Archiv der Kategorie: Archiv

Nisthilfen können Leben retten

Hilfe, es “regnet” Spatzenküken

Aus gegebenem Anlass:

Im Moment fallen deutschlandweit wieder zahllose frisch geschlüpfte, splitternackte Spatzenküken unter den Dächern raus und landen lebend oder tot in Dachrinnen oder auf dem Fußboden.

(Wenn Sie gerade eines gefunden haben, bitte Küken aufnehmen, in der hohlen Hand wärmen und hier weiter lesen)

Die Ursache ist einfach:
Von Natur aus brüteten unsere kulturfolgenden Spatzen als Kolonie- und Nischenbrüter in Löchern und Nischen unserer Gebäude.

Die moderne Sanierung sorgt zunehmend dafür, dass es solche Löcher und Nischen (Brandwände, Attika, Lüftingsschlitze etc.pp) nicht mehr gibt.

Die Spatzen weichen aus, indem sie versuchen, direkt in Hohlräume unter den Dachziegeln zu gelangen.
Mit etwas Nistmaterial bekommen sie diese meist so ausgestopft, dass die EIer sich auf der schrägen Fläche während der Brut noch gerade eben halten.

Aber sowie die Küken schlüpfen und es “unruhig” wird, gibt der Halt nach und die Küken kullern von der schrägen Auflage der Dachziegel direkt nach unten.

Ganz abgesehen von diesem Problem wird es bei Sonne häufig viel zu heiss direkt unter den Ziegeln, was die Küken, die die ersten Tage auf dem abschüssigen Bereich überleben, spätesteens, wenn sie “gegrillt” werden, veranlasst, abzuspringen.

Man kann den Spatzen helfen, indem man am Gebäude Spatzennistkästen anbringt.

Möglichst viele, denn Spatzen sind als Kolonievögel niemals allein auf Brutplatzsuche.

Wer in seine Suchmaschine die zwei Worte “Spatzen” und “Nistkasten” eingibt und dann auf “Bilder” klickt, erhält eine riesige AUswahl an Anregungen, wie Kolonienistkästen für Spatzen aussehen können.

Solche Nisthilfen retten zahllosen, kerngesunden Küken das Leben!

Aufrufe: 684

Kopien Neue Mitteilungen in der Deutschlandgruppe

Hier sind Kopien oder Screenshots neuester Mitteilungen der Administratoren in der Gruppe
Deutschland hilft Australiens WIldtieren“:

16.1.2020

Julia Sesto‎ Admin.

· WICHITIGE NEUIGKEITEN Teil 2

Ihr Lieben,
nach Rücksprache mit unserer Partnerorganisation ARCCG haben wir uns nach mehreren Tagen Recherche entschieden, unsere Sendung an eine kleine Organisation aus ehrenamtlichen Wildtierhelfern zu schicken, die direkt im Brandgebiet ist und bisher weder von staatlicher Seite noch von Hilfsorganisationen irgendeine Unterstützung erfahren hat: http://www.wildlife-arc.org.au/
Bis vor Kurzem sah es genau dort vor Ort so aus: https://www.dailytelegraph.com.au/newslocal/central-coast/bushfire-crisis-central-coast-braces-for-more-hot-weather/news-story/c75b15a84838fb57ea9ec23ea7d4da61?fbclid=IwAR2lDysi2YE5HtakDOQ2BAD88JgV2x53ZaD51OJz5OzB5S4zWSdQ07C9AZM
Die Organisation kümmert sich schon seit 1987 um verletzte und verwaiste Wildtiere, die zunehmend aus ihren Lebensräumen vertrieben werden, weil der Mensch an die Bodenschätze heran möchte (siehe aktuelle Berichterstattung zu SIEMENS und Kohleabbau in Australien: https://www.tagesschau.de/…/siemens-kohle-australien…).

Im Moment kümmern sich 80 ehrenamtliche Tierhelfer rund um die Uhr um über 600 verletzte Tiere und es werden täglich mehr: Reptilien (Eidechsen, Frösche, Schildkröten etc.), Makropoden (Kängurus, Wallabys), Kleinsäuger (Ameisenigel, Schnabeltiere etc.), Vögel, Raubvögel, Seevögel, Wombats, Fledermäuse, Schlangen, Opossums und Gleitbeutler.
Selbstverständlich haben wir persönlichen Kontakt und Helferin Stephanie schrieb uns:
„I am running out of pouches and it just breaks my heart, we all have so many animals and no time to sew“ (Mir gehen die Beutel aus und es bricht mir einfach das Herz – wir haben alle so viele Tiere und keine Zeit zum Nähen.) Weiter schreibt sie: “We definitely would love so much to be considered. We unfortunately do not receive funding or many donations as it is given to W.I.R.E.S who are more widely known. We can not tell you enough how greatful we are for your contributions, it brings tears to my eyes to think of how many amazing people like yourself and your network of lovely people who are so willing to help us through this hard time.” (Deutsch: Wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn wir eure Kuschelwerke bekommen. Leider erhalten wir keine Finanzierung oder viele Spenden, da diese an die bekannteren Organisationen wie W.I.R.E.S. gegeben werden. Wir können euch nicht genug danken – es treibt mir die Tränen in die Augen, wenn ich daran denke, dass viele Menschen wie ihr und Euer Netzwerk aus liebenswerten Menschen bereit sind, uns durch diese harte Zeit zu helfen.)
Stephanie schreibt, sie würden unsere Nähwerke auch an Helfer und Feuerwehr in den Feuerzonen und Tierärzte in der Region weitergeben, damit die Tiere schon bei der Erstversorgung Geborgenheit bekommen. Sie haben wirklich NICHTS und brauchen alles. Auch dringend Geld für Futter, Medikamente und Tierarztkosten: „As far as money donations go, many organisations have been receiving millions of dollars but have seen it go towards admin instead of the animals. Our organisation is one of the only ones in NSW that operates solely on volunteers and donations, meaning 100% of the donations go to the animals. Unfortunately we don’t receive nearly enough donations to cover vet bills and food supplements so we constantly have to use money out of our own pockets.” (Was Geldspenden betrifft: viele Organisationen haben Millionen an Dollar erhalten, die aber nicht nur für die Tiere sind, sondern auch für die Verwaltung benutzt werden. Unsere Organisation ist eine der wenigen in Australien, bei der 100% der Spenden an die Tiere gehen. Leider erhalten wir nicht annähernd genug Spenden, um die Tierarztrechnungen und Futterkosten zu begleichen, so dass wir ständig Geld aus eigener Tasche verwenden müssen – was auf Dauer natürlich nicht geht)
Wer Geld an Stephanies Organisation spenden möchte, kann dies hier tun: https://www.givenow.com.au/wildlife-arc

Ihr liegt aber noch eine andere Organisation am Herzen: „Another option that you may have seen in the news is donating to Wild2free sanctuary, they recently had their whole sanctuary burn to the ground in the fires, they are looking for funds to rebuild their sanctuary and it has really touched my heart.„ (Eine weitere Bitte wäre auch eine Spende an Wild2free Sanctuary. Ihr ganzes Reservat wurde bei den Bränden niedergebrannt und sie brauchen dringend Spendengelder, um es wiederaufzubauen. Das ist wichtig und hat wirklich mein Herz berührt!
Spenden für Wild2free Sanctuary, könnt ihr hier: https://wild2free.org.au/

All das hat uns einvernehmlich für diese Organisation eingenommen. Das heißt: unsere 130 Pakete, die die Lufthansa rüberbringt, sollen genau dort hin.
Wir suchen gerade noch eine Lösung, sie von Sydney ca. 100 km nördlich zum Zierlort zu schaffen. Eventuell kommen hier zum ersten Mal Kosten auf uns zu. Aber auch das schaffen wir noch!
Wir halten euch auf dem Laufenden! Danke für eure Aufmerksamkeit.🙏❤️
Kopie ENde

.2020
Annett Booth
Administrator · 3 Min#Tag 8
So, heute gibt es viel Neues, dehalb lege ich gleich los:

  • der Packzettel, der jedem Paket beigelegt werden möchte steht zum ausdrucken
  • der Brief, welchen Ihr sehr gerne Euren Werken beilegen könnt, kann jetzt ausgedruckt werden. (Im Brief steht, das wir Ihnen von Herzen helfen und hoffen, mit unseren Werken den Wildtieren einen Platz zu geben, an welchem sie die schlimmen Erlebnisse verarbeiten und gesund werden können)
  • ein neues Werk #Kuscheltunnel wurde als Anleitungs-Video eingestellt – bleibt bis Dienstag in der Gruppe
  • wir möchten, um einen Überblick über die Anzahl der Werke zu bekommen, eine Zwischen-Inventur durchführen – dazu morgen mehr
  • ein Infoblatt für die Presse kommt in Kürze auch, dieses könnt Ihr dann gern weiterreichen – mit der Info, man möge bitte Julia Sesto kontaktieren

Für die Werkler noch einmal ganz klare Worte:
Wer bis heute in die Gruppe gekommen ist, kann aus den Dateien werkeln was er möchte und an die Sammelstellen schicken.
Die Termine bis wann verschickt sein muss stehen in der Gruppe.
Ab morgen nehmen wir keine Materialspender und keine Werkler mehr auf .Wir posten hier für jedes Werk ein Bild, unter welchem ihr kommentieren könnt und geholfen bekommt – bitte auch ganz ganz viel von anderen Mitgliedern 😉Und wir haben eine tolle Nachricht aus Hessen!
Das Rathaus hat einen Raum zur Verfügung gestellt wo die Sammelstelle sortieren kann.
Alle Pakete werden während den Öffnungszeiten auch angenommen!Also – gerne nachfragen!
Eventuell geht ja auch bei Euch so etwas zu organisieren! 👍👍👍
Das waren alle aktuellen Informationen.
Wir wünschen Euch gutes Gelingen bei den Werken und bedanken uns bei jedem Einzelnen – Ihr seid der Wahnsinn!Gute Nacht ihr Lieben! ❤️

Julia Sesto
Administrator · 1 Std.
Ergänzung:
die rund 1000 sind alle die, die sich bei den Sammelstellen bereits angekündigt hatten.


Hallo ihr Lieben.
Aktueller Stand ist:
wir haben 15.000 Mitglieder inzwischen.
Die Hilfsbereitschaft ist enorm.
Im Moment nähen häkeln und stricken rund 1000 Menschen in ganz Deutschland nach australischen Nähanleitungen.

Pro Bundesland haben wir jetzt eine Sammelstelle eingerichtet, wo nach den sehr strengen australischen Zollbestimmungen verpackt wird.
Wir konnten Lufthansa Cargo als Unterstützer gewinnen, wissen aber noch nicht Genaues.

Die australischen Kollegen haben nun vorübergehenden Annahmestopp verkündet – die kommen mit der Verteilung nicht mehr hinterher.
Was heißt das für uns?
Unsere Werke sind dort schon fest eingeplant und fallen nicht darunter.

ABER:
wir nehmen vorerst keine weiteren Werkler mehr auf.
Wie bereits angekündigt, werden wir am Ende dieser Aktion aber Möglichkeiten vorstellen, wie weiterhin Wildtieren in Australien, aber auch hier bei uns geholfen werden kann.

Kopie Ende

Solveigh Zieger
Administrator ·

Aufrufe: 84

Impressionen aus dem Alltag der Wildvogelrettung

Hier werde ich ab sofort fortlaufend und sporadisch
Impressionen aus dem Zöglings-Alltag posten

25.1.2020
Kopie meines Facebook Eintrages :
Und jetzt mal wieder zurück zu unseren Wildtieren – ein neues Update aus dem Schwalbenzimmer 🙂
Zunächst einmal einen riesen Dank an Jürgen J.und Conrad H. für die großzügige Unterstützung nach dem letzten update.
Außerdem an Uschi Westhoff, die uns wieder mit einem Anteil aus ihren Flohmarkterlösen zu Gunsten der Wildtiere bedacht hat 🙂

Die Fußgänger genießen die “Sonnenbank”

Im Überwintererzimmer finde ich jetzt täglich überall Federn und so langsam sehen immer mehr Schwalben wieder aus, wie Schwalben aussehen sollten 🙂
Mit zunehmendem Gefiederwechsel werden die Schwalben auch immer aktiver und die Streitereien werden lautstärker.
Angesichts der milden Temperaturen draußen, haben wir zeitweise schon richtige Schwärme von kleinsten Insekten an Lampen und Fenstern.
Nächste Woche soll es noch milder werden – dann werde ich evtl. Abends schon mal eine Stunde das Fenster zur Voliere auf machen, wenn es draußen dunkel und drinnen noch erleuchtet ist.
So können die Schwalben dann bereits erste Naturinsekten jagen 🙂

Wenn es mit dem Wetter so weiter geht, rechne ich sogar damit, dass die Schwalben aus Afrika früher zurück kommen werden.
Meine benehmen sich jedenfalls schon so, als ob der Sommer nicht mehr weit ist……
Sogar erste Balzträller habe ich bei den fliegenden Rauchschwalben schon vernommen.

Die “Flieger” sitzen unter der Wärmeplatte auf Fliegen an

Weniger erfreulich – aber ja nicht unerwartet – war dann die Post von den Stadtwerken.
Meine Nachzahlung hat es in sich: 1.361,08 € !
Ich habe mir mal die Zahlen der letzten Jahre vorgenommen und festgestellt, dass die Wildvogelpäppelei in den letzten 3 Jahren mit den steigenden Zöglingszahlen im Sommer, aber vor allem den massiv gestiegenen Zahlen der Überwinterer mittlerweile insgesamt 6616 kwH verbraucht.
Das sind allein für die Wildvogelhilfe rund 2000 Euro Mehrkosten beim Strom.
Ich habe die Aufstellung mal fotografiert und rangehängt – das ist schon ganz schön beeindruckend…..
Ja, ja – die Schwalben sind schon ganz schöne Luxusgeschöpfe…. aber wenn ich dann im Schwalbenzimmer sitze, das lautstarke Geplapper höre und ihre fröhliche Unbeschwertheit spüre, dann wüsste ich nicht, wo das Geld besser angelegt wäre – ich freue mich schon so sehr auf den Tag, an dem sie zum ersten Mal frei über dem Hof am Himmel kreisen werden!

Wer meine Überwinterer und mich auch weiterhin unterstützen möchte, findet hier alle relevanten Infos.

Kopie Ende

…und hier ein paar aktuelle Videos:

1.8.2020
Im Überwinterungszimmer der Schwalben herrscht beste Stimmung.

Dieses Jahr überwintere ich über 30 Schwalben aus ganz Deutschland – soviel, wie nie zuvor -, die aus unterschiedlichen Gründen Gefiederschäden davon getragen haben, was ihnen die Reise nach Afrika unmöglich machte.

Es ist schon eine echte Herausforderung, so viele empfindliche Insektenfresser erfolgreich durch den WInter zu bringen.

Neben einer auf die Bedürfnisse der Schwalben abgestimmten Beleuchtung und Beheizung benötigen die Schwalben auch spezielle Nahrung:
Sie dürfen ausschließlich frischtote Insekten – vor allem Heimchen und brauchen täglich lebende Fluginsekten.
Dafür habe ich immer Stubenfliegen, Soldatenfliegen, Terflys und Drosophilas im Angebot.

Nur, wenn alle Parameter absolut stimmig sind, werden die kleinen Zöglinge ein gesundes, intaktes Gefieder nachschieben und somit im kommenden Sommer endlich auswilderungsfähig sein.

Die Schwalben sind mitten in der Mauser und bald können dann hoffentlich die meisten von ihnen endlich mit neuen Federn fliegen 🙂

Aufrufe: 101

Liste von Wildtierrettern in Australien

Hier haben wir eine Liste zur Info erstellt, wo man über deutsche oder australische Organisationen direkt unterstützen kann.
Ganz unten auf dieser Seite gibt es weitere, interessante links, wo es nicht um Spenden geht, wo man aber z.B. Unterkünfte findet, wenn man als Helfer rüber geht etc.
Wir sammeln hier Links zu Hilfs- und WIldtierorganisationen, die wir selber für sinnvoll halten oder die uns von Mitgliedern der Gruppe “Deutschland hilft Australischen WIldtieren” genannt wurden.
Diese Linksammlung erhebt keinen ANspruch auf Vollständigkeit.
Sie wird ständig ergänzt.
Wo wir Infos über die Organisation erhalten haben, stehen diese dabei.
Man sollte aber, bevor man sich entschließt, irgendwo zu spenden, auf jeden Fall selbst auf der verlinkten Seite recherchieren, wie umfangreich die jeweilige Organisation sich tatsächlich für die Feueropfer engagiert.

beinhaltet übernommene links aus der Liste von :
Solveigh Zieger·Deutschland hilft Australischen WIldtieren

Australische Organisationen

Our Haven Wildlife Shelter Inc. Non Profit
Kopie des Textes aus der Gruppe

“Deutschland hilft Australiens Wildtieren” von Annett Booth:
….. Leider mussten wir heute über ein australisches Radio von einer anderen kleinen Orga erfahren, das die Päppler dort gezwungen sind zu schließen, da sie kein Geld mehr haben, um ihre Pfleglinge zu versorgen:
Our Haven Wildlife Shelter Inc. Non Profit
Wenn noch Einer eine Möglichkeit sucht, in Australien vor Ort zu unterstützen, dann bitte ihr Lieben:
hier ist es jetzt dringends notwendig!
Lasst uns die letzten Tage vor dem Ruhemodus noch dafür sorgen, das die Tiere zu essen und Medikamente bekommen!

Hier kann man per PayPal spenden.
Kopie Ende

The Wildlife A.R.C.
Facebookseite von The Wildlife ARC
kleine Organisation, die ausschließlich ehrenamtlich tätig ist und mitten im Feuergebiet um das Leben von Wildtieren kämpft.
Sie haben zudem Kontakt zu zahlreichen privaten Pflegestellen vor Ort, die sie mit unseren Spenden unterstützen.
In Absprache mit der australischen Kontaktorganisation wird die Lieferung mit den Päppelwerken der Deutschland-Gruppe direkt dorthin gehen, da es dort an absolut allem fehlt – auch Geldspenden werden dringend erbeten, da das Spendenaufkommen dort nicht mal Tierarztrechnungen deckt.

Vom Infoupdate aus der Deutschlandgruppe findet Ihr vom 16.1.2020 hier eine Kopie des Schriftverkehrs.
und hier eine Kopie eines Posts von Julia Sesto in der Deutschlandgruppe vom 29.1.2020:
Feedback von Stephanie Daykin: “Thank you so much to everyone who has donated already. We are all brought to tears with your generosity. We have never experienced such kindness before, we feel blessed to have the support of this amazing group. Thank you to those who have crafted items to send as well, our Wildlife and Wildlife A.R.C sends their thanks “I
ch übersetze mal für alle: “Vielen Dank an alle, die bereits gespendet haben. Eure Großzügigkeit rührt uns alle zu Tränen. Wir haben noch nie zuvor eine solche Freundlichkeit erfahren, wir fühlen uns gesegnet, die Unterstützung dieser erstaunlichen Gruppe zu haben. Vielen Dank auch an diejenigen, die für uns genäht und gestrickt haben. Unsere Wildtiere und Wildlife A.R.C. senden Euch großen Dank!”
Kopie Ende


Und hier kann man direkt Geld spenden
Neu: jetzt kann man hier auch per Paypal spenden
BITTE BEACHTEN: es wird in australischen Dollar AUD gesammelt.
1 AUD sind 61 Cent! bzw. 1 Euro = 1,63 AUD.


🔥⭐️! Two Thumbs Wildlife Trust⭐️
Lynda Staker (joey caretaker): BITTE an alle, die möchten, dass ihre Spende direkt an die von den Bränden betroffenen Betreuer geht, denken Sie bitte darüber nach, diesem ganz besonderen Mann, James Fitzgerald, zu helfen, der seine Lebensersparnisse in eine der größten Freilassungsstätten in der Region gesteckt hat.
E-Mail Adresse für Giftcards vorhanden, kann aber noch nicht rausgegeben werden.

Spendenlink für Two Thumbs Wildlife Trust

Lynda Staker: “Leider habe ich sehr beunruhigende Nachrichten bezüglich James Fitzgeralds Auswilderungsgebiet von Koalas, Makropoden und Wombats. Nachdem er ein Drittel des Freilassungsortes des Schutzgebietes durch die Brände verloren hatte, kam James heute nach Hause und fand sein Haus und das gesamte Sanktuarium der Tiere, die den ursprünglichen Brand überlebt hatten, verbrannt und vollständig zerstört vor. Keine Worte können meine Trauer um diesen Mann und seine Tiere ausdrücken. Bitte helfen Sie mit einer Spende an den oben genannten Gofonds, damit er das Refugium wieder aufbauen kann. Er ist nicht der Typ, der jemals selbst um Hilfe bittet, nur einer der stillen Australier, der sein Leben der Tierwelt geschenkt hat.”

Anmerkung:
Die Zerstörung des Hauses und der Auffangsation scheint durch den heutigen ABsturz eines Löschflugzeuges auf das Gelände verursacht worden zu sein.
Hier berichtet Dogman über das Unglück

Kerry’s Wildlife Rescue & Care Homepage
KWR Facebookseite
KWR Spendenlink

Empfehlung von Carolin Petzke:
Und hier noch ‘meine’ Wildlife carers- Kerry und Ross sind ein aelteres Ehepaar, dessen ganzen Leben sich um die verletzten und verwaisten Wildtiere der Region Brisbane dreht. Wir besuchen sie regelmaessig und schicken gern Photos wenn ihr sehen moechtet was mit eurem Geld passiert. Kerry und Ross kuemmern sich momentan um 12 Kaenguruhs und ca 20 Possums- darunter einige Feueropfer von Bribie Island und der Sunshine Coast.
Kopie Ende

Eagles Nest Wildlife Hospital Homepage und Spendenbutton
ENWH bei Facebook

Empfehlung von Carolin Petzke:

Eagles Nest Wildlife Hospital liegt im Hinterland von Cairns, also sehr weit weg von den Grossstaedten. Der Besitzer Harry ist Deutscher (oder Oesterreicher?) und sucht schon seit langem einen Nachfolger, der Eagles Nest nicht in einen Zoo verwandeln will. Er kuemmert sich jaehrlich um 800-1000 Tiere, meist allein! Er nimmt auch freiwillige Helfer auf, falls jemand Lust hat. Spenden kann man hier neben der Kreditkarte auch mit Paypal.
Kopie Ende

Wildlife Rescue Sunshine Coast Homepage
WRSC Facebookseite
WRSC Youtube
WRSC Spendensammlung

Empfehlung von Carolin Petzke:
Wildlife Rescue Sunshine Coast verteilt gespendetes Geld sofort in $5.000 und $10.000 Betraegen an kleinere Wildlife Hospitals, etc. in ganz Australien. Hier braucht ihr allerdings eine Kreditkarte zum Spenden.

Kopie Ende

Libby’s Koala & Wildlife Crusade Homepage
LK&WC Facebookseite

Empfehlung von Carolin Petzke:
Libby’s Koala &Wildlife Crusade macht im Endeffekt das gleiche. Allerdings ist Libby erst 14 Jahre alt! An sie koennen auch kleinere fundraising items geschickt werden- Ideen dazu gibt es auf ihrer Facebook Seite
Spenden:
auf der Homepage findet man die Kontonummer für Überweisungen oder man kann mit Kreditkarte spenden.

Kopie Ende

Help Cobargo Wildlife
Rae’s campaign for Wild 2 Free Inc.
2 Spendensammlungen für Känguru-Schutzstationen (unter dem Dach von W2F) , die ganz aktuell von den Flammen überrollt und dem Erdboden gleich gemacht wurden und die jetzt auf verbrannter Erde händeringend versuchen, irgendwie weiter zu machen und den überlebenden Tieren zu helfen.
Eine davon ist:
Wild2Free Inc. – Kangaroo Sanctuary
Wildtierrettung mit Schwerpunkt auf Känguruhs
die Station wurde von den Flammen zerstört – sie arbeiten weiter
Spendensammlung für alle 3 zerstörten W2F Mitglieder siehe auch oben

Possumwood Website
Facebooklink
Possumwood Wildlife ist eine selbstfinanzierte Behandlungs- und Unterbringungseinrichtung und Zufluchtsstätte für schwer verletzte und traumatisierte einheimische Tiere.
In Possumwood retten und rehabilitieren wir kranke, traumatisierte und verletzte Makropoden (Kängurus, Wallabys, Wallaroos), Wombats und Opossums jeden Alters und jeder Größe und entlassen sie, wenn sie vollständig genesen sind, in eine sichere Umgebung für eine zweite Chance auf ein freies Leben.

Wir helfen wilden Tieren, die durch Drahtzaunverhaue, Autounfälle, Hunde-, Katzen- und Fuchsangriffe und Schüsse traumatisiert und unfähig sind. Wir helfen denen, die an Brüchen, Nerven- und Kopfverletzungen, schweren Wunden oder aufgrund von schwerem Stress, Lungenentzündung, Myopathie und anderen Krankheiten erkrankt sind.
In den letzten 16 Jahren haben wir weit über 5000 Wildtierrettungen durchgeführt und mehr als 4000 traumatisierte Wildtiere rehabilitiert.

THE RESCUE COLLECTIVE📷
Mit Sitz in Brisbane bieten wir ein kollektives Gemeinschaftsumfeld, in dem sich Menschen wie SIE engagieren können, um die Rettung von Haustieren und Wildtieren in ganz Australien zu unterstützen.📷
Wir werden in Zukunft mehr den Fokus auf kleine Wildtierstationen setzen, da diese sich ohne staatliche Unterstützung organisieren, Tiere retten und die ganzen Kosten alleine tragen.
Durch Kontakte zu kleineren Stationen und Wildlife Rehabbern kriegen wir so geeignete Spendenaktionen mit.
Ein Barspendenlink (Donate) ist direkt auf der Startseite.
Zudem gibt es eine Wunschliste für Sachspenden, die bei den unten verlinkten Shops bestellt werden können.


Wunschliste Sachspenden:
⭐️Wombaroo Formulas (All Species).
⭐️Good quality Bird Food
⭐️Di- Vetalact
⭐️Macropod Pellets
⭐️Wombaroo Impact
⭐️Vetafarm Spark Liquid & Critta Care
⭐️Lectade Oral Hydration
⭐️Syringes & Saline
⭐️Feeding Bottles & Teats
⭐️General Medical Supplies
⭐️Baby Wipes (great for baby wildlife!)
⭐️Paw Paw Ointment
⭐️Sorbolene & Pure Vitamin E Cream
⭐️Bat Wraps & Pouches


Hier kann man die Sachen direkt bestellen:
www.vetnpetdirect.com.au
www.vetproductsdirect.com.au
www.petcircle.com.au
www.budgetpets.com.au
www.thevetshed.com.au
-any online chemist


Bestellungen bitte an folgende Adresse:
✉️ Nicole Blums
C/ The Rescue Collective
4/55 Tenby Street
Mount Gravatt 4122

NSW Wildlife Council Drought & Fire Recovery Fund
hier der
Spendenlink
Der NSW Wildlife Council (NWC), als Spitzengremium für Wildlife Rehabilitation in NSW, bittet um Spenden aus der Öffentlichkeit, um die vielen freiwilligen Rettungsgruppen zu unterstützen, die unter ihrem Dach landesweit tätig sind.
Mehr als 90% der Mitgliedsgruppen des NSW Wildlife Council (NWC), befinden sich nun innerhalb der vom Feuer betroffenen Gebieten. Die restlichen 10% sind in Gebieten mit den jahrelang niedrigsten jemals aufgezeichneten Niederschlägen.
Der NWC Wildlife Drought and Fire Recovery Fund bietet Unterstützung bei der Rettung, Rehabilitation und Bergung von Wildtieren für ALLE ehrenamtlichen NWC-Wildnisrettungs- und Rehabilitations-Mitgliedsgruppen und Einzelpersonen in NSW. Außerdem unterstütz NSW Programme zur Wiederherstellung von Lebensraum für Wildtiere, die in ausgebrannten oder trockenen Gebieten um ihr Überleben kämpfen.

Little Urchins Wildlife Sanctuary
hat nur einen Facebookauftritt.
LU ist eine privat betriebene Wildtierstation, die in Not geratene Wildtiere aufnimmt, päppelt und wieder auswildert.

Victoria Wildlife & Animal Support Fund
Victoria Wildlife & Rescue Support ist eine registrierte gemeinnützige Organisation, die bei Bedarf Unterstützung, Vorräte & Ressourcen für Wildlife & Tierretter, Betreuer & seriöse gemeinnützige Tierheime in Victoria & Interstate anbietet.

RSPCA NSW
Die Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals; New South Wales (RSPCA NSW) ist eine gemeinnützige Organisation in Australien, die sich landesweit um Tiere kümmert, sie behandelt, schützt und wieder aufnimmt.

KOALAS IN CARE INC
ist eine gemeinnützige Organisation und eine eingetragene Wohltätigkeitsorganisation, die von Freiwilligen geführt wird und keine bezahlten Mitarbeiter hat.

Koala Hospital
Kümmert sich um Hilfe, Rettung und Erhalt der Koalas.
Das Koala Hospital wurde im Jahr 1973 gegründet.
Mit Ausnahme unserer Supervisors (einer Biologin, die den medizinischen Bereich des Hospitals leitet) und den Leaf Collectors, die täglich frische Eukalyptusblätter zur Fütterung der Koalas beschaffen, arbeiten im Hospital ausschliesslich freiwillige Helfer.
Die Führung des Hospitals obliegt einer gemeinnützigen Organisation, der “Koala Preservation Society Australia” (KPSA)
Hier kann man auch Eukalyptusbäume (Futterbäume) pflanzen oder Koalas adoptieren.

Koala Hilfe Schweiz
unterstützt das obige Koala Hospital seit 2008

Wildlife Rescue South Coast
ist eine zu 100% ehrenamtlich geführte Organisation, die sich der Rettung, Rehabilitation und Freilassung der tierischen, australischen Ureinwohner widmet.
Hier ist der link zur Spendensammlung

Mallacoota Wildlife Shelter
Wildtierstation im Krisengebiet, die sich um alle verletzten und verlassenen Tiere kümmert
Hier ist eine Spendenaktion zu Gunsten dieser Organisation


Red Box Wildlife Shelter – Home to Bed and Broccoli
hier der link zum FB Auftritt
ein privat geführtes, veganes “B&B”, was parallel und primär eine Wildtierstation betreibt, wo in Not geratene Wildtiere aufgenommen, gepflegt und wieder ausgewildert werden.
Das B&B nimmt zur Zeit keine Buchungen an, da man sich zu 100% auf die Wildtierrettung der Brandopfer konzentriert.

2019 bushfires wildlife carers supplies fund
Private Facebook Spendenaktion
Wir kümmern uns um die kleineren Wildlife Betreuer, die keine Unterstützung haben oder keine staatliche Unterstützung bekommen. Es sind diese freiwilligen Retter, die Verantwortung übernehmen, unsere wertvolle australische Tierwelt zu retten.

Shoalhaven Bat Clinic
Eine speziell für australische Megabats und Microbats gebaute Anlage in der Region Shoalhaven in New South Wales, Australien, die von Freiwilligen betrieben wird.

Wildlife Rescue Education & Rehabilitation Association
“Eine gemeinnützige Organisation, die sich um die australische Tierwelt kümmert und unsere jüngeren Generationen über die Notwendigkeit ihrer Hilfe aufklärt, um das Überleben unserer Wildtiere zu sichern”.
Bezahlungsmöglichkeiten: Paypal

Teamkampagne
The Port Macquarie Koala Hospital, the National Parks and the Wildlife Service crew leaders
leiten dieses Spendensammelprojekt gemeinschaftlich.

Help Vets for Compassion help suffering wildlife
Vets for Compassion ist eine kleine Organisation, die ausschließlich von Freiwilligen geleitet wird, und unsere Mission ist es, den Tierschutz sowohl in Australien als auch in Asien zu verbessern.
Hier ist die Spendenkampagne

Post-fire Koala surveys
Suchhunde zum Aufspüren von Koalas, aber auch zum Aufspüren seltener einheimischer Pflanzen und anderer Tierarten.
Beitrag des Gruppenmitglieds Maren Dammann:📷 Eine Freundin von mir ist seit vielen Jahren mit ihrem qualifizierten Koala-Spürhund unterwegs. Der Hund ist so trainiert, dass er Koalas im tiefsten Buschland findet. Sie benötigt Spenden, um ihre Arbeit ehrenamtlich anzubieten, da es mit hohen Kosten verbunden ist.
Verletzte Koalas zu finden ist der erste Schritt zur Rettung, denn nur wer gefunden wird, dem kann auch geholfen werden.
Die Wälder hier sind riesig und Koalas sind schwierig zu finden, selbst wenn man vor dem richtigen Baum steht – ich habe selbst in der Koala-Forschung gearbeitet und weiss, dass Menschen hier kaum eine Chance haben.
Olivia arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Conservation und kennt die Wälder wie sonst kaum jemand. Im Gegensatz zu den großen Vereinen kriegt sie kaum Spenden. Hier ist ihre
Spendensammlung

Deutsche Organisationen und Personen,
die für die australischen Brandopfer
in der Tierwelt aktiv sind:

Berufstierrettung Rhein Neckar
Die Berufstierrettung hat ein Team zusammengestellt, die sobald alles geregelt wurde, in Australien helfen werden.

Claudia Brand
Die Münsteranerin hat privat weltweit zu einer PayPal-Spendensammlung aufgerufen, die zu 100% zu Gunsten von WIRES und RSPCA stattfindet.
Bei YouTube gibt es den AUfruf (engl. im Video, deutsch im Text darunter) für jene, die kein FB haben.

Weitere Organisationen ohne
weitere Hintergrundinfos:

Dimmocks Retreat Wildlife Rehabilitation & Rescue

Native Animal Rescue Group – 24/7 NARG 4846-1900

Animal Rescue Collective (ARC)

Weitere interessante links in Australien:

Auf dieser Facebookseite:
Bushfirepets need homes
bieten Australier mit Platz Unterbringungen für Haus- und WIldtiere an
und Feueropfer können hier ein vorübergehendes Heim für ihre Schätze finden.

AUf dieser Website:
Find a bed
kann man Unterkunft für sich und/oder sein Haustier finden, wenn einem das “Dach über dem Kopf” abgebrannt ist oder wenn man als Helfer im Notstandsgebiet anreist.

Aufrufe: 1792

Australien brennt – stimmt es, daß ???

Hier beantworten wir Fragen, die immer wieder auftauchen:

16.1.2020 Kopie ausDeutschland hilft Australiens Wildtieren
Julia Sesto
Administrator · 1 Std.
WICHTIGE NEUIGKEITEN Teil 1

Ihr Lieben,
wie Ihr ja alle bereits mitbekommen hat, hat unsere Partnerorganisation ARCCG in Australien Annahmestopp.
Daher verbreiten sich gerade im Internet und auch in der Presse einige Mitteilungen, auf die wir gerne eingehen möchten, weil wir den direkten Kontakt zu den Helfern drüben aus ganz unterschiedlichen Regionen haben:

1. Es stimmt NICHT, dass die Kollegen vor Ort keinen Bedarf mehr an Joey pouches, Bat Wraps u.a. haben.
Die ARCCG als große Organisation hat erstmal genug – die kommen mit dem Verteilen nicht nach. Sie haben uns deshalb gebeten, an andere kleine Organisation zu senden, denn da besteht nach wie vor ganz dringender Bedarf! Und das haben auch unsere Recherche und der Kontakt zu mehreren kleinen Organisationen ergeben, die bisher NICHTS an Unterstützung erfahren haben.

2. Es stimmt, dass das Porto nach Australien sehr viel Geld kostet und daher in manchen Fällen eine Geldspende sinnvoller ist.
Aber: erstens bemühen wir uns ja, kein Geld für Porto o.a. auszugeben (Lufthansa), um am Ende möglichst viel des gesammelten Geldes spenden zu können. Und zweitens spenden wir mit unseren Werken unsere Zeit – Zeit, die die Kollegen drüben einfach gerade nur für die Verpflegung der Tiere brauchen – da kann sich keiner hinsetzen, und Kuschelbeutel nähen. Hinzu kommt: unsere sehr persönliche Materialspende stützt die Moral der Helfer vor Ort – wir schicken ihnen damit Solidarität und menschliche Wärme. Das ist immens wichtig und nicht zu unterschätzen!

3. Es stimmt, dass die Kollegen drüben mit einigen Werken nichts anfangen können, weil die Leute sich nicht an die Materialangaben halten.
Verbrannte Koalapfötchen brauchen sterile Verbände – da ist Wolle einfach unbrauchbar, weil sie nicht wie Baumwolle einfach sterilisierbar ist. Auch ist die Reibung des Materials bei Verbrennungen schmerzhaft.

Daher: Bitte haltet euch ganz streng an unsere Materialanweisungen, die wir direkt von den australischen Kollegen haben. Unsere Sammelstellen sind gebrieft und werden alle Lieferungen vorsortieren. Was nicht den Vorgaben entspricht, kann leider nicht mitgeschickt werden.

Wir danken euch! <3

Kopie Ende.

Stimmt es, daß außer Barspenden für die Wildtiere
nichts mehr gebraucht wird?

Auf vielen offiziellen Seiten von großen Wildtierstationen wird mitgeteilt, daß außer Barspenden nichts mehr gebraucht wird.

Das stimmt nur bedingt!

Neben den großen, gemeinnützigen oder gar staatlich geförderten Wildtierstationen, die mit allem ausreichend ausgestattet sind, gibt es wie bei uns zahllose private Wildtierhilfen, so wie ich z.B. hier auch eine bin.
Bei diesen kleinen Stationen, die bis unter das Dach voll sind mit verletzten Tieren, besteht immenser Bedarf an Handarbeitswerken.

Wir, also
Deutschland hilft Australiens WIldtieren
sind direkt vernetzt, mit
dieser australischen Handarbeitsgruppe,
die ähnlich, wie unsere
Filzen, Stricken, Nähen für Wildtierpfleglinge
mit allen Wildtierhilfen – egal, ob privat und klein oder gemeinnützig und groß – vernetzt ist und von überall Bedarfsanforderungen bekommt.

Von dieser Gruppe bekommen wir ständig den aktuellen Bedarf gemeldet und wir arbeiten strikt nach deren Handarbeitsvorgaben, da die australischen Wildtiere andere Bedürfnisse haben, als unsere.

Es stimmt, dass außer der speziell angefertigten Handarbeitswerke, wo Bedarf nach wie vor besteht, vor allem Barspenden dringend erforderlich sind, da die EInfuhr- und Zollbestimmungen bei Sachspenden so große Hindernisse darstellen, dass die Stationen käuflich erwerbbaren Bedarf besser und viel schneller vor Ort besorgen können.

Aufrufe: 299

Australien brennt – WIldtiere brauchen Hilfe

Liebe Leser,
Australien brennt!

über eine halbe MILLIARDE Tiere (letzte Meldung 9.1., die ich heute hörte geht landesweit jetzt von mehr als 1,5 Milliarden aus) sind bereits verbrannt – unzählige WIldtiere konnten oft mit schweren Verletzungen, immer mit schwerem Trauma gerettet werden.

Sie werden jetzt in den noch nicht verbannten WIldtierstationen und auf privaten Pflegestellen, wie unseren versorgt.
Es sind so viele – alle Stationen sind bis zum ANschlag voll und überall mangelt es an Päppelbedarf.

“Deutschland hilft Australiens Wildtieren”

In dieser Facebookgruppe haben sich Werkler, wir Päppler, Spender und Organisatoren zusammengefunden, um zu helfen!
Für diejenigen, die nicht auf Facebook sind, hier der Begrüßungstext

Bitte schaut Euch das an und vielleicht könnt Ihr auf die eine oder andere Art ebenfalls helfen:

Neben Handarbeitern (Häkeln, Stricken, Nähen, Filzen), Stoffspenden (bitte die Angaben in der Gruppe unbedingt beachten), Geldspenden (die Versandkosten sind gigantisch) suchen wir dringend:

Jemanden, eine Organisation, eine Firma, ein Transportunternehmen etc., die vielleicht eine Sammelfracht organisieren könnte.

Bitte lest hierzu die letzten Mitteilungen in der Gruppe von Julia Sesto, Annett Booth, Julia Sesto und Solveigh Zieger.

Wer kein Facebook hat oder nicht in der Gruppe ist, findet hier außerdem eine Kopie der o.g. Beiträge

Bei BBC gibt es einen tollen kleinen Bericht, wofür die weltweit im Moment gefertigten Handarbeitswerke wichtig sind.
Und hier ein paar Päppelwerke im EInsatz:
Känguruhbabys in ihren “Ersatzbeuteln”

Wer aber noch gerne die Hilfe für die Tiere vor Ort mit dort ebenfalls sehr, sehr dringend benötigtem Geld unterstützen möchte, spende bitte direkt.

In der Gruppe Deutschland hilft Australiens Wildtieren haben wir zudem jetzt Die Spendenliste für die australische WIldtierhilfe .
Diese Liste wird ständig überarbeitet und ergänzt.

Jede Hilfe ist willkommen!

…und hier beantworten wir immer wieder auftauchende Fragen.

Aufrufe: 632

Kopie des Australienaufrufes bei Facebook

Kopie aus der Facebookgruppe
Deutschland hilft Australiens Wildtieren

Julia Sesto

Administrator

Wir sind eine private Initiative aus Wildtierpflegern, Tierschützern und handwerklich extrem begabten Nähbienchen aus ganz Deutschland.

Weil aus Deutschland bisher keine Hilfe kommt, wollen wir den australischen Kollegen helfen.Unsere australische Partnergruppe ist: https://www.facebook.com/groups/arfsncrafts/

Die Kollegen brauchen vor allem Kuschelnester, Kängurusäcke oder auch Wickel für Flughundbabys etc. Sie haben keine Zeit, diese Dinge zu nähen, weil sie Notfälle im Akkord behandeln.
Zeit ist gerade das größte Problem – deshalb spenden wir sozusagen unsere Zeit!
Wir nähen diese benötigten Dinge und kümmern uns um den Versand. Dafür sammeln wir Geld: für Material (Stoff etc.) und für das sehr hohe Porto.(siehe update unten)
Alles, was wir nicht an Geld benötigen, werden wir in Rücksprache mit unserer australischen Partnergruppe den Wildtierhelfern vor Ort überweisen.

Wer das sein wird, steht alles noch nicht fest – das entscheiden die Kollegen in Down Under, wenn es soweit ist.

Wir sind kein gemeinnütziger Verein und können daher auch keine Spendenquittungen ausstellen – bitte beachten!

Als Admins stehen Euch zur Seite:

❤️ Malinka Bingi – versucht die Organisation für den Versand zu stemmen und koordiniert gerade die bundesweiten Sammelstellen

❤️ Karin Siemers – hält alles sortiert am PC
❤️ Jana Yalcin – unterstützt Karin Siemers beim Sortieren

❤️ Tanja Heine – hat die Erfahrung mit Australien

❤️ Manie Klein – bringt uns die Werke nahe

❤️ Natalie Richter – moderiert

❤️ Julia Sesto – unser Schatzmeister

❤️ Karin Grusdat – ist unser Berater

❤️ Annett Booth – versucht sich am Rest

update:

UPDATE:
Hilfe für Australiens Wildtiere!Wir haben unser Ziel erreicht! Mehr Geld können wir aus steuerrechtlichen Gründen nicht sammeln.Wer weiterhin für Australien spenden möchte, kann dies hier tun:
https://www.wildliferescueeducation.org/?fbclid=IwAR1pspv217J7GQ81kVsrIh4KK0C4dNwlC_yqQKlZBMOfxBHgnYOoK48wY7Q
und hier:
https://www.facebook.com/donate/1010958179269977/

Mehr Infos zu unserer Aktion findet ihr hier: https://www.channelnewsasia.com/news/world/australia-fires-wildlife-knitting-koala-kangaroo-pouches-blanket-12237288?fbclid=IwAR0kqQC9xvz2yS8l_jLZkfEpGAxVTG1XtvCoI4ZzYqQLLEXYZpJWUeKpzg8

Danke, an alle, die hergefunden haben und helfen möchten. Hier wichtige Infos zu unserer Initiative. Bitte lesen!

Kopie Ende

Aufrufe: 116

Weihnachten im Tierheim 2019

Wildvogelrettung, Tierversuche und Pelz

Letzten Sonntag, am 4. Advent fand wie jedes Jahr im Tierheim Elmshorn wieder der Tag der offenen Tür mit “Weihnachten im Tierheim” statt.

Und wie bereits in den Vorjahren, durfte ich auch dieses Jahr wieder die Gelegenheit nutzen, um über meine private Wildvogel-Rettung und über “Erste Hilfe für Singvögel” zu informieren.

Doch dieses Jahr war etwas anders:
die furchtbaren Zustände im LPT – Tierversuchslabor in Hamburg, die in den letzten Monaten aufgedeckt wurden, haben uns alle schrecklich erschüttert.
Viele Informationen rund um diese schrecklichen Versuche, ihren Sinn und ihren Unsinn, die weite Verbreitung dieser Einrichtungen und das tierische Elend, was dahinter steht, machen genau so sprachlos, wie die Tatsache, dass wir kaum darüber informiert sind, welche Ausmaße diese Gräueltaten ganz legal überall in unserem Land angenommen haben.

Das Tierheim sah in seiner Veranstaltung eine Möglichkeit, die Menschen dort auf die Thematik aufmerksam zu machen.
Doch es war ein 2-schneidiges Schwert:
All die Besucher des Tages sind wichtige und treue Unterstützer des Tierheimes, ohne die das Tierheim nicht existieren könnte.


Es stellte sich die Frage:
“sind diese schrecklichen Bilder und Informationen für die Besucher, die ja auch oft mit Kind und Kegel kamen, zu viel?

Würde das die Förderer vor den Kopf stoßen, eventuell vergraulen?”

Letztendlich hat das Tierheim Elmshorn sich großartigerweise entschieden, das Risiko einzugehen:
Den unzähligen, namenlosen Tieren, die hinter dicken Mauern versteckt vor der Öffentlichkeit und ungehört tagtäglich schwerst misshandelt und gequält werden, muß eine Stimme gegeben werden!

Ich wurde gefragt, ob ich bereit wäre, das Thema mit bei der Wildvogel-Rettung zu betreuen, damit die Besucher einen Ansprechpartner haben, wenn sie mit diesen furchtbaren Bildern konfrontiert werden und nicht damit allein gelassen sind.

Sebstverständlich war ich dazu bereit – zumal ich mich ohnehin schon länger intensiv mit dem Thema beschäftige und also auch informieren konnte.

In dem kleinen Behandlungsraum des Tierheimes, der gleichzeitig Durchgangszimmer zu den Katzen ist, baute ich also mein Musterflexi auf, in dem verletzte Wildvögel für die Dauer ihrer Genesung untergebracht werden.

Außerdem demonstrierten verschiedene Häkelnester- und Höhlen, die uns Päpplern in dieser Facebookgruppe von emsigen Handarbeitsfeen unermüdlich für unsere Arbeit gefertigt werden, wie verwaiste Singvogelküken bei uns aufgepäppelt werden.

Da sich schlecht lebende Tiere bei so einer Veranstaltung “ausstellen” lassen – sie würden unter dem Trubel unendlich leiden – lief auf einem Laptop unser Päpplervideo, was verschiedene Szenen aus dem Päppelalltag verschiedener privater Wildvogelhilfen in ganz Deutschland zeigt, in Endlosschleife.

Auf einem 2. Laptop liefen aktuelle Szenen aus meiner Schwalbenüberwinterung und hier konnte ich auch jederzeit im Rahmen von Gesprächen mit den Besuchern on- oder offline weitere Infos, Fotos oder Videos aufrufen.

Im Hintergrund lief in Endlosschleife meine CD “Entspannung in Parks und Gärten” – Vogel- und Naturstimmen, die normalerweise im Überwintererzimmer für akustische Abwechselung sorgen.

Im krassen Gegensatz dazu prangten an den Wänden und Schränken die Plakate:
gequälte Katzen, Mäuse, Affen und Kaninchen für Marken wie Nestle´, Loreal, Kelvin Klein oder Phillip Morris etc.

Es war gut, dass wir dieses Thema bei der Wildvogelrettung untergebracht hatten.
Ich konnte beobachten, dass viele Besucher, als sie den Raum betraten entsetzt waren, wenn ihr Blick zunächst einmal völlig unerwartet auf diese grausamen Plakate fiel.
Sie wichen zurück und “retteten” sich in das Päppelvideo, wo gerettete Vogelküken fröhlich um Futter bettelten.
Langsam glitt dann der Blick immer wieder zurück auf die Plakate und irgendwann hatten sie sich so weit gefangen, dass sie das Gespräch zum Thema suchten.

Ich war überrascht, dass es kaum jemandem bewusst war, daß
– über 2,8 Millionen Mäuse, Ratten, Fische, Kaninchen,
Meerschweinchen, Hunde, Katzen, Affen, Schweine, Ziegen,
Pferde und viele andere allein 2017 in deutschen Labors gequält
und größtenteils getötet wurden

– die wenigsten für medizinische Forschung leiden

– Ergebnisse medizinischer Tierversuche nicht automatisch auf den
Menschen übertragbar sind und in den allerseltensten Fällen
überhaupt irgendwann zu einer Produkteinführung führen

– private Labors in Deutschland angesiedelt sind und Tierversuche für
Konzerne aus aller Welt durchführen, weil in Deutschland die
Standards nicht einmal den EU Vorgaben entsprechen

– Tierversuche hinter zahllosen Produkten unseres täglichen
Gebrauchs stehen – selbst da, wo sie nicht vorgeschrieben sind

– wir mit dem Kauf eines Produktes, dessen Hersteller Tierversuche
in Auftrag gibt, diese Versuche finanzieren und dem Hersteller sagen,
dass wir das in Ordnung finden…..

Unsere Gespräche haben viel Betroffenheit ausgelöst – und ich habe den Eindruck, so mancher Besucher wird sich im Nachgang näher mit dem Thema befassen, es weiter tragen und bewusster einkaufen.

Bei “Ärzte gegen Tierversuche e.V.” findet man sehr, sehr umfangreiche und vor allem fundierte Zahlen, Daten, Fakten rund um dieses Thema und unter Häufige Fragen findet man zahlreiche Infos auch ganz praktischer Art.

Aber auch die Wildvogel-Rettung fand wieder viele interessierte Besucher, die sich über meine Arbeit informierten.
Neben den Infogesprächen über Erste-Hilfe Maßnahmen im Fundfall wurde mir besonders häufig die Frage nach der idealen Wildvogelfütterung und wie ich zur Ganzjahresfütterung stehe, gestellt.

Auch die Auswirkungen der “Lichtverschmutzung”, des Feuerwerks zu Silvester und des Einsatzes von Giften im eigenen Garten (gegen Ameisen, Kräuselkrankheit der Obstbäume, Blattläusen an den Rosen etc.) auf unsere Singvögel wurden häufiger thematisiert.

Alles in allem war es ein toller Tag, an dem ich viele, viele Info-Gespräche führen durfte und wenn auch nur ein Teil davon auf fruchtbaren Boden gefallen ist und seine Multiplikatoren gefunden hat,

dann hat sich das eindeutig gelohnt für unsere Tierwelt 🙂
Nur eines fiel mir erschreckend negativ auf an diesem Tag
es stach mir geradezu ins Auge:

Fast jeder 2. Besucher, der auf der Veranstaltung war, trug eine Jacke mit Fellkrage, eine Mütze mit Fellbommel oder Schuhe mit Fellkante – oder gleich alles zusammen – oft naturfarben, manchmal rosarot eingefärbt.
Da, wo es gerade passte, konnte ich es mir nicht verkneifen, das Thema anzusprechen.
Erschreckend häufig waren die betreffenden Leute fest davon überzeugt, dass es sich bei ihrem Fellteil um Kunstfell handelt – als solches hatten sie es gekauft.
In 3 Fällen haben wir den “Feuertest” gemacht – und zum Entsetzen der Träger entpuppten sich zwei als Echtfell!

Ich habe immer angenommen, dass es mittlerweile bekannt ist, dass Kunstfell in der Produktion heutzutage oft teurer ist, als Echtfell – und dass die Hersteller gerne und häufig mit falschen Deklarationen arbeiten.

Da es hier, wie in so vielen anderen Bereichen, wo Tiere gequält und ausgenutzt werden um sehr, sehr viel Geld geht, kann man eigentlich keinem Hersteller und oft auch keinem Händler einfach so glauben, dass sie einem die Wahrheit sagen.

Und selbst wenn ich echtes Kunstfell am Kragen trage:
Die Botschaft, die ich damit aussende, ist verheerend, denn damit steuer ich dazu bei, dass (Kunst)Pelz “in” ist und als schickes Accessoire salonfähig bleibt.
Und da der Mensch ein Herdentier ist und gerne die angesagteste Mode trägt, will jeder diesen Fellkragen – und wer sich den in echt “Kunst” nicht leisten kann, kauft den billigeren echten Fellkragen – oder man wird von vornherein einfach hinter das Licht geführt.

Wer wirklich Mitleid mit den gequälten Hunden, Katzen, Füchsen, Nutrias, Kaninchen, Marderhunden, Waschbären und sonstigen Fellieferanten in Asien hat – den zahllosen Tieren, die unter übelsten Umständen dicht gedrängt in reinen Gitterkäfigen über mehrere Ebenen gestapelt dahin vegetieren, bis sie – nicht selten bei lebendigem Leibe und vollem Bewusstsein – abgezogen werden –
der verzichtet ganz auf Fellaccessoires und zeigt auch nach außen,
dass “ohne Fell” das echte “in” ist.

Wer was auf sich hält, hat es sowieso nicht nötig, sich mit “fremden Federn” zu schmücken.

...und ich habe lange überlegt, ob und was ich zum Thema verlinke.
Aber angesichts der Flut von Fellkragen- und Bommeln, die uns wieder im täglichen Leben begegnen, denke ich ist es nötig, sich schonungslos vor Augen zu führen, WAS dieser “süsse” Fellkragen bedeutet:

Peta hat da einen Undercovereinsatz gefilmt, der heute noch dieselbe Aktualität besitzt, wie zum Zeitpunkt des Drehs…… .

Echtfell geht gar nicht und
Kunstfell setzt falsche Trends und Mikroplastik in die Welt !

Nur “Kein Fell” ist der wahre Renner!

Trotz der sehr ernsten Themen, die dieses Jahr meinen kleinen Infostand für die Wildvogel-Rettung begleiteten, war es ein rundum schöner Tag.

Für mich war “Weihnachten im Tierheim 2019” wieder ein ganz besonderes Erlebnis, wo ich gerne mitgewirkt habe.

Vielen Dank an das Elmshorner Tierheim, daß es sich so stark engagiert und so tolle Veranstaltungen organisiert!

Ihr seid ein tolles Team
und die Tiere haben Glück, bei Euch gelandet zu sein 🙂


Aufrufe: 171

Gebäudebrüterschutz

Schwalben, Mauersegler, Spatzen, Fledermäuse und Co in Wohnungsnot!

unsere “Allerweltsarten” geraten immer mehr in Bedrängnis

Umfangreiche Bauprojekte – Gebäudereparaturen, Wärmedämmungen, Sanierungs- und Aufstockungsarbeiten bringen unsere kulturfolgenden Tierarten, die seit Jahrhunderten an und in unseren Gebäuden ihre Brutstätten pflegen, in massive Wohnungsnot.

Spalt im Giebel eines alten Hauses

Löcher, Nischen und Spalten unter den Dächern und im Mauerwerk werden verschlossen, Wände werden immer glatter und Dachüberstände werden vermieden – all die Orte, wo unsere Gebäudebrüter ihre Kinderstube hatten, verschwinden aus den Städten.

Einige unserer alten Nachbarn, wie z.B. der Spatz, stehen mittlerweile auf der Vorwarnliste bedrohter Arten – aus manchen Städten ist er schon praktisch vollständig verschwunden.
Gebäudebewohnende Fledermausarten stehen bereits auf der roten Liste und gelten als vom Aussterben bedroht.

Grund für diesen drastischen Schwund von Gebäudebrütern ist in erster Linie die unbewusste oder mutwillige, zig-tausendfache  Zerstörung ihrer Niststätten und Vernichtung ihrer Lebensstätten.

Dabei gibt es genau zum Schutz dieser Arten eine klare Gesetzeslage, die aber oft nicht bekannt ist oder vorsätzlich ignoriert wird.

Rauchschwalben nisten am liebsten drinnen – in zugänglichen Hallen, Ställen, Schuppen oder zur Not auch unter Carportdächern

Unsere Gesetze besagen, daß alle heimischen Vogelarten besonders geschützt sind.
Alle Fledermausarten gelten sogar als streng geschützt.
Der Schutzstatus wird im Deutschen Recht, im EU-Recht, und in internationalen Abkommen geregelt.

Für unsere Gebäudebrüter (Mauersegler, Schwalben, Spatzen, Hausrotschwänze, Fledermäuse etc.) gilt nach Bundesnaturschutzgesetz § 44 Abs 1, daß ihre Niststätten und/oder Quartiere sowohl während als auch nach der Nistsaisonsaison weder beseitigt noch beschädigt oder unzugänglich gemacht werden dürfen.

Dieser absolute Schutz gilt auch, wenn die Tiere zeitweise abwesen sind, also gerade nicht brüten oder wenn sie auf dem Zug sind.

Es gibt allerdings Ausnahmeregelungen für „gesellschaftlich wichtige Belange“, zu denen eben z.B. auch Sanierungen und andere Bauvorhaben zählen.

Wenn Niststätten im Rahmen einer Sanierung oder sonstiger Bautätigkeit beseitigt oder deren Zugang ganz oder vorübergehend verhindert wird, muss der Bauherr hierfür zunächst eine Ausnahmegenehmigung bei der Untere Naturschutzbehörde (UNB) beantragen.

Die Befreiung vom „gesetzlichen Zugriffsverbot“ wird verbunden mit Auflagen wie z.B. der Schaffung von Ersatznisthilfen in der Regel erteilt.

In Schleswig Holstein geschieht diese Befreiung nach §67 oder Ausnahmegenehmigung nach § 45 Nr 7  m.W. kostenlos.

Da bereits bestehende Gelege und Jungtiere im Nest immer und ausnahmslos geschützt sind, zumal hier zusätzlich das Tierschutzgesetz greift,  sollte bereits in der Bauplanungsphase ein ornithologischer Sachverständiger herangezogen werden, der das Gebäude auf vorhandene Gebäudeprüfer untersucht und diese dokumentiert, denn viele Gebäudebrüter leben so versteckt, dass sie sonst oft erst während des Baus entdeckt werden.

Gemeinsam mit der UNB wird dann das weitere Vorgehen mit den vorhandenen Nist- und Lebensstätten so geplant, dass man während der tatsächlichen Bauphase keine unliebsamen Überraschungen erlebt.

Würden erst in der Bauphase aktive Bruten entdeckt, würde der Bau bis zum Ausfliegen der Jungvögel von behördlicher Seite ganz oder teilweise stillgelegt, was erhebliche Kosten für den Bauherren zur Folge hätte.

Werden Niststätten mutwillig und ohne Genehmigung zerstört, so ist dies ein Straftatbestand, der je nach Bundesland mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. 

Dasselbe gilt, wenn aktive Bruten erst in der Bauphase entdeckt und dann entfernt werden, um einen Baustillstand zu vermeiden.

Ein weiterer Vorteil der Berücksichtigung von Gebäudebrütern bereits in der Planungsphase ist, dass man entsprechende Ersatzniststätten bereits in den Bau durch spezielle Nist- und Quartierssteine so integrieren kann, dass diese später am fertigen Gebäude keine optischen Beeinträchtigungen darstellen und keine nachträglichen Beschädigungen des Mauerwerks z.B. zu Befestigungszwecken von Ersatzniststätten nötig werden.

copyright Caroline Seige – neue Fassade mit integrierten Nist- und Quartierssteinen

Niststätten in Gefahr?

schnelles Handeln rettet Vogelleben

Massenhaft werden zur Zeit immer noch gesetzeswidrig Niststätten von Immobilienbesitzern aus Unwissenheit oder aber vorsätzlich mit oder ohne lebende Brut darin vernichtet.
Im Bereich von großen Mietobjekten und gewerblichen Gebäuden geschieht dies´ massenhaft im Zuge von Sanierungen oder zur Vermeidung von “Dreck” unter den Nestern.
Hier sind alle gebäudebewohnenden Arten gleichermaßen betroffen.

An privaten Einzelimmobilien werden außerhalb von baulichen Maßnahmen vornehmlich immer wieder Nester von den Fassaden abgeschlagen (z.B. Schwalben) – ebenfalls um Dreck zu verhindern.

Copyright Caroline Seige – Nest mit lebenden Küken im Bauschutt entsorgt

In allen Fällen handelt es sich um illegale Aktionen, die strafbar sind. Die meisten dieser Fälle werden weder geahndet, noch werden Ersatzniststätten verordnet, aus dem einfachen Grund, weil es keine Kenntnis der Behörden über die vorhandenen Niststätten gibt.
Leider ist es noch nicht verpflichtend für Bauherren, beim Bauantrag ein ornithologisches Gutachten über das Vorhandensein von gebäudebewohnenden Arten mit einzureichen.

So obliegt es dem Bauherren selbst, ob er diesbezüglich tätig werden will oder “es drauf ankommen lässt”.

Um so wichtiger ist es, dass wir alle mit offenen Augen durch unsere Stadt gehen und sehr schnell handeln, falls Niststätten in Gefahr sind.

copyright Caroline Seige – an diesem Gebäude wurden mehrere Nisthöhlen mit Küken drin vorsätzlich verschlossen – das Elterntier sitzt verzweifelt mit Futter vor dem ehemaligen EIngang, hinter dem die Küken noch zu hören sind

Wenn wir aktive Niststätten beobachten, die evtl. von Zerstörung bedroht sein könnten – z.B. weil das Gebäude gerade eingerüstet wird oder der Abriss droht oder jemand Vogelvergrämungsmaßnahmen anbringt wie Spikes, Abwehrpaste, Netze o.ä.
sollten die aktiven Niststätten sofort und eindeutig durch Fotos und Videos – optimalerweise mit Datumsnachweis durch EInblendung der aktuellen Tageszeitung – dokumentiert werden.
Dann sollte sofort
Anzeige wegen Verstosses gegen das Bundesnaturschutzgesetz §44 “ bei der unteren Naturschutzbehörde, dem Ordnungsamt und der Polizei erstattet werden.

Copyright Caroline Seige – für diese Küken kam die Rettung nach der Anzeige zu spät – sie waren bereits hinter Bauschaum erstickt, bevor die Behörden das Nest wieder öffnen konnten

Wichtig ist es, bei der Anzeige, sofern aktiv gebrütet wird oder lebende Bruten bereits vorhanden sind, deutlich zu machen, dass Gefahr im Verzug ist und man sollte auf jeden Fall die Sache genauestens im Auge behalten, bis sichergestellt ist, dass etwas unternommen wurde.

Nur, wenn wir alle die Augen offen halten und vorsätzliche Niststättenvernichter konsequent belangt werden, wird es unattraktiv werden, “es drauf ankommen zu lassen”

Copyright Caroline Seige – …und was gibt es Schöneres, als eine fröhliche Spatzenkolonie , die uns auch an den sanierten Fassaden ein Stück Stadtnatur bis vor das Fenster bringt….

Aufrufe: 127

Offene Briefe

Offene Briefe an Behörden, Politiker
und/oder Ministerien

Tier-, Natur- und Umweltschutz sind Themen, die den meisten Menschen zunehmend unter den Nägeln brennen.
Viele schreiben Briefe an Behörden oder Politiker.
Sie formulieren ihre berechtigten Sorgen, ihre Fragen und Kritiken fundiert und sachlich – und erhalten oft genug keine, oder nur stereotype, nichtssagende Antworten.
Die einzelnen Briefe bleiben unbeachtet und verschwinden irgendwann in der Versenkung

Auf dieser Seite werde ich solche offenen Briefe von Einzelpersonen und Verbänden, die sich mit Themen rund um Tier- Natur- und Umweltschutz an Behörden, Politiker oder Ministerien wenden, mit Genehmigung der jeweiligen Urheber sammeln, damit sie präsent und verlinkbar bleiben

________________________________________________________________________

Offener Brief an
Bauhaus Kiel Suchsdorf und in Kopie an die Untere Naturschutzbehörde und die Kieler Nachrichten

von Anja Rolf im Dezember 2018

Thema: Neuanlage der Parkplätze vor einem Baumarkt als Steinwüste

copyright: Anja Rolf

Moin Moin liebes Bauhaus-Team,

was ich heute auf Ihrem Parkplatz in Kiel Suchsdorf entdecken musste, hat mich tief betroffen gemacht.

Die Grünflächen wurden mit dicker Teichfolie abgedeckt und bunter Schotter draufgeschüttet. Die größten Probleme unserer Zeit sind

– der Biodiversitätsverlust (hier insbesondere das Insekten- und Vogelsterben),

– der Klimawandel (Starkregen und Überhitzung) und

– der Plastikmüll (Teichfolie, sicherlich auch aus fossilen Rohstoffen).

All diese drei Punkte treten Sie mit dieser Umgestaltung mit den Füßen. Sollten Sie nicht Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und mit gutem Beispiel vorangehen?

Zudem habe mir die Mühe gemacht und mir den B-Plan für Ihr Grundstück herausgesucht. Hiermit wünsche ich mir, dass Sie sich an diese Ausgleichsmaßnahmen halten und diese bitte möglichst zeitnah umsetzen. Anbei ein Auszug:

9. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

d) Anlagen mit mehr als fünf Stellplätzen sind so zu gliedern, dass je fünf Stellplätze ein hochstämmiger Laubbaum (Hochstamm, 3 x verpflanzt, Stammumfang 20-25cm) gepflanzt wird. Die Mindestfläche der Baumscheibe muss 9 m2 je Baum betragen.

f) Mindestens 40% der geschlossenen Außenwandflächen sind mit Kletterpflanzen zu bepflanzen.

g) Für die Bepflanzungen sind ausschließlich heimische, standortgerechte Bäume, Heister und Sträucher zu verwenden (siehe Artenliste 1 bis 4 im Grünordnungsplan).“

Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Kiel und die Kieler Nachrichten habe ich in Kopie gesetzt.

Vielen Dank und naturnahe Grüße,
Anja Rolf

April 2019
Anja Rolf berichtete:
Antworten hat es von den angeschriebenen Stellen bisher nicht gegeben.
Offenbar werden aber jetzt die ersten Folien/Schotterbeete gerade wieder entfernt und neu bepflanzt.

Dass die in den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgeschriebenen 40% der geschlossenen Fassaden mit Kletterpflanzen zu begrünen sind – da müsste noch mal jemand Bauhaus aufklären:
damit ist NICHT die Anbringung mit Grünzeug bedruckter Plakate gemeint.

Wer weiss, vielleicht schafft Anja es ja auch noch, dem Bauhausteam zu vermitteln, wie man eine ökologisch wertvolle Rabatte anlegt und wie man es vermeidet, einen Baum zur Witzfigur zurecht zu scheren…..

copyright: Anja Rolf

__________________________________________________________________________

Offener Brief an die
Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Frau Heinen-Esser -persönlich-
(zur 7. Grünen Artenschutzkonferenz in Münster am 23.3.2019)

von
Arbeitskreis Heckenschutz
Jürgen Kruse
Niehuskamp 3
48739 Legden-Asbeck
info@heckenschutz.de
Tel.: 02566-9709087
www.hecke.wg.vu 22.3.2019

Thema Baum- und Heckenschutz

Sehr geehrte Frau Heinen-Esser

vielfach ist über das Artensterben (Tiere und Pflanzen) berichtet und
dokumentiert worden, wie sich die Voraussetzungen für einen wirksamen
Umweltschutz in NRW verschlechtert haben. Dazu kommen die Auswüchse durch die Massentierhaltung, die Vermaisung und die Zerstörung der Landschaftsstrukturen überall im Land.
Besonders zu beklagen sind die Beschädigung und das Verschwinden der
Hecken und Wallhecken an den Wegen und Straßen, Wasserläufen und in der Feldflur:


-einerseits durch eine maschinelle und nicht naturverträgliche „Pflege“ der Hecken und Baumreihen bzw. das übertriebene Abasten der Bäume durch die kommunalen Bauhöfe, durch Landesstraßendienste und Wasser- u. Schifffahrtsämter. (Viele gesunde Bäume verschwinden an den Straßen, sie werden anscheinend als Brennholz geerntet. Überwiegend findet man nur noch funktionslose Spaliere und zerfetzte Gehölze.),


-andererseits durch das Verschwinden ganzer Wege und nahezu aller
Feldraine, durch Grünlandumbrüche, das Verschwinden der letzten Brachen, durch Bearbeitung landwirtschaftlicher Flächen bis in den Wurzelbereich der Bäume und Hecken bzw. bis an die Gewässerkanten. Meldungen der Umweltschützer zu diesen Vorgängen wurden in der Regel durch zuständige Ministerien, Untere Naturschutzbehörden und Landwirtschaftskammern ignoriert.

Angesichts des dramatischen Artensterbens und des rasanten Klimawandels fordern wir Sie dazu auf, in der jetztigen Legislaturperiode


* tausende von km neuer Hecken und Biotopverbundlinien zu planen bzw.
anzuregen ,

* kommunale Baum- und Gehölzschutzsatzungen überall vorzuschreiben
bzw. nahe zu legen,

* eine Rückgewinnung der kommunalen Flächen an den Wegen und Straßen (Wegeseitenstreifenprogramme) im Sinne der LANUV-Broschüre „Blühende Vielfalt“ durchzusetzen*,

*weitere Grünlandumbrüche zu verhindern, ein Verbot von “round up” bzw. eine drastische Reduzierung der Pestizide durchzusetzen, Humus- und Agroforstsyteme zu fördern,


*die Gelder für Ausgleichsmaßnahmen vor allem in neue Hecken und
Wallhecken als Biotopverbundlinien zum Schutz der Böden und zur
Entwicklung der Landschaftsstrukturen fließen zu lassen,


*die Ausbringungsvorschriften für Gülle, Hühnertrockenkot u.a. zu
verschärfen und eine konsequente Einhaltung auch zu kontrollieren,


*weitere Massentierställe zu verhindern (da nahezu überall die
Belastbarkeitsgrenzen erreicht/überschritten sind), Keimbelastungen und
Abluftprobleme, Feinstaub, Tierschutz, Boden und Gewässerschutz, sowie Klagemöglichkeiten in Genehmigungsverfahren zentral aufzunehmen, forciert neutrale wissenschaftliche Untersuchungen zu resistenten Keimen, Grundwassergefährdungen und Bodenverschlechterung einzuleiten,


*für die Landesstraßenbehörde, Kreise und Kommunen Richtlinien zur
naturnahen Pflege der Heckengehölze und Bäume zu schaffen und


*endlich eine zügige Umsetzung der WRRL gemeinsam mit den
Umweltverbänden vor Ort durchzusetzen.

Freundliche Grüße

Jürgen Kruse
* (Musterantrag für Kommunen/Kreise ist angefügt!)
_

Antwort: Ausstehend


__________________________________________________

Offener Brief an
die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner
von Marie Winter am 14.3.2018
veröffentlicht auf FB


Thema: Landwirtschaftspolitik

“Sehr geehrte Frau Bundesministerin Klöckner,

mein Name ist Ninja Marie Winter, ich lebe seit 1995 in Bayern und bin gerade in einer großen Freude, da wir in Bayern als BürgerInnen Gehör bei der Politik finden.

Das Volksbegehren Artenvielfalt ist ein Zeichen an die Politik, was wir, die Steuerzahler uns wünschen. Eine gesunde Natur mit Insekten, Vögeln, einer guten Struktur für bäuerliche Landwirtschaft und Nachhaltigkeit.

Das, was Sie in Ihrem Ministerium gerade abliefern, ist, verzeihen Sie den Ausdruck, unverschämt, menschenverachtend und zutiefst durch Lobbyismus geprägt.

Die Meinung des Durchschnittsbürgers interessiert nicht.

Wie kommen Sie darauf zu denken, dass jeder Mensch jeden Tag ein Recht auf ein Schnitzel auf dem Tisch hat?
Das ist kein Recht, das ist ungesund, tierquälerisch in der heutigen Zucht, Mästung, Haltung bis hin zur Schlachtung

Wie schon Ihr Vorgänger Schmidt sich über alle Grenzen hinweg für Glyphosat, Pestizide und Herbizide eingesetzt hat, ziehen Sie in sauberem, stoischem Gleichmut weiter. Ohne mit der Wimper zu zucken wird mit unserem Leben und unseren Steuergeldern rumgeast und eine Landwirtschaftsfinanzierung der reichen Riesen gepflegt.

Interessiert es Sie wirklich nicht, wie Tiere, Pflanzen und UNSERE Umwelt unter Ihren Entscheidungen leiden und zerstört werden?
Wie wir alle durch IHRE Entscheidungen vergiften, krank werden und vorzeitig sterben?

Das Insekten zu 75% weniger geworden und teils ausgestorben sind?

Das Schlachtvieh wie ein seelenloses Etwas behandelt wird, dass Tiersäuglinge ohne Betäubung getötet oder amputiert werden?

Wie sehr kann man machtbesessen sein, dass man im Sinne der Gewinnmaximierung so einer kleinen aber massiven Lobbyismustruppe zu Kreuze kriecht?

Ich habe am Anfang Ihrer Legislaturperiode gedacht:
“Schön, eine Frau hat viel Empathie, Gefühl und Kommunikationsgeschick. Sie wird ihr Wort halten.
Kann nur besser werden in diesem Resort.”

Ich habe mich geirrt. Sie sind noch viel schlimmer als Ihr Vorgänger.

Schämen Sie sich bis ins Mark, wenn Sie das nächste Mal vor dem Spiegel stehen oder vor die Presse treten.
Sie tun nicht, wofür Sie gewählt wurden, sie
tun nicht, worauf Sie Ihren Eid geschworen haben:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)“

Ich hätte Ihnen gerne auch was Freundliches geschrieben.. mir fällt leider nichts ein.

Mit traurigen, erschütterten und tief enttäuschten Grüßen

Antwort: Ausstehend

__________________________________________________

Offener Brief an
die Umweltministerin Svenja Schulze
von Kirstin Zoller am 16.3.2019

übermittelt über den Kontakt auf der offiziellen Seite des Ministeriums

Thema Plastikvermeidung

Offener Brief an das Umweltministerium
Sehr geehrte Frau Bundesumweltministerin Schulze,

ich bin gerade ziemlich erschüttert.
Folgender Sachverhalt:
Ich beziehe seit Jahren mein Hundefutter von einem kleinen Händler, der regelmäßig auf dem Markt steht und sein selbst produziertes Futter, was er auch über sein Ladengeschäft verkauft, dort anbietet.
Unterschiedliche Produkte vom Rind, überwiegend Innereien und Co werden von dem Händler direkt von einem kleinen Schlachthof hier in Schleswig Hosltein regelmäßig bezogen. Ebenso bezieht er die verarbeiteten Gemüse aus der Region.


Das Fleisch wird gegart, gebrüht, pur oder als Menü mit verschiedenen Gemüsen angeboten.

Das Futter ist immer allererste Qualität, sämtliche Zutaten sind “aus der Region”, zurückverfolgbar bis zum Tierhalter und kommen nicht aus Massentierhaltung.
Ich bestelle jeweils meine Wochenration und gebe die Abpackungsmengen an, so dass ich täglich exakt die Menge in einer Verpackung habe, die ich für meine Hunde brauche.
(Sonst müsste ich täglich 3 Dosen (Einwegverpackungen!) öffnen, in denen Fleisch und Fleischnebenprodukte sowie zig andere
Inhaltsstoffe stecken, deren Herkunft kaum zuverlässig nachvollziehbar, meist aus industrieller (tierquälerischer und mit langen Tiertransporten verbundener Tierhaltung und industrieller Pflanzenproduktion (meist riesige Monokulturen) verbunden mit weiten Transportwegen der Produkte ist)

Also sowohl, was die Energiebilanz anbelangt als auch was die Qualität für meine Tiere anbelangt habe ich mit diesem Futter vom Markt ein hervorragendes Produkt, was eigentlich alles erfüllt, was angesichts unserer Umweltprobleme ständig gefordert wird.

Nun kamen Sie kürzlich mit Ihrem neuen Verpackungsgesetz und Sie fordern außerdem eine deutliche Vermeidung und Reduzierung von Plastik im Einzelhandel.
Dabei setzen Sie auf die freiwillige Mitarbeit des Einzelhandels.
Mein Futterhändler genau wie seine Kunden fanden das absolut klasse und wir arbeiten alle daran, möglichst noch mehr Plastik zu vermeiden.


Der Futterhändler bietet an, damit er die bestellten Futterrationen nicht mehr in Einwegplastikbeutel füllen muss, dass die Kunden jeweils bei der ABholung ihrer Bestellung ihre Mehrwegbehältnisse für ihre nächste Bestellung bei ihm abgeben und dann wird die nächste Bestellung direkt in diese Behältnisse gefüllt.
Beim nächsten Marktbesuch tausche ich dann einfach die gefüllten Behältnisse gegen leere aus.
Das perfekte Mehrwegsystem – ganz freiwillig – und obwohl für den Händler sicherlich aufwendiger, als einfach Plastikbeutel abzufüllen, tut er das gern für unsere Umwelt.

Und jetzt kommt es:
Heute erzählt er, dass er verzweifelt ist.
Eine neue EU Verordnung schreibe vor, dass Fleisch ab sofort vom Schlachthof nur noch eingeschweisst in Plastik an den Händler abgegeben werden dürfe.
Bisher hat er die tierischen Zutatenbestellung für seine Hundefutter einmal wöchentlich von einem kleinen Schlachthof in Schleswig Holstein in großen Kunststoffkisten abgeholt, die nach Weiterverarbeitung des Fleisches einfach ordnungsgemäß gereinigt und getrocknet werden und dann für die nächste Abholung wieder verwendet werden.


Damit sei jetzt Schluss, so sagt er.
Jetzt MUSS er die Ware eingeschweisst in Plastik abnehmen – teilweise zu 500 Gramm Beuteln!!!!! Anders bekommt er die Rohware nicht mehr.

Zu Hause wird dann die gesamte Ware aus den Plastikbeuteln geschnitten, in die großen Töpfe zum Garen und Weiterverarbeiten gekippt, um anschließend für den ENdverbraucher neu verpackt zu werden.

Die Massen an Plastiktüten aus dem Schlachthof wandern dann gebraucht, also mit Flüssigkeiten von rohem Fleisch und rohen Innereien versehen in einen Plastikmüllcontainer, wo sie fröhlich vor sich hin gammeln, bis sie irgendwann im Recycling oder auf einem Transport auf irgendwelche ausländische Deponien landen.

Wo mein Händler zuvor praktisch pro Woche NULL Plastikmüll hatte, füllen nach seinen Angaben diese Verpackung nun jede Woche einen kompletten Container!!!!

Das kann doch wohl nicht wirklich wahr sein!

Frau Ministerin Schulz, bitte sagen Sie mir, dass es dieses EU Gesetz nicht gibt, dass der Schlachthof sich da was ausgedacht hat oder was auch immer.

Andernfalls müsste ich mich fragen, warum man solche Gesetz
e macht.
Um der Plastikindustrie die Auftragsbücher durch Erhöhung der Plastikverschwendung im “Hintergrund” gefüllt zu halten, wenn in der Öffentlichkeit sichtbar Plastik immer weiter reduziert wird?

Ich kann mir beim besten Willen keinen anderen Grund vorstellen, der einen Transport in geschlossenen Kunststoffboxen zu Gunsten von Einwegplastik verbietet.

Mit freundlichen Grüßen
Kirstin Zoller

Antwort: Ausstehend

_________________________________________________



Aufrufe: 107

Silvester – bitte helft den Wildtieren

Bitte verzichtet auf Silvesterfeuerwerk!

Unsere Wildtiere werden in Panik versetzt, unzählige Tiere – vom Vogel über Eichhörnchen bis hin zu Igeln überleben den Jahreswechsel nicht oder sterben kurz danach an Kollisionen, Verirrungen, Stress und Hunger.

Und auch unsere Haustiere durchleben in dieser Nacht die Hölle.

….und Sie können noch viel mehr für die betroffenen Tiere tun!

In der Vorweihnachtszeit appelliere ich immer an alle:
Verzichtet auf diese gigantische Weihnachtsbeleuchtung und bewahrt unseren Tieren in der Natur ihre überlebenswichtigen “dunklen Ecken”.

JETZT bitte ich Euch alle:
Verhaltet Euch genau umgekehrt!

In der Silvesternacht – und überall dort, wo jetzt schon geböllert wird, leuchtet Eure Häuser (von außen), Grundstücke, Balkone gut aus – wenn es sein muss, die ganze Nacht hindurch.
Die meisten Wildvögel sind im Dunkeln praktisch orientierungslos.
Wenn sie aufgeschreckt durch einen Kanonenschlag, eine Rakete oder sonst irgendwelche Knallkörper in die Dunkelheit auffliegen, irren sie blind und panisch umher und zahllose Kollisionen sind die Folge.

Diese Radaraufnahmen aus den Niederlanden zeigen eindrucksvoll, was jedes Jahr seit dem Jahreswechsel 2007/2008 bis heute eine Sekunde nach Mitternacht am Himmel geschieht (auf die Zeitanzeige achten).

Diese Studie, die bereits 2011 erstellt wurde, interpretiert unter anderem die Radaraufnahmen.
Wer den englischen Text bei “Google Übersetzer” rein kopiert, erhält eine recht gut verständliche Übersetzung.

Gebt den verirrten Vögeln Licht, damit sie sich orientieren können und damit die Lichtblitze der Feuerwerke abgemildert werden.

Sorgt dafür, dass gleichzeitig nirgends Innenbeleuchtung nach draussen in die Dunkelheit scheint (Vorhänge zu) – damit Vögel, die in der Dunkelheit umherirren auf ihrer verzweifelten Suche nach Licht nicht gegen Eure Scheiben knallen.

Und wenn Ihr gerade auf Balkonen, in relativ schutzlosen Auffahrten etc. dann noch Euren alten Tannenbaum oder etwas anderes, was Schutz bieten kann, aufstellt, finden die Vögel im Licht ein kleines Versteck, wo sie hoffentlich verweilen können, bis die Hölle vorbei ist.

Wir werden mal wieder ohnmächtig zuschauen müssen, wie dieser sinnlose “Krieg” vor unserer Haustür abgeht – aber wenigstens können wir versuchen, den Betroffenen ein ganz klein wenig Hilfestellung zu geben……

Aufrufe: 2194

Vorgeschichte und Danksagung

Alles begann mit hilflosen Schwalbenküken

Als ich vor einigen Jahren meine ersten Rauchschwalbenküken in Not fand, musste ich schnell feststellen, dass es nahezu unmöglich war, zur Wildvogelaufzucht im Allgemeinen und zur Schwalbenaufzucht im Besonderen adäquate Informationen und Hilfe zu finden.
Den wilden Schwalben, die direkt vor meiner Haustür ihre Brut groß zogen, gesundem Menschenverstand, Geduld bei der Beobachtung und viel Vertrauen in mein Bauchgefühl verdankte ich letztendlich, dass meine erste Rauchschwalbenaufzucht erfolgreich verlief.

Mein erster Vogelzögling war Pummelchen, der seit 2011 jedes Jahr zum Brüten nach Hause kommt.....
Mein erster Vogelzögling war Rauchschwalbe Pummelchen (re), der seit 2011 jedes Jahr zum Brüten nach Hause kommt…..

Schnell musste ich feststellen, dass ich bei weitem nicht die einzige war, die nach dem Auffinden von hilflosen Wildvögeln recht rat- und hilflos auf sich allein gestellt da stand. Aus diesem Grunde machte ich meine gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen zunächst lokal über Zeitungsberichte, später auch im Internet öffentlich. Die Folge war, dass ich immer häufiger von aufmerksamen Vogelfindern kontaktiert wurde.

....seit 2015 brütet Pummelchen mit Sunny, meiner Handaufzucht aus 2014....
(Rauchschwalbe)….seit 2015 brütet Pummelchen mit Sunny, meiner Handaufzucht aus 2014….

So mancher Singvogel fand seinen Weg zur weiteren Aufzucht zu mir. Noch viel mehr Singvögeln konnten, wie ich den zahlreichen, positiven Rückmeldungen  entnehmen durfte, die Finder aufgrund intensiver Beratungsgespräche selbst erfolgreich helfen.
Kleine Info-Veranstaltungen, die ich im letzten Sommer kurzfristig zum Thema
„erfolgreich Wildvögel und insbesondere Schwalben in Not aufziehen“
auf lokaler Ebene anbot, fanden überregionalen Zuspruch. Da ein so großer Informationsbedarf rund um die Wildvogelhilfe zu bestehen scheint, habe ich mich zum Ende der letzten „Zöglingssaison“ entschieden, die Zeit, die ich im Winter habe zu nutzen.  Ich trug alle mittlerweile erworbenen Kenntnisse  und Erfahrungen zusammen um sie für jedermann schnell verfügbar zu machen.

....und die zwei ziehen auf meiner Diele meistens zwei Bruten pro Sommer auf...
(Rauchschwalbe) …. und die zwei ziehen auf meiner Diele meistens zwei Bruten pro Sommer auf…

Diese Seiten sollen Ihnen helfen, in einer akuten Auffindesituation eines hilfsbedürftigen Vogels schnell und ohne lange nach Informationen suchen zu müssen, effektiv handeln zu können.

Ich danke all den vielen Wildvögeln, die ich aufziehen durfte, dass ich so viel von ihnen lernen konnte.  Meiner Familie und all den unzähligen kleinen und großen menschlichen Helfern, ohne deren Unterstützung ich niemals die Möglichkeit und die Zeit hätte, mich im Sommer so vieler kleiner Zöglinge so intensiv anzunehmen.
Außerdem dem Forum www.Hobby-Gartenteich.de und ganz besonders dessen Betreibern Annett, Jürgen und Joachim, die nicht nur die Idee zur „Wildvogel-Rettung.de  Webseite hatten, sondern sie auch so phantastisch in die Tat umgesetzt haben!

Hilflosen Vogel gefunden – was tun?

Aufrufe: 1075

Tagebücher meiner Zöglinge

Tagebücher meiner Zöglinge

In den ersten Jahren meiner Päppelarbeit habe ich die Tagebücher meiner Zöglinge, die bei mir landen, im Hobby-Gartenteich Forum öffentlich geschrieben.
Vielleicht können die Tagebücher Ihnen helfen, wenn Sie mit Ihrem Findling einen ähnlichen Fall haben.

Mitte Mai der Zöglingssaison 2018 überrollten mich dann die Ereignisse.
Es wurden so viele Vögel, dass ich mit dem Schreiben eines Tagebuches nicht mehr hinterher kam.
Insofern finden Sie hier ab 2018 bis 28.8.2019 nur noch die Übersichten der Zöglinge, die zu mir kamen.
Ab Januar 2020 habe ich angefangen, sporadisch
Impressionen aus der Wildvogelrettung
mit Videos und Fotos zu posten.

Zöglinge 2019

Stand 28.8.2019

Elster Robin – nach OP ging sie in eine Auswilderungsvoliere für Rabenvögel

40 Rauchschwalben
67 Mehlschwalben
   1 Rabenkrähe (Intensivpflege – zur AUswilderung weiter gegeben)
   1 Baumläufer
   2 Saatkrähen (Verdacht auf Schußverletzung)
   3 Mauersegler
   1 Dompfaff
   5 Kohlmeisen
   1 Zaunkönig
   1 Hausrotschwanz
   4 Buchfinken
   1 Uferschwalbe
   2 Bachstelzen
   8 Amseln
   1 Elster (Intensivpflege – zur AUswilderung weiter gegeben)
   1 Drossel
19 Haussperlinge
   3 Stare
   6 Feldsperlinge
   1 Türkentaube
   6 Blaumeisen
   1 Singdrossel
   1 Feldlerche
   5 Rotkehlchen
   1 Tannenmeise
———————
182 Vögel gesamt
davon 27 verstorben oder eingeschläfert

Zur Überwinterung 2018/2019 sind jetzt bereits sicher:
16 Mehlschwalben
10 Rauchschwalben

Zöglinge 2018

In diesem Jahr habe ich nur noch meine ersten Zöglinge dokumentieren können, dann wurden es so viele, dass es einfach nicht mehr ging.

Übersicht über alle Zöglinge, die in 2018 kamen:

Kohlmeise Bert

49 Rauchschwalben
   7 Mauersegler
29 Mehlschwalben
10 Haussperlinge
   1 Zaunkönig
   6 Kohlmeisen
   4 Feldsperlinge
   6 Amseln
   2 Bachstelzen
   1 Grauschnäpper
   1 Dompfaff
   1 Blaumeise
   1 Tannenmeise
   2 Grünfinken
  1 Trauerschnäpper
  1 Dohle (an andere STation weiter geleitet)
——————————
122 Zöglinge in 2018
davon sind 17 Stück entweder meist kurz nach Ankunft verstorben oder eingeschläfert worden.

Zur Überwinterung blieben wegen Gefiederschäden oder Verletzungen: 
5 Rauchschwalben
6 Mehlschwalben

1 Bachstelze

Nachfolgend noch die Tagebücher der ersten Findlinge des Jahres:
Für ein schnelles Auffinden der Einträge, habe ich unter dem Link des jeweiligen Tagebuchs (die grünen Überschriften der Jahrgänge sind die links!) die erste Beitragsnummer unter Angabe von Vogelart und das jeweilige Problem aufgelistet.  Bei Vögeln, die es nicht geschafft haben, ist dies gesondert vermerkt.

Sie können als Gast die Tagebücher lesen. Falls Sie auch Fotos angezeigt bekommen möchten, müssten Sie sich dort bitte anmelden.

Kohlmeisen Ernie und Bert

#53  Kohlmeisen Ernie und Bert
frisch geschlüpfte Küken wurden als letzte Überlebende einer kompletten Brut aus dem von den Eltern verlassenen Nistkasten gerettet

Haussperling Elbi 1

#47  Haussperling – Elbi 1
halbfertiger Nestling wurde ausgehungert und ausgekühlt in einer Reithalle gefunden
erfolgreich ausgewildert

#47  3 Amselästlinge
Kurzerwähnung  – alle 3 waren Katzenopfer
und verstarben innerhalb der ersten 2 Tage
nach Ankunft bzw. auf dem Weg zu mir.  

erfrorenes Küken

#39  nackter Nestling
wurde auf  der Straße gefunden – schwer unterkühlt
kam tot bei mir an

 

#32  Amsel
Katzenopfer – kam über das Tierheim,
Verletzungen am Rücken, Lähmungen der Beine
leider am 4. Tag nach Ankunft verstorben

Überwinterer 2017/18

#1 Fortsetzung der Berichte zu meinen Überwinterern aus dem Tagebuch 2017:
4 Mehlschwalben: Sid, Helga, Füssi und Fiete
3 Rauchschwalben: Trixie, Chip und Chap
1 Bachstelze: Stelzi
Stelzi: erfolgreich ausgewildert
Helga: erfolgreich ausgewildert
Chip und Chap: erfolgreich ausgewildert

Zöglinge 2017

Rauchschwalbe “Chap” und Bachstelze “Stelzi”

#622
2 Mehlschwalben “Füssi und Helga”

2 Rauchschwalben “Chip und Chap” 
1 Bachstelze “Stelzi”       
kamen als Überwinterer von einer Päppelstelle aus dem Raum Aachen zu mir, nachdem ich für meine Überwinterin “Trixie” noch Rauchschwalbengesellschaft suchte.

#552  3 Wellensittichküken
wurden in einem Schuhkarton auf meinem Dielentisch abgestellt. Ich fand sie dort. Sie wurden vermutlich den Eltern weggenommen.
Nach 24 Stunden Erstversorgung, die sich sehr aufwändig und schwierig gestaltete, da ich keine Erfahrung mit Welli s hatte und mühsam Infos sammeln musste, konnte ich eine kompetente Pflegestelle finden, wo ich sie noch am Abend hin fuhr.

Mehlschwalbe “Fiete”

#523  Mehlschwalbe “Fiete”
wurde im Sommer mit Gefiederschaden und flugunfähig im Nest zurückgeblieben gefunden und in eine Päppelstelle gebracht.
Dort wurde Fiete hervorragend gepflegt und med. versorgt. Leider stellte sich raus, dass ein Flügelgelenk steif bleiben würde.
Als die übrigen Mehlschwalben an der Päppelstelle ausgeflogen waren, wurde für Fiete Mehlschwalbengesellschaft gesucht und so kam Fiete zu meinem Sid.

Mehlschwalbe “Frido”

#509  Mehlschwalbe “Frido”
wurde von den Findern sorgsam gepäppelt aber aufgrund falscher Beratung einseitig mit im Zoohandel gekauften, nicht aufgefütterten Heimchen ernährt. Nach der Auswilderung kam sie einen Tag später wieder nach Hause und stürzte dort erschöpft ab.
Ausgewildert. 

Mehlschwalbe “Freddy”

#500  Mehlschwalbe “Freddy”
wurde nach Sturm entkräftet gefunden. Relativ klein, aber voll und intakt befiedert. Schwungfedern eine Seite geringgradig kürzer als die andere. Wurde von den Findern sofort gut gefüttert und erstversorgt und kam in gutem Zustand am nächsten Tag bei mir an.
Der Kot war noch nicht ganz in Ordnung.
Ausgewildert.

Mehlschwalbe “Manni”

#487  Mehlschwalbe “Manni”
unter dem Nest gefunden, sehr stark geschwächt, unterernährt, stark mit Milben verseucht, Gefiederschaden.
Wird überwintern müssen.

10 Tage nach seiner Ankunft unerwaret und ohne Vorwarnung verstorben

Rauchschwalbe “Falke”

#487  Rauchschwalbe “Falke”
am Boden gefunden, Nestling kurz vor dem AUsfliegen – massive Milbenverseuchung, stark unterernährt
Erfolgreich ausgewildert

Rauchschwalbe “Adlerchen”

#467  Rauchschwalbe “Adlerchen”
ist nicht mit seinen Geschwistern ausgeflogen und wurde noch tagelang gefüttert. Dann wurde er verlassen. Finder holten ihn aus dem Nest. Er war schwer mit Schwalbenlausfliegen befallen, teigiges Gefieder und wurde zwei Tage aufgrund falscher Informationen aus dem Internet mit
Tartar fehlernährt bevor er zu mir kam.
Erfolgreich ausgewildert.

Mehlschwalbe “Egon”

#428  Mehlschwalbe “Egon”
aus dem Nest gefallen, Rückführung nicht möglich.
Das Gefieder lässt auf Lausfliegenbefall im Nest schließen, was wohl Ursache der Nestflucht war. Ansonsten macht sie einen guten Eindruck. Erfolgreich ausgewildert. 

Rauchschwalbe “Schwalbi von Westensee”

#416  Rauchschwalbe “Schwalbi von Westensee”
wurde flugunfähig mit stark hängendem Flügel gefunden.
Da sich Besserung nur sehr langsam einstellt, muss sie eventuell überwintern. Ausgewildert

Rauchschwalbe “Trixie”

#411  Rauchschwalbe “Trixie”
wurde flugunfähig und ziemlich ausgehungert am Boden gefunden und erstmal aufgepäppelt.
Da sie sowohl Gefiederschäden als auch eine leicht hängende Schulter hat, wird sie überwintert werden müssen

Mehlschwalbe “Aerö”

#411  Mehlschwalbe “Aerö”
wurde verfangen in einem Pferdeschweifhaar aus dm Nest gerettet, als die Geschwister bereits ausgeflogen waren.
Ein Bein ist verletzt/unbrauchbar und die Schwungfedern des einen Flügels teilweise abgeschnürt.
Aerö erfolgreich ausgewildert.

Rauchschwalbe “Mecki”

#403  Rauchschwalbe “Mecki”
Nestling wurde unter dem Nest gefunden. Extrem abgemagert, Flaum/Gefieder teigig und stumpf, der Flaum geht zum Teil büschelweise aus. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Lausfliegenschadbild.
Zustand sehr kritisch. Erfolgreich ausgewildert.

Haussperling “Karlchen”

#395  Haussperling “Karlchen”
Nestling wurde hilflos in Reithalle gefunden. Augen entweder komplett zugewachsen/verklebt oder nicht vorhanden – ansonsten topfit. Wurde von der Finderin gepäppelt – leider massiv fehlernährt wegen falscher Empfehlungen von “Fachleuten”.
Karlchen lebt mit Fips in einem eigenen Gehege und hat gelernt, sich nach dem Gehör zu orientieren und eigenständig zu futtern.
Auch Fliegen nach Gehör funktioniert.
Karlchen und sein Mitbewohner Fips sind innerhalb weniger Stunden beide verstorben.  Vermutlich habe sie sich mit einer ansteckenden Krankheit infiziert.

Rauchschwalbe “Frodo”

#395  Rauchschwalbe “Frodo”
wurde in Stall gefunden – aus dem Nest gefallen. Heftiger Lausfliegenbefall, extrem abgemagert, Augen geschwollen, fast zu. Zustand sehr kritisch.
In der ersten Nacht gestorben

 

Mehlschwalben “Diego, Sid und Betty”

#391  Mehlschwalbe “Betty”
kam aus Handaufzucht – wurde korrekt ernährt und gehalten, sehr guter Allgemeinzustand. Flugversuche funktionierten nicht. Schulter hängt geringgradig – evtl. Neststurzverletzung.
Erfolgreich ausgewildert.

Rauchschwalben “Tinky und Alfi”

#390  Rauchschwalben “Tinky und Alfi”
2 Rauchschwalben wurden 4 Wochen bei FInder gepäppelt.
Fehlernährung mit Mehlwürmern. Flogen nach 4 Wochen immer noch nicht – darum kamen sie zu mir.
Beide erfolgreich ausgewildert.

Haussperling “Rex”

#390  Haussperling  “Rex”
Haussperling mit sehr schweren Ausfällen des zentralen Nervensystems, totale Kraftlosigkeit.
Vermutlich Wirbelsäulenschaden nach Sturz – wurde woanders gepäppelt und dann zu mir gebracht.
Verstarb nach der ersten Nacht bei mir.

vermutlich Amselküken

#384 verm. Amselküken
2 noch nackte Küken (kamen als Schwalbenküken wurden aber von Bestimmungsspezialisten auf Amselküken bestimmt) wurden nach einer Dachsanierung neben ihren toten Geschwistern am Boden gefunden. Es wurde Wasser mit einer Pipette verabreicht, was zu Wasser in den Lungen führte.
Beide Küken verstarben innerhalb der nächsten 24 Stunden.

Mehlschwalben “Diego und Sid”

#372 Mehlschwalben “Diego und Sid”
2 junge Mehlschwalben, die normalerweise ausflugbereit gewesen sein müssten, wurden auf dem Boden gefunden.
Beiden fehlen die Schwungfedern am rechten Flügel oder sind verkürzt.
Ursache unbekannt. Sie werden wohl bis zur Mauser überwintern müssen.
Diego erfolgreich ausgewildert, Sid muss überwintern. 

Haussprlinge “Nemo, Fussel und Nil”

#366 Haussperlinge “Nil, Fussel und Nemo”
von verschiedenen, erfahrenen Päpplern übernommen zwecks Mauser / Auswilderung, da die Vögel aufgrund unterschiedlicher Vorgeschichten Gefiederschäden bzw. Beeinträchtigungen nach Katzenkontakt hatten.
Nil und Nemo erfolgreich ausgewildert.
Fussel ist nach wie vor flugunfähig und hat jetzt eine Lebensstellung in ebenfalls behinderter Sperlingsgesellschaft in Wien gefunden.

#363 erwachsene Rauchschwalbe
wurde am Vortag Abends flugunfähig gefunden mit Verdacht auf Anflugtrauma und über Nacht zunächst ruhig gestellt.
Wurde mir am nächsten Tag gebracht.
Ist auf der Fahrt zu mir gestorben.

Rauchschwalbe “Feline”

#363 Rauchschwalbe”Feline”
Nestling wurde sehr stark geschwächt mit Schlagseite in einer Stallgasse gefunden. Teigiges Gefieder wie bei “Eric”, Schwalbenlausfliegen, ZNS Störungen, Seh- und Hörstörungen
Verstorben

Mauersegler Jerry

#317 Mauersegler “Jerry”
wurde sehr stark geschwächt und abgemagert am Boden gefunden und dann rund einen Tag mit Grashüpfer/Bananenbrei falsch ernährt, bevor er mir gebracht wurde. In der 2. Nacht verstorben

Rauchschwalbe “Smokey”

#313 Rauchschwalbe “Smokey” 
wurde im Rinnstein bei einem Supermarkt gefunden. Es ist unklar, ob sie aus einem Nest gesprungen ist oder ob sie bei einem ihrer ersten Flüge irgendwo gegen geflogen ist.
Erfolgreich ausgewildert.

Haussperling “Garfield”

#313 Haussperling  “Garfield”
wurde als Ästling, noch flugunfähig im Tierheim mehrmals aus dem Katzengehege geholt. Nachdem der Kleine immer wieder dort auftauchte und zuletzt einer Katze abgenommen werden musste, wurde er mir gebracht zur Restaufzucht. verstorben – unbekannte Ursache – keine Infektion

Rauchschwalbe “Schwalbi”

#298 Rauchschwalbe “Schwalbi”
wurde aus einem See gefischt – war kurz vorm Ertrinken.
Schulter hängt, kann nicht fliegen – vermutlich Trauma.
Erfolgreich ausgewildert

Haussperling “Yammi”

#283 Haussperling “Yammi”
Nestling ist in einer Reithalle aus dem Nest gefallen – Nest konnte für Rückführung nicht ausfindig gemacht werden. Vogel macht einen fitten Eindruck. Erfolgreich ausgewildert. 

Rauchschwalbe verstorben

#278 Rauchschwalbe
wurde am Boden flugunfähig gefunden – Ursache unbekannt – starker Lausfliegenbefall, sehr geschwächt.
innerhalb der 1. Stunde nach Ankunft verstorben

Spatz Karl – frisch geschlüpft

#278 Spatz “Karl”
ein Ei, aus dem gerade ein Küken schlüpfte, wurde auf dem Fußweg gefunden.
Erfolgreich ausgewildert.

Mehlschwalbe Ecki

#273 Mehlschwalbe “Ecki”
wurde auf der Strasse gefunden und einen Tag lang fehlernährt. Unter anderem mit Regenwürmern.
Erfolgreich ausgewildert.

die vier Flens

#273 Mehlschwalben “die 4 Flens”
Nest ist heruntergebrochen – Rückführung scheiterte. Alle Küken noch fast nackt, ein Kücken schwächelt sehr.
Erfolgreich ausgewildert

Rauchschwalbe Moritz

#263 Rauchschwalbe Moritz 
hat als einzige das Nest nicht verlassen, Überprüfung ergab einen hängenden Flügel dopplter, falsch verheilter Bruch auf dem Flügel.
Ausgewildert.

Parasitendrama im Schwalbennest

#263 Parasitendrama im Wildschwalbennest  
ein totes, halb verwestes Küken unter dem Nest – die restlichen Küken im Nest geschwächt. Versuch, die Küken zu retten und an die ELtern zurück zu geben. Erfolgreich

Amselästling Kati

#260 Amselästling Kati   
wurde in Stall gefunden – panisch – sehr aktiv – keine sichtbaren Verletzungen, aber es stimmt etwas mit dem einen Flügel nicht, Bein gebrochen.
Erfolgreich ausgewildert

#251 Zaunkönigästling   
Katzenopfer – keine sichtbaren Verletzungen ausser einer ABschürfung – machte einen topfitten
EIndruck und war sehr aktiv.
Nach einer Stunde verstorben

Buchfink Ebsi

#246 Buchfink Ebsi   
erwachsen – wurde mit Flügelverletzung vor einer Schule aufgefunden.
Erfolgreich ausgewildert

Rauchschwalbe Eric

#242 Rauchschwalbe “Eric”
einzige Überlebende aus Nestabbruch. Sehr schwach, massive Gefiederschädigungen/Federausfall  – vermutlich Hitze / Ernährungsmangelschaden.
Ende des 1. Tages verstorben

Mönchsgrasmücke Merlin

#242 Mönchsgrasmücke “Merlin”
Ästling wurde verlassen im Garten aufgefunden. Stammt vermutlich aus Handaufzucht. Bei der Auswilderung ist vermutlich was falsch gelaufen
In der 1.  Nacht verstorben – Grund unbekannt

#240 Rauchschwalbe”Tubby”
Nestling, fast flügge, am Boden gefunden – Rückführung nicht möglich. Keine weiteren Auffälligkeiten – erfolgreich ausgewildert

Rauchschwalbenküken “Fix und Foxy”

#239 Rauchschwalben”Fix und Foxy”
Praktisch über Nacht komplett kraftlos und apathisch geworden und auf dem Boden aufgefunden. Vermutlich wurden vergiftete Insekten aus abgespritztem Brennesselfeld von den Eltern verfüttert.
Fix ist verstorben
, Foxy erfolgreich ausgewildert
.

Amselküken Asterix und Obelix

#239 Amselnestlinge “Asterix und Obelix”
Wurden am Boden in einem Garten gefunden. Ein Nest oder zugehörige Eltern konnten nicht ausgemacht werden. Da sie gut genährt wirkten, wäre vermutlich eine Rückführung möglich gewesen, hätte aber ca einen halben Tag Zeit (für Beobachtung, kreative Unterbringung etc. erfordert)
Erfolgreich ausgewildert.

Amselästling Happy

#230 Amselästling “Happy”
Wurde am Boden hockend gefunden, zwei Stunden beobachtet – Eltern tauchten nicht auf und mitgenommen. Keine weiteren Auffälligkeiten.
Erfolgreich ausgewildert.

verwaiste Rotkehlchenküken unterkühlt und hungrig….

#214 Rotkehlchenküken
“die 3 Robins”

Ein Elternteil verschollen, zweiter tauchte nach Schlupf nicht wieder auf, ein Küken verschwand aus dem Nest – die restlichen 3 wurden völlig ausgekühlt nach einem knappen Tag im Nest ohne Mutter eingesammelt und mir gebracht.
(alle drei verstorben)

Haussperling – in Reithalle am Boden gefunden – unterernährt

#204 Haussperling (Spatz) Fips
Nestling wurde in einer Reithalle sehr stark unterernährt gefunden – Gefiederschäden – vermutlich Sehstörung – muss erst durchmausern, bevor er ausgewildert werden kann, falls sich das Augenproblem bessert.
Während der Waartezeit auf die Mauser stürzte er von einem Kletterast ab und zog sich ein schweres Trauma mit ZNS Störungen zu.
Fips lebt mit Karlchen in einem eigenen Gehege und hat gelernt, sich auch mit seiner linksseitigen Behinderung zu bewegen  und eigenständig zu futtern.
Fips und sein Mitbewohner Karlchen sind innerhalb weniger Stunden beide verstorben.  Vermutlich habe sie sich mit einer ansteckenden Krankheit infiziert.

Bachstelze Fridolin – Rachitis durch Fehlernährung

#204 Bachstelze Fridolin
wurde in NRW als Nestling gefunden, Nest zerstört. 8 Tage Handaufzucht mit massiver Fehlernährung – Rachitis – re. Bein verformt sich unter Last – erfolgreich ausgewildert

#181 Feldsperling Bruni
vermutlich Nesthäckchen, was zu früh mit den bereits weiter entwickelten Geschwistern aus dem Nest gehüpft ist und noch nicht fliegen konnte. Erfolgreich ausgewildert.

Rauchschwalbe Ayko – Schwanzfedern in Fliegenklebefalle verloren, Flügelfedern schwer verklebt

#176 Rauchschwalbe (erwachsen)  Ayko
wurde Opfer einer Klebefliegenfalle und verlor alle Schwanzfedern. Außerdem sind die Schwungfedern massiv verklebt. Erfolgreich ausgewildert.

Eihwi – Amselküken

#161 Amselküken Eihwi
noch nacktes Küken wurde mit Verletzung auf dem Rücken gefunden. Vermutlich wurde es von Räuber aus dem Nest geklaut und verloren. Wurde mir zunächst als Star bestimmt. Entpuppte sich später als Amsel. Erfolgreich ausgewildert

Herzi -Blaumeise

#119 Blaumeisenküken Herzi
noch nacktes Küken wurde vor dem Nest gefunden
– die übrigen Geschwister waren tot. Erfolgreich ausgewildert.

Felix – Rauchschwalbe

#118 Rauchschwalbe Felix
Fensteraufprallopfer – flugunfähig,
vermutlich Schulterprellung/Zerrung
Erfolgreich ausgewildert

Puh war auf einem so guten Weg…..

#1 Rauchschwalbe Puh
(und Winnie ff) 

Puh wurde mir aus Überwinterung gebracht: Nickhautvorfall, Leberprobleme, plötzlich schlechtes Fressen (verstorben)
Winnie erfolgreich überwintert, im Mai kurz vor der Auswilderung Schädelhirntrauma durch Unfall (verstorben)

 Zöglinge 2016

  • Tyri
    Tyri – Kohlmeise

    #1   Kohlmeise Tyri,
    Nestling/Ästling, Elsteropfer ohne erkennbare Verletzung – erfolgreich ausgewildert

    • Artspezifische Bedürfnisse sollten......
      Krah – Rabenkrähe

      #20   Rabenkrähe Krah,
      Nestling/Ästling Autounfall > hängender Flügel> erfolgreich ausgewildert
      .

    • #42   Haussperling Klausi,
      aus dem Nest gefallen
      > erfolgreich ausgewildert

      .
    • #53   Haussperling Klaudi,
      aus dem Nest gefallen> erfolgreich ausgewildert
      .
    • #53   Blaumeise,
      aus dem Nest gehüpft? Entwicklungsstörungen > am selben Tag verstorben
      .
    • #63   Haussperling Clausi,
      aus dem Nest gefallen > vorher
      woanders gepäppelt > fehlernährt
      > erfolgreich ausgewildert
      .
    • Gefiederschäden sind oft die Folge falscher Nährstoff-zusammensetzungen
      Claudi – Haussperling

      #63   Haussperling Claudi,
      aus dem Nest gefallen > vorher woanders gepäppelt > stark fehlernährt > sehr schwerer Gefiederschaden> erfolgreich ausgewildert

    • #131 Rauchschwalben Tic und Tac,
      aus Handaufzucht zum Auswildern
      > fehlernährt > verzögertes Ausfliegen
      > erfolgreich ausgewildert

      .
    • #159  Mehlschwalbe Lucky,
      erwachsen > wurde am Boden gefunden > evtl. Fensteropfer, erfolgreich ausgewildert
      .
    • die Zwei haben gerade ihre ersten Flugversuche hinter sich und waren erleichtert, als sie es geschafft hatten wieder in bzw. auf ihrem nest zu landen
      Tic und Punky – Rauchschwalben

      #166 Rauchschwalbe Punky,
      Nestling wurde in Futterkrippe gefunden > keine Auffälligkeiten
      > erfolgreich ausgewildert

      .

    • #201  Rauchschwalbe Ray,
      aus Handaufzucht zum Auswildern
      mit Fehlprägung
      > erfolgreich ausgewildert

      .
    • #209 Mehlschwalbe Piepsi,
      zum Auswildern aus Handaufzucht mit Fehlernährung> erfolgreich ausgewildert
      .
    • #217 Mehlschwalbe Woody,
      aus Handaufzucht fehlernährt > stürzt im Flug mit Krämpfen ab
      > erfolgreich ausgewildert

      .
    • #217 Drossel,
      schwer verletztes Katzenopfer
      am selben Tag verstorben

      .
    • Tom
      Tom – Mauersegler

      #241 Mauersegler Tom,
      aus Handaufzucht > einseitig ernährt > zur weiteren Aufzucht und Auswilderung> erfolgreich ausgewildert

    • #264 Bachstelze Mojo,
      erwachsen > flugunfähig, evtl. Flügelbruch > verstorben
      .
    • #280 Feldsperling,
      Fensteropfer >
      in der 1. Nacht verstorben
      .
    • Wynni hatte eine Augenverletzung und konnte fast nichts sehen
      Wynni – Mehlschwalbe

      #302 Mehlschwalbe Wynni,
      stark sehbehindert >  fast blind aus Handaufzucht übernommen> ausgewildert

      .

    • Flynn . . .
      Flynn – Mehlschwalbe

      #315 Mehlschwalbe Flynn,
      aus Handaufzucht zum Auswildern, fehlernährt > leichte Gefiederschäden> erfolgreich ausgewildert

      .

Robby . . .
Robby – Haussperling

  • #348 Haussperling Robby,
    aus Nest gefallen > einen Tag vorm
    Auswildern gegen eine Wand geflogen
    verstorben.
  • #388 Mehlschwalbe Fibi,
    wurde auf Straße gefunden> erfolgreich ausgewildert

    .
    .
  • wenn der Vogel nicht individuell pflegebedürftig ist, ist er in einer Gruppe mit Artgenossen am besten aufgehoben
    Flori, Winnie, die 3 Musketiere, Mig und Mag – Rauchschwalben

    #413 Rauchschwalbe Flori,
    Nestflucht wegen Parasiten > Verdauungsstörungen> erfolgreich ausgewildert

    .

  • #413 Rauchschwalbe Winnie,
    verzögerte Gefiederbildung/ Hülsenöffnung nach Fehlernährung
    plus vermutlich angeborene Defizite
    > sie überwintert bei mir bis zur nächsten Mauser 2017
    .
  • #413 Mehlschwalben Bonnie und Clyde,

Ein Dach über dem Kopf
Fibi, Bonnie und Clyde – Mehlschwalben

zur Auswilderung aus Handaufzucht > leichte Gefiederschäden nach Fehlernährung> erfolgreich ausgewildert

  • #418 Mehlschwalben Fritz und Franz,
    erwachsene Jungschwalben,
    fehlernährt> erfolgreich ausgewildert
    .
  • #427 Rauchschwalben “3 Musketiere”,
    aus parasitenverseuchtem Nest > Rückgabeversuch scheiterte> erfolgreich ausgewildert
    .
  • #439 Rauchschwalben Mig und Mag,
    aus Handaufzucht übernommen > fehlernährt > waren aus parasiten-
    verseuchtem Nest gesprungen
    > erfolgreich ausgewildert
    .
  • Winnie und Willi
    Winnie und Willi – Rauchschwalben

    #485 Rauchschwalbe Willi,
    Katzenopfer > Flügel verletzt > Schwungfedern ausgerissen > Willi überwintert bis zur Mauser im Frühjahr 2017 bei mir verstorben

Welcher Vogel ist das? – Marco!!!
  • #1  5 nackte Küken, vermutlich Grünfinken,
    Nestlinge unter frisch geschnittener Hecke gefunden > Handaufzucht durch den Finder mit telefonischer Unterstützung  > 1 Küken verstarb am ersten Tag, die übrigen nach einer guten Woche
    .
    .
  • Spatz - Haussperling www.wildvogel-rettung.de
    Spatzi – Haussperling

    #20   Haussperling Spatzi
    Nestling > Nest brach bei Sturm vom Giebel > wurde mir als Schwalbe gebracht  > keine Auffälligkeiten > normal aufgezogen und ausgewildert

  • Bachstelze www.wildvogel-rettung.de
    Marco und Polo – Bachstelzen

    #40  Bachstelzen Marco und Polo, die wir Anfangs für Rotschwänze hielten, 2 halbnackte Bachstelzenküken, die in ihren ersten Lebenstagen durch ein Unglück  3 Tage und 2 Nächte ohne Nest, ohne Eltern (also ohne Nahrung und Wärme) bei schlechtem Wetter unter freiem

    Bachstelzen www.wildvogel-rettung.de
    Marco und Polo – Bachstelzen

    Himmel verbrachten bevor sie gefunden wurden. Verkrüppelungen als Folge dieser Mangelernährung > die Frage, ob sie überhaupt in der Natur würden überleben können > die Amputation eines Zehs > langes, umfangreiches Lauf- und Jagdtraining in der Natur und das “Happy END bzw. das Happy BEGINNIG”…….

  • Bachstelze www.wildvogel-rettung.de
    Marco – Bachstelze

    Bachstelze www.wildvogel-rettung.de
    Marco – Bachstelze
  • Rauchschwalbe www.wildvogel-rettung.de
    Sowi – Rauchschwalbe

    #230  Rauchschwalbe Sowi,
    erwachsene Jungschwalbe vermutlich Fensteropfer > schwere Flügelprellung wurde bei Finder behandelt und gepflegt > Abgabe bei mir, da die Schwalbe nach Ausheilung nicht wieder richtig koordiniert fliegen konnte > Lichtmangel und Fehlernährung be
    i der Pflege > unter anderem ZNS Störungen wegen Vit. B Mangels> erfolgreich ausgewildert

Schwalben in Haus und Garten
  • Mehlschwalbe www.wildvogel-rettung.de
    Mini und Maxi – Mehlschwalben

    #1  Mehlschwalben Mini und Maxi
    Nest war abgestürzt > Küken waren fast flügge > keine weiteren Auffälligkeiten> erfolgreich ausgewildert

.

  • Rauchschwalbe www.wildvogel-rettung.de
    Sunny – Rauchschwalbe

    #36  Rauchschwalbe Sunny
    wurde aus Nest geworfen > verfärbte Schleimhäute > Verdacht auf Pestizidvergiftung > erfolgreich ausgewildert

    .

  • Rauchschwalbe www.wildvogel-rettung.de
    Sunny – Rauchschwalbe

    .

    #180  Telefonberatung

Küken aus Nest gesprungen > Parasiten > behandelt > Rückgabe an Eltern

Rauchschwalbe www.wildvogel-rettung.de
Findi und Nesthäkchen – Rauchschwalben

  • #210  Rauchschwalbe Nesthäkchen
    beim Ausfliegen als einzige von mehreren Geschwistern auch nach mehreren Stunden nicht in der Lage vom Boden hoch zu fliegen > war d
    ie Kleinste der Brut > 3 Tage später verstorben, es bestanden geschwürige Veränderungen im Kropf
  • Rauchschwalbe www.wildvogel-rettung.de
    Findi – Rauchschwalbe

    #210  Rauchschwalbe Findi
    Jungvogel > wurde flugunfähig auf Fahrradweg gefunden > schwerer Gefiederschaden > vermutlich aus fehlernährter Handaufzucht a
    usgewildert worden > wurde nach mehreren Ausflügen mit anderen Jungschwalben vom Sperber abgegriffen

  • #238  Rauchschwalbenküken aus Nest “gefallen”
    wurde von Tierärztin gebracht > keine äußeren Verletzungen > sehr schwach > verstarb einige Stunden später
    .
  • #267  Haussperling Spatzi (s.o.)
    Beginn seiner Geschichte > Fortsetzung unter # 20 
    Welcher Vogel ist das? – Marco!!!
    .
  • #267 diverse Telefonberatungen
    zu heruntergebrochenen Mehlschwalbennestern
    .
  • Rauchschwalbe www.wildvogel-rettung.de
    Kami – Rauchschwalbe

    #278  Rauchschwalbe Kami
    erwachsene Schwalbe
    > vermutlich Fensteropfer<
    Flügelverletzung > Tierarzt > verstorben (Bruch)

  • #297 Rauchschwalben Tic, Trick, Tac und Liesl
    Nest runtergebrochen > Rückgabeversuche scheiterten > keine weiteren Auffälligkeiten > erfolgreich ausgewildert
    .
  • #308  3 Mauersegler
    erwachsen > wurden auf einem C
    ontainerschiff gefunden > totale Erschöpfung> erfolgreich ausgewildert

Rauchschwalbe www.wildvogel-rettung.de
…die zwei Überlebenden aus #342 – Rauchschwalben

  • #342  2 Rauchschwalbenküken
    aus parasitenverseuchtem Nest geholt (3. Küken lag verendet im Nest) > behandelt > erfolgreich an Eltern zurück gegeben
Bevor ich im Gartenteichforum begann, die Tagebücher zu führen, habe ich für zwei Zöglinge  Aufzucchtberichte für verschiedene Veröffentlichungen  geschrieben:
2013
Amsel Fritzie

Amsel Fritzie

Fritzie war ein Amselästling, der Opfer einer Katze wurde und mit einem unbrauchbaren Bein aufgrund eines Nervenschadens zu mir kam.

.

2011
Rauchschwalbe Pummelchen und seine Schwester

Rauchschwalbe Pummelchen und seine Schwester

Pummelchen und seine Schwester stammen aus einem Nest, welches offensichtlich während des Schlupfes von der Decke fiel.
Morgens fanden wir eine handvoll nackter, kleiner Küken eiskalt und scheinbar tot am Boden.

Aufrufe: 2494

Achtung Kunstnester für Mehlschwalben

Achtung – Mehlschwalbenkunsnester – Einfluglöcher oft zu klein!

Bitte lest diesen Schriftwechsel, bevor Ihr Eure künstlichen Nisthilfen beschafft und anbringt!
Eine Diskussion zu diesem Beitrag findet sich außerdem auf meiner Facebookseite hier

Andreas Menz hat mich per e-mail angeschrieben und weil das Problem wirklich dramatisch ist, bat ich darum, seine mail veröffentlichen zu dürfen.
Kopie mit Einverständnis des Autors Andreas Menz:

Hallo Kirstin,

sorry, dass ich Dich auf diesem Wege “belästige”, aber ich habe da was ziemlich dringliches (glaube ich) zu berichten :(…

Es geht um die Mehlschwalben- Nisthilfen von Schwegler (oder auch sonstige baugleiche).
An unserer Gemeinde brüten jedes Jahr ein paar Paare Mehlschwalben, die da auch meist zwei Bruten ausbringen, und das sowohl in selbstgebauten Nestern als auch genannten Nisthilfen.

Letzten Sonntag (also quasi vorgestern) habe ich mir mal den neu gepflasterten Parkplatz angeschaut (für mich als GaLa- Bauer ja von Interesse) und auch gleich geschaut, ob die intensive und ja ungewöhnliche Geschäftigkeit die Schwalben irgenwie gestört hätte (dies Jahr nur drei Paare). Soweit sah alles gut aus, dann fiel mir aber an einem bewohnten Kunstnest (erkenntlich am großen Kothaufen auf dem Brett darunter) auf, dass da scheinbar immer mal Altvögel anfliegen wollten, aber ein schlapp wirkender Jungvogel im Eingang hing.
Schnell war klar, dass der tot war, und die schnell organisierte lange Leiter, um da vllt. noch irgendwas retten zu können, erbrachte leider sehr unschönes.

Der tote Jungvogel war bereits mumifiziert, und steckte im Einflugloch fest.
Das war durch kleben gebliebenen Kot etwas verengt, so dass der wohl ausfliegen wollende Jungvogel (der wie seine vier ebenfalls toten und mumifizierten Geschwister im Nest voll entwickelt und ausgefiedert war…) steckenblieb und weder vor noch zurück konnte, so dass letztlich die komplette, voll entwickelte und zum Ausfliegen bereite Brut umkam.
Die Brut war ganz sicher von diesem Jahr, da die Nester jährlich gereinigt bzw. der Kot jährlich beseitigt werden, ich weiß nur nicht, ob die erste oder zweite. Da noch Altvögel anfliegen wollten, kann das ganze Unglück aber noch nicht all zu lange her gewesen sein. Die Jungen waren zwar bereits alle mumifiziert und das Nestinnere trocken, aber Aasfresser und Fliegenpuppen waren teils noch aktiv bzw. verpuppt.

Diese Sache nimmt mich nun doch sehr mit, vor allem, weil es die komplette schon voll ausgereifte Brut erwischt hatte, und nicht etwa nur einen Jungvogel oder so. Und das Unglück kam dadurch zustande, dass das Einflugloch durch den Kot (der sehr hart war) so verkleinert war, dass der erste Jungvogel da entweder nur halb durch, und dann nicht mehr vor oder zurück kam, oder im seinerzeit vllt. erst halb getrockneten Kot festklebte und so erst recht immobil wurde…

Als ich das betroffene Nest abnahm (sonst hätte ich da nichts bewegen können, da fünf Meter hoch auf meiner Leiter und ich mit Höhenangst, die mir da aber erstmal egal war), fiel mir dabei auf, dass die Betonwand dieser Nisthilfen sehr dick ist. Ich will meinen, dass das sicher 3 cm sind, desweiteren, dass die sehr flach im Innenraum sind, sowie das Einflugloch doch eher schmal und weit. Und meine Fragen wären darum/ dazu:

a) Ist das nötig, dass die Schalenwände SO dick sind?

b) Warum sind die aus purem Beton und so geformt, wie sie sind?

Ich empfinde die Form und die Raummaße nur bedingt Naturnestern nachempfunden, und vor allem unterliegt ja bei natürlichen Nestern vor allem das Einflugloch einer gewissen Erosion über die Brutdauer, so dass da solche Engstellen meiner Ansicht nach erst gar nicht entstehen können.
Des weiteren fiel mir auf, dass die Wanddicke durchgehend gleich ist, das Einflugloch ist quasi nur “reingesägt”, die Wand ist überall gleich dick, um dann mit scharfer Kante nach außen wie in den Brutraum hinein abzukippen.
Nicht wie bei Naturnestern unmittelbar am Flugloch doch verjüngend und vor allem dünner und gerundet abfallend, so dass bei denen die Wand um das Einflugloch doch für die Vögel um einiges leichter passierbar bzw. überwindbar ist. Sondern alles ein solider Block Beton- der in dieser Dicke und Härte der ersten ausflugsbereiten jungen Schwalbe dann auch zum Verhängnis wurde, weil nach vorne hin die Kotlage zu dick und hart war, um dort weiterzukommen, als auch nach hinten zu viel Strecke weiterhin geraden, dicken Betons war, als dass der Jungvogel sich wieder hätte lösen können.

Dieser Unglücksfall wird sicher eine große Ausnahme sein, nehme ich an, da Schwegler seine Nisthilfen ja eigentlich ziemlich gründlich und facettenreich durchdenkt, aber ich muss da doch einige Kritikpunkte bemerken.
Und ich wende mich nun an Dich, weil Du ja doch sehr im Schwalbenschutz engagiert bist, und ich fragen möchte, ob man da mit den Herstellern für Mehlschwalben- Nisthilfen nicht vllt. doch einige Verbesserungen an den Nisthilfen installieren könnte?
Wie zB Nisthilfen mit etwas geräumigerem Brutraum, weniger dicken Wänden, sowie als wichtigster Innovation vor allem vllt. ein viel größeres Einflugloch, dass die Schwalben (die Naturnester ja auch ausbessern, wenn beschädigt) sich dann selber passend zurecht bauen können. Bzw. zumindest Einflugsloch- Rändern, die nicht wie in dem fraglichen Modell durchweg klotzig 3 cm dick sind, sondern sich auf vllt. 1 cm verjüngen, und vllt. vor allem auch nur 1 cm tiefer ausgerandet sind (die Weite ist bei dem fraglichen Modell zu breit, die Tiefe aber zu knapp, bzw. so ganz gerade soeben passend, also schon sehr eng).
Dann wäre ein gewisser Kotrand am Nesteingang kein solches Problem mehr, das eine ganze Brut tötet, weil der erst- ausfliegende Jungvogel nicht drüber hinweg kommt (die Kleine war wirklich eingekeilt im Flugloch- konnte sie letztendlich nur durch Zerbrechen rausbekommen…), und über einen Fluglochrand von nur 1 cm könnte die Schwalbe dann viel leichter hinweggleiten, als über einen von 3 cm… Was bei so kleinen, in den Beinen schwachen Vögeln wie Mehlschwalben ja schon erhebliche Kategorien sind…

Wie gesagt: Ist mein Vorfall ein Einzelfall, oder hast Du Kenntnis von doch durchaus mehr Problemen mit Mehlschwalben- Nisthilfen?
Mir kommen die betont knapp gehalten vor, eventuell um Spatzen die Ansiedlung zu verleiden, aber wenn dadurch bei bereits nur kleinen Hindernissen (die hinderliche Kotschicht war keine bzw. maximal 5 mm dick) komplette gesunde, voll ausgebildete Bruten des Todes sind, dann sehe ich darin wirklich keinen Sinn.
Dann lieber Spatzenbesiedlung riskieren, die ja auch irgendwo nisten müssen (zumal die auf fertige Höhlen angewiesen sind- Schwalben eher nicht so, denen auch eine schöne Lehmpfütze gut hälfe…), als sowas…

Wenn es solche Vorfälle doch häufiger gibt, könnte man zusammen mit Dir und den Herstellern dann nicht sinnigere Lösungen erarbeiten? ZB auch, dass die nicht aus 3 cm dickem Massivbeton bestehen (kein bisschen atmungsaktiv oder feuchtigkeitsregulierend wie die Naturnester), sondern vllt. nur aus 2 cm Lehm- Betongemisch oder dergleichen? Oder gar, wenn es denn billiger ist, nur 1 cm Beton, dann aber mit vorgefertiger Schalenrohform aus Drahtgitter, was eine wesentlich dünnere Gesamtwand erlauben würde, die als Beton aber auch mit nur 1 cm Dicke noch hält?

Ich finde es ganz ehrlich megasch…ße, dass durch nur 3- 5 mm Kot im Flugloch die ganze Sache bereits so eng ist, dass da kein flügger Jungvogel mehr durchpasst, stecken bleibt und daraufhin eine ganze Brut elend verhungert und verdurstet. Mega Sch…ße, die Sache, die mich auch immer noch sehr mitnimmt :(!

Liebe Grüße,
Andreas
Kopie Ende

Mini und Maxi

Meine ANtwort
Kopie:
Hallo Andreas,
wie furchtbar!
Und ja, das ist ein mir schon lange bekanntes Problem.
ich habe bereits einmal eine e-mail 2016 an Schwegler geschickt und nie eine Antwort erhalten.
Ich habe damals zwei Mehlschwalben in einem Schwegler Kunstnest, welches ich unter mein Carportdach montiert hatte von Hand aufgezogen. (Anm.: s. Foto)

Dabei stellte ich erstens fest, dass die Küken sich, als sie älter wurden und aus dem Loch bettelten, das Halsgefieder beschädigten und zweitens, dass das größere Küken, als es ausgewachsen war nicht mehr durch das Einflugloch passte.

Ich hatte Schwegeler damals in einer e-mail auf das Problem hingewiesen und darum gebeten, das zu ändern.
Ich bekam keine Antwort und es hat sich nichts geändert.

Ich rate immer und überall dazu, diese Nester nicht zu kaufen oder mit Hilfe einer Flex das Einflugloch deutlich zu vergrößern.
Viel idealer für die Mehlschwalben sind die Anbaunester
https://www.nistkasten-online.de/Mehlschwalben-Anbaunest-Nr…

Hier können die Eltern das Einflugloch selbst fertig stellen und dann jederzeit so umbauen / erweitern, wie sie es benötigen.

……..

LG
Kirstin
Kopie ENde

Das Foto ist aus meinem Archiv – Piepsi habe ich in einem solchen Nest 2016 aufgezogen.
Da das Einflugloch so klein war, dass die fast ausgewachsene Piepsi nicht mehr raus passte, habe ich (auf dem Foto erkennbar) die Dachplatte des Nestes mit einem Seitenschneider aufgeschnitten – trotzdem ist das Loch immer noch kritsch.

Aufrufe: 89

Vogel gegen Fensterscheibe geflogen

Ein Vogel ist  gegen die Fensterscheibe geflogen?

 

Schnellinfo:
Ist der Vogel sichtbar verletzt, flugunfähig, benommen/schwankend oder ohnmächtig?

  • benommen, schwankend oder ohnmächtig, sonst unverletzt:  Mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt eine Gehirnerschütterung vor.  Ggf. verstirbt der Vogel innerhalb der nächsten Stunde.
    sofort
    aufnehmen > in ein kleines, ausgepolstertes, dunkles Behältnis setzen > an einem ruhigen Ort bei normaler Zimmertemperatur (nicht zu warm) abstellen > mind. 2 Std. komplett ungestört in Ruhe lassen.
    Wenn der Vogel sich komplett erholt hat und wieder topfit wirkt (Flugfähigkeit in einem überschaubaren Raum mit abgehängten Fenstern und Spiegeln testen) > am Fundort wieder in die Freiheit entlassen. Wenn der Vogel sich etwas erholt, aber “angeschlagen”  oder unverändert bleibt > Ausführungen zu Gehirnerschütterung lesen (Sie stehen im link im ersten Teil) und ggf.  Tierarzt kontaktieren.
  • sichtbar verletzt:  aufnehmen > in ein kleines, ausgepolstertes, dunkles Behältnis setzen > zum Tierarzt bringen > gesund pflegen >oder Pflegestelle suchen
  • flugunfähig, sonst offenbar fit: es liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit  eine Zerrung, Prellung oder Bruch vor > aufnehmen > in ein kleines, ausgepolstertes, dunkles Behältnis setzen > zum Tierarzt bringen > gesund pflegen >oder Pflegestelle suchen

Sowi war ein Fensteropfer. Er hat sich eine starke Prellung des Flügels zugezogen. Nach ca. einer Woche machte er erste, unbeholfene Flugversuche, nach 2 Wochen konnte er in die Freiheit entlassen werden
Rauchschwalbe Sowi war ein Fensteropfer. Er hat sich eine starke Prellung des Flügels zugezogen. Nach ca. einer Woche machte er erste, unbeholfene Flugversuche, nach 2 Wochen konnte er in die Freiheit entlassen werden

Kami war ein Fensteropfer. Sie zog sich einen Bruch am Flügelansatz zu und hat es nicht geschafft.
Rauchschwalbe Kami war ein Fensteropfer. Sie zog sich einen Bruch am Flügelansatz zu und hat es nicht geschafft.

Der kleine Feldsperling war nach einer Fensterkollision nahezu bewusstlos. Nach ca. 15 Minuten in einem abgedunkelten Karton unter einer Wärmeplatte hatte er sich erholt. Er flog draußen lauthals schimpfend zu den anderen Sperlingen in den Knick.
Der kleine Feldsperling war nach einer Fensterkollision nahezu bewusstlos. Nach ca. 15 Minuten in einem abgedunkelten Karton unter einer Wärmeplatte hatte er sich erholt. Er flog draußen lauthals schimpfend zu den anderen Sperlingen in den Knick.

Aufrufe: 28233

Verletzten Vogel gefunden

Sie haben einen verletzten Vogel gefunden


ausführlichen Rat finden Sie unter verletzten Altvogel pflegen und verletzten Vogel einfangen und  Hilflosen Vogel gefunden

Schnellinfo:
Ist der Vogel:  ein Jungtier oder ein Altvogel?

In jedem Fall bei einer erkennbaren Verletzung so einfangen und “einpacken”, dass die Verletzung möglichst vor Berührung geschützt wird und sofort einen Tierarzt kontaktieren

Nach der tierärztlichen Versorgung selbst gesund pflegen oder Pflegestelle suchen

 

Aufrufe: 1379

Verletzten Vogel einfangen

Sie wollen einen verletzten Vogel schonend einfangen?

Wenn wir einen hilfsbedürftigen Vogel finden, ist es bei verwaisten Küken und Jungvögeln normalerweise einfach, sie aufzusammeln.

Erwachsene Bachstelze flugunfähig. Flügel rechts hängt - sie braucht Hilfe
Mojo hätte man ohne ein Tuch nicht einfangen können. Obwohl flugunfähig mit schwer verletztem Flügel war sie noch so gut zu Fuss, dass man sie vermutlich zu Tode gejagt hätte, hätte man so versucht, sie zu greifen.

Bei verletzten Altvögeln kann sich das schon schwieriger gestalten. Meistens sind sie so verletzt, dass sie trotzdem noch recht beweglich sind.  Da sie uns als Gefahr betrachten – sie wissen ja nicht, dass wir helfen wollen – versuchen sie mit allem, was sie noch einsetzen können, zu flüchten oder sich sogar durch Einsatz von Schnabel und/oder Krallen zu verteidigen.
Zu viel Stress kann bei Vögeln schnell zum Tod führen. Die Verletzung, Schmerzen und das Wissen, nur eingeschränkt fluchtfähig zu sein, bedeutet für den Vogel schon ein hohes Maß an Stress. Wenn Sie einen verletzten Vogel finden, der offensichtlich noch in der Lage ist, vor Ihnen davon zu hüpfen, versuchen Sie bitte nicht, hinterher zu jagen.

Junge Rabenkrähe mit schwer verletztem Flügel - eindeutig hilfsbedürftig
Krah war aus dem Nest gefallen und von einem Auto angefahren worden. Sie flüchtete sich in einen Hauseingang, wo die Bewohner ihr lautstarkes Angstgeschrei als Angriff fehlinterpretierten. Mit einem Laken konnte Krah eingefangen werden…

Vögel reagieren mit einem starken Fluchtreflex auf jede kleinste Bewegung. Dunkelheit dagegen lässt sie zur Ruhe kommen, da sie Bewegungen nicht mehr sehen. Nehmen Sie also ein Tuch, ein Laken, eine Decke, eine leichte Jacke oder sonst etwas, was nicht zu schwer ist und versuchen Sie, dieses vorsichtig über den Vogel zu werfen.  Dabei müssen Sie sich langsam und mit sparsamen Bewegungen dem Vogel nähern.  Wenn sich der Vogel unter dem Laken befindet, nehmen Sie ihn ganz vorsichtig mitsamt Laken auf. (versuchen Sie, den Vogel nicht an den Stellen anzuheben, an denen Sie zuvor die Verletzungen ausgemacht haben (z.B. Flügel)).

..als Krah ca eine Std. später bei mir eintraf und ich sie aus dem Tuch wickelte, mit dem sie eingefangen wurde, war sie erschöpft, aber sie hatte sich so weit beruhigt, dass sie ruhig auf der Sitzstange im Esszimmer sitzen blieb und anfangen konnte, sich etwas zu entspannen.
..als Krah ca eine Std. später bei mir eintraf und ich sie aus dem Tuch wickelte, mit dem sie eingefangen wurde, war sie erschöpft. Aber sie hatte keine Panik mehr. Sie hatte sich so weit beruhigt, dass sie auf der Sitzstange im Esszimmer sitzen blieb und anfing, etwas zu entspannen

Wenn Sie einen Karton o.ä. zur Hand haben, der nur so gross ist, dass der Vogel darin wenig Bewegungsfreiheit hat, polstern Sie diesen gut aus. Bilden Sie in der Mitte eine Art Mulde, damit der Vogel von allen Seiten gestützt ist und setzen ihn ohne das Laken zu entfernen da rein. Dann heben Sie das Laken ab und verschließen den Karton (auf Luftzufuhr achten).  Haben Sie keinen Karton zur Hand, belassen Sie den Vogel unter dem Laken und halten ihn so ruhig wie möglich, bis Sie beim Tierarzt eintreffen.

Aufrufe: 3280

Verletzten Altvogel pflegen

Verletzten Altvogel pflegen

Wenn Sie einen verletzten Altvogel finden, dann wird Sie abhängig von der Art der Verletzung Ihr erster Weg zum Tierarzt führen. Nach der tierärztlichen Versorgung wird der Vogel abhängig von der Art seiner Beeinträchtigungen mehr oder weniger lange gepflegt werden müssen.
Zunächst sollten Sie sich darum überlegen, ob Sie den Vogel selbst pflegen wollen, oder ob Sie eine geeignete Pflegestelle suchen möchten.

Wenn Sie sich entschließen, den Vogel selbst zu pflegen, müssen Sie sich zunächst einmal um eine passende Unterbringung und um eine geeignete Ernährung kümmern.

Falls Sie es noch nicht wissen, sollten Sie zunächst einmal herausfinden, was für einen Vogel Sie gefunden haben. Hier hilft Ihnen vielleicht eine  umfangreiche Sammlung von Vogelfotos.  Mit Hilfe von Vogelsteckbriefen können Sie herausfinden, wovon sich der Vogel in der Natur ernährt. Eine Vielzahl hervorragender Vogelsteckbriefe hier und  Wikipedia liefern für viele Vogelarten sehr fundierte und umfangreiche Informationen.
Soweit es Ihnen möglich ist, sollten Sie versuchen, den Vogel mit seinen natürlichen Nahrungsmitteln, die Sie in der Natur sammeln, oder solchen, die der natürlichen Nahrung sehr nahe kommen, zu versorgen. Die Gründe, warum ich eine natürliche Ernährung bevorzuge und empfehle, habe ich in dem Kapitel “Erste Schritte – selber päppeln” ausgeführt.

 

Spatz Claudi hatte gefiedrschäden und musste seine Mauser abwarten, bevor er wieder fliegen konnte. Sandbad, täglich frische Wildkräuter und Wildgräser und....
Spatz Claudi hatte Gefiedrschäden und musste seine Mauser abwarten, bevor er wieder fliegen konnte. Sandbad, täglich frische Wildkräuter, Wildgräser und….

Auch, wenn es in diesen Beiträgen primär um die Fütterung von Jungvögeln und Nestlingen geht, so sind die Prinzipien bei Altvögeln gleich. Darum empfehle ich Ihnen, das Kapitel Fütterung ff. durchzulesen.
Wenn Ihnen keine Fütterung mit den zur Art passenden Futtermitteln aus der Natur möglich ist, denken Sie bitte daran, dass der Vogel  u.U. Nahrungsergänzer braucht.

....Kletter- und Versteckmöglichkeiten machten ihm die Zeit erträglich
….Kletter- und Versteckmöglichkeiten machten ihm die Zeit erträglich

Diese müssen für Wildvögel im allgemeinen und für Ihre Vogelart im besonderen geeignet sein.
Die allermeisten Singvogelarten können von Anfang an ihr Futter selbst aufnehmen, wenn Sie Ihnen geeignetes Futter hinstellen. Nur bei wenigen (z.B. Schwalben) kann es geschehen, dass sie erst lernen müssen, tote Futtertiere aus einer Schale zu essen, da sie normalerweise Insekten im Flug fangen. Bei diesen Vögeln habe ich die Erfahrung gemacht, dass es stressfreier und leichter ist, den Vögeln zunächst noch zappelnde Futterinsekten (z.B. Schuster, Fliegen) mit der Pinzette hin zu halten, als sie “zwangszuernähren”.
Wenn der Vogel gelernt hat, die zappelnden Insekten von der Pinzette zu nehmen, kann man die Insekten tot anbieten. Sowie der Vogel auch diese nimmt, ist es normalerweise kein Problem mehr, die Insekten auch in einer Schale anzubieten.
Bitte denken Sie daran, dass Altvögeln immer zusätzlich eine Schale mit frischem Wasser zum Trinken und Baden angeboten werden sollte.

 

Kami hatte einen Bruch am Flügelansatz. Damit sie nicht abstürzt, bekam sie einen Sitzzweig direkt über der Einstreu.
Rauchschwalbe Kami hatte einen Bruch am Flügelansatz. Damit sie nicht abstürzt, bekam sie einen Sitzzweig direkt über der Einstreu.

Bezüglich der Unterbringung wird es bei verletzten Altvögeln schwieriger. Hier lassen sich keine konkreten “Anleitungen” geben. Die Art der Unterbringung ist individuell davon abhängig, welche Vogelart sie haben und welcher Art die Verletzung ist.

 

Wynni hatte eine Augenverletzung und konnte fast nichts sehen
Mehlschwalbe Wynni hatte eine Augenverletzung und konnte fast nichts sehen – sie hatte ein offenes Gehege mit Tageslicht-Beleuchtung, Zweigen und Ästen, die durch erklimmbare Brücken und stege verbunden sind,  im Esszimmer.

 

Es gibt einige Faustregeln, die für jeden Wildvogel gelten:

  • Wildvögel niemals in Gitterkäfigen oder vergitterten Volieren unterbringen, da der Vogel sich leicht am Gitter das Gefieder beschädigen kann
  • flugunfähige, in ihrer Bewegung eingeschränkte und sehbehinderte Vögel so unterbringen, daß sie nicht abstürzen können
  • Beleuchtung mit Tageslichtspektrum inkl. UV
    Beleuchtung mit Tageslichtspektrum inkl. UV

    auch, wenn der Vogel “am Boden” sitzt, unterschiedlich dicke Äste und Zweige rein legen, auf denen er sitzen kann. Die Füße von Vögeln müssen “greifen” können – sitzen sie tagelang auf flachen Oberflächen, schädigt das die Bänder und Sehnen und kann zu Entzündungen im Fuß führen

  • Je nach Vogelart Sand, Erde und/oder Grit mit einstreuen oder in einer Schale anbieten – viele Vögel benötigen die Aufnahme kleiner “Steinchen” für eine korrekte Verdauung, viele Singvögel nehmen regelmäßig Staubbäder zur Gefiederpflege.
  • Wird der Vogel länger als drei oder vier Tage bei Ihnen sein, benötigt er ungefiltertes (ohne Fenster) Tageslicht – ist das nicht natürlich möglich, sollten Sie eine Lampe mit Tageslichtspektrum inklusive UV anbringen.

Der Tierarzt wird Ihnen gesagt haben, ob es bei der Haltung und/oder Unterbringung etwas zu beachten gibt, z.B. dass der Vogel sich nicht viel bewegen darf (z.B. Bruch), dass er zunächst abgedunkelt untergebracht werden sollte (Gehirnerschütterung – habe ich hier im ersten Teil des Beitrags erklärt) etc. 
Aus diesen Vorgaben kombiniert mit den natürlichen Bedürfnissen der Vogelart und Ihren räumlichen Möglichkeiten vor Ort können Sie nun eine kreative Unterbringung Ihres Pfleglings basteln.

Winnie und Willi müssen hier überwintern. Winnie hat Gefiederschäden, aber kann fliegen, Willi hat als Katzenopfer seine Schwungfedern verloren und ist bis zur nächsten Mauser flugunfähig.......
Die Rauchschwalben Winnie und Willi müssen hier überwintern. Winnie hat Gefiederschäden, aber kann fliegen, Willi hat als Katzenopfer seine Schwungfedern verloren und ist bis zur nächsten Mauser flugunfähig…….

Anders als Nestlinge, sind die meisten Altvögel sehr scheu und schreckhaft und bleiben es auch – oder werden es schnell wieder, je mehr sie sich erholen.  Sie sollten darauf Rücksicht nehmen. Haustiere, egal ob Hund, Katze oder Ziervogel sollten nicht im selben Raum, wie Ihr Pflegling leben. 
Die Unterbringung des Vogels sollte so erfolgen, dass er nicht das Gefühl hat, “auf dem Präsentierteller” zu sitzen – also z.B. ein Gehege zu mindestens 2 Seiten abhängen oder einen dicht belaubten Ast aufstellen, in dem der Vogel versteckt sitzen kann etc.. 

...darum haben die zwei ein offenes Gehege aus Fliegengaze bekommen: absturzsicher und überall erkletterbar für Willi, mit Freiflug für Winnie....
…darum haben die zwei ein offenes Gehege aus Fliegengaze bekommen: absturzsicher und überall erkletterbar für Willi, mit Freiflug für Winnie….

Außer zur medizinischen Versorgung vermeide ich es, den Vogel anzufassen, es sei denn, der Vogel kommt aus eigenem Antrieb zu mir und sucht den Kontakt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade erwachsene Vögel umso stressfreier mit ihrer vorübergehenden “Gefangenschaft” umgehen können,  je weniger sie das Gefühl haben, eingesperrt zu sein.

....und das alles befindet sich im Esszimmer mit Aussicht in dn Garten
….und das alles befindet sich im Esszimmer mit Aussicht in den Garten

Ich versuche darum wo immer es geht, den Vögeln in einem Zimmer, auf dessen Nutzung als Wohnraum ich in der Zeit weitestgehend verzichte, eine Ecke als Lebensraum einzurichten, ohne diesen durch Gitter oder ähnliches zum restlichen Raum abzutrennen.

 

Aufrufe: 3873

Flugunfähigen Vogel gefunden

Sie haben einen flugunfähigen Vogel gefunden?


ausführlichen Rat finden Sie unter Hilflosen Vogel gefunden – was tun?
und Verletzten Vogel einfangen

Schnellinfo:
Ist der Vogel:  ein Jungtier oder erwachsen,  sichtbar verletzt oder “nur” flugunfähig, voll befiedert oder unvollständig befiedert?

  • nicht vollständig befiedert oder die Federn sind sichtbar beschädigt: Vogel sofort einsammeln, warm halten und mitnehmen >Erstversorgung > selber aufpäppeln oder Pflegestelle suchen
  • eindeutig erwachsen und flugunfähig:  Vogel einsammeln > in ein gut gepolstertes,  Behältnis (z.B. Karton) setzen, wo der Vogel wenig Bewegungsfreiheit hat   > Behältnis abdunken – abdecken oder verschließen (an Luftzufuhr denken) > Tierarzt aufsuchen > selbst gesund pflegen oder Pflegestelle suchen
  • vermutlich junger Vogel, flugunfähig und sichtbar verletzt:   Vogel einsammeln > in ein gut gepolstertes,  Behältnis (z.B. Karton) setzen, wo der Vogel wenig Bewegungsfreiheit hat   > Behältnis abdunken – abdecken oder verschließen (an Luftzufuhr denken) > Tierarzt aufsuchen > selbst gesund pflegen oder Pflegestelle suchen.
  • vermutlich oder eindeutig junger Vogel, flungunfähig, nicht sichtbar verletzt, kann auf seinen Füssen stehen:  wenn er an gefährlichem Ort (z.B. Straße) sitzt, aufnehmen und in der Nähe an einen sicheren Ort setzen (z.B. ein Gebüsch) > weit genug entfernen, dass der Vogel sich nicht mehr gestört fühlt > längere Zeit beobachten, ob er beginnt nach Eltern zu rufen und ob Eltern kommen und füttern (Hilflosen Vogel gefunden – was tun?) > wenn ja, alles in Ordnung, keine Hilfe erforderlich > wenn nein, Vogel einsammeln und mitnehmen >Erstversorgung > selber aufpäppeln oder Pflegestelle suchen
  • vermutlich oder eindeutig junger Vogel, flungunfähig, nicht sichtbar verletzt, kann nicht auf seinen Füssen stehen, sitzt auf dem ganzen Bein/liegt auf dem BauchVogel einsammeln und mitnehmen >Erstversorgung > selber aufpäppeln oder Pflegestelle suchen

Bachstelze - Küken hat kurz zuvor das Nest verlassen - kann noch nicht fliegen - wird es in den nächsten Stunden lernen - wird gefüttert - nicht hilfsbedürftig
Bachstelze – Küken hat kurz zuvor das Nest verlassen – kann noch nicht fliegen – wird es in den nächsten Stunden lernen – wird gefüttert – nicht hilfsbedürftig

Junge Rabenkrähe mit schwer verletztem Flügel - eindeutig hilfsbedürftig
Junge Rabenkrähe mit schwer verletztem Flügel – eindeutig hilfsbedürftig

Erwachsene Bachstelze flugunfähig. Flügel rechts hängt - sie braucht Hilfe
Erwachsene Bachstelze flugunfähig. Flügel rechts hängt – hilfsbedürftig

Für Amselästlinge ist der Mensch eine große Gefahr!
Amselästling – flugunfähig, wird gefüttert – nicht hilfsbedürftig

In Not? ....oder auf erster Entdeckungstour?
Junge Kohlmeise flatterte “hilflos”, konnte offenbar nicht richtig fliegen – beobachtet – wurde gefüttert, flog eine Stund später – war frisch aus dem Nest ausgeflogen – nicht hilfsbedürftig

Aufrufe: 11070

Verändertes Verhalten am Nest

 Sie beobachten, dass sich die Küken  oder die Eltern plötzlich auffallend anders verhalten?

ausführlichen Rat finden Sie unter Am Vogelnest stimmt was nicht und unter Kükenrückgabe an die Eltern

Schnellinfo:
Wie ist die Situation? ist das Wetter gut oder schlecht? (Futterbeschaffung für die Eltern möglich?) sind die Küken ruhig oder unruhig? Sind die Eltern in der Nähe ? Zeigen sie sich den Küken oder nicht? Betteln die Küken kräftig, halbherzig oder gar nicht, wenn die Eltern anfliegen? Sind die Eltern extrem aufgebracht und hektisch und im Nest ist übermäßige Unruhe?

  • Wetter schlecht, Eltern in der Nähe und ruhig, Küken sehr ruhig:  Am Vogelnest stimmt was nicht durchlesen > Wetterbericht für die nächsten Tage abfragen > Nest entsprechend beobachten > Zufütterung erst beginnen, wenn die Phase zu lang wird
  • Wetter gut Küken unruhig oder sehr ruhig, Eltern fliegen Nest mit Futter zunehmend seltener an aber Küken betteln nur halbherzig oder gar nicht: Ursache ist höchstwahrscheinlich sehr hoher Parasitendruck und/oder eine Kükenleiche im Nest >  Am Vogelnest stimmt was nicht und Kükenrückgabe an die Eltern durchlesen > Küken aus Nest holen > Parasitenbehandlung und Erstversorgung > Kunstnest anbringen > Küken zurück setzen > Beobachten bis die Küken wieder gefüttert werden
  • Eltern sind extrem aufgebracht und sehr hektisch und im Nest ist große Unruhe: Hier sollten Sie nicht zögern und sofort das Nest in Augenschein nehmen. Manchmal – besonders bei Höhlenbrütern – kann es sein, dass ein “Fremdling” sich Zugang zum Nest verschafft hat und die Küken ausräubert.  Andere Singvögel können sich über das Nest hergemacht haben, Eichhörnchen, aber auch Ratten und Mäuse gehen durchaus in Vogelnester, wenn sie sie erreichen oder ein Insektenvolk (Bienen, Wespen, Hornissen etc.) versucht gerade, die Höhle für die eigene Familienplanung zu übernehmen:
    Räuber verscheuchen > Nest so sichern, dass Räuber nicht wieder ran kann (kreative Ideen sind gefragt) > Nest auf verletzte oder tote Küken überprüfen > diese ggf. entnehmen > verletzte Küken mit rein nehmen und Erstversorgung zu Hause > dann diese selbst pflegen oder eine geeignete Pflegestelle suchen > wenn das verletzte Küken wieder gesund ist, kann es zurück gesetzt werden.

    Achtung! Wenn es sich um Insekten handelt (Bienen, Wespen, Hornissen etc.) helfen Sie nur, wenn Sie sich nicht selbst in Gefahr bringen! Einzeltiere lassen sich verscheuchen – ist es bereits eine größere Gruppe, die sich dort versammelt hat, können Sie nur als Imker mit entsprechender Ausrüstung und entsprechenden Kenntnissen sicher handeln.

    Schlechtes Wetter - Küken in der "Hungerstarre" - nur beobachten
    Schlechtes Wetter – Küken in der “Hungerstarre” – nur beobachten

    Kücken betteln weniger oder nicht, Eltern fliegen immer seltener mit Futter an, alles wird immer "stiller" - Hilfe ist notwendig
    Kücken betteln weniger oder nicht, Eltern fliegen immer seltener mit Futter an, alles wird immer “stiller” – Hilfe ist notwendig

    Wetter schlecht - Eltern sitzen aufgeplustert still außer SIcht dr Kinder und tun nichts - Küken sind mucksmäuschenstill und "unsichtbar" - nur beobachten!
    Wetter schlecht – Eltern sitzen aufgeplustert still außer SIcht der Kinder und tun nichts – Küken sind mucksmäuschenstill und “unsichtbar” – nur beobachten!

auch Feldsperlinge räubern nester aus. Hier klaut ein Feldsperling ein ganz junges Kohlmeisenküken
Hier klaut ein Feldsperling ein ganz junges Kohlmeisenküken. Wir haben ihn verscheucht, das unverletzte Küken zurück gesetzt und……

...das nest gegen weitere Eindringversuche der Feldsperlinge gesichert.
…das Nest gegen weitere Eindringversuche der Feldsperlinge gesichert.

Aufrufe: 475

Am Vogelnest stimmt was nicht

Es ist zu ruhig geworden am Vogelnest…

Wir alle kennen es: Wildvögel haben vor unserem Fenster, im Garten, im Schuppen, an der Terasse oder im Nistkasten ihr Vogelnest gebaut und wir können tagtäglich beobachten, wie die kleinen Flieger ihre Familie gründen und groß ziehen. Natürlich fällt uns da dann oft auch schnell auf, wenn sich etwas verändert:
Plötzlich scheinen die Eltern immer seltener mit Futter zu kommen, man vermisst das lautstarke Betteln der Kleinen – sie werden immer stiller und halbherziger oder aber plötzlich bewegt sich im Nest scheinbar gar nichts mehr.  Wir fragen uns natürlich sofort, ob da irgendetwas nicht in Ordnung ist und ob wir etwas tun können?
Es gibt verschiedene Gründe, warum es am Nest plötzlich still werden kann.

Einer hängt mit dem Wetter zusammen:
Wenn wir im Sommer eine Schlechtwetterphase bekommen, es ist kalt, stürmisch und regnet und das seit Tagen, dann finden die Eltern für ihre Küken kein Futter. Um das zu überstehen,  haben Vögel eine wichtige Überlebensstrategie. Um möglichst lange ohne Nahrung auskommen zu können, verfallen sie in eine Art “Hungerstarre”. Sie versuchen absolut alles, was Energie verbraucht, zu vermeiden. 

Wetter schlecht - Eltern sitzen aufgeplustert still außer SIcht dr Kinder und tun nichts - Küken sind mucksmäuschenstill und "unsichtbar" - nur beobachten!
Wetter schlecht – Eltern sitzen aufgeplustert und still, als wären sie im “Halbschlaf” die Hungerphase aus

Altvögel setzen sich still, dick aufgeplustert, um so wenig Energie wie möglich in den Wärmehaushalt stecken zu müssen,  in einer Art “Halbschlaf” an einen geschützten Ort (Höhlenbrüter setzen sich auf ihre Brut im Nistkasten) und warten ergeben ab, bis das Wetter sich bessert.  Jede Bewegung kostet Energie und bedeutet, dass sich die Zeit, die der Vogel ohne Futter durchhält, verkürzt.

Höhlenbrüter sitzen die Schlechtwetterphase oft im Nest aus und wärmen dort ihre Jungen
Höhlenbrüter sitzen die Schlechtwetterphase oft im Nest aus und wärmen dort ihre Jungen

Damit auch die Küken sich reglos und lautlos in eine Art “Halbschlaf” begeben, vermeiden die Eltern jede Bewegung und jeden Laut in Sicht- und Hörweite der Küken, die sonst sofort aus Leibeskräften betteln und damit unendlich viel Energie verschwenden würden.

Mit dieser “Hungerstarre” können die meisten Vögel und deren Brut bis zu ca. einer Woche ohne Futter auskommen. Allerdings wird es in den letzten Tagen dann schon bei einigen Vogelarten kritisch für die Organe. Jedes Mal, wenn Sie die Tiere stören, z.B. um nachzuschauen, was da los ist, verursachen Sie allein durch Ihr Auftauchen einen gigantischen Energieverbrauch, weil die Tiere aus ihrem “Halbschlaf” aufschrecken und panische Angst haben.
Aus diesem Grunde sollten Sie keinesfalls zu früh stören oder eingreifen. Schauen Sie sich den Wetterbericht an. Wenn bereits in den nächsten zwei – drei Tagen eine Besserung in Sicht ist oder wenn täglich kleine Schönwetterphasen die schlechte Witterung unterbrechen, dann ist unsere Hilfe nicht nötig, sondern eher schädlich für die kleine Familie.  Vogelarten, die Futter auch vom Boden aufnehmen, sich an Futterhäuschen bedienen etc. (z.B. Sperlinge, Meisen, Finken, Stelzen, Amseln, Drosseln etc.), können Sie in Schlechtwetterphasen von Anfang an helfen, indem Sie ihnen einfach etwas Futter ausstreuen oder einen Meisenknödel aufhängen bzw. auslegen.
Allerdings sollten Sie hier eines beachten: das von Ihnen ausgelegte Vogelfutter muss zunächst einmal für die betreffende Vogelart geeignet sein.

Vielen Vögeln helfen Sie durch die Schlechtwetterphase, indem sie Ihnen Futter für sich und Insekten für die Kinder raus stellen.
Vielen Vögeln helfen Sie durch die Schlechtwetterphase, indem sie Ihnen Futter für sich und Insekten für die Kinder raus stellen.

So können Sie sicher sein, dass die Altvögel schon mal Nahrung für sich haben. Für die Küken im Nest sollten Sie den Eltern unbedingt zusätzlich Insekten hinlegen (bitte keine Mehlwürmer), z.B. abgetaute Heimchen (gibt es  im Zoohandel in der Reptilienabteilung), damit die Eltern ihren Küken diese geeignete Kost anbieten können. Wie Sie rausfinden, welche Insekten für die Küken Ihrer Vogelart geeignet sind, habe ich unter  Erste Schritte – selbst päppeln am Anfang des Beitrages ausführlich beschrieben.
Wenn Sie den Eltern keine Insekten anbieten, werden viele Vogeleltern in ihrer Not auch das meist für die Brut ungeeignete Vogelfutter füttern und damit ggf. dieselben Ernährungsschäden bei ihren Küken verursachen, wie wir sie aus fehlerhaften Handaufzuchten kennen.  Bei Stadtspatzen kann man das oft erkennen, diese füttern in ihrer Not mangels ausreichend in der Stadt vorhandener Insekten häufig die Reste unseres Wohlstandsmülls: Brotkrümel, Kuchenreste, Eiswaffeln und Co. Die Folge sind degenerierte Jungtiere, die oft schon im Nest versterben oder mit Verkrüppelungen und Gefiederschäden ausfliegen.

Den Vogelarten, die ausschließlich im Flug jagen (z.B. Schwalben) könnten Sie allerdings mit ausgelegtem Futter, selbst wenn es ausschließlich Insekten sind, nicht über die Hungerphase helfen. Schwalben u.ä. sammeln kein Futter vom Boden und schon gar kein totes Futter. Hier können Sie nur helfen, indem Sie die Küken direkt zufüttern.

Schlechtes Wetter - Küken in der "Hungerstarre" - nur beobachten
Schlechtes Wetter – Küken in der “Hungerstarre” – noch brauchen sie unsere Hilfe nicht

Bitte achten Sie aber darauf, dass Sie nicht zu früh damit anfangen und zuvor wirklich akribisch das Nest ganztags beobachtet haben, ob die Eltern wirklich nicht füttern. Schwalben nutzen die allerkleinste Regen- oder Sturmpause, um schnell ein paar Insekten zu erhaschen und den Küken zu bringen. Erst, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Eltern seit mehreren Tagen praktisch gar nichts mehr füttern konnten oder die Küken sich nicht im “Hungerschlaf” befinden, sondern schwach werden, sollten wir helfen. Am besten besorgen Sie sich mittelgroße Heimchen aus dem Zoohandel und bereiten sie so vor, wie ich es unter Futtertiere beschrieben habe. Bitte denken Sie unbedingt daran: die Heimchen müssen frisch getötet oder abgetaut und entbeint sein! Dann nehmen Sie sich einen Eimer mit Heu, steigen mit Hilfe einer Leiter zum Nest hoch entnehmen die Küken in den Eimer, klettern wieder runter, füttern die Küken wie unter Erstversorgung zu Hause beschrieben satt ab und setzen sie zurück ins Nest. Normalerweise begreifen die Küken nach dem ersten, zweiten oder dritten Mal, dass Sie zum Füttern kommen – dann sperren sie den Schnabel schon auf, wenn sie auf die Leiter klettern und Sie können dort direkt mit der Pinzette füttern und müssen die Küken nicht mehr aus  dem Nest nehmen. Auch die Eltern werden nach dem ersten Mal nur noch aufmerksam zuschauen und sich nicht mehr aufregen.
Als Überbrückung der Hungerphase reicht es völlig, wenn Sie das ein bis zwei Mal am Tag machen. Öfter sollten Sie die Kleinen nicht stören. Sowie die Eltern wieder in der Lage sind, auch nur ein wenig selbst zu jagen, sollten Sie Ihre Hilfe sofort einstellen.

Der zweite Grund, warum es am Nest plötzlich auffallend still werden kann, ist für die Küken gefährlich und hier ist Ihre sofortige Hilfe gefragt:
Das Wetter ist okay, die Eltern haben ausreichend Jagdmöglichkeiten – trotzdem kommen sie irgendwie immer seltener mit Futter, schauen öfter mal ins Nest, werden aber dort nicht von heftig und lautstark bettelnden Schnäbeln erwartet, sondern eher halbherzig und leise erbettelt sich ab und an ein Küken Futter. Dieses Verhalten der Küken ist unnormal und sagt den Eltern, dass im Nest irgend etwas nicht stimmt. Verhält sich nur ein Küken so, liegt für die Eltern nahe, dass dieses Küken krank ist und sie werfen es (sofern sie dazu in der Lage sind) zum Schutz der restlichen Brut raus.

Am Meisenkasten wurde das Betteln der Küken trotz bestem Jagdwetter immer stiller und die Eltern gingen kaum noch ans Nest. Diese 2 Leichen haben wir aus dem Nistkasten geholt.......
Am Meisenkasten wurde das Betteln der Küken trotz bestem Jagdwetter immer stiller und die Eltern gingen kaum noch ans Nest. Diese 2 Leichen haben wir aus dem Nistkasten geholt…….

Verhalten sich aber alle Küken so, werden die Eltern die Fütterung zunehmend weniger durchführen, da mit abnehmendem Betteln der Küken die Wahrscheinlichkeit, dass sie es nicht schaffen werden, immer größer wird. Die Eltern schauen verzweifelt und hilflos zu, wie ihre Brut stirbt. Hier ist Ihr sofortiges Eingreifen gefordert, wenn Sie der Familie helfen wollen, zu überleben. Der Grund für dieses Geschehen sind fast immer eine Überflutung mit Parasiten im Nest (vor allem Milben) oder eine verwesende Kükenleiche im Nest, die die Eltern nicht entfernen konnten.

....und konnten so die verbliebenen 3 retten, die schon nach kürzester zeit wieder laut bettelten und von den Eltern erhört wurden.
….und konnten so die verbliebenen 3 retten, die schon nach kürzester Zeit wieder laut bettelten und von den Eltern erhört wurden.

Sie sollten sofort nachschauen, was die Ursache ist und wie unter Kükenrückgabe an die Eltern beschrieben, verfahren. Handelt es sich um einen Höhlenbrüter (z.B. Meise) können Sie allerdings nicht mit einem Kunst- bzw. Esatznest arbeiten. Hier müssen Sie den Nistkasten leeren, reinigen, mit neuem Nistmaterial ein ähnliches Polster schaffen und die Küken wie  unter Kükenrückgabe an die Eltern beschrieben versorgen, bevor sie sie zurück setzen.

Aufrufe: 6191

Im Nest wird nicht gefüttert

Sie beobachten, dass im Nest nicht mehr gefüttert wird

ausführlichen Rat finden Sie unter “Am Vogelnest stimmt was nicht” und unter Kükenrückgabe an die Eltern

Schnellinfo:
Wie ist die Situation? ist das Wetter gut oder schlecht? (Futterbeschaffung für die Eltern möglich?) sind die Küken ruhig oder unruhig? Sind die Eltern in der Nähe ? Zeigen sie sich den Küken oder nicht? Betteln die Küken kräftig, halbherzig oder gar nicht, wenn die Eltern anfliegen?

  • Wetter schlecht, Eltern in der Nähe und ruhig, Küken sehr ruhig:  Am Vogelnest stimmt was nicht durchlesen > Wetterbericht für die nächsten Tage abfragen > Nest entsprechend beobachten > Zufütterung erst beginnen, wenn die Phase zu lang wird
  • Wetter gut Küken unruhig oder sehr ruhig, Eltern fliegen Nest mit Futter zunehmend seltener an aber Küken betteln nur halbherzig oder gar nicht: Ursache ist höchstwahrscheinlich sehr hoher Parasitendruck und/oder eine Kükenleiche im Nest >  Am Vogelnest stimmt was nicht und Kükenrückgabe an die Eltern durchlesen > Küken aus Nest holen > Parasitenbehandlung und Erstversorgung > Kunstnest anbringen > Küken zurück setzen > Beobachten bis die Küken wieder gefüttert werden

Kücken betteln weniger oder nicht, Eltern fliegen immer seltener mit Futter an, alles wird immer "stiller" - Hilfe ist notwendig
Kücken betteln weniger oder nicht, Eltern fliegen immer seltener mit Futter an, alles wird immer “stiller” – Hilfe ist notwendig

Schlechtes Wetter - Küken in der "Hungerstarre" - nur beobachten
Schlechtes Wetter – Küken in der “Hungerstarre” – nicht stören – nur beobachten

Wetter schlecht - Eltern sitzen aufgeplustert still außer SIcht dr Kinder und tun nichts - Küken sind mucksmäuschenstill und "unsichtbar" - nur beobachten!
Wetter schlecht – Eltern sitzen aufgeplustert still außer SIcht der Kinder und tun nichts – Küken sind mucksmäuschenstill und “unsichtbar” – nicht stören – nur beobachten!

Aufrufe: 986

Nest ist herunter gebrochen

Sie haben ein herunter gebrochenes Nest gefunden


ausführlichen Rat finden Sie unter Kükenrückgabe an die Eltern

Schnellinfo:
Sind die Küken:  sichtbar verletzt oder unverletzt, besteht die Möglichkeit, dass die Eltern noch in der Nähe sind?

  • in jedem Fall:  Küken sofort einsammeln > wärmen  > Auffindeort merken > mit nach Hause nehmen > in eine gut ausgepolsterte Müslischale o.ä. setzen > warm halten (mind. 20 Grad – max. 38 Grad je nach Befiederung > nur komplett frisch geschlüpfte Küken, die splitternackt sind bei max. 38 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit ) > Erstversorgung lesen und durchführen > ggf. Parasiten behandeln > dann:
  • wenn die Eltern noch in der Nähe sein könnten:   Kükenrückgabe  mit den unverletzten Küken versuchen – je schneller das geschieht, desto größer die Chance, dass es klappt.
  • verletzte Küken: “aussortieren”, ggf. Tierarzt sonst so lange von Hand aufziehen, bis sie wieder gesund sind, dann zu den anderen ins Kunstnest  zurück setzen
  • Wenn die Eltern nicht mehr da sind:  nach der Erstversorgung entweder die Küken selber aufpäppeln oder Pflegestelle suchen
  • Bitte setzen Sie die Küken nicht in ein Ammennest

 

erfolgreiche Rückgabe mit Kunstnest
erfolgreiche Rückgabe mit Kunstnest

©P.Lux Das Nest dieser Schwalben brach an einem Sonntag von einem 9 Meter hohen, unerreichbaren Giebel. Ausführliche Telefonberatung und sofortiger, sehr kreativer EInsatz des Finders gab dieser Familie ein neues zu Hause. Alle Küken haben es geschafft und die Familie ist im Herbst gemeinsam nach Süden aufgebrochen.
©P.Lux
Das Nest dieser Schwalben brach an einem Sonntag von einem 9 Meter hohen, unerreichbaren Giebel. Sofortiger, sehr kreativer EInsatz des Finders gab dieser Familie ein neues zu Hause. Die Eltern nahmen die Küken wieder an

 

Aufrufe: 681

Küken aus dem Nest gefallen

Sie haben ein verwaistes Küken am Boden gefunden


ausführlichen Rat finden Sie unter Hilflosen Vogel gefunden – was tun?

Schnellinfo:
Ist das Küken:  sichtbar verletzt oder unverletzt, befiedert oder unbefiedert oder sind Parasiten erkennbar (bei Schwalben fast immer)

  • Parasiten es zählt JEDE Minute – bitte sofort erstmal so wie hier beschrieben vorgehen hinsichtlich der Parasitenbehandlung
    Schwalben aus dem Nest gefallen – Parasiten – Kückenrückgabe
  • Verletzt:  aufnehmen > in ein kleines, ausgepolstertes, dunkles Behältnis setzen > zum Tierarzt fahren
  • Unverletzt und voll befiedert:   ggf. an einen sicheren Ort in der Nähe umsetzen > auf großen Abstand gehen > länger beobachten, ob es ein Ästling ist, also Eltern in der Nähe sind, die zum füttern kommen > Wenn ja: ist alles in Ordnung > nicht weiter stören.
    Wenn nein:  > Küken aufnehmen > mit nach Hause nehmen > in kleinen, ausgepolsterten Karton setzen und mit Tuch abdecken > Erstversorgung durchlesen und durchführen
    Achtung Ausnahme: Schwalben und Mauersegler sind am Boden immer hilfsbedürftig – auch, wenn sie voll befiedert sind – auf jeden Fall  wie “Unverletzt und unbefiedert” verfahren
  • Unverletzt und kaum- oder unbefiedert: Küken sofort aufnehmen > wärmen (z.B. hohle Hand) > Auffindeort merken > mit nach Hause nehmen > in eine gut ausgepolsterte Müslischale o.ä. setzen > warm halten (mind. 20 Grad – max. 38 Grad je nach Befiederung > nur komplett frisch geschlüpfte Küken, die splitternackt sind bei max. 38 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit ) > Erstversorgung, Kükenrückgabe und Parasiten durchlesen und so wie nötig durchführen.

Drossel - verletzt (Katzenopfer) - sofort Tierarzt
Drossel – verletzt (Katzenopfer) –  sofort Tierarzt

Kohlmeisenküken - gerade ausgeflogen - wird gefüttert - nicht hilfsbedürftig
Kohlmeisenküken – gerade ausgeflogen – wird gefüttert – nicht hilfsbedürftig

Blaumeisenküken geringgradig zu schwach befiedert - wurde nicht von den Eltern versorgt - hilfsbedürftig
Blaumeisenküken geringgradig zu schwach befiedert – wurde nicht von den Eltern versorgt – hilfsbedürftig

Bachstelze - Küken hat kurz zuvor das nest verlassen - kann noch nicht fliegen - wird es in den nächsten Stunden lernen - wird gefüttert - nicht hilfsbedürftig
Bachstelze – Küken hat kurz zuvor das Nest verlassen – kann noch nicht fliegen – wird es in den nächsten Stunden lernen – wird gefüttert – nicht hilfsbedürftig

Haussperling (Spatz) zu schwach befiedert - dringend hilfsbedürftig
Haussperling (Spatz) zu schwach befiedert – dringend hilfsbedürftig

Aufrufe: 8124

Der Wolf ist zurück

Der Wolf ist zurück

Der Wolf ist zurück – und was hat das mit Feuerdorn zu tun?
Immer häufiger hören wir von gerissenen Schafen und gesichteten Tieren in der Nähe von Dörfern, aber auch von gerissenem Niederwild.
Mit jedem gerissenen Tier wird der Ruf nach Abschuss der Tiere lauter.
Die Landwirte fürchten um ihr Nutzvieh – die Politik verordnet Elektrozäune, Herdenschutzunde und bietet Entschädigungszahlungen für jedes gerissene Tier.

Allein: der Wolf überwindet auch Elektrozäune immer wieder.
z.B.:  Süddt. Zeitung 5.10.2017
Dieser Hund beschützt Schafe vor dem Wolf

Einige Jäger, leider die “Lautesten”,  fordern ohnehin schon längst den Abschuss des Wolfes, weil sie ihn als Konkurrenz sehen.
Andere sehen das Thema differenzierter und haben nicht prinzipiell etwas gegen die Anwesenheit des Wolfes.
Interessante und sehr umfangreiche Ausführungen dazu habe ich bei der Zeitschrift “Wild und Hund” gefunden.
Hier wird in einem Beitrag von 2016 auch genauer auf die Frage wenn er da ist” eingegangen.

Immer heftiger und immer vielstimmiger wird aber der Ruf sogar nach Totoalausrottung von vielen (nicht allen) betroffenen Landwirten und Politikern in bestimmten Regionen Deutschlands angesichts der steigenden Nutztierrisse.

Daß Elektrozäune zum Schutz der Herden nur wenig praktikabel sind, hat sich bereits gezeigt und mehrere Gründe:

  • Zum einen lassen sich die gigantischen Flächen kaum wirtschaftlich realisierbar einzäunen und freigeschnitten/gewartet halten, so dass der Strom wirklich keine Ableitungen erfährt.
  • Zum anderen überwindet der Wolf wie man lesen kann, immer wieder auch die Elektrozäune.
  • Auch ein einzelner Herdenschutzhund wird kaum ohne zusätzliche Unterstützung anderer Schutzmechanismen eine riesige Schafherde gegen einen oder gar mehrere Wölfe verteidigen können.

Andererseits haben wir definitiv beim jagdbaren Wild vielerorts Überbesätze, die unsere Wälder oft nachhaltig schädigen.
Fast nirgendswo sind Aufforstungen noch ohne Wildschutzzäune möglich, da die jungen Pflanzen innerhalb kürzester Zeit verbissen werden.

Nun frage ich mich, warum geht der Wolf an die Schafe, wenn es doch genügend Wild in den Wäldern gibt?
Die Antwort erscheint mir einfach:
Es ist schlicht deutlich leichter – und damit auch energiesparender für den Wolf – sich an die trägeren und sogar noch eingegatterten Schafe zu machen, als ein frei im Wald lebendes, schreckhaftes und sehr wendiges Reh oder ein sehr wehrhaftes Wildschwein zu erlegen.

Es erscheint mir nur logisch, dass der Wolf den bequemeren Weg wählt, an  seine Nahrung zu kommen – machen wir Menschen ja auch nicht anders – sonst gäbe es wohl keine Fertigprodukte und kein Fastfood.
Und da diese bequemere Beute sich häufig in der Nähe von menschlichen Behausungen befinden, zieht es den eigentlich sehr scheuen Wolf ebenfalls zwangsläufig dorthin, wo er dann in Dorfesnähe gesichtet wird.

Es ist, wie mit den Wildvögeln:
solange ich ihnen in meinem Garten vor der Haustür eine Nahrungsquelle auf dem Silbertablett serviere, solange überwinden die Vögel ihre Scheu und kommen dort fressen, bevor sie unter erheblich größerem Energieaufwand in der freien Natur nach Futter suchen.

Aus diesen Feststellungen ergibt sich für mich eine Frage:
Wie kann ich es dem Wolf unbequemer machen, an die Nutztiere zu kommen, als an das Wild in den Wäldern?

und ich frage mich weiter:
Wie haben unsere Vorfahren es geschafft, ihr Nutzvieh, welches von der Weide ernährt wurde und nicht ganzjährig in Ställe eingepfercht wurde,  immerhin so zu schützen, dass der damals bei uns noch überall selbstverständlich und deutlich vielzähliger verbreitete Wolf sowie der ebenfalls verbreitete Bär die Nutztiere unserer Ahnen nicht längst ausrotten konnten?
Und das, obwohl es nicht mal Metall oder Strom für Zäune gab?

Meine Recherchen führten mich zu einer überraschen simplen Antwort:
Wallhecken  – lebende Zäune – im Norden “Knicks” genannt

Wäre es nicht eine ganz simple Lösung, die zudem auch noch unserem anderen, viel, viel drückenderen Problem,

  • Lebensräume für Insekten, Vögel, Amphibien etc. wurden so weit zurück gedrängt, dass wir bereits ein großflächiges und bedrohliches  Artensterben bei all diesen Tieren beobachten

zu Leibe rückt, unsere Nutzviehbestände mit “lebenden Zäunen” zu schützen?

“Lebende Zäune”, Knicks, die ca 8 – 10 Meter breit um die Nutztierflächen angelegt werden und undurchdringlich dicht mit standortheimischen Dornenbüschen besetzt sind, machen es nicht nur dem Wolf und dem wildernden Hund nahezu unmöglich, auf jeden Fall aber deutlich aufwändiger, als die Jagd nach Wild, in so ein Gatter einzudringen.
 Sie bieten auch gleich all den oben genannten Tierarten den so dringend benötigten Lebensraum, der ihnen in unserer intensiv  landwirtschaftlich genutzten Landschaft längst verloren gegangen ist.
Setzt man dann noch einen Herdenschutzhund mit in das Gatter, so kann dieser seine Aufgabe sicher auch leichter bewältigen, als in absolut ungeschützter, freier Landschaft.
Dass die Nutztiere dadurch gleich noch einen natürlichen WInd-, Wetter und Sonnenschutz erhalten, der Boden vor Erosion geschützt wird, der Wasserhaushalt der Böden verbessert würde,
Überschwemmungen nicht so verheerende Schäden anrichten, wie auf völlig freien, durchgehend verdichteten Flächen wären da noch erfreuliche Nebeneffekte.

Ist es nicht deutlich billiger und vor allem für alle Beteiligten vorteilhafter, den Landwirten die hierfür benötigten 10 Meter als Land quasi abzukaufen, mit dem entsprechenden Knick zu bepflanzen und dem Landwirt dann kostenfrei gegen Pflege desselben als lebenden Zaun zur Verfügung zu stellen?
Statt jedes gerissene Schaf zu entschädigen, ständig neue Zäune zu subventionieren, separat für den Naturschutz derartige Lebensräume auf entsprechend auszuweisenden Schutzflächen (die ja auch erworben werden müssen) in die freie Landschaft zu setzen und selbst pflegen zu müssen, und alljährlich zunehmend die Folgen unserer gigantischen Niederschläge zu beseitigen?

Und offensichtlich sind auch bei weitem nicht alle Schafzüchter so besorgt wegen des Wolfes, wie es in den Medien gerne dargestellt wird.

Aufrufe: 130