Archiv der Kategorie: Vogelgrippe – Geflügelpest

Neueste Einträge auf den Vogelgrippe-Seiten


Schnell-Navigation

Hier finden Sie alle neu eingestellten Beiträge bevor sie in die Rubriken verschoben werden oder Hinweise, wenn direkt in einer Rubrik neue Beiträge erschienen sind:

______________________________________________________

Neue Einträge bei NOTFALL in Wörth

______________________________________________________

Neue Einträge auf Leserbriefe auf Zeitungsartikel

 

NWZ 24.1.2017
einige Betriebe in Garrel dürfen wieder einstallen!
viele gute Kommentare: Bitte lesen Sie weiter in der Rubrik

Berliner Zeitung  24.1.2017
H5N5 neues Vogelgrippevirus in Schleswig Holstein
viele gute Kommentare: Bitte lesen Sie weiter in der Rubrik

NDR.de  24.1.2017
Geflügelpest: jetzt auch Zuchtgänse betroffen
Kommentar: Bitte lesen Sie weiter in der Rubrik

___________________________________________________________________________

Neue Einträge auf der Aktionsbündnis VogelFrei Seite


Mitteilung des AVF vom 24.1.2017
um die Frage nach Spendenmöglichkeiten für das AVF zu klären:
bitte lesen Sie weiter in der Rubrik


_________________________________________________________________________

Neue Einträge bei  Zahlen, Daten, Fakten

OIE Weekly Deseas Information

Mit Stand Silvester  31.12.16   00.00 Uhr
sind die Auswertungen der Zahlen von FLI und OIS eingestellt.

______________________________________________________

Neue Einträge bei Zahlen, Daten, Fakten, Abschnitt Presselinks:

Sächsische Zeitung 25.1.2017
Zoo – absoluter Stress für die Tiere!

Augsburger Allgemeine 24.1.2017
Kükendrama am Flughafen – 7500 Tiere eingeschläfert
Was für ein Wahnsinn – wann hört dieser globale Lebentiertransport im großen Stil endlich auf!!!

Leipziger Volkszeitung 24.1.2017
Wir führen einen Kampf gegen Windmühlen

Norddeutsche Rundschau 24.1.2017
Geflügelpest im Kreis Steinburg – das Virus verändert sich
gute Kommentare!
______________________________________________________

Neue Einträge bei Zahlen, Daten, Fakten, Abschnitt informative Links:

shz 24.1.2017
Was verbirgt sich hinter den Subtypen?

______________________________________________________

Zahlen, Daten, Fakten“ Abschnitt:
Eine kleine Sammlung rund um Geflügelmist

aus Massenhaltungen als Wirtschaftsgut:

___________________________________________________________

Neue Einträge bei Zahlen, Daten, Fakten, Abschnitt
Links zu Videos:

______________________________________________________

Neue Einträge bei  „Fragen, rund um die Vogelgrippe


Mit Datum vom 24.1.2017 stellt das FLI ein Papier FAQ ein,
welches viele unserer hier gestellten Fragen beantworten soll

______________________________________________________

Neue Einträge bei  „Gedanken zur Wildvogeltheorie“

_____________________________________________________

Neue Einträge bei  „Briefe an Behörden“

______________________________________________________

Neue Einträge bei „Eigene Gedanken zum Thema„:

______________________________________________________

Neue Einträge bei  Emotionen, Gedanken und Spekulationen

____________________________________________________________________________

Neue Einträge bei  Aufschrei

______________________________________________________

Schnell-Navigation

Aktionsbündnis VogelFrei

Schnell-Navigation

Ich unterstütze mit meiner Seite www.wildvogel-rettung.de das:

Aktionsbündnis VogelFrei (AVF)“ 

Aktionsbündnis VogelFrei
Aktionsbündnis VogelFrei

…zur Zeit sind alle Hausgeflügel „vogelfrei“…
wir, vom AVF wollen VogelFrei!
www.aktionsbuendnis-vogelfrei.com
AB_VogelFrei@web.de

__________________________________________________

Mitteilung auf der AVF Seite vom 24.1.2017

um die Frage nach Spendenmöglichkeiten für das AVF zu klären:

Wir haben am Wochenende einen Unterstützerverein für das AVF gegründet, der derzeit notariell geprüft wird.
Im Zuge dessen wird es ein Konto geben, das dann auch wieder auf den Homepages veröffentlicht werden kann.

Der Verein hat den Zweck, die Finanzen des ansonsten autarken und nicht vereinsgebundenen AVF zu verwalten , wodurch das Ausstellen von Spendenbescheinigungen bei Anerkennung der Gemeinnützigkeit möglich werden sollte.
Anfragen nach Geldern für Aktionen im Sinne und im Namen des AVF durch Aktivisten und Vereinigungen, die für das AVF eintreten, können dann gestellt werden.
Der Umgang mit den Spenden bei angestrebten Klagen ist in der Satzung geregelt, ebenso die schnelle Freigabe von Geldern für einstweilige Verfügungen etc.

Die Satzung werden wir auf den Webseiten veröffentlichen, sowie der Verein eingetragen ist.

Julia Buschmeyer, Afra Korfmann, Nicole Zimmer, Kirstin Zoller

 

_____________________________________________________

28.1.2017 für das  AVF organisiert:


Sabine Corban und Mathias Güthe haben für das AVF
ihre Idee eines Symposiums in die Tat umgesetzt:

Symposium in Kiel zum Thema Vogelgrippe

Die Tierärztekammer Schleswig-Holstein rechnet die Teilnahme auf die allgemeine Fortbildungspflicht gemäß § 2 Absatz 4 der Berufsordnung mit 3 Stunden an.
__________________________________________________________

Aufruf von Susanne im Hüfo #10380:

Hallo,

War heute bei Dr. Götz. Dieser hat mir berichtet, dass er zusammen mit Geflügelzuchtvertretern nächste Woche ins Ministerium geht, es geht konkret um das Ende der Stallpflicht zum 31.1., die intern schon wieder angezweifelt wird. Dr. Götz hat mich gebeten, so viel wie möglich Leute dazu zu bewegen, ihre Landtagsabgeorndete anzuschreiben, um für ein Ende der Stallpflicht zu bitten und eine Verlängerung zu verhindern. Je mehr Mails, umso besser. Am besten individuelle Mails, auch eine einfache Anfrage würde genügen, Haupstsache es wird klar, dass das Ende der Stallpflicht für uns wichtig ist. Ich selbst habe jetzt schon fleißig geschrieben, da ich in B-W wohnortmäßig schon ein bisschen rumgekommen bin, habe ich Leute aus verschiedenen Kreisen angeschrieben und auch erwähnt, in welcher Weise ich mit ihnen in Kontakt stehe. Wenn hier noch jemand mitliest, kann er das vielleicht auch machen.

Liebe Grüße
Susanne

Anmerkung Red.: Es geht vor allem um Baden-Württemberg, aber zusätzliche Anschreiben dieser Art in anderen Bundesländern können auch nicht schaden!

____________________________________________________

Downloads:

Geflügelbetriebe in Deutschland
Geflügelbetriebe 201612110035306910

Vogelgrippe
was geschieht warum und wie sinnvoll ist es?
Hannes Erklärung der Vogelgrippe

Demonstration: 21.01.2017 | 12 Uhr | Potsdamer Platz (Berlin)
Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!

 

Geflügelpest-Tierseuchenschutzverordnung:
 GeflügelpestTierseuchenschutzverordnung Geflügelpest

 


Schnell-Navigation

offizielle Gründe für die Maßnahmen

Schnell-Navigation

Offizielle Begründungen FÜR die Maßnahmen –
…und was wir daran fragwürdig finden

————————————————–
Es heisst von offiziellen Seiten:

Um eine Ausbreitung, Übertragung und mögliche Mutation des hochansteckenden Virus zu vermeiden sind konsequente Einstallung zum Schutz des Hausgeflügels und um die Weiterverbreitung des Virus durch das Hausgeflügel in der Natur (Reinfektion)zu verhindern,  erforderlich.
Bei Verdacht auf einen H5 oder H7 Erreger (egal, ob hoch oder niedrigpathogen ) ist es unerlässlich, den gesamten Bestand und bei H5H8 auch direkt angrenzende Geflügelbestände zu keulen, um die Verbreitungskette zu unterbrechen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter,
Chef des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) sagt:

– Hühner und Puten sind extrem empfindlich auf das Virus H5N8
-Inkubationszeit max. 2 Tage
– bei Infektion gibt es einen schnellen und heftigen Krankheitsverlauf
– Mortalität 100% bei Ausbruch innerhalb von 1 bis 2 Tagen

Dagegen spricht,
dass Befunde in kleineren „Hinterhofbeständen“, wie die Haltungen mit um die 100 bis einige 100 Tieren genannt werden (OIE),

oft reine Zufallsbefunde sind, die nur zu Tage treten, weil wegen eines Antrags auf Ausnahmegenehmigung die hierfür vorgeschriebene Beprobung vorgenommen wird. Die Tiere sind und waren zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise auffällig, sondern kerngesund.

————————————————–

Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter,
Chef des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) sagt am 1.12.2016 in Kiel:

Niedrigpathogene Befunde kommen normal in Geflügel vor.
Zitat Mettenleiter vom 1.12.2016 Kiel:
 „eine Durchseuchung mit LPAI (niedrig pathogene aviäre Influenza)
bei Gänsen ist völlig normal. Wir finden in so gut wie jedem
Wassergeflügelbestand etwas.“

Mit anderen Worten:

  • – egal, wo Stichproben genommen werden, man muss nur genügend
    Tiere durchtesten, wenn man einen positiven Befund finden will.
  • die vorbeugende Keulung von LPAI positiv getesteten Beständen ist also eine willkürliche, sinnbefreite Tötung vieler zufällgig ausgewählter Tiere, weil ein Gesetz diesbezüglich offensichtlich fehlerhafte Handlungsvorschriften enthält?
  •  theoretisch müsste/kann man bei der derzeitigen Praktik der Umsetzung der Tierseuchenschutzverordnung sämtliche Gänse Deutschlands vorbeugend töten.

Oder andersherum:
Das Procedere über zufällige Beprobung einzelner Bestände ist geeignet, missbräuchlich gezielt „unbequeme“ Geflügelhalter zu ruinieren.

Die Fragen:
Wenn LPAI normal in Geflügel vorkommt, was soll dann die vorbeugende Keulung zufällig beprobter Bestände bezwecken?

  • – es sind bei der Aussage offensichtlich alle anderen, ebenfalls gesund erscheinenden Bestände genau so positiv, wie der zufällig beprobte Bestand.

Warum also den einen vorbeugend keulen, während alle anderen das, was immer angeblich durch das Keulen verhindert werden soll, genau so weiter bewirken?

Wenn das Vorkommen von LPAI in dieser Tierart normal ist, kann es überhaupt zielführend sein, es ausrotten zu wollen?

Wenn ja, geht das nicht nur, indem man diese Tierart komplett ausrottet?

Unseres Erachtens enthält damit das Tierseuchengesetz, auf das sich ja auch unsere Minister immer wieder berufen (…ala „uns sind die Hände gebunden, wir müssen so handeln, weil es in der Verordnung steht….) den 1.  ganz gravierenden Fehler.

————————————————–

FLI und Behörden sagen:
Mit der Einrichtung von Sperrbezirken (1-3km um die Ausbruchstelle)  und Beobachtungsgebieten (bis 10 km um die Ausbruchstelle) soll verhindert werden, dass das Virus verschleppt wird.

Ich lese immer wieder in der Presse so etwas wie hier:
ndr.de Nachrichten
Im Landkreis xy wurde gestern (z.B. Freitag) ein Bussard gefunden und positiv auf H5N8 getestet.  Es wird ein Sperrbezirk von 1 km um die Fundstelle eingerichtet, der ab z.B. Sonntag gilt…“

Frage:  wenn das verendete Tier dort bereits am Freitag lag, was soll ein Sperrbezirk ab Sonntag bezwecken? Warten die Viren mit der Weitervebreitung erst ein mal 2 Tage ab, bevor sie loslegen?

————————————————–

Dr. Harbeck begründet das Aufstallen bestätigt durch Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter (FLI) am 1.12.2016 in Kiel sinngemäß damit,
dass die Aufstallung zur Zeit die einzig verfügbare Maßnahme sei, mit der das Hausgeflügel effektiv vor dem Erreger geschützt werden könne. Weiter sagt er:
„Ich schließe nicht aus, dass die Geflügelhaltung der Zukunft nicht mehr im Freiland statt finden kann.“ Er begründete das damit, dass der Verbraucher eine möglichst klinische Nutztierhaltung wünsche.
Wir fragen:
Warum wird verschwiegen, dass die verfügbarste Maßnahme gegen ein Virus ein intaktes, starkes Immunsystem ist? (nähere Ausführungen dazu im nächsten Punkt)
Dr Harbeck blieb mit seiner sinngemäßen Äußerung, der Verbraucher sei schuld, weil er „die Stallhaltung (das würde in letzter Konsequenz nur noch auf Massentierhaltung hinaus laufen) so wünsche“ den Beweis dieser Behauptung schuldig.
Wir haben in unserer Runde  festgestellt:
wir haben bis heute noch niemals wirklich niemals einen Verbraucher persönlich getroffen(und einige von uns unterhalten sich mit vielen Menschen fast täglich über das Thema Ernährung aus artgerechter Haltung) der (sofern er nicht Vegetarier oder Veganer ist) Fleisch vom Freilandrind, vom freien Schwein oder vom freien Huhn nicht dem Stallfleisch vorziehen würde.
Hygienische Bedenken haben wir schon gar nie bei Fleisch aus artegerechter und Freilandhaltung gehört.
Wir hören aber des öfteren Bedenken, bei Massenfleisch – weil da häufig die Worte  „Gammelfleischskandale“ und „Medikamentenrückstände“, „Tiermehl im Futter“, „halbtote Tiere“ im Stall und „Tierquälerei“  von den Leuten thematisiert werden.
Wir erleben eher, dass die Verbraucher den Worten der industriellen Tierhaltung nicht mehr glauben…..und mit Hygiene scheint es da ja auch nicht immer weit her zu sein, wenn man da  an Dokumentationen denkt über Fleischbeschau, die keine mehr ist, Eiterabszesse, die in die Wurst kommen, während der Verarbeitung runter gefallene Hähnchen, die dann wieder ans Band gehängt werden…… und die Aufnahmen, die einschlägige Tierschützer immer wieder verdeckt in derartigen Massenställen machen, die sind auch eher dafür geeignet, das Verbrauchervertrauen in diese Art der Fleischproduktion nachhaltig zu zerstören und an den „besonders hohen Hygieneansprüchen“ zu zweifeln……….

————————————————–

Das Friedrich Löffler Institut (FLI) stuft das Virus H5N8 (Grippe) als hochpathogen (stark krank machend) und extrem schnell und leicht übertragbar ein – niedrig pathogene AI Viren gelten laut FLI als mögliche Vorläufer hochpathogener Vieren.
Es vertritt die Ansicht, dass das Virus von Wildvögeln übertragen wird und dass es in Hühner- und Putenbeständen eine nahezu 100% Mortalität bewirkt. Es sieht als einzige Möglichkeit, mit dem Virus umzugehen, es sowohl in seiner hochpathogenen als auch in den niedrigpathogenen Formen in Hausgeflügelbeständen auszumerzen, indem infizierte Tiere getötet und alle gesunden Tiere aus demselben Bestand und aus umliegenden Beständen vorbeugend getötet werden.

Wir denken:
Grippe ist das Natürlichste von der Welt. Jedes Lebewesen wird in seinem Leben ganz normal irgendwann mit verschiedenen Viren konfrontiert. Eine Reaktion des Immunsystems ist natürlich. Das Ergebnis ist , wenn der Körper über den Eindringling siegt, dass er – je nach Virus über einen mehr oder weniger langen Zeitraum (kann von einigen Monaten bis hin zu lebenslänglich sein) Antikörper hat. Diese wehren später, denselben oder einen ähnlichen „Feind“ schnell und effektiv ab.
Mit zunehmendem Alter eines Huhn steigt  die Wahrscheinlichkeit, dass es verschiedene Antikörper aufgebaut hat.
Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit von Antikörpern wenn das Tier draußen lebt, denn da kommt es täglich mit Keimen aller Art in Kontakt.

(Gleiches Prinzip, wie bei indigenen Völkern, denen Besucher von außen mit einer simplen Erkältung erst  Massensterben bescheren,
später erkälten sie sich genau wie wir auch und ohne, daran zu sterben)

Dass das Huhn symptomlos  Antikörper zeigt, obwohl es als besonders schnell auf H5N8  reagierende Tierart gilt, spricht dafür,
dass genau dieses Huhn besonders fit und besonders gut gewappnet gegen den Feind ist…..und genau DIESES Huhn kloppen wir tot…..

So ein Handeln ist an Unlogik nicht zu übertreffen…..

Die Natur hat alles nach dem Prinzip eingerichtet: die Stärksten, Gesündesten, Widerstandsfähigen überleben und dürfen sich vermehren, die, die den Herausforderungen (auch der Krankheit) nicht gewachsen sind, werden ausselektiert.

Was hier mit diesen Maßnahmen der Seuchenschutzverordnung versucht wird, ist, die effizienteste natürlich vorhandene Waffe des Körpers zur Abwehr gegen Feinde systhematisch zu schwächen und auszuschalten, indem man jene wegkeult (und damit auch ihr Erbgut), bei denen diese Waffe am wirkungsvollsten vorhanden ist.

Und warum? Weil man verkrüppelte Kreaturen „geschaffen“ hat, bei denen das Immunsystem auf der Strecke blieb, als man einzig
mit Augenmerk auf die Optimierung der gewünschten Produkteigenschaften konfektionierte Hühner schaffte.

Betrachtet man das nur vom „Ist-Zustand“ – egal, wer es verursacht hat – wer es verteilt und wie: JETZT haben wir das Virus.

Und was wir sehen ist,  die Wildvögel sind  in der Lage , sich auf die „neue“ Situation einzustelle und eine neue Abwehrstrategie zu entwickeln.
Die Schwächsten sterben, die gesunden, starken überleben und bauen Antikörper auf, um beim nächsten Kontakt geschützt zu sein.
Die natürlich lebenden Haushühner machen es nicht anders:

Ihr Immunsystem lernt mit der neuen Herausforderung umzugehen. Es sterben  welche weg – in der ersten Generation mit Erstkontakt sicher auch mehr – aber  „alle Hühner sterben dran“ – das mag für Massenhaltungen zutreffen – bei frei und natürlich lebenden Tieren wage ich die Behauptung, dass das unmöglich der Fall sein wird – so man sie den Infekt durchmachen lässt (auch das beweisen die Wildvögel).

Das scheint  nicht im industriellen Interesse zu sein, da deren Hühner mangels eines nicht mehr intakten Immunsystems nichts dagegen setzen können und stattdessen noch durch eine unnatürlich hohe Besatzdichte dem „Feind“ in die Hände gespielt wird.
Ein Eldorado für Keime aller Art. . Da sind Totalverluste zu erwarten.


Aber soll ich zum Schutz dieser „künstlich am Leben erhaltenen Tiere“ die, die ohne Hilfe überlebensfähig sind vernichten?

Oder muss ich, wenn ich die „Kunsthühner“ will nicht auch dort ansetzen und sie nach außen abschirmen (Hochsicherheitstrakt),
statt die überlebensfähigen Tiere zu vernichten,um die überlebensunfähigen Tiere zu schützen?

Wollen wir wirklich, dass die stärkste und effektivste Waffe, die wir gegen Viren kennen, in unseren „lebensmittelproduzierenden Tierarten“ mittel und langfristig unwiderbringlich vernichtet wird? Nur, weil wir glauben, mit Hochsicherheitstrakten und Chemie effizienter einen neuen Keim bekämpfen zu können, als es das Immunsystem kann?
Die Geschichte  zeigt uns, dass die Natur immer wieder neue Keime hervorbringt. DAS werden wir nicht verhindern können und ich bezweifel, dass wir auf jeden dieser Keime Antworten finden werden, die auch nur annähernd so effizient greifen, wie das Immunsystem.

Wir können nicht gegen natürliche Mechanismen ankämpfen und glauben, dabei dauerhaft zu gewinnen. Wohin so ein Größenwahn führt sehen wir überall – ich sag nur Klimaerwärmung und Co…

Ohne das hocheffektiv funktionierende System von „neue Feinde entstehen“ – „Abwehr stellt sich drauf ein“ hätte es keine Evolution gegeben. Und ohne, dass die Abwehr sich mit ihrem Feind beschäftigen kann, kann sie  auch keine neue Strategie dagegen entwickeln.

Genau diese Konfrontation verhindern wir mit unseren „vorbeugenden Massentötungen“ gerade.

Schlimmer, die „Abwehrsysteme“, die es gerade geschafft haben, eine Strategie zu entwickeln, die treten wir in die Tonne….

————————————————–

Schnell-Navigation

Vogelgrippe – Geflügelpest

Schnell-Navigation

Geflügelpest – warum die Aufregung?

Lieber Leser,
Sie fragen sich vielleicht auch:
Warum dieser Hype – warum regen sich alle so auf?
Die Hühner werden doch sowieso geschlachtet…..
Die Behörden haben doch alles bestens im Griff – die Seuche ist unter Kontrolle…….

Tja, warum das alles?

Ich versuche es mal mit einer kleinen Geschichte – einer Geschichte, die morgen schon Wirklichkeit sein könnte…..

Stellen Sie sich vor, die „Seuche“ hiesse nicht „Geflügelpest“, sondern „Hundepest“ (oder „Katzenpest“, „Papageienpest“, „Meerschweinchenpest“) – suchen SIe sich einfach aus, welches Haustier Sie besonders lieben und setzen sie es ein für den Hund, der exemplarisch für alle in der folgenden Geschichte die Hauptrolle spielt.

Nun stellen Sie sich vor, der größte und umsatzstärkste Markt rund um den Hund wäre in Deutschland nicht mehr der Heimtiersektor, sondern der Nutztiersektor.
Stellen Sie sich vor, in unseren westlichen Ländern würde Hundefleisch so salonfähig auf dem Teller, wie in Asien oder wie Pferdefleisch in Frankreich. Anfangs noch als wenig akzeptierte „Ausnahmeerscheinung“, die Entrüstung hervorruft, doch mit der Zeit tritt die Gewöhnung ein und da immer neue Skandale rund um Geflügel, Schwein und Rind das Verbrauchervertrauen zunehmend erschüttern, nimmt der noch gar nicht skandalumwitterte Hund einen immer größeren Stellenplatz an der Fleischtheke ein.
Immer mehr fleischproduzierende Unternehmen wittern hier das Geschäft der Zukunft.
Parallel zum Heimtiermarkt entwickelt sich die „Nutztierschiene Hund“ .
Anfangs sind es noch kleine „Fleischhundzüchter“, die überschaubare Rudel mit Platz und AUslauf halten – sie kennen vieler Ihrer „Nutzhunde“ sogar noch beim Namen.
An uns Haushundbesitzern geht das alles noch mehr oder weniger vorbei – es berührt uns nicht direkt, denn unserem Fiffi geht es gut und außer, daß wir angeekelt den Kopf schütteln, wenn wir im Supermarkt neben dem Tiefkühlhähnchen nun einen Hundeschenkel sehen, ruft das keine grossartigen Proteste bei uns hervor.
Mit der Zeit wittern auch immer größere Unternehmen das Geschäft mit dem Hund und träumen schon vom globalen Hundefleischmarkt.
Doch 30 oder 40 Hunde züchten – das bringt es nicht – es müssen tausende sein – auf einen Schlag – wirtschaftlich, automatisiert, schnellwüchsig, mit gutem Fleischansatz – eben so schnell wie möglich schlachtreif.
Wenn dann die ersten Hallen aus dem Boden sprießen mit gigantischen Hundeproduktionen, schreien einzelne Tierschutzorganisationen auf.
Die Politik reagiert – sie schafft ein Gesetz, um den Tierschutz zu wahren:
Ab sofort hat ein Hund in der industriellen Hundehaltung Anspruch auf mindestens 0,5 qm, wenn er 30 – 50 kg. wiegt. Bei Hunden unter 30 kg dürfen höchstens 4 Tiere auf einem qm (das ist ein Rechteck von 1 x 1 Meter) gehalten werden.
Nun schütteln Sie den Kopf, lieber Leser? Nun, das sind die Vorgaben, die es heute für Schweine gibt und bei Hühnern dürfen 35 kg Lebendgewicht pro qm gehalten werden (bei Masthähnchen von ca 1,6 kg sind das gute 20 Tiere pro qm)
Jetzt nehmen wir mal 60 qm – die dürften dann also mit 240 29kg Hunden belegt werden. Aber natürlich reicht das dem Massenproduzenten nicht. Er baut eine Halle von 800 qm (die Größe eines normalen 20 x 40 Reitplatzes), wo er „tierschutzgerecht“, also dem Gesetz genügend 3200 Hunde mästen kann.
Nun sagen Sie sicher: das geht doch gar nicht – die Hunde brauchen Auslauf, sie würden sich beissen, wären ständig gestresst, bekämen Verhaltensstörungen, würden krank?
Stimmt – ganz genau so, wie die Schweine, Kühe und Hühner.
Gegen das Beissen werden schon beim Welpen die gefährlichen Fangzähne verödet – ganz im Sinne des bis dahin geschaffenen Gesetzes, damit sich die Tiere nicht gegenseitig verletzen.  Und die täglichen paar toten Hunde in der Mastmasse sind gleich von Anfang an mit einkalkuliert.
Es sind schließlich Nutztiere – die empfinden offensichtlich anders, als Haustiere und da gelten andere Normen des Tierschutzes in der Gesetzgebung. Hund ist nicht gleich Hund……
Angesichts dieser Haltung bei gleichzeitig fettreicher, schnell mästender Ernährung und diverser Medikamentengaben treten zunehmend häufiger Krankheiten in den dicht besetzten Hundebeständen auf.
Ab und an gerät so ein gefährlicher Keim auch nach draußen und infiziert gelegentlich auch mal einen Haushund.
Mit zunehmenden Erkrankungen in den Massenbeständen wird zunehmend der Ruf der Industrie nach engeren Kontrollen der privaten Hundehaltung laut – denn schließlich sind sie es, die die Erreger produzieren – in den hygienischen Hochsicherheitstrakten der Hundefleischproduktion könnte so etwas gar nicht geschehen.
Erste Gesetze werden erlassen: Meldepflicht (haben wir ja schon), Impfpflicht für  immer mehr völlig blödsinnige Erkrankungen, die unsere Hunde bis dato nie hatten – allein – die Impfungen werden nicht so gut vertragen und ab und an krepiert auch mal ein Hund daran – was solls – was ist schon 1 Hund gegen die vielen tausend in den Wirtschaftsbeständen, die in Gefahr sind.
Parallel werden die Massenhundebestände, in denen ein einziger kranker Hund auffällig wurde, vorbeugend vergast und weggeworfen, damit die Ställe mit neuen Welpen besetzt werden können.
Dann bricht wieder eine neue Seuche aus (die eigentlich keine wäre, gäbe es diese Massenbestände nicht).
Die Politik reagiert auf Drängen der Wirtschaft sofort:
ab sofort gilt strenger Hausarrest für Hunde – Hunde dürfen nicht mehr vor die Tür. Außerdem ist von jedem Hundebesitzer ab sofort ein „Bestandsbuch“ zu führen, wo er täglich das Gewicht des Hundes zu dokumentieren hat.
Beim ersten AUsbruch ist der Hausarrest schnell wieder aufgehoben. Aber erst alle paar Jahre, dann nach 2 Jahren und dann alljährlich tauchen neue Seuchen auf – und jedes Mal ist der Hausarrest ein wenig länger, das Bestandsbuch etwas umfangreicher – und ach ja, es kommen Desinfektionsvorschriften für den Hundehalter hinzu und es werden nicht mehr „nur“ die betroffenen Hunde in den Massenbeständen vergast, sondern vorbeugend geht ein Tötungskommando um, welches jeden Hund in Privathaushalten der Umgebung von einem Kilometer vorbeugend erschlägt – nein, auf die Krankheit getestet werden muss der Hund nicht – so viel Solidarität des Hundehalters mit der Hundefleischwirtschaft muss schon sein….
Am Ende schließlich ist die private Hundehaltung so aufwändig, teuer und mit unsinnigen Auflagen belegt, dass es nahezu unmöglich ist, privat überhaupt noch einen Hund zu halten – und wer sich das doch antut, muss damit leben, dass er seinem Hund kein artgerechtes Leben mehr bieten kann.

„So etwas gibt es nicht“ sagen Sie jetzt entrüstet?

Wenn Sie sich da man nicht täuschen. Mit Rindern und Schweinen ist dieses Procedere bereits abgeschlossen. Es ist kaum noch möglich, als Privatperson problemlos eine  dieser Tierarten zu halten – selbst, wenn man den Platz hätte und selbst, wenn man sie lediglich als „Haustier“ halten will.
Beim Geflügel sind wir gerade mitten drin – wir haben den Punkt erreicht, wo das erklärte Ziel von Wirtschaft und Politik offensichtlich ist  “ eine dauerhafte Aufstallpflicht von Geflügel“ – mit anderen Worten: Hühner, Enten und Gänse dürfen dann nicht mehr draußen gehalten werden – das kommt dem Verbot einer privaten Haltung dieser Tierarten gleich. … und Hühner, Enten und Gänse waren und sind für viele unter uns genau so geliebte Haustiere, wie für Sie der Hund, die Katze, der Papagei oder das Meerschwein…..

Jeder von Ihnen, liebe Leser, der von sich behauptet, ein Tierfreund zu sein, sollte aufschreien und mithelfen, dass diesen bestialischen Machenschaften rund um die Massentierhaltung durch Wirtschaft und Politik ein Ende bereitet wird.
Wenn wir als Gesellschaft uns nicht mit schuldig machen wollen an diesem weltweiten Frevel, dann müssen wir endlich aufstehen und uns dagegen erheben…..sonst ist vielleicht morgen Ihr Haustier dran….


Kommentar von Petra Maria im Hühnerforum Beitrag 7260

Grandios!

Das trifft genau den Knackpunkt: ich habe schon zu Beginn des Vogelgrippehypes fest gestellt, dass das Thema selbst Möchtegerntierschützern und -liebhabern ziemlich am A…(ufreger) vorbei geht. „Sind doch Nutztiere. Die wären sowieso getötet worden. Jetzt haben sie das elende Leben halt ein bisschen früher überstanden“. Und die Massentierhalter werden aus der Tierseuchenkasse entschädigt. Ist doch alles in bester Ordnung….
Gut – es gab einen kurzen, aber heftigen Aufschrei, als die Huffington Post mal titelte, Sachsen könnte freilaufende Katzen erschiessen. Da ist dann Schluß mit lustig. Katzen sind die „Schwellenart“ – teils „unkontrollierte Plage“, teils verwöhntes und geliebtes Haustier….Hunde wären noch dramatischer. Gottseidank blieb es da bisher bei Anleinpflicht in bestimmten Bereichen Damit kann man zur Not eine zeitlang leben (oder man weiss, wo man sie gefahrlos umgehen kann).

Das Konzept der Massentierhaltung geht auf: aus den Augen – aus dem Sinn. Die Bevölkerung kriegt keines der Tiere aus den Massenställen jemals zu Gesicht. Das arme Tier kriegt keins – kein Gesicht. Niemand braucht in die Augen zu schauen, die ein ganzes, armseliges Leben lang kein Tageslicht sehen dürfen und keinen Halter, den das Tier als jemanden erkennt, der es mag und umsorgt und respekt-, vielleicht sogar liebevoll, versorgt.

Die irrwitzigen Zahlen bei den aktuellen Keulungen sind so unfassbar, dass es fast schon wieder leicht wird, sie zu verdängen. Tausende Tiere – zu denen man keinerlei Bezug hatte. Einzeltiere, die viele kannten, sind unvergleichlich schlimmer – da leidet man dann mit…..

Makaber, aber wahr. Es bewährt sich, dass sie die Tiere hinter hermetisch abgeriegelten Mauern vor den Blicken der Bevölkerung verborgen haben…

LG
Petra Maria

 

 

__________________________________________________________-

Vogelgrippe – Geflügelpest – Wildvögel – Hausgeflügel

zur Zeit ist sie in aller Munde. Die Medien geben unisono wieder, was seitens unserer Behörden und des Friedrich Löffler Instituts (FLI) bekannt gegeben wird:

t
…sind sie wirklich schuldig?….

die Zugvögel sind Schuld, die Hausgeflügel sind massiv gefährdet,  vorsorgende Massentötungen gesunder Tiere, Aufstallpflicht für alle….
…und das alles natürlich nur zum Besten von Mensch, Tier und Natur.

  • dass nahezu alles, was sich hier zur Zeit abspielt nicht schlüssig ist, wenn man darüber nachdenkt
  • dass das Friedrich Löffler Institut eine sehr starke finanzielle Nähe zur Massentierhaltung und zur Pharma hat und unabhängige Wissenschaftler durchaus zu anderen Ergebnissen kommen
  • dass die infizierten Tiere meist weniger als 1 % der daraufhin getöteten Tiere ausmachen
  • dass die Anzahl der infizierten, toten Wildvögel deutlich unter 1% aller Wildvögel, die hier durchziehen liegt
  • dass ein Influenza Virus nicht „die Pest“ ist
  • dass vermutlich die Wildvögel zu Sündenböcken gemacht werden und dabei wahrscheinlicher die wahren Opfer sind…
  • dass dem kleinen Hühnerhalter Maßnahmen verordnet werden, die teilweise an Tierquälerei grenzen und von der Umsetzung her kaum zu relaisieren sind, um zu verhindern, dass Vogelkot eine Infektion überträgt, während Geflügelmist aus Massentierhaltungen teuer gehandelt und offen durchs Land gekarrt und auf unsere Felder gekippt wird, wo er potentiell ansteckend für die Wildvögel ist…..
t
…oder doch die wahren Opfer?

….all das und noch vieles mehr wird konsequent ignoriert – offensichtlich nicht einmal hinterfragt – sowohl seitens der Behörden als auch seitens der Medien.

Unsere Wildvögel sind massiv gefährdet, genau, wie unsere Haushuhnbestände – und statt diese entsprechend zu schützen werden Maßnahmen ergriffen, die meines Erachtens genau das Gegenteil erzielen und  nicht mehr zeitgemäß sind.

Die Medien scheinen kein Interesse daran zu haben, kritisch zu hinterfragen was geschieht – darum tun Sie es selbst. Machen Sie sich ein Bild – lesen Sie die „andere“ Seite und urteilen Sie selbst, ob es sinnvoll wäre, hier mal etwas kritischer nachzuhaken.  Und wenn Sie zu demselben Schluss kommen, wie ich, dann bitte verbreiten Sie diese Informationen und klären Sie auf – zum Schutz unserer Wildvögel und zum Schutz unserer alten Nutztierbestände

t
sie sind der ideale Sündenbock…..

Nachfolgend lesen Sie meine Gedanken dazu und einige links zu Seiten, die einen anderen Blick auf das Geschehen liefern:

Als besorgte Naturschützerin, Geflügelhalterin und als besorgter Verbraucher beunruhigen mich die derzeitigen Geschehnisse um die Geflügelpest zutiefst. Was ich den Veröffentlichungen unserer Ministerien und den Informationen in den Medien entnehmen kann, ist nicht dazu geeignet, mir meine Sorge zu nehmen.

t
…denn sie haben keine Lobby.

Ich fände es wünschenswert, wenn Politik und Medien meine nachfolgend aufgeführten Gedanken zum Thema einmal aufgreifen und kritisch hinterfragen würden. Besonders wünschenswert fände ich es, wenn sich Medien finden, die nicht nur die Aussagen und Mitteilungen seitens der Behörden und des (ja nicht ganz unabhängigen) FLI kritiklos übernehmen, sondern das Gesagte auch einmal hinterfragen und sich zu dem Zweck auch jene Wissenschaftler als adäquate Gesprächspartner  heranholen, die aufgrund ihrer Forschungen und Kenntnisse zu einem anderen Ergebnis kommen, als das FLI.

Wir haben eine Tierseuchenschutzverordnung, die m.W. in erster Linie zum Schutz der Bevölkerung/des Verbrauchers, in zweiter Linie zum Schutz der tierische Produkte produzierenden Wirtschaft und in 3. Linie zum allgemeinen Tierschutz da ist.

Dass wir eine solche Verordnung haben, halte ich für außerordentlich wichtig und vor allem auch richtig und ich wäre die Letzte, die nicht sofort alles in Bewegung setzen würde, um die Maßnahmen konsequent umsetzen zu können, wenn damit die oben gesteckten Ziele sinnvoll erreicht werden können.

Allerdings kann genau das mit der Tierseuchenschutzverordnung in ihrer jetzigen Fassung meines Erachtens nicht mehr effektiv erreicht werden.

Diese Verordnung in ihrer jetzigen Form und Umsetzung war sicherlich zu Zeiten meines Großvaters, wo Nutztiere noch nicht konfektioniert für Großproduktionen designt wurden und noch unisono in vergleichsweise kleinen Einheiten auf dem Land unter relativ stark von der Natur beeinflussten Bedingungen gehalten wurden, außerordentlich wirkungsvoll und sinnvoll.

Heute jedoch gibt es speziell designte/gezüchtete Hühner, die sogenannten Hybriden (z.B. die Hühnermarke Lohmann). Diese Hybriden sind auf die jeweiligen wirtschaftlichen Ziele optimiert worden. Z.B. hohe Legeleistung, hohes Fleischgewicht, schnelle Schlachtreife, kein Brutverhalten, möglichst wenig Bewegungsdrang, damit die Tiere zu zig-tausenden auf engstem Raum in geschlossenen Hallen gehalten werden können. Einher mit dieser Optimierung ging das Bedürfnis dieses Geflügels nach einer speziellen, deutlich energiereicherer Ernährung, die nur durch Hochleistungsfutter mit Zusatzstoffen zu erzielen ist. Ein unerwünschter, aber bisher nicht gelöster Nebeneffekt dieser Optimierung ist, dass diese Tiere unter den gegebenen Lebensbedingungen in der Massenhaltung  praktisch kein funktionierendes Immunsystem mehr haben. Diese Tiere sind also absolut allem, was die Umwelt an Keimen zu bieten hat, schutzlos ausgeliefert.

Um hier Totalverluste der Bestände zu verhindern und damit auch den Verbraucher  zu schützen, werden diese Hybriden in großen, hermetisch zur Außenwelt abgeschlossenen Tierhaltungsanlagen gehalten. Selbst die Luft in diesen Anlagen wird nur gefiltert rein und raus gelassen, Unbefugte dürfen die Gelände, geschweige denn die Gebäude oder gar die Ställe nicht betreten, es gibt diverse Sicherheits- und Desinfektionsschleusen, die jeder durchlaufen muss, der im Tierbestand arbeitet. Diese Gebäude sind zum Schutz des Geflügels und des Verbrauchers Hochsicherheitstrakte.

t
Sie sind frei geboren…..

Bei den Hühnerrassen der privaten Hobbyhalter und kleinbäuerlicher Betriebe hingegen handelt es sich meistens um alte Landschläge und Mischungen daraus. Diese Hühner haben nur einen Bruchteil der Lege- und Fleischleistung der Hybriden. Sie wachsen auch deutlich langsamer und sind später schlachtreif. Ihre Ansprüche an die Nahrung beschränken sich weitestgehend oder ganz auf das, was sie in der Natur finden plus eine Handvoll Getreide wie zu Großvaters Zeiten. Diese Hühner haben ein mehr oder weniger ausgeprägtes Brutverhalten, sie sind sehr bewegungsbedürftig, ihre Individualabstände sind deutlich größer, als die der Hybriden. Diese alten Landrassen wurden früher auch in der wirtschaftlichen Geflügelhaltung überall und heute immer noch bei Hobbyhaltern überwiegend oder ganz unter freiem Himmel mit freiem Auslauf hinter dem Haus gehalten. Ihre Immunsysteme sind so robust, wie die der Wildvögel, sie ernähren sich in mehr oder weniger großen Teilen von dem, was sie sich in der Natur suchen und ihr Bedarf an Zufütterung ist je nach Grundstück und dem, was es bieten kann, sehr gering bis nicht vorhanden.

Würde man jetzt eine handvoll Hybridhühner direkt aus so einer geschlossenen Massenhaltung von jetzt auf gleich vor die Tür setzen und in so ein Leben befördern, ohne sie wochenlang langsam und mit viel Sorgfalt an dieses artgerechte  Leben zu gewöhnen, wie es unsere alten Rassen führen, würden diese Hybriden im besten Fall innerhalb der ersten Tage versterben – im schlimmsten Fall elendlich dahin siechen und heftige Krankheiten aller Art „ausbrüten“, weil ihr Körper dem natürliche Leben nichts entgegen zu setzen hat und alles erst langsam und mühsam neu erlernen müsste.

t
…und ein Leben in Freiheit gewöhnt.

Dieses Risiko besteht aber auch umgekehrt bei unseren an Freiheit gewöhnten, alten Landhühnern. Sie geraten durch die plötzliche Einstallung auf engem Raum unter Dauerstress. Sie müssen eine Nahrungsumstellung weg von überwiegend natürlicher Nahrung auf Kunstfutter durchstehen, ihnen fehlt Bewegung, Licht und Luft – all das, was sie gesund und vital hält. Dass diese an die Natur gewöhnten, alten Landhühner nicht ganz so extrem reagieren, wie ein Hybrid im umgekehrten Fall liegt sicher einerseits an dem deutlich funktionsfähigeren Immunsystem zu Beginn der Aufstallung als auch an dem gewaltigen zeitlichen und finanziellen Aufwand, den die Halter kleiner Hühnerbestände betreiben, um ihre geliebten  Tiere irgendwie zu beschäftigen und zumindest etwas ausgleichend mit Licht und Naturnahrung zu versorgen.

Will man also tatsächlich die Tiere und damit automatisch auch die Wildvögel, die Bevölkerung und letztendlich sogar deren Ziervögel vor einer Ansteckung schützen, müssen die Maßnahmen darauf abzielen, das Immunsystem des jeweiligen Tieres so intakt wie möglich zu halten bei gleichzeitig optimalem Schutz vor übermäßigem Kontakt zu dem Erreger. Hier muss man meines Erachtens unterscheiden zwischen den Tieren, die ein intaktes Immunsystem haben und denen, die über keines verfügen. Man muss auch unterscheiden zwischen Tieren, die in einer extrem hohen Besatzdichte leben und solchen, die eine extrem geringe Dichte aufweisen.

Jeder weiß, dass das Risiko, sich zu erkälten um ein Vielfaches größer ist, wenn ich in einem U-Bahnwaggon dicht gedrängt mit vielen anderen Menschen zusammen stehe, als wenn ich mit einer kleinen Gruppe von Menschen einen gemeinsamen Waldspaziergang mache.

Unter diesen heute gegebenen Voraussetzungen, wo zwei grundverschiedene Formen der Nutztierhaltung stattfinden mit Tieren, die mittlerweile obwohl sie der gleichen Tierart angehören, vollständig unterschiedliche Ansprüche an Fütterung und Haltung stellen, um überhaupt lebensfähig zu sein bzw. gesund überleben zu können, in solchen Zeiten ist es m.E. dringend notwendig, dass die Seuchenschutzverordnung dahingehend angepasst wird, dass die Maßnahmen streng getrennt nach den Bedürfnissen, Anlagen und Schwächen der Tiere geregelt werden, damit sowohl die Bevölkerung als auch die Wirtschaft, aber auch die kleinen Hühnerhalter und die vielen Wildvögel  optimal geschützt werden.

Aus meiner Sicht wäre es deutlich sinnvoller, die ohnehin schon in hermetisch abgeschlossenen Gebäuden lebenden Massenbestände (solange nicht erreicht wird, dass diese Form der Tierhaltung endgültig abgeschafft wird)  im Seuchenfall noch genauer und engmaschiger zu überwachen und vor allem die Verhinderung von Einträgen von außen und vor allem Austrägen nach draußen noch massiver in den Fokus zu rücken.

Für kleine Bestände von Geflügelarten, die aus freier Haltung kommen und die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen, sollte man zumindest bei Erregern, die sich so, wie das derzeitige Influenzavirus verhalten, die Haltungsbedingungen, die diese Tiere gewohnt sind beibehalten und lediglich anordnen, dass weder Geflügel aus diesen Beständen das Grundstück verlassen darf, noch neues Geflügel von außen eingebracht werden darf.

Der Argumentation, dieses Geflügel würde damit die Bestände des Wirtschaftsgeflügels gefährden kann ich so ebenfalls nicht folgen. Die Gefährdung ist nicht durch das Virus selbst erhöht, sondern durch die in ihrer Wirksamkeit äußerst fragwürdigen Bestimmungen  unserer Seuchenschutzverordnung.

t
Ihr wahrer Feind ist nicht das Virus…

Zur Zeit werden, wenn ein infiziertes Tier identifiziert wird, nicht nur die kompletten Bestände vorsorglich getötet, sondern vielfach auch sämtliche Bestände im Umkreis von einem Kilometer – vorsorglich – völlig unabhängig davon, ob diese Bestände aufgestallt waren oder nicht oder ob sie infiziert sind oder nicht. Und es liegt ganz im Ermessen der ausführenden Behörde, ob sie in diesem Kilometerradius auch jeden im Haus gehaltenen Ziervogel – also praktisch alles, was Federn hat, mit töten. Und das auch, wenn eine verendete, infizierte Wildente nur ein paar Meter neben dem Grundstück gefunden wird.  In mehrfacher Hinsicht kann ich diese Regelung nicht nachvollziehen:

Es heißt, dass das Virus  mehrere Tage pathogen ist. Ein infiziertes Tier, z.B. eine infizierte Wildente kann also durchaus schon 30 oder 40 oder noch mehr Kilometer mit dem Virus im Gepäck hinter sich gebracht haben, bevor sie irgendwo tot zu Boden ging. Wie und warum also einen „Schutzkreis“ von einem Kilometer? Müsste man dann bei dieser Logik nicht konsequenterweise beim Fund eines infizierten Vogels den gesamten Bereich seiner Reichweite innerhalb von xy Tagen vorsorglich töten– also bei einigen Vogelarten vermutlich sämtliches Geflügel in ganz Schleswig Holstein?

…um Missverständnissen vorzubeugen – das halte ich natürlich für genau so wenig sinnvoll, wie die 1 km Regelung.

t
…ihre wahre Bedrohung ist die Politik

Ich frage mich, was soll das „vorsorgliche Keulen“ gesunder Bestände bringen? Natürlich sollte alles unternommen werden, was nötig ist, um Gefahr vom Verbraucher abzuwenden. Aber ich glaube nicht, dass es im Interesse des Verbrauchers ist, dass zig tausende kerngesunde Tiere in der Geflügelhaltung getötet und auf den Müll geworfen werden, ohne, dass dies irgendetwas an der Sicherheitslage ändert.

Natürlich ist es richtig, die kranken Tiere aus dem Verkehr zu ziehen – gerade, wenn es sich um Tiere handelt, die der Lebensmittelgewinnung zugeführt werden. Aber gerade dort, wo diese Tiere „produziert“ werden, existieren bereits mit den Haltungssystemen hermetisch abgeriegelte „Hochsicherheitstrakte“.  Es wäre also durchaus auch möglich, die Bestände, in denen ein paar infizierte Tiere gefunden werden, unter Quarantäne zu stellen und zu schauen, ob sich wirklich der gesamte Bestand infiziert.

Wie kann man überhaupt von einem „hochpathogenen“ Virus sprechen, wenn überhaupt nicht abgewartet wird, wie viele Tiere wirklich betroffen sein werden?

t

Bei den Wildvögeln scheint es nicht so hochpathogen abzulaufen, sonst hätten wir nicht die super niedrige Zahl der Totfunde gemessen am gesamten Zugvogelaufkommen.

Bei unserem Nutzgeflügel wird dagegen durch die Art der Veröffentlichungen seitens unserer Behörden eine Informationspolitik betrieben, die sehr irreführend ist.

Da spricht man von zig tausend Tieren, die gekeult werden mussten wegen der „Geflügelpest“ – eventuell findet man irgendwo im „Kleingedruckten“ noch mal den Hinweis, dass ein bis eine handvoll Tiere positiv getestet wurden. Mit anderen Worten, der Rest der Tiere waren gesund gekeult. 

Im Rückblick bleibt nicht hängen:
Bei der Geflügelpest 2016 wurden zwar über 100tsd Tiere vorsorglich gekeult, aber nur z.B. 100 waren positiv – im Rückblick bleibt hängen:

2016 war die gigantische Geflügelpest, der über 100000 Hühner zum Opfer gefallen sind.

Ich denke, wenn bei mir als kleinem, privaten Hühnerhalter, wo kein Warenverkehr stattfindet, kein Huhn den Hof verlässt und keines hinzu kommt, wenn bei mir ein Huhn durch das Virus tot umfällt, dann gefährdet das Virus in diesem Huhn keinen einzigen Wirtschaftsgeflügelhalter in der Umgebung. Gefährdet ist dieser Wirtschaftsgeflügelhalter ausschließlich durch unsere derzeitige Seuchengesetzgebung und ihre Ausführungsverordnungen – hier sollte angesetzt und etwas verändert werden.

Die Aussage unseres Landwirtschaftsministers, dass diese Maßnahmen ja auch zum Schutz der kleinen Geflügelhalter sei, deren Hühner bei Kontakt mit dem Virus elendlich krepieren könnten (das weiß man nicht einmal genau)  ist ebenfalls Augenwischerei, denn egal, ob die Hühner ordnungsgemäß aufgestallt sind oder nicht – egal, ob sie das Virus überhaupt haben oder nicht, im Zweifelsfall wird der Bestand so oder so vorsorglich gekeult. Bei Kontakt mit dem Virus hat mein Huhn, wenn es fit und sein Immunsystem intakt ist,  eine gute Überlebenschance mit unserer derzeitigen Verordnung ist seine Chance auf Überleben in dem Moment gleich Null, in dem im Umkreis von einem Kilometer eine Infektion  gefunden wird – und das selbst dann, wenn es kerngesund ist.

Last not least würde ich mir wünschen, dass unsere Berichterstattung etwas mehr sachliche Aufklärung hinsichtlich dieser Erkrankung betreibt. Ich unterhielt mich gerade mit einem Verbraucher, der mit Hühnern und Krankheit etc. nichts am Hut hat. Er meinte, ich müsse ja gigantische Panik haben, dass diese Pest meinen Bestand dahin rafft. Ich entgegnete, dass das Virus mir keine Sorge bereiten würde, aber unsere Behörden umso mehr.

Mein Gesprächspartner entgegnete daraufhin, dass ich gar nicht wüsste, wovon ich rede – ich solle mich mal schlau machen, wie furchtbar die Pest zuletzt Mitte bis Ende des 19 Jahrhunderts weltweit gewütet habe. Mir blieben bei dieser Aussage erstmal die Worte weg, bevor ich ihm erklären konnte, dass die Pest ungefähr soviel mit der Influenza gemein hat, wie ein Karpfen mit einem Wüstenfuchs: es sind beides Tiere……

t

Wie  eingangs gesagt, ich würde mich sehr freuen, wenn sich  Medien finden würden, die ihrem Anspruch, unabhängigen Journalismus zu betreiben wirklich  gerecht werden und bereit sind, diese Thematik einmal unvoreingenommen und unter Berücksichtigung auch gegenteiliger Erkenntnisse aus Wissenschaft und Geflügelhaltung, aber auch aus ornithologischer Sicht  zu recherchieren und zu diskutieren.

Schnell-Navigation

Vogelgrippe Zahlen Daten Fakten

Schnell-Navigation

Vogelgrippe Zahlen Daten Fakten

Sie finden die Infos auf dieser Seite in folgender Reihenfolge:

  1. Fallzahlenbetroffener Tiere bundesweit.
    Unten die Zusammenfassung oder hier die ausführliche Version differenziert nach Bundesländern und Fundorten, Bestandszahlen und Erläuterungen
  2. links zu jeweils aktuellen Presseveröffentlichungen in zeitlicher Reihenfolge
  3. kleine Sammlung von Berichten rund um Geflügelmist als Wirtschaftsgut Dünger
  4. Sammlung von Links zu Videos zum Thema  Massengeflügelhaltung
  5. informative linkszu wissenschaflichen Seiten, Stellungnahmen, Berichten und einer Klageseite gegen die Aufstallverordnung etc.

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts

ergeben seit Ausbruch der Seuche bis Silvester
31.12. 2016    00.00 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 positiv bestätigte, aktive Wildvogeleinträge: 474
(OIE 590 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land
38 Haus- und Zoogeflügelbestände
Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir aus der Presse, dass mind. 100.000 weitere,  gesunde Tiere gekeult wurden.

Zahlen positiv beprobter, aktiver Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 31.12. 00.00 Uhr TSIS/FLI
und OIE

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände
Zusammenfassung:

  • jedes „+“ bedeutet:  hier wurde jeweils ein Bestand getötet, zu dem es (noch?)keine weiteren Zahlen gibt.
  • Jedes „?“ bedeutet: es gibt keine verbindlichen Angaben über die zusätzlich vorbeugend und ungetestet gekeulten Bestände in den Restriktionszonen, es ist wahrscheinlich, dass Bestände existieren
    Gesamt:
  • Wildvögel (WV):  474FLI (590 OIE)  
  • Hausgeflügel (HG):  38 Bestände ( 251.290 gekeult )
    plus 7 Bestände ohne Zahlen und 28 Bezirke ohne Angaben von Beikeulungen!!!

BaWü: WV 210 (281), HG 1 (86)
Bayern: WV 34 (76), HG 0 (0)
Hessen:
WV 3 (4), HG 1 (1)
Meck.Vom: WV 60 (56),  HG 12 (911)  1 x „+“, 9 x „?“
Bremen: WV 0 (1), HG 0 (0)
Hamb: WV 2 (8),  HG 1 ( 21)
Berlin: WV 12 (11), HG  0 (0)
Nieders.:WV 11 (10),  HG 10 (159.295)  4 x „+“,  10 x „?“
SH: WV 48 (111), HG 5 (40.229)  2 x „?“
Brandbg: WV 3 (3), HG 1 (621)
Rhl.Pf.: WV 2 (0),  HG 0 (0)
Saarl.:WV 0 (0), HG 0 (0)
Thür.: WV 2 (0), HG 0 (0)
Sach.Anh.: WV 8 (5), HG 3 (10.038)
Sach.: WV 17 (16), HG 0 (0)  1 x „+“,  3 x „?“
NRW: WV 14 (8), HG 4 (40.088) 1 x „+“,  4 x „?“

hier die differenzierte Aufstellung der Fallzahlen im Einzelnen

_____________________________________________________________

Links zu Medienberichten:

Sächsische Zeitung 25.1.2017
Zoo – absoluter Stress für die Tiere!

Augsburger Allgemeine 24.1.2017
Kükendrama am Flughafen – 7500 Tiere eingeschläfert
Was für ein Wahnsinn – wann hört dieser globale Lebentiertransport im großen Stil endlich auf!!!

Leipziger Volkszeitung 24.1.2017
Wir führen einen Kampf gegen Windmühlen

Norddeutsche Rundschau 24.1.2017
Geflügelpest im Kreis Steinburg – das Virus verändert sich
gute Kommentare!

SZ online.de 23.1.2017
Behörden helfen bei Stallpflicht

Lausitzer Rundschau 21.1.2017
Geflügelpest im Tierpark

Rhein Erft Rundschau 19.1.2017
Hof Hensen in Glessen
So geht Nutztierhaltung auch …….

Alt-Neuöttinger Anzeiger 19.1.2017
Hühner bekommen „Lagerkoller“

 

weitere Links vorangegangener Veröffentlichungen

_____________________________________________

Eine kleine Sammlung rund um Geflügelmist
aus Massenhaltungen als Wirtschaftsgut:

 

Landwirtschaftskammer Niedersachsen 17.12.2015
Zwischenlagerung von Stallmist und Geflügelkot neu geregelt

So werden Gülle und Mist schwunghaft in Deutschland gehandelt und in unsere offene Landschaft verbracht – nur 2 Beispiel:
Nährstoffbörse Schleswig Holstein

Güllebank Weser Ems

MK Kreiszeitung.de 30.12.2016
Putenmist aus gekeultem Betrieb auf dem Acker

Diesen Bericht habe ich kommentiert und Bilder von dem „hermetisch abgedichteten“, verseuchten Mist aus FB abfotografiert:

Wirtschaftsjahr 2013/2014
Gülleexport aus Weser Ems  Grafik

NDR.de 9.12.2016
Verunreinigtes Trinkwasser. Ist Gülle die Ursache?

SWR Fernsehen 22.7.2016
Schweizer Güllehandel:

Hühnermist landet vermehrt in Deutschland

Werra Rundschau 11.11.12
Mist aus Holland auf Feldern im Kreis

AK Kurier23.3.2012
Hühnergülle auf Westerwälder Feldern – Ein Skandal

Rheinland Pfalz Stand 4/2015
Staatliche Pflanzenbauberatung

Niedersächsisches Amtsblatt Stand 30.9.2015
Punkt „K“ 1260

________________________________________________________________

Links zu Videos:

ORF 16.1.2017
Hühner unter Hausarrest

Bayrischer Rundfunk 2015
Das Masthuhn erobert den Weltmarkt

Lohmann: Brüten für den Weltmarkt (Hühner) 2012
„Qualenhof“ – das Hühnerimperium an der Nordsee

Moderne Putenmast in Niedersachsen 2012

Moderne Entenmast 2012
so schafft es der Keim hinaus…

Entenzucht Deutschland 2012
viel besser ist es heute auch nicht….

ARD Das System Wiesenhof 2011

________________________________________________________________

informative links:

shz 24.1.2017
Was verbirgt sich hinter den Subtypen?

EU Papier „Durchführungsbeschluss“
zur Festsetzung der finanziellen Beteiligung der Union an den Deutschland bei der Finanzierung der Dringlichkeitsmaßnahmen zur Bekämpfung der Aviären Influenza in den Jahren 2012 und 2013 entstandenen Kosten (Anm. über 1 Million Euro)
Ein lesenswertes Papier, was man sich in Verbindung der TSIS und OIE Fallzahlen aus den betreffenden Jahren anschauen sollte – dann weiss man, wer alljährlich die Entschädigungen kassiert….

taz.de 18.12.2014
Veterinärmediziner zur Vogelgrippe
Massenhaltung ist anfälliger

Agrar- und Ernährungswirtschaft – manchmal stehen weltweit nur 1-4 Konzerne hinter der Marken- und Produktvielfalt im Supermarkt – die gefährliche Supermacht
Konzernatlas 2017

Albert Schweitzer Stiftung
Puten in der Massentierhaltung
lesenswert auch für Menschen, die nicht gleich Veganer werden wollen

wing Uni Vechta
Daten und Fakten zur Geflügelwirtschaft – Putenhaltung
Kontakt:
NGW-Niedersächsische Geflügelwirtschaft
Landesverband e.V.

http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/i…ht_2016_10.pdf
Marktdaten:
Oktober 2016 im Vergleich zum Vorjahr:
– Bio-Eier, Freiland PLUS 9,5 Prozent.
– Putenschnitzel, frisch minus 1,4 Prozent

Der Marktbericht vom Oktober (unmittelbar vor Ausbruch der Vogelgrippe) ist der letzte bisher. Zumindest fand ich vom LfL keinen für November und Dezember….

Hier spricht jemand, der weiss, wovon er spricht,
denn er hat selbst in der Geflügelindustrie gearbeitet

Aktuell zum Thema Vogelgrippe – Wildvogeltheorie ist nicht haltbar
Industrielle Eiproduktion – das will man nicht wirklich essen

Nabu News Dezember 2016
Aktenzeichen H5N8 ungelöst

OIE Reports 2006 bis 2016 germany 06-16

13.6.2016 Heinrich Böll Stiftung
Es ist noch nicht vorbei
Grafiken – Großmastanlagen in den Bundesländern

13.1.2016 Heinrich Böll Stiftung
Fleischatlas

Eine spannende Europakarte, von Andreas Menz
Betroffene Wildvogelfunde und Hausgeflügelbestände der Vogelgrippe
und seine
Gedankengänge zum Thema Übertragungswege

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 5.12.2016
Aktuelle H5N8-Nachweise in Grenz- und Nachbarregionen der EU und mögliche Verbindungen aus Handelsbeziehungen

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 4.12.2016
WAI-Realitäts-Check: Wie dynamisch breitet sich die Vogelgrippe in Deutschland aus?
Hinweis des WAI:
Überarbeitet und erweitert am 12.12.2016, Grund: Beim Aktualisieren unserer Darstellung des Rückgangs der H5N8-Fälle fiel auf, dass sich die Anzahl der älteren Fälle verändert hat. Eine Überprüfung aller Zahlen ergab, dass eine Reihe von früheren „Nachweisen“ aus der TSIS-Liste eliminiert wurden (v.a. aus Bayern, möglicherweise unbestätigte Verdachtsfälle?), andere ergänzt wurden (v.a. aus BW), bei einzelnen Fällen sich das Datum oder die Art“bestimmung“ geändert hat. Es ist natürlich vernünftig, Fehler zu korrigieren. Unvernünftig ist es, solche Änderungen in einer der Wissenschaft dienenden Liste nicht eindeutig  zu kennzeichnen.

unser Hinweis:  ds ist uns auch schon häufiger aufgefallen!

WAI Chronik 2016 – Das Auftreten von HPAI H5N8 
aktualisierte Fassung Stand 30.11.2016
Wer sich tiefer mit dem Thema Infektionswege befasst, für den ist dies ein fundiertes, quellenbelegtes und verständlich aufbereitetes Dokument

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 2016
„Risikoeinschätzungen“ des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zum Auftreten von Vogelgrippe – seriöse Informationsquelle oder Instrument zur Täuschung der Öffentlichkeit?

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza
Chronik der H5N8 Ausbrüche 2016
gut verständliche, quellengestützte Dokumentation
sehr lesenswert

Professor Lorenzen vom Zoologischen Institut Kiel im
kritischen Agrarbericht 2016 (pdf)

Prof. Dr. Reichholf, Zoologische Staatssammlung
Ursprung, Ausbreitung und Infektionswege des H5N1
interessante These, die an ihrer Aktualität nichts verloren hat, obwohl es hier um das N1 Virus ging

LBV
Wie kommt das Virus nach Europa?

Nur für starke Nerven
ein Live-Erfahrungsbericht der zuständigen Tierärztin Dr Rosemarie Heiß von der Keulaktion in Wermsdorf April 2006
und die Fotos dazu

Offene Worte des Züchterkollegen P. Wicknig
ernüchternde  Einblicke in ganz Alltägliches der Geflügelproduktion

Medienkampagne am Beispiel der Vogelgrippe / Ottmar Lattorf für Nabis e.V – zwar von 2005 aber immer noch aktuell?
http://www.was-die-massenmedien-vers…rippe_heft.pdf

agrarlobby.de:
Der Zentralverband der dt. Geflügelzüchter

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza („Geflügelpest“)

WAI – Wissenschaftsforum vom 7.1.2016
Argumentationshilfe zur Wildvogel-Geflügelpest-Monitoring-Verordnung

Interessantes Kartenmaterial vom
Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen
(etwa  im unteren Drittel der Seite)

Robert Koch Institut
Risikoeinschätzung

LBV
Risiken für den Menschen?

NABU Pressemitteilung 16.11.16
NABU bemängelt Ursachenforschung zur Virenverbreitung

Zum Thema seit dem Ausbruch 2006 – 2016
alle Beiträge des Nabu

Nabu Thüringen 14.11.16
Geflügelpest mit Ursprung Massentierhaltung

Bernd Wolff – Zwerghühner (23.11.2016)
aktuell zum Thema Vogelgrippe

Arbeitsgemeinsch. für artgerechte Nutztierhaltung e.V.
Rundbrief 2/2007
Resolution der DO-G zum Umgang mit der Vogelgrippe

Renate Künast, Fritz Kühn, Fraktion B90/Die Grünen 2/2009
Fragen an die Bundesregierung

Kritischer AI-Bericht aus Frankreich 2007
Vogelgrippe: Experten bestreiten Zugvogel-Theorie
„Tour du Valat/Frankreich (pte/27.03.2007/16:15) –

http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070327041

GRAIN Infobrief vom Ausbruch 2006  (pdf)
die zentrale Rolle der Geflügelindustrie in der Vogelgrippekrise

Influenza – Geburtsjahr bestimmt die Anfälligkeit 11.11.2016

Infos von und über das  Friedrich-Löffler-Institut (FLI)

Wissenschaftsrat Hintergrundinfos 15.7.2013
FLI Riems
„Der Löffler“
Heft Nr. 18  2/2015

Putin15  # 11014 im Hüfo:
Was man vielleicht über die Herkunft und Anfänge des VEB Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems, einem Kombinatsbetrieb des VEB Kombinat Veterinärimpfstoffe Dessau wissen sollte:

Am 1. Juli 1921 erfolgte die Gründung des Bakteriologischen Instituts der Anhaltischen Kreise in Dessau durch Friedrich Richter. Das Institut widmete sich unter anderem der Aufdeckung und Diagnostik von Tuberkulose bei Mensch und Tier.

Am 1. April 1924 übernahm Ludwig Wolters die Leitung des Instituts. Das Institut entwickelte sich bis 1945 zu einem Zentrum des Gesundheitsschutzes. Erste Anfänge der Herstellung von Impfstoffen, Seren und Schädlingsbekämpfungsmitteln wurden gemacht. Die Herstellung von Immunsera gegen das Erysipeloid begann.

Das Anhaltische Serum-Institut GmbH Dessau (ASID) wurde am 31. Mai 1930 unter Leitung von Wolters und Herbert Hoffmann gegründet. Neben der Erzeugung von Seren und Impfstoffen zur Bekämpfung von Tierkrankheiten umfasste das Leistungsspektrum auch die bakterielle Schädlingsbekämpfung sowie die der Erforschung und Bekämpfung des Schafrauschbrandes.

Das Institut wurde am 1. Januar 1951 in VEB Serum-Werk Dessau umbenannt und galt in der DDR als wichtiger Betrieb der Impfstoff- und Arzneimittelbereitstellung für Veterinär- und Humanimpfstoffe.

Aus dem produktionsorientierten VEB Serum Werk Dessau wurde am 1. Januar 1954 das wissenschaftlich orientierte Forschungsinstitut für Impfstoffe Dessau. Das Institut erhielt den Auftrag, für alle bedeutenden tierischen Infektionskrankheiten Impfstoffe für die DDR und auch für den Export bereitzustellen.

Das VEB Kombinat Veterinärimpfstoffe Dessau wurde am 1. Januar 1985 gegründet. Das Kombinat setzte sich aus drei Einrichtungen zusammen: dem Impfstoffwerk Dessau-Tornau mit seinem als Forschungszentrum in den Stammbetrieb integrierten Institut für Impfstoffe Dessau sowie dem sich im Bau befindlichen Tornauer Werk; dem VEB Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems, einem Kombinatsbetrieb mit schwerpunktmäßiger Produktion von Impfstoffen gegen Viruserkrankungen von Tieren.

Das Dessauer Institut für Impfstoffe beschäftigte sich ab 1988 im Rahmen eines Entwicklungsprogramms schwerpunktmäßig mit veterinärmedizinischen Diagnostika und bereitete die industriemäßige Diagnostika-Produktion vor. Auch die Entwicklung von Virus-Impfstoffen wurde weiter vorangetrieben. Auf der Agenda standen beispielsweise Lebendimpfstoffe gegen Entenpest und Gänseinfluenza.

Auf Beschluss des Ministerrates der DDR begann am 1. Mai 1990 die Auflösung bzw. Entflechtung des Kombinats Veterinärimpfstoffe Dessau. In deren Konsequenz wurden das Impfstoffwerk Dessau und die anderen beiden Kombinatsbetriebe, der VEB Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems und das VEG Seehausen-Plaußig, zum 1. Mai 1990 wieder der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften Berlin unterstellt und später in die Forschungslandschaft der Bundesrepublik überführt.

Was die Vorgängereinrichtung schon vor über 50 Jahren leisten konnte macht vielleicht folgende Werbung aus dem Jahr 1959 deutlich:

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: pest 03a.jpg  Hits: 0  Größe: 178,5 KB  ID: 183185

Wer heute behauptet eine Impfung gegen Geflügelpest wäre gefährlich, weil … ist bestenfalls gefährlich uninformiert.

!!! Jetzt wird es richtig spannend !!! :

Umbildung und Privatisierung: Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH

Am 24. Juli 1990 wurde das Impfstoffwerk Dessau-Tornau als „GmbH im Aufbau“ ins Handelsregister eingetragen.

Am 1. März 1993 wurde die Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH als bis dahin wirtschaftlich nicht selbstständiger Teil der Impfstoffwerk Dessau-Tornau Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH privatisiert.

Zur Jahrtausendwende arbeiteten nun wieder 249 Mitarbeiter in Dessau-Tornau. Erfolgreich verlief die Implementierung eines großtechnischen Herstellungsverfahrens für Pocken-Lebendimpfstoffe.

Eine geheime US-Depesche sieht die Pockenimpfstoffe als Grund dafür, dass IDT Biologika für die USA als essentielle Einrichtung gilt.

2005 begann der Neubau der Virusproduktion, 2006 wurde die Impfstoffproduktion erweitert und eine Konfektionierungslinie für Pockenverpackungen in Betrieb genommen.

Der Firmenname wurde im Oktober 2007 geändert. Aus der Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH wurde die IDT Biologika GmbH.

2010 erfolgte die Markteinführung eines Schweineinfluenza-Tierimpfstoffes mit allen drei aktuellen Subtypen.

2013 erwarb die IDT Biologika die Fertigung und Forschung der Riemser Pharma GmbH in Riems – Stadt Greifswald. Dort nahm die IDT Biologika (Riems) im November 2013 ihre Arbeit auf.

In 2015 begann der Ausbau des neuen Standorts mit der Grundsteinlegung für ein neues Forschungsgebäude, mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 10 Mio € und der Modernisierung der Fertigung und der Logistik.

Auf der Basis eigener, neuer Produkte wie dem Impfstoff gegen die Ödemkrankheit der Schweine erweiterte die IDT Biologika ihre Vertriebstätigkeit im Segment Tiergesundheit auf Europa und gründete Landesgesellschaften in Dänemark, Niederlande, Frankreich und Spanien.

Seit Juni 2015 ist die IDT Corporation mit einem Fertigungsstandort für klinische Prüfmuster in Rockville, Maryland vertreten.

Zum 1. September 2015 übernahm die IDT Biologika das Unternehmen Gallant Custom Laboratories im kanadischen Cambridge, Provinz Ontario. Gallant Custom Laboratories ist das einzige in Kanada zugelassene Unternehmen zur Herstellung von viralen und bakteriellen Bestandsimpfstoffen.

Die IDT Biologika ist ein deutsches Unternehmen der Biopharmazie mit Sitz in Dessau-Roßlau. Es entwickelt und produziert biotechnologisch hergestellte Impfstoffe und Pharmazeutika. Das Unternehmen gehört zur Klocke-Gruppe.

2014 beschäftigte das Unternehmen rund 1250 Mitarbeiter und hatte einen Umsatz von 172 Mio EUR.

Standorte des Unternehmens sind in Deutschland der BioPharmaPark in Dessau-Roßlau und Greifswald-Ortsteil Riems.

Sicherheitshalber: Alles ohne Gewähr, aber nach bestem Wissen und Gewissen.
Nun habt Ihr alle was zum Nachdenken was auf/in Riems so alles existiert und, und, und ….

lG
Bernd

Aktionsbündnis VogelFrei AVF

wir haben Fragen an

  • das Friedrich Löffler Institut
  • die Politik
  • die Wirtschaft

…und verlangen haltbare Antworten, darum

  • wir recherchieren
  • wir decken auf
  • wir kritisieren
    wir informieren
  • wir klagen an

Wir treten dem Wahnsinn entgegen!

….und für die, die ihre handvoll Hühnchen im Garten laufen hatten,
hier nochmal ein Auszug aus der
Verordnung unseres Bundeslandwirtschaftsministeriums vom 18.11.2016
leicht verständlich für jeden Halter eines Huhns:
……
§ 2
Zu § 2 der Geflügelpest-Verordnung
Der Tierhalter eines Bestandes
1. bis einschließlich 100 Stück Geflügel hat ein Register nach § 2 Absatz 2 Satz 2 Nummer 3 in Verbindung mit Absatz 4 der Geflügelpest-Verordnung und
2. mit 10 bis einschließlich 1 000 Stück Geflügel hat ein Register nach § 2 Absatz 2 Satz 2 Nummer 4 in Verbindung mit Absatz 4 der Geflügelpest-Verordnung zu führen….

von Kleingruppe über Boden, Freiland, Bio bis Selbstversorgung
welchen Weg geht welches Ei auf unserem Tisch?

….und wer Zeit hat und die Stimmung derer, für die ihre Hühner Familienmitglieder sind, hautnah „erleben“ will, gibt es
hier die Diskussion

Sie ist oft emotional, angesichts der Ängste der Tierbesitzer nur bewundernswert selten unsachlich, mit Galgenhumor gespickt, aber auch angefüllt mit sachlichen Informationen, profundem Wissen, vielen Erklärungsversuchen und oft verzweifelter Hilf- und Ratlosigkeit…..

 

Schnell-Navigation

 

die letzten Zahlen zum Vergleich

Schnell-Navigation

Archiv überholter Zahlen von der Faktenseite

Fallzahlen

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis Heiligabend
24.12. 2016    21.30 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 positiv bestätigte, aktive Wildvogeleinträge: 511
(OIE 586 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land

28 Haus- und Zoogeflügelbestände davon mind. 6 nicht H5N8!!!!
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht oder nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir z.B. aus der Presse, dass rund 100.000 umliegende gesunde Tiere vorbeugend vernichtet wurden – sie tauchen bei keiner Fallzahlaufstellung auf. 

In der TSIS Datenbank wird  jeder Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also hier nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen, meldepflichtigen  H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert. Dort, wo wir Differenzen zwischen den TSIS und den OIE Fallzahlen (follow up Report 12) haben, haben wir diese unterstrichen. 
Bei Fällen, die bei TSIS auftauchen, nicht jedoch bei OIE, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine nicht meldepflichtige Variante handelte.

In der FLI Datenbank TSIS sind neuerdings Fälle „aufgehoben“ und damit aus der aktiven Statistik entfernt/verschoben worden, wobei als Begründung uneindeutig angegeben ist „entweder Tierseuche ist erloschen oder Verdacht hat sich als unbegründet heraus gestellt“.

Zahlen positiv beprobter, aktiver Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 24.12. 21.30 Uhr TSIS/FLI
und OIE

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Zusammenfassung:
„+“ bedeutet, hier wurde jeweils ein bestand getötet, zu dem es (noch?)keine weiteren Zahlen gibt. 

Bundesland:  WV FLI  (OIE)     HG pos /tot     gesund vernichtet
=============================================
BaWü:  ………284…… (280)…..  1………………………….86
Bayern………..46……..(76)………-……………………………..-
Hessen…………4………(.4.)……….1…………………………….-
Meck.Vom……58……(56)….. 240 +…………………758 +
Nieders………..10……(10)…… 250 +……………124.421 +
Berlin………….12…..(12)………-……………………………….-
Bremen………….0…….(.1.)………-…………………………….-
Hambg………….8……..(.8.)………1…………………………20
Brandenbg…….3……..(.3.)…….-.8……….H5N1!!!…621
NRW………….10…….(.8.)…..-150 +……………23921 +
Sachsen……….13…….(10)………-………………………-
Sachs. Anh……5……..(.5.)……-401………………..9637
Schl.Holst…. …..54…..(111)….3690…………….37.211
Thüringen……..2……….(.2.)………-…………………..-
Rheinl. Pf. ………2………(..0..)………-…………………-
Saarl. ……………..0……….(..0.)………-…………………-
=============================================
Gesamt:   ….. 511….(586)…. 4742+++……196.675 +++

Die Zahlen im Einzelnen:

Baden Württemberg  Ges.: 284 (25 weniger als 12.12.) WV
(OIE 280 WV) 1 HG

-Bodenseekreis 126WV  OIE 125 WV H5N8 pos.
– Emmendingen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
-Konstanz 155 (27 weniger als am 12.12.) WV OIE 153 WV H5N8 pos.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art TSIS aufgehoben
– Sigmaringen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
Ravensburg 1 WV

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Der Fall wurde beim FLI als „erloschen“ oder „unbegründet“ verschoben.

Bayern Ges.: 46 WV (24 weniger seit 12.12.)   (OIE 76 WV)
-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12. OIE 7 H5N8
– Rosenheim 4 WV (7 weniger als 12.12.)  OIE 12 WV H5N8 pos.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11. OIE 5 WV H5N8 pos.
-Traunstein 11 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 11 WV H5N8 pos.
-Ingolstadt 0 WV (1 weniger)  OIE 1 WV H5N8 pos.
-Freising 0 WV (6 weniger) OIE 6 WV H5N8 pos.
-Landsberg 5 WV unverändert seit 12.12 OIE 5 WV H5N8 pos.
-Nürnberg 0 WV (3 weniger) OIE 3 WV H5N8 pos.
-Miesbach 0 WV (2 weniger ) OIE 2 WV H5N8 pos.
– Augsburg 0 WV (1 weniger) .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Bad Tölz 0 WV (1 weniger ) OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ostallgäu 0 WV( 1 weniger ) .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Unterallgäu 5 WV unverändert seit 12.12 OIE 5 WV H5N8 pos.
Roth 1 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 1 WV H5N8 pos.
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..
OIE 2 WV H5N8 pos.
(25 weniger als 12.12.)
– Straubing 0 WV (1 weniger als 12.12. )OIE 1 WV H5N8 pos.
– Aiching 0 WV (1 weniger) OIE 2 WV H5N8 pos.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– München 2 WV  unverändert seit 12.12 OIE 2 WV H5N8 pos.
– Ulm 0 WV (1 weniger als 12.12.) .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Erding 0 WV
(1 weniger als 12.12.) OIE  2  WV H5N8 pos.
– Donau Ries 1 WV unverändert seit 12.12. OIE 1 WV H5N8 pos.

Hessen Ges.:  4 WV   (OIE 4 WV)+ 1 HG unverändert seit 25.11
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 H5N8 pos.
Wetteraukreis 1 WVunveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
Darmstadt  1 WV OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 58  WV ( 4 weniger)  (OIE 56 WV)  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
OIE 6WV H5N8 pos.

-Nordwestmecklenburg 29 WV 1HG OIE 28 WV H5N8 pos.
-Rostock  2 WV(2 weniger) .OIE 4 WV H5N8 pos.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 0 WV (2 weniger) 6 HG   OIE 5  WV H5N8 pos.
-Vorpommern-Rügen 21 WV 1 HG  (3 weniger!!!) 
OIE 18 WV  H5N8 pos., 4 HG pos. versch. H5
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich kein meldepflichtiges LPAI oder HPAI
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 10 WV   (OIE 10 WV) 3 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11. OIE 2WV H5N8 pos
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos
-Hannover 2 WV  OIE 1 WV H5N8 pos
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
– Friesland 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos
– Nienburg 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos
– WIlhelmshaven 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 2 WV H5N8 pos
Rotenburg 1 WV (1 weniger) OIE 2 WV  pos
Stade 1 WV  unverändert seit12..12. OIE 1 WV  pos
– Vechta 1 HG
– Diepholz 1 HG
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 H5N8, 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten
Vechta 1 HG bedeutet:
8694 Puten davon 8496 Tiere vorbeugend gekeult
Diepholz  1 HG bedeutet:

Berlin   12 WV    (OIE 11 WV)

Bremen Ges.: 0 WV  ( 1 weniger) (OIE 1 WV)
-Bremerhaven  0 WV .OIE 1 WV H5N8  pos.
Der Fall ist lt. TSIS erloschen oder unbegründet.

Hamburg Ges.: 8 WV 1 HG OIE 8 WV  pos H5N8
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult
lt TSIS ist Fall erloschen oder unbegründet

Brandenburg Ges.: 3  WV,  (OIE 3 WV)1 HG unverändert seit 7.12.
– Potsdam 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 2 WV  pos H5N8
– Tetow 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Nordrhein Westfalen Ges.: 10 WV , 3 HG (OIE  8 WV)
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8

-Wesel 2 WVunverändert seit 7.12.OIE 3 WV  pos H5N8
-Ennepe-Ruhr 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos 
– Soest: 1 WV , 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos. H5N8
– Paderborn: 1 WV OIE 1 WV  pos. H5N8
–Steinfurt: 3 WV OIE 0 WV  pos. H5N8
Bielefeld: 1HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh: 1 HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh 1 HG bedeutet:
Rietberg 2800 Zuchtgänse und 21 Zuchtenten, davon 50 tot, 2821 vorbeugend gekeult
Soest  1 HG
21200 Puten davon 100 tot, 21100 vorbeugend gekeult.
lt Presse sind mindestens 2 weitere private Geflügelbestände (je unter 20 Hühner) vorbeugend vernichtet worden – wieviele von den übrigen „mehr als 100.000 Tieren“ der im 1 km Gürtel umliegenden Betriebe vorbeugend vernichtet wurden, ist nicht herauszufinden. Es können  theopretisch  je nach Ermessen des zuständigen Amtstierarztes Prof. Dr. Hopp durchaus alle „über 100.000“ vorbeugend gekeult worden sein.
Bielefeld  1 HG
hier ist noch nichts bekannt. Einziger Hinweis: in der FLI Liste steht  „Ente 1“ am 23.12.2016 in der Fallliste – die bezeichnung „Ente“ spricht für einen Hausgeflügelbestand, denn bei Wildvögeln stände „Wildenten“.

Sachsen Ges.: 13 WV  (OIE 10 WV)
-Leipzig 9 WV OIE 9 WV  pos H5N8
-Nordsachsen 2 WV  OIE 2 WV  pos. H5N8
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 7 WV  OIE 5 WV  pos H5N8

Sachsen-Anhalt Ges,; 2 HG  5 WV  (OIE 5 WV)
– Harz 1 WV, 1 HG unverändert seit 25.11. OIE 1 WV  pos. H5N8
-Jerichower Land 1 WV, 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Saalekreis 3 WV  OIE 3 WV  pos 
Harz: 1 HG bedeutet : 
Quedlingburg : 38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung
Jerichower Land 1 HG bedeutet : 
Möser: 10.000 Enten, davon 400 tot, 9600 vorbeugend vernichtet

Schleswig Holstein Ges.: 54 WV    (OIE 111 WV) 4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 6 WV OIE 6 WV  pos H5N8
-Plön 20 WV  OIE 78 WV (8 weniger)  pos H5N8

-Rendsburg-Eckernförde 8 WVunverändert seit 7.12.OIE 8 WV  pos H5N8
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.OIE 8 WV  pos H5N8
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Dithmarschen 0 WV (1 weniger)   3 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Lübeck 3 WV,  1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos H5N8
– Steinburg 3 WV unverändert seit 2.12.OIE 3 WV  pos H5N8
– Nordfriesland 1 WV unverändert seit 7.12. OIE  1 WV  pos H5N8
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
Gudendorf: wegen AUsnahmeantrag getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos.  2220 Gänse vorbeugend gekeult.
Lt Presse wurde zusätzlich ein Bestand von rund 1800 Tieren vorsorglich gekeult.
Dithmarschen  1 HG bedeutet: 
Krumstedt 71 Hennen, 2 Gänse, 26 Enten – 1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten) vernichtet
dieser Fall wurde (FLI) aufgehoben wegen erloschen oder unbegründet
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)

Thüringen Ges.: 2 WV
Greiz 2 WV lt OIE 2 WV  pos H5N8

Rheinland Pfalz Ges. 2 WV:
Ahrweiler 1 WV lt OIE 0 WV  pos H5N8
Koblenz 1 WV lt OIE 0 WV  pos H5N8

Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

lt FLI also aktiv 511 (OIE 586 H5N8 pos. best.  WV) tote Wildvogelfunde in ganz Deutschland, die positiv auf einen Aviären Influenzavirus (LPAI oder HPAI) getestet wurden seit Ausbruch der Krankheit!!!
28 HG (= mind. 200.000 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)
– davon mnd. 6 ganze Bestände nicht H5N8!!!

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

 

 

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 12.12. 17.15 Uhr bundesweit:

  H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogeleinträge: 541
(OIE 529 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land

22 Haus- und Zoogeflügelbestände davon 6 nicht H5N8!!!!
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Es kann sein, dass deutlich mehr gesunde Bestände (so wie in Cloppenburg rund 100.000 Tiere) vorbeugend im Umkreis eines betroffenen Bestandes gekeult und entsorgt wurden. Da diese Tiere in keiner öffentlich zugänglichen Liste geführt werden, können wir nur da, wo es entsprechende Presseinfos zu gibt, Zahlen berücksichtigen.

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert. Dort, wo wir Differenzen zwischen den TSIS und den OIE Fallzahlen (follow up Report 7) haben, haben wir diese unterstrichen.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 12.12. 17.15 Uhr TSIS/FLI
und OIE

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 309 WV  (OIE 261 WV) 1 HG
-Bodenseekreis 125WV unv. seit 7.12.2016 OIE 123 WV H5N8 pos.
– Emmendingen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 0 WV H5N8 pos.
-Konstanz 182 WV OIE 138 WV H5N8 pos.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 18.10.
– Sigmaringen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 0 WV H5N8 pos.

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 70 WV  (OIE 70 WV)
-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12. OIE 13 H5N8
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11. OIE 0 WV H5N8 pos.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11. OIE 5 WV H5N8 pos.
-Traunstein 11 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
-Ingolstadt 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 0 WV H5N8 pos.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11. OIE 6 WV H5N8 pos.
-Landsberg 4 WV unverändert seit 28.11.OIE 4 WV H5N8 pos.
-Nürnberg 3 WV unverändert seit 2.12.OIE 3 WV H5N8 pos.
-Miesbach 2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Bad Tölz 1 WV unverändert seit 28.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV H5N8 pos.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV H5N8 pos.
– Unterallgäu 4 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
Roth 1 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..OIE 27 WV H5N8 pos.
– Straubing 1WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Aiching 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– München 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ulm 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Erding 1 WV
unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Donau Ries 1 WV OIE 0 WV H5N8 pos.

Hessen Ges.:  3 WV   (OIE 3 WV)+ 1 HG unverändert seit 25.11
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG unveränd. seit 7.12.2016OIE 1 H5N8 pos.
Wetteraukreis 1 WVunveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 62  WV  (OIE 51WV)  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
OIE 6WV H5N8 pos.

-Nordwestmecklenburg 26 WV 1HG unverändert seit 7.12.
OIE 24 WV H5N8 pos.

-Rostock  4 WV unverändert seit 28.11.OIE 4 WV H5N8 pos.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 6 HG 2 WV  OIE 5  WV H5N8 pos.
-Vorpommern-Rügen 4 HG  16 WV
OIE 13 WV H5N8 pos.
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich kein meldepflichtiges LPAI oder HPAI
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 10 WV   (OIE 4 WV) 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11. OIE 2WV H5N8 pos
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos
-Hannover 1 WV unverändert seit 28.11 OIE 1 WV H5N8 pos
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
– Friesland 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos
– Nienburg 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos
– WIlhelmshaven 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 1WV H5N8 pos
Rotenburg 2 WVOIE 0 WV  pos
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 H5N8, 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Berlin   10 WV    (OIE 7 WV) unverändert seit 2.12. 

Bremen Ges.: 1 WV  (OIE 1 WV)
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8  pos

Hamburg Ges.: 8 WV 1 HG OIE 6 WV  pos H5N8
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 3  WV,  (OIE 1 WV)1 HG unverändert seit 7.12.
– Potsdam 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Tetow 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 0 WV  pos H5N8
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Nordrhein Westfalen Ges.: 7 WV  (OIE 4 WV)
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8

-Wesel 3 WVunverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos H5N8 (Greifvogel)
-Ennepe-Ruhr 1 WVunverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos 
– Soest: 1 WV unverändert seit 28.11OIE 1 WV  pos H5N8
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos. H5N8

Sachsen Ges.: 13 WV  (OIE 10 WV)
-Leipzig 8 WV OIE 7 WV  pos H5N8
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos. H5N8
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 4 WVunverändert seit 7.12..OIE 2 WV  pos H5N8

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  3 WV  (OIE 1 WV)
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8
– Saalekreis 2 WVunverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos 
Harz: 1 HG bedeutet : 
38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung

Schleswig Holstein Ges.: 47 WV    (OIE 110 WV) 4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Plön 19 WV  OIE 86 WV  pos H5N8

-Rendsburg-Eckernförde 8 WVunverändert seit 7.12.OIE 5 WV  pos H5N8
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.OIE 7 WV  pos H5N8
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Dithmarschen 1 WV   3 HG OIE 0 WV  pos H5N8
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8
– Steinburg 3 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Nordfriesland 1 WVunverändert seit 7.12.IE 0 WV  pos H5N8
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
wegen AUsnahmeantrag getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos.  2220 Gänse vorbeugend gekeult.
Lt Presse wurde zusätzlich ein Bestand von rund 1800 Tieren vorsorglich gekeult.
Dithmarschen  1 HG bedeutet: 
Krumstedt 71 hennen, 2 Gänse, 26 Enten – 1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten)
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)

Thüringen Ges.: 1 WV
Greiz 1 WV lt OIE O WV  pos H5N8

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

lt FLI also 541 (OIE 529 H5N8 pos. best.  WV) tote Wildvogelfunde in ganz Deutschland, die positiv auf einen Aviären Influenzavirus (LPAI oder HPAI) getestet wurden seit Ausbruch der Krankheit!!!
22 HG (= mind. 170.000 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)
– davon 6 ganze Bestände nicht H5N8!!!

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

unser Hinweis:

Es gibt NIRGENDS Angaben darüber, wieviele gesunde Tiere bei den zahlreichen, niedrigpathogenen Befunden in verschiedenen Beständen und bei Befunden, die sich später als negativ herausstellten, noch tatsächlich vorbeugend getötet wurden.
Es kann sich hier durchaus noch mal um mehrere tausend Tiere handeln (die 100.000 in Cloppenburg sind uns auch nur aufgrund der Presseberichte bekannt geworden!)

 

 

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 7..12.2016 12.30 Uhr bundesweit:

  H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogelfunde: 482 Stück
(davon allein 282 Wildenten und 43 andere Wildvögel  am Bodensee)
das macht ganze 157 Wildvögel für den gesamten Rest Deutschlands
bei Millionen Wildvögeln, die zur Zeit über unser Land ziehen

H5 oder H7  pos. mind. 1 Tier pro Bestand verdächtigt und bestätigt  in 22 Haus- und Zoogeflügelbestände
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Es kann sein, dass deutlich mehr gesunde Bestände (so wie in Cloppenburg rund 100.000 Tiere) vorbeugend im Umkreis eines betroffenen Bestandes gekeult und entsorgt wurden. Da diese Tiere in keiner öffentlich zugänglichen Liste geführt werden, können wir nur da, wo es entsprechende Presseinfos zu gibt, Zahlen berücksichtigen.

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N3) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener Typ nachgewiesen wurde.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 7.12.2016  12.30 Uhr TSIS/FLI
und OIS

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 273 WV  1 HG
( von den WV 230  Wildenten,
43 sonstige WV)
-Bodenseekreis 125WV
– Emmendingen 1 WV
-Konstanz 148 WV
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 18.10.
– Sigmaringen 1 WV

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 68 WV (52 Wildenten, 16 sonstige WV)
-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12.
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Traunstein 11 WV
-Ingolstadt 1 WV unverändert seit 2.12.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11.
-Landsberg 4 WV unverändert seit 28.11.
-Nürnberg 3 WV unverändert seit 2.12.
-Miesbach 2 WV unverändert seit 28.11.
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Bad Tölz 1 WV unverändert seit 28.11.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Unterallgäu 4 WV
– Roth 1 WV
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..
– Straubing 1WV unverändert seit 2.12.
– Aiching 1 WV unverändert seit 2.12.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.
– München 1 WV unverändert seit 2.12.
– Ulm 1 WV unverändert seit 2.12.
– Erding 1 WV
unverändert seit 2.12.

Hessen Ges.:  3 WV + 1 HG
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.
Hochtaunuskreis 1 HG
Wetteraukreis 1 WV
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 56  WV  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordwestmecklenburg 26 WV 1HG
-Rostock  4 WV unverändert seit 28.11.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 6 HG 6 WV  (HG  unverändert seit 25./28.)
-Vorpommern-Rügen 4 HG  14 WV
  (HG unverändert seit 25.11.)
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde –
141 Verdachtsfälle, 1 Emu pos. verendet
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4 Fälle/getötet/tot, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Gänse)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 19 Fälle, 7 tot, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich nicht H5N8 bestätigt
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle/getötet/tot, 205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 Fälle/getötet/tot, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall/getötet/tot, 14 vorbeugend (Enten, Gänse, Schwäne,Eulen)
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 pos. beprobt, 47 getötet, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15 verstorben, 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 8 WV 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11.
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.
-Hannover 1 WV unverändert seit 28.11
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
– Friesland 1 WV
– Nienburg 1 WV
– WIlhelmsheven 2 WV
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 Fälle/getötet/tot , 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Berlin   10 WV  unverändert seit 2.12.

Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.

Hamburg Ges.: 8 WV 1 HG
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 3 Fälle/getötet/tot
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 3  WV, 1 HG
– Potsdam 2 WV
– Tetow 1 WV
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
1 von 48 Beprobungen aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung positiv auf H5N1
kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 500 Tiere !

Nordrhein Westfalen Ges.: 7 WV
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.

-Wesel 3 WV
-Ennepe-Ruhr 1 WV
– Soest: 1 WV unverändert seit 28.11
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12.

Sachsen Ges.: 12 WV
-Leipzig 7 WV unverändert seit 2.12.
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 4 WV

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  3 WV
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.
– Saalekreis 2 WV
Harz: 1 HG bedeutet : 
38 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot, 37 vorbeugend
private Hühnerhaltung

Schleswig Holstein Ges.: 47 WV   4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Plön 15 WV unverändert seit 2.12.

-Rendsburg-Eckernförde 8 WV
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Dithmarschen 1 WV   3 HG
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Steinburg 3 WV unverändert seit 2.12.
– Nordfriesland 1 WV
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 x 1800 und 1 x 2000 Gänse vorsorglich gekeult
Dieser Bestand taucht nicht in der OIE Liste auf, wurde also nicht auf H5N8 bestätigt.
Dithmarschen  1 HG bedeutet: 
Ein Bestand in Dithmarschen. Es muss ein niedrig pathogener Nachweis gewesen sein, da der Bestand nicht beim OIE auftaucht. Nähere Angaben über Anzahl gesunf gekeulter Tiere sind noch nicht vorhanden

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 Fälle/getötet/tot, 92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten)
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000Fälle/getötet/tot, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)


Thüringen Ges.: 0

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

482 WV   das sind ganze 21 WV mehr, als am 2.12.2016
davon 282 Wildenten und 43 sonstige WV allein am Bodensee – also ganze 153 Wildvögel im gesamten Rest Deutschlands seit Ausbruch der „Seuche“.
22 HG (= mind. 157.698 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.

In den OIE Listen werden lediglich H5N8 bestätigte Fälle aufgeführt. Dadurch kommt es zu Abweichungen von der TSIS Liste.
Es wir in der OIE aufgeführt, wieviele Verdachtsfälle, wieviele Beprobungen, wieviele „tot“ (ohne Angabe von getötet oder verendet) und wieviele vorbeugend gekeult wurden. Es ist unklar, wieviele der positiv beprobten Tiere auch positiv bestätigt wurden. Theoretisch kann es ein einziges Tier gewesen sein.


Es gibt NIRGENDS Angaben darüber, wieviele gesunde Tiere bei den zahlreichen, niedrigpathogenen Befunden in verschiedenen Beständen und bei Befunden, die sich später als negativ herausstellten, noch tatsächlich vorbeugend getötet wurden.
Es kann sich hier durchaus noch mal um mehrere tausend Tiere handeln (die 100.000 in Cloppenburg sind uns auch nur aufgrund der Presseberichte bekannt geworden!)


Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 2.12..2016 13.00 Uhr bundesweit:

  H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogelfunde: 461 Stück
(davon allein 274 Wildenten am Bodensee)
bei Millionen Wildvögeln, die zur Zeit über unser Land ziehen

H5 oder H7  pos. mind. 1 Tier verdächtig 21 Haus- und Zoogeflügelbestände
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Die folgenden Zahlen werden vom FLI nicht bekannt gegeben
wir haben sie überwiegend den OIE Auswertungen entnommen. Wo wir zusätzlich auf Presseinformationen zurück gegriffen haben, haben wir das entsprechend vermerkt:

In den 21 Beständen wurden mind. 156.698  gesunde Tiere vorbeugend gekeult und in den Müll geworfen plus 1 nicht H5N8 infizierten Bestand, über den es keine Zahlen gibt
Es wurden mind. 100 Zoovögel vorbeugend gekeult.  In einem Bestand waren  2 Zoo-Fasane H7N3 !!!  positiv bestätigt.

Es kann sein, dass deutlich mehr gesunde Bestände (so wie in Cloppenburg rund 100.000 Tiere) vorbeugend im Umkreis eines betroffenen Bestandes gekeult und entsorgt wurden. Da diese Tiere in keiner öffentlich zugänglichen Liste geführt werden, können wir nur da, wo es entsprechende Presseinfos zu gibt, Zahlen berücksichtigen.

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N3) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener Typ nachgewiesen wurde.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 2.12.2016  13.00 Uhr TSIS/FLI


WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 261 WV  1 HG
( von den WV 220  Wildenten,
41 sonstige WV)
-Bodenseekreis 123WV
-Konstanz 138 WV
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 18.10.

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 63 WV (47 Wildenten, 16 sonstige WV)
-Lindau 7 WV  6 weniger als am 25.11.
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Traunstein 10 WV unverändert seit 25.11.
-Ingolstadt 1 WV 1 weniger seit 25.11.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11.
-Landsberg 4 WV unverändert seit 28.11.
-Nürnberg 3 WV
-Miesbach 2 WV unverändert seit 28.11.
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Bad Tölz 1 WV unverändert seit 28.11.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Unterallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Weilheim 1 WV unverändert seit 25.11.
– Straubing 1WV
– Aiching 1 WV
– Hof 1 WV
– München 1 WV
– Ulm 1 WV
– Erding 1 WV

Hessen Ges.:  2 WV + 1 HG
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.
Hochtaunuskreis 1 HG
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 53  WV  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordwestmecklenburg 25 WV 1HG
-Rostock  4 WV unverändert seit 28.11.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 6 HG 5 WV  ( unverändert seit 25./28.)
-Vorpommern-Rügen 4 HG  13 WV
  (HG unverändert seit 25.11.)
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde –
141 Verdachtsfälle, 1 Emu pos. verendet
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4 Fälle/getötet/tot, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Gänse)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 19 Fälle, 7 tot, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich nicht H5N8 bestätigt
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle/getötet/tot, 205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 Fälle/getötet/tot, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall/getötet/tot, 14 vorbeugend (Enten, Gänse, Schwäne,Eulen)
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 pos. beprobt, 47 getötet, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15 verstorben, 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 4 WV 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11.
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.
-Hannover 1 WV unverändert seit 28.11
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 Fälle/getötet/tot , 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Berlin   10 WV

Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.

Hamburg Ges.: 7 WV 1 HG
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 3 Fälle/getötet/tot
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 1 WV
– Potsdam 1 WV unverändert seit 28.11.

Nordrhein Westfalen Ges.: 4 WV
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.

-Wesel 1 WV unverändert seit 25.11.
– Soest: 1 WV unverändert seit 28.11
Dortmund 1 WV

Sachsen Ges.: 10 WV
-Leipzig 7 WV
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 2 WV

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  1 WV
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.
Harz: 1 HG bedeutet : 
38 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot, 37 vorbeugend
private Hühnerhaltung

Schleswig Holstein Ges.: 44 WV   4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Plön 15 WV

-Rendsburg-Eckernförde 7 WV
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Dithmarschen 1 WV   2 HG unverändert seit 25.11.
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Steinburg 3 WV
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 x 1800 und 1 x 2000 Gänse vorsorglich gekeult
Dieser Bestand taucht nicht in der OIE Liste auf, wurde also nicht auf H5N8 bestätigt.

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 Fälle/getötet/tot, 92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten)
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000Fälle/getötet/tot, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)


Thüringen Ges.: 0

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

461 WV   (274 Wildenten in Ba Wü + Bayern, 187 WV Rest)
21 HG (= mind. 156.698 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.

In den OIE Listen werden lediglich H5N8 bestätigte Fälle aufgeführt. Dadurch kommt es zu Abweichungen von der TSIS Liste.
Es wir in der OIE aufgeführt, wieviele Verdachtsfälle, wieviele Beprobungen, wieviele „tot“ (ohne Angabe von getötet oder verendet) und wieviele vorbeugend gekeult wurden. Es ist unklar, wieviele der positiv beprobten Tiere auch positiv bestätigt wurden. Theoretisch kann es ein einziges Tier gewesen sein.


  In
Sachsen Anhalt und Bremen gab es seit unserer Auswertung am 25.11.2016 keine Veränderungen mehr. In Niedersachsen und Brandenburg seit unserer Auswertung am 28.11. keine weiteren Veränderungen.
In Thüringen, Rheinland Pfalz und Saarland wurden sowieso noch überhaupt keine Vögel gefunden.

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 28.11.2016 11.45 Uhr bundesweit:

Influenza positiv bestätigte Wildvogelfunde: 420 Stück
(davon allein 262 Wildenten am Bodensee)
bei Millionen Wildvögeln, die zur Zeit über unser Land ziehen

H5N8 positiv mind. 1 Tier verdächtig 17 Hausgeflügelbestände
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Die folgenden Zahlen werden vom FLI nicht bekannt gegeben
wir haben sie den Medien entnommen:

In den 17 Beständen wurden mind. 232.277 gesunde Tiere vorbeugend gekeult und in den Müll geworfen plus 3 Bestände über die es keine Zahlen gibt
Zusätzlich wurden 86 Zoovögel vorbeugend gekeult, von denen ausschließlich 2 Zoo-Fasane H7N3 !!! positiv bestätigt und der Rest lediglich getestet wurde.

Bestätigt positive  Influenza  Befunde in den 17 Hausgeflügelbeständen gab es mindestens 40 Tiere

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N3) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener Typ nachgewiesen wurde.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 28.11.2016  11.45 Uhr TSIS/FLI


WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 251 WV  1 HG
( von den WV 214  Wildenten,
37 sonstige WV)
-Bodenseekreis 119WV
-Konstanz 132 WV unverändert seit 25.11.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 25.11

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 63 WV (48 Wildenten, 15 sonstige WV)
-Lindau 13 WV unverändert seit 25.11.
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Traunstein 10 WV unverändert seit 25.11.
-Ingolstadt 2 WV unverändert seit 25.11.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11.
-Landsberg 4 WV
-Nürnberg 2 WV unverändert seit 25.11.
-Miesbach 2 WV
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Bad Tölz 1 WV
– Ebersberg: 2 WV
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Starnberg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Unterallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Weilheim 1 WV unverändert seit 25.11.

Hessen Ges.:  2 WV
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 38  WV  11HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordwestmecklenburg 15 WV  unverändert seit 25.11.
-Rostock  4 WV
-Ludwigslust  1 HG (Masthahn/-huhn einschl. d. hierf. best. Kük.)
Vorpommern-Greifswald 6 HG 5 WV  (WV unverändert)
-Vorpommern-Rügen 4 HG  8 WV
  (HG unverändert)
Ludwigslust 1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
90 Tiere getötet
Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo –
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet laut Medien:
1. Mesekenhagen 31 Hühner verendet, 18 Hühner + 8 Enten vorsorglich gekeult
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   „ein paar“ Tiere verendet, Rest  gekeult Ges. 56 Tiere
4.Neu Boltenhagen 30 Tiere vorsorglich gekeult
5.keine weiteren Angaben gefunden

Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Enten, Hühner und Tauben gekeult
2. Sassnitz  Tierpark 1 infiziertes Tier gefunden weitere Vögel ohne Mengenangabe
3. Glöwitz bei Barth   117 Hühner und Tauben
4. keine weiteren Angaben gefunden

Niedersachsen Ges.: 4 WV 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11.
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.
-Hannover 1 WV
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
Cloppenburg 1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich gekeulter Puten

Berlin   6 WV (alles Schwäne) unverändert seit 25.11.

Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.

Hamburg Ges.: 6 WV unverändert seit 25.11.

Brandenburg Ges.: 1 WV
– Potsdam 1 WV

Nordrhein Westfalen Ges.: 3 WV
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.
-Wesel 1 WV unverändert seit 25.11.
– Soest: 1 WV

Sachsen Ges.: 8 WV
-Leipzig 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 1 WV unverändert seit 25.11.

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  1 WV
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.
Harz: 1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 Huhn bestätigt infiziert, 37 vorsorglich gekeult

Schleswig Holstein Ges.: 36 WV   4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Plön 11 WV unverändert seit 25.11.
-Rendsburg-Eckernförde 4 WV unverändert seit 25.11.
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Dithmarschen 1 WV   2 HG unverändert seit 25.11.
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Steinburg 1 WV
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 x 1800 und 1 x 2000 Gänse vorsorglich gekeult

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
18 verendete Puten, 100 vorsorglich gekeulte Enten, Gänse und Tauben
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
2000 Hühner gestorben, 28.000 vorsorglich gekeult


Thüringen Ges.: 0

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

421 WV   (262 Wildenten in Ba Wü + Bayern, 159 WV Rest)
18 HG (= über 220.000 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)
(von den WV 262 Wildenten in BaWü +Bay.
Rest  bundesweit 159 WV
)

Quelle: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.


In Hessen, Hamburg, Berlin, Sachsen, Sachsen Anhalt, und Bremen gab es seit unserer AUswertung am 25.11.2016 keine Veränderungen mehr.
In Thüringen, Rheinland Pfalz und Saarland wurden sowieso noch überhaupt keine Vögel gefunden.

 

Zahlen für ganz Deutschland  Stand 25.11.2016 Stand 17.47 Uhr
WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 247 davon 212   Wildenten
-Bodenseekreis 114 WV
-Konstanz 132 WV
-Mannheim 1 in Gefangenschaft gehaltener Vogel aller Art
Bayern Ges.: 59 WV
-Lindau 13 WV
– Rosenheim 11 WV
-Starnberg 5 WV
-Traunstein 10 WV
-Ingolstadt 2 WV
-Freising 6 WV
-Landsberg 3 WV
-Nürnberg 2 WV
-Rest: 7 WV
Hessen Ges.:  2 WV
Franfurt 1 WV
Waldeck 1 WV
Mecklenburg Vorpommern Ges.: 35 WV  9HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV
-Nordwestmecklenburg 15 WV
-Rostock  3 WV
Vorpommern-Greifswald 5 HG 5 WV
-Vorpommern-Rügen 4 HG  6 WV

Niedersachsen Ges.: 3 WV 1 HG
-Peine 2 WV
-Osnabrück 1 WV
– Cloppenburg 1 HG
Berlin   5 WV
Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV
Hamburg Ges.: 6 WV
Hessen Ges.: 2 WV
-Waldeck-Frankenberg  1WV
Frankfurt 1 WV
Nordrhein Westfalen Ges.: 1 WV
-Hagen1 WV
-Wesel 1 WV
Sachsen Ges.: 7 WV
-Leipzig 5 WV
-Nordsachsen 1 WV
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 1 WV
Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  1 WV
– Harz 1 HG
-Jerichower Land 1 WV
Schleswig Holstein Ges.: 34 WV   3 HG  1 unbekannt
-Herzogtum Lauenburg 5 WV
-Plön 11 WV
-Rendsburg-Eckernförde 4 WV
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG
-Segeberg 5 WV
-Dithmarschen 1 WV   2 HG
– Lübeck 1 (keine Angabe ob Hausgeflügelbestand oder WV)
– Flensburg 1 WV

Gesamtergebnis: 403 WV   14 HG  1 ohne Angabe ob WG / HG
(von den WV 212 Wildenten in BaWü
)

Quelle: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.

Beispiel: bei dem unter Schleswig/Flensburg aufgeführten 1 HG wissen wir aus der Presse, dass in Grumby über 30000 Tiere getötet wurden. Aufgrund wievieler Stichproben mit positivem Verdachtsbefund gekeult wurde und wieviele Tiere davon dann tatsächlich positiv bestätigt wurden, wird nirgends angegeben.

Von den seit Ausbruch des H5N8 Virus bis heute bundesweit gefundenen 403 Wildvogelfälle, waren 306 allein in Baden Württemberg und Bayern. Nur die verbleibenden 97 gefundenen Wildvögel verteilen sich über die restlichen Bundesländer.

Info: bei gekeulten Beständen mit Tieren von knapp unter 1000 bis ein paar 1000 Tieren, sprechen die Politiker in der Presse von „Klein- und Kleinstbeständen
Der spunghafte Anstieg der WV Zahlen in BaWü ist auffällig. Von allen dort aufgeführten Tieren waren es 212 Wildenten.
Hier wäre es höchst interessant, die Todesursache zu erfahren (Totfunde? Jagdstrecke?)
Sollte dieser Anstieg am Bodensee hinsichtlich der Trinkwassersicherheit evtl.Anlass zur Sorge sein?

Ebenfalls auffällig ist, dass bei allen gefundenen Tieren bundesweit bis heute  keine Fasane (Hühnervögel!)  gefunden wurden.
Die Bundesländer, die die höchsten Wildvogelfunde zu verzeichnen haben, haben keine Hausgeflügelausbrüche, obwohl dort tw. erst spät überhaupt landesweite Stallpflicht ausgerufen wurde.
Die Bundesländer mit Ausbrüchen in Hausgeflügelbeständen  haben sehr niedrige Wildvogelbefunde .

Zahlen für ganz Deutschland  Stand 21.11.2016
WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg
-Bodenseekreis 58 WV
-Konstanz 36 WV
Bayern
-Lindau 11 WV
– Rosenheim 12 WV
-Starnberg 2 WV
-Traunstein 10 WV
-Rest: 10 WV
Hamburg 3 WV
Hessen 1WV
Mecklenburg Vorpommern
-Mecklenburgische Seenplatte 5 WV
-Nordwestmecklenburg 11 WV
-Rostock, Stadt 1 WV
Vorpommern-Greifswald 3 HG 2 WV
-Vorpommern-Rügen 4 HG 4WV

Niedersachsen
-Peine 1 WV
Berlin 1 WV
Bremen
-Bremerhaven  1 WV
Hamburg 3 WV
Hessen
-Waldeck-Frankenberg  1WV
Nordrhein Westfalen
-Hagen1 WV
-Wesel 1 WV
Sachsen
-Leipzig 1WV
-Leipzig, Stadt 1 WV
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 1 WV
Schleswig Holstein
-Herzogtum Lauenburg 4 WV
-Plön 7 WV
-Rendsburg-Eckernförde 2 WV
-Schleswig-Flensburg 3 WV   1 HG
-Segeberg 3 WV
-Dithmarschen 1 WV   2 HG
-Segeberg 3 WV

Gesamtergebnis: 10 HG  201 Wildvögel

Quelle: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
unser Hinweis:
die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand. Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden.
Beispiel: bei dem unter Schleswig/Flensburg aufgeführten 1 HG wissen wir aus der Presse, dass in Grumby über 30000 Tiere getötet wurden. Aufgrund wievieler Stichproben mit positivem Verdachtsbefund gekeult wurde und wieviele Tiere davon dann tatsächlich positiv bestätigt wurden, wird nirgends angegeben.

Zahlen für ganz Deutschland, Stand 18.11.2016, 12:45:
WV = Wildvögel,  HG = Hausgeflügel

Baden Württemberg
-Bodenseekreis 68 WV
-Konstanz 80 WV
Bayern
-Lindau 12 WV
-Rosenheim 8 WV
-Starnberg 2 WV
-Traunstein 10 WV
Hessen
-Waldeck-Frankenberg 1 WV

Mecklenburg-Vorpommern
-Mecklenburgische Seenplatte 5 WV

-Nordwestmecklenburg 4 WV
-Rostock, Stadt 1 WV
Vorpommern-Greifswald 1 HG 5 WV
-Vorpommern-Rügen 2 HG 4WV

Niedersachen
-Peine 1 WV
Nordrhein-Westfalen
-Wesel 1 WV
Sachsen
-Leipzig 2 WV
-Leipzig, Stadt 1 WV

Schleswig-Holstein
-Herzogtum Lauenburg 2 WV
-Lübeck, Stadt 1 HG
-Plön 6 WV

-Rendsburg-Eckernförde 3 WV
-Schleswig-Flensburg 1 HG
-Segeberg 2 WV

Gesamtergebnis: 5 Hausgeflügel 221 Wildvögel

Quelle: Friedrich Löffler Institut, Risikoeinschätzung zum Auftreten von HPAIV H5N8 in Deutschland, S. 4

Beispiel Zahlen aus Bayern ab 2005
(interessant die Erklärungen in den Fußnoten unter der Statistik!)

Insgesamt wurde bei Wildgeflügel nur in drei Jahren Influenza H5 oder H7 nachgewiesen:
2009 von 1.095 Wildvögeln 1 Vogel
2007 von 3.428 Wildvögeln 19 Vögel
2006 von 9.561 Wildvögeln 74 Vögel

Hausgeflügel:
Außer 2007 nichts.
2007:
11.284 untersuchte Tiere, davon hatten 136 Tiere H5 oder H7
Das sind genau 1,2% aller untersuchten Tiere – erstaunlich wenig, dafür, dass auch das Virus damals hochpathogen eingestuft war.

Aktuelle Zahlen Bayern (18.11.2016):
Wildvögel 475 davon 55 H5 oder H7 positiv,
von den 55 sind  34  H5N8 positiv
Hausgeflügel 662 Influenza A      positiv: 0

Schnell-Navigation

Fragen rund um die Vogelgrippe – Geflügelpest

Schnell-Navigation

Fragen rund um die Vogelgrippe-Geflügelpest

während unserer Recherchearbeit werfen sich uns immer wieder Fragen auf, die wir uns nicht beantworten können.  Nachfolgend führen wir unsere Fragen auf:

Mit Datum vom 24.1.2017 stellt das FLI ein Papier FAQ ein,
welches viele unserer unten gestellten Fragen beantworten soll
_________________________________________________________________

Geflügelpest: infizierte Eule in Krempel gefunden
Da wird am 19. Dezember eine tote Eule gefunden,
Schnelltest offensichtlich positiv.
Am 23. Dezember stellt das FLI die Eule als positiv auf H5N8 bestätigt bei TSIS ein.
Am 28. Dezember berichtet Boyens Medien und teilt folgendes mit:
Die tierseuchenbehördliche Anordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel für das Gebiet in und um Krempel ist ab kommendem Freitag, 30. Dezember 2016, gültig.“

Sind wir hier eigentlich in Schilda? Am 23. wird dieser „hochgefährliche“ Erreger festgestellt, aber das Sperrgebiet, was wirtschaftlichen Schaden für die Betriebe bedeutet (oder werden sie auch hier entschädigt?), was Hunde- und Katzenhalter einschränkt, was privaten Hobbyhuhnhaltern noch längere Zwangsmaßnahmen beschert – dieses ach so wichtige Sperrgebiet zum Schutz gegen die Seuche wird ganze 11 Tage nach dem Fund des Vogels mal ganz gemütlich eingerichtet. Kann uns mal bitte irgendwer von denen, die für so eine Regelung verantwortlich sind erklären, was der tiefere Sinn hinter dieser Maßnahme ist?

Das war 2006 Vet-Magazin.com:
FLI testet erfolgreich zweiten Markerimpfstoff gegen Geflügelpest
…und wo ist er, der Influenza-Impfstoff, der 2007 in den Feldversuch gehen sollte und, so vermute ich mal, mehrere Millionen an Steuergeldern verschlungen hat?

Beitag Petra Marie im Hühnerforum #5972

http://www.vet-magazin.com/wissensch…st-Impfen.html
2007. Geht um Notimpfungen….
(Zitat)
obwohl in der europäischen Tierseuchengesetzgebung im Seuchenfall eine Notimpfung statt der Keulung erlaubt, ist von dieser Option aus zwei Gründen bisher nie Gebrauch gemacht worden:

  • Eine Impfung mit herkömmlichem Impfstoff erlaubt keine labordiagnostische Unterscheidung zwischen geimpften und infizierten Tieren. Daher sind geimpfte Tiere und ihre Produkte vom europaweiten Handel ausgeschlossen. Ein ruinöser Preisverfall wäre die Folge.

(Zitat Ende)

wie dem vorherigen Post zu entnehmen war, stand der erforderliche Markerimpfstoff aber angeblich schon vor zehn Jahren kurz vor der Marktreife…..Was genau ist daraus geworden? (Nicht nur wegen immenser finanzieller Mittel interessant, die da hinein geflossen sind)
und:

(Zitat):

  • Obwohl nach europäischem Recht neuartige Markerimpfstoffe eingesetzt werden könnten, und so geimpfte von infizierten Tieren unterschieden werden könnten, und obwohl die Produkte dieser Tiere unter bestimmten Bedingungen europaweit handelbar wären, besteht hinsichtlich der Akzeptanz dieser Produkte bei europäischen und insbesondere außereuropäischen Handelspartnern eine große Skepsis.

(Zitat Ende)

Genau! Die Impfstoffe müssten mittlerweile zur Verfügung stehen und dürften nach europäischen Recht als Notimpfung auch eingesetzt werden. Es muss doch für Hobbyhalter und Erhaltungszüchter ohne internationale Handelsbeziehungen möglich sein, darauf zurück zu greifen, anstatt der „vorbeugenden“ Keulung ihrer Tiere hilflos gegenüber zu stehen….Bei Pferden klappt das doch auch. Zur Schlachtung vorgesehen oder nicht. Du machst einenentsprechenden Eintrag im Equidenpass und gut ist. Warum sollte das in Verbindung mit der Betriebsnummer nicht möglich sein?!?!?!
Ich habe keine europäischen und aussereuropäischen Handelspartner und deren Befindlichkeiten sind mir, mit Verlaub, sch……egal. ob die skeptisch sind oder nicht, tangiert mich nicht im geringsten. Sie existieren für mich schlicht nicht. Die paar Eierchen meiner Hühner schaffen es nicht mal aus dem Dorf – meistens nicht mal über den Gartenzaun. In meiner Küche ist Endstation. Ich wette, die europäischen und aussereuropäischen Handelspartner interessiert es auch nicht die Bohne, wenn sowas passiert, wie in Schwante oder wenn meine Mädels über die Klinge springen.
Die kriegen das nicht mal mit. Es geht ja „nur“ um ein knappes Dutzend Leben – nicht um Tausende…
Warum zum Teufel, kann ich meinen nicht-kommerziellen Hobbytierbestand (den ich liebend gerne wahrheitsgemäss als solchen deklariere) nicht dem EU-Recht entsprechend mit einer Notimpfung im Fall des Falles vor einer „vorbeugenden“ Tötung retten? Kann mir das mal einer erklären?
Von mir aus lasse ich meine Mädels chippen, registriere die Transpondernummern beim Heimtierzentralregister und lasse für jede einen EU-Heimtierausweis ausstellen.

LG
Petra Maria

__________________________________________________________

Hanne Beitrag 17 im Hühnerforum

„The risk of introduction into the commercial poultry farms via indirect contact with materials (e.g. bedding material, boots, wheels of vehicles) contaminated by infected wild bird faeces used on the affected premises was estimated to be highest. In late October 2014, i.e. a few days before the outbreak, large aggregations of wild geese [Bean geese (Anser fabalis), Greylag geese (Anser anser)] had been observed on the pastures around the affected holding in Heinrichswalde and the ground on the premise surrounding the stable units was notably contaminated with faecal droppings of birds.“

Also Einstreu werden sie ja in Barßel vermutlich nicht verwendet haben. Damit bleibt: Sollte kontaminierter Kot rund um die Gebäude gewesen sein, hat die Viren ein Mensch eingetragen.
Letzten Endes ist es dieser Analyse von 2015 egal, wie sich Zugvögel bzw. Wildvögel angesteckt haben, wenn sie danach die Viren weiterverbreiten.

Ähnliches gilt für uns Hobbyhalter aber auch. Wir müssen unsere Tiere schützen. Mir eröffnet sich da die Frage: Würde man alle Bestände in ganz Deutschland untersuchen, wieviele hätten AI Ak? In Gebieten, in denen es kaum Massentierhaltungen, aber sehr viele Zugvögel und Funde toter Wildvögel gibt, gibt es bislang keine gemeldeten infizierten Bestände. Also:

1) Es wird in Gebieten mit sehr vielen toten Wildvögeln mit AI AK ein mindestens gleichhohes Risiko für eine Ansteckung mit kontaminiertem Kot geben wie beispielsweise in Barßel.
2) Die in diesen Gebieten größtenteils im Freiland gehaltenen Tiere erkranken aber nicht.
3) Man stellt eine Infektion mit AI ja zumeist über eine Beobachtung der klinischen Symptome fest. Das Immunsystem der Tiere in Massenhaltungen ist ergo derart desolat, dass der geringste Anlass genügt, damit die Tiere sichtbar erkranken.
4a) Das Immunsystem der anderen Tiere ist derart gefestigt, dass eine Erkrankung unbemerkt überstanden wird.
(4B) Den Haltern in den Gebieten sind Verluste an Tieren egal, daher melden sie nicht.) Diese Möglichkeit ist theoretisch gegeben, m.E. allerdings höchst unrealistisch.

Welche sinnvollen Schlussfolgerungen lassen sich ziehen:
1) Sind Massentierhaltungen quasi Sentinelhaltungen, da sie derart explosiv auf ein bereits extrem niedriges vorhandenes Infektionsrisiko reagieren?
2) Sollten Zugvogelrouten veröffentlicht werden, so dass man seinen Bestand zeitnah schützen kann(vor allem die Massentierhaltungen)?
3) Wäre es nicht generell sinnvoll, allen Verkäufern von Geflügel die Auflage zu erlegen, dem Käufer ein Merkblatt mitzugeben? „Das Verfüttern unerhitzten Fleisches kann zu gefährlichen Infektionskrankheiten führen.“ und weitere Sicherheitsaspekte? Oder ein derartiges Merkblatt jedem Betrieb bei Neuanmeldung mitzugeben sowie laufend aktualisiert zu verschicken?
4) Nach Abzug der Zugvögel stellt sich immer noch die Frage nach dem Kot. -Für mich noch ungeklärt.

Die Stallpflicht scheint keine befriedigende Lösung zu sein.


_________________________

 

Beitrag Nr 4745 von Warnehof im Hühnerforum

Wenn man sich die europäischen Meldungen so ansieht, fällt dabei einiges auf. Also fabuliere ich mal drauflos.

Nur in den skandinavischen Ländern, in Polen, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und in Deutschland finden sich tote Wildvögel.

Nur in Deutschland gab es bisher Krankheitsfälle in privaten Kleinhaltungen.

Warum?
Wer nichts sucht, der findet nichts.
Und wie uns der große Mann von Riems ja schon erklärt hat, wenn man sucht, dann findet man auch was. Der Virus ist ja ein dauernder Begleiter der Wasservögel. Also lässt man suchen.

Auffällig für den ornithologischen Laien ist, dass dieser von toten Wildvögeln gesäumte Weg vom Bodensee, quer durch die Schweiz, schlagartig an der französischen Grenze abbricht.
An den beiden Hotspots in Ungarn und in Frankreich, keine toten Vögel? Sollte man nicht gerade nördlich der Pyrenäen (Rastgebiet vor der Überquerung?) tote Tiere finden? Nein, stattdessen gibt es dort scheinbar, massenhaft Infektionen direkt in Entengroßhaltungen. Laut OIE handelt es sich aber nur um 2 Herde. Dort ist eine massenhafte vorsorgliche Tötung durchgeführt wurden, da die einzelnen Ställe in Kontakt mit einem der beiden Ausbruchsorte standen.

In ganz Italien und Spanien kein toter Zugvogel? Wo verlaufen doch gleich die Zugrouten nach Afrika? Alle Länder ohne Funde gehören zur EU und unterstehen den gleichen rechtlichen Regeln. Und Deutschland leuchtet wie ´ne Weihnachtsdisko?
Glauben die Behörden in Frankreich und den anderen weißen Flecken, etwa nicht an die Wildvogeltheorie und verschwenden keine Resourcen auf die Nachsuche und Analyse?
Oder brauchen die dortigen Referenzlabore kein Geld für hochfliegende Pläne?

Völlig unbemerkt von der deutschen Presse geht am 21.11.2016 in Mörarp bei Helsingborg, Schweden ein Legehennenbetrieb mit 210.000 Hühner hoch.Wo liegt Helsingborg doch gleich? Richtig an der Hauptverbindung zwischen Schweden und Dänemark. Zufall?

Am Bodensee und in der Schweiz hingegen, keine Infektionen in Haltungen. Weder Großen noch Kleinen. Und dabei muß der Boden dort, ja geradezu gepflastert sein mit toten Tieren und dem Kot der überlebenden, aber nach Meinung des FLI ebenfalls kontaminierten, Zugvögel.

Wieso???

Beitrag  4745 von Warnehof
Und dann war da noch eine Pandemie, nee.
Heißt ja Panzootie, kennt aber keiner.

Wikipedia sagt dazu:
Unter Pandemie versteht man eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit, im engeren Sinn einer Infektionskrankheit. Im Gegensatz zur Epidemie ist eine Pandemie somit örtlich nicht beschränkt.

Am 7.12. teile das FLI über dpa mit, dass wir jetzt eine Pandemie haben. Warum am 7.12?

In Europa ist die Influenza seit Anfang November.
In Asien gibt es bereits seit September immer wiederkehrende lokale Ausbrüche von H5N8 (Indien, Iran, Israel)
In Afrika sind seit dem 26.11. einzelne H5N8 Fälle in Ägypten und Tunesien bekannt geworden.

Zu dem Zeitpunkt im November waren die Medien aber noch voll mit Panikmeldungen, über die grassierende Influenzawelle in Deutschland. Nachdem der Medienhype Anfang Dezember aber deutlich abnahm, mußte noch mal nachgelegt werden.

Und siehe da, nun sind wir Pandemie.
Aber es will ja keiner Panik verbreiten. …oder doch?
Wer will, darf das teilen.

Beitrag Nr 4746 von Mara1

Was mir bei Okinas Karte so ins Auge springt: An der deutschen Nordseeküste und den Inseln ist NICHTS? Ich bin kein Vogelkundler, aber Vogelzug im Norden bringt mein Hirn immer mit dem Wattenmeer in Verbindung. Ich mußte nicht lang suchen, um diese Seite zu finden:
http://www.nationalpark-wattenmeer.d…gel/rastvoegel
Millionen Zugvögel rasten teils sogar mehrere Wochen lang am Wattenmeer, viele überwintern da sogar. Da müßte es doch an der Küste jede Menge Funde geben? Eigentlich dürfte man da vor lauter toten Enten und Gänsen und Möwen gar nicht mehr treten können…

Am Rhein entlang von der schweizer Grenze bis fast zur NL-Grenze ist auch nichts? Folgen Wasserzugvögeln nicht oft den Flußläufen?
Dieses Jahr haben die wohl alle die Autobahn genommen.

In Ungarn gab es Fälle im Südosten, und dann zwei im Nordwesten. Der Karte nach auch nahe der Autobahn, die man nimmt wenn man von den Ausbruchsgebieten im Südosten über Budapest Richtung Wien fährt. Aber komischerweise sehe ich keine roten Punkte am Plattensee, und am Neusiedler See auch nicht. Beides große Seen, wo sich viele Wasservögel tummeln und bestimmt auch viele Zugvögel rasten.

Die Zugvogeltheorie wird immer unsinniger für mich.

Ziel der Europa- Straßenkarte mit aktuellstmöglichem Stand der H5- Ausbrüche ist der Nachweis, dass die vom FLI und anhängigen Politikern seit Jahren vehement vertretene These zur Verbreitung der Vogelgrippe alias „Geflügelpest“ durch Wildvögel aus Fernost- und Nordasien in der Form nicht haltbar ist. Vielmehr zeigt die Karte den Verlauf einer viel wahrscheinlicheren Ausbreitung der Krankheit über Hauptverkehrswege wie Autobahnen, Bundes- oder Europastraßen durch Lebendtier- oder Misttransporte von und zu den Mast- und Großhaltungsanlagen, in denen das Virus mutmaßlich seinen Anfang nimmt.

Warum wird das seitens des FLI und der Politik nicht genau untersucht?


Beitrag 3733 von Stefanie im Hühnerforum:

Was mir immer wieder besonders deutlich zeigt, wie „ernst die Lage (Seuche! Epidemie verhindern!)“ für die Behörden tatsächlich ist, ist die Tatsache, dass die gefährliche Seuche offensichtlich auch am Wochenende ruht und sich nur wochentags verbreitet.
Wir sollen nur werktäglich gestorbene Vögel aufschreiben oder melden, auch nur werktags gelegte Eier zählen ……… und die Sperrbezirke/Aufstallungsgebiete werden auch nur wochentags neu definiert und bearbeitet ………..
Vielleicht könnte man ja, wenn die Seuche doch am Wochenende untätig ist, auch die Aufstallung am Wochenende zur Freude der Hühner aufheben? (Ironie aus)

Im Ernst – wenn wir wirklich eine sich ausbreitende Seuche, eine Epidemie hätten – meint ihr nicht, dass da die Behörden auch am WE arbeiten würden?

_________________________

Ein Geflügelhalter wunderte sich und wir fragen uns….

In diesen Tagen hören wir täglich, wie Vertreter der Landwirtschaftsministerien von Bund und Ländern vehement sämtliche Vorwürfe von sich weisen, eine besondere Nähe zur Geflügelindustie (Massentierhaltung) zu pflegen.
Dazu folgende Geschichte, die uns der Betroffene erzählte:
Ein kleiner Hühnerhalter beauftragte das zuständige Landeslabor seines Bundeslandes mit der Untersuchung von Proben auf eine häufiger auftretende, meldepflichtige Geflügelkrankheit.  Im Landeslabor teilte man ihm mit, dass man die Proben in ein Speziallabor schicken müsse, da man diese Krankheit  selbst nicht testen könne.
lohmann-rechnungSoweit nicht sonderlich ungewöhnlich. Als jedoch der Hühnerhalter die Rechnung des „Speziallabors“ erhielt, war er doch leicht irritiert:
Es handelte sich um ein hauseigenes Labor der Lohmann Tierzucht„.

Lohmann Tierzucht GmbH ist Marktführer bei der Produktion von Legehennen Elterntieren (Hybriden) und gehört zur EW Group (Erich Wesjohann Group).
Mit anderen Worten: das betreffende Bundesland ist in seinem Landeslabor technisch nicht in der Lage, meldepflichtige Krankheiten zu testen und beauftragt damit das Labor des  größten und einflußreichsten Massengeflügelhalters im Land.
Nicht nur, dass hier die Proben des Hühnerhalters vom Landeslabor an einen Wettbewerber weitergegeben wurden, was schon allein ein Skandal ist, es scheint ja auch so zu sein, dass der größte Massengeflügelhalter und Marktführer in diesem Segment, der genau wie jeder andere Geflügelbetrieb denselben strengen Gesetzen und Kontrollen unseres landes zur Geflügelhaltung unterliegen sollte, sich selbst kontrolliert – das Landeslabor scheint dies´ja angesichts fehlender Ausstattung nicht zu können.
Wir fragen uns: angesichts solcher Praktiken, wie will da irgendeine Behörde allen Ernstes behaupten, sie pflege keine Nähe zur industriellen Tierhaltung und sei neutral?
Und natürlich fragen wir uns angesichts einer solchen Geschichte,  wie unabhängig es denn dann wohl jetzt bei dem aktuellen H5N8  Ausbruch  zugehen mag mit Proben, Tests, Untersuchungen und Risikobewertungen?
Weitere Fragen zu diesem Beitrag, die uns von Lesern erreichten

_________________________

Die Freie Universität Berlin, Fachbereich Veterinärmedizin
schreibt in ihrem Bereich „Geflügelkrankheiten, Wirtschaftsgeflügel, Viruserkrankungen, AI“ unter anderem:

Aviäre Influenzaviren bleiben in feuchtem Kot über 120 Tage und in trockenem Kot ca. 44 Tage intakt. In Wasser kann der Erreger bei 17 Grad bis zu 100 Tage überdauern, in Einstreu sogar mehr als 105 Tage. In der Außenwelt werden aviäre Influenzaviren durch Wärme und UV-Strahlen zerstört.
Frage: bedeutet das nicht automatisch, daß Geflügelmist der in großen Mengen als Dünger in die Äcker eingearbeitet wird,
(also keine UV-Strahlen ran können, sommerwarmes Regenwasser hinzu kommt)
das noch aktive Virus auswäscht und in Bäche, Flüsse, Seen, Grundwasser verbringt, wo es nach der Ausbringung noch gute 3! Monate hochgefährlich bleibt?
Muss da nicht
1.  die Ausbringung von / der schwunghafte, grenzüberschreitende Handel mit Geflügelmist (siehe dazu links im unteren Bereich der Seite) komplett verboten und der Geflügelmist zu Sondermüll erklärt werden?
2. mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen und entsprechend in einer groß angelegten Studie untersucht werden, inwieweit sich die Wildvögel in den Gewässern an eben diesen noch aktiven EInträgen infizieren?

Weiter beschreibt
Die Freie Universität Berlin, Fachbereich Veterinärmedizin:
Aus diesem Grund breitet sich die Erkrankung in Käfighaltung langsamer aus, als bei Bodenhaltung. Auch kontaminierte belebte und unbelebte Vektoren (Mensch, Wildvögel, Geräte, Futter, Wasser, Fahrzeuge, Transportkisten, Eierpappen u.a.) können den Erreger in andere Bestände verschleppen. Der Erreger kann nasal, aerogen, oral oder durch kontaminierte Samenflüssigkeit in den Wirtsorganismus eindringen.
…….Die Ei -Schale kann über den Kot mit dem Virus kontaminiert werden und so als Infektionsquelle fungieren.

Aviäre Influenzaviren bleiben in feuchtem Kot über 120 Tage und in trockenem Kot ca. 44 Tage intakt. In Wasser kann der Erreger bei 17 Grad bis zu 100 Tage überdauern, in Einstreu sogar mehr als 105 Tage.
In der Außenwelt werden aviäre Influenzaviren durch Wärme und UV-Strahlen zerstört.

Fazit: Demnach ist Käfighaltung etwas weniger gefährlich als, Bodenhaltung, aber Freilandhaltung ist mit Abstand die sicherste und kontaminationsärmste Haltung, denn das Virus wird ja demnach unter dem Einfluss der UV Strahlung zerstört.
Fragen: Bewirkt dann also die Aufstallpflicht zur Zeit in den sonst draußen gehaltenen Beständen das genaue Gegenteil dessen, was ereicht werden soll?
Muss es nicht eher eine Freilandhaltungspflicht geben, um eine Verschleppung des Virus zu verhindern?

Ist es in diesem Zusammenhang nicht dringend angezeigt, zu überdenken, ob man mittelfristig für Wirtschaftserzeuger die Bestandsgrößen nach oben begrenzt und eine Freilandpflicht einführt (zumal das ganz nebenbei eine deutliche Verbesserung hinsichtlich unserer Tierschutzgesetzgebung bedeuten würde)?

Quelle: Feie Universität, Berlin Fachbereich Veterinärmedizin
http://www.vetmed.fu-berlin.de/e-learning/gefluegel/gefluegelkrankheiten/Virale_Erkrankungen/Aviaere_Influenza/index.html

_________________________

 

Das FLI veröffentlicht regelmäßig die aktuellen Zahlen. Allerdings werden da viele Angaben nicht gemacht. Aber nur, wenn man auch die Zahlen den Beständen zuordnen und eindeutig differenzieren kann zwischen getesteten Tieren, daraus positiv bestätigten Tieren und im Verhältnis dazu im selben Bestand gesund getöteten  Tieren, lässt sich eine Aussage treffen, wie stark die schnelle Ansteckung der Tiere untereinander tatsächlich unter unterschiedlichen Lebens/Haltungsbedingungen ist (hier interessiert besonders, die Besatzdichte).
Wo erhalten wir die offiziellen Zahlen wie folgt:
Wildvögel:
Wieviele Vögel wurden gefunden?
Auf wieviele Fundorte verteilt sich die Anzahl gefundener Vögel?
Wieviele Vögel wurden getestet und mit welchen Testmethoden?
Wieviele Vögel waren davon H5 positiv und wieviele davon H5N8 positiv bestätigt?
Hausgeflügel:
Wieviele Tiere wurden jeweils pro Standort auffällig? (OIE)
Wieviele Tiere wurden getestet mit welchen Testmethoden?
Wieviele Tier wurden gekeult inkl. Angabe wieviele es an einem jeweiligen Standort waren? (OIE)
Wieviele der gekeulten Tiere an dem jeweiligen Standort wurden getestet?
Wieviele an dem jeweiligen Standort waren davon H5 positiv und wieviele H5N8 positiv bestätigt? (OIE)
Die Tierseuchenberichte sind jetzt eingeschränkt einsehbar für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Allerdings gibt es dort nur eine Zahlenangabe für die Anzahl festgestellter Einzelfälle bei Wildtieren und über die Anzahl festgestellter Bestände bei domestizierten Tieren. Keine Angaben, um wieviele Tiere es sich bei den Beständen konkret handelte und wieviele tatsächlich innerhalb des Bestandes betroffen waren. Keine weiteren der o.a. Fragen werden durch die einsehbaren Bereiche der Berichte beantwortet.
Das TSIS liefert eine Auflistung der Fundorte und Vogelarten ohne weitere Angaben. Die OIE liefert die genauen Angaben zu Wildvögeln und Beständen, die H5N8 positiv bestätigt wurden. 
Allerdings fehlen auch hier genaue Informationen, wieviele Tiere eines Gesamtbestandes genau getestet UND bestätigt wurden.

_________________________

Wie erklären sich die Verhätnismäßigkeiten?
 
Das Usutu Virus ist erwiesenermaßen immer wieder verantwortlich für Massensterben bei Vögeln und es ist erwiesenermaßen sehr gefährlich für Menschen. Die Folge einer Infektion können Hirnhautentzündungen und ähnliche, schwere Erkrankungen beim Menschen sein.

(da wäre eigentlich der Name „Vogelpest“ angebracht. Der Überträger ist  übrigens eine Mücke – bei der echten pest waren es Flöhe).

Bei H5N8 bei den Wildvögeln gibt es kein Massensterben. Bei bis zum 18.11.16 bundesweit 221 positiv getesteten Wildvogelfunden kann man angesichts der Millionen Vögel, die hier durchziehen  nicht von einem Massensterben sprechen und für den Menschen ist  das Virus erwiesenermaßen zur Zeit gar keine Gefahr, die Wahrscheinlichkeit, dass es in eine auf den Menschen übertragbare Variante mutiert wird vom FLI als sehr unwahrscheinlich eingestuft.

Wie also erklärt sich die Verhätnismäßigkeit?
Von Usutu haben viele Bürger noch nicht einmal gehört, obwohl Usutu regelmäßig ausbricht und großes Sterben vor allem unter unseren Amselbeständen hervorruft.

Bei H5N8, von dem bis heute noch nicht einmal eine konkrete Bedrohung für Menschen oder aber größere Tierbestände (weder Wild- noch Hausgeflügel) ausgegangen ist, wird eine gigantische Panikmache betrieben, es werden zig tausende kerngesunde Hühner, Enten, Gänse und Puten auf Verdacht „vorsorglich“ gekeult und in den Müll geworfen und erst im Nachhinein wird dann in den meisten Fällen festgestellt, dass sämtliche Tiere gesund waren!
Wie erklärt sich dieses unverhältnismäßige Vorgehen?
Warum sind so viele Tests falsch positiv?
________________________

Welche Tests werden verwendet? Hinweis unten
Trotz intensiver Recherche konnten wir nirgends auf der Seite des Friedrich Löffler Instituts (FLI) klare Angaben darüber finden, welche Tests genau Verwendung finden.
Dies ist aber für die Beurteilung dessen, wie aussagekräftig postive Befunde überhaupt sind, eine zwingende Voraussetzung.
Besonders die Spezifizität und die Sensitivität der Test sollten vom FLI klar angegeben werden.
Denn würde ich mal annehmen, dass die hier verwendeten Tests genau so weit ausgereift sind, wie der extrem weit entwickelte und teure HIV Test für Menschen,
dann würde das für die Tests der 8000 Gänse in Dithmarschen bedeuten, dass wenn 8000 Gänse getestet werden, davon 120 FALSCH POSITIV sind.

Sind die im FLI angewandten Test weniger genau, als der HIV Test, was fast anzunehmen ist, dann steigt die Zahl der FALSCH POSITIV getesteten Tier entsprechend.

Für jeden, der mit diesen Begriffen nichts anfangen kann – wir haben es uns auch erstmal von einem Wissenschaftler erklären lassen müssen-versuchen wir hier einmal eine einfache Erklärung:
Spezifizität und Sensitivität werden in % ausgedrückt und sagen etwas darüber aus, wieviele Tests bei einer Gruppe von xy getesteten Individuen falsch positiv oder falsch negativ sind .

Ein Beispiel anhand des sehr hoch entwickelten und extrem teuren HIV ELISA-Test in der Humanmedizin hat es uns in einem Gedankenexperiment veranschaulicht:

Stellen wir uns dazu vor, eine repräsentative Gruppe von einer Million Personen werde nach ELISA getestet.
1.000 davon sind tatsächlich mit HIV infiziert und 999.000 nicht.
Von den 1.000 Betroffenen werden 997 ein positives Testresultat erhalten. In der Gruppe der Nicht-Infizierten werden im Schnitt von je 1.000 nur 15 ein positives Testresultat bekommen,
also 15 x 999 = 14.985 unter den 999.000.
Zusammen genommen haben wir also 997 + 14.985 = 15.982 Personen mit positivem Testergebnis. Aber nur 1.000 tragen den Erreger wirklich in sich und von diesen 1000 sind auch noch 3 nicht erkannt worden, dafür aber 14.985 Gesunde für krank erklärt worden.

Mit anderen Worten: Nur etwa eine von 16 der positiv getesteten Personen hat im Durchschnitt HIV. Das sind nur etwa 6 Prozent.

Für jene, die die angegebene Erklärung gerne fachlich nachrecherchieren möchten:
Genauigkeit ELISA-Test:
Beim Elisa-Test liegt die Sensitivität bei 99,7 Prozent. Dies bedeutet, dass mit dieser Methode nur 3 von 1.000 tatsächlichen HIV-infektionen unentdeckt bleiben. Die Spezifizität des Elisa-Tests, also die Wahrscheinlichkeit, bei Nicht-Infektion ein negatives Testergebnis zu bekommen, beträgt 98,5 Prozent.
Ermittelt werden kann der mit der Formel von Bayes.

Wir fragen uns also:
Welche Tests finden Verwendung?
Welche Spezifizität und Sensitivität haben sie?
Wie kann man angesichts so hoher Fehlerquoten im Testverfahren nur auf den Verdacht hin zig tausende gesunde Tiere abschlachten?
Zumal die Zahlen der später tatsächlich possitiv bestätigten Tiere schon seit 2006 immer wieder  eine eindeutige Sprache sprechen:
bis zum 18.11.2016 wurden beim jetzigen „Ausbruch“ ganze 5   Hausgeflügel im GESAMTEN Bundesgebiet positiv getestet!
TSIS (Tierseuchen Informations System des FLI) ist in Teilen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Unter anderem wurde die amtliche Methodensammlung veröffentlicht, in der die möglichen, zulässigen Tests verschiedener Hersteller aufgeführt sind. Nach wie vor gibt es nirgens Hinweise darauf:

  • mit welchen Tests bei dieser konkreten Seuche gearbeitet wird?
  • ob alle Amtsveterinäre bundesweit denselben Test desselben Herstellers verwenden müssen, oder on die Auswahl des Tests Ermessenssache ist
  • welcher Test (Schnelltest, 1. Nachuntersuchung, Bestätigung im FLI ausschlaggebend für eine Keulungsanordnung ist
    ________________________

In Schleswig Holstein gab es bis zum 18.11.2016 genau
13 Stück Wildvögel und 2 Hausgeflügel, die positiv bestätigt wurden (das sind offizielle Zahlen des FLI)
Alles andere aufgrunddessen Sperrbezirke eingerichtet werden und
zig tausend Stück Geflügel gekeult und in den Müll gworfen wurden, waren  reine Verdachtsfälle, die sich nicht bestätigt haben!
Frage:
Warum töten wir fast 100 000 gesunde Tiere und werfen sie in den Müll, obwohl sich immer wieder zeigt, dass am Ende im Rückblick nur wenige Individuen eines Bestandes im Verhältnis zum Gesamtbestand positiv bestätigt werden? Sollte man betroffene Bestände nicht einfach unter Quarantäne stellen und nur jene Tiere heraus selektieren, die tatsächlich erkranken?
Lt. Prof.Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 in Kiel sei das nötig, da das Virus über Federn, Staub etc. auf die anderen Tiere übertragen worden sein kann und verschleppt werden würde……
(uns hat diese Antwort nicht überzeugt!)
________________________

 Von Viruserkrankungen beim Menschen, z.B. Herpes, den der größte Teil der Bevölkerung trägt, wissen wir, dass diese Viren erst zum Problem werden, wenn primär andere Viruserkrankungen z.B. AIDS vorliegen oder wenn eine besondere Schwächung des Betroffenen (z.B. Immunerkrankung, Alter, Tumorerkrankungen, organische Erkrankungen etc.) bestanden.
Wir haben nirgends Hinweise darauf gefunden, dass die positiv bestätigten Tiere diesbezüglich untersucht werden, um festzustellen, warum nur vergleichsweise wenige Tiere dem Virus zum Opfer fallen und ob es eine erkennbare, wiederkehrende Bedingung für den symptomatischen und zum Tode führenden Ausbruch der Erkrankung gibt.
Wir fragen uns:
wird bei H5N8 positiv bestätigten Vögeln (sowohl Haus- als auch Wildtieren) folgendes untersucht und statistisch erfasst:
– das Alter der betreffenden Tiere
– die Todesursache
– lagen Primär- oder Sekundärerkrankungen vor Hinweis unten
(z.B. Tumore, Organveränderungen, Verletzungen, andere Infektionserkrankungen)
– wurden die Mageninhalte analysiert

Wenn ja, wo kann man die Ergebnisse nachlesen?
Prof. Dr. Dr.h.c.Mettenleiter, FLI verneinte die Fragen
am 1.12.2016 in Kiel…

Wenn nein, warum nicht?
…das sei zu aufwändig, zu teuer und unnötig
(uns hat diese Antwort nicht überzeugt)

In der amtlichen Methodensammlung wird (markiert) allgemein auf diverse organische Veränderungen verwiesen, die bei der Sektion von an AI verendeten Tieren gelegentlich auffallen. Allerdings fehlen Angaben  darüber, ob es sich um Erkenntnisse aus dem derzeitigen Seuchengeschehen oder um allgemeine Forschungsergebnisse aus der Vergangenheit handelt und es gibt keine Auskunft darüber, ob die oben hinterfragten Untersuchungen bei den gegenwärtigen Fällen stattfinden.
________________________

Schnell-Navigation

Übertragungswege – interessante Überlegungen

Schnell-Navigation

Übertragungswege – Überlegungen

Hier tragen wir aus unserer Sicht interessante, hinterfragenswerte Überlegungen von Menschen zusammen, die sich mit der Fage der Übertragungswege beschäftigen und diskutieren:

  • Vogelgrippe 2007 durch Verfütterung von Entenschlachtabfällen?
  • Live fotografiert: Mist aus Sperrbezirk auf den Acker
  • Spannende Karte aller H5N8 Fälle von Andreas Menz
  • WIe kommt das Virus nach Nigeria?
  • Wenn sich nicht schnellstens was ändert, wird es richtig gefährlich für den Menschen
  • Vogelgrippe EU-weit betrachtet
  • Wildvogeltheorie immer weniger haltbar
  • Was hat EHEC mit Vogelgrippe gemein?
  • Die Wildvogeltheorie – Gedankenaustausch
  • Erhebung Ernährungsweisen betroffener Arten
  • Verbreitung entland der Autobahnen – Gedankenaustausch

________________________________________________________

Hanne #10091 im Hüfo
Das hat Schiller schon gesagt:
Wehe, wenn sie losgelassen!

BSE-die Temperatur (Tiermehlproduktion) bei der Produktion wurde erniedrigt-Energiesparend…
Sucht mal GePro. Gehört zu Wesjohann. Sucht mal Enten Wichmann. Enten Wichmann Vogelgrippe. Enten Wichmann Gepro. Wisst Ihr noch, wodurch Vogelgrippe im Dezember 2007 ausgebrochen ist? Durch die Verfütterung infizierter Mastentenreste…

 

http://www.presseportal.de/pm/17477/1039528

________________________________________________________

Da muss man sich wohl nicht mehr wundern, warum die Wildvögel alle krank werden:

Beitrag#8996 von Putin im Hüfo 9.1.2017
sämtliche Fotos dürfen verwendet werden!

Wir haben ja hier auch seit einiger Zeit unseren Seuchenfall im Landkreis. Wie gehabt mit Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet:

 

 

 

 

natürlich mit tausenden vorsorglich gekeulten Puten …

… und natürlich mit allen Restriktionen für den privaten Geflügelhalter die es so gibt. …

wer die zugehörigen Verordnungen lesen will:

https://www.lkjl.de/media/dokumente/…19.12.2016.pdf

Heute (09.01.2017) bin ich allerdings doch etwas „von der Rolle“

Kam mir doch hier im Beobachtungsgebiet auf einer Bundesstraße ein Traktor mit zwei wundervoll „vor sich hin staubenden“ Anhängern entgegen. … und natürlich Hühnermist aus einer Ausstallung.

völlig offen alles was Vieren sind in der Landschaft verteilend.

Wer‘s nicht glauben will:

Beladung hier in der Hühneranlage einer Massentierhaltung

 

 

 

 

Transport mitten durch Orte und über eine Bundesstraße bis zu zwei Bestimmungsorten

 

 

 

 

Lagerung ohne Abdeckung und Versickerungsschutz

 

 

 

Lagerung am Acker neben einem Bach (ca.15m entfernt) ohne Abdeckung

 

Wenn man sich den Dreck näher ansieht wird es spannend

Verrottendes Geflügel in der ehemaligen Einstreu … wenigstens haben die Wildvögel jetzt mal Einblick in den Dreck.

… so, das ist ja dann wohl hier alles normal….

Welch wertvoller Dünger für unsere Lebensmittel. Ein besonders schützenswerter Teil unser aller Gesundheit.

„bin pappesatt“
Bernd

PS.: Da waren mehrere solcher Gespanne im Einsatz

Fortsetzung vom 10.1.2017 von Putin:

Also das muss man unserem Landkreis lassen: Die beweisen wirklich Humor (schwarzen):

Aufruf an Geflügelhalter im Landkreis

Aufgrund der Feststellung der Geflügelpest in einem Tierhaltungsbetrieb in Körbelitz ist es im Rahmen der Überwachung und der amtlichen Kontrolle erforderlich, dass alle Tierhalter im Sperr- und Beobachtungsgebiet zusätzlich zum Bestandsregister auch Auskunft über den Verbleib von Eiern, Fleisch, Mist/Dung und Futtermitteln erteilen. Tierhalter können das dazugehörige Formular auf der Website des Landkreises unter www.lkjl.de/veterinaeramt herunterladen und …. siehe Link:

https://www.lkjl.de/de/detailseite/a…-20009280.html

So ein Mist ‚ne Nachmeldung:

Muss das jetzt nachträglich ins Bestandsregister oder unter Mist/Dung ins nächste Formular?

„bin weiterhin pappesatt“

Bernd

PS.: Ich stelle mir nebenbei immer die Hobbyhalter vor die unter „Vollschutz“ ihre drei Hühner füttern.

___________________________________________________________

UN – Scientific Task Force
on Avian Influenza and Wild Birds statement
20.12.2016

Aktuelle Karte mit sämtlichen Wildvogelfunden in Europa
nach OIE bis 23.12.2016

Andreas Menz hat eine Karte erstellt, die sehr deutlich macht, dass die auffälligsten Wildvogelfunde entlang der Autobahnrouten liegen (Warenwirtschaftswege)
In die Karte eingetragen sind alle bestätigten Wildvogelfunde nach Listung beim OIE. Die Einträge entsprechen exat den beim OIE angegebenen GPS Daten des Fundortes.

_________________________________________________________
Wie kommt das Virus in die Massenställe?
Virenflug aus Asien.pdf

Wie kommt das Virus in die Ställe?

_________________________________________________________

Okina75 schrieb im Hühnerforum Beitrag 6409

Zitat eines anderen Diskussionsteilnehmers:
@Okina Wie sieht´s denn das aus mit Vogelzug und Nigeria? Könnte mir vorstellen, dass erkrankte Tiere bei den dort vorherrschenden Temperaturen vielleicht gar nicht ankommen. Zumindest das AI-Virus selbst sollte da doch gewisse Überlebensschwierigkeiten haben. Vielleicht gibt es da einen Angreifpunkt, dass das Virus eigentlich nur gut gekühlt (***) dort eingetroffen sein kann.
Zitat Ende
Okina75:

Maßgebliche Zugvögel von hier nach/ über Nigeria wären an relevantem eigentlich nur die Störche. Die fliegen aber schon im August los und waren lange da unten bzw. im (bislang befallsfreien) Spanien, als der Zauber hier losging.
Ansonsten ziehen nur jede Menge Singvögel, teils auch Greife, nach und über Nigeria, die sind aber seit spätestens Ende September/ Mitte Oktober auch alle weg.
Kann daher nicht von Zugvögeln (im klassischen Sinne) stammen, ich denke auch, dass für einen infizierten Vogel der Saharaüberflug zu strapaziös wäre- das kann man an und für sich also abhaken.

Das Virus wird aller Wahrscheinlichkeit nach sehr gut gekühlt angekommen sein- oder aber lebend in tschiepender Form…

____________________________________________________

Beitrag 6211 von Hanne im Hühnerforum

Sieh Dir mal die Jahresberichte des FLI an. Z.B. 2007 stellte das FLI fest, dass nicht erhitzte, kontaminierte TK Mastentenreste verfüttert wurden und das wohl der Grund für die Ausbrüche 12/2007 war.
Wenn Wildvögel verantwortlich gemacht werden, so ist das eher: Draußen Wildvogelkot, dösiger Geflügelwirt/Hilfskraft(sog. Vektoren) latscht durch und trägt es ein(weil, wie ich immer wieder sage, keiner die erforderlichen Einwirkzeiten einhält!) oder Futter, Einstreu etc. war nicht anständig abgedeckt.
Erwiesenermaßen hat D 2012 AI nach Polen exportiert-wieso sollte es nicht auch hierhin transportiert worden sein?
Die Ursachen sind vielfältig, unhygienische Massentierhaltungen in Ställen der Hauptgrund für die Mutationen der Viren und die Schwere der Erkrankung. Ein sterbenskrankes Menschenkind steckt eine Erkältung u.U. auch nicht weg, wie soll das ein Küken mit Bordetella, Durchfall und Hunger schaffen?
Die wichtigste Ursachenbekämpfung ist daher die Bekämpfung der unhygienischen Massenhaltungen, bei uns, in Asien, überall, sowie die thermische Entsorgung des Kots. In Asien hat eine Abschaffung der Lebendgeflügelmärkte für eine Verringerung des Vireneintrags gesorgt. Daher sollte u.U. über ein Verbot des Lebendgeflügeltransports diskutiert werden. Das bedeutet aber einen kompletten Umbau des derzeitigen Massenhaltungsprinzips.

Allerdings habe ich bei der derzeitigen Handhabung, s. H9N2, sehr große Angst vor einem Ausbruch von H5N6 in D, da sich durch H9N2 eben gezeigt hat, dass D im Falle eines Falles die Lage eben nicht unter Kontrolle bekommt. Die diesjährigen Handlungen sind größtenteils purer Aktionismus. Die großangelegten Keulungen hätte man aufgrund der niedrigen Mortalitätsraten wohl noch problemlos durch Notimpfungen unter Kontrolle bekommen können. Intervet in Spanien hat ausreichend große Mengen Impfstoff auf Lager und könnte kurzfristig liefern. Die Rund-um-Keulungen bekämpfen kein AI, sondern sichern nur den zuständigen Veterinär ab, da der wegen der Gesetzeslage nämlich persönlich haftet, wenn er nicht alles tut, was er tun könnte. Das ist ähnlich wie ein Kaiserschnitt beim Menschen, der wird häufig gemacht, weil dadurch eine spätere Klage erschwert wird, nicht weil er sinnvoll wäre.

Die derzeitige Gesetzeslage sowie Massentierhaltung muss verändert werden, um Gefahr für Mensch und Tier abzuwenden.

________________________________________________________

Okina schrieb im Beitrag 5298 im Hühnerforum:

Vogelgrippe EU-weit betrachtet
Nachdem im TSIS nur drei neue Fälle waren (Bayern, BaWü, Niedersachsen), habe ich auch noch mal bei den europaweiten Seiten nachgekuckt, also WAI und EU Commission, und habe bei beiden seit dem 30.11. bzw. dem 5.12. keine neuen Fälle gefunden. Da wäre der in Friesland jetzt der einzige neue internationale seit über einer Woche.

Und Deutschland leuchtet immer mehr heraus wie die berühmte Weihnachtsdisko (war gut gesagt !).
Da die Wildvögel europaweit ziehen, deutsche Graugänse zB bis nach Spanien, Kraniche sind wohl auch anfällig (warum da nicht EIN Todesfall? Weil sie nur im Wasser schlafen und nur Oberflächenwasser zu sich nehmen?), aber auch da nichts bis in deren Winterquartiere nach Spanien hinein. Wobei am Lac du Der Chantecoq in Nordostfrankreich Ende November an die 140.000 Kraniche standen… Aber- nichts!
Ist es ein Zufall, dass das Land, was sich selbst zum Ziel gesetzt hat, „Fleisch- Exportweltmeiser“ zu werden/ zu sein, auch in Bezug auf die Vogelgrippe eine derart, fürwahr zentrale Rolle einnimmt?

Wie man es dreht und wendet, Deutschland und Ungarn sind in dieser Vogelgrippesaison der kontinentale HotSpot, alles geht von diesen zwei Zentren aus.

Ungarn kommt als Ursprung in Betracht, da dort die weitaus zahlreichsten Geflügelhaltungen betroffen sind (quasi alle in der Gegend um Szeged gelegen), und Reiherenten unter anderem auch aus Westsibirien (Umgebung des Urals) westwärts ziehen, wobei sie über Ungarn kommen und dort ausgiebig rasten.
Von einem Kälteeinbruch, der da dann eine Winterflucht verursacht hat, habe ich in den Wetterdaten für die fraglichen Zeiträume von September bis November ’16 nichts gefunden, was auf diesen Beginn der Verschleppung hindeuten würde. Wo immer ich diese Theorie also aufschnappte- sie war falsch!
Der herkömmliche Zugweg führt aber durchaus über Ungarn, durch Österreich und entlang der Alpen zu den dort gelegenen großen Seen.
Auffallenderweise war der erste registrierte Fall ein Höckerschwan in Nordwestungarn, gefunden 19.10.16, in „einem großen Fischteichkomplex“. Wie wir wissen, werden Fischteiche mit Mist aus Massentierhaltungen gedüngt, und Reiherenten bevorzugen solche flachgründigen, nährstoffreichen Gewässer, weil sie reiche Beute versprechen.

Bis zur ersten Meldung am Bodensee (4.11.) vergingen demzufolge 16 Tage.
Zwischen dem Fundort des ersten toten Schwans in Ungarn und dem Bodensee liegen rund 620 km. Dieser Weg wäre für Reiherenten bei einer Geschwindigkeit von ca. 65 km/h in knapp 10 Stunden zurücklegbar. Oder bei einer täglichen Flugzeit von etwa 3- 4 Stunden (der Rest Zeit für’s Fressen und Gefiederpflege) in etwa drei Tagen, bei zwei- bis dreitägigen Rasten unterwegs etwa neun Tage.
Was im Rahmen einer Inkubationszeit von 4-12 Tagen liegt (ich finde immer nur vage Angaben wie „einige Tage“ bei Vögeln) und zeitlich dann mit den massenhaften Toden vor allem am Bodensee überein passt.

Aufgrund der Quasi- Zeitgleichheit des ersten Auftretens sowohl am Bodensee (4.11.16) als auch am Plöner See (2.11.16), etwa 715 km auseinander, muss ebenfalls eine Grundinfektion am Plöner See stattgefunden haben.
Die Reiherenten würden die 715 km zwar in exakt 11 Stunden Nonstopflug schaffen, aber welche Intention sollten sie dazu haben? Auch hier müssten sie fressen und ihr Gefieder pflegen, zumal keinerlei Wetterumstände einen Nonstopflug vom Bodensee nach Schleswig- Holstein angeraten sein ließen.
Auch müssten die meisten Vögel unterwegs schon schwer angeschlagen gewesen sein, weswegen sie die Strecke ebenfalls nicht in einem Stück bewältigt hätten. Zumal am Plöner See zwei Tage zuvor die ersten Todesfälle registriert wurden.

Viel wahrscheinlicher ist also eine Ansteckung im/ am/ um den Plöner See und dann Verzug noch vitaler Tiere in den Süden Deutschlands, zum Bodensee und den Schweizer Seen, wo Vögel via Deutschland und Vögel via Ungarn- Österreich zusammen kamen und diesen weitaus größten Fund toter Vögel verursachten, von allein 262 gefundenen Reiherenten.

Vor diesem Hintergrund erweist sich die Wildvogelthese des FLI als unhaltbar, nach der Zugvögel das Virus aus Mittelasien/ Nord- Sibirien mitgebracht hätten. Wohl mögen infizierte Wildvögel das Virus innerhalb Deutschlands weiter verbreitet haben, eine Infektion von industriellen oder privaten Haltungen durch diese ist hingegen nicht nachweisbar, weder zu Anfang der diesjährigen Erkrankungswelle noch zu deren gegenwärtigem Stand.

Die Wildvogeltheorie ist immer weniger haltbar:
Schaut man sich auf dieser Karte an, wo Wildvögel mit H5N8 europaweit gefunden wurden und welche Straßen/Verkehrsverbindungen dort von wo nach wo verlaufen, muss man schon blind sein, um nicht zu erkennen, dass die Häufungen der Wildvogelfunde alle an den Hauptverkehrsadern liegen, über die Geflügel, Geflügelprodukte, Geflügelmist als Dünger etc. quer durch die Länder gekarrt wird.
Und dann gibt es da wunderschöne weisse Flecken auf der Landkarte – Orte mit viel Wasser und Natur, aber ohne Autobahn und Bundesstraße, dafür ein Eldorado für Zugvögel, die eine Pause machen wollen – einzig, tote Vögel scheint es da nicht zu geben…..

Okina78 aus dem Hühnerforum hat sich mit Hilfe unzähliger Zuarbeiter die Mühe gemacht und all die Fallzahlen auf einer Karte akriebisch verarbeitet – Danke für diese grossartige Leistung!!!

Beitrag Nr 4750 Mali im Hühnerforum:

Ich hatte den Artikel (Westfälische Nachrichten) 15.11.2016 „Wir haben keinen Fall von H5N8“ zwar schon vor einiger Zeit mal verlinkt, aber weils grad so schön passt mit der Karte …

[…] Erst Mitte Oktober sind in den Rieselfeldern an Gänserastplätzen Kotproben genommen und untersucht worden. „Da war nichts“, sagt Tierarzt Krause. Die Kotproben seien genommen worden, als die Vogelzugbewegung schon in vollem Gange war, berichtet die Biologische Station.

Wenn, seien Hühner und Puten betroffen, erklärt der Tierarzt. Wasservögel wie Ente und Gänse könnten das Virus in sich tragen, aber erkrankten nicht daran. Er habe auch mit Angelvereinen aus Münster gesprochen. „Sie haben an den Gewässern nichts gesehen.“ „Vorsicht ist immer gut“, sagt der Leiter der Fachstelle Veterinärangelegenheiten. Aber er sei von der Aufregung überrascht. An Türklinken, im Staub im Haus oder im Stall – überall gebe es Bakterien.

Die Biologische Station Rieselfelder erinnert an die letzte große Virusinfektion in den Jahren 2005/2006. Damals habe sich herausgestellt, dass nicht Wildvögel für die Verbreitung gesorgt hatten, sondern dass das Virus in Billig-Futtermitteln aus Südostasien für die Geflügelhaltung und Fischzucht gesteckt habe. „Unserer Meinung nach sollte man diese Futtermittel untersuchen, statt auf den Wildvögeln herumzuhacken“, heißt es aus der Biologischen Station Rieselfelder. […]

Wer sie nicht kennt….die Rieselfelder sind ein Europareservat für Wat- und Wasservögel, Rastplatz für Zigtausende Kraniche und Gänse.

Gimar schrieb in Beitrag 1  im Hühnerforum:

Gibt es eine Verbindung EHEC-Vogelgrippe?

Evtl erinnert sich der ein oder andere noch daran, Frühjahr 2011 EHEC.
Der Salat, die spanischen Gurken oder nein es waren doch die Sprossen, die viele Menschen in Deutschland krank gemacht haben.

Kleiner Rückblick 2011, was hatte dieses Jahr an wirklichen Besonderheiten zu bieten?
Das Frühjahr 2011 war das wärmste und trockenste seit Wetteraufzeichnung. Ich erinnere mich noch recht gut an das Frühjahr es waren fast 5 Monate ohne einen Tropfen Regen.
http://www.wetteronline.de/wetterrue…/2011-05-30-fr

Was aber wurde dennoch in Massen produziert? Gülle! Und wo kam die hin?
Bakterien und Gülle, Gülle und Bakterien, ach ja und Antibiotika Rückstände aus der Massentierhaltung.
http://www.umweltbundesamt.de/themen…imittel-umwelt
Alles auf die Felder und im Frühling schmeckt doch der Salat sooo lecker.

Zur Zeit finde ich leider den Link nicht, aber ich meine noch im Kopf zu haben, dass 2011 eine Verordnung in Kraft trat, dass Gülle max 4 Wochen vor der Ernte auf die Felder(Salat) darf.
Evtl findet ja einer den Link.

Was genau war denn jetzt EHEC?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…-a-923249.html

EHEC sind Bakterien, was etwas ganz anderes als Viren sind, ja wissen wir alle, wo aber gibt es evtl doch eine Verbindung?
Hmmmm evtl die Gülle?

Gülle darf auf die Felder und Wiesen, wenn der Boden sie aufnehmen kann, so die Verordnung.
10cm durchgefrorener Boden und die Gülle darf nicht mehr drauf, wer das jetzt genau kontrolliert frag ich mich, aber egal. Die Scheiße muss ja irgendwo hin, also ab auf die Felder ist ja guter Dünger.
Ok die Pflanzen nehmen es gerade eher nicht auf aber egal.
Da verklagt übrigens gerade die EU Deutschland, mal so am Rande.
http://www.derwesten.de/politik/eu-v…d12340656.html

Die Vogelgrippe ist ja ein Virus, dem kalte Temperaturen nicht ganz so viel ausmacht, anders als Bakterien die mögen es warm. Was aber Viren so gar nicht mögen ist UVA-Strahlung, oder anders gesagt die Sonne. Ich weiß nicht wie bei euch der Winter so meist aussieht besonders der November, aber bei uns hier ist man über 4 Stunden an denen man mal die Sonne so etwas sehen kann schon recht glücklich. Was liegt aber jetzt auf den Feldern? Natürlich Gülle aus gigantischen Tierställen. Zum Teil bekommen wir den sogar noch aus den Nachbarländern angeliefert und unsere Bauern freuen sich über ein paar Euro wenn sie den auf ihre Felder kippen lassen. Niederlande ist so ein schönes Beispiel. Selber keinen Platz mehr aber immer mehr und größere Ställe bauen und der Mist kommt rüber, alles bester Dünger bzw Geld.
Was kommt jetzt noch auf unsere Felder? Ein paar Besucher, nämlich die „bösen Wildvögel“ (Ironie aus) die jetzt nach dem langen sehr anstrengenden Flug rasten wollen und Futter brauchen.
Die Möglichkeit, dass die Tiere dann den Vogelgrippevirus tragen, streitet wohl keiner ab, die Frage ist nur wo sie ihn herhaben? Evtl sollte man mal die Felder untersuchen, aber da findet man bestimmt nur infizierten Wildvogelkot, natürlich. Oder in den „sicheren“ Ställen mal überprüfen wo die ihren Kot abgeladen haben? Bis zu 3 Meter an einen Bach oder See darf Gülle verbracht werden, die kommt natürlich nicht in den See, in dem Enten sind… NEIN natürlich nicht!

Aber was genau kann der Staat machen um die Wirtschaft und uns zu schützen?
Natürlich ordnet er eine Stallpflicht an, was soll er auch sonst tun? Die Ursache kann und will er nicht nennen und sie auch nicht abstellen, wie auch? Impfen? Geht in der Massentierhaltung nicht, da der Erreger bei hoher Infektionsdichte dennoch tödlich wirkt. Siehe FLI. Italien etc
Die einzige Version die klappen würde, wäre impfen und eine deutliche Verkleinerung der Bestände, um den Virendruck zu reduzieren. Das würde aber bedeuten, Schluß mit der Massentierhaltung, das macht unsere Regierung hier nicht.

Ich will hier nicht auf die Bauern oder die Massentierhaltung einprügeln, viele davon haben sich in eine Abhängigkeit begeben aus der sie selber nicht mehr rauskommen. Immer größer immer mehr, aber verdienen tun sie eher weniger und Land und Tiere müssen den Preis zahlen. Es werden immer weniger Bauern und die die noch da sind sehen oft nur den Ausweg noch größer zu werden, aber das ist ein Teufelskreis. Made in Germany ist nicht billige Massenware, mit Qualität kann man auch sein Auskommen haben, sogar viel besser als mit billig Ware. Da kann und sollte der Staat mal unterstützen, aber richtig. Nicht in den billig Ramsch.

__________________________________

Gedankenaustausch im Hühnerforum zwischen Okina und Warnehof


Okina75 schrieb im Beitrag Nr.; 2735
„Hat einer Ahnung, ob eigentlich irgendeine tot gefundene Ente KEINE Reiher- oder Tafelente war?
Wenn nämlich nicht, könnte mir ein Verdacht aufgrund der Ernährungsweise dieser beiden Arten kommen. Das sind ja Tauchenten und sie ernähren sich, anders als Stockenten und Co., überwiegendst von Wasserinsekten oder kleinen Muscheln, nur zu einem winzigen Teil von pflanzlichem.
Von Tieren also, die ständig im Wasser leben und insbesondere als Muscheln ja auch dafür bekannt sind, gerne mal irgendwas längere Zeit zu speichern, wie Schadstoffe, chemische Verbindungen und und und…
Meine Idee:
Eventuell auch Viren/ Krankheitserreger?
Mir fällt nämlich auf, dass immer wieder und allenorts Reiherenten die Opfer sind. Deren Sammelgebiete sind im deutschen Norden an vorwiegend flacheren Seen und Flüssen, wie dem Dümmer, dem Steinhuder Meer und dergleichen. Gerne auch ausgedehnte Teichanlagen zur Fischzucht etc. …

Überall also, wo sie tauchend leicht den Grund und damit ihre Nahrung erreichen- eben Wasserinsekten und vor allem auch die omnipräsente Wander- oder Zebramuschel… So auch im Überwinterungsquartier und Rastgebiet Bodensee…

Was denn, wenn die Muscheln nun durch den üblichen Weg (Fließgewässer, Grund- und Schichtenwasser) kontaminiertes Wasser zu filtern bekamen, die Erreger in sich anreicherten und die Tauchenten (Reiher-, Tafel-) dann zur herbstlichen Rastzahl mit der satten Konzentration Viren versorgten?

Denn was neben der ziemlichen Artspezifität auffällt, sind auch die relativ hohen Zahlen toter Vögel.
Das korreliert sicher mit der hohen Bestandszahl der Reiherenten, die die bei weitem häufigste Tauchente ist, fällt aber dennoch ins Auge.
Eventuell sollten die untersuchenden Stellen mal nicht nur gucken, ob tote Vögel die Vogelgrippe haben, sondern auch die Mageninhalte checken. Nicht zuletzt gelten ja auch Mollusken und Krebstiere aus Fernostasien als übertragungsverdächtig, wie wir ja 2014 schonmal erwogen hatten…

weiter schrieb er in Beitrag 2749:
…..

  • – Höckerschwäne weiden am Gewässergrund oder im Winter auch auf Feldern, wenn sie nicht gerade Spaziergänger- Brot fressen. Also in beiden Fällen mit dem Kopf direkt an den potentiell belastetsten Stellen: Dem Mulm am Gewässerboden bzw. der Ackeroberfläche…
  • – Blässhühner ernähren sich quasi gleich wie Reiherenten, aber mit größerem pflanzlichem Anteil
  • – Großmöwen (Mantel-, Silber-, etc.) sind Opportunisten und fressen sowohl Muscheln als auch verendete Tiere
  • – Kleinmöwen wie die Lachmöwe piratisieren sehr gerne an Blässhühnern oder Tauchenten, nehmen denen also die soeben vom Grund hochgeholten Muscheln etc. ab, weil das natürlich bequemer ist als selber zu tauchen etc.
  • – Haubentaucher fressen kleinere Fische, die sich wiederum von Jungmuscheln und Süßwasserplankton ernähren- also Wasserfiltrierern, falls nicht pflanzlich…
  • – Krickente und Brandgans sind wiederum Muschel- und Kleingetierfresser des Gewässergrunds
  • – Mäusebussard = klassischer Aasfresser
  • – Rabenkrähe = klassischer Aasfresser, der übergeordnete Artname lautet bezeichnenderweise auch „Aaskrähe“
  • – Ansonsten, wie Kormoran und Co., Fischfresser
  • – Bei der erwähnten Saatgans ist es wie beim Höckerschwan. Zwar mehr auf Grünland weidend als jener, aber sehr gerne auch auf Winterweizen oder wie Schwäne im Raps sowie im Wasser nach Pflanzen gründelnd
  • – Kolbenente, Gewässergrundfresser

ICH komme zu dem GANZ eindeutigen Ergebnis, dass es nahezu ausschließlich folgende Vogelgruppen erwischt:

  • – Nahrungsparasiten wie die Lachmöwe
  • – Aasfresser wie Großmöwen, Bussard und Rabenkrähen
  • – Fischfresser
  • – Muschel- und Wasserkerbtiere fressende
  • – sowohl am Gewässergrund als auch auf Ackerland weidende

Das konkludiert für mich auf zwei primäre Ursprungsquellen des Virus:

  1.  primär Düngerauftrag auf Kulturland/ Ackerland bzw. womöglich in Fischteiche (kippen die da echt Mist rein?!?)
  2. sekundär, wahrscheinlich durch Auswaschung aus dem Kulturland oder Windverfrachtung Gewässer, und hier vor allem Gewässerböden und dessen unmittelbar drüber liegende Wasserschichten

Denn alle diese möglichen Ursprungsquellen berühren fragliche Vögel mit dem Schnabel und schlucken dort gefundenes = Weg direkt in den Vogel.
Eventuell auch noch Aufnahme des Virus über Augenschleimhäute, wenn etwa Wasserpflanzen oder Kerbtiere aus dem Bodenmulm genommen werden, der dabei aufwirbelt und Viren in den freien Wasserkörper entlässt.
Da dann Fressen durch Fische, die den aufgewirbelten Bodenmulm für sich nutzen, die dann wiederum von Tauchern, Tauchenten und Kormoranen oder Möwen erbeutet werden…
Für mich ganz ehrlich glasklare Sache, der Ansteckungsweg!

Warnehof schrieb in Beitrag 2815:
Pathogenitätszeitraum
Auch in Wikipedia werden ähnliche Zeiten für die Pathogenität der Influenza Viren genannt, wie in dem Bericht der Freien Universität Berlin. Also kalt und feucht ist gut für Virus, in den Geflügelställen sollte dieser Zeitraum weniger wichtig sein, da die Viren relativ schnell durch den engen Kontakt der Tiere übertragen wird. Desweiteren werden amerik. Pekingenten auf Gittern gehalten, unter der die Gülle bis zum Ausstallen liegt.

Im Zeitraum vom 1.11. bis zum 31.1. gilt ein Ausbringungsverbot von Geflügelkot auf Ackerflächen. Es ist daher davon auszugehen, das im Oktober in der Vorbereitung der Felder für die Winterfrucht reichlich Geflügelkot eingearbeitet wird. Auch um die Lager für den Winter freizuräumen.
Hier
http://www.kritischer-agrarbericht.d…0_Lorenzen.pdf
habe ich folgendes gefunden:

 

Nach einer Infektion mit einem hochpathogenen
Vogelgrippevirus beträgt die Inkubationszeit
(Zeit zwischen Infektion und Krankheitsausbruch)
bei frei oder in Gefangenschaft lebenden Enten
einige Wochen, bei Puten und Hühnern nur
wenige Tage. Dieser Unterschied lässt sich als
evolutionäre Antwort auf den Umstand erklären,
dass die Viren im Wasser und im Feuchten besonders
gut überleben, vor allem im Winterhalbjahr. Daran
sind die Entenvögel besser als Landvögel angepasst.
Sie können deshalb Vogelgrippeviren beherbergen und
ausscheiden, ohne ernsthaft krank zu werden.

Das könnte also bedeuten, dass die toten Reiherenten vom Plöner See und dem Bodensee bereits Mitte Oktober infiziert wurden sind. Ab diesem Zeitraum waren sie Virenausscheider. Alle hier im Forum wissen, wieviele Freiland Hühnerhaltungen in S-H und B-W in diesem Zeitraum auffällig geworden sind. Richtig, keiner. Entweder sind die Hühnies seit 2014 immun, oder es fand einfach keine Übertragung statt.

Das WAI geht von einer Verbreitung durch Lebendgeflügeltransporte entlang der Fahrtroute aus. Quaki hatte hier einmal auf die kostengünstigste Fahrroute von Ungarn nach Basel hingewiesen. Auch das WAI geht von einer Meidung von Autobahnen beim Transport nach Norddeutschland aus. In Ungarn sind ca. 60.000 Enten an 4 Standorten gekeult. Wieviele Tiere von dort innerhalb der Inkubationszeit transportiert wurden sind, wage ich mir nicht vorzustellen.
http://wai.netzwerk-phoenix.net/inde…8-chronik-2016

Die Frage ist, ergänzen sich diese Theorien oder schließen sie sich aus. Und dann wäre da natürlich noch aus Asien eingeführtes Futter (Garnelen etc.) zu erwähnen, was aber nur schwer den Beginn des diesjährigen Ausbruchs erklären könnte. Da passen die beiden ersten Thorien besser ins Bild. Eventuell erklären Sie aber Fälle wie in Ückermünde (Emu) oder in kleinen Haltungen. Vom BDRG wurde in Veröffentlichungen der Einsatz von Garnelen als Proteinquelle propagiert.

Okina schrieb Beitrag 2819:

Das passt gut zusammen, Warnehof, was die Wildenten angeht… Ab Anfang September, teils schon Ende August ist klassische Sammelzeit (Limikolen, Seeschwalben etc. ziehen zu der Zeit schon ab).

Desgleichen ist Anfang September meist der Startzeitpunkt für nordische Zugvögel, wie Wildgänse und arktische Enten. Die müssten sich demzufolge ja NOCH früher infiziert haben, was nun völlig ins absurde führt, das ganze müsste dann wahrscheinlich schon auf dem Frühjahrszug stattgefunden haben, der für nordische Wasservögel bei gutem Wetter bereits Ende Februar beginnt.
Würden nämlich die nordischen Zugvögel das Virus mitbringen, müssten die sich irgendwann im Juli infizieren, und das entbehrt solange gänzlicher Handhabe, solange Forschern dort oben in der Tundra keine besondere Sterblichkeit auffällt- die gegeben sein müsste, wären die Vögel schon da infiziert.

Deren Ankunft in Deutschland jedoch ab den letzten Septemberwochen würde dann genügend Infektionszeitraum bieten. Ende September plus sagen wir vier bis sechs Wochen = Ende Oktober bis Mitte November = Et voila

Warnehof schrieb in Beitrag 2824:

@Okina
Was mich an der Wildvogelthese dieses Jahr gewaltig stört, sind eben, die nicht vorhandenen Funde zwischen China und Westeuropa.
Wenn ich das in der WAI Chronik richtig verstanden habe, ist der Fund am Ubsu-Nur See zum einen anders abgelaufen, als vom LFI publiziert (LFI spricht von Jagd lebender Tiere, der russische Bericht spricht vom Fund toter Tiere) zum anderen zeigte die Analyse, dass es sich nicht um einen Vorläufer des bei uns aufgetretenen Virus handelt. gsgs korrigiere mich bitte, wenn das so nicht stimmt.

Ich erwarte nicht, das in der Tundra jeder tote Vogel dokumentiert wird. Ich würde aber erwarten, dass beim Zug aus Westsibirien tote Vögel im Bereich Ladogasee – St. Petersburg festgestellt werden. Desgleichen im Baltikum und in Polen.

Beim südlichen Zugstrang? über Ungarn hatte man einen toten Schwan, auch nicht abendfüllend. Da aber auch das FLI sich für seine These nur auf den Fund am Ubsu-Nur See beruft, steht das ganze für mich auf sehr tönernden Füßen.

Hier mal eine Meldung vom 12.Oktober.
http://www.eatglobe.de/news/environm…-nur-lake.html

Welche Vögel kommen denn, aus dem Süd-Osten kommend zwischen Mai und September, mit den Reiherenten in Kontakt? Gibt es im Frühjahr eine Zugbewegung von China nach Westsibirien, analog des Zuges aus Westeuropa nach Westsibirien?

Okina schrieb in beitrag 2828:
Hy Warnehof!

Nein, das ist es ja!
Ich will ja nicht aufzeigen, dass das möglich wäre, sondern eben, das nicht! Niemals und unter keinen Umständen ursächlich über Wildvögel, und schon gar nicht aus der Mongolei!

Es gibt keine direkten Zugverbindungen von Mittelasien/ Ostasien nach Europa, der Virus KANN ALSO NICHT mit Wildvögeln hierher kommen.
Der einzig denkbare Weg, was ich dem FLI 2014 auch in Mails mitteilte, wäre, dass sich Vögel aus asiatischen und europäischen Überwinterungsgebieten in den Brutgebieten der Taiga treffen. Also Vögel, die sich in Süd-/ Südost-/ Mittelasien infizierten, ihre Virenfracht weitergeben, wenn sie wieder im Brutgebiet sind.

Dem entgegen steht aber ganz klar der Inkubationszeitraum, der dann mehrere Monate betragen müsste, was aber selbst bei Enten nicht der Fall ist. Auch müssten alle Wildvögel längst mit dem Virus durchseucht sein, sollten also quasi samt und sonders, so jetzt noch lebend, immun sein.
Sollte man zumindest vermuten, wenn das Virus wirklich so verheerend infektiös ist und soviele Wildvögel Übertrager sind, wie das FLI nach wie vor standhaft von sich gibt.
Warum aber sterben dann hier, in den Wintergebieten, so viele Tiere? Und nur hier, wie auch da in der Mongolei, welcher See ebenfalls (wie Dümmer, Steinhuder Meer, deutsche Küsten) Sammelgebiete darstellt?
Es sterben bei weitem nicht nur Jungvögel, denen man ja noch nachsehen könnte, dass sie noch nicht immun sind- alle Fotos von Reiherenten, die ich bislang sah, zeigten adulte Erpel oder Weibchen, nur in einem Fall ’nen immaturen Erpel, also einen aus der ’16er Nachzucht.

Zudem sind eben keinerlei Funde zwischen Mongolei und hier bekannt, also beißt sich da die Katze in den Schwanz!
Der NABU hat das alles schon viel ausgefeilter und besser dargelegt als ich- es ist schlechterdings unmöglich, dass die Vogelgrippe mit Zugvögeln aus Zentralasien zu uns kommt, punktum!

Bestenfalls noch aus Nordasien/ der arktischen Tundra, aber auch da widersprechen sämtliche Angaben über Pathogenität etc.

__________________________________

Erhebung der Ernährungsweisen der betroffenen Arten

Autor: Andreas Menz, 41 Jahre alt
Ornithologe seit 1980/ 36 Jahren
von 1999 – 2011 ehrenamtlicher Mitarbeiter Erfassung Kanadagänse u. a. aviäre Neozoen in Berlin, z. Hd. Olaf Geiter & Dr. Susanne Homma

Erhebung der Ernährungsweisen der betroffenen Arten und damit einhergehend der Nachweis wahrscheinlichster Ansteckungsquellen.
Ausgehend von der Einsicht, dass den weitaus größten oder gar ausschließlichen Teil der tot gefundenen Wildvögel vielerorts die Tauchentenart Reiherente (Aythya fuligula) ausmacht, die sich tauchend von Mollusken, Insekten und Crustaceen in oder direkt an Gewässergründen ernährt.

Desweiteren soll ein Einblick auf die Glaubwürdigkeit der standhaft vom FLI (Friedrich Löffler- Institut) und damit der Politik vertretenen These geworfen werden, dass Wildvögel vornehmlich als Ansteckungsherd anzunehmen sind, sowie den Virus latent beinhalten.

Totgefundene Arten aufgrund der Wissenschaftsforum- Artenliste

  • Reiherente (Aythya fuligula) & Tafelente (Aythya ferina)
    Diese beiden Tauchentenarten, wobei die Reiherente die weitaus meisten Todfunde stellt, ernähren sich zu ganz überwiegendem Teil von Mollusken, Crustaceen und Wasserinsekten, die sie tauchend vom Gewässergrund erlangen, dabei oft Mulm aufwirbelnd.
  • Höckerschwäne (Cygnus olor)
    Diese Vögel ernähren sich natürlicherweise durch Weiden am Gewässergrund, vor allem im Winter aber auch durch Beweiden vor allem von Rapsfeldern. Nur lokal/ im urbanen Umfeld bedeutend ist Ernährung durch Passantenfütterung (meist Brotreste). In beiden Fällen der natürlichen Ernährungsweisen sind die Vögel mit dem Kopf direkt an den potentiell virenbelastetsten Stellen: Dem Mulm am Gewässerboden bzw. der Ackeroberfläche…
  • Blässhühner (Fulica atra)
    Diese Vögel ernähren sich wie Reiherenten tauchend von Mollusken, Crustaceen, Insekten. Insgesamt aber mit größerem pflanzlichem Anteil (Schwimmalgenwuchs, junge Teile von Wasserpflanzenaufwuchs, auch herbstliches Falllaub) als jene, welcher vorzugsweise in oberen Wasserschichten erworben wird, also weitab des Gewässergrundes mit potentiell virenkontaminiertem Mulm. Daher mutmaßlich deren vergleichsweise geringe Mortalität.
  • Mantelmöwe, Silbermöwe (Larus marinus, Larus argentatus)
    Diese Großmöwen sind Opportunisten und ernähren sich sowohl von Muscheln, toten und lebenden Fischen als auch allgemein küstennah verendeten Tieren, so auch Vögeln, die sie teils sogar aktiv erjagen (etwa durch Krankheit geschwächte).
  • Lachmöwe (Larus ridibundus)
    Diese Kleinmöwe parasitiert sehr gerne an zB Blässhühnern oder Tauchenten, indem sie ihnen die soeben vom Grund hochgeholten Mollusken, kleine Fische etc. abjagt.
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus)
    Diese Art frisst überwiegend kleinere Fische, die sich wiederum von Jungmuscheln und Süßwasserplankton ernähren- also Wasserfiltrierern.
  • Krickente (Anas crecca) und Brandgans (Tadorna tadorna)
    Sind wiederum Muschel- und Kleingetierfresser des Gewässergrunds.
  • Kolbenente (Netta rufina)
    Diese Art ernährt sich von Wasserpflanzen und Algen, die im ganzen gefressen werden. Also aus dem Bodengrund gezogen (Mulmaufwirbelung) und mit anhaftenden Kleintieren besetzt.
  • Saatgans (Anser fabalis)
    Bei dieser Art ist die Ernährung wie beim Höckerschwan. Sie ist zwar mehr auf Grünland weidend als jener, steht aber sehr gerne auch auf Winterweizen oder im Raps und gründelt im Wasser nach Pflanzenteilen.
  • Kormoran (Phalacrocorax sp.), Graureiher (Ardea sp.) sowie Haubentaucher, Lachmöwe, Ente und Fluss- Seeschwalbe (Sterna sp.)
    Bei diesen Arten, alle gemeldet aus der Mongolei am 23.9.16, handelt es sich den Angaben nach durchweg um fischfressende Spezies. Bei der angegebenen Ente wird es sich daher mutmaßlich um einen Säger (Mergus sp.) gehandelt haben.
  • Mäusebussard (Buteo buteo)
    Ist ein klassischer, opportunistischer Aasfresser.
  • Rabenkrähe (Corvus corone corone)
    Ist ebenfalls ein klassischer, opportunistischer Aasfresser.

Fazit:

Ich komme zu dem ganz eindeutigen Ergebnis, dass nahezu ausschließlich folgende Vogelgruppen, außer Hausgeflügel in industriellen Intensivhaltungen, von der H5N8- Erkrankung betroffen sind:

  1. Fresser wasserbürtiger Mollusken, Crustaceen und Insekten
  2. Sowohl am Gewässergrund als auch auf Ackerland (Raps, Winterweizen) weidende Arten von Gänsevögeln
  3. Obligatorische Fischfresser
  4. Nahrungsparasiten dieser Gruppen wie die Lachmöwe
  5. Opportunistische Aasfresser wie Großmöwen, Bussarde und Rabenkrähen

Das konkludiert für mich zu zwei primären Ursprungsquellen des Virus im Wildvogel, der Nahrungskette folgend:
Quelle a)
Primär der Düngerauftrag (Geflügelmist aus industriellen Großhaltungen) auf Kulturland/ Ackerland bzw. womöglich auch in Fischteiche. Potentiell virenbelastetes Material gelangt so unmittelbar in den Einwirkungsbereich der auf Agrarland und in Flachgewässern nach Nahrung gründelnden Arten!

Quelle b) Sekundär durch Auswaschung kontaminierten Materials aus dem Kulturland oder Windverfrachtung in anliegende Gewässer. Hier Absinken des kontaminierten Materials und Ablagerung/ Anreicherung vor allem an Gewässerböden und in dessen unmittelbar darüber liegende Wasserschichten!

Alle diese möglichen Ursprungsquellen berühren fragliche Vögel mit dem Schnabel und schlucken dort gefundenes- der Weg direkt in den Vogel ist somit sichergestellt.
In Frage käme eventuell auch die Aufnahme kontaminierten Materials/ des Virus über zum Beispiel Augenschleimhäute, wenn etwa Wasserpflanzen oder Kerbtiere aus dem Bodenmulm entnommen werden, der dabei aufwirbelt und Viren in den freien Wasserkörper entlässt.
Sich derart ernährende Vögel schützen das Auge zwar durch das Vorschieben der Nickhaut, Schleimhäute sind durch das stets geöffnete Auge aber frei zugänglich.
Den aufgewirbelten Bodenmulm fressen und durchsuchen in der Folge sehr gerne kleine bis mittelgroße Fische, die in der Folge leicht potentiell kontaminiertes Material aufnehmen und im Körper ablagern können-, diese Fische werden dann wiederum direkt von Tauchern, Tauchenten und Kormoranen oder Möwen erbeutet- oder indirekt, nachdem größere Fische sich von den potentiell kontaminierten Kleinfischen ernährten…
Für mich stellt sich der Ansteckungsweg der Wildvögel aufgrund deren Ernährungsweise und betroffener Artenliste sehr klar dar- er erfolgt keinesfalls mutwillig von Wildvogel zu Wildvogel, und das über Wochen oder tausende Kilometer, sondern direkt in den Habitaten, also auf den (herbstlichen) Hauptsammelplätzen des Vogelzuges!
Das deckt sich sehr genau mit den bestätigten Häufungsfällen des H5N8- Auftretens vorzugsweise der deutschen Küsten und deren Umfeld, nahezu keinen Funden in Mitteldeutschland, dann aber wieder stark gehäuft im Süden Deutschlands (Bodensee).

Stark korreliert diese Tatsache auch mit der Inkubationszeit von wenigen Tagen: Ansteckung in den Sammelgebieten an und um die deutschen Küsten- etwa 2- 4 Tage währender Zug in den Süden Deutschlands- starker Ausbruch der Krankheit und Exitus der stark geschwächten Vögel zB am Bodensee.

Desgleichen weitere Mortalität im Norden verbliebener Vögel, die länger an den Sammelplätzen verweilten oder bereits infiziert und leicht geschwächt den Zug antraten, dann aber zwischendrin niedergingen und schließlich verendeten.

Von einer „äußersten Aggressivität“ oder „hoher Ansteckungsfähigkeit“ kann trotz der massiv erscheinenden Todesfälle aber dennoch keinerlei Rede sein, die Zahl der verendeten Wildvögel lässt zu diesen Behauptungen keinen Anlass erkennen.
Allein die Zahl der europaweit durchziehenden/ lebenden Reiherenten geht an die 500.000- 850.000 Vögel, die bislang verendeten ungefähr 850 Reiherenten in Europa stellen demgemäß also gerade 0,1- 0,17 % des Gesamtbestandes dar. Es kann aufgrund der großen Massierungen auf den Sammelplätzen und während es Zuges also keinerlei Rede von irgendeiner der angeführten Eigenschaften des Virus sein, diese klingen vielmehr nach bloßen Vermutungen, blindem Aktionismus oder, volkstümlich gesprochen, „Panikmache“, und sollten daher situations- und vernunftsgerechter behandelt werden.

_____________________________________________________

Gespräch Quaki/Mara 1 Hühnerforum Beitrag 2871
Zitat Zitat von Quaki Beitrag anzeigen
Wenn ich die Fälle im Norden und Süden Deutschlands so verfolge (frau kennt sich ja nicht aus, braucht die Landkarte) sind alle betroffenen Nutztierbestände und die meisten Wildvögel die gefunden bzw. getötet wurden, im Bereich großer Reiseverbindungen an den Autobahnen.
Ob von Polen nach Dänemark oder Holland, ob von Budapest über den Bodensee und Genfer See nach Spanien, die Wildvögel müßten da ja sich an Autobahnen orientieren!
Absolutes Transportverbot über größere Strecken für alles Geflügel kann da nur die Alternative sein.

 

Antwort Mara 1.
…in Bayern wurden am Chiemsee etliche infizierte Wasservögel gefunden. Und wie es der Zufall will, die A8 führt über einige Kilometer DIREKT am Seeufer entlang. Die A8 ist eine wichtige Ost-West-Verbindung wenn man von Ungarn kommt und z.B. nach München oder weiter Richtung Bodensee oder in die Schweiz fährt.
_____________________________________________________

Schnell-Navigation

Kontaktadressen Vogelgrippe

Schnell-Navigation

Kontaktadressen und wichtige Downloads Vogelgrippe

Hier entsteht eine Sammlung von Adressen der jeweils für dieses Thema zuständigen Behörden, Labors etc. die Sie über Bürgertelefon oder schriftlich auf dem Postwege oder per E-mail kontaktieren können, wenn Sie Fragen zur Vogelgrippe  haben. Auperdem finden Sie hier Infos und Downloads rund um Unterlagen, die Sie im kontkt mit den behörden brauchen könnten:

Sie haben Anspruch auf Rückstellproben bei Beprobungen:
§ 24 Abs.8, 10 i.V.m. § 10 TierGesG

§ 24 Überwachung
[…]
(8 ) Die von der zuständigen Behörde beauftragten Personen oder Personen nach Absatz 5 Satz 1 Nummer 2 sind ferner befugt, gegen Empfangsbescheinigung Proben immunologischer Tierarzneimittel sowie Proben von Futtermitteln, die Träger von Tierseuchenerregern sein können, nach ihrer Auswahl zum Zwecke der Untersuchung zu fordern oder zu entnehmen. Soweit der Betroffene nicht ausdrücklich darauf verzichtet, ist ein Teil der Probe oder, soweit die Probe nicht oder ohne Gefährdung des Untersuchungszweckes nicht in Teile gleicher Beschaffenheit teilbar ist, ein zweites Stück der gleichen Art, wie das als Probe entnommene, zurückzulassen. Zurückzulassende Proben sind amtlich zu verschließen oder zu versiegeln. Sie sind mit dem Datum der Probenahme und dem Datum des Tages zu versehen, nach dessen Ablauf der Verschluss oder die Versiegelung als aufgehoben gelten. Für Proben, die bei einem anderen als demjenigen entnommen werden, der immunologische Tierarzneimittel oder Futtermittel, die Träger von Tierseuchenerregern sein können, unter seinem Namen abgibt, ist eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten, soweit nicht ausdrücklich darauf verzichtet wird.

(10) Die Absätze 4 bis 6, 8 und 9 gelten für die Durchführung eines Monitorings nach § 10 entsprechend.

Klartext: Der AmtsVet muss Proben für den Halter bezüglich Futtermittel, Tierarzneimittel und Proben vom lebenden/toten Tier zurücklassen.

 

Kreisveterinärämter:

_________________________________________________

Landkreis Soest:
http://www.kreis-soest.de/gesundheit…heit/tiere.php
Prof. Dr. Wilfried Hopp
02921 30-2186

wilfried.hopp@kreis-soest.de

dafür verantwortlich:
Geflügelpest in Putenbetrieb,
2 Kleinbestände (20 Tiere) in der Nähe vorsorglich mit gekeult

_________________________________________________

Friedrich Löffler Institut (FLI)
Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter
thomas.mettenleiter@fli.bund.de

Bayern
Tiergesundheitsdienst Bayern e. V.

Fachabteilung Geflügelgesundheitsdienst und Pelztiere
Senator-Gerauer-Str. 23
85586 Poing
Tel.: 089-9091-227
Fax: 089-9091-388 (mit Hinweis GGD)
e-mail: ggd@tgd-bayern.de

Mecklenburg-Vorpommern:
Für Rückfragen und Hinweise wurde ein Bürgertelefon unter der Nummer 0385-5886066 eingerichtet (Mo – Fr, 9:00-14:00 Uhr).

Schleswig Holstein
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft,
Umwelt und ländliche Räume
Mercatorstraße 3, 24106 Kiel
E-Mail: internetredaktion@melur.landsh.de
Telefon: 0431 988-0
Fax: 0431 988-7239

Fachbereich Veterinärwesen
Dr. Gabriela Wallner, V 26
E-Mail: gabriela.wallner@melur.landsh.de
Telefon: 0431 988-4998

Landeslabor Schleswig-Holstein
Max-Eyth-Straße 5
24537 Neumünster
E-Mail: info@lsh.landsh.de
Telefon: 04321 904-600
Fax: 04321 904-619

 

Schnell-Navigation

Emotionen und Gedanken

Schnell-Navigation

Emotionen, Gedanken und Spekulationen
betroffener Tierhalter und Tierfreunde

Hier ist eine unsortierte Sammlung von Beiträgen,  die traurige, besorgte, wütende und/oder ratlose private Hobby-Hühnerhalter, Geflügelzüchter und empathische Menschen, die Tiere nicht als „Sachen“ betrachten, sondern als Lebewesen respektieren, geschrieben haben…..
…und ganz unten der Kurzbericht von einer Infoveranstaltung
mit Dr. Habeck und Prof. Dr.Dr.h.c Mettenleiter

_____________________________________

hühnerling #9583 im Hüfo 12.1.2017
Für „Neueinsteiger“ in das Thema habe ich hier mal eine Zusammenfassung aus meiner Sicht erstellt, da wohl noch immer einige Leute glauben, daß es nur um „Missverständnisse“ geht:

Geflügelwirtschaft und FLI haben seit 2006 durch ihren „Geniestreich“ – der Dramatisierung von eher harmlosen Viren – eine für beide Seiten äußerst profitable win-win – Konstruktion geschaffen.
Profilierungsbedürftige Politiker lassen sich ebenfalls ganz nach Belieben vor diesen Karren spannen, das zeigt sich insbesondere vor Wahlen jeweils sehr deutlich.
Das FLI Abteilung Mettenleiter wurde infolge nicht wie ursprünglich vorgesehen geschlossen, sondern erhielt „Forschungsaufträge“ in Millionenhöhe, auch und insbesondere von Seiten der Geflügelwirtschaft.

Seither wird also „intensiv“ geforscht und man verlautbart regelmäßig die absurdesten und naturwidrigsten (entgegengesetzter Vogelzug!) „Wahrscheinlichkeitstheorien“, um das „Bedrohungsszenario“ je nach aktueller Bedarfslage anzuheizen oder wieder etwas abflauen zu lassen.

Selbstverständlich wird man sich seitens FLI/Mettenleiter hüten festzustellen, daß der Auftraggeber Geflügelwirtschaft höchstwahrscheinlich selbst durch seine Warenströme (z.B. nicht ausreichend erhitzte Kadaverfuttermehle, nicht ausreichend desinfizierte Container, Fahrzeuge etc.) gewisse asiatische HPAI-Viren direkt in seine Mastanlagen einbringt. Und im Anschluß durch unkontrollierte freie Ausbringung infizierten und nicht dekontaminierten Geflügelkotes inkl. Kadaver die Wildvogelpopulation infiziert.

Wenn das nämlich festgestellt werden würde, könnten sie als Verursacher keine TSK-Entschädigungen kassieren, und zwar weder für Keulungen erkrankter noch für die „vorbeugenden“ Keulungen gesunder, aber überfälliger/überproduzierter Bestände.
Hinzu kämen noch enorme, selbstzutragende Kosten für Dekontamination und Entsorgung der bei Ausstallungen anfallenden Geflügelkot- und Kadavermassen, der Gerätschaften, Fahrzeuge, Massentierhaltungsanlagen, Schlachthöfe etc. Entsprechende Importe von Billig-Kadaverfuttermitteln aus Asien wären zukünftig nicht mehr möglich etc. – das ginge also insgesamt richtig ins Geld und sie würden verpflichtet, den inzwischen seit Jahren durchaus vorhandenen Impfstoff einzusetzen, was ja bislang aus Kostengründen “ zu aufwändig und nicht sinnvoll“ erscheint.

Und es bestünde die Möglichkeit, daß die Betreiber dieses äußerst lukrativen Systems in Regreß genommen werden könnten. Insgesamt also nicht verwunderlich, daß ein FLI-Institutsleiter auch nach 10 Jahren noch immer an seiner seiner längst von anerkannten Wissenschaftlern und Ornithologen widerlegten Behauptung festhält, daß der Vogelflug seit 2006 extra zur Untermauerung seiner geradezu lächerlichen Wildvogel-Theorie entgegen aller Naturgesetze in die genau entgegengesetzte Richtung stattfindet.

Umso passender also diese vortreffliche Lösung auf Kosten des Steuerzahlers. Die in einigen Bundesländern ausgerufene und ganz offensichtlich absolut unsinnige Stallpflicht inkl. „Biosicherheitsmaßnahmen“ etc. soll die Dramatik des „gefährlichen Seuchenfalls“ (Pandemie!) untermauern, um die Akzeptanz der sinnlosen Massenkeulungen auch in Bevölkerung und Politik zu sichern und die TSK-Entschädigungszahlungen sowie weitere Forschungsgelder auch weiterhin ungehindert abgreifen zu können.

Ergänzung:

Und das ganze Theater wird um ein Virus betrieben, das nicht mal für Menschen ansteckend ist („unwahrscheinlich“ lautet die aktuelle Einschätzung zur Ansteckungsgefahr des Robert-Koch-Instituts vom November 2016) und ganz offensichtlich auch nicht für artgerecht gehaltenes Geflügel.

Eigenartigerweise interessiert sich niemand für das seit Jahren hier insbesondere in der Amselpopulation grassierende Usutu-Virus, das durch Mücken übertragen wird und zwar für den Menschen ansteckend und krankmachend:
https://de.wikipedia.org/wiki/Usutu-Virus
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundhei…,virus174.html

Ganz im Gegensatz zu den rein theoretischen Erwägungen des FLI/Mettenleiter in Bezug auf mögliche Mutationen des Vogelgrippevirus – hat dieses Usutu-Virus schon längst die Zoonose-Entwicklung vollzogen und stellt eine reale Gefahr für die menschliche Gesundheit dar, allerdings stehen hier keine Interessen der Geflügelindustrie oder Entschädigungsmöglichkeiten in Millionenhöhe dahinter…

 

Putin #9330 im Hüfo 11.1.2017:
Zitat von ***altsteirer***
Ja, die lässt man natürlich nicht gerne liegen, aber es sind außerdem schon noch einige andere Dinge auffällig:

-Obwohl als Maßnahme gegen die Verbreitung der Vogelgrippe völlig ungeeignet drangsaliert man die Kleinst- und Hobbyhuhnhalter mit einer unsinnigen Stallpflicht und fabuliert selbst in der Führungsriege der Grünen schon von Stallhaltung als Regelhaltung. Auch da hören nach und nach viele Züchter auf und hängen den Erhalt der Rassen an den Nagel. In diesem Zusammenhang hat mich der Link gestern förmlich angesprungen:http://www.proplanta.de/Agrar-Nachri…458629487.html
Man sorgt über den Umweg des Seuchenschutzes für ein Verschwinden der Arten, auf deren genetischem Vermächtnis dann das FLI, also Industrie und Politik, die Hand drauf haben. ….
Ich stelle nur fest wozu mir die genannten Dinge als geeignet erscheinen. Wenn das eine Verkettung unglücklicher Umstände und politischer Fehlentscheidungen ist, dann haben wir ja hoffentlich die Möglichkeiten das zum Wohle aller zu korrigieren und weitere Verschlimmerungen abzuwenden!
Liebe Grüße,  Zitat Ende

Markus hat absolut recht !!!
Die gesamte Landwirtschaft unterliegt einer Industrialisierung, mit allen Konsequenzen.
Das Parallel-Beispiel Getreide:
Der Bauer hat früher immer einen Teil seiner Getreideernte zurückbehalten, weil er damit die nächste Ernte angesät hat.
Ein ständiger Kreislauf, offen für individuelle Veränderungen.
Heute verwendet der Landwirt Hybridsorten aus der industriellen Zucht mit sehr hohen Erträgen. Von dieser Ernte einen Teil für die nächste Einsaat zu verwenden ist schlicht strafbar. Denn die weltweit agierenden Monopolisten haben es längst geschafft den Genpool der Hybridsorten patentrechtlich zu schützen.
Der Bauer muss sein Saatgut heute beim Monopolisten kaufen.
Dieses Beispiel zeigt deutlich, wo die Reise hingehen soll.
Heute ist zufällig ein interessanter Artikel bei uns in der Volksstimme der sich genau mit dem Problem beschäftigt:
http://www.volksstimme.de/deutschlan…-enormer-macht
Wenn man sich diesen Artikel durchgelesen hat, macht es durchaus Sinn sich folgenden Bericht auf YouTube anzusehen:
https://www.youtube.com/watch?v=2S6vPaGzSr8
Es geht grundsätzlich um die Kontrolle des noch vorhandenen Genpool’s Geflügel.
Langfristig betrachtet stören wir Hobbyhalter mit dem vielfältigen für die Industrie nicht kontrollierbaren Genpool unserer Tiere extrem. Das hat absolut nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, sondern ist traurige Realität.
Ob im Käfig, ob in Boden- und in Freilandhaltung: Das Schicksal der Hühner in der industriellen Nutzung liegt heute global in den Händen der drei Konzerne Wesjohann-Lohmann, Hendrix Genetics und Natexis, die mit ihren Hybrid-Turbohennen global die Hühnerställe bestücken.
Es liegt auch an uns, ob die ihr Werk vollenden, ob es so bleibt wie es ist oder ob wir die Entwicklung nicht nur anhalten sondern gar zurückdrehen könnten.
lieben Gruß
Bernd
PS.: Egal was wir, oder der Einzelne, tun. Wir sollten auf keinen Fall aufgeben, sondern soviel wie möglich an die Öffentlichkeit zerren.

________________________________________

Wut und Verzweiflung im Hüfo angesichts der Abläufe in Wörth und der Fotos von Putin 9.1.2017:

#9050 Hobbyhuhn
Zu dem Beitrag von Putin steigt mit einfach die Galle in den Hals – was für eine Riesenschweinerei, und was für eine unglaubliche Verarsche, uns weiszumachen, dass die tierquälerische Einstallerei irgendwas nützen würde: jedenfalls ganz sicher nichts, solange die Qualbetriebe ihren Dreck und ihre Seuchen überall einfach in die Landschaft kippen können!! Ich würde, wenn ich da wohnen würde, hinfahren, einen großen Eimer von dem Sch… einpacken und dem nächsten dummschwätzenden Landrat bei irgendeiner Pressekonferenz auf den Tisch kippen!!!

#9053 Okina
Mir kommt es bald vor wie das hier: https://www.youtube.com/watch?v=Xw-XzJUEKkM
Aber haargenau so, wobei die Ratten jegliches Geflügel darstellen und die Köter die Amtsvets, FLI und Co., aber GENAU so. Die sind gerade dabei, nix geringeres als einen Genozid zu beginnen und haben jegliche Hemmungen verloren. Lass‘ doch einer bitte mal bundesweit was Wasser untersuchen, wo es besonders übel abgeht- ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass Menschen bei Sinn und Verstand derart entarten können. Ehrlich, ich will das H- Wort noch nicht in den Mund nehmen, aber haargenau so kommt es mir inzwischen vor- die Paralellen sind frappierend!

Muss sich erst ein betroffener Züchter umbringen, oder muss erst anderweitig anderes als Vogelblut fließen, dass die endlich mal wieder alle runter kommen und sich wie denkende Menschen verhalten?

#9058 Ahoeh

Es ist auch kaum zu glauben. Was wäre es denn für ein erhöhtes Risiko gewesen wenn alle positiv beprobten Tiere und unmittelbar getötet worden wären und die verbliebenen weiter überwacht werden würden. ….Ja genau keins. Da könnte man doch platzen.

Viele Grüße
Andrea

#9058 Butterhexe
22.03.2016 | 07:51
Deutsche Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere wird eröffnetI
In dieser soll genetisches Material vorwiegend von gefährdeten landwirtschaftlichen Nutztierrassen eingefroren werden. Ziel ist es, damit alte landwirtschaftliche Nutztierrassen vom Geflügel bis zum Rind vor dem Aussterben zu bewahren und deren genetische Vielfalt zu sichern.

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachri…458629487.html

Jetzt zählen wir nur noch 1 und 1 zusammen. Alles klar?

#9059 Altsteirer
Könnte die Industrie evtl. ein Interesse daran haben bewährte Genressourcen, die sich bei einer dezentralen Selbstversorgerstruktur gut eignen würden die Bevölkerung zu versorgen, unwiederbringlich zu vernichten?

Denn dann hätte das momentane Vorgehen, auch und insbesondere in Wörth, „Sinn und Verstand“.

Nein? Dann is ja gut…

#9068
zw.lachs
Ist das der Anfang vom Ende ?
Bei Wörth kann ich einfach nicht mehr , mir fehlen die Worte ich könnt heulen oder keine Ahnung was. Die Tiere und die Züchter , ich bin denen so nah und jeden in diesem verdam… Land könnte es demnächst erwischen. Und wir können kaum was tun.
Es ist irgendwie komisch – es fängt auf einmal in Privaten Haltungen an auch noch mit sehr empfindlichem Genpool und da noch ne Private und dort noch eine …. Irgendwie muss ja von der Großgeflügelmastindustrie abgelenkt werden.
Die Störenfriede können sich ja um Ihre eigene Kundschaft kümmern , da haben wir Ruhe.
Die Verbände halten ruhig und wegen der Paar Tiere naja Hauptsache wir können wieder so weitermachen wie bisher.

Liege ich da falsch oder wäre das der beste Weg uns Kleinhalter und Züchter untergehen zulassen.

________________________________

Okina75 im Hühnerforum #8453
Die ganze Sache ist völlig aus dem Ruder und aus jeder Verhältnismäßigkeit gelaufen, ein wahrhafter Tötungsrausch ist ausgebrochen- ich frage mich ganz ehrlich, wer denen allen ins Gehirn geschissen hat, auf Deutsch gesagt- und allmählich glaube ich, dass nicht mal Paule Wesjohann und Söhne SO skrupellos sein bzw. sowas WOLLEN können… Das ganze Ding hat sich echt fast uneindämmbar verselbstständigt, wir erleben hier echt gerade das berühmte Schneeballsystem/ -prinzip- kommt das Teil ins Rollen und hat erstmal eine gewisse Größe überschritten, stoppt den nichts mehr- außer eine solide Felswand…
Leute, ich bin geistig echt so fertig und fassungslos wie noch nie vorher, was hier abgeht, übersteigt jegliche Vorstellungskraft, zumal auch quasi 90 % der Medien auch vollkommen gleichgültig oder taub für die wahren Hintergründe oder Alternativen zu sein scheinen…

________________________________

Gespräch aus dem Hühnerforum:

Tanny #7974
sagt mal, die haben doch laut FLI Jahresbericht dieses H9 N2 seit Jahren in den Beständen und impfen dagegen auch, oder?
könnte es sein (Hanne?) dass die panische Angst haben, dass das ja eigentlich relativ harmolose H5N8 in den Ställen auf das wesentlich weniger harmlose H9N2 trifft und die zusammen mutieren und zu einem Supervirus werden?

Wenn dem so ist, würde es mich nicht wundern, warum die solche gigantischen Keulaktionen an gesundem Geflügel „vorbeugend“ vornehmen.

Ich schätze, das hätte gigantische Schadensersatzforderungsklagen zur Folge, wenn nachgewiesen würde, dass so ein Supervirus quasi in einem Massenbestand „gezüchtet“ wurde, oder?

Hanne #8027
@Tanny
Das hatte ich schon mehrfach gepostet. Sowohl H5N1 als auch H7N9 als auch H10N8 (H5N6 weiß ich grade nicht mehr) sind nur(!) durch Mitmischen von H9N2 (Reassortanten) so gefährlich geworden. Natürlich ist das die realistischste, allerschlimmste Gefahr. Und das geht schnell.

Meiner Meinung nach könnte das der Grund gewesen sein, warum Herr Dr. Habeck so biestig geworden ist. In Grumby war die Infektion ja recht lange nicht bemerkt worden. Wenn ihm da der richtige Virologe die Gefahr dargelegt hat, könnte der richtig Schiss bekommen haben.

Vamperl #8028
Dann sprechen wir es doch nochmal für die Presse aus: H5N8 – als meldepflichtiges Virus in Deutschland – ist eigentlich nicht das Problem, sondern H9N2, das erwiesenermaßen auch humanpathogen, in Deutschland aber nicht meldepflichtig und über das Trinkwasser, so die chinesische Studie, bestens übertragbar ist. Das Vorkommen derselben Virenstämme und bereits in deutschland hiergegen erfolgter Impfungen ist im FLI-Jahresbericht 2015 bestätigt und erfasst.
Eine Vermischung von H9N2 und H5N8 kann extrem gut gelingen, wenn sich beide Viren in einer wunderschön heimeligen Umgebung wie einer Stallhaltung befinden. DAVOR hat man Angst, spricht aber nicht drüber, sondern schürt lieber Panik in Bezug auf Wildvögel.

________________________________________________________________

Am 31.12.2016 antwortet Putin15 in Beitrag 7822
im Hühnerforum
auf einen Beitrag von Yrwelcome

Zitat Zitat von yrwelcome Beitrag anzeigen
Ist“VERARSCHE DES VOLKES“ eigentlich einOffizialdelikt, dann müsste die Staatsanwaltschaft von sich aus tätig werden.
oder fällt jemendem ein triftiger Grund für eine Anzeige bei der Staaatsanwaltschaft ein? lasst es mich wissen, ich schreib dem OSTA gern das Nötige Zitat EndeAntwort Putin15:

Na dann … Ich habe folgendes gehört:
Im Jahr 2006 Stand das FLI kurz vor der Schließung und wie durch ein Wunder hatten wir 2006 der ersten großen Ausbruch der Vogelgrippe.

Was folgte waren Fördermittei von 10 Mio. Euro zur Untersuchung der Entstehung der Vogelgrippe und der Übertragungswege.

Nach 10 Jahren intensivster Forschung (wenn man Herrn Mettenleiters eigenen Ausführungen aufmerksam folgt) haben sie folgendes herausgefunden: nämlich NICHTS!!!

So, und nun argumentiere ich vom prinzipiellen Ansatz her mal wie Herr Mettenleiter:

„Es kann ein Missbrauch der Tierseuchenkasse, zur möglichst schonenden Abfederung einer Überproduktion von Geflügel für die Geflügelindustrie nicht wirklich ausgeschlossen werden.“

„Es kann nicht wirklich ausgeschlossen werden dass ein Fall vom LK Vechta uns nun eventuell genau zeigen könnte worum es gehen könnte.

http://www.agrarheute.com/news/vogel…chten-getoetet

Man beachte diese Spalte: Vogelgrippe: Tiere im Landkreis Vechta getötet.
Die Tiere hatten : NICHTS!!! und wurden „nur“ vorsorglich mit getötet. Bei 25.00 Euro/Tier Entschädigung.“

Was braucht es denn um mal so eben (finanziell abgefedert) 50.000 Enten zu entsorgen?
… 1 toten Vogel!!!. … und die wachsweichen, den Missbrauch geradezu herausfordernden, auf den Empfehlungen des FLI beruhenden Bestimmungen. Hauptsache H5N8 oder nahe dran. … dadurch alles legal …

Ich habe es selbst hinterfragt: Es gibt keinerlei Verpflichtung gründlich zu prüfen woran der tote Vogel tatsächlich gestorben ist.

… und ich bediene mich nochmals den Formulierungsansätzen des Herrn Mettenleiter:

Ein Missbrauch der Tierseuchenkasse kann sowohl im Einzelfall, als auch systematisch, nicht ausgeschlossen werden. Also um nun auch nicht missverstanden zu werden: Ich weiß nichts, ich stelle nur die Vermutung an es könnte nicht ausgeschlossen werden.

Nun geht es aber um die Verwendung öffentlicher Mittel!!!

Vielleicht sollte es doch mal den zuständigen Rechnungshof als obersten Kassenwächter interessieren, dass es in diesen Zusammenhängen nicht ausgeschlossen werden kann, dass hier Missbrauch öffentlicher Mittel stattfinden könnte?

Alles nur eine Vermutung. Auch, dass sich eine rechtlich verantwortliche Aufsichtsbehörde dafür interessieren könnte! … oder gar das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft … alles nur Spekulation.

Trotzdem haben mich diese Spekulationen jetzt selber so verunsichert, dass ich von den verantwortlichen Aufsichtsbehörden verlange diese unbegründeten Spekulationen ernst zu nehmen. … schon deshalb, weil ein Missbrauch nicht ausgeschlossen werden kann.

Bernd

http://www.zwerg-huehner.de

________________________________

Okina75#7414  im Hühnerforum „Emotional am Limit“ – wie wir alle – Ist die Menschheit überhaupt noch zu retten?

Ja, und genau dieser Tunnelblick ist es, der uns in gar nicht mehr allzu ferner Zukunft den Hals brechen wird- habe echt im Urin, dass das nimmer lange dauert, wenn man sich diesen ganzen egozentrischen Sch…ß ankuckt, der im Verbund mit Massenverblödung und genanntem „Scheuklappismus“ überall auf der Welt in den letzten paar Jahren immer und immer mehr in den Vordergrund tritt!!!
Die Welt ist am Arsch, dass es eigentlich jedem mit funktionierendem Gehirn und ausreichender Sehkraft nur so entgegen spritzen müsste vor bitterer Erkenntnis- Pustekuchen von wegen „die Welt kann 11 Milliarden ernähren“!
Wir sind heute mit 7.5 ja schon am Zusammenbrechen!!! Nee, Freunde, das dauert nimmer lange, und weder die Massentierhaltung noch hunderte Quadratkilometer große Anbauflächen am Stück werden daran was ändern… Der Fraß wird immer verweichlichter und einheitlicher, die Menschheit dadurch immer kränker und durch die Allgemeinverblödung immer unfähiger, im Ernstfalle auf sich gestellt zu überleben. Nee, wenn es knallt, dann bald und richtig, und dann simmer am Allerwertesten, als Art gesehen- das zeichnet sich immer deutlicher ab.
(Schon heute muss man uns nur zwei Dinge nehmen: Das Erdöl und die Elektrizität- und schon sind wir wieder im finstersten Neandertal- und das sollte bitter zu denken geben!)

Auch und gerade im aktuellen Verlauf des Geschehens beobachtbar. Vernünftige Argumente und ansatzweise altruistisch denkende Menschen bleiben und werden immer mehr zu Nischen- und Randerscheinungen und von dieser absolut widerwärtigen tonangebenden Klientel weggedrängt, der das Gros des Volkes dumm sabbernd nachgeifert bzw. nicht im Traum dran denkt, mal was in Frage zu stellen, solange die grundsätzlichen „Bedürfnisse“ befriedigt sind- billiges Fressen in beliebiger und jederzeit verfügbarer Menge ohne jede Mühe, stumpfe „Unterhaltung“ und ein gewisses Maß an frei bleibenden Grund“rechten“, wie Kinder in die Welt setzen, Atmen oder aufs Klo zu gehen…

Sorry, wenn ich gerade wieder auf ’nem misanthropischen bin, aber nach den tausenden und tausenden und Abertausenden von durch die Bank sinnlosen Geflügel- Zwangstoden, die sich mir in hunderttausendfacher Zahl beim Durchackern der OIE- Reporte erschlossen- Alter, mir vergeht langsam ALLES!
Hier mal 9000, da mal 12000, dort auch mal 325.000, da mal nur 80, dort 900 oder 5000- pöh, alles Peanuts, Hauptsache, am Jahresende stimmt die Geschäftsbilanz so einigermaßen…

Führt unsere Initiative zu keinen bewegenden Änderungen, schaffe ich meine Hühner ab und werde Veganer. Bzw. Paläo- Diätetiker oder wie sich das nennt und fresse nur noch Wild und was sich sonst so bietet. Ich will und mag nicht mehr, und erreicht diese widerwärtige Bande da oben an den Drückern, die Wirtschaft und ihre Lobbyisten und Speichellecker wie das FLI und Co. ihr Ziel, dann werde ich ’nen verdammten Teufel tun, fortan brav geläutert mein (huh, ruhig, Brauner…) Essen in Form von wässrigen und konsistenzlosen Massentierhaltungs- Fleischwaren in den Geschäften zu kaufen.
Nein!
Wenn die uns Klein- und vernünftige, artgerechte Tierhalter ausstechen, an die Wand spielen und zugrunde richten, dann, liebe Geflügelindustrie und Eure Lobby und abhängige Stiefellecker, werde ich Euch ins Gesicht spucken und lieber überfahrene Viecher von der Straße kratzen, als Euren Fraß zu mir zu nehmen! Verlasst Euch drauf! Von MIR kriegt IHR keinen, KEINEN, Cent mehr!!!

________________________________

Ich wünsche Ihnen
magische Raunächte,
besinnliche Feiertage…

…und uns allen ein  Neues Jahr,
in dem Achtsamkeit und Mitgefühl für unsere Mitgeschöpfe
nicht mehr nur leere Worte sind…
Kirstin Zoller

____________________________________

Weihnachtsmärchen
Vogelgrippe, Schweinepest, Rinderwahnsinn und anderer Wahnsinn.
Ein gar gruseliges Märchen für besinnliche Tage

________________________________

…….nach dem sprunghaften Anstieg vom Virus befallener Massenbestände trotz Aufstallpflicht und längst beendetem Wildvogelzug fragt man sich im Hühnerforum, ob es auch andere Gründe geben kann…..

Dani2012 Beitrag 6138:

Zitat Zitat von Rosie Beitrag anzeigen
….. seltsamerweise dringen die pöhsen Viren aktuell nur in Putenställe, Entenställe und Gänseställe ein. miramKopfkratz
Und trotz der Massen an entsorgten Risikopatienten sind die Märkte voll. Es gibt Weihnachtsbraten mehr als genug.
Zitat Ende

Daher frage ich mich schon lange, ob man diese extreme Massentierhaltung überhaupt braucht…. Trotz Keulungen in Massentierhaltungen europaweit, gibt es keine Engpässe beim Geflügelfleischverkauf… oder gar explodierende Preise.
Mein Fazit: Die Massentierhaltungsfabriken müssen spätestens im Dezember ihre Überproduktion loswerden, um die Fabriken neu zu bestücken fürs nächste Jahr…. Und wenn das FLI die Seuche ausruft, zahlt die TSK, sprich letztendlich der Steuerzahler dafür, dass die Überproduktion doch noch zu Geld gemacht wird und die Ställe frisch desinfiziert wieder hergerichtet werden… Und spätestens im übernächsten Jahr (man will ja nicht gierig erscheinen) läuft alles wieder wie gehabt ab… evtl. wechselt dann mal die Nutznießerfabrik, damit jeder mal dran kommt und es dem Unbedarften nicht so auffällt ….

Sil Beitrag 6139:
Ich frage mich schon die ganze Zeit, warum so viele Medien nach wie vor die offensichtlichen Hinweise auf Widersprüche in der offiziellen Darstellung der Übertragungswege der Vogelgrippe gar nicht wahrnehmen und jeden Kommentar des FLI einfach unreflektiert weitergeben.
Es fehlt aber wohl einfach am puren jorunalistischem Handwerk
Ich habe mich gefragt:
Wie kommen Nachrichten in die Zeitung? Und unter anderem folgende Antwort gefunden:
http://www.deutsche-tageszeitungen.d…htenagenturen/
Vielleicht sollten wir „unsere“ Zeitungen schlicht mal dazu auffordern, selbst zu recherchieren und nicht aus Kosten- oder sonstigen Gründen jede dpa-Meldung unkritisch und ungeprüft einfach zu übernehmen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist vielleicht auch das hier:
http://www.bdzv.de/der-bdzv/aufgaben…g-der-zeitung/

Miss Boogle Beitrag 6140:
@Dani2012
Mir kam der gleiche Gedanke.
Erst die Wildvögel (die ja alle nur vom FLI beprobt wurden) und ganz viel Panikmache, damit niemand merkt, dass es eigentlich nur um Puten und das liebe Geld geht. Denn schließlich gibt es derzeit eine absolute Überproduktion. Und wenn jetzt sämtliche Bestände gekeult werden merkt es der Durchschnitts-Bürger ja nicht. Vogelgrippe ist ja schon 1 Monat in den Medien. Ist ja für Lieschen Müller nachvollziehbar…
Alles andere sind Kollateralschäden, die den großen in die Hände spielen

________________________________

Putin15 Beitrag 6013 im Hühnerforum:

Zitat Zitat von ae500fr Beitrag anzeigen
da könntest du richtig liegen denn ohne seuche keine untersuchung ohne feststellung der todesursache
kein FLI untersuchung und feststellung der so gefährliche die ganze menschheit dahinraffende seuche
gibt es vielleicht auch nicht so viel geld gruss aus oberfranken
Zitat Ende

Nur mal so eine Überlegung:

Tote Wildvögel werden doch (wegen der Vogelgrippehysterie) lediglich auf Antikörper zur Vogelgrippe getestet.

Die perverse „Logik“: Wenn Vogelgrippe-Antikörper gefunden werden, dann ist alles klar. Der Vogel ist an Vogelgrippe gestorben. Es läuft der ganze, durch diese Oberflächlichkeit ausgelöste, behördliche Wahnsinn an. Aufstallung, Keulung usw. …


Geht es überhaupt oberflächlicher?

Nur mal so zum Verständnis: Wenn der Hausarzt seinen Patienten tot auffindet, könnte er ja auch erstmal prüfen lassen, ob sich Grippe-Antikörper finden. Würde doch schon deshalb Sinn machen, weil der jetzt tote Patient des Hausarztes vor vier Wochen erst zur Grippeimpfung bei ihm war. Antikörper gefunden, ergibt nach dieser Logik eine eindeutige Todesursachen: Grippe!.

Wenn der tote Patient vor 1980 geboren wurde gibt das natürlich noch viel spektakulärere Todesursachen. Viele wurden vor 1980 noch gegen Pocken geimpft. Mit etwas Glück ist noch ein Restschutz vorhanden und es finden sich Pocken-Antikörper.

Naaa, was folgt daraus … Nach derzeitiger Logik wäre dann wohl sofort die WHO zu informieren. Alle Leute die noch Kontakt hatten müssten dann sofort in Isolation um eine weltweite Pocken Epidemie zu verhindern….

Wen würde es da noch stören, dass der tote Patient des Hausarztes mehrere Einschusslöcher im Rücken hat. …

Allerdings gibt es eine neue Insiderinformation (siehe Bild)

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: Storch-1abc Kopiea.jpg  Hits: 0  Größe: 176,2 KB  ID: 181985

Ich habe eigentlich nur noch die Frage wie lächerlich sich Geflügelindustrie, Politik und FLI noch machen wollen?

Neee ….. eigentlich habe ich noch eine Frage: Wieso darf das FLI noch öffentliche Mittel bekommen für die „genialen“ Gegenleistungen?

Gruß aus dem schönen Fläming
Bernd

_______________________________________________________

Beitrag 4953 „Tanny“ (Kirstin Zoller) im Hühnerforum:

…den Frust von der Seele geschrieben…

Vorab, damit diejenigen, denen so etwas zuwider ist, gar nicht erst weiter lesen müssen:

Dies ist KEIN Beitrag, der Anspruch auf wissenschaftliche Belegbarkeit erhebt,  es ist kein Beitrag, der den Anspruch erhebt, jede Aussage mit irgendeinem Fakt, einer Quelle und einem link zu untermauern –
es ist einfach ein Beitrag, in dem ich meine Gedanken und Gefühle zum Thema zum Ausdruck bringe….

Viren und Bakterien gehören zum Leben dazu – seit das Leben entstanden ist.
Ohne Bakterien würden wir keinen Tag überleben – unsere Haut könnte ihre wichtigste Aufgabe nicht mehr wahr nehmen, Nahrungsaufnahme wäre unmöglich.

Ich habe weder ein Interesse daran, die Welt steril zu machen, noch will ich unsterblich werden – ach ja und ich will auch die Naturgesetze nicht beherrschen oder außer Kraft setzen.

Ich will einfach nur naturnah leben – ich will normales, natürliches, regionales und saisonales Essen zu mir nehmen können, ohne recherchieren zu müssen, ob „regional“ nun auch „von hier“ heißt, oder ob „regional“ alles sein kann, was irgendwo aus Deutschland kommt.

Ich will Eier essen können, die von Hühnern kommen, die draußen in kleinen, funktionierenden Gruppen leben durften und am Ende ihrer „produktiven Zeit“ noch wie gesunde Hühner aussehen und nicht wie ein fertig gerupftes Suppenhuhn, was man nur noch einschweißen muss, um es gefrierfertig zu haben.

Ich will nicht hinterfragen müssen, ob Freilandeier gerade doch aus dem Stall kommen oder ob „die frische Milch“ mit den glücklich auf der Wiese grasenden Kühen vorne auf dem Bild nicht doch das Produkt einer Massentierquälerei ist.

Ich will, wenn ich einen Erdbeerjoghurt kaufe einen Joghurt mit Erdbeeren haben und nicht in irgendwelchen E-Listen recherchieren müssen, was die 20 Bestandteile darin sind, die dem Joghurt ohne Erdbeeren den Erdbeergeschmack verleihen……

Ich will anderen Lebewesen mit Respekt und Achtung begegnen können und vor allem dürfen! und ich will weder mit verantwortlich sein dafür, noch es mit finanzieren, dass unzählige Lebewesen weltweit misshandelt, zu Tode gequält und sinnlos totgeschlagen und vermüllt werden, dass ihnen ihr natürlicher Lebensraum aus reiner Geld- und Machtgier zerstört und meine ganze natürliche Umwelt vernichtet wird – und das alles im Namen der Wissenschaft – im Namen des Verbraucherwunsches – im Namen der allgemeinen Sicherheit…

„Der Verbraucher will das so!“ (Zitat Habeck)
Bin ich kein Verbraucher? Wer ist dann DER Verbraucher?

• Bin ich alleine mit meinem Standpunkt – der EINE Verbraucher, der das nicht so will, wie es gerade ist? Nein, es gibt noch mehr, viel mehr. Sind wir die Mehrheit?

• da gibt es noch die, die es genau SO wollen:
alles steril, alles hygienisch, alles frei von Störungen – gegen alles gibt’s die passende Pille und für alles auch – alles hoch technisiert – Einwegmode, täglich neu und der letzte Schrei – Wegwerfmentalität beim Verfallsdatum – und am besten mit dem Plastikbaum im Garten – der macht keinen Dreck und zieht keine lärmenden Vögel an…… finden wir hier die „Mehrheit?““…..

• Dann gibt es da noch die, denen alles egal ist – Hauptsache billig und Hauptsache, abends läuft das Dschungelcamp – sind die die Mehrheit?

• Ja, und dann sind da noch die, denen das alles völlig am Hintern vorbei geht, solange sie mit dem, was sie tun maximalen Gewinn und maximale Macht erlangen und das „Fussvolk“ die Klappe hält – wen schert schon, was weit weg vom eigenen Ferienhäuschen im Naturschutzgebiet und fernab vom Wohnhäuschen mit großem Garten in bester städtischer Wohnlage (selbstredend ohne Zwischenlager, Hochspannungsleitungen, Windmühlen, Massentiermastanlagen, Großschlachtereien oder sonst irgendwelchen „unschönen“ Dingen in der Nachbarschaft) geschieht? Solange Geld, Macht und/oder Ruhm sich mehren. Ist das „die Mehrheit?“

• Nicht zu vergessen dann noch die, die auf unserer Welt verhungern und die, wüssten sie, was wir hier treiben, die Hände über dem Kopf zusammen schlagen würden – die dankbar wären, wenn sie auch nur einen Bruchteil des Fleisches hätten, was wir wegwerfen – ist das die Mehrheit?

WO ist die Mehrheit? …und ach ja, egal, ob ich jetzt zur Mehrheit zähle oder nicht – reden sie, unsere Politiker, denn nicht alle immer davon, dass man auch die Minderheiten schützen müsse? Dass man „solidar“ mit den Minderheiten sein müsse?

Wo ist denn nun DER Verbraucher, der das alles so will, wie es jetzt ist

Und um zurück zu kommen auf die derzeitige Situation mit der Vogelgrippe:
Gensequenzen – Mutationen und was ich sonst noch so alles von gsgs und redcap hier verlinkt sehe ……..
…das alles interessiert mich ehrlich gesagt nicht die Bohne – und täte es das, ich verstehe es sowieso nicht – brauche ich auch nicht.

Um zu verstehen, was im Moment gerade geschieht, muss ich kein Wissenschaftler sein, sondern nur die Augen öffnen und versuchen, etwas logisch zu denken:

• Es werden Tiere aufgestallt zu deren eigenen Schutz ….
….damit sie sich nicht infizieren……..
…..die aber sofort auch gesund tot geschlagen werden, wenn ein infizierter Wildvogel vor der Voliere zu Boden geht – also können sie, bis sie sowieso tot geschlagen werden, wenigstens glücklich im Garten scharren.

• Es werden symptomlose Tiere und all ihre zufällig im gleichen Bestand anwesenden Artgenossen totgeschlagen, wenn sie einen positiven AI Befund haben – egal, ob es sich um eines der vielen AI Viren handelt (egal um welches), egal, ob es sich um eine Infektion oder ob es sich um Antikörper aufgrund einer längst vergangenen und überstandenen Infektion handelt, wohl wissend, dass in nahezu jedem natürlich lebenden Geflügelbestand derartige Antikörper normal vorkommen

• Es werden Biosicherheitsmaßnahmen verlangt, die die Behörden selbst bei ihren Keulaktionen nicht im Entferntesten einhalten

• Es werden Hunde an die Leine und Katzen ins Haus verbannt, weil sie das Virus verschleppen könnten, während Tauben, die von einer Wildvogelfutterstelle zur nächsten fliegen und auch vor einem Zwischenstopp an Oberflächengewässern nicht Halt machen, als gefahrlos gelten, nur weil sie sich selbst nicht infizieren? (tun Hunde und Katzen auch nicht)

• Es werden hunderttausende gesund gekeulte Nutztiere in den Müll geworfen, während man dem Verbaucher im selben Atemzug erzählt, dass das Fleisch unbedenklich ist, wenn es 3 Minuten bei 70 Grad erhitzt war? Da frag ich mich doch: warum wird das gekeulte Fleisch dann nicht verarbeitet in Fertigprodukten, wo mit hocherhitztem Fleisch gearbeitet wird?

• Es werden blindwütig alle privaten Hausgeflügel weggekeult, während andere Geflügel offensichtlich eine mächtige, schützende Hand über sich haben, denn sie dürfen in die Quarantäne?

• Es wird argumentiert, dass das private Geflügel nicht raus dürfe, weil es sich infizieren könne und so zur Gefahr für andere würde? Worin liegt denn die Gefahr: wohl kaum in der Übertragbarkeit auf andere Bestände, denn diese Geflügel bleiben an einem Ort (anders, als Tauben), verlassen das Grundstück nicht (anders als Wildvögel) und werden auch nicht um die Welt verfrachtet (anders als Wirtschaftsgeflügel). Die Gefahr liegt einzig in einer von Menschen gemachten Verordnung, die vorschreibt, alles platt zu machen, was sich im Umkreis befindet, lebt und Federn hat – sinnbefreit und blindwütig.

Sooo viele Widersprüche – so viel Leid und so viel Arroganz – warum sollte ich irgendwelche wissenschaftlichen Erklärungen verstehen müssen, wenn mir schon mein ganz schlichter Verstand sagen muss, dass das alles jeder Logik entbehrt.

Und dabei sollte man denken, dass eine von Menschen gemachte Verordnung, wenn sich herausstellt, dass sie Unsinn ist, auch von Menschen wieder zurück genommen werden sollte……

Aber was sind gegen das Eingeständnis, etwas falsch gemacht zu haben, schon einige Millionen Tiere weltweit, die niedergemetzelt und vermüllt werden, um etwas auszurotten, was mit zu den natürlichsten Dingen der Welt gehört…..

Sollte es der Menschheit jemals gelingen, eines Tages alle Viren auszurotten, dann wird es auf dieser Erde schon lange keine Tiere und Pflanzen mehr geben…..und der Mensch, so er noch lebt, trägt seinen Raumanzug mit Nährlösungsinfusion …….FUTURE:……


„düstere Zukunftsvisionen“ einer Leserin

 

 

——————————————————————–

Beitrag 4829 von Susanne im Hühnerforum:

Folgen für Halter:
Vogelgrippealarm- oder warum ich jetzt im Hühnerstall wohne

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht schlachte und fast alles für meine Hühner mache. Nun aber habe ich ein Problem: Die aktuell fünf Hähne vertragen sich leider nicht mehr im aufgestallten Zustand, der Ausnahmeantrag für Freilandhaltung wurde abgelehnt.
Nun ist guter Rat teuer, denn natürlich kommt es für mich nicht in Frage, einen oder mehrere Hähne zu schlachten bzw. Hähne abzugeben, wobei das aktuell eh schier unmöglich ist. So ist es nun zu folgender Lösung gekommen:

Zwei Hähne leben nun mit vier Hennen im Krankenstall. Dort sind sie unter der Woche untergebracht- der Stall hat leider nur eine Größe von 2 qm- aber bislang geht das soweit gut.

Zwei Hähne sind in der normalen Gruppe geblieben, dort gibt es keine Probleme zu erwarten.

Einen Junghahn habe ich in die Wohnung aufgenommen, eine drei Zimmerwohnung im Hochhaus. Zum Glück ist er noch nicht geschlechtsreif und unterlässt zur Zeit das Krähen. Dennoch werde ich seltsam angeschaut, wenn ich ihn im Aufzug transportiere.
Und das ist noch das geringste Probleme: Alleine möchte ich ihn nicht in der Wohnung halten, denn er ist ja ein Herdentier und soll nicht isoliert leben. Da wir den ganzen Tag bei der Arbeit sind und erst am Abend nach Hause kommen und dann bedingt durch diese ganze Umzieherei (2 Ställe, eine Voliere) noch ewig im Garten beschäftigt sind, würde der arme Kerl vereinsamen, also bekommt er eine Henne zugeordnet.
Dummerweise finden die Hennen das nicht witzig und meckern lautstark. Bislang beschweren sich sie Nachbarn zum Glück noch nicht. Dennoch tausche ich die Hennen ab und an aus- legende Tiere sind dann doch schnell völlig durcheinander und bekommen Probleme mit den Eiern (oder sie feiern alternativ das gelegte Ei und ich bekomme Probleme mit den Nachbarn), Hennen in der Mauser mausern (eine Tatsache, die mir vorab natürlich auch schon bewusst war, die aber in einer Wohnung aviel eindrücklicher wirkt). Ältere Hennen verfallen in dumpfe Monotonie, ich habe noch keine ideale Lösung gefunden.

Damit wir Hennen (und am Wochenende auch den Hahn) weiterhin guten Gewissens umsiedeln können, haben wir die Raumtemperatur im Hühnerzimmer abgesenkt, gar nicht so einfach im Hochhaus, wo ja viel Wärme einfach durch Leitungen und Nachbarn erzeugt wird. Deswegen steht nun bei uns das Fenster in ganztägig auf (nicht nur gekippt, das reicht nicht). Dummerweise steht es aber 12 Stunden auf (von sechs bis sechs), was dann einen Ticken zu viel ist. Wir kommen also am Abend frierend aus dem Garten (sehr unangenehm, sich im Freien umzuziehen) in die wirklich kalte Wohnung. Die wird dann auch nicht mehr richtig warm, weil ja bald der Tag rum ist und sich ein volles Aufdrehen der Heizung nicht wirklich lohnt. Zum Glück gibt es Bettflaschen- noch nie lag ich so gerne im Bett (der einzig wirklich warme Ort). Man weiß auch gleich den Arbeitsplatz viel mehr zu schätzen.

Am Wochenende ist es besonders schlimm, da ist dann zwar die Wohnung warm (vermute ich, leider bin ich nicht dort), aber ich friere weiterhin. Am Wochenende nämlich bringe ich alle Hähne und Hennen zusammen- die sollen ja auch noch nach der Aufstallungsphase als Gruppe funktionieren und sich deswegen nicht komplett aus den Augen verlieren. Also gleich am Morgen mit Hahn und Henne ab in den Garten, die Tiere vom Krankenstall gleich dazu und alle gemeinsam in die Voliere. Das geht, so lange man dabei ist und die Zeichen der Tiere zu deuten weiß. Bis vor zwei Wochen kamen mir die Wochenenden immer zu kurz vor- jetzt habe ich ewige Tage, frierend bei den Hühnern sitzend. Wobei ich abhärte- die kalte Wochentemperatur ist nun ein Vorteil, vielleicht sollte ich auf Arbeit auch die Fenster weit öffnen, damit es nicht immer so ein auf und ab der Temperaturen gibt- warum sollen meine Kollegen nicht auch was von der Vogelgrippe haben.

Von wegen Grippe- diese habe ich nicht, natürlich nicht, dennoch bin ich mittlerweile chronisch verschnupft. Das ist insofern gut, weil auch mein Privatleben deutliche Einschränkungen erlebt und ich wegen des Schnupfens nicht so traurig deswegen sein muss:
Normalerweise bin ich am Abend gerne zum Sport gegangen, das schaffe ich nun leider nicht mehr, denn nicht nur die Mehrarbeit im Garten bei den Hühnern belastet mein Zeitbudget, sondern auch das abendliche Putzen. Man hat erst mal keine Vorstellung, wie viel Schmutz zwei Hühner in der Wohnung machen- dabei geht es nicht nur um Kot, sondern auch um Federn und vor allem dieses weiße Zeugs, das die Hühner sich ganztägig von den frisch geschobenen Federn putzen und das sich überall verteilt, Dinge, die wirklich Arbeit machen.
Ich putze also zunächst das Hühnerzimmer, dann die Wohnung (zumindest sauge ich kurz durch). Daneben läuft die Wäsche- die fällt ja nun vermehrt an, weil man die betriebseigenen Klamotten dauernd waschen muss.

Die ursprünglichen Überlegungen, wie ich das denn ab jetzt mit den Biosicherungsmaßnahmen machen werde, wenn ich Besuch bekomme (muss ich dem Besuch dann ein Ganzkörperkondom stellen, passt das dann über die bei uns aktuell benötigte Wohnungsjacke?), haben sich erübrigt, ich habe weder Zeit noch Mut, jemanden einzuladen. Es könnte ja stinken oder die Besucher könnten sich unwohl fühlen.

Dabei bin ich im Moment noch froh, dass ich überhaupt eine Lösung gefunden habe- sobald der Hahn anfängt zu krähen oder die beiden anderen Paare sich auch noch zoffen, wird es wirklich schwierig…

Tja und so hoffen wir alle, Mensch wie Tier, dass bald bessere Zeiten auf uns zukommen und die Tiere und ich unser normales Leben zurückbekommen!


Kirstin Zoller:
Das Titelfoto dieser Seite:

http://www.nationalpark-wattenmeer.de/natur-des-wattenmeeres/voegel/rastvoegel

…nein, das sind nicht Millionen toter Wildvögel – das sind putzmuntere Zugvögel bei der Pause auf ihrem Zug nach Süden…

…und oh Wunder – sie WOLLEN einfach nicht tot umfallen……

…KEINE Funde dort, wo sich die Massen sammeln – sicher kann das FLI das erklären?

Hanne im Hühnerforum Beitrag 4760
Ich habe übrigens bei Forianern aus Portugal und Spanien nachgefragt. Die meinten, die Landbevölkerung würde lecker Wildfleisch von Vögeln nicht verschwenden sondern a la eierdieb in die Pfanne hauen.

Und wer hat Lust, mal auszurechnen, wieviele Millionen Tiere im 21. Jh. wegen AI gekeult wurden? Ich bin auf eine 10stellige Zahl gekommen. Gerne Warnehof.

Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen endlich umgesetzt werden, gekeult wird immer noch in Manier von vorm 1. WK. Erstmal alles platt! Da war der Schock von 1901 noch groß.

Copyright mm66

huehnercomic

huehnercomic-2

huehnrcomic-3

________________________________

Bauernbou schrieb im Hühnerforum Beitrag 1:


Unlogisches – mein Frust

Immer mehr fällt mir einfach unlogisches im Zusammenhang mit der Vogelgrippe auf.

a) Warum muss man Geflügel einsperren, wenn die auftretenden Fälle bisher ausschließlich in großen abgeschlossenen Stallungen, die meist über ein eignes Klimasystem verfügten, aufgetreten sind? Setzt man es da nicht eher der Gefahr einer Ansteckung aus? Jede Statistik würde dies mit ja beantworten. Worin besteht dann der Schutz bei der Stallpflicht?

b) Gänse und Enten können das Virus zwar weiterverbreiten, erkranken aber selbst nicht daran. Daher die Empfehlung des FLI Wassergeflügel entweder alle paar Monate zu untersuchen oder Alternativ die Sentinelhaltung mit Hühnern zusammen vom Landratsamt zu genehmigen. Merkwürdigerweise sind jedoch 90% der untersuchten Wildvögel, die den Virus hatten Wasservögel, die ja laut FL gar nicht an dem Virus verenden. Wozu also dann die aufgezwungene Untersuchung? Oder anders gesagt, jede überfahrene Gans, jeder Schwan der gegen eine Leitung geflogen ist, jede verhungerte Ente gilt als Vogelgrippe-Opfer, sobald das Virus überhaupt nur vorhanden war. Um die Risiko-Belastung hochzuhalten, muss man dann eigentlich nur eine große Anzahl Wasservögel, die an irgendetwas verendet sind, als Virus-Opfer deklarieren?

c) Eine Impfung ist laut FLI nicht möglich, da sich unter der Impfdecke eine restistente Virenmutation ausbreiten könnte. Der Menschliche Grippe-Virus ist auch ein H-N-Typ, hier wird aber von allen Ärzten eine Impfung für bestimmte Bevölkerungsgruppen empfohlen. Die Mutationrate ist jedoch meines Biologie-Studien-Wissens-Erinnerung nach gleich hoch. Verarschen uns jetzt die Ärzte, indem sie eine Grippeimpfung empfehlen, obwohl sich hier auch ein resistenter Virenstamm entwickeln könnte? Versteh ich nicht.

d) Laut der neuesten Verordnung muss jeder Geflügelhalter, der mehr als 9 Stück Geflügel hält. Die Zahl der gelegten Eier täglich erfassen. Wozu dient dies? (Ich vermute stark, damit man Zahlen hat, welche den Legehennenbatterien zur Berechnung der entgangenen Gewinnbeträge dienen)
Es weiss jeder, der logisch denken kann, dass aus einer Biohaltung oder Kleintierhaltung auch bei 100 Stück Geflügel keine verlässliche Statistik (wegen fehlender Anzahl) zu erstellen ist, die mit einer großen Industrieanlage vergleichbar ist. Zudem sind hier die Veruchs- und Vergleichsbedingungen nicht konkruent, Kleine Haltungen (N <500), Große Haltungen (N>10000), hier mehrjährige (bis 10 Jahre) Hennen unterschiedlichen Alters, dort gleiche Altersgruppen mit maximal 2 Jährigen Hennen, hier unterschiedliche Rassen, Kreuzungen dort hochleistungsgezüchtete Hybridhennen, hier Klimaschwankungen, Tagesrhythmus ausgesetzte Tiere, dort gleichtemperierte Tageslichtverlängerte Stallungen. Wie zum Teufel kann hier ein seriöser Wissenschaftler Vergleiche anstellen und Aussagen darüber treffen, ob ein Kleinbestand durch ein H5N8 Virus betroffen ist, weil die Legeleistung nachlässt? Dann sind meine Tiere schon lange betroffen, weil ich schon seit Wochen kein Ei mehr hatte. Das ist nicht nur Äpfel mit Birnen verglichen, das ist Äpfel mit Politiker-Hirn verglichen. Fragt sich nur wo mehr Grips drin ist.

Beitrag 30
und mein Frust wächst noch!

Tauben sind von der Verordnung und Stallpflicht ausgenommen.
der Brieftaubenverband weisst ausdrücklich darauf hin:
http://web.brieftaube.de/

Interessanter Weise spricht der Verband (zugegebener Maßen) auch richtig von der Geflügelpest.

So ganz scheint aber das nicht zu stimmen, glaubt man diesem Artikel hier (Vorausgesetzt in Honkong kannte man den Unterschied zwischen eine Taube und einer Ente:

http://www.schaedlingskunde.de/Diver…bertraeger.htm

Dass dies nichts mit dem FLI zu tun hat, bei dem die Lohmann-Gruppe die Oberaufsicht hat, liegt bestimmt nicht daran, dass man 2003 den Inhaber von Lohmann ins Präsidium des Brieftaubenverbandes gewählt hat.

http://web.brieftaube.de/verband/tau…eschichte.html

Am 1. Januar 2003 nahmen die Regionalverbände ihre Arbeit als Mittler zwischen den Reisevereinigungen und dem Verband auf.

Die Mitgliederversammlung verabschiedete ein vom Präsidium erarbeitetes neues Sportkonzept. Das Präsidium wurde neu gewählt.Der bisherige Präsident Horst Althoff kandidierte nicht mehr. Die Delegierten ernannten ihn zum Ehrenpräsidenten. Neuer Verbandspräsident wurde Horst Menzel, Vizepräsident Walter Klein, Schatzmeister Erhard Göbel-Varney, Präsidiumsmitglieder Roland Fitzner, Paul Heinz Wesjohann, Peter Haverkamp und Bernhard Siemer.

Beitrag 31
und noch ein zweites frustriert mich!

in der neuesten Ausgabe der Geflügelzeitung, bedankt sich Frau Dr Fellmin ausdrücklich bei Lohmann für die Finanzierung einer Reise zu einer Fachtagung nach China.
Dazu muss man wissen, daas der wissenschaftliche Geflügelhof durch den Verband Deutscher Rasegeflügelzüchter finanziert wird. Dazu wird pro Mitglied eines Vereins 1 Euro an den wissenschafgtlichen Geflügelhof zwangseingezogen (Beschluß vor 2 oder drei Jahren). Als Mitglied in 5 Vereinen zahle ich also 5 Euro vom Gehalt der Mitarbeiter.
Daher empfinde ich es geradezu als Schlag ins Gesicht eines Rassegeflügelzüchters, wenn nun auch noch der von uns finanzierte wissenschaftliche Geflügelhof mit Lohmann paktiert.

Tschuldigung, es mag Gründe geben, allein ich hab dafür kein Verständnis

________________________________

Gibt es eine Verbindung EHEC-Vogelgrippe?

…fragt sich Gimar  in Beitrag 1  im Hühnerforum:

Evtl erinnert sich der ein oder andere noch daran, Frühjahr 2011 EHEC.
Der Salat, die spanischen Gurken oder nein es waren doch die Sprossen, die viele Menschen in Deutschland krank gemacht haben.

Kleiner Rückblick 2011, was hatte dieses Jahr an wirklichen Besonderheiten zu bieten?
Das Frühjahr 2011 war das wärmste und trockenste seit Wetteraufzeichnung. Ich erinnere mich noch recht gut an das Frühjahr es waren fast 5 Monate ohne einen Tropfen Regen.
http://www.wetteronline.de/wetterrue…/2011-05-30-fr

Was aber wurde dennoch in Massen produziert? Gülle! Und wo kam die hin?
Bakterien und Gülle, Gülle und Bakterien, ach ja und Antibiotika Rückstände aus der Massentierhaltung.
http://www.umweltbundesamt.de/themen…imittel-umwelt
Alles auf die Felder und im Frühling schmeckt doch der Salat sooo lecker.

Zur Zeit finde ich leider den Link nicht, aber ich meine noch im Kopf zu haben, dass 2011 eine Verordnung in Kraft trat, dass Gülle max 4 Wochen vor der Ernte auf die Felder(Salat) darf.
Evtl findet ja einer den Link.

Was genau war denn jetzt EHEC?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…-a-923249.html

EHEC sind Bakterien, was etwas ganz anderes als Viren sind, ja wissen wir alle, wo aber gibt es evtl doch eine Verbindung?
Hmmmm evtl die Gülle?

Gülle darf auf die Felder und Wiesen, wenn der Boden sie aufnehmen kann, so die Verordnung.
10cm durchgefrorener Boden und die Gülle darf nicht mehr drauf, wer das jetzt genau kontrolliert frag ich mich, aber egal. Die Scheiße muss ja irgendwo hin, also ab auf die Felder ist ja guter Dünger.
Ok die Pflanzen nehmen es gerade eher nicht auf aber egal.
Da verklagt übrigens gerade die EU Deutschland, mal so am Rande.
http://www.derwesten.de/politik/eu-v…d12340656.html

Die Vogelgrippe ist ja ein Virus, dem kalte Temperaturen nicht ganz so viel ausmacht, anders als Bakterien die mögen es warm. Was aber Viren so gar nicht mögen ist UVA-Strahlung, oder anders gesagt die Sonne. Ich weiß nicht wie bei euch der Winter so meist aussieht besonders der November, aber bei uns hier ist man über 4 Stunden an denen man mal die Sonne so etwas sehen kann schon recht glücklich. Was liegt aber jetzt auf den Feldern? Natürlich Gülle aus gigantischen Tierställen. Zum Teil bekommen wir den sogar noch aus den Nachbarländern angeliefert und unsere Bauern freuen sich über ein paar Euro wenn sie den auf ihre Felder kippen lassen. Niederlande ist so ein schönes Beispiel. Selber keinen Platz mehr aber immer mehr und größere Ställe bauen und der Mist kommt rüber, alles bester Dünger bzw Geld.
Was kommt jetzt noch auf unsere Felder? Ein paar Besucher, nämlich die „bösen Wildvögel“ (Ironie aus) die jetzt nach dem langen sehr anstrengenden Flug rasten wollen und Futter brauchen.
Die Möglichkeit, dass die Tiere dann den Vogelgrippevirus tragen, streitet wohl keiner ab, die Frage ist nur wo sie ihn herhaben? Evtl sollte man mal die Felder untersuchen, aber da findet man bestimmt nur infizierten Wildvogelkot, natürlich. Oder in den „sicheren“ Ställen mal überprüfen wo die ihren Kot abgeladen haben? Bis zu 3 Meter an einen Bach oder See darf Gülle verbracht werden, die kommt natürlich nicht in den See, in dem Enten sind… NEIN natürlich nicht!

Aber was genau kann der Staat machen um die Wirtschaft und uns zu schützen?
Natürlich ordnet er eine Stallpflicht an, was soll er auch sonst tun? Die Ursache kann und will er nicht nennen und sie auch nicht abstellen, wie auch? Impfen? Geht in der Massentierhaltung nicht, da der Erreger bei hoher Infektionsdichte dennoch tödlich wirkt. Siehe FLI. Italien etc
Die einzige Version die klappen würde, wäre impfen und eine deutliche Verkleinerung der Bestände, um den Virendruck zu reduzieren. Das würde aber bedeuten, Schluß mit der Massentierhaltung, das macht unsere Regierung hier nicht.

Ich will hier nicht auf die Bauern oder die Massentierhaltung einprügeln, viele davon haben sich in eine Abhängigkeit begeben aus der sie selber nicht mehr rauskommen. Immer größer immer mehr, aber verdienen tun sie eher weniger und Land und Tiere müssen den Preis zahlen. Es werden immer weniger Bauern und die die noch da sind sehen oft nur den Ausweg noch größer zu werden, aber das ist ein Teufelskreis. Made in Germany ist nicht billige Massenware, mit Qualität kann man auch sein Auskommen haben, sogar viel besser als mit billig Ware. Da kann und sollte der Staat mal unterstützen, aber richtig. Nicht in den billig Ramsch.

________________________________

Eine besorgte und enttäuschte Geflügelhalterin schreibt an ihre lokalen Politiker:

„Sehr geehrte Kreistagsabgeordnete,
dieses ist ein offener Brief, den ich sowohl dort: http://www.huehner-info.de/forum/sho…er-Vogelgrippe
als auch unter meinen fb Account veröffentliche und auch dort: www.wildvogel-rettung.de
wiederzufinden sein wird.
Ich schrieb Frau Wallner mehrfach bezüglich diverser Fragen bezüglich der Vogelgrippe an,
jedoch ohne Antworten zu erhalten.
Ich habe Sie für die Vertretung von artgerechter Tierhaltung gewählt, muss nun jedoch feststellen, dass Herr Habeck offenbar dem Druck nicht gewachsen ist und 1=1 das wiedergibt, was ihm das FLI und die Konzerne zuflüstern.
Von dieser Partei und dem Vertreter im Landtag hätte ich sehr viel mehr erwartet!
Keine einzige kritische Stimme Ihrerseits ist zu lesen.
Wo bleibt der Einsatz, bundes-/ landes politisch verfasste Verordnungen zu hinterfragen?

Tausende von Tieren werden aufgrund einer Verordnung getötet, die sich grundsätzlich auf den Erkenntnissen eines, nicht mal unabhängigen Institutes, beruft. Die Fragen, die ich und viele andere (s.o) sich stellen, sollten beantwortet werden.
M.f.G.“

________________________________

Altsteirer schrieb im Hühnerforum Beitrag 3367

Ich hatte unlängst eine Unterhaltung mit einem Fahrer von einer Tierkörperbeseitigungsanlage.

Ich: „Und, gibts momentan irgendwelche besondere Vorschriften zum Transport von Geflügel“

Er: „Hä, warum?“

Ich: „Na, wegen der Vogelgrippe.“

Er: „Ach so. Nö, das interessiert niemanden…“

Denkt dran, wenn ihr das nächste mal 5 Minuten in der Desinfektionslösung steht…

________________________________

Eine fassungslose Hühnerbesitzerin kann es nicht glauben

Freilandgeflügel Opfer des Tötungswahns zugunsten der Geflügelindustrie?

Habe ich das richtig verstanden? Werden z. B. bei einem kleineren Halter augenscheinlich gesunde und bislang Freilauf gewohnte Tiere beprobt und zeigen in einem Schnelltest Antikörper gegen H5(Nx), so werden sie vielfach schon „vorsorglich“ gekeult?  Wenn Tiere und Halter vorerst Glück haben, wandert die Probe noch vor der Tötung weiter zum endgültigen Test, zeigt der kein H5N1 oder wie dieses Jahr H5N8, so dürfen die Tiere dann weiterleben?  Aber wehe, sie hatten, ggfs. auch schon vor zwei Jahren, Kontakt zu H5N8, dann ist das ihr sicheres Todesurteil? Es wird NICHT untersucht, ob sie derzeit überhaupt Virusträger und damit potentiell ansteckend sind? Im Gegenteil, es handelt sich häufig um besonders gesunde und robuste Tiere, die den Erreger in der Vergangenheit erfolgreich abgewehrt haben und dies aufgrund ihrer Antikörper auch weiterhin tun. Und diese Tiere werden zum angeblichen Schutz der Geflügelindustrie hingemetzelt?

________________________________

Hier drückt eine Schleswig-Holsteinerin Ihre Fassungslosigkeit künstlerisch aus:

copyright-ina-moeller-img_8169

________________________________

Lauenburger Online-Zeitung
Gedanken eines Hobby-Hühnerhalters am Totensonntag

Selten in meinem Leben war ich am Totensonntag so todtraurig.
Im Rahmen der großen Panikmache zum Thema „Geflügelpest“ wird zum Halali auf uns kleine private Hobby-Hühnerhalter geblasen.
Wie fast alle von uns halte ich eigene Hühner, da ich das Tierleid in der Massentierhaltung nicht unterstützen möchte. Die Hühner sollen bei mir ein möglichst artgerechtes Leben führen an der frischen Luft, mit Sonne, Wind und Regen. Staubbaden, Insekten und Käfer fangen, nach Würmern graben usw.
Meine 9 Hühner gehören alle unterschiedlichen Rassen an, 4 davon stehen auf der Liste der vom aussterben bedrohten Rassen. Sie sind alle unterschiedliche Individuen und Charaktere, und jedes von ihnen hat einen Namen.
Und nun kommt also „von ganz oben“ die Anordnung, ich muss meine Hühner auf ungewisse Zeit in den Stall sperren. Alternativ eine Voliere bauen, die oben dicht ist und auch an den Seiten gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist. Habe ich nun mit Plane versucht, aber die Plane bewegt sich im Wind, und meine Hühner fürchten sich davor und hocken trotzdem im Stall – verängstigt und eingeschüchtert, schon nach wenigen Tagen.
Vor den Stall muss ich eine Desinfektionswanne stellen, ungeachtet dessen, dass wir Hobby-Halter meist nur sehr kleine Ställe (z.T. nicht mal begehbar) haben, diese Wanne somit im Freien steht bei Regen, Eis und Schnee… Ebenso die Anweisung ich muss „bestandseigene Schutzkleidung“ tragen, diese muss im Hühnerstall verbleiben. Kaum praktikabel. Stattdessen Einmal-Schutzanzüge und Schuh-Überzieher – mindestens 3x täglich? – sehr umweltfreundlich…
Das wirklich schlimme daran ist, dass noch nie eine Gefahr von der kleinen Hobby-Hühnerhaltung ausgegangen ist. Die Ursachen liegen ziemlich sicher in der Massentierhaltung und den Keimen, die von dort über Gülle und Mist in die freie Natur gelangen. Aber das wird totgeschwiegen, denn die Geflügel-Multis haben eine sehr große und starke Lobby und eine Menge Mitspracherecht in der Politik!
Weiterhin ist es schlimm, dass diese Panikmache bei so vielen Menschen ungefiltert auf offene Ohren stößt, und sie einfach immer noch glauben, was da über die Medien verbreitet wird. So müssen viele Hobby-Hühnerhalter auch noch befürchten, von Nachbarn oder Passanten angeschwärzt zu werden wenn diese glauben, sie würden sich nicht an die Vorschriften halten.
Und am allerschlimmsten ist die völlige Auswegslosigkeit dieser ganzen Situation: Halte ich mich nicht an die Anweisungen, drohen mir hohe Bußgelder, z.T. wird schon Hobby-Haltern mit Zwangs-Schlachtung ihrer Tiere gedroht.
Halte ich mich an die Anweisung, habe ich erstens unglückliche, gestresste und verschreckte Tiere, die unter der Situation leiden, weil sie es nicht gewohnt sind. Und dennoch bin ich damit keineswegs in Sicherheit. Wenn im Umkreis auch nur ein verendeter Vogel gefunden würde, der nach Schnelltest ein H5-Virus in sich trägt, dürften die Behörden alle meine GESUNDEN und geliebten Tiere einfach umbringen. Ob es sich dann bei dem toten Vogel überhaupt um das H5N8-Virus gehandelt hätt,, wird erst in einer 2.Probe untersucht – bis dahin wären meine Hühner aber bereits getötet worden – so wie jetzt schon zigtausende Hühner, Puten und Gänse in den Großbetrieben „vorsichtshalber“ gekeult wurden. „Auf Verdacht“. „Als Vorsichtsmaßnahme“. Das macht mich so wütend, so traurig und sooo hilflos! Ich liebe meine Hühner genauso wie meine Katzen!
________________________________

Bernd Wolffs Appell an die Politik

Der Unsinn mit Aufstallungen und ähnlichen realitätsfremden Anordnungen zum vermeintlichen Schutz des Nutzgeflügels vor den Wildvögeln muss endlich aufhören.

Stellen Sie sich endlich der Realität!
Stoppen Sie die deutschlandweite und nahezu flächendeckende Ausbringung von risikobehaftetem und ggf. hoch infektiösem Geflügelkot auf landwirtschaftlich bewirtschaftete Flächen!

Stoppen Sie den Import derartigen Materials!

Der Vogelbestand in Deutschland (Wildtiere und Nutztiere) muss vor den möglichen Folgen der Massentierhaltung geschützt werden und nicht umgedreht!

________________________________
 Offener Brief an die Politik von Bund und Land
eine Hühnerhalterin stellt kritische Fragen und bittet um Einsicht bei den Zuständigen

 ________________________________

1.12.2016  „Tanny“ schrieb im Hühnerforum
drei Beiträge zum Besuch der Infoveranstaltung in Kiel:

Beitrag 3349
Zitat Zitat von ae500fr Beitrag anzeigen
hallo petra maria
wie du sicher gelesen hast kann auch die h5+h7 übertragung durch wind und staub erfolgen
deswegen ist ja alles so sinnlos die keulen die armen tiere dann reissen sie die tore auf schütten mit radlader
die tiere in offene container dann schaffen sie den ganzen hochbelasteten mist raus und lagern den unter freien himmel angeblich unter einer plane da kommt dann kein virus raus -nur bei den hobbyhaltern ist alles nicht richtig
Zitat Ende
Antwort Tanny:

Ich bin gerade zurück aus Kiel, wo wir bei einer „Infoveranstaltung“
initiiert von Dr Habeck mit
Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter waren.
Werde nachher noch ausführlicher berichten – aber zu diesem Punkt schon mal schnell: die Frage wurde auch gestellt. Frau Dr Wallner (ihr erinnert Euch, die Dame im Ministerium Fachbereich Veterinärwesen, der wir zu Beginn der Aufstallverordnung zahlreiche Fragen schickten, die nie beantwortet wurden) beantwortete es so, dass:
„die Kadaver ja zuvor desinfiziert worden und somit beim Verladen nass gewesen seien, wodurch es nicht zu Staubaustrag gekommen sein könne“ ……Sie verschwieg dabei, dass (zumindest gehe ich davon aus, dass ihr das als Veterinärin bewusst sein muss), ein toter Körper noch sehr lange laufend Körperflüssigkeiten absondert, die man wohl im Körper beim Desinfizieren schlecht hätte erreichen können.
Zitat Ende

Zitat Beitrag 3357 von Tanny im Hühnerforum
So, jetzt also eine kleine Kurzzusammenfassung aus Kiel:
Einige von Euch haben vielleicht eben (19.45 auf NDR nach dem Fielmann Beitrag) den Bericht über die Veranstaltung gesehen.
Geladen und anwesend waren alle möglichen Vereine, Verbände, Vertreter – überwiegend aus den Bereichen Hühnerhaltung, Umweltschutz, Naturschutz, Ornithologie et. und ein ein paar Vertreter der Geflügelwirtschaft, die aber nur als Zuhörer auftraten.
Nach der Begrüssung fasste Mettenleiter kurz die aktuelle Sachlage zusammen – die Statements wiederhole ich jetzt nicht – inhaltlich dasselbe, was wir immer lesen und hören.

Dann gab es jeweils für ca 30 Minuten Fragerunden zu den Themen Aufstallung, Eintragswege und Impfung – wobei letztere nur noch kurz angerissen werden konnte, da die Zeit um war.

Habeck hatte das so geplant und umgesetzt, dass immer 3 Leute nacheinander ihre Frage formulieren konnten und Mettenleiter sie dann quasi zusammen beantwortete. Das war natürlich geschickt geregelt, denn so ließen sich konkrete Nachfragen, wenn die Beantwortung pauschal oder aber an den wirklich interessanten Punkten vorbei war, vermeiden – ein oder zwei mal per Zwischenruf – aber auch da ging die Beantwortung über die bekannten, allgemeinen Argumente und Floskeln nicht hinaus.

Eine konkrete Aussage bekam ich zur Frage dessen, was nun eigentlich alles bei TSIS gelistet wird:
Also im TSIS – wo wir ja unsere Fallzahlen raus beziehen, werden alle Tiere pauschal erfasst, die H5 oder H7 positiv gestestet und von Löffler bestätigt wurden. Also auch Tiere, die H5N2 oder so getestet wurden – im Prinzip alle hoch- und niedrigpathogenen Befunde. Ergo können wir im Prinzip aus dem TSIS nicht ersehen, wieviele H5N8 Fälle denn nun tatsächlich unter den gelisteten, sowieso nicht sonderlich vielen Wildvögeln und Hausgeflügelbeständen waren.

Was mir richtig sauer aufstieß war die Aussage von Habeck, als er sinngemäß gefragt wurde, ob diese Maßnahmen nicht angesichts der wenigen Fallzahlen übertrieben seien: Er äußerte die These dass es ja genau so gut sein könne, dass es nur deshalb so wenige Fälle seien, WEIL die Maßnahmen greifen. Immerhin hätte es zum Glück nur rund 100000 Tiere getroffen. Ich habe das Gefühl, irgendwie denkt da keiner mehr darüber nach, dass er es mit individuellen LEBEWESEN zu tun hat, von denen JEDES EINZELNE Schmerz und Leid fühlen kann. Irgendwie sind diese armen Tiere nur noch eine anonyme Masse „Produktionsrohstoff“ und das einzige Ziel heisst: „wirtschaftlichen Schaden begrenzen/wirtschaftlichen Erfolg sichern – koste es (Tierleid) soviel es wolle“.

Mehrfach betonte Habeck bei Hinweisen aus dem Auditorium, dass man Hobbyhühner sicherer draußen vor dem Virus bewahren könne, mit den Worten: wenn dann bei denen das Virus nachgewiesen würde, wären ja nicht nur die paar Hühner betroffen, sondern alle Nachbarn wären mit die Leidtragenden und dabei seien auch Wirtschaftsbestände – wir müssen in solchen Ausnahmesituationen einfach solidarisch sein – das scheint mir ohnehin ein Wort zu sein, was er sehr gerne gebraucht.
Allerdings bin ich bisher immer davon ausgegangen, dass Solidarität auf Gegenseitigkeit beruht – hier scheint Solidarität gleich gesetzt zu sein mit Einbahnstraße……

Mettenleiter bestätigte die Ausführungen der FU Berlin, dass das Virus draußen unter dem EInfluss von UV deutlich schneller kaputt gehe. Darum „gäbe es auch im Sommer in der Sonne diese Ausbrüche nicht so und die Menschen bekämen auch die Grippe immer im Herbst“
Ahja! …ja, auch hier war ein Nachhaken nicht möglich. Es fällt mir schwer zu glauben, dass Mettenleiter das Tageslicht im Herbst und Winter wirklich für strahlungsfrei hält und es fällt mir schwer zu glauben, dass ihm nicht bewusst ist, dass die Menschen im Herbst schlicht aus Gründen der Witterung ständig in ihren 4 Wänden, statt an der frischen Luft sind.

Mehrfach wurde von Mettenleiter im Verlauf der Veranstaltung untergebracht, dass dieser Ausbruch deutlich (und unerwartet) heftiger sei, als die in den Vorjahren und dass man dem eben nur mit Aufstallen entgegenwirken könne, um die Hausgeflügel vor dem Virus zu schützen.

…und hier jetzt die Schilderung meines persönlichen Eindrucks/Gefühls zu diesem Punkt:
Es wurde nicht betont und ausdrücklich so gesagt, aber im Unterton kam durch, dass man, sollte es sich weiter so immer heftiger entwickeln, müsse man politisch auch über eine generelle Aufstallung nachdenken. Wie gesagt – das war ein leiser Unterton, der nicht geeignet ist, durch Zitate unterlegt für Argumentationen herzuhalten, aber ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass genau das, eine generelle Aufstallung von Geflügel ein Ziel im Hintergrund ist.
„Gefühl Ende“

Die mehrfache Nachfrage von Ornithologen, ob denn der Mist aus den Geflügelställen regelmäßig beprobt würde (Austragswege) umschiffte Mettenleiter zunächst mehrfach, indem er auf den Mist von kontaminierten Beständen einging und dann auf Kotproben aus der Natur von Wildvögeln. Ich glaube kaum, dass er die Frage wirklich nicht verstanden hat – die taucht ja nicht zum ersten Mal auf. Irgendwann, da mehrmals nachgehakt wurde, erwähnte er dann, dass es keine Veranlassung gäbe, den Mist aus gesunden Beständen zu beproben, bevor er auf den Acker ginge, da das Virus ja nachgewiesenermaßen nicht in den Beständen vorhanden sei.

Diverse Nachfragen zu den Asientheorien etc. beantwortete er mehrfach damit, dass er sich da nicht auskenne, da sein Institut für Deutschland zuständig sei.

Naja, so ging es eigentlich zu jedem Punkt der angesprochen wurde, weiter. Im Prinzip nichts wirklich Neues und wie bisher schon immer bekannt, absolut kein Interesse, auch nur daran zu denken, statt der Wildvogeltheorie auch mal die Geflügelwirtschaftstheorie näher zu untersuchen. Aber da habe ich auch ehrlich gesagt nichts anderes erwartet.

Ach ja, sämtliche Aussagen, die rund um „Grippeimpfung warum nicht“ gemacht wurden, könnte man im Prinzip gleich mal wortwörtlich dem Gesundheitsministerium präsentieren mit der Aussage: verbietet die Grippeimpfung und deren Bewerbung alljährlich im WInter – das ist gefährlich!
Wäre mal interessant, was die Pharma da an Gegenargumenten bringt. Wäre bestimmt spannend, einen Proimpfer der Humanmedizin mal mit dem Antiimpfer vom FLI auftreten zu lassen ?

Ansonsten – ich werde jetzt erstmal Abendbrot essen – wenn mir noch was einfällt, schiebe ich es nach.
Zitat Ende


Beitrag 3373 von Tanny:

….ach DAS habe ich noch ganz vergessen – dabei ist das eigentlich zum Ende der Veranstaltung nochmal das absolute Highlight an Erkenntnis gewesen:

Dass das Nutzvieh in den Stall muss, daran ist der Verbraucher schuld!

Dr. Habeck erklärte uns, dass zwar alle Verbraucher Freiland und Co haben wollen, aber das Hühnchen im Supermarkt solle bitteschön keimfrei sein. Das ginge nun mal nur mit Stallhaltung. Und kein Verbraucher würde Fleisch kaufen, was aus einem kontaminierten Bestand kommt frei nach dem Motto „aber es ist ja geimpft“ (das war in dem Zusammenhang mit der Erklärung, dass die Impfung zwar die Symptome verhindere, aber die Viren trotzdem infizieren würden – also mit anderen (meinen) Worten, das Vorbild der Impfung – unser Immunsystem – ist eine absolute Fehlkonstruktion der Natur…..)

Beitrag 3439 von Tanny:
das fällt mir auch noch grade ein:

Habeck nannte als EINEN weiteren Grund, warum Impfen nicht ginge, weil :
“ viele Hobbyhalter ihre Bestände nicht ordnungsgemäß anmelden und darum eine lückenlose Impfabdeckung nicht sicherzustellen wäre“

…und wieder sind die Hobbyhalter schuld….. das ist eine so platte Argumentation, wie wenn er sagen würde:
„wir verbieten jetzt das Autofahren für Privatleute, weil einige die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhalten“

……wobei….man könnte dann ja auch mal vorschlagen:
„wir schließen jetzt die Massentierhaltungen, weil einige sich nicht an das Antibiotikaverbot halten……..“

Gedächtnisprotokoll Mathias Güthe von der Veranstaltung

Gedächtnisprotokoll R.J. und E.P.  von der Veranstaltung

________________________________

Schnell-Navigation

Schnell-Navigation

Hier haben wir einen Schnell-Navi für Sie eingerichtet, von dem Sie jederzeit direkt auf die entsprechenden Seiten gelangen:

Schnell-Navi:

Da die Infosammlung mittlerweile stark angewachsen ist, haben wir neu die Seite „Neueste Einträge“.
Alles, was wir neu aufnehmen, wandert zunächst auf diese Seite, bevor es in die Themen verteilt wird.
Wenn Sie also täglich hier rein schauen, müssen Sie nicht jedes Thema öffnen, um zu schauen, ob etwas neu ist.

Aufgedeckt und unlogisch?

Schnell-Navigation

Aufgedeckt und unlogisch?

Hier sammeln wir ab sofort, was uns bei unseren Recherchen so alles auffällt.  Wenn Sie recherchieren möchten, kontaktieren Sie uns bitte. Wir nennen Ihnen gerne unsere Quellen.

______________________________________________

Wie wird überhaupt festgelegt, welches Virus
„hochpathogen“ und welches  „niedrigpathogen“ ist?

Hanne erklärt:

hochpathogen (HPAI) – niedrigpathogen (LPAI) – hochkontagiös – niedrigkontagiös 
Was bedeutet das alles?
Warum ist es gefährlich, mit diesen Begriffen um sich zu werfen?
Dieser Versuch einer Darstellung ist stark vereinfacht!

Influenza-Viren unterscheidet man nur anhand der Eigenschaften zweier Proteine auf der Hülle, Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N).
Mit Hilfe des H wird die Zelle betreten, mit Hilfe des N wieder verlassen. Bei einer bestimmten Sequenz im Erbgut des H geht man davon aus, dass es sich bei Auftreten dieser Sequenz um HPAI handelt, das Virus sehr leicht Zutritt zur Zelle bekommt und daher stark ansteckend und also auch stark krankmachend sein muss.

Warum ist das ein Fehlschluss?

Stelle man sich zwei Einbrecher vor, einer HPAI(leichter Zutritt), einer LPAI(schwerer Zutritt). Beide brechen in ein Haus(Zelle) ein. Der erste hat einen Dietrich, die Tür sofort geöffnet, trinkt ein Glas Wasser, klaut eine Kleinigkeit und geht wieder.
Der zweite braucht sehr lange, um sich Zugang zu verschaffen. Aber einmal im Haus, schlägt er alles kurz und klein.
Beurteilt wird die Gefährlichkeit der Einbrecher rein durch den Aufwand, der betrieben wurde, um das Haus zu betreten. Der erste ist nach dieser Beurteilung hochgefährlich und wird scharf verurteilt.

 Hinzu kommt, dass je nachdem, wo das Virus auftrifft, die entsprechenden Zelltypen mehr oder wenig schnell vom Virus befallen werden können.
Ein Virus, das auf einer absterbenden Fedekielzelle eines Tieres landet, kann noch so gefährlich sein – dort richtet es vermutlich keinen Schaden an. Trifft es aber auf Zellen des Verdauungstraktes, weil sich das Tier just in jenem Moment putzt, hat es recht gute Bedingungen, sich dort zu vermehren und dann über die Ausscheidungen auch weiter verbreitet zu werden. 

 Wovor also hat man Angst?
Gefährlich werden Influenza Viren, wenn sie bestimmte Eigenschaften, die vor allem durch Punktmutationen entstehen, erwerben oder durch sogenannte Reassortments, Vermischungen der Erbinformationen mit anderen Influenza-Erregern.
Nicht jedes hochansteckende Virus ist in seiner Auswirkung tödlich, nicht jedes tödliche Virus ist schnell verbreitend. So gibt es zum Beispiel die stark krankmachende Tollwut. Da sie aber nicht schnell übertragen wird (also nicht hochkontagiös ist), stellt sie eine vergleichsweise geringe Gefahr für die gesamte Menschheit dar.
Andererseits sind Windpocken/Gürtelrose hochansteckend, es kommt jedoch nur extrem selten zu Todesfällen durch die Erkrankung.
Ein Virus, das sich so leicht verbreitet wie Windpocken und so tödlich ist wie Tollwut-das wäre eine Katastrophe.
 
Um im Bild zu bleiben: Wenn der Einbrecher H seinen Dietrich an Einbrecher L weitergibt, wird die Sache brenzlig. Wenn sie dann noch in ein vergleichsweise einfach zu knackendes Haus einbrechen wollen, in dem aber Wertgegenstände gelagert werden, kann das ganze zum Ruin der Hausbesitzer führen.
Treffen sie auf einen wie Fort Knox verriegelten Schuppen, der ohnehin bald abgerissen wird, bringt auch der beste Dietrich nichts.
 
Was heißt das?
Letztlich muss das Haus gegen Einbrüche geschützt werden. 
Weder kann verhindert werden, dass die Einbrecher -einmal im Haus angekommen- sich vorarbeiten, noch, dass sie bestimmte Werkzeuge verwenden und diese austauschen, wenn sie aufeinander treffen. Was man aber tun kann, ist, zu verhindern, dass sie sich begegnen.
Darauf basiert die Stallpflicht. So wird dem Einbrecher H theoretisch sowohl die Fortbewegung als auch der Werkzeughandel erschwert. Allerdings nur unter der Prämisse, dass die Fortbewegung allein von Wildvögeln bzw. deren Kot bewerkstelligt wird. Außerdem leiden bei dieser Methode die Häuser, sprich die Zellen der Tiere, da durch das Aufstallen Stress entsteht, der wiederum das Immunsystem schädigt. Ganz abgesehen davon, dass Tiere in Massentierhaltungsställen ohnehin bereits sehr fragil sind, was man an der hohen Anzahl von Ausbrüchen auch anderer Erkrankungen sowie der hohen Zahl von Keimen, die wirklich schwere Erkrankungen beim Menschen verursachen, auf Geflügelfleisch aus Massentierhaltungen sieht.
Die Idee, eine Begegnung der Einbrecher zu unterbinden und zu verhindern, dass Einbrecher H auch noch durch die Städte gefahren wird, ist also grundsätzlich nachvollziehbar, in unseren Augen aber der falsche Ansatz.
 
Vielmehr muss es darum gehen, die Tiere im Kontakt mit bestehenden Umweltbedingungen stärker zu machen und eine Immunabwehr bilden zu lassen, die möglichst das Eindringen von H und L verhindert. 
Auch kann es sein, dass durch die Entwicklung von Resistenzen sehr abwehrstarke „Schlösser“ an den Türen entstehen – man lernt ja dazu, ebenso, wie eine bessere Alarmanlage des Hauses denkbar wird. Der Einbrecher wird schneller wahrgenommen und schneller ko geschlagen, wenn er sich am Einbruch versucht.
 
Zudem ist angesichts der vermeintlichen Letalität des Viruses unerklärlich, wie die Einbrecher von A nach B kommen. Wäre H wirklich so tödlich, wie allenthalben behauptet, würde es wohl sehr schwer, ihn im lebenden Tier zu transportieren…
… und da in funktionierenden Herden kranke Tiere, sofern sie den Platz dazu haben, abgesondert werden und sich auch selbst absondern, bedeutet dies in logischer Folge:
Je mehr Platz die Tiere haben, sich aus dem Weg zu gehen und ihr natürliches Verhalten zu leben, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung. 
Es sei denn, das Virus wird bereits in Massen in Bestände und Populationen eingebracht, beispielsweise durch Oberflächenwasser oder Futter….
 
WIR FORDERN DESWEGEN AUF, DIESE MÖGLICHEN VERBREITUNGSWEGE ZU KLÄREN STATT BINÄREN MASSNAHMEN ZU FOLGEN UND ALLE BESTÄNDE AUF KOSTEN DER GESUNDHEIT EINZUSTALLEN!
 
Was kann man tun?
Deswegen ist unserer Ansicht nach Wegsperren und Keulung ohne Test der falsche Weg. Es muss darum gehen, vorhersagbaren Seuchenzügen durch echte Prävention mittels Zucht und Selektion und einer Stärkung allgemeiner Herdengesundheit zu begegnen und nur die Tiere zu keulen, die eine reale Gefahr für die menschliche Gesundheit bedeuten.

 

_________________________________________________________________

…wie gut, dass Geflügelpest „Wochenende“ macht…..

MK Kreiszeitung.de Mitteilung vom 16.12.2016:
…In dem Ein-Kilometer-Radius um den Seuchenbestand gilt ab dem 20. Dezember für mindestens 21 Tage neben dem weiterhin bestehenden Aufstallgebot für Geflügel insbesondere ein Verbot des Transports von Vögeln, Eiern und Säugetieren; aber auch von Gülle und Einstreu von Geflügel in diese Zonen oder aus diesen Zonen heraus. „Auch sind die Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin von allen Geflügelhaltern zu beachten“, so das Veterinäramt……

…warum war das noch gleich mit Aufstallpflicht für gefiederte Haustiere, Leinenzwang für Hunde und Hausarrest für Katzen?

______________________________________________

Wieso gibt es Stallpflicht? Das ist völliger Quatsch!
Immer wird behauptet, das Virus sei so ansteckend!
  •  In Dithmarschen waren in einem Freilandbetrieb Vogelgrippeviren gefunden worden. Nach Test zeigte sich: Die Freilandgänse desselben Betriebs auf der anderen Straßenseite hatten sich nicht angesteckt.
  • Im Opelzoo in Kronsberg war ein an Vogelgrippe verstorbener Vogel inmitten seiner Artgenossen gefunden worden. Der Zoo ließ testen statt keulen, es wurde kein einziges Tier gekeult, weil sich kein einziges angesteckt hatte.
  • In Oberhavel wurden über 500 freilandgehaltene Tiere wegen Vogelgrippe gekeult. Die Freilandhünhner des Nachbarn hatten nichts.
  • In Damme wurden gerade über 8.000 Puten wegen Vogelgrippe gekeult. Das Land ließ die umgebenden Ställe mit zehntausenden Tieren testen-es hatte sich kein einziges Tier angesteckt. Daher wird außer dem betroffenen Betrieb nichts gekeult. Da hat man aus Barßel gelernt.
  • Bei vielen „Ausbrüchen“ mit dem derzeitigen Erreger gibt es keine bzw. nur sehr wenige tote Tiere. 2014 in Südkorea: 0 tote Tiere, 2015 in Kalifornien: 0 tote Tiere, 2016 in Barßel von 15.975 Puten 50 tote Tiere (etwa 9% sterben während der Mast eh, also ca. 1.500 tote Puten sind normal, da sind 50 doch überhaupt nicht auffällig).
  • Für den Menschen besteht beim derzeitigen Erreger überhaupt keine Gefahr.

Warum nochmal Stallpflicht?

______________________________________________

Wirklich AI ?

Hanne im Hühnerforum Beitrag 6012:

Es bezweifelt ja auch keiner, dass es AI Erreger gibt, die ganze Bestände dahinraffen und für Geflügel wirklich gefährlich sind. Wenn ich das von den Enten höre, befürchte ich jedoch was ganz anderes.
Wen’s interessiert: Die Polen haben ihre H9N2 kranken Puten, die sie 2012 aus Deutschland bekommen haben, analysiert:

In the case of outbreaks N°1and N°2, 3/5 and 1/2 flocks were positive, respectively.
With the exception of flocks from outbreak N°3, all turkey
flocks were seropositive for
Bordetella avium

. No flocks
were positive for any of the three species of
Mycoplasma
included in the analysis. The cloacal swabs originating from
turkeys in outbreak N°3 were positive for astroviruses,

rotaviruses and parvoviruses. The presence of RNA of
reoviruses was confirmed in only one flock from outbreak
N°1. Genetic material of adenoviruses, TCoV or aMPV was
not found in any of the investigated flocks.

Voll gesund, die Tiere, was?

Hanne Beitrag 6021

Hmmmm. Also, die Polen haben da ja ganz gut geforscht:
Haben die sehr kranken (in einem Fall über 90% Mortalität) Puten beobachtet und nen Haufen gesunde Puten mit demselben Erreger infiziert und unter Laborbedingungen(also hygienisch rein, super gefüttert, Platz etc.) beobachtet.

„Interestingly, in the case of the experimental studies the
birds were healthy at the time of inoculation despite positive
PCR results for ORT. The subclinical status was further
supported by a follow-up clinical inspection of the farm of
origin of these turkeys two weeks after the end of the
experiment which revealed that the birds in the flock had
been clinically healthy throughout the growing period with
a satisfactory daily feed intake, body weight gain and feed
conversion ratio“

Beobachtung also: Wenn alles andere gut ist, geht es den Tieren trotz AI Infektion gut. Ist das Umfeld sch.., die Tiere mit allem möglichen infiziert etc., ist die AI Infektion schlimm. Was für ne Überraschung…

http://www.tandfonline.com/doi/pdf/1…57.2014.952221

_________________________________________________________

Schnell-Navigation

von Kirstin Zoller