Puten, 70 verendet, 7405 vorbeugend gekeult
laut Medien Kontaktbetrieb /Hülsberg 14000 Tiere vorbeugend gekeult

Garrel  24.12.   Puten 51 verendet, 13.949 vorbeugend gekeult aufgehoben
laut Medien: plus 7200 Puten in Kontaktbestand 1km Radius vorbeugend gekeult

Garrel 31.12.  Puten 11 verendet, 13731 vorbeugend gekeult aufgehoben

Garrel 31.12. Puten,46 verendet, 7918 vorbeugend gekeult

Frisoythe 5.2.2017 Puten 70 verendet, 10018 vorbeugend gekeult

Frage: Warum ist ein Fall Garrel 31.12. aufgehoben, der andere nicht???

Hatten 2.1.2017.Puten, 12 verendet, 3208 vorbeugend gekeult
Vechta  bedeutet:
Damme 14.12.
8694 Puten davon 8496 Tiere vorbeugend gekeult aufgehoben

Diepholz   bedeutet:
Diepholz 15.12.  Hühner   bei TSIS aufgehoben, bei oIE taucht dieser Bestand nicht mehr auf!!!! (wegen falsch positiv gekeult?)


Diepholz Eydelstedt 16.1.2017  „Ente“ 226 verendet,10824 vorbeugend gekeult.

Oldenburg bedeutet:
Dötlingen, Brettorf 23.12.
  Puten, 200 verendet, 10.100  vorbeugend gekeult aufgehoben

Laut Medien: plus 2 Kontaktbestände in Vechta 24000 Tiere vorbeugend gekeult 120 wurden beprobt- negativ

Hude 26.12.  Puten,200 verendet  davon 10.300 vorbeugend gekeult

Hude 29.12.   Puten 25 verendet,  12225 vorbeugend gekeult

Wardenburg 31.12. Puten 8 verendet,  18793 vorbeugend gekeult

Hude 6.1.2017  Puten, 7 verendet,  6743 vorbeugend gekeult
laut Medien: plus 13800 Tiere vorbeugend gekeult aus Kontaktbestand

Landkreis Oldenburg Amtsblatt

Emsland  bedeutet:
Gersten 24.1.2017 
Zuchtgänse 32 verendet,   2968 vorbeugend gekeult

Northeim 1 HG bedeutet:
25.12. 
26 Tiere, 20 Hühner, 6 Enten 10 verendet,  16 vorbeugend gekeult – aufgehoben

Cloppenburg :
6.2.2017 laut TSIS ein HG Bestand Pute aufgehoben – existiert nicht bei OIE???  
Bestand wegen Testfehler gekeult?

Berlin  59 WV   (aufgehoben 0 WV) (OIE 11 WV)

Bremen Ges.: 1 WV   (aufgehoben 1 WV)  (OIE 1 WV)

Hamburg Ges.:7 WV (aufgehoben 15 WV, 1 HG)  OIE 8 WV, 1HG)

Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo 29.11.2016: 310 Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich

plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 4 WV, 8 HG (aufgehoben 40 WV + 4 HG)  (OIE 6WV)
– Dahme 2 WV
– Ostprignitz 2 HG
-Märkisch Oberland 6 HG
-Oder-Spree 2 WV

Oberhavel 2.12. (aufgehoben)  bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Dahme 18.1.2017 Alt Zauche Puten,12 verendet, 9364 vorbeugend gekeult

Cottbus 24.1.2017 Zoo  789 Tiere, davon 1 verendet, Rest Quarantäne

Ostprignitz 10.1.2017 Kyritz  Puten, 247 verendet,  8480 vorbeugend gekeult

Ostprignitz 11.1.2017 bei TSIS „1 Pute“ , nicht bei OIE falsch positiv vrobeugend gekeult?

Ostprignitz Heiligengarbe 9.2.2017 Puten 5 von 4300 verendet, über Keulung keine Angaben (nicht bei TSIS?)

Ostprignitz, Neuruppin 27.1.2017 Zoo 1 Tier verendet, 92 von 234 vorbeugend gekeult

Märkisch Oberland:
Neuhardenberg 27.1.2017 Mastenten  1017 verendet, 12705 vorbeugend gekeult

Neuhardenberg 1.2.2017 Zuchtenten 50 verendet, 2800 vorbeugend gekeult

Neuhardenberg29.1.2017 Mastenten 66 verendet, 12662 vorbeugend gekeult

Alt Tucheband 4.2.2017 Puten 278 verendet, 22888 vorbeugend gekeult

Märk Oberland  10.2. 2017 Pute noch nicht bei OIE

Märk Oberland
16.2. 2017 Wriezen 
16404 Zuchtenten, 0 verendet, 16404 vorbeugend gekeult

Märk Oberland  1 HG bedeutet:
Lietzen 15.2.  2017
14700 Mastenten 346 verendet 14354 vorbeugend gekeult

Märk Oberland  2.2. 2017 Pute noch nicht bei OIE

Nordrhein Westfalen Ges.: 26 WV , 1 HG (aufgehoben 20 WV+6HG)
(OIE  14 WV)

-Paderborn 2 WV 1 HG
-Ennepe-Ruhr 2 WV
– Soest: 1 WV
– Herford 1 WV
– Märkischer Kreis 1 WV
– Hagen: 3 WV
– Bielefeld: 16 WV

Gütersloh 1 HG bedeutet:
Rietberg 20.12.
2800 Zuchtgänse und 21 Zuchtenten, davon 50 tot, 2771 vorbeugend gekeult aufgehoben

Soest  1 HG bedeutet:
Amröchte 17.12. 
14.000 Küken, 7600 Putenhähne, davon 100 tot, 21100 vorbeugend gekeult. aufgehoben

lt Presse vorbeugend gekeult im 1 km Umkreis 2 priv. Hobbybestände a´20 Tiere
Weitere Medienlinks zu diesem Fall:
NRZ;      Welt 24;

Bielefeld  1 HG 23.12  89Hühner und Gänse 12 pos. H5N3, keine getötet. Zufallsbefund wg. Ausnahmegenehmigung? aufgehoben

Kleve , Rees 26.12.  Puten, 400 verendet, 16088 vorbeugend gekeult aufgehoben
Presselink zu diesem Fall

Paderborn, Delbrück  11.1.17   Legehennen und Puten, 6 verendet,  40194 vorbeugend gekeult aufgehoben
laut Medien: zusätzlich 3 Kontaktbetriebe vorbeugend gekeult 15000 Junghennen, 12000 Küken, 2000 Enten

Wesel  11.1.2017 Hamminkeln  Puten, 180 verendet,  8820 vorbeugend gekeult aufgehoben
12.800 Tiere in Kontaktbestand Rees/Haldern vorbeugend gekeult
Presselinks zu dem Fall:
WAZ; RP online; Lokalkompass.deRP online; RP online; NRZ

Paderborn   14.2.2017 Delbrück   107558 Legehennen,245 verendet, 107313 vorbeugend gekeult

Sachsen Ges.: 58 WV , 3 HG (aufgehoben 43 WV) (OIE 21 WV)
-Leipzig 17 WV 
-Nordsachsen 3 WV , 1 HG 
Bauzen 9 WV,  1 HG
-Görlitz 3 WV
-Vogtlandkreis 2 WV
-Mittelsachsen 3 WV
-Meißen 7 WV
-Dresden 7 WV , 1 HG

Dresden 1 HG bedeutet:
Zoo 3.2.2017 .
Enten 2 verendet, 6 vorbeugend gekeult von 46

Bauzen 1 HG bedeutet:
Bernstorf 6.2.2017
Zoo, Schwäne 1 verendet, 2 gekeult aufgehoben wird bei TSIS als Wildvögel geführt

Nordsachsen1 HG bedeutet:
Rackwitz 31.1.2017 
Puten, 265 tot, 6457 vorbeugend gekeult

Sachsen-Anhalt Ges,;  24 WV (aufgehobe 16WV+5 HG)
  (OIE 9 WV)

-Jerichower Land  6 WV
– Saalekreis 4 WV
Burgenlandkreis 1 WV
-Anhalt Bitterfeld 3 WV
-Börde 2 WV
-Mansfeld Südharz 4 WV
-Stendal 1 WV
-Wittenberg 1 WV
-Altmarkkreis 2 WV

Harz: 1 HG bedeutet : 
23.11. Quedlingburg : 38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung, Zufallsbeprobung? aufgehoben

Jerichower Land 1 HG bedeutet : 
Möser 15.12. :Enten,  400 tot, 9600 vorbeugend vernichtet

Burgenlandkreis 1 HG bedeutet : 
28.12.  81 Enten und Gänse, 14 H5N3, 0 verendet, 14 vorbeugend gekeult (Zufallsbeprobung wegen Ausnahmegenehmigung?)
Laut Presse sind alle Tiere (67) gekeult worden wegen H5N8 – aber der Befund scheint sich nicht bestätigt zu haben, da bei OIE nur 14 H5N3 Tiere gemeldet und gekeult wurden. Was nun stimmt? Kann man mal wieder nur raten!

Salzlandkreis 5.1.2017 Legehennen, 70 verendet,  33260 vorbeugend gekeult

Anhalt Bitterfeld 2.1.2017 Köthen Zoo 453 Wassergeflügel, 2 verendet (1 Schwan und ein Emu) , 133 vorbeugend gekeult Taucht bei TSIS nicht bzw als WV-Fund auf!!!

Schleswig Holstein Ges.: 44 WV, 4HG (aufgehoben 58 WV, 4 HG)
(OIE 116 WV)
-Herzogtum Lauenburg 19WV
–  Rendsburg/Eckernförde 3 WV 

-Dithmarschen 1 HG
– Lübeck 2 WV
– Neumünster 3 WV
-Nordfriesland 1 WV
– Ostholstein 5 WV
– Plön 3 WV
– Segeberg 5 WV
– Steinburg 3 WV, 3 HG


Dithmarschen  3 HG bedeutet laut Medienberichten: 
Gudendorf21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos 2220 Gänse vorbeugend gekeult. aufgehoben
Gudendorf 21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , H5N2 pos 1800 Gänse vorbeugend gekeult. aktiv?
Presseberichte dazu:
shz
;  
NDR.de  shz;     Kieler Nachrichten

Krumstedt 2.12.: 71 Hennen, 2 Gänse, 26 Enten1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.aufgehoben
öffentliche Infos/Kommentare dazu:
SH Landwirtschaftsministerium;   facebook Kommentar ;


Lübeck Stadt  9.11. 1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten) vernichtet aufghoben

Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 11.11. 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner) aufgehoben

Steinburg 22.1.  Süderau Puten H5N5, 1350 tot,  2050 vorbeugend gekeult

Steinburg 23.1.  Süderau Puten H5N5, 500 tot,  14110 vorbeugend gekeult

Steinburg 25.1. Grevenkop Puten H5N5, 100 tot,  14690 vorbeugend gekeult

 

Thüringen Ges.: 65 WV, 3 HG (17 WV, 1 HG aufgehoben) (OIE 35 WV)
Greiz 26 WV, 1 HG
Erfurt 3 WV
Eisenach 1 WV
Gotha 13 WV, 1 HG
Kyffhäuserkreis 7 WV
Nordhausen 1 WV
Saale Orla 2 WV
Gera 1 WV
Jena 1 WV
Saalfeld 10 WV

Greiz 1 HG bedeutet:
Zeulenroda 29.1.17 
Hühner, Gänse, Enten, Tauben, Wachteln , Fasane 61 verendet, 121 vorbeugend gekeult,

Gotha 1 HG bedeutet lt. OIE (bei TSIS nicht vorhanden?):
Zoo  29.1.17 
  3 verendete Störche von 373 Tieren gesamt – Anzahl gekeulter Tiere unbekannt.
Dieser Bestand wird bei TSIS als WV geführt!

Sömmerda1 HG bedeutet:
22.2. Sömmerda
  55 Hühner und Gänse,   11 verendet, 44 vorbeugend gekeult

Greiz 1 HG lt. TSIS bedeutet:
Weida  15.2.17 
  19 Hühner, Enten, Gänse davon 8 verendet, 11 vorbeugend gekeult

Rheinland Pfalz Ges. 0WV 2HG (aufgehoben 22 WV)
Germersheim 1 HG
Bad Dürkheim 1 HG

Germersheim  11.1.  539 Tiere, gemischter Rassegeflügelbestand, 2 pos H5N3 Zufallsbefund wegen Beprobung aufgr. Ausnahmegenehmigung,
0 verendet, 0 gekeult – Quarantäne

Bad Dürkheim 27.2..   6 Hühner und Gänse, 2 verendet, 4 vorbeugend gekeult

Saarland Ges.: 1 WV (OIE 1 WV)
St Wendel 1 WV

In der TSIS Datenbank wird  jeder Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also hier nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen, meldepflichtigen  H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert.
Bei Fällen, die bei TSIS auftauchen, nicht jedoch bei OIE, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine nicht meldepflichtige Variante handelte.

In der FLI Datenbank TSIS sind Fälle „aufgehoben“ und damit aus der aktiven Statistik entfernt/verschoben worden, wobei als Begründung uneindeutig angegeben ist „entweder Tierseuche ist erloschen oder Verdacht hat sich als unbegründet heraus gestellt“
Neuerdings gibt es auch alte H5N8 positive Bestände bei OIE, die bei TSIS gar nicht mehr auftauchen.

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts und der OIE ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 14.2.2017
18.00 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogeleinträge: 532
 aufgehobene Wildvogeleinträge: 277 bei OIE H5N8 positiv gemeldete Wildvögel 626 Stück!

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land
79 Haus- und Zoogeflügelbestände
Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir aus der Presse, dass mind. 100.000 weitere,  gesunde Tiere aus der Umgebung gekeult wurden.

Zahlen positiv beprobter, aktiver Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 14.2.2017 18.00 Uhr TSIS/FLI
und OIE HPAI  und OIE LPAI

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

  • 809 WV (OIE H5N8 626 WV)  , 79 HG 
  • 10.882 Tiere  verendeten mit AI in Nutz- und Hausbeständen
  • mind. 612.604 Tiere wurden daraufhin vorbeugend in den betroffenen Beständen gekeult.
  • mind. 192.840 in Kontaktbeständen ohne jeden Beefund gekeult – tauchen in keiner Liste auf – hier sind nur die erfasst, die wir über Medien nachvollziehen konnten – können sehr viel mehr sein
  • plus 560.000 unverkäufliche Eintagsküken
  • plus 7500 Küken am Frankfurter Flughafen
macht insgesamt: 1.383.826 gesunde, gekeulte Tiere


plus ungezählte, vorbeugend gekeulte Kontaktbestände, die wir nicht in den Medien gefunden haben.
(Mitgekeulte Kontaktbestände, von denen in den Medien häufig mehrere genannt wurden, werden nirgends aufgeführt!)

Die Zahlen seit Beginn des Ausbruchs im Einzelnen:

Baden Württemberg  Ges.: 299  WV, 1 HG( 1 WV +1 HG aufgehoben )
(OIE 281WV)

-Bodenseekreis 127WV
– Alb-Donau 1 WV
-Ravensburg 1  WV
– Karlsruhe 1 HG
– Emmendingen 2 WV
-Konstanz 157  WV
– Sigmaringen  2WV 
Rastatt 1
– Ulm 8

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Der Fall wurde beim FLI als „erloschen“ oder „unbegründet“ verschoben.

Karlsruhe 1 HG bedeutet lt OIE:
8.2.2017 Zoo 5 Schwäne Verdacht, 4 verendet

Bayern Ges.: 21 WV, 7 HG (82 WV aufgehoben)   (OIE 92 WV)
-Traunstein 1 WV
– Landshut 1 WV 
Roth 1 WV
-Weiden 1 WV

– Weilheim 2 WV
Hof 1 HG
– München 2 WV
-Schwandorf 4 WV, 2 HG
-Erlangen 2 WV

– Straubing-Bogen 1 HG
– Haßberg 1WV
Main-Spessart 1 WV
Regensburg 4 WV, 2 HG
-Cham 1 WV
Neustadt 1 HG
Neustadt 1 HG bedeutet lt OIE H5N8 :
10.1.17 kleiner Hühnerbestand 16 Tiere, 2 beprobt, keines verendet, 16 vorbeugend gekeult. (evt. Zufallsbeprobung?)

Hof 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
28.1.17 Bad Steben Legehennen 22 Tiere, 14 verendet, 8 vorbeugend gekeult.

Schwandorf 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
31.1.17 Teublitz Wildpark Höllohe  222 Vögel, 12 verendet, 210 vorbeugend gekeult (Hühner, Gänse, Enten, Tauben, Rabenvögel (Krähe Laura), Störche, Schwäne, Möven, Fasane, Wachteln, Finken und lt. Presse Kanarienvögel, Sperlingsvögel)

Schwandorf 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
6.2.17 Teublitz 93 Tiere, 9 verendet, 19 gekeult (Hühner, Enten)

Straubing Bogen  1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
Geiselhöring 7.2..17 10771 Puten, 150 verendet, 10621 vorbeugend gekeult

Regensburg 1HG bedeutet lt OIE H5N8:
27.1.17Lappersdorf
  37 Vögel, 1 verendet, 36 vorbeugend gekeult
(Hühner, Gänse, Enten, Schwan)

Regensburg 1 HG bedeutet lt OIE H5N8:
Zeitlarn 3.2.17
109 Vögel, 9 verendet, 100 vorbeugend gekeult
Hühner, Gänse, Enten, Puten

Hessen Ges.:  12 WV (1 HG+ 4WV aufgehoben) OIE 7 WV 1 HG
H-Rotenburg 2 WV
Lahn Dill 1 WV  
Wetteraukreis 1 WV.
Darmstadt  1 WV
Wiesbaden 3 WV
Vogelsbergkreis 1 WV
Rheingau 1 WV
Kassel 1 WV
Gießen 1 WV

Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet H5N8:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Pelikan verendet

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 75 WV, 2 HG  (12 HG+ 10WV aufgehoben)  (OIE 62 WV, 10HG)
-Mecklenburgische Seenplatte 9 WV
-Nordwestmecklenburg 30WV
-Ludwigslust  4 WV , 1 HG  
-Vorpommern-Greifswald 2 WV
Vorpommern-Rügen 24 WV, 1HG
– Schwerin: 6 WV

Ludwigslust 1 HG bedeutet H5N8:
Schwanheide 30.1.17 Legehennen 615 verendet, 105.691 Tiere vorbeugend gekeult

Vorpommern Rügen  1 HG bedeutet H5N8:
26.1.2017 Deylsdorf Puten  528 verendet 37815 vorbeugend gekeult

die aufgehobenen HG Fälle bedeuten:
Ludwigslust 1 HG bedeutet 25.11.2016 H5N8: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt, 98 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben Zufallsbeprobung?

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
25.11.
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8

Vorpommern Greifswald  4 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 verendet, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)

2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere

3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)

4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)

5. hier gab es einen gekeulten Bestand vom 12.11. Huhn (T´SIS aufgehoben) , der in keiner OIE Liste auftaucht – war das ein Irrtum? Falsch positiver Schnelltest ?

Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster 30.11. : 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien:
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)

2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet

3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)

4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Schweriner Zoo bedeutet:  3.1. 234 Verdachtsfälle, 2 verendete Tiere,
O vorbeugend getötet

 

Niedersachsen Ges.: 3WV   10 HG (aufgehoben 30 WV+8HG)
(OIE 10 WV/17 HG) 

– Cloppenburg 3 HG
– Friesland 1 WV 
Diepholz 1 HG (Huhn)
Emsland 1 HG
-Oldenburg 5HG

– Osnabrück 1 WV 
-Stade 1 WV 

die aktiven und aufgehobenen HG bedeuten:

Cloppenburg  bedeutet:
Barßel 23.11. Puten 50 verendet, 15925 vorbeugend gekeult  (aufgehoben)
Cloppenburg/Barßel   laut Medienberichten: 
92.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten
kein einziger infizierter Wildvogel wurde weit und breit gefunden

Bösel 18.1.2017  Puten,18 verendet,  24329 vorbeugend gekeult

Bösel 25.1.2017 Puten, 70 verendet, 7405 vorbeugend gekeult
laut Medien Kontaktbetrieb /Hülsberg 14000 Tiere vorbeugend gekeult

Garrel  24.12.   Puten 51 verendet, 13.949 vorbeugend gekeult aufgehoben
laut Medien: plus 7200 Puten in Kontaktbestand 1km Radius vorbeugend gekeult

Garrel 31.12.  Puten 11 verendet, 13731 vorbeugend gekeult aufgehoben

Garrel 31.12. Puten,46 verendet, 7918 vorbeugend gekeult

Frisoythe 5.2.2017 Puten 70 verendet, 10018 vorbeugend gekeult

Frage: Warum ist ein Fall Garrel 31.12. aufgehoben, der andere nicht???

Hatten 2.1.2017.Puten, 12 verendet, 3208 vorbeugend gekeult
Vechta  bedeutet:
Damme 14.12.
8694 Puten davon 8496 Tiere vorbeugend gekeult aufgehoben

Diepholz   bedeutet:
Diepholz 15.12.  Hühner   bei TSIS aufgehoben, bei oIE taucht dieser Bestand nicht mehr auf!!!! (wegen falsch positiv gekeult?)


Diepholz Eydelstedt 16.1.2017  „Ente“ 226 verendet,10824 vorbeugend gekeult.

Oldenburg bedeutet:
Dötlingen, Brettorf 23.12.
  Puten, 200 verendet, 10.100  vorbeugend gekeult aufgehoben

Laut Medien: plus 2 Kontaktbestände in Vechta 24000 Tiere vorbeugend gekeult 120 wurden beprobt- negativ

Hude 26.12.  Puten,200 verendet  davon 10.300 vorbeugend gekeult

Hude 29.12.   Puten 25 verendet,  12225 vorbeugend gekeult

Wardenburg 31.12. Puten 8 verendet,  18793 vorbeugend gekeult

Hude 6.1.2017  Puten, 7 verendet,  6743 vorbeugend gekeult
laut Medien: plus 13800 Tiere vorbeugend gekeult aus Kontaktbestand

Landkreis Oldenburg Amtsblatt

Emsland  bedeutet:
Gersten 24.1.2017 
Zuchtgänse 32 verendet,   2968 vorbeugend gekeult

Northeim 1 HG bedeutet:
25.12. 
26 Tiere, 20 Hühner, 6 Enten 10 verendet,  16 vorbeugend gekeult – aufgehoben

Berlin   7 WV   (aufgehoben 1 WV) (OIE 11 WV)
hier sind mal eben 4 WV wieder verschwunden

Bremen Ges.: 0 WV   (aufgehoben 1 WV)  (OIE 1 WV)

Hamburg Ges.:7 WV (aufgehoben 8 WV)  1 HG OIE 8 WV, 1HG)

Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo 29.11.2016: 310 Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich

plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 15 WV, 9 HG (aufgehoben 4 WV + 1 HG)  (OIE 4WV)
– Potsdam  5 WV
– Elbe-Elster 1 WV
– Spree Neiße 2 WV
– Cottbus 2 WV 1 HG
– Dahme 1 HG
– Ostprignitz 1 WV und 3 HG
-Märkisch Oberland 4 HG
-Oder-Spree 4 WV

Oberhavel (aufgehoben)  bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Dahme 18.1.2017 Alt Zauche Puten,12 verendet, 9364 vorbeugend gekeult

Cottbus 24.1.2017 Zoo  789 Tiere, davon 1 verendet, Rest Quarantäne

Ostprignitz 10.1.2017 Kyritz  Puten, 247 verendet,  8480 vorbeugend gekeult

Ostprignitz 11.1.2017 bei TSIS „1 Pute“ , nicht bei OIE falsch positiv vrobeugend gekeult?

Ostprignitz Heiligengarbe 9.2.2017 Puten 5 von 4300 verendet, über Keulung keine Angaben (nicht bei TSIS?)

Ostprignitz, Neuruppin 27.1.2017 Zoo 1 Tier verendet, 92 von 234 vorbeugend gekeult

Märkisch Oberland:
Neuhardenberg 27.1.2017 Mastenten  1017 verendet, 12705 vorbeugend gekeult

Neuhardenberg 1.2.2017 Zuchtenten 50 verendet, 2800 vorbeugend gekeult

Neuhardenberg29.1.2017 Mastenten 66 verendet, 12662 vorbeugend gekeult

Alt Tucheband 4.2.2017 Puten 278 verendet, 22888 vorbeugend gekeult

Nordrhein Westfalen Ges.: 11WV , 1 HG (aufgehoben 17 WV+5HG)
(OIE  13 WV)

-Wesel 1HG
-Ennepe-Ruhr 1 WV
– Soest: 2 WV
– Herford 1 WV
– Düsseldorf 1 WV
– Hagen: 2 WV
– Bielefeld: 4 WV

Gütersloh 1 HG bedeutet:
Rietberg 20.12.
2800 Zuchtgänse und 21 Zuchtenten, davon 50 tot, 2771 vorbeugend gekeult aufgehoben

Soest  1 HG bedeutet:
Amröchte 17.12. 
14.000 Küken, 7600 Putenhähne, davon 100 tot, 21100 vorbeugend gekeult. aufgehoben

lt Presse vorbeugend gekeult im 1 km Umkreis 2 priv. Hobbybestände a´20 Tiere
Weitere Medienlinks zu diesem Fall:
NRZ;      Welt 24;

Bielefeld  1 HG 23.12  89Hühner und Gänse 12 pos. H5N3, keine getötet. Zufallsbefund wg. Ausnahmegenehmigung? aufgehoben

Kleve , Rees 26.12.  Puten, 400 verendet, 16088 vorbeugend gekeult aufgehoben
Presselink zu diesem Fall

Paderborn, Delbrück  11.1.17   Legehennen und Puten, 6 verendet,  40194 vorbeugend gekeult aufgehoben
laut Medien: zusätzlich 3 Kontaktbetriebe vorbeugend gekeult 15000 Junghennen, 12000 Küken, 2000 Enten

Wesel  11.1.2017 Hamminkeln  Puten, 180 verendet,  8820 vorbeugend gekeult
12.800 Tiere in Kontaktbestand Rees/Haldern vorbeugend gekeult
Presselinks zu dem Fall:
WAZ; RP online; Lokalkompass.deRP online; RP online; NRZ

Sachsen Ges.: 34 WV , 3 HG (aufgehoben 21 WV) (OIE 21 WV)
-Leipzig 6 WV 
-Nordsachsen 3 WV , 1 HG 
-Bauzen 2 WV, 1 HG
-Görlitz 3 WV
-Vogtlandkreis 2 WV
-Mittelsachsen 3 WV
-Meißen 7 WV
-Dresden 7 WV , 1 HG

Dresden 1 HG bedeutet:
Zoo 3.2.2017 .
Enten 2 verendet, 6 vorbeugend gekeult von 46

Bauzen 1 HG bedeutet:
Bernstorf 6.2.2017
Zoo, Schwäne 1 verendet, 2 gekeult

Nordsachsen1 HG bedeutet:
Rackwitz 31.1.2017 
Puten, 265 tot, 6457 vorbeugend gekeult

Sachsen-Anhalt Ges,; 3HG  4 WV (aufgehobe 14WV+2 HG)
  (OIE 5 WV)

-Jerichower Land  1 WV
– Saalekreis 11 WV
Burgenlandkreis 1 HG
-Salzlandkreis, 1 HG
-Anhalt Bitterfeld 2 WV, 1 HG
-Börde 1 WV

Harz: 1 HG bedeutet : 
23.11. Quedlingburg : 38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung, Zufallsbeprobung? aufgehoben

Jerichower Land 1 HG bedeutet : 
Möser 15.12. :Enten,  400 tot, 9600 vorbeugend vernichtet

Burgenlandkreis 1 HG bedeutet : 
28.12.  81 Enten und Gänse, 14 H5N3, 0 verendet, 14 vorbeugend gekeult (Zufallsbeprobung wegen Ausnahmegenehmigung?)
Laut Presse sind alle Tiere (67) gekeult worden wegen H5N8 – aber der Befund scheint sich nicht bestätigt zu haben, da bei OIE nur 14 H5N3 Tiere gemeldet und gekeult wurden. Was nun stimmt? Kann man mal wieder nur raten!

Salzlandkreis 5.1.2017 Legehennen, 70 verendet,  33260 vorbeugend gekeult

Anhalt Bitterfeld 2.1.2017 Köthen Zoo 453 Wassergeflügel, 2 verendet (1 Schwan und ein Emu) , 133 vorbeugend gekeult Taucht bei TSIS nicht bzw als WV-Fund auf!!!

Schleswig Holstein Ges.: 15 WV, 4HG (aufgehoben 54 WV, 4 HG)
(OIE 111 WV)
-Herzogtum Lauenburg 10WV
–  Rendsburg/Eckernförde 1 WV 

-Dithmarschen 1 HG
– Lübeck 3 WV
– Neumünster 1 WV
– Steinburg 2 WV, 3 HG


Dithmarschen  3 HG bedeutet laut Medienberichten: 
Gudendorf21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos 2220 Gänse vorbeugend gekeult. aufgehoben
Gudendorf 21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , H5N2 pos 1800 Gänse vorbeugend gekeult. aktiv?
Presseberichte dazu:
shz
;  
NDR.de  shz;     Kieler Nachrichten

Krumstedt 2.12.: 71 Hennen, 2 Gänse, 26 Enten1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.aufgehoben
öffentliche Infos/Kommentare dazu:
SH Landwirtschaftsministerium;   facebook Kommentar ;


Lübeck Stadt  9.11. 1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten) vernichtet aufghoben

Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 11.11. 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner) aufgehoben

Steinburg 22.1.  Süderau Puten H5N5, 1350 tot,  2050 vorbeugend gekeult

Steinburg 23.1.  Süderau Puten H5N5, 500 tot,  14110 vorbeugend gekeult

Steinburg 25.1. Grevenkop Puten H5N5, 100 tot,  14690 vorbeugend gekeult

 

Thüringen Ges.: 26 WV, 2 HG
Greiz 3 WV, 1 HG
Erfurt 3 WV
Eisenach 1 WV
Gotha 11 WV, 1 HG
Kyffhäuserkreis 4 WV
Nordhausen 1 WV
Saale Orla 1 WV
Sömmerda 1 WV
Unstrut 1 WV

Greiz 1 HG bedeutet:
Zeulenroda 29.1.17 
Hühner, Gänse, Enten, Tauben, Wachteln , Fasane 61 verendet, 121 vorbeugend gekeult,

Gotha 1 HG bedeutet:
Zoo  29.1.17 
  3 verendete Störche von 373 Tieren gesamt – Anzahl gekeulter Tiere unbekannt.
Dieser Bestand wird bei TSIS als WV geführt!

Rheinland Pfalz Ges. 3 WV 1HG (aufgehoben 20 WV)
Ahrweiler 1 WV 
Germersheim 1 HG

Germersheim  11.1.  539 Tiere, gemischter Rassegeflügelbestand, 2 pos H5N3 Zufallsbefund wegen Beprobung aufgr. Ausnahmegenehmigung,
0 verendet, 0 gekeult – Quarantäne

Saarland Ges.: 0

In der TSIS Datenbank wird  jeder Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also hier nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen, meldepflichtigen  H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert.
Bei Fällen, die bei TSIS auftauchen, nicht jedoch bei OIE, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine nicht meldepflichtige Variante handelte.

In der FLI Datenbank TSIS sind Fälle „aufgehoben“ und damit aus der aktiven Statistik entfernt/verschoben worden, wobei als Begründung uneindeutig angegeben ist „entweder Tierseuche ist erloschen oder Verdacht hat sich als unbegründet heraus gestellt“
Neuerdings gibt es auch alte H5N8 positive Bestände bei OIE, die bei TSIS gar nicht mehr auftauchen.

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

 

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 25.1.2017
22.45 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 positiv bestätigte, aktive Wildvogeleinträge: 460
 aufgehobene Wildvogeleinträge: 187

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land
54 Haus- und Zoogeflügelbestände
Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir aus der Presse, dass mind. 100.000 weitere,  gesunde Tiere gekeult wurden.

Zahlen positiv beprobter, aktiver Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 25.1.2017 22.45 Uhr TSIS/FLI
und OIE HPAI  und OIE LPAI

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

647 WV , 54 HG 
7127 Tiere  verendeten mit AI in Nutz- und Hausbeständen
mind. 447.434 Tiere wurden daraufhin vorbeugend gekeult.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurden deutlich mehr gesunde Tiere vernichtet, da mitgekeulte Kontaktbestände nicht mit aufgeführt werden.

Die Zahlen seit Beginn des Ausbruchs im Einzelnen:

Baden Württemberg  Ges.: 288  WV ( 1 WV +1 HG aufgehoben )
(OIE 280WV) 1 HG
, 1 HG aufgehoben
-Bodenseekreis 127WV  OIE 125 WV H5N8 pos.
– Emmendingen 2 WV  OIE 1 WV H5N8 pos.
-Konstanz 156  WV OIE 153 WV H5N8 pos.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art TSIS aufgehoben
– Sigmaringen  1WV   OIE 1 WV H5N8 pos.
Rastatt 1
– Ulm 1

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Der Fall wurde beim FLI als „erloschen“ oder „unbegründet“ verschoben.

Bayern Ges.: 9 WV, 1HG (76 WV aufgehoben)   (OIE 76 WV)
-Traunstein 1 WV
– Landshut 1 WV 
Roth 1 WV
– Weilheim 2 WV
– Hof 1 WV
– München 2 WV 

-Cham 1 WV
-Neustadt 1 HG
Neustadt 1 HG bedeutet lt OIE:
10.1.17
kleiner Hühnerbestand 16 Tiere, 2 beprobt, keines verendet, 16 vorbeugend gekeult. (evt. Zufallsbeprobung?)

 

Hessen Ges.:  6 WV (1 HG+ 2WV aufgehoben) OIE 4 WV 1 HG
Hersfeld 2 WV
Lahn Dill 1 WV  
Wetteraukreis 2 WV.
Darmstadt  1 WV 

Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 69  WV  (12 HG+ 10WV aufgehoben)  (OIE 62 WV, 10HG)
-Mecklenburgische Seenplatte 8 WV
-Nordwestmecklenburg 30WV
-Ludwigslust  1 WV   
-Vorpommern-Greifswald 2 WV
-Vorpommern-Rügen 22 WV
– Schwerin: 6 WV

die aufgehobenen HG Fälle bedeuten:
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8

Vorpommern Greifswald  4 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)

2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere

3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)

4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)

5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich kein meldepflichtiges LPAI oder HPAI

Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)

2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet

3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)

4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Schweriner Zoo bedeutet:  3.1. 234 Verdachtsfälle, 2 verendete Tiere,
O vorbeugend getötet

Ganz neu aus den Medien zur Info – ist nicht bei den Gesamtzahlen mit drin, da noch nicht offiziell in den Listen:
Tribsee Vorpommern Rügen: 26.1.2017 40.000 Puten

Niedersachsen Ges.: 3WV   13 HG (aufgehoben 21 WV+3HG)
(OIE 10 WV/6 HG)

– Cloppenburg 4 HG
– Friesland 1 WV 
Diepholz 1 HG (Huhn)
Emsland 1 HG

– Osnabrück 1 WV 
-Stade 1 WV 

die aktiven und aufgehobenen HG bedeuten:

Cloppenburg  bedeutet:
Barßel 23.11. Puten 15.975 Verdacht, 50 H5N8, 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg/Barßel   laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Bösel 18.1.2017 24347 Puten, davon 24329 vorbeugend gekeult

Garrel  24.12.   14.000 Puten 13949 vorbeugend gekeult
Garrel 31.12.
7964 Puten davon 7918 vorbeugend gekeult
Garrel 31.12.
13742 Puten, davon 13731 vorbeugend gekeult

Hatten 2.1.2017.3220 Puten, davon 3208 vorbeugend gekeult
Vechta  bedeutet:
Damme 14.12.
8694 Puten davon 8496 Tiere vorbeugend gekeult

Diepholz   bedeutet:
Diepholz 15.12. 11050 Hühner, 226 verendet, Rest gekeult.
Diepholz 16.1.2017  „Ente“ noch keine weiteren Angaben gefunden

Oldenburg bedeutet:
Döttlingen 23.12.
10.300 Puten, davon 10.100  vorbeugend gekeult

Hude 26.12. 10.500 Puten, davon 10.300 vorbeugend gekeult
Hude 29.12. 12250 Puten davon 12225 vorbeugend gekeult
Wardenburg 31.12. 18.800 Puten davon 18793 vorbeugend gekeult
Hude 6.1.2017  6750 Puten, davon 6743 vorbeugend gekeult

Emsland  bedeutet:
Gersten 24.1.2017 
3000 Gänse davon  2968 vorbeugend gekeult

Northeim 1 HG bedeutet:
25.12. 
26 Tiere, 20 Hühner, 6 Enten davon 16 vorbeugend gekeult

Ganz neu aus den Medien zur Info – ist nicht bei den Gesamtzahlen mit drin, da noch nicht offiziell in den Listen:
Bösel mit 7500 Puten, zusätzlich werden 22500 in Kontaktbetrieben gekeult

Berlin   14 WV   (aufgehoben 1 WV) (OIE 11 WV)

Bremen Ges.: 0 WV   (aufgehoben 1 WV)  (OIE 1 WV)

Hamburg Ges.:3 WV (aufgehoben 8 WV)  1 HG OIE 8 WV, 1HG)

Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich

plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 6  WV, 3 HG (aufgehoben 3 WV + 1 HG)  (OIE 3 WV)
– Potsdam 1 WV
– Elbe-Elster 1 WV
– Spree Neiße 1 WV
– Cottbus 2 WV 1 HG
– Dahme 1 HG
– Ostprignitz 1 WV und 1 HG

Oberhavel (aufgehoben)  bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Dahme 18.1.2017 Alt Zauche 9376 Puten, davon 9364 vorbeugend gekeult

Cottbus 24.1.2017 Zoo  789 Tiere, davon 1 verendet, Rest Quarantäne

Ostprignitz 11.1.2017  8727 Puten, davon 8480 vorbeugend gekeult

Nordrhein Westfalen Ges.: 14 WV , 5 HG (aufgehoben 6 WV+1HG)
(OIE  8 WV)

-Wesel 1HG
-Ennepe-Ruhr 5 WV
– Soest: 1 WV
– Paderborn: 1 WV , 1 HG
Bielefeld: 1HG
Gütersloh: 1 HG
Kleve: 1 HG
– Düsseldorf 1 WV
– Hagen: 2 WV
– Steinfurt: 4 WV

Gütersloh 1 HG bedeutet:
Rietberg 20.12.
2800 Zuchtgänse und 21 Zuchtenten, davon 50 tot, 2821 vorbeugend gekeult

Soest  1 HG bedeutet:
Amröchte 17.12. 
21200 Puten davon 100 tot, 21100 vorbeugend gekeult.
lt Presse sind mindestens 2 weitere private Geflügelbestände (je unter 20 Hühner) vorbeugend vernichtet worden – wieviele von den übrigen „mehr als 100.000 Tieren“ der im 1 km Gürtel umliegenden Betriebe vorbeugend vernichtet wurden, ist nicht herauszufinden. Es können  theopretisch  je nach Ermessen des zuständigen Amtstierarztes Prof. Dr. Hopp durchaus alle „über 100.000“ vorbeugend gekeult worden sein.

Bielefeld  1 HG 23.12  89Hühner und Gänse 12 pos. H5N3, keine getötet. Zufallsbefund wg. Ausnahmegenehmigung?

Kleve , Rees 26.12.  16488 Puten, davon 16088 vorbeugend gekeult

Paderborn  11.1.17  40200 Puten, davon 40194 vorbeugend gekeult

Wesel  11.1.2017 Hamminkln  9000 Puten, davon 8820 vorbeugend gekeult

Sachsen Ges.: 17 WV  (aufgehoben 11 WV) (OIE 16 WV)
-Leipzig 2 WV 
-Nordsachsen 3 WV 
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 8 WV
-Mittelsachsen 1 WV
-Meißen 2 W
-Dresden 1 W

Sachsen-Anhalt Ges,; 3 HG  13 WV (aufgehobe 3 WV+2 HG)
  (OIE 5 WV)

-Jerichower Land  1 HG 
– Saalekreis 11 WV
Burgenlandkreis 1 HG
-Salzlandkreis, 1 HG
-Anhalt Bitterfeld 2 WV, 1 HG

Harz: 1 HG bedeutet : 
Quedlingburg : 38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung, Zufallsbeprobung?

Jerichower Land 1 HG bedeutet : 
Möser 15.12. : 10.000 Enten, davon 400 tot, 9600 vorbeugend vernichtet

Burgenlandkreis 1 HG bedeutet : 
28.12.  81 Enten und Gänse, 14 H5N3, 0 verendet, 14 vorbeugend gekeult (Zufallsbeprobung wegen Ausnahmegenehmigung?)

Salzlandkreis 5.1.2017 33330 Legehennen, davon 33260 vorbeugend gekeult

Anhalt Bitterfeld 2.1.2017 Köthen Zoo 453 Wassergeflügel, 2 verendet, 133 vorbeugend gekeult

Schleswig Holstein Ges.: 18 WV, 5 HG (aufgehoben 46 WV, 2 HG)
(OIE 111 WV)
-Herzogtum Lauenburg 6 WV
-Plön 1 WV 

-Schleswig-Flensburg 1 WV,  1 HG
-Segeberg1 WV
-Dithmarschen 3 WV  3 HG
– Lübeck 3 WV
– Nordfriesland 2 WV
– Steinburg 1 WV, 2 HG


Dithmarschen  3 HG bedeutet laut Medienberichten: 
Gudendorf21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos 2220 Gänse vorbeugend gekeult.
Gudendorf 21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , H5N2 pos 1800 Gänse vorbeugend gekeult.
Krumstedt 2.12.: 71 Hennen, 2 Gänse, 26 Enten – 1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.

Lübeck Stadt  9.11. 1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten) vernichtet

Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 11.11. 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)

Steinburg 22.1.  Süderau 3400 Puten H5N5, davon 2050 vorbeugend gekeult

Steinburg 24.1.  Süderau 18.400 Puten gekeult

Thüringen Ges.: 3 WV
Greiz 2 WV
Erfurt 1 WV

Rheinland Pfalz Ges. 3 WV 1HG
Ahrweiler 1 WV 
Cochem 2 WV
Germersheim 1 HG

Germersheim  11.1.  539 Tiere, gemischter Rassegeflügelbestand, 2 pos H5N3 Zufallsbefund wegen Beprobung aufgr. Ausnahmegenehmigung,
0 verendet, 0 gekeult – Quarantäne

Saarland Ges.: 0

In der TSIS Datenbank wird  jeder Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also hier nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen, meldepflichtigen  H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert.
Bei Fällen, die bei TSIS auftauchen, nicht jedoch bei OIE, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine nicht meldepflichtige Variante handelte.

In der FLI Datenbank TSIS sind Fälle „aufgehoben“ und damit aus der aktiven Statistik entfernt/verschoben worden, wobei als Begründung uneindeutig angegeben ist „entweder Tierseuche ist erloschen oder Verdacht hat sich als unbegründet heraus gestellt“ –

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis Silvester
31.12. 2016    00.00 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 positiv bestätigte, aktive Wildvogeleinträge: 474
(OIE 590 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land
38 Haus- und Zoogeflügelbestände
Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir aus der Presse, dass mind. 100.000 weitere,  gesunde Tiere gekeult wurden.

Zahlen positiv beprobter, aktiver Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 31.12. 00.00 Uhr TSIS/FLI
und OIE HPAI  und OIE LPAI

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Zusammenfassung:

  • jedes „+“ bedeutet:  hier wurde jeweils ein Bestand getötet, zu dem es (noch?)keine weiteren Zahlen gibt.
  • Jedes „?“ bedeutet: es gibt keine verbindlichen Angaben über die zusätzlich vorbeugend und ungetestet gekeulten Bestände in den Restriktionszonen, es ist wahrscheinlich, dass Bestände existieren

Gesamt:

  • Wildvögel:  474FLI (590 OIE)  
  • Hausgeflügel:  38 Bestände ( 251.290 gekeult )
    plus 7 Bestände ohne Zahlen und 28 Bezirke ohne Angaben von Beikeulungen!!!

BaWü: WV 210 (281), HG 1 (86)
Bayern: WV 34 (76), HG 0 (0)
Hessen:
WV 3 (4), HG 1 (1)
Meck.Vom: WV 60 (56),  HG 12 (911)  1 x „+“, 9 x „?“
Bremen: WV 0 (1), HG 0 (0)
Hamb: WV 2 (8),  HG 1 ( 21)
Berlin: WV 12 (11), HG  0 (0)
Nieders.:WV 11 (10),  HG 10 (159.295)  4 x „+“,  10 x „?“
SH: WV 48 (111), HG 5 (40.229)  2 x „?“
Brandbg: WV 3 (3), HG 1 (621)
Rhl.Pf.: WV 2 (0),  HG 0 (0)
Saarl.:WV 0 (0), HG 0 (0)
Thür.: WV 2 (0), HG 0 (0)
Sach.Anh.: WV 8 (5), HG 3 (10.038)
Sach.: WV 17 (16), HG 0 (0)  1 x „+“,  3 x „?“
NRW: WV 14 (8), HG 4 (40.088) 1 x „+“,  4 x „?“

Die Zahlen im Einzelnen:

Baden Württemberg  Ges.: 210  WV
(OIE 281 WV) 1 HG
, 1 HG aufgehoben, 99WV verschwunden
-Bodenseekreis 127WV  OIE 125 WV H5N8 pos.
– Emmendingen 2 WV  OIE 1 WV H5N8 pos.
-Konstanz 81 (101 weniger als am 12.12.) WV OIE 153 WV H5N8 pos.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art TSIS aufgehoben
– Sigmaringen TSIS 1 komplett verschwunden  OIE 1 WV H5N8 pos.
Ravensburg TSIS 1 komplett verschwunden OIE 1 WV H5N8 pos.

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Der Fall wurde beim FLI als „erloschen“ oder „unbegründet“ verschoben.
Die Wildvogelfälle sind bei TSIS komplett entfernt – Fehdiagnosen? .

Bayern Ges.: 34 WV   (OIE 76 WV)
45 WV aufgehoben

-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12. OIE 7 H5N8
– Rosenheim 1 WV  TSIS 10 aufgehoben, OIE 12 WV H5N8 pos.
-Starnberg TSIS 5 aufgehoben OIE 5 WV H5N8 pos.
-Traunstein 11 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 11 WV H5N8 pos.
-Ingolstadt TSIS 1 aufgehoben  OIE 1 WV H5N8 pos.
-Freising TSIS 6 aufgehoben OIE 6 WV H5N8 pos.
-Landsberg 5 WV unverändert seit 12.12 OIE 5 WV H5N8 pos.
-Nürnberg TSIS 3 aufgehoben OIE 3 WV H5N8 pos.
-Miesbach TSIS 2 aufgehoben OIE 2 WV H5N8 pos.
– Augsburg TSIS 1 aufgehoben.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Bad Tölz TSIS 1 aufgehoben OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ebersberg:  2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Landshut 1 WV  unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ostallgäu TSIS 1 aufgehoben .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Unterallgäu  TSIS 1 aufgehoben, 4 verschwunden OIE 5 WV H5N8 pos.
Roth 1 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 1 WV H5N8 pos.
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..OIE 2 WV H5N8 pos.
– StraubingTSIS 1 aufgehoben OIE 1 WV H5N8 pos.
– Aiching TSIS 2 aufgehoben OIE 2 WV H5N8 pos.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– München 2 WV  unverändert seit 12.12 OIE 2 WV H5N8 pos.
– Ulm TSIS 1 aufgehoben .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Erding 
TSIS 2 aufgehoben OIE  2  WV H5N8 pos.
– Donau Ries TSIS 2 aufgehoben OIE 1 WV H5N8 pos.
alle übrigen aufgehoben oder entfernt
-Cham 1 WV OIE 0 WV H5N8 pos.

Hessen Ges.:  3 WV (TSIS 1 aufgehoben)  (OIE 4 WV)+ 1 HG
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Waldeck TSIS 1 aufgehoben .OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 H5N8 pos.
Wetteraukreis 1 WVunveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
Darmstadt  1 WV OIE 1 WV H5N8 pos.

Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 60  WV 12 HG  (OIE 56 WV, 10HG)
 (911 gekeult plus 1 verschwundener Bestand plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)

bei TSIS 10 HG aufgehoben, 1 HG verschwunden

-Mecklenburgische Seenplatte 7 WV OIE 6WV H5N8 pos.
-Nordwestmecklenburg 29 WV unverändert. seit 24.12.
OIE 28 WV H5N8 pos.   1HG bei TSIS aufgehoben

-Rostock  2 WV unverändert seit 24.12. .OIE 4 WV H5N8 pos.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.OIE 1 HG H5N8 pos.
Vorpommern-Greifswald  bei TSIS 7 WV aufgehoben 5 HG bei TSIS aufgehoben   OIE 5  WV H5N8 pos.
-Vorpommern-Rügen 22 WV 1 HG   
OIE 18 WV  H5N8 pos., 4 HG pos. versch. H5
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8

bei TSIS aufgehoben

Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
bei TSIS aufgehoben
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
bei TSIS aufgehoben
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)
bei TSIS aufgehoben
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
bei TSIS aufgehoben
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich kein meldepflichtiges LPAI oder HPAIseit 31.12. taucht dieser Bestand auch bei TSIS nicht mehr auf – („Vorbeugende Umgebungskeulung?)

Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)

bei TSIS aufgehoben

Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
bei TSIS aufgehoben
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet
bei TSIS aufgehoben
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
bei TSIS aufgehoben
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)
bei TSIS aufgehoben

Niedersachsen Ges.: 11 WV   (OIE 10 WV) 10 HG
(159.295 gekeult plus 4 noch unbekannte Bestände plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)
-Peine bei TSIS 3 WV aufgehoben OIE 2WV H5N8 pos
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos
-Hannover 2 WV unverändert seit 24.12.   OIE 1 WV H5N8 pos
– Cloppenburg 3 HG (alle Pute) davon bei TSIS 1 aufgehoben
– Friesland 2 WV  OIE 1 WV  pos
– Nienburg 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos
– WIlhelmshaven 1 WV bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 2 WV H5N8 pos
Rotenburg 1 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 2 WV  pos
Stade 1 WV  unverändert seit12..12. OIE 1 WV  pos
Diepholz 1 HG (Huhn) + bei TSIS 1 WV aufgehoben
Hildesheim bei TSIS 1 WV aufgehoben
Braunschweig 1 WV OIE 1 WV  pos
Leer 1 WV
OIE 1 WV  pos
Oldenburg 4 HG (Puten)

– Vechta 1 HG (Pute)
– Northeim 1 HG (Huhn)
Cloppenburg 3 HG bedeutet:
Barßel
23.11. Puten 15.975 Verdacht, 50 H5N8, 15925 vorbeugend gekeult
bei TSIS  aufgehoben
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten
Garrel  24.12.  Puten 14.000 Verdacht, 51 H5N8, alle vorbeugend gekeult
???  31.12. 
noch keine näheren Infos offiziell verfügbar

Vechta 1 HG bedeutet:
Damme 14.12.
8694 Puten davon 8496 Tiere vorbeugend gekeult

Diepholz  1 HG bedeutet:
Diepholz 15.12. 1 Hühnerbestand – keine näheren Infos offiziell verfügbar

Oldenburg 4 HG bedeutet:
Döttlingen 23.12.
10.300 Puten, davon 10.100  vorbeugend gekeult

Hude 26.12. 10.300 Puten, davon 10.100 vorbeugend gekeult
Oldenburg 29.12. Puten noch keine näheren Infos offiziell bekannt
Oldenburg 29.12. Puten noch keine näheren Infos offiziell bekannt

Northeim 1 HG bedeutet:
25.12. 
26 Tiere, 20 Hühner, 6 Enten davon 16 vorbeugend gekeult

Berlin   12 WV   unverändert seit 24.12.  (OIE 11 WV)

Bremen Ges.: 0 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben (OIE 1 WV)
-Bremerhaven  bei TSIS 1 WV aufgehoben .OIE 1 WV H5N8  pos.

Hamburg Ges.: 2 WV bei TSIS 6 WV aufgehoben 1 HG OIE 8 WV  pos H5N8
 (21 gekeult )
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult
Fall war am 24. 12. lt TSIS erloschen oder unbegründet ist jetzt wieder auf der aktiven Liste

Brandenburg Ges.: 3  WV,  (OIE 3 WV)1 HG unverändert seit 7.12.
 (621 gekeult )

– Potsdam 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 2 WV  pos H5N8
– Teltow 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Nordrhein Westfalen Ges.: 14 WV , 4 HG (OIE  8 WV)
 (40.088 gekeult plus 1 noch unbekannter Bestand plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8

-Wesel 2 WV bei TSIS 1 WV aufgehoben .OIE  3 WV  pos H5N8
-Ennepe-Ruhr 3 WV  unverändert seit 24.12 OIE 1 WV  pos 
– Soest: 1 WV bei TSIS 1 WV aufgehoben , 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12. OIE 1 WV  pos. H5N8
– Paderborn: 1 WV unverändert seit 24.12. OIE 1 WV  pos. H5N8
–Steinfurt: 4 WV OIE 0 WV  pos. H5N8
–Recklinghausen: 1 WV
Bielefeld: 1HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh: 1 HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Kleve: 1 HG (Pute) OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh 1 HG bedeutet:
Rietberg 20.12.
2800 Zuchtgänse und 21 Zuchtenten, davon 50 tot, 2821 vorbeugend gekeult

Soest  1 HG bedeutet:
Amröchte 17.12. 
21200 Puten davon 100 tot, 21100 vorbeugend gekeult.
lt Presse sind mindestens 2 weitere private Geflügelbestände (je unter 20 Hühner) vorbeugend vernichtet worden – wieviele von den übrigen „mehr als 100.000 Tieren“ der im 1 km Gürtel umliegenden Betriebe vorbeugend vernichtet wurden, ist nicht herauszufinden. Es können  theopretisch  je nach Ermessen des zuständigen Amtstierarztes Prof. Dr. Hopp durchaus alle „über 100.000“ vorbeugend gekeult worden sein.

Bielefeld  1 HG 23.12.
hier ist noch nichts bekannt. Einziger Hinweis: in der FLI Liste steht  „Ente 1“ am 23.12.2016 in der Fallliste – die bezeichnung „Ente“ spricht für einen Hausgeflügelbestand, denn bei Wildvögeln stände „Wildenten“.

Kleve 1HG bedeutet:
Rees 25.12. 
16088 Puten, davon 4oo tot, Rest vorbeugend gekeult

Sachsen Ges.: 17 WV  (OIE 16 WV)
-Leipzig 8 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 9 WV  pos H5N8
-Nordsachsen 1 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 2 WV  pos. H5N8
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 8 WV  OIE 5 WV  pos H5N8

Sachsen-Anhalt Ges,; 3 HG  8 WV  (OIE 5 WV)
 (10.038 gekeult plus 1 noch unbekannter Bestand plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)
– Harz 1 WV, 1 HG bei TSIS 1 HG  aufgehoben OIE 1 WV  pos. H5N8
-Jerichower Land 1 WV, 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Saalekreis 6 WV  OIE 3 WV  pos 
Burgenlandkreis 1 HG
Harz: 1 HG bedeutet : 
Quedlingburg : 38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung
bei TSIS wurde dieser Fall aufgehoben

Jerichower Land 1 HG bedeutet : 
Möser 15.12. : 10.000 Enten, davon 400 tot, 9600 vorbeugend vernichtet

Burgenlandkreis 1 HG bedeutet : 
??? 28.12.  : Enten Nähers ist nicht bekannt

Schleswig Holstein Ges.: 48 WV  TSIS 10 WV aufgehoben  (OIE 111 WV) 5  HG
 (40.229 gekeult plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)

-Herzogtum Lauenburg 6 WV OIE 6 WV  pos H5N8
-Plön 20 WV  OIE 78 WV   pos H5N8

-Rendsburg-Eckernförde 8 WVunverändert seit 7.12.OIE 8 WV  pos H5N8
-Schleswig-Flensburg bei TSIS 7 WV aufgehoben   1 HG unverändert seit 25.11. OIE 8 WV  pos H5N8
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Dithmarschen 3 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben 3 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Lübeck 3 WV unverändert seit 24.12.1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Flensburg bei TSIS 1 WV aufgehoben .OIE 0 WV  pos H5N8
– Steinburg 2 WV + bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 3 WV  pos H5N8
– Nordfriesland 1 WV unverändert seit 7.12. OIE  1 WV  pos H5N8

Dithmarschen  3 HG bedeutet laut Medienberichten: 
Gudendorf21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos 2220 Gänse vorbeugend gekeult.
Gudendorf 21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , H5N2 pos 1800 Gänse vorbeugend gekeult.
Krumstedt 2.12.: 71 Hennen, 2 Gänse, 26 Enten – 1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.

Lübeck Stadt  9.11. 1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten) vernichtet
dieser Fall war bei TSIS am 24.12. aufgehoben, ist jetzt wieder als aktiv drin vielleicht, weil wir Hrn Dr. Habeck am 23. diesbezüglich unangenehme Fragen stellten?

Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 11.11. 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)

Thüringen Ges.: 2 WV
Greiz 2 WV unverändert seit 24.12.  lt OIE 2 WV  pos H5N8

Rheinland Pfalz Ges. 2 WV:
Ahrweiler 1 WV
unverändert seit 24.12. lt OIE 0 WV  pos H5N8
Koblenz 
bei TSIS 1 WV aufgehoben lt OIE 0 WV  pos H5N8

Saarland Ges.: 0

In der TSIS Datenbank wird  jeder Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also hier nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen, meldepflichtigen  H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert.
Bei Fällen, die bei TSIS auftauchen, nicht jedoch bei OIE, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine nicht meldepflichtige Variante handelte.

In der FLI Datenbank TSIS sind neuerdings Fälle „aufgehoben“ und damit aus der aktiven Statistik entfernt/verschoben worden, wobei als Begründung uneindeutig angegeben ist „entweder Tierseuche ist erloschen oder Verdacht hat sich als unbegründet heraus gestellt“ – aufgrund der übrigen Falldaten vermuten wir, dass es sich eher um „unbegründete“ Fälle handelt, also doch kein H5 oder H7

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

Fallzahlen

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis Heiligabend
24.12. 2016    21.30 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 positiv bestätigte, aktive Wildvogeleinträge: 511
(OIE 586 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land

28 Haus- und Zoogeflügelbestände davon mind. 6 nicht H5N8!!!!
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht oder nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir z.B. aus der Presse, dass rund 100.000 umliegende gesunde Tiere vorbeugend vernichtet wurden – sie tauchen bei keiner Fallzahlaufstellung auf. 

In der TSIS Datenbank wird  jeder Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also hier nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen, meldepflichtigen  H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert. Dort, wo wir Differenzen zwischen den TSIS und den OIE Fallzahlen (follow up Report 12) haben, haben wir diese unterstrichen. 
Bei Fällen, die bei TSIS auftauchen, nicht jedoch bei OIE, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine nicht meldepflichtige Variante handelte.

In der FLI Datenbank TSIS sind neuerdings Fälle „aufgehoben“ und damit aus der aktiven Statistik entfernt/verschoben worden, wobei als Begründung uneindeutig angegeben ist „entweder Tierseuche ist erloschen oder Verdacht hat sich als unbegründet heraus gestellt“.

Zahlen positiv beprobter, aktiver Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 24.12. 21.30 Uhr TSIS/FLI
und OIE

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Zusammenfassung:
„+“ bedeutet, hier wurde jeweils ein bestand getötet, zu dem es (noch?)keine weiteren Zahlen gibt. 

Bundesland:  WV FLI  (OIE)     HG pos /tot     gesund vernichtet
=============================================
BaWü:  ………284…… (280)…..  1………………………….86
Bayern………..46……..(76)………-……………………………..-
Hessen…………4………(.4.)……….1…………………………….-
Meck.Vom……58……(56)….. 240 +…………………758 +
Nieders………..10……(10)…… 250 +……………124.421 +
Berlin………….12…..(12)………-……………………………….-
Bremen………….0…….(.1.)………-…………………………….-
Hambg………….8……..(.8.)………1…………………………20
Brandenbg…….3……..(.3.)…….-.8……….H5N1!!!…621
NRW………….10…….(.8.)…..-150 +……………23921 +
Sachsen……….13…….(10)………-………………………-
Sachs. Anh……5……..(.5.)……-401………………..9637
Schl.Holst…. …..54…..(111)….3690…………….37.211
Thüringen……..2……….(.2.)………-…………………..-
Rheinl. Pf. ………2………(..0..)………-…………………-
Saarl. ……………..0……….(..0.)………-…………………-
=============================================
Gesamt:   ….. 511….(586)…. 4742+++……196.675 +++

Die Zahlen im Einzelnen:

Baden Württemberg  Ges.: 284 (25 weniger als 12.12.) WV
(OIE 280 WV) 1 HG

-Bodenseekreis 126WV  OIE 125 WV H5N8 pos.
– Emmendingen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
-Konstanz 155 (27 weniger als am 12.12.) WV OIE 153 WV H5N8 pos.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art TSIS aufgehoben
– Sigmaringen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
Ravensburg 1 WV

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Der Fall wurde beim FLI als „erloschen“ oder „unbegründet“ verschoben.

Bayern Ges.: 46 WV (24 weniger seit 12.12.)   (OIE 76 WV)
-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12. OIE 7 H5N8
– Rosenheim 4 WV (7 weniger als 12.12.)  OIE 12 WV H5N8 pos.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11. OIE 5 WV H5N8 pos.
-Traunstein 11 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 11 WV H5N8 pos.
-Ingolstadt 0 WV (1 weniger)  OIE 1 WV H5N8 pos.
-Freising 0 WV (6 weniger) OIE 6 WV H5N8 pos.
-Landsberg 5 WV unverändert seit 12.12 OIE 5 WV H5N8 pos.
-Nürnberg 0 WV (3 weniger) OIE 3 WV H5N8 pos.
-Miesbach 0 WV (2 weniger ) OIE 2 WV H5N8 pos.
– Augsburg 0 WV (1 weniger) .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Bad Tölz 0 WV (1 weniger ) OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ostallgäu 0 WV( 1 weniger ) .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Unterallgäu 5 WV unverändert seit 12.12 OIE 5 WV H5N8 pos.
Roth 1 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 1 WV H5N8 pos.
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..
OIE 2 WV H5N8 pos.
(25 weniger als 12.12.)
– Straubing 0 WV (1 weniger als 12.12. )OIE 1 WV H5N8 pos.
– Aiching 0 WV (1 weniger) OIE 2 WV H5N8 pos.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– München 2 WV  unverändert seit 12.12 OIE 2 WV H5N8 pos.
– Ulm 0 WV (1 weniger als 12.12.) .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Erding 0 WV
(1 weniger als 12.12.) OIE  2  WV H5N8 pos.
– Donau Ries 1 WV unverändert seit 12.12. OIE 1 WV H5N8 pos.

Hessen Ges.:  4 WV   (OIE 4 WV)+ 1 HG unverändert seit 25.11
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 H5N8 pos.
Wetteraukreis 1 WVunveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
Darmstadt  1 WV OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 58  WV ( 4 weniger)  (OIE 56 WV)  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
OIE 6WV H5N8 pos.

-Nordwestmecklenburg 29 WV 1HG OIE 28 WV H5N8 pos.
-Rostock  2 WV(2 weniger) .OIE 4 WV H5N8 pos.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 0 WV (2 weniger) 6 HG   OIE 5  WV H5N8 pos.
-Vorpommern-Rügen 21 WV 1 HG  (3 weniger!!!) 
OIE 18 WV  H5N8 pos., 4 HG pos. versch. H5
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich kein meldepflichtiges LPAI oder HPAI
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 10 WV   (OIE 10 WV) 3 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11. OIE 2WV H5N8 pos
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos
-Hannover 2 WV  OIE 1 WV H5N8 pos
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
– Friesland 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos
– Nienburg 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos
– WIlhelmshaven 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 2 WV H5N8 pos
Rotenburg 1 WV (1 weniger) OIE 2 WV  pos
Stade 1 WV  unverändert seit12..12. OIE 1 WV  pos
– Vechta 1 HG
– Diepholz 1 HG
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 H5N8, 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten
Vechta 1 HG bedeutet:
8694 Puten davon 8496 Tiere vorbeugend gekeult
Diepholz  1 HG bedeutet:

Berlin   12 WV    (OIE 11 WV)

Bremen Ges.: 0 WV  ( 1 weniger) (OIE 1 WV)
-Bremerhaven  0 WV .OIE 1 WV H5N8  pos.
Der Fall ist lt. TSIS erloschen oder unbegründet.

Hamburg Ges.: 8 WV 1 HG OIE 8 WV  pos H5N8
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult
lt TSIS ist Fall erloschen oder unbegründet

Brandenburg Ges.: 3  WV,  (OIE 3 WV)1 HG unverändert seit 7.12.
– Potsdam 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 2 WV  pos H5N8
– Tetow 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Nordrhein Westfalen Ges.: 10 WV , 3 HG (OIE  8 WV)
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8

-Wesel 2 WVunverändert seit 7.12.OIE 3 WV  pos H5N8
-Ennepe-Ruhr 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos 
– Soest: 1 WV , 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos. H5N8
– Paderborn: 1 WV OIE 1 WV  pos. H5N8
–Steinfurt: 3 WV OIE 0 WV  pos. H5N8
Bielefeld: 1HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh: 1 HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh 1 HG bedeutet:
Rietberg 2800 Zuchtgänse und 21 Zuchtenten, davon 50 tot, 2821 vorbeugend gekeult
Soest  1 HG
21200 Puten davon 100 tot, 21100 vorbeugend gekeult.
lt Presse sind mindestens 2 weitere private Geflügelbestände (je unter 20 Hühner) vorbeugend vernichtet worden – wieviele von den übrigen „mehr als 100.000 Tieren“ der im 1 km Gürtel umliegenden Betriebe vorbeugend vernichtet wurden, ist nicht herauszufinden. Es können  theopretisch  je nach Ermessen des zuständigen Amtstierarztes Prof. Dr. Hopp durchaus alle „über 100.000“ vorbeugend gekeult worden sein.
Bielefeld  1 HG
hier ist noch nichts bekannt. Einziger Hinweis: in der FLI Liste steht  „Ente 1“ am 23.12.2016 in der Fallliste – die bezeichnung „Ente“ spricht für einen Hausgeflügelbestand, denn bei Wildvögeln stände „Wildenten“.

Sachsen Ges.: 13 WV  (OIE 10 WV)
-Leipzig 9 WV OIE 9 WV  pos H5N8
-Nordsachsen 2 WV  OIE 2 WV  pos. H5N8
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 7 WV  OIE 5 WV  pos H5N8

Sachsen-Anhalt Ges,; 2 HG  5 WV  (OIE 5 WV)
– Harz 1 WV, 1 HG unverändert seit 25.11. OIE 1 WV  pos. H5N8
-Jerichower Land 1 WV, 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Saalekreis 3 WV  OIE 3 WV  pos 
Harz: 1 HG bedeutet : 
Quedlingburg : 38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung
Jerichower Land 1 HG bedeutet : 
Möser: 10.000 Enten, davon 400 tot, 9600 vorbeugend vernichtet

Schleswig Holstein Ges.: 54 WV    (OIE 111 WV) 4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 6 WV OIE 6 WV  pos H5N8
-Plön 20 WV  OIE 78 WV (8 weniger)  pos H5N8

-Rendsburg-Eckernförde 8 WVunverändert seit 7.12.OIE 8 WV  pos H5N8
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.OIE 8 WV  pos H5N8
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Dithmarschen 0 WV (1 weniger)   3 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Lübeck 3 WV,  1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos H5N8
– Steinburg 3 WV unverändert seit 2.12.OIE 3 WV  pos H5N8
– Nordfriesland 1 WV unverändert seit 7.12. OIE  1 WV  pos H5N8
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
Gudendorf: wegen AUsnahmeantrag getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos.  2220 Gänse vorbeugend gekeult.
Lt Presse wurde zusätzlich ein Bestand von rund 1800 Tieren vorsorglich gekeult.
Dithmarschen  1 HG bedeutet: 
Krumstedt 71 Hennen, 2 Gänse, 26 Enten – 1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten) vernichtet
dieser Fall wurde (FLI) aufgehoben wegen erloschen oder unbegründet
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)

Thüringen Ges.: 2 WV
Greiz 2 WV lt OIE 2 WV  pos H5N8

Rheinland Pfalz Ges. 2 WV:
Ahrweiler 1 WV lt OIE 0 WV  pos H5N8
Koblenz 1 WV lt OIE 0 WV  pos H5N8

Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

lt FLI also aktiv 511 (OIE 586 H5N8 pos. best.  WV) tote Wildvogelfunde in ganz Deutschland, die positiv auf einen Aviären Influenzavirus (LPAI oder HPAI) getestet wurden seit Ausbruch der Krankheit!!!
28 HG (= mind. 200.000 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)
– davon mnd. 6 ganze Bestände nicht H5N8!!!

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

 

 

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 12.12. 17.15 Uhr bundesweit:

  H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogeleinträge: 541
(OIE 529 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land

22 Haus- und Zoogeflügelbestände davon 6 nicht H5N8!!!!
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Es kann sein, dass deutlich mehr gesunde Bestände (so wie in Cloppenburg rund 100.000 Tiere) vorbeugend im Umkreis eines betroffenen Bestandes gekeult und entsorgt wurden. Da diese Tiere in keiner öffentlich zugänglichen Liste geführt werden, können wir nur da, wo es entsprechende Presseinfos zu gibt, Zahlen berücksichtigen.

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert. Dort, wo wir Differenzen zwischen den TSIS und den OIE Fallzahlen (follow up Report 7) haben, haben wir diese unterstrichen.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 12.12. 17.15 Uhr TSIS/FLI
und OIE

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 309 WV  (OIE 261 WV) 1 HG
-Bodenseekreis 125WV unv. seit 7.12.2016 OIE 123 WV H5N8 pos.
– Emmendingen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 0 WV H5N8 pos.
-Konstanz 182 WV OIE 138 WV H5N8 pos.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 18.10.
– Sigmaringen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 0 WV H5N8 pos.

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 70 WV  (OIE 70 WV)
-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12. OIE 13 H5N8
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11. OIE 0 WV H5N8 pos.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11. OIE 5 WV H5N8 pos.
-Traunstein 11 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
-Ingolstadt 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 0 WV H5N8 pos.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11. OIE 6 WV H5N8 pos.
-Landsberg 4 WV unverändert seit 28.11.OIE 4 WV H5N8 pos.
-Nürnberg 3 WV unverändert seit 2.12.OIE 3 WV H5N8 pos.
-Miesbach 2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Bad Tölz 1 WV unverändert seit 28.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV H5N8 pos.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV H5N8 pos.
– Unterallgäu 4 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
Roth 1 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..OIE 27 WV H5N8 pos.
– Straubing 1WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Aiching 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– München 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ulm 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Erding 1 WV
unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Donau Ries 1 WV OIE 0 WV H5N8 pos.

Hessen Ges.:  3 WV   (OIE 3 WV)+ 1 HG unverändert seit 25.11
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG unveränd. seit 7.12.2016OIE 1 H5N8 pos.
Wetteraukreis 1 WVunveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 62  WV  (OIE 51WV)  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
OIE 6WV H5N8 pos.

-Nordwestmecklenburg 26 WV 1HG unverändert seit 7.12.
OIE 24 WV H5N8 pos.

-Rostock  4 WV unverändert seit 28.11.OIE 4 WV H5N8 pos.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 6 HG 2 WV  OIE 5  WV H5N8 pos.
-Vorpommern-Rügen 4 HG  16 WV
OIE 13 WV H5N8 pos.
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich kein meldepflichtiges LPAI oder HPAI
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 10 WV   (OIE 4 WV) 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11. OIE 2WV H5N8 pos
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos
-Hannover 1 WV unverändert seit 28.11 OIE 1 WV H5N8 pos
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
– Friesland 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos
– Nienburg 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos
– WIlhelmshaven 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 1WV H5N8 pos
Rotenburg 2 WVOIE 0 WV  pos
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 H5N8, 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Berlin   10 WV    (OIE 7 WV) unverändert seit 2.12. 

Bremen Ges.: 1 WV  (OIE 1 WV)
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8  pos

Hamburg Ges.: 8 WV 1 HG OIE 6 WV  pos H5N8
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 3  WV,  (OIE 1 WV)1 HG unverändert seit 7.12.
– Potsdam 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Tetow 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 0 WV  pos H5N8
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Nordrhein Westfalen Ges.: 7 WV  (OIE 4 WV)
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8

-Wesel 3 WVunverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos H5N8 (Greifvogel)
-Ennepe-Ruhr 1 WVunverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos 
– Soest: 1 WV unverändert seit 28.11OIE 1 WV  pos H5N8
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos. H5N8

Sachsen Ges.: 13 WV  (OIE 10 WV)
-Leipzig 8 WV OIE 7 WV  pos H5N8
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos. H5N8
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 4 WVunverändert seit 7.12..OIE 2 WV  pos H5N8

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  3 WV  (OIE 1 WV)
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8
– Saalekreis 2 WVunverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos 
Harz: 1 HG bedeutet : 
38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung

Schleswig Holstein Ges.: 47 WV    (OIE 110 WV) 4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Plön 19 WV  OIE 86 WV  pos H5N8

-Rendsburg-Eckernförde 8 WVunverändert seit 7.12.OIE 5 WV  pos H5N8
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.OIE 7 WV  pos H5N8
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Dithmarschen 1 WV   3 HG OIE 0 WV  pos H5N8
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8
– Steinburg 3 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Nordfriesland 1 WVunverändert seit 7.12.IE 0 WV  pos H5N8
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
wegen AUsnahmeantrag getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos.  2220 Gänse vorbeugend gekeult.
Lt Presse wurde zusätzlich ein Bestand von rund 1800 Tieren vorsorglich gekeult.
Dithmarschen  1 HG bedeutet: 
Krumstedt 71 hennen, 2 Gänse, 26 Enten – 1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten)
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)

Thüringen Ges.: 1 WV
Greiz 1 WV lt OIE O WV  pos H5N8

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

lt FLI also 541 (OIE 529 H5N8 pos. best.  WV) tote Wildvogelfunde in ganz Deutschland, die positiv auf einen Aviären Influenzavirus (LPAI oder HPAI) getestet wurden seit Ausbruch der Krankheit!!!
22 HG (= mind. 170.000 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)
– davon 6 ganze Bestände nicht H5N8!!!

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

unser Hinweis:

Es gibt NIRGENDS Angaben darüber, wieviele gesunde Tiere bei den zahlreichen, niedrigpathogenen Befunden in verschiedenen Beständen und bei Befunden, die sich später als negativ herausstellten, noch tatsächlich vorbeugend getötet wurden.
Es kann sich hier durchaus noch mal um mehrere tausend Tiere handeln (die 100.000 in Cloppenburg sind uns auch nur aufgrund der Presseberichte bekannt geworden!)

 

 

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 7..12.2016 12.30 Uhr bundesweit:

  H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogelfunde: 482 Stück
(davon allein 282 Wildenten und 43 andere Wildvögel  am Bodensee)
das macht ganze 157 Wildvögel für den gesamten Rest Deutschlands
bei Millionen Wildvögeln, die zur Zeit über unser Land ziehen

H5 oder H7  pos. mind. 1 Tier pro Bestand verdächtigt und bestätigt  in 22 Haus- und Zoogeflügelbestände
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Es kann sein, dass deutlich mehr gesunde Bestände (so wie in Cloppenburg rund 100.000 Tiere) vorbeugend im Umkreis eines betroffenen Bestandes gekeult und entsorgt wurden. Da diese Tiere in keiner öffentlich zugänglichen Liste geführt werden, können wir nur da, wo es entsprechende Presseinfos zu gibt, Zahlen berücksichtigen.

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N3) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener Typ nachgewiesen wurde.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 7.12.2016  12.30 Uhr TSIS/FLI
und OIS

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 273 WV  1 HG
( von den WV 230  Wildenten,
43 sonstige WV)
-Bodenseekreis 125WV
– Emmendingen 1 WV
-Konstanz 148 WV
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 18.10.
– Sigmaringen 1 WV

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 68 WV (52 Wildenten, 16 sonstige WV)
-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12.
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Traunstein 11 WV
-Ingolstadt 1 WV unverändert seit 2.12.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11.
-Landsberg 4 WV unverändert seit 28.11.
-Nürnberg 3 WV unverändert seit 2.12.
-Miesbach 2 WV unverändert seit 28.11.
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Bad Tölz 1 WV unverändert seit 28.11.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Unterallgäu 4 WV
– Roth 1 WV
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..
– Straubing 1WV unverändert seit 2.12.
– Aiching 1 WV unverändert seit 2.12.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.
– München 1 WV unverändert seit 2.12.
– Ulm 1 WV unverändert seit 2.12.
– Erding 1 WV
unverändert seit 2.12.

Hessen Ges.:  3 WV + 1 HG
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.
Hochtaunuskreis 1 HG
Wetteraukreis 1 WV
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 56  WV  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordwestmecklenburg 26 WV 1HG
-Rostock  4 WV unverändert seit 28.11.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 6 HG 6 WV  (HG  unverändert seit 25./28.)
-Vorpommern-Rügen 4 HG  14 WV
  (HG unverändert seit 25.11.)
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde –
141 Verdachtsfälle, 1 Emu pos. verendet
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4 Fälle/getötet/tot, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Gänse)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 19 Fälle, 7 tot, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich nicht H5N8 bestätigt
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle/getötet/tot, 205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 Fälle/getötet/tot, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall/getötet/tot, 14 vorbeugend (Enten, Gänse, Schwäne,Eulen)
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 pos. beprobt, 47 getötet, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15 verstorben, 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 8 WV 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11.
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.
-Hannover 1 WV unverändert seit 28.11
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
– Friesland 1 WV
– Nienburg 1 WV
– WIlhelmsheven 2 WV
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 Fälle/getötet/tot , 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Berlin   10 WV  unverändert seit 2.12.

Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.

Hamburg Ges.: 8 WV 1 HG
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 3 Fälle/getötet/tot
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 3  WV, 1 HG
– Potsdam 2 WV
– Tetow 1 WV
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
1 von 48 Beprobungen aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung positiv auf H5N1
kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 500 Tiere !

Nordrhein Westfalen Ges.: 7 WV
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.

-Wesel 3 WV
-Ennepe-Ruhr 1 WV
– Soest: 1 WV unverändert seit 28.11
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12.

Sachsen Ges.: 12 WV
-Leipzig 7 WV unverändert seit 2.12.
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 4 WV

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  3 WV
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.
– Saalekreis 2 WV
Harz: 1 HG bedeutet : 
38 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot, 37 vorbeugend
private Hühnerhaltung

Schleswig Holstein Ges.: 47 WV   4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Plön 15 WV unverändert seit 2.12.

-Rendsburg-Eckernförde 8 WV
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Dithmarschen 1 WV   3 HG
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Steinburg 3 WV unverändert seit 2.12.
– Nordfriesland 1 WV
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 x 1800 und 1 x 2000 Gänse vorsorglich gekeult
Dieser Bestand taucht nicht in der OIE Liste auf, wurde also nicht auf H5N8 bestätigt.
Dithmarschen  1 HG bedeutet: 
Ein Bestand in Dithmarschen. Es muss ein niedrig pathogener Nachweis gewesen sein, da der Bestand nicht beim OIE auftaucht. Nähere Angaben über Anzahl gesunf gekeulter Tiere sind noch nicht vorhanden

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 Fälle/getötet/tot, 92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten)
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000Fälle/getötet/tot, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)


Thüringen Ges.: 0

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

482 WV   das sind ganze 21 WV mehr, als am 2.12.2016
davon 282 Wildenten und 43 sonstige WV allein am Bodensee – also ganze 153 Wildvögel im gesamten Rest Deutschlands seit Ausbruch der „Seuche“.
22 HG (= mind. 157.698 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.

In den OIE Listen werden lediglich H5N8 bestätigte Fälle aufgeführt. Dadurch kommt es zu Abweichungen von der TSIS Liste.
Es wir in der OIE aufgeführt, wieviele Verdachtsfälle, wieviele Beprobungen, wieviele „tot“ (ohne Angabe von getötet oder verendet) und wieviele vorbeugend gekeult wurden. Es ist unklar, wieviele der positiv beprobten Tiere auch positiv bestätigt wurden. Theoretisch kann es ein einziges Tier gewesen sein.


Es gibt NIRGENDS Angaben darüber, wieviele gesunde Tiere bei den zahlreichen, niedrigpathogenen Befunden in verschiedenen Beständen und bei Befunden, die sich später als negativ herausstellten, noch tatsächlich vorbeugend getötet wurden.
Es kann sich hier durchaus noch mal um mehrere tausend Tiere handeln (die 100.000 in Cloppenburg sind uns auch nur aufgrund der Presseberichte bekannt geworden!)


Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 2.12..2016 13.00 Uhr bundesweit:

  H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogelfunde: 461 Stück
(davon allein 274 Wildenten am Bodensee)
bei Millionen Wildvögeln, die zur Zeit über unser Land ziehen

H5 oder H7  pos. mind. 1 Tier verdächtig 21 Haus- und Zoogeflügelbestände
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Die folgenden Zahlen werden vom FLI nicht bekannt gegeben
wir haben sie überwiegend den OIE Auswertungen entnommen. Wo wir zusätzlich auf Presseinformationen zurück gegriffen haben, haben wir das entsprechend vermerkt:

In den 21 Beständen wurden mind. 156.698  gesunde Tiere vorbeugend gekeult und in den Müll geworfen plus 1 nicht H5N8 infizierten Bestand, über den es keine Zahlen gibt
Es wurden mind. 100 Zoovögel vorbeugend gekeult.  In einem Bestand waren  2 Zoo-Fasane H7N3 !!!  positiv bestätigt.

Es kann sein, dass deutlich mehr gesunde Bestände (so wie in Cloppenburg rund 100.000 Tiere) vorbeugend im Umkreis eines betroffenen Bestandes gekeult und entsorgt wurden. Da diese Tiere in keiner öffentlich zugänglichen Liste geführt werden, können wir nur da, wo es entsprechende Presseinfos zu gibt, Zahlen berücksichtigen.

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N3) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener Typ nachgewiesen wurde.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 2.12.2016  13.00 Uhr TSIS/FLI


WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 261 WV  1 HG
( von den WV 220  Wildenten,
41 sonstige WV)
-Bodenseekreis 123WV
-Konstanz 138 WV
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 18.10.

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 63 WV (47 Wildenten, 16 sonstige WV)
-Lindau 7 WV  6 weniger als am 25.11.
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Traunstein 10 WV unverändert seit 25.11.
-Ingolstadt 1 WV 1 weniger seit 25.11.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11.
-Landsberg 4 WV unverändert seit 28.11.
-Nürnberg 3 WV
-Miesbach 2 WV unverändert seit 28.11.
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Bad Tölz 1 WV unverändert seit 28.11.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Unterallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Weilheim 1 WV unverändert seit 25.11.
– Straubing 1WV
– Aiching 1 WV
– Hof 1 WV
– München 1 WV
– Ulm 1 WV
– Erding 1 WV

Hessen Ges.:  2 WV + 1 HG
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.
Hochtaunuskreis 1 HG
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 53  WV  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordwestmecklenburg 25 WV 1HG
-Rostock  4 WV unverändert seit 28.11.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 6 HG 5 WV  ( unverändert seit 25./28.)
-Vorpommern-Rügen 4 HG  13 WV
  (HG unverändert seit 25.11.)
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde –
141 Verdachtsfälle, 1 Emu pos. verendet
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4 Fälle/getötet/tot, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Gänse)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 19 Fälle, 7 tot, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich nicht H5N8 bestätigt
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle/getötet/tot, 205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 Fälle/getötet/tot, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall/getötet/tot, 14 vorbeugend (Enten, Gänse, Schwäne,Eulen)
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 pos. beprobt, 47 getötet, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15 verstorben, 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 4 WV 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11.
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.
-Hannover 1 WV unverändert seit 28.11
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 Fälle/getötet/tot , 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Berlin   10 WV

Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.

Hamburg Ges.: 7 WV 1 HG
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 3 Fälle/getötet/tot
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 1 WV
– Potsdam 1 WV unverändert seit 28.11.

Nordrhein Westfalen Ges.: 4 WV
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.

-Wesel 1 WV unverändert seit 25.11.
– Soest: 1 WV unverändert seit 28.11
Dortmund 1 WV

Sachsen Ges.: 10 WV
-Leipzig 7 WV
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 2 WV

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  1 WV
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.
Harz: 1 HG bedeutet : 
38 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot, 37 vorbeugend
private Hühnerhaltung

Schleswig Holstein Ges.: 44 WV   4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Plön 15 WV

-Rendsburg-Eckernförde 7 WV
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Dithmarschen 1 WV   2 HG unverändert seit 25.11.
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Steinburg 3 WV
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 x 1800 und 1 x 2000 Gänse vorsorglich gekeult
Dieser Bestand taucht nicht in der OIE Liste auf, wurde also nicht auf H5N8 bestätigt.

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 Fälle/getötet/tot, 92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten)
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000Fälle/getötet/tot, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)


Thüringen Ges.: 0

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

461 WV   (274 Wildenten in Ba Wü + Bayern, 187 WV Rest)
21 HG (= mind. 156.698 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.

In den OIE Listen werden lediglich H5N8 bestätigte Fälle aufgeführt. Dadurch kommt es zu Abweichungen von der TSIS Liste.
Es wir in der OIE aufgeführt, wieviele Verdachtsfälle, wieviele Beprobungen, wieviele „tot“ (ohne Angabe von getötet oder verendet) und wieviele vorbeugend gekeult wurden. Es ist unklar, wieviele der positiv beprobten Tiere auch positiv bestätigt wurden. Theoretisch kann es ein einziges Tier gewesen sein.


  In
Sachsen Anhalt und Bremen gab es seit unserer Auswertung am 25.11.2016 keine Veränderungen mehr. In Niedersachsen und Brandenburg seit unserer Auswertung am 28.11. keine weiteren Veränderungen.
In Thüringen, Rheinland Pfalz und Saarland wurden sowieso noch überhaupt keine Vögel gefunden.

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 28.11.2016 11.45 Uhr bundesweit:

Influenza positiv bestätigte Wildvogelfunde: 420 Stück
(davon allein 262 Wildenten am Bodensee)
bei Millionen Wildvögeln, die zur Zeit über unser Land ziehen

H5N8 positiv mind. 1 Tier verdächtig 17 Hausgeflügelbestände
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Die folgenden Zahlen werden vom FLI nicht bekannt gegeben
wir haben sie den Medien entnommen:

In den 17 Beständen wurden mind. 232.277 gesunde Tiere vorbeugend gekeult und in den Müll geworfen plus 3 Bestände über die es keine Zahlen gibt
Zusätzlich wurden 86 Zoovögel vorbeugend gekeult, von denen ausschließlich 2 Zoo-Fasane H7N3 !!! positiv bestätigt und der Rest lediglich getestet wurde.

Bestätigt positive  Influenza  Befunde in den 17 Hausgeflügelbeständen gab es mindestens 40 Tiere

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N3) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener Typ nachgewiesen wurde.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 28.11.2016  11.45 Uhr TSIS/FLI


WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 251 WV  1 HG
( von den WV 214  Wildenten,
37 sonstige WV)
-Bodenseekreis 119WV
-Konstanz 132 WV unverändert seit 25.11.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 25.11

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 63 WV (48 Wildenten, 15 sonstige WV)
-Lindau 13 WV unverändert seit 25.11.
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Traunstein 10 WV unverändert seit 25.11.
-Ingolstadt 2 WV unverändert seit 25.11.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11.
-Landsberg 4 WV
-Nürnberg 2 WV unverändert seit 25.11.
-Miesbach 2 WV
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Bad Tölz 1 WV
– Ebersberg: 2 WV
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Starnberg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Unterallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Weilheim 1 WV unverändert seit 25.11.

Hessen Ges.:  2 WV
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 38  WV  11HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordwestmecklenburg 15 WV  unverändert seit 25.11.
-Rostock  4 WV
-Ludwigslust  1 HG (Masthahn/-huhn einschl. d. hierf. best. Kük.)
Vorpommern-Greifswald 6 HG 5 WV  (WV unverändert)
-Vorpommern-Rügen 4 HG  8 WV
  (HG unverändert)
Ludwigslust 1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
90 Tiere getötet
Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo –
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet laut Medien:
1. Mesekenhagen 31 Hühner verendet, 18 Hühner + 8 Enten vorsorglich gekeult
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   „ein paar“ Tiere verendet, Rest  gekeult Ges. 56 Tiere
4.Neu Boltenhagen 30 Tiere vorsorglich gekeult
5.keine weiteren Angaben gefunden

Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Enten, Hühner und Tauben gekeult
2. Sassnitz  Tierpark 1 infiziertes Tier gefunden weitere Vögel ohne Mengenangabe
3. Glöwitz bei Barth   117 Hühner und Tauben
4. keine weiteren Angaben gefunden

Niedersachsen Ges.: 4 WV 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11.
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.
-Hannover 1 WV
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
Cloppenburg 1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich gekeulter Puten

Berlin   6 WV (alles Schwäne) unverändert seit 25.11.

Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.

Hamburg Ges.: 6 WV unverändert seit 25.11.

Brandenburg Ges.: 1 WV
– Potsdam 1 WV

Nordrhein Westfalen Ges.: 3 WV
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.
-Wesel 1 WV unverändert seit 25.11.
– Soest: 1 WV

Sachsen Ges.: 8 WV
-Leipzig 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 1 WV unverändert seit 25.11.

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  1 WV
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.
Harz: 1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 Huhn bestätigt infiziert, 37 vorsorglich gekeult

Schleswig Holstein Ges.: 36 WV   4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Plön 11 WV unverändert seit 25.11.
-Rendsburg-Eckernförde 4 WV unverändert seit 25.11.
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Dithmarschen 1 WV   2 HG unverändert seit 25.11.
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Steinburg 1 WV
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 x 1800 und 1 x 2000 Gänse vorsorglich gekeult

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
18 verendete Puten, 100 vorsorglich gekeulte Enten, Gänse und Tauben
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
2000 Hühner gestorben, 28.000 vorsorglich gekeult


Thüringen Ges.: 0

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

421 WV   (262 Wildenten in Ba Wü + Bayern, 159 WV Rest)
18 HG (= über 220.000 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)
(von den WV 262 Wildenten in BaWü +Bay.
Rest  bundesweit 159 WV
)

Quelle: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.


In Hessen, Hamburg, Berlin, Sachsen, Sachsen Anhalt, und Bremen gab es seit unserer AUswertung am 25.11.2016 keine Veränderungen mehr.
In Thüringen, Rheinland Pfalz und Saarland wurden sowieso noch überhaupt keine Vögel gefunden.

 

Zahlen für ganz Deutschland  Stand 25.11.2016 Stand 17.47 Uhr
WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 247 davon 212   Wildenten
-Bodenseekreis 114 WV
-Konstanz 132 WV
-Mannheim 1 in Gefangenschaft gehaltener Vogel aller Art
Bayern Ges.: 59 WV
-Lindau 13 WV
– Rosenheim 11 WV
-Starnberg 5 WV
-Traunstein 10 WV
-Ingolstadt 2 WV
-Freising 6 WV
-Landsberg 3 WV
-Nürnberg 2 WV
-Rest: 7 WV
Hessen Ges.:  2 WV
Franfurt 1 WV
Waldeck 1 WV
Mecklenburg Vorpommern Ges.: 35 WV  9HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV
-Nordwestmecklenburg 15 WV
-Rostock  3 WV
Vorpommern-Greifswald 5 HG 5 WV
-Vorpommern-Rügen 4 HG  6 WV

Niedersachsen Ges.: 3 WV 1 HG
-Peine 2 WV
-Osnabrück 1 WV
– Cloppenburg 1 HG
Berlin   5 WV
Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV
Hamburg Ges.: 6 WV
Hessen Ges.: 2 WV
-Waldeck-Frankenberg  1WV
Frankfurt 1 WV
Nordrhein Westfalen Ges.: 1 WV
-Hagen1 WV
-Wesel 1 WV
Sachsen Ges.: 7 WV
-Leipzig 5 WV
-Nordsachsen 1 WV
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 1 WV
Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  1 WV
– Harz 1 HG
-Jerichower Land 1 WV
Schleswig Holstein Ges.: 34 WV   3 HG  1 unbekannt
-Herzogtum Lauenburg 5 WV
-Plön 11 WV
-Rendsburg-Eckernförde 4 WV
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG
-Segeberg 5 WV
-Dithmarschen 1 WV   2 HG
– Lübeck 1 (keine Angabe ob Hausgeflügelbestand oder WV)
– Flensburg 1 WV

Gesamtergebnis: 403 WV   14 HG  1 ohne Angabe ob WG / HG
(von den WV 212 Wildenten in BaWü
)

Quelle: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.

Beispiel: bei dem unter Schleswig/Flensburg aufgeführten 1 HG wissen wir aus der Presse, dass in Grumby über 30000 Tiere getötet wurden. Aufgrund wievieler Stichproben mit positivem Verdachtsbefund gekeult wurde und wieviele Tiere davon dann tatsächlich positiv bestätigt wurden, wird nirgends angegeben.

Von den seit Ausbruch des H5N8 Virus bis heute bundesweit gefundenen 403 Wildvogelfälle, waren 306 allein in Baden Württemberg und Bayern. Nur die verbleibenden 97 gefundenen Wildvögel verteilen sich über die restlichen Bundesländer.

Info: bei gekeulten Beständen mit Tieren von knapp unter 1000 bis ein paar 1000 Tieren, sprechen die Politiker in der Presse von „Klein- und Kleinstbeständen
Der spunghafte Anstieg der WV Zahlen in BaWü ist auffällig. Von allen dort aufgeführten Tieren waren es 212 Wildenten.
Hier wäre es höchst interessant, die Todesursache zu erfahren (Totfunde? Jagdstrecke?)
Sollte dieser Anstieg am Bodensee hinsichtlich der Trinkwassersicherheit evtl.Anlass zur Sorge sein?

Ebenfalls auffällig ist, dass bei allen gefundenen Tieren bundesweit bis heute  keine Fasane (Hühnervögel!)  gefunden wurden.
Die Bundesländer, die die höchsten Wildvogelfunde zu verzeichnen haben, haben keine Hausgeflügelausbrüche, obwohl dort tw. erst spät überhaupt landesweite Stallpflicht ausgerufen wurde.
Die Bundesländer mit Ausbrüchen in Hausgeflügelbeständen  haben sehr niedrige Wildvogelbefunde .

Zahlen für ganz Deutschland  Stand 21.11.2016
WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg
-Bodenseekreis 58 WV
-Konstanz 36 WV
Bayern
-Lindau 11 WV
– Rosenheim 12 WV
-Starnberg 2 WV
-Traunstein 10 WV
-Rest: 10 WV
Hamburg 3 WV
Hessen 1WV
Mecklenburg Vorpommern
-Mecklenburgische Seenplatte 5 WV
-Nordwestmecklenburg 11 WV
-Rostock, Stadt 1 WV
Vorpommern-Greifswald 3 HG 2 WV
-Vorpommern-Rügen 4 HG 4WV

Niedersachsen
-Peine 1 WV
Berlin 1 WV
Bremen
-Bremerhaven  1 WV
Hamburg 3 WV
Hessen
-Waldeck-Frankenberg  1WV
Nordrhein Westfalen
-Hagen1 WV
-Wesel 1 WV
Sachsen
-Leipzig 1WV
-Leipzig, Stadt 1 WV
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 1 WV
Schleswig Holstein
-Herzogtum Lauenburg 4 WV
-Plön 7 WV
-Rendsburg-Eckernförde 2 WV
-Schleswig-Flensburg 3 WV   1 HG
-Segeberg 3 WV
-Dithmarschen 1 WV   2 HG
-Segeberg 3 WV

Gesamtergebnis: 10 HG  201 Wildvögel

Quelle: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
unser Hinweis:
die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand. Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden.
Beispiel: bei dem unter Schleswig/Flensburg aufgeführten 1 HG wissen wir aus der Presse, dass in Grumby über 30000 Tiere getötet wurden. Aufgrund wievieler Stichproben mit positivem Verdachtsbefund gekeult wurde und wieviele Tiere davon dann tatsächlich positiv bestätigt wurden, wird nirgends angegeben.

Zahlen für ganz Deutschland, Stand 18.11.2016, 12:45:
WV = Wildvögel,  HG = Hausgeflügel

Baden Württemberg
-Bodenseekreis 68 WV
-Konstanz 80 WV
Bayern
-Lindau 12 WV
-Rosenheim 8 WV
-Starnberg 2 WV
-Traunstein 10 WV
Hessen
-Waldeck-Frankenberg 1 WV

Mecklenburg-Vorpommern
-Mecklenburgische Seenplatte 5 WV

-Nordwestmecklenburg 4 WV
-Rostock, Stadt 1 WV
Vorpommern-Greifswald 1 HG 5 WV
-Vorpommern-Rügen 2 HG 4WV

Niedersachen
-Peine 1 WV
Nordrhein-Westfalen
-Wesel 1 WV
Sachsen
-Leipzig 2 WV
-Leipzig, Stadt 1 WV

Schleswig-Holstein
-Herzogtum Lauenburg 2 WV
-Lübeck, Stadt 1 HG
-Plön 6 WV

-Rendsburg-Eckernförde 3 WV
-Schleswig-Flensburg 1 HG
-Segeberg 2 WV

Gesamtergebnis: 5 Hausgeflügel 221 Wildvögel

Quelle: Friedrich Löffler Institut, Risikoeinschätzung zum Auftreten von HPAIV H5N8 in Deutschland, S. 4

Beispiel Zahlen aus Bayern ab 2005
(interessant die Erklärungen in den Fußnoten unter der Statistik!)

Insgesamt wurde bei Wildgeflügel nur in drei Jahren Influenza H5 oder H7 nachgewiesen:
2009 von 1.095 Wildvögeln 1 Vogel
2007 von 3.428 Wildvögeln 19 Vögel
2006 von 9.561 Wildvögeln 74 Vögel

Hausgeflügel:
Außer 2007 nichts.
2007:
11.284 untersuchte Tiere, davon hatten 136 Tiere H5 oder H7
Das sind genau 1,2% aller untersuchten Tiere – erstaunlich wenig, dafür, dass auch das Virus damals hochpathogen eingestuft war.

Aktuelle Zahlen Bayern (18.11.2016):
Wildvögel 475 davon 55 H5 oder H7 positiv,
von den 55 sind  34  H5N8 positiv
Hausgeflügel 662 Influenza A      positiv: 0

Schnell-Navigation

Archiv zu älteren Info- und Medienlinks

Schnell-Navigation

Archiv Links zu Medienberichten

Freie Presse 23.2.2017 Blogeintrag
Etwas Bohei vielleicht?
Sehr lesenswert!

Verbände.com Pressemitteilung Dt. Tierschutzbund 22.2.2017
Dt. Tierschutzbund fordert Präventionsstrategie

Der Tagesspiegel 20.2.2017
Im Kampf gegen resistente Bakterien
mit Kommentar

ONetz 20.2.2017
Irrsinn der Massentötung

nwz online 15.2.2017
Züchter sehen sich gegängelt

sz online 16.2.2017
die Gefahr ganz nah

Wochenblatt 15.2.2017
Vogelgrippe Meyer hadert mit Hauk

!!!nwz online 14.2.2017!!!
Experten stochern im Nebel

Frankfurter 15.2.2017
Verwirrte Vögel

NDR.de 14.2.2017
Habeck streitet mit Ostholstein

Welt24 14.2.2017
Stallpflicht bedeutet erhebliches Leid

unser 38  14.2.2017
naht das Ende der flächendeckenden Stallpflicht in Braunschweig?

Hamburger Abendblatt 11.2.2017
Züchter wollen das Seuchengesetz kippen

Taunus Zeitung 9.2.2017
Opel Zoo: Neues Projekt – Feldhamster

Interessant, der letzte Absatz unter „Förderverein wird 10“.
Dort wurde offensichtlich endlich mal die Todesursache trotz des positiven H5N8 Nachweises ermittelt – und die war nicht das Virus!
Zitat:
…Bei dem verendeten Rosapelikan sei zwar der Vogelgrippevirus nachgewiesen worden, verendet sei er jedoch infolge der Aufstallung. Welche Auswirkungen die Stallpflicht, die bis Ende Mai in Hessen gelte, auf das Brutverhalten der Vögel im Zoo habe, ließe sich jetzt noch nicht absehen…. Zitat  Ende

Ostseezeitung 9.2.2017
Den Geflügelhaltern die Entscheidung überlassen!

nwz 8.2.2017
im Stall geht es Gänsen nicht gut

Potsdamer 8.2.2017
Grippeviren aus dem Futter

agrar heute 8.2.2017
Wirksamere Kontrollen in der Tierhaltung nötig

Mittelbayrische 7.2.2017
Im Sperrbezirk stapeln sich die Eier

Nordkurier 7.2.2017
Ist die Stallpflicht staatlich verordnete Tierquälerei?

Volksstimme.de 7.2.2017
Stallpflicht ärgert Züchter

Spiegel online 4.2.2017
Bauern werfen Umweltministerin Mobbing vor
Eine super Kampange von Frau Ministerin Hendricks …
…ich habe selten so viele Wahrheiten so offen aus Berlin ausgesprochen gehört….

Verbraucherzentrale Ba Wü 31.1.2017
Eierkennzeichnung und Stallpflicht
Die ersten Verbraucherzentralen beginnen, den „legalisierten“ Verbraucherbetrug mit den Freilandeiern anzuprangern!

shz.de 31.1.2017
Geflügelzüchter in Schleswig Holstein wollen gegen Stallpflicht klagen

Kieler Nachrichten KN  28.1.2017 vom Kieler Symposium
Aktionsbündnis will gegen Aufstallung klagen

rd news.de 27.1.2016
Landau – Vogelgrippe:
Thomas Gebhart regt Überprüfung der Gesetzeslage an

NWZ online 27.1.2017
Rätselraten um Virus geht weiter

NDR vom 8.4.2009 !!!
Massenkeulung auf Kosten der Steuerzahler: Tötung von Puten war laut Experten unnötig

Pinneberger Tageblatt 27.1.2017
Vogelkundler halten Stallpflicht für sinnlos

Schwarzwälder Bote 26.1.2017
Geflügelhalter und Züchter gegen Stallpflicht


Norddt. Rundschau 26.9.2016

Grevenkop/Süderau: Es begann mit 200 Tieren

Sächsische Zeitung 25.1.2017
Zoo – absoluter Stress für die Tiere!

Augsburger Allgemeine 24.1.2017
Kükendrama am Flughafen – 7500 Tiere eingeschläfert
Was für ein Wahnsinn – wann hört dieser globale Lebentiertransport im großen Stil endlich auf!!!

Leipziger Volkszeitung 24.1.2017
Wir führen einen Kampf gegen Windmühlen

Norddeutsche Rundschau 24.1.2017
Geflügelpest im Kreis Steinburg – das Virus verändert sich
gute Kommentare!

SZ online.de 23.1.2017
Behörden helfen bei Stallpflicht

Lausitzer Rundschau 21.1.2017
Geflügelpest im Tierpark

Rhein Erft Rundschau 19.1.2017
Hof Hensen in Glessen
So geht Nutztierhaltung auch …….

Alt-Neuöttinger Anzeiger 19.1.2017
Hühner bekommen „Lagerkoller“

Kronen Zeitung (Österreich) 18.1.2017
Rinderseuche droht Österreich
….und auch hier haben unsere hochbezahlte und hochgelobte Wissenschaft und  Politik keine andere Lösung parat, als die massenweise, vorbeugende Keulung und Vernichtung gesunder Tierbestände – „Intelligente Lösungen“ sehen für mich anders aus….

Demeterverband
allgemeine Aufstallpflicht überdenken

Badische Neueste Nachrichten 16.1.2017
Viele seltene Tiere müssen sterben

MK Kreiszeitung 16.1.2016
Brüterei weht sich erfolglos gegen Beobachtungsgebiet

nordbayern.de 12.1.2017
Stress hinter Gittern

Pfalz Express 9.1.2017
Schock in Wörth

RP online 9.1.2017
Geflügelpest – Züchter reduzieren Bestand

Rhein Main Presse, Allg. Zeitung 5.1.2017
Die Tiere reagieren mit Verhaltensstörungen

Deutschlandradio Kultur 4.1.2017
Nach dem Virus ist vor dem Virus ausgesprochen lesenswert!
Danke Herr Johannes Kulms für einen informativen Report,
wo alle Seiten gleichermaßen zu Wort kommen durften!

Osnabrücker Zeitung 2.1.2017
Hühner haben Stress

taz 12/2014
Stallpflicht ist kontraproduktiv Der Beitrag ist zwar von 12/2014 aber trotzdem brandaktuell!

Oldenburgische Volkszeitung 28.12.2016
Nach Keulung in Vechta kein H5N8 nachgewiesen
21.000 Tiere ohne jeden Befund gesund vergast – völlig sinnlos!

TP Heise online 28.12.2016
Virus mit Stallpflicht

TP Heise online 28.12.2016
Stallpflicht – Widerstand regt sich


Boyens Medien 28.12.23016
Geflügelpest: infizierte Eule in Krempel gefunden
siehe hierzu auch „Fragen, die sich auftun

Panorama RP Online 27.12.2016
Südkorea lässt wegen Vogelgrippe Millionen Hühner töten

Nordwestzeitung NWZ online 27.12.2016
über die Feiertage 52000 Puten getötet

Osnabrücker Zeitung 27.12.2016
Uhr tickt für Freilandeier

Nordwestzeitung NWZ online 27.12.2016
über die Feiertage 52000 Puten getötet

Osnabrücker Zeitung 27.12.2016
Uhr tickt für Freilandeier

Vogelgrippe im Nordwesten 25.12.2016
Geflügelpest weitet sich aus
Leserbrief

Neuer Fall in Niedersachsen 25.12.2016
Verdacht auf Geflügelpest in Cloppenburg
Leserbriefe

Bild am Sonntag – Heiligabend – 24.12.2016
600 Vögel von Amtswegen abgeschlachtet

 open PR 21.12.2016
Pulverfass Tierindustrie:
Die Vogelgrippe-Viren kommen aus dem Stall
Pressemitteilung von Animal Rights Watch e.V.

Süddeutsche Zeitung 18.12.2016
Gans gefährlich? – Gans in Gefahr!

Elmshorner Nachrichten 19.12.2016
Vogelpest: Bis zum Fest Stubenarrest
Kommentare lesen!

Kieler Nachrichten 19.12.2016
Expertenanalyse:
Haben Tierlaster die Vogelgrippe hergebracht?

ARD Panorama 22.9.2016!!!
Massive Tierschutz-Probleme bei Bauern-Chefs
…da muss sich niemand mehr fragen, wo die Krankheiten ausgebrütet werden……


unser 38.de Braunschweig 17.12.2016

H5N8 ist die Stallpflicht kontraproduktiv?

Nordwest Zeitung 16.12.2016
Lorentschat: „Barßel eine Hochburg der Vogelpest“

Osnabrücker Zeitung 16.12.2016
Vogelgrippe: wie kam der tödliche Erreger nach Europa

Mittelbayrische 16.12.2016
Aufstallpflicht:
Der Garaus für seltene Arten

Bayrischer Rundfunk – Quer 15.12.2016
zur Wildvogeltheorie

Echo 10.12.2016
Südhessische Gänsezüchter stemmen sich gegen die Übermacht der Turbomast-Betriebe

Netzfrauen 10.12.2016
Werden wir in Zukunft genmanipulierte Hühner auf dem Teller haben?

Sonderverein der Entenzüchter Deutschland 25.11.2016
…schon ein paar Tage alt – jetzt erst entdeckt.
Ein wirklich lesenswerter Beitrag zur Vogelgrippe:
Nach der Schau ist vor der Schau

BR 24 ,   9.12.2016
Woher stammt der Erreger wirklich?
Sachlicher Beitrag, der allen Theorien „gleichberechtigt“ Raum gibt

Pinneberger Tageblatt, EN usw.  8.12.2016
Protest: die Gruppe VogelFrei will Klage einreichen
Klage gegen die Stallpflicht/Vogelgrippe

shz  8.12.2016
Usutu Virus tötet Vögel derzeit „Besonders weitflächig“
(siehe dazu unsere Frage zum Usutu Virus)

Mittelbayrische – Regensburger Land 8.12.2016
Stallpflicht bringt Stress für die Tiere

Schleswiger Nachrichten 7.12.2016
Der Gänse-Rebell von Husby:
Mit Vogelgrippe wird Panik geschürt

Der Tagesspiegel 7.12.2016
Der Tagesspiegel
Dann kräht bald kein Hahn mehr

Hildesheimer Allgemeine Zeitung 7.12.2016
Kontroverse um Stallpflicht bei Vogelgrippe

Märkische Allgemeine 5.12.2016
Die Tage nach dem Vogelgrippe-Schock

N24 Welt 4.12.2016
Wird die wahre Ursache der Vogelgrippe verschwiegen?

Epoch Times 3.12.2016
Forschergruppe belegt: Vogelgrippe H5N8 wird hauptsächlich durch Geflügelwirtschaft verbreitet

idowa  isar-Donau-Wald 2.12.2016
Stallpflicht wegen Vogelgrippe: Geflügelzüchter stinksauer

Rhein-Main-Presse 2.12.2016
Züchter müssen notschlachten: Die Stallpflicht wegen der Vogelgrippe setzt Vereine unter Druck

proplanta – Informationszentrum für die Landwirtschaft 1.12.16
Nabu vermutet Geflügelwirtschaft hinter Vogelgrippe-Verbreitung

Land und Forst 1.12.2016
Vogelgrippe: Landesweite Stallpflicht weiterhin abgelehnt

Hamburger Abendblatt 26.11.16
Hoffentlich muss ich nicht gekeult werden

Nabu Pressemitteilung 30.11.2016
Kritische Analyse beleuchtet Verbreitungswege für Vogelgrippe in Geflügelwirtschaft

svz.de Medienhaus Nord 28.11.2016
Vogelgrippe von Menschenhand?

Welt N 24 28.11.2016
Ist das Keulen tausender Tiere wirklich nötig?

AugsburgerAllgemeine 28.11.2016
Was Halter sagen und Verbraucher beachten sollten

Welt N24      27.11.2016
Die Erklärung für Vogelgrippe kann nicht stimmen

Südkurier / Radolfzell 26.11.16
Auflagen wegen der Vogelgrippe irritieren Kleintierzüchter

shz 25.11.2016
Massentötung von Geflügel völlig übertrieben

Mopo 25.11.2016
Vogelgrippe? Da sind wir nicht zuständig

Bayern SPD Landtagsfaktion
Woher kommt die Vogelgrippe?

Osnabrücker Zeitung 24.11.16
Massentötung als Vorsichtsmaßnahme

Osnabrücker Zeitung 24.11.16
Kritk an der vorrsorglichen Tötung von 92000 Tieren

Kieler Nachrichten 23.11.2016
Wissenschaftler streiten um Massentötungen
Bochemkerin u. Zellbologin Prof. Reiß in Kontroverse mit Robert Habeck

RBB 24 Panorama  22.11.2016
vier weitere Schwäne mit Vogelgrippe infiziert!
Experten: übertragen Lebensmittelreste das Virus?
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/11/vogelgrippe-berlin-klemens-steiof-ornitologe.html

Mecklenburger Seenplatte 21.11.16
Züchter lässt Strauße schlachten
https://www.orte-im-norden.de/mecklenburgische-seenplatte/woldegk/gro%C3%9Fer-strau%C3%9Fenz%C3%BCchter-zum-schlachten-gezwungen/

Epoch Times 18.11.2016
Wildvögel werden immer wieder neu aus Geflügelwirtschaft angesteckt

Frankfurter Rundschau – Panorama 18.11.16
Die Vogelgrippe breitet sich aus
(Infobox Mitte des Textes zum Durchklicken beachten)
http://www.fr-online.de/panorama/gefluegelbetriebe-die-vogelgrippe-weitet-sich-aus,1472782,34948942.html

Badische Zeitung 17.11.16
Massentierhaltung als Ursache für Vogelgrippe?

Niederlausitz aktuell 16.11.2016
Bauernbund gegen Stallpflicht

Wie kommt das Virus in die Wildvögel? 13.11.16
infizierte Kadaver werden unter freiem Himmel in Grumby entsorgt?

Geflügelbörse 10/2015
Erhaltungszüchter als Opfer verfehlter Politik
http://www.vhgw.de/vogelgrippe/20150725_Erhaltungszuechter_als_Opfer.pdf

Wie kommt das Virus in die Wildvögel?  3.2.15
Hühnerkot aus Massentierhaltungen?

Hanne schrieb im Hühnerforum Beitrag 4086
Irgendwie…wisst Ihr, ich habe mich gestern damit beschäftigt, ob und wie Tauben AI bekommen können.

Die Experimente sind SO widerlich, dass mir die Tränen kommen. Übrigens: Ja, man konnte Tauben mit AI infizieren:
Jungvögel massiv tagelang hungern (!!) lassen, dann nur massiv mit Viren verseuchtes Futter und Wasser geben- dann haben 2 von 19 Versuchstieren Symptome gezeigt und Viren ausgeschieden. Wobei man nicht weiß, ob das nicht Restmengen von dem zugeführten Virus waren-ich kann das kaum noch ertragen!

Man hat noch nie, nie, nie AI bei Wildvögeln oder gehaltenen Vögeln (Tauben) festgestellt. Also nichtmal Antikörper.

Und solche widerlichen, ekelhaften Versuche hat man mit so ziemlich allen Vögeln angestellt. Macht das Sinn? Nach dem Ergebnis solcher Versuche kann man auch Kanarien, Wellensittiche, Papageien etc. mit AI infizieren. Aber wieviele Versuche hat man gebraucht, bis man das herausgefunden hatte? Erwachsen-egal, wie gequält, nicht angesteckt, Jungvögel, normale Futteraufnahme-nicht angesteckt. Erst muss man sie quälen und misshandeln umd endlich ein Ergebnis zu bekommen, auf das ein Wissenschaftler scharf war.

P.S.: Andere Länder, andere Sitten?

  • 1979 Sachsen, H7N7: etwa 600.000 Hühner und 80 Gänse gekeult
  • 1983/4 USA, H5N2: 17 Millionen Tiere
  • 1999-2000, Italien, H7N1: 9,6 Millionen Hühner, 2,7 Millionen Puten, 247.000 Perlhühner, 260.000 Wachteln, Enten und Fasanen, 387 Strauße in erwerbsmäßigen Haltungen und 1.700 Stück Geflügel von Privatleuten.
  • 2002, Chile: 617.800 Hühner
  • 2003, Niederlanden, Belgien und Deutschland, H7N7: 30,4 Millionen getötete Tiere
  • 2004,Kanada: zunächst 275.000 Stück Geflügel, als innerhalb des Beobachtungsgebietes weitere Virusnachweise erfolgten, 19 Millionen Tiere

Schnell-Navigation

…weitere Leserfragen und Leserbriefe auf Zeitungsartikel

Schnell-Navigation

mdr 24.4.2017
Pauschale Stallpflicht sinnvoll oder übertrieben?
Kommentar
:
Sehr geehrte Damen und Herren von der Redaktion, es wäre wirklich nett, wenn Sie in Ihren Beiträgen nicht immer nur pauschal von „Geflügelzüchtern“ und „Geflügelhaltern“ sprechen, wenn sie eigentlich ausschließlich industrielle Massengeflügelhersteller zitieren. Das Gros derer, die sie zitieren, vertreten durch den Geflügelwirtschaftsverband sind Mäster oder Eierproduzenten oder aber Kükenproduzenten – Designer und Vermehrer von „tierischen Produkten“. Die Begriffe Geflügelhalter und Geflügelzüchter suggerieren dem unbedarften Leser das Bild vom glücklichen Rasse- oder Mixhuhn auf dem Hof – genau diese hunderttausende Halter aber zitieren und erwähnen Sie mit keinem Wort – da würden Sie nämlich völlig andere Aussagen erhalten.

Kommentar:
Die „Geflügelhalter sehen Verbesserungsbedarf und wollen auf eigene Initative u.a. Futter nicht mehr unter freiem Himmel lagern“. Allein der BDRG (Rassegeflügelzuchtverband) hat 180000 Mitglieder und mindestens nochmal so viele, vermutlich sogar deutlich mehr halten ihre Hühner privat ohne Vereinszugehörigkeit. Ich glaube kaum, dass diese Geflügelhalter ihr Futter je unter freiem Himmel lagerten, Kadaver im Stall in den Mist eintreten lassen oder auch nur nicht regelmäßig ausmisten. Das finden Sie nur im grossen Stil bei den Massentierhaltern – wieviele gibt es davon? 8000? 10000? Was hier als DIE Verbesserung bei Geflügelhaltern angepriesen wird ist einfach nur eine in der Massentierhaltung – für die allermeisten Geflügelhalter sind das, was hier als ach so tolle Biosicherheitsmaßnahmen angepriesen wird schon immer Selbstverständlichkeiten im Interesse der Tiere gewesen.

Rhein-Neckar Zeitung 23.4.2017
Nach der Vogelgrippe ist vor der Vogelgrippe
Kommentar von Wolfgang Otten – wurde nicht angenommen:
Verehrter Herr Hauk,
lesen Sie auch schon mal kritisch, was Sie da so von sich geben?
„Änderung der Vorschriften zum Verkauf von Freilandeiern“ Wie lange wollen Sie sich noch begnügen damit, an den Symptomen herumzuschrauben? Sie selbst konzidieren kurze Zeit später, dass neben den betroffenen Wildvögeln (hauptsächlich am Bodensee, einem Umstand dem bis dato wohl noch niemand genauer untersucht hat) Hausgeflügelbestände im Wesentlichen nicht betroffen waren. Das liegt aber weniger an Ihren völlig unzureichenden Biosicherheitsmassnahmen (erkläre ich später) als an der Tatsache, dass freilaufende Huehner einfach um Klassen besser mit einem Schnupfen fertig werden, als die zu Tausenden in zu engen dunklen Ställen zusammen gepferchten, immunologisch betrachtet – Halbleichen -, die bereits alle mit Medikamenten so voll gestopft sind, dass deren Körper mit schierem Überleben kaum fertig werden. Die drangvolle Enge bietet zudem dem Virus jede Gelegenheit zu Turbo-Entwicklung.
Führen Sie sich die einschlägigen Untersuchungen über Imunität zu Gemüte, Imunität, die davon abhängig ist, dass Organismen mit DRECK in Berührung kommen. Landstriche, die von den „Sagrotan“-süchtigen nicht erfasst sind, sind imunitätsmässig den anderen weit voraus.
Sie könnten die Industrie vielleicht dazu bringen, Küken profylaktisch in Plastik einzuschweissen, damit sie den Anfeindungen des Lebens gar nicht erst begegnen. Die Fütterung würde vielleicht schwieriger dadurch.
Überdenken Sie das Einsperren der Tiere, nicht die Frist, in denen Eier falsch etikettiert werden sollen.
„Zusatzetiketten“ ist noch der brauchbarste Ansatz Ihrer ganzen Rede.
……. „Unsere Biosicherheitsmassnahmen haben gegriffen!!“
dass ich nicht lache. Nicht die Biosicherheitsmassnahmen, sondern die erheblich geringere Geflügeldichte des Landes dürfte der Hauptpunkt sein. In BW gibt es einfach nicht soviele Geflügelhalter (ich meine im grossen industriellen Stil) als dass das Virus so mir nichts dir nichts von einem Bestand in den Anderen wechselt.
„Für mehr Schutz…“ hier überschlagen Sie sich aber vollkommen.
Bitte erklären Sie mir, wie man einen einfachen Hänger, ohne Brensen, desinfiziert, ohne ihn hochzubocken und von unten mit einem Dampfstrahler so etwa 20 Minuten, sehr heiss, zu behandeln. Und auch dann werden Sie bei genauem Hinsehen noch genügend Dreck finden, in dem sich die possierlichen Viren verstecken können.
Jetzt dann das gleiche Procedere bei einem Motorfahrzeug, welches mit Bremstrommeln und Kabeln und Streben und Winkeln und Ritzen am Unterboden übersät ist.
Entweden treiben Sie den Teufel mit dem Belzebub aus, indem sie das Fahrzeug mit sagen wir Chlorbleiche oder etwas ähnlich giftigem so behandeln, dass am Ende mehr Gift in der Umwelt ist als Ihnen lieb sein kann, oder Sie werden ihr Ziel, die effektive Desinfektion nicht erreichen.
Von der Schädlichkeit der Desinfektionsmittel für die umliegende Flora und Fauna ganz zu schweigen.
Und das soll nach jedem Besuch eines Stalles stattfinden? Welche Umwelt soll dieses Procedere bitte ertragen?
Aber Sie befinden sich ja in bester Gesellschaft, Der Herr Weiß, vom Geflügelwirtschaftsverband, pflichtet Ihnen ja bei, auch absolut ahnungslos, woher diese Viren kommen könnten, die Ursache überall suchend, nur nicht bei eben jener Geflügelwirtschaft, seiner eigenen Klientel, die ihre Tiere per massloser Übermedikamentierung derart schwächt, dass sie zu imunologischen Krüppeln verkommen.
Komisch irgendwie, die, die mit Tieren zu tun haben, sehen das wohl ganz anders als die, die regelmässig vom Grünen Tisch im klimatisierten Büro über weitere Zwangsmassnahmen …. („schwadronieren“ wollte ich nicht sagen, aber eine andere Bezeichnung fiel mir nicht ein).
Herr Gronmaier vom Riesenhof hat doch da eine vernünftige Meinung.
Wenn man diese dann noch ergänzt um intensive Untersuchung des Geschehens am Bodensee statt das Personal der Veterinärämter mit Überprüfung und Ahndung völlig überzogener und wirkungsloser sogenannter „Biosicherheitsmassnahmen“ zu beschäftigen, bzw sie zwingt, aunzählige Tiere noch vor der Beprobung zu Keulen, könnte ein Schuh draus werden.
Sollten Sie aber das nächste Mal wieder versuchen, die Lagedurch Überinterpretation der von Unsicherheiten und schwammig formulierten Phantasiethesen nur so strotzenden Ergüsse eines gewissen Prof.Dr.Dr.hc aus Riems, zu meistern, geschieht Ihnen dasselbe wie ihm, seit 10 Jahren horrende Gelder verpulvert, aber nichts, aber auch gar nichts zu Aufklärung des Infektionsgeschehens beigetragen.
Nur dass Sie dann noch für die Flächendeckende Chlirierung Ihres Landes schuldig sind – ach, verzeihung, aber Amtsträger sind ja nie „schuldig“.

Schade Herr Hauck, Sie hätten die Chance gehabt, – zeitweise, nach Aufhebung der Stallpflich, habe ich gedach, siehe an, dieses BW, machen es jetzt mal ganz – , leider eine getrogene Hoffnung

Wie sagten Sie:
„Ich habe lieber eine eingesperrte Ente als eine tote Ente.“
Die Welt hat sich in der steten Auseinandersetzung der Schädlinge mit den Nützlingen entwickelt.
Meinen Sie wirklich, ein einzelner Minister, und sei er auch von der CDU, könnte der Natur ins Handwerk pfuschen?
Meinen Ihre „Freunde“ aus der industriellen Geflügelwirtschaft wirklich, sie könnten es besser, als der Schöpfer, den Sie im erste Buchstaben ihrer Parteibezeichnung anrufen?

Schönen Sonntag noch!

Eßlinger Zeitung 22.4.2017
Stallpflicht für Geflügel aufgehoben
Kommentar S. Nebl:
Was treibt Herrn Hauk nur dazu, sich offensichtlichen Wahrheiten zu verschließen und offensichtlichen Verbraucherbetrug voranzutreiben? Diese sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen, allen voran die flächendeckende Stallpflicht über Monate, war nichts als völlig überzogener Aktionismus auf Basis einer mehr als zweifelhaften und wissenschaftlich nicht nur nicht belegten, sondern auch höchst umstrittenen These, die aufgrund eines Übersetzungsfehlers auch noch undifferenziert alle wilden Zugvögel als hocheffiziente Virenschleudern und gefährliche Vogelpestüberträger brandmarkt. Und anstatt sich weiterzubilden, sich aus mehr als einer Quelle zu zu informieren und sich einmal zu fragen,, ob es wirklich sein muß mit allen zur Verfügung stehenden politischen Mitteln einen offensichtlich falschen Weg weiter vorzupreschen, wird nur überlegt, wie man sich aus einer verfahrenen Situation rauswindet, ohne eigene Fehler zugeben zu müssen. Private Hobbyhalter und Züchter sind ebenso wie viele bäuerliche Geflügelhalter in aller Regel bemüht, dass es ihren Tieren gut geht, sie legen Wert auf ein gesundes Immunsystem und eine robuste Konstitution. Die übersetzen „Tierschutz“ nicht mit „Gewinneinbußen“, und „artgerechte Haltung“ nicht mit „Mehrkosten“. Ihre Tiere waren weit mehr von den Folgen einer überschnappenden „Seuchenbekämpfungspolitik“ gefährdet als von der Seuche selber. Die Angst, dass unverhofft ein Rollkommando des Veterinamtes den ganzen Bestand tötet, rein auf einen bloßen Verdacht, war durchaus berechtigt. Es sind dies die selben Amtveterinäre, die beim Kleinhalter sonst regelmäßig artgerechte Haltung mit genügend Auslauffläche und der Erfüllung artspezifischer Bedürfnisse einfordern. Die selben auch, die akzeptieren, dass Enten in gewerblichen Mast- und Elterntieranlagen keine Bademöglichkeit brauchen, auf Gitterboden leben und niemals die Sonne sehen. Und wie „tierfreundlich“ ist eine Putenhaltung, bei der von vornherein mit 30 % an während der Mast verendenden Tieren kalkuliert wird, mit zigtausenden auf maximale Gewichtszunahme geputschten Puten auf knappst bemessenem Hallenraum, ohne Auslauf unter freiem Himmel. Lebewesen, die ohne vorbeugende Impfungen und Medikamentengaben die Mastdauer von wenigen Wochen gar nicht erst überleben würden und alles, was sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, in die über Wochen anwachsende Schicht Mist unter ihren Füßen treten? Bei der Absegnung solcher Haltungsbedingungen durch das geltende Tierschutzgesetz hat die industreill geprägte Geflügelwirtschaft massiv mitgewirkt. Solenl das auch die Maßgabe werden, nachdem unser Geflügel sich künftig wohlzufühlen hat? Die Behörden haben die Klein und Hobbyhalter ebenso wie die bäuerlichen Geflügelhalter zur Solidarität mit einer Tier- und lebensverachtenden Industrie und zum Schutz deren wirtschaftlicher Interessen gezwungen,trotzdem kam es immer wieder zu Ausbrüchen in geschlossenen, nach außen hin permanent abgeschotteten Industriehaltungen. So etwas dem unbedarften Zeitungsleser als „Erfolg“ zu verkaufen, ist schon armselig. Jedem selbständig denkenden Menschen drängt sich die Erkenntnis auf, dass die von der Politik getroffenen Maßnahmen versagt haben und dringend andere Lösungen gefunden werden müssen. Und zwar solche, die nicht darauf abzielen, geltende Gesetze zu untergraben. Ach übrigens: Die positiv getesteten Wildvögel, sind die wirklich an der Vogelgrippe auch gestorben? Bisher hat die tatsächliche Todesursache von gefundenen Wildvögeln nämlich niemanden interessiert. Es reicht ein Nachweis auf vorhandene Viren,bzw sogar nur der auf vorhandene Antikörper um den Hype zu putschen. Reelle wissenschaftliche Datenerhebung und Auswertung ist das nicht.

Focus online 21.4.2017
Vogelgrippe in Baden-Württemberg
Minister legt 5 Punkte Plan vor

diese Kommentare wurden abgelehnt:

1.
Blanker Hohn!
„die Gesunderhaltung der Nutztiere sei angewandter Tierschutz“ – das ist ein Witz. Wenn Sie wirklich Tierschutz anwenden wollen, dann muss sich ganz gewaltig etwas in den Massengeflügelbeständen ändern. Oder halten Sie, Herr Minister es tatsächlich für „Tierschutz“, wenn Tiere mit chronisch kaputten, schmerzenden Gelenken so eng zu zig tausenden aufgestallt sind, dass sie sich kaum bewegen können und dahin vegetieren. Dass10% Todesfälle während einer Mastperiode außerhalb von Geflügelpest als völlig normal und akzeptabel angesehen werden? Ist es Tierschutz, dass Enten in Massenbeständen „keinen Badezugang brauchen“ weil die Einstreu sonst in den übefüllten Ställen zu nass wird? Es ist blanker Hohn, angesichts solcher Zustände von angewandtem Tierschutz zu sprechen.
2.
Bessere Regelung für Geflügelhalter
Was bitte ist an einer Regel besser, die weiterhin die Tiere sinnlos aufstallen will? Genug Beispiele in dieser Grippeperiode haben gezeigt, dass die Aufstallpflicht mehr Tiere das Leben und die Gesundheit kostet, als es die Grippe je tat. jetzt wollen Sie „Vorschriften“ erarbeiten, wie private Halter vermutlich per Gesetz zusätzliche Ausläufe und Bäder schaffen müssen, wenn sie Geflügel halten wollen? Für mich klingt das nicht nach mehr Tierwohl sondern nach einem Schritt weiter Richtung „Geflügel weg aus dem Freiland“. Wenn Sie es ernst meinen mit besseren Seuchenpolitik, dann sollten Sie die Stallpflicht per se überdenken und nicht eine einzige Gruppe Betroffener mit einbeziehen, sondern alle: http://www.aktionsbuendnis-vogelfrei…s-fordern-wir/

Münsterländische Tageszeitung 19.4.2017
Geflügelzüchter kritisieren Kreis für Mistbrand
NWZ online 20.4.2017
Feuer im Misthaufen wirft Fragen auf
Kommentar:
Zitat:
Der Mist aus den Ställen, in denen die Geflügelpest ausgebrochen ist,  muss stallnah unter Folie gelagert werden. Dabei ist eine Lagerzeit von  mindestens 42 Tagen einzuhalten, da man davon ausgehen darf, dass das  Virus dann nicht mehr aktiv ist“
Zitat Ende
Das ist ja wohl ein Witz.

So langsam nervt es gewaltig, dass sich die Behörden, wenn es um industrielle Tierhaltungsbetriebe geht, die Dinge immer so zurecht reden, wie es gerade oprimal passt.
Die FU Berlin hat eine Studie veröffentlicht, deren Inhalte so übrigens auch von FLI und Behörde immer wieder zitiert werden, wo klar festgestellt wurde, dass das Virus unter Einfluss von UV Licht, Wärme und Trockenheit sehr schnell wirkungslos wird.
In feuchtem Mist und oder ohne UV (und genau so im feuchten, dunklen Boden, wenn es auf dem Acker untergegraben wird) ist es bis zu 120 Tagen überlebensfähig. Feuchter Mist und Plane – tolle Kombiantion.
Dann tönt es Anfang des Jahres seitens Behörden, FLI und Co bei Ausbrüchen im LK Cloppenburg:
Das Virus ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit durch Schadnager eingetragen worden – Schadnager können das Virus verschleppen.
Jetzt sind diese Schadnager keine Gefahr?
Kein Mensch wird ernstlich annehmen, dass die Schadnager nicht unter so eine Plane gelangen.  Es gibt weitere Studien, die belegen, dass das Virus durch Milben übertragen werden kann.
Diese leben in Hohlräumen (Strohhalmen, Wänden, Ritzen, Knochen von verendeten und in den Mist eingetretenen Masttieren etc.) mit Vorliebe in aufgestallten Geflügelbeständen und gehen zur Nahrungsaufnahme (Blut) auf das Geflügel.
Glauben die Behörden ernsthaft, dass diese Milben aus dem Misthaufen unter der Plane nicht entkommen, um sich dann bei den WIldvögeln neue Wirte zu suchen?
Der Mist aus den Geflügelhaltungen ist immer durchsetzt mit verwesenden Kadavern (dafür haben wir mehr als genug Beweisfotos von Äckern, wo dieser Mist abgekippt wurde) und verseucht mit allen möglichen krankmachenden Keimen und Parasiten.
Dieser Mist gehört direkt aus dem Stall als Sondermüll behandelt und in jedem Fall – nicht nur nach einem H5 Ausbruch – zunächst ordnungsgemäss thermisch behandelt (m.W: mind. 70 Grad Kerntemperatur unter Druck mehrere Minuten), bevor er als Dünger in die freie Landschaft verbracht werden darf.

Dass Mist aus einem Ausbruchstall überhaupt den Stall verlassen darf und nicht sofort als Sondermüll hermetisch abgeschlossen entsorgt wird stinkt zum Himmel.
Es ist absolut unbegreiflich, dass dort, wo es ums Geschäft geht die Sicherheit mal wieder keine Rolle spielt.

Der schwunghafte Geflügelmisthandel ist ein einträgliches, grenzüberschreitendes Geschäft. Da dürfen dann auch haufenweise Kadaver und Keime aller Art kommentarlos in die Landschaft gekippt und in den Boden eingebracht werden – dann ist das alles plötzlich nicht mehr gefährlich.
Wirklich erstaunlich:

wir vom AVF fordern seit Monaten, dass das FLI den Mist der industriellen Geflügelställe routinemäßig beprobt. Selbst nach einem H5 Ausbruch hält das FLI dies aber nicht für zielführend und völlig überflüssig bei der Ursachenforschung.
Stattdessen wird jeder tote Vogel, der in der freien Landschaft gefunden wird akribisch eingesammelt und beprobt und schon gibt es wieder Sperr- und Beobachtungsgebiete und die Stallpflicht wird verlängert – aus Sicherheitsgründen.
Übrigends: das Argument für die Aufstallpflicht ist, dass die Exkremente von Wildvögeln infiziert seien….
Was bitte ist der Unterschied von dem Kack eines infizierten Wildvogels und dem eines Massenhaltungstieres? ….außer, dass der erstgenannte für die Indistrie wertlos ist und der zweitgenannte bares Geld einbringt???

Welt 24    21.4.2017
MinisterHauk will Schutz vor Vogelgrippe verstärken

Kommentar:
Herr Minister Hauck, Sie wollen die legitimierte Verbrauchertäuschung ausdehnen? In ihrem 5 Punkte Plan unter Punkt 5 wollen Sie die legitimierte Verbrauchertäuschung, die bisher „nur“ 12 Wochen stattfinden darf gleich mal ein wenig ausdehen? Man sollte im Gegenteil vom allerersten Tag der Aufstallpflicht an auf den Schachteln klar erkennen, dass diese Eier zur Zeit nicht aus Freiland kommen. z.B. einen Stempel drauf – das lässt sich problemlos in eine automatisierte Verpackungsanlage integireiren wie auch bei Verpackung von Hand umsetzen: „Freilandeier wegen staatlicher Anordnung zur Zeit aus Bodenhaltung wegen Stallpflicht“ – das wäre ehrlich und würde gleichzeitig dem Verbraucher trotzdem zeigen, dass er von einem ehemaligen Freilandhalter kauft. Ich finde es einfach nur erbärmlich, dass es offensichtlich niemanden von Ihnen wirklich interessiert, wie es den Tieren geht – es geht einfach und allein darum, ob das Ei weiterhin ein paar cent mehr bringt. Hauptsache der Verbraucher zahlt – dann wäre wohl auch Ganzjahresstallpflicht okay.

 

Volksstimme.de 16.4.2017
Hennen dürfen wieder raus
weitere Kommentare unter dem Artikel
Kommentar, der nicht veröffentlicht wurde:
Auch bei Ihnen, Frau Klotz und Herr Sasse begrüsse ich es sehr, dass Sie Ihre Tiere artgerecht und mit kleiner Bestandsgröße halten und die Massentierhaltung ablehnen. Allerdings finde ich es bedauerlich, dass Sie Lohmann Hühner halten und nicht auf eine Hühnerrasse zurück greifen, die kein Produkt der Massentierhaltung sind. Mit dem Kauf von Lohmannküken unterstützen Sie, was die meisten Biokunden nicht wissen, eine qualvolle, grausame Eltern- und Grosselterntierhaltung

NWZ online 15.4.2017
Taskforce gegen Vogelgrippe
Gute Kommentare direkt unter dem Beitrag

Tagblatt.de 15.4.2017
Fahrbare Hühnerställe boomen
Kommentar:
Sehr geehrte Frau Weiss,
arbeiten Sie nur in einer Landwirtschaftsabteilung, oder haben Sie auch schon mal irgendwo mit lebenden immunologisch stabilen und genetisch vielfältig aufgestellten Nutztieren mehr zu tun gehabt, als im Büro auf irgendeinem Antragsformular?
Fünf oder sieben Hühner in einem Käfig tun sich nichts?
Wenn dem so ist, frage ich mich, wo all die Fotos aus der Aufstallpflicht von schwer verletztem Geflügel herkommen, die uns (AVF) seit Wochen von verzweifelten Geflügelhaltern zugesandt werden.

Und hier reden wir nicht von 5 Hühnern auf ein bis zwei qm Käfig – hier reden wir von 5 -10 Hühnern auf 6 – 20 qm Stallpflicht – und trotzdem verletzen sie sich schwer.
…und dass viele Tiere sich zusammen leicht verletzen, ist mir auch nur bekannt aus Beständen, die Überbesatz haben. Mit ausreichend Bewegungsraum, AUsweichfläche und buschbewachsenen, großzügigen Ausläufen habe ich noch keine auch nur annähernd so schweren Verletzungen gesehen, wie bei aufgestallten Tieren.

Bild 13.4.2017
Vogelgrippe: Vizedirektor versteckt acht tote Vögel in Kühlhaus

Bild erlaubt keine Kommentare – darum ein Kommentar hier:
Diesem Herrn Spretke gehört ein Orden verliehen und der Zoodirektor sollte sich bedanken.
Hoffentlich hat Herr Spetke  einen guten Rechtsbeistand!

Angesichts der teilweise unberechenbaren Behördenwillkür, die wir gerade im Osten Deutschlands beobachten durften, hätte jeder, der seine Tiere nicht nur als austauschbare Gegenstände betrachtet, so handeln müssen.
Mit Chance hat er im Zoo vielen Vögeln das Leben gerettet, denn die Wahrscheinlichkeit auf ein falsch positives Testergebnis im ELISA Schnelltest und einer darauf folgenden erstmal vorbeugenen Keulung war sicher hoch!!!
Hoffentlich erscheint das morgen noch in anderen Medien, damit wir den Mann mit Kommentaren unterstützen können!
Das sollte der Zoodirektor auch tun, statt den Mann kalt zu stellen.

Focus online 12.4.2017
Alsterschwäne sind aus dem Winterquartier zurück
Kommentar (wurde nicht freigegeben):
Irreführende Fallzahlendarstellung
Zitat: „Deutschlandweit starben 1,5 Millionen Tiere an der Krankheit oder mussten vorsorglich getötet werden.“
Laut OIE und TSIS, den offiziellen Fallzahlendatenbanken, stimmen die Zahlen nicht. ( https://www.wildvogel-rettung.de/vog…-daten-fakten/ )
Bis zum 25.3.2017 sind nach OIE 11.753 Tiere in Beständen verendet und waren H5N8 pos.
Vorbeugend gekeult wurden im selben Zeitraum 1.753.115, also über 1,7 Mio gesunde Tiere. H5N8 pos. beprobte, verendete Wildvögel gab es De. weit im selben Zeitraum 707 Vögel (bei rd. 500 Mio, die im Winter durchs Land ziehen).
Die Todesursache ist in keinem Fall bekannt, da diese nie untersucht wurde. Die Statistiken beinhalten auch positiv beprobte Tiere mit Schrotladung im Leib.

Güstrower ANzeiger 11.4.2017
Investor will Aufzuchtanlage für Junghennen bauen
viele gute Kommentare unter dem Artikel

NWZonline 12.4.2017
Feuer – Einsatz mit Forken und Gummistiefel
weitere Kommentare direkt unter dem Artikel
Kommentar:

Ich finde es schon unaussprechlich, dass bei einem gekeulten Betrieb überhaupt Mist aus dem betroffenen Stall lagert. Egal ob abgedeckt oder nicht! Es ist erst wenige Wochen her, da wurde seitens der Geflügelwirtschaft vehement die Theorie vertreten, dass Schadnager das Virus in die Ställe geschleppt hätten.
Ja, glaubt denn irgendwer, dass so eine Maus nicht unter die Plane kommt?  Das ist ja schlimmer als in Schilda!
Wieso wurde der Mist nicht direkt in geschlossene Container verladen und dann als Sondermüll behandelt und unschädlich gemacht (z.B. thermische Behandlung?) Wenn ich lese, dass man, um die Virusverteilung zu vermeiden möglichst vermeiden will, den brennenden Haufen auseinanderzuziehen spricht das eindeutig dafür, dass man nicht dekontaminiert hat oder den Maßnahmen nicht traut. Wen bitte wundert es dann noch, wenn dort ein Ausbruch nach dem anderen stattfindet!

NWZ 8.4.2017
Skandal im Vogelgrippe-Sperrbezirk
Kommentarsammlung der verschiedenen Vogelgrippe-Beiträge
der letzten Wochen

NWZ 8.4.2017
die Bilanz einer (vorläufigen) Katastrophe
Kommentar:
Zitat:

„Der Agrarminister verwahrte sich zugleich in einer emotionalen
Fragestunde gegen den Vorwurf der Opposition, in einem Fall seien Tiere
in einem Garreler Stall wegen seines Verbots nicht getötet worden. Damit
habe Meyer die Ausbreitung des Virus begünstigt.“ Zitat ENde
Minister Meyer hat nicht die Seuche begünstigt, sondern durch diese Entscheidung Ergebnisse bei der Ursachenforschung begünstigt.
Wäre der Bestand vorbeugend gekeult worden, hätte man dort kein H5N8 Virus gefunden, anhand dessen das FLI die direkte Übertragung von Stall zu Stall nachweisen konnte.
Es ist natürlich für den Erzeuger jetzt höchst unangenehm, dass der Verdacht auf Schlamperei bei den Biosicherheitsmaßnahmen im Raum steht. Denn ich gehe davon aus, wenn sich das bestätigt, gibt es keine Entschädigung aus Steuergeldern.

Dass da natürlich eine vorbeugende Kontaktbestandskeulung, die derartige Nachweise im Keim erstickt willkommener ist, halte ich zumindest für denkbar.

 

Osnabrücker Zeitung 7.4.2017
Putentötung verhindert – das war falsch
weitere gute Kommentare unter dem verlinkten Beitrag!
Kommentar von Susanne Schauer:
Hmm, welche Fachleute bitte schön haben denn zur Keulung der Kontaktbestände geraten?
Ich denke immer, DIE Fachleute sind im Fritz-Löffler-Institut und die hielten eine solche „vorbeugende Keulung“ für nicht erforderlich?
Welche Betriebe waren das denn? Die, die bei OIE als gekeult mit 1 Fall H5N8 eingetragen sind?
Wie kann es bei Beachtung der Biosicherheitsmassnahmen überhaupt „Kontaktbetriebe“ geben? Wir Kleinhalter dürfen die Haltungen unserer Züchterkollegen nicht, oder nur unter strengsten Desinfektionsmassnahmen betreten, wenn nicht, werden hohe Strafen angedroht.
Diese Betriebe bekommen für ihre Schlamperei auch noch Entschädigungen? Wo und in welcher Zeit leben wir hier eigentlich?
Nein, die Entscheidung von Minister Meyer wurde von anerkannten Experten mitgetragen und war richtig.
Sie Herr Fisser, sind als Journalist fast auf dem richtigen Weg.
Gut wären Sie, wenn Sie die doch sehr seltsamen Vorgänge im LK Cloppenburg genau recherchieren würden. Wer pfuscht da? Wem nützt es?
Es gibt so viele Fragen, die Sie interessieren sollten.

Osnabrücker Zeitung 5.4.2017
Stallpflicht für Geflügel bleibt im Emsland bestehen

viele weitere tolle Kommentare!

Kommentar von Wolfgang Otten:
Gibt es eine Möglichkeit, diesen Landrat oder Amtsvet, oder wer immer dahinter steht, wegen Tierquälerei anzuzeigen?
wenn mir jemand sagt wie das geht, mach ich das.
informieren sie mich auf yrwelcome@yahoo.com

Wenn jemand die Antwort weiss,
bitte antworten Sie die Adresse ist echt!

Agrar heute 29.3.2017
Sack zu – draufhauen- Lösung

Kommentar Akon:
Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Schwarz-Weiß-Malerei

1. Niemand gibt „den Landwirten“ die Schuld. So hat das Minister Meyer garantiert nicht formuliert. Ich meine mich erinnern zu können, dass er von der Geflügelindustrie gesprochen hat und nicht von den Geflügelhaltern. Wer sich auch nur ein bischen in der Landwirtschaft auskennt, der weiß auch wo hier der Unterschied liegt. Alle die Landwirte/Geflügelhalter, die auf PHW und Co. setzen (müssen), haben keine Wahl bezüglich der Rassen die sie einstallen, der Art des Futters das sie füttern, der Wahl des Schlachthofes an den sie liefern.
„Rassen“ wie Lohmann Braun, Lohmann Dual, Ross 308, Cobb 500 sind Turbotiere, die in 4-6 Wochen ihr Schlupfgewicht auf das 50-fache steigern müssen. Müssen deshalb, weil sie genetisch so manipuliert wurden, dass ihr Fleisch überproportional zu ihren Knochen wächst, so dass sie bis zum Ende der Mastdauer häufig gar nicht mehr stehen können, sondern nur noch liegend ihr maschinelles „Zusammenfegen“ und die Fahrt zum Schachthof erwarten können. Krankheiten und Entzündungen, die sich häufig durch die nicht artgerechten Fortbewegungsmöglichkeiten und die beklemmende Enge in den Ställen einstellen, werden mit permanenten Antibiotikagaben soweit unterdrückt, dass die Tiere ihr Ende auf dem Schlachthof auch noch erleben können. Das Fleisch von solchen Tieren ist Fleisch von kranken Tieren! Das ist Tierproduktion und nicht Tierhaltung! Wer hier in die Verantwortung zu nehmen wäre, sind zum einen die Geflügelmogule, die die letztendlich die Großverdiener an solchen Haltungsformen sind und die Politiker, die sich zu deren Handlangern machen lassen, indem sie Gesetze durchwinken, die eine Tierdichte von 9 Hennen pro qm (Bodenhaltung) bis zu 18 Hennen (Volierenhaltung) erlauben. Und da sind noch gar nicht die üblichen 10-15 % Mehrbesatz gerechnet, die zusätzlich zum Kompensieren von Aufzuchtverlusten eingestallt werden.
Man stelle sich vor: 1 qm, das ist eine Fläche von 1m x 1m, eine Fläche, auf der 3 erwachsene Personen, die sich dicht an dicht gegenüber stehen, gerade noch so stehen können, und damit müssen 9-18 Tiere klarkommen. Würde man in der selben Enge tausende von Menschen in einem Saal für 4 Wochen einsperren ohne sie zwischendurch heraus zu lassen und nur einer von denen hat einen simplen Schnupfen….dann fragen Sie doch einfach mal einen Humanmediziner, was dann passieren würde….Ich kann Ihnen dazu zwei renommierte Namen nennen, von denen der eine auch noch Infektologe ist: Frau Prof. Karina Reiß und Herr Prof. Sucharit Bhakdi. Deren Publikationen zu lesen ist äußerst aufschlussreich und diese Beiden persönlich referieren zu hören noch aufschlussreicher. Vielleicht sollten sich die Landwirte, die sich hier angegriffen fühlen das mal antun, dann wüssten sie wo der „Feind“ wirklich steht.

2. Vielleicht sollte man da ansetzen, wo die Subventionen für die Landwirtschaft mit dem Gießkannenprinzip verteilt werden. Die Kleinen gehen unter, die Großen können noch mehr von diesen „Schnellen Brütern“ bauen, in denen niedrig pathogene Viren Eingang finden und auf Grund der hohen Besatzdichten genügend Hühner/Puten/Enten-Därme finden, die sie ohne sich dabei anzustrengen, nahezu von Schnabel zu Schnabel überqueren und dabei neue Reasortanten bilden können. Heraus aus den Ställen kommen diese Viren „neuer Qualität“ dann mittels Ausfuhr der Einstreu, nach dem Ausstallen der Tiere. Diese Mistmieten liegen dann oft wochenlang zur Belustigung der Wildvögel dort, die sich darauf nach Futterresten, oder Kadavern umsehen und somit das Virus aufnehmen, welches dann zum Aha-Effekt des FLI in verendeten Wildvögeln gefunden wird. Diese werden dann zum Buhmann gemacht, die Bösen, die hatten nämlich das Virus (welch Wunder). Zu belegen ist diese Behauptung im Übrigen zweifelsfrei durch Originalfotos und Dokumentationen von solchen „Mistaktionen“. Aber das sind keinesfalls die einzigen Übertragungswege für das Virus. Da bekommt ein Mastbetrieb Küken angeliefert, woher, aus einer Brüterei, die oftmals etliche Kilometer weiter entfernt ihren Sitz hat. Diese wiederum bekommen in manchen Fällen Bruteier aus Asien. Überall wird transportiert, in LKWs, die belüftet sein müssen, deren Fahrer Fahrtpausen einlegen müssen. Und bei alldem gelangt kein Virus in die Umgebung? Ganz vorsorglicher weise hat das FLI eine Karte herausgegeben, auf der die „Ausbrüche“ akribisch verzeichnet sind. Nur hat das FLI leider vergessen, diese Karte auch mit der Straßenführungskarte zu unterlegen. Zufall? Wohl eher nicht, denn anhand dieser unterlegten Karte kann man sehr gut erkennen, dass sich die Ausbrüche wie eine Perlenschnur entlang der Fahrt- und Handelsrouten aufreihen. Zu überprüfen ist das auf www.aktionsbuendnis-vogelfrei.com oder auf www.wildvogelrettung.de .
3. Das Vogelgrippe-Virus bleibt draußen? In der Regel ja! Zumindest dann, wenn statt genetischer Inzuchtlinien, denen jegliche Widerstandkraft zugunsten von Fleischansatz oder Eierproduktion weg gezüchtet wurde, Rassen verwendet würden, die nach einem natürlichen Zuchtverfahren, in welchem die leistungsfähigsten und robustesten Tiere über längere Zeiträume ausgelesen werden. Aber Zeit ist ja bekanntlich Geld und deshalb haben die Geflügelmogule, die diese Qualzucht“rassen“ in Auftrag geben keine. Dann ließe sich ja kein schnelles Geld mehr in Deutschland mit den „Edelteilen“ (Brust/Keule) dieser Tiere und kein Geld mehr in Drittländern durch Überschwemmen der Märkte mit den Resten, die dem Deutschen nicht anstehen, verdienen.
Das Virus bleibt draußen? In der Regel ja! Wenn die Besatzdichten der Ställe auf ein art- und umweltverträgliches Maß zurück gefahren werden würden. Demeter demonstriert es. Es geht also! Warum geht es bei Demeter und nicht bei anderen Freilandhaltern. Dazu müsste man mehr über die Bedürfnisse des Huhnes wissen. Das Huhn ist im Ursprung ein Waldbewohner, welcher sich nur dann auf Flächen wagt, wenn diese mit Bäumen und Büschen bestanden sind, damit es bei Gefahr Deckung suchen kann. Hier könnte das Huhn auch ein artgerechtes Sozialleben führen, in einer Gruppe mit maximal 50 anderen Hennen und einem Hahn. Solche Flächen können aber die meisten Freilandhalter nicht vorhalten, nicht weil sie nicht wollen, sondern einfach weil sie nicht in der Größe zur Verfügung stehen.
Aber da sind wir wieder bei den Problemen, die dieses verhindern. Einige Hühner könnten dann ja Nester im Gebüsch anlegen, statt brav im Stall ihr Ei abzulegen, Es könnte Schmutz in die Stallungen getragen werden…und…und…und. Damit würde sich die Eianzahl verringern, sich der ohnehin geringe Gewinn schmälern Aber das wissen die Landwirte alles besser, als hier beschrieben.
Nun gibt es seit einigen Jahren Landwirte, welche eine andere Haltungsform für Legehennen erproben und damit erfolgreich sind. Diese halten Ihre Tiere zu maximal 200 Hennen plus ein paar Hähnen in mobile Schlafställen und lassen die Tiere tagsüber ins Freie. Ein solcher Landwirt ist z.B. Dr. Wolfgang Grimme vom Gut Wardow www.gut-wardow.de
Dieser Landwirt demonstriert, dass es auch anders geht. Um allerdings das Beispiel Schule machen zu lassen, müsste ein Umdenken, speziell auf politischer Ebene bezüglich der Subventionierung stattfinden. Und genau dafür macht sich Minister Meyer stark.
Eigentlich sollte es doch im Interesse der meisten Landwirte liegen, solche Ansätze aktiv zu unterstützen. Sie könnten doch nur gewinnen, in jeglicher Hinsicht, sowohl finanziell, als auch im Sinne der Umwelt, denn ein Missbrauch selbiger schlägt letztendlich besonders auf sie und ihre Existenz zurück.
Und außerdem haben auch Landwirte Kinder und Enkelkinder, die sie eines Tages fragen könnten: Ihr habt es gewusst, warum habt ihr nichts dagegen getan.
Folgender Ausspruch eines von mir sehr geschätzten AVF-Vertreters gibt mir sehr darüber zu denken, wie einfach doch Gesetzgebung sein könnte:
„Was wir bräuchten wäre eine Welt, in der man die Menschen solange in Ruhe lässt, solange ihr Handeln niemandem schadet und gleichzeitig Menschen zur Verantwortung für ihr Handeln zieht, sobald ihr Handeln(meist aus Geldgier) negative Auswirkungen für die Allgemeinheit hat“.

NWZ 28.3.2017
Miteinander nicht übereinander reden

m.E. ist „der Verbraucher will“ zu kurz gegriffen.

Der Verbraucher WILL auch niedrigere Spritpreise, billigere Zigaretten, nicht jedes Jahr höhere Stromkosten – und obwohl es das nicht gibt, fährt er weiter Auto, raucht weiter Zigaretten und hat für absolut jeden handgriff ein überflüssiges, elektrisches Gerät in seiner Küche stehen.

Gäbe es diese Dinge alle billiger, würde er auch zur billigeren Alternative greifen – gibt es aber nicht.

Das Problem löst sich nicht beim Verbraucher, der sich gerade bei Lebensmitteln zunehmend belogen und betrogen fühlt durch so Aktionen wie Freilandeier, die keine sind, Tierwohlsiegel, wo das Tier noch nie den Himmel gesehen hat und Milchtüten mit Kühen auf der grünen Wiese, wo die Milch aus Massenproduktionen auf Spalten und mit Melkroboter kommt.
Solange wir Siegel, Bezeichnungen und Deklarationen haben, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen, solange muss sich jeder Verbraucher, der einige cent oder gar Euro mehr ausgibt, weil er das Tierwohl und die nicht industrielle Landwirtschaft fördern will, immer fragen, ob er hier mal wieder einer aufwändigen und sehr geschickt gemachten Werbung aufsitzt und mit seiner „Mehrzahlung“ lediglich die Aktien eines industriellen Erzeugers in die Höhe treibt, statt wie eigentlich beabsichtigt, die bäuerliche Landwirtschaft und das echte Tierwohl zu fördern.

Also lassen es die einen gleich ganz mit dem „mehr Ausgeben“ und die anderen werden Veganer oder beschaffen sich unter sehr großem Aufwand ihre tierischen Produkte dort, wo sie praktisch genau das Tier, was sie später auf dem Teller haben werden, namentlich persönlich kennengelernt haben – zu Lebzeiten, um zu sehen, wie das Tier wirklich gelebt hat….

Darüber hinaus wird sich nichts ändern, solange wir erlauben, dass tierische Produkte in unser Land importiert werden, die weit unter unseren Tierschutzstandards produziert wurden und darum heimische Preise locker unterbieten können.
m.E. muss schlicht verboten werden, Produkte zu importieren, die bei uns verboten sind (z.B. Stopfleber) oder die unter niedrigeren Tierschutzstandards produziert werden, als wir sie in unserem Land gesetzlich vorschreiben.
Was ist das für ein Irrsinn – und wieviel tierisches Elend steht dahinter – wenn ich sehe, dass unsere Tiefkühlregale voll sind mit billigen Puten und Enten aus dem Ausland und gleichzeitig verfrachten wir täglich zig tausende lebende Geflügel dorthin, wo die aus unseren Tiefkühlregalen herkommen.

Und dass, wenn wir diese Tierqualpreise nicht mehr zulassen, irgendwer bei uns verhungert, halte ich für ein Gerücht.
Solange die Leute ohne mit der Wimper zu zucken für eine Kugel gefrorenes Wasser mit künstlicher Farbe und künstlichem Aroma 1,20€ auf den Tisch beim Eismann legen, solange ist es lächerlich zu glauben, dass sie nicht mehr in der Lage wären, Eier zu kaufen, wenn diese mehr als 20 cent kosten.

NWZ 25.3.2017
Aktenzeichen H5N8……ungelöst!
Kommentar Warnehof:
Sehr geehrter Herr Krogmann,
zunächst meinen herzlichen Dank für diese nüchterne Analyse der Situation.
Ja, das FLI ist schwer unter Beschuß geraten.
Ungerechtfertigt? Teilweise.
Im Augenblick hat das FLI und insbesondere sein Präsident nunmal die undankbare Rolle des Prügelknaben. So wie unsere Polizisten stellvertretend bei Auseinandersetzungen ihren Kopf für politische Fehler der Politik hinhalten müssen, so hält das FLI gerade seinen hin. Verschäft wird dieses durch die, Verzeihung für den Ausdruck, halsstarrige Haltung des Prof.Dr.Dr.h.c. Mettenleiter in seinen öffentlichen Äußerungen. Vielleicht könnte man dieses mit einer gewissen Betriebsblindheit erklären, vielleicht sind 21 Jahre an der Spitze eines Bundesinstituts genug. Er scheint ja obendrein politisch genehm zu sein, keine gute Kombination für faktenbasierte Forschungsergebnisse.

Das FLI war aber nicht die einzige Institution und deren Präsident nicht die einzige Person die angegangen wurde. Andere im Rampenlicht stehende Persönlichkeiten waren die Agrarminister Backhaus aus Mecklenburg-Vorpommern, Habeck aus Schleswig-Holstein und Hauk aus Baden-Würtemberg, und nicht zu vergessen den bayrischen Ministerpräsidenten Seehofer.

In dieser illustren Runde allesamt Vertreter einer „harten“ Linie fehlt interessanterweise einer, unser Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Dieser hat es vorgezogen, nach kurzem Zwischenspiel mit der völlig praxisfremden Verordnug zu Biosicherheit für Kleinbetriebe, völlig in der Versenkung der öffentlichen Aufmerksamkeit zu verschwinden. Die den Realitäten nicht angemessene Geflügelpestverordnung, ist aber nunmal eine Bundesangelegenheit, die obendrein über die entsprechende EU-Verordnung weit hinausgeht. Da hat seinerzeit die Agrarlobby gut gearbeitet, auch wenn Ihnen jetzt die eigenen systemimanenten Probleme auf die Füße fallen. 2008 konnten diese noch unter den Teppich gekehrt werden, das sollte nun nicht mehr gelingen.

Das BMEL hat wie geschrieben die Weisungbefugnis gegenüber dem FLI und hat, wie in mehreren Anfragen im Bundestag dokumentiert, Untersuchungen in andere als die politisch oportune Richtung (Zugvogeltheorie) zu verhindern gewusst. Daher trifft das FLI hier vermutlich nur eine mittelbare Schuld.

Wie es scheint hat der Aufschrei vieler privater Halter und der kleinen kommerziellen Halter dieses Jahr Wirkung gezeigt und das werte ich persönlich, unabhängig von letztendlichen Ergebnis, als Erfolgf für unsere demokratische Grundortnung. Denn nicht Wutbürger und deren fragwürdige parlamentarischen Vertreter haben dieses bewirkt, sondern Menschen aus ALLEN politischen Lagern über Parteigrenzen und Weltanschauungen hinweg.

Kommentar K.Zoller:
🙂 mal wieder ein „echter Krogmann“ 🙂
jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich genügend Menschen an richtiger Position finden, denen diese Ausführungen zu denken geben. Die genau diese verschiedenen Seiten und ihre Forderungen alle ernst nehmen, eine ehrliche, umfangreiche Untersuchung zu den wahren Hintergründen anschieben und basierend auf den kompletten Ergebnissen dann eine echte Seuchenschutzverordnung formulieren, die zielführend ist UND das individuelle Tierwohl dabei nicht aus den Augen verliert.

NDR.de 25.3.2017
Tierparks wieder offen – Kritik an Stallpflicht
Kommentar:
Wir vom AVF stimmen den Zoos da völlig zu:
Bei sämtlichen Verordnungen und Maßnahmen (von Stallpflicht über Ausnahmen und Entschädigungen bis Biosicherheit) konnten wir beim gegenwärtigen Ausbruch der Vogelgrippe feststellen, dass offensichtlich ausschließlich Menschen mit der Erarbeitung der Verordnungen und Vorgaben betraut waren, die entweder ausschließlich mit industrieller Tierhaltung vertraut sind oder die entsprechend einseitig erfahrene Berater hatten.
Es scheint keinerlei Wissen über Rassegeflügel, echtes Freilandgeflügel, Zoo- und Wildparkgeflügel eingeflossen zu sein.
Darum fordern wir für zukünftige Ausarbeitungen, Überarbeitungen und Änderungen neuer Verordnungen und Maßnahmen rund um Geflügel und Geflügelhaltung seitens des Staates, dass
Vertreter folgender Interessengruppen beratend in die Ausarbeitungen einbezogen werden und ihre Stellungnahme vor Beschlussfassung von den Beschluss fassenden Gremien gehört wird:
Für die privaten, nicht organisierten Geflügelhalter ein Vertreter des AVF
Für die Rassegeflügelhalter ein Vertreter des BDRG
Für die kleinen Freilandnutzgeflügelhalter und die kleinbäuerlichen Erzeuger (unter 1000 Tiere) ein Vertreter
Für die Zoos und Wildparks ein Vertreter
Für die Wildtierauffangstationen und die Tierheime ein Vertreter
Für das allgemeine Nutztierwohl ein Vertreter der „Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft“

NWZ online 25.3.2017
Kammer sieht Putenmäster in ihrer Existenz bedroht
Kommentar:
Zitat: „Die deutschen Verbraucher werden wohl trotzdem nicht auf Putenfleisch verzichten müssen. Zu erwarten ist, dass die Lücke durch die ohnehin starken Importe ausgeglichen wird, besonders aus Polen.“
Na, ob das so eine gute Indee ist, den Import (und damit weiterhin Geflügeltransporte und evtl. Virentransporte) derzeit überhaupt zuzulassen? Immerhin grassiert in Polen die Vogelgrippe genauso wie bei uns – da wurden schon im Dezember über eine halbe Million Geflügel weggekeult……

NWZ 23.3.2017
Analyse: Schlechte Quote für die Ermittler

Kommentar:
Phantastisch!

Herr Krogmann, das ist grossartiger Journalismus. Sie haben wirklich umfangreich recherchiert und sich eigene Gedanken gemacht!
Dies ist seit Beginn der Vogelgrippe im November der bundesweit allererste Beitrag in einer Zeitung, den ich lesen durfte, der die gesamte Thematik sachlich und kritisch hinterfragt und sich auch nicht scheut, den Finger in klaffende Wunden zu legen.

Genau so stelle ich mir freien, unabhängigen und kritischen Journalismus vor.  Hiermit haben SIe mir ein wenig den Glauben an die freie Presse wieder gegeben!

OsnabrückerZeitung 23.3.2017
Experten rieten zur vorsorglichen Keulung
Kommentar:
Zitat:
„Die Fachleute der Veterinärbehörde im Landkreis sowie auf Bundes- und Landesebene waren sich nämlich einig: Nachdem in einem Putenstall in Garrel mit 18600 Tieren der Vogelgrippe-Erreger nachgewiesen worden war, sollten auch die Puten in zwei weiteren wenige Hundert Meter entfernten Betrieben sterben. Vorsorglich. Zwischen den Gebäuden hatte enger Kontakt durch Mitarbeiter und Fahrzeuge bestanden. Eine Übertragung des Virus galt den Experten als wahrscheinlich.“ Zitat Ende

Vielleicht lese ich da ja falsch – aber mit dieser Aussage bestätigen die Experten selbst doch eigentlich genau, was Minister Meyer sagt und das FLI offensichtlich festgestellt hat:
„Die Menschen und ihre Geräte (nicht die Wildvögel, nicht der Wind) übertragen das Virus in Cloppenburg“ oder andersherum „es werden die Biosicherheitsmaßnahmen nicht akkurat genug umgesetzt“

Würde man nicht davon ausgehen, dass menschliches Versagen die Ursache ist, wäre es völlig überflüssig, negativ beprobte, gesunde Kontaktbestände in geschlossenen Ställen vorbeugend zu keulen.

NWZ online 21.3.2017
Vogelgrippe erreicht erstmals das Ammerland

Kommentar – wurde wieder gelöscht – zuviel Wahrheit?
Hier wurde nur aufgrund der nachlassenden Legeleistung der Verdacht auf H5N8 erhoben und beprobt?
Das heisst also, dass möglicherweise das Virus schon lange in diesem Entenbestand kursiert? (da Enten nicht unbedingt Symptome zeigen, wenn sie Träger sind, ist das natürlich denkbar).
Na hoffentlich untersucht jemand, wann die letzten tierischen Produkte aus diesem Bestand wohin geliefert wurden und prüft nach, ob die bereits verseucht waren.
Nächste Frage wäre: wann ist aus diesem Bestand zuletzt wo Mist ausgebracht worden? Dort sollte man auf jeden Fall einige Boden- und, wenn vorhanden Gewässerproben entnehmen.
War es wohlmöglich sogar dieser Entenbestand (oder ein anderer, wo es noch nicht entdeckt wurde), der die langen, immer wieder aufflammenden Infektionen in den massengeflügelbeständen verursacht hat?
Überträger gibt es direkt oder indirekt sicherlich viele: angefangen von den Lieferanten über Tierärzte bis hin zu Personal, welches ja nach der Arbeit sicher auch noch ein Privatleben außerhalb des Hochsicherheitstraktes hat….

Proplanta 21.3.2017
Vogelgrippeausbruchserie bisher größte in Deutschland

Kommentar
Es wundert schon sehr, wie das FLI über Impfungen argumentiert: „Dennoch sieht das FLI eine Impfung von Nutzgeflügel skeptisch. Eine solche Impfung verdecke das Seuchengeschehen.“

Bei nicht meldepflichtigen LPAI wie beispielsweise H9N2 2013-15 in Cloppenburg wird fröhlich mit eigens dafür hergestellten bestandseigenen Impfstoffen geimpft. (Nachzulesen im Tiergesundheitsbericht 2015 des FLI Seite 42/43.)
Liegt es daran, dass Verdeckungen durch Impfungen da wirtschaftlich nicht relevant sind? Schließlich schränken Impfungen nur bei meldepflichtigen Seuchen den Export in viele Länder ein. Dabei gibt es H9N2 sogar beim Menschen und bei der WHO gilt dieses Influenzavirus als meldepflichtig.
https://www.wildvogel-rettung.de/wp-content/uploads/2016/12/Gefl%C3%BCgelpest-PM-Skandal-in-NS.pdf
Desweiteren
«Es werden Behauptungen aufgestellt, ohne dass wir irgendwelche brauchbaren Hinweise bekommen, auf welcher Basis die Angaben gemacht wurden», sagte Mettenleiter.

Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln – Hr. Dr Mettenleiter bekommt keine brauchbaren Hinweise? Ich weiss nicht, wie oft wir darum gebeten haben, dass

  • – grenzübergreifend GPS Daten der Geflügeltransporte zur Verfügung gestellt werden, damit man die Wildvogeltodfunde mit den Transportstrecken der Geflügeltransporte (Verdacht auf Infektion durch Staubaustrag) abgleichen kann
  • – dass Geflügelmist engmaschig und immer beprobt wird, bevor er auf die Felder verbracht wird (um festzustellen, ob die Wildvögel sich ggf. an dem Mist, in dem durchaus und nachweislich regelmäßig auch Kadaver verendeter Masttiere sind, infizieren)
  • – bei Todfunden von Wildvögeln die Todesursache weiter untersucht wird, um festzustellen, ob die Tiere wirklich am Virus verstarben oder ob eine Primärerkrankung zu Grunde lag, die eigentlich ursächlich für den Tod war.
  • – bei Todfunden von Wildvögeln – insbesondere, wenn gleich viele an einem Ort zu einer Zeit gefunden werden – vor allem der Mageninhalt analysiert wird (so liesse sich z.B. feststellen, ob die Vögel alle dasselbe ggf. kontaminierte Futter aufgenommen haben)
  • – untersucht wird, inwieweit es zu den „Veränderungen des Virus“ auch in Haltungen gekommen sein kann. Man denke an die unzähligen z.B. Stockentenhaltungen in unseren Nachbarländern, die unter Massenhaltungsbedingungen aufgezogen werden, um sie dann für die Jagd in die freie Natur zu entlassen
  • – Bestände, in denen es einzelne serologische Virusnachweise ohne oder nur mit prozentual wenigen klinischen Befunde gibt, nicht vorbeugend weggekeult, sondern unter Quarantäne beobachtet werden, um festzustellen, ob wirklich Tiere erkranken/versterben oder ob das Virus per se gar nicht so tödlich ist, wie gerne erzählt wird. Die diesbezügliche Studie aus Polen im Zusammenhang mit H9N2 jedenfalls lässt da ganz andere Vermutungen zu: https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/aufgedeckt-und-unlogisch/ (ganz unten auf der Seite „wirklich AI?“)

diese und zahlreiche andere Anfragen und Bitten stellen wir vom AVF seit Beginn des Ausbruches ständig an das FLI und alle möglichen Politiker um endlich bessere Erkenntnisse über die tatsächlichen Abläufe zu erhalten.
Die einzige, stereotype Antwort, die wir darauf erhalten lautet:
„das halten wir nicht für notwendig“.
Dafür werden in allen offiziellen Datenbanken die Fallzahlen dermassen verschleiert, ungenau, unvollständig und bei TSIS ohne Spezifikation der Befunde (HPAI, LPAIetc) veröffentlicht, dass sie absolut keine Aussagekraft haben, aber immer dazu geeignet sind, Panik zu schüren.
Sorry, aber m.E: funktioniert Wissenschaft nicht, indem man sämtliche Thesen, die einem nicht ins Konzept passen sofort als „nicht weiter verfolgenswert“ vom Tisch wischt.
Ich bin immer davon ausgegangen, dass jede These solange als „Möglichkeit“ im Raum steht, bis sie einwandfrei wiederlegt wurde. Und dass jede „wahrscheinliche Ursache“ so lange als „These“ und somit nicht als Tatsache zu behandeln ist, solange sie nicht zweifelsfrei belegt wurde.
Und ich bin immer davon ausgegangen, dass Dokumentationen in Datenbanken sowohl was die Anzahl, als auch was die Methodik und den Befund als auch was die Datierung anbelangt eindeutig, klar und wahr und vor allem auch vergleichbar sein müssen.
Hier nimmt man ein Stück Apfel (Wildvogel) und einen Doppelzentner Birnen (Hausgeflügel) und behauptet, dass die 1000 Äpfel schon wegen der viel größeren Anzahl als die 80 Doppelzentner Birnen die Dramatik belegen, die von den Äpfeln ausgeht.
Hätte ich meine Abschlussarbeit mit einer Dokumentation wie im TSIS abgegeben, hätte man mir geraten, künftig besser Regale einzuräumen. Einen Abschluss hätte ich damit nicht bekommen.
Meines Erachtens wird es allerhöchste Zeit, dass man dem FLI die „kriminalistische Ursachenforschung“ aus der Hand nimmt und eine Mordkommission dran setzt. Die werden vermutlich anders und vielleicht zielführender an die Ursachenforschung herangehen.
Ganz besonders, seit in jüngster Zeit ein Betrieb nach dem anderen mit 8000 bis 100.000 Tieren immer in bereits bestehenden Sperrbezirken plötzlich aufgrund nur EINES einzigen (s. OIE) betroffenen Tieres Ausbrüche meldet und die darauf folgende vorbeugende Keulung der Gesamtbestände für Entschädigungen aus den Steuerkassen sorgen.

NWZ 21.3.2017
Meyer: Ställe machen krank

Kommentar:
Landwirtschaftsminister Meyer macht da in jeder Hinsicht einen mutigen Anfang, was die Hinterfragung der qualvollen und gesundheitsschädlichen Massentierhaltung anbelangt und ich würde mir wünschen, dass da viel mehr Politiker mitziehen.
Doch mit Filteranlagen allein ist das nicht getan.
Wenn nach jeder Ausstallung zigtonnenweise mit allem Möglichen hoch kontaminierter Mist offen durch die Landschaft gefahren und dann fröhlich über Äcker verteilt wird, wird der die Bevölkerung belastende Feinstaub allein mit Filteranlagen an den Ställen nicht reuziert werden.
Wer einmal hinter so einem Misthänger gefahren ist, weiss, wie schlecht die Sicht da wird……

Wir brauchen ein Gesetz, dass es verbietet, Geflügelmist direkt vom Stall ins Freiland zu verbringen.
Geflügelmist ist Sondermüll – und genau so ist er zu behandeln: Transport nur in geschlossenen Containern und dann entweder erst eine thermische Behandlung, bevor er auf Felder ausgebracht wird, oder Verbrennung in geschlossenen Systemen, aus denen kein Feinstaub nach draußen gelangen kann.

NDR.de 17.3.2017
Geflügelpest breitet sich von Stall zu Stall aus

Kommentar:
„Sehr nett vom Wind, dass er differenziert zwischen kleinen Hobbyhaltungen und grossen Massenhaltungen…..“

…für die, die das nicht bemerkt haben: das war sarkastisch gemeint.

Vielleicht sollten wir endlich die „2 Klassengesellschaft“ beim Tierschutz abschaffen und auch unsere Nutztiere anständig halten.
Gäbe es diese Tierfabriken nicht, hätte so ein Virus auch keinen Turbobrutkasten……
Kommentar:
Bischen lächerlich ist es schon, wenn man liest, dass Ripke „die intensive Forschung nach einem Impfstoff“ fordert.

Oder möchte er uns glauben machen, dass ihm das nicht bekannt war? http://www.faz.net/aktuell/wissen/me…e-1329134.html
Wohl gemerkt – dieser Artikel ist 10 Jahre alt und seither gab es um die 60 Mio Forschungsgelder genau für dieses Thema Vogelgrippe für das FLI – was wohl draus geworden ist?
Ach ja, und dass 2015 im Landkreis Cloppenburg fleissig haufenweise Geflügelbestände immer wieder mit bestandseigenen eigens dafür innerhalb kürzester Zeit hergestellten Impfstoffen gegen H9N2 geimpft wurden, wo sich beim FLI keiner erklären kann, wieso dieses LPAI bereits seit 2013 ständig in den Beständen kursiert, weiss Herr Ripke natürlich auch nicht. Liegt es vielleicht daran, dass LPAI H9N2 nicht anzeige- und meldepflichtig ist und deswegen ein Impfstoff in nullkommanichts hergestellt werden kann – während bei meldepflichtigen Seuchen eine Impfung blöd wäre, da viele Länder massive Einschränkungen beim Import tierischer Produkte aus geimpften Beständen haben? Nachzulesen im Tiergesundheitsjahresbericht 2015 FLI Seite 43. https://openagrar.bmel-forschung.de/…2016-12-06.pdf
…aber Herrn Ripke ist all das vermutlich nicht bekannt….muss man als Vorsitzender der Geflügelindustrie auch nicht wissen….

Kommentar:
@Judas, ich muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass wir nicht den Hungertod sterben werden, wenn wir diese tierquälerische Haltung abschaffen. Wenn wir in nicht einmal 5 Monaten 1,6 Mio. Stück gesundes Geflügel vorbeugend vergasen und wegwerfen können, ohne auch nur eine Verknappung im Supermarktregal zu spüren – die weltweiten Keulungszahlen schauen Sie bitte selbst beim OIE nach – die haben so viele Stellen, dass sie sich nicht mehr aussprechen lassen – und wenn wir die zig Millionen, die das den Steuerzahler kostet nehmen und damit denen die Nahrungsmittel bezahlbar ermöglichen, die wirklich sonst hungern müssten – also nicht all jene, die sich beschweren, wenn sie für ein Ei 20 cent zahlen sollen, aber im selben Atemzug ohne mit der Wimper zu zucken für eine Kugel gefrorenes Wasser mit künstlichen Aromen und Farbstoffen 1,20 Euro auf den Tisch legen – dann kämen wir locker mit einem Bruchteil der heute „produzierten“ Tiere aus und könnten diese entsprechend anständig behandeln und halten. Und wohl gemerkt: das derzeitige Massentötungsgeschehen auf Steuerzahlerkosten ist kein Einzelfall. Ebenfalls beim OIE nachlesbar: das geschieht jedes Jahr – jeden Monat – weltweit.

Normalerweise sind so weggekeulte Tierbestände nur nicht in den Medien zu finden – die Infos findet man nur, wenn man danach sucht…und mal in den Jahresberichten nachliest, was so an Entschädigungen aus den Töpfen vom Land bis zur EU fliessen.

Sil im Hühnerforum Beitrag 16298
Heute steht im „Vilshofener Anzeiger“ eine Regionalausgabe der „Passauer Neuen Presse“, ein Kommentar zur Stallpflicht. Eventuell kann jemand, der ein Abo hat, ihn online finden und hier einstellen? Sonst muß ich nachher mal versuchen, wie mein Scanner drauf ist. Der Verfasser fragt im Auftrag seines Sohnes nach dem Ende der Stallpflicht und bekommt die Antwort: Ein Ende der Stallpflicht ist nicht absehbar. Hab jetzt mal einen Leserbrief geschrieben, vor allem um meinem Frust Luft zu machen:
Sehr geehrter Herr Rücker

Ich habe Ihren Kommentar im Vilshofener Anzeiger vom 11. März gelesen und mir zunächst wirklich die Hoffnung gestattet, wenigstens in einer Regionalausgabe der PNP mal zumindest ein bißchen ein kritisches Hinterfragen nicht nur der Stallpflicht, sondern zum Umgang mit der Geflügelgrippe überhaupt zu lesen.

Leider lassen auch Sie sich mit 08/15 Antworten abspeisen. Da hätten Sie sich auch Ihren Kommentar sparen können, denn das haben die betroffenen bäuerlichen Betriebe und Hobbyhalter alles schon zur Genüge gehört und gelesen.

Warum haben Sie nicht nachgefragt, wie es sein kann dass jeder tot aufgefundene Wildvogel, bei dem ein Nachweis des Virus erfolgt ist, umgehend als Virusopfer deklariert wird ohne die tatsächliche Todesursache nachzuweisen oder auch nur zu suchen?
Warum haben Sie nicht nachgefragt, wie es zusammenpasst, dass einerseits laut Leiter des Friedrich-Löffler-Instituts ein Virus, dass praktisch in jedem Wassergeflügelbestand nachgewiesen werden kann, dass laut des selben Instituts hochgefährlich und hochansteckend ist, andererseits nicht zu massenhaften Todesfällen an sämtlichen Rastplätzen von Wasservögeln in Europa führt? Warum müssen in einem Putenbestand, in dem bei wenigen Tieren das Virus nachgewiesen wird (lediglich nach Abstrich, klinische Symptome scheinen nicht zu interessieren) zigtausende Artgenossen vergast oder anderweitig umgebracht werden? Sollten sie nicht alle sowieso der Reihe nach in kürzester Zeit tot umfallen? Und wenn sie nicht am Virus sterben, haben sie ihn vielleicht durch eigene Resistenzen bekämpfen können. Aber bei Nachweis von Antikörpern dürfen sie dann nicht mehr exportiert werden, und wenn ein Rollkommando der Veterinärbehörde eine „nachgewiesene Seuche“ bekämpft, bekommt der Halter Ersatz aus der Tierseuchenkasse, die üblichen 10 % tot umfallender Tiere während einer Mastperiode muß er als Verlust verbuchen, und wenn der Markt sowieso voll ist, bleiben ihm auch von den übriggebliebenen nicht viel. Merken Sie schon was?

Warum haben Sie nicht gefragt, wie ein Wissenschaftliches Institut in mehr als 10 Jahren Millionen an Fördergeldern verbraten kann und immer noch nichts weiter nachweisen kann als die damals schon umstrittene These der Verbreitung durch Wildvögel, die es heute wie damals mit Floskeln wie „sehr wahrscheinlich“ und „kann nicht ausgeschlossen werden“ belegen will?

Warum haben Sie nicht nachgehakt, warum die Bayrische Staatsregierung eine flächendeckende Stallpflicht anordnet, obwohl das FLI eine solche nur risikobasiert empfiehlt, andere Bundesländer die Stallpflicht mittlerweile deutlich gelockert haben und warum hier immer noch die Angst vor einer Seuche geschürt wird?

Warum haben Sie bei der Gelegenheit nicht gleich mal die Zahlen der tatsächlich festgestellten Virusfunde mit den Zahlen der in Deutschland überwinternden Wildvögel und des gehaltenen Nutzgeflügels verglichen?

Warum haben Sie nicht einfach mal gefragt, wie das Virus, trotz landesweiter und bis vor kurzem sogar beinahe bundesweiter Stallpflicht in einen nach außen abgeschlossenen Putenbestand nach dem anderen gelangen kann, in Betrieben, die schon aus eigenem Interesse Desinfektion von Schuhen und Kleidung durchführen sollten und ihre Tiere vom Schlupf bis zur Schlachtung unter Dach halten?

Auf alle diese Fragen (und noch sehr viel mehr) haben wir, die Geflügelhalter, die ihre Tiere nicht nur als Mittel zur Gewinnmaximierung sehen, sondern Freude an ihnen haben, ihnen ein artgerechtes und lebenswertes Leben bieten möchten, die wir den Respekt vor dem Leben noch nicht komplett verloren haben und uns nicht zwingen lassen wollen, unsere Tiere in einer tierquälerischen, ihre Bedürfnisse verleugnenden Art und Weise zu halten, noch immer keine Antwort bekommen.

Aussagen wie: „Dann bauen Sie einen größeren Stall.“ empfinde nicht nur ich als puren Hohn.

So kann man berechtigte Kritik an einer jedes Maß vermissen lassenden Behördenanordnung nicht abwürgen.

Bitte nehmen Sie sich doch die Zeit, recherchieren Sie. Hinterfragen Sie. Was anderen möglich ist, sollte auch einem Journalisten nicht schwer fallen. Und dann , wenn Sie dürfen, schreiben Sie nochmal über dieses „hochdramatische Geschehen“, aber dann bitte mit Fakten, Zahlen und kritischem Hinterfragen der von offiziellen Stellen herausgegebenen, wenig aussagenden Statements.

Mit freundlichen Grüßen

 

Ostholsteiner Anzeiger 21.2.2017
Habeck ermahnt Sager
Kommentar:

Und wer mal hinterfragt, wird er sofort auf Linie gebracht….

Zitat: Und auch Kreisveterinär Wolf Vogelreuter äußerte sich im gestrigen Kreis-Sozialausschuss nochmals zum Thema: „Es tut mir persönlich sehr leid und sehr weh, dass dem Kreis Ostholstein unterstellt wird, er würde sich gegen
die Bekämpfungsmaßnahmen des Landes stellen Zitat Ende

Mir persönlich tut es leid, dass wir einen Landwirtschaftsminister haben, der sich kategorisch verweigert, Offensichtlichkeiten wahrzunehmen und zu hinterfragen.
Dass ein Sperr- und Beobachtungsgebiet, welches Erzeuger genau so, wie Katzen- und Hundehalter sowie sämtliche Geflügelhalter schwerstens beeinträchtigt, ziemlich sinnbefreit sein muss, wenn es bis zu 3 Wochen nach einem Totofund überhaupt erst eingerichtet wird, müsste auch bei unserem Minister Fragen aufwerfen.
Ebenso, wie die Tatsache, dass die Ausbrüche vornehmlich in abgeschlossenen Massengeflügelhaltungen stattfinden – trotz Aufstallpflicht seit 3 Monaten. Würde er sich die Fallzahlen mal genau anschauen, würde er sehen, dass das haufenweise tot Umfallen des Geflügels in einem Bestand innerhalb von Stunden die absolute Ausnahme ist – in den meisten Fällen fand man unter 10 %, toter Tiere in einem Bestand (außerhalb von Vogelgrippezeiten gelten in Massentierhaltungen 10% Verlust während der Mast als normal) und wies dort dann das H5N8 Virus als vorhanden nach – allerdings NICHT als die Todesursache (denn die wird gar nicht untersucht).
Alle anderen Tiere waren quickfidel und ohne Symptome. Nimmt man alle bundesweit bis zum 14.2.2017 wegen des Seuchengeschehens und seiner unsäglichen Maßnahmen getöteten und weggeworenen , GESUNDEN Tiere, hat man 1.383.826 Tiere. Demgegenüber stehen 10.882 in Beständen verendete Tiere. Das sind ganze 0,8 %!!!!
Die differenzierte Aufstellung inklusive Quellenangaben kann sich der interessierte Leser hier anschauen:
www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/zahlen-daten-fakten-fallzahlen-im-einzelnen/
Bundesweit H5N8 positiv befundete tote Wildvogelfälle gab es bis zum selben Datum laut OIE 626 Stück – wobei auch dort keine Todesursachen untersucht wurden. Der Greifvogel mit der Bleivergiftung ging in diese Fallzahlen als H5 Opfer genau so ein, wie die Ente mit der Schrotladung oder der verhungerte Schwan.
Vielleicht sollte unser Minister, wenn er es Ernst meint mit seiner Sorge, endlich mal beginnen zu fordern, dass die Todesursachen auch untersucht werden, damit wir endlich erfahren, ob das Virus vielleicht gar nicht so 100% tödlich ist, wie man uns glauben machen will.
Vielleicht sollte unser Minister im Interesse des besseren begreifens der ABläufe dieses Vogelgrippegeschehens endlich mal Tiere, die nicht symptomatisch sind unter Quarantäne und Beobachtung stellen (ähnlich wie es in Polen 2012 mit erstaunlichen Ergebissen (alle Tiere blieben gesund) erfolgreich gemacht hat) und nicht alles blind wegkeulen.
Vielleicht sollte unser Minister endlich einmal zugeben, dass sowohl die Tierseuchenschutzverordnung als auch das EU Papier einen deutlich moderateren umgang mit der Vogelgrippe heute schon ganz legal erlauben – man muss es nur wollen.
Stattdessen setzt unser Minister den aller-allerstrengsten Maßnahmenkatalog um, den die Verordnung noch gerade so zulässt.
Der grüne Landwirtschaftsminister in Niedersachsen macht vor, dass es durchaus auch anders geht – von der EU in seiner Verordnung im übrigen sogar empfohlen, denn in dem Papier wird deutlich darauf verwiesen, dass der Tierschutz bei allem zu berücksichtigen ist.
Genau das aber tut unser Minister nicht. Ihn scheint es nicht sonderlich zu berühren, dass mittlerweile fast täglich Tiere in privaten Hobbybeständen, Zoos und Wildparks unter den Folgen dieser unsäglich tierquälerischen Aufstallpflicht verenden.
Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein frei laufendes Haushuhn sich im Garten mit Geflügelpest ansteckt im Promillebereich zu suchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere utner der Aufstallpflicht seit Wochen und Monaten extrem leiden geht gen 100 Prozent – die Wahrscheinlichkeit, dass Tiere sich im Zuge der AUfstallpflicht schwer verletzen, unter Dauerstress erkranken und manchmal nach langem Leid auch verenden ist im oberen, zweistelligen Prozentbereich angesiedelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Haushuhn, welches immer brav aufgestallt wurde der Keule zum Opfer fällt, wenn vor dem Stall ein vom Himmel gefallener Wildvogel gefunden wird, ist ebenfalls sehr hoch. Und wenn gekeult wird, dann ist die Mortalität auf jeden Fall 100 Prozent – egal, ob das Tier krank war oder nicht.
Dass sich unsere Behörden und Politiker an die bestehende Tierseuchenschutzverordnung halten müssen, auch wenn sie noch so unsinnig ist, steht ausser Frage – sie ist zur Zeit Gesetz.
Aber es steht nirgends geschrieben, dass man als Minister nicht die tierfreundlichste Variante der Umsetzung wählen kann udn es steht auch nirgends geschrieben, dass man als Behörde oder Politiker nicht auch ein bestehendes Gesetz in frage stellen und eine Gesetzesänderung anstreben kann und sollte, wenn sich ein Gesetz als falsch herausstellt. Derartige Bestrebungen und derartige Kritik kann ich allerdings bei unserem Minister nicht erkennen.
Wessen Interessen werden hier eigentlich mit sinnlosen Massentierquälereien und Massentötungen verfolgt? Die der Allgemeinheit bestimmt nicht, denn die ist für Tierschutz und achtsamen Umgang mit Lebewesen. Anders lässt es sich nicht erklären, warum man dem Verbraucher immer wieder versucht, neue „Tierwohllable“ schmackhaft zu machen, die das Papier nicht wert sind, auf das sie gedruckt sind.

 

NDR.de 22.02.2017
verworrene Lage bei Stallpflicht für Geflügel
Kommentare:

Eine halbe Million Tiere – da wurde mehr als die Hälfte unterschlagen!

mit Stand vom 14.2. waren es laut FLI und OIE:
809 Wildvögel, von denen laut OIE aber nur 626 H5N8 waren. 79 Haus- und Wirtschaftsgeflügelbestände von denen
10.882 Tiere verendet mit einem AI Virus verendet sind
mind. 612.604 Tiere wurden daraufhin vorbeugend in den betroffenen Beständen gekeult.
mind. 192.840 wurden zusätzlich in Kontaktbeständen ohne jeden Befund gekeult – tauchen in keiner Liste auf – wir haben nur die hier zusammengezählt, die wir über Medien nachvollziehen kontnen
plus 560.000 unverkäufliche Eintagsküken
plus 7500 Küken am Frankfurter Flughafen

macht insgesamt: 1.383.826 gesunde, vernichtete Tiere!
Die genaue Aufstellung kann man sich mit Quellenangaben gerne hier ansehen:
www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/zahlen-daten-fakten-fallzahlen-im-einzelnen/

Hühner sterben innerhalb von Stunden schrieb am 22.02.2017 13:08 Uhr:Angesichts der differenzierten Fallzahlen, auf die ich im vorigen Beitrag verwies, dürfte jedem lesekundigen Menschen auffallen, dass lediglich sehr wenige Tiere eines Bestandes verendeten. Bis auf zwei oder drei Massentierbestände waren es selbst in den Massenhaltungen immer deutlich unter 10 % (10 % Verluste während der Mast gelten als normal außerhalb von Vogelgrippezeiten).. Es gibt nicht einen einzigen haltbaren Beweis für die Zugvogeltheorie – auch das FLI spricht seit 10 Jahren nur von Vermutungen. Dafür krepieren mittlerweile unzählige Geflügel elendlich unter der tierquälerischen Aufstallpflicht. 3 Monate Aufstallpflicht – und die Ausbrüche erfolgen in hermetisch abgeriegelten Massenhaltungen – oft an Orten, wo kein einziger Wildvogelnachweis stattfand. Die Aufstallpflicht ist eine Farce – und die massenweisen „vorbeugenden“ Keulungen gesunder Tiere sind mit seriösen, wissenschaftlichen Befunden absolut nicht zu untermauern und zu begründen. Das Vorgehen unserer Behörden und Politiker ist absolut unethisch und an Gefühl- und Respektlosigkeit vor dem Lebewesen nicht zu überbieten! Ein kollektiver Aufschrei unserer Gesellschaft gegen diesen eiskalten Umgang mit Tieren nur um industrielle Interessen zu schützen, ist überfällig.

weitere Kommentare direkt unter dem Artikel

 

mnz online 21.2.2017
5 Fragen zur Vogelgrippe in Thüringen
Kommentar:

Ein paar Ergänzungen

Kann ich mich damit anstecken?

mit H5N8 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht – aber, wie die Polen 2012 feststellten, nachdem ein ganzer Bestand Puten, der aus Deutschland bezogen wurde tot umkippte, verstarben diese nicht an dem nachgewiesenen H5 Virus, sondern an der Summe aller Infektionen, die die Tiere so mit sich rumschleppten. Man wies nach, dass die deutschen Puten neben dem Bakterium Bordetella Avium auch ein Sammelsurium an Astroviren, Parvoviren, Reoviren und Rotaviren mitbrachten. Ob die auch alle so unbedenklich sind?

Wie kann ich erkennen, woher das Fleisch kommt?

am besten, indem man sich den Hof persönlich anschaut, von dem das Geflügel kommt – und wo man nicht schauen darf – Finger von lassen. Nur weil es aus Deutschland kommt, bedeutet das mitnichten, dass die Tiere sich nicht zu Tode gequält haben. Nähere Infos vielleicht hier: ariwa.org/aktivitaeten/aufgedeckt/recherchearchiv/337-alternative-legehennenhaltung-eine-alternative. html

Wie ist es mit Hühnereiern?

die können all die Keime auch beinhalten, die das Fleisch tragen kann. Aber wenn man sie gut durchgart, dann isst man nur noch tote Keime…..
Ist natürlich bei Fertigprodukten, in denen Ei oder Bestandteile daraus verarbeitet wurden nicht immer klar ersichtlich, was da nicht ausreichend erhitzt rein kam.

Wie sieht es derzeit in Thüringen aus?

Wie überall in Deutschland. Viele tote Massentiere – nicht mehr tote Wildvögel, als jeden Winter. Daueraufstallpflicht für alle – damit auch die letzten unter freiem Himmel überlebensfähigen Geflügel durch die tierquälerische Haltung immungeschwächt werden und schließlich zu genau so großen Keimschleudern werden, wie ihre Artverwandten in den Tierfabriken.

 

TirolerZeitung 19.2.2017
Züchter befürchten Verlängerung der Geflügelpestverordnung
Kommentare:
Kirstin Zoller:

Zitat: „Stefan Hörtnagl von der Landwirtschaftskammer kennt das Problem, hat für das Verhalten aber überhaupt kein Verständnis: „Den Züchtern ist offensichtlich nicht klar, dass ihre Tiere jämmerlich eingehen könnten, wenn sie erkranken“ Zitat Ende

Den Herrschaften von der Landwirtschaftskammer ist offenbar nicht klar, dass die meisten Tiere aus nicht kommerziellen Beständen mit nichten am Vogelgrippevirus sterben. In Deutschland gibt es bis heute keinen einzigen an H5N8 nachgewiesenermaßen verstorbenen Hausgeflügelfall aus nicht kommerzieller Haltung. Inzwischen sind aber nachweisbar bereits eine Vielzahl an Tieren in privaten Hühnerhaltungen, Zoos und Wildgehegen an der monatelangen Stallpflicht zu Grunde gegangen – und das wirklich elendlich, denn dem ging wochenlanger Stress und wochenlange Quälerei voraus. Wann hört man endlich auf, den Haltern vorschreiben zu wollen, was besser für ihre Tiere ist. Das wissen die Halter vor Ort, die ihre Tiere kennen mit Sicherheit am besten – und kein verantwortungsbewusster Tierhalter wird mutwillig die Gesundheit seiner Tiere aufs Spiel setzen.
Wer sich mit Wahrscheinlichkeitsrechnung auskennt (die älteren Herrschaften unter den Verantwortlichen können da ihre Kinder fragen, die haben heutzutage Stochastik in der Schule), wird schnell zu dem Schluss kommen, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Hobbyhuhn, sich draußen mit H5N8 zu infizieren verschwindend gering ist, während die Wahrscheinlichkeit, dass das Freiheit gewohnte Huhn unter monatelanger Stallpflicht dahinsiecht, sehr, sehr hoch ist.
Und ich möchte sehen, wie Herr Hörtnagl es anstellen will, meine halbwilden, 10 Stück ostfriesischen Möven, die normalerweise 5 ha Freiheit für sich beanspruchen und nicht zahm sind, wie er die mit einem Strohballen und mehrebigen Sitzstangen beschäftigen will….. immer zu, Sie dürfen hier gerne Ihr Glück versuchen und mir zeigen, wie Sie das bewerkstelligen wollen – bei Phönixen soll es noch schwieriger sein und Enten und Gänse lassen sich schon gar nicht durch soetwas zufrieden stellen…..

Wolfgang Otten:
Liebe Kirstin,
die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist scheint’s all Denen, die sich mit Vogelgrippe von Amtswegen auseinandersetzen ein völlig unbekannter Begriff, bzw sie dürfen sie nicht anwenden (das ist wahrscheinlicher).
Wie sollte sonst erklärlich sein, dass das FLI von Staffetten der Ansteckung auf dem Weg von Nord-Sibirien bis nach Europa redet, aber keine verendeten Vögel unterwegs findet;
Wie sollte es sonst sein, dass der „Drei-Länder-Versuch“ von 2006-8 rund um den Bodensee, wo zahme, flugunfähige Enten in nach oben offenen Volieren gehalten wurden, und nicht eine Ansteckung in diesem sehr stark von Wildvögeln frequentierten Bereich stattfand bei den unsinnigen Behauptungen, Wildvögel würden Hausgeflügel anstecken, keinerlei Beachtung findet.
Wie sonst könnte es sonst sein, das die im Norden ach so gebeutelten Industriellen-Gross-Halter mir ihren ÜBER-vollgestopften Mast und Brüteanlagen derart unter den Viren leiden mussten, dass in dieser Saison bis zu 2Mio Vögel dran glauben mussten, die bis auf 0,00001 % aus den Megaställen (auch „Schnelle Brüter“ genannt) stammen, und nicht mal diese 0,00001% sind belegt).
Die Anwendung der Wahrscheinlichkeitslehre würde auch ergeben, dass die Viren in den unzähligen Passagen durch die Körper genetisch fast gleicher Vögel, die ihr gesamtes kurzes Leben auf „einmal-eingestreut und dann nur noch Kot“ verbringen, nutzen um neue, gefährlichere Varianten per Mutation zu erzeugen. Diese gefährlicheren Viren werden dann in der jeweils nächsten Generation in den Ställen zu Killerviren. (oder weiss jemand einen Stall, der ohne massiven Druck von Aussen desinfiziert wird, vor der nächsten Aufstallung, ich meine VIREN-desinfiziert)
Der Mist, der dabei anfällt, wird ausgebracht und verseucht die Wildvögel. So kommt der Virus sehr wohl in die Wildvogelpopulation.
Nur das festzustellen, wäre kontraproduktiv, zumindest aus Sicht der von der Tierseuchenkasse in Deutschland entschädigten Halter der Tiere, daher ist das FLI wohl angewiesen, die „Seuche“ am Laufen zu halten.

Antwort Wolfgang Otten auf A.priori:
RICHTIG.
Das was bei uns im Tiefkühlregal (-Truhe) in den Geschäften liegt, kann durchaus kontaminiert sein, ein Kollege hat das ja schon erfahren, er fütterte seine Huehner mit den aussortierten Innereien von Tiefgefrorenem Geflügel. Er hätten das Huehnerfutter besser vorher abgekocht.
Das FLI hat ja dekretiert, dass der Virus-Eintrag durch den Import kontaminierten Geflügels nicht stattfindet, das dies ja verboten sei.
Vorgestern stand ein Artikel in der Zeitung, dass Peking die Einfuhr von Geflügel in die Satdt Peking aus verschiedenen, wohl befallenen Provinzen, verboten hat; vielleicht kann man jetzt annehmen, dass auch aus Peking kein infiziertes Geflügel mehr zu uns kommt.

FALSCH ist allerdings Dein zweiter Satz:
„Ein Kontakt erfolgt direkt oder über Ausscheidungen. In einem Artikel wird darauf hingewiesen, dass Kleidung von Menschen, die mit Wildvögeln in Kontakt gekommen sind“
insofern, dass Wildvögel in den wenigsten Fällen hier kontaminieren.
Kontaminieren tun sich Menschen eher an Industriell gehaltenen Geflügel (wobei das wiederum mit Wahrscheinlichkeit zu tun hat), besonders, da Wildvögel nur in geringem Masse eng zusammengepfercht zum Schlachthof verbracht werden.
Von diesen Transporten, auf denen durchaus kontaminierte Mast- oder Lege-Gegfügel verbracht werden, können jede Menge Viren durch den Fahrtwind, oder die Lüftungsanlagen in die Landschaft verbracht werden. Ein Freund (Konstrukteur bei MAN) sagte mir, dass er nie von funktionierenden Abluft-Filtern in dem Bereich gehört habe.
Nebenbei wäre das auch eine (wahrscheinliche) Erklärung für die Ausbreitung der Geflügelgrippe entlang der Autobahnen und Hauptverkehrswege.
Und ein letzter Satz zur Hygiene im Schlachthaus – wenn die Hygiene dort verhindern sollte, dass ein Virus vom einen zum anderen Vogel getragen werden kann, so müsste das Schlachthaus etwa so aussehen wie ein Operationssaal im Krankenhaus — und wir wissen, dass nicht mal die Humanmediziner die Sache mit der Hygiene flächendeckend hinkriegen (um das vorsichtig auszudrücken)

Antwort von Wolfgang Otten auf S. Ora
a, Susanne, so einfach ist das nicht.
Stell Dir vor, da kommt so ein Adler über Deinen Garten geflogen und setzt einen gehörigen Haufen direkt am Eingang deines Hühnerstalls ab. (aus 1000 mtr Höhe, im Vorbeiflug, als Haufen!) gut,Axiome hinken immer ein bischen. Nun kommt Dein Huhn, pickt an dem Haufen des Adlers, der gerade vorher ein kontaminietes Huhn verspeist hat — ok, wo sollte er das gefunden haben— ja — , kommt direkt vom Bodensee, wo er eine kontaminierte Ente verspeiste, diese unterwegs bereits verdaut, liegt nun im Pickbereich deines Huhns.
Wir erinnern uns, der Adler hat bereits verdaut, wir brauchen einen zweiten, hungrigen Vogel, beispielsweise der Habicht, stösst hernieder, frisst Dein Huhn und hat den Virus mitgenommen — Inkubationszeit — ok, der Habicht kommt später — da ist Dein Huhn aber schon tot oder gekeult —
Also gut, Du hast mich überzeugt, es ist doch so einfach!
Diese Wildvogelthese ist dermassen dämlich, die kann nicht mal ich erklären!
und das will was heissen!

Vielleicht sollten wir zusammenlegen und eine Abhandlung über Wahrscheinlichkeitslehre kaufen und dem FLI schenken — Hmm ob die das lesen, und wenn, ob die das verstehen?

svz.de 16.2.2017
Pestzug kostet Millionen
Kommentare:

Ob mich das wohl beruhigt?
„Kein Tierhalter muss sich um Entschädigung seiner Tiere im Seuchenfall sorgen“

Ob mich das wohl beruhigt? Mir fehlen die Worte, wenn ich solche Sprüche höre!
Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist niemandem von denen, die hier sinnlos Millionen von gesunden Tieren mal eben vorbeugend totschlagen, bewusst, was die Tiere für uns bedeuten – dass es nicht einfach austauschbare Objekte mit einem Preisschild sind, sondern Individuen – Lebewesen mit ganz persönlichen Eigenschaften, Gefühlen, Beziehungen zu ihrem Halter. So ein Leben leichtfertig auszulöschen – das kann man nicht mit irgendwelchen Euronen aus der Welt schaffen – das ist einfach nur widerlich!

Reißerische Überschrift
Sehr geehrte Damen und Herren,

„Pestzug kostet Millionen“ – diese fehlerhafte Bezeichnung des Virus, welches an einigen Vögeln anchgewiesen werden konnte, ist mit dafür verantwortlich, dass in der Öffentlichkeit das Bild entsteht, es würde sich tatsächlich um eine hochgefährliche Seuche handeln, die es mit ALLEN Mitteln auszurotten gilt.

Ich empfehle zum besseren Verständnis die Lektüre des Kommentars von Dr. med. vet. Horst Grünwoldt in der Ärzte Zeitung:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/?sid=929552

svz.de 15.2.2017
Hilft zentraler Krisenstab?
Kommentar:
Ja bitte! Zentrale Vorgaben mit Verstand!
Herr Dr Backhaus, haben Sie sich das Geschehen der letzten 3 Monate angeschaut? Wenn ja, sollte Ihnen auch nicht entgangen sein, dass wir seit November in großen Teilen der Republik flächendeckende Stallpflicht hatten und immeroch haben.
Und genau dort, wo die Stallpflicht mit all ihren Biosicherheitsmaßnahmen am restriktivsten durchgezogen wird, treten immer wieder die heftigsten Ausbrüche ausgerechnet in Massenhaltungen auf.
Da sollte sich ein logisch denkender Mensch doch mal fragen, ob vielleicht die flächendeckende Stallpflicht doch nicht so das gelbe vom Ei ist.
Insbesondere, wenn man zusätzlich die stetig steigenden Zahlen der Tiere betrachtet, die unter dieser tierquälerischen Anordnung der Zwangsaufstallung elendlich krepieren, weil ihnen Tageslicht, frische Luft und freie Bewegung fehlen und die Tiere unter den ungewohnten Verhältnissen massiv unter Dauerstress mit all seinen widrigen Folgen stehen.
Bevor Sie immer wieder gebetsmühlenartig kleine (Betonung auf „klein“) Freilanderzeuger, Hobbyhuhnhalter, Zoos und Wildparks bis aufs Blut drangsalieren, sollten Sie vielleicht mal anfangen zu untersuchen, was in den Geflügelfabriken mit den Biosicherheitsmaßnahmen verkehrt läuft, wenn immer wieder gerade dort irgendwelche Krankheiten eingeschleppt werden.
Ja, ich wäre sehr dafür, wenn der Bund endlich zentral für Ordnung sorgt und diese, wie man vom Friedrich Löffler Institut verlauten liess, „über das Ziel hinausschießenden“ Verordnungen einiger Landes- und Kreispolitiker unterbindet.
„Risikobasierte Aufstallpflicht“ – genau das machen so vernunftsbegabte Politiker wie Herr Meyer und es wird Zeit, dass sich mehr Politiker trauen, so zu handeln und nicht mehr dafür angeschossen werden, dass sie das Tierwohl nicht mit Füssen treten wollen.

Ärzte Zeitung 14.2.2017
500.000 Tiere in Geflügelbeständen getötet
Kommentar:
von Dr. med. vet Horst Grünwold
extrem lesenswert!

Geflügel „Pest“ oder Vogel-Grippe?
Als Human-Ärzte müßten Sie mich eigentlich fragen: Habt ihr Veterinäre auch noch den bakteriellen Pesterreger Yersinia pestis beim Geflügel, Schweinen und Rindern entdeckt, wenn ihr fortgesetzt von Geflügel-Schweine- und Rinderpest redet? – – –
Auf jeden Fall dürfte die unzeitgemäße Verwendung des Begriffes „Pest“ im unredlichen Zusammenhang mit grippalen Infekten vom kryptischen Virus A-Typ (HxNy) als verbaler „Seuchen-Verstärker“ wirken!
Und das ist augenscheinlich aktionistischen Seuchenbekämpfern hilfreich, ihre „vorsorglichen Tötungen“ bei Tieren aller Art zu rechtfertigen.
Dabei geben lediglich (fehlerbehaftete) Laborbefunde von zumeist indirekten (immunologischen) Virus-Nachweisen an einzelnen erkrankten oder verendeten Tieren immer wieder das Startsignal zur Verkündung des „Ausbruchs“ (?) der „Seuche“ und soll Massentötungen im vorauseilenden Vollzug rechtfertigen. Begründet werden die i.d.R. mit vermeintlich „Hoch“-infektiösen oder „Hoch“-pathogenen Virus-Partikeln, die angeblich „grassieren“ (herumschwärmen?),“sich (aktiv) ausbreiten“ (?) oder „überspringen“ können!(?).
So posaunen im 21. Jahrhundert immer noch hochrangige „Epi-Demio-Logen“ (griech. auf-oder über dem Volk Redner) in ihren amtlichen „Seuchen“-Verlautbarungen -wie im Zeitalter der Miasmen- aus Universitäten, dem FLI und sogar RKI.
Dabei könnten die „aggressiven“ (angriffsfähigen?) Eigenschaften des nachgewiesenen, endogen entstandenen, und aus abgestorbenen Zellen freigesetzten Partikels überhaupt erst in der (Inkubations-)Quarantäne eines geschlossenen, seuchenverdächtigen Tierbestandes infektiologisch festgestellt werden. Und zwar nach veterinärhygienisch und -klinisch zu beobachtenden Ansteckungs- oder Krankheitsverlaufs über mindestens eine Inkubations-Phase, und nicht etwa im bloßen, isolierten Zellkultur-Test als zweifelhafter „zytopathogener Effekt“ (cpe) bestimmt werden!
So ergibt sich für den berufenen Tiergesundheits-Schützer und Gegner dieser ad-hoc-Massentötungen wertvoller Nutz- oder Zuchttiere der dringende Verdacht, dass dies im nebulösen „Seuchenhandeln“ leichtfertig oder bewußt vermieden werden soll, weil möglicherweise überhaupt kein seuchenhafter Krankheits-Verlauf festgestellt werden kann.Darauf deutet u.a. auch die Vermanschung der Seuchenstatistik hin, die nicht zwischen tatsächlich erkrankten/verendeten Tieren und den massenhaft unauffälligen/gesunden „Gekeulten“ unterscheidet, sondern lediglich pauschal von einer halben Million Seuchen- „Opfern“ berichtet! Man stelle sich ähnliches „prophylaktisches“ Handeln der Gesundheitsbehörden einmal bei Feststellung der humanen Influenza nach Verkündung als „Pandemie“ durch die WHO vor!
Schließlich gilt seit langem, dass es unter dem Umgebungsdruck von infektiösen (und immunogenen,sic!) Agentien in lebenden Populationen auch zum Phänomen der „Stillen Feiung“ kommt. D.h. unter ansonsten gesunden Lebensbedingungen (Ernährung, Klima u.a.) immunologisch Krankheitserreger neutralisiert werden. Wie sonst können die Seuchenexperten anschließend immer wieder vom „Ab-Ebben“ der Grippe-„Welle“ (welcher?) oder dem „Verschwinden“ (wohin?) des (unbelebten!) Virus-Partikels reden?
Und das, obwohl die Reinigungs- und Desinfektions-Maßnahmen gegen den „unsichtbaren Feind“ immer lückenhaft bleiben müssen, insbesondere beim Mitwirken von technischen Diensten (THW-Freiwillige, Militär u.a. potentiellen Seuchen- „Verschleppern“).
Letztendlich hat das Ansehen der Tierseuchen-Bekämpfung spätestens seit Beginn des 21. Jahrhunderts mit der Erklärung des Phantoms „BSE“ (pathol.Rinderhirnschwamm)zur ansteckenden Krankheit, und des fiktiven Erregers „Prion“-Eiweiß zum infektiösen Agens, sprichwörtlich schweren Schaden genommen. (Und das geschah u.a. durch einen aberwitzigen Tierversuch, in dem diskreten Mäusehirnen von der Größe eines Stricknadelkopfes Rinderhirn-Extrakt -unter Umgehung der Blut-Hirnschranke- eingespritzt wurde…Schließlich wurden bis heute abermillionen Tonnen wertvoller Eiweißstoffe (Schlachtabfälle) als sterilisiertes Tierkörpermehl hochenergetisch vernichtet, und so den Omvnivoren Schwein und Geflügel als Leistungsfutter vorenthalten. Stattdessen wurde in Brasilien weiter das Öko- und Klima-System am Amazonas gerodet, um als Nährstoff-Ersatz Sojabohnen verstärkt auf Feldern anzubauen. Dazu wurden in die „Seuchensprache“ auch noch die medizinisch unzulässigen Begriffe „Rinderwahn“, „mad cows“ und „vaches folles“ (engl./franz. „verrückte Kühe“) aufgenommen und epi-pandemisch verbreitet.
Was das Schreckgespenst der Molekularbiologen und Virologen -die Zelle als genetisches „Mischgefäß“ für noch „höher“-pathogene oder „virulentere“ (lat. giftigere?) RNS- Nanopartikel (sog.Virus= lat. Gift)- anbelangt, so hatte doch der große Louis Pasteur schon vor gut einhundert Jahren in seinen riskanten Tollwutversuchen festgestellt, dass es bei Überimpfung des caninen Rabies-Virus auf unterschiedliche Tierarten i.d.R. zur Erreger-Abschwächung (!) bis zur Wirkungslosigkeit in deren Organismus kommt.
Für mich als Veterinärmediziner, med. Mikrobiologe und Hygieniker ist fast noch bedeutsamer seine fundamentale (Anti-„Seuchen“) Erkenntnis, dass nicht (nachgewiesene) Mikroben das gesundheitliche Problem sind, sondern der (Anreicherungs-)Nährboden auf dem sie sich gefährlich vermehren können; „Le (seul) microbe, c´est rien – le terrain, c´est tout!“
Dafür exemplarisch dürfte z.B. die Entstehung einer hospital-induzierten Sepsis sein, u.a. durch mangelhafte hygienische Katheterpflege und Vermehrung des MRSA-Keimes zu infektiösen Dosen im Wundsekret; oder die Umwelt-Anzucht der „Malaria“-Vektoren (ital. „schlechte Luft“?) und des Cholera-Erregers in stagnierenden Abwässern u.s.f.

Westfalen Blatt 15.2.2017
Vogelgrippe 25 Tiere sind bisher verendet
Kommentar:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie schreiben Zitat: Wie das Veterinäramt auf Nachfrage mitteilt, sind bislang 25 Tiere – Gänse, ein Schwan und andere Wasservögel – an der Vogelinfluenza verendet . Zitat Ende
Das finde ich interessant. Könnten Sie das Veterinäramt mal bitten, den Obduktionsbericht öffentlich zu machen? Es wäre das erste mal seit Ausbruch der Geflügelpest, dass endlich einmal jemand auch auf die Todesursache untersucht. Bisher wurde immer nur das Vorhandensein von H5N8 festgestellt – dies genügte, um das Tier als H5N8 Opfer in die Statistik eingehen zu lassen – egal ob die Ente zusätzlich mit einer Ladung Schrot durchlöchert wurde.
Insofern: wir vom AVF fordern seit langem, dass endlich die Todesursache mit ermittelt wird, da wir davon ausgehen, dass überwiegend solche Wildtiere sterben, die zusätzlich Primärerkrankungen, Vergiftungen oder Verletzungen aufweisen. Bestätigt sich dieser verdacht, könnte es sein, dass wir plötzlich unter Wildvögeln kaum noch Virusopfer hätten – das wäre dann allerdings problematisch – man hätte noch mehr Probleme, als jetzt, die Sinnhaftigkeit der Aufstallpflicht zu erklären…..

focus online 14.2.2017
Verdacht auf Geflügelpest in Delbrück
200.000 Junghennen müssen getötet werden
Kommentar:
Hat ja viel gebracht, die Stallpflicht
Zitat: „Im gesamten Kreisgebiet gilt seit dem 22. November die Stallpflicht für alles Geflügel, die bis auf weiteres gilt.“ Zitat Ende Sie war ja wirklich sehr wirkungsvoll, die flächendeckende Stallpflicht seit knapp 3 Monaten. Wie kam das Virus in den Bestand? Es gelten seit November sehr strenge Vorschriften zur Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen. Kleinen, privaten Geflügelhaltern, die sich nicht an die Verordnung hielten, wurden in der Vergangenheit mancherorts seitens der Behörden horrende Strafen bis hin zu Schadensersatzforderungen für umliegend betroffene Betriebe angedroht. Wie ist es hier? Hühnerhaltungen sind hermetisch nach draußen abgeriegelt. Das bedeutet doch, dass bei den Sicherheitsmassnahmen geschlampt wurde? Wieso wird dann trotzdem entschädigt?

 

LN 14.2.2017
Streit um tote Vögel: Minister ermahnt Kreis Ostholstein
Kommentar:
Ich finde es schon ganz schön heftig, dass unser Landwirtschaftsminister dem Kreis Ostholstein so einfach Vorsatz unterstellt.
Ich habe seit Beginn des Geflügelpestgeschehens oft genug in allen möglichen Pressemitteilungen bundesweit gelesen, dass nur Todfunde gemeldet werden müssen, wo sich diese häufen – genau, wie es die Bürger in Ostholstein offensichtlich umsetzen.
Natürlich gab es auch Presseberichte, besonders in einem östlichen Bundesland und in Bayern, wo BEHÖRDEN dazu aufriefen, absolut jeden Vogel zu melden und z.B. Nachbarn zu denunzieren, wenn sie ihr Geflügel nicht aufstallen und ähnliches. Was ich von derartigen Aufrufen halte, schreibe ich hier mal lieber nicht – dann wird man diesen Kommentar nicht veröffentlichen.
Wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass seit Beginn des Jahres in Schleswig Holstein von den 600 von Herrn Habeck benannten Wildvögeln ganze 8 Stück positiv H5 beprobt wurden, von denen, wenn man es mit der OIE Liste vergleicht, mindestens 4 nicht hochpathogen waren, verbleiben noch maximal 4 Vögel, die eventuell H5N8 oder H5N5 waren (die Angaben bei OIE für nach dem 3.2. stehen noch aus).
Der letzte H5 Fall aus Plön, welches Herr Habeck ja beispielhaft heranzieht, stammt laut FLI im übrigen vom 22.12.2016 und ist beim FLI bereits als erloschen aufgehoben.
Angesichts dieser Tatsachen empfinde ich es als außerordentlich unverschämt, dem Landkreis derartige Vorwürfe zu machen.
Ganz im Gegenteil:
Herr Habeck sollte sich mal überlegen, wie sich diese geringe Anzahl positiver Fallzahlen noch mit einer flächendeckenden Stallpflicht vereinbaren lässt, die viele Geflügel mittlerweile massiv leiden und unter diesen Haltungsbedingungen aufgrund des Stresses sogar elendlich krepieren lässt.

Selbst das FLI empfiehlt „risikobasierte Stallpflicht“ und spricht davon, dass manche Politiker mit ihren flächendeckenden Verordnungen wohl „über das Ziel hinausgeschossen“ sind.

Im Übrigen finde ich folgenden Satz von Herrn Habeck interessant:
Zitat:
“ Wenn man in Kiel als Folge fehlender Beprobung aber keinen Überblick über das Geflügelpest- Geschehen in Ostholstein habe, könne man auch keine Verantwortung mehr dafür übernehmen, den Geflügelhaltern Schutzmaßnahmen vorzuschreiben, so der Tenor des Schreibens. Dann solle der Kreis das eben selber machen.“ Zitat Ende

Bringen Sie damit zum Ausdruck, dass der Landkreis sich nicht mehr an Ihre landesweite Verfügung zu halten hat und selbst entscheiden kann, ob er risikoorientiert, wie vom FLI empfohlen, die Stallpflicht aufhebt?
Da kann ich dann nur sagen:
lieber Kreis Ostholstein, immer zu – Sie werden viele Befürworter dafür finden!!!

…im Übrigen habe ich noch nicht gesehen, dass irgendwer in Kiel irgendeine „Verantwortung“ übernommen hätte für das Leid unserer aufgestallten Hühner und ihrer Besitzer.

Kölnische Rundschau 13.2.2017
über 600.000 getötete Tiere
Kommentar – bisher nicht veröffentlicht:
„622.398 getötete Tiere in beständen, in denen H5N8 nachgewiesen wurde“ so Schmidt. „154.000 Tiere vorsorglich gekeult ohne Beprobung und Befund“.
Das stimmt wohl nicht ganz so. Auch in dn Betrieben, wo H5N8 nachgewiesen wurde, wurden nur wenige Tiere positiv beprobt und/oder waren symptomathisch auffällig. Insgesamt waren das rund 10.000 Tiere. Alle anderen wurden auch in den Beständen, in denen der nachweis erfolgte praktisch „vorbeugend“, also ohne Symptome und ohne Beprobung gekeult. Genau genommen wurden also 764.000 Tiere ohne Symptome und ohne Beprobung vernichtet.
Hinzu kommen dann nochmal 560.000 Eintagsküken, die im LK Cloppenburg getötet wurden, weil sie nicht zu verkaufen waren (weil man trotz Geflügelpest die Brutschränke mit Eiern bestückt hatte), 7500 Küken, die am Frankfurter Flughafen eingeschläfert werden mussten, weil sie völlig sinnlos über 72 Stunden kreuz und quer durch die Welt geflogen wurden und sie am Verhungern waren und nicht zu vergessen die unzähligen Bestände, die mit einem niedrigpathogenen H5 Virus gekeult wurden und in der Statistik von Herrn Schmidt offensichtlich unerwähnt bleiben – solche, wie z.B. die 5000 Gänse eines Dithmarscher Erzeugers, die kerngesund waren und nur wegen einer AUsnahmegenehmigung beprobt wurden. H5N2 – niedrigpathogen – bei Wassergeflügel laut FLI völlig normal vorhanden – alle gekeult – vorbeugend – sie erscheinen nicht in dieser Statistik – und davon gibt es viele weitere.
genau wie all jene, die aufgrund falsch positiver Schnelltests schon mal vorbeugend gekeult wurden, wo das FLI dann später feststellte, war doch nichts. Auch sie fehlen irgendwie…..
Also im Endeffekt dürften wir heute bereits bei mehr als 1,5 Millionen sinnlos gekeulter Tiere liegen…..

focus online 13.2.2017
Agrarministerium will Stallpflicht für Geflügel lockern
Kommentar:
Eine sehr sinnvolle Entscheidung!
Christian Meyer hat bereits zu Beginn des H5N8 Geschehens bewiesen, dass er versucht das umzusetzen, was das FLI von Anfang an empfahl: risikobasiertes Handeln!
Wäre schön, wenn endlich dieses Signal auch mal aus Berlin käme – zumal das Geschehen der metzten 3 Monate nun wirklich mehr als deutlich gezeigt hat, wie sinnlos und sogar kontraproduktiv diese Stallpflicht ist, die für unzählige Geflügel im gesamten Land eine unermessliche Tierquälerei darstellt.

RP online 13.2.2017
Mehr als 500.000 Vögel wegen Vogelgrippe getötet
Kommentar:
Zitat: „Demnach wurden 391.000 Vögel aus Beständen getötet, in denen das H5N8-Virus nachgewiesen worden war. Weitere 154.000 Tiere fielen vorsorglichen Tötungen zum Opfer.“

Diese Antwort ist etwas irreführend. Die 391.000 Geflügel aus Beständen waren mitnichten alle H5N8 positiv. Auch hier ist der größte teil der Tiere vorbeugend ohne klinische Symptome und ohne Beprobung getötet worden.
Den Listen der OIE (World Organisation for Animal Health) wo jedes Land seine offiziellen fallzahlen zeitnah medet kann man mit Stand vom 25.1.2017 folgende Zahlen entnehmen:

647 bestätigte Wildvogelfälle bundesweit.
54 Haus- und Nutzgeflügelbestände bundesweit:
davon 7127 Tiere verendet mit anschließendem postivem Nachweis
und als Folge mindestesn 447434 vorbeugend gekeult.
Diese Zahlen beinhalten ausschließlich die gemeldeten Fälle – also jene, die gekult wurden, weil mindestens ein postiver LPAI oder HPAI Virennachweis vorhanden war.
Die unzählingen, teilweise weiträumig um den Ausbruchsbestand herum rein vorbeugend gekeulten Bestände, die nicht beprobt wurden, sind hier nirgends aufgeführt.
Ein Beispiel welches wir der Presse entnehmen konnten:
Cloppenburg/Barßel 23.11.2016 wurden 40 Puten H5N8 beprobt und bestätigt und daraufhin 15.925 weitere. klinisch gesunde und nicht beprobte Puten aus demselben Bestand vorbeugend mit gekeult. Diese Tiere sind bei den oben genannten 391.000 enthalten.
Desweiteren wurden laut Presseberichten weitere 100.000 Tiere in nachbarbetrieben vorbeugend gekeult, ohne, dass sie beprobt wurden oder klinische Anzeichen einer Erkrankung zeigten – es waren gesunde Tiere! Diese Tiere tauchen in keiner der offiziellen Fallzahlen (weder bei TSIS noch bei OIE) mit auf. Ebensowenig, wie Kleinbestände, die auf Verdacht gekeult wurden, weil dr Schnelltest ein H5 pos ergab, welches sich aber später beim FLI als falsch positiv bestätigte – zu spät, für die bereits vernichteten Tiere. Aber in den Fallzahlen tauchen diese leider falsch getöteten Tiere ebenfalls nicht mit auf.

Ostholsteiner Anzeiger 7.2.2017
Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch

Kommentar von Thomas Rautmann:
Sehr geehrtes Redaktionsteam,
ihr Bericht über den Vortrag des Herrn Dr. Wolf Vogelreuter , hat mich zunächst sprachlos gemacht.
Im Zusammenhang mit den Vorgängen bei dem diesjährigen Geflügelpestdurchgang, hat dieser Kreisveterinär also Beweise für die Zugvogeltheorie. Ihnen ist offensichtlich nicht bewusst, welche Brisanz solche Beweise in der gegenwärtigen Diskussion hätten. Daher würde ich Sie bitten dem Herrn Vogelreuther nahezulegen, diese Beweise öffentlich zu machen. Damit könnten eine Menge Epidemiologen, Virologen, Ornithologen und nicht zuletzt die so hart bedrängten Rassegeflügezüchter, sich weitere Diskussionen ersparen.

Ich bin tief beeindruckt, davon dass einem einfachen Kreisveterinär gelungen ist, was weltweit vielen hochrangigen Wissenschaftlern nicht gelingen mag. Nur darf er diese welterschütternden Neuigkeiten nicht auf seine Amtsstube beschränken. Daher mein Aufruf an Sie und Herrn Dr. Vogelreuther, geben Sie die Beweise in die Öffentlichkeit.

focus online 9.2.2017
Gotha: Geflügelpestausbruch offiziell bestätigt

Kommentar – mal wieder von focus online abgelehnt:
Warum werden nicht alle erst beprobt?
warum ist „klassisches Nutzgeflügel“ weniger (lebens)wert, als seltene Rassen? Die Geflügelpestseuchenschutzverordnung erlaubt dem Entscheider (i.d.R. Vet-Amt/Landrat), bei klinisch unauaffälligen Tieren – egal ob selten oder nicht – eine Quarantäne mit regelmäßiger Beprobung anzuordnen. Man könnte also durchaus alle Tiere, die keine Symptome haben am Leben lassen und nur töten, wo H5N8 definitiv nachgewiesen wird. Im Opelzoo, wo ein H5N8 positiver Pelikan inmitten seiner Artgenossen tot aufgefunden wurde, hat man sogar den Kontaktbestand retten können, indem mit AUgenmaß im Rahmen der Verordnung entschieden und gehandelt wurde. Keines der anderen Tiere erwies sich als positiv und so musste auch kein weiteres Tier sterben. Bitte lassen Sie die Tiere leben!!!

BR24  9.2.2017
10.000 Puten mussten getötet werden
3 Seiten überwiegend super Kommentare!
bitte lesen Sie diese direkt unter dem Zeitungsbericht

Ostseezeitung 8.2.2017
3 Monate Vogelgrippe – Unmut über Stallpflicht wächst
und SVZ.de 8.2.2017
Leserbrief von K. Zoller
3 Monate Stallpflicht und trotzdem infizieren sich immer wieder abgeschottete Massentierbestände und es werden immer wieder infizierte Wildvögel gefunden. Die pauschale Stallpflicht scheint also nichts verhindert zu haben.
Warum also überlässt man nicht den Geflügelhaltern selbst die Entscheidung, ob sie lieber aufstallen oder nicht?
Kein verantwortungsbewusster Tierbesitzer wird fahrlässig das Leben seiner Tiere aufs Spiel setzen.
Aber die Tierbesitzer vor Ort können in der Regel deutlich besser beurteilen, was für ihre Tiere in der jeweiligen Situation gerade sinnvoller ist.
Mein Hausgeflügel benötigt zur Zeit dringender, als den Schutz vor dem Virus den Schutz vor der Aufstallpflicht, denn die Tiere leiden darunter unendlich.
Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich meine 10 Hühner im Freiland infizieren im Promillebereich zu suchen.
Dass meine Hühner an der endlosen Stallpflicht hingegen massiv Schaden nehmen, die Wahrscheinlichkeit liegt im oberen 2stelligen % Bereich(den Schaden sehe ich nämlich jetzt schon täglich)
Wie ich in der Presse las, sind bereits viele Tiere in Zoos und privaten Haltungen an den Folgen der Stallpflicht und der Verordnung (nicht des Virus!) verendet.
Das priv. Hausgeflügel und Zootiere sind standortgebunden.
Wenn sie sterben, dann im eigenen Hof. Im Gegensatz zu infizierten Wildvögeln, die überall hinfliegen.
Welche Gefahr also ginge für die abgeschotteten Massentierhaltungen aus von meinem Huhn auf meinem Land?
Zumal Hühner ja innerhalb von ca 1-2 Tagen verenden sollen, wenn sie infiziert sind.
Das Risiko einer Infektion bedeutet für das Huhn im Ernstfall vergleichsweise kurzes Leid.
Die Stallpflicht hat jetzt schon zu 3 monatigem Leid geführt und so manches Tier ist sehr langsam und elendlich daran zu Grunde gegangen.
Es kann doch einfach nicht sein, dass all die privaten und Freilandhaltungen durch absolut unartgerechte Haltung dafür büßen müssen, dass die geschlossenen Massenhaltungen ihre Biosicherheitsmaßnahmen nicht in den Griff bekommen.

focus online 8.2.2017
3 Monate Vogelgrippe: Unmut über Stallpflicht wächst

Kommentare:

 Es sind ergebnisoffene Untersuchungen notwendig!

von Bernd Wolff
Nur mal für jeden zur Kenntnis: Am 24.01.2017 hat das FLI zum Thema HPAI, Geflügelpest, „Vogelgrippe“ auf die Frage „Welche Verbreitungswege gibt es?“ offiziell und öffentlich wie folgt geantwortet: „Eindeutige Einschleppungswege des derzeit in Europa grassierenden HPAIV H5N8 konnten bisher nicht festgestellt werden.“ Von FLI werden wir dazu auch in den nächsten 10 Jahren vermutlich nichts neues hören. Trotzdem wird die Freilandhaltung durch die Geflügelpest-Verordnung viel restriktiver behandelt als die industrielle Geflügel-Haltung. Kann man denn wirklich ausschließen, dass nicht im Hintergrund daran gearbeitet wird Tierquälereien wie die Käfighaltung wieder salonfähig zu machen? Es ist also gerechtfertigt, wenn Freilandhalter Widerstand gegen das Aufstallungsgebot organisieren.

abgelehnte Kommentare  (Grund unklar):
K.Zoller
3 Monate Aufstallpflicht haben nichts geändert

3 Monate AUfstallpflicht haben offensichtlich nicht den erhofften Erfolg gebracht. Das private Hausgeflügel und Zoovögel sind unter teilweise unsäglichen Bedingungen eingesperrt und trotzdem – kommt es immer wieder zu gigantischen Ausbrüchen in Massenställen – haben wir gerade eine 2. Welle mit toten Wildvögel – diesmal besonders Schwäne, an denen man zwar das Virus nachweisen konnte, die Todesursache aber nicht untersucht wurde. Naturgemäß verhungern Schwäne bei Dauerfrost und Schneedecken besonders leicht – nicht umsonst werden die Alsterschwäne z.B. in Hamburg im Herbst in Obhut des Schwanenvaters genommen. Vielleicht sterben all die Vögel ja gar nicht am Virus, sondern tragen es nur?

Den Haltern die Entscheidung überlassen
Warum also überlässt man nicht den Geflügelhaltern selbst die Entscheidung, ob sie lieber aufstallen oder nicht? Mein Hausgeflügel benötigt zur Zeit dringender, als den Schutz vor dem Virus den Schutz vor der Aufstallpflicht, denn die Tiere leiden darunter unendlich. Wie ich in der Presse las, sind bereits viele Tiere in Zoos und privaten Haltungen an den Folgen der Stallpflicht (nicht des Virus!) verendet. Das priv. Hausgeflügel ist standorttreu. Wenn es stirbt, dann im eigenen Hof. Im Gegensatz zu infizierten Wildvögeln, die überall hinfliegen. Welche Gefahr also ginge für die abgeschotteten Massentierhaltungen aus von meinem Huhn auf meinem Land? Zumal Hühner ja innerhalb ca 1-2 Tagen verenden sollen, wenn sie infiziert sind.

focus online 8.2.2017
Veterinäramt reagiert mit Augenmaß

Kommentar:

 Danke an diese Behörden!

von K. Zoller
Vielen Dank an die zuständigen Ämter und Behörden des Landratsamts Gotha, dass Sie mit Augenmaß vorgehen und versuchen, im Rahmen der nach Geflügelpestseuchenschutzverordnung zulässigen Möglichkeiten einen Weg mit möglichst wenigen Verlusten zu gehen. Das ist bei dem gegenwärtigen Seuchengeschehen alles andere als selbstverständlich. Der Weg der vorbeugenden Totalkeulung scheint schneller und einfacher zu sein, weshalb er offensichtlich vielerorts bevorzugt wird. Umso mehr freut es mich zu lesen, dass es auch noch die anderen, die mutigen Entscheider gibt.

 

idowa 7.2.2017
Entsetzen über Massenkeulung

Kommentare:

!!!!! A.M.
Ich bin mir nicht sicher, auf welche Gesetze sich Herr Dr. Scheuerer hier beruft. Die von ihm genannte „Verordnung nach dem Tiergesundheitsgesetz“ gibt es so nämlich nicht.

Es gibt das Tiergesundheitsgesetz, in welchem aber die Tatbestandsvoraussetzungen für eine Tötung nicht enthalten sind und es gibt die Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest.
In welcher sehr deutlich für lesekundige Menschen die Tatbestandsvoraussetzungen für eine Tötung und auch die Ausnahmeregelungen hierfür stehen.
Die anordnende Behörde muss diese Ausnahmeregeln auch überprüfen, ansonsten ist die Tötungsanordnung rechtswidrig.
Von einem generellen Zwang zur Tötung zu sprechen zeigt von absolutem Dilettantismus und gefährlichem -und für Geflügel tödlichem- Halbwissen.
Herr Dr. Scheuerer hat hier also in der Tat kein juristisches Problem, sondern ein umfassendes Verständnisproblem bezüglich der Gesetzeslage.

S. Nebl
Diese massenhaften Tötungen rein auf Verdacht, ohne erst einmal das Ergebnis einer genaueren Untersuchung abzuwarten, und dann nicht nur den betroffenen Bestand komplett abmurksen, sondern alles im nahen Umkreis am liebsten noch gleich mit – auch da ohne vorherige Bestätigung von einem tatsächlichen Befund, sind keineswegs nur ein ethisch-moralisches Problem, sondern vor allem ein menschliches (oder soll ich schreiben, ein politisches?):Es fehlt wohl schlicht und ergreifend an Mut, an Sachverstand, an Lernbereitschaft und am Willen, sich zu informieren. Was solls, sind ja nur ein paar Vögel. Ab damit in die Tonne. Ich fasse es wirklich nicht, dass dies manchen Verantwortlichen als der einzig mögliche Weg scheint. Als Hobbygeflügelhalter muß man tatsächlich weit mehr Angst vor den Rollkommandos der Veterinärämter haben als vor dem Virus selber, Gegen einen Krankheitserreger, auch wenn es ein Grippevirus ist, kann ein ansonsten fitter Vogel sich durchaus wehren, er kann ihn mit Antikörpern bekämpfen und danach noch lange gesund alt werden, Gegen einen Veterinär, der ihm aus der Deckung einer als zwingend (falsch-)interpretierten Gesetzeslage den Hals umdreht, ist er machtlos.
Der Umgang mit dem aktuellen Vogelgrippegeschehen ist ein Armutszeugnis für Politik und Wissenschaft, ein Beispiel für politischen Aktionismus und ein Kniefall vor einer Industrie, die solange als möglich vertuschen will, wie das Geflügelgrippevirus tatsächlich von Asien zu uns nach Deutschland kam.

K.Zoller:
Zitat des Amts-Vets Dr. Scheuerer: „Die Verordnung nach dem Tiergesundheitsgesetz ist eindeutig: Bestände, in denen ein infiziertes Tier festgestellt wurde, sind zu töten“, so der Fachmann. Es gefalle ihm persönlich zwar auch nicht, ihm bleibe aber keine andere Wahl. Hintergrund für diese restriktiven Maßnahmen sei die hohe Ansteckungsgefahr durch diese Infektionskrankheit, die es als zu gefährlich für andere Bestände erscheinen lasse, Tiere am Leben zu lassen, die sich angesteckt haben könnten.“

Das stimmt so nicht. Als Fachmann sollten Sie den Gesetzestext kennen und verstanden haben. Sie dürfen zwar entscheiden, in jedem Fall auch vorbeugend zu keulen, Sie müssen aber definitiv nicht.
Die Geflügelpestseuchenschutzverordnung und die EU Richtlinien erlauben auf jeden Fall für Vögel, die nicht als Nutztiere gehalten werden (Zoos, Gehege, priv. Züchter und Halter etc.) Ausnahmen – man muss nur wollen:

Sowohl der Anhang IV der zugrundeliegenden
RICHTLINIE 2005/94/EG DES RATES vom 20.12. 2005 als
auch die Tierseuchenschutzverordnung
erlauben bei HPAI ab § 20 und bei LPAI ab § 47
für gehaltene Vögel Ausnahmeregelungen.
Zudem ist zu prüfen, welche Tiere dort unter Anlage I der Geflügelpestverordnung fallen!
Selbst im Opelzoo, wo ein Pelikan mit H5N8 positiv tot inmitten seiner Artgenossen gefunden wurde, ist kein einziges, weiteres Tier getötet worden.
Das FLI selbst hat im Rostocker Zoo eine Studie erstellt: „Effective Disease Control with minimal culling“.

focus online 7.2.2017
ab morgen erneut Aufstallpflicht für Geflügel

dieser Kommentar wurde von focus online abgelehnt:
Sehr merkwürdig!
Ich muss gestehen, ich bin etwas überrascht:

seit Beginn der Vogelgrippe im November liest man landauf, landab sofort von absolut jedem toten Wildvogel, der irgendwo gefunden wird riesige Schlagzeilen: Verdacht auf……..Untersuchungen laufen……..und Tage später dann als fette Schlagzeile: der Verdacht hat sich bestätigt, es werden Sperr und Beonachtungsgebiete eingerichtet…..
oder: als kleine Randbemerkung: der Verdacht hat sich nicht bestätigt….

Hier jetzt ist es anders: da wurde kein Fund angekündigt – nein, der wird jetzt fertig bestätigt aus dem Hut gezaubert – und noch etwas ist komisch: die Aufstallpflicht ist wieder da – aber von Sperr- und Beobachtungsgebieten kein Ton! …entweder, die Tiere wurden tatsächlich jetzt erst gefunden und stillschweigend beprobt und bestätigt, dann hääte heute zwingend sofort laut Tierseuchenschutzverordnung ein Sperr- und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet werden müssen – also ein Versäumnis seitens der Behörden?
Oder: gibt es diese Funde gar nicht neu?
Zumindest der Gedanke, dass es mit dieser Aktion lediglich um andere Interessen – vielleicht Freilandeier? 12-Wochenfrist refreshen? – ging, ist nicht so ganz abwegig angesichts der obigen Zusammenhänge……

 

nwz online 6.2.2017
Jäger blicken mit Sorge auf Federwild im Revier

Kommentar: Rückgang der Wildvogelpopulation und Geflügelpest mit großen FRagezeichen, sehr schön, das auch andere Betroffene offen darüber sprechen. Viel zu lange wurde über die Probleme welche die real existierende Landwirtschaft geschwiegen, warum? Eine Industrialisierung des Agrarsektor muß irgendwann an seine Grenzen kommen. An Grenzen welche sich durch Nitrat im Grundwasser, komplette Ausräumung der Kulturlandschaft und immer größere Probleme in der Beherrschung von Krankheiten ergeben. Es ist in diesem Land noch nicht strafbar, Fehlentwicklungen zu korrigieren. Korrigieren natürlich auch mit dem Blick auf die Existenzen unserer Landwirte, ohne diese kann sich nichts ändern. Aber, auch ohne uns Verbraucher kann sich nichts ändern.
Schön, das nun auch die Jäger nicht nur die Augen, sondern auch den Mund aufmachen.

news38.de 3.2.2017
Gibt es Ärger fürs Schreddern von Küken?

Also bitte – bereits vor einigen Wochen hat „Herr – Geflügelwirtschaft – Ripke“ in unendlicher Weisheit im TV vorhergesehen, dass genau dieses Problem eintreten würde: wir werden Küken haben, die wir nciht aufziehen können. Bereits da war die Frage, die ich mir stellte, ob denn nicht schlicht die Brut ausgesetzt werden müsse, wenn kein Platz da ist – so wie es in jeder vernünftigen Hobbyhaltung der Fall ist. Aber offenbar gelten da für die Geflügelgroßindustrieellen ganz andere Regeln als die, die für alle gelten. Solidarität wird nur von den Kleinhaltern gefordert – umgekehrt muss man sich offenbar an nichts halten, was mit Anstand, Moral und Tierwohl zu tun hat. Interessanterweise wird den Hobbyhaltern nämlich von den Veterinärämtern (so geschehen am 1.2. bei einer Rückfrage in Ulm) vorgeworfen, an den durch die Stallpflicht hervorgerufenenen tierquälerischen Haltungsbedingungen selbst schuld zu sein, schließlich müsse man doch als Hühnerhalter wissen, dass „sowas“ kommen kann. HIER aber wird das, im Gegenteil, als Legitimation herangezogen. Da bleibt nur: wenn die Putenbrüter wirklich SO wenig vorausschauend sind, also man könnte, wenn man wollte, wirklich sogar fragen, ob sie so unwissend, wenn nicht gar dumm wären, die Brutdauer einzuschätzen, die Aufzuchtmöglichkeiten zu reflektieren und dann aufgrund ihrer Erfahrung auch den Absatz zu kalkulieren, also WENN das so wäre, müsste man sich doch fragen, wer ihnen die Tierhaltung überhaupt gestattet. Deutschland bietet da offenbar noch genug Schlupflöcher für alle, die dreist und reich sind. Guten Appetit – und beim nächsten Putenrollbraten denken Sie mal dran, wie viele Küken für dieses eine Vieh geschreddert wurden…

Zitat:
„Es gibt schlicht keine Möglichkeit, die Tiere so kurzfristig in derart hoher Zahl in anderen Ställen in Deutschland aufzuziehen“, begründete die Sprecherin eines betroffenen Betriebes Mitte Januar auf Nachfrage der „NOZ“ das Vorgehen.
Zitat Ende
Oh doch, es gibt eine ganz einfache Möglichkeit:
Man brüte einfach, solange in Deutschland die Seuche „ausgerufen ist“ keine Eier mehr aus!
Und erzählen Sie nicht, dass die Eier ja schon vorher im Brüter waren!
Die „Seuche“ „grassiert“ seit Anfang November.
Mir wäre neu, dass die Brutdauer 2 Monate beträgt!

Und sie alle sollten aufgrund der Erfahrungen mit vorherigen Ausbrüchen wissen, dass Exportmärkte wegbrechen, dass es zu Sperrgebieten kommt, dass es zu Engpässen kommt.
Aber, statt dass man vorausschauend handelt und die Brüterei für die Dauer des Geschehens still legt, brütet und schreddert und brütet und schreddert man lieber fleissig weiter, damit man auch ja am Tag x, wenn die Seuche aufgehoben ist, sofort wieder ausliefern kann.
Erbärmlich!!!

Naja, die Frage scheint sich ja jetzt erledigt zu haben.Es wurden ja (mal wieder zum Wohle der Wirtschaft und gegen jedes Interesse im Sinne der Verhinderung einer immer wieder neuen Verbreitung des Virus) bestehende Vorschriften durch geschickte Wortspielereien so zurechtgelegt, dass die Massentierproduktion ungetrübt weiter wirtschaften kann:

„Frisch geschlüpfte Küken dürfen aus Sperrgebieten nicht verbracht werden“ – tja, das war das Dilemma.
Aber die Lösung lag ja schnell auf der Hand:Die Küken sind zwar im Sperrgebiet geschlüpft, aber da sie ausserhalb gezeugt wurden!!!! gilt die Vorschrift eben doch nicht für diese Küken!
Passt irgendwie zu den neuesten Kapriolen, wo man für einige Stunden die landesweite Stallpflicht aufhebt,um das Gesetz auszuhebeln, dass da sagt:nach 12 Wochen Aufstallpflicht dürfen Freilandeier nur noch als Bodeneier verkauft werden.
Seit November erleben wir in unserem Land staatlich verordnete Tierquälerei, Massentötungen gesunder Tiere ohne
nachvollziehbaren Grund und Verbrauchertäuschung im grossen Stil – das alles völlig ungeniert und der Öffentlichkeit auch noch als „notwendig, im Sinne des Tierschutzes und im Sinne des Verbraucherschutzes und im Sinne der „Seuchenbekämpfung““ verkauft.Das, was hier geschieht ist aus meiner Sicht ein gewaltiges Verbrechen an Tier und Natur und so unethisch, dass man sich schämen muss, der Gattung Mensch anzugehören……
Wann, frage ich mich, kommt endlich der kollektive Aufschrei aus der Bevölkerung?
Wann fangen unsere Medien an, Fragen zu stellen und sich nicht mit den immer gleichen, lapidaren Antworten, die von hinten bis vorne für jedes Kind als widersprüchlich und unlogisch zu identifzieren sind, abspeisen zu lassen?In diesem Zusammenhang danke ich news38.de, dass Sie das Thema so auf den Tisch gebracht haben!

Es ist eine Riesensauerei wie mit „Leben“ hier umgegangen wird! Man muss die Zahl einmal aussprechen, mehr als eine halbe Millionen Küken wurden sinnlos vernichtet! Das Problem ist unsere Wegwerfgesellschaft, die mit dem System der Massentierhaltung zur Fleischerzeugung die Krone der Maßlosigkeit aufgesetzt hat! Wir müssen zu kleinen dezentralen Erzeugern zurückkehren, den Fleischkonsum auf qualitativ hochwertiges fleisch einschränken und den sinnlosen Fleischexport zu Dumpingpreisen, ebenso wie das Wegwerfen von tierischen Produkten verbieten! Dann gibts weniger Tierqual, weniger Umweltbelastung, weniger Tierseuchen und andere resistente keime, und sogar mehr Gesundheit für den Verbraucher – weniger gibt es nur im Geldbeutel einer verlogenen tierquälerischen Lobbyindustrie – also sehr weniger! Politiker und vor allem VERBRAUCHER, denkt darüber nach . Auch bevor ihr das nächste Stück Fleisch kauft. Das Blut dieser Küken klebt an all euren händen!

rbb 24  4.2.2017
FLI:wir können den Tieren nicht helfen
Kommentar:
Was hier im Land abläuft ist so unethisch, es schreit zum Himmel!
Weit über eine Million gesunder Tiere werden qualvoll getötet und weggeworfen – unter dem Vorwand, einer Seuche Herr werden zu wollen. Begründet wird das Ganze durch ein mehr als fragwürdiges Gesetz.
Wo ist das Gesetz, was verbietet, während des Seuchengeschehens Geflügelmist in die Natur zu verbringen, was vorschreibt, dass der Mist ausnahmslos als Sondermüll zu vernichten ist , um die Wildvögel zu schützen?
Wo ist das Gesetz, das ausnahmslos verbietet, lebendes Geflügel zu transportieren, bis die Seuche ausgestanden ist, um Verbreitung durch Staub, Federn, Wind zu verhindern? Wo ist das Gesetz, das verbietet, gekeulte Ställe neu zu belegen, solange die Seuche nicht bundesweit aufgehoben ist? Wo ist das Gesetz, dass verbietet, neue Küken auszubrüten, solange die Seuche ausgerufen ist? Wo ist das Gesetz, das Verbraucherbetrug durch Winkelzüge in der Auslegung des Gesetzes ausschlatet? Wo ist das Tierschutzgesetz???

volksstimme.de 4.2.2017
Vogelgrippe nun auch in Zabakuck?

Kommentar Putin15 (Langversion aus demHüfo)
Das wird dann wohl der Fall 3 in unserem Landkreis.

Fall 1. Rosian liegt in der Nähe der B246, ist von Stallungen der Geflügelmassentierhaltung regelrecht „umzingelt“ und liegt weiträumig umgeben von Ackerflächen auf denen die Hinterlassenschaften der „kerngesunden“ Massentierhaltung (als wertvoller Wirtschaftsdünger) Jahr für Jahr großflächig verteilt werden.
Der tote Schwan brauchte dorthin mit Sicherheit nichts mitbringen, der brauchte nur dort landen und saß sofort mitten im wirklichen Risikogebiet.

Fall 2. Körbelitz liegt in der Nähe der BAB2 und in der Nähe der B1, hat Stallungen der Geflügelmassentierhaltung unmittelbar am Ort und liegt weiträumig umgeben von Ackerflächen auf denen die Hinterlassenschaften der „kerngesunden“ Massentierhaltung (als wertvoller Wirtschaftsdünger) Jahr für Jahr großflächig verteilt werden.
Die Puten befanden sich in einer Massentierhaltung und brauchten sich dem Risiko der Umgebung noch nicht einmal aussetzen.

und jetzt der Verdacht bei Zabakuck (Fall 3)
Bestätigt sich der Vogelgrippe-Verdacht in Zabakuck, wäre das der dritte Fall im Jerichower Land.
Zabakuck liegt in der Nähe der B107 und in der Nähe der B1 (wie Körbelitz) sowie in der Nähe von Genthin.
Genthin hat Stallungen der Geflügelmassentierhaltungen von mindestens 4 Firmen am Ort und liegt mit Zabakuck, weiträumig umgeben von Ackerflächen auf denen die Hinterlassenschaften der „kerngesunden“ Massentierhaltung (als wertvoller Wirtschaftsdünger) Jahr für Jahr großflächig verteilt werden.
Auch dieser tote Schwan brauchte dorthin mit Sicherheit nichts mitbringen, der brauchte nur dort landen und saß auch sofort mitten im wirklichen Risikogebiet.
Aber wir können uns ja beruhigen. Wertvolle Wirtschaftsgüter wie Geflügelmist(Kot) sind von Hause aus (quasi amtlich) völlig harmlos.

Wer an dieser Stelle wirklich meint das wäre doch von den Folgen her alles harmlos, der mag sich den Filmbericht „Hühnermist als Dünger — Gefährliche Keime auf dem Acker“ WDR Markt vom 07.05.2012“ unter folgendem Link ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=GjfTa8z8_9c&t=2s
Wer sich nach diesem Filmbericht noch immer einredet Geflügelkot aus der Massentierhaltung wäre harmlos und als nährstoffreichen Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft zu betrachten, der ist aus meiner Sicht reichlich naiv. …
Bernd

Zitat Zitat von Möttchen Beitrag anzeigen
Nochmal das gleiche Thema.
In andren Foren wurde nicht ganz zu Unrecht darauf hingewiesen, dass das Schreddern oder Vergasen der Legehennenbruderküken noch ganz andre Dimensionen hat.
Das macht in meinen Augen das hier nicht weniger schlimm, aber es sollte nicht vergessen werden, nur weil es schon Normalität ist.
Sonst werden wir uns an immer neue „Normalitäten“ gewöhnen.


Auch wenn fast OT möchte ich diese „Normalitätenkette“ mal abschließend ergänzen:

  • Mit spätestens 18 Wochen werden die Legehennen in die Eierproduktion eingestallt.
  • Dort legen die Hennen ein Jahr lang unbefruchtete “Konsumeier”
  • Legehennen produzieren nur Eier, haben als Endglied einer Generationenkette keinen Nachwuchs und werden bei natürlich abnehmender Legeleistung, nach Ende der ersten Legeperiode, entsorgt.

Mit 18 Monaten kommen die Hühner in ihre erste Mauser, in der sie ihr Federkleid wechseln und einige Zeit keine Eier mehr legen. Aber natürlich brauchen sie nach wie vor Nahrung. Während der Mauser sogar deutlich mehr.
In der folgenden Legeperiode sinkt die Legeleistung auf durchschnittlich 250 statt vorher 320 Eier. Außerdem werden die Eier grösser und sind damit nicht mehr “konsumentengerecht” zu vermarkten.
Mehr Futter, weniger Eier. Diese sogenannten „Althennen“ rentieren sich nicht mehr.
Sie werden vergast und dann entweder als Wärmesubstrat in der Zementfabrik verwendet oder als Rohstoff für Biogas-Anlagen eingesetzt oder zu Katzenfutter verarbeitet … kurz: Die Tiere werden entsorgt.
Nur mal zur Verdeutlichung was bei der Industriellen Eiproduktion abläuft (siehe Bild):

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: legehennentable100.jpg  Hits: 38  Größe: 51,2 KB  ID: 183667

Mit viel Glück werden die, nur 18 Monate alten, „Althennen“, als Lebensmittel (zB. Suppenhuhn oder Pastetenfüllungen) vermarktet. Diese Varianten der sinnvollen Nutzung sind allerdings wegen angeblich sinkender Kundennachfrage als Auslaufmodell einzuordnen.
Mit anderen Worten: Legehennen in der Massentierhaltung werden im Gegensatz zu den „Eintags-Hähnchen“ noch ordentlich ausgebeutet, bevor sie dann (mit zunehmender Tendenz) einen viel zu frühen und damit unnötigen und überwiegend sinnlosen Tod sterben.
Das Alles natürlich nur aus „Achtung vor der Kreatur“.
Massentierhaltung ist doch einach toll, oder?!
Haushühner in der Hobbyhaltung können (wenn nicht zuvor geschlachtet) bei guten Bedingungen 8-9 Jahre alt werden. Einzeltiere auch deutlich älter, bis zu 20 Jahren.
lG
Bernd
PS.: Ist hier wirklich überwiegend OT, mir war nur wichtig zu ergänzen, dass nicht nur die Eintagshähnchen sinnlos sterben, sondern mit deutlich zunehmender Tendenz auch der Umgang mit Schwestern fragwürdig wird.
Allerding haben die die fragwürdige Chance an Geflügelpest zu sterben.

shz 3.2.2017
Eier-Trick: Robert Habeck greift Bundesminister an

Kommentar K.Zoller:
Sehr geehrter Herr Dr Habeck,

ich danke Ihnen, dass Sie den „Eier-Trick“ verurteilen und es ablehnen, derartige „Schlupflöcher“ im Gesetzestext in Schleswig Holstein anzuwenden.
„Sie fühlen sich dem Verbraucherschutz verpflichtet“ – das finde ich klasse.
Darum würde ich mir wünschen, dass Sie sich dafür einsetzen, dass die EU Richtlinie dahingehend geändert wird, dass absolut jedes Freiland- und Bio Ei vom ersten Tag einer Aufstallpflicht an mit einem Aufkleber „Freilandei (oder Bioei) aus staatlich angeordneter Stallhaltung“ versehen werden muss.
Das wäre wirklich ehrlich und würde dem verbraucher erlauben, klar zu entscheiden, wofür er wieviel Geld ausgeben will.

Herr Goldnick, Sie sollten sich schämen.

Es lässt tief blicken, wenn der Vorsitzende des Geflügelwirtschaftsverbandes ganz öffentlich und ungeniert den Minister dazu aufruft, den Verband bei der forgesetzten Verbrauchertäuschung zu unterstützen.

________________________________________________

 

ältere Kommentare finden Sie im  Archiv


Schnell-Navigation

Briefe an Behörden und Medien

Schnell-Navigation
Hier finden Sie Briefe von Betroffenen und interessierten Verbrauchern an Behörden und/oder Medien

_________________________________________________________

_Offener Brief von Otto Hahn bei Facebook an Minister Hauk:

Vogelgrippe in BW : Minister zieht Bilanz und 5 Punkte Plan

Herr Minister Hauk, wie kommen Sie darauf, dass Ihr Vorgehen Erfolge zeitigte?  Sie legen keinerlei Untersuchungsberichte vor. Sie zeigen keinerlei Statistiken, Sie behaupten einfach, die Stallpflicht hätte dafür gesorgt, dass es weniger Ansteckungen gab — nicht mal der Satz ist vollständig, auf das Wort „weniger“müsste noch folgen „als“

Aber Sie drückten es ja so aus:

„Durch ein frühzeitiges und konsequentes Handeln der Veterinärbehörden und ein umsichtiges Agieren der Geflügelhalter konnte bei uns ein Übergreifen der Wildvogelseuche auf Nutzgeflügelbestände verhindert werden.“

Auch das ohne Begründung, ohne Ergebnisaufbereitung, ohne belastbares statistisches Material, ohne Untersuchungen, ohne Schlussfolgerungen, alles nur heisser DAmpf.

So wie alle Ihre Aussagen, einfach fesch was in den Wind behauptet. Vor Jahren, inzwischen 10 an der Zahl gab es noch Untersuchungen, da hat die BRD, Ö und CH einen Feldversuch rund um den Bodensee abgehalten, und nachgewiesen, dass keinerlei Ansteckung von Wildvögeln auf zahme Vögel stattfand.

Waren Sie damals noch zu jung um das zu wissen oder ignorieren Sie alle Ergebnisse, die der Industriellen Geflügelwirtschaft nicht in den Kram passen geflissentlich? Ich dachte nicht, dass Sie soweit unter Kuratel stehen würden, ist ja auch Ihres Amtes unwürdig, wenn es so sei. – Vielleicht haben Sie ja noch eine andere Erklärung.

Damit konnten wir großen Schaden für die Geflügelhalter und ihre Tiere abwenden“

Unglaublich, diese Behauptung, Sie haben etliche hunderte wenn nicht tausende Hausvögel von unzähligen Kleinhaltern auf dem Gewissen, weil Sie – ohne vernünftigen Grund – Stallpflicht angeordnet haben. Sie haben keinen Schaden verhindert, Sie haben ihn angerichtet, indem Sie Geflügel, was nicht dazu „erzogen“ ist, permanent ohne Auslauf zu vegetieren, sondern im Gegenteil seit Jahren nur den Freilauf kennt, eingesperrt haben. Man sollte Sie wegen fortgesetzter Tierquälerei anzeigen und bestrafen  — verzeihen Sie, man kann ja „induLa“ keinen Minister oder sonstigen Amtmann belangen wegen Fehlern, höchstens vielleicht einen kleinen Bürgermeister, der eine Amtshandlung versäumt hat, und auch hier ist die Klage wahrscheinlich von oben, aus dem Amt gekommen, sonst hätte sie keinen Erfolg.

Nachdem die Vogelgrippewelle abgeflaut sei und die Zugvögel aus den Winterquartieren in ihre Brutgebiete zurückgekehrt sind, könne nun die risikoorientierte Stallpflicht im gesamten Land aufgehoben werden.

Die behaupteten Todesfälle von Wildvögeln, wenn wir vom Bodenseegebiet absehen, sind in keiner Weise geeignet, die Stallpflicht und schon gar nicht die Landesweite – zu erlassen, sofern Sie überhaupt dazu befugt sind, ist das nicht Sache der Kreisbehörden?
Keiner der gefundenen Wildvögel wurde untersucht auf die Todesursache, es wurden Abstriche gemacht, diese zeigten dann Antikörper und schwupp, war die Vogelgrippe da.
Was ein Blödsinn:
 
„““Es reicht der Nachweis auf vorhandene Antikörper, um den Hype zu puschen.
(Ein H5N8 positiv beprobter Vogel könnte die Infektion schadlos überstanden haben und wäre auf natürlichem Wege dauerhaft geschützt. Offiziell wird er zum Opfer der Vogelgrippe erklärt, selbst wenn er mit Genickbruch unter einem Windrad lag.)“““
 
Nicht in einem Falle wurde die Todesursache des gefundenen Tieres bestimmt, zumindest wurde es nicht veröffentlicht.
Ausgehend von einer „normalen“ Todesrate bei der industriellen Putenhaltung von um die 30%, in Worten dreissig Prozent, denke ich, dass ein gewisser Anfall von toten Wildvögeln in einem Winter, der wie der letzte, sich nicht durch Warmfronten auszeichnete, (mir fror eine unterirdische Wasserleitung ein), durchaus normal sein. gemessen an den Wildvogelbeständen des Winters, sind, einschliesslich der „Bodenseetoten“ wohl trotzdem nur ein verschwindend geringer Promillesatz an Wildvögeln „vom Himmel gefallen“; meiner Rechnung nach etwa 1,1 Wildvogel pro 100qkm (einskommaeins Vögel pro einhundert Quadratkilometern), als einer in einem Umkreis von 60 Km Durchmesser. (ich fürchte, die Zahl der menschlichen Grippetoten liegt höher, aber die fallen ja auch nicht vom Himmel!)

Herr Minister, beenden Sie endlich die Symptombekämpfung, berufen Sie einen runden Tisch ein, mit Fachleuten aus der Geflügelwelt, lassen Sie die Industriuellen Geflügel-Barone aussen vor, die züchten und halten kein Geflügel in dem Sinne, wie das, was wir darunter verstehen, nehmen Sie Ornithologen, Rassegeflügelzüchter und Tierschützer. Dann könnten Sie von einer völleig unzulänglichen Verordnung wegkommen, zu etwas, was das Tierwohl, den Tierschutz in den Vordergrung stellt. Und verwechseln Sie das Wort Tierwohl nicht, mit dem Begriff gleichen Klangs, den der Bundeslandwirtschaftminister da verballhornt im gleichnamigen Label.
Und an diesem runden Tisch lassen Sie sich erklären, was Geflügelzucht ist, und dann bauen Sie zusammen mit Ihren Gästen einen 5-Punkte Plan, der wird dann anders aussehen.

Warum keine industrielle Geflügelwirtschaft? 
Weil die GW das Wort ökologisch mit ökonomisch verwechselt.
Oder warum meinen Sie, dass wir in aller Welt, zum Schaden der Anbauenden und der Ökologie in den Anbauländern Futter kaufen, dieses mit Schiffen zu uns transportieren, Vehikeln, die  insgesamt für die Hälfte der Schadstoffbelastung aus Motoren verantwortlich zeichnen, um dann bei uns Scheisse zu produzieren, die auf unseren Feldern landet und die Böden und das Grundwasser völlig verseucht?
Das nebenbei produzierte Fleisch ist minderwertig, wird zu Schleuderpreisen verramscht um eine ohnehin aus allen Nähten platzende Bevölkerung mit weiteren teuren Kalorien zu versorgen.
Die Mästerei der Produkte sorgt für eine Unmenge von Luftschadstoffen, von frisch erbrüteten Viren und multiresistenten Keimen ganz zu schweigen.
Ich bin bei Gott kein Veganer, aber muss es Fleischkonsum in den Mengen sein, wie wir ihn uns zum Nachteil der halben Welt und unserer Umwelt gönnen?

Warum keine industrielle Geflügelwirtschaft? 
Weil deren Zuchtziel ein anderes ist,

Dort züchtet man, oder versucht es, wie unser lächelnder Bundeslandwirtschaftsminister ja gerade wieder in Auftrag gibt, eine Tierrasse, denen die natürlichen Instinkte (Freilauf, Scharren, Licht, Luft Sonne, soweit weggezüchtet werden, dass man sie möglichst in Mehrstockbauten, mit vielleicht extrem niedriger Geschosshöhe halten kann, und die dann , zwar mit Medikamenten im Überfluss versorgt, den „ökonomischen“ Vorstellungen dieser Leute entsprechen.

Ich denke, am liebsten wäre denen ein Fermenter, aus dem unten alle weiss ich was Sekunden eine Menge Eier rauspurzelt und alle 6 Wochen (oder vielleicht permanent?) der Inhalt zu Chicken-Mc-Nuggets und Hähnchen-Filet gepresst wird, (Louis de Funès lästs grüssen „Brust oder Keule“).

Warum keine industrielle Geflügelwirtschaft? 
Weil wir keine „Frankensteins“ brauchen um eine ökologische Eier und Fleischerzeugung zu erhalten.

Geflügelindustrie denkt in Margen, nicht in Natur, im Gegenteil, für diese Leute ist Natur nur dreckig, die wollen sich ihre Hände nicht schmutzig machen, sie wollen lieger vom Schaltpult aus die Millionen rollen sehen, und sein es abgehackte Hühnerköpfe.

Sie Herr Minister sind dem Leben verpflichtet, dem Wohlergehen derer die sie in dieses Amt gewählt haben, der Unversehrtheit der Bürger. Denkens mal nach darüber!
Guten Abend
________________________________________________________________

Nicole Zimmer hat an die Landtagsabgeordneten in Schleswig Holstein geschrieben:
Brief an die Landtagsabgeordneten in Schleswig Holstein

Von Herrn Günther von der CDU erhielt sie eine Antwort, die sie wie folgt beantwortete:

Sehr geehrter Herr Günther,
ich hatte mich mit sehr konkreten Fragen an Sie gewandt- im Anhang abermals dabei. Und Sie antworten mir mit einem Standardschreiben, in das nur noch mein Name eingesetzt wurde.
Enttäuschend trifft es nicht.
Sie bitten mich um Geduld, „damit die Stallpflicht möglichst schnell- zumindest regional- gelockert werden kann“?
Als ob das von meiner Geduld abhinge..

Mit freundlichen Grüßen
Nicole Zimmer

__________________________________________________________________

NWZ 23.3.2017
Analyse: Schlechte Quote für die Ermittler

Kommentar:
Phantastisch!

Leider kann ich der Analyse nicht entnehmen, wer der grossartige Journalist war, der hier recherchiert und sich eigene Gedanken gemacht hat!
Dies ist seit Beginn der Vogelgrippe im November der bundesweit allererste Beitrag in einer Zeitung, den ich lesen durfte, der die gesamte Thematik sachlich und kritisch hinterfragt und sich auch nicht scheut, den Finger in klaffende Wunden zu legen.

Genau so stelle ich mir freien, unabhängigen und kritischen Journalismus vor.
Hiermit haben SIe mir ein wenig den Glauben an die freie Presse wieder gegeben!

_____________________________________________________________________

Nicole vom AVF schreibt zum wiederholten Mal an Dr. Habeck –
ob sie diesmal eine Antwort bekommt?

Sehr geehrter Herr Habeck,

mit der Bitte um Kenntnisnahme dieser Stellungnahme:

DIE BUNDES-GRÜNEN

Sehr geehrter Herr Y. OLO,

danke für Ihre E-Mail und Ihr Interesse an unserer Politik. Als grüne Bundestagsfraktion sind wir uns bewusst, welch große Einschränkungen durch die Stallpflicht für Ihre Tiere und für Sie als Züchter entstehen.

Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ist Aufstallung eine Maßnahme, die am Ende der Kette und nur in wohlbegründeten Fällen erfolgen sollte, da sie eine große Belastung für die Tiere darstellt.

Um diese einschneidende Maßnahme weiterhin zu rechtfertigen, sind mehr Fakten notwendig. Die Bundesregierung gibt an, dass die Übertragungsereignisse nach wie vor unklar seien. Auch der Nachweis des Eintragsweges über Zugvögel konnte bisher nicht zweifelsfrei erbracht werden. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie ihre Anstrengungen zur Aufklärung deutlich intensiviert und nicht länger alleinig an der umstrittenen Zugvogeltheorie festhält.

 Seit 2006 wurden EU-weit 538 Ausbrüche des Vogelgrippevirus untersucht. In nur 49 Fällen konnte der direkte oder indirekte Kontakt zu Wildtieren als Ursache festgestellt werden. Häufiger war der Kontakt zu Nachbarbetrieben, der Zukauf von Tieren oder das Verbringen kontaminierter Gerätschaften die Infektionsursache. Laut Bundesregierung konnten in nur vier Fällen Eintragswege als „wahrscheinlich oder gesichert“ ermittelt werden. Dabei handelt es sich um die Verfütterung von tiefgefrorenen Enten an Hühner und das Verbringen von Tieren aus einem betroffenen Betrieb. In diesen Fällen hätte die Stallpflicht die Infektion auch nicht verhindert.

Wir fordern daher, dass in alle Richtungen geforscht werden muss.

Als Bundestagsfraktion können wir die Stallpflicht leider nicht abschaffen, aber wir setzen uns weiterhin sehr stark beim Bund und bei den Bundesländern – die hier einen Ermessensspielraum haben – für eine weitere Erforschung der Eintragungswege und eine Beendigung der generellen Aufstallungspflicht ein.

 Das Tierleid durch die Stallpflicht und die existenzbedrohende Situation für die Bäuerinnen und Bauern sowie für Züchter ist ein drängendes Problem, dem mehr Gewicht gegeben werden muss.

 Mit freundlichen Grüßen
Ihr Info-Service der Bundestagsfraktion

__________________________________

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
11011 Berlin Quelle :
https://www.aktionsbuendnis-vogelfrei.com/wahl-17/

Ihren Ermessungsspielraum haben Sie nie genutzt- im Gegenteil haben Sie noch Druck auf den Landkreis ausgeübt, der Ihnen keine toten Vögel „finden“ wollte.
Wann reagieren Sie auf die zahlreichen Zuschriften?
Wann stehen Sie zu der Verantwortung, dass durch Ihre vorschnelle landesweite Verordnung- Tiere nicht geschützt, sondern der nicht artgerechten Haltung zur Folge, gestorben oder vorsorglich getötet wurden?
Wann erkennen Sie, dass Züchter sowie jene kleinbäuerlichen Betriebe, die von der artgerechten Haltung abhängig sind, auf Unterstützung, nicht auf „Verbote“ angewiesen sind?
Wann verstehen Sie, dass (private) Hühnerhalter selbstbestimmt über den Schutz ihrer Tiere verfügen wollen?

Mit freundlichen Grüßen
Nicole Zimmer

________________________________________________________________________
Gut Wardow KG März 2017

Irrweg Aufstallung – undifferenziert und nicht risikoorientiert

__________________________________________________________________

Hühnerfee72 in #1 Hüfo „Meine Erfahrung mit Behörden“
15.3.2017

Sehr geehrter Herr Landrat,
im Landkreis besteht seit 21. November 2016 – das sind jetzt mehr als 3 Monate – die Stallpflicht für Geflügel.
Ich bin Hobbygeflügelhalterin und sage Ihnen, so wie es ist, kann es nicht bleiben.
Bisher gab es im Landkreis – glücklicher Weise – keinen einzigen Fall von Vogelgrippe H5N8, weder bei Wildvögeln, noch bei Hausgeflügel. Die Stallpflicht wird nur deshalb aufrechterhalten, weil es eine Brüterei der LSL Rhein-Main in Frickhofen gibt. Dieses Unternehmen hatte bereits den ein oder anderen Konflikt mit dem Tierschutzgesetz. Das ist übrigens das gleiche Unternehmen, welches im Jahr 12 Millionen männliche Küken gleich nach der Geburt nur in Hessen tötet. Dass es sich bei den Tieren, die dieser Agarkonzern „züchtet“ um Qualzuchten handelt, steht außer Frage. Lohmann Hühner legen auch bei Legedarmentzündung (diese Krankheit kommt züchtungsbedingt häufig vor) weiter Eier. Ob diese Eier dann gesund sind, dazu kann sich jeder seine Gedanken machen.
Gerade an der Stelle, an der die Politik einzelne Konzerne, hier ein Monopol der Massentierzucht dahingehend unterstützt, indem sie die Entscheidungsfreiheit kleiner und mittlerer Betriebe, Rassegeflügelzüchter und Hobbyhalter dermaßen einschränkt, das diese quasi zum Aufgeben gezwungen werden, dann ist die Stallpflicht ein Politikum geworden.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich zum Verschwörungstheoretiker abgestempelt werde, frage ich Sie, ob die Stallpflicht darauf abzielt, die Rassegeflügelzucht und die Hobbyhaltung von Geflügel abzuschaffen? Einen anderen Sinn kann ich nicht erkennen.
Der Presse entnehme ich immer wieder, dass Sie ein Freund der hier im Landkreis noch weit verbreiteten Rassegeflügelzucht sind. Demzufolge darf ich davon ausgehen, dass Sie die Probleme, die die Stallpflicht bei artgerecht gehaltenem Geflügel mit sich bringt, kennen. Deshalb gehe ich darauf nicht weiter ein.
Ich sehe es als Ihre Aufgabe und Ihre Pflicht, dass Sie derartige Mißstände an geeigneter Stelle vorbringen. Eine Frage an Sie: Setzen Sie sich derzeit für die Beendigung der Stallpflicht im Landkreis beim Ministerium in Wiesbaden ein? Frau Dr. XXX wollte sich diesbezüglich nicht äußern, da Sie zu keiner politischen Diskussion bereit war. Sofern noch nicht geschehen, bitte ich Sie und ich erwarte es natürlich auch, dass Sie hier Kraft Ihres Amtes tätig werden. Es kann doch nicht sein, dass Sie die zahlreichen Rassegeflügelzüchter und Hobbyhalter im ländlichen Raum im Regen stehen lassen! Sie können nicht dauerhaft die Probleme im ländlichen Raum ignorieren! Geflügelhalter sind auch Wähler, von der Anzahl den „Lohmännern“ weit überlegen. Geflügelzucht ist ein Kulturgut, welches es zu bewahren gilt. Oder wollen Sie nur noch Lohmann Hybriden im ländlichen Raum herumlaufen sehen?
Das angrenzende Bundesland Nordrhein-Westfalen bekommt es doch auch hin, die Stallpflicht wenigstens gemeindeweit aufzuheben. Dort ist die Stallpflicht bereits aufgehoben, wenn weniger als 300 Tiere auf einem km² leben. Das kann zwar nicht die Endlösung sein, würde die Lage jedoch um einiges entspannen.
In Niedersachsen, dem Bundesland mit der höchsten Geflügeldichte, man könnte auch sagen mit der größten Massentierhaltung, wird die Stallpflicht aufgehoben, sofern weniger als 1000 Tiere pro km² leben.
Die Vorgehensweise in Hessen ist mehr als übertrieben!
Ich möchte mit Ihnen gar nicht über Sinn und Unsinn der Stallpflicht debattieren. Den Unsinn der Stallpflicht aufzudecken und den Wahnsinn des FLI offenzulegen, dazu gibt es zahlreiche Bestrebungen.
Ich appelliere an Sie, im Sinne der zahlreichen Rassegeflügelzüchter und Hobbyhalter im Landkreis tätig zu werden. Auch wenn es derzeit utopisch klingt, die Stallpflicht darf es nie wieder geben.
Ich bitte Sie, sich vehement für die Aufhebung der Stallpflicht einzusetzen, ansonsten kräht hier bald kein Hahn mehr.

Mit freundlichen Grüßen

____________________________________________________________________

Thomas Hohmann an das Landwirtschaftsministerium Sachsen Anhalt
Ein absolut lesenswerter Brief des Schriftführers des Landesverbandes der Rasegeflügelzüchter

____________________________________________________________________

An den Bundespräsidenten
Gesendet: Donnerstag, 9. März 2017 15:35 Uhr
An: ‚bundespraesidialamt@bpra.bund.de‘
Betreff: z.Hd. Herrn Bundespräsident Joachim Gauck – betr. Vogelgrippe

Sehr geehrter Herr Gauck,

wie ich einer Info aus dem Hühnerforum entnehmen konnte, planen Sie Mitte März den Besuch des FLI auf der Insel Riems und werden in dem Zusammenhang auch die Vogelgrippe thematisieren.

Ich weiss, Sie haben viel um die Ohren da das Elend, die Gewalt und die Empathielosigkeit in der ganzen Welt immer größer und unfassbarer zu werden scheint.

Trotzdem – oder gerade deshalb bitte ich Sie inständig, sich Zeit zu nehmen und sich auf die Thematik vorzubereiten.

Ich habe Sie immer als empathischen Menschen mit christlichen Werten wahr genommen, der diese auch, wenn es unbequem war, verteidigt.

Was wir zur Zeit in Deutschland mit unseren „Nutztieren“ veranstalteten, verschlägt einem die Sprache. Da wurden in gerade mal 3 Monaten nur in unserem Land über 1,5 Millionen gesunder Tiere ohne Grund, ohne irgendeinen wissenschaftlich auch nur annähernd haltbaren Beleg der Sinnhaftigkeit und Rechtmäßigkeit vergast, erschlagen, mit Strombädern getötet und in den Müll geworfen.
Ein Vielfaches an Tieren wird gleichzeitig von seinen Besitzern auf staatliche Anordnung und unter Androhung  unglaublicher Strafen bis hin zur willkürlichen und unbegründeten Tötung der Tiere bei Zuwiderhandlung gegen die Aufstallpflicht, seit Monaten durch tierschutzwidrige Haltungsmaßnahmen gequält.
Einige sind bereits an diesen Maßnahmen verstorben.
Das alles aufgrund einer fragwürdigen Bundesverordnung deren Umsetzung willkürlich durch Behördenvertreter wie Amtsveterinäre, durch Landräte und Minister verschiedener Länder erfolgt – gerade so, wie es den jeweiligen Herrschaften passt – jeder legt sich den Begriff „Ermessensspielraum“ so zurecht, wie es gerade am besten in die politischen Karten passt – nicht, wie es für das Lebewesen am besten ist.  

Es werden die Persönlichkeitsrechte der Tierbesitzer, das Tierschutzgesetz und jegliche Rechtsstaatlichkeit konsequent ignoriert und außer Kraft gesetzt, das individuelle Lebewesen und sein Leid spielen keine Rolle, denn es geht nur und ausschließlich um wirtschaftliche Interessen, Geld und Macht.

Das ganze Geschehen erinnert sehr an zwei Ereignisse in unserer eigenen Geschichte – nur geht es hier nicht um Menschen, sondern um Tiere.
Unter dem Deckmantel eines „gültigen Gesetzes“ werden Gräueltaten unvorstellbaren Ausmaßes begangen.
Wer sich quer stellt, dem wird ebenfalls unter Berufung auf geltendes Recht Strafe angedroht – die Menschen haben Angst um ihre Tiere – sie fürchten die allmächtige Behördenwillkür.

Müssen wir uns nicht wehren dagegen, dass der Staat sinnlos von uns verlangt, gegen das Tierschutzgesetz zu verstossen? Lebewesen zu quälen?
Ist es nicht das, was wir heute sowohl jenen vorwerfen, die in den 30ger Jahren geltendes Recht gegen die Menschenrechte ausführten?
Als auch jenen, die als Mauerschützen geltendem Recht ihres Landes folgten und später mit dem Vorwurf konfrontiert wurden, sie hätten den Befehl als unrechtmäßig verweigern müssen.

Wann wird man mir als Tierbesitzer vorwerfen, mich dem Staat und seiner Anordnung zum Verstoss gegen den Tierschutz nicht widersetzt zu haben?

Hier wird als Vorwand für die Massentötungen von einer Seuche unendlichen Ausmasses gesprochen:
Fakt ist, dass gerade mal 15 tausend Tiere in den Haltungen verendet und auf das Virus positiv getestet wurden.
(wobei außerhalb von Seuchengeschehen schon allein aufgrund der unerträglichen Zustände in der Massentierhaltung ein Verlust von 10% der Tiere während der Mast als „normal“ angesehen wird – die zur Zeit verendet gemeldeten Tiere in solchen Haltungen machen oft nicht einmal 0,1 % des Gesamtbestandes aus)  

Die tatsächliche Todesursache wurde bei keinem einzigen Tier untersucht (und eine polnische Studie belegt eindrucksvoll anhand von aus Deutschland gelieferten Tieren, die mit AI verseucht waren und verendeten, dass hier eine Vielzahl vorhandener anderer Primärerkrankungen die Todesursache waren – das AI Virus allein hat nicht ein einziges Tier getötet)
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/aufgedeckt-und-unlogisch/
(Thema: wirklich AI? – Beitrag relativ am Ende der Seite)

Wildvögel werden verteufelt – man hat immerhin schon rund 1000 toter Vögel AI positiv getestet – auch hier keine Feststellung der wahren Ursache – auch die Ente mit der Schrotladung ist in diese

Statistik eingegangen – demgegenüber stehen 500 Mio Zug- und Überwinterungsvögel, die alljährlich unser Land durchqueren.
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/zahlen-daten-fakten-fallzahlen-im-einzelnen/

Da wird Panik gemacht – mit Begriffen wie Pandemie um sich geworfen – obwohl noch nie ein Mensch betroffen war – obgleich sterbende Vögel im Winter normal sind, da wird völlig ungeniert und öffentlich von den Behörden dazu aufgerufen, Nachbarn zu denunzieren, da wird in Zeitungen von Politikern öffentlich darüber nachgedacht, wie man mit Hilfe ein paar juristischer und verbaler Tricks ganz legal Verbraucherbetrug begehen kann  – all das, um einen Vorwand zu haben, den Massenmord an gesunden Tieren zu rechtfertigen, um die Entstehung für den Menschen gefährlicher Krankheiten in Massenhaltungssystemen zu verschleiern, die aufgrund ihrer tierquälerischen Haltung zu einer Brutstätte gefährlicher Viren werden und um der freien, privaten (Nutz)tierhaltung auch beim Geflügel (wie bereits erfolgreich beim Schwein und Rind geschehen) den endgültigen Todesstoss zu verpassen.

Und statt diese Haltung zu verbieten werden all jene Tiere, die noch ein anständiges Leben führen dürfen und gerade aufgrund der gesunden Haltung kaum Chancen haben, sich zu infizieren, in genau diese tierquälerische Haltung gezwungen, die Ursache des ganzen Übels ist.

Ein perfides Spiel um Geld und Macht – ohne Rücksicht auf Verluste – auf dem Rücken unzähliger, hilfloser Tiere und auf dem Rücken unzähliger Verbraucher und Tierbesitzer, die praktisch keine Chance haben, sich dagegen zu wehren.

Was ist das für ein Rechtsstaat, wo überhaupt nur jemand versuchen kann, Recht zu fordern – Lebewesen zu schützen – auf Einhaltung bestehender Schutzgesetze für dieselben zu pochen, der genug Geld hat, um gegen die Machenschaften klagen zu können?

Was ist das für ein Staat, der von „freier Meinungsäußerung“ spricht – aber kaum ein Medium traut sich über die ganze Wahrheit zu berichten, weil es fürchten muss, sämtliche Werbeaufträge zu verlieren, von denen es lebt?
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/weitere-leserfragen/

Was ist das für ein Staat, wo von persönlicher Freiheit geredet wird, aber staatliche Organe ihre Bürger überrennen, Tiere sinnlos wegmetzeln, wohl wissend, dass sie mit dem, was sie den überrumpelten Betroffenen da zur Unterschrift unter die Nase halten, ohne über Rechte und Möglichkeiten aufzuklären, und mit vorsätzlichen Falschaussagen hinsichtlich der Dokumentationsrechte des Betroffenen vollendete Tatsachen durch Unterwanderung aller Rechte schaffen?
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/massenmord-unter-dem-deckmantel-der-verordnung/

Die betroffenen Tiere sind völlig schutzlos der Willkür ausgesetzt. Ihre Fürsprecher und/oder Besitzer sind weder reich, noch einflussreich – wir werden ignoriert mit unseren Protesten und auch den unzähligen, gesammelten und erarbeiteten Zahlen, Daten und Fakten, die selbst seitens anerkannter Wissenschaftler weltweit die FLI Thesen und Forschungsergebnisse massiv in Frage stellen.

Politiker halten es ja nicht einmal für nötig, dem zuzustimmen, was schwarz auf weiss in ihrem eigenen Gesetz steht, wenn man sie mit der Nase darauf stößt   es wird ganz einfach ignoriert!
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/notfall-wildpark-hoellohe-bayern/

Vielleicht wird Ihre Stimme gehört, wenn Sie dieses unglaubliche Grauen anprangern, was unsere Behörden und Politiker da ganz selbstbewusst und selbstverständlich tagtäglich als „notwendig“ verkaufen.
Dass es anders geht, beweisen einige wenige, wie jeder Landrat Brechtel in Wörth:
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/notruf-aus-woerth-wassergefluegel-soll-gekeult-werden/

Bitte machen Sie sich sachkundig, bevor Sie beim FLI vorstellig werden und stellen Sie die Fragen, die von uns gestellt, einfach überhört  werden.
Wir sind tausende von Menschen in ganz Deutschland, die dieses Unrecht nicht akzeptieren wollen und seit 3 Monaten akribisch Zahlen, Daten und Fakten zusammentragen, recherchieren und kommentieren – unermüdlich – vernetzt über das Internet – Menschen, die einander nie begegnet sind, die nur eines eint: der Wunsch, dem Unrecht, was wir den Tieren zufügen, Einhalt zu gebieten.

Gerne stellen wir Ihnen auf Wunsch alle Informationen zusammen, die wir zusammengetragen haben, wir vermitteln Ihnen Ansprechpartner in der Wissenschaft, die Ihnen wissenschaftlich haltbar erklären können, warum das derzeitige Handeln unsinniger nicht sein kann und wir können Belege beibringen, die zeigen, wohin diese Aufstallverordnung die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer ehemals kerngesunden Tiere geführt hat.

Bitte nehmen Sie sich des Themas an und verschaffen sie ihm Gehör – im Interesse der Tiere – im Interesse der Menschlichkeit!

Mit freundlichen Grüßen
Kirstin Zoller

www.aktionsbuendnis-vogelfrei.com
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/schnell-navigation/

 

Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung
noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.
Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines
niederen und unedlen Volkes.“
(von Alexander von Humboldt (1769-1859), deutscher Philosoph, Geograf und Naturforscher)

Alles, was der Mensch den Tieren antut,
kommt auf den Menschen zurück.
(von Pythagoras)

“Daran, wie ein Volk mit seinen Tieren umgeht,
erkennt man seinen Entwicklungsstand
(Mahathma Gandhi)

___________________________________________________________________________

Offener Brief von Ilka Gohlau an Minister Habeck und Frau Strehlau  1.3.2017

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Habeck, sehr geehrte Frau Strehlau!

Ich beziehe mich in diesem Anschreiben auf mein gestriges Telefonat mit Frau Strehlau und bitte an dieser Stelle um weiteren inhaltlichen Austausch Ihrerseits untereinander zur Thematik.

Herr Minister,

das Wichtigste zuerst: Als Kerninformation seitens Frau Strehlau habe ich entnommen, dass Ihr derzeitiges Handeln bezüglich der anhaltenden pauschalen Aufstallung von Geflügel ohne differenzierte Risikobewertung als Agrarminister auf der gewissenhaften Verantwortungsübernahme für menschliche Gesundheit basiert. Dazu möchte ich hier ausdrücklich betonen, dass unsere bundesweite wissenschaftliche Aufklärungsarbeit auf den medizinischen Forschungsergebnissen von Frau Prof.Dr.rer.nat. Reiss und Herrn Prof. Dr.med. Bhakdi aufbauen. Letzterer war 22 Jahre lang Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Universität Mainz. Sein Expertenwissen in diesem Zusammenhang zum Schutz menschlicher Gesundheit ist damit kaum zu übertreffen. Herr Prof.Dr.Bhakdi sieht keine Gefährdung für Menschen und positioniert sich für die Aufhebung der Stallpflicht mit einhergehender zeitgemäßer Überarbeitung der TierseuchenschutzVO!

Dem gegenüber stehen im analytischen Rückblick sowie aktuellen Äußerungen die widersprüchlichen – selbst für Laien deutlich sichtbar – diffusen Aufklärungsversuche und Empfehlungen des FLI, auf welche auch Sie sich zu unserem Unverständnis rechtfertigend immer wieder beziehen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass es in der gesamten Führungsetage des FLI weder einen medizinischen Mikrobiologen noch einen medizinischen Virologen gibt. Es sind entweder Biologen ( Dr. Mettenleiter) oder Veterinärmediziner, die keine vertiefte Ausbildung oder Weiterbildung in der Infektionskunde haben. Von daher sind die defizitären Äußerungen teils fachlich begründbar und zuletzt auch offensichtlich den bekannten finanziellen Abhängigkeiten zuzuschreiben, deren Interessenvertretung durch die anhaltende Aufstallung

– bezüglich Marktverdrängung zu Lasten tiergerechter Nutztierhaltung- bedient wird.

Herr Dr. Habeck, bitte besinnen Sie sich auf grüne Politik und wissenschaftsbasierten verhältnismäßigen Umgang. Orientieren Sie sich am vorbildlichen Verhalten von Christian Meyer, der sich den Erwartungen seiner WählerInnen in Niedersachsen gemäß fachlich informiert und bestehende Handlungsspielräume nutzt. Vertreten Sie grüne Politik gepaart mit Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit von Mensch und Tier! Die auffällige erhöhte Mortalität spezieller Haltungen ist der fehlenden Hygiene, der Stress belasteten Haltungsform und der schwachen Konstitution von industriellen Hochleistungstieren geschuldet!

Denken Sie auch wirtschaftlich! Die anhaltende Aufstallung trifft existenzbedrohlich genau die Haltungen, die zunehmend vom Verbrauchermarkt gewünscht wird und um die grüne Politik jahrzehntelang bereits ringt!

Ich möchte Sie hiermit erneut bitten und gleichzeitig auffordern, sich den Forschungsanliegen der Universität Kiel zu öffnen: Frau Prof. Dr. Reiss und Herr Prof. Dr. Bhakdi stehen Ihnen bereitwillig für Gespräche zur Verfügung.

Im Rahmen unserer bundesweiten Aufklärungsarbeit veranstalten wir zwei weitere Symposien. Am 11.3.17 werden sich die wissenschaftlichen ExpertInnen interdisziplinär in Herne einfinden und am 25.3.17 in Templin. Sie sind uns nach wie vor willkommen um mit Präsenz zu zeigen, dass Sie sich aktiv um fundierte Wissensorganisation bemühen!

Im Anhang übersende ich Ihnen die Einladung zum Symposium am 11.3.17 und ein PDF mit dem Beschluss Ihrer Partei zum Umgang mit der Vogelgrippe von 2006, welcher uns als Betroffene heute in 2017 nach wie vor präsent vor Augen steht.

In Mecklenburg-Vorpommern haben wir uns entschieden, musterhaft juristisch gegen die Anwendung der pauschalen Aufstallung ohne einhergehender verhältnismäßigen Risikobewertung vorzugehen. Unser Rechtsexperte Dirk Büge sieht in dem Vorgehen deutliches Fehlverhalten seitens des Ministeriums.

In Schleswig-Holstein hoffen wir noch auf Vernunft basiertes Einlenken grüner Politik!

Zur Wahrung eines fairen Umgangs miteinander und im Interesse aller Betroffenen – für die wir agieren – möchte ich des Weiteren darauf hinweisen, dass wir diesen offiziellen Schriftverkehr der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen und bitten um Reflexion mit Stellungnahme.

Ilka Gohla sowie Mathias Güthe

Anhang 1:
Einladung Wissenschaftssymposium Herne 11.März 2017/ Veterinäre, gefangen zwischen Wissenschaft und Politik ( Einladung 25.März/ Templin auf Anfrage).

Anhang 2:
PDF/ Beschluss 2006 der Grünen Fraktion zum Umgang mit der Vogelgrippe.

________________________________________________________________________

Brief an die Tierheilpraktiker Zeitung 17.2.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Interesse habe ich wahrgenommen, dass Sie das Thema Vogelgrippe in Ihrem Portal aufgreifen:
link
Umso mehr war ich nach der Lektüre Ihres Beitrages enttäuscht.

Gerade von Heilpraktikern hätte ich erwartet, dass sie die offiziellen Statements seitens der Behörden und des FLI rund um Vogelgrippe nicht unkritisch einfach übernehmen, sondern zunächst ein mal hinterfragen, ob die Behauptungen stimmig sein können.
Am meisten erschüttert hat mich Ihr vorletzter Absatz:
Zitat:
Müssen hunderttausende Vögel sterben?
Ein eindeutiges Ja……….
a
uch wenn nur einzelne Tiere in einem Bestand an der Seuche erkrankt sind, werden dennoch vorsorglich auch Tiere ohne positiven Befund getötet.

Das ist notwendig. Die Vogelgrippe ist heute gefährlicher denn je, die Erreger mutieren schnell und breiten sich rasant aus.
Zitat Ende
Als Heilpraktiker sollten Sie doch eigentlich wissen, dass es einiger Voraussetzungen bedarf, bis ein Virus mutieren kann und dass seit 3 Monaten fachlich in den Medien haufenweise reißerische Aussagen seitens der offiziellen Stellen  zwecks Panikmache in der Bevölkerung verbreitet werden, um damit den gegenwärtigen Umgang mit der Krankheit zu rechtfertigen.
Im übrigen werden nicht nur jene Bestände gekeult, wo ein Verdachtsbefund vorliegt (es reicht ein einziger positiver Schnelltest (ELISA), von denen sich viele später als falsch positiv herausstellen, um den gesamten Bestand (oft mehrere tausend und mehrere zehntausend Tiere) vorbeugend zu vergasen.
Zusätzlich werden nicht selten unbeprobt und ohne klinische Auffälligkeiten rein auf Verdacht auch noch mehrere Kontaktbestände vernichtet.
Interessant in diesem Zusammenhang der Kommentar des Dr. med. vet. Horst Grünwoldt in der Ärzte-Zeitung vom 14.2.2016
link
In Polen sind Mastputen, die man aus Deutschland bezog 2012 an H9N2 verendet. Dort hat man sich die Mühe gemacht, das wissenschaftlich weiter zu untersuchen. Das Ergebnis war: man fand bei diesen betroffenen Puten zusätzlich Bortadella aviaum, Astroviren, Rotaviren, Parvoviren und Reoviren. Man nahm das H9N2 Virus der verstorbenen Puten, infizierte einen eigenen, ansonsten gesunden Putenkükenbestand, hielt und fütterte sie anständig und oh Wunder, keines dieser Tiere erkrankte oder verendete gar.

Die genaue Studie finden Sie hier (relativ weit unten auf der Seite unter „wirklich AI?“ ):
link
Des Weiteren werden systematisch alle Geflügel gekeult, die im Zuge der Zufallsbeprobungen einen positiven H5 LPAI Befund zeigen – selbst,

wenn sie kerngesund sind und lediglich wegen einer vergangenen Infektion eine natürliche Immunität aufgebaut haben.
Es wird von einer Seuche gesprochen unter den Wildvögeln:
bis zum 14.2.2017 wurden in Deutschland laut TSIS und OIE ganze 801 Stück tot aufgefundener Wildvögel positiv auf H5 beprobt – davon 626 Stück positiv H5N8.
Bei mehr als 5 Mio Wildvögeln, die hier im Herbst/Winter durchziehen sind das 0,01 % – von denen absolut unbekannt ist, wie viele denn wirklich an dem Virus verstorben sind.
Das FLI (welches unser Referenzlabor ist und bekanntermaßen engen Schulterschluss mit der industriellen Massentierhaltung pflegt)  verweigert seit 10 Jahren kategorisch eine weitere Untersuchung der positiv beprobten Tiere auf Todesursache und Primärerkrankungen – mit dem Hinweis,  dies sei zu aufwändig und überflüssig.
Dass dabei auch positiv beprobte Enten mit Schrotladungen im Körper und Greifvögel mit allen Symptomen einer schweren Bleivergiftung als Opfer des H5N8 Virus  in die Fallzahlen eingegangen sind, scheint offensichtlich eine unbequeme Wahrheit zu sein, die man lieber nicht öffentlich breit tritt.
Im Prinzip wissen wir noch nicht ein mal, ob überhaupt auch nur ein einziger Wildvogel tatsächlich an H5N8 verstorben ist.
Wenn ein Mensch sich mit schwerem Lungenkrebs im Endstadium eine Erkältung zuzieht und stirbt, wird dort im Totenschein als Todesursache kaum die Erkältung zu finden sein. Aber genau das wird zurzeit mit der AI bei den Vögeln praktiziert!
10.276 verendete Geflügel in 78 Haustierbeständen wurden positiv auf H5N8 beprobt (auch hier keine Untersuchung der Todesursache) und als Folge  mindestens 671.780 gesunde Tiere unbeprobt auf Verdacht in diesen Beständen vorbeugend vergast.
Hinzu kommt noch mal eine unbekannte Zahl (da sie nicht mit aufgeführt werden) von gekeulten Kontaktbeständen, wo wir aufgrund unserer Recherchen in Presseberichten davon ausgehen können, das es sich hier noch mal zusätzlich um mehrere zig tausend Tiere handelt.
Dazu kommen 560.000 Eintagsküken, die man vernichtete, da sie unverkäuflich waren und 7500 Küken, die nach einer mehrtägigen Irrfahrt um die Welt am verhungern wieder in Frankfurt landeten und dort getötet wurden – zusammen sind das gesichert 1.249.280 vernichtete, gesunde Tiere plus die ungesicherten Kontaktbestände – also unter Umständen an die 2 Mio Tiere, die wir in 3 Monaten vergast und weggeworfen haben.
Schauen Sie sich die Fallzahlen im Einzelnen an:
link
All das ist weit davon entfernt, eine echte Seuche zu sein und die eindrucksvolle Begriffswahl von Seuche über Pest, Epidemie und Pandemie  (die, da H5N8 noch nie auf einen Menschen überging ohnehin die falschen Begriffe sind)  bei Veröffentlichungen seitens der offiziellen Stellen sind einzig gewählt, um eine Dramatik in ein natürliches Geschehen zu implantieren, die es so nicht gibt.

Andernfalls ließe sich dem Steuerzahler wohl auch schlechter verkaufen, wofür 60 Mio. Forschungsgelder verschleudert wurden und mehrere zig Millionen Entschädigungszahlungen an die Massentierhaltungen erforderlich sind.
Ich würde mir wünschen, dass Sie gerade als Heilpraktiker, die Sie eine ganzheitliche Sicht auf natürliche Vorgänge haben sollten, kritischer mit dem Thema umgehen.
Auf diesen Seiten finden Sie eine Vielzahl an Zahlen, Daten, Fakten und wissenschaftlichen Abhandlungen, die Ihnen umfangreiches Material für eine kritischere Hinterfragung des Themas erlauben:
links
Mit freundlichen Grüßen

__________________________________________________________________________

Brief von Sil im Hüfo7.2.2017 an Ihre Tageszeitung

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit nun mehr als drei Jahrzehnten kaufe ich mir sechsmal pro Woche die PNP im örtlichen Lebensmittelgeschäft, habe nur aus dem einen Grund kein Abo, weil die Zeitung zu uns mit der Post käme und die Post hier erst nachmittags im Briefkasten landet, und ich ärgere mich sehr darüber, dass das Geschehen rund um die aktuellen Vogelgrippefälle für „meine“ Zeitung so gar keine Reaktion wert ist. Nun also ist die Tatsache, dass wegen der herrschenden Stallpflicht demnächst keine Eier von eingestallten Tieren mehr als Freilandeier verkauft werden dürfen, immerhin eine Meldung mit einem Bild bunter Hennen auf grüner Wiese wert. Dass da schon seit drei Monaten ein Etikettenschwindel (immerhin nach der Gesetzeslage legal, aber eine falsche Deklaration bleibt es trotzdem) betrieben wird, wird vornehm unter den Tisch gekehrt. Warum haken Sie nicht einmal nach, warum Bayern landesweit eine vorsorgliche Stallpflicht ausgesprochen hat, obwohl das FLI eine solche Maßnahme lediglich für Risikogebiete empfiehlt? Warum werden fortschrittliche und verantwortungsvolle bäuerliche Betriebe, die ihrem Geflügel ein lebenswertes, artgerechtes Leben ermöglichen und gleichzeitig qualitätsvolle Lebensmittel erzeugen wollen, genau wie sämtliche Hobbygeflügelhalter Bayernweit und beinahe Bundesweit gezwungen, ihren Tiieren Licht, Luft, Bewegung und generell Lebensqualität vorzuenthalten? Doch nur zum Schutz einer Industrie, die Lebewesen zu Produkten degradiert, für die Vokabeln wie „Tierschutz“ und Artgerecht“ nur Synonyme sind für „Mehrkosten“ und „Gewinnverlust“, die Lebewesen zu zigtausenden mit möglichst wenig Luft dazwischen (Platz ist Geld) in Hallen pfercht und die Eier, Küken, Schlachtkörper und Schlachtabfälle, billigst (unter anderem aus Schlachtabfällen) hergestelltes Futter und nicht zuletzt den mit den Kadavern von während einer Masteinheit verendeten Tieren, Medikamentenrückständen und Krankheitserregern durchsetzten Mist rund um den Globus verschiebt. Diese Industrie ist es selbst, die jedem Grippeerreger beste Bedingungen zum Überleben und sogar zur Mutation bietet, denn in der Enge der Masthallen ist eine Weitergabe von einem Tier zum anderen kein Problem, in den durch gezielte Zucht auf maximalen Fleischansatz, (egal ob bei Huhn, Ente oder Pute) wenig widerstandsfähigen Organismen der Masttiere ist kaum Widerstand durch ein intaktes Immunsystem zu überwinden und in der allmählich anwachsenden Schicht aus Exkrementen kann er lange überleben. Ein Transit in Jetgeschwindigkeit von einem Ende der Welt zum nächsten ist im Service dann inclusive. Aber anstatt da einmal ernsthaft nachzuforschen, wird weiterhin Panik verbreitet und der wilde Zugvogel zum Tatverdächtigen Nummer eins gemacht, und zwar mit so schwerwiegenden Argumenten von Seiten des FLI wie „sehr wahrscheinlich“ oder „kann nicht ausgeschlossen werden“. Wäre es von politischer und wirtschaftlicher Seite aus nicht sinnvoller, einmal wirklich Ross und Reiter beim Namen zu nennen und dann an der richtigen Stelle bei der Bekämpfung anzusetzen, anstatt Millionen von Freilandgeflügel vorbeugend in Sippenhaft zu nehmen? Nicht einmal Fachleute halten das für angemessen? Ist es wirklich notwendig, allein auf einen Verdacht hin zigtausende von klinisch unauffälligen Vögeln auf einmal zu töten und als Müll zu entsorgen? Und es reicht tatsächlich allein der Verdacht, nicht mal die positive Bestätigung wird vor einer Keulung abgewartet. Mußte es tatsächlich soweit kommen, dass ein Landrat sich vor die Medien stellt und ohne rot zu werden lügt, nur um irgendwie zu rechtfertigen, dass der komplette Vogelbestand eines kleinen Parks, einschließlich Kanarienvögel(!!) im Zuge einer völlig entgleisten Hysterie umzubringen und zu entsorgen war? Der Umgang mit der Vogelgrippe ist zu einem Armutszeugnis für unsere Zivilisation und unsere Gesellschaft verkommen, und zwar zu einem erbärmlichen.

Sie als Zeitungsverlag hätten weit mehr als der Normalbürger die Möglichkeit, Hintergründe zu recherchieren, Behauptungen zu hinterfragen und hoffentlich politisch und insbesondere von der Geflügelwirtschaft unabhängiger als gewisse Bundesinstitute sollte es Ihnen auch möglich sein, ehrliche Fakten zu veröffentlichen.

Mit freundlichen (und hoffnungsvollen) Grüßen

__________________________________________________________________________

13.1.2017 S.K. an den Landwirtschaftsminister NS

Sehr geehrter Herr Meyer!

Es kann doch nicht Ihr Ernst sein, sich zusammen mit weiteren Ministern für die Verbrauchertäuschung bezüglich der Freilandeier stark zu machen. Auch während der 12-Wochen Frist ist dies schon gelogen, sich aber für eine Ausweitung dieser Frist einzusetzen macht mich fassungslos. Warum wird nicht durch einen Stempel auf dem Eierkarton vermerkt dass die Hennen zur Zeit der angeordneten Stallpflicht unterliegen? Das wäre dem Verbraucher gegenüber fair.
Dass die Maßnahmen bezüglich der Vogelgrippe zum grossen Teil völlig unsinnig und reiner Aktionismus sind, dürfte Ihnen klar sein….hoffe ich.
Mit freundlichen Grüßen, S.K.

Antwort vom 6.2.2017:

Sehr geehrte Frau K.,
Vielen Dank für Ihre Mail. Keinesfalls akzeptiert das Ministerium eine falsche Deklaration von Freilandeiern. Auch wenden wir keine Tricks an wie die virtuelle Aufhebung der Stallpflicht für einen Tag, wie es Baden-Württemberg gemacht hat. Vielmehr folgen wir gemeinsam mit dem Handel und den Geflügelzüchterverband genau ihrem Vorschlag, dass Freilandeier als Bodenhaltungseier mit dem Aufdruck, dass sie der Stallpflicht unterliegen, gekennzeichnet werden. Nicht akzeptiert wird, dass ohne Kennzeichnung Freilandeier nach Verstreichen der gesetzlichen Fristen ohne eine solche Kennzeichnung im Handel sind.

In der Tat teilt der Minister nicht die These von „Wildvögeln als allein Schuldigen“. Deshalb müssen verschiedene Übertragungswege betrachtet werden. Seien Sie versichert, dass der Minister nicht einseitig handelt und auch nicht mögliche Übertragungswege in der Geflügelwirtschaft ausspart. 

Dem Minister liegt die Freilandhaltung aus Tierwohlgründen zurecht sehr am Herzen und er hat daher trotz erheblichen Drucks der Opposition auch keine landesweite Aufstallung wie in anderen Bundesländern verhängt. Im Gegenteil hat er die dafür zuständigen Landkreise in der letzten Woche gebeten, die pauschalen Aufstallungen zu beenden und maximal in den Gebieten Teilaufstallungen zu verhängen, wo ein besonderes Risiko besteht. Wo es geht, sollen nach Willen des Ministers die Hühner also wieder raus.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. A.D.

Niedersächsisches Ministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Leiterin des Ministerbüros
Calenberger Str. 2
30169 Hannover

________________________________________________________

Gesendet: Sonntag, 29. Januar 2017 um 08:55 Uhr
Von: Ilka Gohla
An: Dr Robert.Habeck
Cc: Dr. Brechtel und XXXX
Betreff: Herr Dr.Habeck und meine Person in gemeinsamer NDR-Präsenz/Schleswig-Holstein Magazin


Geehrter Minister Herr Dr. Habeck,
ich möchte den gestrigen NDR-Bericht zum Anlass nehmen, Sie persönlich zu kontaktieren und mitzuteilen, was ich als Gast dem gestrigen wissenschaftlichen Symposium an Chancen für eine gemeinsame Lösungsfindung entnommen habe.

Meine besondere Hochachtung gilt dabei dem Referentenbeitrag von Herrn Dr. Brechtel, welcher als verantwortlicher Landrat im Präzedenzfall Wörth die Bereitschaft repräsentiert, sich neuen Denkweisen zu öffnen und sich damit bürgernah im Austausch mit namhaften Experten aus der Wissenschaft auf konstruktive Lösungsfindung begibt. Für dieses vorbildliche demokratische Handeln wurde er im Wissenschaftspark zu Recht von allen Teilnehmern einheitlich als besonderer Ehrengast gefeiert.

Die gestrigen Erkenntnisse im interdisziplinären Austausch haben uns allen vor Augen geführt, wie wichtig eine wissenschaftliche Betrachtung der Gesamtsituation ist und ich möchte Sie – als denjenigen den auch ich mit meiner Wählerstimme für eine tier- und verbraucherorientierte grüne Umweltpolitik bestätigt habe – hiermit bitten, das Gespräch dieser Art ebenfalls aufzunehmen, damit das „elendige Verrecken“ sowie sämtliche krankheitsförderlichen Haltungsbedingungen im Ganzen, welche wir alle gemeinsam unerträglich finden, ein rational herbei geführtes Ende finden.

Als studierter Philosoph sind Sie nicht nur mit demokratischen Prozessen und Partizipation bestens vertraut, sondern auch mit der Rhizom-Theorie von Deleuze und Guattari: Herrn Dr. Brechtel ist es gelungen, über seinen Schatten zu springen und die baumartige Wissensorganisation bezüglich der Vogelgrippe zu verlassen.

Bitte kommen auch Sie diesem Schritt Herrn Dr. Brechtels nach und öffnen sich einer akademischen, demokratieförderlichen und damit gemeinsamen Lösungsfindung durch konstruktive Gespräche.

Ich verbleibe mit der Bitte um Stellungnahme und einem freundlichen Gruß

an Sie und auch dem Landrat Herrn Dr. Brechtel sowie meinem lokalen politischen Ansprechpartner in cc,
lka Gohla

Link zum Schleswig-Holstein Magazin vom 28.1.2017 http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Gefluegelpest-Aktionsbuendnis-laedt-zu-Symposium,shmag44028.html

__________________________________________

am 25.1.2017 eine Aktive des AVF an Bundesminister Schmidt:

Sehr geehrter Herr Bundesminister Schmidt
Da ich meine Tiere in Baden-Württemberg aufstallen muß, obwohl schon ewig nicht mal ein infizierter Spatz gefunden wurde, habe ich mal meinen Computer beschäftigt um rauszubekommen was da so läuft.
Es sind ja hauptsächlich Puten betroffen und da bin ich darauf gestossen, dass es hier ein „Testprodukt“ in den Ställen ist.
Frage an Sie: Sind es diese Neuzüchtungen denen wir das Vogelgrippetheater zu „verdanken“ haben?
Hier meine Fundstellen im Internet:
Zu den Puten:

http://www.duesse.de/tierhaltung/gefluegel/versuche/puten/2014_neue_putenlinien.pdf
Im Vergleich zu der in Deutschland am häufigsten vorkommenden Putenlinie BUT6 wurden zwei neue Hybridlinien TP7 und Prestige getestet. Dabei sollte überprüft werden, ob die neuen Putenlinien eine Verbesserung der Gesundheit, insbesondere der Darmstabilität und damit der Fußballengesundheit aufweisen. Die Untersuchung erfolgte zu gleichen Umweltbedingungen im Versuchsstall von Haus Düsse, wobei jede Putenlinie mit sieben Wiederholungen á 44 Hähne (308 Tiere je Herkunft) getestet wurde. Bei der neuen Linie TP7 wurde auch gleichzeitig ein neues Futterkonzept überprüft, wonach diese Rasse mit etwas geringeren Eiweißgehalten in den einzelnen Phasen bei gleich guten Leistungen wie die BUT6 zu Recht kommen soll.

http://www.aviagenturkeys.com/de-de/products
Pute:  B.U.T. 6

Der europäische Maßstab für ertragreiche Fleischproduktion. Überdurchschnittliches Lebendgewicht und ausgezeichnete Vitalität sowie Robustheit machen diese Zuchtlinie zur optimalen Basis für die Weiterarbeitung und Produkte mit höherer Wertschöpfung. Über Generationen weiterentwickelt hat sich B.U.T. 6 mittlerweile als europäischer Standard für effizienten Fleischertrag und beachtliche Elterntierleistung durchgesetzt.

Pute: TP7 (Testprodukt 7)
Ein robustes, leicht zu haltendes und ertragreiches Testprodukt für den europäischen Markt. Ihre branchenführende Futterverwertungsleistung und ihr effizienter Brustfleischertrag machen diese Zuchtlinie zur optimalen Basis für die Weiterarbeitung und für Produkte mit höherer Wertschöpfung.

B.U.T. Premium
B.U.T. Premium ist das Produkt der Wahl für Betriebe, die eine leicht zu handhabende mittelschwere Linie benötigen, die höchste kommerzielle Leistung und niedrigste Produktionskosten vereint. Durch den Einsatz marktführender Lebendgewichte, einfaches Management, die beste Futterverwertungs-rate, hohen Fleischertrag und hervorragende Vitalität und Robustheit liefert dieses Produkt insgesamt die besten wirtschaftlichen Erträge.

 http://www.aviagenturkeys.com/de-de/distributors
Vermehrungsbetriebe

Das Vermehrungs-Netzwerk von Aviagen Turkeys besteht aus höchst angesehenen und fortschrittlichen Unternehmen der Geflügelwirtschaft und erstreckt sich über die ganze Welt. Nicholas oder B.U.T. Produkte können direkt von einer Aviagen Turkeys Niederlassung oder einem offiziellen Vertriebspartner bezogen werden. Beide Bezugswege garantieren Tiere der besten Qualität.

Finnland – 1 Betrieb, , Frankreich – 3 Betriebe, Deutschland – 4 Betriebe, davon einer in Baden-Württemberg, Ungarn nicht aufgeführt, Island – 1 Betrieb, Iran – 3 Betriebe, Israel – 1 Betrieb, Italien – 2 Betriebe, Norwegen – 2 Betriebe, Polen – 2 Betriebe, Irland – 1 Betrieb, Russland – 1 Betrieb, Serbien – 1 Betrieb, Slowakei – 1 Betrieb , Spanien – 3 Betriebe, Schweden – 1 Betrieb, Türkei – 1 Betrieb, Vereinigtes Königreich -3 Betriebe, und Andere.

Und in welchen Ländern ist die Vogelgrippe?  Meines Wissens ist  in allen unterstrichenen Ländern die Vogelgrippe und hier sind es eindeutig die Menschen/Transporte und keine Zug- oder Wildvögel!

Zu Baden-Württemberg
Dazu auf der Seite http://www.putenbrueterei-boecker.de/produkte.html
Die Putenküken der schweren Rassen stammen aus deutscher Elterntierhaltung. Wir brüten Putenküken der Zuchtunternehmen Aviagen und Hybrid. (Haben die gar das „Testprodukt im Brüter“)

Soll deshalb die Verlängerung der Stallpflicht in Baden-Württemberg verlängert werden, obwohl schon wochenlang nicht mal ein Wildvögel gefunden wurde?

Das Testprodukt TP7 gibt es hier auch http://www.aviagenturkeys.com/de-de/products/tp7-test-product

Ach ne  http://www.dgs-magazin.de/Gute-Fitness-und-Robustheit-im-Trend,QUlEPTQ4MjgxMDImTUlEPTQ3Mg.html

Die Zuchtunternehmen investieren viel Know-how und Geld darin, die Geschwister der Zuchtkandidaten nicht nur unter optimalen Zuchtstallbedingungen zu testen, sondern direkt in Farmen. So wird geprüft, wie robust und fit die Familien unter Maststallbedingungen sind und ob sie das an Robustheit und Leistungen zeigen oder eben nicht….

http://nutztierpraxis.com/files/nutztierpraxis_template/doc/Die_Putenhaltung_im_Spannungsfeld_2014.pdf
Unter Besatzdichte:    Veterinäramt kann Reduzierung der Besatzdichte anordnen!

Das heißt im Klartext: Sie können ihre Veterinärämter anweisen, die Besatzdichte herunterzufahren bei Neueinstallung.
Ach dabei stellt sich mir die Frage: Warum können gekeulte Betriebe wieder einstallen obwohl wir noch Vogelgrippealarm in fast ganz Deutschland/ja gar Europa haben? Die können munter rein und raus, nach Belieben und bei uns Kleinhaltern wird so ein Theater gemacht!

www.ml.niedersachsen.de/download/95254/Abschlussbericht_Puten-Controlling_.pdf

Seite 42
Die Ergebnisse der Mortalität zeigen eine grundsätzlich höhere Gesamtmortalität in der Hahnenmast durch die verlängerte Mastdauer gegenüber den Hennen. Sowohl im Winter- als auch im Sommerdurchgang liegt diese im Durchschnitt bei 7,3 bzw. 7,6%. Die Hennen hingegen zeigen im Winter eine um 0,2% höhere Durchschnittsmortalität gegenüber dem Sommerdurchgang (1,7%). Es zeigt sich, dass der Anstieg der Kükenverluste im Zeitraum der ersten 10 Lebenstage zwischen Durchgang 1 und Durchgang 2 bei beiden Geschlechtern ähnlich hoch ist (ca 0,5% bei den Hennen bzw. 0,6% bei den Hähnen). Damme (2014) gibt als durchschnittliche Gesamtverlustrate für Putenhennen 3,92% an, für Hähne 10,33% (DAMME 2014).

Das heißt ja wohl, 10 % Todesfälle sind normal, aber wenn ein par Tiere umfallen wird getestet, gekeult und dann festgestellt, sorry….

Da schauen wir doch mal nach Österreich:
http://miko.at/images/stories/fachbibliothek/aufzucht_mast/aufzuchtanleitung.pdf

BESONDERS WICHTIG
Die Lüftung und die Einstreu sind der Schlüssel zu guten Mastleistungen. Viele Probleme werden durch unzureichende Belüftung verursacht, Krankheiten brechen aus oder werden verstärkt.
hier unter Absatz 2.2. „Lüftung in der Mast bei kaltem Wetter“

So wie bei der Aufzucht ist in der Mast in der kälteren Jahreszeit für die Aufwärmung der Luft zu sorgen. Keinesfalls darf kalte Luft seitlich auf den Boden fallen, dies verursacht nasse Einstreu und führt rasch zu Gelenksentzündungen und Verkühlung der Tiere
Absatz 5 Besatzdichte
:  Deutschland und Österreich nicht gleich – aber beide in der EU!!!!

vorausgesetzt die entscheidenden Umweltfaktoren sind bestmöglich auf die Ansprüche der Tiere abgestimmt, können aus fachlicher Sicht Putenhennen mit maximal 55 kg und Putenhähne mit bis zu 60 kg Lebendgewicht pro m² nutzbarer Stallgrundfläche gehalten werden. In Österreich ist die Besatzdichte gesetzlich geregelt. Zu keinem Zeitpunkt dürfen 40 kg/m² überschritten werden

Ab Seite 25! Schadnager, Getreideschimmelkäfer, Wildvögel, andere Tiere
Ratten und Mäuse können sowohl Salmonellen, als auch für Puten gefährliche Krankheiten übertragen
Rund um den Stall (mind. 15 m) sollte das Gras immer kurz geschnitten sein und keine Geräte oder Unrat herumstehen.
Der Getreideschimmelkäfer (schwarz, ca. 5 mm groß) ist ein weit verbreiteter Schädling in der Putenmast, der unbedingt bekämpft werden muss! Die größte Gefahr ist die Übertragung von Krankheiten von einer Herde zur anderen. Die beste Desinfektion ist sinnlos, wenn einzelne Käfer oder Larven überleben – die Keime des Vordurchganges werden durch den Käfer in die neue Herde verbracht. Neben der Krankheitsübertragung frisst der Getreideschimmelkäfer aber auch die Isolierung des Stalles auf. Die Bekämpfung fußt auf zwei Säulen:
9
Der Käfer „wohnt“ während der Mast vorwiegend in der Einstreu, dort ist es warm und daher angenehm für ihn, zudem hat er genügend organisches Material als Nahrung. Sobald die Einstreu auskühlt zieht sich der Käfer seitlich durch kleine Ritzen in die Außenwände zurück und kommt erst bei der nächsten Einstallung zurück. Eine Bekämpfung ist zu diesem Zeitpunkt praktisch nicht mehr möglich.
Fliegen lassen sich nicht zu 100 % aus einem Stall verbannen
Wildvögel aller Art (sowohl Zugvögel, als auch heimische Vögel und Wassergeflügel) haben im Stall nichts verloren
Hunde und Katzen sollten auf keinen Fall Zugang zu den Eingangsbereichen, Ställen und zum Einstreulager haben.
Schweine, Rinder und andere Nutztiere am gleichen Hof erhöhen die allgemeine Keimbelastung.
Von der Haltung von anderem Geflügel am gleichen Hof (Hühner, Wassergeflügel, etc.) oder von Ziergeflügel im Haushalt ist dringend
abzuraten.
Wildtiere und Aasfresser müssen von den Gebäuden ferngehalten werden.
Sollte die Einstreu nicht sofort ausgebracht werden können, muss die Lagerung mindestens 200 m vom Putenstall entfernt erfolgen.
Seite 35 „Schmutz kann nicht desinfiziert werden“  Merkwürdig, in Deutschland sogar Mist!

BESONDERS WICHTIG

Schmutz kann nicht desinfiziert werden!
Die Reinigung vor der Desinfektion ist daher unbedingt notwendig und sehr gründlich zu machen, da es keinen Sinn hat, einen schmutzigen Stall oder schmutzige Einrichtungsgegenstände zu desinfizieren. Der Schmutz deckt die Keime ab und schützt diese vor der vollen Konzentration des Desinfektionsmittels. Die Keime bekommen nur eine geringe Dosis ab und lernen damit umzugehen. Die nächsten Generationen können resistent gegen dieses Desinfektionsmittel aufweisen.
Das Lager für Einstreu und Stroh muss für Nager und Vögel unerreichbar sein.

Seite 61 Der Wasserverbrauch von Puten liegt am Anfang der Mastperiode ca. 2,5 mal so hoch wie der Futterverbrauch, in der mittleren Mastphase ca. doppelt so hoch, zum Mastende mit abnehmender Tendenz.

Hier Futterverbrauch von BUT 6 Puten
Mit 10 Wochen/70 Tage
Hähne Lebendgewicht 7,57 kg, Futter 399 g, Wasserverbrauch 800 ml – 1 Liter
Hennen Lebendgewicht 5,68 kg, Futter 312 g, Wasserverbrauch 624 ml -800 ml
Mit 15 Wochen/105 Tage
Hähne Lebendgewicht 14,55 kg, Futter 554 g, Wasserverbrauch 1,1 Liter
Hennen Lebendgewicht 10,32 kg, Futter 425 g, Wasserverbrauch 850 ml
Mit 20 Wochen/140 Tag                                                                                                                                      Hähne Lebendgewicht 21,33 kg, Futter 665 g, Wasserverbrauch 1,3 Liter
Hennen Lebendgewicht 14 kg, Futter 466 g, Wasserverbrauch 900 ml

Wenn ich mir das so anschaue, brauche ich kein FLI um einen Zusammenhang festzustellen, den diese schon seit 10 Jahren mit viel Zuschuß erfolglos suchen.
Wäre schön, wenn Sie sich mal diese Zusammenhänge anschauen, dabei habe ich noch nicht mal Moorgut Kartzfehn erwähnt, wenn Sie da erst mal suchen würden….Ihnen würden die Haare zu Berge stehen, wetten?

Mit freundlichem Gruß
XXXXXX

 

Wolfgang Otten schrieb an das Bayrische Staatsministerium
und erhielt Antwort:

Sehr geehrte Frau Geier,
Sehr geehrte Herr Minister Schmidt,

Ich halte eine Gruppe von <50 Hühnern, die im Allgemeinen viel Freifläche haben damit sie ihren Bedürfnissen nachkommen können. Seit Verhängung der Stallpflicht sind meine Hühner nun eingesperrt.
Es gibt schon sehr lange Viren auf der Welt und es wird sie wohl auch immer geben. Auch Grippevieren, an der sehr viele Spezies erkranken und auch sterben. In Deutschland fallen jährlich etwa 20.000 Menschen der Grippe zum Opfer. Was sind dagegen denn 600 tote Wildvögel?Anstecken kann sich ein Lebewesen insbesondere, wenn das Immunsystem geschwächt ist und wenn es dem Kontakt einer Kontaminationsquelle ausgesetzt ist. Größere Ansammlungen auf engem Raum begünstigen die Ansteckung. Tieren in einer Massentierhaltung ist leider beides gegeben, schwaches Immunsystem und große Bestandsdichte. Geschwächte Menschen und Tiere sind dabei gefährdeter, als gesunde, kräftige, mit einer guten Immunabwehr. In der Wildvogelpopulation hält sich ein Grippevirus nicht lange. Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, ist bei Menschen in einem überfüllten Bus ja auch höher, als bei einem Waldspaziergang.Viele tausend Hobbyhalter halten robustes, gesundes Geflügel im Freiland. Dass diese sich durch Wildvögel infizieren, krank werden und daran sterben, ist wohl möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Wirklich gefährdet sind die Tiere in der Massentierhaltung und die sollen wir alle schützen.Hobbyhalter halten Freilandgeflügel in erster Linie aus dem Grund, weil sie die Haltungsbedingungen der kommerziellen Geflügelindustrie ablehnen. Ihnen ist das Wohl der Ihrer Tiere wichtig.Von diesen privaten Geflügelhaltern wird nun verlangt, dass sie ihre Tiere einsperren und eine möglichst sterile Umgebung schaffen, damit ein Eintrag eines Grippevirus in einen Geflügel-Massenbetrieb auf ein machbares Minimum reduziert wird. Die Folge ist, dass dieses gesunde, robuste Freilandgeflügel in den engen Ställen krankmachenden Bedingungen ausgesetzt sind. Das Infektionsrisiko steigt nicht nur durch die dichte Haltung, zudem wird auch das Immunsystem geschwächt, weil die Tiere Stress ausgesetzt sind. Man stelle sich eine Schulklasse vor, die über Wochen oder Monate in einen Klassenraum gesperrt wird oder eine Firma in der 20 Kollegen so lange in einem Büroraum ausharren müssen.Diese Art der Solidarität zu erwarten und zu fordern ist perfide. Genauso könnte man von einem Hobbygärtner verlangen, sein gezogenes Gemüse mit Pestiziden zu behandeln, damit keine Raupen in die Gewächshäuser der Gemüseindustrie gelangen können.Viele Hobbyhalter haben keineswegs Angst davor, dass ihre Vögel von dem Virus infiziert werden. Dies ist sehr unwahrscheinlich, wie es Versuche gezeigt haben (Forschungsprojekt „Constanze“ am Bodensee 2006). Auch würden Sie dieses Risiko in Kauf nehmen, damit ihre Tiere frei laufen dürfen. Angst haben müssen sie vor den Maßnahmen der Behörden, denn wie Herr Mettenleiter behauptet, seien Grippeviren in nahezu jedem Gänsebestand nachweisbar, ohne dass es zu Krankheitsfällen komme. NUR: Wenn ein Bestand beprobt wird und sogar eine nur niedrigpathogene Variante des Vogelgrippevirus nachweisbar ist, wird der gesamte Bestand gekeult.Frau Geier, ich frage Sie:
Welchen Nutzen sehen Sie in der Stallpflicht?
Glauben Sie, dass die Stallpflicht eine wirksame Maßnahme ist, damit sich die Vögel der Geflügelindustrie nicht anstecken?Glauben Sie, dass durch Freilandgeflügel, das sich eher an einem lokalen Ort befindet, die Virusausbreitung wesentlich begünstigt wird? Das Virus ist auf unerklärliche Weise in bereits diverse Ställe gelangt, obwohl dort strenge Biosicherheitsmaßnahmen Anwendung finden und obwohl seit Wochen kein Geflügel mehr draußen herumläuft (und obwohl der Vogelzug vorbei ist).Ist es nicht möglich, es den Geflügelhaltern selbst zu überlassen, ob sie ihre Tiere einsperren wollen, oder nicht? Wer Angst vor einer Infektion hat, soll das tun. Und wer das aus Solidarität gegenüber den gefährdeten Großbetrieben tun möchte, auch.Warum muss nicht jeder Betrieb selbst dafür sorgen, dass sein Bestand nicht erkrankt? Ich bin doch auch nicht verpflichtet, meine Söhne gegen Röteln zu impfen, weil Töchter anderer Leute sich infizieren könnten.Ist es in Ihrer Macht, diese Stallpflicht zu beenden? Wenn ja, wann werden Sie das tun? Meine Tiere und tausende andere leiden darunter und ich bitte Sie, diese zweifelhafte Maßnahme zu überdenken und die Stallpflicht aufzuheben.Ihnen ein gesundes und frohes Jahr 2017.Freundliche Grüße
Wolfgang Otten
Die Antwort vom 20.1.2017:

___________________________________________________________________________

Von: Ingo Irmler
Betreff: HPAI H5N8 in Baden-Württemberg
Anlage: Präsentation H5N8

Sehr geehrter Herr Kretschmann,
sehr geehrter Herr Palmer,
sehr geehrte Mitglieder der Landtagsfraktionen
sehr geehrte Vertreter der Presse,
sehr geehrte Tier- und Umweltschutzverbände,
sehr geehrte Rassegeflügelzüchter,
sehr geehrte Kreisveterinäre

zu Schulzeiten hatte mein Biologie-Lehrer (er hieß Winfried
Kretschmann) keine Scheu, jene Dinge beim Namen zu nennen,
über die andere Lehrer nicht gesprochen haben. Meines
Erachtens sollte dies auch bei staatlicherseits verursachten
Missständen gelten.

Obwohl das Auftreten von HPAI H5N8 in Baden-Württemberg
sehr eng auf den Raum Bodensee begrenzt war, wurde am
17.11.2016 vom Ministerium für Ländlichen Raum und
Verbraucherschutz (MLR) eine landesweite Aufstallung für
Geflügel angeordnet. Trotz engstem Kontakt hunderttausender
Wildvögel untereinander war das Seuchengeschehen am
Bodensee bereits nach vier Wochen aus natürlichen Ursachen
deutlich zurückgegangen und ist mittlerweile nahezu völlig
zum Erliegen gekommen.

Hintergrund der aktuell durchgesetzten
Aufstallungs-Anordnung sind Einschätzungen durch das MLR,
die nicht der Datenlage entsprechen und die Überlegung,
dass Wildvögel und ihre Ausscheidungen für die Verbreitung
von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI) verantwortlich
sind. Diese – 10 Jahre nach H5N1 immer noch unbewiesene –
Hypothese ist entweder falsch oder greift als
Erklärungsansatz für die HPAI-Problematik zumindest viel
zu kurz. Bereits 2006 kam die Europäische Kommission zu der
Einschätzung, dass die HPAI nicht von Wildvögeln stammt,
sondern sich in Intensiv-Geflügelhaltungen entwickelt
(2006/437/EG).
Unabhängig davon wurde von den Experten des Environment
Programme der Vereinten Nationen (UNEP) und der Ernährungs-
und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)
zum aktuellen Geschehen am 20.12.2016 ein Statement
veröffentlicht, das die Verbreitung von HPAI H5N8 mit der
Intensiv-Geflügelhaltung und den daraus resultierenden
Transporten und Marketing-Strukturen assoziiert, nicht aber
mit Wildvögeln (im Anhang). Es besteht wissenschaftlicher
Konsens, dass hochpathogene Aviäre Influenza nicht in
Populationen von Wildvögeln oder in Kleingeflügelhaltungen
entstehen kann, sondern die Bedingungen der
Intensiv-Geflügelhaltung benötigt.

Die Stallpflicht geht somit als Maßnahme nicht nur nicht in
die richtige Richtung, sie ist aufgrund ihres Widerspruchs
zu artgerechter Tierhaltung (Tierschutzgesetz §2)
tierschutzrechtlich fragwürdig und es ist bis dato unklar,
ob sie das Risiko eines Eintrags in einen Bestand wirklich
wirksam minimiert. Ein Beispiel hierfür ist das Geschehen
in Niedersachsen in den Kreisen Cloppenburg und Oldenburg,
wo es insgesamt nur einen einzigen HPAI H5N8-positiven
Wildvogel-Fund gibt, dafür aber trotz Stallpflicht und
Biosicherheitsmaßnahmen HPAI H5N8 in mittlerweile fast
einem Dutzend Putenmastanlagen. Aber auch am Bodensee hatte
vor Anordnung der Stallpflicht bereits ein großer Teil des
Seuchengeschehens stattgefunden, ohne dass sich ein Eintrag
von HPAI H5N8 in Freilandhaltungen ergeben hätte.

Ich möchte Sie hiermit bitten, sich die beigefügte
Präsentation zu der Problematik anzuschauen und die HPAI
H5N8-Thematik und den Umgang damit öffentlich zu
diskutieren. Es ist anzunehmen, dass das MLR die
Stallpflicht trotz ihrer erheblichen negativen Auswirkungen
auf die Tiere Ende Januar selbst ohne konkrete Seuchengefahr
landesweit verlängern wird. Dabei zeigt gerade der jüngste
Fall beim RGZV Wörth, das auch Entscheidungen mit Augenmaß
möglich sind.

Noch wichtiger aber ist eine ergebnisoffene Diskussion und
Untersuchung der Verbreitungsmechanismen von HPAI, so dass
Maßnahmen entwickelt werden können, die die Risikofaktoren
für die Entstehung von HPAI in der Intensiv-Tierhaltung
minimieren. Seit H5N1 im Jahr 2005 wurden diesbezüglich
keine wirklichen Fortschritte erzielt. Dabei ist mit hoher
Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass in absehbarer Zukunft
humanpathogene Erreger-Stämme wieder auftreten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ingo Irmler
Diplom-Biologe

_______________________________________________________________________________

Brief an die Grünen von kennyfastnet #9860 im Hüfo 13.1.2017:
Liebe Aktive , ich bedanke mich ganz herzlich für eure Arbeit. Heute möchte ich mich auch mal beteiligen mit einem Brief an die Grünen, es ist ja bald Wahl. Da ich bei weitem nicht so informiert bin wie ihr, wäre es schön, wenn jemand Zeit hätte den Brief „eines einfachen mit der Materie nicht so vertrauten Wahlbürgers“ an die BundesPartei, die LandesPartei und den Kreisverband auf grobe Fehler durchzulesen, weil es kontraproduktiv wäre , wenn ich Stuss behaupte. Ist leider ziemlich lang: 1,5 DiNa 4 Seiten. Danke
Sehr geehrte Damen und Herren von den Grünen,
ich bin seit Urzeiten grüne Stammwählerin wie meine ganze Familie. Seit einiger Zeit befürchte ich allerdings meine politische Heimat zu verlieren, was angesichts der kommenden Wahlen traurig für mich ist. Der jüngste Anlass ist der Umgang vieler grüner Verantwortungsträger mit der Vogelgrippe. Hier wird die mächtige Agrarindustrie unverhältnismäßig auf Kosten artgerechter Klein- und Freilandhaltungen geschützt, indem bisher freilaufenden Hühnern, Enten und Gänsen durch die Stallpflicht in den meisten Fällen qualvolle Aufstallung verordnet wird, die im übrigen keinerlei Wirkung bei der Bekämpfung der Vogelgrippe zu zeigen scheint, wenn zeitgleich in hermetisch abgeriegelten Industrieställen trotzdem immer wieder Ausbrüche auftreten. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass gar nicht die beschuldigten Wildvögel die Vogelgrippe nennenswert weiterverbreiten – die Vogelzugrouten widersprechen dieser Theorie ohnehin in vielen Fällen und Wildvögel kommen bestimmt nicht in diese Ställe. Der für die Massentierhaltung pikante Verdacht, dass die Transportwege der Geflügelindustrie, das Futter oder die Ausbringung des Mistes aus den Massentierhaltungen auf die offenen Felder, der ja zudem auch noch antibiotikaverseucht ist, zumindest maßgeblich mitverursachend sein könnte, wird vom staatlichen, federführenden Institut FLI nicht ernsthaft untersucht. Das verwundert auch nicht weiter, wenn man die Verquickung des FLI – umfeldes mit der Industrie sieht. Stattdessen werden Kleinhalter, die eine Alternative zu Fleisch und Eiern aus Qualhaltungen suchen und die zudem sehr oft gefährdete Nutztierarten halten und damit dem Monopol der uniformen Lohmann- und Konsortenhybridzuchten etwas entgegensetzen, gezwungen, selber nicht artgerechte Haltungsformen in engen Ställen und überdachten Volieren zu praktizieren. Die ansonsten ziemlich robusten Freilandhühner werden hier verhaltengestört , gehen aufeinander los und werden krank. Da Kleinhalter keinen Kontakt zu Massentierhaltungen haben, kann diese Haltung auch keinen Schutz für die Industrie sein. Stattdessen geben viele alternative Haltungen einfach frustriert auf zum Teil auch, weil sie sich die Übergangsbauten für die Stallpflicht finanziell, zeitlich und räumlich nicht leisten können. Das dürfte den Massentierhaltungen nicht die Tränen in die Augen treiben ,zwecks Ausweitung des Nahrungsmittelmonopols – ein netter Nebeneffekt. Wie ich mitbekommen habe, beschäftigt sich das FLI jetzt auch mit der Konservierung von Hahnensperma seltener Rassen. Eine Wiederbelebung dieses Genmaterials durch Kleinhalter ist wohl eher nicht zu erwarten….Monsanto lässt grüßen.
Hinzu kommen die lebensverachtenden und unethischen Massenkeulungen ganzer Geflügelbestände, die auch Geflügelzuchtvereinen und Kleinhaltungen drohen, wenn irgendein H5…Virus Antikörper in einem der Tiere nachgewiesen wird. Diese Antikörper sind z.B.in gesunden Entenbeständen vollkommen normal, wie selbst der Leiter des FLI zugibt. Diese Tiere haben im Laufe ihres Lebens einfach eine Resistenz gegen den Grippevirus durch das Überleben einer ungefährliche, harmlosen Form der Krankheit erlangt. Es werden dann aber oft alle Tiere, ob gesund oder nicht gekeult, was dem Tierschutzgesetz gänzlich widersprechen dürfte.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich wenigstens die Grünen trauen, sich der Agrarlobby entgegenzustellen und den Wahnsinn der allgemeinen Stallpflicht, die Massenkeulungen gesunden Geflügels, der Behinderung alternativer Haltungsformen, wo sie die Möglichkeiten haben, entgegenstellen. Das tun sie bisher nicht, sondern unterstützen diese Ungeheuerlichkeit auch in Ländern, in denen Grüne mitregieren und wiederholen die gleichen uniformen Verlautbarungen des FLI mit den schuldigen Wildvögeln unreflektiert, der übrigens auch vom NABU und der Albert-Schweizer- Stiftung und sehr vielen ernstzunehmenden Wissenschaftlern widersprochen wird.
Es gäbe eine ganz einfache Methode, die Vogelgrippebedrohung zu stoppen. Abschaffung der Massentierhaltung, in der die Grippeviren wegen der Enge viel schneller mutieren und in denen nach einhelliger wissenschaftlicher Meinung, die gefährlichen Virenmutationen entstanden sein dürften. Das würde zusätzlich das Klimawandelproblem entschärfen, die Gesundheitskassen durch weniger Fleischkonsum fördern, die Überdüngung der Felder stoppen. Ich weiß, dass die Grünen dazu nicht die Macht haben. Aber der Stallpflicht für artgerechte Haltungen könnten sie entgegentreten statt die Halter weiter so in die Enge zu treiben, dass der Geflügelindustrie das Feld überlassen bleibt.
Ich hoffe auf eine zufriedenstellende ehrliche Antwort. Die einzige Partei, bei der ich bisher zumindest auf Landesebene eine Ablehnung der Stallpflicht für Kleinhaltungen gefunden habe , war leider die AfD, die ich ansonsten wahrlich nicht schätze. Das sollte Ihnen sehr zu denken geben.
Mit freundlichen Grüßen

___________________________________________________________

Brief an Landrat Brechtel, Germersheim 9.1.2017

Betrifft Wörth

Sehr geehrter Herr Landrat Brechtel,

beim SWR haben Sie sinngemäß gesagt, dass LPAI H5 Menschen gefährde und bereits welche daran gestorben seien.
Hier sind Sie definitiv falsch informiert worden.
Dies ist natürlich fatal, wenn Sie unter Umständen bei Ihren Entscheidungen diese falschen Informationen zu Grunde legen.

 LPAI H5, der Subtyp, der in der Geflügelanlage in Wörth vermutet wird, konnte noch niemals je irgendwo in der Welt
bei einem Menschen nachgewiesen werden.
Und gestorben ist daran schon gar niemand.

 Was Sie meinen, ist ein HPAI H5 (N1) Subtyp – wo in der Tat bereits 2006 mit H5 N1 Menschen betroffen waren.
 HPAI H5N1 war aber ein hochpathogenes Virus – ganz anders, als der LPAI Subtyp H5, der hier vermutet wird.

Um einen bildlichen Vergleich herzustellen, können Sie sich ein HPAI H5 Subtyp Virus vorstellen wie eine ausgewachsene Grippe.
Das LPAI H5 Subtyp Virus entspräche in diesem Bild etwa einem grippalen Infekt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der grippale Infekt zu einer Grippe wird, ist mehr als gering.
Der „grippale Infekt“ ist m.W.  keine Geflügelpest, sondern lediglich ein aviärer Influenza Nachweis.
Als Geflügelpest werden nur die HPAI Varianten bezeichnet.   

 Angesichts der Aussagen des FLI hätten insbesondere die auf der Anlage vorhandenen Hühner und Puten innerhalb von
ein oder zwei Tagen infiziert und ebenso schnell mit nahezu 100%iger Mortalität umgefallen sein.
Denn besonders Hühner und Puten gelten als extrem empfindlich für HPAI H5N8.

Da dies nicht der Fall war und ist und weil kein einziges Tier auf der Anlage irgendwelche Symptome zeigt,
ist die hochpathogene Variante so gut wie ausgeschlossen.

Was spricht Ihrer Ansicht nach dagegen, allein die positiv beprobten Tiere zu töten
(was ich persönlich zwar auch für völlig überflüssig hielte, aber noch verständlich fände, wenn Sie so entscheiden)
und den Rest des Bestandes unter strenge Quarantäne und Beobachtung zu stellen?

 Insbesondere wenn man bedenkt, dass Prof. Dr. Dr,. h.c.Mettenleiter in seiner Eigenschaft als Leiter des FLI persönlich gesagt hat,
dass LPAI völlig normal in Wassergeflügel vorkommt und in nahezu jedem Wassergeflügelbestand nachgewiesen werden kann.

 Folge ich dieser Feststellung, dann müssten unsere Behörden ja nur alle privaten Wassergeflügelbestände in De. beproben
und schon haben Sie es in der Hand, sämtliches privates Hausgeflügel in Deutschland komplett auszurotten.

Das kann doch nicht wirklich in Ihrem Sinne und im Sinne der Behörden sein?

Wenn ich Ihre obige Erwähnung zu LPAI H5 betrachte, dann habe ich den starken Verdacht,
dass man Sie aus Versehen oder vorsätzlich unvollständig oder falsch informiert hat.

 Ich würde Sie bitten, bevor Sie so schwerwiegende Entscheidungen treffen,
nicht nur auf „Fachinformationen“ von einer Seite zu vertrauen – zumal ich voraussetze, dass es Ihnen auch keine Freude bereitet,
gesunde Tiere sinnlos töten und wegwerfen zu lassen.

Als wie hoch gefährlich diese Krankheit von der Geflügelindustrie selbst angesehen wird, kann man besonders schön
erkennen, wenn man sieht, wie hier in Sperr- und Beobachtungsgebieten mit Geflügelmist umgegangen wird – völlig ungeniert
und bei helllichtem Tag – quer durch die Dörfer – diese Aufnahmen sind von heute! :
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/uebertragungswege-interessante-ueberlegungen/

Mit freundlichen Grüßen

_______________________________________________________

Konich an seinen Amtsveterinär
(Hühnerforum # 8200

Neuer Brief an meinen Amtsvet……..

Sehr geehrter Herr Dr. xxxx,

zunächst vielen Dank für Ihre freundliche rasche Antwort auf mein vorheriges Schreiben.

Nun ist es so, dass ich Ihre persönliche Meinung zum Vogelgrippegeschehen natürlich nicht kenne, allerdings sehe ich ein, dass Sie sich mit Ihrer Meinungsäusserung und erst recht mit Ihren Empfehlungen an gewisse Vorgaben aus den Ministerien halten müssen und Ihr eigener Ermessensspielraum wahrscheinlich begrenzt ist.

Ganz unkommentiert kann ich Ihr Schreiben jedoch nicht lassen, denn Sie stützen sich auf Gesetzesvorgaben und Empfehlungen, die zwar aktuell nun einmal stehen, allerdings viele Zweifel und Fragen aufwerfen.

Das Friedrich -Löffler-Institut steht nicht nur bei den Gegnern der Stallpflicht, sondern auch bei vielen anderen Wissenschaftlern, Ornitologen und sogar ausländischen Instituten, die sich mit Tierseuchen beschäftigen, mit seiner Meinung, dass Wildvögel für Einschleppung und Übertragung der Vogelgrippe verantwortlich sind inzwischen schon fast isoliert da.

Nach den neusten Fällen in Oldenburg und Cloppenburg versucht man diese Behauptungen inzwischen sogar in Politik und Wirtschaft zu verwässern, in dem man sagt, dass man einfach nicht genau weis wie das Virus in die eigendlich hermetisch abgeschlossenen Ställe kommt. Gerade heute lese ich das Statement auch von unserem LW Minister Meyer. Und das nach 10 Jahren „intensiver“ Forschungsarbeit und Millionen von verbratenen Forschungsgeldern seitens des FLI. Die Theorien von Wind, Nagern, Hunden und Katzen sowie verunreinigten Luderplätzen werden bemüht. Gleichzeitig sieht man Bilder wie gekeulte Puten in offenen Baggerschaufeln frei in Container gekippt werden……..welch eine Farce.

http://www.ndr.de/nachrichten/nieder…elpest524.html

Auch sah man sich in all den Jahren nicht in der Lage, die Handelswege als mögliche Übertragungswege zu untersuchen? Ich behaupte einfach mal, dass man dazu nicht Willens war. Die Stallpflicht betrifft als Maßnahme nur Klein – Hobby – und Freilandhalter, die Biozidsicherheitsmaßnahmen werden bei den grossen Massentierhaltern sowieso immer durchgeführt. Was denen bleibt ist der Vorteil während einer Geflügelgrippe“epedemie“ von der Tierseuchenkasse und dem Steuerzahler Entschädigungen zu bekommen. Ein Schelm wer böses dabei denkt! Ebenso bei der Verquickung des FLI und dessen Vorsitzenden mit Politik und Wirtschaft! Ein unabhängiges Institut wäre zumindest für die Risikobewertung wünschenswert, das FLI sollte sich auf die Diagnostik beschränken müssen!

Wo ist denn nun der Zusammenhang zwischen Wildvögeln und dem Ausbruch in den hermetisch abgeriegelten Ställen? Selbst wenn man nun zurück rudert und behauptet, dass die Ställe ja nun nicht so ganz 100% abgeriegelt werden können, was nutzt dann die Aufstallung in Volieren bzw in den viel weniger dichten Ställen der Hobbyhalter?

Wo ist denn die Epedemie unter Wildvögeln, wenn immer nur vereinzelte positive Befunde gemeldet werden, es aber hundert Millionen von Wildvögel auf der Durchreise gibt? Wieso wird eigendlich die Todesursache der positiv getesteten Vögeln gar nicht untersucht, sondern jeder Nachweis bei einem toten Vogel gilt als Vogelgrippeopfer (gerade bei den Raub und Assfressern)? Wieso werden z.B auch bei dem im Zoo positiv getesteten Pelikan oftmals nur negativ getestete Mitbewohner gefunden, wäre das bei unserem Geflügel mit Auslauf nicht ähnlich, dass nur einzelne gesc Tiere wenn überhaupt betroffen wären? Wieso kommt es in den Massentierställen zu epedemieartigen Ausbrüchen, liegt es nicht gerade an den miesen Haltungsbedingungen dort? Wieso sollen wir unser Geflügel einsperren, wenn doch gerade Sonnenlicht (UV) den Erreger am besten abtötet. Ganz zu schweigen von anderen Krankheiten und Immunschwächungen, denen wir unsere Tiere aussetzen sollen?

All diese Fragen und Wiedersprüche werden ihnen wahrscheinlich bekannt sein und ich verstehe auch, dass Sie selbst auch wenn Sie diese ebenso sehen sich trotzdem an die bestehende Gesetzeslage halten müssen ( wie wir Halter ja auch). Der Grund warum ich Ihnen dennoch darüber schreiben MUSS, ist jedoch, dass wir das nicht ohne Wiederspruch hinnehmen dürfen, unsere Zweifel und Proteste müssen kund getan werden. Vielleicht – hoffentlich – (auch wenn Sie das hier nicht sagen dürften) hegen Sie selbst auch Zweifel an den Maßnahmen und Vorgehen, darin möchte ich jeden bestärken.

Ich selbst engagiere mich mit dem „Aktionsbündnis Vogelfrei“ für eine andere Sichtweise auf die Vogelgrippe, die endlich einmal andere Theorien verfolgt als die „Wildvogeltheorie“ und die zumindest eine vorsorgliche Stallpflicht wie in unserem Kreis ( wir haben keinen einzigen Fall von Vogelgrippe, wir haben auch wenig Risikogebiete) als völlig ungeeignete, vielleicht sogar kontraproduktive Maßnahme ansieht.

https://aktionsbuendnis-vogelfrei.jimdo.com/ hier können Sie Informationen zum Bündnis aber auch viele alternative Hintergrundinformationen zur Geflügelgrippe jenseits der derzeitig meist einseitig veröffentlichten erhalten.

Sie selber deuten in Ihrem vorangegangenen Schreiben an mich ja an, dass es für einen Geflügelhalter zur Pflicht geworden sein soll, dass er sein Geflügel zumindest zeitweise auch in Ställen bzw Volieren halten können muss. Ich habe mich mit dieser Aussage geistig nun länger auseinander gesetzt. Ich sehe diese Aussage für mich mit meinen Vorstellungen von artgerechter Geflügelhaltung als nicht richtig an. Meine Art der Haltung ist eine Freilandhaltung in Verbindung nur mit einem Schlafstall, der Schutz vor den Gefahren der Nacht und kurzfristig vor der Witterung bietet. Für einige der bei mir gehaltenen Tiere ( z.B den Cröllwitzer Puten) wüsste ich nicht, was für eine riesige Voliere ich bauen müsste um diese nach meinen Ansprüche „artgerecht“ längerfristig darinzu halten. ( Damit meine ich immer länger als die drei Wochen, die ein Beobachtungs- oder Sperrbezirk eingerichtet wird). Stellen Sie sich vor, die Puten leben bei einigen Zuchtfreunden völlig frei auf dem elektrisch eingezäunten Grundstücken, schalfen gar nachts nur in Bäumen. Da sie bei mir im Stall schlafen sollten, habe ich alleine dafür 6 Wochen gebraucht um sie daran zu gewöhnen! ( jeden abend von den Bäumen pflücken und in den Stall tragen). Bei meinen Hühnern mit Totlegerblut sieht es ähnlich aus.

Da mich Ihr Satz vermuten lassen kann, dass ich eventuell beim nächsten Mal keine Ausnahmegenehmigung bekommen könnte, wird meine persönliche Konsequenz wohl sein müssen, meine Tiere zu reduzieren und zumindest die seltenen Puten und Hühnerrassen gänzlich abzuschaffen. Unser Aktionsbündnis vermutet zwar , dass genau das, zumindest inoffiziell, von der Geflügelindustrie mit der Stallpflicht auch erreicht werden soll, allerdings sehe ich persönlich auch, dass man genau dahin getrieben wird. „Artgerechte Haltung“ ist ja auch ein dehnbarer Begriff, den ich mir aber nicht von einer Industie und Gesetzgebung vorgeben lasse, die eine Haltung von 1 1/4el Schwein oder 35 kg Lebendgewicht bei Puten.auf 1m² als „art- oder tierschutzgerecht“ ausgelobt hat!

Nun würden Sie an diesem Punkt sicher wieder auf den Seuchenschutz, der ja auch Tierschutz ist, hinweisen, auf das „Solidaritätsprinzip“ aller Geflügelhalter usw.. Allerdings verweise ich dann hier noch einmal an den Anfang dieser e-Mail, dass sich die Stallpflicht doch als ein völlig ungeeignetes Instrument darstellt und die wahren Ursachen der Verbreitung gar nicht sicher sind oder vielleicht auch nicht erkannt werden sollen!

Für mich gibt es im Moment nur eine wirklich sinnvolle Maßnahme, die ich neben den angeordneten praktiziere. Ich vermeide jeglichen Kontakt zu fremden Geflügelhaltungen. Besuch, Kauf von Tieren oder sonstiger Austausch und Handel oder was auch immer unterbleibt. Ich wette diese Maßnahme würde die Geflügelgrippe in Deutschland schnell eindämmen aber das ist natürlich undenkbar für die Industrie ;-).

Es würde mich sehr freuen, wenn ich Sie zumindest zum Teil mit meinen Worten erreichen konnte.

Mit freundlichen Grüssen

____________________________________________________________

Schnickchen an Ihre Amtsveterinärin
Hühnerforum #8210

Ich habe nun auch mal wieder eine Mail losgeschickt. Diesmal an unser Pinneberger Veterinäramt:

Sehr geehrte Frau Dr. Lange,

Ich halte eine Gruppe von 14 Hühnern, die im Allgemeinen viel Freifläche haben damit sie ihren Bedürfnissen nachkommen können. Seit Verhängung der Stallpflicht sind meine Hühner nun eingesperrt. Das Ordnungsamt hat sich davon überzeugt, dass die die Tiere ordnungsgemäß aufgestallt sind.

Es gibt schon sehr lange Viren auf der Welt und es wird sie wohl auch immer geben. Auch Grippevieren, an der sehr viele Spezies erkranken und auch sterben. In Deutschland fallen jährlich etwa 20.000 Menschen der Grippe zum Opfer. Was sind dagegen denn 600 tote Wildvögel?

Anstecken kann sich ein Lebewesen insbesondere, wenn das Immunsystem geschwächt ist und wenn es dem Kontakt einer Kontaminationsquelle ausgesetzt ist. Größere Ansammlungen auf engem Raum begünstigen die Ansteckung. Tieren in einer Massentierhaltung ist leider beides gegeben, schwaches Immunsystem und große Bestandsdichte. Geschwächte Menschen und Tiere sind dabei gefährdeter, als gesunde, kräftige, mit einer guten Immunabwehr. In der Wildvogelpopulation hält sich ein Grippevirus nicht lange. Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, ist bei Menschen in einem überfüllten Bus ja auch höher, als bei einem Waldspaziergang.

Viele tausend Hobbyhalter halten robustes, gesundes Geflügel im Freiland. Dass diese sich durch Wildvögel infizieren, krank werden und daran sterben, ist wohl möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Wirklich gefährdet sind die Tiere in der Massentierhaltung und die sollen wir alle schützen.

Hobbyhalter halten Freilandgeflügel in erster Linie aus dem Grund, weil sie die Haltungsbedingungen der kommerziellen Geflügelindustrie ablehnen. Ihnen ist das Wohl der Ihrer Tiere wichtig.

Von diesen privaten Geflügelhaltern wird nun verlangt, dass sie ihre Tiere einsperren und eine möglichst sterile Umgebung schaffen, damit ein Eintrag eines Grippevirus in einen Geflügel-Massenbetrieb auf ein machbares Minimum reduziert wird. Die Folge ist, dass dieses gesunde, robuste Freilandgeflügel in den engen Ställen krankmachenden Bedingungen ausgesetzt sind. Das Infektionsrisiko steigt nicht nur durch die dichte Haltung, zudem wird auch das Immunsystem geschwächt, weil die Tiere Stress ausgesetzt sind. Man stelle sich eine Schulklasse vor, die über Wochen oder Monate in einen Klassenraum gesperrt wird oder eine Firma in der 20 Kollegen so lange in einem Büroraum ausharren müssen.

Diese Art der Solidarität zu erwarten und zu fordern ist perfide. Genauso könnte man von einem Hobbygärtner verlangen, sein gezogenes Gemüse mit Pestiziden zu behandeln, damit keine Raupen in die Gewächshäuser der Gemüseindustrie gelangen können.

Viele Hobbyhalter haben keineswegs Angst davor, dass ihre Vögel von dem Virus infiziert werden. Dies ist sehr unwahrscheinlich, wie es Versuche gezeigt haben (Forschungsprojekt „Constanze“ am Bodensee 2006). Auch würden Sie dieses Risiko in Kauf nehmen, damit ihre Tiere frei laufen dürfen. Angst haben müssen sie vor den Maßnahmen der Behörden, denn wie Herr Mettenleiter behauptet, seien Grippeviren in nahezu jedem Gänsebestand nachweisbar, ohne dass es zu Krankheitsfällen komme. NUR: Wenn ein Bestand beprobt wird und sogar eine nur niedrigpathogene Variante des Vogelgrippevirus nachweisbar ist, wird der gesamte Bestand gekeult.

Frau Lange, ich frage Sie:
Welchen Nutzen sehen Sie in der Stallpflicht?
Glauben Sie, dass die Stallpflicht eine wirksame Maßnahme ist, damit sich die Vögel der Geflügelindustrie nicht anstecken?

Glauben Sie, dass durch Freilandgeflügel, das sich eher an einem lokalen Ort befindet, die Virusausbreitung wesentlich begünstigt wird? Das Virus ist auf unerklärliche Weise in bereits diverse Ställe gelangt, obwohl dort strenge Biosicherheitsmaßnahmen Anwendung finden und obwohl seit Wochen kein Geflügel mehr draußen herumläuft (und obwohl der Vogelzug vorbei ist).

Ist es nicht möglich, es den Geflügelhaltern selbst zu überlassen, ob sie ihre Tiere einsperren wollen, oder nicht? Wer Angst vor einer Infektion hat, soll das tun. Und wer das aus Solidarität gegenüber den gefährdeten Großbetrieben tun möchte, auch.

Warum muss nicht jeder Betrieb selbst dafür sorgen, dass sein Bestand nicht erkrankt? Ich bin doch auch nicht verpflichtet, meine Söhne gegen Röteln zu impfen, weil Töchter anderer Leute sich infizieren könnten.

Ist es in Ihrer Macht, diese Stallpflicht zu beenden? Wenn ja, wann werden Sie das tun? Meine Tiere und tausende andere leiden darunter und ich bitte Sie, diese zweifelhafte Maßnahme zu überdenken und die Stallpflicht aufzuheben.

Ihnen ein gesundes und frohes Jahr 2017.

Freundliche Grüße

P.S. Sollten Sie nicht der richtige Ansprechpartner in dieser Sache sein, bitte ich Sie, diese Mail an die entsprechende Stelle weiterzuleiten.

____________________________________________________________

Offener Kommentar auf die Veröffentlichung
im Deutschlandfunk vom 27.12.2016

Impfen statt töten?

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,
sagen Sie, glauben Sie eigentlich noch selbst, was Sie da reden?

Zitat Deutschlandfunk:
„Dass im Agrarland Schleswig-Holstein die Vogelgrippe bislang nur in drei verschiedenen Betrieben festgestellt wurde, führt der hiesige Landwirtschaftsminister Robert Habeck auf seine strikten Maßnahmen zurück: Landesweit gilt Stallpflicht für Geflügel,….“

…wie erklären Sie sich dann folgende Fakten und Zusammenhänge:

  1. Sie reden von 3 Ausbrüchen – Tatsache ist, es gab vorübergehend in den FLI Fallzahlen 4 Ausbrüche, nämlich auch den Bestand von 110 Enten, Gänsen und Puten, die wegen H5N8 gekeult wurden, jetzt aber plötzlich bei FLI als „Seuche erloschen“ oder „Verdacht hat sich als unbegründet erwiesen“ aus der Liste verschoben wurde. Da Sie jetzt nur noch von 3 Beständen reden, gehe ich davon aus, das zweites der Fall war? Sie haben also den Lübecker Bestand „versehendlich“ unnötigerweise vernichtet?
  2. Bei den anderen von Ihnen genannten 3 Fällen handelte es sich ganz genau um EINEN Fall, in dem das hochpathogene H5N8 Virus festgestellt wurde. Und das betraf die Massentierhaltungsanlage in Grumby. Ein Betrieb also, in dem es niemals etwas anderes gab als Aufstallung, Hygienemaßnahmen vom Feinsten und Luftfilterung. Wie also hat dem Bestand diese Maßnahme in irgendeiner Form genützt? Gar nicht!
  3. die zwei anderen Bestände waren die Gänse in Dithmarschen/Gudendorf und die Hühner, Enten und Gänse in Dithmarschen/Krumstedt. In Gudendorf war kein Tier symptomatisch oder sonst wie krank. Es wurde lediglich ein Ausnahmeantrag für Freilandhaltung gestellt. Im Rahmen des Tests für den Ausnahmeantrag kam raus, dass 50 gesunde Gänse H5N2 positiv sind – also niedrigpathoge Antikörper aufweisen. Und wenn Sie sich an Ihre Veranstaltung vom 1.12.2016 erinnern mögen, dort sagte Ihr Gast Herr Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter persönlich und wörtlich, dass niedrigpathogene Influenza-Antititer in Wassergeflügel normal seien und er in nahezu jedem Wassergeflügelbestand auch ganz normal positive Befunde fände. Also man wusste bereits vor der Beprobung für den Ausnahmeantrag, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei diesen gesunden Gänsen ein positiver Antititer nachgewiesen werden würde. Und trotzdem wurden diese gesunden Bestände dann mal eben vorbeugend gekeult – kerngesunde Tiere – 4020 Stück!
    Der 3. Bestand im Bunde, Krumstedt – ebenfalls NICHT H5N8, sondern H5N2 – niedrigpathogen. Ein einziges Tier positiv beprobt – 99 Tiere vorbeugend gekeult.
  4. Wie erklären Sie sich, dass die unter freiem Himmel gewesenen Gänse offensichtlich die ganze Zeit keine H5N8 Infektion eingefangen haben, obwohl sie doch zu Tausenden mitten zwischen den Wildvögeln liefen, während in Grumby das hochgefährliche Virus in einem Stall auftaucht, in den nicht einmal eine Maus Zutritt hat?

Also, was bleibt nach von 4 in SH gekeulten, laut Ihren Aussagen 3 auffälligen Betrieben? EIN H5N8 ( Betrieb, in dem noch nie eines der Insassen überhaupt je das Tageslicht gesehen hätte, also ein Betrieb, der sowieso immer aufgestallt hat) und 1 Betrieb, wo die Tiere gesund und unbeschwert unter freiem Himmel liefen, bis ihr Besitzer den Fehler machte, einen Ausnahmeantrag zu stellen und ein Betrieb, der gerade mal bei einem Tier ein H5N2 pos hatte – das kostete die Tiere auf einen Schlag das Leben….und dabei war H5N8 gar nicht im Spiel…..

Tolle Bilanz Ihrer „fürsorglichen Tierschutz – Maßnahme“ – und so logisch….

 Zitat Habeck im Deutschlandfunk:
Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete wurden rund um die Fundorte errichtet.

Super! Was glauben Sie, wie sich so ein Keim verbreitet? Denken Sie, dass er da, wo er eine ermordete Ente „verlässt“, sich erstmal eine Runde schlafen legt, um dann eine Woche später „aufzuerstehen“, um dann viele ahnungslose Hühner anzufallen und zu ermorden?
Wenn Sie das wirklich glauben, dann begreife ich auch die angewandten Maßnahmen. Andernfalls sollten Sie entweder Ihre Personalführung überdenken oder aber Ihre Verordnungen.

Warum ich das so sehe? …Nur ein Beispiel:

Geflügelpest: infizierte Eule in Krempel gefunden
Da wird am 19. Dezember eine tote Eule gefunden,
Schnelltest offensichtlich positiv.
Am 23. Dezember stellt das FLI die Eule als positiv auf H5N8 bestätigt bei TSIS ein.
Am 28. Dezember berichtet Boyens Medien und teilt folgendes mit:
Die tierseuchenbehördliche Anordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel für das Gebiet in und um Krempel ist ab kommendem Freitag, 30. Dezember 2016, gültig.“

Sind wir hier eigentlich in Schilda? Am 23. wird dieser „hochgefährliche“ Erreger festgestellt, aber das Sperrgebiet, was wirtschaftlichen Schaden für die Betriebe bedeutet (oder werden sie auch hier entschädigt?), was Hunde- und Katzenhalter einschränkt, was privaten Hobbyhuhnhaltern noch längere Zwangsmaßnahmen beschert – dieses ach so wichtige Sperrgebiet zum Schutz gegen die Seuche wird ganze 11 Tage nach dem Fund des Vogels mal ganz gemütlich eingerichtet. Kann mir mal bitte irgendwer von denen, die für so eine Regelung verantwortlich sind erklären, was der tiefere Sinn hinter dieser Maßnahme ist?

Zitat Deutschlandfunk:
Dem Grünen-Politiker ist aber auch bewusst: Seine jetzige Politik passt nicht so richtig zu dem Versprechen, mit dem er 2012 angetreten war – für mehr Tierwohl zu sorgen!

Bravo! Da allerdings gebe ich Ihnen mal zu 100% recht.

Zitat Deutschlandfunk / Habeck:
„Und das macht mir auch Bauchschmerzen. Und die Argumente derjenigen, die sagen, das ist ein Konfliktthema zwischen Tierschutz und auch den Verbrauchererwartungen an Freilandhaltung, die nehme ich total ernst.

Wenn Sie wirklich glauben, was Sie da von sich geben, dann fange ich an, wirklich Mitleid mit Ihnen zu haben.
Die Verbrauchererwartung an Freiland heisst: „Freiland“ .
Die Verbrauchererwartung heißt mitnichten:
Ich will Freilandeier kaufen, die gar keine sind – Hauptsache es steht auf der Verpackung und ist genau so teuer wie Freiland.
Wenn es Ihnen wirklich um den Verbraucherwillen ginge, dann würden Sie auf „Wahrheit und Klarheit“ bestehen und das bedeutet, an dem Tag, wo Sie die Stallpflicht verhängen, hat auf jeder Eierschachtel, die vorher Freiland war „aus Bodenhaltung“ zu stehen – alles andere ist Augenwischerei – Betrug am Verbraucher.

Zitat Deutschlandfunk/Habeck
„Aber ich bin überzeugt: Wenn die Tiere jetzt nicht in den Ställen wären, würden sie sich in großer Zahl infizieren und müssten elendig verrecken oder müssten getötet werden und das ist noch viel mehr gegen den Tierschutz.“

Sie wissen nicht, wovon Sie reden. 3000 Hühner von 36000 sind in Grumby „elendlich verreckt“ wie Sie so griffig formulieren,  an H5N8 – oder an etwas anderem.
3000 Tiere, die immer, immer aufgestallt und hermetisch von der Außenwelt abgeschirmt waren.
3000 Tiere, die ein elendliches Leben geführt haben von der Sekunde an, als sie aus dem Ei geschlüpft sind und die ihr Leben genau so elendlich beendet haben.
Es gibt nicht ein einziges Huhn aus privater Hobby-Freilandhaltung in ganz Deutschland, welches an H5N8 elendlich verreckt ist.
Und Sie werden mir das Gegenteil dieser Aussage nicht beweisen können, denn das FLI weigert sich ja kategorisch mit politischer Unterstützung, die tatsächlichen Todesursachen der positiv beprobten Tiere festzustellen.

Dafür gibt es unzählige Beispiele von positiv LPAI beprobten Tieren, die klinisch gesund waren, ein fröhliches Leben ohne jede Beschwerde führten, bis das Killerkommando vom Veterinäramt anrückte. Da war es dann aus mit dem guten Leben und die Tiere wurden niedergemetzelt und in den Müll geworfen. Und die, die es noch nicht erwischt hat, die fristen jetzt ein nicht minder trübes, unseliges Leben in ihren Ställen, genau wie jene in den Massenhaltungen, wo das Virus überhaupt so massiv umgeht.

Wo wurden denn allein zwischen Weihnachten und Neujahr haufenweise Bestände mit zigtausenden von Tieren wegen H5N8 niedergemetzelt? Im Freiland? Nein: in Betrieben, in denen wie in Grumby absolut kein Kontakt zur Außenwelt besteht – wo Daueraufstallung die Regel ist – wo nach Ihrer Theorie kein einziges Tier hätte erkranken dürfen.
Aber die neueste These ist ja jetzt gerad in Niedersachsen gefunden: Mäuse könnten infizierte Wildvogelschenkel in die Bestände schleppen…

Sie sollten vielleicht einmal bei so einer Keulaktion selber mit Hand anlegen, selbst die Tiere mit einfangen,  erschlagen, mit Schlachtzangen töten, vergasen etc. und hinterher die Kadaverberge einsammeln – sich das Geschrei anhören, die Panik und Angst erleben, wenn diese Tiere eingefangen werden – Sie sollten sich mal selbst, höchstpersönlich die Hände schmutzig machen – dann wissen Sie zumindest, wovon Sie reden, wenn sie von „elendlich verrecken“ sprechen.

Herr Dr. Habeck, sehen Sie wirklich all diese Widersprüche nicht? Kommen Sie wirklich angesichts dieser Fakten nicht ins Grübeln, ins Hinterfragen?

Was sagen Sie zu:

  • Wie erklären Sie sich, dass besagter Seeadler nicht, wie von der Wildtierärztin gefordert auf Bleivergiftung und Todesursache untersucht wurde, sondern nur nach Beprobung in die Liste der H5N8 Opfer einging, genau wie viele andere Tiere auch, bei denen ganz andere Todesursachen möglich waren?
    https://schleswig-holstein.nabu.de/news/2016/21464.html
  • Wie erklären Sie sich die Erkenntnisse der UN Task Force, die zu dem Schluss kommt, dass globales Geflügel die Geflügelpest bringt? http://wai.netzwerk-phoenix.net/image/PM_WAI_Gefluegelpest_UNO
  • Wie erklären Sie sich, dass wir aus Deutschland mit unseren Eintagsküken, die wir in alle Welt verfrachten, nicht nur Influenza exportieren, sondern auch gleich noch eine Menge anderer Viren und Bakterien mit, die jedes für sich schon so ein kleines Wesen töten können?
    http://www.tandfonline.com/doi/pdf/1…57.2014.952221
  • Wie erklären Sie sich, dass die Wildvogelfunde in Europa aufgereiht wie Perlen auf einer Schnur entlang der Warenwirtschaftswege der Geflügelindustrie gehäuft auftreten und wo es diese nicht gibt, selbst super frequentierte Wildvogelrastplätze völlig frei von toten Vögeln waren?
    Aktuelle Karte mit sämtlichen Wildvogelfunden in Europa
    nach OIE bis 23.12.2016
    Andreas Menz hat eine Karte erstellt, die sehr deutlich macht, dass die auffälligsten Wildvogelfunde entlang der Autobahnrouten liegen (Warenwirtschaftswege)
    In die Karte eingetragen sind alle bestätigten Wildvogelfunde nach Listung beim OIE. Die Einträge entsprechen exakt den beim OIE angegebenen GPS Daten des Fundortes.

Wenn Sie wirklich immer noch absolut überzeugt sind von dem, was Sie sagen, und immer noch nicht der Ansicht sind, dass Sie all jenes, was hier immer wieder kategorisch als die allein seligmachende Antwort vom FLI runtergebetet wird, hinterfragen sollten, dann kann ich nur sagen:
Tun Sie es dem Verbraucher und den Tieren nicht an, weiter in der Politik zu bleiben.

Wenn Sie andere Gründe haben, als jene, die Sie anführen, um diese Verordnung durchzudrücken, dann sollte Ihre Partei sich überlegen, ob Sie wirklich der Mann sind, der grüne Politik vertreten kann.

Wann heben Sie diese unsägliche Aufstallpflicht endlich auf, damit die privaten Hühnerhalter und die wenigen uns noch verbliebenen Freiland-Geflügelerzeuger, die ihre Tiere noch mit Respekt behandeln und in ihrem Geflügel lebende, fühlende Wesen sehen und keine „Produktionseinheiten“, die man beliebig herstellt oder vernichtet, wie es gerade passt, ihren Tieren endlich wieder ein anständiges, tierschutzgerechtes Leben bieten können – und das auch im Sinne des Verbrauchers!  (im übrigen können Sie ja den Verbraucher drauf hinweisen, wer kein Freiland will, soll Wiesenhof kaufen).

Wann hören Sie auf, sich gegen die zu wenden, die versuchen, ihre Tiere anständig zu behandeln und fangen an, diese unsägliche Massentierhaltung abzuschaffen…..

…..wann fangen Sie an, das zu vertreten, wofür ein grüner Politiker stehen sollte!

 

Kirstin Zoller

_____________________________________________

Offener Brief an Dr Habeck 28.12.2016
von Nicolina im Hühnerforum

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,

Sie gaben zur Kenntnis, dass Sie im Sinne des Tierwohls ( http://www.deutschlandfunk.de/vogelgrippe-impfen-statt-toeten.697.de.html?dram:article_id=374896)  deutlich zurück rudern und ich zitiere weiter: 

„Dem Grünen-Politiker ist aber auch bewusst: Seine jetzige Politik passt nicht so richtig zu dem Versprechen, mit dem er 2012 angetreten war – für mehr Tierwohl zu sorgen!

„Und das macht mir auch Bauchschmerzen. Und die Argumente derjenigen, die sagen, das ist ein Konfliktthema zwischen Tierschutz und auch den Verbrauchererwartungen an Freilandhaltung, die nehme ich total ernst. Aber ich bin überzeugt: Wenn die Tiere jetzt nicht in den Ställen wären, würden sie sich in großer Zahl infizieren und müssten elendig verrecken oder müssten getötet werden und das ist noch viel mehr gegen den Tierschutz.“

Was genau nehmen Sie „total ernst“ und bereitet ihnen „Bauchschmerzen“- sind es nicht Ihre Worte, dass der Verbraucher angeblich eine „hygienische Haltung“ fordern würde?

„Müssten“ getötet werden- aufgrund einer Verdachtslage, welche sich in Vechta  ( http://m.oldenburgische-volkszeitung.de/index.php?switch_to_layout=mobile&news=7386) als unsinnig heraus stellte?

Und „eledig verrrecken“- würden meine Tiere sicher nicht- da angeblich so hoch pathogen, wenn infiziert-  diese der Reihe nach tot umfielen.

Oder haben sich infizierte Tiere aus Asien somit „kurz“ vorm Verrecken noch auf den Weg gemacht?

Wie können Sie ausblenden, dass das Fli immer nur noch den „Verdacht“ hat, während http://www.face.eu/sites/default/files/documents/english/scientific_task_force_on_avian_influenza_and_wild_birds_h5n8_hpai_december_2016_final.pdf  zu  deutlich anderen Rückschlüssen kommt? 

 

Mit gleicher Post an

AFV

und die Bundes-Grünen 

 

_____________________________________________

Offener Brief an Minister Dr Habeck von Orpi1113 aus dem Hühnerforum:

Von:  xxxxxxxxx
Gesendet: ‎Dienstag‎, ‎27‎. ‎Dezember‎ ‎2016 ‎15‎:‎01
An: Robert.Habeck@gruene.de

Herr Dr. Habeck,
unsere Tiere leiden!

Obwohl in Schleswig-Holstein so gut wie keine Wildvogelfunde mehr auftreten und das FLI seit dem 23.12.2016 gar keine Aktualisierung der Fallzahlen mehr vorgenommen hat, müssen unsere Tiere leiden!
Ich stelle mir viele Fragen, von denen ich hoffe, dass Sie mir einen Teil beantworten können!

  • Wieso tritt die Geflügelpest immer wieder in geschlossenen Massentierhaltungen auf? Wieso nicht in Kleinsthaltungen?
  • Wieso dürfen Geflügelkadaver in offenen Transportfahrzeugen ohne besondere Sicherheitsmaßnahmen durch die Landschaft gefahren werden?
  • Wieso darf eine Massentierhaltung in Sperr- und Beobachtungsgebieten eine Ausnahme vom Transportverbot bekommen, obwohl ja gerade diese die hohen Befallszahlen haben?
  • Wieso darf lebendes Geflügel überhaupt noch transportiert werden?
  • Wieso tritt die Geflügelpest gar nicht entlang der Zugrouten der Wildvögel auf, sondern entlang von Hauptverkehrsachsen?

Die Maßnahmen erscheinen mir völlig an der Realität vorbei! Von einem grünen Politiker hätte ich anderes erwartet, als Tierquälerei als Staatsanordnung! Ich bin enttäuscht von dieser Politik. Ich bin traurig, meine Tiere eingesperrt zu sehen.

Ich hoffe, dass die Politik endlich Untersuchungen anderer Fachkreise (als das FLI) wahrnimmt und entsprechend reagiert.
Es wird Zeit, Massentierhaltungen wie sie heute betrieben werden als Brutstätten für hochpathogene Influenzaviren zu verbieten!
Wir müssen auch das Leben unseres Wirtschaftsgeflügels achten, auch diese Tiere haben ein Recht auf Lebensqualität! Wir dürfen die Haltungsbedingungen nicht unserer Gier nach Profit unterordnen. Nur so können gesunde, widerstandsfähige Tiere bestehen bleiben. Zu dichter Besatz, schlechte Umweltbedingungen und Stress machen diese Tiere anfällig. Riesige Ställe führen jetzt zu gigantischen Keulungsaktionen. Und SIE unterstützen und fördern diese Haltung, das Inkaufnehmen krankheitsanfälliger Tiere.

Ich WILL mich nicht mit diesen Tierhaltern SOLIDARISIEREN! Ich konsumiere dieses Fleisch bewusst NICHT!
Bis zur Anordnung der Stallpflicht konnte ich meine eigenen Tiere frei, glücklich und gesund halten. Wir haben einzelne Tiere geschlachtet und gegessen. Wir brauchten uns keine Sorgen über Erkrankungen durch zu hohe Besatzdichte machen. Unsere Tiere wurden keinem Transportstress ausgesetzt. Sollte nicht so grüne Politik aussehen?

Jetzt muss ich meine Tiere täglich traurig in ihrer Voliere sitzen sehen. Der Boden ist verkeimt und verdichtet, ein Austausch ist durch die Biosicherheitsmaßnahmen nicht erlaubt, Gras wächst dort schon lange nicht mehr. Früher konnten sie in weichem Boden unter den Büschen und Bäumen unseres Gartens scharren, haben sich großteilig selbst mit Insekten, Würmern, Kräutern, Saaten versorgt. Jetzt haben sie zu wenig zu tun! Sie verfetten! Sie legen keine Eier mehr! Einige sind depressiv, andere aggressiv.

Herr Habeck, es ist Zeit die Maßnahmen zu überdenken!

xxxxxxxxxx – Aktionsbündnis VogelFrei

Orpi1113 erhielt als knappe Antwort vom Ministerium:

„Wir bitten vor dem Hintergrund des aktuellen Seuchengeschehens um Verständnis, dass eine Einzelbeantwortung Ihrer Fragen nicht erfolgen kann“

Orpis persönlicher Kommentar dazu:
– ne die Ereignisse überschlagen sich in SH ja auch gerade regelrecht. Das FLI hat es überhaupt erst heute für nötig befunden, mal die Listen zu aktualisieren und da sind in SH ganze 0!!!! neue Funde seit dem 23.12. aufgeführt….

______________________________________________

An Minister Dr Habeck vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in  Schleswig Holstein
Offener Brief 21.12.2016

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,

ich wende mich heute wieder an Sie, da es mir so scheint, als hätten Sie vergessen, dass sie Anfang November eine landesweite Stallpflicht für Geflügel verfügt haben, und diese Verfügung bisher weder gelockert, noch aufgehoben wurde.

Angesichts der Tatsache, dass der Vogelzug vorbei ist und der letzte H5 positiv bestätigte Wildvogelfund in Schleswig Holstein beim FLI am 14.12.2016 gelistet wurde, wäre es m.E. an der Zeit, dass Sie die landesweite Aufstallverordnung aufheben.

Sowohl die GeflPestSchV als auch die Empfehlungen des FLI lauten dahingehend, dass Aufstallverordnungen nur in Risikogebieten erforderlich seien.

Schleswig Holstein dürfte landesweit angesichts der Entwicklungen kein landesweites Risikogebiet mehr sein.
Gegen die Aufstallverordnung stehen die Aspekte des Tierschutzes.
Viele Geflügel, gerade von privaten Hobbyhaltern, die es Zeit ihres Lebens gewohnt waren, draußen zu leben, leiden unendlich unter dieser Aufstallpflicht.

Wenn es keinen haltbaren Grund mehr für eine pauschale Aufstallpflicht gibt, dann ist es untragbar, die Tierhalter weiter zum permanenten Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu zwingen.

Insofern bitte ich Sie, die landesweite Aufstallverfügung umgehend aufzuheben.

Desweiteren sende ich Ihnen zu Ihrer Kenntnisnahme ein Schreiben von Frau xxxxxxxxxxxxxxx an Frau Dr. Löw vom bayrischen Staatsministerium.

Die von Frau xxxxxxxxxxxxxxxxx aufgeführten Argumente und Fakten sollten zu Denken geben.

Mit freundlichen Grüßen
Kirstin Zoller

Antwort am 5.1.2017:
Sehr geehrte Frau Zoller,

vielen Dank für Ihre Nachricht, deren Eingang wir Ihnen gern bestätigen. Der Ausbruch der Geflügelpest in Schleswig-Holstein wirft bei Ihnen und vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie Betroffenen Fragen auf.
Für eine Erstinformation sind wesentliche Inhalte auf der Web-Seite der Landesregierung unter www.schleswig-holstein.de/gefluegelpest zusammengestellt. Dort ist auch eine aktuelle Karte der Restriktionsgebiete zu finden. Die eingehenden Fragen werden ausgewertet und der Katalog der häufig gestellten Fragen (FAQ) auf der Web-Seite der Landesregierung wird ggf. ergänzt.
Wir bitten vor dem Hintergrund des aktuellen Seuchengeschehens um Verständnis, dass eine Einzelbeantwortung Ihrer Fragen nicht erfolgen kann.
Auskünfte für betroffenen Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter über die konkrete Umsetzung von Maßnahmen sind bei den zuständigen Kreisveterinärbehörden zu erhalten. Dort sind auch die örtlich geltenden Regelungen für die Halterinnen und Halter von Hunden oder Katzen zu erfragen.
Für weitergehende Informationen, insbesondere zu konkreten Fragen mit örtlichem Bezug, hat ein Teil der betroffenen Kreise Bürgertelefone eingerichtet. Die telefonischen Erreichbarkeiten der einzelnen Kreise finden Sie auf den Internetseiten der Kreise.

Mit freundlichen Grüßen
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt

und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
Mercatorstraße 3
24106 Kiel
Info-Gefluegelpest@melur.landsh.de
www.melur.schleswig-holstein.de

_____________________________________________-

Offener Brief an die Bundeskanzlerin:

Offener Brief

 Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

 ich wende mich heute an Sie persönlich als meine Bundeskanzlerin mit der Bitte, Ihr Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Ordnung zu rufen.

 Auch, wenn ich mit einigen Ihrer politischen Entscheidungen nicht immer konform gehe, so halte ich Sie für eine der seltenen Persönlichkeiten in der politischen Landschaft, die  aufrecht, unbestechlich und ihrem Volk verpflichtet handelt, zu ihren Überzeugungen steht und mit Sachverstand und Geradlinigkeit regiert.

 Genau aus diesem Grund habe ich die Hoffnung, dass Sie sich des Themas trotz Ihrer vielen anderen Verpflichtungen annehmen und ein Machtwort sprechen.

Im Zusammenhang mit der derzeitig ausgerufenen Geflügelpest unter Berufung auf die Tierseuchenschutzverordnung werden zur Zeit in Deutschland hunderttausende gesunder Tiere vorbeugend gekeult, Bürger werden behördlich gezwungen, das Tierschutzgesetz zu missachten und teilweise tierquälerische Maßnahmen umzusetzen, deren Sinn fragwürdig ist und es wird Familien durch behördliche Unfähigkeit und Willkür übel mitgespielt.

 Das alles unter dem Deckmantel der Seuchenprävention bei gleichzeitig völlig konträrem Verhalten der Behörden.

 H5N8 breitet sich laut FLI schnell und unkalkulierbar aus, ist stark krank machend und hoch ansteckend. Darum die zur Zeit auf Empfehlung des FLI angeordneten Maßnahmen.

 Wie passt das zusammen mit einem bestätigten Ausbruch, wo gestern (16.12.)  angekündigt wird, dass das Sperrgebiet ab 20. 12. eingerichtet wird?

 Wie passt das zusammen, mit einer Keulaktion unter freiem Himmel, die eine Amtsveterinärin vor Ort durchführt und dann das Gelände übersät mit Blutlachen und Federn hinterlässt, um 2 Wochen später den am Boden zerstörten Tierbesitzer aufzufordern, das Gelände (was ihn an den Rand des Ruins treiben wird) zu dekontaminieren?

 Ich möchte Sie in diesem Schreiben nicht mit Details aufhalten und verwaise für weitere Informationen auf diese Seiten:
www.wildvogel-rettung.de  und www.aktionsbündnis-vogelfrei.de

 Aber ich bitte Sie inständig und appelliere an Ihr Gewissen als Christin, nehmen Sie sich einen Moment Zeit und schauen Sie, was hier unter dem Deckmantel einer offensichtlich fehlerhaften Verordnung getrieben wird.

 Wie können wir uns über all die Gräueltaten in der Welt erheben, wenn wir im eigenen Haus die Augen verschließen  vor massenhafter, sinnloser Vernichtung und Vermüllung von gesunden Lebewesen, die unserem Wohl und Wehe schutzlos ausgeliefert sind.

 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und
ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest

Kirstin Zoller

______________________________________________________

Von: A. Korfmann
Gesendet: Sonntag, 4. Dezember 2016 21:57
An: Meyer, Christian (LT)
Betreff: Aktionsbündnis VogelFrei dankt

Bezug nehmend auf den Artikel: Vogelgrippe: Landesweite Stallpflicht weiterhin abgelehnt, LAND & Forst, 1.12.2016, http://www.agrarheute.com/landundforst/news/vogelgrippe-landesweite-stallpflicht-weiterhin-abgelehnt

Sehr geehrter Herr Landwirtschaftsminister Meyer,

wir, eine aktive Gruppe innerhalb des bundesweiten „Aktionsbündnis VogelFrei“, danken Ihnen und Frau Gottstein für Ihren besonnen und vor allem pragmatischen und plausiblen Umgang mit der aktuellen Vogelgrippe.

Für uns Kleinhalter und Züchter bedeutet der Umgang mit den H5-Varianten aktuell eine große Last, landesabängig leidet das Geflügel mal mehr, mal weniger, Tierschutzkriterien werden durch die Aufstallung und letztlich auch durch die bestialische Tötung wie jetzt in Schwante/ Oberkrämer (Brandenburg) willkürlich außer Kraft gesetzt.

Aus diesem Grund haben wir uns zu einer Klage entschlossen und sind dankbar für mutige Politiker Ihrer Couleur, die rationale Argumente gegen die Massenhysterie nutzen und besonnen und klar eigene Ansichten entwickeln und danach handeln.

Wir hoffen, dass es Ihnen gelingt, Ihre Kollegen aus anderen Ländern diese Besonnenheit ins Gedächtnis zu rufen.

Für das „Aktionsbündnis VogelFrei“

A. Korfmann
xxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxx

Antwort:

Sehr geehrte Frau Korfmann,

vielen Dank für Ihre Mail an Minister Meyer. Der Minister hat sich sehr gefreut und bat mich Ihnen kurz für das Lob zu danken. Wir haben Ihr Lob auch an die Kolleginnen und Kollegen im Fachreferat, insbesondere Frau Gottstein weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. A. Dobslaw
Niedersächsisches Ministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Leiterin des Ministerbüros
Calenberger Str. 2
30169 Hannover

——————————————————————–

Nuna aus dem Hühnerforum schrieb im Beitrag 5184

moin moin
diesen brief habe ich auf fb gefunden…in der gruppe: widerstand hobbygeflügelhalter…
Die Antwort vom Ministerium auf meine Anfrage:
Sehr geehrte Frau …,
vielen Dank für Ihre Nachricht, deren Eingang wir Ihnen gern bestätigen. Der Ausbruch der Geflügelpest in Schleswig-Holstein wirft bei Ihnen und vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie Betroffenen Fragen auf
Für eine Erstinformation sind wesentliche Inhalte auf der Web-Seite der Landesregierung unter www.schleswig-holstein.de/gefluegelpest zusammengestellt. Die eingehenden Fragen werden ausgewertet und der Katalog der häufig gestellten Fragen (FAQ) auf der Web-Seite der Landesregierung wird ggf. ergänzt.
Wir bitten vor dem Hintergrund des aktuellen Seuchengeschehens um Verständnis, dass eine Einzelbeantwortung Ihrer Fragen nicht erfolgen kann.
Das FLI ist für die Länder das Institut für die Risikobewertung zu Tierseuchengeschehen. Insoweit möchte ich auch auf die aktuellen Risikobewertungen hinweisen. Als Bundesinstitut untersteht das FLI dem Bundeslandwirtschaftsministerium.
Mit freundlichen Grüßen
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt
und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
Referat Veterinärwesen
V 261
Mercatorstraße 3-7
24106 Kiel“
——————-
Das konnte ich so nicht stehen lassen und habe wiederum geantwortet:

Sehr geehrte Frau Dr. …,

Ich weiß, Ihre Zeit ist begrenzt, aber nehmen Sie sich bitte die 5 Min. Zeit, diese E-Mail zu lesen.

Hätten Sie meine erste E-Mail tatsächlich gelesen, wüssten Sie, dass nicht der Ausbruch der Geflügelpest bei mir Fragen aufwirft, sondern der Umgang der Regierenden damit.

Meine Fragen werden durch die Informationen auf Ihrer Website in keinster Weise beantwortet. Da ich mich in den letzten 3 Wochen in meiner Freizeit mit kaum etwas anderem als diesem Thema beschäftigt habe, bin ich über alles, auch die Ergüsse des FLI (auf das sich die Behörden ja einzig verlassen) und die daraus resultierende Geflügelpestverordnung, sehr gut informiert.

Eine meiner Fragen ist und war, warum das FLI als einziges Institut mit der Sache betraut ist, die Deutungshoheit hat und nicht von anderen Stellen gegenkontrolliert wird. Da die Auswirkungen auf Tierhalter (Geflügelhalter, Hunde- und Katzenhalter) durch die Geflügelpestverordnung gravierend sind, sollte es selbstverständlich sein, dass nicht nur ein Institut mit der Forschung und Interpretation betraut ist, das durch die Nähe zur Geflügel- und Pharmaindustrie auffällt.

Eine weitere Frage ist: Warum wird nicht von FLI- und Geflügelindustrie-unabhängiger Seite genauestens untersucht, welche Auswirkung die Handelsströme der Geflügelindustrie auf das Seuchengeschehen haben und wie gering die Gefahren tatsächlich sind, dass durch Wildvögel (insbesondere Gartenvögel), Schadnager, Katzen und Hunde ein Vireneintrag in Geflügelhaltungen (besonders Freiland-Kleinhaltungen) stattfinden kann?

Liegen weiterhin Fälle vor, in denen aus solchen Kleinhaltungen mit infizierten Tieren andere Geflügelbestände infiziert wurden? Das müsste doch, wenn die theoretische Gefahr ernstzunehmend ist, nach über einem Jahrzehnt internationaler Erfahrung mit verschiedenen Vogelgrippeviren, erforscht und durch Zahlen belegt sein?

Außerdem möchte ich gerne wissen, wie es bei einem so hochansteckenden Virus passieren kann, dass es nach den ersten Funden von annähernd 200 toten infizierten Reiherenten an den Plöner Seen weder zu einem anhaltenden Massensterben in der dortigen Wildvogelpopulation kam, noch Hobby-Geflügelhaltungen im Umkreis und im weiteren Verlauf des Flusses Schwentine, der durch besagte Gewässer fließt, vom Virus betroffen waren. Auch weitere infizierte Wildvögel wurden meines Wissens im weiteren Verlauf des Flusses bis zur Mündung nicht gefunden und alle anderen Funde bundesweit (außer Bodensee) waren in der Regel Einzelfunde / wenige Vögel.

Ich bitte Sie und das FLI, diese Fragen unter die FAQ aufzunehmen und sie zu beantworten.

Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass Ihre Zeit begrenzt ist.

Aber bedenken Sie, dass auch ich nicht unbegrenzt Zeit zur Verfügung habe und mir dieser Unsinn schon mehr als genug Zeit gestohlen hat. Ich habe Familie, kleine Kinder, bin selbständig und habe in der Vorweihnachtszeit mit dem Weihnachtsgeschäft mehr als genug zu tun. Dann musste ich noch eine Voliere bauen, soll Biosicherheitsmaßnahmen umsetzen (mit welchem Geld? Das für die Weihnachtsgeschenke der Kinder? Oder das, was für Impfungen, Wurmkuren und andere eventuelle Tierarztkosten beiseite gelegt wurde?) und die Hühner beschäftigen, damit sie in der Enge nicht aggressiv werden. Oder lieber gleich alle schlachten?

Es wird Zeit, dass sich etwas ändert und wir nicht mehr an der Nase herumgeführt werden. Ich möchte gerne ehrliche Antworten auf meine Fragen haben und nicht ein vom FLI und der Geflügelindustrie verordnetes „Bla bla bla“.

Ich danke Ihnen im Voraus, wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und verbleibe,
Mit freundlichen Grüßen,

——————————————————————————

 

Offener Brief von Schnickchen (Beitrag Nr 4700)  im Hühnerforum an Dr. Habeck:

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,

in der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung vom 8.12.16 steht in dem Artikel „Vier Wochen Vogelgrippe – 39000 Tiere getötet“ im letzten Satz „… denn Dunkelheit, niedrige Temperaturen und Nässe begünstigten die Viren.“

In meinem Stall, in dem ich meine 19 Hühner einsperren muss, ist es dunkel, feucht und kalt.

Das Vogelgrippevirus wird erwiesenermaßen im UV-Licht inaktiv. Verliert der Vogelschiss eines Wildvogels nicht innerhalb kurzer Zeit seine Infektiosität und sind meine Hühner nicht im Freien viel besser geschhützt, als im Stall? Die Wahrscheinlichkeit, dass ein H5N8-kontaminierter Kot auf meinen Auslauf fällt ist schonmal nicht besonders groß, und die, dass in dieser kurzen Zeit eines meiner Vögel davon frisst oder sich das ins Gefieder schmiert, oder sonst irgendwie aufnimmt ist auch nicht sehr groß. Angenommen eines meiner Vögel erkrankt aus diesen Gründen tatsächlich an H5N8, wie glauben Sie könnte dieses Huhn, oder dann ja alle meine toten Hühner, eine Gefahr für die Geflügelindustrie dartellen? Keines meiner Hühner verlässt jemals das Grundstück, ich besuche keine Geflügelindustieanlagen und mein Mist wird nicht auf die Äcker ausgebracht. Da müsste dann just in dem Moment der Infektion doch wieder ein Wildvogel meinen Auslauf besuchen, sich mit Kacke einschmieren, am besten nachts, weil UV-Licht ja das Virus inaktiviert und sich schnurstracks aufmachen zum nächsten Geflügelhof, denn infizierte Vögel sterben ja so schnell. Dort angekommen muss dann entweder der Vogel, oder die Kacke in den Stall gelangen, was auch mal nicht so ohne weiteres geschehen kann. Ganz im Ernst, solch eine Abfolge unwahrscheinlicher Ereignisse ist absurd.

Eine Virusausbreitung wird im Wesentlichen auch dadurch begünstigt, dass eine hohe Dichte an Individuen auftitt und es erkranken leichter die Tiere und Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. Neben der ungünstigen klimatischen Bedingungen im Stall sehe ich die Enge der die Vögel jetzt ausgesetzt sind und den Stress, der dadurch zwangsläufig hinzukommt als einen sehr viel größeren Grund, sich eine Grippeinfektion einzufangen. Einen Eintrag über Wildgeflügelkot werde ich auch mit den angewandten Biosicherheitsmaßnahmen nicht verhindern können. In Grumby haben die Wildvögel ja auch über diesen, oder durch die Luft das Virus reingebracht.

Das Virus ist für den Menschen nicht gefährlich. Wir, die wir Geflügel artgerecht halten wollen, werden aus zweifelhaften Gründen gezwungen uns solidarisch zu zeigen mit einer Geflügelhaltung, die wir ablehnen. Wir sollen unsere Tiere einsperren und sie leiden lassen, damit die Massentierhaltung keine Probleme bekommt? Das ist nicht fair und der Ansatz geht genau in die falsche Richtung Bei Ihnen als Grünen hätte ich erwartet, dass Sie die Empfehlungen des Friedrich-Löffler-Instituts zumindest hinterfragen.

Sandyvast schrieb in Beitrag 25 im Hühnerforum:

Brief an Baden TV
Sehr gehrter Herr Schütt,

gern bin ich Ihre Ansprechpartnerin!
Ich bitte Sie eindringlich, sich etwas Zeit für dieses Thema zu nehmen.

Die eingestallten Tiere leiden aufgrund der Verordnung sehr und das Leid steht in keinem Verhältnis zu dem Nutzen. Es betrifft auch nicht nur einzelne Halter sondern sehr, sehr viele Geflügel Liebhaber – gerade in unserem ländlichen Raum.

Gern können Sie mich erreichen unter ………. oder per Mail.

Hinter dem Aktionsbündnis stehen tausende Halter, die verzweifelt versuchen, gegen die tierwidrige Haltung zu widersprechen.

Aber es geht soweit, dass auch ich durch unseren Kleintierzüchter Verein “redeverbot“ bekommen habe. Denn wer sich auflehnt, muss mit Kontrollen rechnen – und ein H?N? Antikörper könnte evt. bei einigen GESUNDEN Tieren nachgewiesen werden – ähnlich wie bei Menschen, die eine Grippe unbeschadet überstanden haben.

Die Kontrollen sind sehr streng und würden im schlimmsten Fall eine Keulung völlig gesunder Hobby Hühner und Enten nach sich ziehen.

Aufklärung tut Not! Die Bevölkerung ist nicht ausreichend informiert, über die Folgen und Gründe der Aufstallung. Oder wie sieht es in Ihrer Redaktion aus? Sind Ihnen und Ihren Kollegen die Auswirkungen bekannt?
Ich freue mich sehr auf Ihre Rückmeldung!
Ganz herzliche Grüße aus dem Pfinztal

„Susanne“ schrieb dem Bürgermeisteramt ihrer Stadt:
Hühnerforum Beitrag 23

Anmerkungen zur Allgemeinverfügung; Neue Regelungen zur Geflügelpest, speziell Biosicherungsmaßnahmen

Sehr geehrte Damen und Herren.

Mit diesem Schreiben möchte ich Sie auf ein paar Ungereimtheiten aufmerksam machen.

Die von Ihnen beschriebenen Schutzmaßnahmen gehen in weiten Teilen über die vom Bund ausgegeben Regelungen vom 18.11.2016 hinaus.
Hier in Baden-Württemberg gelten Regeln, die in anderen Bundesländern für Sperrbezirke gelten, dies steht in keinem Verhältnis zur Sicherheitslage. Alle Fälle in B-W sind bislang am Bodensee. Dort in zwei Kreisen (Bodenseekreis und Konstanz). Karlsruhe ist nicht betroffen.
Weiterhin werden unsinnige Dinge angeordnet, so zum Beispiel das taggenaue Führen eine Eierliste ab 10 Tieren. Die Begründung hierfür ist, dass man dann sehen kann, ob der Bestand krank ist.
Diese Vorgehensweise ist sinnlos bei kleinen Hobbyhaltern. Ich habe aktuell zwischen 0 und 3 Eier täglich. Letzte Woche waren es: 0-3-1-1-2-0-2, also 9 Eier gesamt. Im Schnitt dann knapp über einem Ei (1,29) täglich. Wenn wir von diesem Durchschnittswert ausgehen, habe ich an manchen Tagen eine Legeleistung von 233 %, an anderen 0%. Wer will denn aus solchen Zahlen irgendetwas schließen, außer dass ich offensichtlich im Moment sehr schlecht legende Hühner habe. Dass das taggenau erfasst werden muss, ist unverhältnismäßig. Bislang konnte es bei mir sogar passieren, dass ich die Eier an einem oder zwei Tagen gar nicht aus dem Nest genommen habe- dazu gibt es meines Wissens nach auch keine Vorschrift. So eine Messung macht nur Sinn, wenn man junge Bestände von Hybriden hat. Nicht bei Tierschutzhühnern (alt) und auch nicht bei Zierrassen und Rassehühner. Ich habe mich mit mehreren Züchtern unterhalten, denen ergeht es ähnlich, die haben teilweise 1 Ei pro Woche, obwohl sie 20 Tiere haben. (Die Alttiere sind nicht im Trieb oder in der Mauser die Jungtiere noch nicht legereif).
Weiterhin ist die Allgemeinverfügung nicht geeignet, weil sie nicht klar formuliert ist und von den Geflügelhaltern nicht verstanden wird. Ich habe neulich gelernt, dass ich laut § 3 Tierseuchengesetz Sachkunde bezüglich Biosicherheitsmaßnamen haben muss. Diese habe ich mir nun auch umfangreich angeeignet, aber man kann nicht voraussetzen, dass jeder Halter/Züchter jede VO kennt und die Begrifflichkeiten, die dort genannt werden. Eine Allgemeinverfügung, die nicht verstanden oder nicht nachvollzogen werden kann, ist nicht geeignet, irgendwas zu verändern. Aus einem Kreis im Schwarzwald weiß ich, dass die Anfrage im Ordnungsamt ergeben hat, dass zwei Hühner nicht gemeldet werden müssen und dass Biosicherungsmaßnahmen für diese beiden Tiere nicht gelten. Auch hier zeigt sich, dass nicht mal die Ordnungsämter geschult wurden. Wenn man nun von Leuten mit Sachkunde andere Maßnahmen erwartet als von Leuten ohne Sachkunde, wäre dies eine Ungleichbehandlung von Geflügelhaltern. Wenn manche Ordnungsämter etwas verlangen, was andere nicht verlangen, auch. Deswegen wäre es sinnvoller, konkrete, auf uns zugeschnittene, Anweisungen zu geben, sobald eine Seuchenlage vor Ort stattfindet.

In den Erläuterungen zu den Maßnahmen wird erklärt, dass der wirtschaftliche Schaden des einzelnen Halters nachrangig zum Allgemeininteresse sei. Die Kosten für Desinfektionsmittel, Schutzanzüge, Grünfutter, Planen, Netze … sind natürlich ein wirtschaftlichen Schaden, viel schlimmer aber ist der enorme Mehraufwand und eine enorme Einschränkung in der Ausübung unseres Hobbys. Dies kann man nicht mit Geld messen, dennoch sollte das nicht unberücksichtigt bleiben. Auch deswegen ist die Anordnung nicht angemessen.
Ich bitte um Überprüfung der Anordnung!

______________________________________________________

Schnell-Navigation

Übertragungswege – interessante Überlegungen

Schnell-Navigation

Übertragungswege – Überlegungen

Hier tragen wir aus unserer Sicht interessante, hinterfragenswerte Überlegungen von Menschen zusammen, die sich mit der Fage der Übertragungswege beschäftigen und diskutieren:

  • Ein Jahr blutige Abwässer von Schlachthof in der freien Landschaft
  • Okina zum derzeitigen Massensterben der Schwäne
  • Interessante Aussagen in der Zeitung zur Entmistung eines gekeulten Betriebes
  • Vogelgrippe 2007 durch Verfütterung von Entenschlachtabfällen?
  • Live fotografiert: Mist aus Sperrbezirk auf den Acker
  • Spannende Karte aller H5N8 Fälle von Andreas Menz
  • WIe kommt das Virus nach Nigeria?
  • Wenn sich nicht schnellstens was ändert, wird es richtig gefährlich für den Menschen
  • Vogelgrippe EU-weit betrachtet
  • Wildvogeltheorie immer weniger haltbar
  • Was hat EHEC mit Vogelgrippe gemein?
  • Die Wildvogeltheorie – Gedankenaustausch
  • Erhebung Ernährungsweisen betroffener Arten
  • Verbreitung entland der Autobahnen – Gedankenaustausch

_____________________________________________________

Der Freitag – Wirtschaft 8.2.2017
Der Schlachtplan – Wiesenhof
ganz schön skandalös!

______________________________________________________

Okina75 im Hüfo #13420
 zum derzeitigen Massensterben der Schwäne:

…vor allem Schwäne sind in harten Wintern mit als erste dran, weil sie halt einfach die meiste Nahrung brauchen- die ganzen Enten etc. sind da wesentlich besser dran.
Was aber in meinen Augen fast wahnwitzig auffällt ist, dass die alle Vogelgrippe hatten, bzw. positiv getestet wurden…

Da würde sich meiner Ansicht nach nun folgende Frage stellen:
WAREN die tatsächlich infiziert, oder wurde nur das Virus in Ihnen nachgewiesen, weil es grundsätzlich im kalten Winterwasser vorhanden ist?
Vor diesem Hintergrund wäre es in meinen Augen mal nötig, nicht nur immer die toten Tiere zu beproben, sondern mal dreierlei:
– das Wasser an sich!
– wildlebende, lebendige Höckerschwäne
– in Haltungen vorhandene Höckerschwäne mit Wasser aus der Leitung bzw. regenwassergespeisten Becken (hiermit könnte man dann auch gleich die Wind- bzw. Staubtheorie bekräftigen oder widerlegen…)

Da schauen, wo man die meisten Viren findet und daraus seine richtigen Schlüsse ziehen. Es sind SO viele Schwäne, die überholen bald die Reiherenten, oder haben sie europaweit schon überholt (müsste ich mal zählen…). Da möchte ich fast vermuten, dass die wildlebenden Schwäne quasi flächendeckend das Virus bzw. Antikörper aufweisen, und wie bei uns Menschen auch „nur“ die empfindlichsten starben/ sterben. Das sind ja auch bei uns jährlich so einige hundert bis tausend, und da kaggt sich niemand in die Hose, dass da das Virus mutieren und Captain Trips (siehe „The last Stand- Das letzte Gefecht“ von Stephen King) draus werden könnte- obwohl diese Gefahr beim Sowieso schon- Menschenvirus um ein VIELFACHES höher und weitaus „wahrscheinlicher“ wäre, weil’s da nicht erst zur Zoonose werden müsste!

Und genau darum erscheint die Vogelgrippe einmal mehr als entweder
a) nur eine maßgerecht geschneiderte Methode zur Marktbereinigung oder b) wirklich eine natürliche, und der Industrie hochwillkommene Gegebenheit um Panik schüren und ihre angestrebte Voll- Monopolstellung sowohl zu erreichen als auch auszubauen….

_________________________________________________________

Stallknecht im Hüfo in Beitrag 13159 auf diesen Zitungsbericht:
nwz 1.2.2017
Normalität im Putenstall ist nicht in Sicht

…Viel interessanter sind in dem Text doch 2 Dinge.
Die Tiere wurden mit Gas getötet und abtransportiert.
„Dann haben wir selber ausgemistet, und eine Fachfirma hat die Ställe gewaschen und desinfiziert. Eine Woche später wurde das Prozedere wiederholt.“

Der Mist war also kontaminiert und erst danach wurde der Stall desinfiziert und ausgewaschen !
Zitat: Und warum brach die Vogelgrippe gerade bei den Puten in Heiko Pflugs Stall aus? Seiner Überzeugung nach ist der Erreger über Staubpartikel durch die Jalousien an den Ställen in den Innenraum gelangt. Einen Kontakt zu den zwei vorher in der Gemeinde betroffenen Betrieben gab es nicht. In etwa einem Kilometer Entfernung liegt der Sandersfelder See. Dort könnten nach Pflugs Auffassung infizierte Wildvögel Rast gemacht haben. „Nicht die Nutztierhaltung – wie von vielen Seiten vermutet – ist der Täter. Es hat etwas mit den Wildvögeln zu tun“, meint auch Wieting.Zitat Ende

Man muss schon ganz schön naiv sein um nicht einmal den Gedanken zu bekommen, ob der Mist nicht….
Vermutlich wurde er gerade dort gelagert. Zumindest ist eine frühere Aussage bei einer kompletten Räumung, also dass der Mist ja auch vorab neutralisiert wurde, zumindest in diesem Fall wohl vom Bauern selbst widerlegt worden.

________________________________________________________

Hanne #10091 im Hüfo
Das hat Schiller schon gesagt:
Wehe, wenn sie losgelassen!

BSE-die Temperatur (Tiermehlproduktion) bei der Produktion wurde erniedrigt-Energiesparend…
Sucht mal GePro. Gehört zu Wesjohann. Sucht mal Enten Wichmann. Enten Wichmann Vogelgrippe. Enten Wichmann Gepro. Wisst Ihr noch, wodurch Vogelgrippe im Dezember 2007 ausgebrochen ist? Durch die Verfütterung infizierter Mastentenreste…

 

http://www.presseportal.de/pm/17477/1039528

________________________________________________________

Da muss man sich wohl nicht mehr wundern, warum die Wildvögel alle krank werden:

Beitrag#8996 von Putin im Hüfo 9.1.2017
sämtliche Fotos dürfen verwendet werden!

Wir haben ja hier auch seit einiger Zeit unseren Seuchenfall im Landkreis. Wie gehabt mit Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet:

 

 

 

 

natürlich mit tausenden vorsorglich gekeulten Puten …

… und natürlich mit allen Restriktionen für den privaten Geflügelhalter die es so gibt. …

wer die zugehörigen Verordnungen lesen will:

https://www.lkjl.de/media/dokumente/…19.12.2016.pdf

Heute (09.01.2017) bin ich allerdings doch etwas „von der Rolle“

Kam mir doch hier im Beobachtungsgebiet auf einer Bundesstraße ein Traktor mit zwei wundervoll „vor sich hin staubenden“ Anhängern entgegen. … und natürlich Hühnermist aus einer Ausstallung.

völlig offen alles was Vieren sind in der Landschaft verteilend.

Wer‘s nicht glauben will:

Beladung hier in der Hühneranlage einer Massentierhaltung

 

 

 

 

Transport mitten durch Orte und über eine Bundesstraße bis zu zwei Bestimmungsorten

 

 

 

 

Lagerung ohne Abdeckung und Versickerungsschutz

 

 

 

Lagerung am Acker neben einem Bach (ca.15m entfernt) ohne Abdeckung

 

Wenn man sich den Dreck näher ansieht wird es spannend

Verrottendes Geflügel in der ehemaligen Einstreu … wenigstens haben die Wildvögel jetzt mal Einblick in den Dreck.

… so, das ist ja dann wohl hier alles normal….

Welch wertvoller Dünger für unsere Lebensmittel. Ein besonders schützenswerter Teil unser aller Gesundheit.

„bin pappesatt“
Bernd

PS.: Da waren mehrere solcher Gespanne im Einsatz

Fortsetzung vom 10.1.2017 von Putin:

Also das muss man unserem Landkreis lassen: Die beweisen wirklich Humor (schwarzen):

Aufruf an Geflügelhalter im Landkreis

Aufgrund der Feststellung der Geflügelpest in einem Tierhaltungsbetrieb in Körbelitz ist es im Rahmen der Überwachung und der amtlichen Kontrolle erforderlich, dass alle Tierhalter im Sperr- und Beobachtungsgebiet zusätzlich zum Bestandsregister auch Auskunft über den Verbleib von Eiern, Fleisch, Mist/Dung und Futtermitteln erteilen. Tierhalter können das dazugehörige Formular auf der Website des Landkreises unter www.lkjl.de/veterinaeramt herunterladen und …. siehe Link:

https://www.lkjl.de/de/detailseite/a…-20009280.html

So ein Mist ‚ne Nachmeldung:

Muss das jetzt nachträglich ins Bestandsregister oder unter Mist/Dung ins nächste Formular?

„bin weiterhin pappesatt“

Bernd

PS.: Ich stelle mir nebenbei immer die Hobbyhalter vor die unter „Vollschutz“ ihre drei Hühner füttern.

___________________________________________________________

UN – Scientific Task Force
on Avian Influenza and Wild Birds statement

und hier die Übersetzung:
170130 Arbeitsgruppe für aviäre Influenza bei Wildvögeln

20.12.2016

Aktuelle Karte mit sämtlichen Wildvogelfunden in Europa
nach OIE bis 23.12.2016

Andreas Menz hat eine Karte erstellt, die sehr deutlich macht, dass die auffälligsten Wildvogelfunde entlang der Autobahnrouten liegen (Warenwirtschaftswege)
In die Karte eingetragen sind alle bestätigten Wildvogelfunde nach Listung beim OIE. Die Einträge entsprechen exat den beim OIE angegebenen GPS Daten des Fundortes.

_________________________________________________________
Wie kommt das Virus in die Massenställe?
Virenflug aus Asien.pdf

Wie kommt das Virus in die Ställe?

_________________________________________________________

Okina75 schrieb im Hühnerforum Beitrag 6409

Zitat eines anderen Diskussionsteilnehmers:
@Okina Wie sieht´s denn das aus mit Vogelzug und Nigeria? Könnte mir vorstellen, dass erkrankte Tiere bei den dort vorherrschenden Temperaturen vielleicht gar nicht ankommen. Zumindest das AI-Virus selbst sollte da doch gewisse Überlebensschwierigkeiten haben. Vielleicht gibt es da einen Angreifpunkt, dass das Virus eigentlich nur gut gekühlt (***) dort eingetroffen sein kann.
Zitat Ende
Okina75:

Maßgebliche Zugvögel von hier nach/ über Nigeria wären an relevantem eigentlich nur die Störche. Die fliegen aber schon im August los und waren lange da unten bzw. im (bislang befallsfreien) Spanien, als der Zauber hier losging.
Ansonsten ziehen nur jede Menge Singvögel, teils auch Greife, nach und über Nigeria, die sind aber seit spätestens Ende September/ Mitte Oktober auch alle weg.
Kann daher nicht von Zugvögeln (im klassischen Sinne) stammen, ich denke auch, dass für einen infizierten Vogel der Saharaüberflug zu strapaziös wäre- das kann man an und für sich also abhaken.

Das Virus wird aller Wahrscheinlichkeit nach sehr gut gekühlt angekommen sein- oder aber lebend in tschiepender Form…

____________________________________________________

Beitrag 6211 von Hanne im Hühnerforum

Sieh Dir mal die Jahresberichte des FLI an. Z.B. 2007 stellte das FLI fest, dass nicht erhitzte, kontaminierte TK Mastentenreste verfüttert wurden und das wohl der Grund für die Ausbrüche 12/2007 war.
Wenn Wildvögel verantwortlich gemacht werden, so ist das eher: Draußen Wildvogelkot, dösiger Geflügelwirt/Hilfskraft(sog. Vektoren) latscht durch und trägt es ein(weil, wie ich immer wieder sage, keiner die erforderlichen Einwirkzeiten einhält!) oder Futter, Einstreu etc. war nicht anständig abgedeckt.
Erwiesenermaßen hat D 2012 AI nach Polen exportiert-wieso sollte es nicht auch hierhin transportiert worden sein?
Die Ursachen sind vielfältig, unhygienische Massentierhaltungen in Ställen der Hauptgrund für die Mutationen der Viren und die Schwere der Erkrankung. Ein sterbenskrankes Menschenkind steckt eine Erkältung u.U. auch nicht weg, wie soll das ein Küken mit Bordetella, Durchfall und Hunger schaffen?
Die wichtigste Ursachenbekämpfung ist daher die Bekämpfung der unhygienischen Massenhaltungen, bei uns, in Asien, überall, sowie die thermische Entsorgung des Kots. In Asien hat eine Abschaffung der Lebendgeflügelmärkte für eine Verringerung des Vireneintrags gesorgt. Daher sollte u.U. über ein Verbot des Lebendgeflügeltransports diskutiert werden. Das bedeutet aber einen kompletten Umbau des derzeitigen Massenhaltungsprinzips.

Allerdings habe ich bei der derzeitigen Handhabung, s. H9N2, sehr große Angst vor einem Ausbruch von H5N6 in D, da sich durch H9N2 eben gezeigt hat, dass D im Falle eines Falles die Lage eben nicht unter Kontrolle bekommt. Die diesjährigen Handlungen sind größtenteils purer Aktionismus. Die großangelegten Keulungen hätte man aufgrund der niedrigen Mortalitätsraten wohl noch problemlos durch Notimpfungen unter Kontrolle bekommen können. Intervet in Spanien hat ausreichend große Mengen Impfstoff auf Lager und könnte kurzfristig liefern. Die Rund-um-Keulungen bekämpfen kein AI, sondern sichern nur den zuständigen Veterinär ab, da der wegen der Gesetzeslage nämlich persönlich haftet, wenn er nicht alles tut, was er tun könnte. Das ist ähnlich wie ein Kaiserschnitt beim Menschen, der wird häufig gemacht, weil dadurch eine spätere Klage erschwert wird, nicht weil er sinnvoll wäre.

Die derzeitige Gesetzeslage sowie Massentierhaltung muss verändert werden, um Gefahr für Mensch und Tier abzuwenden.

________________________________________________________

Okina schrieb im Beitrag 5298 im Hühnerforum:

Vogelgrippe EU-weit betrachtet
Nachdem im TSIS nur drei neue Fälle waren (Bayern, BaWü, Niedersachsen), habe ich auch noch mal bei den europaweiten Seiten nachgekuckt, also WAI und EU Commission, und habe bei beiden seit dem 30.11. bzw. dem 5.12. keine neuen Fälle gefunden. Da wäre der in Friesland jetzt der einzige neue internationale seit über einer Woche.

Und Deutschland leuchtet immer mehr heraus wie die berühmte Weihnachtsdisko (war gut gesagt !).
Da die Wildvögel europaweit ziehen, deutsche Graugänse zB bis nach Spanien, Kraniche sind wohl auch anfällig (warum da nicht EIN Todesfall? Weil sie nur im Wasser schlafen und nur Oberflächenwasser zu sich nehmen?), aber auch da nichts bis in deren Winterquartiere nach Spanien hinein. Wobei am Lac du Der Chantecoq in Nordostfrankreich Ende November an die 140.000 Kraniche standen… Aber- nichts!
Ist es ein Zufall, dass das Land, was sich selbst zum Ziel gesetzt hat, „Fleisch- Exportweltmeiser“ zu werden/ zu sein, auch in Bezug auf die Vogelgrippe eine derart, fürwahr zentrale Rolle einnimmt?

Wie man es dreht und wendet, Deutschland und Ungarn sind in dieser Vogelgrippesaison der kontinentale HotSpot, alles geht von diesen zwei Zentren aus.

Ungarn kommt als Ursprung in Betracht, da dort die weitaus zahlreichsten Geflügelhaltungen betroffen sind (quasi alle in der Gegend um Szeged gelegen), und Reiherenten unter anderem auch aus Westsibirien (Umgebung des Urals) westwärts ziehen, wobei sie über Ungarn kommen und dort ausgiebig rasten.
Von einem Kälteeinbruch, der da dann eine Winterflucht verursacht hat, habe ich in den Wetterdaten für die fraglichen Zeiträume von September bis November ’16 nichts gefunden, was auf diesen Beginn der Verschleppung hindeuten würde. Wo immer ich diese Theorie also aufschnappte- sie war falsch!
Der herkömmliche Zugweg führt aber durchaus über Ungarn, durch Österreich und entlang der Alpen zu den dort gelegenen großen Seen.
Auffallenderweise war der erste registrierte Fall ein Höckerschwan in Nordwestungarn, gefunden 19.10.16, in „einem großen Fischteichkomplex“. Wie wir wissen, werden Fischteiche mit Mist aus Massentierhaltungen gedüngt, und Reiherenten bevorzugen solche flachgründigen, nährstoffreichen Gewässer, weil sie reiche Beute versprechen.

Bis zur ersten Meldung am Bodensee (4.11.) vergingen demzufolge 16 Tage.
Zwischen dem Fundort des ersten toten Schwans in Ungarn und dem Bodensee liegen rund 620 km. Dieser Weg wäre für Reiherenten bei einer Geschwindigkeit von ca. 65 km/h in knapp 10 Stunden zurücklegbar. Oder bei einer täglichen Flugzeit von etwa 3- 4 Stunden (der Rest Zeit für’s Fressen und Gefiederpflege) in etwa drei Tagen, bei zwei- bis dreitägigen Rasten unterwegs etwa neun Tage.
Was im Rahmen einer Inkubationszeit von 4-12 Tagen liegt (ich finde immer nur vage Angaben wie „einige Tage“ bei Vögeln) und zeitlich dann mit den massenhaften Toden vor allem am Bodensee überein passt.

Aufgrund der Quasi- Zeitgleichheit des ersten Auftretens sowohl am Bodensee (4.11.16) als auch am Plöner See (2.11.16), etwa 715 km auseinander, muss ebenfalls eine Grundinfektion am Plöner See stattgefunden haben.
Die Reiherenten würden die 715 km zwar in exakt 11 Stunden Nonstopflug schaffen, aber welche Intention sollten sie dazu haben? Auch hier müssten sie fressen und ihr Gefieder pflegen, zumal keinerlei Wetterumstände einen Nonstopflug vom Bodensee nach Schleswig- Holstein angeraten sein ließen.
Auch müssten die meisten Vögel unterwegs schon schwer angeschlagen gewesen sein, weswegen sie die Strecke ebenfalls nicht in einem Stück bewältigt hätten. Zumal am Plöner See zwei Tage zuvor die ersten Todesfälle registriert wurden.

Viel wahrscheinlicher ist also eine Ansteckung im/ am/ um den Plöner See und dann Verzug noch vitaler Tiere in den Süden Deutschlands, zum Bodensee und den Schweizer Seen, wo Vögel via Deutschland und Vögel via Ungarn- Österreich zusammen kamen und diesen weitaus größten Fund toter Vögel verursachten, von allein 262 gefundenen Reiherenten.

Vor diesem Hintergrund erweist sich die Wildvogelthese des FLI als unhaltbar, nach der Zugvögel das Virus aus Mittelasien/ Nord- Sibirien mitgebracht hätten. Wohl mögen infizierte Wildvögel das Virus innerhalb Deutschlands weiter verbreitet haben, eine Infektion von industriellen oder privaten Haltungen durch diese ist hingegen nicht nachweisbar, weder zu Anfang der diesjährigen Erkrankungswelle noch zu deren gegenwärtigem Stand.

Die Wildvogeltheorie ist immer weniger haltbar:
Schaut man sich auf dieser Karte an, wo Wildvögel mit H5N8 europaweit gefunden wurden und welche Straßen/Verkehrsverbindungen dort von wo nach wo verlaufen, muss man schon blind sein, um nicht zu erkennen, dass die Häufungen der Wildvogelfunde alle an den Hauptverkehrsadern liegen, über die Geflügel, Geflügelprodukte, Geflügelmist als Dünger etc. quer durch die Länder gekarrt wird.
Und dann gibt es da wunderschöne weisse Flecken auf der Landkarte – Orte mit viel Wasser und Natur, aber ohne Autobahn und Bundesstraße, dafür ein Eldorado für Zugvögel, die eine Pause machen wollen – einzig, tote Vögel scheint es da nicht zu geben…..

Okina78 aus dem Hühnerforum hat sich mit Hilfe unzähliger Zuarbeiter die Mühe gemacht und all die Fallzahlen auf einer Karte akriebisch verarbeitet – Danke für diese grossartige Leistung!!!

Beitrag Nr 4750 Mali im Hühnerforum:

Ich hatte den Artikel (Westfälische Nachrichten) 15.11.2016 „Wir haben keinen Fall von H5N8“ zwar schon vor einiger Zeit mal verlinkt, aber weils grad so schön passt mit der Karte …

[…] Erst Mitte Oktober sind in den Rieselfeldern an Gänserastplätzen Kotproben genommen und untersucht worden. „Da war nichts“, sagt Tierarzt Krause. Die Kotproben seien genommen worden, als die Vogelzugbewegung schon in vollem Gange war, berichtet die Biologische Station.

Wenn, seien Hühner und Puten betroffen, erklärt der Tierarzt. Wasservögel wie Ente und Gänse könnten das Virus in sich tragen, aber erkrankten nicht daran. Er habe auch mit Angelvereinen aus Münster gesprochen. „Sie haben an den Gewässern nichts gesehen.“ „Vorsicht ist immer gut“, sagt der Leiter der Fachstelle Veterinärangelegenheiten. Aber er sei von der Aufregung überrascht. An Türklinken, im Staub im Haus oder im Stall – überall gebe es Bakterien.

Die Biologische Station Rieselfelder erinnert an die letzte große Virusinfektion in den Jahren 2005/2006. Damals habe sich herausgestellt, dass nicht Wildvögel für die Verbreitung gesorgt hatten, sondern dass das Virus in Billig-Futtermitteln aus Südostasien für die Geflügelhaltung und Fischzucht gesteckt habe. „Unserer Meinung nach sollte man diese Futtermittel untersuchen, statt auf den Wildvögeln herumzuhacken“, heißt es aus der Biologischen Station Rieselfelder. […]

Wer sie nicht kennt….die Rieselfelder sind ein Europareservat für Wat- und Wasservögel, Rastplatz für Zigtausende Kraniche und Gänse.

Gimar schrieb in Beitrag 1  im Hühnerforum:

Gibt es eine Verbindung EHEC-Vogelgrippe?

Evtl erinnert sich der ein oder andere noch daran, Frühjahr 2011 EHEC.
Der Salat, die spanischen Gurken oder nein es waren doch die Sprossen, die viele Menschen in Deutschland krank gemacht haben.

Kleiner Rückblick 2011, was hatte dieses Jahr an wirklichen Besonderheiten zu bieten?
Das Frühjahr 2011 war das wärmste und trockenste seit Wetteraufzeichnung. Ich erinnere mich noch recht gut an das Frühjahr es waren fast 5 Monate ohne einen Tropfen Regen.
http://www.wetteronline.de/wetterrue…/2011-05-30-fr

Was aber wurde dennoch in Massen produziert? Gülle! Und wo kam die hin?
Bakterien und Gülle, Gülle und Bakterien, ach ja und Antibiotika Rückstände aus der Massentierhaltung.
http://www.umweltbundesamt.de/themen…imittel-umwelt
Alles auf die Felder und im Frühling schmeckt doch der Salat sooo lecker.

Zur Zeit finde ich leider den Link nicht, aber ich meine noch im Kopf zu haben, dass 2011 eine Verordnung in Kraft trat, dass Gülle max 4 Wochen vor der Ernte auf die Felder(Salat) darf.
Evtl findet ja einer den Link.

Was genau war denn jetzt EHEC?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…-a-923249.html

EHEC sind Bakterien, was etwas ganz anderes als Viren sind, ja wissen wir alle, wo aber gibt es evtl doch eine Verbindung?
Hmmmm evtl die Gülle?

Gülle darf auf die Felder und Wiesen, wenn der Boden sie aufnehmen kann, so die Verordnung.
10cm durchgefrorener Boden und die Gülle darf nicht mehr drauf, wer das jetzt genau kontrolliert frag ich mich, aber egal. Die Scheiße muss ja irgendwo hin, also ab auf die Felder ist ja guter Dünger.
Ok die Pflanzen nehmen es gerade eher nicht auf aber egal.
Da verklagt übrigens gerade die EU Deutschland, mal so am Rande.
http://www.derwesten.de/politik/eu-v…d12340656.html

Die Vogelgrippe ist ja ein Virus, dem kalte Temperaturen nicht ganz so viel ausmacht, anders als Bakterien die mögen es warm. Was aber Viren so gar nicht mögen ist UVA-Strahlung, oder anders gesagt die Sonne. Ich weiß nicht wie bei euch der Winter so meist aussieht besonders der November, aber bei uns hier ist man über 4 Stunden an denen man mal die Sonne so etwas sehen kann schon recht glücklich. Was liegt aber jetzt auf den Feldern? Natürlich Gülle aus gigantischen Tierställen. Zum Teil bekommen wir den sogar noch aus den Nachbarländern angeliefert und unsere Bauern freuen sich über ein paar Euro wenn sie den auf ihre Felder kippen lassen. Niederlande ist so ein schönes Beispiel. Selber keinen Platz mehr aber immer mehr und größere Ställe bauen und der Mist kommt rüber, alles bester Dünger bzw Geld.
Was kommt jetzt noch auf unsere Felder? Ein paar Besucher, nämlich die „bösen Wildvögel“ (Ironie aus) die jetzt nach dem langen sehr anstrengenden Flug rasten wollen und Futter brauchen.
Die Möglichkeit, dass die Tiere dann den Vogelgrippevirus tragen, streitet wohl keiner ab, die Frage ist nur wo sie ihn herhaben? Evtl sollte man mal die Felder untersuchen, aber da findet man bestimmt nur infizierten Wildvogelkot, natürlich. Oder in den „sicheren“ Ställen mal überprüfen wo die ihren Kot abgeladen haben? Bis zu 3 Meter an einen Bach oder See darf Gülle verbracht werden, die kommt natürlich nicht in den See, in dem Enten sind… NEIN natürlich nicht!

Aber was genau kann der Staat machen um die Wirtschaft und uns zu schützen?
Natürlich ordnet er eine Stallpflicht an, was soll er auch sonst tun? Die Ursache kann und will er nicht nennen und sie auch nicht abstellen, wie auch? Impfen? Geht in der Massentierhaltung nicht, da der Erreger bei hoher Infektionsdichte dennoch tödlich wirkt. Siehe FLI. Italien etc
Die einzige Version die klappen würde, wäre impfen und eine deutliche Verkleinerung der Bestände, um den Virendruck zu reduzieren. Das würde aber bedeuten, Schluß mit der Massentierhaltung, das macht unsere Regierung hier nicht.

Ich will hier nicht auf die Bauern oder die Massentierhaltung einprügeln, viele davon haben sich in eine Abhängigkeit begeben aus der sie selber nicht mehr rauskommen. Immer größer immer mehr, aber verdienen tun sie eher weniger und Land und Tiere müssen den Preis zahlen. Es werden immer weniger Bauern und die die noch da sind sehen oft nur den Ausweg noch größer zu werden, aber das ist ein Teufelskreis. Made in Germany ist nicht billige Massenware, mit Qualität kann man auch sein Auskommen haben, sogar viel besser als mit billig Ware. Da kann und sollte der Staat mal unterstützen, aber richtig. Nicht in den billig Ramsch.

__________________________________

Gedankenaustausch im Hühnerforum zwischen Okina und Warnehof


Okina75 schrieb im Beitrag Nr.; 2735
„Hat einer Ahnung, ob eigentlich irgendeine tot gefundene Ente KEINE Reiher- oder Tafelente war?
Wenn nämlich nicht, könnte mir ein Verdacht aufgrund der Ernährungsweise dieser beiden Arten kommen. Das sind ja Tauchenten und sie ernähren sich, anders als Stockenten und Co., überwiegendst von Wasserinsekten oder kleinen Muscheln, nur zu einem winzigen Teil von pflanzlichem.
Von Tieren also, die ständig im Wasser leben und insbesondere als Muscheln ja auch dafür bekannt sind, gerne mal irgendwas längere Zeit zu speichern, wie Schadstoffe, chemische Verbindungen und und und…
Meine Idee:
Eventuell auch Viren/ Krankheitserreger?
Mir fällt nämlich auf, dass immer wieder und allenorts Reiherenten die Opfer sind. Deren Sammelgebiete sind im deutschen Norden an vorwiegend flacheren Seen und Flüssen, wie dem Dümmer, dem Steinhuder Meer und dergleichen. Gerne auch ausgedehnte Teichanlagen zur Fischzucht etc. …

Überall also, wo sie tauchend leicht den Grund und damit ihre Nahrung erreichen- eben Wasserinsekten und vor allem auch die omnipräsente Wander- oder Zebramuschel… So auch im Überwinterungsquartier und Rastgebiet Bodensee…

Was denn, wenn die Muscheln nun durch den üblichen Weg (Fließgewässer, Grund- und Schichtenwasser) kontaminiertes Wasser zu filtern bekamen, die Erreger in sich anreicherten und die Tauchenten (Reiher-, Tafel-) dann zur herbstlichen Rastzahl mit der satten Konzentration Viren versorgten?

Denn was neben der ziemlichen Artspezifität auffällt, sind auch die relativ hohen Zahlen toter Vögel.
Das korreliert sicher mit der hohen Bestandszahl der Reiherenten, die die bei weitem häufigste Tauchente ist, fällt aber dennoch ins Auge.
Eventuell sollten die untersuchenden Stellen mal nicht nur gucken, ob tote Vögel die Vogelgrippe haben, sondern auch die Mageninhalte checken. Nicht zuletzt gelten ja auch Mollusken und Krebstiere aus Fernostasien als übertragungsverdächtig, wie wir ja 2014 schonmal erwogen hatten…

weiter schrieb er in Beitrag 2749:
…..

  • – Höckerschwäne weiden am Gewässergrund oder im Winter auch auf Feldern, wenn sie nicht gerade Spaziergänger- Brot fressen. Also in beiden Fällen mit dem Kopf direkt an den potentiell belastetsten Stellen: Dem Mulm am Gewässerboden bzw. der Ackeroberfläche…
  • – Blässhühner ernähren sich quasi gleich wie Reiherenten, aber mit größerem pflanzlichem Anteil
  • – Großmöwen (Mantel-, Silber-, etc.) sind Opportunisten und fressen sowohl Muscheln als auch verendete Tiere
  • – Kleinmöwen wie die Lachmöwe piratisieren sehr gerne an Blässhühnern oder Tauchenten, nehmen denen also die soeben vom Grund hochgeholten Muscheln etc. ab, weil das natürlich bequemer ist als selber zu tauchen etc.
  • – Haubentaucher fressen kleinere Fische, die sich wiederum von Jungmuscheln und Süßwasserplankton ernähren- also Wasserfiltrierern, falls nicht pflanzlich…
  • – Krickente und Brandgans sind wiederum Muschel- und Kleingetierfresser des Gewässergrunds
  • – Mäusebussard = klassischer Aasfresser
  • – Rabenkrähe = klassischer Aasfresser, der übergeordnete Artname lautet bezeichnenderweise auch „Aaskrähe“
  • – Ansonsten, wie Kormoran und Co., Fischfresser
  • – Bei der erwähnten Saatgans ist es wie beim Höckerschwan. Zwar mehr auf Grünland weidend als jener, aber sehr gerne auch auf Winterweizen oder wie Schwäne im Raps sowie im Wasser nach Pflanzen gründelnd
  • – Kolbenente, Gewässergrundfresser

ICH komme zu dem GANZ eindeutigen Ergebnis, dass es nahezu ausschließlich folgende Vogelgruppen erwischt:

  • – Nahrungsparasiten wie die Lachmöwe
  • – Aasfresser wie Großmöwen, Bussard und Rabenkrähen
  • – Fischfresser
  • – Muschel- und Wasserkerbtiere fressende
  • – sowohl am Gewässergrund als auch auf Ackerland weidende

Das konkludiert für mich auf zwei primäre Ursprungsquellen des Virus:

  1.  primär Düngerauftrag auf Kulturland/ Ackerland bzw. womöglich in Fischteiche (kippen die da echt Mist rein?!?)
  2. sekundär, wahrscheinlich durch Auswaschung aus dem Kulturland oder Windverfrachtung Gewässer, und hier vor allem Gewässerböden und dessen unmittelbar drüber liegende Wasserschichten

Denn alle diese möglichen Ursprungsquellen berühren fragliche Vögel mit dem Schnabel und schlucken dort gefundenes = Weg direkt in den Vogel.
Eventuell auch noch Aufnahme des Virus über Augenschleimhäute, wenn etwa Wasserpflanzen oder Kerbtiere aus dem Bodenmulm genommen werden, der dabei aufwirbelt und Viren in den freien Wasserkörper entlässt.
Da dann Fressen durch Fische, die den aufgewirbelten Bodenmulm für sich nutzen, die dann wiederum von Tauchern, Tauchenten und Kormoranen oder Möwen erbeutet werden…
Für mich ganz ehrlich glasklare Sache, der Ansteckungsweg!

Warnehof schrieb in Beitrag 2815:
Pathogenitätszeitraum
Auch in Wikipedia werden ähnliche Zeiten für die Pathogenität der Influenza Viren genannt, wie in dem Bericht der Freien Universität Berlin. Also kalt und feucht ist gut für Virus, in den Geflügelställen sollte dieser Zeitraum weniger wichtig sein, da die Viren relativ schnell durch den engen Kontakt der Tiere übertragen wird. Desweiteren werden amerik. Pekingenten auf Gittern gehalten, unter der die Gülle bis zum Ausstallen liegt.

Im Zeitraum vom 1.11. bis zum 31.1. gilt ein Ausbringungsverbot von Geflügelkot auf Ackerflächen. Es ist daher davon auszugehen, das im Oktober in der Vorbereitung der Felder für die Winterfrucht reichlich Geflügelkot eingearbeitet wird. Auch um die Lager für den Winter freizuräumen.
Hier
http://www.kritischer-agrarbericht.d…0_Lorenzen.pdf
habe ich folgendes gefunden:

 

Nach einer Infektion mit einem hochpathogenen
Vogelgrippevirus beträgt die Inkubationszeit
(Zeit zwischen Infektion und Krankheitsausbruch)
bei frei oder in Gefangenschaft lebenden Enten
einige Wochen, bei Puten und Hühnern nur
wenige Tage. Dieser Unterschied lässt sich als
evolutionäre Antwort auf den Umstand erklären,
dass die Viren im Wasser und im Feuchten besonders
gut überleben, vor allem im Winterhalbjahr. Daran
sind die Entenvögel besser als Landvögel angepasst.
Sie können deshalb Vogelgrippeviren beherbergen und
ausscheiden, ohne ernsthaft krank zu werden.

Das könnte also bedeuten, dass die toten Reiherenten vom Plöner See und dem Bodensee bereits Mitte Oktober infiziert wurden sind. Ab diesem Zeitraum waren sie Virenausscheider. Alle hier im Forum wissen, wieviele Freiland Hühnerhaltungen in S-H und B-W in diesem Zeitraum auffällig geworden sind. Richtig, keiner. Entweder sind die Hühnies seit 2014 immun, oder es fand einfach keine Übertragung statt.

Das WAI geht von einer Verbreitung durch Lebendgeflügeltransporte entlang der Fahrtroute aus. Quaki hatte hier einmal auf die kostengünstigste Fahrroute von Ungarn nach Basel hingewiesen. Auch das WAI geht von einer Meidung von Autobahnen beim Transport nach Norddeutschland aus. In Ungarn sind ca. 60.000 Enten an 4 Standorten gekeult. Wieviele Tiere von dort innerhalb der Inkubationszeit transportiert wurden sind, wage ich mir nicht vorzustellen.
http://wai.netzwerk-phoenix.net/inde…8-chronik-2016

Die Frage ist, ergänzen sich diese Theorien oder schließen sie sich aus. Und dann wäre da natürlich noch aus Asien eingeführtes Futter (Garnelen etc.) zu erwähnen, was aber nur schwer den Beginn des diesjährigen Ausbruchs erklären könnte. Da passen die beiden ersten Thorien besser ins Bild. Eventuell erklären Sie aber Fälle wie in Ückermünde (Emu) oder in kleinen Haltungen. Vom BDRG wurde in Veröffentlichungen der Einsatz von Garnelen als Proteinquelle propagiert.

Okina schrieb Beitrag 2819:

Das passt gut zusammen, Warnehof, was die Wildenten angeht… Ab Anfang September, teils schon Ende August ist klassische Sammelzeit (Limikolen, Seeschwalben etc. ziehen zu der Zeit schon ab).

Desgleichen ist Anfang September meist der Startzeitpunkt für nordische Zugvögel, wie Wildgänse und arktische Enten. Die müssten sich demzufolge ja NOCH früher infiziert haben, was nun völlig ins absurde führt, das ganze müsste dann wahrscheinlich schon auf dem Frühjahrszug stattgefunden haben, der für nordische Wasservögel bei gutem Wetter bereits Ende Februar beginnt.
Würden nämlich die nordischen Zugvögel das Virus mitbringen, müssten die sich irgendwann im Juli infizieren, und das entbehrt solange gänzlicher Handhabe, solange Forschern dort oben in der Tundra keine besondere Sterblichkeit auffällt- die gegeben sein müsste, wären die Vögel schon da infiziert.

Deren Ankunft in Deutschland jedoch ab den letzten Septemberwochen würde dann genügend Infektionszeitraum bieten. Ende September plus sagen wir vier bis sechs Wochen = Ende Oktober bis Mitte November = Et voila

Warnehof schrieb in Beitrag 2824:

@Okina
Was mich an der Wildvogelthese dieses Jahr gewaltig stört, sind eben, die nicht vorhandenen Funde zwischen China und Westeuropa.
Wenn ich das in der WAI Chronik richtig verstanden habe, ist der Fund am Ubsu-Nur See zum einen anders abgelaufen, als vom LFI publiziert (LFI spricht von Jagd lebender Tiere, der russische Bericht spricht vom Fund toter Tiere) zum anderen zeigte die Analyse, dass es sich nicht um einen Vorläufer des bei uns aufgetretenen Virus handelt. gsgs korrigiere mich bitte, wenn das so nicht stimmt.

Ich erwarte nicht, das in der Tundra jeder tote Vogel dokumentiert wird. Ich würde aber erwarten, dass beim Zug aus Westsibirien tote Vögel im Bereich Ladogasee – St. Petersburg festgestellt werden. Desgleichen im Baltikum und in Polen.

Beim südlichen Zugstrang? über Ungarn hatte man einen toten Schwan, auch nicht abendfüllend. Da aber auch das FLI sich für seine These nur auf den Fund am Ubsu-Nur See beruft, steht das ganze für mich auf sehr tönernden Füßen.

Hier mal eine Meldung vom 12.Oktober.
http://www.eatglobe.de/news/environm…-nur-lake.html

Welche Vögel kommen denn, aus dem Süd-Osten kommend zwischen Mai und September, mit den Reiherenten in Kontakt? Gibt es im Frühjahr eine Zugbewegung von China nach Westsibirien, analog des Zuges aus Westeuropa nach Westsibirien?

Okina schrieb in beitrag 2828:
Hy Warnehof!

Nein, das ist es ja!
Ich will ja nicht aufzeigen, dass das möglich wäre, sondern eben, das nicht! Niemals und unter keinen Umständen ursächlich über Wildvögel, und schon gar nicht aus der Mongolei!

Es gibt keine direkten Zugverbindungen von Mittelasien/ Ostasien nach Europa, der Virus KANN ALSO NICHT mit Wildvögeln hierher kommen.
Der einzig denkbare Weg, was ich dem FLI 2014 auch in Mails mitteilte, wäre, dass sich Vögel aus asiatischen und europäischen Überwinterungsgebieten in den Brutgebieten der Taiga treffen. Also Vögel, die sich in Süd-/ Südost-/ Mittelasien infizierten, ihre Virenfracht weitergeben, wenn sie wieder im Brutgebiet sind.

Dem entgegen steht aber ganz klar der Inkubationszeitraum, der dann mehrere Monate betragen müsste, was aber selbst bei Enten nicht der Fall ist. Auch müssten alle Wildvögel längst mit dem Virus durchseucht sein, sollten also quasi samt und sonders, so jetzt noch lebend, immun sein.
Sollte man zumindest vermuten, wenn das Virus wirklich so verheerend infektiös ist und soviele Wildvögel Übertrager sind, wie das FLI nach wie vor standhaft von sich gibt.
Warum aber sterben dann hier, in den Wintergebieten, so viele Tiere? Und nur hier, wie auch da in der Mongolei, welcher See ebenfalls (wie Dümmer, Steinhuder Meer, deutsche Küsten) Sammelgebiete darstellt?
Es sterben bei weitem nicht nur Jungvögel, denen man ja noch nachsehen könnte, dass sie noch nicht immun sind- alle Fotos von Reiherenten, die ich bislang sah, zeigten adulte Erpel oder Weibchen, nur in einem Fall ’nen immaturen Erpel, also einen aus der ’16er Nachzucht.

Zudem sind eben keinerlei Funde zwischen Mongolei und hier bekannt, also beißt sich da die Katze in den Schwanz!
Der NABU hat das alles schon viel ausgefeilter und besser dargelegt als ich- es ist schlechterdings unmöglich, dass die Vogelgrippe mit Zugvögeln aus Zentralasien zu uns kommt, punktum!

Bestenfalls noch aus Nordasien/ der arktischen Tundra, aber auch da widersprechen sämtliche Angaben über Pathogenität etc.

__________________________________

Erhebung der Ernährungsweisen der betroffenen Arten

Autor: Andreas Menz, 41 Jahre alt
Ornithologe seit 1980/ 36 Jahren
von 1999 – 2011 ehrenamtlicher Mitarbeiter Erfassung Kanadagänse u. a. aviäre Neozoen in Berlin, z. Hd. Olaf Geiter & Dr. Susanne Homma

Erhebung der Ernährungsweisen der betroffenen Arten und damit einhergehend der Nachweis wahrscheinlichster Ansteckungsquellen.
Ausgehend von der Einsicht, dass den weitaus größten oder gar ausschließlichen Teil der tot gefundenen Wildvögel vielerorts die Tauchentenart Reiherente (Aythya fuligula) ausmacht, die sich tauchend von Mollusken, Insekten und Crustaceen in oder direkt an Gewässergründen ernährt.

Desweiteren soll ein Einblick auf die Glaubwürdigkeit der standhaft vom FLI (Friedrich Löffler- Institut) und damit der Politik vertretenen These geworfen werden, dass Wildvögel vornehmlich als Ansteckungsherd anzunehmen sind, sowie den Virus latent beinhalten.

Totgefundene Arten aufgrund der Wissenschaftsforum- Artenliste

  • Reiherente (Aythya fuligula) & Tafelente (Aythya ferina)
    Diese beiden Tauchentenarten, wobei die Reiherente die weitaus meisten Todfunde stellt, ernähren sich zu ganz überwiegendem Teil von Mollusken, Crustaceen und Wasserinsekten, die sie tauchend vom Gewässergrund erlangen, dabei oft Mulm aufwirbelnd.
  • Höckerschwäne (Cygnus olor)
    Diese Vögel ernähren sich natürlicherweise durch Weiden am Gewässergrund, vor allem im Winter aber auch durch Beweiden vor allem von Rapsfeldern. Nur lokal/ im urbanen Umfeld bedeutend ist Ernährung durch Passantenfütterung (meist Brotreste). In beiden Fällen der natürlichen Ernährungsweisen sind die Vögel mit dem Kopf direkt an den potentiell virenbelastetsten Stellen: Dem Mulm am Gewässerboden bzw. der Ackeroberfläche…
  • Blässhühner (Fulica atra)
    Diese Vögel ernähren sich wie Reiherenten tauchend von Mollusken, Crustaceen, Insekten. Insgesamt aber mit größerem pflanzlichem Anteil (Schwimmalgenwuchs, junge Teile von Wasserpflanzenaufwuchs, auch herbstliches Falllaub) als jene, welcher vorzugsweise in oberen Wasserschichten erworben wird, also weitab des Gewässergrundes mit potentiell virenkontaminiertem Mulm. Daher mutmaßlich deren vergleichsweise geringe Mortalität.
  • Mantelmöwe, Silbermöwe (Larus marinus, Larus argentatus)
    Diese Großmöwen sind Opportunisten und ernähren sich sowohl von Muscheln, toten und lebenden Fischen als auch allgemein küstennah verendeten Tieren, so auch Vögeln, die sie teils sogar aktiv erjagen (etwa durch Krankheit geschwächte).
  • Lachmöwe (Larus ridibundus)
    Diese Kleinmöwe parasitiert sehr gerne an zB Blässhühnern oder Tauchenten, indem sie ihnen die soeben vom Grund hochgeholten Mollusken, kleine Fische etc. abjagt.
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus)
    Diese Art frisst überwiegend kleinere Fische, die sich wiederum von Jungmuscheln und Süßwasserplankton ernähren- also Wasserfiltrierern.
  • Krickente (Anas crecca) und Brandgans (Tadorna tadorna)
    Sind wiederum Muschel- und Kleingetierfresser des Gewässergrunds.
  • Kolbenente (Netta rufina)
    Diese Art ernährt sich von Wasserpflanzen und Algen, die im ganzen gefressen werden. Also aus dem Bodengrund gezogen (Mulmaufwirbelung) und mit anhaftenden Kleintieren besetzt.
  • Saatgans (Anser fabalis)
    Bei dieser Art ist die Ernährung wie beim Höckerschwan. Sie ist zwar mehr auf Grünland weidend als jener, steht aber sehr gerne auch auf Winterweizen oder im Raps und gründelt im Wasser nach Pflanzenteilen.
  • Kormoran (Phalacrocorax sp.), Graureiher (Ardea sp.) sowie Haubentaucher, Lachmöwe, Ente und Fluss- Seeschwalbe (Sterna sp.)
    Bei diesen Arten, alle gemeldet aus der Mongolei am 23.9.16, handelt es sich den Angaben nach durchweg um fischfressende Spezies. Bei der angegebenen Ente wird es sich daher mutmaßlich um einen Säger (Mergus sp.) gehandelt haben.
  • Mäusebussard (Buteo buteo)
    Ist ein klassischer, opportunistischer Aasfresser.
  • Rabenkrähe (Corvus corone corone)
    Ist ebenfalls ein klassischer, opportunistischer Aasfresser.

Fazit:

Ich komme zu dem ganz eindeutigen Ergebnis, dass nahezu ausschließlich folgende Vogelgruppen, außer Hausgeflügel in industriellen Intensivhaltungen, von der H5N8- Erkrankung betroffen