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Notruf aus Wörth – Wassergeflügel soll gekeult werden

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NOTFALL

Der Rheinpfalz 20.1.2017
Ausnahmezustand in Wörth hält an
Metropolregion Rhein Neckar News 19.1.2017
Landrat Brechtel: Die Chancen haben sich verbessert
regio-news 16.1.2017
Quarantäne in Wörth – Züchter hoffen auf Maßnahmen
Samstag, 14.1.2017

Alle Tiere konnten nach jetzigem Stand
der Dinge gerettet werden!

Wir danken allen beteiligten Behörden und Parteien
für die gute Zusammenarbeit und dafür,
dass sie sich für das Leben der Tiere eingesetzt haben, obwohl dies der deutlich schwierigere Weg war!

Nachdem gestern sämtliche Sicherheitsauflagen, die seitens der Behörden vorgegeben wurden,  von den Züchtern umgesetzt wurden, sind jetzt alle Tiere aufgestallt oder unter Abdeckungen, die den Anforderungen entsprechen.

Die mit dem sehr milden Erreger LPAI H5N3 positiv beprobten Tiere befinden sich in Vollquarantäne. Hierfür wurde ein hermetisch abgeschlossener Stallcontainer eingerichtet, zu dem nur die festgelegten Pfleger Zugang haben.

Wir werden den Kontakt zu den Wörthern halten.

 

Die Rheinpfalz 12.1.2017
Vogelgrippe: nicht alle Vögel müssen getötet werden

 

SWR – hier ein Fernsehbeitrag von „hinterher“ 🙂

Hurra!!!  Ich glaube wir haben es geschafft!

Das Geflügel wird leben:

Offiziell!!!

 

Beitrag 9412 im Hüfo Zitat aus FB von Affi K. Mann:
Affi K. Mann‎
*
an
*
Widerstand Hobbygeflügelhalter
3 Minuten ·

So, also, ein Kurzstand von der „Front“ – „Wörth ist gewonnen“- außergerichtlich. Der Landrat zeigt, dass es geht! Das sollten wir nutzen, auch überregional. Es ist ein Moment der Demut und der Dankbarkeit – und vor allem großer Hoffnung.
Es sollen so viele TIere wie möglich unter möglichst optimierten Bedingungena uch für das Wasseergeflügel aufgestallt und erhalten werden. Sofern dies rechtlich möglich und medizinisch vertretbar ist, auch die mit durchlaufener Immunisierung – darin liegt eine UNERMESSLICHE CHance, Kreis undVeterinäre lehnen sich hier auf eigene Gefahr sehr, swehr weit aus dem Fenster.
Sowohl Herr Dr. Brechtle als auch alle in seinem Team waren und sind aufrictig auch anden Ergebnissen die Hanne aus dem Hüo und Okina, sowie auch wir alle anderen dort recherchiert haben, interessiert – aber sie bitten um einen fairen Umgang. Diesen, so denke ich nach dem heutigen zehn-AUgen-Gespräch sollten wir IHnen unterstützend zusagen.

aus FACEBOOK

 

11.1.2017 14.00 Uhr regio-news.de
Teilerfolg bei Wörther Vogelfreunden

11.1.2017 12.45 Uhr
Habe mit Afra vor Ort telefoniert:

Gericht ist noch nicht entschieden!
Es wird im Moment noch NICHT gekeult.

Landrat und Presse kommen um 13 Uhr
Landrat will verhandeln – wegen Teilkeulungslösung
Presse ist auch da – je mehr Leute da demonstrieren, desto besser

also auch so:
viele hin – auch wenn noch nicht gekeult wird


11.1.2017 12.40Uhr

Doch keine Keulung?

Landrat ist vor Ort – will aber angeblich nur Kompromissvorschlag unterbreiten – Situation unünersichtlich – bitte alle auf „stand bye stehen“

11.1.2017 12.30Uhr

Eilmeldung von den Vereinsmitgliedern vor Ort:

Der Landrat will um 13 Uhr keulen lassen

dabei ist Gerichtsbeschluss offensichtlich noch nicht vorliegend –

Bitte ALLE SOFORT dorthin für Demo
Presse informieren – FB teilen – Großaufstand!

Züchter aus dem Wörther Verein erzählen ihre Geschichten von ihren Tieren, die jetzt einfach so und grundlos umgebracht und in den Müll geworfen werden sollen:

Viktor Dörfler und seine Enten

.

.Sina und   ihre „Landesenten von Rheinland Pfalz“

  

Tommy und seine Orpingtonenten

Rheinland Pfalz Ministerium – 11.1.2017
Die Entscheidung liegt beim Kreis

Baden TV 11.1.2017, 8.30 Uhr
Vogelgrippe in Wörther Zuchtbetrieb: Landrat Brechtel hofft auf Rettung der Tiere

Regio News 10.1.2017
Keulung vorerst verhindert – Geflügelzüchter harren in der Kälte aus

welt N24 10.1.2017
Gericht entscheidet nach Vogelgrippe-Verdacht über Keulung

Pressemitteilung 10.1.2017 des
Landesverbands der Rassegeflügelzüchter Rheinland Pfalz.eV

Bundesumweltportal 9.1.2017
Vogelgrippeverdacht in Wörth
Höfken:  Alle Maßnahmen eingeleitet
hier sind die Kommentare beachtenswert!

Pfalz Express 9.1.2017
Schock in Wörthvon der Pressekonferenz

20.00 Uhr 9.1.2017
für heute ist die Keulung abgewendet – es kann aber schon morgen wieder anders aussehen. Nach wie vor besteht das Vetamt auf der Keulung des gesamten Bestandes von rund 500 Tieren!

Soeben hat der SWR berichtet:
SWR Mediathek

16.00 Uhr 9.1.2017
Pressekonferenz ist gelaufen – habe noch keine Infos
sieht so aus, als ob die Keulung zumindest für heute ausgesetzt ist
Ob es morgen wieder ansteht – bisher keine Ahnung

13.35 Uhr 9.1.2017
Es gibt unterschiedliche Aussagen:
vor Ort wird berichtet, es sei abgesperrt und sie wollen anfangen
von anderen Behörden heisst es wohl, es würde auf Morgen verschoben?

Egal wie – jetzt nicht nachlassen – alle die können, hin – demonstrieren, dass die Öffentlichkeit das nicht mitmacht!!!

13.15 Uhr 9.1.2017

SIe fangen an zu keulen! Es ist abgesperrt!

Stand 13.05    9.1.2017
Versendet das an alle Medien – teilt es bei Facebook – überall hin:

Riesendemo jetzt in Wörth!

530 gesunde Rassegeflügel sollen unbeprobt gekeult werden!
Private Haustiere – widerrechtlich!
Es sollen von den Behörden Tatsachen geschaffen werden – bevor geltendes Recht greifen kann!
Bürger und Betroffene versuchen das aufzuhalten – jetzt!

Hier:
Geflügelzuchtanlage
Im Klammengrund
76744 Wörth am Rhein

Ansprechpartner nur für die Medien vor Ort:
Friedl Schwager 0151 167 85 889
Helmut Demmler 0172 627 11 70
Joachim Gottschang 0151 161 10 780

https://www.wildvogel-rettung.de/vog…en-und-medien/

Aktueller Stand 11.37 9.1.2017:

Die Keulung ist nicht abgesagt.
Es gibt keinen Kompromiss.
Es soll heute der Gesamtbestand gekeult werden.

Helft es zu verhindern – schlagt dort auf:
Geflügelzuchtanlage
Im Klammengrund
76744 Wörth am Rhein

Demonstriert – Informiert alle Medien, die Ihr kriegen könnt – schreibt das Vet-Amt, den Kreis, das Bundesland an!!!

Die schieben die Verantwortung hin und her und jeder behauptet, der andere sei zuständig!

regio – news.de 9.1.2017
Tierschützer kritisieren Tötungsvorhaben in Wörth
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Berichterstattung!

nochmal von Galla aus dem Hühnerforum # 8903
( 1. Teil von gestern steht hinter dem Brief unten ebenfalls in rot:)

Bei einer behördlichen Maßnahme, der nur eingeschränkt mit Rechtsmittel entgegen getreten werden kann, muss die Behörde die Maßnahme ausführlich und konkret begründen.

Hier also genügt die Begründung mit § 46 GeflPestSchV nicht. Der relevante § 47 wird ausser Acht gelassen; es handelt sich hier nicht um einen gewerblichen Bestand. Die Behörde hat hier eine Ermessenreduzierung auf Null vorgenommen – zu Unrecht. Die Tötungsanordnung ist rechtswidrig und der Vollzug bis zu einer Neubescheidung auszusetzen.

#8906
Welche Rechtsstellung hat das FLI überhaupt?

Da ich nichts Gegenteiliges gefunden habe, gehe ich davon aus, dass das Institut eine beratende Funktion hat.
Demnach muss bei einer gerichtlichen Überprüfung der Richter nicht blind und ungefragt der Risikoeinschätzung des FLI folgen.

Ein Gutachter fällt keine Urteile; das Gutachten hat die Funktion, den Richter/die Richter bei der Urteilsfindung mit betreffender Expertise zu unterstützen.

VORBEUGENDE  Keulung wegen LPAI steht in Wörth bevor!!!

Sie und viele andere sollen gekeult werden – Foto von letzter Woche alle Fotosfreigegeben zur Veröffentlichung – weitere Fotos unten

An das Verwaltungsgericht Mainz
Eilantrag auf eine einstweilige Anordnung an das Verwaltungsgericht

________________________________________________

Brief an Landrat Brechtel, Germersheim 9.1.2017

Betrifft Wörth

Sehr geehrter Herr Landrat Brechtel,

beim SWR haben Sie sinngemäß gesagt, dass LPAI H5 Menschen gefährde und bereits welche daran gestorben seien.
Hier sind Sie definitiv falsch informiert worden.
Dies ist natürlich fatal, wenn Sie unter Umständen bei Ihren Entscheidungen diese falschen Informationen zu Grunde legen.

 LPAI H5, der Subtyp, der in der Geflügelanlage in Wörth vermutet wird, konnte noch niemals je irgendwo in der Welt
bei einem Menschen nachgewiesen werden.
Und gestorben ist daran schon gar niemand.

 Was Sie meinen, ist ein HPAI H5 (N1) Subtyp – wo in der Tat bereits 2006 mit H5 N1 Menschen betroffen waren.
 HPAI H5N1 war aber ein hochpathogenes Virus – ganz anders, als der LPAI Subtyp H5, der hier vermutet wird.

Um einen bildlichen Vergleich herzustellen, können Sie sich ein HPAI H5 Subtyp Virus vorstellen wie eine ausgewachsene Grippe.
Das LPAI H5 Subtyp Virus entspräche in diesem Bild etwa einem grippalen Infekt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der grippale Infekt zu einer Grippe wird, ist mehr als gering.
Der „grippale Infekt“ ist m.W.  keine Geflügelpest, sondern lediglich ein aviärer Influenza Nachweis.
Als Geflügelpest werden nur die HPAI Varianten bezeichnet.   

 Angesichts der Aussagen des FLI hätten insbesondere die auf der Anlage vorhandenen Hühner und Puten innerhalb von
ein oder zwei Tagen infiziert und ebenso schnell mit nahezu 100%iger Mortalität umgefallen sein.
Denn besonders Hühner und Puten gelten als extrem empfindlich für HPAI H5N8.

Da dies nicht der Fall war und ist und weil kein einziges Tier auf der Anlage irgendwelche Symptome zeigt,
ist die hochpathogene Variante so gut wie ausgeschlossen.

Was spricht Ihrer Ansicht nach dagegen, allein die positiv beprobten Tiere zu töten
(was ich persönlich zwar auch für völlig überflüssig hielte, aber noch verständlich fände, wenn Sie so entscheiden)
und den Rest des Bestandes unter strenge Quarantäne und Beobachtung zu stellen?

 Insbesondere wenn man bedenkt, dass Prof. Dr. Dr,. h.c.Mettenleiter in seiner Eigenschaft als Leiter des FLI persönlich gesagt hat,
dass LPAI völlig normal in Wassergeflügel vorkommt und in nahezu jedem Wassergeflügelbestand nachgewiesen werden kann.

 Folge ich dieser Feststellung, dann müssten unsere Behörden ja nur alle privaten Wassergeflügelbestände in De. beproben
und schon haben Sie es in der Hand, sämtliches privates Hausgeflügel in Deutschland komplett auszurotten.

Das kann doch nicht wirklich in Ihrem Sinne und im Sinne der Behörden sein?

Wenn ich Ihre obige Erwähnung zu LPAI H5 betrachte, dann habe ich den starken Verdacht,
dass man Sie aus Versehen oder vorsätzlich unvollständig oder falsch informiert hat.

 Ich würde Sie bitten, bevor Sie so schwerwiegende Entscheidungen treffen,
nicht nur auf „Fachinformationen“ von einer Seite zu vertrauen – zumal ich voraussetze, dass es Ihnen auch keine Freude bereitet,
gesunde Tiere sinnlos töten und wegwerfen zu lassen.

Als wie hoch gefährlich diese Krankheit von der Geflügelindustrie selbst angesehen wird, kann man besonders schön
erkennen, wenn man sieht, wie hier in Sperr- und Beobachtungsgebieten mit Geflügelmist umgegangen wird – völlig ungeniert
und bei helllichtem Tag – quer durch die Dörfer – diese Aufnahmen sind von heute! :
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/uebertragungswege-interessante-ueberlegungen/

Mit freundlichen Grüßen

___________________________________________

Offener Brief an alle Medien und an alle, die das morgige Keuldrama nicht ohne dagegen zu protestieren, akzeptieren wollen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wurden Sie schon über die für morgen Vormittag geplante Keulung mehrerer privater Geflügelbestände in Wörth am Rhein informiert?

In der Zuchtanlage wurde bei einer Routinekontrolle ein klinisch unauffälliger Bestand getestet.

Bei einer routinemäßigen Beprobung gab es am Dienstag den 3.01.17 Blutproben von 8 Tieren ( wegen Antrag auf Ausnahmegenehmigung) davon 2 positiv H5 Subtyp , beides Enten!
Freitag 6.01.17 45 Tupfer (Kloake und Rachen) bei 3 Züchtern 7 Tiere H5 Subtyp positiv, wieder nur Enten.
Sämtliche Tiere sind ausnahmslos klinisch gesund, zeigen also keine Krankheitssymptome!
Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich angesichts dieser Sachlage um ein niedrigpathogenes Virus handelt, ist hoch.
Das endgültige Ergebnis der spezifizierenden Untersuchungen aus dem FLI wird frühestens Mitte nächster Woche erwartet.

Wir sollten nicht zulassen, dass hier ein ganzer Bestand von gesundem Wassergeflügel in Rheinland Pfalz angesichts der Fakten vorbeugend gekeult wird.

https://sc334ccf2a61c612f.jimcontent…44800_nmp4.mp4

Das ist die Situation:
9 Enten wurden auf ein LPAI – ein niedrigpathogenes Influenza Virus getestet.
Alle anderen rund 500-600 Wassergeflügel sind entweder nicht beprobt oder negativ.

Es ist kein Nutzgeflügelbestand. Er gefährdet keine anderen Bestände.
Es handelt sich um eine lange Liste unterschiedlich stark geschützter Arten (siehe unten)

Die Tierseuchenschutzverordnung der Bundesrepublik ERLAUBT in solchen Fällen auch, die Tiere unter Quarantäne zu stellen und regelmäßig zu beproben und damit das Leben der nicht positiv beprobten Vögel zu schützen/zu retten.

Im Opelzoo ist dies mit dem betroffenen, inmitten seiner Artgenossen tot aufgefundenen Pelikan sogar bei einem positiven H5N8 Befund, also hochpathogen umgesetzt worden.

Zudem hat Prof Dr Dr hc Mettenleiter, Chef des Friedrich Löffler Instituts hat am 1.12.2016
in Kiel bei der Veranstaltung des Dr Habeck, Landwirtschaftsminister Schleswig Holstein
persönlich ausgesagt, dass:

„Das Vorkommen von LPAI in Wassergeflügelbeständen normal sei.
Sie würden praktisch in jedem Wassergeflügelbestand, den sie beproben, immer LPAI nachweisen können. „

Dies bedeutet für mich:

wenn der positiv getestete Vogel nicht klinisch auffällig ist, ist er nicht krank, sondern hat irgendwann in der Vergangenheit mal eine Grippe durchgemacht und jetzt eine entsprechend bei den Beprobungen positiv ansprechende Immunantwort entwickelt.

Es sind also gerade diese die besonders immunstarken Tiere.

Es kann nicht angehen, dass man einen Bestand (wo alle anderen negativ sind!!!!) keult, für etwas, was normal in jedem Bestand vorhanden ist.

Dann müssten wir sämtliches Wassergeflügel der Welt ausrotten!

Der zuständigen Amtsveterinärin wurde die Entscheidung aus der Hand genommen.
Die Landesregierung Rheinland Pfalz hat das Ruder übernommen und gibt die Anweisungen.
Bitte helfen Sie durch Berichterstattung, Fragestellung, Anwesenheit vor Ort etc. diese Greueltat zu verhindern.

Hier sind die Daten:

Ort des Geschehens:
Geflügelzuchtanlage
Im Klammengrund
76744 Wörth am Rhein

Zeitpunkt der geplanten Keulung
hier gibt es unterschiedliche Angaben:

Montag, 9.1.2017 ab 8 Uhr morgens
Montag, 9.1.2017 vormittags
Montag, 9.1.2017 Mittags

wir gehen von Morgens aus.

betroffene Vogelarten:
Bei den in der Geflügelzuchtanlage des RGZV Wörth gehaltenen
Tiere handelt es sich zum Teil um Spezies, die auf der „Roten
Liste“ ihren Platz finden.
Die weitere Arten und Rassen sind darüber hinaus auch
schützenswert und stellen ein genetisches Potential im Sinne
der Biodiversität dar.
Wir führen nachfolgend die Reihenfolge in Bezug auf besonders
schützenswert und schützenswert auf.

Rote Liste:
( besonders schützenswert )
Deutsche Pute
Warzenente
Hochbrutflugente
Lachshuhn
( schützenswert )
Steinbacher Kampfgänse
Cayugaenten
Gimbsheimer Enten
Altrheiner Elsterenten
Orpingtonenten
Pommernenten
Shamo
Yamato Gunkei
Satsumadori
Italiener
Brügger Zwergkämpfer
( erhaltenswert )
Amerikanische Höckergänse
Cholmogory Gans
Tulagans
Fränkische Landgans
Krummschnabelenten
Madagaskar Kämpfer
Brahma
Indische Zwergkämpfer
Zwerg Wyandotten

Die folgenden Arten des Ziergeflügels sind in Gänze zu schützen,
da es sich überwiegend um gefährdete Arten handelt.

Ährenträger Pfau
Amherstfasan
Hühnergänse
Streifengänse
Graugänse
Kanadagänse
Nilgänse
Graukopf Kasarkas
Moschusente
Europäische Eiderenten
Witwenpfeifenten
Gelbe Baumente
Fleckschnabelente
Schellente
Europäische Pfeifente
Amerikanische Pfeifente
Chilenische Pfeifente
Versicolorente
Reiherente
Rotschulterente
Mandarinente
Brautente

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Umfangreiche Infos, Zahlen, Daten, Fakten zur Gesamtproblematik Vogelgrippe sowie die jeweils aktuellen Infos zu diesem Fall finden Sie für weitere Recherchen außerdem unter:

www.aktionsbuendnis-vogelfrei.de
www.wildvogel-rettung.de

Mit freundlichen Grüßen
für das Aktionsbündnis VogelFrei
Kirstin Zoller

Kommentar:
Ich habe mir mal die Beurteilung  von „Galla“ aus dem Hühnerforum  eingeholt:_

Die GeflPestSchV erlaubt in diesem Fall  ganz klar die Anwendung des § 47  also die Quarantäne-Lösung.
 Für diese Entscheidung benötigt es keine Risikobewertung des FLI. Es wird  immer 100% damit argumentiert, dass das FLI das aus Risikosicht anders sieht und das Institut maßgeblich ist…..es steht aber so definitiv nicht in diesem §.
Und der Adressat der Keulungsaktion darf auf eine sachgerecht Entscheidung mit Berücksichtigung aller Fakten bestehen.

Ich würde mich auf die Hinterfüße stellen und verlangen, dass die Gegenseite das Seuchenrisiko von den 3 symptomlosen Enten begründet. Und nicht nur mit der Leerformel: Schutz Allgemeinheit.

Wie und wodurch wird wer objektiv zurechenbar konkret (und nicht nur abstrakt!) gefährde.

Kurz:
Wenn aufgeführt werden kann,  wie ein Schutz vor Verbreitung der Seuche vor Ort gewährleistet werden kann (Separieren der betroffenen Tiere, Stallhaltung…etc) sollte man hinweisen auf die Verhältnismäßigkeit der geplanten Tötungsaktion:

Es ist fraglich, ob die sofortige Tötung aller Tiere zu Seuchenschutz-Zwecken erforderlich ist.
Ein ausreichender Seuchenschutz ist hier auch mit dem milderen Mittel der Quarantäne gegeben.
Zudem ist die Tötung ein nicht unbeachtlicher Grundrechtseingriff in die Rechte der Tierhalter.
Zweifelsohne ist der Schutz der Allgemeinheit ein hohes Gut, jedoch ist durch die niedrigpathogene Virusvariante nicht von einer akuten Gefahr für diese auszugehen. Die betroffenen Tiere, die restlichen Tiere und die Halter zeigen keinerlei seuchenrelevante Symptome.

Durch die Tötungsanordnung wird nicht nur in Eigentumsrechte und das Recht auf freie Handlungsfreiheit auf das Schärfste eingegriffen, sondern auch tierschutzrechtliche Belange negiert. In der Zuchtanlage befinden sich rechtlich geschützte Tiere. Tiere, deren Genpool erhaltenswert ist; ein „Auslöschen“ dieses Genpools und seiner Diversität aufgrund einer abstrakten Gefahr erscheint unangemessen.
Eine Tötung sollte als ultima ratio für den Ernstfall mit konkreter Gefahr für die Allgemeinheit verbleiben.

Die Seuchenschutzverordnung zwingt niemanden,ohne abschließenden, positiven Befund irgendein Tier zu töten!

Es muss per Gesetz kein einziges zusätzliches Tier sterben:
Keine Ente!
keine, Pute!
kein Huhn!
keine Gans!

Das liegt NUR im Ermessen der Landesregierung Rheinland Pfalz!!!

Sie und viele andere sollen gekeult werden – Foto von letzter Woche alle Fotosfreigegeben zur Veröffentlichung – weitere Fotos unten
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Lieber Besucher,

hier finden Sie alle Beiträge, die auf den Erste-Hilfe Seiten zusätzlich zu den Ratgeberseiten stehen oder verlinkt sind, in unsortierter Reihenfolge  archiviert.

Die Vorgeschichte, die zu diesen Seiten führte und meine Danksagung an all meine Unterstützer finden Sie am Ende des Ratgebers.

Ich hoffe, diese Seiten können Ihnen ein wenig helfen und wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Pflege oder Aufzucht Ihres Findlings.

Kirstin Zoller

zum Ratgeber

Neueste Einträge auf den Vogelgrippe-Seiten


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Hier finden Sie alle neu eingestellten Beiträge bevor sie in die Rubriken verschoben werden oder Hinweise, wenn direkt in einer Rubrik neue Beiträge erschienen sind:

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Neue Einträge bei NOTFALL in Wörth

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Neue Einträge auf Leserbriefe auf Zeitungsartikel

 

NWZ 24.1.2017
einige Betriebe in Garrel dürfen wieder einstallen!
viele gute Kommentare: Bitte lesen Sie weiter in der Rubrik

Berliner Zeitung  24.1.2017
H5N5 neues Vogelgrippevirus in Schleswig Holstein
viele gute Kommentare: Bitte lesen Sie weiter in der Rubrik

NDR.de  24.1.2017
Geflügelpest: jetzt auch Zuchtgänse betroffen
Kommentar: Bitte lesen Sie weiter in der Rubrik

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Neue Einträge auf der Aktionsbündnis VogelFrei Seite


Mitteilung des AVF vom 24.1.2017
um die Frage nach Spendenmöglichkeiten für das AVF zu klären:
bitte lesen Sie weiter in der Rubrik


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Neue Einträge bei  Zahlen, Daten, Fakten

OIE Weekly Deseas Information

Mit Stand Silvester  31.12.16   00.00 Uhr
sind die Auswertungen der Zahlen von FLI und OIS eingestellt.

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Neue Einträge bei Zahlen, Daten, Fakten, Abschnitt Presselinks:

Sächsische Zeitung 25.1.2017
Zoo – absoluter Stress für die Tiere!

Augsburger Allgemeine 24.1.2017
Kükendrama am Flughafen – 7500 Tiere eingeschläfert
Was für ein Wahnsinn – wann hört dieser globale Lebentiertransport im großen Stil endlich auf!!!

Leipziger Volkszeitung 24.1.2017
Wir führen einen Kampf gegen Windmühlen

Norddeutsche Rundschau 24.1.2017
Geflügelpest im Kreis Steinburg – das Virus verändert sich
gute Kommentare!
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Neue Einträge bei Zahlen, Daten, Fakten, Abschnitt informative Links:

shz 24.1.2017
Was verbirgt sich hinter den Subtypen?

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Zahlen, Daten, Fakten“ Abschnitt:
Eine kleine Sammlung rund um Geflügelmist

aus Massenhaltungen als Wirtschaftsgut:

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Neue Einträge bei Zahlen, Daten, Fakten, Abschnitt
Links zu Videos:

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Neue Einträge bei  „Fragen, rund um die Vogelgrippe


Mit Datum vom 24.1.2017 stellt das FLI ein Papier FAQ ein,
welches viele unserer hier gestellten Fragen beantworten soll

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Neue Einträge bei  „Gedanken zur Wildvogeltheorie“

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Neue Einträge bei  „Briefe an Behörden“

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Neue Einträge bei „Eigene Gedanken zum Thema„:

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Neue Einträge bei  Emotionen, Gedanken und Spekulationen

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Neue Einträge bei  Aufschrei

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Massenmord unter dem Deckmantel der Verordnung

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2.12.2016

WARUM? Herr Dr Dr h.c. Mettenleiter

WARUM? Herr Schmidt

WARUM? Herr Weskamp

WARUM? Frau Gallitschke

WARUM? an all die, die das zu verantworten und mitgewirkt haben

Aktionsbündnis VogelFrei
Aktionsbündnis VogelFrei

Zum Downloaden:
Schwante Flyer Traueranzeige

Die Pressemitteilung
wie wir sie zur Zeit täglich lesen – jede Mitteilung
unzählige Schicksale

ohne Sinn und Verstand…..

Sie stehen für über 150000 niedergemetzelte, namenlose Tiere, deren einziges „Verbrechen“ es war,  zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein:


Hühnerforum

Provieh schreibt:
Beitrag 3652
So ihr könnt mich und vermutllich auch myrmex für den Rest des Tages vergessen. Lesen ist das eine direkt mit Betroffenen sprechen das andere. Ich bin nicht nah am Wasser gebaut habe aber gerade mit der Tochter des Züchters gesprochen dessen Enten getötet wurden. Das ist grausam hochgradig grausam….

Beitrag 3654
Sie kamen mit sehr vielen Leuten
die Tiere gehörten dem Vater der Familie und dem Sohn. Es ist immer noch alles voller Blut, Entschuldigt bitte ich schreib gleich weiter…

Beitrag 3656
„meine Mutter und mein Bruder haben versucht die Tiere zu verteidigen“. Leute das geht mir nah. „Es handelte sich um Säger, Tauchenten, Mandarinenten usw. usf“. Sie rief über meine Notfallnummer an. Die Eltern sind nicht mehr in der Lage zu reden. Sie haben einen Nervenzusammenbruch. Es wurden Schwarzhalsschwäne mit kleinen Küken totgeschlagen…..

Beitrag 3658
Sie wollten seine Vögel und seine Tauben erschlagen. Die Tauben sind sein Leben. Das ist alles was ihm jetzt geblieben ist. Sie haben die Tiere mit Kneifzangen getötet. Nein die waren nicht elektrisch (ich vermute das waren Schlachtzangen) Wir haben nicht h5n8 wir haben h5n1 niedrig pathogen. Doch ganz sicher h5n1. …

Beitrag 3666
Ihr könnt euch nicht vorstellen, dass von jemanden berichtet zu bekommen bei dem gerade stundenlang Tötungskommandos im Haus waren. Ich bin fertig. Und wild entschlossen.

Ich habe die Tochter gebeten uns ein Protokoll anzufertigen, dass will sie tun. Ich habe um eine liste der getöteten Tiere gebeten, allesamt erfüllten sie die Möglichkeiten der Ausnahmeregelung.
Lauter Gesetzesbrüche. Tötungsmethode, Tierarten alles falsch.

Ich muss an Mettenleiters gefühlsloses Gesicht im Ministerium denken. Sie hat geweint.

Ich werde das unserem Anwalt schildern. Wir machen die Tiere nicht wieder lebend. Aber sie ist bereit das alles aufzuschreiben um anderen zu helfen. Wenn möglich, würde ich gern etwas von unserem Geld opfern um etwas Gerechtigkeit herbeizuführen. Ich wollte noch schreiben, was ich heute mit dem Anwalt besprach aber jetzt schreibe ich per whatsapp mit dieser Frau.

Beitrag 3662 von Saatkrähe:
Ich will eine Sendung im TV zur besten Sendezeit, auf einem der Hauptsender, mit diesen Menschen. Was diesen Leuten und deren Tieren an Gewalt angetan wird, mit zweifelhafter Begründung, ist selbst für einen nicht direkt Betroffenen nicht mehr zu ertragen. Die armen Tiere – – – die armen Menschen. So entsetzlich viel Leid – so unnötig, so eiskalt. Und es nützt noch nicht einmal etwas. Die ‚Seuche‘ kann so nicht bekämpft werden….

Vinny aus dem Hühnerforum…

… verarbeitet ihre Fassungslosigkeit künstlerisch…

Märkische Allgemeine 5.12.2016
Die Tage nach dem Vogelgrippe-Schock

Märkische Allgemeine 5.12.2016
Anteilnahme am Schicksal von Familie Müller

 

Das Weltgewissen
Es klagt das Weltgewissen
die ganze Menschheit an:
was habt ihr mit den Tieren,
was habt ihr mit dem Tier getan?
Das euch in Liebe nahte,
das euch verbunden war,
und manches Opfer brachte,
nicht achtend der Gefahr!
Nun sind sie ausgeliefert
der größten Qual und Pein,
und sollten unsre Brüder
in allen Nöten sein!
Ihr aber seid so herzlos
und hört ihr Klagen nicht!
Ihr kommt, wenn ihr´s nicht ändert,
dereinst vor das Gericht!
Ihr seid schon jetzt gerichtet
durch euer eignes Tun,
euch ewig anzuklagen,
wird keins der Tiere ruhn.
Gar groß ist die Bedrängnis,
unsagbar Leid und Schmerz,
bis ihr begreift und umkehrt!
Gott gab auch euch ein Herz!
Dass es in Liebe schlage,
für alles, was da lebt,
und ihr die volle Würde
den Tieren wiedergebt!
Denn eure eigne „Würde“
sie ist vor Gott nichts wert,
wenn ihr nicht in den Tieren
den Schöpfer selber ehrt!

Quelle:http://www.tierjammer.de/nachdenklic…enes/gedichte/

…und wie es weiter geht:

Myrmex schrieb im Hühnerforum Beitrag 4006
Hallo,

ich war heute bei der Familie und muss sagen, dass alle immer noch immens unter dem sinnlosen töten der Tiere leiden. Dafür hält die Familie super zusammen und sie geben sich gegenseitig halt. Ebenfalls gibt es viel positiven Zuspruch von bekannten der Familie und auch von unbekannten Menschen, die einfach anrufen. Das treffen heute war kurz gesagt erschütternd, traurig aber auch ermutigend, wenn man sieht wie viel Kraft die Familie hat.

Ich möchte nicht alles gesprochene hier wiedergeben aber ein Punkt ist so erschütternd, dass ich das hier anprangern möchte.
Laut Aussage der Familie wurden die Tiere nämlich nicht von einer beauftragten Firma getötet sondern von den Tierärzten des Veterinäramts. Leider waren diese nicht in der Lage alle Tiere tierschutzgerecht zu töten. Teilweise wurden die Tiere zuerst mit einem Knüppel mehr oder weniger betäubt. Danach wurde versucht das Tier mit einer Schlachtzange zu töten. Bei manchen hat das nicht geklappt und es wurde eine größere Schlachtzange ausprobiert. Anscheinend wurden manche Tiere aber selbst nach zwei Versuchen nicht getötet sondern weitergereicht um per Hand (Genickbruch/erwürgen) zu töten. Das ganze ist schrecklich und darf nicht sein. Schon gar nicht bei eigentlich fachlich ausgebildeten Personal. Besonders bei solchen Aktionen ist es wichtig die einzelnen Tiere so schmerzfrei und schnell wie möglich zu töten.

Zum Thema Beweisfotos bzw. Beweisvideos:
Beweisfotos und Videos durften nicht gemacht werden und es wurde gedroht, sollten doch Bilder oder Videos gemacht werden, würde man die Handys einsammeln.

______________________________

provieh schrieb im Hühnerforum Beitrag Beitrag 4074

Hier mal für Euch die Liste der Opferarten aus Neuschwante. Dabei waren die Schwarzhalsschwäne 1,1,3 und wer weiß wie solche Küken aussehen, der weiß wie abgebrüht man sein muss…

Brandgänse, Schwarzhalsschwäne, Blauflügelgenten, Stockenten, Tafelenten, Amazonasenten, Hottentottenenten, Eidereinten, Kolbenenten, Versicolorenten, Chile Pfeifenten, Mandarinenten, Brautenten, Peposakaenten, Gelbe Pfeifgänse, Dkl. Herbstpfeifgäänse, Moorenten, Schellenten, Kappenenten, Rotschulterenten, , Kappensäger, Zimtenten, Silberbahama, Schwarzkopfruder, Reiherenten, Büffelkopfenten, Spiessenten, Krickenten, Rothalsgänse, Nonnengäsen, Paz. Ringelgänse, Stockenten, Kaisergänse,

—————————————————-

Okina75  schrieb im Hühnerforum Beitrag 4078
Zur Artenliste:

Brandgänse, Schwarzhalsschwäne, Blauflügelgenten, Stockenten, Tafelenten, Amazonasenten, Hottentottenenten, Eidereinten, Kolbenenten, Versicolorenten, Chile Pfeifenten, Mandarinenten, Brautenten, Peposakaenten, Gelbe Pfeifgänse, Dkl. Herbstpfeifgäänse, Moorenten, Schellenten, Kappenenten, Rotschulterenten, , Kappensäger, Zimtenten, Silberbahama, Schwarzkopfruder, Reiherenten, Büffelkopfenten, Spiessenten, Krickenten, Rothalsgänse, Nonnengäsen, Paz. Ringelgänse, Stockenten, Kaisergänse,

Sorry, wenn ich das so salopp sage, aber vom reinen Artenstandpunkt aus (ohne Einbringung meiner persönlichen Stellung zu dieser unsäglichen Sch…ßaktion) war das alles ganz gängiges und relativ leicht wiederbeschaffbares Ziergeflügel (das ändert nichts an der Unterirdischkeit dieser Aktion!). ABER!

Die Moorente (Aythya nyroca) steht in Deutschland unter besonderem Artenschutz, da Rote Liste 1 = Vom Aussterben bedroht
Der Status gilt auch für Vögel in Gefangenschaft, denn dadurch wird die Art ja nicht häufiger oder verbreiteter, weil sie hinter einem Zaun lebt…

Die Rothalsgans (Branta ruficollis) gilt mit nur noch etwa 40.000 Wildvögeln als hochgefährdet und unterliegt, Zitat Wikipedia, folgenden Schutzstati:

Die Art wird als „gefährdet“ eingestuft. Rothalsgänse gelten heute insbesondere durch (illegale) Bejagung in ihren Wintergebieten, aber auch durch die Vernichtung ihres Lebensraumes als gefährdete Vogelart und sind durch das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen sowie als Art des Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie geschützt.

Meine Frage: Ist auch der Artenschutz, über dessen pingelige Einhaltung sich ja sonst 100.000 Beine ausgerissen werden (siehe den Hürdenlauf den man hinlegen muss, wenn man nur heimische Singvögel ohne besondere Gefährdung, aber geschützt durch die Bundesartenschutzverordnung, halten will- da darf man sich quasi nicht mal eine AMSEL halten ohne diese Genehmigung und jene Erlaubnis und pipapo…), durch nicht mal klar ersichtliche „Gefahr im Verzug“ im selben Moment aus den Angeln gehoben, sowie einer schreit „H5“!?!?!?
Liegen bei diesen beiden Arten und deren vollkommen unreflektierter Keulung nicht ganz eindeutige Verstöße gegen nationale und internationale Artenschutzrichtlinien vor?!?
Geh‘ Du mal als Privatmann hin und schlage eine Moorente tot, die mit gebrochenem Flügel am Seeufer rumkreucht, oder schieß‘ als deutscher Jäger mal versehentlich eine Rothalsgans, und das sieht einer- da steppt dann aber umgehend der Bär wegen Verstoßes gegen X und Y…
Und hier ist das, wegen eines dazu noch HARMLOSEN Grippevirus, mal gerade völlig nebensächlich, wie geschützt diese Arten sind?!?
Zumindest bei diesen Arten hätten sie extra beproben MÜSSEN, und nicht einfach wie die Gestapo da mal eben ein Exempel statuieren, als hätten die armen Leute da der Kanzlerin die Pest an den Hals gewünscht oder was weiß ich!

Ich hoffe, Ihr versteht, worauf ich hinaus will, und das ich nicht etwa sage „Nicht so schlimm, war ja nur so herkömmliches Ziergeflügel“!

Beitrag 4079
PS: Genauerer Schutzstatus Rothalsgans, Zitat zoodirektoren.de

Die Art fällt unter Anhang I der Vogelschutzrichtlinie der EU (RL 2009/147/EG), Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, die Anhänge 1 und 2 der Bonner Konvention über wandernde Tierarten (CMS)sowie Anhang 2 des African-European Waterbird Agreements (AEWA).

Ist also schon ein ordentlicher Humpen an Schutzstati, der zum Erhalt der Art gestemmt wird, und das ist gerade mal alles wegen eines niedrig pathogenen Grippevirus, von dem KEINERLEI öffentliche Gefährdung ausgeht (jede Katze ist gefährlicher!), stehenden Fußes ausgehebelt?!?!?!?!?

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16.12.2016
…und der Wahnsinn nimmt kein Ende!!!

Beitrag von ProFedervieh im Hühnerforum:

Hilfe für Familie Müller Schwante
So nun waren die Damen vom Vetamt wieder vor Ort bei Müllers. Sie haben die Verordnung verlesen
http://www.vhgw.de/vogelgrippe/eu_in…1220_EU_VO.pdf Dort die Seiten 38,39 usw.
Bekanntermaßen müssen die Müllers das alleine durchführen. Das desinfektionsmittel haben die Damen vom Amt dortgelassen. Jetzt das Problem: Eine örtlich Fachfirma hat vor Tagen bereits abgesagt, weil das Ganze zu groß für die Firma ist. Die Familie kann das nicht schaffen! Eine besondere Herausforderung ist die Abfuhr des Wassers. Müllers sind nicht an die Ortsentwässerung angeschlossen und müssen , das desinfizierte Wasser daher abfahren lassen!

Wer kann helfen? Wir brauchen eine Fachfirma die einen Kostenvoranschlag abgiebt. Die Auflagen liegen mir als Fotodokument nachher vor, Jenny will sie schicken.

Und wir brauchen vermutlich Geld oder Arbeitskräfte. Denn aus der Züchterschaft der örtlichen Rassegflügelzüchter wird wohl kein Arbeitskommando kommen.

Tanny antwortet in Beitrag 5840:
Mal eine ganz doofe Frage:
die Amtsvet kommt geschlagene 2 Wochen, nachdem sie denen die Tiere völlig dilettantisch weggemetzelt hat auf den Hof und verliest die Verordnung?
Ich, mit meinem zugegebenermaßen schlichten Verstand würde sagen:
Das ist völliger Quatsch!

Ganz egal, ob das Gesetz es nun vorschreibt oder nicht:
Was ist denn der Sinn der Maßnahme?
Genau – eine Verhinderung der Verschleppung der Viren.

So etwas mag Sinn machen, wenn man es sofort nach der Keulaktion macht – und wenn man auch die Fahrzeuge und die Leute und deren Schuhe etc. die beteiligt waren, entseucht, bevor sie das Gelände verlassen.  Das alles ist damals nicht geschehen. Seit 2 Wochen liegt das Gelände nicht desinfiziert unter freiem Himmel.

Das Vet Amt selbst hat, da es unsachgemäß getötet hat (kein Raum, keine Verbringung etc.) offene, wenn die Tiere tatsächlich so verseucht gewesen sein sollen, hoch kontaminöse Blutlachen unter freiem Himmel hinterlassen – wenn da was verschleppt wurde, dann die ersten Stunden nach der Keulaktion.

Bestimmt aber nicht zwei Wochen später – zumal das Virus unter freiem Himmel nach zwei Wochen (wir hatten auch viel Sonnenschein = UV) nicht mehr existieren sollte. (FU Berlin Fachbereich Veterinärmedizin)

Man kann doch nicht ernsthaft jetzt Desinfektionsmittel in die Freie Landschaft kippen, nur um einem Gesetz nachträglich irgendwie Genüge zu tun, obwohl der Zweck, für den das Gesetz geschaffen wurde, damit nicht mehr zu erfüllen ist. Stattdessen vernichtet man also jetzt zum 2. Mal Leben – das gesamte Mikroklima des Hofes.

mE. müssen wir SOFORT in offenen Briefen (Kopien an die Presse) alle relevanten Bundes- und Landespolitiker (Ministerien, die Grünen etc.) anschreiben und sie auffordern, den Schwachsinn – auch zum Schutz der Familie sofort zu stoppen.

Das hat nichts mit Seuchenschutz zu tun –
das ist reine Schikane!

 

Bild am Sonntag – Heiligabend – 24.12.2016
600 Vögel von Amtswegen abgeschlachtet

Märkische Allgemeine 30.12.2016
Vogelgrippe: Spenden retten Familienbetrieb


 

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Aktionsbündnis VogelFrei

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Ich unterstütze mit meiner Seite www.wildvogel-rettung.de das:

Aktionsbündnis VogelFrei (AVF)“ 

Aktionsbündnis VogelFrei
Aktionsbündnis VogelFrei

…zur Zeit sind alle Hausgeflügel „vogelfrei“…
wir, vom AVF wollen VogelFrei!
www.aktionsbuendnis-vogelfrei.com
AB_VogelFrei@web.de

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Mitteilung auf der AVF Seite vom 24.1.2017

um die Frage nach Spendenmöglichkeiten für das AVF zu klären:

Wir haben am Wochenende einen Unterstützerverein für das AVF gegründet, der derzeit notariell geprüft wird.
Im Zuge dessen wird es ein Konto geben, das dann auch wieder auf den Homepages veröffentlicht werden kann.

Der Verein hat den Zweck, die Finanzen des ansonsten autarken und nicht vereinsgebundenen AVF zu verwalten , wodurch das Ausstellen von Spendenbescheinigungen bei Anerkennung der Gemeinnützigkeit möglich werden sollte.
Anfragen nach Geldern für Aktionen im Sinne und im Namen des AVF durch Aktivisten und Vereinigungen, die für das AVF eintreten, können dann gestellt werden.
Der Umgang mit den Spenden bei angestrebten Klagen ist in der Satzung geregelt, ebenso die schnelle Freigabe von Geldern für einstweilige Verfügungen etc.

Die Satzung werden wir auf den Webseiten veröffentlichen, sowie der Verein eingetragen ist.

Julia Buschmeyer, Afra Korfmann, Nicole Zimmer, Kirstin Zoller

 

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28.1.2017 für das  AVF organisiert:


Sabine Corban und Mathias Güthe haben für das AVF
ihre Idee eines Symposiums in die Tat umgesetzt:

Symposium in Kiel zum Thema Vogelgrippe

Die Tierärztekammer Schleswig-Holstein rechnet die Teilnahme auf die allgemeine Fortbildungspflicht gemäß § 2 Absatz 4 der Berufsordnung mit 3 Stunden an.
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Aufruf von Susanne im Hüfo #10380:

Hallo,

War heute bei Dr. Götz. Dieser hat mir berichtet, dass er zusammen mit Geflügelzuchtvertretern nächste Woche ins Ministerium geht, es geht konkret um das Ende der Stallpflicht zum 31.1., die intern schon wieder angezweifelt wird. Dr. Götz hat mich gebeten, so viel wie möglich Leute dazu zu bewegen, ihre Landtagsabgeorndete anzuschreiben, um für ein Ende der Stallpflicht zu bitten und eine Verlängerung zu verhindern. Je mehr Mails, umso besser. Am besten individuelle Mails, auch eine einfache Anfrage würde genügen, Haupstsache es wird klar, dass das Ende der Stallpflicht für uns wichtig ist. Ich selbst habe jetzt schon fleißig geschrieben, da ich in B-W wohnortmäßig schon ein bisschen rumgekommen bin, habe ich Leute aus verschiedenen Kreisen angeschrieben und auch erwähnt, in welcher Weise ich mit ihnen in Kontakt stehe. Wenn hier noch jemand mitliest, kann er das vielleicht auch machen.

Liebe Grüße
Susanne

Anmerkung Red.: Es geht vor allem um Baden-Württemberg, aber zusätzliche Anschreiben dieser Art in anderen Bundesländern können auch nicht schaden!

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Downloads:

Geflügelbetriebe in Deutschland
Geflügelbetriebe 201612110035306910

Vogelgrippe
was geschieht warum und wie sinnvoll ist es?
Hannes Erklärung der Vogelgrippe

Demonstration: 21.01.2017 | 12 Uhr | Potsdamer Platz (Berlin)
Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!

 

Geflügelpest-Tierseuchenschutzverordnung:
 GeflügelpestTierseuchenschutzverordnung Geflügelpest

 


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Briefe an Behörden und Medien

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Hier finden Sie Briefe von Betroffenen und interessierten Verbrauchern an Behörden und/oder Medien

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Wolfgang Otten schrieb an das Bayrische Staatsministerium
und erhielt Antwort:

Sehr geehrte Frau Geier,
Sehr geehrte Herr Minister Schmidt,

Ich halte eine Gruppe von <50 Hühnern, die im Allgemeinen viel Freifläche haben damit sie ihren Bedürfnissen nachkommen können. Seit Verhängung der Stallpflicht sind meine Hühner nun eingesperrt.
Es gibt schon sehr lange Viren auf der Welt und es wird sie wohl auch immer geben. Auch Grippevieren, an der sehr viele Spezies erkranken und auch sterben. In Deutschland fallen jährlich etwa 20.000 Menschen der Grippe zum Opfer. Was sind dagegen denn 600 tote Wildvögel?

Anstecken kann sich ein Lebewesen insbesondere, wenn das Immunsystem geschwächt ist und wenn es dem Kontakt einer Kontaminationsquelle ausgesetzt ist. Größere Ansammlungen auf engem Raum begünstigen die Ansteckung. Tieren in einer Massentierhaltung ist leider beides gegeben, schwaches Immunsystem und große Bestandsdichte. Geschwächte Menschen und Tiere sind dabei gefährdeter, als gesunde, kräftige, mit einer guten Immunabwehr. In der Wildvogelpopulation hält sich ein Grippevirus nicht lange. Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, ist bei Menschen in einem überfüllten Bus ja auch höher, als bei einem Waldspaziergang.

Viele tausend Hobbyhalter halten robustes, gesundes Geflügel im Freiland. Dass diese sich durch Wildvögel infizieren, krank werden und daran sterben, ist wohl möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Wirklich gefährdet sind die Tiere in der Massentierhaltung und die sollen wir alle schützen.

Hobbyhalter halten Freilandgeflügel in erster Linie aus dem Grund, weil sie die Haltungsbedingungen der kommerziellen Geflügelindustrie ablehnen. Ihnen ist das Wohl der Ihrer Tiere wichtig.

Von diesen privaten Geflügelhaltern wird nun verlangt, dass sie ihre Tiere einsperren und eine möglichst sterile Umgebung schaffen, damit ein Eintrag eines Grippevirus in einen Geflügel-Massenbetrieb auf ein machbares Minimum reduziert wird. Die Folge ist, dass dieses gesunde, robuste Freilandgeflügel in den engen Ställen krankmachenden Bedingungen ausgesetzt sind. Das Infektionsrisiko steigt nicht nur durch die dichte Haltung, zudem wird auch das Immunsystem geschwächt, weil die Tiere Stress ausgesetzt sind. Man stelle sich eine Schulklasse vor, die über Wochen oder Monate in einen Klassenraum gesperrt wird oder eine Firma in der 20 Kollegen so lange in einem Büroraum ausharren müssen.

Diese Art der Solidarität zu erwarten und zu fordern ist perfide. Genauso könnte man von einem Hobbygärtner verlangen, sein gezogenes Gemüse mit Pestiziden zu behandeln, damit keine Raupen in die Gewächshäuser der Gemüseindustrie gelangen können.

Viele Hobbyhalter haben keineswegs Angst davor, dass ihre Vögel von dem Virus infiziert werden. Dies ist sehr unwahrscheinlich, wie es Versuche gezeigt haben (Forschungsprojekt „Constanze“ am Bodensee 2006). Auch würden Sie dieses Risiko in Kauf nehmen, damit ihre Tiere frei laufen dürfen. Angst haben müssen sie vor den Maßnahmen der Behörden, denn wie Herr Mettenleiter behauptet, seien Grippeviren in nahezu jedem Gänsebestand nachweisbar, ohne dass es zu Krankheitsfällen komme. NUR: Wenn ein Bestand beprobt wird und sogar eine nur niedrigpathogene Variante des Vogelgrippevirus nachweisbar ist, wird der gesamte Bestand gekeult.

Frau Geier, ich frage Sie:
Welchen Nutzen sehen Sie in der Stallpflicht?
Glauben Sie, dass die Stallpflicht eine wirksame Maßnahme ist, damit sich die Vögel der Geflügelindustrie nicht anstecken?

Glauben Sie, dass durch Freilandgeflügel, das sich eher an einem lokalen Ort befindet, die Virusausbreitung wesentlich begünstigt wird? Das Virus ist auf unerklärliche Weise in bereits diverse Ställe gelangt, obwohl dort strenge Biosicherheitsmaßnahmen Anwendung finden und obwohl seit Wochen kein Geflügel mehr draußen herumläuft (und obwohl der Vogelzug vorbei ist).

Ist es nicht möglich, es den Geflügelhaltern selbst zu überlassen, ob sie ihre Tiere einsperren wollen, oder nicht? Wer Angst vor einer Infektion hat, soll das tun. Und wer das aus Solidarität gegenüber den gefährdeten Großbetrieben tun möchte, auch.

Warum muss nicht jeder Betrieb selbst dafür sorgen, dass sein Bestand nicht erkrankt? Ich bin doch auch nicht verpflichtet, meine Söhne gegen Röteln zu impfen, weil Töchter anderer Leute sich infizieren könnten.

Ist es in Ihrer Macht, diese Stallpflicht zu beenden? Wenn ja, wann werden Sie das tun? Meine Tiere und tausende andere leiden darunter und ich bitte Sie, diese zweifelhafte Maßnahme zu überdenken und die Stallpflicht aufzuheben.

Ihnen ein gesundes und frohes Jahr 2017.

Freundliche Grüße
Wolfgang Otten

Die Antwort vom 20.1.2017:

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Von: Ingo Irmler
Betreff: HPAI H5N8 in Baden-Württemberg
Anlage: Präsentation H5N8

Sehr geehrter Herr Kretschmann,
sehr geehrter Herr Palmer,
sehr geehrte Mitglieder der Landtagsfraktionen
sehr geehrte Vertreter der Presse,
sehr geehrte Tier- und Umweltschutzverbände,
sehr geehrte Rassegeflügelzüchter,
sehr geehrte Kreisveterinäre

zu Schulzeiten hatte mein Biologie-Lehrer (er hieß Winfried
Kretschmann) keine Scheu, jene Dinge beim Namen zu nennen,
über die andere Lehrer nicht gesprochen haben. Meines
Erachtens sollte dies auch bei staatlicherseits verursachten
Missständen gelten.

Obwohl das Auftreten von HPAI H5N8 in Baden-Württemberg
sehr eng auf den Raum Bodensee begrenzt war, wurde am
17.11.2016 vom Ministerium für Ländlichen Raum und
Verbraucherschutz (MLR) eine landesweite Aufstallung für
Geflügel angeordnet. Trotz engstem Kontakt hunderttausender
Wildvögel untereinander war das Seuchengeschehen am
Bodensee bereits nach vier Wochen aus natürlichen Ursachen
deutlich zurückgegangen und ist mittlerweile nahezu völlig
zum Erliegen gekommen.

Hintergrund der aktuell durchgesetzten
Aufstallungs-Anordnung sind Einschätzungen durch das MLR,
die nicht der Datenlage entsprechen und die Überlegung,
dass Wildvögel und ihre Ausscheidungen für die Verbreitung
von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI) verantwortlich
sind. Diese – 10 Jahre nach H5N1 immer noch unbewiesene –
Hypothese ist entweder falsch oder greift als
Erklärungsansatz für die HPAI-Problematik zumindest viel
zu kurz. Bereits 2006 kam die Europäische Kommission zu der
Einschätzung, dass die HPAI nicht von Wildvögeln stammt,
sondern sich in Intensiv-Geflügelhaltungen entwickelt
(2006/437/EG).
Unabhängig davon wurde von den Experten des Environment
Programme der Vereinten Nationen (UNEP) und der Ernährungs-
und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)
zum aktuellen Geschehen am 20.12.2016 ein Statement
veröffentlicht, das die Verbreitung von HPAI H5N8 mit der
Intensiv-Geflügelhaltung und den daraus resultierenden
Transporten und Marketing-Strukturen assoziiert, nicht aber
mit Wildvögeln (im Anhang). Es besteht wissenschaftlicher
Konsens, dass hochpathogene Aviäre Influenza nicht in
Populationen von Wildvögeln oder in Kleingeflügelhaltungen
entstehen kann, sondern die Bedingungen der
Intensiv-Geflügelhaltung benötigt.

Die Stallpflicht geht somit als Maßnahme nicht nur nicht in
die richtige Richtung, sie ist aufgrund ihres Widerspruchs
zu artgerechter Tierhaltung (Tierschutzgesetz §2)
tierschutzrechtlich fragwürdig und es ist bis dato unklar,
ob sie das Risiko eines Eintrags in einen Bestand wirklich
wirksam minimiert. Ein Beispiel hierfür ist das Geschehen
in Niedersachsen in den Kreisen Cloppenburg und Oldenburg,
wo es insgesamt nur einen einzigen HPAI H5N8-positiven
Wildvogel-Fund gibt, dafür aber trotz Stallpflicht und
Biosicherheitsmaßnahmen HPAI H5N8 in mittlerweile fast
einem Dutzend Putenmastanlagen. Aber auch am Bodensee hatte
vor Anordnung der Stallpflicht bereits ein großer Teil des
Seuchengeschehens stattgefunden, ohne dass sich ein Eintrag
von HPAI H5N8 in Freilandhaltungen ergeben hätte.

Ich möchte Sie hiermit bitten, sich die beigefügte
Präsentation zu der Problematik anzuschauen und die HPAI
H5N8-Thematik und den Umgang damit öffentlich zu
diskutieren. Es ist anzunehmen, dass das MLR die
Stallpflicht trotz ihrer erheblichen negativen Auswirkungen
auf die Tiere Ende Januar selbst ohne konkrete Seuchengefahr
landesweit verlängern wird. Dabei zeigt gerade der jüngste
Fall beim RGZV Wörth, das auch Entscheidungen mit Augenmaß
möglich sind.

Noch wichtiger aber ist eine ergebnisoffene Diskussion und
Untersuchung der Verbreitungsmechanismen von HPAI, so dass
Maßnahmen entwickelt werden können, die die Risikofaktoren
für die Entstehung von HPAI in der Intensiv-Tierhaltung
minimieren. Seit H5N1 im Jahr 2005 wurden diesbezüglich
keine wirklichen Fortschritte erzielt. Dabei ist mit hoher
Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass in absehbarer Zukunft
humanpathogene Erreger-Stämme wieder auftreten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ingo Irmler
Diplom-Biologe

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Wer hier nicht wach wird, kann nur komatös sein:

Nicola zur Vogelgrippe Fakten mit Quellen – offener Brief
Nicola hat einen offenen Brief verfasst für Behörden und Medien,
in dem alle Fakten, Daten und Auffälligkeiten, die wir bisher so recherchiert haben, mit Quellen zusammengestellt sind.

__________________________________________________________________________NOTFALL Wörth – hat jetzt hier eine eigene Seite!
___________________________________________________________

Brief an die Grünen von kennyfastnet #9860 im Hüfo 13.1.2017:
Liebe Aktive , ich bedanke mich ganz herzlich für eure Arbeit. Heute möchte ich mich auch mal beteiligen mit einem Brief an die Grünen, es ist ja bald Wahl. Da ich bei weitem nicht so informiert bin wie ihr, wäre es schön, wenn jemand Zeit hätte den Brief „eines einfachen mit der Materie nicht so vertrauten Wahlbürgers“ an die BundesPartei, die LandesPartei und den Kreisverband auf grobe Fehler durchzulesen, weil es kontraproduktiv wäre , wenn ich Stuss behaupte. Ist leider ziemlich lang: 1,5 DiNa 4 Seiten. Danke
Sehr geehrte Damen und Herren von den Grünen,
ich bin seit Urzeiten grüne Stammwählerin wie meine ganze Familie. Seit einiger Zeit befürchte ich allerdings meine politische Heimat zu verlieren, was angesichts der kommenden Wahlen traurig für mich ist. Der jüngste Anlass ist der Umgang vieler grüner Verantwortungsträger mit der Vogelgrippe. Hier wird die mächtige Agrarindustrie unverhältnismäßig auf Kosten artgerechter Klein- und Freilandhaltungen geschützt, indem bisher freilaufenden Hühnern, Enten und Gänsen durch die Stallpflicht in den meisten Fällen qualvolle Aufstallung verordnet wird, die im übrigen keinerlei Wirkung bei der Bekämpfung der Vogelgrippe zu zeigen scheint, wenn zeitgleich in hermetisch abgeriegelten Industrieställen trotzdem immer wieder Ausbrüche auftreten. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass gar nicht die beschuldigten Wildvögel die Vogelgrippe nennenswert weiterverbreiten – die Vogelzugrouten widersprechen dieser Theorie ohnehin in vielen Fällen und Wildvögel kommen bestimmt nicht in diese Ställe. Der für die Massentierhaltung pikante Verdacht, dass die Transportwege der Geflügelindustrie, das Futter oder die Ausbringung des Mistes aus den Massentierhaltungen auf die offenen Felder, der ja zudem auch noch antibiotikaverseucht ist, zumindest maßgeblich mitverursachend sein könnte, wird vom staatlichen, federführenden Institut FLI nicht ernsthaft untersucht. Das verwundert auch nicht weiter, wenn man die Verquickung des FLI – umfeldes mit der Industrie sieht. Stattdessen werden Kleinhalter, die eine Alternative zu Fleisch und Eiern aus Qualhaltungen suchen und die zudem sehr oft gefährdete Nutztierarten halten und damit dem Monopol der uniformen Lohmann- und Konsortenhybridzuchten etwas entgegensetzen, gezwungen, selber nicht artgerechte Haltungsformen in engen Ställen und überdachten Volieren zu praktizieren. Die ansonsten ziemlich robusten Freilandhühner werden hier verhaltengestört , gehen aufeinander los und werden krank. Da Kleinhalter keinen Kontakt zu Massentierhaltungen haben, kann diese Haltung auch keinen Schutz für die Industrie sein. Stattdessen geben viele alternative Haltungen einfach frustriert auf zum Teil auch, weil sie sich die Übergangsbauten für die Stallpflicht finanziell, zeitlich und räumlich nicht leisten können. Das dürfte den Massentierhaltungen nicht die Tränen in die Augen treiben ,zwecks Ausweitung des Nahrungsmittelmonopols – ein netter Nebeneffekt. Wie ich mitbekommen habe, beschäftigt sich das FLI jetzt auch mit der Konservierung von Hahnensperma seltener Rassen. Eine Wiederbelebung dieses Genmaterials durch Kleinhalter ist wohl eher nicht zu erwarten….Monsanto lässt grüßen.
Hinzu kommen die lebensverachtenden und unethischen Massenkeulungen ganzer Geflügelbestände, die auch Geflügelzuchtvereinen und Kleinhaltungen drohen, wenn irgendein H5…Virus Antikörper in einem der Tiere nachgewiesen wird. Diese Antikörper sind z.B.in gesunden Entenbeständen vollkommen normal, wie selbst der Leiter des FLI zugibt. Diese Tiere haben im Laufe ihres Lebens einfach eine Resistenz gegen den Grippevirus durch das Überleben einer ungefährliche, harmlosen Form der Krankheit erlangt. Es werden dann aber oft alle Tiere, ob gesund oder nicht gekeult, was dem Tierschutzgesetz gänzlich widersprechen dürfte.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich wenigstens die Grünen trauen, sich der Agrarlobby entgegenzustellen und den Wahnsinn der allgemeinen Stallpflicht, die Massenkeulungen gesunden Geflügels, der Behinderung alternativer Haltungsformen, wo sie die Möglichkeiten haben, entgegenstellen. Das tun sie bisher nicht, sondern unterstützen diese Ungeheuerlichkeit auch in Ländern, in denen Grüne mitregieren und wiederholen die gleichen uniformen Verlautbarungen des FLI mit den schuldigen Wildvögeln unreflektiert, der übrigens auch vom NABU und der Albert-Schweizer- Stiftung und sehr vielen ernstzunehmenden Wissenschaftlern widersprochen wird.
Es gäbe eine ganz einfache Methode, die Vogelgrippebedrohung zu stoppen. Abschaffung der Massentierhaltung, in der die Grippeviren wegen der Enge viel schneller mutieren und in denen nach einhelliger wissenschaftlicher Meinung, die gefährlichen Virenmutationen entstanden sein dürften. Das würde zusätzlich das Klimawandelproblem entschärfen, die Gesundheitskassen durch weniger Fleischkonsum fördern, die Überdüngung der Felder stoppen. Ich weiß, dass die Grünen dazu nicht die Macht haben. Aber der Stallpflicht für artgerechte Haltungen könnten sie entgegentreten statt die Halter weiter so in die Enge zu treiben, dass der Geflügelindustrie das Feld überlassen bleibt.
Ich hoffe auf eine zufriedenstellende ehrliche Antwort. Die einzige Partei, bei der ich bisher zumindest auf Landesebene eine Ablehnung der Stallpflicht für Kleinhaltungen gefunden habe , war leider die AfD, die ich ansonsten wahrlich nicht schätze. Das sollte Ihnen sehr zu denken geben.
Mit freundlichen Grüßen

___________________________________________________________

Brief an Landrat Brechtel, Germersheim 9.1.2017

Betrifft Wörth

Sehr geehrter Herr Landrat Brechtel,

beim SWR haben Sie sinngemäß gesagt, dass LPAI H5 Menschen gefährde und bereits welche daran gestorben seien.
Hier sind Sie definitiv falsch informiert worden.
Dies ist natürlich fatal, wenn Sie unter Umständen bei Ihren Entscheidungen diese falschen Informationen zu Grunde legen.

 LPAI H5, der Subtyp, der in der Geflügelanlage in Wörth vermutet wird, konnte noch niemals je irgendwo in der Welt
bei einem Menschen nachgewiesen werden.
Und gestorben ist daran schon gar niemand.

 Was Sie meinen, ist ein HPAI H5 (N1) Subtyp – wo in der Tat bereits 2006 mit H5 N1 Menschen betroffen waren.
 HPAI H5N1 war aber ein hochpathogenes Virus – ganz anders, als der LPAI Subtyp H5, der hier vermutet wird.

Um einen bildlichen Vergleich herzustellen, können Sie sich ein HPAI H5 Subtyp Virus vorstellen wie eine ausgewachsene Grippe.
Das LPAI H5 Subtyp Virus entspräche in diesem Bild etwa einem grippalen Infekt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der grippale Infekt zu einer Grippe wird, ist mehr als gering.
Der „grippale Infekt“ ist m.W.  keine Geflügelpest, sondern lediglich ein aviärer Influenza Nachweis.
Als Geflügelpest werden nur die HPAI Varianten bezeichnet.   

 Angesichts der Aussagen des FLI hätten insbesondere die auf der Anlage vorhandenen Hühner und Puten innerhalb von
ein oder zwei Tagen infiziert und ebenso schnell mit nahezu 100%iger Mortalität umgefallen sein.
Denn besonders Hühner und Puten gelten als extrem empfindlich für HPAI H5N8.

Da dies nicht der Fall war und ist und weil kein einziges Tier auf der Anlage irgendwelche Symptome zeigt,
ist die hochpathogene Variante so gut wie ausgeschlossen.

Was spricht Ihrer Ansicht nach dagegen, allein die positiv beprobten Tiere zu töten
(was ich persönlich zwar auch für völlig überflüssig hielte, aber noch verständlich fände, wenn Sie so entscheiden)
und den Rest des Bestandes unter strenge Quarantäne und Beobachtung zu stellen?

 Insbesondere wenn man bedenkt, dass Prof. Dr. Dr,. h.c.Mettenleiter in seiner Eigenschaft als Leiter des FLI persönlich gesagt hat,
dass LPAI völlig normal in Wassergeflügel vorkommt und in nahezu jedem Wassergeflügelbestand nachgewiesen werden kann.

 Folge ich dieser Feststellung, dann müssten unsere Behörden ja nur alle privaten Wassergeflügelbestände in De. beproben
und schon haben Sie es in der Hand, sämtliches privates Hausgeflügel in Deutschland komplett auszurotten.

Das kann doch nicht wirklich in Ihrem Sinne und im Sinne der Behörden sein?

Wenn ich Ihre obige Erwähnung zu LPAI H5 betrachte, dann habe ich den starken Verdacht,
dass man Sie aus Versehen oder vorsätzlich unvollständig oder falsch informiert hat.

 Ich würde Sie bitten, bevor Sie so schwerwiegende Entscheidungen treffen,
nicht nur auf „Fachinformationen“ von einer Seite zu vertrauen – zumal ich voraussetze, dass es Ihnen auch keine Freude bereitet,
gesunde Tiere sinnlos töten und wegwerfen zu lassen.

Als wie hoch gefährlich diese Krankheit von der Geflügelindustrie selbst angesehen wird, kann man besonders schön
erkennen, wenn man sieht, wie hier in Sperr- und Beobachtungsgebieten mit Geflügelmist umgegangen wird – völlig ungeniert
und bei helllichtem Tag – quer durch die Dörfer – diese Aufnahmen sind von heute! :
https://www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/uebertragungswege-interessante-ueberlegungen/

Mit freundlichen Grüßen

_______________________________________________________

Konich an seinen Amtsveterinär
(Hühnerforum # 8200

Neuer Brief an meinen Amtsvet……..

Sehr geehrter Herr Dr. xxxx,

zunächst vielen Dank für Ihre freundliche rasche Antwort auf mein vorheriges Schreiben.

Nun ist es so, dass ich Ihre persönliche Meinung zum Vogelgrippegeschehen natürlich nicht kenne, allerdings sehe ich ein, dass Sie sich mit Ihrer Meinungsäusserung und erst recht mit Ihren Empfehlungen an gewisse Vorgaben aus den Ministerien halten müssen und Ihr eigener Ermessensspielraum wahrscheinlich begrenzt ist.

Ganz unkommentiert kann ich Ihr Schreiben jedoch nicht lassen, denn Sie stützen sich auf Gesetzesvorgaben und Empfehlungen, die zwar aktuell nun einmal stehen, allerdings viele Zweifel und Fragen aufwerfen.

Das Friedrich -Löffler-Institut steht nicht nur bei den Gegnern der Stallpflicht, sondern auch bei vielen anderen Wissenschaftlern, Ornitologen und sogar ausländischen Instituten, die sich mit Tierseuchen beschäftigen, mit seiner Meinung, dass Wildvögel für Einschleppung und Übertragung der Vogelgrippe verantwortlich sind inzwischen schon fast isoliert da.

Nach den neusten Fällen in Oldenburg und Cloppenburg versucht man diese Behauptungen inzwischen sogar in Politik und Wirtschaft zu verwässern, in dem man sagt, dass man einfach nicht genau weis wie das Virus in die eigendlich hermetisch abgeschlossenen Ställe kommt. Gerade heute lese ich das Statement auch von unserem LW Minister Meyer. Und das nach 10 Jahren „intensiver“ Forschungsarbeit und Millionen von verbratenen Forschungsgeldern seitens des FLI. Die Theorien von Wind, Nagern, Hunden und Katzen sowie verunreinigten Luderplätzen werden bemüht. Gleichzeitig sieht man Bilder wie gekeulte Puten in offenen Baggerschaufeln frei in Container gekippt werden……..welch eine Farce.

http://www.ndr.de/nachrichten/nieder…elpest524.html

Auch sah man sich in all den Jahren nicht in der Lage, die Handelswege als mögliche Übertragungswege zu untersuchen? Ich behaupte einfach mal, dass man dazu nicht Willens war. Die Stallpflicht betrifft als Maßnahme nur Klein – Hobby – und Freilandhalter, die Biozidsicherheitsmaßnahmen werden bei den grossen Massentierhaltern sowieso immer durchgeführt. Was denen bleibt ist der Vorteil während einer Geflügelgrippe“epedemie“ von der Tierseuchenkasse und dem Steuerzahler Entschädigungen zu bekommen. Ein Schelm wer böses dabei denkt! Ebenso bei der Verquickung des FLI und dessen Vorsitzenden mit Politik und Wirtschaft! Ein unabhängiges Institut wäre zumindest für die Risikobewertung wünschenswert, das FLI sollte sich auf die Diagnostik beschränken müssen!

Wo ist denn nun der Zusammenhang zwischen Wildvögeln und dem Ausbruch in den hermetisch abgeriegelten Ställen? Selbst wenn man nun zurück rudert und behauptet, dass die Ställe ja nun nicht so ganz 100% abgeriegelt werden können, was nutzt dann die Aufstallung in Volieren bzw in den viel weniger dichten Ställen der Hobbyhalter?

Wo ist denn die Epedemie unter Wildvögeln, wenn immer nur vereinzelte positive Befunde gemeldet werden, es aber hundert Millionen von Wildvögel auf der Durchreise gibt? Wieso wird eigendlich die Todesursache der positiv getesteten Vögeln gar nicht untersucht, sondern jeder Nachweis bei einem toten Vogel gilt als Vogelgrippeopfer (gerade bei den Raub und Assfressern)? Wieso werden z.B auch bei dem im Zoo positiv getesteten Pelikan oftmals nur negativ getestete Mitbewohner gefunden, wäre das bei unserem Geflügel mit Auslauf nicht ähnlich, dass nur einzelne gesc Tiere wenn überhaupt betroffen wären? Wieso kommt es in den Massentierställen zu epedemieartigen Ausbrüchen, liegt es nicht gerade an den miesen Haltungsbedingungen dort? Wieso sollen wir unser Geflügel einsperren, wenn doch gerade Sonnenlicht (UV) den Erreger am besten abtötet. Ganz zu schweigen von anderen Krankheiten und Immunschwächungen, denen wir unsere Tiere aussetzen sollen?

All diese Fragen und Wiedersprüche werden ihnen wahrscheinlich bekannt sein und ich verstehe auch, dass Sie selbst auch wenn Sie diese ebenso sehen sich trotzdem an die bestehende Gesetzeslage halten müssen ( wie wir Halter ja auch). Der Grund warum ich Ihnen dennoch darüber schreiben MUSS, ist jedoch, dass wir das nicht ohne Wiederspruch hinnehmen dürfen, unsere Zweifel und Proteste müssen kund getan werden. Vielleicht – hoffentlich – (auch wenn Sie das hier nicht sagen dürften) hegen Sie selbst auch Zweifel an den Maßnahmen und Vorgehen, darin möchte ich jeden bestärken.

Ich selbst engagiere mich mit dem „Aktionsbündnis Vogelfrei“ für eine andere Sichtweise auf die Vogelgrippe, die endlich einmal andere Theorien verfolgt als die „Wildvogeltheorie“ und die zumindest eine vorsorgliche Stallpflicht wie in unserem Kreis ( wir haben keinen einzigen Fall von Vogelgrippe, wir haben auch wenig Risikogebiete) als völlig ungeeignete, vielleicht sogar kontraproduktive Maßnahme ansieht.

https://aktionsbuendnis-vogelfrei.jimdo.com/ hier können Sie Informationen zum Bündnis aber auch viele alternative Hintergrundinformationen zur Geflügelgrippe jenseits der derzeitig meist einseitig veröffentlichten erhalten.

Sie selber deuten in Ihrem vorangegangenen Schreiben an mich ja an, dass es für einen Geflügelhalter zur Pflicht geworden sein soll, dass er sein Geflügel zumindest zeitweise auch in Ställen bzw Volieren halten können muss. Ich habe mich mit dieser Aussage geistig nun länger auseinander gesetzt. Ich sehe diese Aussage für mich mit meinen Vorstellungen von artgerechter Geflügelhaltung als nicht richtig an. Meine Art der Haltung ist eine Freilandhaltung in Verbindung nur mit einem Schlafstall, der Schutz vor den Gefahren der Nacht und kurzfristig vor der Witterung bietet. Für einige der bei mir gehaltenen Tiere ( z.B den Cröllwitzer Puten) wüsste ich nicht, was für eine riesige Voliere ich bauen müsste um diese nach meinen Ansprüche „artgerecht“ längerfristig darinzu halten. ( Damit meine ich immer länger als die drei Wochen, die ein Beobachtungs- oder Sperrbezirk eingerichtet wird). Stellen Sie sich vor, die Puten leben bei einigen Zuchtfreunden völlig frei auf dem elektrisch eingezäunten Grundstücken, schalfen gar nachts nur in Bäumen. Da sie bei mir im Stall schlafen sollten, habe ich alleine dafür 6 Wochen gebraucht um sie daran zu gewöhnen! ( jeden abend von den Bäumen pflücken und in den Stall tragen). Bei meinen Hühnern mit Totlegerblut sieht es ähnlich aus.

Da mich Ihr Satz vermuten lassen kann, dass ich eventuell beim nächsten Mal keine Ausnahmegenehmigung bekommen könnte, wird meine persönliche Konsequenz wohl sein müssen, meine Tiere zu reduzieren und zumindest die seltenen Puten und Hühnerrassen gänzlich abzuschaffen. Unser Aktionsbündnis vermutet zwar , dass genau das, zumindest inoffiziell, von der Geflügelindustrie mit der Stallpflicht auch erreicht werden soll, allerdings sehe ich persönlich auch, dass man genau dahin getrieben wird. „Artgerechte Haltung“ ist ja auch ein dehnbarer Begriff, den ich mir aber nicht von einer Industie und Gesetzgebung vorgeben lasse, die eine Haltung von 1 1/4el Schwein oder 35 kg Lebendgewicht bei Puten.auf 1m² als „art- oder tierschutzgerecht“ ausgelobt hat!

Nun würden Sie an diesem Punkt sicher wieder auf den Seuchenschutz, der ja auch Tierschutz ist, hinweisen, auf das „Solidaritätsprinzip“ aller Geflügelhalter usw.. Allerdings verweise ich dann hier noch einmal an den Anfang dieser e-Mail, dass sich die Stallpflicht doch als ein völlig ungeeignetes Instrument darstellt und die wahren Ursachen der Verbreitung gar nicht sicher sind oder vielleicht auch nicht erkannt werden sollen!

Für mich gibt es im Moment nur eine wirklich sinnvolle Maßnahme, die ich neben den angeordneten praktiziere. Ich vermeide jeglichen Kontakt zu fremden Geflügelhaltungen. Besuch, Kauf von Tieren oder sonstiger Austausch und Handel oder was auch immer unterbleibt. Ich wette diese Maßnahme würde die Geflügelgrippe in Deutschland schnell eindämmen aber das ist natürlich undenkbar für die Industrie ;-).

Es würde mich sehr freuen, wenn ich Sie zumindest zum Teil mit meinen Worten erreichen konnte.

Mit freundlichen Grüssen

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Schnickchen an Ihre Amtsveterinärin
Hühnerforum #8210

Ich habe nun auch mal wieder eine Mail losgeschickt. Diesmal an unser Pinneberger Veterinäramt:

Sehr geehrte Frau Dr. Lange,

Ich halte eine Gruppe von 14 Hühnern, die im Allgemeinen viel Freifläche haben damit sie ihren Bedürfnissen nachkommen können. Seit Verhängung der Stallpflicht sind meine Hühner nun eingesperrt. Das Ordnungsamt hat sich davon überzeugt, dass die die Tiere ordnungsgemäß aufgestallt sind.

Es gibt schon sehr lange Viren auf der Welt und es wird sie wohl auch immer geben. Auch Grippevieren, an der sehr viele Spezies erkranken und auch sterben. In Deutschland fallen jährlich etwa 20.000 Menschen der Grippe zum Opfer. Was sind dagegen denn 600 tote Wildvögel?

Anstecken kann sich ein Lebewesen insbesondere, wenn das Immunsystem geschwächt ist und wenn es dem Kontakt einer Kontaminationsquelle ausgesetzt ist. Größere Ansammlungen auf engem Raum begünstigen die Ansteckung. Tieren in einer Massentierhaltung ist leider beides gegeben, schwaches Immunsystem und große Bestandsdichte. Geschwächte Menschen und Tiere sind dabei gefährdeter, als gesunde, kräftige, mit einer guten Immunabwehr. In der Wildvogelpopulation hält sich ein Grippevirus nicht lange. Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, ist bei Menschen in einem überfüllten Bus ja auch höher, als bei einem Waldspaziergang.

Viele tausend Hobbyhalter halten robustes, gesundes Geflügel im Freiland. Dass diese sich durch Wildvögel infizieren, krank werden und daran sterben, ist wohl möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Wirklich gefährdet sind die Tiere in der Massentierhaltung und die sollen wir alle schützen.

Hobbyhalter halten Freilandgeflügel in erster Linie aus dem Grund, weil sie die Haltungsbedingungen der kommerziellen Geflügelindustrie ablehnen. Ihnen ist das Wohl der Ihrer Tiere wichtig.

Von diesen privaten Geflügelhaltern wird nun verlangt, dass sie ihre Tiere einsperren und eine möglichst sterile Umgebung schaffen, damit ein Eintrag eines Grippevirus in einen Geflügel-Massenbetrieb auf ein machbares Minimum reduziert wird. Die Folge ist, dass dieses gesunde, robuste Freilandgeflügel in den engen Ställen krankmachenden Bedingungen ausgesetzt sind. Das Infektionsrisiko steigt nicht nur durch die dichte Haltung, zudem wird auch das Immunsystem geschwächt, weil die Tiere Stress ausgesetzt sind. Man stelle sich eine Schulklasse vor, die über Wochen oder Monate in einen Klassenraum gesperrt wird oder eine Firma in der 20 Kollegen so lange in einem Büroraum ausharren müssen.

Diese Art der Solidarität zu erwarten und zu fordern ist perfide. Genauso könnte man von einem Hobbygärtner verlangen, sein gezogenes Gemüse mit Pestiziden zu behandeln, damit keine Raupen in die Gewächshäuser der Gemüseindustrie gelangen können.

Viele Hobbyhalter haben keineswegs Angst davor, dass ihre Vögel von dem Virus infiziert werden. Dies ist sehr unwahrscheinlich, wie es Versuche gezeigt haben (Forschungsprojekt „Constanze“ am Bodensee 2006). Auch würden Sie dieses Risiko in Kauf nehmen, damit ihre Tiere frei laufen dürfen. Angst haben müssen sie vor den Maßnahmen der Behörden, denn wie Herr Mettenleiter behauptet, seien Grippeviren in nahezu jedem Gänsebestand nachweisbar, ohne dass es zu Krankheitsfällen komme. NUR: Wenn ein Bestand beprobt wird und sogar eine nur niedrigpathogene Variante des Vogelgrippevirus nachweisbar ist, wird der gesamte Bestand gekeult.

Frau Lange, ich frage Sie:
Welchen Nutzen sehen Sie in der Stallpflicht?
Glauben Sie, dass die Stallpflicht eine wirksame Maßnahme ist, damit sich die Vögel der Geflügelindustrie nicht anstecken?

Glauben Sie, dass durch Freilandgeflügel, das sich eher an einem lokalen Ort befindet, die Virusausbreitung wesentlich begünstigt wird? Das Virus ist auf unerklärliche Weise in bereits diverse Ställe gelangt, obwohl dort strenge Biosicherheitsmaßnahmen Anwendung finden und obwohl seit Wochen kein Geflügel mehr draußen herumläuft (und obwohl der Vogelzug vorbei ist).

Ist es nicht möglich, es den Geflügelhaltern selbst zu überlassen, ob sie ihre Tiere einsperren wollen, oder nicht? Wer Angst vor einer Infektion hat, soll das tun. Und wer das aus Solidarität gegenüber den gefährdeten Großbetrieben tun möchte, auch.

Warum muss nicht jeder Betrieb selbst dafür sorgen, dass sein Bestand nicht erkrankt? Ich bin doch auch nicht verpflichtet, meine Söhne gegen Röteln zu impfen, weil Töchter anderer Leute sich infizieren könnten.

Ist es in Ihrer Macht, diese Stallpflicht zu beenden? Wenn ja, wann werden Sie das tun? Meine Tiere und tausende andere leiden darunter und ich bitte Sie, diese zweifelhafte Maßnahme zu überdenken und die Stallpflicht aufzuheben.

Ihnen ein gesundes und frohes Jahr 2017.

Freundliche Grüße

P.S. Sollten Sie nicht der richtige Ansprechpartner in dieser Sache sein, bitte ich Sie, diese Mail an die entsprechende Stelle weiterzuleiten.

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Offener Kommentar auf die Veröffentlichung
im Deutschlandfunk vom 27.12.2016

Impfen statt töten?

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,
sagen Sie, glauben Sie eigentlich noch selbst, was Sie da reden?

Zitat Deutschlandfunk:
„Dass im Agrarland Schleswig-Holstein die Vogelgrippe bislang nur in drei verschiedenen Betrieben festgestellt wurde, führt der hiesige Landwirtschaftsminister Robert Habeck auf seine strikten Maßnahmen zurück: Landesweit gilt Stallpflicht für Geflügel,….“

…wie erklären Sie sich dann folgende Fakten und Zusammenhänge:

  1. Sie reden von 3 Ausbrüchen – Tatsache ist, es gab vorübergehend in den FLI Fallzahlen 4 Ausbrüche, nämlich auch den Bestand von 110 Enten, Gänsen und Puten, die wegen H5N8 gekeult wurden, jetzt aber plötzlich bei FLI als „Seuche erloschen“ oder „Verdacht hat sich als unbegründet erwiesen“ aus der Liste verschoben wurde. Da Sie jetzt nur noch von 3 Beständen reden, gehe ich davon aus, das zweites der Fall war? Sie haben also den Lübecker Bestand „versehendlich“ unnötigerweise vernichtet?
  2. Bei den anderen von Ihnen genannten 3 Fällen handelte es sich ganz genau um EINEN Fall, in dem das hochpathogene H5N8 Virus festgestellt wurde. Und das betraf die Massentierhaltungsanlage in Grumby. Ein Betrieb also, in dem es niemals etwas anderes gab als Aufstallung, Hygienemaßnahmen vom Feinsten und Luftfilterung. Wie also hat dem Bestand diese Maßnahme in irgendeiner Form genützt? Gar nicht!
  3. die zwei anderen Bestände waren die Gänse in Dithmarschen/Gudendorf und die Hühner, Enten und Gänse in Dithmarschen/Krumstedt. In Gudendorf war kein Tier symptomatisch oder sonst wie krank. Es wurde lediglich ein Ausnahmeantrag für Freilandhaltung gestellt. Im Rahmen des Tests für den Ausnahmeantrag kam raus, dass 50 gesunde Gänse H5N2 positiv sind – also niedrigpathoge Antikörper aufweisen. Und wenn Sie sich an Ihre Veranstaltung vom 1.12.2016 erinnern mögen, dort sagte Ihr Gast Herr Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter persönlich und wörtlich, dass niedrigpathogene Influenza-Antititer in Wassergeflügel normal seien und er in nahezu jedem Wassergeflügelbestand auch ganz normal positive Befunde fände. Also man wusste bereits vor der Beprobung für den Ausnahmeantrag, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei diesen gesunden Gänsen ein positiver Antititer nachgewiesen werden würde. Und trotzdem wurden diese gesunden Bestände dann mal eben vorbeugend gekeult – kerngesunde Tiere – 4020 Stück!
    Der 3. Bestand im Bunde, Krumstedt – ebenfalls NICHT H5N8, sondern H5N2 – niedrigpathogen. Ein einziges Tier positiv beprobt – 99 Tiere vorbeugend gekeult.
  4. Wie erklären Sie sich, dass die unter freiem Himmel gewesenen Gänse offensichtlich die ganze Zeit keine H5N8 Infektion eingefangen haben, obwohl sie doch zu Tausenden mitten zwischen den Wildvögeln liefen, während in Grumby das hochgefährliche Virus in einem Stall auftaucht, in den nicht einmal eine Maus Zutritt hat?

Also, was bleibt nach von 4 in SH gekeulten, laut Ihren Aussagen 3 auffälligen Betrieben? EIN H5N8 ( Betrieb, in dem noch nie eines der Insassen überhaupt je das Tageslicht gesehen hätte, also ein Betrieb, der sowieso immer aufgestallt hat) und 1 Betrieb, wo die Tiere gesund und unbeschwert unter freiem Himmel liefen, bis ihr Besitzer den Fehler machte, einen Ausnahmeantrag zu stellen und ein Betrieb, der gerade mal bei einem Tier ein H5N2 pos hatte – das kostete die Tiere auf einen Schlag das Leben….und dabei war H5N8 gar nicht im Spiel…..

Tolle Bilanz Ihrer „fürsorglichen Tierschutz – Maßnahme“ – und so logisch….

 Zitat Habeck im Deutschlandfunk:
Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete wurden rund um die Fundorte errichtet.

Super! Was glauben Sie, wie sich so ein Keim verbreitet? Denken Sie, dass er da, wo er eine ermordete Ente „verlässt“, sich erstmal eine Runde schlafen legt, um dann eine Woche später „aufzuerstehen“, um dann viele ahnungslose Hühner anzufallen und zu ermorden?
Wenn Sie das wirklich glauben, dann begreife ich auch die angewandten Maßnahmen. Andernfalls sollten Sie entweder Ihre Personalführung überdenken oder aber Ihre Verordnungen.

Warum ich das so sehe? …Nur ein Beispiel:

Geflügelpest: infizierte Eule in Krempel gefunden
Da wird am 19. Dezember eine tote Eule gefunden,
Schnelltest offensichtlich positiv.
Am 23. Dezember stellt das FLI die Eule als positiv auf H5N8 bestätigt bei TSIS ein.
Am 28. Dezember berichtet Boyens Medien und teilt folgendes mit:
Die tierseuchenbehördliche Anordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel für das Gebiet in und um Krempel ist ab kommendem Freitag, 30. Dezember 2016, gültig.“

Sind wir hier eigentlich in Schilda? Am 23. wird dieser „hochgefährliche“ Erreger festgestellt, aber das Sperrgebiet, was wirtschaftlichen Schaden für die Betriebe bedeutet (oder werden sie auch hier entschädigt?), was Hunde- und Katzenhalter einschränkt, was privaten Hobbyhuhnhaltern noch längere Zwangsmaßnahmen beschert – dieses ach so wichtige Sperrgebiet zum Schutz gegen die Seuche wird ganze 11 Tage nach dem Fund des Vogels mal ganz gemütlich eingerichtet. Kann mir mal bitte irgendwer von denen, die für so eine Regelung verantwortlich sind erklären, was der tiefere Sinn hinter dieser Maßnahme ist?

Zitat Deutschlandfunk:
Dem Grünen-Politiker ist aber auch bewusst: Seine jetzige Politik passt nicht so richtig zu dem Versprechen, mit dem er 2012 angetreten war – für mehr Tierwohl zu sorgen!

Bravo! Da allerdings gebe ich Ihnen mal zu 100% recht.

Zitat Deutschlandfunk / Habeck:
„Und das macht mir auch Bauchschmerzen. Und die Argumente derjenigen, die sagen, das ist ein Konfliktthema zwischen Tierschutz und auch den Verbrauchererwartungen an Freilandhaltung, die nehme ich total ernst.

Wenn Sie wirklich glauben, was Sie da von sich geben, dann fange ich an, wirklich Mitleid mit Ihnen zu haben.
Die Verbrauchererwartung an Freiland heisst: „Freiland“ .
Die Verbrauchererwartung heißt mitnichten:
Ich will Freilandeier kaufen, die gar keine sind – Hauptsache es steht auf der Verpackung und ist genau so teuer wie Freiland.
Wenn es Ihnen wirklich um den Verbraucherwillen ginge, dann würden Sie auf „Wahrheit und Klarheit“ bestehen und das bedeutet, an dem Tag, wo Sie die Stallpflicht verhängen, hat auf jeder Eierschachtel, die vorher Freiland war „aus Bodenhaltung“ zu stehen – alles andere ist Augenwischerei – Betrug am Verbraucher.

Zitat Deutschlandfunk/Habeck
„Aber ich bin überzeugt: Wenn die Tiere jetzt nicht in den Ställen wären, würden sie sich in großer Zahl infizieren und müssten elendig verrecken oder müssten getötet werden und das ist noch viel mehr gegen den Tierschutz.“

Sie wissen nicht, wovon Sie reden. 3000 Hühner von 36000 sind in Grumby „elendlich verreckt“ wie Sie so griffig formulieren,  an H5N8 – oder an etwas anderem.
3000 Tiere, die immer, immer aufgestallt und hermetisch von der Außenwelt abgeschirmt waren.
3000 Tiere, die ein elendliches Leben geführt haben von der Sekunde an, als sie aus dem Ei geschlüpft sind und die ihr Leben genau so elendlich beendet haben.
Es gibt nicht ein einziges Huhn aus privater Hobby-Freilandhaltung in ganz Deutschland, welches an H5N8 elendlich verreckt ist.
Und Sie werden mir das Gegenteil dieser Aussage nicht beweisen können, denn das FLI weigert sich ja kategorisch mit politischer Unterstützung, die tatsächlichen Todesursachen der positiv beprobten Tiere festzustellen.

Dafür gibt es unzählige Beispiele von positiv LPAI beprobten Tieren, die klinisch gesund waren, ein fröhliches Leben ohne jede Beschwerde führten, bis das Killerkommando vom Veterinäramt anrückte. Da war es dann aus mit dem guten Leben und die Tiere wurden niedergemetzelt und in den Müll geworfen. Und die, die es noch nicht erwischt hat, die fristen jetzt ein nicht minder trübes, unseliges Leben in ihren Ställen, genau wie jene in den Massenhaltungen, wo das Virus überhaupt so massiv umgeht.

Wo wurden denn allein zwischen Weihnachten und Neujahr haufenweise Bestände mit zigtausenden von Tieren wegen H5N8 niedergemetzelt? Im Freiland? Nein: in Betrieben, in denen wie in Grumby absolut kein Kontakt zur Außenwelt besteht – wo Daueraufstallung die Regel ist – wo nach Ihrer Theorie kein einziges Tier hätte erkranken dürfen.
Aber die neueste These ist ja jetzt gerad in Niedersachsen gefunden: Mäuse könnten infizierte Wildvogelschenkel in die Bestände schleppen…

Sie sollten vielleicht einmal bei so einer Keulaktion selber mit Hand anlegen, selbst die Tiere mit einfangen,  erschlagen, mit Schlachtzangen töten, vergasen etc. und hinterher die Kadaverberge einsammeln – sich das Geschrei anhören, die Panik und Angst erleben, wenn diese Tiere eingefangen werden – Sie sollten sich mal selbst, höchstpersönlich die Hände schmutzig machen – dann wissen Sie zumindest, wovon Sie reden, wenn sie von „elendlich verrecken“ sprechen.

Herr Dr. Habeck, sehen Sie wirklich all diese Widersprüche nicht? Kommen Sie wirklich angesichts dieser Fakten nicht ins Grübeln, ins Hinterfragen?

Was sagen Sie zu:

  • Wie erklären Sie sich, dass besagter Seeadler nicht, wie von der Wildtierärztin gefordert auf Bleivergiftung und Todesursache untersucht wurde, sondern nur nach Beprobung in die Liste der H5N8 Opfer einging, genau wie viele andere Tiere auch, bei denen ganz andere Todesursachen möglich waren?
    https://schleswig-holstein.nabu.de/news/2016/21464.html
  • Wie erklären Sie sich die Erkenntnisse der UN Task Force, die zu dem Schluss kommt, dass globales Geflügel die Geflügelpest bringt? http://wai.netzwerk-phoenix.net/image/PM_WAI_Gefluegelpest_UNO
  • Wie erklären Sie sich, dass wir aus Deutschland mit unseren Eintagsküken, die wir in alle Welt verfrachten, nicht nur Influenza exportieren, sondern auch gleich noch eine Menge anderer Viren und Bakterien mit, die jedes für sich schon so ein kleines Wesen töten können?
    http://www.tandfonline.com/doi/pdf/1…57.2014.952221
  • Wie erklären Sie sich, dass die Wildvogelfunde in Europa aufgereiht wie Perlen auf einer Schnur entlang der Warenwirtschaftswege der Geflügelindustrie gehäuft auftreten und wo es diese nicht gibt, selbst super frequentierte Wildvogelrastplätze völlig frei von toten Vögeln waren?
    Aktuelle Karte mit sämtlichen Wildvogelfunden in Europa
    nach OIE bis 23.12.2016
    Andreas Menz hat eine Karte erstellt, die sehr deutlich macht, dass die auffälligsten Wildvogelfunde entlang der Autobahnrouten liegen (Warenwirtschaftswege)
    In die Karte eingetragen sind alle bestätigten Wildvogelfunde nach Listung beim OIE. Die Einträge entsprechen exakt den beim OIE angegebenen GPS Daten des Fundortes.

Wenn Sie wirklich immer noch absolut überzeugt sind von dem, was Sie sagen, und immer noch nicht der Ansicht sind, dass Sie all jenes, was hier immer wieder kategorisch als die allein seligmachende Antwort vom FLI runtergebetet wird, hinterfragen sollten, dann kann ich nur sagen:
Tun Sie es dem Verbraucher und den Tieren nicht an, weiter in der Politik zu bleiben.

Wenn Sie andere Gründe haben, als jene, die Sie anführen, um diese Verordnung durchzudrücken, dann sollte Ihre Partei sich überlegen, ob Sie wirklich der Mann sind, der grüne Politik vertreten kann.

Wann heben Sie diese unsägliche Aufstallpflicht endlich auf, damit die privaten Hühnerhalter und die wenigen uns noch verbliebenen Freiland-Geflügelerzeuger, die ihre Tiere noch mit Respekt behandeln und in ihrem Geflügel lebende, fühlende Wesen sehen und keine „Produktionseinheiten“, die man beliebig herstellt oder vernichtet, wie es gerade passt, ihren Tieren endlich wieder ein anständiges, tierschutzgerechtes Leben bieten können – und das auch im Sinne des Verbrauchers!  (im übrigen können Sie ja den Verbraucher drauf hinweisen, wer kein Freiland will, soll Wiesenhof kaufen).

Wann hören Sie auf, sich gegen die zu wenden, die versuchen, ihre Tiere anständig zu behandeln und fangen an, diese unsägliche Massentierhaltung abzuschaffen…..

…..wann fangen Sie an, das zu vertreten, wofür ein grüner Politiker stehen sollte!

 

Kirstin Zoller

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Offener Brief an Dr Habeck 28.12.2016
von Nicolina im Hühnerforum

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,

Sie gaben zur Kenntnis, dass Sie im Sinne des Tierwohls ( http://www.deutschlandfunk.de/vogelgrippe-impfen-statt-toeten.697.de.html?dram:article_id=374896)  deutlich zurück rudern und ich zitiere weiter: 

„Dem Grünen-Politiker ist aber auch bewusst: Seine jetzige Politik passt nicht so richtig zu dem Versprechen, mit dem er 2012 angetreten war – für mehr Tierwohl zu sorgen!

„Und das macht mir auch Bauchschmerzen. Und die Argumente derjenigen, die sagen, das ist ein Konfliktthema zwischen Tierschutz und auch den Verbrauchererwartungen an Freilandhaltung, die nehme ich total ernst. Aber ich bin überzeugt: Wenn die Tiere jetzt nicht in den Ställen wären, würden sie sich in großer Zahl infizieren und müssten elendig verrecken oder müssten getötet werden und das ist noch viel mehr gegen den Tierschutz.“

Was genau nehmen Sie „total ernst“ und bereitet ihnen „Bauchschmerzen“- sind es nicht Ihre Worte, dass der Verbraucher angeblich eine „hygienische Haltung“ fordern würde?

„Müssten“ getötet werden- aufgrund einer Verdachtslage, welche sich in Vechta  ( http://m.oldenburgische-volkszeitung.de/index.php?switch_to_layout=mobile&news=7386) als unsinnig heraus stellte?

Und „eledig verrrecken“- würden meine Tiere sicher nicht- da angeblich so hoch pathogen, wenn infiziert-  diese der Reihe nach tot umfielen.

Oder haben sich infizierte Tiere aus Asien somit „kurz“ vorm Verrecken noch auf den Weg gemacht?

Wie können Sie ausblenden, dass das Fli immer nur noch den „Verdacht“ hat, während http://www.face.eu/sites/default/files/documents/english/scientific_task_force_on_avian_influenza_and_wild_birds_h5n8_hpai_december_2016_final.pdf  zu  deutlich anderen Rückschlüssen kommt? 

 

Mit gleicher Post an

AFV

und die Bundes-Grünen 

 

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Offener Brief an Minister Dr Habeck von Orpi1113 aus dem Hühnerforum:

Von:  xxxxxxxxx
Gesendet: ‎Dienstag‎, ‎27‎. ‎Dezember‎ ‎2016 ‎15‎:‎01
An: Robert.Habeck@gruene.de

Herr Dr. Habeck,
unsere Tiere leiden!

Obwohl in Schleswig-Holstein so gut wie keine Wildvogelfunde mehr auftreten und das FLI seit dem 23.12.2016 gar keine Aktualisierung der Fallzahlen mehr vorgenommen hat, müssen unsere Tiere leiden!
Ich stelle mir viele Fragen, von denen ich hoffe, dass Sie mir einen Teil beantworten können!

  • Wieso tritt die Geflügelpest immer wieder in geschlossenen Massentierhaltungen auf? Wieso nicht in Kleinsthaltungen?
  • Wieso dürfen Geflügelkadaver in offenen Transportfahrzeugen ohne besondere Sicherheitsmaßnahmen durch die Landschaft gefahren werden?
  • Wieso darf eine Massentierhaltung in Sperr- und Beobachtungsgebieten eine Ausnahme vom Transportverbot bekommen, obwohl ja gerade diese die hohen Befallszahlen haben?
  • Wieso darf lebendes Geflügel überhaupt noch transportiert werden?
  • Wieso tritt die Geflügelpest gar nicht entlang der Zugrouten der Wildvögel auf, sondern entlang von Hauptverkehrsachsen?

Die Maßnahmen erscheinen mir völlig an der Realität vorbei! Von einem grünen Politiker hätte ich anderes erwartet, als Tierquälerei als Staatsanordnung! Ich bin enttäuscht von dieser Politik. Ich bin traurig, meine Tiere eingesperrt zu sehen.

Ich hoffe, dass die Politik endlich Untersuchungen anderer Fachkreise (als das FLI) wahrnimmt und entsprechend reagiert.
Es wird Zeit, Massentierhaltungen wie sie heute betrieben werden als Brutstätten für hochpathogene Influenzaviren zu verbieten!
Wir müssen auch das Leben unseres Wirtschaftsgeflügels achten, auch diese Tiere haben ein Recht auf Lebensqualität! Wir dürfen die Haltungsbedingungen nicht unserer Gier nach Profit unterordnen. Nur so können gesunde, widerstandsfähige Tiere bestehen bleiben. Zu dichter Besatz, schlechte Umweltbedingungen und Stress machen diese Tiere anfällig. Riesige Ställe führen jetzt zu gigantischen Keulungsaktionen. Und SIE unterstützen und fördern diese Haltung, das Inkaufnehmen krankheitsanfälliger Tiere.

Ich WILL mich nicht mit diesen Tierhaltern SOLIDARISIEREN! Ich konsumiere dieses Fleisch bewusst NICHT!
Bis zur Anordnung der Stallpflicht konnte ich meine eigenen Tiere frei, glücklich und gesund halten. Wir haben einzelne Tiere geschlachtet und gegessen. Wir brauchten uns keine Sorgen über Erkrankungen durch zu hohe Besatzdichte machen. Unsere Tiere wurden keinem Transportstress ausgesetzt. Sollte nicht so grüne Politik aussehen?

Jetzt muss ich meine Tiere täglich traurig in ihrer Voliere sitzen sehen. Der Boden ist verkeimt und verdichtet, ein Austausch ist durch die Biosicherheitsmaßnahmen nicht erlaubt, Gras wächst dort schon lange nicht mehr. Früher konnten sie in weichem Boden unter den Büschen und Bäumen unseres Gartens scharren, haben sich großteilig selbst mit Insekten, Würmern, Kräutern, Saaten versorgt. Jetzt haben sie zu wenig zu tun! Sie verfetten! Sie legen keine Eier mehr! Einige sind depressiv, andere aggressiv.

Herr Habeck, es ist Zeit die Maßnahmen zu überdenken!

xxxxxxxxxx – Aktionsbündnis VogelFrei

Orpi1113 erhielt als knappe Antwort vom Ministerium:

„Wir bitten vor dem Hintergrund des aktuellen Seuchengeschehens um Verständnis, dass eine Einzelbeantwortung Ihrer Fragen nicht erfolgen kann“

Orpis persönlicher Kommentar dazu:
– ne die Ereignisse überschlagen sich in SH ja auch gerade regelrecht. Das FLI hat es überhaupt erst heute für nötig befunden, mal die Listen zu aktualisieren und da sind in SH ganze 0!!!! neue Funde seit dem 23.12. aufgeführt….

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An Minister Dr Habeck vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in  Schleswig Holstein
Offener Brief 21.12.2016

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,

ich wende mich heute wieder an Sie, da es mir so scheint, als hätten Sie vergessen, dass sie Anfang November eine landesweite Stallpflicht für Geflügel verfügt haben, und diese Verfügung bisher weder gelockert, noch aufgehoben wurde.

Angesichts der Tatsache, dass der Vogelzug vorbei ist und der letzte H5 positiv bestätigte Wildvogelfund in Schleswig Holstein beim FLI am 14.12.2016 gelistet wurde, wäre es m.E. an der Zeit, dass Sie die landesweite Aufstallverordnung aufheben.

Sowohl die GeflPestSchV als auch die Empfehlungen des FLI lauten dahingehend, dass Aufstallverordnungen nur in Risikogebieten erforderlich seien.

Schleswig Holstein dürfte landesweit angesichts der Entwicklungen kein landesweites Risikogebiet mehr sein.
Gegen die Aufstallverordnung stehen die Aspekte des Tierschutzes.
Viele Geflügel, gerade von privaten Hobbyhaltern, die es Zeit ihres Lebens gewohnt waren, draußen zu leben, leiden unendlich unter dieser Aufstallpflicht.

Wenn es keinen haltbaren Grund mehr für eine pauschale Aufstallpflicht gibt, dann ist es untragbar, die Tierhalter weiter zum permanenten Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu zwingen.

Insofern bitte ich Sie, die landesweite Aufstallverfügung umgehend aufzuheben.

Desweiteren sende ich Ihnen zu Ihrer Kenntnisnahme ein Schreiben von Frau xxxxxxxxxxxxxxx an Frau Dr. Löw vom bayrischen Staatsministerium.

Die von Frau xxxxxxxxxxxxxxxxx aufgeführten Argumente und Fakten sollten zu Denken geben.

Mit freundlichen Grüßen
Kirstin Zoller

Antwort am 5.1.2017:
Sehr geehrte Frau Zoller,

vielen Dank für Ihre Nachricht, deren Eingang wir Ihnen gern bestätigen. Der Ausbruch der Geflügelpest in Schleswig-Holstein wirft bei Ihnen und vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie Betroffenen Fragen auf.
Für eine Erstinformation sind wesentliche Inhalte auf der Web-Seite der Landesregierung unter www.schleswig-holstein.de/gefluegelpest zusammengestellt. Dort ist auch eine aktuelle Karte der Restriktionsgebiete zu finden. Die eingehenden Fragen werden ausgewertet und der Katalog der häufig gestellten Fragen (FAQ) auf der Web-Seite der Landesregierung wird ggf. ergänzt.
Wir bitten vor dem Hintergrund des aktuellen Seuchengeschehens um Verständnis, dass eine Einzelbeantwortung Ihrer Fragen nicht erfolgen kann.
Auskünfte für betroffenen Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter über die konkrete Umsetzung von Maßnahmen sind bei den zuständigen Kreisveterinärbehörden zu erhalten. Dort sind auch die örtlich geltenden Regelungen für die Halterinnen und Halter von Hunden oder Katzen zu erfragen.
Für weitergehende Informationen, insbesondere zu konkreten Fragen mit örtlichem Bezug, hat ein Teil der betroffenen Kreise Bürgertelefone eingerichtet. Die telefonischen Erreichbarkeiten der einzelnen Kreise finden Sie auf den Internetseiten der Kreise.

Mit freundlichen Grüßen
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt

und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
Mercatorstraße 3
24106 Kiel
Info-Gefluegelpest@melur.landsh.de
www.melur.schleswig-holstein.de

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Offener Brief an die Bundeskanzlerin:

Offener Brief

 Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

 ich wende mich heute an Sie persönlich als meine Bundeskanzlerin mit der Bitte, Ihr Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Ordnung zu rufen.

 Auch, wenn ich mit einigen Ihrer politischen Entscheidungen nicht immer konform gehe, so halte ich Sie für eine der seltenen Persönlichkeiten in der politischen Landschaft, die  aufrecht, unbestechlich und ihrem Volk verpflichtet handelt, zu ihren Überzeugungen steht und mit Sachverstand und Geradlinigkeit regiert.

 Genau aus diesem Grund habe ich die Hoffnung, dass Sie sich des Themas trotz Ihrer vielen anderen Verpflichtungen annehmen und ein Machtwort sprechen.

Im Zusammenhang mit der derzeitig ausgerufenen Geflügelpest unter Berufung auf die Tierseuchenschutzverordnung werden zur Zeit in Deutschland hunderttausende gesunder Tiere vorbeugend gekeult, Bürger werden behördlich gezwungen, das Tierschutzgesetz zu missachten und teilweise tierquälerische Maßnahmen umzusetzen, deren Sinn fragwürdig ist und es wird Familien durch behördliche Unfähigkeit und Willkür übel mitgespielt.

 Das alles unter dem Deckmantel der Seuchenprävention bei gleichzeitig völlig konträrem Verhalten der Behörden.

 H5N8 breitet sich laut FLI schnell und unkalkulierbar aus, ist stark krank machend und hoch ansteckend. Darum die zur Zeit auf Empfehlung des FLI angeordneten Maßnahmen.

 Wie passt das zusammen mit einem bestätigten Ausbruch, wo gestern (16.12.)  angekündigt wird, dass das Sperrgebiet ab 20. 12. eingerichtet wird?

 Wie passt das zusammen, mit einer Keulaktion unter freiem Himmel, die eine Amtsveterinärin vor Ort durchführt und dann das Gelände übersät mit Blutlachen und Federn hinterlässt, um 2 Wochen später den am Boden zerstörten Tierbesitzer aufzufordern, das Gelände (was ihn an den Rand des Ruins treiben wird) zu dekontaminieren?

 Ich möchte Sie in diesem Schreiben nicht mit Details aufhalten und verwaise für weitere Informationen auf diese Seiten:
www.wildvogel-rettung.de  und www.aktionsbündnis-vogelfrei.de

 Aber ich bitte Sie inständig und appelliere an Ihr Gewissen als Christin, nehmen Sie sich einen Moment Zeit und schauen Sie, was hier unter dem Deckmantel einer offensichtlich fehlerhaften Verordnung getrieben wird.

 Wie können wir uns über all die Gräueltaten in der Welt erheben, wenn wir im eigenen Haus die Augen verschließen  vor massenhafter, sinnloser Vernichtung und Vermüllung von gesunden Lebewesen, die unserem Wohl und Wehe schutzlos ausgeliefert sind.

 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und
ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest

Kirstin Zoller

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Von: A. Korfmann
Gesendet: Sonntag, 4. Dezember 2016 21:57
An: Meyer, Christian (LT)
Betreff: Aktionsbündnis VogelFrei dankt

Bezug nehmend auf den Artikel: Vogelgrippe: Landesweite Stallpflicht weiterhin abgelehnt, LAND & Forst, 1.12.2016, http://www.agrarheute.com/landundforst/news/vogelgrippe-landesweite-stallpflicht-weiterhin-abgelehnt

Sehr geehrter Herr Landwirtschaftsminister Meyer,

wir, eine aktive Gruppe innerhalb des bundesweiten „Aktionsbündnis VogelFrei“, danken Ihnen und Frau Gottstein für Ihren besonnen und vor allem pragmatischen und plausiblen Umgang mit der aktuellen Vogelgrippe.

Für uns Kleinhalter und Züchter bedeutet der Umgang mit den H5-Varianten aktuell eine große Last, landesabängig leidet das Geflügel mal mehr, mal weniger, Tierschutzkriterien werden durch die Aufstallung und letztlich auch durch die bestialische Tötung wie jetzt in Schwante/ Oberkrämer (Brandenburg) willkürlich außer Kraft gesetzt.

Aus diesem Grund haben wir uns zu einer Klage entschlossen und sind dankbar für mutige Politiker Ihrer Couleur, die rationale Argumente gegen die Massenhysterie nutzen und besonnen und klar eigene Ansichten entwickeln und danach handeln.

Wir hoffen, dass es Ihnen gelingt, Ihre Kollegen aus anderen Ländern diese Besonnenheit ins Gedächtnis zu rufen.

Für das „Aktionsbündnis VogelFrei“

A. Korfmann
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Antwort:

Sehr geehrte Frau Korfmann,

vielen Dank für Ihre Mail an Minister Meyer. Der Minister hat sich sehr gefreut und bat mich Ihnen kurz für das Lob zu danken. Wir haben Ihr Lob auch an die Kolleginnen und Kollegen im Fachreferat, insbesondere Frau Gottstein weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. A. Dobslaw
Niedersächsisches Ministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Leiterin des Ministerbüros
Calenberger Str. 2
30169 Hannover

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Nuna aus dem Hühnerforum schrieb im Beitrag 5184

moin moin
diesen brief habe ich auf fb gefunden…in der gruppe: widerstand hobbygeflügelhalter…
Die Antwort vom Ministerium auf meine Anfrage:
Sehr geehrte Frau …,
vielen Dank für Ihre Nachricht, deren Eingang wir Ihnen gern bestätigen. Der Ausbruch der Geflügelpest in Schleswig-Holstein wirft bei Ihnen und vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie Betroffenen Fragen auf
Für eine Erstinformation sind wesentliche Inhalte auf der Web-Seite der Landesregierung unter www.schleswig-holstein.de/gefluegelpest zusammengestellt. Die eingehenden Fragen werden ausgewertet und der Katalog der häufig gestellten Fragen (FAQ) auf der Web-Seite der Landesregierung wird ggf. ergänzt.
Wir bitten vor dem Hintergrund des aktuellen Seuchengeschehens um Verständnis, dass eine Einzelbeantwortung Ihrer Fragen nicht erfolgen kann.
Das FLI ist für die Länder das Institut für die Risikobewertung zu Tierseuchengeschehen. Insoweit möchte ich auch auf die aktuellen Risikobewertungen hinweisen. Als Bundesinstitut untersteht das FLI dem Bundeslandwirtschaftsministerium.
Mit freundlichen Grüßen
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt
und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
Referat Veterinärwesen
V 261
Mercatorstraße 3-7
24106 Kiel“
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Das konnte ich so nicht stehen lassen und habe wiederum geantwortet:

Sehr geehrte Frau Dr. …,

Ich weiß, Ihre Zeit ist begrenzt, aber nehmen Sie sich bitte die 5 Min. Zeit, diese E-Mail zu lesen.

Hätten Sie meine erste E-Mail tatsächlich gelesen, wüssten Sie, dass nicht der Ausbruch der Geflügelpest bei mir Fragen aufwirft, sondern der Umgang der Regierenden damit.

Meine Fragen werden durch die Informationen auf Ihrer Website in keinster Weise beantwortet. Da ich mich in den letzten 3 Wochen in meiner Freizeit mit kaum etwas anderem als diesem Thema beschäftigt habe, bin ich über alles, auch die Ergüsse des FLI (auf das sich die Behörden ja einzig verlassen) und die daraus resultierende Geflügelpestverordnung, sehr gut informiert.

Eine meiner Fragen ist und war, warum das FLI als einziges Institut mit der Sache betraut ist, die Deutungshoheit hat und nicht von anderen Stellen gegenkontrolliert wird. Da die Auswirkungen auf Tierhalter (Geflügelhalter, Hunde- und Katzenhalter) durch die Geflügelpestverordnung gravierend sind, sollte es selbstverständlich sein, dass nicht nur ein Institut mit der Forschung und Interpretation betraut ist, das durch die Nähe zur Geflügel- und Pharmaindustrie auffällt.

Eine weitere Frage ist: Warum wird nicht von FLI- und Geflügelindustrie-unabhängiger Seite genauestens untersucht, welche Auswirkung die Handelsströme der Geflügelindustrie auf das Seuchengeschehen haben und wie gering die Gefahren tatsächlich sind, dass durch Wildvögel (insbesondere Gartenvögel), Schadnager, Katzen und Hunde ein Vireneintrag in Geflügelhaltungen (besonders Freiland-Kleinhaltungen) stattfinden kann?

Liegen weiterhin Fälle vor, in denen aus solchen Kleinhaltungen mit infizierten Tieren andere Geflügelbestände infiziert wurden? Das müsste doch, wenn die theoretische Gefahr ernstzunehmend ist, nach über einem Jahrzehnt internationaler Erfahrung mit verschiedenen Vogelgrippeviren, erforscht und durch Zahlen belegt sein?

Außerdem möchte ich gerne wissen, wie es bei einem so hochansteckenden Virus passieren kann, dass es nach den ersten Funden von annähernd 200 toten infizierten Reiherenten an den Plöner Seen weder zu einem anhaltenden Massensterben in der dortigen Wildvogelpopulation kam, noch Hobby-Geflügelhaltungen im Umkreis und im weiteren Verlauf des Flusses Schwentine, der durch besagte Gewässer fließt, vom Virus betroffen waren. Auch weitere infizierte Wildvögel wurden meines Wissens im weiteren Verlauf des Flusses bis zur Mündung nicht gefunden und alle anderen Funde bundesweit (außer Bodensee) waren in der Regel Einzelfunde / wenige Vögel.

Ich bitte Sie und das FLI, diese Fragen unter die FAQ aufzunehmen und sie zu beantworten.

Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass Ihre Zeit begrenzt ist.

Aber bedenken Sie, dass auch ich nicht unbegrenzt Zeit zur Verfügung habe und mir dieser Unsinn schon mehr als genug Zeit gestohlen hat. Ich habe Familie, kleine Kinder, bin selbständig und habe in der Vorweihnachtszeit mit dem Weihnachtsgeschäft mehr als genug zu tun. Dann musste ich noch eine Voliere bauen, soll Biosicherheitsmaßnahmen umsetzen (mit welchem Geld? Das für die Weihnachtsgeschenke der Kinder? Oder das, was für Impfungen, Wurmkuren und andere eventuelle Tierarztkosten beiseite gelegt wurde?) und die Hühner beschäftigen, damit sie in der Enge nicht aggressiv werden. Oder lieber gleich alle schlachten?

Es wird Zeit, dass sich etwas ändert und wir nicht mehr an der Nase herumgeführt werden. Ich möchte gerne ehrliche Antworten auf meine Fragen haben und nicht ein vom FLI und der Geflügelindustrie verordnetes „Bla bla bla“.

Ich danke Ihnen im Voraus, wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und verbleibe,
Mit freundlichen Grüßen,

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Offener Brief von Schnickchen (Beitrag Nr 4700)  im Hühnerforum an Dr. Habeck:

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,

in der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung vom 8.12.16 steht in dem Artikel „Vier Wochen Vogelgrippe – 39000 Tiere getötet“ im letzten Satz „… denn Dunkelheit, niedrige Temperaturen und Nässe begünstigten die Viren.“

In meinem Stall, in dem ich meine 19 Hühner einsperren muss, ist es dunkel, feucht und kalt.

Das Vogelgrippevirus wird erwiesenermaßen im UV-Licht inaktiv. Verliert der Vogelschiss eines Wildvogels nicht innerhalb kurzer Zeit seine Infektiosität und sind meine Hühner nicht im Freien viel besser geschhützt, als im Stall? Die Wahrscheinlichkeit, dass ein H5N8-kontaminierter Kot auf meinen Auslauf fällt ist schonmal nicht besonders groß, und die, dass in dieser kurzen Zeit eines meiner Vögel davon frisst oder sich das ins Gefieder schmiert, oder sonst irgendwie aufnimmt ist auch nicht sehr groß. Angenommen eines meiner Vögel erkrankt aus diesen Gründen tatsächlich an H5N8, wie glauben Sie könnte dieses Huhn, oder dann ja alle meine toten Hühner, eine Gefahr für die Geflügelindustrie dartellen? Keines meiner Hühner verlässt jemals das Grundstück, ich besuche keine Geflügelindustieanlagen und mein Mist wird nicht auf die Äcker ausgebracht. Da müsste dann just in dem Moment der Infektion doch wieder ein Wildvogel meinen Auslauf besuchen, sich mit Kacke einschmieren, am besten nachts, weil UV-Licht ja das Virus inaktiviert und sich schnurstracks aufmachen zum nächsten Geflügelhof, denn infizierte Vögel sterben ja so schnell. Dort angekommen muss dann entweder der Vogel, oder die Kacke in den Stall gelangen, was auch mal nicht so ohne weiteres geschehen kann. Ganz im Ernst, solch eine Abfolge unwahrscheinlicher Ereignisse ist absurd.

Eine Virusausbreitung wird im Wesentlichen auch dadurch begünstigt, dass eine hohe Dichte an Individuen auftitt und es erkranken leichter die Tiere und Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. Neben der ungünstigen klimatischen Bedingungen im Stall sehe ich die Enge der die Vögel jetzt ausgesetzt sind und den Stress, der dadurch zwangsläufig hinzukommt als einen sehr viel größeren Grund, sich eine Grippeinfektion einzufangen. Einen Eintrag über Wildgeflügelkot werde ich auch mit den angewandten Biosicherheitsmaßnahmen nicht verhindern können. In Grumby haben die Wildvögel ja auch über diesen, oder durch die Luft das Virus reingebracht.

Das Virus ist für den Menschen nicht gefährlich. Wir, die wir Geflügel artgerecht halten wollen, werden aus zweifelhaften Gründen gezwungen uns solidarisch zu zeigen mit einer Geflügelhaltung, die wir ablehnen. Wir sollen unsere Tiere einsperren und sie leiden lassen, damit die Massentierhaltung keine Probleme bekommt? Das ist nicht fair und der Ansatz geht genau in die falsche Richtung Bei Ihnen als Grünen hätte ich erwartet, dass Sie die Empfehlungen des Friedrich-Löffler-Instituts zumindest hinterfragen.

Sandyvast schrieb in Beitrag 25 im Hühnerforum:

Brief an Baden TV
Sehr gehrter Herr Schütt,

gern bin ich Ihre Ansprechpartnerin!
Ich bitte Sie eindringlich, sich etwas Zeit für dieses Thema zu nehmen.

Die eingestallten Tiere leiden aufgrund der Verordnung sehr und das Leid steht in keinem Verhältnis zu dem Nutzen. Es betrifft auch nicht nur einzelne Halter sondern sehr, sehr viele Geflügel Liebhaber – gerade in unserem ländlichen Raum.

Gern können Sie mich erreichen unter ………. oder per Mail.

Hinter dem Aktionsbündnis stehen tausende Halter, die verzweifelt versuchen, gegen die tierwidrige Haltung zu widersprechen.

Aber es geht soweit, dass auch ich durch unseren Kleintierzüchter Verein “redeverbot“ bekommen habe. Denn wer sich auflehnt, muss mit Kontrollen rechnen – und ein H?N? Antikörper könnte evt. bei einigen GESUNDEN Tieren nachgewiesen werden – ähnlich wie bei Menschen, die eine Grippe unbeschadet überstanden haben.

Die Kontrollen sind sehr streng und würden im schlimmsten Fall eine Keulung völlig gesunder Hobby Hühner und Enten nach sich ziehen.

Aufklärung tut Not! Die Bevölkerung ist nicht ausreichend informiert, über die Folgen und Gründe der Aufstallung. Oder wie sieht es in Ihrer Redaktion aus? Sind Ihnen und Ihren Kollegen die Auswirkungen bekannt?
Ich freue mich sehr auf Ihre Rückmeldung!
Ganz herzliche Grüße aus dem Pfinztal

„Susanne“ schrieb dem Bürgermeisteramt ihrer Stadt:
Hühnerforum Beitrag 23

Anmerkungen zur Allgemeinverfügung; Neue Regelungen zur Geflügelpest, speziell Biosicherungsmaßnahmen

Sehr geehrte Damen und Herren.

Mit diesem Schreiben möchte ich Sie auf ein paar Ungereimtheiten aufmerksam machen.

Die von Ihnen beschriebenen Schutzmaßnahmen gehen in weiten Teilen über die vom Bund ausgegeben Regelungen vom 18.11.2016 hinaus.
Hier in Baden-Württemberg gelten Regeln, die in anderen Bundesländern für Sperrbezirke gelten, dies steht in keinem Verhältnis zur Sicherheitslage. Alle Fälle in B-W sind bislang am Bodensee. Dort in zwei Kreisen (Bodenseekreis und Konstanz). Karlsruhe ist nicht betroffen.
Weiterhin werden unsinnige Dinge angeordnet, so zum Beispiel das taggenaue Führen eine Eierliste ab 10 Tieren. Die Begründung hierfür ist, dass man dann sehen kann, ob der Bestand krank ist.
Diese Vorgehensweise ist sinnlos bei kleinen Hobbyhaltern. Ich habe aktuell zwischen 0 und 3 Eier täglich. Letzte Woche waren es: 0-3-1-1-2-0-2, also 9 Eier gesamt. Im Schnitt dann knapp über einem Ei (1,29) täglich. Wenn wir von diesem Durchschnittswert ausgehen, habe ich an manchen Tagen eine Legeleistung von 233 %, an anderen 0%. Wer will denn aus solchen Zahlen irgendetwas schließen, außer dass ich offensichtlich im Moment sehr schlecht legende Hühner habe. Dass das taggenau erfasst werden muss, ist unverhältnismäßig. Bislang konnte es bei mir sogar passieren, dass ich die Eier an einem oder zwei Tagen gar nicht aus dem Nest genommen habe- dazu gibt es meines Wissens nach auch keine Vorschrift. So eine Messung macht nur Sinn, wenn man junge Bestände von Hybriden hat. Nicht bei Tierschutzhühnern (alt) und auch nicht bei Zierrassen und Rassehühner. Ich habe mich mit mehreren Züchtern unterhalten, denen ergeht es ähnlich, die haben teilweise 1 Ei pro Woche, obwohl sie 20 Tiere haben. (Die Alttiere sind nicht im Trieb oder in der Mauser die Jungtiere noch nicht legereif).
Weiterhin ist die Allgemeinverfügung nicht geeignet, weil sie nicht klar formuliert ist und von den Geflügelhaltern nicht verstanden wird. Ich habe neulich gelernt, dass ich laut § 3 Tierseuchengesetz Sachkunde bezüglich Biosicherheitsmaßnamen haben muss. Diese habe ich mir nun auch umfangreich angeeignet, aber man kann nicht voraussetzen, dass jeder Halter/Züchter jede VO kennt und die Begrifflichkeiten, die dort genannt werden. Eine Allgemeinverfügung, die nicht verstanden oder nicht nachvollzogen werden kann, ist nicht geeignet, irgendwas zu verändern. Aus einem Kreis im Schwarzwald weiß ich, dass die Anfrage im Ordnungsamt ergeben hat, dass zwei Hühner nicht gemeldet werden müssen und dass Biosicherungsmaßnahmen für diese beiden Tiere nicht gelten. Auch hier zeigt sich, dass nicht mal die Ordnungsämter geschult wurden. Wenn man nun von Leuten mit Sachkunde andere Maßnahmen erwartet als von Leuten ohne Sachkunde, wäre dies eine Ungleichbehandlung von Geflügelhaltern. Wenn manche Ordnungsämter etwas verlangen, was andere nicht verlangen, auch. Deswegen wäre es sinnvoller, konkrete, auf uns zugeschnittene, Anweisungen zu geben, sobald eine Seuchenlage vor Ort stattfindet.

In den Erläuterungen zu den Maßnahmen wird erklärt, dass der wirtschaftliche Schaden des einzelnen Halters nachrangig zum Allgemeininteresse sei. Die Kosten für Desinfektionsmittel, Schutzanzüge, Grünfutter, Planen, Netze … sind natürlich ein wirtschaftlichen Schaden, viel schlimmer aber ist der enorme Mehraufwand und eine enorme Einschränkung in der Ausübung unseres Hobbys. Dies kann man nicht mit Geld messen, dennoch sollte das nicht unberücksichtigt bleiben. Auch deswegen ist die Anordnung nicht angemessen.
Ich bitte um Überprüfung der Anordnung!

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offizielle Gründe für die Maßnahmen

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Offizielle Begründungen FÜR die Maßnahmen –
…und was wir daran fragwürdig finden

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Es heisst von offiziellen Seiten:

Um eine Ausbreitung, Übertragung und mögliche Mutation des hochansteckenden Virus zu vermeiden sind konsequente Einstallung zum Schutz des Hausgeflügels und um die Weiterverbreitung des Virus durch das Hausgeflügel in der Natur (Reinfektion)zu verhindern,  erforderlich.
Bei Verdacht auf einen H5 oder H7 Erreger (egal, ob hoch oder niedrigpathogen ) ist es unerlässlich, den gesamten Bestand und bei H5H8 auch direkt angrenzende Geflügelbestände zu keulen, um die Verbreitungskette zu unterbrechen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter,
Chef des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) sagt:

– Hühner und Puten sind extrem empfindlich auf das Virus H5N8
-Inkubationszeit max. 2 Tage
– bei Infektion gibt es einen schnellen und heftigen Krankheitsverlauf
– Mortalität 100% bei Ausbruch innerhalb von 1 bis 2 Tagen

Dagegen spricht,
dass Befunde in kleineren „Hinterhofbeständen“, wie die Haltungen mit um die 100 bis einige 100 Tieren genannt werden (OIE),

oft reine Zufallsbefunde sind, die nur zu Tage treten, weil wegen eines Antrags auf Ausnahmegenehmigung die hierfür vorgeschriebene Beprobung vorgenommen wird. Die Tiere sind und waren zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise auffällig, sondern kerngesund.

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Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter,
Chef des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) sagt am 1.12.2016 in Kiel:

Niedrigpathogene Befunde kommen normal in Geflügel vor.
Zitat Mettenleiter vom 1.12.2016 Kiel:
 „eine Durchseuchung mit LPAI (niedrig pathogene aviäre Influenza)
bei Gänsen ist völlig normal. Wir finden in so gut wie jedem
Wassergeflügelbestand etwas.“

Mit anderen Worten:

  • – egal, wo Stichproben genommen werden, man muss nur genügend
    Tiere durchtesten, wenn man einen positiven Befund finden will.
  • die vorbeugende Keulung von LPAI positiv getesteten Beständen ist also eine willkürliche, sinnbefreite Tötung vieler zufällgig ausgewählter Tiere, weil ein Gesetz diesbezüglich offensichtlich fehlerhafte Handlungsvorschriften enthält?
  •  theoretisch müsste/kann man bei der derzeitigen Praktik der Umsetzung der Tierseuchenschutzverordnung sämtliche Gänse Deutschlands vorbeugend töten.

Oder andersherum:
Das Procedere über zufällige Beprobung einzelner Bestände ist geeignet, missbräuchlich gezielt „unbequeme“ Geflügelhalter zu ruinieren.

Die Fragen:
Wenn LPAI normal in Geflügel vorkommt, was soll dann die vorbeugende Keulung zufällig beprobter Bestände bezwecken?

  • – es sind bei der Aussage offensichtlich alle anderen, ebenfalls gesund erscheinenden Bestände genau so positiv, wie der zufällig beprobte Bestand.

Warum also den einen vorbeugend keulen, während alle anderen das, was immer angeblich durch das Keulen verhindert werden soll, genau so weiter bewirken?

Wenn das Vorkommen von LPAI in dieser Tierart normal ist, kann es überhaupt zielführend sein, es ausrotten zu wollen?

Wenn ja, geht das nicht nur, indem man diese Tierart komplett ausrottet?

Unseres Erachtens enthält damit das Tierseuchengesetz, auf das sich ja auch unsere Minister immer wieder berufen (…ala „uns sind die Hände gebunden, wir müssen so handeln, weil es in der Verordnung steht….) den 1.  ganz gravierenden Fehler.

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FLI und Behörden sagen:
Mit der Einrichtung von Sperrbezirken (1-3km um die Ausbruchstelle)  und Beobachtungsgebieten (bis 10 km um die Ausbruchstelle) soll verhindert werden, dass das Virus verschleppt wird.

Ich lese immer wieder in der Presse so etwas wie hier:
ndr.de Nachrichten
Im Landkreis xy wurde gestern (z.B. Freitag) ein Bussard gefunden und positiv auf H5N8 getestet.  Es wird ein Sperrbezirk von 1 km um die Fundstelle eingerichtet, der ab z.B. Sonntag gilt…“

Frage:  wenn das verendete Tier dort bereits am Freitag lag, was soll ein Sperrbezirk ab Sonntag bezwecken? Warten die Viren mit der Weitervebreitung erst ein mal 2 Tage ab, bevor sie loslegen?

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Dr. Harbeck begründet das Aufstallen bestätigt durch Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter (FLI) am 1.12.2016 in Kiel sinngemäß damit,
dass die Aufstallung zur Zeit die einzig verfügbare Maßnahme sei, mit der das Hausgeflügel effektiv vor dem Erreger geschützt werden könne. Weiter sagt er:
„Ich schließe nicht aus, dass die Geflügelhaltung der Zukunft nicht mehr im Freiland statt finden kann.“ Er begründete das damit, dass der Verbraucher eine möglichst klinische Nutztierhaltung wünsche.
Wir fragen:
Warum wird verschwiegen, dass die verfügbarste Maßnahme gegen ein Virus ein intaktes, starkes Immunsystem ist? (nähere Ausführungen dazu im nächsten Punkt)
Dr Harbeck blieb mit seiner sinngemäßen Äußerung, der Verbraucher sei schuld, weil er „die Stallhaltung (das würde in letzter Konsequenz nur noch auf Massentierhaltung hinaus laufen) so wünsche“ den Beweis dieser Behauptung schuldig.
Wir haben in unserer Runde  festgestellt:
wir haben bis heute noch niemals wirklich niemals einen Verbraucher persönlich getroffen(und einige von uns unterhalten sich mit vielen Menschen fast täglich über das Thema Ernährung aus artgerechter Haltung) der (sofern er nicht Vegetarier oder Veganer ist) Fleisch vom Freilandrind, vom freien Schwein oder vom freien Huhn nicht dem Stallfleisch vorziehen würde.
Hygienische Bedenken haben wir schon gar nie bei Fleisch aus artegerechter und Freilandhaltung gehört.
Wir hören aber des öfteren Bedenken, bei Massenfleisch – weil da häufig die Worte  „Gammelfleischskandale“ und „Medikamentenrückstände“, „Tiermehl im Futter“, „halbtote Tiere“ im Stall und „Tierquälerei“  von den Leuten thematisiert werden.
Wir erleben eher, dass die Verbraucher den Worten der industriellen Tierhaltung nicht mehr glauben…..und mit Hygiene scheint es da ja auch nicht immer weit her zu sein, wenn man da  an Dokumentationen denkt über Fleischbeschau, die keine mehr ist, Eiterabszesse, die in die Wurst kommen, während der Verarbeitung runter gefallene Hähnchen, die dann wieder ans Band gehängt werden…… und die Aufnahmen, die einschlägige Tierschützer immer wieder verdeckt in derartigen Massenställen machen, die sind auch eher dafür geeignet, das Verbrauchervertrauen in diese Art der Fleischproduktion nachhaltig zu zerstören und an den „besonders hohen Hygieneansprüchen“ zu zweifeln……….

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Das Friedrich Löffler Institut (FLI) stuft das Virus H5N8 (Grippe) als hochpathogen (stark krank machend) und extrem schnell und leicht übertragbar ein – niedrig pathogene AI Viren gelten laut FLI als mögliche Vorläufer hochpathogener Vieren.
Es vertritt die Ansicht, dass das Virus von Wildvögeln übertragen wird und dass es in Hühner- und Putenbeständen eine nahezu 100% Mortalität bewirkt. Es sieht als einzige Möglichkeit, mit dem Virus umzugehen, es sowohl in seiner hochpathogenen als auch in den niedrigpathogenen Formen in Hausgeflügelbeständen auszumerzen, indem infizierte Tiere getötet und alle gesunden Tiere aus demselben Bestand und aus umliegenden Beständen vorbeugend getötet werden.

Wir denken:
Grippe ist das Natürlichste von der Welt. Jedes Lebewesen wird in seinem Leben ganz normal irgendwann mit verschiedenen Viren konfrontiert. Eine Reaktion des Immunsystems ist natürlich. Das Ergebnis ist , wenn der Körper über den Eindringling siegt, dass er – je nach Virus über einen mehr oder weniger langen Zeitraum (kann von einigen Monaten bis hin zu lebenslänglich sein) Antikörper hat. Diese wehren später, denselben oder einen ähnlichen „Feind“ schnell und effektiv ab.
Mit zunehmendem Alter eines Huhn steigt  die Wahrscheinlichkeit, dass es verschiedene Antikörper aufgebaut hat.
Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit von Antikörpern wenn das Tier draußen lebt, denn da kommt es täglich mit Keimen aller Art in Kontakt.

(Gleiches Prinzip, wie bei indigenen Völkern, denen Besucher von außen mit einer simplen Erkältung erst  Massensterben bescheren,
später erkälten sie sich genau wie wir auch und ohne, daran zu sterben)

Dass das Huhn symptomlos  Antikörper zeigt, obwohl es als besonders schnell auf H5N8  reagierende Tierart gilt, spricht dafür,
dass genau dieses Huhn besonders fit und besonders gut gewappnet gegen den Feind ist…..und genau DIESES Huhn kloppen wir tot…..

So ein Handeln ist an Unlogik nicht zu übertreffen…..

Die Natur hat alles nach dem Prinzip eingerichtet: die Stärksten, Gesündesten, Widerstandsfähigen überleben und dürfen sich vermehren, die, die den Herausforderungen (auch der Krankheit) nicht gewachsen sind, werden ausselektiert.

Was hier mit diesen Maßnahmen der Seuchenschutzverordnung versucht wird, ist, die effizienteste natürlich vorhandene Waffe des Körpers zur Abwehr gegen Feinde systhematisch zu schwächen und auszuschalten, indem man jene wegkeult (und damit auch ihr Erbgut), bei denen diese Waffe am wirkungsvollsten vorhanden ist.

Und warum? Weil man verkrüppelte Kreaturen „geschaffen“ hat, bei denen das Immunsystem auf der Strecke blieb, als man einzig
mit Augenmerk auf die Optimierung der gewünschten Produkteigenschaften konfektionierte Hühner schaffte.

Betrachtet man das nur vom „Ist-Zustand“ – egal, wer es verursacht hat – wer es verteilt und wie: JETZT haben wir das Virus.

Und was wir sehen ist,  die Wildvögel sind  in der Lage , sich auf die „neue“ Situation einzustelle und eine neue Abwehrstrategie zu entwickeln.
Die Schwächsten sterben, die gesunden, starken überleben und bauen Antikörper auf, um beim nächsten Kontakt geschützt zu sein.
Die natürlich lebenden Haushühner machen es nicht anders:

Ihr Immunsystem lernt mit der neuen Herausforderung umzugehen. Es sterben  welche weg – in der ersten Generation mit Erstkontakt sicher auch mehr – aber  „alle Hühner sterben dran“ – das mag für Massenhaltungen zutreffen – bei frei und natürlich lebenden Tieren wage ich die Behauptung, dass das unmöglich der Fall sein wird – so man sie den Infekt durchmachen lässt (auch das beweisen die Wildvögel).

Das scheint  nicht im industriellen Interesse zu sein, da deren Hühner mangels eines nicht mehr intakten Immunsystems nichts dagegen setzen können und stattdessen noch durch eine unnatürlich hohe Besatzdichte dem „Feind“ in die Hände gespielt wird.
Ein Eldorado für Keime aller Art. . Da sind Totalverluste zu erwarten.


Aber soll ich zum Schutz dieser „künstlich am Leben erhaltenen Tiere“ die, die ohne Hilfe überlebensfähig sind vernichten?

Oder muss ich, wenn ich die „Kunsthühner“ will nicht auch dort ansetzen und sie nach außen abschirmen (Hochsicherheitstrakt),
statt die überlebensfähigen Tiere zu vernichten,um die überlebensunfähigen Tiere zu schützen?

Wollen wir wirklich, dass die stärkste und effektivste Waffe, die wir gegen Viren kennen, in unseren „lebensmittelproduzierenden Tierarten“ mittel und langfristig unwiderbringlich vernichtet wird? Nur, weil wir glauben, mit Hochsicherheitstrakten und Chemie effizienter einen neuen Keim bekämpfen zu können, als es das Immunsystem kann?
Die Geschichte  zeigt uns, dass die Natur immer wieder neue Keime hervorbringt. DAS werden wir nicht verhindern können und ich bezweifel, dass wir auf jeden dieser Keime Antworten finden werden, die auch nur annähernd so effizient greifen, wie das Immunsystem.

Wir können nicht gegen natürliche Mechanismen ankämpfen und glauben, dabei dauerhaft zu gewinnen. Wohin so ein Größenwahn führt sehen wir überall – ich sag nur Klimaerwärmung und Co…

Ohne das hocheffektiv funktionierende System von „neue Feinde entstehen“ – „Abwehr stellt sich drauf ein“ hätte es keine Evolution gegeben. Und ohne, dass die Abwehr sich mit ihrem Feind beschäftigen kann, kann sie  auch keine neue Strategie dagegen entwickeln.

Genau diese Konfrontation verhindern wir mit unseren „vorbeugenden Massentötungen“ gerade.

Schlimmer, die „Abwehrsysteme“, die es gerade geschafft haben, eine Strategie zu entwickeln, die treten wir in die Tonne….

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Zahlen, Daten, Fakten – Fallzahlen im Einzelnen

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Fallzahlen

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis Silvester
31.12. 2016    00.00 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 positiv bestätigte, aktive Wildvogeleinträge: 474
(OIE 590 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land
38 Haus- und Zoogeflügelbestände
Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir aus der Presse, dass mind. 100.000 weitere,  gesunde Tiere gekeult wurden.

Zahlen positiv beprobter, aktiver Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 31.12. 00.00 Uhr TSIS/FLI
und OIE HPAI  und OIE LPAI

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Zusammenfassung:

  • jedes „+“ bedeutet:  hier wurde jeweils ein Bestand getötet, zu dem es (noch?)keine weiteren Zahlen gibt.
  • Jedes „?“ bedeutet: es gibt keine verbindlichen Angaben über die zusätzlich vorbeugend und ungetestet gekeulten Bestände in den Restriktionszonen, es ist wahrscheinlich, dass Bestände existieren

Gesamt:

  • Wildvögel:  474FLI (590 OIE)  
  • Hausgeflügel:  38 Bestände ( 251.290 gekeult )
    plus 7 Bestände ohne Zahlen und 28 Bezirke ohne Angaben von Beikeulungen!!!

BaWü: WV 210 (281), HG 1 (86)
Bayern: WV 34 (76), HG 0 (0)
Hessen:
WV 3 (4), HG 1 (1)
Meck.Vom: WV 60 (56),  HG 12 (911)  1 x „+“, 9 x „?“
Bremen: WV 0 (1), HG 0 (0)
Hamb: WV 2 (8),  HG 1 ( 21)
Berlin: WV 12 (11), HG  0 (0)
Nieders.:WV 11 (10),  HG 10 (159.295)  4 x „+“,  10 x „?“
SH: WV 48 (111), HG 5 (40.229)  2 x „?“
Brandbg: WV 3 (3), HG 1 (621)
Rhl.Pf.: WV 2 (0),  HG 0 (0)
Saarl.:WV 0 (0), HG 0 (0)
Thür.: WV 2 (0), HG 0 (0)
Sach.Anh.: WV 8 (5), HG 3 (10.038)
Sach.: WV 17 (16), HG 0 (0)  1 x „+“,  3 x „?“
NRW: WV 14 (8), HG 4 (40.088) 1 x „+“,  4 x „?“

 

Die Zahlen im Einzelnen:

Baden Württemberg  Ges.: 210  WV
(OIE 281 WV) 1 HG
, 1 HG aufgehoben, 99WV verschwunden
-Bodenseekreis 127WV  OIE 125 WV H5N8 pos.
– Emmendingen 2 WV  OIE 1 WV H5N8 pos.
-Konstanz 81 (101 weniger als am 12.12.) WV OIE 153 WV H5N8 pos.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art TSIS aufgehoben
– Sigmaringen TSIS 1 komplett verschwunden  OIE 1 WV H5N8 pos.
Ravensburg TSIS 1 komplett verschwunden OIE 1 WV H5N8 pos.

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Der Fall wurde beim FLI als „erloschen“ oder „unbegründet“ verschoben.
Die Wildvogelfälle sind bei TSIS komplett entfernt – Fehdiagnosen? .

Bayern Ges.: 34 WV   (OIE 76 WV)
45 WV aufgehoben

-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12. OIE 7 H5N8
– Rosenheim 1 WV  TSIS 10 aufgehoben, OIE 12 WV H5N8 pos.
-Starnberg TSIS 5 aufgehoben OIE 5 WV H5N8 pos.
-Traunstein 11 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 11 WV H5N8 pos.
-Ingolstadt TSIS 1 aufgehoben  OIE 1 WV H5N8 pos.
-Freising TSIS 6 aufgehoben OIE 6 WV H5N8 pos.
-Landsberg 5 WV unverändert seit 12.12 OIE 5 WV H5N8 pos.
-Nürnberg TSIS 3 aufgehoben OIE 3 WV H5N8 pos.
-Miesbach TSIS 2 aufgehoben OIE 2 WV H5N8 pos.
– Augsburg TSIS 1 aufgehoben.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Bad Tölz TSIS 1 aufgehoben OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ebersberg:  2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Landshut 1 WV  unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ostallgäu TSIS 1 aufgehoben .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Unterallgäu  TSIS 1 aufgehoben, 4 verschwunden OIE 5 WV H5N8 pos.
Roth 1 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 1 WV H5N8 pos.
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..OIE 2 WV H5N8 pos.
– StraubingTSIS 1 aufgehoben OIE 1 WV H5N8 pos.
– Aiching TSIS 2 aufgehoben OIE 2 WV H5N8 pos.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– München 2 WV  unverändert seit 12.12 OIE 2 WV H5N8 pos.
– Ulm TSIS 1 aufgehoben .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Erding 
TSIS 2 aufgehoben OIE  2  WV H5N8 pos.
– Donau Ries TSIS 2 aufgehoben OIE 1 WV H5N8 pos.
alle übrigen aufgehoben oder entfernt
-Cham 1 WV OIE 0 WV H5N8 pos.

Hessen Ges.:  3 WV (TSIS 1 aufgehoben)  (OIE 4 WV)+ 1 HG
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Waldeck TSIS 1 aufgehoben .OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 H5N8 pos.
Wetteraukreis 1 WVunveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
Darmstadt  1 WV OIE 1 WV H5N8 pos.

Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 60  WV 12 HG  (OIE 56 WV, 10HG)
 (911 gekeult plus 1 verschwundener Bestand plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)

bei TSIS 10 HG aufgehoben, 1 HG verschwunden

-Mecklenburgische Seenplatte 7 WV OIE 6WV H5N8 pos.
-Nordwestmecklenburg 29 WV unverändert. seit 24.12.
OIE 28 WV H5N8 pos.   1HG bei TSIS aufgehoben

-Rostock  2 WV unverändert seit 24.12. .OIE 4 WV H5N8 pos.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.OIE 1 HG H5N8 pos.
Vorpommern-Greifswald  bei TSIS 7 WV aufgehoben 5 HG bei TSIS aufgehoben   OIE 5  WV H5N8 pos.
-Vorpommern-Rügen 22 WV 1 HG   
OIE 18 WV  H5N8 pos., 4 HG pos. versch. H5
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8

bei TSIS aufgehoben

Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
bei TSIS aufgehoben
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
bei TSIS aufgehoben
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)
bei TSIS aufgehoben
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
bei TSIS aufgehoben
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich kein meldepflichtiges LPAI oder HPAIseit 31.12. taucht dieser Bestand auch bei TSIS nicht mehr auf – („Vorbeugende Umgebungskeulung?)

Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)

bei TSIS aufgehoben

Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
bei TSIS aufgehoben
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet
bei TSIS aufgehoben
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
bei TSIS aufgehoben
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)
bei TSIS aufgehoben

Niedersachsen Ges.: 11 WV   (OIE 10 WV) 10 HG
(159.295 gekeult plus 4 noch unbekannte Bestände plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)
-Peine bei TSIS 3 WV aufgehoben OIE 2WV H5N8 pos
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos
-Hannover 2 WV unverändert seit 24.12.   OIE 1 WV H5N8 pos
– Cloppenburg 3 HG (alle Pute) davon bei TSIS 1 aufgehoben
– Friesland 2 WV  OIE 1 WV  pos
– Nienburg 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos
– WIlhelmshaven 1 WV bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 2 WV H5N8 pos
Rotenburg 1 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 2 WV  pos
Stade 1 WV  unverändert seit12..12. OIE 1 WV  pos
Diepholz 1 HG (Huhn) + bei TSIS 1 WV aufgehoben
Hildesheim bei TSIS 1 WV aufgehoben
Braunschweig 1 WV OIE 1 WV  pos
Leer 1 WV
OIE 1 WV  pos
Oldenburg 4 HG (Puten)

– Vechta 1 HG (Pute)
– Northeim 1 HG (Huhn)
Cloppenburg 3 HG bedeutet:
Barßel
23.11. Puten 15.975 Verdacht, 50 H5N8, 15925 vorbeugend gekeult
bei TSIS  aufgehoben
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten
Garrel  24.12.  Puten 14.000 Verdacht, 51 H5N8, alle vorbeugend gekeult
???  31.12. 
noch keine näheren Infos offiziell verfügbar

Vechta 1 HG bedeutet:
Damme 14.12.
8694 Puten davon 8496 Tiere vorbeugend gekeult

Diepholz  1 HG bedeutet:
Diepholz 15.12. 1 Hühnerbestand – keine näheren Infos offiziell verfügbar

Oldenburg 4 HG bedeutet:
Döttlingen 23.12.
10.300 Puten, davon 10.100  vorbeugend gekeult

Hude 26.12. 10.300 Puten, davon 10.100 vorbeugend gekeult
Oldenburg 29.12. Puten noch keine näheren Infos offiziell bekannt
Oldenburg 29.12. Puten noch keine näheren Infos offiziell bekannt

Northeim 1 HG bedeutet:
25.12. 
26 Tiere, 20 Hühner, 6 Enten davon 16 vorbeugend gekeult

 

Berlin   12 WV   unverändert seit 24.12.  (OIE 11 WV)

Bremen Ges.: 0 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben (OIE 1 WV)
-Bremerhaven  bei TSIS 1 WV aufgehoben .OIE 1 WV H5N8  pos.

Hamburg Ges.: 2 WV bei TSIS 6 WV aufgehoben 1 HG OIE 8 WV  pos H5N8
 (21 gekeult )
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult
Fall war am 24. 12. lt TSIS erloschen oder unbegründet ist jetzt wieder auf der aktiven Liste

Brandenburg Ges.: 3  WV,  (OIE 3 WV)1 HG unverändert seit 7.12.
 (621 gekeult )

– Potsdam 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 2 WV  pos H5N8
– Teltow 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Nordrhein Westfalen Ges.: 14 WV , 4 HG (OIE  8 WV)
 (40.088 gekeult plus 1 noch unbekannter Bestand plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8

-Wesel 2 WV bei TSIS 1 WV aufgehoben .OIE  3 WV  pos H5N8
-Ennepe-Ruhr 3 WV  unverändert seit 24.12 OIE 1 WV  pos 
– Soest: 1 WV bei TSIS 1 WV aufgehoben , 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12. OIE 1 WV  pos. H5N8
– Paderborn: 1 WV unverändert seit 24.12. OIE 1 WV  pos. H5N8
–Steinfurt: 4 WV OIE 0 WV  pos. H5N8
–Recklinghausen: 1 WV
Bielefeld: 1HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh: 1 HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Kleve: 1 HG (Pute) OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh 1 HG bedeutet:
Rietberg 20.12.
2800 Zuchtgänse und 21 Zuchtenten, davon 50 tot, 2821 vorbeugend gekeult

Soest  1 HG bedeutet:
Amröchte 17.12. 
21200 Puten davon 100 tot, 21100 vorbeugend gekeult.
lt Presse sind mindestens 2 weitere private Geflügelbestände (je unter 20 Hühner) vorbeugend vernichtet worden – wieviele von den übrigen „mehr als 100.000 Tieren“ der im 1 km Gürtel umliegenden Betriebe vorbeugend vernichtet wurden, ist nicht herauszufinden. Es können  theopretisch  je nach Ermessen des zuständigen Amtstierarztes Prof. Dr. Hopp durchaus alle „über 100.000“ vorbeugend gekeult worden sein.

Bielefeld  1 HG 23.12.
hier ist noch nichts bekannt. Einziger Hinweis: in der FLI Liste steht  „Ente 1“ am 23.12.2016 in der Fallliste – die bezeichnung „Ente“ spricht für einen Hausgeflügelbestand, denn bei Wildvögeln stände „Wildenten“.

Kleve 1HG bedeutet:
Rees 25.12. 
16088 Puten, davon 4oo tot, Rest vorbeugend gekeult

Sachsen Ges.: 17 WV  (OIE 16 WV)
-Leipzig 8 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 9 WV  pos H5N8
-Nordsachsen 1 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 2 WV  pos. H5N8
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 8 WV  OIE 5 WV  pos H5N8

Sachsen-Anhalt Ges,; 3 HG  8 WV  (OIE 5 WV)
 (10.038 gekeult plus 1 noch unbekannter Bestand plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)
– Harz 1 WV, 1 HG bei TSIS 1 HG  aufgehoben OIE 1 WV  pos. H5N8
-Jerichower Land 1 WV, 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Saalekreis 6 WV  OIE 3 WV  pos 
Burgenlandkreis 1 HG
Harz: 1 HG bedeutet : 
Quedlingburg : 38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung
bei TSIS wurde dieser Fall aufgehoben

Jerichower Land 1 HG bedeutet : 
Möser 15.12. : 10.000 Enten, davon 400 tot, 9600 vorbeugend vernichtet

Burgenlandkreis 1 HG bedeutet : 
??? 28.12.  : Enten Nähers ist nicht bekannt

Schleswig Holstein Ges.: 48 WV  TSIS 10 WV aufgehoben  (OIE 111 WV) 5  HG
 (40.229 gekeult plus unbekannte Anzahl vorbeugend gekeulter Kontaktbestände!)

-Herzogtum Lauenburg 6 WV OIE 6 WV  pos H5N8
-Plön 20 WV  OIE 78 WV   pos H5N8

-Rendsburg-Eckernförde 8 WVunverändert seit 7.12.OIE 8 WV  pos H5N8
-Schleswig-Flensburg bei TSIS 7 WV aufgehoben   1 HG unverändert seit 25.11. OIE 8 WV  pos H5N8
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Dithmarschen 3 WV  bei TSIS 1 WV aufgehoben 3 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Lübeck 3 WV unverändert seit 24.12.1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Flensburg bei TSIS 1 WV aufgehoben .OIE 0 WV  pos H5N8
– Steinburg 2 WV + bei TSIS 1 WV aufgehoben OIE 3 WV  pos H5N8
– Nordfriesland 1 WV unverändert seit 7.12. OIE  1 WV  pos H5N8

Dithmarschen  3 HG bedeutet laut Medienberichten: 
Gudendorf21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos 2220 Gänse vorbeugend gekeult.
Gudendorf 21.11. : wegen Ausnahmeantrags getestet: , H5N2 pos 1800 Gänse vorbeugend gekeult.
Krumstedt 2.12.: 71 Hennen, 2 Gänse, 26 Enten – 1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.

Lübeck Stadt  9.11. 1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten) vernichtet
dieser Fall war bei TSIS am 24.12. aufgehoben, ist jetzt wieder als aktiv drin vielleicht, weil wir Hrn Dr. Habeck am 23. diesbezüglich unangenehme Fragen stellten?

Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 11.11. 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)

Thüringen Ges.: 2 WV
Greiz 2 WV unverändert seit 24.12.  lt OIE 2 WV  pos H5N8

Rheinland Pfalz Ges. 2 WV:
Ahrweiler 1 WV
unverändert seit 24.12. lt OIE 0 WV  pos H5N8
Koblenz 
bei TSIS 1 WV aufgehoben lt OIE 0 WV  pos H5N8

Saarland Ges.: 0

In der TSIS Datenbank wird  jeder Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also hier nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen, meldepflichtigen  H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert.
Bei Fällen, die bei TSIS auftauchen, nicht jedoch bei OIE, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine nicht meldepflichtige Variante handelte.

In der FLI Datenbank TSIS sind neuerdings Fälle „aufgehoben“ und damit aus der aktiven Statistik entfernt/verschoben worden, wobei als Begründung uneindeutig angegeben ist „entweder Tierseuche ist erloschen oder Verdacht hat sich als unbegründet heraus gestellt“ – aufgrund der übrigen Falldaten vermuten wir, dass es sich eher um „unbegründete“ Fälle handelt, also doch kein H5 oder H7

 

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

Archiv der vorangeganenen Zahlen, die durch diese neueste Meldung abgelöst wurden

 

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Vogelgrippe – Geflügelpest

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Geflügelpest – warum die Aufregung?

Lieber Leser,
Sie fragen sich vielleicht auch:
Warum dieser Hype – warum regen sich alle so auf?
Die Hühner werden doch sowieso geschlachtet…..
Die Behörden haben doch alles bestens im Griff – die Seuche ist unter Kontrolle…….

Tja, warum das alles?

Ich versuche es mal mit einer kleinen Geschichte – einer Geschichte, die morgen schon Wirklichkeit sein könnte…..

Stellen Sie sich vor, die „Seuche“ hiesse nicht „Geflügelpest“, sondern „Hundepest“ (oder „Katzenpest“, „Papageienpest“, „Meerschweinchenpest“) – suchen SIe sich einfach aus, welches Haustier Sie besonders lieben und setzen sie es ein für den Hund, der exemplarisch für alle in der folgenden Geschichte die Hauptrolle spielt.

Nun stellen Sie sich vor, der größte und umsatzstärkste Markt rund um den Hund wäre in Deutschland nicht mehr der Heimtiersektor, sondern der Nutztiersektor.
Stellen Sie sich vor, in unseren westlichen Ländern würde Hundefleisch so salonfähig auf dem Teller, wie in Asien oder wie Pferdefleisch in Frankreich. Anfangs noch als wenig akzeptierte „Ausnahmeerscheinung“, die Entrüstung hervorruft, doch mit der Zeit tritt die Gewöhnung ein und da immer neue Skandale rund um Geflügel, Schwein und Rind das Verbrauchervertrauen zunehmend erschüttern, nimmt der noch gar nicht skandalumwitterte Hund einen immer größeren Stellenplatz an der Fleischtheke ein.
Immer mehr fleischproduzierende Unternehmen wittern hier das Geschäft der Zukunft.
Parallel zum Heimtiermarkt entwickelt sich die „Nutztierschiene Hund“ .
Anfangs sind es noch kleine „Fleischhundzüchter“, die überschaubare Rudel mit Platz und AUslauf halten – sie kennen vieler Ihrer „Nutzhunde“ sogar noch beim Namen.
An uns Haushundbesitzern geht das alles noch mehr oder weniger vorbei – es berührt uns nicht direkt, denn unserem Fiffi geht es gut und außer, daß wir angeekelt den Kopf schütteln, wenn wir im Supermarkt neben dem Tiefkühlhähnchen nun einen Hundeschenkel sehen, ruft das keine grossartigen Proteste bei uns hervor.
Mit der Zeit wittern auch immer größere Unternehmen das Geschäft mit dem Hund und träumen schon vom globalen Hundefleischmarkt.
Doch 30 oder 40 Hunde züchten – das bringt es nicht – es müssen tausende sein – auf einen Schlag – wirtschaftlich, automatisiert, schnellwüchsig, mit gutem Fleischansatz – eben so schnell wie möglich schlachtreif.
Wenn dann die ersten Hallen aus dem Boden sprießen mit gigantischen Hundeproduktionen, schreien einzelne Tierschutzorganisationen auf.
Die Politik reagiert – sie schafft ein Gesetz, um den Tierschutz zu wahren:
Ab sofort hat ein Hund in der industriellen Hundehaltung Anspruch auf mindestens 0,5 qm, wenn er 30 – 50 kg. wiegt. Bei Hunden unter 30 kg dürfen höchstens 4 Tiere auf einem qm (das ist ein Rechteck von 1 x 1 Meter) gehalten werden.
Nun schütteln Sie den Kopf, lieber Leser? Nun, das sind die Vorgaben, die es heute für Schweine gibt und bei Hühnern dürfen 35 kg Lebendgewicht pro qm gehalten werden (bei Masthähnchen von ca 1,6 kg sind das gute 20 Tiere pro qm)
Jetzt nehmen wir mal 60 qm – die dürften dann also mit 240 29kg Hunden belegt werden. Aber natürlich reicht das dem Massenproduzenten nicht. Er baut eine Halle von 800 qm (die Größe eines normalen 20 x 40 Reitplatzes), wo er „tierschutzgerecht“, also dem Gesetz genügend 3200 Hunde mästen kann.
Nun sagen Sie sicher: das geht doch gar nicht – die Hunde brauchen Auslauf, sie würden sich beissen, wären ständig gestresst, bekämen Verhaltensstörungen, würden krank?
Stimmt – ganz genau so, wie die Schweine, Kühe und Hühner.
Gegen das Beissen werden schon beim Welpen die gefährlichen Fangzähne verödet – ganz im Sinne des bis dahin geschaffenen Gesetzes, damit sich die Tiere nicht gegenseitig verletzen.  Und die täglichen paar toten Hunde in der Mastmasse sind gleich von Anfang an mit einkalkuliert.
Es sind schließlich Nutztiere – die empfinden offensichtlich anders, als Haustiere und da gelten andere Normen des Tierschutzes in der Gesetzgebung. Hund ist nicht gleich Hund……
Angesichts dieser Haltung bei gleichzeitig fettreicher, schnell mästender Ernährung und diverser Medikamentengaben treten zunehmend häufiger Krankheiten in den dicht besetzten Hundebeständen auf.
Ab und an gerät so ein gefährlicher Keim auch nach draußen und infiziert gelegentlich auch mal einen Haushund.
Mit zunehmenden Erkrankungen in den Massenbeständen wird zunehmend der Ruf der Industrie nach engeren Kontrollen der privaten Hundehaltung laut – denn schließlich sind sie es, die die Erreger produzieren – in den hygienischen Hochsicherheitstrakten der Hundefleischproduktion könnte so etwas gar nicht geschehen.
Erste Gesetze werden erlassen: Meldepflicht (haben wir ja schon), Impfpflicht für  immer mehr völlig blödsinnige Erkrankungen, die unsere Hunde bis dato nie hatten – allein – die Impfungen werden nicht so gut vertragen und ab und an krepiert auch mal ein Hund daran – was solls – was ist schon 1 Hund gegen die vielen tausend in den Wirtschaftsbeständen, die in Gefahr sind.
Parallel werden die Massenhundebestände, in denen ein einziger kranker Hund auffällig wurde, vorbeugend vergast und weggeworfen, damit die Ställe mit neuen Welpen besetzt werden können.
Dann bricht wieder eine neue Seuche aus (die eigentlich keine wäre, gäbe es diese Massenbestände nicht).
Die Politik reagiert auf Drängen der Wirtschaft sofort:
ab sofort gilt strenger Hausarrest für Hunde – Hunde dürfen nicht mehr vor die Tür. Außerdem ist von jedem Hundebesitzer ab sofort ein „Bestandsbuch“ zu führen, wo er täglich das Gewicht des Hundes zu dokumentieren hat.
Beim ersten AUsbruch ist der Hausarrest schnell wieder aufgehoben. Aber erst alle paar Jahre, dann nach 2 Jahren und dann alljährlich tauchen neue Seuchen auf – und jedes Mal ist der Hausarrest ein wenig länger, das Bestandsbuch etwas umfangreicher – und ach ja, es kommen Desinfektionsvorschriften für den Hundehalter hinzu und es werden nicht mehr „nur“ die betroffenen Hunde in den Massenbeständen vergast, sondern vorbeugend geht ein Tötungskommando um, welches jeden Hund in Privathaushalten der Umgebung von einem Kilometer vorbeugend erschlägt – nein, auf die Krankheit getestet werden muss der Hund nicht – so viel Solidarität des Hundehalters mit der Hundefleischwirtschaft muss schon sein….
Am Ende schließlich ist die private Hundehaltung so aufwändig, teuer und mit unsinnigen Auflagen belegt, dass es nahezu unmöglich ist, privat überhaupt noch einen Hund zu halten – und wer sich das doch antut, muss damit leben, dass er seinem Hund kein artgerechtes Leben mehr bieten kann.

„So etwas gibt es nicht“ sagen Sie jetzt entrüstet?

Wenn Sie sich da man nicht täuschen. Mit Rindern und Schweinen ist dieses Procedere bereits abgeschlossen. Es ist kaum noch möglich, als Privatperson problemlos eine  dieser Tierarten zu halten – selbst, wenn man den Platz hätte und selbst, wenn man sie lediglich als „Haustier“ halten will.
Beim Geflügel sind wir gerade mitten drin – wir haben den Punkt erreicht, wo das erklärte Ziel von Wirtschaft und Politik offensichtlich ist  “ eine dauerhafte Aufstallpflicht von Geflügel“ – mit anderen Worten: Hühner, Enten und Gänse dürfen dann nicht mehr draußen gehalten werden – das kommt dem Verbot einer privaten Haltung dieser Tierarten gleich. … und Hühner, Enten und Gänse waren und sind für viele unter uns genau so geliebte Haustiere, wie für Sie der Hund, die Katze, der Papagei oder das Meerschwein…..

Jeder von Ihnen, liebe Leser, der von sich behauptet, ein Tierfreund zu sein, sollte aufschreien und mithelfen, dass diesen bestialischen Machenschaften rund um die Massentierhaltung durch Wirtschaft und Politik ein Ende bereitet wird.
Wenn wir als Gesellschaft uns nicht mit schuldig machen wollen an diesem weltweiten Frevel, dann müssen wir endlich aufstehen und uns dagegen erheben…..sonst ist vielleicht morgen Ihr Haustier dran….


Kommentar von Petra Maria im Hühnerforum Beitrag 7260

Grandios!

Das trifft genau den Knackpunkt: ich habe schon zu Beginn des Vogelgrippehypes fest gestellt, dass das Thema selbst Möchtegerntierschützern und -liebhabern ziemlich am A…(ufreger) vorbei geht. „Sind doch Nutztiere. Die wären sowieso getötet worden. Jetzt haben sie das elende Leben halt ein bisschen früher überstanden“. Und die Massentierhalter werden aus der Tierseuchenkasse entschädigt. Ist doch alles in bester Ordnung….
Gut – es gab einen kurzen, aber heftigen Aufschrei, als die Huffington Post mal titelte, Sachsen könnte freilaufende Katzen erschiessen. Da ist dann Schluß mit lustig. Katzen sind die „Schwellenart“ – teils „unkontrollierte Plage“, teils verwöhntes und geliebtes Haustier….Hunde wären noch dramatischer. Gottseidank blieb es da bisher bei Anleinpflicht in bestimmten Bereichen Damit kann man zur Not eine zeitlang leben (oder man weiss, wo man sie gefahrlos umgehen kann).

Das Konzept der Massentierhaltung geht auf: aus den Augen – aus dem Sinn. Die Bevölkerung kriegt keines der Tiere aus den Massenställen jemals zu Gesicht. Das arme Tier kriegt keins – kein Gesicht. Niemand braucht in die Augen zu schauen, die ein ganzes, armseliges Leben lang kein Tageslicht sehen dürfen und keinen Halter, den das Tier als jemanden erkennt, der es mag und umsorgt und respekt-, vielleicht sogar liebevoll, versorgt.

Die irrwitzigen Zahlen bei den aktuellen Keulungen sind so unfassbar, dass es fast schon wieder leicht wird, sie zu verdängen. Tausende Tiere – zu denen man keinerlei Bezug hatte. Einzeltiere, die viele kannten, sind unvergleichlich schlimmer – da leidet man dann mit…..

Makaber, aber wahr. Es bewährt sich, dass sie die Tiere hinter hermetisch abgeriegelten Mauern vor den Blicken der Bevölkerung verborgen haben…

LG
Petra Maria

 

 

__________________________________________________________-

Vogelgrippe – Geflügelpest – Wildvögel – Hausgeflügel

zur Zeit ist sie in aller Munde. Die Medien geben unisono wieder, was seitens unserer Behörden und des Friedrich Löffler Instituts (FLI) bekannt gegeben wird:

t
…sind sie wirklich schuldig?….

die Zugvögel sind Schuld, die Hausgeflügel sind massiv gefährdet,  vorsorgende Massentötungen gesunder Tiere, Aufstallpflicht für alle….
…und das alles natürlich nur zum Besten von Mensch, Tier und Natur.

  • dass nahezu alles, was sich hier zur Zeit abspielt nicht schlüssig ist, wenn man darüber nachdenkt
  • dass das Friedrich Löffler Institut eine sehr starke finanzielle Nähe zur Massentierhaltung und zur Pharma hat und unabhängige Wissenschaftler durchaus zu anderen Ergebnissen kommen
  • dass die infizierten Tiere meist weniger als 1 % der daraufhin getöteten Tiere ausmachen
  • dass die Anzahl der infizierten, toten Wildvögel deutlich unter 1% aller Wildvögel, die hier durchziehen liegt
  • dass ein Influenza Virus nicht „die Pest“ ist
  • dass vermutlich die Wildvögel zu Sündenböcken gemacht werden und dabei wahrscheinlicher die wahren Opfer sind…
  • dass dem kleinen Hühnerhalter Maßnahmen verordnet werden, die teilweise an Tierquälerei grenzen und von der Umsetzung her kaum zu relaisieren sind, um zu verhindern, dass Vogelkot eine Infektion überträgt, während Geflügelmist aus Massentierhaltungen teuer gehandelt und offen durchs Land gekarrt und auf unsere Felder gekippt wird, wo er potentiell ansteckend für die Wildvögel ist…..
t
…oder doch die wahren Opfer?

….all das und noch vieles mehr wird konsequent ignoriert – offensichtlich nicht einmal hinterfragt – sowohl seitens der Behörden als auch seitens der Medien.

Unsere Wildvögel sind massiv gefährdet, genau, wie unsere Haushuhnbestände – und statt diese entsprechend zu schützen werden Maßnahmen ergriffen, die meines Erachtens genau das Gegenteil erzielen und  nicht mehr zeitgemäß sind.

Die Medien scheinen kein Interesse daran zu haben, kritisch zu hinterfragen was geschieht – darum tun Sie es selbst. Machen Sie sich ein Bild – lesen Sie die „andere“ Seite und urteilen Sie selbst, ob es sinnvoll wäre, hier mal etwas kritischer nachzuhaken.  Und wenn Sie zu demselben Schluss kommen, wie ich, dann bitte verbreiten Sie diese Informationen und klären Sie auf – zum Schutz unserer Wildvögel und zum Schutz unserer alten Nutztierbestände

t
sie sind der ideale Sündenbock…..

Nachfolgend lesen Sie meine Gedanken dazu und einige links zu Seiten, die einen anderen Blick auf das Geschehen liefern:

Als besorgte Naturschützerin, Geflügelhalterin und als besorgter Verbraucher beunruhigen mich die derzeitigen Geschehnisse um die Geflügelpest zutiefst. Was ich den Veröffentlichungen unserer Ministerien und den Informationen in den Medien entnehmen kann, ist nicht dazu geeignet, mir meine Sorge zu nehmen.

t
…denn sie haben keine Lobby.

Ich fände es wünschenswert, wenn Politik und Medien meine nachfolgend aufgeführten Gedanken zum Thema einmal aufgreifen und kritisch hinterfragen würden. Besonders wünschenswert fände ich es, wenn sich Medien finden, die nicht nur die Aussagen und Mitteilungen seitens der Behörden und des (ja nicht ganz unabhängigen) FLI kritiklos übernehmen, sondern das Gesagte auch einmal hinterfragen und sich zu dem Zweck auch jene Wissenschaftler als adäquate Gesprächspartner  heranholen, die aufgrund ihrer Forschungen und Kenntnisse zu einem anderen Ergebnis kommen, als das FLI.

Wir haben eine Tierseuchenschutzverordnung, die m.W. in erster Linie zum Schutz der Bevölkerung/des Verbrauchers, in zweiter Linie zum Schutz der tierische Produkte produzierenden Wirtschaft und in 3. Linie zum allgemeinen Tierschutz da ist.

Dass wir eine solche Verordnung haben, halte ich für außerordentlich wichtig und vor allem auch richtig und ich wäre die Letzte, die nicht sofort alles in Bewegung setzen würde, um die Maßnahmen konsequent umsetzen zu können, wenn damit die oben gesteckten Ziele sinnvoll erreicht werden können.

Allerdings kann genau das mit der Tierseuchenschutzverordnung in ihrer jetzigen Fassung meines Erachtens nicht mehr effektiv erreicht werden.

Diese Verordnung in ihrer jetzigen Form und Umsetzung war sicherlich zu Zeiten meines Großvaters, wo Nutztiere noch nicht konfektioniert für Großproduktionen designt wurden und noch unisono in vergleichsweise kleinen Einheiten auf dem Land unter relativ stark von der Natur beeinflussten Bedingungen gehalten wurden, außerordentlich wirkungsvoll und sinnvoll.

Heute jedoch gibt es speziell designte/gezüchtete Hühner, die sogenannten Hybriden (z.B. die Hühnermarke Lohmann). Diese Hybriden sind auf die jeweiligen wirtschaftlichen Ziele optimiert worden. Z.B. hohe Legeleistung, hohes Fleischgewicht, schnelle Schlachtreife, kein Brutverhalten, möglichst wenig Bewegungsdrang, damit die Tiere zu zig-tausenden auf engstem Raum in geschlossenen Hallen gehalten werden können. Einher mit dieser Optimierung ging das Bedürfnis dieses Geflügels nach einer speziellen, deutlich energiereicherer Ernährung, die nur durch Hochleistungsfutter mit Zusatzstoffen zu erzielen ist. Ein unerwünschter, aber bisher nicht gelöster Nebeneffekt dieser Optimierung ist, dass diese Tiere unter den gegebenen Lebensbedingungen in der Massenhaltung  praktisch kein funktionierendes Immunsystem mehr haben. Diese Tiere sind also absolut allem, was die Umwelt an Keimen zu bieten hat, schutzlos ausgeliefert.

Um hier Totalverluste der Bestände zu verhindern und damit auch den Verbraucher  zu schützen, werden diese Hybriden in großen, hermetisch zur Außenwelt abgeschlossenen Tierhaltungsanlagen gehalten. Selbst die Luft in diesen Anlagen wird nur gefiltert rein und raus gelassen, Unbefugte dürfen die Gelände, geschweige denn die Gebäude oder gar die Ställe nicht betreten, es gibt diverse Sicherheits- und Desinfektionsschleusen, die jeder durchlaufen muss, der im Tierbestand arbeitet. Diese Gebäude sind zum Schutz des Geflügels und des Verbrauchers Hochsicherheitstrakte.

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Sie sind frei geboren…..

Bei den Hühnerrassen der privaten Hobbyhalter und kleinbäuerlicher Betriebe hingegen handelt es sich meistens um alte Landschläge und Mischungen daraus. Diese Hühner haben nur einen Bruchteil der Lege- und Fleischleistung der Hybriden. Sie wachsen auch deutlich langsamer und sind später schlachtreif. Ihre Ansprüche an die Nahrung beschränken sich weitestgehend oder ganz auf das, was sie in der Natur finden plus eine Handvoll Getreide wie zu Großvaters Zeiten. Diese Hühner haben ein mehr oder weniger ausgeprägtes Brutverhalten, sie sind sehr bewegungsbedürftig, ihre Individualabstände sind deutlich größer, als die der Hybriden. Diese alten Landrassen wurden früher auch in der wirtschaftlichen Geflügelhaltung überall und heute immer noch bei Hobbyhaltern überwiegend oder ganz unter freiem Himmel mit freiem Auslauf hinter dem Haus gehalten. Ihre Immunsysteme sind so robust, wie die der Wildvögel, sie ernähren sich in mehr oder weniger großen Teilen von dem, was sie sich in der Natur suchen und ihr Bedarf an Zufütterung ist je nach Grundstück und dem, was es bieten kann, sehr gering bis nicht vorhanden.

Würde man jetzt eine handvoll Hybridhühner direkt aus so einer geschlossenen Massenhaltung von jetzt auf gleich vor die Tür setzen und in so ein Leben befördern, ohne sie wochenlang langsam und mit viel Sorgfalt an dieses artgerechte  Leben zu gewöhnen, wie es unsere alten Rassen führen, würden diese Hybriden im besten Fall innerhalb der ersten Tage versterben – im schlimmsten Fall elendlich dahin siechen und heftige Krankheiten aller Art „ausbrüten“, weil ihr Körper dem natürliche Leben nichts entgegen zu setzen hat und alles erst langsam und mühsam neu erlernen müsste.

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…und ein Leben in Freiheit gewöhnt.

Dieses Risiko besteht aber auch umgekehrt bei unseren an Freiheit gewöhnten, alten Landhühnern. Sie geraten durch die plötzliche Einstallung auf engem Raum unter Dauerstress. Sie müssen eine Nahrungsumstellung weg von überwiegend natürlicher Nahrung auf Kunstfutter durchstehen, ihnen fehlt Bewegung, Licht und Luft – all das, was sie gesund und vital hält. Dass diese an die Natur gewöhnten, alten Landhühner nicht ganz so extrem reagieren, wie ein Hybrid im umgekehrten Fall liegt sicher einerseits an dem deutlich funktionsfähigeren Immunsystem zu Beginn der Aufstallung als auch an dem gewaltigen zeitlichen und finanziellen Aufwand, den die Halter kleiner Hühnerbestände betreiben, um ihre geliebten  Tiere irgendwie zu beschäftigen und zumindest etwas ausgleichend mit Licht und Naturnahrung zu versorgen.

Will man also tatsächlich die Tiere und damit automatisch auch die Wildvögel, die Bevölkerung und letztendlich sogar deren Ziervögel vor einer Ansteckung schützen, müssen die Maßnahmen darauf abzielen, das Immunsystem des jeweiligen Tieres so intakt wie möglich zu halten bei gleichzeitig optimalem Schutz vor übermäßigem Kontakt zu dem Erreger. Hier muss man meines Erachtens unterscheiden zwischen den Tieren, die ein intaktes Immunsystem haben und denen, die über keines verfügen. Man muss auch unterscheiden zwischen Tieren, die in einer extrem hohen Besatzdichte leben und solchen, die eine extrem geringe Dichte aufweisen.

Jeder weiß, dass das Risiko, sich zu erkälten um ein Vielfaches größer ist, wenn ich in einem U-Bahnwaggon dicht gedrängt mit vielen anderen Menschen zusammen stehe, als wenn ich mit einer kleinen Gruppe von Menschen einen gemeinsamen Waldspaziergang mache.

Unter diesen heute gegebenen Voraussetzungen, wo zwei grundverschiedene Formen der Nutztierhaltung stattfinden mit Tieren, die mittlerweile obwohl sie der gleichen Tierart angehören, vollständig unterschiedliche Ansprüche an Fütterung und Haltung stellen, um überhaupt lebensfähig zu sein bzw. gesund überleben zu können, in solchen Zeiten ist es m.E. dringend notwendig, dass die Seuchenschutzverordnung dahingehend angepasst wird, dass die Maßnahmen streng getrennt nach den Bedürfnissen, Anlagen und Schwächen der Tiere geregelt werden, damit sowohl die Bevölkerung als auch die Wirtschaft, aber auch die kleinen Hühnerhalter und die vielen Wildvögel  optimal geschützt werden.

Aus meiner Sicht wäre es deutlich sinnvoller, die ohnehin schon in hermetisch abgeschlossenen Gebäuden lebenden Massenbestände (solange nicht erreicht wird, dass diese Form der Tierhaltung endgültig abgeschafft wird)  im Seuchenfall noch genauer und engmaschiger zu überwachen und vor allem die Verhinderung von Einträgen von außen und vor allem Austrägen nach draußen noch massiver in den Fokus zu rücken.

Für kleine Bestände von Geflügelarten, die aus freier Haltung kommen und die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen, sollte man zumindest bei Erregern, die sich so, wie das derzeitige Influenzavirus verhalten, die Haltungsbedingungen, die diese Tiere gewohnt sind beibehalten und lediglich anordnen, dass weder Geflügel aus diesen Beständen das Grundstück verlassen darf, noch neues Geflügel von außen eingebracht werden darf.

Der Argumentation, dieses Geflügel würde damit die Bestände des Wirtschaftsgeflügels gefährden kann ich so ebenfalls nicht folgen. Die Gefährdung ist nicht durch das Virus selbst erhöht, sondern durch die in ihrer Wirksamkeit äußerst fragwürdigen Bestimmungen  unserer Seuchenschutzverordnung.

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Ihr wahrer Feind ist nicht das Virus…

Zur Zeit werden, wenn ein infiziertes Tier identifiziert wird, nicht nur die kompletten Bestände vorsorglich getötet, sondern vielfach auch sämtliche Bestände im Umkreis von einem Kilometer – vorsorglich – völlig unabhängig davon, ob diese Bestände aufgestallt waren oder nicht oder ob sie infiziert sind oder nicht. Und es liegt ganz im Ermessen der ausführenden Behörde, ob sie in diesem Kilometerradius auch jeden im Haus gehaltenen Ziervogel – also praktisch alles, was Federn hat, mit töten. Und das auch, wenn eine verendete, infizierte Wildente nur ein paar Meter neben dem Grundstück gefunden wird.  In mehrfacher Hinsicht kann ich diese Regelung nicht nachvollziehen:

Es heißt, dass das Virus  mehrere Tage pathogen ist. Ein infiziertes Tier, z.B. eine infizierte Wildente kann also durchaus schon 30 oder 40 oder noch mehr Kilometer mit dem Virus im Gepäck hinter sich gebracht haben, bevor sie irgendwo tot zu Boden ging. Wie und warum also einen „Schutzkreis“ von einem Kilometer? Müsste man dann bei dieser Logik nicht konsequenterweise beim Fund eines infizierten Vogels den gesamten Bereich seiner Reichweite innerhalb von xy Tagen vorsorglich töten– also bei einigen Vogelarten vermutlich sämtliches Geflügel in ganz Schleswig Holstein?

…um Missverständnissen vorzubeugen – das halte ich natürlich für genau so wenig sinnvoll, wie die 1 km Regelung.

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…ihre wahre Bedrohung ist die Politik

Ich frage mich, was soll das „vorsorgliche Keulen“ gesunder Bestände bringen? Natürlich sollte alles unternommen werden, was nötig ist, um Gefahr vom Verbraucher abzuwenden. Aber ich glaube nicht, dass es im Interesse des Verbrauchers ist, dass zig tausende kerngesunde Tiere in der Geflügelhaltung getötet und auf den Müll geworfen werden, ohne, dass dies irgendetwas an der Sicherheitslage ändert.

Natürlich ist es richtig, die kranken Tiere aus dem Verkehr zu ziehen – gerade, wenn es sich um Tiere handelt, die der Lebensmittelgewinnung zugeführt werden. Aber gerade dort, wo diese Tiere „produziert“ werden, existieren bereits mit den Haltungssystemen hermetisch abgeriegelte „Hochsicherheitstrakte“.  Es wäre also durchaus auch möglich, die Bestände, in denen ein paar infizierte Tiere gefunden werden, unter Quarantäne zu stellen und zu schauen, ob sich wirklich der gesamte Bestand infiziert.

Wie kann man überhaupt von einem „hochpathogenen“ Virus sprechen, wenn überhaupt nicht abgewartet wird, wie viele Tiere wirklich betroffen sein werden?

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Bei den Wildvögeln scheint es nicht so hochpathogen abzulaufen, sonst hätten wir nicht die super niedrige Zahl der Totfunde gemessen am gesamten Zugvogelaufkommen.

Bei unserem Nutzgeflügel wird dagegen durch die Art der Veröffentlichungen seitens unserer Behörden eine Informationspolitik betrieben, die sehr irreführend ist.

Da spricht man von zig tausend Tieren, die gekeult werden mussten wegen der „Geflügelpest“ – eventuell findet man irgendwo im „Kleingedruckten“ noch mal den Hinweis, dass ein bis eine handvoll Tiere positiv getestet wurden. Mit anderen Worten, der Rest der Tiere waren gesund gekeult. 

Im Rückblick bleibt nicht hängen:
Bei der Geflügelpest 2016 wurden zwar über 100tsd Tiere vorsorglich gekeult, aber nur z.B. 100 waren positiv – im Rückblick bleibt hängen:

2016 war die gigantische Geflügelpest, der über 100000 Hühner zum Opfer gefallen sind.

Ich denke, wenn bei mir als kleinem, privaten Hühnerhalter, wo kein Warenverkehr stattfindet, kein Huhn den Hof verlässt und keines hinzu kommt, wenn bei mir ein Huhn durch das Virus tot umfällt, dann gefährdet das Virus in diesem Huhn keinen einzigen Wirtschaftsgeflügelhalter in der Umgebung. Gefährdet ist dieser Wirtschaftsgeflügelhalter ausschließlich durch unsere derzeitige Seuchengesetzgebung und ihre Ausführungsverordnungen – hier sollte angesetzt und etwas verändert werden.

Die Aussage unseres Landwirtschaftsministers, dass diese Maßnahmen ja auch zum Schutz der kleinen Geflügelhalter sei, deren Hühner bei Kontakt mit dem Virus elendlich krepieren könnten (das weiß man nicht einmal genau)  ist ebenfalls Augenwischerei, denn egal, ob die Hühner ordnungsgemäß aufgestallt sind oder nicht – egal, ob sie das Virus überhaupt haben oder nicht, im Zweifelsfall wird der Bestand so oder so vorsorglich gekeult. Bei Kontakt mit dem Virus hat mein Huhn, wenn es fit und sein Immunsystem intakt ist,  eine gute Überlebenschance mit unserer derzeitigen Verordnung ist seine Chance auf Überleben in dem Moment gleich Null, in dem im Umkreis von einem Kilometer eine Infektion  gefunden wird – und das selbst dann, wenn es kerngesund ist.

Last not least würde ich mir wünschen, dass unsere Berichterstattung etwas mehr sachliche Aufklärung hinsichtlich dieser Erkrankung betreibt. Ich unterhielt mich gerade mit einem Verbraucher, der mit Hühnern und Krankheit etc. nichts am Hut hat. Er meinte, ich müsse ja gigantische Panik haben, dass diese Pest meinen Bestand dahin rafft. Ich entgegnete, dass das Virus mir keine Sorge bereiten würde, aber unsere Behörden umso mehr.

Mein Gesprächspartner entgegnete daraufhin, dass ich gar nicht wüsste, wovon ich rede – ich solle mich mal schlau machen, wie furchtbar die Pest zuletzt Mitte bis Ende des 19 Jahrhunderts weltweit gewütet habe. Mir blieben bei dieser Aussage erstmal die Worte weg, bevor ich ihm erklären konnte, dass die Pest ungefähr soviel mit der Influenza gemein hat, wie ein Karpfen mit einem Wüstenfuchs: es sind beides Tiere……

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Wie  eingangs gesagt, ich würde mich sehr freuen, wenn sich  Medien finden würden, die ihrem Anspruch, unabhängigen Journalismus zu betreiben wirklich  gerecht werden und bereit sind, diese Thematik einmal unvoreingenommen und unter Berücksichtigung auch gegenteiliger Erkenntnisse aus Wissenschaft und Geflügelhaltung, aber auch aus ornithologischer Sicht  zu recherchieren und zu diskutieren.

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Vogelgrippe Zahlen Daten Fakten

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Vogelgrippe Zahlen Daten Fakten

Sie finden die Infos auf dieser Seite in folgender Reihenfolge:

  1. Fallzahlenbetroffener Tiere bundesweit.
    Unten die Zusammenfassung oder hier die ausführliche Version differenziert nach Bundesländern und Fundorten, Bestandszahlen und Erläuterungen
  2. links zu jeweils aktuellen Presseveröffentlichungen in zeitlicher Reihenfolge
  3. kleine Sammlung von Berichten rund um Geflügelmist als Wirtschaftsgut Dünger
  4. Sammlung von Links zu Videos zum Thema  Massengeflügelhaltung
  5. informative linkszu wissenschaflichen Seiten, Stellungnahmen, Berichten und einer Klageseite gegen die Aufstallverordnung etc.

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts

ergeben seit Ausbruch der Seuche bis Silvester
31.12. 2016    00.00 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 positiv bestätigte, aktive Wildvogeleinträge: 474
(OIE 590 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land
38 Haus- und Zoogeflügelbestände
Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir aus der Presse, dass mind. 100.000 weitere,  gesunde Tiere gekeult wurden.

Zahlen positiv beprobter, aktiver Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 31.12. 00.00 Uhr TSIS/FLI
und OIE

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände
Zusammenfassung:

  • jedes „+“ bedeutet:  hier wurde jeweils ein Bestand getötet, zu dem es (noch?)keine weiteren Zahlen gibt.
  • Jedes „?“ bedeutet: es gibt keine verbindlichen Angaben über die zusätzlich vorbeugend und ungetestet gekeulten Bestände in den Restriktionszonen, es ist wahrscheinlich, dass Bestände existieren
    Gesamt:
  • Wildvögel (WV):  474FLI (590 OIE)  
  • Hausgeflügel (HG):  38 Bestände ( 251.290 gekeult )
    plus 7 Bestände ohne Zahlen und 28 Bezirke ohne Angaben von Beikeulungen!!!

BaWü: WV 210 (281), HG 1 (86)
Bayern: WV 34 (76), HG 0 (0)
Hessen:
WV 3 (4), HG 1 (1)
Meck.Vom: WV 60 (56),  HG 12 (911)  1 x „+“, 9 x „?“
Bremen: WV 0 (1), HG 0 (0)
Hamb: WV 2 (8),  HG 1 ( 21)
Berlin: WV 12 (11), HG  0 (0)
Nieders.:WV 11 (10),  HG 10 (159.295)  4 x „+“,  10 x „?“
SH: WV 48 (111), HG 5 (40.229)  2 x „?“
Brandbg: WV 3 (3), HG 1 (621)
Rhl.Pf.: WV 2 (0),  HG 0 (0)
Saarl.:WV 0 (0), HG 0 (0)
Thür.: WV 2 (0), HG 0 (0)
Sach.Anh.: WV 8 (5), HG 3 (10.038)
Sach.: WV 17 (16), HG 0 (0)  1 x „+“,  3 x „?“
NRW: WV 14 (8), HG 4 (40.088) 1 x „+“,  4 x „?“

hier die differenzierte Aufstellung der Fallzahlen im Einzelnen

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Links zu Medienberichten:

Sächsische Zeitung 25.1.2017
Zoo – absoluter Stress für die Tiere!

Augsburger Allgemeine 24.1.2017
Kükendrama am Flughafen – 7500 Tiere eingeschläfert
Was für ein Wahnsinn – wann hört dieser globale Lebentiertransport im großen Stil endlich auf!!!

Leipziger Volkszeitung 24.1.2017
Wir führen einen Kampf gegen Windmühlen

Norddeutsche Rundschau 24.1.2017
Geflügelpest im Kreis Steinburg – das Virus verändert sich
gute Kommentare!

SZ online.de 23.1.2017
Behörden helfen bei Stallpflicht

Lausitzer Rundschau 21.1.2017
Geflügelpest im Tierpark

Rhein Erft Rundschau 19.1.2017
Hof Hensen in Glessen
So geht Nutztierhaltung auch …….

Alt-Neuöttinger Anzeiger 19.1.2017
Hühner bekommen „Lagerkoller“

 

weitere Links vorangegangener Veröffentlichungen

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Eine kleine Sammlung rund um Geflügelmist
aus Massenhaltungen als Wirtschaftsgut:

 

Landwirtschaftskammer Niedersachsen 17.12.2015
Zwischenlagerung von Stallmist und Geflügelkot neu geregelt

So werden Gülle und Mist schwunghaft in Deutschland gehandelt und in unsere offene Landschaft verbracht – nur 2 Beispiel:
Nährstoffbörse Schleswig Holstein

Güllebank Weser Ems

MK Kreiszeitung.de 30.12.2016
Putenmist aus gekeultem Betrieb auf dem Acker

Diesen Bericht habe ich kommentiert und Bilder von dem „hermetisch abgedichteten“, verseuchten Mist aus FB abfotografiert:

Wirtschaftsjahr 2013/2014
Gülleexport aus Weser Ems  Grafik

NDR.de 9.12.2016
Verunreinigtes Trinkwasser. Ist Gülle die Ursache?

SWR Fernsehen 22.7.2016
Schweizer Güllehandel:

Hühnermist landet vermehrt in Deutschland

Werra Rundschau 11.11.12
Mist aus Holland auf Feldern im Kreis

AK Kurier23.3.2012
Hühnergülle auf Westerwälder Feldern – Ein Skandal

Rheinland Pfalz Stand 4/2015
Staatliche Pflanzenbauberatung

Niedersächsisches Amtsblatt Stand 30.9.2015
Punkt „K“ 1260

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Links zu Videos:

ORF 16.1.2017
Hühner unter Hausarrest

Bayrischer Rundfunk 2015
Das Masthuhn erobert den Weltmarkt

Lohmann: Brüten für den Weltmarkt (Hühner) 2012
„Qualenhof“ – das Hühnerimperium an der Nordsee

Moderne Putenmast in Niedersachsen 2012

Moderne Entenmast 2012
so schafft es der Keim hinaus…

Entenzucht Deutschland 2012
viel besser ist es heute auch nicht….

ARD Das System Wiesenhof 2011

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informative links:

shz 24.1.2017
Was verbirgt sich hinter den Subtypen?

EU Papier „Durchführungsbeschluss“
zur Festsetzung der finanziellen Beteiligung der Union an den Deutschland bei der Finanzierung der Dringlichkeitsmaßnahmen zur Bekämpfung der Aviären Influenza in den Jahren 2012 und 2013 entstandenen Kosten (Anm. über 1 Million Euro)
Ein lesenswertes Papier, was man sich in Verbindung der TSIS und OIE Fallzahlen aus den betreffenden Jahren anschauen sollte – dann weiss man, wer alljährlich die Entschädigungen kassiert….

taz.de 18.12.2014
Veterinärmediziner zur Vogelgrippe
Massenhaltung ist anfälliger

Agrar- und Ernährungswirtschaft – manchmal stehen weltweit nur 1-4 Konzerne hinter der Marken- und Produktvielfalt im Supermarkt – die gefährliche Supermacht
Konzernatlas 2017

Albert Schweitzer Stiftung
Puten in der Massentierhaltung
lesenswert auch für Menschen, die nicht gleich Veganer werden wollen

wing Uni Vechta
Daten und Fakten zur Geflügelwirtschaft – Putenhaltung
Kontakt:
NGW-Niedersächsische Geflügelwirtschaft
Landesverband e.V.

http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/i…ht_2016_10.pdf
Marktdaten:
Oktober 2016 im Vergleich zum Vorjahr:
– Bio-Eier, Freiland PLUS 9,5 Prozent.
– Putenschnitzel, frisch minus 1,4 Prozent

Der Marktbericht vom Oktober (unmittelbar vor Ausbruch der Vogelgrippe) ist der letzte bisher. Zumindest fand ich vom LfL keinen für November und Dezember….

Hier spricht jemand, der weiss, wovon er spricht,
denn er hat selbst in der Geflügelindustrie gearbeitet

Aktuell zum Thema Vogelgrippe – Wildvogeltheorie ist nicht haltbar
Industrielle Eiproduktion – das will man nicht wirklich essen

Nabu News Dezember 2016
Aktenzeichen H5N8 ungelöst

OIE Reports 2006 bis 2016 germany 06-16

13.6.2016 Heinrich Böll Stiftung
Es ist noch nicht vorbei
Grafiken – Großmastanlagen in den Bundesländern

13.1.2016 Heinrich Böll Stiftung
Fleischatlas

Eine spannende Europakarte, von Andreas Menz
Betroffene Wildvogelfunde und Hausgeflügelbestände der Vogelgrippe
und seine
Gedankengänge zum Thema Übertragungswege

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 5.12.2016
Aktuelle H5N8-Nachweise in Grenz- und Nachbarregionen der EU und mögliche Verbindungen aus Handelsbeziehungen

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 4.12.2016
WAI-Realitäts-Check: Wie dynamisch breitet sich die Vogelgrippe in Deutschland aus?
Hinweis des WAI:
Überarbeitet und erweitert am 12.12.2016, Grund: Beim Aktualisieren unserer Darstellung des Rückgangs der H5N8-Fälle fiel auf, dass sich die Anzahl der älteren Fälle verändert hat. Eine Überprüfung aller Zahlen ergab, dass eine Reihe von früheren „Nachweisen“ aus der TSIS-Liste eliminiert wurden (v.a. aus Bayern, möglicherweise unbestätigte Verdachtsfälle?), andere ergänzt wurden (v.a. aus BW), bei einzelnen Fällen sich das Datum oder die Art“bestimmung“ geändert hat. Es ist natürlich vernünftig, Fehler zu korrigieren. Unvernünftig ist es, solche Änderungen in einer der Wissenschaft dienenden Liste nicht eindeutig  zu kennzeichnen.

unser Hinweis:  ds ist uns auch schon häufiger aufgefallen!

WAI Chronik 2016 – Das Auftreten von HPAI H5N8 
aktualisierte Fassung Stand 30.11.2016
Wer sich tiefer mit dem Thema Infektionswege befasst, für den ist dies ein fundiertes, quellenbelegtes und verständlich aufbereitetes Dokument

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 2016
„Risikoeinschätzungen“ des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zum Auftreten von Vogelgrippe – seriöse Informationsquelle oder Instrument zur Täuschung der Öffentlichkeit?

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza
Chronik der H5N8 Ausbrüche 2016
gut verständliche, quellengestützte Dokumentation
sehr lesenswert

Professor Lorenzen vom Zoologischen Institut Kiel im
kritischen Agrarbericht 2016 (pdf)

Prof. Dr. Reichholf, Zoologische Staatssammlung
Ursprung, Ausbreitung und Infektionswege des H5N1
interessante These, die an ihrer Aktualität nichts verloren hat, obwohl es hier um das N1 Virus ging

LBV
Wie kommt das Virus nach Europa?

Nur für starke Nerven
ein Live-Erfahrungsbericht der zuständigen Tierärztin Dr Rosemarie Heiß von der Keulaktion in Wermsdorf April 2006
und die Fotos dazu

Offene Worte des Züchterkollegen P. Wicknig
ernüchternde  Einblicke in ganz Alltägliches der Geflügelproduktion

Medienkampagne am Beispiel der Vogelgrippe / Ottmar Lattorf für Nabis e.V – zwar von 2005 aber immer noch aktuell?
http://www.was-die-massenmedien-vers…rippe_heft.pdf

agrarlobby.de:
Der Zentralverband der dt. Geflügelzüchter

Wissenschaftsforum Aviäre Influenza („Geflügelpest“)

WAI – Wissenschaftsforum vom 7.1.2016
Argumentationshilfe zur Wildvogel-Geflügelpest-Monitoring-Verordnung

Interessantes Kartenmaterial vom
Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen
(etwa  im unteren Drittel der Seite)

Robert Koch Institut
Risikoeinschätzung

LBV
Risiken für den Menschen?

NABU Pressemitteilung 16.11.16
NABU bemängelt Ursachenforschung zur Virenverbreitung

Zum Thema seit dem Ausbruch 2006 – 2016
alle Beiträge des Nabu

Nabu Thüringen 14.11.16
Geflügelpest mit Ursprung Massentierhaltung

Bernd Wolff – Zwerghühner (23.11.2016)
aktuell zum Thema Vogelgrippe

Arbeitsgemeinsch. für artgerechte Nutztierhaltung e.V.
Rundbrief 2/2007
Resolution der DO-G zum Umgang mit der Vogelgrippe

Renate Künast, Fritz Kühn, Fraktion B90/Die Grünen 2/2009
Fragen an die Bundesregierung

Kritischer AI-Bericht aus Frankreich 2007
Vogelgrippe: Experten bestreiten Zugvogel-Theorie
„Tour du Valat/Frankreich (pte/27.03.2007/16:15) –

http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070327041

GRAIN Infobrief vom Ausbruch 2006  (pdf)
die zentrale Rolle der Geflügelindustrie in der Vogelgrippekrise

Influenza – Geburtsjahr bestimmt die Anfälligkeit 11.11.2016

Infos von und über das  Friedrich-Löffler-Institut (FLI)

Wissenschaftsrat Hintergrundinfos 15.7.2013
FLI Riems
„Der Löffler“
Heft Nr. 18  2/2015

Putin15  # 11014 im Hüfo:
Was man vielleicht über die Herkunft und Anfänge des VEB Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems, einem Kombinatsbetrieb des VEB Kombinat Veterinärimpfstoffe Dessau wissen sollte:

Am 1. Juli 1921 erfolgte die Gründung des Bakteriologischen Instituts der Anhaltischen Kreise in Dessau durch Friedrich Richter. Das Institut widmete sich unter anderem der Aufdeckung und Diagnostik von Tuberkulose bei Mensch und Tier.

Am 1. April 1924 übernahm Ludwig Wolters die Leitung des Instituts. Das Institut entwickelte sich bis 1945 zu einem Zentrum des Gesundheitsschutzes. Erste Anfänge der Herstellung von Impfstoffen, Seren und Schädlingsbekämpfungsmitteln wurden gemacht. Die Herstellung von Immunsera gegen das Erysipeloid begann.

Das Anhaltische Serum-Institut GmbH Dessau (ASID) wurde am 31. Mai 1930 unter Leitung von Wolters und Herbert Hoffmann gegründet. Neben der Erzeugung von Seren und Impfstoffen zur Bekämpfung von Tierkrankheiten umfasste das Leistungsspektrum auch die bakterielle Schädlingsbekämpfung sowie die der Erforschung und Bekämpfung des Schafrauschbrandes.

Das Institut wurde am 1. Januar 1951 in VEB Serum-Werk Dessau umbenannt und galt in der DDR als wichtiger Betrieb der Impfstoff- und Arzneimittelbereitstellung für Veterinär- und Humanimpfstoffe.

Aus dem produktionsorientierten VEB Serum Werk Dessau wurde am 1. Januar 1954 das wissenschaftlich orientierte Forschungsinstitut für Impfstoffe Dessau. Das Institut erhielt den Auftrag, für alle bedeutenden tierischen Infektionskrankheiten Impfstoffe für die DDR und auch für den Export bereitzustellen.

Das VEB Kombinat Veterinärimpfstoffe Dessau wurde am 1. Januar 1985 gegründet. Das Kombinat setzte sich aus drei Einrichtungen zusammen: dem Impfstoffwerk Dessau-Tornau mit seinem als Forschungszentrum in den Stammbetrieb integrierten Institut für Impfstoffe Dessau sowie dem sich im Bau befindlichen Tornauer Werk; dem VEB Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems, einem Kombinatsbetrieb mit schwerpunktmäßiger Produktion von Impfstoffen gegen Viruserkrankungen von Tieren.

Das Dessauer Institut für Impfstoffe beschäftigte sich ab 1988 im Rahmen eines Entwicklungsprogramms schwerpunktmäßig mit veterinärmedizinischen Diagnostika und bereitete die industriemäßige Diagnostika-Produktion vor. Auch die Entwicklung von Virus-Impfstoffen wurde weiter vorangetrieben. Auf der Agenda standen beispielsweise Lebendimpfstoffe gegen Entenpest und Gänseinfluenza.

Auf Beschluss des Ministerrates der DDR begann am 1. Mai 1990 die Auflösung bzw. Entflechtung des Kombinats Veterinärimpfstoffe Dessau. In deren Konsequenz wurden das Impfstoffwerk Dessau und die anderen beiden Kombinatsbetriebe, der VEB Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems und das VEG Seehausen-Plaußig, zum 1. Mai 1990 wieder der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften Berlin unterstellt und später in die Forschungslandschaft der Bundesrepublik überführt.

Was die Vorgängereinrichtung schon vor über 50 Jahren leisten konnte macht vielleicht folgende Werbung aus dem Jahr 1959 deutlich:

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: pest 03a.jpg  Hits: 0  Größe: 178,5 KB  ID: 183185

Wer heute behauptet eine Impfung gegen Geflügelpest wäre gefährlich, weil … ist bestenfalls gefährlich uninformiert.

!!! Jetzt wird es richtig spannend !!! :

Umbildung und Privatisierung: Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH

Am 24. Juli 1990 wurde das Impfstoffwerk Dessau-Tornau als „GmbH im Aufbau“ ins Handelsregister eingetragen.

Am 1. März 1993 wurde die Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH als bis dahin wirtschaftlich nicht selbstständiger Teil der Impfstoffwerk Dessau-Tornau Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH privatisiert.

Zur Jahrtausendwende arbeiteten nun wieder 249 Mitarbeiter in Dessau-Tornau. Erfolgreich verlief die Implementierung eines großtechnischen Herstellungsverfahrens für Pocken-Lebendimpfstoffe.

Eine geheime US-Depesche sieht die Pockenimpfstoffe als Grund dafür, dass IDT Biologika für die USA als essentielle Einrichtung gilt.

2005 begann der Neubau der Virusproduktion, 2006 wurde die Impfstoffproduktion erweitert und eine Konfektionierungslinie für Pockenverpackungen in Betrieb genommen.

Der Firmenname wurde im Oktober 2007 geändert. Aus der Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH wurde die IDT Biologika GmbH.

2010 erfolgte die Markteinführung eines Schweineinfluenza-Tierimpfstoffes mit allen drei aktuellen Subtypen.

2013 erwarb die IDT Biologika die Fertigung und Forschung der Riemser Pharma GmbH in Riems – Stadt Greifswald. Dort nahm die IDT Biologika (Riems) im November 2013 ihre Arbeit auf.

In 2015 begann der Ausbau des neuen Standorts mit der Grundsteinlegung für ein neues Forschungsgebäude, mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 10 Mio € und der Modernisierung der Fertigung und der Logistik.

Auf der Basis eigener, neuer Produkte wie dem Impfstoff gegen die Ödemkrankheit der Schweine erweiterte die IDT Biologika ihre Vertriebstätigkeit im Segment Tiergesundheit auf Europa und gründete Landesgesellschaften in Dänemark, Niederlande, Frankreich und Spanien.

Seit Juni 2015 ist die IDT Corporation mit einem Fertigungsstandort für klinische Prüfmuster in Rockville, Maryland vertreten.

Zum 1. September 2015 übernahm die IDT Biologika das Unternehmen Gallant Custom Laboratories im kanadischen Cambridge, Provinz Ontario. Gallant Custom Laboratories ist das einzige in Kanada zugelassene Unternehmen zur Herstellung von viralen und bakteriellen Bestandsimpfstoffen.

Die IDT Biologika ist ein deutsches Unternehmen der Biopharmazie mit Sitz in Dessau-Roßlau. Es entwickelt und produziert biotechnologisch hergestellte Impfstoffe und Pharmazeutika. Das Unternehmen gehört zur Klocke-Gruppe.

2014 beschäftigte das Unternehmen rund 1250 Mitarbeiter und hatte einen Umsatz von 172 Mio EUR.

Standorte des Unternehmens sind in Deutschland der BioPharmaPark in Dessau-Roßlau und Greifswald-Ortsteil Riems.

Sicherheitshalber: Alles ohne Gewähr, aber nach bestem Wissen und Gewissen.
Nun habt Ihr alle was zum Nachdenken was auf/in Riems so alles existiert und, und, und ….

lG
Bernd

Aktionsbündnis VogelFrei AVF

wir haben Fragen an

  • das Friedrich Löffler Institut
  • die Politik
  • die Wirtschaft

…und verlangen haltbare Antworten, darum

  • wir recherchieren
  • wir decken auf
  • wir kritisieren
    wir informieren
  • wir klagen an

Wir treten dem Wahnsinn entgegen!

….und für die, die ihre handvoll Hühnchen im Garten laufen hatten,
hier nochmal ein Auszug aus der
Verordnung unseres Bundeslandwirtschaftsministeriums vom 18.11.2016
leicht verständlich für jeden Halter eines Huhns:
……
§ 2
Zu § 2 der Geflügelpest-Verordnung
Der Tierhalter eines Bestandes
1. bis einschließlich 100 Stück Geflügel hat ein Register nach § 2 Absatz 2 Satz 2 Nummer 3 in Verbindung mit Absatz 4 der Geflügelpest-Verordnung und
2. mit 10 bis einschließlich 1 000 Stück Geflügel hat ein Register nach § 2 Absatz 2 Satz 2 Nummer 4 in Verbindung mit Absatz 4 der Geflügelpest-Verordnung zu führen….

von Kleingruppe über Boden, Freiland, Bio bis Selbstversorgung
welchen Weg geht welches Ei auf unserem Tisch?

….und wer Zeit hat und die Stimmung derer, für die ihre Hühner Familienmitglieder sind, hautnah „erleben“ will, gibt es
hier die Diskussion

Sie ist oft emotional, angesichts der Ängste der Tierbesitzer nur bewundernswert selten unsachlich, mit Galgenhumor gespickt, aber auch angefüllt mit sachlichen Informationen, profundem Wissen, vielen Erklärungsversuchen und oft verzweifelter Hilf- und Ratlosigkeit…..

 

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Archiv zu älteren Info- und Medienlinks

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Archiv Links zu Medienberichten

Kronen Zeitung (Österreich) 18.1.2017
Rinderseuche droht Österreich
….und auch hier haben unsere hochbezahlte und hochgelobte Wissenschaft und  Politik keine andere Lösung parat, als die massenweise, vorbeugende Keulung und Vernichtung gesunder Tierbestände – „Intelligente Lösungen“ sehen für mich anders aus….

Demeterverband
allgemeine Aufstallpflicht überdenken

Badische Neueste Nachrichten 16.1.2017
Viele seltene Tiere müssen sterben

MK Kreiszeitung 16.1.2016
Brüterei weht sich erfolglos gegen Beobachtungsgebiet

nordbayern.de 12.1.2017
Stress hinter Gittern

Pfalz Express 9.1.2017
Schock in Wörth

RP online 9.1.2017
Geflügelpest – Züchter reduzieren Bestand

Rhein Main Presse, Allg. Zeitung 5.1.2017
Die Tiere reagieren mit Verhaltensstörungen

Deutschlandradio Kultur 4.1.2017
Nach dem Virus ist vor dem Virus ausgesprochen lesenswert!
Danke Herr Johannes Kulms für einen informativen Report,
wo alle Seiten gleichermaßen zu Wort kommen durften!

Osnabrücker Zeitung 2.1.2017
Hühner haben Stress

taz 12/2014
Stallpflicht ist kontraproduktiv Der Beitrag ist zwar von 12/2014 aber trotzdem brandaktuell!

Oldenburgische Volkszeitung 28.12.2016
Nach Keulung in Vechta kein H5N8 nachgewiesen
21.000 Tiere ohne jeden Befund gesund vergast – völlig sinnlos!

TP Heise online 28.12.2016
Virus mit Stallpflicht

TP Heise online 28.12.2016
Stallpflicht – Widerstand regt sich


Boyens Medien 28.12.23016
Geflügelpest: infizierte Eule in Krempel gefunden
siehe hierzu auch „Fragen, die sich auftun

Panorama RP Online 27.12.2016
Südkorea lässt wegen Vogelgrippe Millionen Hühner töten

Nordwestzeitung NWZ online 27.12.2016
über die Feiertage 52000 Puten getötet

Osnabrücker Zeitung 27.12.2016
Uhr tickt für Freilandeier

Nordwestzeitung NWZ online 27.12.2016
über die Feiertage 52000 Puten getötet

Osnabrücker Zeitung 27.12.2016
Uhr tickt für Freilandeier

Vogelgrippe im Nordwesten 25.12.2016
Geflügelpest weitet sich aus
Leserbrief

Neuer Fall in Niedersachsen 25.12.2016
Verdacht auf Geflügelpest in Cloppenburg
Leserbriefe

Bild am Sonntag – Heiligabend – 24.12.2016
600 Vögel von Amtswegen abgeschlachtet

 open PR 21.12.2016
Pulverfass Tierindustrie:
Die Vogelgrippe-Viren kommen aus dem Stall
Pressemitteilung von Animal Rights Watch e.V.

Süddeutsche Zeitung 18.12.2016
Gans gefährlich? – Gans in Gefahr!

Elmshorner Nachrichten 19.12.2016
Vogelpest: Bis zum Fest Stubenarrest
Kommentare lesen!

Kieler Nachrichten 19.12.2016
Expertenanalyse:
Haben Tierlaster die Vogelgrippe hergebracht?

ARD Panorama 22.9.2016!!!
Massive Tierschutz-Probleme bei Bauern-Chefs
…da muss sich niemand mehr fragen, wo die Krankheiten ausgebrütet werden……


unser 38.de Braunschweig 17.12.2016

H5N8 ist die Stallpflicht kontraproduktiv?

Nordwest Zeitung 16.12.2016
Lorentschat: „Barßel eine Hochburg der Vogelpest“

Osnabrücker Zeitung 16.12.2016
Vogelgrippe: wie kam der tödliche Erreger nach Europa

Mittelbayrische 16.12.2016
Aufstallpflicht:
Der Garaus für seltene Arten

Bayrischer Rundfunk – Quer 15.12.2016
zur Wildvogeltheorie

Echo 10.12.2016
Südhessische Gänsezüchter stemmen sich gegen die Übermacht der Turbomast-Betriebe

Netzfrauen 10.12.2016
Werden wir in Zukunft genmanipulierte Hühner auf dem Teller haben?

Sonderverein der Entenzüchter Deutschland 25.11.2016
…schon ein paar Tage alt – jetzt erst entdeckt.
Ein wirklich lesenswerter Beitrag zur Vogelgrippe:
Nach der Schau ist vor der Schau

BR 24 ,   9.12.2016
Woher stammt der Erreger wirklich?
Sachlicher Beitrag, der allen Theorien „gleichberechtigt“ Raum gibt

Pinneberger Tageblatt, EN usw.  8.12.2016
Protest: die Gruppe VogelFrei will Klage einreichen
Klage gegen die Stallpflicht/Vogelgrippe

shz  8.12.2016
Usutu Virus tötet Vögel derzeit „Besonders weitflächig“
(siehe dazu unsere Frage zum Usutu Virus)

Mittelbayrische – Regensburger Land 8.12.2016
Stallpflicht bringt Stress für die Tiere

Schleswiger Nachrichten 7.12.2016
Der Gänse-Rebell von Husby:
Mit Vogelgrippe wird Panik geschürt

Der Tagesspiegel 7.12.2016
Der Tagesspiegel
Dann kräht bald kein Hahn mehr

Hildesheimer Allgemeine Zeitung 7.12.2016
Kontroverse um Stallpflicht bei Vogelgrippe

Märkische Allgemeine 5.12.2016
Die Tage nach dem Vogelgrippe-Schock

N24 Welt 4.12.2016
Wird die wahre Ursache der Vogelgrippe verschwiegen?

Epoch Times 3.12.2016
Forschergruppe belegt: Vogelgrippe H5N8 wird hauptsächlich durch Geflügelwirtschaft verbreitet

idowa  isar-Donau-Wald 2.12.2016
Stallpflicht wegen Vogelgrippe: Geflügelzüchter stinksauer

Rhein-Main-Presse 2.12.2016
Züchter müssen notschlachten: Die Stallpflicht wegen der Vogelgrippe setzt Vereine unter Druck

proplanta – Informationszentrum für die Landwirtschaft 1.12.16
Nabu vermutet Geflügelwirtschaft hinter Vogelgrippe-Verbreitung

Land und Forst 1.12.2016
Vogelgrippe: Landesweite Stallpflicht weiterhin abgelehnt

Hamburger Abendblatt 26.11.16
Hoffentlich muss ich nicht gekeult werden

Nabu Pressemitteilung 30.11.2016
Kritische Analyse beleuchtet Verbreitungswege für Vogelgrippe in Geflügelwirtschaft

svz.de Medienhaus Nord 28.11.2016
Vogelgrippe von Menschenhand?

Welt N 24 28.11.2016
Ist das Keulen tausender Tiere wirklich nötig?

AugsburgerAllgemeine 28.11.2016
Was Halter sagen und Verbraucher beachten sollten

Welt N24      27.11.2016
Die Erklärung für Vogelgrippe kann nicht stimmen

Südkurier / Radolfzell 26.11.16
Auflagen wegen der Vogelgrippe irritieren Kleintierzüchter

shz 25.11.2016
Massentötung von Geflügel völlig übertrieben

Mopo 25.11.2016
Vogelgrippe? Da sind wir nicht zuständig

Bayern SPD Landtagsfaktion
Woher kommt die Vogelgrippe?

Osnabrücker Zeitung 24.11.16
Massentötung als Vorsichtsmaßnahme

Osnabrücker Zeitung 24.11.16
Kritk an der vorrsorglichen Tötung von 92000 Tieren

Kieler Nachrichten 23.11.2016
Wissenschaftler streiten um Massentötungen
Bochemkerin u. Zellbologin Prof. Reiß in Kontroverse mit Robert Habeck

RBB 24 Panorama  22.11.2016
vier weitere Schwäne mit Vogelgrippe infiziert!
Experten: übertragen Lebensmittelreste das Virus?

Mecklenburger Seenplatte 21.11.16
Züchter lässt Strauße schlachten

Epoch Times 18.11.2016
Wildvögel werden immer wieder neu aus Geflügelwirtschaft angesteckt

Frankfurter Rundschau – Panorama 18.11.16
Die Vogelgrippe breitet sich aus
(Infobox Mitte des Textes zum Durchklicken beachten)

Badische Zeitung 17.11.16
Massentierhaltung als Ursache für Vogelgrippe?

Niederlausitz aktuell 16.11.2016
Bauernbund gegen Stallpflicht

Wie kommt das Virus in die Wildvögel? 13.11.16
infizierte Kadaver werden unter freiem Himmel in Grumby entsorgt?

Geflügelbörse 10/2015
Erhaltungszüchter als Opfer verfehlter Politik

Wie kommt das Virus in die Wildvögel?  3.2.15
Hühnerkot aus Massentierhaltungen?

Hanne schrieb im Hühnerforum Beitrag 4086
Irgendwie…wisst Ihr, ich habe mich gestern damit beschäftigt, ob und wie Tauben AI bekommen können.

Die Experimente sind SO widerlich, dass mir die Tränen kommen. Übrigens: Ja, man konnte Tauben mit AI infizieren:
Jungvögel massiv tagelang hungern (!!) lassen, dann nur massiv mit Viren verseuchtes Futter und Wasser geben- dann haben 2 von 19 Versuchstieren Symptome gezeigt und Viren ausgeschieden. Wobei man nicht weiß, ob das nicht Restmengen von dem zugeführten Virus waren-ich kann das kaum noch ertragen!

Man hat noch nie, nie, nie AI bei Wildvögeln oder gehaltenen Vögeln (Tauben) festgestellt. Also nichtmal Antikörper.

Und solche widerlichen, ekelhaften Versuche hat man mit so ziemlich allen Vögeln angestellt. Macht das Sinn? Nach dem Ergebnis solcher Versuche kann man auch Kanarien, Wellensittiche, Papageien etc. mit AI infizieren. Aber wieviele Versuche hat man gebraucht, bis man das herausgefunden hatte? Erwachsen-egal, wie gequält, nicht angesteckt, Jungvögel, normale Futteraufnahme-nicht angesteckt. Erst muss man sie quälen und misshandeln umd endlich ein Ergebnis zu bekommen, auf das ein Wissenschaftler scharf war.

P.S.: Andere Länder, andere Sitten?

  • 1979 Sachsen, H7N7: etwa 600.000 Hühner und 80 Gänse gekeult
  • 1983/4 USA, H5N2: 17 Millionen Tiere
  • 1999-2000, Italien, H7N1: 9,6 Millionen Hühner, 2,7 Millionen Puten, 247.000 Perlhühner, 260.000 Wachteln, Enten und Fasanen, 387 Strauße in erwerbsmäßigen Haltungen und 1.700 Stück Geflügel von Privatleuten.
  • 2002, Chile: 617.800 Hühner
  • 2003, Niederlanden, Belgien und Deutschland, H7N7: 30,4 Millionen getötete Tiere
  • 2004,Kanada: zunächst 275.000 Stück Geflügel, als innerhalb des Beobachtungsgebietes weitere Virusnachweise erfolgten, 19 Millionen Tiere

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die letzten Zahlen zum Vergleich

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Archiv überholter Zahlen von der Faktenseite

Fallzahlen

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis Heiligabend
24.12. 2016    21.30 Uhr bundesweit:

H5 oder H7 positiv bestätigte, aktive Wildvogeleinträge: 511
(OIE 586 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land

28 Haus- und Zoogeflügelbestände davon mind. 6 nicht H5N8!!!!
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Es ist wahrscheinlich, dass ein Vielfaches an gesunden Beständen vorbeugend im 1-km Umkreis eines betroffenen Bestandes vernichtet und entsorgt wurde. Diese Zahlen werden nicht oder nicht öffentlich zugänglich erfasst. Am Beispiel Cloppenburg/Barßel wissen wir z.B. aus der Presse, dass rund 100.000 umliegende gesunde Tiere vorbeugend vernichtet wurden – sie tauchen bei keiner Fallzahlaufstellung auf. 

In der TSIS Datenbank wird  jeder Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also hier nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen, meldepflichtigen  H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert. Dort, wo wir Differenzen zwischen den TSIS und den OIE Fallzahlen (follow up Report 12) haben, haben wir diese unterstrichen. 
Bei Fällen, die bei TSIS auftauchen, nicht jedoch bei OIE, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine nicht meldepflichtige Variante handelte.

In der FLI Datenbank TSIS sind neuerdings Fälle „aufgehoben“ und damit aus der aktiven Statistik entfernt/verschoben worden, wobei als Begründung uneindeutig angegeben ist „entweder Tierseuche ist erloschen oder Verdacht hat sich als unbegründet heraus gestellt“.

Zahlen positiv beprobter, aktiver Wildvogelfälle und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 24.12. 21.30 Uhr TSIS/FLI
und OIE

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Zusammenfassung:
„+“ bedeutet, hier wurde jeweils ein bestand getötet, zu dem es (noch?)keine weiteren Zahlen gibt. 

Bundesland:  WV FLI  (OIE)     HG pos /tot     gesund vernichtet
=============================================
BaWü:  ………284…… (280)…..  1………………………….86
Bayern………..46……..(76)………-……………………………..-
Hessen…………4………(.4.)……….1…………………………….-
Meck.Vom……58……(56)….. 240 +…………………758 +
Nieders………..10……(10)…… 250 +……………124.421 +
Berlin………….12…..(12)………-……………………………….-
Bremen………….0…….(.1.)………-…………………………….-
Hambg………….8……..(.8.)………1…………………………20
Brandenbg…….3……..(.3.)…….-.8……….H5N1!!!…621
NRW………….10…….(.8.)…..-150 +……………23921 +
Sachsen……….13…….(10)………-………………………-
Sachs. Anh……5……..(.5.)……-401………………..9637
Schl.Holst…. …..54…..(111)….3690…………….37.211
Thüringen……..2……….(.2.)………-…………………..-
Rheinl. Pf. ………2………(..0..)………-…………………-
Saarl. ……………..0……….(..0.)………-…………………-
=============================================
Gesamt:   ….. 511….(586)…. 4742+++……196.675 +++

Die Zahlen im Einzelnen:

Baden Württemberg  Ges.: 284 (25 weniger als 12.12.) WV
(OIE 280 WV) 1 HG

-Bodenseekreis 126WV  OIE 125 WV H5N8 pos.
– Emmendingen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
-Konstanz 155 (27 weniger als am 12.12.) WV OIE 153 WV H5N8 pos.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art TSIS aufgehoben
– Sigmaringen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
Ravensburg 1 WV

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Der Fall wurde beim FLI als „erloschen“ oder „unbegründet“ verschoben.

Bayern Ges.: 46 WV (24 weniger seit 12.12.)   (OIE 76 WV)
-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12. OIE 7 H5N8
– Rosenheim 4 WV (7 weniger als 12.12.)  OIE 12 WV H5N8 pos.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11. OIE 5 WV H5N8 pos.
-Traunstein 11 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 11 WV H5N8 pos.
-Ingolstadt 0 WV (1 weniger)  OIE 1 WV H5N8 pos.
-Freising 0 WV (6 weniger) OIE 6 WV H5N8 pos.
-Landsberg 5 WV unverändert seit 12.12 OIE 5 WV H5N8 pos.
-Nürnberg 0 WV (3 weniger) OIE 3 WV H5N8 pos.
-Miesbach 0 WV (2 weniger ) OIE 2 WV H5N8 pos.
– Augsburg 0 WV (1 weniger) .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Bad Tölz 0 WV (1 weniger ) OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ostallgäu 0 WV( 1 weniger ) .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Unterallgäu 5 WV unverändert seit 12.12 OIE 5 WV H5N8 pos.
Roth 1 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 1 WV H5N8 pos.
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..
OIE 2 WV H5N8 pos.
(25 weniger als 12.12.)
– Straubing 0 WV (1 weniger als 12.12. )OIE 1 WV H5N8 pos.
– Aiching 0 WV (1 weniger) OIE 2 WV H5N8 pos.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– München 2 WV  unverändert seit 12.12 OIE 2 WV H5N8 pos.
– Ulm 0 WV (1 weniger als 12.12.) .OIE 1 WV H5N8 pos.
– Erding 0 WV
(1 weniger als 12.12.) OIE  2  WV H5N8 pos.
– Donau Ries 1 WV unverändert seit 12.12. OIE 1 WV H5N8 pos.

Hessen Ges.:  4 WV   (OIE 4 WV)+ 1 HG unverändert seit 25.11
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG unveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 H5N8 pos.
Wetteraukreis 1 WVunveränd. seit 7.12.2016 OIE 1 WV H5N8 pos.
Darmstadt  1 WV OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 58  WV ( 4 weniger)  (OIE 56 WV)  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
OIE 6WV H5N8 pos.

-Nordwestmecklenburg 29 WV 1HG OIE 28 WV H5N8 pos.
-Rostock  2 WV(2 weniger) .OIE 4 WV H5N8 pos.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 0 WV (2 weniger) 6 HG   OIE 5  WV H5N8 pos.
-Vorpommern-Rügen 21 WV 1 HG  (3 weniger!!!) 
OIE 18 WV  H5N8 pos., 4 HG pos. versch. H5
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich kein meldepflichtiges LPAI oder HPAI
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 10 WV   (OIE 10 WV) 3 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11. OIE 2WV H5N8 pos
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos
-Hannover 2 WV  OIE 1 WV H5N8 pos
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
– Friesland 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos
– Nienburg 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos
– WIlhelmshaven 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 2 WV H5N8 pos
Rotenburg 1 WV (1 weniger) OIE 2 WV  pos
Stade 1 WV  unverändert seit12..12. OIE 1 WV  pos
– Vechta 1 HG
– Diepholz 1 HG
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 H5N8, 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten
Vechta 1 HG bedeutet:
8694 Puten davon 8496 Tiere vorbeugend gekeult
Diepholz  1 HG bedeutet:

Berlin   12 WV    (OIE 11 WV)

Bremen Ges.: 0 WV  ( 1 weniger) (OIE 1 WV)
-Bremerhaven  0 WV .OIE 1 WV H5N8  pos.
Der Fall ist lt. TSIS erloschen oder unbegründet.

Hamburg Ges.: 8 WV 1 HG OIE 8 WV  pos H5N8
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult
lt TSIS ist Fall erloschen oder unbegründet

Brandenburg Ges.: 3  WV,  (OIE 3 WV)1 HG unverändert seit 7.12.
– Potsdam 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 2 WV  pos H5N8
– Tetow 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Nordrhein Westfalen Ges.: 10 WV , 3 HG (OIE  8 WV)
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8

-Wesel 2 WVunverändert seit 7.12.OIE 3 WV  pos H5N8
-Ennepe-Ruhr 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos 
– Soest: 1 WV , 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos. H5N8
– Paderborn: 1 WV OIE 1 WV  pos. H5N8
–Steinfurt: 3 WV OIE 0 WV  pos. H5N8
Bielefeld: 1HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh: 1 HG OIE 0 WV  pos. H5N8
Gütersloh 1 HG bedeutet:
Rietberg 2800 Zuchtgänse und 21 Zuchtenten, davon 50 tot, 2821 vorbeugend gekeult
Soest  1 HG
21200 Puten davon 100 tot, 21100 vorbeugend gekeult.
lt Presse sind mindestens 2 weitere private Geflügelbestände (je unter 20 Hühner) vorbeugend vernichtet worden – wieviele von den übrigen „mehr als 100.000 Tieren“ der im 1 km Gürtel umliegenden Betriebe vorbeugend vernichtet wurden, ist nicht herauszufinden. Es können  theopretisch  je nach Ermessen des zuständigen Amtstierarztes Prof. Dr. Hopp durchaus alle „über 100.000“ vorbeugend gekeult worden sein.
Bielefeld  1 HG
hier ist noch nichts bekannt. Einziger Hinweis: in der FLI Liste steht  „Ente 1“ am 23.12.2016 in der Fallliste – die bezeichnung „Ente“ spricht für einen Hausgeflügelbestand, denn bei Wildvögeln stände „Wildenten“.

Sachsen Ges.: 13 WV  (OIE 10 WV)
-Leipzig 9 WV OIE 9 WV  pos H5N8
-Nordsachsen 2 WV  OIE 2 WV  pos. H5N8
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 7 WV  OIE 5 WV  pos H5N8

Sachsen-Anhalt Ges,; 2 HG  5 WV  (OIE 5 WV)
– Harz 1 WV, 1 HG unverändert seit 25.11. OIE 1 WV  pos. H5N8
-Jerichower Land 1 WV, 1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Saalekreis 3 WV  OIE 3 WV  pos 
Harz: 1 HG bedeutet : 
Quedlingburg : 38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung
Jerichower Land 1 HG bedeutet : 
Möser: 10.000 Enten, davon 400 tot, 9600 vorbeugend vernichtet

Schleswig Holstein Ges.: 54 WV    (OIE 111 WV) 4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 6 WV OIE 6 WV  pos H5N8
-Plön 20 WV  OIE 78 WV (8 weniger)  pos H5N8

-Rendsburg-Eckernförde 8 WVunverändert seit 7.12.OIE 8 WV  pos H5N8
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.OIE 8 WV  pos H5N8
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Dithmarschen 0 WV (1 weniger)   3 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Lübeck 3 WV,  1 HG OIE 1 WV  pos H5N8
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos H5N8
– Steinburg 3 WV unverändert seit 2.12.OIE 3 WV  pos H5N8
– Nordfriesland 1 WV unverändert seit 7.12. OIE  1 WV  pos H5N8
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
Gudendorf: wegen AUsnahmeantrag getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos.  2220 Gänse vorbeugend gekeult.
Lt Presse wurde zusätzlich ein Bestand von rund 1800 Tieren vorsorglich gekeult.
Dithmarschen  1 HG bedeutet: 
Krumstedt 71 Hennen, 2 Gänse, 26 Enten – 1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten) vernichtet
dieser Fall wurde (FLI) aufgehoben wegen erloschen oder unbegründet
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)

Thüringen Ges.: 2 WV
Greiz 2 WV lt OIE 2 WV  pos H5N8

Rheinland Pfalz Ges. 2 WV:
Ahrweiler 1 WV lt OIE 0 WV  pos H5N8
Koblenz 1 WV lt OIE 0 WV  pos H5N8

Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

lt FLI also aktiv 511 (OIE 586 H5N8 pos. best.  WV) tote Wildvogelfunde in ganz Deutschland, die positiv auf einen Aviären Influenzavirus (LPAI oder HPAI) getestet wurden seit Ausbruch der Krankheit!!!
28 HG (= mind. 200.000 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)
– davon mnd. 6 ganze Bestände nicht H5N8!!!

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

 

 

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 12.12. 17.15 Uhr bundesweit:

  H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogeleinträge: 541
(OIE 529 H5N8 pos. best.  WV)

Zum Vergleich:
Im Herbst ziehen rund 500 Millionen Zugvögel und Überwinterungsgäste durch unser Land

22 Haus- und Zoogeflügelbestände davon 6 nicht H5N8!!!!
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Es kann sein, dass deutlich mehr gesunde Bestände (so wie in Cloppenburg rund 100.000 Tiere) vorbeugend im Umkreis eines betroffenen Bestandes gekeult und entsorgt wurden. Da diese Tiere in keiner öffentlich zugänglichen Liste geführt werden, können wir nur da, wo es entsprechende Presseinfos zu gibt, Zahlen berücksichtigen.

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N2) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener, nicht meldepflichtiger  Typ nachgewiesen wurde.

Allerdings sind beim OIE sowohl gemeldete H5N8 Fälle einzeln aufgeführt, als auch Meldungen von bestätigten niedrig pathogenen H5 oder H7 Fällen. Die OIE Zahlen stehen hinter den FLI Zahlen in türkis markiert. Dort, wo wir Differenzen zwischen den TSIS und den OIE Fallzahlen (follow up Report 7) haben, haben wir diese unterstrichen.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 12.12. 17.15 Uhr TSIS/FLI
und OIE

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 309 WV  (OIE 261 WV) 1 HG
-Bodenseekreis 125WV unv. seit 7.12.2016 OIE 123 WV H5N8 pos.
– Emmendingen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 0 WV H5N8 pos.
-Konstanz 182 WV OIE 138 WV H5N8 pos.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 18.10.
– Sigmaringen 1 WV unveränd. seit 7.12.2016 OIE 0 WV H5N8 pos.

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 70 WV  (OIE 70 WV)
-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12. OIE 13 H5N8
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11. OIE 0 WV H5N8 pos.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11. OIE 5 WV H5N8 pos.
-Traunstein 11 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
-Ingolstadt 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 0 WV H5N8 pos.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11. OIE 6 WV H5N8 pos.
-Landsberg 4 WV unverändert seit 28.11.OIE 4 WV H5N8 pos.
-Nürnberg 3 WV unverändert seit 2.12.OIE 3 WV H5N8 pos.
-Miesbach 2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Bad Tölz 1 WV unverändert seit 28.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.OIE 2 WV H5N8 pos.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV H5N8 pos.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV H5N8 pos.
– Unterallgäu 4 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
Roth 1 WV unveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..OIE 27 WV H5N8 pos.
– Straubing 1WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Aiching 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– München 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Ulm 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Erding 1 WV
unverändert seit 2.12.OIE 1 WV H5N8 pos.
– Donau Ries 1 WV OIE 0 WV H5N8 pos.

Hessen Ges.:  3 WV   (OIE 3 WV)+ 1 HG unverändert seit 25.11
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG unveränd. seit 7.12.2016OIE 1 H5N8 pos.
Wetteraukreis 1 WVunveränd. seit 7.12.2016OIE 0 WV H5N8 pos.
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 62  WV  (OIE 51WV)  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
OIE 6WV H5N8 pos.

-Nordwestmecklenburg 26 WV 1HG unverändert seit 7.12.
OIE 24 WV H5N8 pos.

-Rostock  4 WV unverändert seit 28.11.OIE 4 WV H5N8 pos.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 6 HG 2 WV  OIE 5  WV H5N8 pos.
-Vorpommern-Rügen 4 HG  16 WV
OIE 13 WV H5N8 pos.
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. H5N8 beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde – pos. H5N8
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4  H5N8, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Enten,)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 7 H5N8, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich kein meldepflichtiges LPAI oder HPAI
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle H5N8,  205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 H5N8, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall H5N8, 14 vorbeugend (Hühner, Gänse, Schwäne) lt OIE 7 vorbeugend getötet
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 H5N8, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15  H5N8 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 10 WV   (OIE 4 WV) 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11. OIE 2WV H5N8 pos
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 0 WV  pos
-Hannover 1 WV unverändert seit 28.11 OIE 1 WV H5N8 pos
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
– Friesland 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos
– Nienburg 1 WV unverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos
– WIlhelmshaven 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 1WV H5N8 pos
Rotenburg 2 WVOIE 0 WV  pos
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 H5N8, 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Berlin   10 WV    (OIE 7 WV) unverändert seit 2.12. 

Bremen Ges.: 1 WV  (OIE 1 WV)
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV H5N8  pos

Hamburg Ges.: 8 WV 1 HG OIE 6 WV  pos H5N8
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 2 H5N8, 1 vorsorglich
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 3  WV,  (OIE 1 WV)1 HG unverändert seit 7.12.
– Potsdam 2 WV unverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Tetow 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 0 WV  pos H5N8
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung 8 x positiv auf H5N1
(gesunde Tiere)  kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 621 Tiere !
Weitere Infos zu diesem Fall

Nordrhein Westfalen Ges.: 7 WV  (OIE 4 WV)
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8

-Wesel 3 WVunverändert seit 7.12.OIE 1 WV  pos H5N8 (Greifvogel)
-Ennepe-Ruhr 1 WVunverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos 
– Soest: 1 WV unverändert seit 28.11OIE 1 WV  pos H5N8
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos. H5N8

Sachsen Ges.: 13 WV  (OIE 10 WV)
-Leipzig 8 WV OIE 7 WV  pos H5N8
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos. H5N8
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 4 WVunverändert seit 7.12..OIE 2 WV  pos H5N8

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  3 WV  (OIE 1 WV)
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8
– Saalekreis 2 WVunverändert seit 7.12.OIE 0 WV  pos 
Harz: 1 HG bedeutet : 
38 Verdacht, 1 H5N8  37 vorbeugend
private Hühnerhaltung

Schleswig Holstein Ges.: 47 WV    (OIE 110 WV) 4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Plön 19 WV  OIE 86 WV  pos H5N8

-Rendsburg-Eckernförde 8 WVunverändert seit 7.12.OIE 5 WV  pos H5N8
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.OIE 7 WV  pos H5N8
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.OIE 5 WV  pos H5N8
-Dithmarschen 1 WV   3 HG OIE 0 WV  pos H5N8
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.OIE 1 WV  pos H5N8
– Steinburg 3 WV unverändert seit 2.12.OIE 1 WV  pos H5N8
– Nordfriesland 1 WVunverändert seit 7.12.IE 0 WV  pos H5N8
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
wegen AUsnahmeantrag getestet: , 50  gesunde Tiere H5N2 pos.  2220 Gänse vorbeugend gekeult.
Lt Presse wurde zusätzlich ein Bestand von rund 1800 Tieren vorsorglich gekeult.
Dithmarschen  1 HG bedeutet: 
Krumstedt 71 hennen, 2 Gänse, 26 Enten – 1 Tier positiv H5N2 , 99 Tiere vorbeugend gekeult.

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 pos H5N8,  92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten)
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000 H5N8, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)

Thüringen Ges.: 1 WV
Greiz 1 WV lt OIE O WV  pos H5N8

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

lt FLI also 541 (OIE 529 H5N8 pos. best.  WV) tote Wildvogelfunde in ganz Deutschland, die positiv auf einen Aviären Influenzavirus (LPAI oder HPAI) getestet wurden seit Ausbruch der Krankheit!!!
22 HG (= mind. 170.000 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)
– davon 6 ganze Bestände nicht H5N8!!!

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

unser Hinweis:

Es gibt NIRGENDS Angaben darüber, wieviele gesunde Tiere bei den zahlreichen, niedrigpathogenen Befunden in verschiedenen Beständen und bei Befunden, die sich später als negativ herausstellten, noch tatsächlich vorbeugend getötet wurden.
Es kann sich hier durchaus noch mal um mehrere tausend Tiere handeln (die 100.000 in Cloppenburg sind uns auch nur aufgrund der Presseberichte bekannt geworden!)

 

 

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 7..12.2016 12.30 Uhr bundesweit:

  H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogelfunde: 482 Stück
(davon allein 282 Wildenten und 43 andere Wildvögel  am Bodensee)
das macht ganze 157 Wildvögel für den gesamten Rest Deutschlands
bei Millionen Wildvögeln, die zur Zeit über unser Land ziehen

H5 oder H7  pos. mind. 1 Tier pro Bestand verdächtigt und bestätigt  in 22 Haus- und Zoogeflügelbestände
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Es kann sein, dass deutlich mehr gesunde Bestände (so wie in Cloppenburg rund 100.000 Tiere) vorbeugend im Umkreis eines betroffenen Bestandes gekeult und entsorgt wurden. Da diese Tiere in keiner öffentlich zugänglichen Liste geführt werden, können wir nur da, wo es entsprechende Presseinfos zu gibt, Zahlen berücksichtigen.

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N3) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener Typ nachgewiesen wurde.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 7.12.2016  12.30 Uhr TSIS/FLI
und OIS

WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 273 WV  1 HG
( von den WV 230  Wildenten,
43 sonstige WV)
-Bodenseekreis 125WV
– Emmendingen 1 WV
-Konstanz 148 WV
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 18.10.
– Sigmaringen 1 WV

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 68 WV (52 Wildenten, 16 sonstige WV)
-Lindau 7 WV  unverändert seit 2.12.
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Traunstein 11 WV
-Ingolstadt 1 WV unverändert seit 2.12.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11.
-Landsberg 4 WV unverändert seit 28.11.
-Nürnberg 3 WV unverändert seit 2.12.
-Miesbach 2 WV unverändert seit 28.11.
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Bad Tölz 1 WV unverändert seit 28.11.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Unterallgäu 4 WV
– Roth 1 WV
– Weilheim 2 WV  unverändert seit 2.12..
– Straubing 1WV unverändert seit 2.12.
– Aiching 1 WV unverändert seit 2.12.
– Hof 1 WV unverändert seit 2.12.
– München 1 WV unverändert seit 2.12.
– Ulm 1 WV unverändert seit 2.12.
– Erding 1 WV
unverändert seit 2.12.

Hessen Ges.:  3 WV + 1 HG
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.
Hochtaunuskreis 1 HG
Wetteraukreis 1 WV
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 56  WV  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordwestmecklenburg 26 WV 1HG
-Rostock  4 WV unverändert seit 28.11.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 6 HG 6 WV  (HG  unverändert seit 25./28.)
-Vorpommern-Rügen 4 HG  14 WV
  (HG unverändert seit 25.11.)
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde –
141 Verdachtsfälle, 1 Emu pos. verendet
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4 Fälle/getötet/tot, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Gänse)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 19 Fälle, 7 tot, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich nicht H5N8 bestätigt
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle/getötet/tot, 205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 Fälle/getötet/tot, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall/getötet/tot, 14 vorbeugend (Enten, Gänse, Schwäne,Eulen)
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 pos. beprobt, 47 getötet, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15 verstorben, 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 8 WV 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11.
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.
-Hannover 1 WV unverändert seit 28.11
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
– Friesland 1 WV
– Nienburg 1 WV
– WIlhelmsheven 2 WV
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 Fälle/getötet/tot , 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Berlin   10 WV  unverändert seit 2.12.

Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.

Hamburg Ges.: 8 WV 1 HG
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 3 Fälle/getötet/tot
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 3  WV, 1 HG
– Potsdam 2 WV
– Tetow 1 WV
– Oberhavel 1 HG
Oberhavel 1 HG bedeutet:
1 von 48 Beprobungen aufgrund Antrag auf Ausnahmegenehmigung positiv auf H5N1
kompletter Ziergeflügelbestand inklusive streng geschützter Arten vorbeugend gekeult 500 Tiere !

Nordrhein Westfalen Ges.: 7 WV
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.

-Wesel 3 WV
-Ennepe-Ruhr 1 WV
– Soest: 1 WV unverändert seit 28.11
Dortmund 1 WV unverändert seit 2.12.

Sachsen Ges.: 12 WV
-Leipzig 7 WV unverändert seit 2.12.
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 4 WV

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  3 WV
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.
– Saalekreis 2 WV
Harz: 1 HG bedeutet : 
38 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot, 37 vorbeugend
private Hühnerhaltung

Schleswig Holstein Ges.: 47 WV   4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Plön 15 WV unverändert seit 2.12.

-Rendsburg-Eckernförde 8 WV
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Dithmarschen 1 WV   3 HG
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Steinburg 3 WV unverändert seit 2.12.
– Nordfriesland 1 WV
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 x 1800 und 1 x 2000 Gänse vorsorglich gekeult
Dieser Bestand taucht nicht in der OIE Liste auf, wurde also nicht auf H5N8 bestätigt.
Dithmarschen  1 HG bedeutet: 
Ein Bestand in Dithmarschen. Es muss ein niedrig pathogener Nachweis gewesen sein, da der Bestand nicht beim OIE auftaucht. Nähere Angaben über Anzahl gesunf gekeulter Tiere sind noch nicht vorhanden

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 Fälle/getötet/tot, 92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten)
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000Fälle/getötet/tot, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)


Thüringen Ges.: 0

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

482 WV   das sind ganze 21 WV mehr, als am 2.12.2016
davon 282 Wildenten und 43 sonstige WV allein am Bodensee – also ganze 153 Wildvögel im gesamten Rest Deutschlands seit Ausbruch der „Seuche“.
22 HG (= mind. 157.698 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.

In den OIE Listen werden lediglich H5N8 bestätigte Fälle aufgeführt. Dadurch kommt es zu Abweichungen von der TSIS Liste.
Es wir in der OIE aufgeführt, wieviele Verdachtsfälle, wieviele Beprobungen, wieviele „tot“ (ohne Angabe von getötet oder verendet) und wieviele vorbeugend gekeult wurden. Es ist unklar, wieviele der positiv beprobten Tiere auch positiv bestätigt wurden. Theoretisch kann es ein einziges Tier gewesen sein.


Es gibt NIRGENDS Angaben darüber, wieviele gesunde Tiere bei den zahlreichen, niedrigpathogenen Befunden in verschiedenen Beständen und bei Befunden, die sich später als negativ herausstellten, noch tatsächlich vorbeugend getötet wurden.
Es kann sich hier durchaus noch mal um mehrere tausend Tiere handeln (die 100.000 in Cloppenburg sind uns auch nur aufgrund der Presseberichte bekannt geworden!)


Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 2.12..2016 13.00 Uhr bundesweit:

  H5 oder H7 positiv bestätigte Wildvogelfunde: 461 Stück
(davon allein 274 Wildenten am Bodensee)
bei Millionen Wildvögeln, die zur Zeit über unser Land ziehen

H5 oder H7  pos. mind. 1 Tier verdächtig 21 Haus- und Zoogeflügelbestände
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Die folgenden Zahlen werden vom FLI nicht bekannt gegeben
wir haben sie überwiegend den OIE Auswertungen entnommen. Wo wir zusätzlich auf Presseinformationen zurück gegriffen haben, haben wir das entsprechend vermerkt:

In den 21 Beständen wurden mind. 156.698  gesunde Tiere vorbeugend gekeult und in den Müll geworfen plus 1 nicht H5N8 infizierten Bestand, über den es keine Zahlen gibt
Es wurden mind. 100 Zoovögel vorbeugend gekeult.  In einem Bestand waren  2 Zoo-Fasane H7N3 !!!  positiv bestätigt.

Es kann sein, dass deutlich mehr gesunde Bestände (so wie in Cloppenburg rund 100.000 Tiere) vorbeugend im Umkreis eines betroffenen Bestandes gekeult und entsorgt wurden. Da diese Tiere in keiner öffentlich zugänglichen Liste geführt werden, können wir nur da, wo es entsprechende Presseinfos zu gibt, Zahlen berücksichtigen.

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N3) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener Typ nachgewiesen wurde.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 2.12.2016  13.00 Uhr TSIS/FLI


WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 261 WV  1 HG
( von den WV 220  Wildenten,
41 sonstige WV)
-Bodenseekreis 123WV
-Konstanz 138 WV
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 18.10.

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 63 WV (47 Wildenten, 16 sonstige WV)
-Lindau 7 WV  6 weniger als am 25.11.
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Traunstein 10 WV unverändert seit 25.11.
-Ingolstadt 1 WV 1 weniger seit 25.11.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11.
-Landsberg 4 WV unverändert seit 28.11.
-Nürnberg 3 WV
-Miesbach 2 WV unverändert seit 28.11.
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Bad Tölz 1 WV unverändert seit 28.11.
– Ebersberg: 2 WV unverändert seit 28.11.
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Unterallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Weilheim 1 WV unverändert seit 25.11.
– Straubing 1WV
– Aiching 1 WV
– Hof 1 WV
– München 1 WV
– Ulm 1 WV
– Erding 1 WV

Hessen Ges.:  2 WV + 1 HG
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.
Hochtaunuskreis 1 HG
Hochtaunuskreis 1 HG bedeutet:
Zoo: 6 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot  (Pelikan)

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 53  WV  12HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordwestmecklenburg 25 WV 1HG
-Rostock  4 WV unverändert seit 28.11.
-Ludwigslust  1 HG unverändert seit 28.11.
Vorpommern-Greifswald 6 HG 5 WV  ( unverändert seit 25./28.)
-Vorpommern-Rügen 4 HG  13 WV
  (HG unverändert seit 25.11.)
Ludwigslust 1 HG bedeutet: 
1 Tier pos. beprobt + getötet, 97 Tiere vorbeugend getötet
19 Hühner, 29 Gänse, 50 Tauben

Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo Ückermünde –
141 Verdachtsfälle, 1 Emu pos. verendet
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet:
1. Mesekenhagen: 58 Verdachtsfälle, 32 Fälle/getötet/tot, 26 vorbeugend getötet  (45 Hennen, 13 Enten)
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   30 Verdacht, 4 Fälle/getötet/tot, 26 vorsorglich getötet (28 Hühner, 2 Gänse)
4.Neu Boltenhagen 56 Verdacht, 19 Fälle, 7 tot, 49 vorbeugend getötet (54 Hühner, 2 Enten)
5. über diesen Bestand wurden keine Angaben gefunden – taucht nicht in der OIE Liste auf, war also offensichtlich nicht H5N8 bestätigt
Nordwestmecklenburg  1 HG bedeutet:
Neukloster: 329 Verdachtsfälle, 124 Fälle/getötet/tot, 205 vorbeugend getötet  (311Hennen, 7 Enten, 11 Gänse)


Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Verdacht, 6 Fälle/getötet/tot, 68 vorbeugend  getötet (19 Legehennen, 33 Enten, 22 Tauben)
2. Sassnitz  Zoo 15 Verdacht,  1 Fall/getötet/tot, 14 vorbeugend (Enten, Gänse, Schwäne,Eulen)
3. Glöwitz bei Barth   121 Verdacht 47 pos. beprobt, 47 getötet, 74 vorbeugend (77 Hühner, 4 Enten, 40 Tauben)
4. Sundhagen 74 Verdacht, 15 verstorben, 59 vorbeugend getötet (36 Hühner, 38 Enten)

Niedersachsen Ges.: 4 WV 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11.
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.
-Hannover 1 WV unverändert seit 28.11
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
Cloppenburg 1 HG bedeutet:
Barßel 15.975 Verdacht, 50 Fälle/getötet/tot , 15925 vorbeugend gekeult
Cloppenburg  laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich im Umkreis gekeulter, gesunder, nicht getesteter  Puten

Berlin   10 WV

Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.

Hamburg Ges.: 7 WV 1 HG
Hamburg 1 HG bedeutet:
Zoo: 310
Verdacht, 3 Fälle/getötet/tot
plus lt Presse 20 Gänse vorsorglich gekeult

Brandenburg Ges.: 1 WV
– Potsdam 1 WV unverändert seit 28.11.

Nordrhein Westfalen Ges.: 4 WV
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.

-Wesel 1 WV unverändert seit 25.11.
– Soest: 1 WV unverändert seit 28.11
Dortmund 1 WV

Sachsen Ges.: 10 WV
-Leipzig 7 WV
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 2 WV

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  1 WV
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.
Harz: 1 HG bedeutet : 
38 Verdacht, 1 Fälle/getötet/tot, 37 vorbeugend
private Hühnerhaltung

Schleswig Holstein Ges.: 44 WV   4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Plön 15 WV

-Rendsburg-Eckernförde 7 WV
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Dithmarschen 1 WV   2 HG unverändert seit 25.11.
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Steinburg 3 WV
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 x 1800 und 1 x 2000 Gänse vorsorglich gekeult
Dieser Bestand taucht nicht in der OIE Liste auf, wurde also nicht auf H5N8 bestätigt.

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet: 
110 Verdacht, 18 Fälle/getötet/tot, 92 vorbeugend
(Enten, Gänse und Puten)
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet: 
Grumby/Twedt 36000 Verdacht, 3000Fälle/getötet/tot, 33000  vorbeugend  (Zuchthühner)


Thüringen Ges.: 0

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

461 WV   (274 Wildenten in Ba Wü + Bayern, 187 WV Rest)
21 HG (= mind. 156.698 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)

Quellen: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
                   OIE
                   div. Presse

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.

In den OIE Listen werden lediglich H5N8 bestätigte Fälle aufgeführt. Dadurch kommt es zu Abweichungen von der TSIS Liste.
Es wir in der OIE aufgeführt, wieviele Verdachtsfälle, wieviele Beprobungen, wieviele „tot“ (ohne Angabe von getötet oder verendet) und wieviele vorbeugend gekeult wurden. Es ist unklar, wieviele der positiv beprobten Tiere auch positiv bestätigt wurden. Theoretisch kann es ein einziges Tier gewesen sein.


  In
Sachsen Anhalt und Bremen gab es seit unserer Auswertung am 25.11.2016 keine Veränderungen mehr. In Niedersachsen und Brandenburg seit unserer Auswertung am 28.11. keine weiteren Veränderungen.
In Thüringen, Rheinland Pfalz und Saarland wurden sowieso noch überhaupt keine Vögel gefunden.

Die aktuellen Fallzahlen des Friedrich Löffler Instituts
ergeben seit Ausbruch der Seuche bis 28.11.2016 11.45 Uhr bundesweit:

Influenza positiv bestätigte Wildvogelfunde: 420 Stück
(davon allein 262 Wildenten am Bodensee)
bei Millionen Wildvögeln, die zur Zeit über unser Land ziehen

H5N8 positiv mind. 1 Tier verdächtig 17 Hausgeflügelbestände
(es reicht 1 Verdachtstier, um den gesamten Bestand zu keulen)

Die folgenden Zahlen werden vom FLI nicht bekannt gegeben
wir haben sie den Medien entnommen:

In den 17 Beständen wurden mind. 232.277 gesunde Tiere vorbeugend gekeult und in den Müll geworfen plus 3 Bestände über die es keine Zahlen gibt
Zusätzlich wurden 86 Zoovögel vorbeugend gekeult, von denen ausschließlich 2 Zoo-Fasane H7N3 !!! positiv bestätigt und der Rest lediglich getestet wurde.

Bestätigt positive  Influenza  Befunde in den 17 Hausgeflügelbeständen gab es mindestens 40 Tiere

Wie uns Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 persönlich in Kiel bestätigte,  wird in der TSIS Datenbank  jeder bestätigte Fall von AI mit H5 oder H7 aufgeführt. Das betrifft sowohl hochpathogene (z.B. H5N8)  als auch  niedrigpathogene (z.B. H7N3) aviärer Influenzaviren. Es ist also aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wieviele Wildvögel und HG Bestände noch von den angegebenen Zahlen runter zu rechnen sind, da ein anderer, als H5N8 Influenza Virus, ggf. auch niedrig pathogener Typ nachgewiesen wurde.

Zahlen positiv beprobter Wildvögel und Hausgeflügelbeständen  für ganz Deutschland  seit Beginn des Ausbruchs der Seuche im Einzelnen
Stand 28.11.2016  11.45 Uhr TSIS/FLI


WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 251 WV  1 HG
( von den WV 214  Wildenten,
37 sonstige WV)
-Bodenseekreis 119WV
-Konstanz 132 WV unverändert seit 25.11.
-Mannheim 1 i. Gefangensch. geh. Vogel aller Art unveränd. seit 25.11

Mannheim: ein in Gef.geh.Vogel bedeutet lt. Medien
:

2 verendete Fasane im Zoo Louisenpark wurden H7N3 !!!(=gering krank machendes Influenzavirus) pos. getestet und vom FLI bestätigt.
In den folgenden Tagen wurden erst 34 (Enten, Pfauen, Fasane) , dann 52 weitere Vögel H7N3 positiv gestestet und vorbeugend getötet. Gesamt: 86 vorsorglich gekeulte Zoovögel, die lediglich H7N3, also niedrigpathogen positiv getestet (nicht bestätigt?) wurden.

Bayern Ges.: 63 WV (48 Wildenten, 15 sonstige WV)
-Lindau 13 WV unverändert seit 25.11.
– Rosenheim 11 WV unverändert seit 25.11.
-Starnberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Traunstein 10 WV unverändert seit 25.11.
-Ingolstadt 2 WV unverändert seit 25.11.
-Freising 6 WV unverändert seit 25.11.
-Landsberg 4 WV
-Nürnberg 2 WV unverändert seit 25.11.
-Miesbach 2 WV
– Augsburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Bad Tölz 1 WV
– Ebersberg: 2 WV
– Landshut 1 WV unverändert seit 25.11.
– Ostallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Starnberg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Unterallgäu 1 WV unverändert seit 25.11.
– Weilheim 1 WV unverändert seit 25.11.

Hessen Ges.:  2 WV
Franfurt 1 WV unverändert seit 25.11.
Waldeck 1 WV unverändert seit 25.11.

Mecklenburg Vorpommern Ges.: 38  WV  11HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordwestmecklenburg 15 WV  unverändert seit 25.11.
-Rostock  4 WV
-Ludwigslust  1 HG (Masthahn/-huhn einschl. d. hierf. best. Kük.)
Vorpommern-Greifswald 6 HG 5 WV  (WV unverändert)
-Vorpommern-Rügen 4 HG  8 WV
  (HG unverändert)
Ludwigslust 1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
90 Tiere getötet
Vorpommern Greifswald  1 HG (Emu) bedeutet:
1 verendeter Emu im Zoo –
Vorpommern Greifswald  5 HG bedeutet laut Medien:
1. Mesekenhagen 31 Hühner verendet, 18 Hühner + 8 Enten vorsorglich gekeult
2. Mesekenhagen 1 Tier Schnelltest, bestätigt  H5N2, vorbeugend gekeult ungetestet 30 Hühner, 3 Gänse, 2 Puten, 20 Enten
Gesamt: 55 Tiere
3.Neu Boltenhagen   „ein paar“ Tiere verendet, Rest  gekeult Ges. 56 Tiere
4.Neu Boltenhagen 30 Tiere vorsorglich gekeult
5.keine weiteren Angaben gefunden

Vorpommern Rügen  4 HG bedeutet laut Medien: 
1. Sundhagen 74 Enten, Hühner und Tauben gekeult
2. Sassnitz  Tierpark 1 infiziertes Tier gefunden weitere Vögel ohne Mengenangabe
3. Glöwitz bei Barth   117 Hühner und Tauben
4. keine weiteren Angaben gefunden

Niedersachsen Ges.: 4 WV 1 HG
-Peine 2 WV unverändert seit 25.11.
-Osnabrück 1 WV unverändert seit 25.11.
-Hannover 1 WV
– Cloppenburg 1 HG unverändert seit 25.11.
Cloppenburg 1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
100.000 Stück vorsorglich gekeulter Puten

Berlin   6 WV (alles Schwäne) unverändert seit 25.11.

Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV unverändert seit 25.11.

Hamburg Ges.: 6 WV unverändert seit 25.11.

Brandenburg Ges.: 1 WV
– Potsdam 1 WV

Nordrhein Westfalen Ges.: 3 WV
-Hagen1 WV unverändert seit 25.11.
-Wesel 1 WV unverändert seit 25.11.
– Soest: 1 WV

Sachsen Ges.: 8 WV
-Leipzig 6 WV unverändert seit 25.11.
-Nordsachsen 1 WV unverändert seit 25.11.
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 1 WV unverändert seit 25.11.

Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  1 WV
– Harz 1 HG unverändert seit 25.11.
-Jerichower Land 1 WV unverändert seit 25.11.
Harz: 1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 Huhn bestätigt infiziert, 37 vorsorglich gekeult

Schleswig Holstein Ges.: 36 WV   4  HG 
-Herzogtum Lauenburg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Plön 11 WV unverändert seit 25.11.
-Rendsburg-Eckernförde 4 WV unverändert seit 25.11.
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG unverändert seit 25.11.
-Segeberg 5 WV unverändert seit 25.11.
-Dithmarschen 1 WV   2 HG unverändert seit 25.11.
– Lübeck 1 HG unverändert seit 25.11.
– Flensburg 1 WV unverändert seit 25.11.
– Steinburg 1 WV
Dithmarschen  2 HG bedeutet laut Medienberichten: 
1 x 1800 und 1 x 2000 Gänse vorsorglich gekeult

Lübeck Stadt  1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
18 verendete Puten, 100 vorsorglich gekeulte Enten, Gänse und Tauben
Schleswig/Flensburg   1 HG bedeutet laut Medienberichten: 
2000 Hühner gestorben, 28.000 vorsorglich gekeult


Thüringen Ges.: 0

Rheinland Pfalz Ges.: 0
Saarland Ges.: 0

Gesamtergebnis:

421 WV   (262 Wildenten in Ba Wü + Bayern, 159 WV Rest)
18 HG (= über 220.000 gesunde Tiere vorbeugend gekeult)
(von den WV 262 Wildenten in BaWü +Bay.
Rest  bundesweit 159 WV
)

Quelle: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.


In Hessen, Hamburg, Berlin, Sachsen, Sachsen Anhalt, und Bremen gab es seit unserer AUswertung am 25.11.2016 keine Veränderungen mehr.
In Thüringen, Rheinland Pfalz und Saarland wurden sowieso noch überhaupt keine Vögel gefunden.

 

Zahlen für ganz Deutschland  Stand 25.11.2016 Stand 17.47 Uhr
WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg  Ges.: 247 davon 212   Wildenten
-Bodenseekreis 114 WV
-Konstanz 132 WV
-Mannheim 1 in Gefangenschaft gehaltener Vogel aller Art
Bayern Ges.: 59 WV
-Lindau 13 WV
– Rosenheim 11 WV
-Starnberg 5 WV
-Traunstein 10 WV
-Ingolstadt 2 WV
-Freising 6 WV
-Landsberg 3 WV
-Nürnberg 2 WV
-Rest: 7 WV
Hessen Ges.:  2 WV
Franfurt 1 WV
Waldeck 1 WV
Mecklenburg Vorpommern Ges.: 35 WV  9HG
-Mecklenburgische Seenplatte 6 WV
-Nordwestmecklenburg 15 WV
-Rostock  3 WV
Vorpommern-Greifswald 5 HG 5 WV
-Vorpommern-Rügen 4 HG  6 WV

Niedersachsen Ges.: 3 WV 1 HG
-Peine 2 WV
-Osnabrück 1 WV
– Cloppenburg 1 HG
Berlin   5 WV
Bremen Ges.: 1 WV
-Bremerhaven  1 WV
Hamburg Ges.: 6 WV
Hessen Ges.: 2 WV
-Waldeck-Frankenberg  1WV
Frankfurt 1 WV
Nordrhein Westfalen Ges.: 1 WV
-Hagen1 WV
-Wesel 1 WV
Sachsen Ges.: 7 WV
-Leipzig 5 WV
-Nordsachsen 1 WV
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 1 WV
Sachsen-Anhalt Ges,; 1 HG  1 WV
– Harz 1 HG
-Jerichower Land 1 WV
Schleswig Holstein Ges.: 34 WV   3 HG  1 unbekannt
-Herzogtum Lauenburg 5 WV
-Plön 11 WV
-Rendsburg-Eckernförde 4 WV
-Schleswig-Flensburg 7 WV   1 HG
-Segeberg 5 WV
-Dithmarschen 1 WV   2 HG
– Lübeck 1 (keine Angabe ob Hausgeflügelbestand oder WV)
– Flensburg 1 WV

Gesamtergebnis: 403 WV   14 HG  1 ohne Angabe ob WG / HG
(von den WV 212 Wildenten in BaWü
)

Quelle: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage

unser Hinweis:

die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand.
Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden
.

Beispiel: bei dem unter Schleswig/Flensburg aufgeführten 1 HG wissen wir aus der Presse, dass in Grumby über 30000 Tiere getötet wurden. Aufgrund wievieler Stichproben mit positivem Verdachtsbefund gekeult wurde und wieviele Tiere davon dann tatsächlich positiv bestätigt wurden, wird nirgends angegeben.

Von den seit Ausbruch des H5N8 Virus bis heute bundesweit gefundenen 403 Wildvogelfälle, waren 306 allein in Baden Württemberg und Bayern. Nur die verbleibenden 97 gefundenen Wildvögel verteilen sich über die restlichen Bundesländer.

Info: bei gekeulten Beständen mit Tieren von knapp unter 1000 bis ein paar 1000 Tieren, sprechen die Politiker in der Presse von „Klein- und Kleinstbeständen
Der spunghafte Anstieg der WV Zahlen in BaWü ist auffällig. Von allen dort aufgeführten Tieren waren es 212 Wildenten.
Hier wäre es höchst interessant, die Todesursache zu erfahren (Totfunde? Jagdstrecke?)
Sollte dieser Anstieg am Bodensee hinsichtlich der Trinkwassersicherheit evtl.Anlass zur Sorge sein?

Ebenfalls auffällig ist, dass bei allen gefundenen Tieren bundesweit bis heute  keine Fasane (Hühnervögel!)  gefunden wurden.
Die Bundesländer, die die höchsten Wildvogelfunde zu verzeichnen haben, haben keine Hausgeflügelausbrüche, obwohl dort tw. erst spät überhaupt landesweite Stallpflicht ausgerufen wurde.
Die Bundesländer mit Ausbrüchen in Hausgeflügelbeständen  haben sehr niedrige Wildvogelbefunde .

Zahlen für ganz Deutschland  Stand 21.11.2016
WV = Wildvögel,  HG = Anzahl Hausgeflügelbestände

Baden Württemberg
-Bodenseekreis 58 WV
-Konstanz 36 WV
Bayern
-Lindau 11 WV
– Rosenheim 12 WV
-Starnberg 2 WV
-Traunstein 10 WV
-Rest: 10 WV
Hamburg 3 WV
Hessen 1WV
Mecklenburg Vorpommern
-Mecklenburgische Seenplatte 5 WV
-Nordwestmecklenburg 11 WV
-Rostock, Stadt 1 WV
Vorpommern-Greifswald 3 HG 2 WV
-Vorpommern-Rügen 4 HG 4WV

Niedersachsen
-Peine 1 WV
Berlin 1 WV
Bremen
-Bremerhaven  1 WV
Hamburg 3 WV
Hessen
-Waldeck-Frankenberg  1WV
Nordrhein Westfalen
-Hagen1 WV
-Wesel 1 WV
Sachsen
-Leipzig 1WV
-Leipzig, Stadt 1 WV
-sächs. Schweiz Osterzgebirge 1 WV
Schleswig Holstein
-Herzogtum Lauenburg 4 WV
-Plön 7 WV
-Rendsburg-Eckernförde 2 WV
-Schleswig-Flensburg 3 WV   1 HG
-Segeberg 3 WV
-Dithmarschen 1 WV   2 HG
-Segeberg 3 WV

Gesamtergebnis: 10 HG  201 Wildvögel

Quelle: TSIS Friedrich Löffler Institut Tierseuchenabfrage
unser Hinweis:
die Zahlen Hausgeflügel und Wildvögel sind mit den bereitgestellten Daten des FLI nicht zu vergleichen. Bei den Wildvögeln wird jedes einzelne Tier angegeben, bei den Hausgeflügeln bedeutet „1HG“ einen kompletten Bestand. Hierbei wird weder angegeben,  wie groß der Bestand konkret war, noch,  wieviele Tiere des Bestandes beprobt wurden, wieviele einen positiven Befund hatten und wieviele getötet wurden.
Beispiel: bei dem unter Schleswig/Flensburg aufgeführten 1 HG wissen wir aus der Presse, dass in Grumby über 30000 Tiere getötet wurden. Aufgrund wievieler Stichproben mit positivem Verdachtsbefund gekeult wurde und wieviele Tiere davon dann tatsächlich positiv bestätigt wurden, wird nirgends angegeben.

Zahlen für ganz Deutschland, Stand 18.11.2016, 12:45:
WV = Wildvögel,  HG = Hausgeflügel

Baden Württemberg
-Bodenseekreis 68 WV
-Konstanz 80 WV
Bayern
-Lindau 12 WV
-Rosenheim 8 WV
-Starnberg 2 WV
-Traunstein 10 WV
Hessen
-Waldeck-Frankenberg 1 WV

Mecklenburg-Vorpommern
-Mecklenburgische Seenplatte 5 WV

-Nordwestmecklenburg 4 WV
-Rostock, Stadt 1 WV
Vorpommern-Greifswald 1 HG 5 WV
-Vorpommern-Rügen 2 HG 4WV

Niedersachen
-Peine 1 WV
Nordrhein-Westfalen
-Wesel 1 WV
Sachsen
-Leipzig 2 WV
-Leipzig, Stadt 1 WV

Schleswig-Holstein
-Herzogtum Lauenburg 2 WV
-Lübeck, Stadt 1 HG
-Plön 6 WV

-Rendsburg-Eckernförde 3 WV
-Schleswig-Flensburg 1 HG
-Segeberg 2 WV

Gesamtergebnis: 5 Hausgeflügel 221 Wildvögel

Quelle: Friedrich Löffler Institut, Risikoeinschätzung zum Auftreten von HPAIV H5N8 in Deutschland, S. 4

Beispiel Zahlen aus Bayern ab 2005
(interessant die Erklärungen in den Fußnoten unter der Statistik!)

Insgesamt wurde bei Wildgeflügel nur in drei Jahren Influenza H5 oder H7 nachgewiesen:
2009 von 1.095 Wildvögeln 1 Vogel
2007 von 3.428 Wildvögeln 19 Vögel
2006 von 9.561 Wildvögeln 74 Vögel

Hausgeflügel:
Außer 2007 nichts.
2007:
11.284 untersuchte Tiere, davon hatten 136 Tiere H5 oder H7
Das sind genau 1,2% aller untersuchten Tiere – erstaunlich wenig, dafür, dass auch das Virus damals hochpathogen eingestuft war.

Aktuelle Zahlen Bayern (18.11.2016):
Wildvögel 475 davon 55 H5 oder H7 positiv,
von den 55 sind  34  H5N8 positiv
Hausgeflügel 662 Influenza A      positiv: 0

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Fragen rund um die Vogelgrippe – Geflügelpest

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Fragen rund um die Vogelgrippe-Geflügelpest

während unserer Recherchearbeit werfen sich uns immer wieder Fragen auf, die wir uns nicht beantworten können.  Nachfolgend führen wir unsere Fragen auf:

Mit Datum vom 24.1.2017 stellt das FLI ein Papier FAQ ein,
welches viele unserer unten gestellten Fragen beantworten soll
_________________________________________________________________

Geflügelpest: infizierte Eule in Krempel gefunden
Da wird am 19. Dezember eine tote Eule gefunden,
Schnelltest offensichtlich positiv.
Am 23. Dezember stellt das FLI die Eule als positiv auf H5N8 bestätigt bei TSIS ein.
Am 28. Dezember berichtet Boyens Medien und teilt folgendes mit:
Die tierseuchenbehördliche Anordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel für das Gebiet in und um Krempel ist ab kommendem Freitag, 30. Dezember 2016, gültig.“

Sind wir hier eigentlich in Schilda? Am 23. wird dieser „hochgefährliche“ Erreger festgestellt, aber das Sperrgebiet, was wirtschaftlichen Schaden für die Betriebe bedeutet (oder werden sie auch hier entschädigt?), was Hunde- und Katzenhalter einschränkt, was privaten Hobbyhuhnhaltern noch längere Zwangsmaßnahmen beschert – dieses ach so wichtige Sperrgebiet zum Schutz gegen die Seuche wird ganze 11 Tage nach dem Fund des Vogels mal ganz gemütlich eingerichtet. Kann uns mal bitte irgendwer von denen, die für so eine Regelung verantwortlich sind erklären, was der tiefere Sinn hinter dieser Maßnahme ist?

Das war 2006 Vet-Magazin.com:
FLI testet erfolgreich zweiten Markerimpfstoff gegen Geflügelpest
…und wo ist er, der Influenza-Impfstoff, der 2007 in den Feldversuch gehen sollte und, so vermute ich mal, mehrere Millionen an Steuergeldern verschlungen hat?

Beitag Petra Marie im Hühnerforum #5972

http://www.vet-magazin.com/wissensch…st-Impfen.html
2007. Geht um Notimpfungen….
(Zitat)
obwohl in der europäischen Tierseuchengesetzgebung im Seuchenfall eine Notimpfung statt der Keulung erlaubt, ist von dieser Option aus zwei Gründen bisher nie Gebrauch gemacht worden:

  • Eine Impfung mit herkömmlichem Impfstoff erlaubt keine labordiagnostische Unterscheidung zwischen geimpften und infizierten Tieren. Daher sind geimpfte Tiere und ihre Produkte vom europaweiten Handel ausgeschlossen. Ein ruinöser Preisverfall wäre die Folge.

(Zitat Ende)

wie dem vorherigen Post zu entnehmen war, stand der erforderliche Markerimpfstoff aber angeblich schon vor zehn Jahren kurz vor der Marktreife…..Was genau ist daraus geworden? (Nicht nur wegen immenser finanzieller Mittel interessant, die da hinein geflossen sind)
und:

(Zitat):

  • Obwohl nach europäischem Recht neuartige Markerimpfstoffe eingesetzt werden könnten, und so geimpfte von infizierten Tieren unterschieden werden könnten, und obwohl die Produkte dieser Tiere unter bestimmten Bedingungen europaweit handelbar wären, besteht hinsichtlich der Akzeptanz dieser Produkte bei europäischen und insbesondere außereuropäischen Handelspartnern eine große Skepsis.

(Zitat Ende)

Genau! Die Impfstoffe müssten mittlerweile zur Verfügung stehen und dürften nach europäischen Recht als Notimpfung auch eingesetzt werden. Es muss doch für Hobbyhalter und Erhaltungszüchter ohne internationale Handelsbeziehungen möglich sein, darauf zurück zu greifen, anstatt der „vorbeugenden“ Keulung ihrer Tiere hilflos gegenüber zu stehen….Bei Pferden klappt das doch auch. Zur Schlachtung vorgesehen oder nicht. Du machst einenentsprechenden Eintrag im Equidenpass und gut ist. Warum sollte das in Verbindung mit der Betriebsnummer nicht möglich sein?!?!?!
Ich habe keine europäischen und aussereuropäischen Handelspartner und deren Befindlichkeiten sind mir, mit Verlaub, sch……egal. ob die skeptisch sind oder nicht, tangiert mich nicht im geringsten. Sie existieren für mich schlicht nicht. Die paar Eierchen meiner Hühner schaffen es nicht mal aus dem Dorf – meistens nicht mal über den Gartenzaun. In meiner Küche ist Endstation. Ich wette, die europäischen und aussereuropäischen Handelspartner interessiert es auch nicht die Bohne, wenn sowas passiert, wie in Schwante oder wenn meine Mädels über die Klinge springen.
Die kriegen das nicht mal mit. Es geht ja „nur“ um ein knappes Dutzend Leben – nicht um Tausende…
Warum zum Teufel, kann ich meinen nicht-kommerziellen Hobbytierbestand (den ich liebend gerne wahrheitsgemäss als solchen deklariere) nicht dem EU-Recht entsprechend mit einer Notimpfung im Fall des Falles vor einer „vorbeugenden“ Tötung retten? Kann mir das mal einer erklären?
Von mir aus lasse ich meine Mädels chippen, registriere die Transpondernummern beim Heimtierzentralregister und lasse für jede einen EU-Heimtierausweis ausstellen.

LG
Petra Maria

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Hanne Beitrag 17 im Hühnerforum

„The risk of introduction into the commercial poultry farms via indirect contact with materials (e.g. bedding material, boots, wheels of vehicles) contaminated by infected wild bird faeces used on the affected premises was estimated to be highest. In late October 2014, i.e. a few days before the outbreak, large aggregations of wild geese [Bean geese (Anser fabalis), Greylag geese (Anser anser)] had been observed on the pastures around the affected holding in Heinrichswalde and the ground on the premise surrounding the stable units was notably contaminated with faecal droppings of birds.“

Also Einstreu werden sie ja in Barßel vermutlich nicht verwendet haben. Damit bleibt: Sollte kontaminierter Kot rund um die Gebäude gewesen sein, hat die Viren ein Mensch eingetragen.
Letzten Endes ist es dieser Analyse von 2015 egal, wie sich Zugvögel bzw. Wildvögel angesteckt haben, wenn sie danach die Viren weiterverbreiten.

Ähnliches gilt für uns Hobbyhalter aber auch. Wir müssen unsere Tiere schützen. Mir eröffnet sich da die Frage: Würde man alle Bestände in ganz Deutschland untersuchen, wieviele hätten AI Ak? In Gebieten, in denen es kaum Massentierhaltungen, aber sehr viele Zugvögel und Funde toter Wildvögel gibt, gibt es bislang keine gemeldeten infizierten Bestände. Also:

1) Es wird in Gebieten mit sehr vielen toten Wildvögeln mit AI AK ein mindestens gleichhohes Risiko für eine Ansteckung mit kontaminiertem Kot geben wie beispielsweise in Barßel.
2) Die in diesen Gebieten größtenteils im Freiland gehaltenen Tiere erkranken aber nicht.
3) Man stellt eine Infektion mit AI ja zumeist über eine Beobachtung der klinischen Symptome fest. Das Immunsystem der Tiere in Massenhaltungen ist ergo derart desolat, dass der geringste Anlass genügt, damit die Tiere sichtbar erkranken.
4a) Das Immunsystem der anderen Tiere ist derart gefestigt, dass eine Erkrankung unbemerkt überstanden wird.
(4B) Den Haltern in den Gebieten sind Verluste an Tieren egal, daher melden sie nicht.) Diese Möglichkeit ist theoretisch gegeben, m.E. allerdings höchst unrealistisch.

Welche sinnvollen Schlussfolgerungen lassen sich ziehen:
1) Sind Massentierhaltungen quasi Sentinelhaltungen, da sie derart explosiv auf ein bereits extrem niedriges vorhandenes Infektionsrisiko reagieren?
2) Sollten Zugvogelrouten veröffentlicht werden, so dass man seinen Bestand zeitnah schützen kann(vor allem die Massentierhaltungen)?
3) Wäre es nicht generell sinnvoll, allen Verkäufern von Geflügel die Auflage zu erlegen, dem Käufer ein Merkblatt mitzugeben? „Das Verfüttern unerhitzten Fleisches kann zu gefährlichen Infektionskrankheiten führen.“ und weitere Sicherheitsaspekte? Oder ein derartiges Merkblatt jedem Betrieb bei Neuanmeldung mitzugeben sowie laufend aktualisiert zu verschicken?
4) Nach Abzug der Zugvögel stellt sich immer noch die Frage nach dem Kot. -Für mich noch ungeklärt.

Die Stallpflicht scheint keine befriedigende Lösung zu sein.


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Beitrag Nr 4745 von Warnehof im Hühnerforum

Wenn man sich die europäischen Meldungen so ansieht, fällt dabei einiges auf. Also fabuliere ich mal drauflos.

Nur in den skandinavischen Ländern, in Polen, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und in Deutschland finden sich tote Wildvögel.

Nur in Deutschland gab es bisher Krankheitsfälle in privaten Kleinhaltungen.

Warum?
Wer nichts sucht, der findet nichts.
Und wie uns der große Mann von Riems ja schon erklärt hat, wenn man sucht, dann findet man auch was. Der Virus ist ja ein dauernder Begleiter der Wasservögel. Also lässt man suchen.

Auffällig für den ornithologischen Laien ist, dass dieser von toten Wildvögeln gesäumte Weg vom Bodensee, quer durch die Schweiz, schlagartig an der französischen Grenze abbricht.
An den beiden Hotspots in Ungarn und in Frankreich, keine toten Vögel? Sollte man nicht gerade nördlich der Pyrenäen (Rastgebiet vor der Überquerung?) tote Tiere finden? Nein, stattdessen gibt es dort scheinbar, massenhaft Infektionen direkt in Entengroßhaltungen. Laut OIE handelt es sich aber nur um 2 Herde. Dort ist eine massenhafte vorsorgliche Tötung durchgeführt wurden, da die einzelnen Ställe in Kontakt mit einem der beiden Ausbruchsorte standen.

In ganz Italien und Spanien kein toter Zugvogel? Wo verlaufen doch gleich die Zugrouten nach Afrika? Alle Länder ohne Funde gehören zur EU und unterstehen den gleichen rechtlichen Regeln. Und Deutschland leuchtet wie ´ne Weihnachtsdisko?
Glauben die Behörden in Frankreich und den anderen weißen Flecken, etwa nicht an die Wildvogeltheorie und verschwenden keine Resourcen auf die Nachsuche und Analyse?
Oder brauchen die dortigen Referenzlabore kein Geld für hochfliegende Pläne?

Völlig unbemerkt von der deutschen Presse geht am 21.11.2016 in Mörarp bei Helsingborg, Schweden ein Legehennenbetrieb mit 210.000 Hühner hoch.Wo liegt Helsingborg doch gleich? Richtig an der Hauptverbindung zwischen Schweden und Dänemark. Zufall?

Am Bodensee und in der Schweiz hingegen, keine Infektionen in Haltungen. Weder Großen noch Kleinen. Und dabei muß der Boden dort, ja geradezu gepflastert sein mit toten Tieren und dem Kot der überlebenden, aber nach Meinung des FLI ebenfalls kontaminierten, Zugvögel.

Wieso???

Beitrag  4745 von Warnehof
Und dann war da noch eine Pandemie, nee.
Heißt ja Panzootie, kennt aber keiner.

Wikipedia sagt dazu:
Unter Pandemie versteht man eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit, im engeren Sinn einer Infektionskrankheit. Im Gegensatz zur Epidemie ist eine Pandemie somit örtlich nicht beschränkt.

Am 7.12. teile das FLI über dpa mit, dass wir jetzt eine Pandemie haben. Warum am 7.12?

In Europa ist die Influenza seit Anfang November.
In Asien gibt es bereits seit September immer wiederkehrende lokale Ausbrüche von H5N8 (Indien, Iran, Israel)
In Afrika sind seit dem 26.11. einzelne H5N8 Fälle in Ägypten und Tunesien bekannt geworden.

Zu dem Zeitpunkt im November waren die Medien aber noch voll mit Panikmeldungen, über die grassierende Influenzawelle in Deutschland. Nachdem der Medienhype Anfang Dezember aber deutlich abnahm, mußte noch mal nachgelegt werden.

Und siehe da, nun sind wir Pandemie.
Aber es will ja keiner Panik verbreiten. …oder doch?
Wer will, darf das teilen.

Beitrag Nr 4746 von Mara1

Was mir bei Okinas Karte so ins Auge springt: An der deutschen Nordseeküste und den Inseln ist NICHTS? Ich bin kein Vogelkundler, aber Vogelzug im Norden bringt mein Hirn immer mit dem Wattenmeer in Verbindung. Ich mußte nicht lang suchen, um diese Seite zu finden:
http://www.nationalpark-wattenmeer.d…gel/rastvoegel
Millionen Zugvögel rasten teils sogar mehrere Wochen lang am Wattenmeer, viele überwintern da sogar. Da müßte es doch an der Küste jede Menge Funde geben? Eigentlich dürfte man da vor lauter toten Enten und Gänsen und Möwen gar nicht mehr treten können…

Am Rhein entlang von der schweizer Grenze bis fast zur NL-Grenze ist auch nichts? Folgen Wasserzugvögeln nicht oft den Flußläufen?
Dieses Jahr haben die wohl alle die Autobahn genommen.

In Ungarn gab es Fälle im Südosten, und dann zwei im Nordwesten. Der Karte nach auch nahe der Autobahn, die man nimmt wenn man von den Ausbruchsgebieten im Südosten über Budapest Richtung Wien fährt. Aber komischerweise sehe ich keine roten Punkte am Plattensee, und am Neusiedler See auch nicht. Beides große Seen, wo sich viele Wasservögel tummeln und bestimmt auch viele Zugvögel rasten.

Die Zugvogeltheorie wird immer unsinniger für mich.

Ziel der Europa- Straßenkarte mit aktuellstmöglichem Stand der H5- Ausbrüche ist der Nachweis, dass die vom FLI und anhängigen Politikern seit Jahren vehement vertretene These zur Verbreitung der Vogelgrippe alias „Geflügelpest“ durch Wildvögel aus Fernost- und Nordasien in der Form nicht haltbar ist. Vielmehr zeigt die Karte den Verlauf einer viel wahrscheinlicheren Ausbreitung der Krankheit über Hauptverkehrswege wie Autobahnen, Bundes- oder Europastraßen durch Lebendtier- oder Misttransporte von und zu den Mast- und Großhaltungsanlagen, in denen das Virus mutmaßlich seinen Anfang nimmt.

Warum wird das seitens des FLI und der Politik nicht genau untersucht?


Beitrag 3733 von Stefanie im Hühnerforum:

Was mir immer wieder besonders deutlich zeigt, wie „ernst die Lage (Seuche! Epidemie verhindern!)“ für die Behörden tatsächlich ist, ist die Tatsache, dass die gefährliche Seuche offensichtlich auch am Wochenende ruht und sich nur wochentags verbreitet.
Wir sollen nur werktäglich gestorbene Vögel aufschreiben oder melden, auch nur werktags gelegte Eier zählen ……… und die Sperrbezirke/Aufstallungsgebiete werden auch nur wochentags neu definiert und bearbeitet ………..
Vielleicht könnte man ja, wenn die Seuche doch am Wochenende untätig ist, auch die Aufstallung am Wochenende zur Freude der Hühner aufheben? (Ironie aus)

Im Ernst – wenn wir wirklich eine sich ausbreitende Seuche, eine Epidemie hätten – meint ihr nicht, dass da die Behörden auch am WE arbeiten würden?

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Ein Geflügelhalter wunderte sich und wir fragen uns….

In diesen Tagen hören wir täglich, wie Vertreter der Landwirtschaftsministerien von Bund und Ländern vehement sämtliche Vorwürfe von sich weisen, eine besondere Nähe zur Geflügelindustie (Massentierhaltung) zu pflegen.
Dazu folgende Geschichte, die uns der Betroffene erzählte:
Ein kleiner Hühnerhalter beauftragte das zuständige Landeslabor seines Bundeslandes mit der Untersuchung von Proben auf eine häufiger auftretende, meldepflichtige Geflügelkrankheit.  Im Landeslabor teilte man ihm mit, dass man die Proben in ein Speziallabor schicken müsse, da man diese Krankheit  selbst nicht testen könne.
lohmann-rechnungSoweit nicht sonderlich ungewöhnlich. Als jedoch der Hühnerhalter die Rechnung des „Speziallabors“ erhielt, war er doch leicht irritiert:
Es handelte sich um ein hauseigenes Labor der Lohmann Tierzucht„.

Lohmann Tierzucht GmbH ist Marktführer bei der Produktion von Legehennen Elterntieren (Hybriden) und gehört zur EW Group (Erich Wesjohann Group).
Mit anderen Worten: das betreffende Bundesland ist in seinem Landeslabor technisch nicht in der Lage, meldepflichtige Krankheiten zu testen und beauftragt damit das Labor des  größten und einflußreichsten Massengeflügelhalters im Land.
Nicht nur, dass hier die Proben des Hühnerhalters vom Landeslabor an einen Wettbewerber weitergegeben wurden, was schon allein ein Skandal ist, es scheint ja auch so zu sein, dass der größte Massengeflügelhalter und Marktführer in diesem Segment, der genau wie jeder andere Geflügelbetrieb denselben strengen Gesetzen und Kontrollen unseres landes zur Geflügelhaltung unterliegen sollte, sich selbst kontrolliert – das Landeslabor scheint dies´ja angesichts fehlender Ausstattung nicht zu können.
Wir fragen uns: angesichts solcher Praktiken, wie will da irgendeine Behörde allen Ernstes behaupten, sie pflege keine Nähe zur industriellen Tierhaltung und sei neutral?
Und natürlich fragen wir uns angesichts einer solchen Geschichte,  wie unabhängig es denn dann wohl jetzt bei dem aktuellen H5N8  Ausbruch  zugehen mag mit Proben, Tests, Untersuchungen und Risikobewertungen?
Weitere Fragen zu diesem Beitrag, die uns von Lesern erreichten

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Die Freie Universität Berlin, Fachbereich Veterinärmedizin
schreibt in ihrem Bereich „Geflügelkrankheiten, Wirtschaftsgeflügel, Viruserkrankungen, AI“ unter anderem:

Aviäre Influenzaviren bleiben in feuchtem Kot über 120 Tage und in trockenem Kot ca. 44 Tage intakt. In Wasser kann der Erreger bei 17 Grad bis zu 100 Tage überdauern, in Einstreu sogar mehr als 105 Tage. In der Außenwelt werden aviäre Influenzaviren durch Wärme und UV-Strahlen zerstört.
Frage: bedeutet das nicht automatisch, daß Geflügelmist der in großen Mengen als Dünger in die Äcker eingearbeitet wird,
(also keine UV-Strahlen ran können, sommerwarmes Regenwasser hinzu kommt)
das noch aktive Virus auswäscht und in Bäche, Flüsse, Seen, Grundwasser verbringt, wo es nach der Ausbringung noch gute 3! Monate hochgefährlich bleibt?
Muss da nicht
1.  die Ausbringung von / der schwunghafte, grenzüberschreitende Handel mit Geflügelmist (siehe dazu links im unteren Bereich der Seite) komplett verboten und der Geflügelmist zu Sondermüll erklärt werden?
2. mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen und entsprechend in einer groß angelegten Studie untersucht werden, inwieweit sich die Wildvögel in den Gewässern an eben diesen noch aktiven EInträgen infizieren?

Weiter beschreibt
Die Freie Universität Berlin, Fachbereich Veterinärmedizin:
Aus diesem Grund breitet sich die Erkrankung in Käfighaltung langsamer aus, als bei Bodenhaltung. Auch kontaminierte belebte und unbelebte Vektoren (Mensch, Wildvögel, Geräte, Futter, Wasser, Fahrzeuge, Transportkisten, Eierpappen u.a.) können den Erreger in andere Bestände verschleppen. Der Erreger kann nasal, aerogen, oral oder durch kontaminierte Samenflüssigkeit in den Wirtsorganismus eindringen.
…….Die Ei -Schale kann über den Kot mit dem Virus kontaminiert werden und so als Infektionsquelle fungieren.

Aviäre Influenzaviren bleiben in feuchtem Kot über 120 Tage und in trockenem Kot ca. 44 Tage intakt. In Wasser kann der Erreger bei 17 Grad bis zu 100 Tage überdauern, in Einstreu sogar mehr als 105 Tage.
In der Außenwelt werden aviäre Influenzaviren durch Wärme und UV-Strahlen zerstört.

Fazit: Demnach ist Käfighaltung etwas weniger gefährlich als, Bodenhaltung, aber Freilandhaltung ist mit Abstand die sicherste und kontaminationsärmste Haltung, denn das Virus wird ja demnach unter dem Einfluss der UV Strahlung zerstört.
Fragen: Bewirkt dann also die Aufstallpflicht zur Zeit in den sonst draußen gehaltenen Beständen das genaue Gegenteil dessen, was ereicht werden soll?
Muss es nicht eher eine Freilandhaltungspflicht geben, um eine Verschleppung des Virus zu verhindern?

Ist es in diesem Zusammenhang nicht dringend angezeigt, zu überdenken, ob man mittelfristig für Wirtschaftserzeuger die Bestandsgrößen nach oben begrenzt und eine Freilandpflicht einführt (zumal das ganz nebenbei eine deutliche Verbesserung hinsichtlich unserer Tierschutzgesetzgebung bedeuten würde)?

Quelle: Feie Universität, Berlin Fachbereich Veterinärmedizin
http://www.vetmed.fu-berlin.de/e-learning/gefluegel/gefluegelkrankheiten/Virale_Erkrankungen/Aviaere_Influenza/index.html

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Das FLI veröffentlicht regelmäßig die aktuellen Zahlen. Allerdings werden da viele Angaben nicht gemacht. Aber nur, wenn man auch die Zahlen den Beständen zuordnen und eindeutig differenzieren kann zwischen getesteten Tieren, daraus positiv bestätigten Tieren und im Verhältnis dazu im selben Bestand gesund getöteten  Tieren, lässt sich eine Aussage treffen, wie stark die schnelle Ansteckung der Tiere untereinander tatsächlich unter unterschiedlichen Lebens/Haltungsbedingungen ist (hier interessiert besonders, die Besatzdichte).
Wo erhalten wir die offiziellen Zahlen wie folgt:
Wildvögel:
Wieviele Vögel wurden gefunden?
Auf wieviele Fundorte verteilt sich die Anzahl gefundener Vögel?
Wieviele Vögel wurden getestet und mit welchen Testmethoden?
Wieviele Vögel waren davon H5 positiv und wieviele davon H5N8 positiv bestätigt?
Hausgeflügel:
Wieviele Tiere wurden jeweils pro Standort auffällig? (OIE)
Wieviele Tiere wurden getestet mit welchen Testmethoden?
Wieviele Tier wurden gekeult inkl. Angabe wieviele es an einem jeweiligen Standort waren? (OIE)
Wieviele der gekeulten Tiere an dem jeweiligen Standort wurden getestet?
Wieviele an dem jeweiligen Standort waren davon H5 positiv und wieviele H5N8 positiv bestätigt? (OIE)
Die Tierseuchenberichte sind jetzt eingeschränkt einsehbar für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Allerdings gibt es dort nur eine Zahlenangabe für die Anzahl festgestellter Einzelfälle bei Wildtieren und über die Anzahl festgestellter Bestände bei domestizierten Tieren. Keine Angaben, um wieviele Tiere es sich bei den Beständen konkret handelte und wieviele tatsächlich innerhalb des Bestandes betroffen waren. Keine weiteren der o.a. Fragen werden durch die einsehbaren Bereiche der Berichte beantwortet.
Das TSIS liefert eine Auflistung der Fundorte und Vogelarten ohne weitere Angaben. Die OIE liefert die genauen Angaben zu Wildvögeln und Beständen, die H5N8 positiv bestätigt wurden. 
Allerdings fehlen auch hier genaue Informationen, wieviele Tiere eines Gesamtbestandes genau getestet UND bestätigt wurden.

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Wie erklären sich die Verhätnismäßigkeiten?
 
Das Usutu Virus ist erwiesenermaßen immer wieder verantwortlich für Massensterben bei Vögeln und es ist erwiesenermaßen sehr gefährlich für Menschen. Die Folge einer Infektion können Hirnhautentzündungen und ähnliche, schwere Erkrankungen beim Menschen sein.

(da wäre eigentlich der Name „Vogelpest“ angebracht. Der Überträger ist  übrigens eine Mücke – bei der echten pest waren es Flöhe).

Bei H5N8 bei den Wildvögeln gibt es kein Massensterben. Bei bis zum 18.11.16 bundesweit 221 positiv getesteten Wildvogelfunden kann man angesichts der Millionen Vögel, die hier durchziehen  nicht von einem Massensterben sprechen und für den Menschen ist  das Virus erwiesenermaßen zur Zeit gar keine Gefahr, die Wahrscheinlichkeit, dass es in eine auf den Menschen übertragbare Variante mutiert wird vom FLI als sehr unwahrscheinlich eingestuft.

Wie also erklärt sich die Verhätnismäßigkeit?
Von Usutu haben viele Bürger noch nicht einmal gehört, obwohl Usutu regelmäßig ausbricht und großes Sterben vor allem unter unseren Amselbeständen hervorruft.

Bei H5N8, von dem bis heute noch nicht einmal eine konkrete Bedrohung für Menschen oder aber größere Tierbestände (weder Wild- noch Hausgeflügel) ausgegangen ist, wird eine gigantische Panikmache betrieben, es werden zig tausende kerngesunde Hühner, Enten, Gänse und Puten auf Verdacht „vorsorglich“ gekeult und in den Müll geworfen und erst im Nachhinein wird dann in den meisten Fällen festgestellt, dass sämtliche Tiere gesund waren!
Wie erklärt sich dieses unverhältnismäßige Vorgehen?
Warum sind so viele Tests falsch positiv?
________________________

Welche Tests werden verwendet? Hinweis unten
Trotz intensiver Recherche konnten wir nirgends auf der Seite des Friedrich Löffler Instituts (FLI) klare Angaben darüber finden, welche Tests genau Verwendung finden.
Dies ist aber für die Beurteilung dessen, wie aussagekräftig postive Befunde überhaupt sind, eine zwingende Voraussetzung.
Besonders die Spezifizität und die Sensitivität der Test sollten vom FLI klar angegeben werden.
Denn würde ich mal annehmen, dass die hier verwendeten Tests genau so weit ausgereift sind, wie der extrem weit entwickelte und teure HIV Test für Menschen,
dann würde das für die Tests der 8000 Gänse in Dithmarschen bedeuten, dass wenn 8000 Gänse getestet werden, davon 120 FALSCH POSITIV sind.

Sind die im FLI angewandten Test weniger genau, als der HIV Test, was fast anzunehmen ist, dann steigt die Zahl der FALSCH POSITIV getesteten Tier entsprechend.

Für jeden, der mit diesen Begriffen nichts anfangen kann – wir haben es uns auch erstmal von einem Wissenschaftler erklären lassen müssen-versuchen wir hier einmal eine einfache Erklärung:
Spezifizität und Sensitivität werden in % ausgedrückt und sagen etwas darüber aus, wieviele Tests bei einer Gruppe von xy getesteten Individuen falsch positiv oder falsch negativ sind .

Ein Beispiel anhand des sehr hoch entwickelten und extrem teuren HIV ELISA-Test in der Humanmedizin hat es uns in einem Gedankenexperiment veranschaulicht:

Stellen wir uns dazu vor, eine repräsentative Gruppe von einer Million Personen werde nach ELISA getestet.
1.000 davon sind tatsächlich mit HIV infiziert und 999.000 nicht.
Von den 1.000 Betroffenen werden 997 ein positives Testresultat erhalten. In der Gruppe der Nicht-Infizierten werden im Schnitt von je 1.000 nur 15 ein positives Testresultat bekommen,
also 15 x 999 = 14.985 unter den 999.000.
Zusammen genommen haben wir also 997 + 14.985 = 15.982 Personen mit positivem Testergebnis. Aber nur 1.000 tragen den Erreger wirklich in sich und von diesen 1000 sind auch noch 3 nicht erkannt worden, dafür aber 14.985 Gesunde für krank erklärt worden.

Mit anderen Worten: Nur etwa eine von 16 der positiv getesteten Personen hat im Durchschnitt HIV. Das sind nur etwa 6 Prozent.

Für jene, die die angegebene Erklärung gerne fachlich nachrecherchieren möchten:
Genauigkeit ELISA-Test:
Beim Elisa-Test liegt die Sensitivität bei 99,7 Prozent. Dies bedeutet, dass mit dieser Methode nur 3 von 1.000 tatsächlichen HIV-infektionen unentdeckt bleiben. Die Spezifizität des Elisa-Tests, also die Wahrscheinlichkeit, bei Nicht-Infektion ein negatives Testergebnis zu bekommen, beträgt 98,5 Prozent.
Ermittelt werden kann der mit der Formel von Bayes.

Wir fragen uns also:
Welche Tests finden Verwendung?
Welche Spezifizität und Sensitivität haben sie?
Wie kann man angesichts so hoher Fehlerquoten im Testverfahren nur auf den Verdacht hin zig tausende gesunde Tiere abschlachten?
Zumal die Zahlen der später tatsächlich possitiv bestätigten Tiere schon seit 2006 immer wieder  eine eindeutige Sprache sprechen:
bis zum 18.11.2016 wurden beim jetzigen „Ausbruch“ ganze 5   Hausgeflügel im GESAMTEN Bundesgebiet positiv getestet!
TSIS (Tierseuchen Informations System des FLI) ist in Teilen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Unter anderem wurde die amtliche Methodensammlung veröffentlicht, in der die möglichen, zulässigen Tests verschiedener Hersteller aufgeführt sind. Nach wie vor gibt es nirgens Hinweise darauf:

  • mit welchen Tests bei dieser konkreten Seuche gearbeitet wird?
  • ob alle Amtsveterinäre bundesweit denselben Test desselben Herstellers verwenden müssen, oder on die Auswahl des Tests Ermessenssache ist
  • welcher Test (Schnelltest, 1. Nachuntersuchung, Bestätigung im FLI ausschlaggebend für eine Keulungsanordnung ist
    ________________________

In Schleswig Holstein gab es bis zum 18.11.2016 genau
13 Stück Wildvögel und 2 Hausgeflügel, die positiv bestätigt wurden (das sind offizielle Zahlen des FLI)
Alles andere aufgrunddessen Sperrbezirke eingerichtet werden und
zig tausend Stück Geflügel gekeult und in den Müll gworfen wurden, waren  reine Verdachtsfälle, die sich nicht bestätigt haben!
Frage:
Warum töten wir fast 100 000 gesunde Tiere und werfen sie in den Müll, obwohl sich immer wieder zeigt, dass am Ende im Rückblick nur wenige Individuen eines Bestandes im Verhältnis zum Gesamtbestand positiv bestätigt werden? Sollte man betroffene Bestände nicht einfach unter Quarantäne stellen und nur jene Tiere heraus selektieren, die tatsächlich erkranken?
Lt. Prof.Dr.Dr.h.c. Mettenleiter am 1.12.2016 in Kiel sei das nötig, da das Virus über Federn, Staub etc. auf die anderen Tiere übertragen worden sein kann und verschleppt werden würde……
(uns hat diese Antwort nicht überzeugt!)
________________________

 Von Viruserkrankungen beim Menschen, z.B. Herpes, den der größte Teil der Bevölkerung trägt, wissen wir, dass diese Viren erst zum Problem werden, wenn primär andere Viruserkrankungen z.B. AIDS vorliegen oder wenn eine besondere Schwächung des Betroffenen (z.B. Immunerkrankung, Alter, Tumorerkrankungen, organische Erkrankungen etc.) bestanden.
Wir haben nirgends Hinweise darauf gefunden, dass die positiv bestätigten Tiere diesbezüglich untersucht werden, um festzustellen, warum nur vergleichsweise wenige Tiere dem Virus zum Opfer fallen und ob es eine erkennbare, wiederkehrende Bedingung für den symptomatischen und zum Tode führenden Ausbruch der Erkrankung gibt.
Wir fragen uns:
wird bei H5N8 positiv bestätigten Vögeln (sowohl Haus- als auch Wildtieren) folgendes untersucht und statistisch erfasst:
– das Alter der betreffenden Tiere
– die Todesursache
– lagen Primär- oder Sekundärerkrankungen vor Hinweis unten
(z.B. Tumore, Organveränderungen, Verletzungen, andere Infektionserkrankungen)
– wurden die Mageninhalte analysiert

Wenn ja, wo kann man die Ergebnisse nachlesen?
Prof. Dr. Dr.h.c.Mettenleiter, FLI verneinte die Fragen
am 1.12.2016 in Kiel…

Wenn nein, warum nicht?
…das sei zu aufwändig, zu teuer und unnötig
(uns hat diese Antwort nicht überzeugt)

In der amtlichen Methodensammlung wird (markiert) allgemein auf diverse organische Veränderungen verwiesen, die bei der Sektion von an AI verendeten Tieren gelegentlich auffallen. Allerdings fehlen Angaben  darüber, ob es sich um Erkenntnisse aus dem derzeitigen Seuchengeschehen oder um allgemeine Forschungsergebnisse aus der Vergangenheit handelt und es gibt keine Auskunft darüber, ob die oben hinterfragten Untersuchungen bei den gegenwärtigen Fällen stattfinden.
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Schnell-Navigation

Übertragungswege – interessante Überlegungen

Schnell-Navigation

Übertragungswege – Überlegungen

Hier tragen wir aus unserer Sicht interessante, hinterfragenswerte Überlegungen von Menschen zusammen, die sich mit der Fage der Übertragungswege beschäftigen und diskutieren:

  • Vogelgrippe 2007 durch Verfütterung von Entenschlachtabfällen?
  • Live fotografiert: Mist aus Sperrbezirk auf den Acker
  • Spannende Karte aller H5N8 Fälle von Andreas Menz
  • WIe kommt das Virus nach Nigeria?
  • Wenn sich nicht schnellstens was ändert, wird es richtig gefährlich für den Menschen
  • Vogelgrippe EU-weit betrachtet
  • Wildvogeltheorie immer weniger haltbar
  • Was hat EHEC mit Vogelgrippe gemein?
  • Die Wildvogeltheorie – Gedankenaustausch
  • Erhebung Ernährungsweisen betroffener Arten
  • Verbreitung entland der Autobahnen – Gedankenaustausch

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Hanne #10091 im Hüfo
Das hat Schiller schon gesagt:
Wehe, wenn sie losgelassen!

BSE-die Temperatur (Tiermehlproduktion) bei der Produktion wurde erniedrigt-Energiesparend…
Sucht mal GePro. Gehört zu Wesjohann. Sucht mal Enten Wichmann. Enten Wichmann Vogelgrippe. Enten Wichmann Gepro. Wisst Ihr noch, wodurch Vogelgrippe im Dezember 2007 ausgebrochen ist? Durch die Verfütterung infizierter Mastentenreste…

 

http://www.presseportal.de/pm/17477/1039528

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Da muss man sich wohl nicht mehr wundern, warum die Wildvögel alle krank werden:

Beitrag#8996 von Putin im Hüfo 9.1.2017
sämtliche Fotos dürfen verwendet werden!

Wir haben ja hier auch seit einiger Zeit unseren Seuchenfall im Landkreis. Wie gehabt mit Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet:

 

 

 

 

natürlich mit tausenden vorsorglich gekeulten Puten …

… und natürlich mit allen Restriktionen für den privaten Geflügelhalter die es so gibt. …

wer die zugehörigen Verordnungen lesen will:

https://www.lkjl.de/media/dokumente/…19.12.2016.pdf

Heute (09.01.2017) bin ich allerdings doch etwas „von der Rolle“

Kam mir doch hier im Beobachtungsgebiet auf einer Bundesstraße ein Traktor mit zwei wundervoll „vor sich hin staubenden“ Anhängern entgegen. … und natürlich Hühnermist aus einer Ausstallung.

völlig offen alles was Vieren sind in der Landschaft verteilend.

Wer‘s nicht glauben will:

Beladung hier in der Hühneranlage einer Massentierhaltung

 

 

 

 

Transport mitten durch Orte und über eine Bundesstraße bis zu zwei Bestimmungsorten

 

 

 

 

Lagerung ohne Abdeckung und Versickerungsschutz

 

 

 

Lagerung am Acker neben einem Bach (ca.15m entfernt) ohne Abdeckung

 

Wenn man sich den Dreck näher ansieht wird es spannend

Verrottendes Geflügel in der ehemaligen Einstreu … wenigstens haben die Wildvögel jetzt mal Einblick in den Dreck.

… so, das ist ja dann wohl hier alles normal….

Welch wertvoller Dünger für unsere Lebensmittel. Ein besonders schützenswerter Teil unser aller Gesundheit.

„bin pappesatt“
Bernd

PS.: Da waren mehrere solcher Gespanne im Einsatz

Fortsetzung vom 10.1.2017 von Putin:

Also das muss man unserem Landkreis lassen: Die beweisen wirklich Humor (schwarzen):

Aufruf an Geflügelhalter im Landkreis

Aufgrund der Feststellung der Geflügelpest in einem Tierhaltungsbetrieb in Körbelitz ist es im Rahmen der Überwachung und der amtlichen Kontrolle erforderlich, dass alle Tierhalter im Sperr- und Beobachtungsgebiet zusätzlich zum Bestandsregister auch Auskunft über den Verbleib von Eiern, Fleisch, Mist/Dung und Futtermitteln erteilen. Tierhalter können das dazugehörige Formular auf der Website des Landkreises unter www.lkjl.de/veterinaeramt herunterladen und …. siehe Link:

https://www.lkjl.de/de/detailseite/a…-20009280.html

So ein Mist ‚ne Nachmeldung:

Muss das jetzt nachträglich ins Bestandsregister oder unter Mist/Dung ins nächste Formular?

„bin weiterhin pappesatt“

Bernd

PS.: Ich stelle mir nebenbei immer die Hobbyhalter vor die unter „Vollschutz“ ihre drei Hühner füttern.

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UN – Scientific Task Force
on Avian Influenza and Wild Birds statement
20.12.2016

Aktuelle Karte mit sämtlichen Wildvogelfunden in Europa
nach OIE bis 23.12.2016

Andreas Menz hat eine Karte erstellt, die sehr deutlich macht, dass die auffälligsten Wildvogelfunde entlang der Autobahnrouten liegen (Warenwirtschaftswege)
In die Karte eingetragen sind alle bestätigten Wildvogelfunde nach Listung beim OIE. Die Einträge entsprechen exat den beim OIE angegebenen GPS Daten des Fundortes.

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Wie kommt das Virus in die Massenställe?
Virenflug aus Asien.pdf

Wie kommt das Virus in die Ställe?

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Okina75 schrieb im Hühnerforum Beitrag 6409

Zitat eines anderen Diskussionsteilnehmers:
@Okina Wie sieht´s denn das aus mit Vogelzug und Nigeria? Könnte mir vorstellen, dass erkrankte Tiere bei den dort vorherrschenden Temperaturen vielleicht gar nicht ankommen. Zumindest das AI-Virus selbst sollte da doch gewisse Überlebensschwierigkeiten haben. Vielleicht gibt es da einen Angreifpunkt, dass das Virus eigentlich nur gut gekühlt (***) dort eingetroffen sein kann.
Zitat Ende
Okina75:

Maßgebliche Zugvögel von hier nach/ über Nigeria wären an relevantem eigentlich nur die Störche. Die fliegen aber schon im August los und waren lange da unten bzw. im (bislang befallsfreien) Spanien, als der Zauber hier losging.
Ansonsten ziehen nur jede Menge Singvögel, teils auch Greife, nach und über Nigeria, die sind aber seit spätestens Ende September/ Mitte Oktober auch alle weg.
Kann daher nicht von Zugvögeln (im klassischen Sinne) stammen, ich denke auch, dass für einen infizierten Vogel der Saharaüberflug zu strapaziös wäre- das kann man an und für sich also abhaken.

Das Virus wird aller Wahrscheinlichkeit nach sehr gut gekühlt angekommen sein- oder aber lebend in tschiepender Form…

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Beitrag 6211 von Hanne im Hühnerforum

Sieh Dir mal die Jahresberichte des FLI an. Z.B. 2007 stellte das FLI fest, dass nicht erhitzte, kontaminierte TK Mastentenreste verfüttert wurden und das wohl der Grund für die Ausbrüche 12/2007 war.
Wenn Wildvögel verantwortlich gemacht werden, so ist das eher: Draußen Wildvogelkot, dösiger Geflügelwirt/Hilfskraft(sog. Vektoren) latscht durch und trägt es ein(weil, wie ich immer wieder sage, keiner die erforderlichen Einwirkzeiten einhält!) oder Futter, Einstreu etc. war nicht anständig abgedeckt.
Erwiesenermaßen hat D 2012 AI nach Polen exportiert-wieso sollte es nicht auch hierhin transportiert worden sein?
Die Ursachen sind vielfältig, unhygienische Massentierhaltungen in Ställen der Hauptgrund für die Mutationen der Viren und die Schwere der Erkrankung. Ein sterbenskrankes Menschenkind steckt eine Erkältung u.U. auch nicht weg, wie soll das ein Küken mit Bordetella, Durchfall und Hunger schaffen?
Die wichtigste Ursachenbekämpfung ist daher die Bekämpfung der unhygienischen Massenhaltungen, bei uns, in Asien, überall, sowie die thermische Entsorgung des Kots. In Asien hat eine Abschaffung der Lebendgeflügelmärkte für eine Verringerung des Vireneintrags gesorgt. Daher sollte u.U. über ein Verbot des Lebendgeflügeltransports diskutiert werden. Das bedeutet aber einen kompletten Umbau des derzeitigen Massenhaltungsprinzips.

Allerdings habe ich bei der derzeitigen Handhabung, s. H9N2, sehr große Angst vor einem Ausbruch von H5N6 in D, da sich durch H9N2 eben gezeigt hat, dass D im Falle eines Falles die Lage eben nicht unter Kontrolle bekommt. Die diesjährigen Handlungen sind größtenteils purer Aktionismus. Die großangelegten Keulungen hätte man aufgrund der niedrigen Mortalitätsraten wohl noch problemlos durch Notimpfungen unter Kontrolle bekommen können. Intervet in Spanien hat ausreichend große Mengen Impfstoff auf Lager und könnte kurzfristig liefern. Die Rund-um-Keulungen bekämpfen kein AI, sondern sichern nur den zuständigen Veterinär ab, da der wegen der Gesetzeslage nämlich persönlich haftet, wenn er nicht alles tut, was er tun könnte. Das ist ähnlich wie ein Kaiserschnitt beim Menschen, der wird häufig gemacht, weil dadurch eine spätere Klage erschwert wird, nicht weil er sinnvoll wäre.

Die derzeitige Gesetzeslage sowie Massentierhaltung muss verändert werden, um Gefahr für Mensch und Tier abzuwenden.

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Okina schrieb im Beitrag 5298 im Hühnerforum:

Vogelgrippe EU-weit betrachtet
Nachdem im TSIS nur drei neue Fälle waren (Bayern, BaWü, Niedersachsen), habe ich auch noch mal bei den europaweiten Seiten nachgekuckt, also WAI und EU Commission, und habe bei beiden seit dem 30.11. bzw. dem 5.12. keine neuen Fälle gefunden. Da wäre der in Friesland jetzt der einzige neue internationale seit über einer Woche.

Und Deutschland leuchtet immer mehr heraus wie die berühmte Weihnachtsdisko (war gut gesagt !).
Da die Wildvögel europaweit ziehen, deutsche Graugänse zB bis nach Spanien, Kraniche sind wohl auch anfällig (warum da nicht EIN Todesfall? Weil sie nur im Wasser schlafen und nur Oberflächenwasser zu sich nehmen?), aber auch da nichts bis in deren Winterquartiere nach Spanien hinein. Wobei am Lac du Der Chantecoq in Nordostfrankreich Ende November an die 140.000 Kraniche standen… Aber- nichts!
Ist es ein Zufall, dass das Land, was sich selbst zum Ziel gesetzt hat, „Fleisch- Exportweltmeiser“ zu werden/ zu sein, auch in Bezug auf die Vogelgrippe eine derart, fürwahr zentrale Rolle einnimmt?

Wie man es dreht und wendet, Deutschland und Ungarn sind in dieser Vogelgrippesaison der kontinentale HotSpot, alles geht von diesen zwei Zentren aus.

Ungarn kommt als Ursprung in Betracht, da dort die weitaus zahlreichsten Geflügelhaltungen betroffen sind (quasi alle in der Gegend um Szeged gelegen), und Reiherenten unter anderem auch aus Westsibirien (Umgebung des Urals) westwärts ziehen, wobei sie über Ungarn kommen und dort ausgiebig rasten.
Von einem Kälteeinbruch, der da dann eine Winterflucht verursacht hat, habe ich in den Wetterdaten für die fraglichen Zeiträume von September bis November ’16 nichts gefunden, was auf diesen Beginn der Verschleppung hindeuten würde. Wo immer ich diese Theorie also aufschnappte- sie war falsch!
Der herkömmliche Zugweg führt aber durchaus über Ungarn, durch Österreich und entlang der Alpen zu den dort gelegenen großen Seen.
Auffallenderweise war der erste registrierte Fall ein Höckerschwan in Nordwestungarn, gefunden 19.10.16, in „einem großen Fischteichkomplex“. Wie wir wissen, werden Fischteiche mit Mist aus Massentierhaltungen gedüngt, und Reiherenten bevorzugen solche flachgründigen, nährstoffreichen Gewässer, weil sie reiche Beute versprechen.

Bis zur ersten Meldung am Bodensee (4.11.) vergingen demzufolge 16 Tage.
Zwischen dem Fundort des ersten toten Schwans in Ungarn und dem Bodensee liegen rund 620 km. Dieser Weg wäre für Reiherenten bei einer Geschwindigkeit von ca. 65 km/h in knapp 10 Stunden zurücklegbar. Oder bei einer täglichen Flugzeit von etwa 3- 4 Stunden (der Rest Zeit für’s Fressen und Gefiederpflege) in etwa drei Tagen, bei zwei- bis dreitägigen Rasten unterwegs etwa neun Tage.
Was im Rahmen einer Inkubationszeit von 4-12 Tagen liegt (ich finde immer nur vage Angaben wie „einige Tage“ bei Vögeln) und zeitlich dann mit den massenhaften Toden vor allem am Bodensee überein passt.

Aufgrund der Quasi- Zeitgleichheit des ersten Auftretens sowohl am Bodensee (4.11.16) als auch am Plöner See (2.11.16), etwa 715 km auseinander, muss ebenfalls eine Grundinfektion am Plöner See stattgefunden haben.
Die Reiherenten würden die 715 km zwar in exakt 11 Stunden Nonstopflug schaffen, aber welche Intention sollten sie dazu haben? Auch hier müssten sie fressen und ihr Gefieder pflegen, zumal keinerlei Wetterumstände einen Nonstopflug vom Bodensee nach Schleswig- Holstein angeraten sein ließen.
Auch müssten die meisten Vögel unterwegs schon schwer angeschlagen gewesen sein, weswegen sie die Strecke ebenfalls nicht in einem Stück bewältigt hätten. Zumal am Plöner See zwei Tage zuvor die ersten Todesfälle registriert wurden.

Viel wahrscheinlicher ist also eine Ansteckung im/ am/ um den Plöner See und dann Verzug noch vitaler Tiere in den Süden Deutschlands, zum Bodensee und den Schweizer Seen, wo Vögel via Deutschland und Vögel via Ungarn- Österreich zusammen kamen und diesen weitaus größten Fund toter Vögel verursachten, von allein 262 gefundenen Reiherenten.

Vor diesem Hintergrund erweist sich die Wildvogelthese des FLI als unhaltbar, nach der Zugvögel das Virus aus Mittelasien/ Nord- Sibirien mitgebracht hätten. Wohl mögen infizierte Wildvögel das Virus innerhalb Deutschlands weiter verbreitet haben, eine Infektion von industriellen oder privaten Haltungen durch diese ist hingegen nicht nachweisbar, weder zu Anfang der diesjährigen Erkrankungswelle noch zu deren gegenwärtigem Stand.

Die Wildvogeltheorie ist immer weniger haltbar:
Schaut man sich auf dieser Karte an, wo Wildvögel mit H5N8 europaweit gefunden wurden und welche Straßen/Verkehrsverbindungen dort von wo nach wo verlaufen, muss man schon blind sein, um nicht zu erkennen, dass die Häufungen der Wildvogelfunde alle an den Hauptverkehrsadern liegen, über die Geflügel, Geflügelprodukte, Geflügelmist als Dünger etc. quer durch die Länder gekarrt wird.
Und dann gibt es da wunderschöne weisse Flecken auf der Landkarte – Orte mit viel Wasser und Natur, aber ohne Autobahn und Bundesstraße, dafür ein Eldorado für Zugvögel, die eine Pause machen wollen – einzig, tote Vögel scheint es da nicht zu geben…..

Okina78 aus dem Hühnerforum hat sich mit Hilfe unzähliger Zuarbeiter die Mühe gemacht und all die Fallzahlen auf einer Karte akriebisch verarbeitet – Danke für diese grossartige Leistung!!!

Beitrag Nr 4750 Mali im Hühnerforum:

Ich hatte den Artikel (Westfälische Nachrichten) 15.11.2016 „Wir haben keinen Fall von H5N8“ zwar schon vor einiger Zeit mal verlinkt, aber weils grad so schön passt mit der Karte …

[…] Erst Mitte Oktober sind in den Rieselfeldern an Gänserastplätzen Kotproben genommen und untersucht worden. „Da war nichts“, sagt Tierarzt Krause. Die Kotproben seien genommen worden, als die Vogelzugbewegung schon in vollem Gange war, berichtet die Biologische Station.

Wenn, seien Hühner und Puten betroffen, erklärt der Tierarzt. Wasservögel wie Ente und Gänse könnten das Virus in sich tragen, aber erkrankten nicht daran. Er habe auch mit Angelvereinen aus Münster gesprochen. „Sie haben an den Gewässern nichts gesehen.“ „Vorsicht ist immer gut“, sagt der Leiter der Fachstelle Veterinärangelegenheiten. Aber er sei von der Aufregung überrascht. An Türklinken, im Staub im Haus oder im Stall – überall gebe es Bakterien.

Die Biologische Station Rieselfelder erinnert an die letzte große Virusinfektion in den Jahren 2005/2006. Damals habe sich herausgestellt, dass nicht Wildvögel für die Verbreitung gesorgt hatten, sondern dass das Virus in Billig-Futtermitteln aus Südostasien für die Geflügelhaltung und Fischzucht gesteckt habe. „Unserer Meinung nach sollte man diese Futtermittel untersuchen, statt auf den Wildvögeln herumzuhacken“, heißt es aus der Biologischen Station Rieselfelder. […]

Wer sie nicht kennt….die Rieselfelder sind ein Europareservat für Wat- und Wasservögel, Rastplatz für Zigtausende Kraniche und Gänse.

Gimar schrieb in Beitrag 1  im Hühnerforum:

Gibt es eine Verbindung EHEC-Vogelgrippe?

Evtl erinnert sich der ein oder andere noch daran, Frühjahr 2011 EHEC.
Der Salat, die spanischen Gurken oder nein es waren doch die Sprossen, die viele Menschen in Deutschland krank gemacht haben.

Kleiner Rückblick 2011, was hatte dieses Jahr an wirklichen Besonderheiten zu bieten?
Das Frühjahr 2011 war das wärmste und trockenste seit Wetteraufzeichnung. Ich erinnere mich noch recht gut an das Frühjahr es waren fast 5 Monate ohne einen Tropfen Regen.
http://www.wetteronline.de/wetterrue…/2011-05-30-fr

Was aber wurde dennoch in Massen produziert? Gülle! Und wo kam die hin?
Bakterien und Gülle, Gülle und Bakterien, ach ja und Antibiotika Rückstände aus der Massentierhaltung.
http://www.umweltbundesamt.de/themen…imittel-umwelt
Alles auf die Felder und im Frühling schmeckt doch der Salat sooo lecker.

Zur Zeit finde ich leider den Link nicht, aber ich meine noch im Kopf zu haben, dass 2011 eine Verordnung in Kraft trat, dass Gülle max 4 Wochen vor der Ernte auf die Felder(Salat) darf.
Evtl findet ja einer den Link.

Was genau war denn jetzt EHEC?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…-a-923249.html

EHEC sind Bakterien, was etwas ganz anderes als Viren sind, ja wissen wir alle, wo aber gibt es evtl doch eine Verbindung?
Hmmmm evtl die Gülle?

Gülle darf auf die Felder und Wiesen, wenn der Boden sie aufnehmen kann, so die Verordnung.
10cm durchgefrorener Boden und die Gülle darf nicht mehr drauf, wer das jetzt genau kontrolliert frag ich mich, aber egal. Die Scheiße muss ja irgendwo hin, also ab auf die Felder ist ja guter Dünger.
Ok die Pflanzen nehmen es gerade eher nicht auf aber egal.
Da verklagt übrigens gerade die EU Deutschland, mal so am Rande.
http://www.derwesten.de/politik/eu-v…d12340656.html

Die Vogelgrippe ist ja ein Virus, dem kalte Temperaturen nicht ganz so viel ausmacht, anders als Bakterien die mögen es warm. Was aber Viren so gar nicht mögen ist UVA-Strahlung, oder anders gesagt die Sonne. Ich weiß nicht wie bei euch der Winter so meist aussieht besonders der November, aber bei uns hier ist man über 4 Stunden an denen man mal die Sonne so etwas sehen kann schon recht glücklich. Was liegt aber jetzt auf den Feldern? Natürlich Gülle aus gigantischen Tierställen. Zum Teil bekommen wir den sogar noch aus den Nachbarländern angeliefert und unsere Bauern freuen sich über ein paar Euro wenn sie den auf ihre Felder kippen lassen. Niederlande ist so ein schönes Beispiel. Selber keinen Platz mehr aber immer mehr und größere Ställe bauen und der Mist kommt rüber, alles bester Dünger bzw Geld.
Was kommt jetzt noch auf unsere Felder? Ein paar Besucher, nämlich die „bösen Wildvögel“ (Ironie aus) die jetzt nach dem langen sehr anstrengenden Flug rasten wollen und Futter brauchen.
Die Möglichkeit, dass die Tiere dann den Vogelgrippevirus tragen, streitet wohl keiner ab, die Frage ist nur wo sie ihn herhaben? Evtl sollte man mal die Felder untersuchen, aber da findet man bestimmt nur infizierten Wildvogelkot, natürlich. Oder in den „sicheren“ Ställen mal überprüfen wo die ihren Kot abgeladen haben? Bis zu 3 Meter an einen Bach oder See darf Gülle verbracht werden, die kommt natürlich nicht in den See, in dem Enten sind… NEIN natürlich nicht!

Aber was genau kann der Staat machen um die Wirtschaft und uns zu schützen?
Natürlich ordnet er eine Stallpflicht an, was soll er auch sonst tun? Die Ursache kann und will er nicht nennen und sie auch nicht abstellen, wie auch? Impfen? Geht in der Massentierhaltung nicht, da der Erreger bei hoher Infektionsdichte dennoch tödlich wirkt. Siehe FLI. Italien etc
Die einzige Version die klappen würde, wäre impfen und eine deutliche Verkleinerung der Bestände, um den Virendruck zu reduzieren. Das würde aber bedeuten, Schluß mit der Massentierhaltung, das macht unsere Regierung hier nicht.

Ich will hier nicht auf die Bauern oder die Massentierhaltung einprügeln, viele davon haben sich in eine Abhängigkeit begeben aus der sie selber nicht mehr rauskommen. Immer größer immer mehr, aber verdienen tun sie eher weniger und Land und Tiere müssen den Preis zahlen. Es werden immer weniger Bauern und die die noch da sind sehen oft nur den Ausweg noch größer zu werden, aber das ist ein Teufelskreis. Made in Germany ist nicht billige Massenware, mit Qualität kann man auch sein Auskommen haben, sogar viel besser als mit billig Ware. Da kann und sollte der Staat mal unterstützen, aber richtig. Nicht in den billig Ramsch.

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Gedankenaustausch im Hühnerforum zwischen Okina und Warnehof


Okina75 schrieb im Beitrag Nr.; 2735
„Hat einer Ahnung, ob eigentlich irgendeine tot gefundene Ente KEINE Reiher- oder Tafelente war?
Wenn nämlich nicht, könnte mir ein Verdacht aufgrund der Ernährungsweise dieser beiden Arten kommen. Das sind ja Tauchenten und sie ernähren sich, anders als Stockenten und Co., überwiegendst von Wasserinsekten oder kleinen Muscheln, nur zu einem winzigen Teil von pflanzlichem.
Von Tieren also, die ständig im Wasser leben und insbesondere als Muscheln ja auch dafür bekannt sind, gerne mal irgendwas längere Zeit zu speichern, wie Schadstoffe, chemische Verbindungen und und und…
Meine Idee:
Eventuell auch Viren/ Krankheitserreger?
Mir fällt nämlich auf, dass immer wieder und allenorts Reiherenten die Opfer sind. Deren Sammelgebiete sind im deutschen Norden an vorwiegend flacheren Seen und Flüssen, wie dem Dümmer, dem Steinhuder Meer und dergleichen. Gerne auch ausgedehnte Teichanlagen zur Fischzucht etc. …

Überall also, wo sie tauchend leicht den Grund und damit ihre Nahrung erreichen- eben Wasserinsekten und vor allem auch die omnipräsente Wander- oder Zebramuschel… So auch im Überwinterungsquartier und Rastgebiet Bodensee…

Was denn, wenn die Muscheln nun durch den üblichen Weg (Fließgewässer, Grund- und Schichtenwasser) kontaminiertes Wasser zu filtern bekamen, die Erreger in sich anreicherten und die Tauchenten (Reiher-, Tafel-) dann zur herbstlichen Rastzahl mit der satten Konzentration Viren versorgten?

Denn was neben der ziemlichen Artspezifität auffällt, sind auch die relativ hohen Zahlen toter Vögel.
Das korreliert sicher mit der hohen Bestandszahl der Reiherenten, die die bei weitem häufigste Tauchente ist, fällt aber dennoch ins Auge.
Eventuell sollten die untersuchenden Stellen mal nicht nur gucken, ob tote Vögel die Vogelgrippe haben, sondern auch die Mageninhalte checken. Nicht zuletzt gelten ja auch Mollusken und Krebstiere aus Fernostasien als übertragungsverdächtig, wie wir ja 2014 schonmal erwogen hatten…

weiter schrieb er in Beitrag 2749:
…..

  • – Höckerschwäne weiden am Gewässergrund oder im Winter auch auf Feldern, wenn sie nicht gerade Spaziergänger- Brot fressen. Also in beiden Fällen mit dem Kopf direkt an den potentiell belastetsten Stellen: Dem Mulm am Gewässerboden bzw. der Ackeroberfläche…
  • – Blässhühner ernähren sich quasi gleich wie Reiherenten, aber mit größerem pflanzlichem Anteil
  • – Großmöwen (Mantel-, Silber-, etc.) sind Opportunisten und fressen sowohl Muscheln als auch verendete Tiere
  • – Kleinmöwen wie die Lachmöwe piratisieren sehr gerne an Blässhühnern oder Tauchenten, nehmen denen also die soeben vom Grund hochgeholten Muscheln etc. ab, weil das natürlich bequemer ist als selber zu tauchen etc.
  • – Haubentaucher fressen kleinere Fische, die sich wiederum von Jungmuscheln und Süßwasserplankton ernähren- also Wasserfiltrierern, falls nicht pflanzlich…
  • – Krickente und Brandgans sind wiederum Muschel- und Kleingetierfresser des Gewässergrunds
  • – Mäusebussard = klassischer Aasfresser
  • – Rabenkrähe = klassischer Aasfresser, der übergeordnete Artname lautet bezeichnenderweise auch „Aaskrähe“
  • – Ansonsten, wie Kormoran und Co., Fischfresser
  • – Bei der erwähnten Saatgans ist es wie beim Höckerschwan. Zwar mehr auf Grünland weidend als jener, aber sehr gerne auch auf Winterweizen oder wie Schwäne im Raps sowie im Wasser nach Pflanzen gründelnd
  • – Kolbenente, Gewässergrundfresser

ICH komme zu dem GANZ eindeutigen Ergebnis, dass es nahezu ausschließlich folgende Vogelgruppen erwischt:

  • – Nahrungsparasiten wie die Lachmöwe
  • – Aasfresser wie Großmöwen, Bussard und Rabenkrähen
  • – Fischfresser
  • – Muschel- und Wasserkerbtiere fressende
  • – sowohl am Gewässergrund als auch auf Ackerland weidende

Das konkludiert für mich auf zwei primäre Ursprungsquellen des Virus:

  1.  primär Düngerauftrag auf Kulturland/ Ackerland bzw. womöglich in Fischteiche (kippen die da echt Mist rein?!?)
  2. sekundär, wahrscheinlich durch Auswaschung aus dem Kulturland oder Windverfrachtung Gewässer, und hier vor allem Gewässerböden und dessen unmittelbar drüber liegende Wasserschichten

Denn alle diese möglichen Ursprungsquellen berühren fragliche Vögel mit dem Schnabel und schlucken dort gefundenes = Weg direkt in den Vogel.
Eventuell auch noch Aufnahme des Virus über Augenschleimhäute, wenn etwa Wasserpflanzen oder Kerbtiere aus dem Bodenmulm genommen werden, der dabei aufwirbelt und Viren in den freien Wasserkörper entlässt.
Da dann Fressen durch Fische, die den aufgewirbelten Bodenmulm für sich nutzen, die dann wiederum von Tauchern, Tauchenten und Kormoranen oder Möwen erbeutet werden…
Für mich ganz ehrlich glasklare Sache, der Ansteckungsweg!

Warnehof schrieb in Beitrag 2815:
Pathogenitätszeitraum
Auch in Wikipedia werden ähnliche Zeiten für die Pathogenität der Influenza Viren genannt, wie in dem Bericht der Freien Universität Berlin. Also kalt und feucht ist gut für Virus, in den Geflügelställen sollte dieser Zeitraum weniger wichtig sein, da die Viren relativ schnell durch den engen Kontakt der Tiere übertragen wird. Desweiteren werden amerik. Pekingenten auf Gittern gehalten, unter der die Gülle bis zum Ausstallen liegt.

Im Zeitraum vom 1.11. bis zum 31.1. gilt ein Ausbringungsverbot von Geflügelkot auf Ackerflächen. Es ist daher davon auszugehen, das im Oktober in der Vorbereitung der Felder für die Winterfrucht reichlich Geflügelkot eingearbeitet wird. Auch um die Lager für den Winter freizuräumen.
Hier
http://www.kritischer-agrarbericht.d…0_Lorenzen.pdf
habe ich folgendes gefunden:

 

Nach einer Infektion mit einem hochpathogenen
Vogelgrippevirus beträgt die Inkubationszeit
(Zeit zwischen Infektion und Krankheitsausbruch)
bei frei oder in Gefangenschaft lebenden Enten
einige Wochen, bei Puten und Hühnern nur
wenige Tage. Dieser Unterschied lässt sich als
evolutionäre Antwort auf den Umstand erklären,
dass die Viren im Wasser und im Feuchten besonders
gut überleben, vor allem im Winterhalbjahr. Daran
sind die Entenvögel besser als Landvögel angepasst.
Sie können deshalb Vogelgrippeviren beherbergen und
ausscheiden, ohne ernsthaft krank zu werden.

Das könnte also bedeuten, dass die toten Reiherenten vom Plöner See und dem Bodensee bereits Mitte Oktober infiziert wurden sind. Ab diesem Zeitraum waren sie Virenausscheider. Alle hier im Forum wissen, wieviele Freiland Hühnerhaltungen in S-H und B-W in diesem Zeitraum auffällig geworden sind. Richtig, keiner. Entweder sind die Hühnies seit 2014 immun, oder es fand einfach keine Übertragung statt.

Das WAI geht von einer Verbreitung durch Lebendgeflügeltransporte entlang der Fahrtroute aus. Quaki hatte hier einmal auf die kostengünstigste Fahrroute von Ungarn nach Basel hingewiesen. Auch das WAI geht von einer Meidung von Autobahnen beim Transport nach Norddeutschland aus. In Ungarn sind ca. 60.000 Enten an 4 Standorten gekeult. Wieviele Tiere von dort innerhalb der Inkubationszeit transportiert wurden sind, wage ich mir nicht vorzustellen.
http://wai.netzwerk-phoenix.net/inde…8-chronik-2016

Die Frage ist, ergänzen sich diese Theorien oder schließen sie sich aus. Und dann wäre da natürlich noch aus Asien eingeführtes Futter (Garnelen etc.) zu erwähnen, was aber nur schwer den Beginn des diesjährigen Ausbruchs erklären könnte. Da passen die beiden ersten Thorien besser ins Bild. Eventuell erklären Sie aber Fälle wie in Ückermünde (Emu) oder in kleinen Haltungen. Vom BDRG wurde in Veröffentlichungen der Einsatz von Garnelen als Proteinquelle propagiert.

Okina schrieb Beitrag 2819:

Das passt gut zusammen, Warnehof, was die Wildenten angeht… Ab Anfang September, teils schon Ende August ist klassische Sammelzeit (Limikolen, Seeschwalben etc. ziehen zu der Zeit schon ab).

Desgleichen ist Anfang September meist der Startzeitpunkt für nordische Zugvögel, wie Wildgänse und arktische Enten. Die müssten sich demzufolge ja NOCH früher infiziert haben, was nun völlig ins absurde führt, das ganze müsste dann wahrscheinlich schon auf dem Frühjahrszug stattgefunden haben, der für nordische Wasservögel bei gutem Wetter bereits Ende Februar beginnt.
Würden nämlich die nordischen Zugvögel das Virus mitbringen, müssten die sich irgendwann im Juli infizieren, und das entbehrt solange gänzlicher Handhabe, solange Forschern dort oben in der Tundra keine besondere Sterblichkeit auffällt- die gegeben sein müsste, wären die Vögel schon da infiziert.

Deren Ankunft in Deutschland jedoch ab den letzten Septemberwochen würde dann genügend Infektionszeitraum bieten. Ende September plus sagen wir vier bis sechs Wochen = Ende Oktober bis Mitte November = Et voila

Warnehof schrieb in Beitrag 2824:

@Okina
Was mich an der Wildvogelthese dieses Jahr gewaltig stört, sind eben, die nicht vorhandenen Funde zwischen China und Westeuropa.
Wenn ich das in der WAI Chronik richtig verstanden habe, ist der Fund am Ubsu-Nur See zum einen anders abgelaufen, als vom LFI publiziert (LFI spricht von Jagd lebender Tiere, der russische Bericht spricht vom Fund toter Tiere) zum anderen zeigte die Analyse, dass es sich nicht um einen Vorläufer des bei uns aufgetretenen Virus handelt. gsgs korrigiere mich bitte, wenn das so nicht stimmt.

Ich erwarte nicht, das in der Tundra jeder tote Vogel dokumentiert wird. Ich würde aber erwarten, dass beim Zug aus Westsibirien tote Vögel im Bereich Ladogasee – St. Petersburg festgestellt werden. Desgleichen im Baltikum und in Polen.

Beim südlichen Zugstrang? über Ungarn hatte man einen toten Schwan, auch nicht abendfüllend. Da aber auch das FLI sich für seine These nur auf den Fund am Ubsu-Nur See beruft, steht das ganze für mich auf sehr tönernden Füßen.

Hier mal eine Meldung vom 12.Oktober.
http://www.eatglobe.de/news/environm…-nur-lake.html

Welche Vögel kommen denn, aus dem Süd-Osten kommend zwischen Mai und September, mit den Reiherenten in Kontakt? Gibt es im Frühjahr eine Zugbewegung von China nach Westsibirien, analog des Zuges aus Westeuropa nach Westsibirien?

Okina schrieb in beitrag 2828:
Hy Warnehof!

Nein, das ist es ja!
Ich will ja nicht aufzeigen, dass das möglich wäre, sondern eben, das nicht! Niemals und unter keinen Umständen ursächlich über Wildvögel, und schon gar nicht aus der Mongolei!

Es gibt keine direkten Zugverbindungen von Mittelasien/ Ostasien nach Europa, der Virus KANN ALSO NICHT mit Wildvögeln hierher kommen.
Der einzig denkbare Weg, was ich dem FLI 2014 auch in Mails mitteilte, wäre, dass sich Vögel aus asiatischen und europäischen Überwinterungsgebieten in den Brutgebieten der Taiga treffen. Also Vögel, die sich in Süd-/ Südost-/ Mittelasien infizierten, ihre Virenfracht weitergeben, wenn sie wieder im Brutgebiet sind.

Dem entgegen steht aber ganz klar der Inkubationszeitraum, der dann mehrere Monate betragen müsste, was aber selbst bei Enten nicht der Fall ist. Auch müssten alle Wildvögel längst mit dem Virus durchseucht sein, sollten also quasi samt und sonders, so jetzt noch lebend, immun sein.
Sollte man zumindest vermuten, wenn das Virus wirklich so verheerend infektiös ist und soviele Wildvögel Übertrager sind, wie das FLI nach wie vor standhaft von sich gibt.
Warum aber sterben dann hier, in den Wintergebieten, so viele Tiere? Und nur hier, wie auch da in der Mongolei, welcher See ebenfalls (wie Dümmer, Steinhuder Meer, deutsche Küsten) Sammelgebiete darstellt?
Es sterben bei weitem nicht nur Jungvögel, denen man ja noch nachsehen könnte, dass sie noch nicht immun sind- alle Fotos von Reiherenten, die ich bislang sah, zeigten adulte Erpel oder Weibchen, nur in einem Fall ’nen immaturen Erpel, also einen aus der ’16er Nachzucht.

Zudem sind eben keinerlei Funde zwischen Mongolei und hier bekannt, also beißt sich da die Katze in den Schwanz!
Der NABU hat das alles schon viel ausgefeilter und besser dargelegt als ich- es ist schlechterdings unmöglich, dass die Vogelgrippe mit Zugvögeln aus Zentralasien zu uns kommt, punktum!

Bestenfalls noch aus Nordasien/ der arktischen Tundra, aber auch da widersprechen sämtliche Angaben über Pathogenität etc.

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Erhebung der Ernährungsweisen der betroffenen Arten

Autor: Andreas Menz, 41 Jahre alt
Ornithologe seit 1980/ 36 Jahren
von 1999 – 2011 ehrenamtlicher Mitarbeiter Erfassung Kanadagänse u. a. aviäre Neozoen in Berlin, z. Hd. Olaf Geiter & Dr. Susanne Homma

Erhebung der Ernährungsweisen der betroffenen Arten und damit einhergehend der Nachweis wahrscheinlichster Ansteckungsquellen.
Ausgehend von der Einsicht, dass den weitaus größten oder gar ausschließlichen Teil der tot gefundenen Wildvögel vielerorts die Tauchentenart Reiherente (Aythya fuligula) ausmacht, die sich tauchend von Mollusken, Insekten und Crustaceen in oder direkt an Gewässergründen ernährt.

Desweiteren soll ein Einblick auf die Glaubwürdigkeit der standhaft vom FLI (Friedrich Löffler- Institut) und damit der Politik vertretenen These geworfen werden, dass Wildvögel vornehmlich als Ansteckungsherd anzunehmen sind, sowie den Virus latent beinhalten.

Totgefundene Arten aufgrund der Wissenschaftsforum- Artenliste

  • Reiherente (Aythya fuligula) & Tafelente (Aythya ferina)
    Diese beiden Tauchentenarten, wobei die Reiherente die weitaus meisten Todfunde stellt, ernähren sich zu ganz überwiegendem Teil von Mollusken, Crustaceen und Wasserinsekten, die sie tauchend vom Gewässergrund erlangen, dabei oft Mulm aufwirbelnd.
  • Höckerschwäne (Cygnus olor)
    Diese Vögel ernähren sich natürlicherweise durch Weiden am Gewässergrund, vor allem im Winter aber auch durch Beweiden vor allem von Rapsfeldern. Nur lokal/ im urbanen Umfeld bedeutend ist Ernährung durch Passantenfütterung (meist Brotreste). In beiden Fällen der natürlichen Ernährungsweisen sind die Vögel mit dem Kopf direkt an den potentiell virenbelastetsten Stellen: Dem Mulm am Gewässerboden bzw. der Ackeroberfläche…
  • Blässhühner (Fulica atra)
    Diese Vögel ernähren sich wie Reiherenten tauchend von Mollusken, Crustaceen, Insekten. Insgesamt aber mit größerem pflanzlichem Anteil (Schwimmalgenwuchs, junge Teile von Wasserpflanzenaufwuchs, auch herbstliches Falllaub) als jene, welcher vorzugsweise in oberen Wasserschichten erworben wird, also weitab des Gewässergrundes mit potentiell virenkontaminiertem Mulm. Daher mutmaßlich deren vergleichsweise geringe Mortalität.
  • Mantelmöwe, Silbermöwe (Larus marinus, Larus argentatus)
    Diese Großmöwen sind Opportunisten und ernähren sich sowohl von Muscheln, toten und lebenden Fischen als auch allgemein küstennah verendeten Tieren, so auch Vögeln, die sie teils sogar aktiv erjagen (etwa durch Krankheit geschwächte).
  • Lachmöwe (Larus ridibundus)
    Diese Kleinmöwe parasitiert sehr gerne an zB Blässhühnern oder Tauchenten, indem sie ihnen die soeben vom Grund hochgeholten Mollusken, kleine Fische etc. abjagt.
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus)
    Diese Art frisst überwiegend kleinere Fische, die sich wiederum von Jungmuscheln und Süßwasserplankton ernähren- also Wasserfiltrierern.
  • Krickente (Anas crecca) und Brandgans (Tadorna tadorna)
    Sind wiederum Muschel- und Kleingetierfresser des Gewässergrunds.
  • Kolbenente (Netta rufina)
    Diese Art ernährt sich von Wasserpflanzen und Algen, die im ganzen gefressen werden. Also aus dem Bodengrund gezogen (Mulmaufwirbelung) und mit anhaftenden Kleintieren besetzt.
  • Saatgans (Anser fabalis)
    Bei dieser Art ist die Ernährung wie beim Höckerschwan. Sie ist zwar mehr auf Grünland weidend als jener, steht aber sehr gerne auch auf Winterweizen oder im Raps und gründelt im Wasser nach Pflanzenteilen.
  • Kormoran (Phalacrocorax sp.), Graureiher (Ardea sp.) sowie Haubentaucher, Lachmöwe, Ente und Fluss- Seeschwalbe (Sterna sp.)
    Bei diesen Arten, alle gemeldet aus der Mongolei am 23.9.16, handelt es sich den Angaben nach durchweg um fischfressende Spezies. Bei der angegebenen Ente wird es sich daher mutmaßlich um einen Säger (Mergus sp.) gehandelt haben.
  • Mäusebussard (Buteo buteo)
    Ist ein klassischer, opportunistischer Aasfresser.
  • Rabenkrähe (Corvus corone corone)
    Ist ebenfalls ein klassischer, opportunistischer Aasfresser.

Fazit:

Ich komme zu dem ganz eindeutigen Ergebnis, dass nahezu ausschließlich folgende Vogelgruppen, außer Hausgeflügel in industriellen Intensivhaltungen, von der H5N8- Erkrankung betroffen sind:

  1. Fresser wasserbürtiger Mollusken, Crustaceen und Insekten
  2. Sowohl am Gewässergrund als auch auf Ackerland (Raps, Winterweizen) weidende Arten von Gänsevögeln
  3. Obligatorische Fischfresser
  4. Nahrungsparasiten dieser Gruppen wie die Lachmöwe
  5. Opportunistische Aasfresser wie Großmöwen, Bussarde und Rabenkrähen

Das konkludiert für mich zu zwei primären Ursprungsquellen des Virus im Wildvogel, der Nahrungskette folgend:
Quelle a)
Primär der Düngerauftrag (Geflügelmist aus industriellen Großhaltungen) auf Kulturland/ Ackerland bzw. womöglich auch in Fischteiche. Potentiell virenbelastetes Material gelangt so unmittelbar in den Einwirkungsbereich der auf Agrarland und in Flachgewässern nach Nahrung gründelnden Arten!

Quelle b) Sekundär durch Auswaschung kontaminierten Materials aus dem Kulturland oder Windverfrachtung in anliegende Gewässer. Hier Absinken des kontaminierten Materials und Ablagerung/ Anreicherung vor allem an Gewässerböden und in dessen unmittelbar darüber liegende Wasserschichten!

Alle diese möglichen Ursprungsquellen berühren fragliche Vögel mit dem Schnabel und schlucken dort gefundenes- der Weg direkt in den Vogel ist somit sichergestellt.
In Frage käme eventuell auch die Aufnahme kontaminierten Materials/ des Virus über zum Beispiel Augenschleimhäute, wenn etwa Wasserpflanzen oder Kerbtiere aus dem Bodenmulm entnommen werden, der dabei aufwirbelt und Viren in den freien Wasserkörper entlässt.
Sich derart ernährende Vögel schützen das Auge zwar durch das Vorschieben der Nickhaut, Schleimhäute sind durch das stets geöffnete Auge aber frei zugänglich.
Den aufgewirbelten Bodenmulm fressen und durchsuchen in der Folge sehr gerne kleine bis mittelgroße Fische, die in der Folge leicht potentiell kontaminiertes Material aufnehmen und im Körper ablagern können-, diese Fische werden dann wiederum direkt von Tauchern, Tauchenten und Kormoranen oder Möwen erbeutet- oder indirekt, nachdem größere Fische sich von den potentiell kontaminierten Kleinfischen ernährten…
Für mich stellt sich der Ansteckungsweg der Wildvögel aufgrund deren Ernährungsweise und betroffener Artenliste sehr klar dar- er erfolgt keinesfalls mutwillig von Wildvogel zu Wildvogel, und das über Wochen oder tausende Kilometer, sondern direkt in den Habitaten, also auf den (herbstlichen) Hauptsammelplätzen des Vogelzuges!
Das deckt sich sehr genau mit den bestätigten Häufungsfällen des H5N8- Auftretens vorzugsweise der deutschen Küsten und deren Umfeld, nahezu keinen Funden in Mitteldeutschland, dann aber wieder stark gehäuft im Süden Deutschlands (Bodensee).

Stark korreliert diese Tatsache auch mit der Inkubationszeit von wenigen Tagen: Ansteckung in den Sammelgebieten an und um die deutschen Küsten- etwa 2- 4 Tage währender Zug in den Süden Deutschlands- starker Ausbruch der Krankheit und Exitus der stark geschwächten Vögel zB am Bodensee.

Desgleichen weitere Mortalität im Norden verbliebener Vögel, die länger an den Sammelplätzen verweilten oder bereits infiziert und leicht geschwächt den Zug antraten, dann aber zwischendrin niedergingen und schließlich verendeten.

Von einer „äußersten Aggressivität“ oder „hoher Ansteckungsfähigkeit“ kann trotz der massiv erscheinenden Todesfälle aber dennoch keinerlei Rede sein, die Zahl der verendeten Wildvögel lässt zu diesen Behauptungen keinen Anlass erkennen.
Allein die Zahl der europaweit durchziehenden/ lebenden Reiherenten geht an die 500.000- 850.000 Vögel, die bislang verendeten ungefähr 850 Reiherenten in Europa stellen demgemäß also gerade 0,1- 0,17 % des Gesamtbestandes dar. Es kann aufgrund der großen Massierungen auf den Sammelplätzen und während es Zuges also keinerlei Rede von irgendeiner der angeführten Eigenschaften des Virus sein, diese klingen vielmehr nach bloßen Vermutungen, blindem Aktionismus oder, volkstümlich gesprochen, „Panikmache“, und sollten daher situations- und vernunftsgerechter behandelt werden.

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Gespräch Quaki/Mara 1 Hühnerforum Beitrag 2871
Zitat Zitat von Quaki Beitrag anzeigen
Wenn ich die Fälle im Norden und Süden Deutschlands so verfolge (frau kennt sich ja nicht aus, braucht die Landkarte) sind alle betroffenen Nutztierbestände und die meisten Wildvögel die gefunden bzw. getötet wurden, im Bereich großer Reiseverbindungen an den Autobahnen.
Ob von Polen nach Dänemark oder Holland, ob von Budapest über den Bodensee und Genfer See nach Spanien, die Wildvögel müßten da ja sich an Autobahnen orientieren!
Absolutes Transportverbot über größere Strecken für alles Geflügel kann da nur die Alternative sein.

 

Antwort Mara 1.
…in Bayern wurden am Chiemsee etliche infizierte Wasservögel gefunden. Und wie es der Zufall will, die A8 führt über einige Kilometer DIREKT am Seeufer entlang. Die A8 ist eine wichtige Ost-West-Verbindung wenn man von Ungarn kommt und z.B. nach München oder weiter Richtung Bodensee oder in die Schweiz fährt.
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Kontaktadressen Vogelgrippe

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Kontaktadressen und wichtige Downloads Vogelgrippe

Hier entsteht eine Sammlung von Adressen der jeweils für dieses Thema zuständigen Behörden, Labors etc. die Sie über Bürgertelefon oder schriftlich auf dem Postwege oder per E-mail kontaktieren können, wenn Sie Fragen zur Vogelgrippe  haben. Auperdem finden Sie hier Infos und Downloads rund um Unterlagen, die Sie im kontkt mit den behörden brauchen könnten:

Sie haben Anspruch auf Rückstellproben bei Beprobungen:
§ 24 Abs.8, 10 i.V.m. § 10 TierGesG

§ 24 Überwachung
[…]
(8 ) Die von der zuständigen Behörde beauftragten Personen oder Personen nach Absatz 5 Satz 1 Nummer 2 sind ferner befugt, gegen Empfangsbescheinigung Proben immunologischer Tierarzneimittel sowie Proben von Futtermitteln, die Träger von Tierseuchenerregern sein können, nach ihrer Auswahl zum Zwecke der Untersuchung zu fordern oder zu entnehmen. Soweit der Betroffene nicht ausdrücklich darauf verzichtet, ist ein Teil der Probe oder, soweit die Probe nicht oder ohne Gefährdung des Untersuchungszweckes nicht in Teile gleicher Beschaffenheit teilbar ist, ein zweites Stück der gleichen Art, wie das als Probe entnommene, zurückzulassen. Zurückzulassende Proben sind amtlich zu verschließen oder zu versiegeln. Sie sind mit dem Datum der Probenahme und dem Datum des Tages zu versehen, nach dessen Ablauf der Verschluss oder die Versiegelung als aufgehoben gelten. Für Proben, die bei einem anderen als demjenigen entnommen werden, der immunologische Tierarzneimittel oder Futtermittel, die Träger von Tierseuchenerregern sein können, unter seinem Namen abgibt, ist eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten, soweit nicht ausdrücklich darauf verzichtet wird.

(10) Die Absätze 4 bis 6, 8 und 9 gelten für die Durchführung eines Monitorings nach § 10 entsprechend.

Klartext: Der AmtsVet muss Proben für den Halter bezüglich Futtermittel, Tierarzneimittel und Proben vom lebenden/toten Tier zurücklassen.

 

Kreisveterinärämter:

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Landkreis Soest:
http://www.kreis-soest.de/gesundheit…heit/tiere.php
Prof. Dr. Wilfried Hopp
02921 30-2186

wilfried.hopp@kreis-soest.de

dafür verantwortlich:
Geflügelpest in Putenbetrieb,
2 Kleinbestände (20 Tiere) in der Nähe vorsorglich mit gekeult

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Friedrich Löffler Institut (FLI)
Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter
thomas.mettenleiter@fli.bund.de

Bayern
Tiergesundheitsdienst Bayern e. V.

Fachabteilung Geflügelgesundheitsdienst und Pelztiere
Senator-Gerauer-Str. 23
85586 Poing
Tel.: 089-9091-227
Fax: 089-9091-388 (mit Hinweis GGD)
e-mail: ggd@tgd-bayern.de

Mecklenburg-Vorpommern:
Für Rückfragen und Hinweise wurde ein Bürgertelefon unter der Nummer 0385-5886066 eingerichtet (Mo – Fr, 9:00-14:00 Uhr).

Schleswig Holstein
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft,
Umwelt und ländliche Räume
Mercatorstraße 3, 24106 Kiel
E-Mail: internetredaktion@melur.landsh.de
Telefon: 0431 988-0
Fax: 0431 988-7239

Fachbereich Veterinärwesen
Dr. Gabriela Wallner, V 26
E-Mail: gabriela.wallner@melur.landsh.de
Telefon: 0431 988-4998

Landeslabor Schleswig-Holstein
Max-Eyth-Straße 5
24537 Neumünster
E-Mail: info@lsh.landsh.de
Telefon: 04321 904-600
Fax: 04321 904-619

 

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Emotionen und Gedanken

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Emotionen, Gedanken und Spekulationen
betroffener Tierhalter und Tierfreunde

Hier ist eine unsortierte Sammlung von Beiträgen,  die traurige, besorgte, wütende und/oder ratlose private Hobby-Hühnerhalter, Geflügelzüchter und empathische Menschen, die Tiere nicht als „Sachen“ betrachten, sondern als Lebewesen respektieren, geschrieben haben…..
…und ganz unten der Kurzbericht von einer Infoveranstaltung
mit Dr. Habeck und Prof. Dr.Dr.h.c Mettenleiter

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hühnerling #9583 im Hüfo 12.1.2017
Für „Neueinsteiger“ in das Thema habe ich hier mal eine Zusammenfassung aus meiner Sicht erstellt, da wohl noch immer einige Leute glauben, daß es nur um „Missverständnisse“ geht:

Geflügelwirtschaft und FLI haben seit 2006 durch ihren „Geniestreich“ – der Dramatisierung von eher harmlosen Viren – eine für beide Seiten äußerst profitable win-win – Konstruktion geschaffen.
Profilierungsbedürftige Politiker lassen sich ebenfalls ganz nach Belieben vor diesen Karren spannen, das zeigt sich insbesondere vor Wahlen jeweils sehr deutlich.
Das FLI Abteilung Mettenleiter wurde infolge nicht wie ursprünglich vorgesehen geschlossen, sondern erhielt „Forschungsaufträge“ in Millionenhöhe, auch und insbesondere von Seiten der Geflügelwirtschaft.

Seither wird also „intensiv“ geforscht und man verlautbart regelmäßig die absurdesten und naturwidrigsten (entgegengesetzter Vogelzug!) „Wahrscheinlichkeitstheorien“, um das „Bedrohungsszenario“ je nach aktueller Bedarfslage anzuheizen oder wieder etwas abflauen zu lassen.

Selbstverständlich wird man sich seitens FLI/Mettenleiter hüten festzustellen, daß der Auftraggeber Geflügelwirtschaft höchstwahrscheinlich selbst durch seine Warenströme (z.B. nicht ausreichend erhitzte Kadaverfuttermehle, nicht ausreichend desinfizierte Container, Fahrzeuge etc.) gewisse asiatische HPAI-Viren direkt in seine Mastanlagen einbringt. Und im Anschluß durch unkontrollierte freie Ausbringung infizierten und nicht dekontaminierten Geflügelkotes inkl. Kadaver die Wildvogelpopulation infiziert.

Wenn das nämlich festgestellt werden würde, könnten sie als Verursacher keine TSK-Entschädigungen kassieren, und zwar weder für Keulungen erkrankter noch für die „vorbeugenden“ Keulungen gesunder, aber überfälliger/überproduzierter Bestände.
Hinzu kämen noch enorme, selbstzutragende Kosten für Dekontamination und Entsorgung der bei Ausstallungen anfallenden Geflügelkot- und Kadavermassen, der Gerätschaften, Fahrzeuge, Massentierhaltungsanlagen, Schlachthöfe etc. Entsprechende Importe von Billig-Kadaverfuttermitteln aus Asien wären zukünftig nicht mehr möglich etc. – das ginge also insgesamt richtig ins Geld und sie würden verpflichtet, den inzwischen seit Jahren durchaus vorhandenen Impfstoff einzusetzen, was ja bislang aus Kostengründen “ zu aufwändig und nicht sinnvoll“ erscheint.

Und es bestünde die Möglichkeit, daß die Betreiber dieses äußerst lukrativen Systems in Regreß genommen werden könnten. Insgesamt also nicht verwunderlich, daß ein FLI-Institutsleiter auch nach 10 Jahren noch immer an seiner seiner längst von anerkannten Wissenschaftlern und Ornithologen widerlegten Behauptung festhält, daß der Vogelflug seit 2006 extra zur Untermauerung seiner geradezu lächerlichen Wildvogel-Theorie entgegen aller Naturgesetze in die genau entgegengesetzte Richtung stattfindet.

Umso passender also diese vortreffliche Lösung auf Kosten des Steuerzahlers. Die in einigen Bundesländern ausgerufene und ganz offensichtlich absolut unsinnige Stallpflicht inkl. „Biosicherheitsmaßnahmen“ etc. soll die Dramatik des „gefährlichen Seuchenfalls“ (Pandemie!) untermauern, um die Akzeptanz der sinnlosen Massenkeulungen auch in Bevölkerung und Politik zu sichern und die TSK-Entschädigungszahlungen sowie weitere Forschungsgelder auch weiterhin ungehindert abgreifen zu können.

Ergänzung:

Und das ganze Theater wird um ein Virus betrieben, das nicht mal für Menschen ansteckend ist („unwahrscheinlich“ lautet die aktuelle Einschätzung zur Ansteckungsgefahr des Robert-Koch-Instituts vom November 2016) und ganz offensichtlich auch nicht für artgerecht gehaltenes Geflügel.

Eigenartigerweise interessiert sich niemand für das seit Jahren hier insbesondere in der Amselpopulation grassierende Usutu-Virus, das durch Mücken übertragen wird und zwar für den Menschen ansteckend und krankmachend:
https://de.wikipedia.org/wiki/Usutu-Virus
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundhei…,virus174.html

Ganz im Gegensatz zu den rein theoretischen Erwägungen des FLI/Mettenleiter in Bezug auf mögliche Mutationen des Vogelgrippevirus – hat dieses Usutu-Virus schon längst die Zoonose-Entwicklung vollzogen und stellt eine reale Gefahr für die menschliche Gesundheit dar, allerdings stehen hier keine Interessen der Geflügelindustrie oder Entschädigungsmöglichkeiten in Millionenhöhe dahinter…

 

Putin #9330 im Hüfo 11.1.2017:
Zitat von ***altsteirer***
Ja, die lässt man natürlich nicht gerne liegen, aber es sind außerdem schon noch einige andere Dinge auffällig:

-Obwohl als Maßnahme gegen die Verbreitung der Vogelgrippe völlig ungeeignet drangsaliert man die Kleinst- und Hobbyhuhnhalter mit einer unsinnigen Stallpflicht und fabuliert selbst in der Führungsriege der Grünen schon von Stallhaltung als Regelhaltung. Auch da hören nach und nach viele Züchter auf und hängen den Erhalt der Rassen an den Nagel. In diesem Zusammenhang hat mich der Link gestern förmlich angesprungen:http://www.proplanta.de/Agrar-Nachri…458629487.html
Man sorgt über den Umweg des Seuchenschutzes für ein Verschwinden der Arten, auf deren genetischem Vermächtnis dann das FLI, also Industrie und Politik, die Hand drauf haben. ….
Ich stelle nur fest wozu mir die genannten Dinge als geeignet erscheinen. Wenn das eine Verkettung unglücklicher Umstände und politischer Fehlentscheidungen ist, dann haben wir ja hoffentlich die Möglichkeiten das zum Wohle aller zu korrigieren und weitere Verschlimmerungen abzuwenden!
Liebe Grüße,  Zitat Ende

Markus hat absolut recht !!!
Die gesamte Landwirtschaft unterliegt einer Industrialisierung, mit allen Konsequenzen.
Das Parallel-Beispiel Getreide:
Der Bauer hat früher immer einen Teil seiner Getreideernte zurückbehalten, weil er damit die nächste Ernte angesät hat.
Ein ständiger Kreislauf, offen für individuelle Veränderungen.
Heute verwendet der Landwirt Hybridsorten aus der industriellen Zucht mit sehr hohen Erträgen. Von dieser Ernte einen Teil für die nächste Einsaat zu verwenden ist schlicht strafbar. Denn die weltweit agierenden Monopolisten haben es längst geschafft den Genpool der Hybridsorten patentrechtlich zu schützen.
Der Bauer muss sein Saatgut heute beim Monopolisten kaufen.
Dieses Beispiel zeigt deutlich, wo die Reise hingehen soll.
Heute ist zufällig ein interessanter Artikel bei uns in der Volksstimme der sich genau mit dem Problem beschäftigt:
http://www.volksstimme.de/deutschlan…-enormer-macht
Wenn man sich diesen Artikel durchgelesen hat, macht es durchaus Sinn sich folgenden Bericht auf YouTube anzusehen:
https://www.youtube.com/watch?v=2S6vPaGzSr8
Es geht grundsätzlich um die Kontrolle des noch vorhandenen Genpool’s Geflügel.
Langfristig betrachtet stören wir Hobbyhalter mit dem vielfältigen für die Industrie nicht kontrollierbaren Genpool unserer Tiere extrem. Das hat absolut nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, sondern ist traurige Realität.
Ob im Käfig, ob in Boden- und in Freilandhaltung: Das Schicksal der Hühner in der industriellen Nutzung liegt heute global in den Händen der drei Konzerne Wesjohann-Lohmann, Hendrix Genetics und Natexis, die mit ihren Hybrid-Turbohennen global die Hühnerställe bestücken.
Es liegt auch an uns, ob die ihr Werk vollenden, ob es so bleibt wie es ist oder ob wir die Entwicklung nicht nur anhalten sondern gar zurückdrehen könnten.
lieben Gruß
Bernd
PS.: Egal was wir, oder der Einzelne, tun. Wir sollten auf keinen Fall aufgeben, sondern soviel wie möglich an die Öffentlichkeit zerren.

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Wut und Verzweiflung im Hüfo angesichts der Abläufe in Wörth und der Fotos von Putin 9.1.2017:

#9050 Hobbyhuhn
Zu dem Beitrag von Putin steigt mit einfach die Galle in den Hals – was für eine Riesenschweinerei, und was für eine unglaubliche Verarsche, uns weiszumachen, dass die tierquälerische Einstallerei irgendwas nützen würde: jedenfalls ganz sicher nichts, solange die Qualbetriebe ihren Dreck und ihre Seuchen überall einfach in die Landschaft kippen können!! Ich würde, wenn ich da wohnen würde, hinfahren, einen großen Eimer von dem Sch… einpacken und dem nächsten dummschwätzenden Landrat bei irgendeiner Pressekonferenz auf den Tisch kippen!!!

#9053 Okina
Mir kommt es bald vor wie das hier: https://www.youtube.com/watch?v=Xw-XzJUEKkM
Aber haargenau so, wobei die Ratten jegliches Geflügel darstellen und die Köter die Amtsvets, FLI und Co., aber GENAU so. Die sind gerade dabei, nix geringeres als einen Genozid zu beginnen und haben jegliche Hemmungen verloren. Lass‘ doch einer bitte mal bundesweit was Wasser untersuchen, wo es besonders übel abgeht- ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass Menschen bei Sinn und Verstand derart entarten können. Ehrlich, ich will das H- Wort noch nicht in den Mund nehmen, aber haargenau so kommt es mir inzwischen vor- die Paralellen sind frappierend!

Muss sich erst ein betroffener Züchter umbringen, oder muss erst anderweitig anderes als Vogelblut fließen, dass die endlich mal wieder alle runter kommen und sich wie denkende Menschen verhalten?

#9058 Ahoeh

Es ist auch kaum zu glauben. Was wäre es denn für ein erhöhtes Risiko gewesen wenn alle positiv beprobten Tiere und unmittelbar getötet worden wären und die verbliebenen weiter überwacht werden würden. ….Ja genau keins. Da könnte man doch platzen.

Viele Grüße
Andrea

#9058 Butterhexe
22.03.2016 | 07:51
Deutsche Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere wird eröffnetI
In dieser soll genetisches Material vorwiegend von gefährdeten landwirtschaftlichen Nutztierrassen eingefroren werden. Ziel ist es, damit alte landwirtschaftliche Nutztierrassen vom Geflügel bis zum Rind vor dem Aussterben zu bewahren und deren genetische Vielfalt zu sichern.

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachri…458629487.html

Jetzt zählen wir nur noch 1 und 1 zusammen. Alles klar?

#9059 Altsteirer
Könnte die Industrie evtl. ein Interesse daran haben bewährte Genressourcen, die sich bei einer dezentralen Selbstversorgerstruktur gut eignen würden die Bevölkerung zu versorgen, unwiederbringlich zu vernichten?

Denn dann hätte das momentane Vorgehen, auch und insbesondere in Wörth, „Sinn und Verstand“.

Nein? Dann is ja gut…

#9068
zw.lachs
Ist das der Anfang vom Ende ?
Bei Wörth kann ich einfach nicht mehr , mir fehlen die Worte ich könnt heulen oder keine Ahnung was. Die Tiere und die Züchter , ich bin denen so nah und jeden in diesem verdam… Land könnte es demnächst erwischen. Und wir können kaum was tun.
Es ist irgendwie komisch – es fängt auf einmal in Privaten Haltungen an auch noch mit sehr empfindlichem Genpool und da noch ne Private und dort noch eine …. Irgendwie muss ja von der Großgeflügelmastindustrie abgelenkt werden.
Die Störenfriede können sich ja um Ihre eigene Kundschaft kümmern , da haben wir Ruhe.
Die Verbände halten ruhig und wegen der Paar Tiere naja Hauptsache wir können wieder so weitermachen wie bisher.

Liege ich da falsch oder wäre das der beste Weg uns Kleinhalter und Züchter untergehen zulassen.

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Okina75 im Hühnerforum #8453
Die ganze Sache ist völlig aus dem Ruder und aus jeder Verhältnismäßigkeit gelaufen, ein wahrhafter Tötungsrausch ist ausgebrochen- ich frage mich ganz ehrlich, wer denen allen ins Gehirn geschissen hat, auf Deutsch gesagt- und allmählich glaube ich, dass nicht mal Paule Wesjohann und Söhne SO skrupellos sein bzw. sowas WOLLEN können… Das ganze Ding hat sich echt fast uneindämmbar verselbstständigt, wir erleben hier echt gerade das berühmte Schneeballsystem/ -prinzip- kommt das Teil ins Rollen und hat erstmal eine gewisse Größe überschritten, stoppt den nichts mehr- außer eine solide Felswand…
Leute, ich bin geistig echt so fertig und fassungslos wie noch nie vorher, was hier abgeht, übersteigt jegliche Vorstellungskraft, zumal auch quasi 90 % der Medien auch vollkommen gleichgültig oder taub für die wahren Hintergründe oder Alternativen zu sein scheinen…

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Gespräch aus dem Hühnerforum:

Tanny #7974
sagt mal, die haben doch laut FLI Jahresbericht dieses H9 N2 seit Jahren in den Beständen und impfen dagegen auch, oder?
könnte es sein (Hanne?) dass die panische Angst haben, dass das ja eigentlich relativ harmolose H5N8 in den Ställen auf das wesentlich weniger harmlose H9N2 trifft und die zusammen mutieren und zu einem Supervirus werden?

Wenn dem so ist, würde es mich nicht wundern, warum die solche gigantischen Keulaktionen an gesundem Geflügel „vorbeugend“ vornehmen.

Ich schätze, das hätte gigantische Schadensersatzforderungsklagen zur Folge, wenn nachgewiesen würde, dass so ein Supervirus quasi in einem Massenbestand „gezüchtet“ wurde, oder?

Hanne #8027
@Tanny
Das hatte ich schon mehrfach gepostet. Sowohl H5N1 als auch H7N9 als auch H10N8 (H5N6 weiß ich grade nicht mehr) sind nur(!) durch Mitmischen von H9N2 (Reassortanten) so gefährlich geworden. Natürlich ist das die realistischste, allerschlimmste Gefahr. Und das geht schnell.

Meiner Meinung nach könnte das der Grund gewesen sein, warum Herr Dr. Habeck so biestig geworden ist. In Grumby war die Infektion ja recht lange nicht bemerkt worden. Wenn ihm da der richtige Virologe die Gefahr dargelegt hat, könnte der richtig Schiss bekommen haben.

Vamperl #8028
Dann sprechen wir es doch nochmal für die Presse aus: H5N8 – als meldepflichtiges Virus in Deutschland – ist eigentlich nicht das Problem, sondern H9N2, das erwiesenermaßen auch humanpathogen, in Deutschland aber nicht meldepflichtig und über das Trinkwasser, so die chinesische Studie, bestens übertragbar ist. Das Vorkommen derselben Virenstämme und bereits in deutschland hiergegen erfolgter Impfungen ist im FLI-Jahresbericht 2015 bestätigt und erfasst.
Eine Vermischung von H9N2 und H5N8 kann extrem gut gelingen, wenn sich beide Viren in einer wunderschön heimeligen Umgebung wie einer Stallhaltung befinden. DAVOR hat man Angst, spricht aber nicht drüber, sondern schürt lieber Panik in Bezug auf Wildvögel.

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Am 31.12.2016 antwortet Putin15 in Beitrag 7822
im Hühnerforum
auf einen Beitrag von Yrwelcome

Zitat Zitat von yrwelcome Beitrag anzeigen
Ist“VERARSCHE DES VOLKES“ eigentlich einOffizialdelikt, dann müsste die Staatsanwaltschaft von sich aus tätig werden.
oder fällt jemendem ein triftiger Grund für eine Anzeige bei der Staaatsanwaltschaft ein? lasst es mich wissen, ich schreib dem OSTA gern das Nötige Zitat EndeAntwort Putin15:

Na dann … Ich habe folgendes gehört:
Im Jahr 2006 Stand das FLI kurz vor der Schließung und wie durch ein Wunder hatten wir 2006 der ersten großen Ausbruch der Vogelgrippe.

Was folgte waren Fördermittei von 10 Mio. Euro zur Untersuchung der Entstehung der Vogelgrippe und der Übertragungswege.

Nach 10 Jahren intensivster Forschung (wenn man Herrn Mettenleiters eigenen Ausführungen aufmerksam folgt) haben sie folgendes herausgefunden: nämlich NICHTS!!!

So, und nun argumentiere ich vom prinzipiellen Ansatz her mal wie Herr Mettenleiter:

„Es kann ein Missbrauch der Tierseuchenkasse, zur möglichst schonenden Abfederung einer Überproduktion von Geflügel für die Geflügelindustrie nicht wirklich ausgeschlossen werden.“

„Es kann nicht wirklich ausgeschlossen werden dass ein Fall vom LK Vechta uns nun eventuell genau zeigen könnte worum es gehen könnte.

http://www.agrarheute.com/news/vogel…chten-getoetet

Man beachte diese Spalte: Vogelgrippe: Tiere im Landkreis Vechta getötet.
Die Tiere hatten : NICHTS!!! und wurden „nur“ vorsorglich mit getötet. Bei 25.00 Euro/Tier Entschädigung.“

Was braucht es denn um mal so eben (finanziell abgefedert) 50.000 Enten zu entsorgen?
… 1 toten Vogel!!!. … und die wachsweichen, den Missbrauch geradezu herausfordernden, auf den Empfehlungen des FLI beruhenden Bestimmungen. Hauptsache H5N8 oder nahe dran. … dadurch alles legal …

Ich habe es selbst hinterfragt: Es gibt keinerlei Verpflichtung gründlich zu prüfen woran der tote Vogel tatsächlich gestorben ist.

… und ich bediene mich nochmals den Formulierungsansätzen des Herrn Mettenleiter:

Ein Missbrauch der Tierseuchenkasse kann sowohl im Einzelfall, als auch systematisch, nicht ausgeschlossen werden. Also um nun auch nicht missverstanden zu werden: Ich weiß nichts, ich stelle nur die Vermutung an es könnte nicht ausgeschlossen werden.

Nun geht es aber um die Verwendung öffentlicher Mittel!!!

Vielleicht sollte es doch mal den zuständigen Rechnungshof als obersten Kassenwächter interessieren, dass es in diesen Zusammenhängen nicht ausgeschlossen werden kann, dass hier Missbrauch öffentlicher Mittel stattfinden könnte?

Alles nur eine Vermutung. Auch, dass sich eine rechtlich verantwortliche Aufsichtsbehörde dafür interessieren könnte! … oder gar das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft … alles nur Spekulation.

Trotzdem haben mich diese Spekulationen jetzt selber so verunsichert, dass ich von den verantwortlichen Aufsichtsbehörden verlange diese unbegründeten Spekulationen ernst zu nehmen. … schon deshalb, weil ein Missbrauch nicht ausgeschlossen werden kann.

Bernd

http://www.zwerg-huehner.de

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Okina75#7414  im Hühnerforum „Emotional am Limit“ – wie wir alle – Ist die Menschheit überhaupt noch zu retten?

Ja, und genau dieser Tunnelblick ist es, der uns in gar nicht mehr allzu ferner Zukunft den Hals brechen wird- habe echt im Urin, dass das nimmer lange dauert, wenn man sich diesen ganzen egozentrischen Sch…ß ankuckt, der im Verbund mit Massenverblödung und genanntem „Scheuklappismus“ überall auf der Welt in den letzten paar Jahren immer und immer mehr in den Vordergrund tritt!!!
Die Welt ist am Arsch, dass es eigentlich jedem mit funktionierendem Gehirn und ausreichender Sehkraft nur so entgegen spritzen müsste vor bitterer Erkenntnis- Pustekuchen von wegen „die Welt kann 11 Milliarden ernähren“!
Wir sind heute mit 7.5 ja schon am Zusammenbrechen!!! Nee, Freunde, das dauert nimmer lange, und weder die Massentierhaltung noch hunderte Quadratkilometer große Anbauflächen am Stück werden daran was ändern… Der Fraß wird immer verweichlichter und einheitlicher, die Menschheit dadurch immer kränker und durch die Allgemeinverblödung immer unfähiger, im Ernstfalle auf sich gestellt zu überleben. Nee, wenn es knallt, dann bald und richtig, und dann simmer am Allerwertesten, als Art gesehen- das zeichnet sich immer deutlicher ab.
(Schon heute muss man uns nur zwei Dinge nehmen: Das Erdöl und die Elektrizität- und schon sind wir wieder im finstersten Neandertal- und das sollte bitter zu denken geben!)

Auch und gerade im aktuellen Verlauf des Geschehens beobachtbar. Vernünftige Argumente und ansatzweise altruistisch denkende Menschen bleiben und werden immer mehr zu Nischen- und Randerscheinungen und von dieser absolut widerwärtigen tonangebenden Klientel weggedrängt, der das Gros des Volkes dumm sabbernd nachgeifert bzw. nicht im Traum dran denkt, mal was in Frage zu stellen, solange die grundsätzlichen „Bedürfnisse“ befriedigt sind- billiges Fressen in beliebiger und jederzeit verfügbarer Menge ohne jede Mühe, stumpfe „Unterhaltung“ und ein gewisses Maß an frei bleibenden Grund“rechten“, wie Kinder in die Welt setzen, Atmen oder aufs Klo zu gehen…

Sorry, wenn ich gerade wieder auf ’nem misanthropischen bin, aber nach den tausenden und tausenden und Abertausenden von durch die Bank sinnlosen Geflügel- Zwangstoden, die sich mir in hunderttausendfacher Zahl beim Durchackern der OIE- Reporte erschlossen- Alter, mir vergeht langsam ALLES!
Hier mal 9000, da mal 12000, dort auch mal 325.000, da mal nur 80, dort 900 oder 5000- pöh, alles Peanuts, Hauptsache, am Jahresende stimmt die Geschäftsbilanz so einigermaßen…

Führt unsere Initiative zu keinen bewegenden Änderungen, schaffe ich meine Hühner ab und werde Veganer. Bzw. Paläo- Diätetiker oder wie sich das nennt und fresse nur noch Wild und was sich sonst so bietet. Ich will und mag nicht mehr, und erreicht diese widerwärtige Bande da oben an den Drückern, die Wirtschaft und ihre Lobbyisten und Speichellecker wie das FLI und Co. ihr Ziel, dann werde ich ’nen verdammten Teufel tun, fortan brav geläutert mein (huh, ruhig, Brauner…) Essen in Form von wässrigen und konsistenzlosen Massentierhaltungs- Fleischwaren in den Geschäften zu kaufen.
Nein!
Wenn die uns Klein- und vernünftige, artgerechte Tierhalter ausstechen, an die Wand spielen und zugrunde richten, dann, liebe Geflügelindustrie und Eure Lobby und abhängige Stiefellecker, werde ich Euch ins Gesicht spucken und lieber überfahrene Viecher von der Straße kratzen, als Euren Fraß zu mir zu nehmen! Verlasst Euch drauf! Von MIR kriegt IHR keinen, KEINEN, Cent mehr!!!

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Ich wünsche Ihnen
magische Raunächte,
besinnliche Feiertage…

…und uns allen ein  Neues Jahr,
in dem Achtsamkeit und Mitgefühl für unsere Mitgeschöpfe
nicht mehr nur leere Worte sind…
Kirstin Zoller

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Weihnachtsmärchen
Vogelgrippe, Schweinepest, Rinderwahnsinn und anderer Wahnsinn.
Ein gar gruseliges Märchen für besinnliche Tage

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…….nach dem sprunghaften Anstieg vom Virus befallener Massenbestände trotz Aufstallpflicht und längst beendetem Wildvogelzug fragt man sich im Hühnerforum, ob es auch andere Gründe geben kann…..

Dani2012 Beitrag 6138:

Zitat Zitat von Rosie Beitrag anzeigen
….. seltsamerweise dringen die pöhsen Viren aktuell nur in Putenställe, Entenställe und Gänseställe ein. miramKopfkratz
Und trotz der Massen an entsorgten Risikopatienten sind die Märkte voll. Es gibt Weihnachtsbraten mehr als genug.
Zitat Ende

Daher frage ich mich schon lange, ob man diese extreme Massentierhaltung überhaupt braucht…. Trotz Keulungen in Massentierhaltungen europaweit, gibt es keine Engpässe beim Geflügelfleischverkauf… oder gar explodierende Preise.
Mein Fazit: Die Massentierhaltungsfabriken müssen spätestens im Dezember ihre Überproduktion loswerden, um die Fabriken neu zu bestücken fürs nächste Jahr…. Und wenn das FLI die Seuche ausruft, zahlt die TSK, sprich letztendlich der Steuerzahler dafür, dass die Überproduktion doch noch zu Geld gemacht wird und die Ställe frisch desinfiziert wieder hergerichtet werden… Und spätestens im übernächsten Jahr (man will ja nicht gierig erscheinen) läuft alles wieder wie gehabt ab… evtl. wechselt dann mal die Nutznießerfabrik, damit jeder mal dran kommt und es dem Unbedarften nicht so auffällt ….

Sil Beitrag 6139:
Ich frage mich schon die ganze Zeit, warum so viele Medien nach wie vor die offensichtlichen Hinweise auf Widersprüche in der offiziellen Darstellung der Übertragungswege der Vogelgrippe gar nicht wahrnehmen und jeden Kommentar des FLI einfach unreflektiert weitergeben.
Es fehlt aber wohl einfach am puren jorunalistischem Handwerk
Ich habe mich gefragt:
Wie kommen Nachrichten in die Zeitung? Und unter anderem folgende Antwort gefunden:
http://www.deutsche-tageszeitungen.d…htenagenturen/
Vielleicht sollten wir „unsere“ Zeitungen schlicht mal dazu auffordern, selbst zu recherchieren und nicht aus Kosten- oder sonstigen Gründen jede dpa-Meldung unkritisch und ungeprüft einfach zu übernehmen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist vielleicht auch das hier:
http://www.bdzv.de/der-bdzv/aufgaben…g-der-zeitung/

Miss Boogle Beitrag 6140:
@Dani2012
Mir kam der gleiche Gedanke.
Erst die Wildvögel (die ja alle nur vom FLI beprobt wurden) und ganz viel Panikmache, damit niemand merkt, dass es eigentlich nur um Puten und das liebe Geld geht. Denn schließlich gibt es derzeit eine absolute Überproduktion. Und wenn jetzt sämtliche Bestände gekeult werden merkt es der Durchschnitts-Bürger ja nicht. Vogelgrippe ist ja schon 1 Monat in den Medien. Ist ja für Lieschen Müller nachvollziehbar…
Alles andere sind Kollateralschäden, die den großen in die Hände spielen

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Putin15 Beitrag 6013 im Hühnerforum:

Zitat Zitat von ae500fr Beitrag anzeigen
da könntest du richtig liegen denn ohne seuche keine untersuchung ohne feststellung der todesursache
kein FLI untersuchung und feststellung der so gefährliche die ganze menschheit dahinraffende seuche
gibt es vielleicht auch nicht so viel geld gruss aus oberfranken
Zitat Ende

Nur mal so eine Überlegung:

Tote Wildvögel werden doch (wegen der Vogelgrippehysterie) lediglich auf Antikörper zur Vogelgrippe getestet.

Die perverse „Logik“: Wenn Vogelgrippe-Antikörper gefunden werden, dann ist alles klar. Der Vogel ist an Vogelgrippe gestorben. Es läuft der ganze, durch diese Oberflächlichkeit ausgelöste, behördliche Wahnsinn an. Aufstallung, Keulung usw. …


Geht es überhaupt oberflächlicher?

Nur mal so zum Verständnis: Wenn der Hausarzt seinen Patienten tot auffindet, könnte er ja auch erstmal prüfen lassen, ob sich Grippe-Antikörper finden. Würde doch schon deshalb Sinn machen, weil der jetzt tote Patient des Hausarztes vor vier Wochen erst zur Grippeimpfung bei ihm war. Antikörper gefunden, ergibt nach dieser Logik eine eindeutige Todesursachen: Grippe!.

Wenn der tote Patient vor 1980 geboren wurde gibt das natürlich noch viel spektakulärere Todesursachen. Viele wurden vor 1980 noch gegen Pocken geimpft. Mit etwas Glück ist noch ein Restschutz vorhanden und es finden sich Pocken-Antikörper.

Naaa, was folgt daraus … Nach derzeitiger Logik wäre dann wohl sofort die WHO zu informieren. Alle Leute die noch Kontakt hatten müssten dann sofort in Isolation um eine weltweite Pocken Epidemie zu verhindern….

Wen würde es da noch stören, dass der tote Patient des Hausarztes mehrere Einschusslöcher im Rücken hat. …

Allerdings gibt es eine neue Insiderinformation (siehe Bild)

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht  Name: Storch-1abc Kopiea.jpg  Hits: 0  Größe: 176,2 KB  ID: 181985

Ich habe eigentlich nur noch die Frage wie lächerlich sich Geflügelindustrie, Politik und FLI noch machen wollen?

Neee ….. eigentlich habe ich noch eine Frage: Wieso darf das FLI noch öffentliche Mittel bekommen für die „genialen“ Gegenleistungen?

Gruß aus dem schönen Fläming
Bernd

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Beitrag 4953 „Tanny“ (Kirstin Zoller) im Hühnerforum:

…den Frust von der Seele geschrieben…

Vorab, damit diejenigen, denen so etwas zuwider ist, gar nicht erst weiter lesen müssen:

Dies ist KEIN Beitrag, der Anspruch auf wissenschaftliche Belegbarkeit erhebt,  es ist kein Beitrag, der den Anspruch erhebt, jede Aussage mit irgendeinem Fakt, einer Quelle und einem link zu untermauern –
es ist einfach ein Beitrag, in dem ich meine Gedanken und Gefühle zum Thema zum Ausdruck bringe….

Viren und Bakterien gehören zum Leben dazu – seit das Leben entstanden ist.
Ohne Bakterien würden wir keinen Tag überleben – unsere Haut könnte ihre wichtigste Aufgabe nicht mehr wahr nehmen, Nahrungsaufnahme wäre unmöglich.

Ich habe weder ein Interesse daran, die Welt steril zu machen, noch will ich unsterblich werden – ach ja und ich will auch die Naturgesetze nicht beherrschen oder außer Kraft setzen.

Ich will einfach nur naturnah leben – ich will normales, natürliches, regionales und saisonales Essen zu mir nehmen können, ohne recherchieren zu müssen, ob „regional“ nun auch „von hier“ heißt, oder ob „regional“ alles sein kann, was irgendwo aus Deutschland kommt.

Ich will Eier essen können, die von Hühnern kommen, die draußen in kleinen, funktionierenden Gruppen leben durften und am Ende ihrer „produktiven Zeit“ noch wie gesunde Hühner aussehen und nicht wie ein fertig gerupftes Suppenhuhn, was man nur noch einschweißen muss, um es gefrierfertig zu haben.

Ich will nicht hinterfragen müssen, ob Freilandeier gerade doch aus dem Stall kommen oder ob „die frische Milch“ mit den glücklich auf der Wiese grasenden Kühen vorne auf dem Bild nicht doch das Produkt einer Massentierquälerei ist.

Ich will, wenn ich einen Erdbeerjoghurt kaufe einen Joghurt mit Erdbeeren haben und nicht in irgendwelchen E-Listen recherchieren müssen, was die 20 Bestandteile darin sind, die dem Joghurt ohne Erdbeeren den Erdbeergeschmack verleihen……

Ich will anderen Lebewesen mit Respekt und Achtung begegnen können und vor allem dürfen! und ich will weder mit verantwortlich sein dafür, noch es mit finanzieren, dass unzählige Lebewesen weltweit misshandelt, zu Tode gequält und sinnlos totgeschlagen und vermüllt werden, dass ihnen ihr natürlicher Lebensraum aus reiner Geld- und Machtgier zerstört und meine ganze natürliche Umwelt vernichtet wird – und das alles im Namen der Wissenschaft – im Namen des Verbraucherwunsches – im Namen der allgemeinen Sicherheit…

„Der Verbraucher will das so!“ (Zitat Habeck)
Bin ich kein Verbraucher? Wer ist dann DER Verbraucher?

• Bin ich alleine mit meinem Standpunkt – der EINE Verbraucher, der das nicht so will, wie es gerade ist? Nein, es gibt noch mehr, viel mehr. Sind wir die Mehrheit?

• da gibt es noch die, die es genau SO wollen:
alles steril, alles hygienisch, alles frei von Störungen – gegen alles gibt’s die passende Pille und für alles auch – alles hoch technisiert – Einwegmode, täglich neu und der letzte Schrei – Wegwerfmentalität beim Verfallsdatum – und am besten mit dem Plastikbaum im Garten – der macht keinen Dreck und zieht keine lärmenden Vögel an…… finden wir hier die „Mehrheit?““…..

• Dann gibt es da noch die, denen alles egal ist – Hauptsache billig und Hauptsache, abends läuft das Dschungelcamp – sind die die Mehrheit?

• Ja, und dann sind da noch die, denen das alles völlig am Hintern vorbei geht, solange sie mit dem, was sie tun maximalen Gewinn und maximale Macht erlangen und das „Fussvolk“ die Klappe hält – wen schert schon, was weit weg vom eigenen Ferienhäuschen im Naturschutzgebiet und fernab vom Wohnhäuschen mit großem Garten in bester städtischer Wohnlage (selbstredend ohne Zwischenlager, Hochspannungsleitungen, Windmühlen, Massentiermastanlagen, Großschlachtereien oder sonst irgendwelchen „unschönen“ Dingen in der Nachbarschaft) geschieht? Solange Geld, Macht und/oder Ruhm sich mehren. Ist das „die Mehrheit?“

• Nicht zu vergessen dann noch die, die auf unserer Welt verhungern und die, wüssten sie, was wir hier treiben, die Hände über dem Kopf zusammen schlagen würden – die dankbar wären, wenn sie auch nur einen Bruchteil des Fleisches hätten, was wir wegwerfen – ist das die Mehrheit?

WO ist die Mehrheit? …und ach ja, egal, ob ich jetzt zur Mehrheit zähle oder nicht – reden sie, unsere Politiker, denn nicht alle immer davon, dass man auch die Minderheiten schützen müsse? Dass man „solidar“ mit den Minderheiten sein müsse?

Wo ist denn nun DER Verbraucher, der das alles so will, wie es jetzt ist

Und um zurück zu kommen auf die derzeitige Situation mit der Vogelgrippe:
Gensequenzen – Mutationen und was ich sonst noch so alles von gsgs und redcap hier verlinkt sehe ……..
…das alles interessiert mich ehrlich gesagt nicht die Bohne – und täte es das, ich verstehe es sowieso nicht – brauche ich auch nicht.

Um zu verstehen, was im Moment gerade geschieht, muss ich kein Wissenschaftler sein, sondern nur die Augen öffnen und versuchen, etwas logisch zu denken:

• Es werden Tiere aufgestallt zu deren eigenen Schutz ….
….damit sie sich nicht infizieren……..
…..die aber sofort auch gesund tot geschlagen werden, wenn ein infizierter Wildvogel vor der Voliere zu Boden geht – also können sie, bis sie sowieso tot geschlagen werden, wenigstens glücklich im Garten scharren.

• Es werden symptomlose Tiere und all ihre zufällig im gleichen Bestand anwesenden Artgenossen totgeschlagen, wenn sie einen positiven AI Befund haben – egal, ob es sich um eines der vielen AI Viren handelt (egal um welches), egal, ob es sich um eine Infektion oder ob es sich um Antikörper aufgrund einer längst vergangenen und überstandenen Infektion handelt, wohl wissend, dass in nahezu jedem natürlich lebenden Geflügelbestand derartige Antikörper normal vorkommen

• Es werden Biosicherheitsmaßnahmen verlangt, die die Behörden selbst bei ihren Keulaktionen nicht im Entferntesten einhalten

• Es werden Hunde an die Leine und Katzen ins Haus verbannt, weil sie das Virus verschleppen könnten, während Tauben, die von einer Wildvogelfutterstelle zur nächsten fliegen und auch vor einem Zwischenstopp an Oberflächengewässern nicht Halt machen, als gefahrlos gelten, nur weil sie sich selbst nicht infizieren? (tun Hunde und Katzen auch nicht)

• Es werden hunderttausende gesund gekeulte Nutztiere in den Müll geworfen, während man dem Verbaucher im selben Atemzug erzählt, dass das Fleisch unbedenklich ist, wenn es 3 Minuten bei 70 Grad erhitzt war? Da frag ich mich doch: warum wird das gekeulte Fleisch dann nicht verarbeitet in Fertigprodukten, wo mit hocherhitztem Fleisch gearbeitet wird?

• Es werden blindwütig alle privaten Hausgeflügel weggekeult, während andere Geflügel offensichtlich eine mächtige, schützende Hand über sich haben, denn sie dürfen in die Quarantäne?

• Es wird argumentiert, dass das private Geflügel nicht raus dürfe, weil es sich infizieren könne und so zur Gefahr für andere würde? Worin liegt denn die Gefahr: wohl kaum in der Übertragbarkeit auf andere Bestände, denn diese Geflügel bleiben an einem Ort (anders, als Tauben), verlassen das Grundstück nicht (anders als Wildvögel) und werden auch nicht um die Welt verfrachtet (anders als Wirtschaftsgeflügel). Die Gefahr liegt einzig in einer von Menschen gemachten Verordnung, die vorschreibt, alles platt zu machen, was sich im Umkreis befindet, lebt und Federn hat – sinnbefreit und blindwütig.

Sooo viele Widersprüche – so viel Leid und so viel Arroganz – warum sollte ich irgendwelche wissenschaftlichen Erklärungen verstehen müssen, wenn mir schon mein ganz schlichter Verstand sagen muss, dass das alles jeder Logik entbehrt.

Und dabei sollte man denken, dass eine von Menschen gemachte Verordnung, wenn sich herausstellt, dass sie Unsinn ist, auch von Menschen wieder zurück genommen werden sollte……

Aber was sind gegen das Eingeständnis, etwas falsch gemacht zu haben, schon einige Millionen Tiere weltweit, die niedergemetzelt und vermüllt werden, um etwas auszurotten, was mit zu den natürlichsten Dingen der Welt gehört…..

Sollte es der Menschheit jemals gelingen, eines Tages alle Viren auszurotten, dann wird es auf dieser Erde schon lange keine Tiere und Pflanzen mehr geben…..und der Mensch, so er noch lebt, trägt seinen Raumanzug mit Nährlösungsinfusion …….FUTURE:……


„düstere Zukunftsvisionen“ einer Leserin

 

 

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Beitrag 4829 von Susanne im Hühnerforum:

Folgen für Halter:
Vogelgrippealarm- oder warum ich jetzt im Hühnerstall wohne

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht schlachte und fast alles für meine Hühner mache. Nun aber habe ich ein Problem: Die aktuell fünf Hähne vertragen sich leider nicht mehr im aufgestallten Zustand, der Ausnahmeantrag für Freilandhaltung wurde abgelehnt.
Nun ist guter Rat teuer, denn natürlich kommt es für mich nicht in Frage, einen oder mehrere Hähne zu schlachten bzw. Hähne abzugeben, wobei das aktuell eh schier unmöglich ist. So ist es nun zu folgender Lösung gekommen:

Zwei Hähne leben nun mit vier Hennen im Krankenstall. Dort sind sie unter der Woche untergebracht- der Stall hat leider nur eine Größe von 2 qm- aber bislang geht das soweit gut.

Zwei Hähne sind in der normalen Gruppe geblieben, dort gibt es keine Probleme zu erwarten.

Einen Junghahn habe ich in die Wohnung aufgenommen, eine drei Zimmerwohnung im Hochhaus. Zum Glück ist er noch nicht geschlechtsreif und unterlässt zur Zeit das Krähen. Dennoch werde ich seltsam angeschaut, wenn ich ihn im Aufzug transportiere.
Und das ist noch das geringste Probleme: Alleine möchte ich ihn nicht in der Wohnung halten, denn er ist ja ein Herdentier und soll nicht isoliert leben. Da wir den ganzen Tag bei der Arbeit sind und erst am Abend nach Hause kommen und dann bedingt durch diese ganze Umzieherei (2 Ställe, eine Voliere) noch ewig im Garten beschäftigt sind, würde der arme Kerl vereinsamen, also bekommt er eine Henne zugeordnet.
Dummerweise finden die Hennen das nicht witzig und meckern lautstark. Bislang beschweren sich sie Nachbarn zum Glück noch nicht. Dennoch tausche ich die Hennen ab und an aus- legende Tiere sind dann doch schnell völlig durcheinander und bekommen Probleme mit den Eiern (oder sie feiern alternativ das gelegte Ei und ich bekomme Probleme mit den Nachbarn), Hennen in der Mauser mausern (eine Tatsache, die mir vorab natürlich auch schon bewusst war, die aber in einer Wohnung aviel eindrücklicher wirkt). Ältere Hennen verfallen in dumpfe Monotonie, ich habe noch keine ideale Lösung gefunden.

Damit wir Hennen (und am Wochenende auch den Hahn) weiterhin guten Gewissens umsiedeln können, haben wir die Raumtemperatur im Hühnerzimmer abgesenkt, gar nicht so einfach im Hochhaus, wo ja viel Wärme einfach durch Leitungen und Nachbarn erzeugt wird. Deswegen steht nun bei uns das Fenster in ganztägig auf (nicht nur gekippt, das reicht nicht). Dummerweise steht es aber 12 Stunden auf (von sechs bis sechs), was dann einen Ticken zu viel ist. Wir kommen also am Abend frierend aus dem Garten (sehr unangenehm, sich im Freien umzuziehen) in die wirklich kalte Wohnung. Die wird dann auch nicht mehr richtig warm, weil ja bald der Tag rum ist und sich ein volles Aufdrehen der Heizung nicht wirklich lohnt. Zum Glück gibt es Bettflaschen- noch nie lag ich so gerne im Bett (der einzig wirklich warme Ort). Man weiß auch gleich den Arbeitsplatz viel mehr zu schätzen.

Am Wochenende ist es besonders schlimm, da ist dann zwar die Wohnung warm (vermute ich, leider bin ich nicht dort), aber ich friere weiterhin. Am Wochenende nämlich bringe ich alle Hähne und Hennen zusammen- die sollen ja auch noch nach der Aufstallungsphase als Gruppe funktionieren und sich deswegen nicht komplett aus den Augen verlieren. Also gleich am Morgen mit Hahn und Henne ab in den Garten, die Tiere vom Krankenstall gleich dazu und alle gemeinsam in die Voliere. Das geht, so lange man dabei ist und die Zeichen der Tiere zu deuten weiß. Bis vor zwei Wochen kamen mir die Wochenenden immer zu kurz vor- jetzt habe ich ewige Tage, frierend bei den Hühnern sitzend. Wobei ich abhärte- die kalte Wochentemperatur ist nun ein Vorteil, vielleicht sollte ich auf Arbeit auch die Fenster weit öffnen, damit es nicht immer so ein auf und ab der Temperaturen gibt- warum sollen meine Kollegen nicht auch was von der Vogelgrippe haben.

Von wegen Grippe- diese habe ich nicht, natürlich nicht, dennoch bin ich mittlerweile chronisch verschnupft. Das ist insofern gut, weil auch mein Privatleben deutliche Einschränkungen erlebt und ich wegen des Schnupfens nicht so traurig deswegen sein muss:
Normalerweise bin ich am Abend gerne zum Sport gegangen, das schaffe ich nun leider nicht mehr, denn nicht nur die Mehrarbeit im Garten bei den Hühnern belastet mein Zeitbudget, sondern auch das abendliche Putzen. Man hat erst mal keine Vorstellung, wie viel Schmutz zwei Hühner in der Wohnung machen- dabei geht es nicht nur um Kot, sondern auch um Federn und vor allem dieses weiße Zeugs, das die Hühner sich ganztägig von den frisch geschobenen Federn putzen und das sich überall verteilt, Dinge, die wirklich Arbeit machen.
Ich putze also zunächst das Hühnerzimmer, dann die Wohnung (zumindest sauge ich kurz durch). Daneben läuft die Wäsche- die fällt ja nun vermehrt an, weil man die betriebseigenen Klamotten dauernd waschen muss.

Die ursprünglichen Überlegungen, wie ich das denn ab jetzt mit den Biosicherungsmaßnahmen machen werde, wenn ich Besuch bekomme (muss ich dem Besuch dann ein Ganzkörperkondom stellen, passt das dann über die bei uns aktuell benötigte Wohnungsjacke?), haben sich erübrigt, ich habe weder Zeit noch Mut, jemanden einzuladen. Es könnte ja stinken oder die Besucher könnten sich unwohl fühlen.

Dabei bin ich im Moment noch froh, dass ich überhaupt eine Lösung gefunden habe- sobald der Hahn anfängt zu krähen oder die beiden anderen Paare sich auch noch zoffen, wird es wirklich schwierig…

Tja und so hoffen wir alle, Mensch wie Tier, dass bald bessere Zeiten auf uns zukommen und die Tiere und ich unser normales Leben zurückbekommen!


Kirstin Zoller:
Das Titelfoto dieser Seite:

http://www.nationalpark-wattenmeer.de/natur-des-wattenmeeres/voegel/rastvoegel

…nein, das sind nicht Millionen toter Wildvögel – das sind putzmuntere Zugvögel bei der Pause auf ihrem Zug nach Süden…

…und oh Wunder – sie WOLLEN einfach nicht tot umfallen……

…KEINE Funde dort, wo sich die Massen sammeln – sicher kann das FLI das erklären?

Hanne im Hühnerforum Beitrag 4760
Ich habe übrigens bei Forianern aus Portugal und Spanien nachgefragt. Die meinten, die Landbevölkerung würde lecker Wildfleisch von Vögeln nicht verschwenden sondern a la eierdieb in die Pfanne hauen.

Und wer hat Lust, mal auszurechnen, wieviele Millionen Tiere im 21. Jh. wegen AI gekeult wurden? Ich bin auf eine 10stellige Zahl gekommen. Gerne Warnehof.

Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen endlich umgesetzt werden, gekeult wird immer noch in Manier von vorm 1. WK. Erstmal alles platt! Da war der Schock von 1901 noch groß.

Copyright mm66

huehnercomic

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Bauernbou schrieb im Hühnerforum Beitrag 1:


Unlogisches – mein Frust

Immer mehr fällt mir einfach unlogisches im Zusammenhang mit der Vogelgrippe auf.

a) Warum muss man Geflügel einsperren, wenn die auftretenden Fälle bisher ausschließlich in großen abgeschlossenen Stallungen, die meist über ein eignes Klimasystem verfügten, aufgetreten sind? Setzt man es da nicht eher der Gefahr einer Ansteckung aus? Jede Statistik würde dies mit ja beantworten. Worin besteht dann der Schutz bei der Stallpflicht?

b) Gänse und Enten können das Virus zwar weiterverbreiten, erkranken aber selbst nicht daran. Daher die Empfehlung des FLI Wassergeflügel entweder alle paar Monate zu untersuchen oder Alternativ die Sentinelhaltung mit Hühnern zusammen vom Landratsamt zu genehmigen. Merkwürdigerweise sind jedoch 90% der untersuchten Wildvögel, die den Virus hatten Wasservögel, die ja laut FL gar nicht an dem Virus verenden. Wozu also dann die aufgezwungene Untersuchung? Oder anders gesagt, jede überfahrene Gans, jeder Schwan der gegen eine Leitung geflogen ist, jede verhungerte Ente gilt als Vogelgrippe-Opfer, sobald das Virus überhaupt nur vorhanden war. Um die Risiko-Belastung hochzuhalten, muss man dann eigentlich nur eine große Anzahl Wasservögel, die an irgendetwas verendet sind, als Virus-Opfer deklarieren?

c) Eine Impfung ist laut FLI nicht möglich, da sich unter der Impfdecke eine restistente Virenmutation ausbreiten könnte. Der Menschliche Grippe-Virus ist auch ein H-N-Typ, hier wird aber von allen Ärzten eine Impfung für bestimmte Bevölkerungsgruppen empfohlen. Die Mutationrate ist jedoch meines Biologie-Studien-Wissens-Erinnerung nach gleich hoch. Verarschen uns jetzt die Ärzte, indem sie eine Grippeimpfung empfehlen, obwohl sich hier auch ein resistenter Virenstamm entwickeln könnte? Versteh ich nicht.

d) Laut der neuesten Verordnung muss jeder Geflügelhalter, der mehr als 9 Stück Geflügel hält. Die Zahl der gelegten Eier täglich erfassen. Wozu dient dies? (Ich vermute stark, damit man Zahlen hat, welche den Legehennenbatterien zur Berechnung der entgangenen Gewinnbeträge dienen)
Es weiss jeder, der logisch denken kann, dass aus einer Biohaltung oder Kleintierhaltung auch bei 100 Stück Geflügel keine verlässliche Statistik (wegen fehlender Anzahl) zu erstellen ist, die mit einer großen Industrieanlage vergleichbar ist. Zudem sind hier die Veruchs- und Vergleichsbedingungen nicht konkruent, Kleine Haltungen (N <500), Große Haltungen (N>10000), hier mehrjährige (bis 10 Jahre) Hennen unterschiedlichen Alters, dort gleiche Altersgruppen mit maximal 2 Jährigen Hennen, hier unterschiedliche Rassen, Kreuzungen dort hochleistungsgezüchtete Hybridhennen, hier Klimaschwankungen, Tagesrhythmus ausgesetzte Tiere, dort gleichtemperierte Tageslichtverlängerte Stallungen. Wie zum Teufel kann hier ein seriöser Wissenschaftler Vergleiche anstellen und Aussagen darüber treffen, ob ein Kleinbestand durch ein H5N8 Virus betroffen ist, weil die Legeleistung nachlässt? Dann sind meine Tiere schon lange betroffen, weil ich schon seit Wochen kein Ei mehr hatte. Das ist nicht nur Äpfel mit Birnen verglichen, das ist Äpfel mit Politiker-Hirn verglichen. Fragt sich nur wo mehr Grips drin ist.

Beitrag 30
und mein Frust wächst noch!

Tauben sind von der Verordnung und Stallpflicht ausgenommen.
der Brieftaubenverband weisst ausdrücklich darauf hin:
http://web.brieftaube.de/

Interessanter Weise spricht der Verband (zugegebener Maßen) auch richtig von der Geflügelpest.

So ganz scheint aber das nicht zu stimmen, glaubt man diesem Artikel hier (Vorausgesetzt in Honkong kannte man den Unterschied zwischen eine Taube und einer Ente:

http://www.schaedlingskunde.de/Diver…bertraeger.htm

Dass dies nichts mit dem FLI zu tun hat, bei dem die Lohmann-Gruppe die Oberaufsicht hat, liegt bestimmt nicht daran, dass man 2003 den Inhaber von Lohmann ins Präsidium des Brieftaubenverbandes gewählt hat.

http://web.brieftaube.de/verband/tau…eschichte.html

Am 1. Januar 2003 nahmen die Regionalverbände ihre Arbeit als Mittler zwischen den Reisevereinigungen und dem Verband auf.

Die Mitgliederversammlung verabschiedete ein vom Präsidium erarbeitetes neues Sportkonzept. Das Präsidium wurde neu gewählt.Der bisherige Präsident Horst Althoff kandidierte nicht mehr. Die Delegierten ernannten ihn zum Ehrenpräsidenten. Neuer Verbandspräsident wurde Horst Menzel, Vizepräsident Walter Klein, Schatzmeister Erhard Göbel-Varney, Präsidiumsmitglieder Roland Fitzner, Paul Heinz Wesjohann, Peter Haverkamp und Bernhard Siemer.

Beitrag 31
und noch ein zweites frustriert mich!

in der neuesten Ausgabe der Geflügelzeitung, bedankt sich Frau Dr Fellmin ausdrücklich bei Lohmann für die Finanzierung einer Reise zu einer Fachtagung nach China.
Dazu muss man wissen, daas der wissenschaftliche Geflügelhof durch den Verband Deutscher Rasegeflügelzüchter finanziert wird. Dazu wird pro Mitglied eines Vereins 1 Euro an den wissenschafgtlichen Geflügelhof zwangseingezogen (Beschluß vor 2 oder drei Jahren). Als Mitglied in 5 Vereinen zahle ich also 5 Euro vom Gehalt der Mitarbeiter.
Daher empfinde ich es geradezu als Schlag ins Gesicht eines Rassegeflügelzüchters, wenn nun auch noch der von uns finanzierte wissenschaftliche Geflügelhof mit Lohmann paktiert.

Tschuldigung, es mag Gründe geben, allein ich hab dafür kein Verständnis

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Gibt es eine Verbindung EHEC-Vogelgrippe?

…fragt sich Gimar  in Beitrag 1  im Hühnerforum:

Evtl erinnert sich der ein oder andere noch daran, Frühjahr 2011 EHEC.
Der Salat, die spanischen Gurken oder nein es waren doch die Sprossen, die viele Menschen in Deutschland krank gemacht haben.

Kleiner Rückblick 2011, was hatte dieses Jahr an wirklichen Besonderheiten zu bieten?
Das Frühjahr 2011 war das wärmste und trockenste seit Wetteraufzeichnung. Ich erinnere mich noch recht gut an das Frühjahr es waren fast 5 Monate ohne einen Tropfen Regen.
http://www.wetteronline.de/wetterrue…/2011-05-30-fr

Was aber wurde dennoch in Massen produziert? Gülle! Und wo kam die hin?
Bakterien und Gülle, Gülle und Bakterien, ach ja und Antibiotika Rückstände aus der Massentierhaltung.
http://www.umweltbundesamt.de/themen…imittel-umwelt
Alles auf die Felder und im Frühling schmeckt doch der Salat sooo lecker.

Zur Zeit finde ich leider den Link nicht, aber ich meine noch im Kopf zu haben, dass 2011 eine Verordnung in Kraft trat, dass Gülle max 4 Wochen vor der Ernte auf die Felder(Salat) darf.
Evtl findet ja einer den Link.

Was genau war denn jetzt EHEC?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…-a-923249.html

EHEC sind Bakterien, was etwas ganz anderes als Viren sind, ja wissen wir alle, wo aber gibt es evtl doch eine Verbindung?
Hmmmm evtl die Gülle?

Gülle darf auf die Felder und Wiesen, wenn der Boden sie aufnehmen kann, so die Verordnung.
10cm durchgefrorener Boden und die Gülle darf nicht mehr drauf, wer das jetzt genau kontrolliert frag ich mich, aber egal. Die Scheiße muss ja irgendwo hin, also ab auf die Felder ist ja guter Dünger.
Ok die Pflanzen nehmen es gerade eher nicht auf aber egal.
Da verklagt übrigens gerade die EU Deutschland, mal so am Rande.
http://www.derwesten.de/politik/eu-v…d12340656.html

Die Vogelgrippe ist ja ein Virus, dem kalte Temperaturen nicht ganz so viel ausmacht, anders als Bakterien die mögen es warm. Was aber Viren so gar nicht mögen ist UVA-Strahlung, oder anders gesagt die Sonne. Ich weiß nicht wie bei euch der Winter so meist aussieht besonders der November, aber bei uns hier ist man über 4 Stunden an denen man mal die Sonne so etwas sehen kann schon recht glücklich. Was liegt aber jetzt auf den Feldern? Natürlich Gülle aus gigantischen Tierställen. Zum Teil bekommen wir den sogar noch aus den Nachbarländern angeliefert und unsere Bauern freuen sich über ein paar Euro wenn sie den auf ihre Felder kippen lassen. Niederlande ist so ein schönes Beispiel. Selber keinen Platz mehr aber immer mehr und größere Ställe bauen und der Mist kommt rüber, alles bester Dünger bzw Geld.
Was kommt jetzt noch auf unsere Felder? Ein paar Besucher, nämlich die „bösen Wildvögel“ (Ironie aus) die jetzt nach dem langen sehr anstrengenden Flug rasten wollen und Futter brauchen.
Die Möglichkeit, dass die Tiere dann den Vogelgrippevirus tragen, streitet wohl keiner ab, die Frage ist nur wo sie ihn herhaben? Evtl sollte man mal die Felder untersuchen, aber da findet man bestimmt nur infizierten Wildvogelkot, natürlich. Oder in den „sicheren“ Ställen mal überprüfen wo die ihren Kot abgeladen haben? Bis zu 3 Meter an einen Bach oder See darf Gülle verbracht werden, die kommt natürlich nicht in den See, in dem Enten sind… NEIN natürlich nicht!

Aber was genau kann der Staat machen um die Wirtschaft und uns zu schützen?
Natürlich ordnet er eine Stallpflicht an, was soll er auch sonst tun? Die Ursache kann und will er nicht nennen und sie auch nicht abstellen, wie auch? Impfen? Geht in der Massentierhaltung nicht, da der Erreger bei hoher Infektionsdichte dennoch tödlich wirkt. Siehe FLI. Italien etc
Die einzige Version die klappen würde, wäre impfen und eine deutliche Verkleinerung der Bestände, um den Virendruck zu reduzieren. Das würde aber bedeuten, Schluß mit der Massentierhaltung, das macht unsere Regierung hier nicht.

Ich will hier nicht auf die Bauern oder die Massentierhaltung einprügeln, viele davon haben sich in eine Abhängigkeit begeben aus der sie selber nicht mehr rauskommen. Immer größer immer mehr, aber verdienen tun sie eher weniger und Land und Tiere müssen den Preis zahlen. Es werden immer weniger Bauern und die die noch da sind sehen oft nur den Ausweg noch größer zu werden, aber das ist ein Teufelskreis. Made in Germany ist nicht billige Massenware, mit Qualität kann man auch sein Auskommen haben, sogar viel besser als mit billig Ware. Da kann und sollte der Staat mal unterstützen, aber richtig. Nicht in den billig Ramsch.

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Eine besorgte und enttäuschte Geflügelhalterin schreibt an ihre lokalen Politiker:

„Sehr geehrte Kreistagsabgeordnete,
dieses ist ein offener Brief, den ich sowohl dort: http://www.huehner-info.de/forum/sho…er-Vogelgrippe
als auch unter meinen fb Account veröffentliche und auch dort: www.wildvogel-rettung.de
wiederzufinden sein wird.
Ich schrieb Frau Wallner mehrfach bezüglich diverser Fragen bezüglich der Vogelgrippe an,
jedoch ohne Antworten zu erhalten.
Ich habe Sie für die Vertretung von artgerechter Tierhaltung gewählt, muss nun jedoch feststellen, dass Herr Habeck offenbar dem Druck nicht gewachsen ist und 1=1 das wiedergibt, was ihm das FLI und die Konzerne zuflüstern.
Von dieser Partei und dem Vertreter im Landtag hätte ich sehr viel mehr erwartet!
Keine einzige kritische Stimme Ihrerseits ist zu lesen.
Wo bleibt der Einsatz, bundes-/ landes politisch verfasste Verordnungen zu hinterfragen?

Tausende von Tieren werden aufgrund einer Verordnung getötet, die sich grundsätzlich auf den Erkenntnissen eines, nicht mal unabhängigen Institutes, beruft. Die Fragen, die ich und viele andere (s.o) sich stellen, sollten beantwortet werden.
M.f.G.“

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Altsteirer schrieb im Hühnerforum Beitrag 3367

Ich hatte unlängst eine Unterhaltung mit einem Fahrer von einer Tierkörperbeseitigungsanlage.

Ich: „Und, gibts momentan irgendwelche besondere Vorschriften zum Transport von Geflügel“

Er: „Hä, warum?“

Ich: „Na, wegen der Vogelgrippe.“

Er: „Ach so. Nö, das interessiert niemanden…“

Denkt dran, wenn ihr das nächste mal 5 Minuten in der Desinfektionslösung steht…

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Eine fassungslose Hühnerbesitzerin kann es nicht glauben

Freilandgeflügel Opfer des Tötungswahns zugunsten der Geflügelindustrie?

Habe ich das richtig verstanden? Werden z. B. bei einem kleineren Halter augenscheinlich gesunde und bislang Freilauf gewohnte Tiere beprobt und zeigen in einem Schnelltest Antikörper gegen H5(Nx), so werden sie vielfach schon „vorsorglich“ gekeult?  Wenn Tiere und Halter vorerst Glück haben, wandert die Probe noch vor der Tötung weiter zum endgültigen Test, zeigt der kein H5N1 oder wie dieses Jahr H5N8, so dürfen die Tiere dann weiterleben?  Aber wehe, sie hatten, ggfs. auch schon vor zwei Jahren, Kontakt zu H5N8, dann ist das ihr sicheres Todesurteil? Es wird NICHT untersucht, ob sie derzeit überhaupt Virusträger und damit potentiell ansteckend sind? Im Gegenteil, es handelt sich häufig um besonders gesunde und robuste Tiere, die den Erreger in der Vergangenheit erfolgreich abgewehrt haben und dies aufgrund ihrer Antikörper auch weiterhin tun. Und diese Tiere werden zum angeblichen Schutz der Geflügelindustrie hingemetzelt?

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Hier drückt eine Schleswig-Holsteinerin Ihre Fassungslosigkeit künstlerisch aus:

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Lauenburger Online-Zeitung
Gedanken eines Hobby-Hühnerhalters am Totensonntag

Selten in meinem Leben war ich am Totensonntag so todtraurig.
Im Rahmen der großen Panikmache zum Thema „Geflügelpest“ wird zum Halali auf uns kleine private Hobby-Hühnerhalter geblasen.
Wie fast alle von uns halte ich eigene Hühner, da ich das Tierleid in der Massentierhaltung nicht unterstützen möchte. Die Hühner sollen bei mir ein möglichst artgerechtes Leben führen an der frischen Luft, mit Sonne, Wind und Regen. Staubbaden, Insekten und Käfer fangen, nach Würmern graben usw.
Meine 9 Hühner gehören alle unterschiedlichen Rassen an, 4 davon stehen auf der Liste der vom aussterben bedrohten Rassen. Sie sind alle unterschiedliche Individuen und Charaktere, und jedes von ihnen hat einen Namen.
Und nun kommt also „von ganz oben“ die Anordnung, ich muss meine Hühner auf ungewisse Zeit in den Stall sperren. Alternativ eine Voliere bauen, die oben dicht ist und auch an den Seiten gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist. Habe ich nun mit Plane versucht, aber die Plane bewegt sich im Wind, und meine Hühner fürchten sich davor und hocken trotzdem im Stall – verängstigt und eingeschüchtert, schon nach wenigen Tagen.
Vor den Stall muss ich eine Desinfektionswanne stellen, ungeachtet dessen, dass wir Hobby-Halter meist nur sehr kleine Ställe (z.T. nicht mal begehbar) haben, diese Wanne somit im Freien steht bei Regen, Eis und Schnee… Ebenso die Anweisung ich muss „bestandseigene Schutzkleidung“ tragen, diese muss im Hühnerstall verbleiben. Kaum praktikabel. Stattdessen Einmal-Schutzanzüge und Schuh-Überzieher – mindestens 3x täglich? – sehr umweltfreundlich…
Das wirklich schlimme daran ist, dass noch nie eine Gefahr von der kleinen Hobby-Hühnerhaltung ausgegangen ist. Die Ursachen liegen ziemlich sicher in der Massentierhaltung und den Keimen, die von dort über Gülle und Mist in die freie Natur gelangen. Aber das wird totgeschwiegen, denn die Geflügel-Multis haben eine sehr große und starke Lobby und eine Menge Mitspracherecht in der Politik!
Weiterhin ist es schlimm, dass diese Panikmache bei so vielen Menschen ungefiltert auf offene Ohren stößt, und sie einfach immer noch glauben, was da über die Medien verbreitet wird. So müssen viele Hobby-Hühnerhalter auch noch befürchten, von Nachbarn oder Passanten angeschwärzt zu werden wenn diese glauben, sie würden sich nicht an die Vorschriften halten.
Und am allerschlimmsten ist die völlige Auswegslosigkeit dieser ganzen Situation: Halte ich mich nicht an die Anweisungen, drohen mir hohe Bußgelder, z.T. wird schon Hobby-Haltern mit Zwangs-Schlachtung ihrer Tiere gedroht.
Halte ich mich an die Anweisung, habe ich erstens unglückliche, gestresste und verschreckte Tiere, die unter der Situation leiden, weil sie es nicht gewohnt sind. Und dennoch bin ich damit keineswegs in Sicherheit. Wenn im Umkreis auch nur ein verendeter Vogel gefunden würde, der nach Schnelltest ein H5-Virus in sich trägt, dürften die Behörden alle meine GESUNDEN und geliebten Tiere einfach umbringen. Ob es sich dann bei dem toten Vogel überhaupt um das H5N8-Virus gehandelt hätt,, wird erst in einer 2.Probe untersucht – bis dahin wären meine Hühner aber bereits getötet worden – so wie jetzt schon zigtausende Hühner, Puten und Gänse in den Großbetrieben „vorsichtshalber“ gekeult wurden. „Auf Verdacht“. „Als Vorsichtsmaßnahme“. Das macht mich so wütend, so traurig und sooo hilflos! Ich liebe meine Hühner genauso wie meine Katzen!
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Bernd Wolffs Appell an die Politik

Der Unsinn mit Aufstallungen und ähnlichen realitätsfremden Anordnungen zum vermeintlichen Schutz des Nutzgeflügels vor den Wildvögeln muss endlich aufhören.

Stellen Sie sich endlich der Realität!
Stoppen Sie die deutschlandweite und nahezu flächendeckende Ausbringung von risikobehaftetem und ggf. hoch infektiösem Geflügelkot auf landwirtschaftlich bewirtschaftete Flächen!

Stoppen Sie den Import derartigen Materials!

Der Vogelbestand in Deutschland (Wildtiere und Nutztiere) muss vor den möglichen Folgen der Massentierhaltung geschützt werden und nicht umgedreht!

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 Offener Brief an die Politik von Bund und Land
eine Hühnerhalterin stellt kritische Fragen und bittet um Einsicht bei den Zuständigen

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1.12.2016  „Tanny“ schrieb im Hühnerforum
drei Beiträge zum Besuch der Infoveranstaltung in Kiel:

Beitrag 3349
Zitat Zitat von ae500fr Beitrag anzeigen
hallo petra maria
wie du sicher gelesen hast kann auch die h5+h7 übertragung durch wind und staub erfolgen
deswegen ist ja alles so sinnlos die keulen die armen tiere dann reissen sie die tore auf schütten mit radlader
die tiere in offene container dann schaffen sie den ganzen hochbelasteten mist raus und lagern den unter freien himmel angeblich unter einer plane da kommt dann kein virus raus -nur bei den hobbyhaltern ist alles nicht richtig
Zitat Ende
Antwort Tanny:

Ich bin gerade zurück aus Kiel, wo wir bei einer „Infoveranstaltung“
initiiert von Dr Habeck mit
Prof. Dr.Dr.h.c. Mettenleiter waren.
Werde nachher noch ausführlicher berichten – aber zu diesem Punkt schon mal schnell: die Frage wurde auch gestellt. Frau Dr Wallner (ihr erinnert Euch, die Dame im Ministerium Fachbereich Veterinärwesen, der wir zu Beginn der Aufstallverordnung zahlreiche Fragen schickten, die nie beantwortet wurden) beantwortete es so, dass:
„die Kadaver ja zuvor desinfiziert worden und somit beim Verladen nass gewesen seien, wodurch es nicht zu Staubaustrag gekommen sein könne“ ……Sie verschwieg dabei, dass (zumindest gehe ich davon aus, dass ihr das als Veterinärin bewusst sein muss), ein toter Körper noch sehr lange laufend Körperflüssigkeiten absondert, die man wohl im Körper beim Desinfizieren schlecht hätte erreichen können.
Zitat Ende

Zitat Beitrag 3357 von Tanny im Hühnerforum
So, jetzt also eine kleine Kurzzusammenfassung aus Kiel:
Einige von Euch haben vielleicht eben (19.45 auf NDR nach dem Fielmann Beitrag) den Bericht über die Veranstaltung gesehen.
Geladen und anwesend waren alle möglichen Vereine, Verbände, Vertreter – überwiegend aus den Bereichen Hühnerhaltung, Umweltschutz, Naturschutz, Ornithologie et. und ein ein paar Vertreter der Geflügelwirtschaft, die aber nur als Zuhörer auftraten.
Nach der Begrüssung fasste Mettenleiter kurz die aktuelle Sachlage zusammen – die Statements wiederhole ich jetzt nicht – inhaltlich dasselbe, was wir immer lesen und hören.

Dann gab es jeweils für ca 30 Minuten Fragerunden zu den Themen Aufstallung, Eintragswege und Impfung – wobei letztere nur noch kurz angerissen werden konnte, da die Zeit um war.

Habeck hatte das so geplant und umgesetzt, dass immer 3 Leute nacheinander ihre Frage formulieren konnten und Mettenleiter sie dann quasi zusammen beantwortete. Das war natürlich geschickt geregelt, denn so ließen sich konkrete Nachfragen, wenn die Beantwortung pauschal oder aber an den wirklich interessanten Punkten vorbei war, vermeiden – ein oder zwei mal per Zwischenruf – aber auch da ging die Beantwortung über die bekannten, allgemeinen Argumente und Floskeln nicht hinaus.

Eine konkrete Aussage bekam ich zur Frage dessen, was nun eigentlich alles bei TSIS gelistet wird:
Also im TSIS – wo wir ja unsere Fallzahlen raus beziehen, werden alle Tiere pauschal erfasst, die H5 oder H7 positiv gestestet und von Löffler bestätigt wurden. Also auch Tiere, die H5N2 oder so getestet wurden – im Prinzip alle hoch- und niedrigpathogenen Befunde. Ergo können wir im Prinzip aus dem TSIS nicht ersehen, wieviele H5N8 Fälle denn nun tatsächlich unter den gelisteten, sowieso nicht sonderlich vielen Wildvögeln und Hausgeflügelbeständen waren.

Was mir richtig sauer aufstieß war die Aussage von Habeck, als er sinngemäß gefragt wurde, ob diese Maßnahmen nicht angesichts der wenigen Fallzahlen übertrieben seien: Er äußerte die These dass es ja genau so gut sein könne, dass es nur deshalb so wenige Fälle seien, WEIL die Maßnahmen greifen. Immerhin hätte es zum Glück nur rund 100000 Tiere getroffen. Ich habe das Gefühl, irgendwie denkt da keiner mehr darüber nach, dass er es mit individuellen LEBEWESEN zu tun hat, von denen JEDES EINZELNE Schmerz und Leid fühlen kann. Irgendwie sind diese armen Tiere nur noch eine anonyme Masse „Produktionsrohstoff“ und das einzige Ziel heisst: „wirtschaftlichen Schaden begrenzen/wirtschaftlichen Erfolg sichern – koste es (Tierleid) soviel es wolle“.

Mehrfach betonte Habeck bei Hinweisen aus dem Auditorium, dass man Hobbyhühner sicherer draußen vor dem Virus bewahren könne, mit den Worten: wenn dann bei denen das Virus nachgewiesen würde, wären ja nicht nur die paar Hühner betroffen, sondern alle Nachbarn wären mit die Leidtragenden und dabei seien auch Wirtschaftsbestände – wir müssen in solchen Ausnahmesituationen einfach solidarisch sein – das scheint mir ohnehin ein Wort zu sein, was er sehr gerne gebraucht.
Allerdings bin ich bisher immer davon ausgegangen, dass Solidarität auf Gegenseitigkeit beruht – hier scheint Solidarität gleich gesetzt zu sein mit Einbahnstraße……

Mettenleiter bestätigte die Ausführungen der FU Berlin, dass das Virus draußen unter dem EInfluss von UV deutlich schneller kaputt gehe. Darum „gäbe es auch im Sommer in der Sonne diese Ausbrüche nicht so und die Menschen bekämen auch die Grippe immer im Herbst“
Ahja! …ja, auch hier war ein Nachhaken nicht möglich. Es fällt mir schwer zu glauben, dass Mettenleiter das Tageslicht im Herbst und Winter wirklich für strahlungsfrei hält und es fällt mir schwer zu glauben, dass ihm nicht bewusst ist, dass die Menschen im Herbst schlicht aus Gründen der Witterung ständig in ihren 4 Wänden, statt an der frischen Luft sind.

Mehrfach wurde von Mettenleiter im Verlauf der Veranstaltung untergebracht, dass dieser Ausbruch deutlich (und unerwartet) heftiger sei, als die in den Vorjahren und dass man dem eben nur mit Aufstallen entgegenwirken könne, um die Hausgeflügel vor dem Virus zu schützen.

…und hier jetzt die Schilderung meines persönlichen Eindrucks/Gefühls zu diesem Punkt:
Es wurde nicht betont und ausdrücklich so gesagt, aber im Unterton kam durch, dass man, sollte es sich weiter so immer heftiger entwickeln, müsse man politisch auch über eine generelle Aufstallung nachdenken. Wie gesagt – das war ein leiser Unterton, der nicht geeignet ist, durch Zitate unterlegt für Argumentationen herzuhalten, aber ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass genau das, eine generelle Aufstallung von Geflügel ein Ziel im Hintergrund ist.
„Gefühl Ende“

Die mehrfache Nachfrage von Ornithologen, ob denn der Mist aus den Geflügelställen regelmäßig beprobt würde (Austragswege) umschiffte Mettenleiter zunächst mehrfach, indem er auf den Mist von kontaminierten Beständen einging und dann auf Kotproben aus der Natur von Wildvögeln. Ich glaube kaum, dass er die Frage wirklich nicht verstanden hat – die taucht ja nicht zum ersten Mal auf. Irgendwann, da mehrmals nachgehakt wurde, erwähnte er dann, dass es keine Veranlassung gäbe, den Mist aus gesunden Beständen zu beproben, bevor er auf den Acker ginge, da das Virus ja nachgewiesenermaßen nicht in den Beständen vorhanden sei.

Diverse Nachfragen zu den Asientheorien etc. beantwortete er mehrfach damit, dass er sich da nicht auskenne, da sein Institut für Deutschland zuständig sei.

Naja, so ging es eigentlich zu jedem Punkt der angesprochen wurde, weiter. Im Prinzip nichts wirklich Neues und wie bisher schon immer bekannt, absolut kein Interesse, auch nur daran zu denken, statt der Wildvogeltheorie auch mal die Geflügelwirtschaftstheorie näher zu untersuchen. Aber da habe ich auch ehrlich gesagt nichts anderes erwartet.

Ach ja, sämtliche Aussagen, die rund um „Grippeimpfung warum nicht“ gemacht wurden, könnte man im Prinzip gleich mal wortwörtlich dem Gesundheitsministerium präsentieren mit der Aussage: verbietet die Grippeimpfung und deren Bewerbung alljährlich im WInter – das ist gefährlich!
Wäre mal interessant, was die Pharma da an Gegenargumenten bringt. Wäre bestimmt spannend, einen Proimpfer der Humanmedizin mal mit dem Antiimpfer vom FLI auftreten zu lassen ?

Ansonsten – ich werde jetzt erstmal Abendbrot essen – wenn mir noch was einfällt, schiebe ich es nach.
Zitat Ende


Beitrag 3373 von Tanny:

….ach DAS habe ich noch ganz vergessen – dabei ist das eigentlich zum Ende der Veranstaltung nochmal das absolute Highlight an Erkenntnis gewesen:

Dass das Nutzvieh in den Stall muss, daran ist der Verbraucher schuld!

Dr. Habeck erklärte uns, dass zwar alle Verbraucher Freiland und Co haben wollen, aber das Hühnchen im Supermarkt solle bitteschön keimfrei sein. Das ginge nun mal nur mit Stallhaltung. Und kein Verbraucher würde Fleisch kaufen, was aus einem kontaminierten Bestand kommt frei nach dem Motto „aber es ist ja geimpft“ (das war in dem Zusammenhang mit der Erklärung, dass die Impfung zwar die Symptome verhindere, aber die Viren trotzdem infizieren würden – also mit anderen (meinen) Worten, das Vorbild der Impfung – unser Immunsystem – ist eine absolute Fehlkonstruktion der Natur…..)

Beitrag 3439 von Tanny:
das fällt mir auch noch grade ein:

Habeck nannte als EINEN weiteren Grund, warum Impfen nicht ginge, weil :
“ viele Hobbyhalter ihre Bestände nicht ordnungsgemäß anmelden und darum eine lückenlose Impfabdeckung nicht sicherzustellen wäre“

…und wieder sind die Hobbyhalter schuld….. das ist eine so platte Argumentation, wie wenn er sagen würde:
„wir verbieten jetzt das Autofahren für Privatleute, weil einige die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhalten“

……wobei….man könnte dann ja auch mal vorschlagen:
„wir schließen jetzt die Massentierhaltungen, weil einige sich nicht an das Antibiotikaverbot halten……..“

Gedächtnisprotokoll Mathias Güthe von der Veranstaltung

Gedächtnisprotokoll R.J. und E.P.  von der Veranstaltung

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Hier haben wir einen Schnell-Navi für Sie eingerichtet, von dem Sie jederzeit direkt auf die entsprechenden Seiten gelangen:

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Da die Infosammlung mittlerweile stark angewachsen ist, haben wir neu die Seite „Neueste Einträge“.
Alles, was wir neu aufnehmen, wandert zunächst auf diese Seite, bevor es in die Themen verteilt wird.
Wenn Sie also täglich hier rein schauen, müssen Sie nicht jedes Thema öffnen, um zu schauen, ob etwas neu ist.

Aufgedeckt und unlogisch?

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Aufgedeckt und unlogisch?

Hier sammeln wir ab sofort, was uns bei unseren Recherchen so alles auffällt.  Wenn Sie recherchieren möchten, kontaktieren Sie uns bitte. Wir nennen Ihnen gerne unsere Quellen.

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Wie wird überhaupt festgelegt, welches Virus
„hochpathogen“ und welches  „niedrigpathogen“ ist?

Hanne erklärt:

hochpathogen (HPAI) – niedrigpathogen (LPAI) – hochkontagiös – niedrigkontagiös 
Was bedeutet das alles?
Warum ist es gefährlich, mit diesen Begriffen um sich zu werfen?
Dieser Versuch einer Darstellung ist stark vereinfacht!

Influenza-Viren unterscheidet man nur anhand der Eigenschaften zweier Proteine auf der Hülle, Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N).
Mit Hilfe des H wird die Zelle betreten, mit Hilfe des N wieder verlassen. Bei einer bestimmten Sequenz im Erbgut des H geht man davon aus, dass es sich bei Auftreten dieser Sequenz um HPAI handelt, das Virus sehr leicht Zutritt zur Zelle bekommt und daher stark ansteckend und also auch stark krankmachend sein muss.

Warum ist das ein Fehlschluss?

Stelle man sich zwei Einbrecher vor, einer HPAI(leichter Zutritt), einer LPAI(schwerer Zutritt). Beide brechen in ein Haus(Zelle) ein. Der erste hat einen Dietrich, die Tür sofort geöffnet, trinkt ein Glas Wasser, klaut eine Kleinigkeit und geht wieder.
Der zweite braucht sehr lange, um sich Zugang zu verschaffen. Aber einmal im Haus, schlägt er alles kurz und klein.
Beurteilt wird die Gefährlichkeit der Einbrecher rein durch den Aufwand, der betrieben wurde, um das Haus zu betreten. Der erste ist nach dieser Beurteilung hochgefährlich und wird scharf verurteilt.

 Hinzu kommt, dass je nachdem, wo das Virus auftrifft, die entsprechenden Zelltypen mehr oder wenig schnell vom Virus befallen werden können.
Ein Virus, das auf einer absterbenden Fedekielzelle eines Tieres landet, kann noch so gefährlich sein – dort richtet es vermutlich keinen Schaden an. Trifft es aber auf Zellen des Verdauungstraktes, weil sich das Tier just in jenem Moment putzt, hat es recht gute Bedingungen, sich dort zu vermehren und dann über die Ausscheidungen auch weiter verbreitet zu werden. 

 Wovor also hat man Angst?
Gefährlich werden Influenza Viren, wenn sie bestimmte Eigenschaften, die vor allem durch Punktmutationen entstehen, erwerben oder durch sogenannte Reassortments, Vermischungen der Erbinformationen mit anderen Influenza-Erregern.
Nicht jedes hochansteckende Virus ist in seiner Auswirkung tödlich, nicht jedes tödliche Virus ist schnell verbreitend. So gibt es zum Beispiel die stark krankmachende Tollwut. Da sie aber nicht schnell übertragen wird (also nicht hochkontagiös ist), stellt sie eine vergleichsweise geringe Gefahr für die gesamte Menschheit dar.
Andererseits sind Windpocken/Gürtelrose hochansteckend, es kommt jedoch nur extrem selten zu Todesfällen durch die Erkrankung.
Ein Virus, das sich so leicht verbreitet wie Windpocken und so tödlich ist wie Tollwut-das wäre eine Katastrophe.
 
Um im Bild zu bleiben: Wenn der Einbrecher H seinen Dietrich an Einbrecher L weitergibt, wird die Sache brenzlig. Wenn sie dann noch in ein vergleichsweise einfach zu knackendes Haus einbrechen wollen, in dem aber Wertgegenstände gelagert werden, kann das ganze zum Ruin der Hausbesitzer führen.
Treffen sie auf einen wie Fort Knox verriegelten Schuppen, der ohnehin bald abgerissen wird, bringt auch der beste Dietrich nichts.
 
Was heißt das?
Letztlich muss das Haus gegen Einbrüche geschützt werden. 
Weder kann verhindert werden, dass die Einbrecher -einmal im Haus angekommen- sich vorarbeiten, noch, dass sie bestimmte Werkzeuge verwenden und diese austauschen, wenn sie aufeinander treffen. Was man aber tun kann, ist, zu verhindern, dass sie sich begegnen.
Darauf basiert die Stallpflicht. So wird dem Einbrecher H theoretisch sowohl die Fortbewegung als auch der Werkzeughandel erschwert. Allerdings nur unter der Prämisse, dass die Fortbewegung allein von Wildvögeln bzw. deren Kot bewerkstelligt wird. Außerdem leiden bei dieser Methode die Häuser, sprich die Zellen der Tiere, da durch das Aufstallen Stress entsteht, der wiederum das Immunsystem schädigt. Ganz abgesehen davon, dass Tiere in Massentierhaltungsställen ohnehin bereits sehr fragil sind, was man an der hohen Anzahl von Ausbrüchen auch anderer Erkrankungen sowie der hohen Zahl von Keimen, die wirklich schwere Erkrankungen beim Menschen verursachen, auf Geflügelfleisch aus Massentierhaltungen sieht.
Die Idee, eine Begegnung der Einbrecher zu unterbinden und zu verhindern, dass Einbrecher H auch noch durch die Städte gefahren wird, ist also grundsätzlich nachvollziehbar, in unseren Augen aber der falsche Ansatz.
 
Vielmehr muss es darum gehen, die Tiere im Kontakt mit bestehenden Umweltbedingungen stärker zu machen und eine Immunabwehr bilden zu lassen, die möglichst das Eindringen von H und L verhindert. 
Auch kann es sein, dass durch die Entwicklung von Resistenzen sehr abwehrstarke „Schlösser“ an den Türen entstehen – man lernt ja dazu, ebenso, wie eine bessere Alarmanlage des Hauses denkbar wird. Der Einbrecher wird schneller wahrgenommen und schneller ko geschlagen, wenn er sich am Einbruch versucht.
 
Zudem ist angesichts der vermeintlichen Letalität des Viruses unerklärlich, wie die Einbrecher von A nach B kommen. Wäre H wirklich so tödlich, wie allenthalben behauptet, würde es wohl sehr schwer, ihn im lebenden Tier zu transportieren…
… und da in funktionierenden Herden kranke Tiere, sofern sie den Platz dazu haben, abgesondert werden und sich auch selbst absondern, bedeutet dies in logischer Folge:
Je mehr Platz die Tiere haben, sich aus dem Weg zu gehen und ihr natürliches Verhalten zu leben, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung. 
Es sei denn, das Virus wird bereits in Massen in Bestände und Populationen eingebracht, beispielsweise durch Oberflächenwasser oder Futter….
 
WIR FORDERN DESWEGEN AUF, DIESE MÖGLICHEN VERBREITUNGSWEGE ZU KLÄREN STATT BINÄREN MASSNAHMEN ZU FOLGEN UND ALLE BESTÄNDE AUF KOSTEN DER GESUNDHEIT EINZUSTALLEN!
 
Was kann man tun?
Deswegen ist unserer Ansicht nach Wegsperren und Keulung ohne Test der falsche Weg. Es muss darum gehen, vorhersagbaren Seuchenzügen durch echte Prävention mittels Zucht und Selektion und einer Stärkung allgemeiner Herdengesundheit zu begegnen und nur die Tiere zu keulen, die eine reale Gefahr für die menschliche Gesundheit bedeuten.

 

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…wie gut, dass Geflügelpest „Wochenende“ macht…..

MK Kreiszeitung.de Mitteilung vom 16.12.2016:
…In dem Ein-Kilometer-Radius um den Seuchenbestand gilt ab dem 20. Dezember für mindestens 21 Tage neben dem weiterhin bestehenden Aufstallgebot für Geflügel insbesondere ein Verbot des Transports von Vögeln, Eiern und Säugetieren; aber auch von Gülle und Einstreu von Geflügel in diese Zonen oder aus diesen Zonen heraus. „Auch sind die Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin von allen Geflügelhaltern zu beachten“, so das Veterinäramt……

…warum war das noch gleich mit Aufstallpflicht für gefiederte Haustiere, Leinenzwang für Hunde und Hausarrest für Katzen?

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Wieso gibt es Stallpflicht? Das ist völliger Quatsch!
Immer wird behauptet, das Virus sei so ansteckend!
  •  In Dithmarschen waren in einem Freilandbetrieb Vogelgrippeviren gefunden worden. Nach Test zeigte sich: Die Freilandgänse desselben Betriebs auf der anderen Straßenseite hatten sich nicht angesteckt.
  • Im Opelzoo in Kronsberg war ein an Vogelgrippe verstorbener Vogel inmitten seiner Artgenossen gefunden worden. Der Zoo ließ testen statt keulen, es wurde kein einziges Tier gekeult, weil sich kein einziges angesteckt hatte.
  • In Oberhavel wurden über 500 freilandgehaltene Tiere wegen Vogelgrippe gekeult. Die Freilandhünhner des Nachbarn hatten nichts.
  • In Damme wurden gerade über 8.000 Puten wegen Vogelgrippe gekeult. Das Land ließ die umgebenden Ställe mit zehntausenden Tieren testen-es hatte sich kein einziges Tier angesteckt. Daher wird außer dem betroffenen Betrieb nichts gekeult. Da hat man aus Barßel gelernt.
  • Bei vielen „Ausbrüchen“ mit dem derzeitigen Erreger gibt es keine bzw. nur sehr wenige tote Tiere. 2014 in Südkorea: 0 tote Tiere, 2015 in Kalifornien: 0 tote Tiere, 2016 in Barßel von 15.975 Puten 50 tote Tiere (etwa 9% sterben während der Mast eh, also ca. 1.500 tote Puten sind normal, da sind 50 doch überhaupt nicht auffällig).
  • Für den Menschen besteht beim derzeitigen Erreger überhaupt keine Gefahr.

Warum nochmal Stallpflicht?

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Wirklich AI ?

Hanne im Hühnerforum Beitrag 6012:

Es bezweifelt ja auch keiner, dass es AI Erreger gibt, die ganze Bestände dahinraffen und für Geflügel wirklich gefährlich sind. Wenn ich das von den Enten höre, befürchte ich jedoch was ganz anderes.
Wen’s interessiert: Die Polen haben ihre H9N2 kranken Puten, die sie 2012 aus Deutschland bekommen haben, analysiert:

In the case of outbreaks N°1and N°2, 3/5 and 1/2 flocks were positive, respectively.
With the exception of flocks from outbreak N°3, all turkey
flocks were seropositive for
Bordetella avium

. No flocks
were positive for any of the three species of
Mycoplasma
included in the analysis. The cloacal swabs originating from
turkeys in outbreak N°3 were positive for astroviruses,

rotaviruses and parvoviruses. The presence of RNA of
reoviruses was confirmed in only one flock from outbreak
N°1. Genetic material of adenoviruses, TCoV or aMPV was
not found in any of the investigated flocks.

Voll gesund, die Tiere, was?

Hanne Beitrag 6021

Hmmmm. Also, die Polen haben da ja ganz gut geforscht:
Haben die sehr kranken (in einem Fall über 90% Mortalität) Puten beobachtet und nen Haufen gesunde Puten mit demselben Erreger infiziert und unter Laborbedingungen(also hygienisch rein, super gefüttert, Platz etc.) beobachtet.

„Interestingly, in the case of the experimental studies the
birds were healthy at the time of inoculation despite positive
PCR results for ORT. The subclinical status was further
supported by a follow-up clinical inspection of the farm of
origin of these turkeys two weeks after the end of the
experiment which revealed that the birds in the flock had
been clinically healthy throughout the growing period with
a satisfactory daily feed intake, body weight gain and feed
conversion ratio“

Beobachtung also: Wenn alles andere gut ist, geht es den Tieren trotz AI Infektion gut. Ist das Umfeld sch.., die Tiere mit allem möglichen infiziert etc., ist die AI Infektion schlimm. Was für ne Überraschung…

http://www.tandfonline.com/doi/pdf/1…57.2014.952221

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Schnell-Navigation

…weitere Leserfragen und Leserbriefe auf Zeitungsartikel

Schnell-Navigation
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NWZ 24.1.2017
einige Betriebe in Garrel dürfen wieder einstallen!
K.Zoller

Das kann ich einfach nicht glauben!
Da haben wir angeblich in mittlerweile ganz Europa eine „Pandemie“, wie das FLI so schön verlauten liess (gemeint war damals eine Panzootie), da grassieren, wie man seitens des FLI und zumindest des Ministeriums in Schleswig Holstein vernehmen kann ein sehr „dynamisches“ Virus, welches sich „verändert“, es war auch schon die Rede von „unkalkulierbar“, wir hören von offizieller Seite seit Beginn der Seuche immer dieselben Sätze: „wir wissen nicht, wie das Virus in den Bestand kommen konnte“, „mit hoher Wahrscheinlichkeit (Anm. von mir: aber genau wissen tun wir es seit 10 Jahren immer noch nicht) sind es wohl die Wildvögel“ und „Aufstallpflicht, strenge Einhaltung aller Biosicherheitsmaßnahmen sowie vorbeugende Keulungen im Umkreis zwecks Unterbrechung der Infektionsketten seien das Mittel der Wahl“ – und was ist?
Ein Massentierhaltungsbestand nach dem anderen – schwerpunktmäßig Puten – fallen aufgrund des Virus den Keulaktionen zum Opfer.
Auffällig: absolut ALLE Tiere, die seit Beginn der flächendeckenden Aufstallpflicht gekeult wurden, waren aufgestallt und wurden unter Einhaltung strengster Biosicherheitsmaßnahmen versorgt – trotzdem all diese riesigen AUsbrüche.
Und jetzt sollen genau diese riesigen Bestände, wo das Problem am größten ist, wieder neu aufgebaut werden, BEVOR die Seuche bundesweit erloschen ist?
Gehts noch?
Gerade gestern wird aus heiterem Himmel ein völlig anderes, ebenso hochpathogenes H5 Virus in einem Steinburger Massenputenhaltungsbestand nachgewiesen: H5N5 – FLI sagt: es sei eng verwandt mit H5N8, Dr Habeck redet von „Veränderung“ – und keiner kann sich erklären, woher das jetz plötzlich kommt.
Aber, bekannt ist, dass der betroffene Betrieb seit 50 Jahren gute Geschäftsbeziehungen mit Moorgut Kartzfehn unterhält, seine Küken von dort bezieht – und wie war das noch? Sind nicht gerade haufenweise Puten vom Moorgut gekeult worden, wegen H5N8?
Ich halte es für absolut unverantwortlich, dass man, solange so viel so ungewiss ist, überhaupt einem gekeulten Betrieb eine neue Aufstallgenehmigung erteilt, solange die Seuche nicht bundesweit erloschen ist.

Ich erwarte als privater Hobbygeflügelhalter im Übrigen auch diese Solidarität von den Erzeugern, die die Ausbrüche schon hatten.
Denn je länger wir immer wieder diese unkalkulierbaren Ausbrüche haben werden, desto länger bin ich gezwungen, meine Tiere unter absout unartgerechten Bedingungen zu halten – wie Dr Habeck sinngemäß so schön sagte: „soviel Solidarität könne man von uns Hobbyhaltern erwarten“ – okay – ich erwarte selbiges aber auch umgekehrt.
Und ich denke, im Sinne des Verbrauchers wird es auch nicht sein, wenn das Risiko immer weiter vorangetragen wird.

Wie war das: vorbeugende Keulung im Radius von bis zu einem km, damit die Infektionskette unterbrochen wird?
Ja, dann doch jetzt bitte auch „vorbeugendes Neueinstallverbot“, damit die Infektionskette unterbrochen wird.

Biosicherheitsmaßnahme:
Das ist ja wirklich eigenartig: erst werden gesunde Tiere auf blossen Verdacht hin „vorsorglich“ gekeult, um daraufhin gleich wieder neue im selben, ach so „bedrohten“ Betrieb einzustallen?

Diese Machenschaften werden immer absurder, und alles auf Kosten der Steuerzahler und Tierseuchenkasse.

K.Zoller
Eine Frage brennt mir diesbezüglich unter den Nägeln:

Wer ist verantwortlich für die Wiedereinstallgenehmigung?
Ich erinnere mich an den Beginn der grossflächigen Aufstallverordnungen mit Biosicherheitsmaßnahmen und Co. Sie bedeuteten einen erheblichen Einschnitt in die artgerechte Tierhaltung und verlangten tausenden von privaten und Freilandgeflügelhaltern extreme Kraftakte finanzieller und zeitlicher Natur ab, um die Tiere wenigstens einigermaßen akzeptabel durch diese Stallpflicht zu bringen. Viele mussten eine Menge ihrer Tiere schlachten, damit es in den Ställen nicht zu unerträglichen Zuständen kommt.

Begründet wurde diese drastische Maßnahme damals vom FLI und seitens der Ministerien unter anderem damit, dass H5N8 per se wirtschaftlich enorme Schäden anrichte, aber ein Hauptproblem auch sei, dass das Risiko, dass es zu „spontanen Mutationen“ käme, die hochgefährlich für die Menschheit werden könnten, vorhanden sei.

Nun lese ich heute in der Zeitung, www.berliner-zeitung.de/panora…, dass das neue Virus dem FLI „noch nicht bekannt sei“, dass es aber eine „Ähnlichkeit“ zu unserem grassierenden H5N8 habe – man nehme eine Mischvariante an – nähere Untersuchungen ständen noch aus.

Zusammen mit den Aussagen aus November bedeutet das für mich: hier kann geschehen sein, was man verhindern wollte – das Risiko für den Menschen ist also eventuell deutlich größer, als bei H5N8.

Dann nehme ich die Tatsache her, dass die Herkunft noch unbekannt ist, dass aber regelmäßige Geschäftsverbindungen nach Niedersachsen bestehen, dass der Steinburger Betrieb seine Küken vom Moorgut Kartzfehn bezieht (wie die meisten anderen Putenmäster in De. auch) und last not least die Tatsache, dass das Virus (oder auch mehrere verschiedene) bereits im Ei vorhanden sein kann und ergo bereits Küken, deren Immunsystem sich anpasst, mit irgendwelchen H5 Virensubtypen schlüpfen können.

Angesichts der Aussagen, dass man eigentlich noch nichts weiss: woher es kommt, wohin es sich entwickelt, wie es übertragen wird, wie es mutiert und wann die für den Menschen gefährliche Variante wie entsteht, halte ich es für außerordentlich wichtig, genau zu wissen,
WER die Freigabe zur Neuaufstallung mitten in einem nicht durchschaubaren Seuchengeschehen zu verantworten hat.
Ist es der Kreisveterinär? Oder der Landrat? Oder das Landes-Landwirtschaftsministerium? Oder das Bundeslandwirtschaftsministerium?
Denn WENN es in diesen neu aufgestallten Beständen dann möglicherweise zu Ausbrüchen mutierter und gar für den Menschen gefährlicher Viren kommt, sollten die dann betroffenen Menschen schon wissen, wen sie zur Rechenschaft ziehen können, wenn sie die Gesundheit oder gar das Leben eines Familienmitglieds zu beklagen haben.

Affi K. Mann
Nur kurz zum Verständnis: ich halte meine Tiere im Stall, damit sie sich nichtt anstecken mit einem Virus, von dem man nicht weiß, wie es sich verbreitet und ob es wirklich für naturnah gehaltene Tiere gleich gefährlich ist wie für Stallgeflügel. Diese Stallhaft betrifft aber die Geflügelgroßindustrie gar nicht wirklich, weil die Tier dort ohnehin nicht so lange leben. Richtig? Ich denke, Punkt eins habe ich verstanden.
Jetzt ist es aber so, dass dort ALLES WIE GEHABT weiterläuft. Auch richtig?
Ich werde das Gefühl nicht los, dass nicht nur Amerika sich ein richtig dickes Ei ins eigene Nest gelegt hat….

Hanse:
Alle Macht der Geflügelwirtschaft!
Hier wird wieder eingestallt, obwohl die Ursache zur Einschleppung der Seuche in die vielen Hallen der Massentierhaltungen im Umkreis und auch bundesweit in keinsterweise aufgeklärt ist. Wann wird dann wieder gekeult? Wird im Wiederholungsfall eines Ausbruchs die Tierseuchenkasse erneut gemolken? Werden aufgrund des risikoreichen Areals aufwendigere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, wird häufiger beprobt? Wieso eigentlich soviele Putenbetriebe? Fragen über Fragen, die von Presse und Medien eine Muss zur Aufklärung und Berichterstattung sein sollte, nicht das allübliche Geplänkel um den heissen Brei. Warum wird nicht hartnäckig hinterfragt? Vielleicht fehlt das notwendige Interesse der Bevölkerung, die überladenen Fleischtheken lassen einen Seuchenausbruch eher kaum vermuten. Der Verbraucher gehört endlich aufgeklärt, lasst doch die Kühltruhen der Märkte über Wochen einmal ausgeschaltet
Wir möchten wissen, wie der Virus in diese Hochsicherheits-Betriebe reingekommen ist und wie es künftig zu verhindern gilt.
Weniger ist manchmal mehr, großzügiger Freiraum, gute Belüftung, korrekte Haltungsbedingungen und weniger Stress für die Tiere, das sind die Voraussetzungen die dem Virus entgegensetzen und der Gesundheit vorbeugen.
Ich als Kleinttierhalter mit meinen paar Hühnern, komme mir so richtig veräppelt vor, ich zahle in die Tierseuchenkasse ein und werde vom Ministerium mit hohen Bußgeldern bedroht, sollte ich es nur wagen, die Stalltür für zehn Minuten aufstehen zu lassen.
Wir möchten Durchleuchtung von Machenschaften, Hintergrundwissen zu Erforschung der aktuellen Seuchenfälle, und wir möchten keine Überschüttungen mehr, von Institutstheorien auf allen Kanälen, die fern abseits jeglicher Beweisgrundlage den Wildvögeln geschultert ist, sehen und hören. Wir möchten FAKTEN!

Berliner Zeitung  24.1.2017
H5N5 neues Vogelgrippevirus in Schleswig Holstein

Wurden in der Vergangenheit denn auf H5N8 positiv beprobte Tiere überhaupt noch auf andre H5-Viren untersucht.
Schließlich stammen die bisherigen H5N8-Fälle unter Puten doch wohl vom gleichen Züchter wie diese hier.
Dass eine Mischinfektion von H5N8 und H5n5 möglich ist, zeigt ein in den Niederlanden gefundener Wildvogel vom Ende letzten Jahres.
Ich bin der Meinung, man sollte , wenn noch vorhanden, die Proben der H5N8-getesten Vögel nochmal genauer unter die Lupe, bzw. das Mikroskop nehmen.
Denn warum so viele Puten?
Warum die Puten desselben Züchters?.
Könnte es nicht doch sein, dass das Virus nicht durch die Zugvögel (die mittlerweile in Afrika weilen dürften), sondern durch die Puten selber in den Stall gekommen sind?
Mit oder ohne genetische Veränderung (H5N5 gab es in Asien schon vor Jahren in Hausgeflügelbeständen).
Solchen Wegen muss jetzt endlich nachgegangen werden, denn dass die Zugvögel es nicht sind, wird ebenso immer deutlicher, als dass die Stallpflicht nicht davor schützt – im Gegenteil, bei dichtgedrängtem Geflügel ist eine Ansteckung und auch eine Virusmutation doch um etliches wahrscheinlicher.
Es wird Zeit, die Spuren zu den Züchtern und Brütern zurückzuverfolgen.

Vielleicht sollte das FLI die ihnen bereits vorliegenden H5N8 -Proben anderer Putenbetriebe unters Mikroskop nehmen, wenn sie den Infektionswegen auf die Spur kommen wollen.
Und diese nun auch auf H5N5 oder Vorformen davon untersuchen.
Denn das eine muss nicht mutieren, um zum andren zu werden: Bei den erwähnten Wildvogelfunden wurde in den Niederlanden ein Tier mit H5N5 und H5N8 gefunden.
Auch im Hausgeflügel ist H5N5 nichts Neues , es wurde schon vor Jahren bei Enten in China nachgewiesen.
Und bei den Wegen wie das Virus in den Stall gelangen kann – vielleicht gibt es einen ganz einfachen?
Nämlich mit den Tieren?
Denn Mastputen werden nicht in dem Stall „geboren“, in dem sie gemästet werden.
Dass es die Puten sind, die den Virus in den Stall gebracht haben können, erscheint angesichts ihrer Menge nun nicht wirklich unwahrscheinlicher, als dass sich dort ein Zugvogel eingeschleust hat.

„Bei der neuen Variante handle es sich wahrscheinlich um ein Mischvirus auf der Basis von H5N8. „
– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de… ©2017
Gehen Sie davon aus, dass dieses hier bei uns durch entsprechende Mutation neu entstanden ist?
Oder vermuten Sie, dass es das H5N5 ist, welches in China bereits seit 10 Jahren in Massengeflügelbeständen grassiert und ja ebenfalls Verwandtschaften mit H5N8 pflegt?

Sollte man nicht angesichts der auffälligen Geschehnisse insbesondere in Putenbeständen in den letzten 4-5 Wochen dringend damit beginnen, bei sämtlichen Kükenauslieferungen in den Brütereien vor Auslieferung umfangreiche beprobungen der Küken vorzunehmen, um zu schauen, ob sie u.U. bereits Träger einer oder mehrer Virussybtypen sind, die sich dann am Zielort mit dort hinzukommenden Viren vermischen?

Sehr geehrte Damen und Herren,
Dass das „neue“ Virus dem Friedrich-Löffler-Institut unbekannt sein soll erschließt sich mir nicht. Als nationales Referenzlabor für Geflügelpest ist dem FLI mit Sicherheit bekannt, dass H5N5 immer mal wieder in Hausgeflügel in China festgestellt wird.
Dass das FLI dem Übertragungsweg der Vogelgrippe-Viren auf die Spur kommt ist jedoch nicht zu erwarten, da dort nach wie vor davon ausgegangen wird, dass Wildvögel die Überträger sind.
Wie die Wildvögel oder deren Absonderungen jedoch die Hochsicherheitsschleusen der Massentierhaltung passieren können, oder ob das Virus bereits in den Massentierhaltungen kursiert und von dort in die Umgebung gelangt, wird nicht bekannt gegeben.
Investigativer Hauptstadtjournalismus sieht anders aus!

In Hausgeflügelbestände? Eher weniger, bisher ist sowohl das eine wie auch das andere Virus in in erster Linie in Industriegeflügelbestände mit Massentierhaltung einngedrungen. Man sollte da doch seitens des Friedrich-Löffler-Instituts vielleicht eine differenziertere Ausdrucksweise benutzen. Hausgeflügel suggeriert grade die Tiere von Kleinhaltern und das sind nun mal verschiedene Welten. Die Kleinhalter müssen den Mist ausbaden, den die Geflügelbarone produziert haben.
Dem FLI kann man nur wünschen, dass möglichst bald die Mittel für eine sinnvolle Weiterbildung und Forschung eingesetzt werden. In 10 Jahren sind sie dort keinen Schritt weiter gekommen.

„Fachliche“ Basis für diese sinnlosen Massentötungen meist gesunder Tiere ist die Behauptung des Leiters des Friedrich-Löffler-Institutes Herr Mettenleiter, „Zugvögel wären die Verursacher der Vogelgrippe.“
Dazu sollte man vielleicht wissen, dass Herr Mettenleiter in seinem Institut seit 2006 vergeblich viele Millionen öffentlicher Mittel verbrannt hat, um nach 10 Jahren „intensiver“ Forschung nicht einen einzigen wissenschaftlich haltbaren Beweis für dieses realitätsfremde Theorie zu erbringen.
Auf Grund dieser fast lächerlichen Situation flüchtet sich Herr Mettenleiter seit Jahren immer wieder in die Floskel, dass man die Zugvogeltheorie nicht mit Sicherheit ausschließen könne.
Dazu kann man nur feststellen, dass man selbst die absurdesten Theorien nicht mit Sicherheit ausschließen kann. Man kann ja noch nicht mal mit Sicherheit ausschließen, dass Herr Mettenleiter sich irgendwann mal ernsthaft darum bemüht die tatsächlichen Ursachen für die Verbreitung der Vogelgrippe zu erforschen.
„Dass die Vogelgrippe eine direkte Folge der Massentierhaltung sei, wie manche Tierschützer behaupten,“ hält Mettenleiter für falsch, was er auch jetzt wieder gegenüber der Berliner Morgenpost am 14.01.2017 verkündete.
Es hilft auf Dauer nichts, die Realitäten unter den Tisch zu kehren. Sicher gibt es Tierschützer die Probleme bei der Massentierhaltung erkennen. Was unerwähnt bleibt ist, dass es auch hunderte (vermutlich tausende) Geflügelhalter und inzwischen eine Vielzahl renommierter Wissenschaftler gibt, die öffentlich darauf hinweisen, dass die Massentierhaltung erhebliche Probleme aufwirft.
Schon im „Kritischen Agrarbericht 2008“, herausgegeben vom AgrarBündnis e.V. , Marktstätte 26 in D-78462 Konstanz, gibt es im Kapitel 8: „Tierschutz und Tierhaltung“ den ausführlichen Unterpunkt, „Unwissenschaft aus dem Friedrich-Loeffler-Institut“. Warum wohl?
Herr Mettenleiter kann bis heute keine einzige, wissenschaftlich haltbare Untersuchung vorlegen, die beweist, dass die Verbreitung der Vogelgrippe keine direkte Folge der Massentierhaltung ist.
Gleichwohl gibt es aber dokumentierte Fälle der Übertragung der Vogelgrippe durch Warenströme/Transporte innerhalb der Massentierhaltung.
Nein! Es ist auf Grund der realen Zustände viel wahrscheinlicher, dass die Zugvögel über die deutschlandweit frei in der Landschaft verteilten Hinterlassenschaften der Massentierhaltung infiziert wurden.
Die Zugrichtungen der Zugvögel passen zu keiner Zeit im Jahr zusammen um einen schnellen und durchgängigen Virentransport von Asien nach Europa zu bewirken.
Die weltweiten Tiertransporte und die Stofftransporte im Rahmen der Massentierhaltung sind geradezu prädestiniert um einen schnellen und  durchgängigen Virentransport für die Verbreitung der Vogelgrippe zu erklären.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Opfer und Täter hier bewusst oder unbewusst vertauscht werden ist extrem hoch!
Schon das Foto vor dem Artikel passt nicht. Darauf müsste eigentlich stehen: „Massentierhaltungs-Ggeflügelpest“.

Bernd

Nach Frau Elke Reinking, (Sprecherin des Instituts auf der Insel Riems bei Greifswald) bemüht sie das FLI jetzt herauszufinden, wie und wo H5N5 entstanden ist und auf welchen Wegen es sich verbreitet hat. An der bisherigen Risikoeinschätzung ändere sich vorerst nichts, an einer neuen Einschätzung werde gearbeitet.
Werte Frau Reinking, versuchen Sie es doch mal im eigenen Archiv des FLI.
Schon vor über 60 Jahren war doch nachstehendes ganz unstrittig öffentlich bekannt:
Die Einschleppung der Seuche erfolgt durch verseuchte Tiere oder durch Schlachtgeflügel und verseuchte Eier aus verseuchten Gegenden.
Die Übertragung erfolgt durch Berührung kranker mit gesunden Tieren und die Aufnahme von Futterstoffen, die die Krankheitskeime enthalten.
Dasselbe trifft auch für infiziertes Trinkwasser zu.
Aber auch unsachgemäß vernichtete, an dieser Seuche verendete Tiere, infizierte Eierschalen oder Schlachtpülwasser bedingen die Infektion.
Hautschmarotzer wie Milben usw. können die Seuche ebenfalls übertragen.
Als Seuchenüberträger kann auch der Mensch verantwortlich gemacht werden, weil er die Krankheitsstoffe durch Kleidung und Schuhwerk mechanisch verbreiten kann.
Die Krankheitsstoffe, die sich in allen Körperorganen der befallenen Tiere nachgweisen lassen, werden von infizierten Tieren mit dem Kot, mit dem Nasensekret und den Eiern ausgeschieden.
Infizierte Transportmittel, wie Fahrzeuge, Kisten, Behälter usw. (Zusatzbemerkung: Diese erlangen in der heutigen Zeit eine erhebliche Bedeutung) sind geeignet für eine schnelle und räumlich weitreichende Verbreitung, ganz egal ob sie lebende oder tote Tiere oder jede Art von infizierten Stoffen transportieren.
Auch Brutapparate die mit infizierten Eiern belegt waren können einen Verbreitungsherd bilden.
Soweit sollten im eigenen Archiv vermutlich auch fündig werden.
Vielleicht noch ein kleiner Tipp:
So ein Mischvirus hat in einem besonders dichten und zahlenmäßig
großen Tierbestand die mit Abstand besten Voraussetzungen für seineEntwicklung.
— vielleicht hilft’s ja wenn so ein netter Hinweis auf die Bestände der Massentierhaltung kommt—.

Bernd

Guten Tag,
eine heute in diversen Medien verbreitete Meldung zum angeblich
ganz neu mutierten Vogelgrippe-Typ H5N5 ist falsch, dieser Typ wurde bereits 2008 und 2009 bei entsprechenden Studien in China gefunden.
Es wäre sehr zu begrüßen, wenn Sie sich bei der Erstellung ihrer
aktuellen Meldungen an Tatsachen halten und nicht die gebetsmühlenartig verbeiteten, zweckgerichteten Desinformationen von Geflügelwirtschaft  und Friedrich-Löffler-Institut ohne eigene Recherche zum Thema  übernähmen.
Ich bitte um eine kurzfristige entsprechende Richtigstellung.

NDR.de  24.1.2017
Geflügelpest: jetzt auch Zuchtgänse betroffen
Kommentar:
Nutztierhalter schrieb am 24.01.2017 19:02 Uhr:
Wie ist denn der Virus entdeckt wurden? Gibt es dort tatsächlich einen Ausbruch im Bestand mit klinischen Symptomen.

Oder war es mal wieder eine Routinekontrolle wegen Ausnahmegenehmigung?
Wenn es sich um einen klinisch gesunden bestand handelt, bei dem das Virus lediglich zufällig aufgrund einer Routinebeprobung auffiel, fände ich es haaresträubend, dass der gesamte, gesunde Bestand mal wieder vorbeugend weggekeult wird.
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter vom FLI bereits Anfang Dezember in Kiel verlauten ließ, dass man H5 Viren in nahezu jedem Wassergeflügelbestand, der beprobt wird, nachweisen kann.

NWZ online 23.1.2017
Es tut weh, die Tiere so leiden zu sehen!

Kommentare:

Art. 20a des Grundgesetzes verpflichtet die staatliche Gewalt zum Schutz der Tiere (vgl. BVerfGE 110, 141 <166>). Mit der Aufnahme des Tierschutzes in diese Grundgesetznorm sollte der ethisch begründete Schutz des Tieres, wie er bereits Gegenstand des Tierschutzgesetzes war, gestärkt werden (vgl. BVerfGK 10, 66 <71> m.w.N.; zum einfachgesetzlichen Tierschutz BVerfGE 104, 337 <347>). Das Tier ist danach als je eigenes Lebewesen zu schützen (vgl. BVerfG, jew. a.a.O.).

Nach dieser Verfassungsnorm hat der Staat auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung zu schützen. So obliegt es nach § 1 Tierschutzgesetz
(TierSchG) der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen und darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden (§ 2 TierSchG).

Die zuvor zitierten gesetzl. Regelungen können nicht mit einer in der Sache völlig übertriebenen bzw. unverhältnismäßigen
allgemeinverbindlichen landesweiten Anordnung nach § 13 Abs. 1 Geflügelpest-Verordnung in Verbindung mit § 38 Abs. 11 und § 6 Abs. 1 Nr. 11 a) Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) außer Kraft gesetzt werden, zumal die Norm des § 16a des Tierschutzgesetzes (TierSchG) auch die Veterinärbehörden zum Einschreiten gegen festgestellte oder zu besorgende Verstöße gegen die sich aus § 2 TierSchG oder den aus der TierSchNutztV ergebenden Pflichten eigentlich selbst verpflichtet, augenscheinlich mit der erlassenen Aufstallungspflicht in der Praxis aber derzeit gegen diese Amtsverpflichtung verstoßen wird. Unfassbar!

Und was macht die Presse? Sie schreibt abseits von Recht und Gesetz wohlgefällige, unkritische Berichte, die ihrem Inhalt nach eigentlich nur der Massengeflügelhaltung in die Karten spielen

Bravo, Herr Krogmann, mit dieser Art Berichterstattung kommen wir vielleicht mal einen Schritt weiter. Die fortwährend einseitige Darstellung der Wildvogeltheorie des Friedrich-Löffler-Instituts, die seit über zehn Jahren durch die Medien schallt, ist in Fachkreisen mittlerweile fast zu einem Lachblatt verschrien, wenn es nicht so traurig wäre. „Augen auf halten“ ist die richtige Devise, in alle Richtungen ermitteln, diskutieren, forschen, berichten, akzeptieren, widersprechen, Zusammenhänge erkennen und ganz wichtig informieren, so kommen wir dem Virus eher auf die Schliche, als nur die eine anerkannte Theorie ständig runter zu beten.
Ich freue mich, hier mal die Stimmung von Züchterkollegen nachzulesen, deren allgemeiner Aufschrei meiner Meinung nach, für das Schwergewicht der eigenen Sache noch viel zu leise anklingt. Auch die Aktivitäten der vielen deutschen Vereine für Rassegeflügel müssen viel kritischer mit dem Thema Vogelgrippe umgehen und in eine Offensive gegen die lähmende Stallpflicht vorgehen. Sonst wird eine über jahrzehnte erfolgreiche Arbeit in Hinsicht auf Vielfalt, Farbintensität, Robustheit und Vitalität des Rassegeflügels in kürzester Zeit den Bach runtergehen. Das möchte sicher keiner. Vielen Dank Herr Krogmann, für Ihren offenen Blick!

Vielen Dank Herr Krogmann, dass Sie immer wieder Interviews mit Menschen führen und veröffentlichen,
die als Betroffene oder als Wissenschaftler auf der „anderen Seite“ stehen.
Politik und Behörden erlassen Gesetze und verfügen Massentötungen allein gestützt auf Aussagen des FLI, dessen Unbahängigkeit bereits seit 10 Jahren immer wieder öffentlich in Zweifel gezogen wird.
Eines FLI, welches mehrere Millionen an Forschungsgeldern erhielt zur Erforschung der Geflügelpest und ihrer Ausbreitungswege und welches heute noch wortwörtlich dieselben Aussagen trifft, die es bereits vor 10 Jahren bis heute immer wieder traf:
„Die Ausbreitung erfolgt mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den Wildvogelzug“.
Es ist ein Armutszeugnis, was sich die Menschheit selber ausstellt, wenn die einzige Antwort auf so ein natürliches Geschehen, wie eine Virusinfektion heisst: wir vergasen einfach alles, was Federn hat vorbeugend, wenn es sich im Umkreis von bis zu einem Kilometer aufgehalten hat – egal, ob es gesund ist oder infziert – oft genug nur auf Verdacht – noch bevor die Ergebnisse vorliegen, die meisten unbeprobt – kerngesund und nur leider zur falschen Zeit am falschen Ort.

Wieso beschleicht einen nur immer wieder das Gefühl, dass die Maßnahme „Stallpflicht“ eben nicht NUR zur Beruhigung der
Bevölkerung dient? Sooft ich mit Leuten in den Supermärkten, oder bei uns im Dorf ins Gespräch komme, zeigt sich immer wieder, dass mindestens 70% der Bevölkerung gar nichts von der Stallpflicht wissen und es sie meistens auch nicht interessiert. Da heißt es immer wieder: „was, dieses Jahr haben wir wohl auch die Stallpflicht, ich dachte das war vor ein paar Jahren. Aber so schlimm kann das ja nicht sein, man bekommt doch alles zu kaufen, Eier, Hähnchen, Putenfleisch. Wenn das soooo schlimm wäre, dann würde doch was in der Zeitung stehen, oder im Fernsehen kommen, so der Kommentar eines älteren Herren aus meinem Dorf.
Wenn man sich mal in der Stadt umhören würde, dann wette ich, dass höchstens jeder 20. Interviewte irgendwo mal am Rande von der aktuellen Stallpflicht überhaupt gehört hat. Und maximal einer von 100 Personen ist auch nur halbwegs informiert. Die Beruhigungspille für die Bevölkerung kann es also nicht sein. Solange die Supermarktregale nicht leer gefegt sind, interessiert das den Verbraucher auch kaum.
Was kann es dann also sein? Warum muss auch das Geflügel der privaten Halter und Kleinhalter (meist Bioproduzenten) im Stall bleiben? Warum z.B. hat man nicht eine allgemeine Hunde- und Katzenauslaufsperre verhängt, wo doch befürchtet wird, dass diese Tiere das Virus verbreiten können. Hunde und Katzen müssen nur in Sperr- und Beobachtungsgebieten an die Leine, aber auch nur dort und nicht bundesweit. Das Geflügel (auch) der Kleinhalter dagegen fast Deutschland weit.
Der Amtstierarzt Schimanski aus Hannover weiß z.B. „dass Hunde und Katzen kranke oder tote Vögel finden und durch die Gegend schleppen können, und somit die Krankheit verbreiten.“ Gut, das ist einigermaßen nachvollziehbar.
Ähhmm, und warum muss nun noch mal Geflügel im Stall bleiben??? Meine Hühner haben noch nie einen toten Vogel durchs Dorf geschleppt, die sind noch nicht mal im Dorf gewesen, sondern bleiben schön brav auf Ihrer (umzäunten) Wiese. Genauso wenig glaube ich, dass das Geflügel von Biobauern sich woanders, als nur auf ihrem ebenfalls umzäunten Freilaufgelände aufhält. Und tote Vögel verschleppen die wohl auch nicht.

Und dass Wildvögel Geflügelbestände, die ähnlich wie in Fort Knox, mit exorbitanten Sicherheitsvorkehrungen in Hallen, ohne Zugang ins Freie, gehalten werden, anstecken ist mir per se ein Rätsel. Oder schlampen da die Mitarbeiter der Mast- und Eierbetriebe bei den Seuchenvorkehrungen? Zumindest in einem Fall WISSEN wir ja, dass es so war, nämlich in Möser, im Jerichower Land.

Spinnen wir den Faden mal weiter, frei nach dem Motto, was in der
Autoindustrie möglich ist, kann in der Geflügelproduktion nicht völlig abwegig sein.
Wenn ein Geflügelproduzent seinen Stallmist, voll gespickt mit offenbar verseuchten  Kadavern frei und unabgedeckt quer durch Ortschaften fahren und dann ebenfalls unabgedeckt auf Felder kippen kann, obwohl der Verdacht auf H5N8 besteht, dann ist das selbstverständlich eine bedauerliche Ausnahme! Und wenn sich
dann in dieser Region die Geflügelpest verbreitet, dann sind selbstverständlich die Geflügelbestände kleiner Halter, von denen nie ein Tier das Gelände verlässtdaran Schuld, oder die Zugvögel. Und nicht die Geflügelproduzenten, deren Mitarbeiter mit genau denselben Zugmaschinen und Anhängern , mit denen der kontaminierte Stallmist gefahren wurde, dann vielleicht Futter in andere Betriebsteile ausfahren, oder Eier in die Supermärkte, oder Masttiere auf die Schlachthöfe. Und die Katzen und Hunde meiden natürlich mit vollem Verantwortungsbewusstsein die Felder, auf denen der abgekippte Mist lagert.
Wie war das noch mal bei Volkswagen? Eine bedauerliche Ausnahme. Generell wird in Deutschland nicht manipuliert, das ist gar nicht möglich. Nie, niemals!
Die Kleinhalter aber, mit ihrer bunten, genetisch widerstandsfähigen
Federviehschar haben noch immer so gut wie nie H5N8 Fälle in Ihren Beständen, und das obwohl sie nicht über diese hoch technisierten Seuchenschutzanlagen verfügen, wie die großen Mast- und Erzeugerbetriebe.
Woran nun das wohl wieder liegt? Auch an den Wildvögeln?
Herr Krogmann, die Rassegeflügelzüchter sind ihnen dankbar, dass sie so ehrlich berichten!

 

Vielen Dank, Herr Krogmann, für den informativen Bericht! Es ist schön zu lesen, dass nicht nur Hobbyzüchter die Aufstallung für unsinnige Tierquälerei halten, sondern auch Rassegeflügelzüchter diese zunehmend kritisieren. Es ist doch anhand der ständigen Ausbrüche zu sehen, dass das Virus in Massengeflügelhaltungen kursiert, sich dort vermehrt und von dort aus weiterverbreitet wird in die freie Natur und an andere Orte. Durch Mist, darin enthaltenen totem Geflügel, durch Transporte und durch Nichtbeachtung der Biosicherheitsmaßnahmen. Erst dann infizieren sich Wildvögel oder die „Kleinstbetriebe“, weil diese nicht von den zuständigen Behörden vor den Massentierhaltungen geschützt werden.

„Alternative Fakten“ tolles Wort für „Unfug“ … das ist die Wildvogeltheorie. Eine Theorie eben, so gut oder so schlecht wie jede andere auch. Nicht besser dadurch, dass sie zur Zeit von einem, durch Industrie und Steuerzahler bezahltem Forschungslabor vertreten wird, dass seit 10 Jahren keine Beweise für irgendwelche Theorien gefunden hat und statt dessen Millionen verpulvert hat.
Wegen dieser Schmarotzer im Dienste der Fleischindustrie sollte wirklich keiner sein Hobby aufgeben.

 

 

NDR 23.1.2017
Erstmals neuer Virustyp bei Geflügelpest in SH

Kommentare:

Sabine Küchlermann schrieb am 23.01.2017 19:57 Uhr:Herr Habeck, das ist kein „neuer“ Subtyp, das ist ein Problem, das sich unter anderem deswegen ausbreiten kann, weil man LPAI genauso auszurotten versucht wie HPAI. Das hat was mit biologischen Nischen zu tun. Logisch? Ach nein, da gab es Inkompatibilitäten mit der Politik…..
MANNMANNMANN
FraSim schrieb am 23.01.2017 20:00 Uhr:Ein neuer Erregertyp, Puten-Maststall mit Kontakt nach Cloppenburg, dem (Zitat Robert Habeck) ‚Hotspot‘ der Geflügelpest. Der Erreger tritt zeitgleich an 2 Standorten des Erzeugers auf – aber Ansteckungsursache waren die Wildvögel (denn man hat ja in Brunsbüttel, 32 km entfernt eine tote Nonnengans mit dem Erreger gefunden). Klar, die Nonnengans hat, nur um den Produzenten zu ärgern, vor ihrem Ableben noch kurz auf die Luftschächte beider Stelle gekleckst. Nebenbei wird uns noch erklärt, dass der Erreger mutiert und sich in jedem befallenen Organismus verändern kann. Was ist wahrscheinlicher – eine Mutation in einem Bestand in dem Tausende Tiere bereits verendet sind oder in einem Wildvogelbestand, wo man bisher eine tote Gans gefunden hat. Aber es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.
Ich fühle mich belogen!
kowalski schrieb am 23.01.2017 20:10 Uhr:Um so größer die Bestände, desto größer der wirtschaftliche Erfolg,
desto größer das Risiko.

Chriska schrieb am 23.01.2017 20:15 Uhr:Lieber NDR, bitte ermittelt doch mal, wie der Virus in so eine Anöage gelangen kann!!!!!

Hühnerhalter schrieb am 23.01.2017 20:56 Uhr:Und WIEDER in einem Großmastbetrieb…
Wann werden diese Virenbetriebe endlich geschlossen?

fünf vor zwölf o schon nach schrieb am 23.01.2017 21:38 Uhr:Irgendwie geht das alles nicht mehr mit rechten dingen zu!
Was steckt dahinter?
Warum zieht man nicht ein anderes Expertenteam als die des FLI hinzu? Hier muss doch endlich hart durchgegriffen werden, sonst werden wir das zeug nie mehr los!

Susie schrieb am 23.01.2017 21:54 Uhr:Hat sich schonmal jemand gefragt, warum dieser Virus, immer und immerwieder in Putenmastbetrieben auftritt? Verkauft uns doch nicht für blöd. Das war mit Sicherheit kein Wildvogel oder eine Ratte. Das sind Hochsicherheitstrakte!!! Außer es kommt über´s Futter/Tränke/Einstreu/Tiere selbst.

Steffi Hühnerfrau schrieb am 23.01.2017 22:00 Uhr:Ich hab nur ein paar kurze Fragen.Puten haben meines Wissens keine Außenhaltung,kommen also nicht mit Wildvögeln zusammen-es trifft aber überdurchschnittlich oft eben einen solchen Betrieb.Wie ist das möglich?Es ist gut und schön zu wissen ,daß es eine Geflügelpest gibt ,aber ist nicht die Beantwortung einiger sehr einfacher Fragen ,das erste ,was man tut ,um dem Problem auf den Grund zu gehen?Weiter hätte ich gerne gewußt ,wie und wo die große menge an Mist und Fäkalien entsorgt werden.Ich habe vor kurzem gelesen (mit Anschauungsmateriel) daß ein Betrieb nach der Keulung der teilweise infizierten Tiere seinen Mist in die freie Natur gekippt hat.ich kann mir das natürlich nicht vorstellen;aber bei den momentanen Absurditäten ,weiß man ja nie…also wie genau ist das geregelt.Zurück noch einmal zu meiner ersten Frage.
Wenn man nun einen Stall nimmt ,der hermetisch gegen jede Form der Infektion von Außen abgeriegelt ist-was ja zur Zeit im Grunde bei jedem Stall der Fall ist ,denn wir haben ja nicht nur die Stallpflicht ,sondern müssen mit Schutzanzügen die Tiere füttern und uns vorher und nachher die Hände und Schuhe desinfizieren-also wie in herr Gotts namen konnte es dann zu einem Ausbruch kommen?Eistiert die Möglichkeit einer Erkrankung innerhalb eines geschlossenen Systems?Ist es nicht einfach so ,daß einfach Tiere von sich aus daran erkranken können,speziell wenn das Immunsystem nicht gut ausgebildet ist,was bei Masttieren ja generell so ein Problem ist?
Klaar Kiming schrieb am 23.01.2017 22:10 Uhr:@ Chriska
Hab ich gerade um Viertel vor 10 vom Landrat gehört: Entweder sch.. ein Wildvogel genau in die Lüftung, oder es waren Ratten.
Ich enthalte mich jeden Kommentars dazu, das würde dann doch nicht freigeschaltet…

Norddeutsche Rundschau 23.1.2017
Kreis Steinburg: rund 18000 Puten werden gekeult

Kommentare:

Daniel Düsentrüb
H5N5 statt H5N8 ??
Wie kommt denn nun H5N5 (bisher stets N8) nun in diese Massentierhaltung hinein? Wo kommt das Virus her? Die Zugvögel als angebliche Überträger haben doch H5N8. Könnte es sein, dass das Virus in den Massengeflügelhaltungen kursiert, sich dort vermehrt und von dort aus weiterverbreitet wird in die freie Natur und an andere Orte. Durch Mist, darin enthaltenen totem Geflügel, durch Transporte und durch Nichtbeachtung der Biosicherheitsmaßnahmen. Dann infizieren sich Wildvögel oder die „Kleinstbetriebe“, weil diese nicht von den zuständigen Behörden vor den Massentierhaltungen geschützt werden. Es wird nun wirklich Zeit, dass wir vor diesen scheinbar unkontrollierbaren Ausbrüchen geschützt werden! Zuerst müsste ein geeigneteres Labor als das bisherige mit der Erforschung des Eintrages und Ausbruches beauftragt werden!

Kirstin Zoller:
Woher wissen Sie das Herr Dr Habeck?
„Dieser Befund zeigt, wie dynamisch das Geflügelpestgeschehen ist“, erklärte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). „Das Virus ist weiterhin vorhanden und verändert sich.“

Interessant Herr Dr. Habeck. Woher wissen SIe das ohne eine Gensequenz – also, dass das „Virus sich verändert hat“?
H5N5 gibt es z.B. seit 10 Jahren in chinesischen Nutzgeflügelbeständen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass „unser“ H5N8 jetzt plötzlich ganz spontan in einem Wildvogel mutiert ist, halte ich für deutlich geringer, als die Wahrscheinlickeit, dass das Virus aus China, Holland oder Italien durch irgendwelche Handelsströme eingeschleppt wurde (Stichwort schwunghafter Misthandel NL/DE im Zusammenhang mit der toten Gans aus Brunsbüttel) – denn, dass Zugvögel um diese Jahreszeit das Virus von Italien, China oder Holland nach Schleswig Holstein bringen, halten Sie doch sicherlich nicht ernsthaft für wahrscheinlich, oder?
Andererseits bezieht man seine Küken, wie man der Norddt. Rundschau entnehmen konnte, ja seit 50 Jahren vom Moorgut Kartzfehn, welches gerade jüngst diverse Massenkeulungen mit zig tausend Tieren zu verzeichnen hatte….

taz 20.1.2017
Stallpflicht soll Infektionen verhindern

Kommentare –
hier sind alle Kommentare so gut, dass ich Ihnen keinen vorenthalten möchte:

wolfgang Otten
@Läufer Ich habe vorhin was ziemlich Langes, ziemlich Trockenes gelesen, darin war die Rede davon, dass unsere Tiere, ich meine, die, die wir essen, mehrheitlich in der Hand weniger Besitzer sind, also was die Grosselterntiere angeht. da war, wenn ich mich recht entsinne die Rede davon, dass der Tierbestand aus dem diese Tiere stammen bei Huhn, pute, Schwein und Rind, jeweils ncicht mehr als 60 bis 100 Tiere umfasst!
Also sind die anremn Viecher die in diesen Ställen zusammengepfercht sind auch noch so verwandt, dass ….
Das kann sich kein Labor leisten, solch grossangelegte Zwillingsforschung auf dem Gebiet der ansteckenden Krankheiten
Is der Metti nicht Virologe?? – ??

Ach ja,
Mahlzeit

KlausiSo einen ehrlichen Pressebericht hatte ich bisher noch nicht gelesen. Das wichtigste steht auch gleich in den ersten beiden Absätzen. Zuerst werden Fälle der Mastbetriebe beleuchtet und erst dann die eigentlichen Leidtragenden erwähnt, die Wildvögel. Genau so wie die Verbreitung aller Wahrscheinlichkeit auch statt findet. Und ganz wichtig und ganz richtig und auf jeden Fall würdig, immer und immer wieder jedem klar gemacht zu werden „Um … Mastbetriebe . zu schützen, gilt seit Monaten die Stallpflicht … .“
Danke und weiter so, es möge sich doch die gesamte Presse mit der Wahrheit infizieren!

Läufer
Tja… die industrielle Massentierhaltung hat halt einfach ihre Schattenseiten. Auch wenn das die Halbe-Hähnchen-Vertilger nicht gerne hören: große, dichtgedrängte Bestände sind nun mal ratz-fatz infiziert, egal womit. Das könnte man doch als Anlass nehmen, diesen Industriezweig einzustampfen. Ethische Bedenken dagegen, Lebewesen als Sache zu behandeln und nach Belieben zu quälen, zählen ja eher nicht für die einfach gestrickten Gemüter, aber so etwas hoffentlich schon.

Wolfgang Otten
@Bernd Wolff Danke Bernd, Du/Sie sprichst/sprechen mir aus der Seele
ich möchte noch ergänzen, dass das FLI und Mette nicht nur aus Steuergeldern bezahlt wird, die Co-Finanziers und Unterstützer sind die Geflügelbarone, oh, ich vergass, de sind ja hoch subventioniert, – sorry, wohl am Ende doch nur Steuergelder!

 

Bernd Wolff
„Fachliche“ Basis für diese sinnlosen Massentötungen meist gesunder Tiere ist die Behauptung des Leiters des Friedrich-Löffler-Institutes Herr Mettenleiter, „Zugvögel wären die Verursacher der Vogelgrippe.“

Dazu sollte man vielleicht wissen, dass Herr Mettenleiter in seinem Institut seit 2006 vergeblich viele Millionen öffentlicher Mittel verbrannt hat, um nach 10 Jahren „intensiver“ Forschung nicht einen einzigen wissenschaftlich haltbaren Beweis für dieses realitätsfremde Theorie zu erbringen.
Auf Grund dieser fast lächerlichen Situation flüchtet sich Herr Mettenleiter seit Jahren immer wieder in die Floskel, dass man die Zugvogeltheorie nicht mit Sicherheit ausschließen könne.
Dazu kann man nur feststellen, dass man selbst die absurdesten Theorien nicht mit Sicherheit ausschließen kann. Man kann ja noch nicht mal mit Sicherheit ausschließen, dass Herr Mettenleiter sich irgendwann mal ernsthaft darum bemüht die tatsächlichen Ursachen für die Verbreitung der Vogelgrippe zu erforschen.
„Dass die Vogelgrippe eine direkte Folge der Massentierhaltung sei, wie manche Tierschützer behaupten,“ hält Mettenleiter für falsch, was er auch jetzt wieder gegenüber der Berliner Morgenpost am 14.01.2017 verkündete.
Was unerwähnt bleibt ist, dass es auch hunderte (vermutlich tausende) Geflügelhalter und inzwischen eine Vielzahl renommierter Wissenschaftler gibt, die öffentlich darauf hinweisen, dass die Massentierhaltung erhebliche Probleme aufwirft.
Vom AgrarBündnis e.V. , Marktstätte 26 in D-78462 Konstanz, gibt es den Vorwurf „Unwissenschaft aus dem Friedrich-Loeffler-Institut“. Warum wohl?
Herr Mettenleiter kann bis heute keine einzige, wissenschaftlich haltbare Untersuchung vorlegen, die beweist, dass die Verbreitung der Vogelgrippe keine direkte Folge der Massentierhaltung ist.
Gleichwohl gibt es aber dokumentierte Fälle der Übertragung der Vogelgrippe durch Warenströme/Transporte innerhalb der Massentierhaltung.
Bernd

Wolfgang Otten:
Stallpflicht soll Infektionen verhindern 2017-01-20
Das wäre schön. Wenn das so wäre. Das Problem ist, dass nicht die Zugvögel die Grippe bringen, sondern sie sich anstecken bei den Geflügel-Mast, -schlacht, -brut und -Aufzuchtbetrieben, an deren Mist, der auf die Felder ausgebracht wird, an deren Ausdünstungen beim umfangreichen Liefer-Verkehr zwischen den Betrieben, bei der Verfrachtung unermesslicher Tonnen von Geflügel, Kot, Futter, Abfällen, gekeulten Beständen.

Die im ersten Absatz nicht namentlich nicht genannten Betriebe sind zu bedauern, dennoch würde es helfen, die Namen zu wissen, auch die Namen der Zulieferer.
Eine einfache Rechnung dazu: Ein Lastwagen bringt Futter, dieses reicht bei diesen Riesenbetrieben für ca 1 Woche. Wenn’s dumm läuft, ist im Futter ein „Virennest“, meine damit, ein geringer Teil des Futters ist verseucht. Ein Tier frisst das und entwickelt die Seuche, es dauert einige Zeit, bis es ansteckend wird, und die dann Angesteckten brauchen ebenfalls ein wenig Zeit, bis sie in signifikanter Menge tot umfallen. Dann wird Alarm gegeben, bist der Prüfer da ist, sind seit der ersten Futteraufnahme mal gern 7 bis 10 Tage vergangen, im Zweifel gibt es schon neues Futter im Silo, die Beprobung des Silos ist also fast obsolet.
Wären die Netzte der Warenströme bekannt, könnte man mit statistischen Methoden herausfinden, dass die kontaminierten Betreibe vom selben Lieferanten Futter bezogen haben. (hier rede ich beispielhaft, um keine falschen Verdächtigungen aufkommen zu lassen.)
Wenn das Fli behauptet, alle Möglichkeiten des Fremdeintrags überprüft zu haben, halte ich das schlichtweg für eine Lüge, oder sagen wir Abblockung.
Wenn da untersucht wird, werden nur die Bücher gecheckt, wenn die ehrlich geführt wurden.
Ich behaupte, das die Virologen des FLI gar nicht in der Lage sind, die verschlungenen Wege zu denken, weil die Virologen virentechnisch denken, nicht kriminalistisch. Ich möchte hier nicht den Geflügel-Farmen Kriminalität unterstellen, sondern meine, dass hier mehrere Faktorn zusammenspielen, die in der Summe zu diesen entsetzlichen Folgen führen, und es an der Zeit erscheint, nachhaltig den Ursachen entlang zu forschen.

Sollte es dafür nötig sein, die Lenkdaten der Transporteure über einen Zeitraum von 3 Monaten zu filzen, um die Warenströme zu untersuchen, wäre das wohl billiger, als zu riskieren, dass latent vorhandene Viren, gegen die derzeit bereits im Geflügelbereich daher geimpft wird, weil sie sehr wohl auf Homo Sapiens übertragbar sind, sich mit den noch relativ harmlosen H5N8 verbinden.
Wann hört diese für uns alle unerträgliche und im Kern gefährliche Geheimniskrämerei auf, wann werden Ross und Reiter genannt?

Oder haben wir ein ganz anderes Szenario?
Ist es so, wie auch gemunkelt wird, dass Export-Probleme bei gemästetem Fleisch zu Stau in den Mästereien führen, zu Rückstau in den Aufzuchtstationen und Rückstau in den Brütereien? Man hört ja schon von Ausnahmegenehmigungen für den Export von Eiern und Küken.

Wenn man sich das Szenario nach Fugzeugabstürzen vorstellt, wo ganze Flotten von gleichen Maschinen gegroundet sind, bis der Fehler im System gefunden ist, —- Man fragt sich, wie da die Kosten getragen werden. Wie da die Verursacher zur Kasse gebeten werden.
Macht sich wirklich kein Mensch Gedanken darum, dass diese Art der Geflügelmästerei wohl einen Systemfehler hat, so gravierend, dass sie nicht mehr kontrollierbar ist? Dass man intensiv nach diesem Fehler suchen muss und tunlichst nicht mit einer These hausiert, die entgegen den Beteuerungen des Herrn Prof. Dr. Dr. hc Mettenleiter genau nicht von der Mehrheit der Wissenschaft und der Wissenschaftler getragen wird.

Und wenn die Stoff-Ströme analysiert werden, kann man gleich etwas tun, was so wohl nicht im Seuchenhandbuch steht, sondern in der Strassenverkehrsordnung: Kontrollieren und bestrafen, wenn der Mist aus den Ställen unabgedeckt im offenen Wagen herum kutschiert wird und auf Deponien gelagert wird, die sich zufällig so am Rand des eigenen (400ha) grossen Geländes befinden, dass der Freilandhaltungsbauer nebenan den Haufen in 10 m (zehn Meter) sehen kann?
Der im Zweifel bereits kontaminierte Mist wurde ausgefahren, bevor das Seuchengeschehen im Stall ruchbar wurde, enthält aber nach Adam Riese und Eva Zwerg bereits genug Keime, um als wilkommener Rastplatz für Wildvögel diese anzustecken und für den Erhalt der Seuche zu sorgen, die wiederum für den Erhalt der Entschädigung bei Stallräumung unentbehrlich ist.
Sicher, das geht jetzt an die Grenze des – sagen wir „Konvulsiven Zusammenwirkens“ und wäre dann auch strafrechtlich relevant, wenn man es nachweisen könnte.

Aber hier greift die Wissenschaftliche Arbeit des FLI voll zu: Die Totfunde werden katalogisiert, eingestellt in die Tabelle und herausgenommen, ohne Meldung warum…. und datiert mit dem Datum der Untersuchung!
Das sollten Sie mal einem der Herren Schenk, Schimanski und Co erzählen, deren erste Aufgabe bei Tod speziell in ungeklärten Umständen, die Feststellung des exakten Todeszeitpunktes ist, ersatzweise für die Vögel könnte evtl. noch der Fundzeitpunkt hergenommen werden, aber der Untersuchungszeitpunkt? Riecht mir jedenfalls nach – sagen wir „Gestaltungsspielraum“

Kommen wir zu Ihrem Absatz über Mutationen.
Mutationen bedürfen idealerweise der mehrfachen Passage durch den Wirt, eindrucksvoll berichtet das FLI von den Mäuseversuchen, das Virus war nach nur 3 oder 4 Durchgängen (Passagen) hochgradig lethal – tödlich!
Stellen Sie sich mal eine Gesamtheit von 4000 genetisch sehr ähnlichen Geflügeln vor, die permanent sich gegenseitig anstecken, schon wegen der räumlichen Enge und den klimatisch exorbitant guten Verhältnissen, vergleichbar mit einer Menschengrippe in der vollbesetzten Metro, vorzugsweise abends, da warten die Menschen schon länger, zusammengepfercht auf den engen Bahnsteigen im Untergrund, man kühlt da nicht so schnell aus.

Und dann wieder die These des FLI mit den Zugvögeln.
Mettenleiter selbst sagt an anderer Stelle, dass die infizierten Tiere den Transport ais Asien nicht überleben würden, aber die Zugvögel, auf ihrer Route von Asien nach Ungarn und dann nach Mecklenburg, bis vor die Tore Riems, der eigenen Insel, sehr überzeugend.

Leider sind die Verbindungen zwischen diesen Punkten nicht so sehr die Vogelrouten, sondern die Autobahnen und Handelswege.
Schauen Sie sich die Karte des FLI an, peinlichst genau verzeichnet, die einzelnen Ausbrüche, fehlt nur eines, die Autobahnkarte ist nicht unterlegt, dann fällt dieser Zusammenhang nicht so leicht ins Auge.
Nehmen Sie die Karte des AVI, da sind für einen bestimmten Teil der Ausbreitung zum Ende des vorigen Jahres die „Einschlagstellen“ und die Autobahnen dargestellt, sehr eindrucksvoll.
Oder nehmen Sie die Karte des Aktionsbündnis-Vogelfrei, da sind alle „Einschläge“ verzeichnet in Europa, zusammen mit den Autobahnen. Sehr interessant das Gebiet im Kreis zwischen Bielefeld, Kassel, Frankfurt, Köln, ein riesiger Fleck, ganz ohne Einschlag, nun, es geht auch keine Autobahn hindurch und die Quälerei über die Strassen dort, will sich kein Sattelzug antun.

Erfolg der Stallpflicht? Ich denke, ein flächendeckendes Sperrgebiet, mit kontrollierten Ausnahmen müsste man zumindest dagegen setzen und die exaktere Bestimmung des Todeszeitpunktes und die Transport-Daten. Klar finden sich im Umfeld der Mastbetriebe und Schlachtereien tote Wildvögel, sie fressen nun mal das, was wir wegwerfen, oder was vom Laster fliegt.

Der Ausnahme-Ttransport von Eintagsküken wird in „verplombten“ Gefässen erfolgen. Jo, ein verplomptes Sieb, verliert kein Wasser, oder will mir jemand sagen, man hätte die Küken eingeschweisst, vakuumiert? Auch die brauchen Luft zum atmen, gibt es einen LKW mit entsprechender Filteranlage, ich hab mal bei MAN nachgefragt, die wissen noch von Nichts dergleichen!

Und immer mehr Wildvögel stecken sich an, an den higeworfenen Hinterlassenschaften unserer staatlich geförderten Viren-Brut-Meiler.

Darüber sollten wir nachdenken! – Herr Conraths.

Heinrich Baum
Wenn aber die Tonnen mit totem Geflügel für den Abdecker auf den Großbetrieben nicht gesichert sind, sondern sogar ohne Deckel herumstehen, und sich deshalb Raubvögel daran bedienen – dann hilft auch die Stallpflicht nicht weiter…

akon:
Herr Conraths kann sich nicht vorstellen, dass ein Unternehmen so leichtsinnig wäre, Käfige aus Südostasien zum Transport zu nutzen. Dann kann er sich wohl noch weniger vorstellen, dass Mastbetriebe kontaminierte Einstreu mit halbverwesten, mit Sicherheit nicht an langer Weile verstorbenen Putenkadavern ohne Seuchenschutzmaßnahmen quer durch Ortschaften fahren und dann auf Anbauflächen einfach so abgekippen.

Herr Conraths, hören Sie endlich auf die armen Wildvögel zu belästigen, oder glauben Sie im Ernst, dass in auffallend vielen Mästereien die Tiere gerade dann an der Vogelgrippe erkranken, wenn der Absatz stagniert und gewaltige finanzielle Verluste an die Tür klopfen.
Und die Kleinhalter haben eher deshalb keine Krankheitsausbrüche, weil sich niemand traut auch nur für ein Wurmmittel bei seinem Veterinär anzufragen, aus Angst, dass ihm gleich eine Beprobung ins Haus steht, in deren Verlauf vielleicht ein niedrigpatogenes Virus gefunden und daraufhin die Keulung seines über Jahrzehnte, übrigens so gut wie immer Ai-freien Bestandes droht.
Wachen Sie bitte auf, gehen Sie unter die Kleinhalter und-züchter und fragen sie diese nach ihren nicht mehr lösbaren Problemen, einen Bestand, der Freilauf gewöhnt und gerade deshalb gesund und abgehärtet ist, wochenlang in enge Stallungen und kleine Ausläufe sperren zu müssen. Schauen sie sich die Tiere an, die sich nun mit beginnender Brutbereitschaft und damit mit steigendem Hormonspiegel vor lauter Stress gegenseitig blutig hacken. Und erzählen Sie denen bitte nicht, dass sie ja große Ausläufe bauen können, es sei denn Sie schaffen es, der Geflügelindustrie eine Kostennote aufzudrücken, die in Seuchenzeiten, an die Kleinhalter verteilt, den Bau solch teurer Anlagn ermöglicht. Gerecht wäre das ja mal. Schließlich zahlen wir Kleinhalter die Entschädigungssummen, die für jedes der gekeulten Tiere ausgeschüttet wird und ernten selber bei Inanspruchnahmeversuch unserer Tierseuchenversicherung den berühmten T. in den A.

Wolfgang Otten:
Nur mal ein Gedanke:
Wäre es jetzt ganz böse und falsch zu sagen: Die Enten und die Puten sind fehlgezüchtetes neues Testprodukt und dieses ist aus irgendwelchen Gründen durchgefallen und wird nun auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt?
Bei den Enten wissen wir das von Frankreich
Hier auf Seite 928 die Nummer #9279 von Arnika

Dazu stellt sich mir aber die Frage:
Es ist wohl nicht ganz ausgeschlosssen, dass das die Minister, Fli und die Geflügelproduzenten wissen und deshalb die Wildvögelthese, damit es nicht rauskommen soll, bzw. Tierseuchenkasse und Land zahlt?

Würde auch erklären, warum beim leisesten Virus bei Hobbyhalter und Park/Zoo versucht wird, sofort loszukeulen, bevor das genaue Ergebnis da ist.
Stellt euch mal vor, nur Puten und Enten sind betroffen, da muß doch auch mal ein Hühnerhalter oder eine Hobbyhaltung dabei sein, sonst fällt es zu sehr auf.
Bei Puten und Enten brauchen sie nicht zu untersuchen, da können sie gleich loslegen, da wissen sie warum, sollte hier was nicht stimmen
Wäre dann aber Sanierung/Schadensbegrenzung für Fehlzüchtungen der ungarischen Enten und der deutschen Puten auf Kosten der Tierseuchenkasse und Landeskasse – das kann ja nicht sein, bei unseren neutralen Politikern, unbestechlichen Organen und deren Verantwortlichen, nein – das ist zu ungeheuerlich, so sind die nicht.

 

Weser-Kurier 20.1.2017
Küken soll Tötung erspart bleiben

Kommentar von Nutztierhalter:
Ein schlechter Tag für Deutschland. Eine Wirtschaftslobby hat gewonnen, ein niedersächsischer Landwirtschaftsminister ist schlußendlich doch umgekippt.
Welches Interesse sollte nun die Agrarindustrie haben, den wahren Ursachen für die Geflügelpest auf die Spur zu kommen. Das Spice fließt doch.

Das ausgerechnet ein Herr Ripke von Ethik spricht, ist ein Schlag in das Gesicht jedes ethisch denkenden Menschen. Aber im Missbrauch von Wörtern sind die Herren ja geübt.
Es gibt in diesem Land sehr rigide und bei Kleinhaltern auch durtch die Behörden kompromisslos umgesetzte Regelungen, für den Umgang mit der Geflügelpest. Einer Seuche, welche vom FLI, gerade vor einigen Wochen noch, mit „grassierend“, „so schlimm wie nie“ und „Pandemie“ tituliert wurde. Und nun wird mit juristischen Winkelzügen agiert. Den handelnden Herren ist aber schon klar, dass niemand weiß was, diese Krankheit ist und wie und warum Sie grassiert? Und den Herren ist hoffentlich auch die Situation in Ungarn, Korea und Frankreich bekannt?

Der Virus läßt sich nicht von Juristen aufhalten, sondern nur durch eine weitreichende Untersuchung von neutralen Institutionen, welche nicht weisungsgebunden und industrienah arbeiten. Und bis zur Klärung der wirklichen Ursachen (Geflügelmist auf Äckern, verunreinigte Futtermittel, Co-Kontaminationen, Wildvogel etc.), hat neben den Kleinhaltern, auch die Industrie die Last zu tragen.

Wie lange kursiert die Geflügelpest jetzt in Deutschland ? Richtig, seit 8.11.2016. Wie lange braucht ein Putenei bis zum Schlupf? Richtig, 28 Tage. Und die Putenbrütereien haben in freier unternehmerischer Entscheidung beschlossen, dieses zu ignorieren, ebenso die aufziehenden Importbeschränkungen ihrer Hauptabnehmer. Bei richtigen Entscheidungen hat der Unternehmer einen Gewinn, bei Fehlentscheidungen erleidet der Unternehmer einen Verlust, so funktioniert unser Wirtschaftssystem. Niemand im Staate ist bereit den Hunderttausenden von Rassegeflügelhaltern eine Unterstützung zu gewähren, wenn diese für Aufstallung und Biosicherheit tief (für viele vermutlich zu tief) in die Tasche greifen müssen. Es wird hier platt auf §3 Tierschutzgesetz verwiesen, in welchem die Vorsorge und das Verhalten bei Tierseuchen geregelt ist. Rechtlich richtig, moralisch bedenklich. Insbesondere wenn das gleiche Gesetz für gewerbliche Betriebe (hier Putenbrütereien) nur mit Einschränkung zu gelten scheint.

Wie gesagt ein trauriger Tag für Deutschland…

Kommentar K. Zoller
Sehr geehrter Nutztierhalter,
Sie sprechen mir aus der Seele!!!
Was hier vor unserer aller Augen seit über 2 Monaten abläuft ist bar jeder Vernunft und bar jeder Ethik.

Wo es gerade zu den wirtschaftlichen Interessen passt, wird das Tierschutzgesetz argumentativ herangezogen, um Ausnahmeregelungen zu erwirken – wo es den Wirtschaftsinteressen entgegen steht, wird das Tierschutzgesetz mal eben hinten an gestellt.

„Die Zahl der betroffenen Tiere im Land ist verhältnismäßig gering“ – sagt Herr Ripken.
Nun, ich weiss nicht, was an einer rund dreiviertel Million gesunder Tiere, die vorbeugend vergast wurden und zig tausender Freiheit gewohnter Tiere, die seit zwei Monaten staatlich verordnet unter teilweise tierquälerischen Bedingungen allein „zum Schutz“ der Massentierbestände eingepfercht werden müsssen, „verhältnismäßig gering“ sein soll.
Aber vermutlich verliert man mit der Zeit den Blick für das lebende und fühlende Individuum und sieht nur noch Produktionseinheiten……

Was hat das mit Tierschutz, mit Ethik, mit Verantwortungsbewusstsein der Erzeuger für die Kreatur zu tun:

-Seit November gilt die Tierseuchenschutzverordnung
-alle Betriebe sind sich der Risikoeinschätzugnen des FLI bewusst – es ist noch nicht absehbar,  wann es endet – es kann noch monatelang so weiter gehen
-Im LK Cloppenburg wurde gerade wieder ein Kartzfehnbestand (45tsd Puten) gekeult
…und derselbe Betrieb kündigt jetzt schon an, dass im März die nächsten zigtausend Küken in der Kkonzerneigenen Brüterei schlüpfen für den Neubesatz?

Vielleicht sollte man mal aufhören, Eier auszubrüten, solange nicht klar ist, wie lange das hier noch weiter geht?
Vielleicht sollten Behörden und Politik mal tätig werden und untersagen, dass neue Tiere in Massen „produziert“ werden, bis das „Seuchengeschehen erloschen“ ist?
 
Es werden völlig gesunde Bestände rund um einen AUsbruchsort „vorbeugend“ gekeult, um die Infektionskette zu unterbrechen.
Es sollte ebenfalls „vorbeugend“ der Aufbau neuer riesiger Bestände verhindert werden, um die Infektionskette zu unterbrechen – bis „die Seuche erloschen“ ist. – das würde dann auch gleich verhindern, dass die Betriebe nochmal in die Verlegenheit kommen, auf Küken im Sperrgebiet zu sitzen, über deren Tötung man dann diskutieren muss.

NWZ online 20.1.2017
Vogelgrippevirus in weiterem Kartzfehn-Betrieb

 

Sehr geehrter Herr
Gerdes,

zunächst herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht, über die
Vorgänge im Zusammenhang mit der Fa. Kartzfehn. Natürlich ist es
auffällig, dass kurz nach Verkündung von Absatzproblemen bei den
Putenbrütereien, gleich zwei Elterntieranlagen eines Konzerns von
der Geflügelpest betroffen sind.

Umso wichtiger ist es, dass die Journalisten vor Ort, so wie Sie,
Zusammenhänge klären und Missverständnissen, die in falschen
Schuldzuweisungen gipfeln könnten, durch Sachinformation die Spitze
nehmen. Damit sind auch Sie ein wichtiger begleitender Teil der
weitreichenden Untersuchungen, welche nötig sind, um die möglichen
Ursachen (Geflügelmist auf Äckern, verunreinigte Futtermittel,
Co-Kontaminationen, Wildvogel etc.) für die Erkrankungen weiter
einzukreisen. Denn es sei nocheinmal daran erinnert, es gibt nur
(mehr oder minder annerkannte) Thesen über die Aviäre Influenza,
welche wissenschaftlich nicht entgültig geklärt sind.

Leider hat sich mit Dr. Paschertz wieder ein Allwissender in Ihren
Artikel geschummelt. Gerade diese Allwissenden, die alle Antworten
haben, konnten in 10 Jahren nicht klären, was wirklich vor sich
geht. Und er scheint ja über die betrieblichen Abläufe auf dem
Moorgut so genau informiert zu sein, dass er sofort weiß, dass es
keine Zusammenhänge gibt. Sollte man dieses, nicht den Ermittlern
vor Ort überlassen zu klären, welche Beziehungen zwischen den
einzelnen Betriebsstätten, von denen es ja noch eine ganze Anzahl
in Brandenburg gibt, und der Firmenzentrale in Bösel bestehen? Aber
wenn ein Herr Dr. etwas sagt, hat es Gewicht und die Pöcksel (also
die Bürger) haben zu schweigen, dieses Ritual kennen wir von den
Allwissenden von der Insel Riems schon zur Genüge und es wird
zunehmend unglaubhafter.

Es bleibt zu hoffen, das zum Wohle Aller ernsthafte Untersuchungen
zum Komplex der aviären Influenza endlich angegangen und
ausreichend finanziert werden. Diese Untersuchungen sollten hierbei
von neutralen Institutionen, welche nicht weisungsgebunden und
industrienah arbeite, durchgeführt werden. Es geht nicht um
Schuldzuweisungen, es geht um die Klärung eines Problems die
größere Teile der Bevölkerung betreffen.

Um meinerseits ein Mißverständniss zu vermeiden: Unter Aller
verstehe ich Mäster, ebenso wie Verbraucher, Anwohner und private
Rasse- und Hobbygeflügelhalter, damit meine ich aber auch
Wirtschafts- und Hausgeflügel und Wildvögel. Denn alle zusammen
leiden unter der derzeitigen Situation.

Nürtinger Zeitung 20..2017
Leserbrief von Dorothea Höhn

Schwarzwälder Bote 19.1.2017
Geflügelhalter für längere Stallpflicht

Kommentar:
ich finde sowohl Ihre Überschrift als auch den Inhalt des Berichts äußerst einseitig und vor allem irreführend:
„Geflügelhalter für längere Stallpflicht“ – klingt eindeutig wie „alle, die Geflügel halten begrüßen die Stallpflicht“.
Das ist allerdings mitnichten der Fall. Sogar ganz im Gegenteil.
Die bundesweite Stallpflicht wurde und wird seit H5N8 im ersten WIldvogel im November nachgewiesen wurde, massiv von der dt. Geflügelwirtschaft gefordert. Und hier in erster Linie von Massengeflügelhaltungsbetrieben, die mehrere Tausen bis mehrere zehntausend Stück Geflügel sowieso ausschließlich in riesigen, geschlossenen Hallen auf engstem Raum halten – Erzeuger, die nie etwas anderes als Stallhaltung praktizieren. Praktisch ausnahmslos alle privaten Hobbyhuhnhalter, Rassegeflügelzüchter und eine große Zahl klein- und mittelständische gewerbliche Geflügelhalter, die Freilandhaltung betreiben, lehnen die Aufstallpflicht ab und zweifeln ihre Sinnhaftigkeit an.
Es stellt sich angesichts der mittlerweile zur Verfügung stehenden Fakten den Meisten die frage, ob die Aufstallung nicht sogar die Problematik massiv verschärft.
K.Zoller, wildvogel-rettung.de

proplanta 14.1.2017
Agrarminister in Norddeutschland wollen Geflügelhalter unterstützen
haufenweise Kommentare zum Thema Tierquälerei und Verbrauchertäuschung

Nordwest Zeitung online 18.1.2017
Wie kommt das Virus in den Putenstall?
weitere gute Kommentare unter dem Artikel

Kommentare:

Ich muss aus gegebenen Anlass noch einen Recherchewunsch hinzufügen.
Wie ich gerade erfahren habe ist nun ein 2. Ausbruch in Brandenburg gemeldet wurden. Putenhaltung 45.000 Tiere. Das Ganze liegt in Alt-Zauche-Wußwerk, ein kurzer Blick in die Liste der Geflügelbetriebe gibt dort einen Treffer und wieder steht dort der Name Kartzfehn, genau wie beim ersten Ausbruch in einem Elterntierbetrieb in der Prignitz. Ist ganz zufällig bei dem aktuellen Fall in Bösel auch eine gewisse Firma betroffen? Mir soll da jetzt keiner mehr mit mittelbarem Eintrag durch Zugvögel kommen, der Geruch wird langsam unangenehm.

Ein Artikel auf den wir lange warten mussten, nüchtern und unvoreingenommen. Keine dpa Abschrift von Pressemitteilungen ominöser Institute. Beantwortet einige meiner Fragen, nach dem Umfang der Untrersuchungen, aber natürlich noch lange nicht alles.
„Kriminialistisch“ ist für mich das entscheidende Wort im Artikel und genau in die RIchtung sollte es gehen. Ich bin kein großer Freund der großen Verschwörung und auch nicht des Mäster-bashings. Aber im Interesse Aller, müssen die Untersuchungen umfangreicher und räumlich auch ausgedehnter erfolgen, als wohl bisher durchgeführt.

Gerade der neue Fall in Diepholz zeigt in eine Richtung, die bisher in der öffentlichen Diskussion von den offiziellen der Wirtschaft nahe stehenden Interviewpartnern gerne ignoriert wurde. In Südungarn kursierten, nach ernstzunehmenden Informationen, bereits Wochen vor dem Startpunkt der diesjährigen AI Saison (Schwan und Puitenhaltung) in Entenbeständen AI Viren. Nur diese Tiere wurden noch geschlachtet (wo? in Deutschland, wie vermutet wird?) und wohl als TK Ware in den Handel gebracht. Ist das Gleiche in den heimischen Entenbeständen der Fall? Wurden dort ausgiebige Untersuchungen durchgeführt? Wie wurde die AI Infektion im betroffenen Bestand entdeckt? Die Mastzeit für Enten liegt bei 49 Tagen. Wie alt sind die Tiere in Diepholz gewesen? Wurde Gülle und Substrat (Gitterhaltung?) im November / Dezember ausgebracht? Oder lagern diese noch im Betrieb? Ich hoffe, das diese Fragen nicht nur anhand der Bücher untersucht, sondern kriminalistisch hinterfragt werden.

Sehr geehrter Herr Krogmann,
danke für diese umfangreiche Betrachtung von verschiedenen Seiten 🙂
Ich denke, dass es bei weitem nicht ausreicht, in den Büchern zu schauen, „ob die Betriebe Kontakt“ miteinander hatten.
Es fahren täglich unzählige Transporte mit lebendem Geflügel, mit Geflügelmist und Co durch unser Land – wer mal hinter so einem LKW hergefahren ist, weiss, welche Staubwolken von der Ladung ausgehen – da werden vorhandene Keime aller Art flächendeckend entlang der Transportrouten in die freie Landschaft verbracht, was widerrum eine gigantische Gefahr für die Wildvögel und letztendlich auch für den Menschen birgt.
Geflügelmist wird fröhlich – sogar aus Sperr- und Beobachtungsgebieten, wie ein Aktiver des Aktionsbündnis VogelFrei eindrucksvoll fotodokumentieren konnte, auf offenen Anhängern durch die Dörfer in den Sperrgebieten gefahren, auf Felder gekippt und dort unabgedeckt liegen gelassen – ebenfalls fotodokumentiert: die halbverwesten Kadaver verendeter Geflügel in diesem Mist.
Es gibt wissenschaftlich tragbare Untersuchungen, dass die Virenkonzentration im Trinkwasser in Geflügelbeständen deutlich höher ist, als bei dem Kloakentupfer. Das Trinkwasser also ein deutlich höheres Übertragungsrisiko liefert.
Ergo wird o.g. Mist eine gewaltige Gefährdung der Gewässer in der freien Natur darstellen – durch AUsspülungen gelangen Keime in die Gewässer, wo sich widerrum die wilden Wassergeflügel anstecken. Das widerrum würde schlüssig erklären,warum die größte Zahl positiv beprobter, verendeter Tier jene sind, die sich in Gewässern durch Gründeln und von Muscheln (Filter) ernähren, also besonders hohe, in die Gewässer eingebrachte Virenkonzentrationen aufnehmen können. Es würde auch erklären,warum das Virus später bei Greifvögeln und Aasfressern gelegentlich nachgewiesen wurde – sie fressen die infizierten Wasservögel.
Es fehlt – und zwar lückenlos – die Bereitschaft der Institute – trotz ständiger wiederholter Aufforderung durch alle möglichen Fachleute eine flächendeckende Autopsie der gefundenen, verendeten Wildvögel, die über die Feststellung des Vorhandenseins des Virus hinaus auch überprüft, was denn die tatsächliche Todesursache war.
Am Beispiel des gefundenen Greifvogels in Dithmarschen, wo die Wildvogeltierärztin eindeutige Symptome einer massiven Bleivergiftung feststellte, zeigt sich das Dilemma – Sie forderte eine Untersuchung auf die Todesursache. Diese wurde nicht vorgenommen. Der Vogel ging in die Statistik als H5N8 Opfer ein. Wieviele solcher „falschen Opfer“ gibt es wohl noch unter den paar H5N8 Opfern in der Wildvogelpopulation, die bis heute deutschlandweit gefunden wurden?
Wer weiss, wohlmöglich gibt es bei den Wildvögeln nicht ein einziges, reines H5N8 Opfer? Vielleicht sind nur solche Opfer, die an anderen Primärerkrankungen leiden, alt sind oder sonst wie geschwächt?
Ein stark geschwächter Krebspatient, der dann eine Erkältung bekommt und stirbt, der wird ja dann auch nicht als Erkältungsopfer im Totenschein erscheinen, sondern die Todesursache wird Krebs sein.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier viele Millionen an Steuergeldern als Entschädigungen aufgewandt werden und hundertausende gesunde Nutzgeflügel aus anderen Gründen als einer Infektionsgefahr vernichtet und weggeworfen werden ,sowie hunderttausende private Haustiergeflügel nur zur „Glaubhaftmachung“ einer Gefahr, die in dieser öffentlich verkauften Dramatik nicht exisitert, in tierquälerische Haltungen gezwungen werden.
Was immer für wahre Intentionen hinter dem derzeitigen globalen Geschehen rund um H5N8 stecken, wer immer da seine Interessen eigennützig verfolgt – es ist ein Skandal, dass seit 10 Jahren niemand aufschreit, wenn sich dieser Wahnsinn alljährlich – manchmal öffentlich mit „Seuchenausruf“ – oft nicht öffentlich, nur auf einzelne Geflügelmassenhaltungsregionen beschränkt (nachzulesen in den FLI Fallzahlen der Jahre) wiederholt.
Wir sollten als Gesellschaft endlich fordern -im Interesse des Tierwohls, im Interesse der Gesundheit der Menschen, unserer Kinder, im Interesse des Steuerzahlers – daß hier endlich nicht mehr mit fadenscheinigen Vermutungen herumgeeiert wird, sondern endlich umfassende und von all den bestehenden lobbyistisch durchzogenen Strukturen unabhängig untersucht wird, was da eigentlich abläuft.
Viele Infos mit Verweis auf belastbare Quellen findet man gesammelt unter wildvogel-rettung.de.
Und auch beim aktionsbuendnis-vogelfrei.com haben hunderte von Menschen seit Beginn des Geschehens Tag und Nacht kostenlos recherchiert und Fakten weltweit zusammen getragen, die ein sehr beeindruckendes und umfassendes Bild zeichnen. Das hätten all jene, denen Millionen an Forschungsgeldern bereits vor 10 Jahren zur Untersuchung der Vogelgrippe aus Steuergeldern zugestanden wurden, längst gemacht haben müssen……

NWZ online 18.1.2017
Vogelgrippe erreicht Brösel

Das manche hier wieder eine Verschwörung vermuten, ist doch irgendwie erheiternd. Wobei es auf der anderen Seite auch ziemlich traurig ist, denn die Damen und Herren meinen das vermutlich ernst…

Ich weiss nicht,was daran erheiternd sein soll, dass hier fast tagtäglich viele tausend gesunde Tiere mal eben vorbeugend vergast und weggeworfen werden. Tiere, die schon unter dem Vorwand „damit sie uns billiges Essen auf den Tisch liefern“ – aber vermutlich eher aus dem Grund „damit wir gute Zahlen schreiben und Gewinne machen“, unter erbärmlichen Bedingungen überhaupt die Welt „betreten und dort dahinvegetieren“ – Produktionsmittel eben – und diese ganze Tortur dann noch nicht einmal für den eigentlichen Zweck, sondern für die Mülltonne – nein, etwas Erheiterndes kann ICH jedenfalls daran gar nicht finden………..

focus online 18.1.2017
Erneut Verdacht auf Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg

Folgender Kommentar wurde abgelehnt die (nachfolgende) Begründung konnte ich mir aussuchen.

Ihr Beitrag:
schon wieder Pute?
Das mit dem totalen Verbringungsverbot stimmt nicht ganz. Betriebe können auch in Sperrgebieten 48 Stunden vor Schlachtung einen Ausnahmeantrag stellen, um die Tiere zum Schlachthof zu transportieren. Das wird unter Auflagen auch genehmigt. Nur erzielt der Erzeuger dann einen deutlich geringeren Preis für die Tiere, da sie nur gegart weiter verkauft werden dürfen. Wäre mal interessant, wieviel man da pro Pute noch erzielt – demgegenüber stehen 25, Euro pro Pute aus der Seuchenkasse und vom Steuerzahler, wenn gekeult wird. Ich bin gespannt, wieviele Betriebe aus diesem Sperr- und Beobachtungsgebiet in der nächsten Zeit folgen werden…..weil völlig unerklärlicherweise die Biosicherheitsmaßnahmen mal wieder versagt haben….. Komisch – passiert privaten Hühnerhaltern viel seltener!

Ihr obiger Kommentar wurde von uns nach Prüfung durch einen Administrator nicht veröffentlicht.
Es gibt mehrere mögliche Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben.
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LZ.de 17.1.2017
wegen Vogelgrippe – Freilandeier werden knapp

Kommentar:
Ich habe es so satt! Überall wird lautstark beklagt, dass es bald keine „Freilandeier“ mehr geben wird (die es außer auf dem Etikett übrigens schon seit Anfang November nicht mehr gibt!) – Ist das wirklich die größte Sorge unseres sicher nicht am Hugnertuch nagenden Volkes?
Angesichts von mind. einer 3/4 Million gesunder Tiere, die wegen einer Seuchenschutzverordnung, die ich für mehr als fragwürdig halte, vorbeugend vergast und in den Müll geworfen wurden, kann ich einfach nicht glauben, dass laut und in breiter Öffentlichkeit „geweint“ wird, weil man bald den Verbraucher nicht mehr legal täuschen darf – aber über das Leid der Tiere verliert kaum jemand mehr als eine sachliche, sehr einseitig begründete Meldung.
Wenn es problemlos möglich ist, so viele gesunde Tiere auf Kosten des Steuerzahlers!!!! zu keulen und wir Verbraucher merken an der Ladentheke absolut nichts davon, dass es weniger gibt, dann sollten wir uns doch wirklich mal fragen, warum diese gigantische Massentierhaltung, unter der Millionen Tiere unendlich leiden – um am Ende vielfach einfach weggeworfen zu werden – ob die wirklich notwendig ist. Man sollte endlich aufhören, die Massentötungen wegen haltungsbegünstigter Krankheiten aus Steuergeldern zu entschädigen – vielleicht würde man sich dann bei den „Erzeugern“ mal mehr Gedanken um das wahre Tierwohl machen.

NDR.de 17.1.2017
Lösungen für hundertausende Küken gefunden?

Kommentar:
Zitat:
„Bislang durften sie einer EU-Richtlinie zufolge nicht exportiert werden. Sie wurden also mangels Platz getötet. Doch Experten bewerten die EU-Richtlinie nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen nun etwas anders als bislang, wie am Montag nach Gesprächen im Landwirtschaftsministerium in Hannover bekannt wurde“
Zitat Ende

Sehr interessant! Wenn ein kleinbäuerlicher Freilandhalter wegen dieses ganzen sinnbefreiten Irrsinns in die Enge getrieben und zur Tierquälerei gezwungen wird, kräht kein Hahn danach – gerät allerdings die industrielle, massenhafte Tierproduktion unter Druck, kann man mal eben das EU Gesetz uminterpretieren – wie ein Gummiband -gerade so, wie es passt.
Hauptsache der Umsatz stimmt – da ist das Leid von Millionen Lebewesen einfach zu vernachlässigen – in was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich? Traurig!!!

Märkische Allgemeine 13.1.2017
Geflügelhalter im Ausnahmezustand

Warnehof #9891 Kommentar

Sehr geehrtes Redaktionsteam der MAZ,

zunächst herzlichen Dank für ihre engagierte Berichterstattung über die Vorgänge während der diesjährigen Geflügelpest Saison.

Ich war etwas überrascht, in ihrem Artikel den Namen Moorgut Kartzfehn zu lesen. Der Elterntierbetrieb des größten Putenbrüters Deutschlands ist also betroffen. Soweit erstmal kein Grund für weitere Aufregung. Oder

Interessant sind in diesem Zusammenhang zwei Dinge.

Zum einen gibt Herr Ripke, Präsident des ZDG am 02.01.2017 im NDR, ein Interview in dem er auf die Probleme der Puterbrüter hinweist, da durch Importbeschränkungen in Russland und China in Folge der Geflügelpest, die frisch geschlüpften Küken nicht verbracht werden können.
http://www.ndr.de/nachrichten/nieder…elpest524.html
Nur zur Erinnerung Importbeschränkungen wurden Mitte November von den betreffenden Staaten ausgesprochen, die Brutdauer für Puter liegt bei 28 Tagen. Wie kann es da noch eine Überproduktion geben?

Am 03.01. erscheint dann ein Beitrag zu den Problemen der Brüterei in der Nordwest Zeitung
http://www.nwzonline.de/cloppenburg/…651289365.html
Der Betrieb liegt in einem Beobachtungsgebiet, da sich im Raum Garrel mehrere Ausbrüche von H5N8 in Putenställen abgespielt haben. Die Hauptverbindungsrouten nach Osten verlaufen zum Teil durch die Sperrbezirke eben dieser Ausbrüche.

Am 11.01.2017 gibt es schlußendlich einen Ausbruch in Ganz. Mit Vernichtung zweier Elterntierbestände.

Hat das jetzt ein Geschmäckle? Oder war hioer einfach Schlamperei am Werk? Werden wir das je erfahren? Das einzige was wir sicher annehmen können ist, dass das FLI die Wildvögel verantwortlich machen wird.

Ergänzend zum Kommentar für das Forum noch diese Links.
Moorgut Kartzfehn schon 2014 wegen Tierquälerei angezeigt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt…-a-952386.html

https://www.wer-zu-wem.de/firma/moorgut-kartzfehn.html

http://www.nwzonline.de/wirtschaft/w…638976416.html

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shz 13.1.2017
Nordminister wollen Geflügelhaltern entgegenkommen

Kommentar:
das wäre fortgesetzte Verbrauchertäuschung
es ist nichts anderes, als legitimierte Verbrauchertäuschung, wenn aus Bodenhaltungseiern Freilandeier werden – ist es bereits jetzt in der 12 Wochen Frist.
Dieses Prozedere nützt den Freilandhaltern nicht nur nicht, es schadet ihnen sogar, denn es macht das Siegel „Freiland“ bei jeder Aufstallpflicht ein wenig unglaubwürdiger.

Da es bei den verantwortungsbewussten, am Tierwohl interessierten Freilandhaltern durchaus auch während der AUfstallpflicht durch entsprechende, sehr aufwändige Unterhaltungsprogramme der Hühner (was schon nötig ist, wegen der ungekürzten Schnäbel) diesen besser geht, als den meisten Bodenhaltungshühnern, sollte man vom ersten Tag der Aufstallung dieses dem Verbraucher deutlich machen.
Ich plädiere dafür, dass die „Freilandschachteln“ für die Dauer der Aufstallpflicht vom ersten Tag an „Freiland“ bleiben, aber einen Zusatz haben müssen (z.B. gestempelt) „zur Zeit wegen Vogelgrippe aufgestallt“ .
Das ist ehrlich, das ist transparent und es erlaubt dem Verbraucher nach wie vor, klar zu unterscheiden, für welches Ei er wieviel ausgeben will.
Zumal die Freilandhalter durch entsprechendes Marketing die Unterschiede in der Aufstallzeit für die Hühner so ebenfalls klar transportieren können.

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IKZ Funke medien NRW 13.1.2017
Wir müssen aufhören, unsere Landschaft zu vergiften

Vielen Dank für die offenen Worte!
Herr Malzbender ich danke Ihnen für Ihre offenen Worte und umfangreichen Ausführungen – Sie sprechen mir und vielen anderen aus der Seele!
für das aktionsbuendnis-vogelfrei .de
K. Zoller

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RP online 13.1.2017
Keulung in Rees:
„Eine schlimme Arbeit“

Kommentar:

„Der Tierarzt glaubt, dass die momentan große Präsenz des Virus in der Umwelt das Problem ist. „Es gelingt einfach nicht, die Ställe so abzuschotten, dass die Infektionskette abrupt unterbrochen werden kann.“ Und das Fatale: „Für Hühner und Puten ist das Virus nun einmal besonders gefährlich.““
Diese Argumentation hinkt – und das weiss auch der Veterinär mit Sicherheit!
Private Geflügel – davon ganz viele Hühner – sind wegen der Aufstallpflicht in Ställen untergebracht.
Die meisten haben gemäß der Verordnung im privaten Bereich trotzdem Zugang zu Außenvolieren, die nach oben abgedichtet sind und zu den Seiten durch engmaschigen Volierendraht gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert sind.
Das heisst, diese Tiere haben ständig seit November täglich mehr Außenkontakt als alle Massenbestände zusammen.
Die vorgeschriebenen Desinfektionsmaßnahmen sind ebenfalls im privaten Bereich deutlich weniger professionell und lückenloser umzusetzen, als im Massentierhaltungsbereich.
Trotzdem fallen die Tiere aus diesen privaten Beständen nicht reihenweise um – ganz im Gegensatz zu den riesigen Beständen, die dicht gedrängt zu tausenden in dunklen Hallen hocken.
Wann fängt man endlich an, zu überlegen, ob die Art der haltung nicht hauptursache für die Anfälligkeit der Massenbestände ist?
Es ist bekannt (siehe z.B. die schweren infektionen von Geflügel, was nach Polen geliefert wurde), dass die Tiere in Massenhaltungen häufig zusätzlich unter sehr vielen zusätzlichen virösen und bakteriellen Infektionen leiden – häufig mehrere gleichzeitig.
Vielleicht sollte man endlich dazu übergehen, nicht nur H5N8 festzustellen, sondern die betroffenen Tiere auch auf zusätzliche Erkrankungen / Infektionen zu untersuchen und die Todesursache festzustellen.
Ich könnte mir vorstellen, dass wir eine große Überraschung erleben würden, wenn wir jedes mit H5N8 positiv verendete Tier tatsächlich mal komplett pathologisch untersuchen würden – auch bei den betroffenen Wildvögeln.
Aber diese Forderung, die ja auch von Ornithologen schon lange gestellt wird, wird im FLI kategorisch abgelehnt. Warum?

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Reaktion auf meine Verlinkung der Wörth Seite in verschiedene Foren
9.1.2017:

Zitat
Die Vorgehensweise in Wörth ist zum Heulen.

Niedrigpathogen, keine äußeren Krankheitsanzeichen, vom Aussterben bedrohte Rassen.
Man stelle sich vor, in Süd-Ost-Asien würde man die letzten Orang-Utan-Affen keulen, weil sie irgendeine Herpes-Version tragen, es gäbe einen weltweiten Aufschrei und Spenden und Quarantäne-Stationen usw. aber hier sind es ja nur Hühner und die Interessen der mega-Geflügel-Industrie.

Hätte es die Tupfer-Proben nicht gegeben, käme niemand auf die Idee, die Tiere wären krank.
Tiere wie Menschen werden krank und werden wieder gesund. Nur billigt man den Nutztiersklaven keine Schwäche zu, die Gewinn-Verlust-Rechnung könnte ja leiden. Um diese Rechnung zu schützen, keult man lieber alles in der Umgebung, was nach Risiko klingt.
Da werden seltene Genpools zerstört um eine Hähnchenbrust , die nach 6 Wochen sowieso zum Schlachter geht zu schützen, die maximal für 10 Minuten auf dem Teller liegt und deren Reste einen Tag später in der Kanalisation landen.

Ich bin mir sicher, die Tupfer-Untersuchungen hätten im Sommer letzten Jahres die gleichen Ergebnisse gebracht – ohne Hysterie. Wie war es noch bei BSE? Anfangs wurden ganze Ställe gekeult, danach nur noch die Geburts-Kohorte und heute schweigt man sich aus.

Alle Influenza-Viren beim Menschen sollen doch ihren Ursprung bei den Vögeln haben oder?
Käme man auf die Idee, alle Schweine wegen möglicher Toxoplasmose und alle Geflügel wegen Salmonellen zu keulen? Nein – dafür schmeckt´s zu gut, denn hier verlagert sich das Gesundheitsproblem in die Küche und direkt zum Verbraucher (nach dem Kauf).
Bei der Vogelgrippe sterben die Tiere schon im Stall, können nicht mehr verkauft werden – deshalb dieser Aufstand. Wie heißt es stets, keine Gefahr für den Verbraucher…Gefahr für den Wirtschaftszweig gebannt durch die Geflügelpestverordnung.

Sollte das Tierschutzgesetz die Tiere nicht schützen?
Dass die Nutztierhaltungsverordnung eine Verordnung nach dem Tierschutzgesetz ist, ist Ironie pur.
ZitatEnde

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Bundesumweltportal 9.1.2016
Verdacht der Vogelgrippe des Typs H5 in einem Rassegeflügelbestand in Wörth

Kommentar:
Diese Aussagen hinsichtlich der zwingenden Notwendigkeit einer Keulung sind so FALSCH!
Die GeflPestSchV erlaubt in diesem Fall ganz klar die Anwendung des § 47 also die Quarantäne-Lösung.
Für diese Entscheidung benötigt es keine Risikobewertung des FLI. Es wird immer 100% damit argumentiert, dass das FLI das aus Risikosicht anders sieht und das Institut maßgeblich ist…..es steht aber so definitiv nicht in diesem §.
Und der Adressat der Keulungsaktion darf auf eine sachgerecht Entscheidung mit Berücksichtigung aller Fakten bestehen.

Ich würde mich auf die Hinterfüße stellen und verlangen, dass die Gegenseite das Seuchenrisiko von den 3 symptomlosen Enten begründet. Und nicht nur mit der Leerformel: Schutz Allgemeinheit.

Wie und wodurch wird wer objektiv zurechenbar konkret (und nicht nur abstrakt!) gefährde.

Kurz:
Wenn aufgeführt werden kann, wie ein Schutz vor Verbreitung der Seuche vor Ort gewährleistet werden kann (Separieren der betroffenen Tiere, Stallhaltung…etc) sollte man hinweisen auf die Verhältnismäßigkeit der geplanten Tötungsaktion:

Es ist fraglich, ob die sofortige Tötung aller Tiere zu Seuchenschutz-Zwecken erforderlich ist.
Ein ausreichender Seuchenschutz ist hier auch mit dem milderen Mittel der Quarantäne gegeben.
Zudem ist die Tötung ein nicht unbeachtlicher Grundrechtseingriff in die Rechte der Tierhalter.
Zweifelsohne ist der Schutz der Allgemeinheit ein hohes Gut, jedoch ist durch die niedrigpathogene Virusvariante nicht von einer akuten Gefahr für diese auszugehen. Die betroffenen Tiere, die restlichen Tiere und die Halter zeigen keinerlei seuchenrelevante Symptome.

Durch die Tötungsanordnung wird nicht nur in Eigentumsrechte und das Recht auf freie Handlungsfreiheit auf das Schärfste eingegriffen, sondern auch tierschutzrechtliche Belange negiert. In der Zuchtanlage befinden sich rechtlich geschützte Tiere. Tiere, deren Genpool erhaltenswert ist; ein „Auslöschen“ dieses Genpools und seiner Diversität aufgrund einer abstrakten Gefahr erscheint unangemessen.
Eine Tötung sollte als ultima ratio für den Ernstfall mit konkreter Gefahr für die Allgemeinheit verbleiben.
und weiter:
Bei einer behördlichen Maßnahme, der nur eingeschränkt mit Rechtsmittel entgegen getreten werden kann, muss die Behörde die Maßnahme ausführlich und konkret begründen.

Hier also genügt die Begründung mit § 46 GeflPestSchV nicht. Der relevante § 47 wird ausser Acht gelassen; es handelt sich hier nicht um einen gewerblichen Bestand. Die Behörde hat hier eine Ermessenreduzierung auf Null vorgenommen – zu Unrecht. Die Tötungsanordnung ist rechtswidrig und der Vollzug bis zu einer Neubescheidung auszusetzen.
Im Moment wird eine einstweilige Verügung erwirkt.
Weitere Details gibt es immer aktuell hier:
https://www.wildvogel-rettung.de/voge…en-und-medien/

SWR Fernsehen 9.1.2017
540 Enten und Gänse müssen getötet werden
massenweise Protest-Kommentare!!!

Volksstimme.de 9.1.2017
private Hühner klinisch unauffällig

Kommentar:
Danke Frau Dr. Bradtke und Danke Herr Landrat Bauer, dass Sie in Brumby mit den angrenzenden Geflügelbeständen nach dem Ausbruch in der Legehennenhaltung so umsichtig und mit viel Bedacht umgegangen sind und die Möglichkeiten, die Ihnen die Bestimmungen der Geflügelpestschutzverordnung auch zum Schutz des Lebens der umliegenden Tiere einräumen, ausgeschöpft haben!

Für das Aktionsbündnis VogelFrei
K. Zoller

RP online 9.1.2016
Geflügelpest – Züchter reduzieren Bestand

Kommentar:
Danke Herr Langhoff dafür, dass Sie dieses Thema auch mal jenseits der offiziellen Mitteilungen von Behörden und FLI aufgreifen.
Ich fände es toll, wenn Sie auch einmal Geflügelpest-Seuchenschutzverordnung und das, was zur Zeit daraus abgeleitet und umgesetzt wird, kritisch unter die Lupe nehmen könnten.
Ganz aktuell steht für morgen Vormittag eine „vorbeugende“ Keulung in einem privaten Rassegeflügelzüchterbestand an, wo über 500 gesunde, seltene Geflügelrassen leben.
Dieser Umgang mit dem Virus ist skandalös.
Bitte schreiben Sie auch einmal darüber – hier finden Sie alle aktuellen Infos inklusive Eilantrag an das Verwaltungsgericht Mainz:
www.wildvogel-rettung.de/vogelhilfe-vorwort/kirstin-zoller/briefe-an-behoerden-und-medien/

 

NWZ Nordwestzeitung 7.1.2017
Ministerium ratlos angesichts neuen Vogelgrippe Fall

Anmerkungen:

Danke Herr Reichenbachs für die kritischen Anmerkungen in Ihrem Beitrag.
Über den Wind halte ich für äußerst unwahrscheinlich.
Immerhin haben nahezu alle Hobbyhalter zusätzlich zu ihren Ställen konform mit der Seuchenschutzverordnung
vergitterte, lediglich nach oben überdachte Volieren, in denen das Geflügel solange die Aufstallpflicht herrscht, draußen ist.
Hier dürfte mehr Windeintrag sein, als durch die Lüftungsschlitze der Massenställe.
All diese Tiere müssten dann ebenso betroffen sein – sind sie aber nicht.
Warum nur Puten?
Nun, es gab ja diesen denkwürdigen Beitrag beim NDR Hallo Niedersachsen www.ndr.de/fernsehen/sendungen… ,
wo eine interviewte Nachbarin berichtet, dass die Puten, die da gerade in Garrel gekeult wurden, bereits über die Schlachtreife hinaus waren, nur noch täglich horrende Futterkosten produzierten und irgendwann auch nicht mehr zu vermarkten seien.
Kurz danach las man in der Zeitung, dass Höfe auch in Sperrgebieten 48 Stunden vor Ausstallung eine Ausnahmegenehmigung stellen können und dann auch zum Schlachthof transportieren können.
Der Betrieb hätte also seine Puten nicht über den Schlachttermin hinaus aufgestallt halten müssen.
Allerdings darf Fleisch aus Sperrgebieten nur noch durchgegart verkauft werden – also in Fertigprodukten.

Nun wäre es interessant, mal die Frage zu stellen, wieviel der Hofbesitzer pro Pute beim Schlachthof da noch erzielen würde.
Demgegenüber steht ein Betrag, wie man ebenfalls lesen konnte, von 25,– € pro Pute halb und halb aus der Tierseuchenkasse und dem Landeshaushalt (Steuergeld), wenn wegen des Virus die Keulung angeordnet wird.
Im Moment sollen, wie ich hörte, angeblich sehr viele der Puten, die gekeult werden, zwar das Schlachtalter, aber nicht das Schlachtgewicht haben.
Ist da etwa seit Weihnachten kein Kraftfutter mehr gefüttert worden, weil der Putenmarkt zusammengebrochen ist?
Nimmt man dann noch die Tatsache hinzu, dass in diesen riesigen Beständen, die da vorbeugend gekeult werden – und Nachbarbestände gleich unbeprobt „nur zur Vorsicht“ mit – gerade mal einzelne Tiere positiv im Schnelltest auf H5 beprobt werden und dann gleich das Räumungskommando zuschlägt, dann sollte man, denke ich, zumindest mal hinterfragen – und das nach Möglichkeit durch unabhängige Personen, die weder als Besitzer der Tiere, noch als untersuchendes Institut, noch als beprobender und anordnender Veterinär bzw. dessen Behörde beteiligt sind – ob hier unter Umständen ganz andere Gründe als ein Virus, was offensichtlich sehr selektiv und sehr gut getimet funktioniert, für das Geschehen, welches unzählige, gesunde Tiere vermüllt und Millionen an Steuergeldern kostet (wieviele Kitas könnte man da wohl bauen, umwieviel könnte man renten, Hartz 4 u.ä davon anheben) verantwortlich sind…..

Und wieder ein Ausbruch in einem Großbetrieb! Wozu gibt es denn jetzt noch eine Stallpflicht?? Die Mastbetriebe werden doch trotzdem infiziert.Der kleine Hobby-Geflügelhalter muss darunter leiden, dass die Mastbetriebe ihre Tiere wegen der Importstopps der anderen Länder vor Weihnachten nicht mehr los geworden sind. H5N8 und die Geflügelindustrie lacht – dank der Tierseuchenkasse, die zahlt. Warum bricht die Vogelgrippe nur in den Mästereien und Eierlegebetrieben aus und nicht genausooft beim privaten Geflügelhalter?
Wer schützt uns Hobyhalt

Egal auf was man es jetzt „schieben“ will und als Ausrede heranzieht,
weil ein direkter Kontakt mit Wildvögeln gar nicht statt findet, ob
Wind, Katzen, Mäuse, Ratten, keine der privaten Konstruktionen, die
jetzt benutzt werden können nur annähernd so „dicht“ sein, wie
gewerbliche Geflügelbetriebe! Und trotzdem bricht gerade dort jetzt eine
„Epedemie“ nach der anderen aus. Wie sollte da die Stallpflicht unserem Geflügel helfen?

Und wenn der Wind dort so einfach etwas eintrargen kann, dann ist es ja
noch viel wahrscheinlicher das der Wind dort auch ganz leicht etwas
heraustragen kann! Mit der Theorie dürften den verantwortlichen ja glatt ganz
neue Möglichkeiten der Erkenntnis zur Verbreitung ins Spiel gebracht
haben.

Und was bitte soll da die Stallpflicht nutzen? Sie würde nur einem
nutzen, nämlich dem Virus, weil es dessen Wirt ( Geflügel) auf engstem
Raum anfälliger und vor allem die Krankheit ganz leicht übertagbar

 

  • Wildvögel mal so langsam als Sündenböcke aussortieren ist längst überfällig und die Sache mit dem Wind ist auch zweifelhaft. Wenn wirklich alle Möglichkeiten untersucht werden sollen, ist es wohl an der Zeit mal den Eintrag über Futter und andere Warenströme in Augenschein zu nehmen. Dann könnte dieses ganze traurige Desaster bald ein Ende haben…..falls das gewollt ist.

     

NWZ Nordwestzeitung online  6.1.2017
Vogelgrippe – Hegering wartet Entwicklung ab

Kommentare:

Deutschland verkommt zum Irrenhaus! Ein Institut beschwört eine Epidemie die keine ist, Bauern entsorgen ihre überständigen Tiere, für die der Steuerzahler mit blechen muss, Veterinäre machen sich zu Erfüllungsgehilfen dieser Geflügelmafia und die Jägerschaft setzt nun obendrein dem Leser, der diesen Artikel auch noch Glauben schenkt endgültig die Narrenkappe auf!
Ach nicht zu vergessen eine Presse, die keinerlei Nachricht mehr hinterfragt, sondern nur noch willfahrig verbreitet. Das Volk schaut gleichgeschaltete Medien und frisst was die Geflügelmafia in ihren Höllen produziert – Hauptsache man wäscht sich in Unschuld, sind doch die Quälereien hinter dicken Türen verborgen!

Und ich dachte schon, man kann die Farce in dieser FLI-Saison nicht mehr steigern, aber die Jägerschaft von Garrel schaft das mit Bravour. Sollte das jetzt eine Realsatire werden oder sind die Aussagen ernst gemeint.
Das die Aussage die Jagd auf Tauben soll einem guten Zweck dienen, einen Nichtjäger befremdet, ist das Eine. Das durch die wilde Ballerei, aber die ach so gefährlichen Wildvögel aufgescheucht und in andere Regionen vertrieben werden und damit, so das heilige FLI recht hat, den Virus weiterträgt das andere. Wie verantwortungslos muss man sein.
Aber wie haben schon die Alten gesagt: Gegen die Dummheit des Menschen, kämpfen selbst die Götter vergebens.

Damit dürfte ja nun doch mal klar sein, dass die Vogelgrippe gar nicht über die Wildvögel in die Großmastbetriebe gelangt sein kann.
Vielleicht ein Anreiz für die engagierten Journalisten unter Ihnen, herauszufinden, was die tatsächlichen Übertragungswege sind…….?

 

Irgendwie ist das nur noch deprimierend.
Als Leser, Verbraucher, Hobbyhuhnhalter, Tierfreund, Natur- und Vogelschützer etc. kommt man sich wirklich massiv verschaukelt vor.
Hier scheint sich jeder die „Fakten“ so hinzudrehen, wie sie ihm gerade genehm sind und absolut alle bis hin zu den Medien machen brav mit, statt mal zu hinterfragen:
Ich meine, dieser Artikel handelt von CLOPPENBURG! Cloppenburg? DAS Cloppenburg? Genau das – das, wo seit Tagen nahezu täglich in der Zeitung geschrieben wird, dass wieder ein mehrere tausend Köpfe betragender Putenbestand mind. einen H5N8 Verdachtsfall hat und darum gekeult wird. DAS Cloppenburg, wo täglich in den Medien beteuert wurde, der Eintrag MUSS über Wildvögel geschehen – vielleicht durch die Luft (wir hatten ja Sturm) oder die Mäuse, die Wildvogelschenkel in die Ställe schleppen – ach ja und verschleppte Keime aus Wildvogelkot gingen auch noch an. Aber: auf jeden Fall: es SIND die WIldvögel.
Auf jedem Hinweisschild steht (fälschlicherweise) neuerdings WILDVOGEL-Geflügelpest Sperrbezirk. …..
…..und jetzt? Jetzt wo die Taubenjagd ansteht, lese ich das als Grund FÜR die Jagd:
„Bislang sind im Landkreis Cloppenburg aber noch keine Vogelgrippe-Fälle
bei Wildvögeln gemeldet worden. Auch eine Ansteckung von Jagdhunden
über infizierte und erlegte Wildvögel halten Experten für
unwahrscheinlich. „
Ja, wo zum Henker sind denn dann die WILDVOGEL-Übertragungen in den ganzen gekeulten Beständen in den letzten Tagen hergekommen?

 

NWZ Nordwestzeitung 5.1.2017
Wenn das Geflügel schlachtreif ist


Kommentare:

Jetzt staune ich! Also man stellt 48 Std. vor Transport seine Ausnahmegenehmigung und nach Beprobung gehen die Tiere zum Schlachthof. Da die Tiere aber dort nur durchgegart verkauft werden können und die keiner will, gibt es so sicher deutlich weniger Geld für die Pute.
Nun gab es ja jenen denkwürdigen Bericht am 2.1.2017 in Hallo Niedersachsen, wo die freundliche Nachbarin des in Garell gekeulten Betriebes ihr Mitgefühl für den armen Landwirt des gekeulten Betriebes ausdrückte, da „die Tiere ja auch schon lange überfällig waren und somit ohnehin schon sehr viel Geld für die Fütterung täglich kosteten und irgendwann, weil zu alt, auch nicht mehr vermarktungsfähig wären“.

Nun kam also H5N8 und der Bestand wurde per Anordnung gekeult – die TSK und das Land Niedersachsen teilen sich also die Entschädigung in Höhe von, wie ich hörte 25,–€ pro Pute?

Wieso hat, wenn es doch möglich ist, der Landwirt nicht rechtzeitig zur Schlachtreife (denn er wird ja wissen, wann seine Puten schlachtreif sind und kann entsprechend 48 Stunden vorher den Antrag stellen) besagten AUsnahmeantrag gestellt? Dann hätten die Puten doch gar nicht mehr da sein dürfen als das Virus ausbrach und wären keinen einzigen Tag über die Schlachtreife hinaus da gewesen.
Was hätte die Pute pro Stück gebracht, wenn sie mit Ausnahmegenehmigung aus dem Sperrgebiet in die Schlachtung gegangen wäre?

Mal nur so eine Idee: Wie wäre es, von vornherein „Sperrbezirke“ mit einzuplanen? Also rund um einen industriellen Mastbetrieb darf im Umkreis von 3 km kein weiterer industrieller Mastbetrieb genehmigt werden?

Nun, wenn diesen Tieren ein würdiges Weiterleben nicht möglich ist, weil die Qual der Mast ihre Sehnen und Gelenke zerstört hat, und kein Mensch ihr Fleisch essen will, gibt es immer noch tausende Tierheime, deren Hunde und Katzen dieses wohl nicht verschmähen würden.
Denn eine „Produktion“ von Tieren, fühlenden Wesen, für die Müllverbrennungsanlagen, ist schlichtwg eine Ungeheuerlichkeit.
Solange dies so ist, dürfte keine Brüterei neue Eier für neue Küken für neuen „Tiermüll“ ansetzen dürfen.

welt N24   Mecklenburg Vorpommern  5.1.2017
Schweriner Zoo muss wegen Vogelgrippe Gänse und Enten töten

Kommentare:

1.
Es ist einfach skandalös, dass hier blindwütig ein Haufen Tiere wie Müll vorbeugend vernichtet und weggeworfen wird! Vorbeugend! Wenn es schon für Nutztierbestände keine vernünftigeren Regelungen als die massenweise Vergasung gesunder Tiere gibt, dann sollte man doch wenigstens dort, wo die TSSchV es erlaubt, nämlich in Zoos und privaten Hobbybeständen die Möglichkeit nutzen und erst beproben und dann nur die Tiere töten, die wirklich positiv sind. Die Landkreise und ihre Veterinärbehörden haben diesen Spielraum! Warum nutzen sie ihn nicht. Das sind LEBEWESEN!!

2.
Erstaunlich! Im Opelzoo in Kronsberg verstirbt 2016 ein Wasservogel im Wasser inmitten seiner Artgenossen, erwiesenermaßen infiziert mit Vogelgrippe HPAI H5N8. Was macht der Zoo? Na, alles keulen, oder??? Nein! Der Zoo erhebt die Quarantäne zur Lösung, wartet zwei Wochen ab, lässt testen-kein einziger weiterer Vogel war infiziert. Es wurde kein einziger(!) Vogel gekeult-weil sich keiner angesteckt hatte! Was können die om Opel Zoo, was man in Schwerin nicht kann?


Business Panorama 5.1.2017

Bis zu eine Million Enten werden in Frankreich gekeult
und
Tiroler Tageszeitung 5.1.2017
und
Proplanta 6.1.2017

Kommentar:

Mir fehlen einfach nur die Worte!
Ehrlich gesagt habe ich NULL Mitleid mit den Menschen, die da Millionen verlieren – 80 Millionen ist noch viel zu wenig für das, was diese Kreaturen Lebewesen antun.
Für die Enten muss ich in diesem Fall leider fast sagen: sie haben Glück, dass die Vogelgrippe in Ihrem Teil des Landes angekommen ist – so bleibt ihnen der qualvollste Abschnitt ihres trübseligen Lebens erspart.
Je länger ich diese ganze Thematik verfolge, desto mehr kann ich verstehen, warum manche Menschen Veganer werden…….

Nordkurier 5.1.2017
Schweriner Zoo schließt und muss Vögel töten

Kommentar:

Es ist einfach skandalös, dass hier blindwütig ein Haufen Tiere wie Müll vorbeugend vernichtet und weggeworfen wird! Vorbeugend! Wenn es schon für Nutztierbestände keine vernünftigeren Regelungen als die massenweise Vergasung gesunder Tiere gibt, dann sollte man doch wenigstens dort, wo die TSSchV es erlaubt, nämlich in Zoos und privaten Hobbybeständen die Möglichkeit nutzen und erst beproben und dann nur die Tiere töten, die wirklich positiv sind. Die Landkreise und ihre Veterinärbehörden haben diesen Spielraum! Warum nutzen sie ihn nicht. Das sind LEBEWESEN!!

rbb Studion Frankfurt 5.1.2017
Gorzow richtet Sperrbezirke wegen Vogelgrippe ein

Kommentar:

Sehr geehrte Damen und Herren,
es wäre schön, wenn Sie in Ihren Infokästen zur Frage, woher das Virus kommt, eine Korrektur vornehmen:
1. betont auch das Löfflerinstitut bis heute, dass sie den Wildvogeleintrag nur für „wahrscheinlich“ halten – aber seit 10 Jahren mit zig Millionen Forschungsgeldern nicht in der Lage waren, irgendetwas zu beweisen.
2. gibt es eine Menge wissenschaftlich ernst zu nehmender Quellen, die die Wildvogeltheorie anzweifeln und Ursprung und Übertragung in der Massentierhaltung vermuten – also die Wildvögel eher das Opfer sind.
Dass die Massentierhaltung das Problem dieser Erreger ist, zu diesem Schluss kam sogar die UN TaskForce, die sich im Dezember zum aktuellen Ausbruch mit ihrer umfangreichen Stellungnahme äußerte.
Sie finden sowohl den link zu dem Papier der UN TaskForce, als auch zahlreiche links zu anderen wissenschaftlich belastbaren Quellen anderer Theorien auf der Seite Wildvogel-rettung . de
für das Aktionsbündnis VogelFrei

 

Rhein Main Presse, Allg. Zeitung 5.1.2017
Die Tiere reagieren mit Verhaltensstörungen
und
Echo 6.1.2017

Kommentar:
Vielen Dank für diesen Beitrag!
Sehr geehrter Herr Cuntz, sehr geehrte Frau Dr. Martin,

vielen Dank für diesen informativen und offenen Beitrag. Nicht viele Medien sind zur Zeit willens, die offiziellen Darstellungen seitens der Behörden kritisch unter die Lupe zu nehmen.
Ich werde Ihren Beitrag auf meiner Seite „wildvogel-rettung . de“
verlinken.
Mit freundlichen Grüßen
für das Altionsbündnis VogelFrei
Kirstin Zoller

 

Kein Leserbrief, sondern ein entrüstetes Gespräch im Hühnerforum nach dem Beitrag im NDR „Hallo Niedersachsen
02.01.2017 19:30 Uhr


Beiträge #8033 ff.


Tanny:

boah was ist DAS denn!!! Die Puten waren überfällig, jeder Tag länger füttern kostet richtig Geld und irgendwann sind sie nicht mehr zu vermarkten!!!! …
na, da muss man ja einfach die Grippe rein lassen, damit die elende Fütterei ein Ende hat und die Viecher doch noch „vermarktet“ worden sind (an die TSK und das Land)! Dann können wir uns ja schon mal drauf einstellen, dass alle anderen Betriebe aus dem Sperrbezirk nachziehen, die schlachtreife Puten haben!

Von „über den Termin“ war in keiner einzigen PM vorher die Rede!
Das ist skandalös!

Hanne:
Ja. Und die Aussage, wir haben die BE, die schlüpfen und wir wissen nicht, wohin damit, ist m.E. noch viel, viel schlimmer. Wie lange ist denn nun schon Sperrbezirk? Wie lange hat Deutschland denn nun schon Exportverbote? Muss man da noch brüten? Schw…

Vamperl:
Hey, aber Ripke nennt dass Problem: den Handel!
Ansonsten bleibt nur zu sagen: zum K*** – und: lieber NDR, Ihr deutet ja schon ganz sanft an, dass die Ursachen so, wie sie Euch verkauft werden, nur schwer zu glauben sind – wie wäre es mal mit Recherche?

Tanny:
….und habt Ihr Ripken gehört: wir müssen die Eier/Küken noch irgendwie verwerten, damit wir sie nicht töten müssen, weil Export geht ja nicht – bin ja mal gespannt, welche TSK /Land – zahlungspflichtige Katastrophe sie sich für die Küken ausdenken…..

Hanne/Warnehof:
Zitat Zitat von Hanne Beitrag anzeigen

Die Nachbarin erklärt, dass totkranke Wildvögel zum Sterben in das Stroh für die Einstreu kriechen, sterben und dann mit in den Stall eingebracht werden okina, ist das das übliche Verhalten eines Wildvogels

Meine Wellensittiche haben sich auch immer verkrochen
Und erstaunlich ist, wieviele Vögel bisher in Cloppenburg und Oldenburg gemeldet wurden… hmm einfach zu viele Strohballen auf dem Land.

 

ahoeh:
…………..ohhhhhh ja was für ein Zufall.

Befall überwigend in Gänseställen nach St. Martin und gehäufft in Putenställen nach dem Weihnachtsgeschäft

…ist klar. Das Virus schlägt selektiv zu, genau wenn es keine Absatzmöglichkeit mehr gibt. Und wenn der Druck zu groß wird, dass Freilandeier verkauft werden müssen flaut die Gefährlichkeit für Hühner schlagartig ab in der Risikoeinschätzung und sie dürfen wieder raus.

Warnehof:
Zitat Zitat von Tanny Beitrag anzeigenboah was ist DAS denn!!! Die Puten waren überfällig, jeder Tag länger füttern kostet richtig Geld und irgendwann sind sie nicht mehr zu vermarkten!!!! …na, da muiss man ja einfach die Grippe rein lassen, damit die elende Fütterei ein Ende hat und die Viecher doch noch „vermarktet“ worden sind (an die TSK und das Land)! Dann können wir uns ja schon mal drauf einstellen, dass alle anderen betriebe aus dem Sperrbezirk nachziehen, die schlachtreife Puten haben!

Von „über den Termin“ war in keiner einzigen PM vorher die Rede! Das ist skandalös.

Hatten wir da nicht mal die Aussage von einem Landwirt, dass es dann eh Ausnahmegenehmigungen geben würde? Oder gab es keine Schlachtkapazitäten?

Tanny
@Warnehof
stimmt da war doch was letztes Jahr. Wie war das? Ab August bereits keine Schlachtkapazitäten? Putenstau in den Ställen?

Hanne

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Aussage im Film (Landkreis): Es sind soviele Putenbetriebe in Cloppenburg betroffen wie noch nie?
Wie doof, glauben die, sind wir denn

(Anmerkung: die Grafik – das sind in einem Auszug der FLI Datenbank 36 betroffene Bestände in Cloppenburg in 2008)

Warnehof:
Irgendwie haben die das anders gemeint, nicht so..

Hanne:
Wie denn dann
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/125/1612563.pdf

Seit dem 12. Dezember 2008 sind aufgrund amtlicher Anordnung im Landkreis
Cloppenburg wegen Auftretens der Vogelgrippe (H5N3) 560 000 Puten getötet
worden. Bis Ende Januar waren 33 Betriebe betroffen.

Infizierte Wildvögel mit H5N3 sind in Deutschland seit Jahren nicht gefunden worden.

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NZZ  3.1.2017
Kein Abflauen der Vogelgrippe in Deutschland

Dieser Kommentar wurde „wegmoderiert“ und kurze Zeit später wurde die Kommentarfunktion abgestellt: „Diskussion ist geschlossen“
Sehr geehrte Damen und Herren von der NZZ,

wie ich sehe, haben auch Sie die dpa zur Grundlage Ihrer Berichterstattung über die Vogelgrippesituation in Deutschland gemacht.
 
Vielleicht ist man ja in der Schweiz anders, als offensichtlich in Deutschland mehr daran interessiert, journalistisch auch einmal offensichtliche Widersprüche, offensichtliche Falschaussagen und all jene Dinge, die lieber verschwiegen werden rund um das aviäre Influenzavirus in deutschen Nutzgeflügelbeständen, zu hinterfragen und aufzudecken?

Wir vom Aktionsbündnis VogelFrei würden uns freuen, wenn wir Ihnen bei entsprechenden Recherchen mit belastbaren Quellen helfen dürfen.

Schauen Sie doch einfach mal rein:
wildvogel-rettung (hier als Einstieg besonders zu empfehlen die Seite „Leserbriefe zu Presseveröffentlichungen“ ) und bei aktionsbuendnis-vogelfrei

Wir würden uns freuen, in Ihren Medien einmal kritische Berichte zum Thema zu lesen.

Mit freundlichen Grüßen

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Kommentar:

Stallpflicht schützt das Geflügel?
Leider ist das extrem unwahrscheinlich. Denn fast alle betroffenen Betriebe befinden sich in Regionen mit keinen bis extrem wenig Wildvogelfunden. Es handelt sich fast nur um Hochsicherheitsbetriebe der Geflügelindustrie, deren Tiere eh noch nie Sonne, geschweige denn frische Luft hatten.
2008 wurde Vogelgrippe(H5N3) in über 30 Putenbetrieben allein in Cloppenburg nachgewiesen, es wurden über 600.000 Puten gekeult. Es gab damals seit Jahren keinen einzigen Wildvogel mit H5N3 in ganz Deutschland. Außer, es war ein supergetarnter, superkrimineller Wildvogel, der sich mit Dietrich bewaffnet in die Ställe der Industrie geschlichen hat, kann es also zu 100% kein Wildvogel gewesen sein.
Stallpflicht schützt leider gar nicht vor Vogelgrippe.

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Kommentar: 

Sehr geehrte Damen und Herren von welt 24,

mögen Sie nicht auch mal etwas abseits der vorgefertigten dpa meldungen, die widerrum wörtlich die Pressemitteilungen von FLI und Behörden veröffentlichen, recherchieren?
Es gibt immerhin auch ganz andere wissenschaftliche Ansichten zum Thema und durch durch belastbare Quellen belegte Widerlegungen so mancher Behauptung von Behörden und FLI.

Wie wäre es z.B. mit einer Veröffentlichung der letzten Pressemitteilung des Nabu „H5N8 ungelöst“ oder der Inhalte der UN TaskForce, die am 22.Dezember veröffentlicht wurden und die eindeutig zu dem Schluss kommt, dass die Geflügelpest ein Problem der Massentierhaltung ist.

Wie wäre es, wenn Sie mal recherchieren, ob die fluffig in den Raum geworfenen Behauptungen der meistzitierten Herrschaften in den Medien überhaupt stimmen?
Gerne liefern wir Ihnen massenweise Aussagen und quellengestützte (meistens sogar Quellen wie OIE, FLI etc.) Widerlegungen. Einen großen Teil der recherche haben wir Ihnen quasi schon abgenommen.

Für das aktionsbuendnis-vogelfrei.de
Kirstin Zoller
wildvogel-rettung.de

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Osnabrücker Zeitung 27.12.2016
Vogelgrippe macht Bramscher Geflügelhaltern mehr Arbeit

Kommentar von K.Zoller eingestellt für JHW, da er unter JHW s Namen nicht angenommen wurde
Vogelgrippevirus wirkt in homöopathischen Dosen?

In Baden-Württemberg und Bayern, den Bundesländern, in denen mit Abstand die meisten Wildvögel mit Vogelgrippe gefunden wurden, gibt es überhaupt gar keine Fälle in der Tierhaltung.
In Niedersachsen und NRW, wo sehr wenige Wildvögel gefunden wurden, stecken sich dagegen die ganzen Riesenmastställe der industriellen Putenhaltung an.

Was ist nun der größte Unterschied zwischen den Tieren von Herrn Kruse und Herrn von Guionneau zu den Puten der Industrie?
Erstmal hatten sie viel Platz, wurden im Freiland gehalten.
Dann haben/hatten sie sicherlich erheblich hochwertigereres Futter.
Ihre Ställe platzen nicht aus allen Nähten, wenn die Tiere mal ein paar Tage länger gehalten werden als bis zum angesetzten Schlachttermin.
Die Halter scheinen ihre Tiere auch zu mögen und scheuen weder Arbeit noch Kosten, um ihnen ein tiergerechteres Leben zu ermöglichen.
Für Herrn Kruse und Herrn von Guionneau wäre das Auftreten der Vogelgrippe bei ihren Tieren eine Katastrophe.
Der eine oder andere derzeit betroffene Geflügelhalter atmet dagegen eventuell auf, da die Vogelgrippe mehrere Probleme löst:
-Ihre Tiere, die ja üblicherweise bereits als „Jungtier“ geschlachtet werden, brauchen zuviel Platz, wenn nicht geschlachtet wird bzw. bereits ein paar Tage zu spät.
Einer der Gründe, warum viele Tierschutzorganisationen für die Besatzdichte Angaben der Tieranzahl und nicht der kg-Menge pro qm fordern.
-Zu große Puten kann man nicht absetzen-die TSK entschädigt aber alles.
-Deutschland hat Exportverbot-der Markt für Putenfleisch ist eingebrochen.
Keiner entschädigt einen, wenn man etwas produziert hat, für das es keine Käufer gibt.
Bei Möbeln sitzt man zur Not auf ein paar Containern Sofas, aber bei Puten?

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„Dass das Virus auf die Brütereien übergreifen könne, kann zwar nicht zu 100% ausgeschlossen werden, aber es sei sehr unwahrscheinlich“
Irgendwie kommt mir der Spruch sehr bekannt vor:
„Dass das Virus in die abgeschlossenen Haltungen kommen kann, kann zwar nicht 100% ausgeschlossen werden, ist aber sehr unwahrscheinlich“ – (darum strenge Aufstallpflicht – seit November für alles und jeden)
„….wir können uns absolut nicht erklären, wie das Virus doch hineingeraten konnte – aber es waren die Wildvögel – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ (FLI im November)
Erst war es das Virus, was durch die Lüftung kam – (FLI Grumby) da hat wohl ein Wildvogel zielsicher ins Rohr gekackt….
Dann war es ein verschleppter Eintrag (vermutlich) durch mangelhafte Hygienemaßnahmen (FLI), dann waren es noch ein paar mal Verschleppungen. Das lässt sich natürlich nciht ständig als Begründung nennen – dann fragt sich der denkende Bürger irgendwann ja mal, wieso da immer wieder so geschlampt wird.

Also kam eine neue Erklärung: Schadnager – die Mäuse verschleppen infizierte Wildvogelschenkel in die Bestände!
– ja gehts noch? Wer soll denn das glauben!
Haben sich die Herrschaften dann wohl auch gedacht, dass das keiner glauben kann.
Also ist es jetzt der Wind das böse Kind, was das Virus durch die Gitter fegt……wow, erstaunlich, dass all die in vergitterten Volieren (wegen Aufstallpflicht) gehaltenen Hausgeflügel, die dort bereits seit November an der freien Luft sitzen, immer noch nicht vom Wind und seiner gefährliche Fracht umgehauen wurden.

„Dass die Wirtschaftsströme das Virus in die Bestände bringen, kann zwar nicht zu 100% ausgeschlossen werden, aber es ist sehr unwahrscheinlich“ (FLI wiederholt sich da seit 10 Jahren – mit ihren Erkenntnissen sind sie indes trotz zig Millionen an Forschungsgeldern vom Steuerzahler seit 2006 immer noch nicht einen Schritt weiter)

aber:
„Dass die Wildvögel das Virus einfliegen, halten wir für sehr wahrscheinlich“ (ebenfalls FLI, Behörden, Industrie seit 10 Jahren unverändert) allein: wir wissen immer noch nicht, wie die Vögel es machen, dass sie zielgenau und selektiv in Cloppenburg die Putenbestände in Massentierhaltungen im Visier haben und der kleine Hobbyhuhnbestand direkt nebenan ganz unversehrt und gesund bleibt.

Merkt eigentlich irgendwer mal, wieviele Widersprüche sich hinter all diesen „wir können zwar nicht 100% ausschließen, aber es ist unwahrscheinlich“ stecken?

Gestern in Hallo Niedersachsen: gekeulter Putenbestand – Bilder eindeutig – riesige Tiere. Nachbarin hat grosses Mitgefühl mit dem armen Landwirt: „Immerhin seien die Puten ja schon lange schlachtreif gewesen und überfällig – die kosten jeden Tag Unsummen an Futter und irgendwann kann man sie auch nicht mehr vermarkten“ Sie konnten ja wegen der Sperrzone nicht ausstallen…….. und dann liest man wieder: Kein Problem, wenn LKW durch die Sperrbezirke fahren – und Ausnahmegenehmigung zum Ausstallen gibt es natürlich auch …..warum wurde die denn nicht rechtzeitig genutzt?
Vielleicht, weil es keine Schlachtkapazitäten gab, da der Markt bereits im August wegen Überangebot zu war? Vielleicht, weil viele Exportmärkte weggebrochen waren, schon bevor in Cloppenburg der Sperrbezirk eingerichtet wurde?

Und wieso sitzen die Brütereien jetzt auf Küken? Ein Ei braucht 3 Wochen bis zum Schlupf.
Wieso wurden Eier bebrütet, obwohl zu dem Zeitpunkt die Vogelgrippe mit all ihren Konsequenzen schon angekommen war?
Vielleicht, weil es bei leeren Brutschränken kein Geld gibt, aber bei positiven Befunden und anschließender Vernichtung aus Seuchenkasse und Landeshaushalt Entschädigung bezahlt wird?
„Das Virus ist nie dagewesen agressiv“ – „so viele Bestände in kurzer Zeit und so viele Keulungen hatten wir noch nie“ O-Ton aus oben erwähntem NDR Beitrag.
haben die Herrschaften alle ein Kurzzeitgedächtnis?
Man schaue in die Datenbank des Löfflerinstituts TSIS und selektiere Niedersachsen 2008 – was findet man? 36 Bestände im Landkreis Cloppenburg innerhalb von nicht einmal 2 Monaten gekeult wegen H5N6 – das waren 621.000 Puten (wieder Puten) – und das Land hat 14,5 Mio Euro Entschädigungen bezahlt – nimmt man dann den Bericht von vor Weihnachten, wo es hiess, dass das Land und die TSK in Niedersachsen jeder 50 % zahlen, dann wird der Betrag sich wohl verdoppeln?

Ach ja, eine Pute, die sich nicht vermarkten lässt, weil sie entweder überständig ist oder aber der Markt zu voll ist, bringt: nichts.
Im Gegenteil: sie kostet: Entsorgung.
Eine Pute, die durch behördliche Anordnung gekeult wird, für die gibt es pro Kopf 25,–€ .
Das ist immerhin mehr, als ein überfüllter Markt bezahlt…..

Warum rechne ich wohl damit, dass demnächst irgendeine andere Katastrophe oder aber auch H5N8 entgegen aller prognostizierten Wahrscheinlichkeiten auch die Brütereien zu Entschädigungsbegünstigten von TSK und Land machen? Warum wohl erwarte ich, dass noch mehr Putenbestände in Niedersachsen mit ausstallungsreifen Puten demnächst der Massenkeulung zum Opfer fallen?

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welt 24 2.1.2017
2 neue Vogelgrippefälle in Niedersachsen

Kommentar:
Es ist schon sonderbar, dass das Virus ganz selektiv und zeitlich gut abgestimmt von einem Bestand zum nächsten zieht: (fast) nur Puten in NS und nur Enten in Sachsen Anhalt….und fast immer nur Massentierhaltungen…. Das, obwohl sich alle einig sind: FLI, Behörden, Geflügelwirtschaft und Politik: die Aufstallpflicht und strenge Biosicherheitsmaßnahmen sind die einzig gangbare Lösung zum Schutz der Wirtschaftsbestände – soviel Solidarität muss sein! Verwunderlich nur, dass all die kleinen Hobbyhaltungen, die gebeutelt von besagter Aufstall- und Desinfektionspflicht ihre Tiere nur noch in vergitterten Volieren nach draußen lassen können, von diesem bösen Virus offensichtlich verschont bleiben. Was machen diese kleinen Halter bloss besser? Vielleicht sollten die Massengeflügelhalter mal bei den kleinen Hobbyhaltern in die Schule gehen: „Wie mache ich es, dass mein Geflügel gesund bleibt?“ Kleine Schulung über die Zusammenhänge von „glücklichem Geflügel“ und „funktionierendem Immunsystem“…

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MK Kreiszeitung.de 30.112.2016
Putenmist wird hermetisch abgedichtet?

Kommentar:

Warum wundert es mich nicht (mehr), dass die Behörden auch auf die Beobachtung der Bewohnerin sofort eine passende Begründung parat haben, warum der Mist auf dem Acker ja nicht mehr gefährlich sei?

Es ist einfach nur unglaublich, wie wir alle von Behörden, Instituten und den betroffenen Geflügelindustrieunternehmen für „dumm“ verkauft werden!

„Der Mist wurde desinfiziert“ – ja geht es noch? Mir soll keiner von den Beteiligten erzählen, dass er nicht genau weiss, dass diese Desinfektion unmöglich funktioniert.

Nur ein Grund (von mehreren): in dem Mist sind haufenweise Federn – Feder = hohler Kiel = Virendepot, was unerreichbar ist für ein wenig Desinfektion.
Zudem wäre es ja wohl ein Unding, wenn so wirksame Desinfektionsmittel, die alles inklusive des Virus killen, mal eben in die freie Landschaft gekippt werden und damit das gesamte Microklima unserer Böden und durch Ausschwemmung auch noch umliegende Gewässer mit allem, was drin lebt vernichten.

Wann hören unsere Behörden und politischen Vertreter (des Volkes???) endlich auf mit Ausruf einer „Pseudoseuche der Wildvögel“ die scheinbar vorhandenen hygienischen´und/oder wirtschaftlichen Probleme der Massentierhaltung zu vertuschen und aus Steuergeldern zu finanzieren?

Vogelrippeviren überleben am besten:
-im Dunkeln (also schonmal herzlichsten Dank vom Virus für’s Abdecken…)
-bei kalten Temperaturen-die haben wir jetzt wohl unabänderlich
-im Feuchten (nochmals eine Superleistung, das Abdecken…)
So überleben sie dann (und sind ansteckend!) 100-120 Tage. Also bitte nicht wundern, wenn dann nochmal knackig 3-4 Monate lang Infektionen in der Umgebung auftauchen. Herzlichsten Dank nochmals für diese super überlegte Leistung unserer Behörden!

Ach ja, wie wird man das Virus bloß los: 5 Minuten bei 60 Grad Celsius und alle Vogelgrippeviren sind erwiesenermaßen dahin. Zu teuer? Was ist ein Menschenleben wert?

Es existiert noch ein anderes Foto, wo der „hermetisch“ abgedichtete Mist auf dem Feld zu sehen sein soll.
Falls
das Foto von Anwohnern gemacht wurde, würden wir uns freuen, wenn Sie
uns (Aktionsbuendnis-vogelfrei.de) das Bild zukommen lassen:
AB_VogelFrei@web.de

Anmerkung: Bei FB war das Foto zumindest kurz nach der Entfernung aus dem obigen link noch ersichtlich und ich habe es vom Bildschirm abfotografiert:

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Nordwestzeitung online 31.12.2016
Geflügelpest in den Kreisen Cloppenburg und Oldenburg

Kommentar:
Ich würde mir wünschen, dass der Bund der Steuerzahler sich dieser Phänomene einmal annimmt und sie durchleuchtet – vielleicht ist es ja auch mal was für Mario Barths Recherchen bei „deckt auf“.

Ich meine, immerhin werden gerade hunderttausende gesunder Tiere „vorbeugend“ gekeult.
Da dies auf Anordnung zur Umsezung einer höchst fragwürdigen Tierseuchenschutzverordnung des Bundes geschieht,
haben die Betriebe Anspruch auf Entschädigung.
Bei Puten sind das glaube ich pro Tier um die 25,–€.
In Niedersachsen trägt davon laut zeitungsbericht von Anfang Dezember 50% die Tierseuchenkasse
(finanziert aus den Beiträgen der Pflichteinzahler (alle Geflügelhalter)), 50% zahlt das Land – also wir alle, der Steuerzahler.

Vor Weihnachten bereits veranschlagte Niedersachsen die bereits entstandenen Kosten auf eine halbe Million Euro.
Da seit dem 1. Weihnachtstag bis heute die richtig große Keulerei erst einsetzte – ein Putenbetrieb nach dem anderen füllt die Schlagzeilen, dürften wir mittlerweile nur in Niedersachsen bei mehreren Millionen sein.

In Niedersachsen ist das Virus zur Zeit äußerst wählerisch:
es trifft fast ausschließlich Putenbestände – und sogenannte „Kontaktbestände“ werden ungetestet und,
wie sich hinterher manchmal (falls mal getestet wird) herausstellt, kerngesund – gleich mitgekeult.

Man braucht also nur ein einziges Tier mit einem H Befund (es reicht ein H kann auch niedrigpathogen sein) bei einem ELISA Schnelltest (diese Tests bringen bis zu 50% falsch positive Ergebnisse) und die Totschlagaktion geht los.

Eine Reihe der Länder, in die wir exportieren, haben den Import von Geflügel aus De. verboten, seit Vogelgrippe in De. nachgewiesen wurde.
Hinzu kommen die Kriegsländer, die boykottierten Länder etc. – da ist der Weltmarkt eng geworden und das weltweite Weihnachtsgeschäft für Pute weg gewesen.

Pute in Deutschland – nach Weihnachten auch nicht wirklich gut abzusetzen.
Man könnte auf den Gedanken kommen, das es ein recht „glücklicher“ Zufall für die Betriebe ist,
dass ausgerechnet jetzt nach Weihnachten das „hochgefährliche“ Virus ganz selektiv in den Putenställen Zugang findet.
Und noch ein unerklärliches Phänomen: es ist dem FLI nach wie vor absolut schleierhaft, wie das Virus immer wieder in diese abgeschotteten Bestände kommen kann……

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Boyens Medien 29.12.2016
Dithmarschen
Geflügelpest weitet sich im Kreisgebiet aus

Kommentare!!!

von unbekannt: Im August wurden am Hafen und am Fahrwasser von Friedrichskoog Massen toter Möven gefunden. Die Untersuchungsergebnisse sind der Öffentlichkeit nicht bekannt. Auch ob die Toten Möven auf Vogelgrippe untersucht wurden ist nicht bekannt. Vielleicht war das der Beginn der Vogelgrippe in S-H, die durch Versäumnise nicht entdeckt wurde. Jetzt müssen wir eventuell alle darunter leiden.

 Kirstin Zoller: Das ist ja mal richtig spannend. Wenn alle Vögel auf einen Schlag gestorben sind – wer weiss, wo die was immer sie umgebracht hat, aufgenommen haben. Vielleicht auf einem frisch mit Mist, vielleicht sogar Geflügelmist, gedüngten Feld? Zu der Zeit wird ja alle ausgebracht. Wir vom Aktionsbündnis VogelFrei wüssten dazu gerne mehr. Würden Sie, lieber Kommentator, sich bitte mal bei uns melden? aktionsbuendnis-vogelfrei.de Vielen Dank.

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rp online 30.12.2016
Illegale Jagdplätze als Auslöser für Vogelgrippe?
Kommentar

K.Zoller

Na toll, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
„Schlachtabfälle haben vermutlich die Seuche in Kleve verbreitet“

Was heisst denn das im Umkehrschluss?

  1. das Virus kam aus einem Geflügelbestand nach draußen und nicht umgekehrt
  2. Es sind unbemerkt infizierte Tiere in die Schlachtung und damit auch auf unsere Teller gewandert!

Wird es nicht endlich mal Zeit angesichts der sich immer dramatischer entwickelnden Züge von massentierhaltungsgemachten Krankheiten und Seuchen, diese Haltungsformen zu überdenken und zu verbieten?

Keiner will sie:

  • der Tierschützer nicht
  • der Verbraucher nicht
  • der Häuslebesitzer, der neben so einer Anlage wohnen muss nicht
  • die Hühner, Enten, Gänse Puten nicht

….nur die Aktionäre, das FLI und einige Ministerien scheinen ganz heiss auf diese Tier KZ s zu sein…..

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agrarheute 39.12.2016
Neue Vogelgrippefälle in Schleswig Holstein

Kommentar:
Die ganzen Maßnahmen rund um den angeblich so hochgefährlichen Erreger H5N8 inkl. der hunderttausenfachen Vernichtung gesunder Tiere sind an Fragwürdigkeit kaum zu überbieten.

Wann stellt eigentlich auch die Presse mal endlich den Ministerien kritische Fragen?
Beispiel die oben erwähnte Eule:

Da wird am 19. Dezember!! eine tote Eule gefunden,
Schnelltest offensichtlich positiv.
Am 23. Dezember!! stellt das FLI die Eule als positiv auf H5N8 bestätigt bei TSIS ein.
Am 28. Dezember!! berichtet Boyens Medien und teilt folgendes mit:
„Die tierseuchenbehördliche Anordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel für das Gebiet in und um Krempel ist ab kommendem Freitag, 30. Dezember 2016, gültig.“
und heute berichten Sie und sämtliche Medien der Republik als depa meldung völlig unreflektiert von einem „neuen“ Fall.

Glauben unsere Behörden eigentlich, dass so ein Virus aus einem toten Wildvogel steigt, sich knapp 2 Wochen schlafen legt, um sich vom letzten Mord zu erholen und dann aufsteht und beschließt, unsere Hausgeflügel zu überfallen?

Sind wir hier eigentlich in Schilda? Am 23. wird dieser „hochgefährliche“ Erreger festgestellt, aber das Sperrgebiet, was wirtschaftlichen Schaden für die Betriebe bedeutet (oder werden sie auch hier entschädigt?), was Hunde- und Katzenhalter einschränkt, was privaten Hobbyhuhnhaltern noch längere Zwangsmaßnahmen beschert – dieses ach so wichtige Sperrgebiet zum Schutz gegen die Seuche wird ganze 11 Tage nach dem Fund des Vogels mal ganz gemütlich eingerichtet.
Kann mir mal bitte irgendwer von denen, die für so eine Regelung verantwortlich sind erklären, was der tiefere Sinn hinter dieser Maßnahme ist?
Solche sinnbefreiten Aktionen rund um die Grippe scheinen nicht die Ausnahme, sondern die Regel bei diesem blinden Aktionismus zu sein.
Vielleicht sollte man auch mal jenseits des FLI Statements recherchieren.
für das aktionsbuendnis-vogelfrei.de

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shz – 29.12.2016
Geflügelpest in SH – jetzt auch Eule infiziert

Kommentar:

Maßnahmen mit zweifelhafter Sinnhaftigkeit

Die ganzen Maßnahmen rund um den angeblich so hochgefährlichen Erreger H5N8 inkl. der hunderttausenfachen Vernichtung gesunder Tiere sind an Fragwürdigkeit kaum zu überbieten. Wann stellt eigentlich auch die Presse mal endlich den Ministerien kritische Fragen? Beispiel die oben erwähnte Eule:

Da wird am 19. Dezember!! eine tote Eule gefunden,
Schnelltest offensichtlich positiv.
Am 23. Dezember!! stellt das FLI die Eule als positiv auf H5N8 bestätigt bei TSIS ein.
Am 28. Dezember!! berichtet Boyens Medien und teilt folgendes mit:
„Die tierseuchenbehördliche Anordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel für das Gebiet in und um Krempel ist ab kommendem Freitag, 30. Dezember 2016, gültig.“
und heute berichten Sie von einem „neuen“ Fall.

Glauben unsere Behörden eigentlich, dass so ein Virus aus einem toten Wildvogel steigt, sich knapp 2 Wochen schlafen legt, um sich vom letzten Mord zu erholen und dann aufsteht und beschließt, unsere Hausgeflügel zu überfallen?

Sind wir hier eigentlich in Schilda? Am 23. wird dieser „hochgefährliche“ Erreger festgestellt, aber das Sperrgebiet, was wirtschaftlichen Schaden für die Betriebe bedeutet (oder werden sie auch hier entschädigt?), was Hunde- und Katzenhalter einschränkt, was privaten Hobbyhuhnhaltern noch längere Zwangsmaßnahmen beschert – dieses ach so wichtige Sperrgebiet zum Schutz gegen die Seuche wird ganze 11 Tage nach dem Fund des Vogels mal ganz gemütlich eingerichtet. Kann mir mal bitte irgendwer von denen, die für so eine Regelung verantwortlich sind erklären, was der tiefere Sinn hinter dieser Maßnahme ist?
Solche sinnbefreiten Aktionen rund um die Grippe scheinen nicht die Ausnahme, sondern die Regel bei diesem blinden Aktionismus zu sein.
Vielleicht sollte man auch mal jenseits der FLI Statements recherchieren.
für das aktionsbuendnis-vogelfrei.de

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Deutschlandradio Kultur 28.12.2016
Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Mettenleiter, FLI
leider gibt es dort keine Kommentarfunktion – darum hier der
Kommentar:
Super, Herr Prof. Dr. Dr. h.c.Mettenleiter. Sie sagen also:
„Der Erreger sei Ihrer Ansicht nach durch Zugvögel aus Russland eingeschleppt worden, und nicht durch hochgezüchtete Nutztiere, wie auch hier und da gemutmaßt wird. Das Virus sei so hochaggressiv, dass infizierte Tiere einen Transport gar nicht überstehen würden.“
Ich höre und staune!
Ich hätte nie gedacht, dass ein Wildvogel die Reise um den halben Erdball schneller absolviert, als ein Flugzeug.
Und dabei schafft der infizierte Wildvogel diese sportliche Leistung locker, obwohl er infiziert ist, um dann bei uns auf dem Plöner See schließlich zu verenden.
Jene, die im Flieger sitzen, sich noch nicht einmal selber anstrengen müssen, die können unmöglich den Erreger einschleppen, weil sie den Transport mit diesem hochaggressiven Virus nicht überleben würden?
Zum Rest, was Sie so hinsichtlich der Wildvogeltheorie, zur Gefährlichkeit des Virus etc. gesagt haben, haben wir bereits umfangreich in anderen Medien kommentiert. Das wiederhole ich hier jetzt nicht – lesen Sie einfach unten weiter……

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NWZ online Nordwestzeitung 29.12.2016
Millionenschaden durch Seuche

Kommentar:

Bei diesem Artikel weiss man wirklich überhaupt nicht mehr, womit man eigentlich anfangen soll.
500 (stimmt nicht, sind fast 600) tote Wildvögel – enorm bei 500 Mio., die zur Zeit auf dem Zug und als Überwinterer hier sind – hat es noch nie gegeben? Nein, werden nur nicht jedes Mal untersucht, wenn einer stirbt.

Todesursache H5N8? Nein, das wird nicht untersucht – das lehnt das FLI kategorisch ab – zu aufwändig.
In die Statistik geht auch ein Vogel ein, der eindeutig an einer Ladung Schrot gestorben ist, wenn das Institut da einen positiven H5N8 Antititer nachweisen kann – Antititer kann auch einfach heissen: gesundes Tier, hat Antikörper aus erfolgreich überstandener früherer Infektion – gesundes Immunsystem.

Großflächige Aufstallung kann Risiko minimieren?
WIeso nur haben sich überall in der Republik riesige Bestände in geschlossenen Haltungen, die schon immer aufgestallt waren, infiziert, während die Gänse des Dithmarscher Landwirts (Gudendorf) kerngesund durchs Freiland liefen, bis der AUsnahmeantrag die Beprobung der klinisch gesunden Tiere erforderlich machte und bei einem Tier positiv auf das niedrigpathogene H5N2 verlief. Antititer? Prof Dr Dr hc Mettenleiter vom FLI persönlich sagte am 1.12.2016 in Kiel, dass niedrigpathogene, positive Nachweise in Wassergeflügel absolut normal und in fast jedem Bestand vorkommen ….
Der Ausnahmeantrag war also gleichbedeutend mit dem Antrag auf Tötung – Prof Mettenleiter schien das zu wissen, der arme Landwirt vermutlich nicht.
Folge: über 4000 gesunde Gänse werden gekeult – die Tiere haben zwischen all den bösen Wildvögeln auf der Koppel geweidet und kein hochansteckendes H5N8 ausgebrütet, was kurz zuvor in Grumby zuschlug – in geschlossener Haltung?

Sie sollten endlich mal aufhören, immer wieder lapidar eine landesweite Stallpflicht zu fordern, wo all jene leiden müssen – Hobbyhalter genau so, wie kleine Freilanderzeuger, die ihre Tiere noch mit Respekt und Achtung behandeln und nicht als beliebig austauschbares Produktionsmittel betrachten.
Stattdessen sollte man endlich mal da ansetzen, wo diese gigantischen Massaker satttfinden – alle Jahre wieder:
Bei den Massenställen. Schaffen Sie diesen Irrsinn endlich ab. Verbieten sollte man diese Tierquälerei endlich.
Und da braucht mir keiner mit dem Argument zu kommen: dann verhungert die Welt!.
Würden wir nicht weltweit jedes Jahr mehrere hundert Millionen Geflügel keulen und in den Müll werfen müssen,
würden wir nur das „produzieren“, was auch heute im Endefekt tatsächlich den Verbraucher auch erreicht, dann könnte man mit kleineren, dezentralisiert lebenden Beständen die Welt immer noch satt bekommen.
Abgesehen davon sollte man die gigantischen Exporte besonders in die 3. Welt endlich beenden und der dortigen Bevölkerung lieber helfen, indem man ihnen heimische, alte, robuste Hühnerrassen gibt, die sie im Hinterhof halten können – so wie es früher immer war – dann hätten nämlich auch die Armen wieder eine eigene Nahrungsquelle.
Aber ob das alles zum Wohle der Menschen UND der Tiere an der Börse durchzusetzen ist, wage ich zu bezweifeln……

Und dann, last not least: Ach, unsere grösste Sorge ist derzeit, dass wir bald nicht mehr als Freilandei deklarieren dürfen! Da gibt es schon Bestrebungen, eine verlängerte Ausnahme durchzusetzen: Das ist Verbraucherbetrug! Der Verbraucher, der freilandeier kauft, kauft sie, weil er will, dass die Tiere, die sie legen, täglich im Freiland laufen. Dafür zahlt er sein Geld – nicht dafür, dass es nur auf der Packung steht.

Also schreiben Sie gefälligst von dem Tag an, an dem Sie aufstallen auch „aus Bodenhaltung“ oder „aus Aufstallpflicht“ auf die Kartons und nicht Freiland zum Freilandpreis, was kein Freiland ist.

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NWZ online – Nordwestzeitung 29.12.2016
weitere 13.500 Puten in Hude werden getötet

Kommentar:

Sehr geehrter Herr Ripke,
interessant, was Sie so erzählen. Aber viel, viel interessanter ist, was Sie nicht erzählen.
Herr Ripke, seit Jahren wird in Niedersachsen gegen Vogelgrippe geimpft! Weil der Erreger derart in den Ställen wütet, dass er nicht mehr kontrollierbar ist!
Herr Ripke, 2012 hat Deutschland vogelgrippekranke Küken nach Polen exportiert!
Herr Ripke, diese Vogelgrippe, die Sie da in Ihren Ställen seit Jahren hegen und pflegen-Quelle: FLI, Tierärzte etc.-das ist der Erreger, der dafür verantwortlich ist, dass weltweit Menschen(!) krank werden! Seit bald 20 Jahren!
Herr Ripke, was sagen Sie denn mal DAZU?

 

Kommentar:

Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass jetzt ernsthaft darüber geredet wird, ob man den Verbraucher noch ein paar Monate länger täuschen darf?
Wenn ein Verbraucher bereit ist, für Freilandeier mehr Geld auszugeben, dann tut er das, weil er Eier von Hühnern essen will, die täglich raus kommen. Wenn das nicht gegeben ist und die Eier von aufgestallten Hühnern kommen, dann hat gefälligst auf der Packung auch „aus Bodenhaltung“ oder aus „Aufstallpflicht“ zu stehen.
Ich bezahle nicht mehr Geld für ein Ei, das aus genau so tierquälerischer Haltung kommt, wie das Bodenhaltungsei.
Hören Sie endlich auf, zu Gunsten der Wirtschaft Augenwischerei am Verbraucher zu betreiben. In meinen Augen ist das schlicht und einfach Betrug!

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Web DE, 29.12.2016
Experten: Vogegripperisiko bleibt unverändert hoch

Kommentar:

Kirstin Zoller

Wann hört endlich dieses gebetsmühlenartige Runterbeten der Theorie von den bösen Wildvögeln, die Tot und Verderben in unsere Hausbestände bringen auf!
Macht sich eigentlich irgendeiner der Damen und Herren Journalisten die Mühe, sich in die FLI und die OIE Datenbank zu begeben und zu schauen, von welchen „gigantischen Massen“ an Wildvogelfunden wir hier reden?
Fängt eigentlich irgendwer auch mal an, den eigenen Kopf zum Denken einzuschalten und zu hinterfragen, ob das alles so angehen kann, wie dpa es kritiklos vom FLI und den Ministerien übernimmt und sämtlichen Medien der Republik zum ebenso kritiklosen Abschreiben anzubieten?

Es kann doch einfach nicht wahr sein, dass absolut NIEMAND hinterfragt, wie es angehen kann, dass ein Bestand von 21.000 Puten vergast wird und man einige Tage später die Meldung druckt:
„Sorry, die 21.000 Puten waren alle negativ“.
Es kann doch nicht angehen, dass man täglich Headlines druckt „schon wieder neuer Ausbruch in – xytausend Tiere werden gekeult“ und im Kleingedruckten dann: es wurde bei einem Tier der VERDACHT auf H5N8 festgestellt….
Es kann doch nicht wahr sein, dass absolut KEIN Journalist mal hinterfragt, was denn eigentlich „hochpathogen“, „hochgefährlich“, „nie dagewesenes Ausmass“ etc überhaupt bedeutet.
Es kann doch nicht wahr sein, dass kein Journalist hinterfragt, warum es in Deutschland möglich ist, mit einem Rollkommando auf Privatbesitz einzubrechen und alles tot zu schlagen, was Federn hat, ohne, dass es überhaupt eine hochpathogene Erkrankung gibt?
Haben wir denn gar keine Freiheit mehr?
Gar keine Rechte mehr?
Gar keinen Tierschutz mehr?

Oder ist es so, dass die Presse auch schon einen Maulkorb verhängt bekommen hat?

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Panorama RP Online 27.12.2016
Südkorea lässt wegen Vogelgrippe Millionen Hühner töten

Kommentar:
Es ist eine Schande, was einzig zur Wahrung wirtschaftlicher und politischer Interessen dort wie auch in unserem Land und in allen anderen Ländern dieser Welt, auf dem Rücken der Tiere und der Menschen verbrochen wird.

Die Massentierhaltung verursacht millionenfaches, qualvolles Leiden bei unseren Mitgeschöpfen und Hungersnöte in aller Welt.

In Afrika sind heimische Hinterhofgeflügelhaltungen mit entsprechend ans Klima angepasstem, robustem, heimischen Geflügel vielerorts nahezu ausgestorben – dafür gibt es das Lohmann Einheitshuhn, was „designt“ wird, um alle wirtschaftlichen Wünsche zu erfüllen, was aber leider nicht im afrikanischen Hinterhof überleben könnte.

In China drohen jetzt Engpässe – und das alles wegen diesen Irrsinns.

Wie schrieb Professor Lorenzen in seinem kritischen Agrarbericht bereits 2008 u.a.:

Zitat: ….Nach GRAIN ist die Geflügelindustrie des fernen Ostens in den letzten dreißig Jahren gewaltig gewachsen. In Thailand, Indonesien und Vietnam wuchs sie um das

Achtfache, von etwa 300.000 auf 2.440.000 Tonnen Geflügelfleisch pro Jahr, und in China verdreifachte sich die Geflügelproduktion allein in den 1990er Jahren auf

über neun Millionen Tonnen pro Jahr (2). In den genannten Ländern hat die Hinterhofhaltung von Geflügel eine uralte Tradition, die sich zum Vorteil und nicht zum Nachteil der Menschen ausgewirkt hatte.

Vor allem arme Familien konnten sich auf diese Weise mit einem Minimum an tierischem Eiweiß versorgen.

Erst seit die Geflügelindustrie groß und mächtig ist, wurde Geflügelpest zu einem Problem, das innerhalb der Geflügelindustrie entstand und von ihr durch ihre

Handelsbewegungen verbreitet wurde. Diese Dynamik wurde in mehreren Studien bestätigt, die in hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen……

Zitat Ende

Wann setzen WIR alle uns endlich zur Wehr und hören auf, uns von der Wirtschaft diktieren zu lassen, was wir essen, wie wir leben und wie wir Tiere respektieren wollen?

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Nordwestzeitung NWZ online 27.12.2016
über die Feiertage 52000 Puten getötet

Kommentar:
„52.000 gesunde Tiere über Weihnachten „vorbeugend“ abgeschlachtet und in den Müll geworfen! „
Seit Beginn des „Ausbruchs“ Anfang November nur in Deutschland schon mehr als 200.000 gesunde Tiere vermüllt!
In Korea über Weihnachten 38 Millionen Tiere gekeult!
Wie war das noch? Weihnachten – das Fest der Liebe und der Barmherzigkeit!
Haben die Christen vergessen, dass ihr Gott ALLE Geschöpfe meinte, als es um Barmherzigkeit ging?
All das nur, weil die Tiere unter diesen „Produktionsbedingungen“ erkranken – MÜSSEN!
Wann verbieten wir endlich diese qualvolle Massentierhaltung, die solche drastischen Krankheitsverläufe hervorbringen?

Wie kommt es bloss, dass da, wo nicht sofort gekeult, sondern unter Quarantäne gestellt wird (z.B. Opel Zoo) ein einziges Tier im
Bestand an H5N8 verendet ist, während alle anderen noch nicht einmal infiziert waren? Doch nicht so tödlich für gesunde Tiere? Will man das vertuschen, indem man „vorbeugend“ einfach alles in der Umgebung umbringt, was Federn hat?

Gilt vielleicht für H5N8 dasselbe, wie für H9N2?
Die Polen haben ihre H9N2 kranken Puten, die sie 2012 aus Deutschland bekommen haben und die reihenweise
verstorben sind, analysiert:
Neben H9N2 fanden sie Rotaviren, Parvoviren, Reoviren, Astroviren und Bortatella avium.
Statt zu keulen haben die Polen das ganze untersucht:
Sie haben die sehr kranken (in einem Fall über 90% Mortalität) Puten beobachtet und eine Herde gesunder Puten mit demselben Erreger infiziert und unter anständigen Lebensbedingungen sauber, super gefüttert, mit Platz etc.beobachtet.

Und oh Wunder – keines der Tiere verendete an dem Virus oder bekam überhaupt Probleme.

Fazit war: Wenn alles andere gut ist, geht es den Tieren trotz AI Infektion gut. Ist das Umfeld tierquälerisch, sind die Tiere aufgrund dessen mit allem möglichen infiziert etc., ist die AI Infektion verheerend.

Was für eine Überraschung!
Wenn ich schwer krank bin und eine Erkältung oben drauf bekomme, könnte mich das auch das Leben kosten.

War die Erkältung dann eine Seuche?
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Osnabrücker Zeitung 27.12.2016
Uhr tickt für Freilandeier

2 Leserbriefe:
„Uhr tickt für Freilandeier“ – was für ein Armutszeugnis für Herrn Ripke, die Politik, die Industrie und alle anderen, die an diesen Tierquälereien und Massakern beteiligt sind!

Nicht nur, dass man ohne mit der Wimper zu zucken völlig sinnbefreit zig tausende Hühner und Wassergeflügel einpfercht, wegen eines Virus, was immer wieder in hermetisch abgeriegelten Massenbeständen wütet, aber eher selten und wenn, dann meist nur einzeltierbezogen und symptomfrei in privaten Kleinsthaltungen.
Nein, jetzt wird auch noch eine Fortsetzung des Verbraucherbetruges grefordert! Eigentlich geht es gar nicht darum, ob ein Ei wirklich Freilandei ist – es geht nur und ausschließlich darum, dass man dem Verbraucher das so weiter erzählen darf, auch wenn es gar nicht so ist – es geht ums Geld!

Wie sagt Herr Dr Habeck in Kiel so schön: „Wir werden uns politisch auf eine dauerhafte Stallpflicht einstellen müssen – der Verbraucher will das so!“
Der Verbraucher will das so???
Warum muss ich denn dann ein Stallei unbedingt als Freilandei deklarieren und dem Verbraucher damit offen ins Gesicht lügen?
Will er es vielleicht doch nicht so?
Ich fordere von unserem Verbraucherschutzministerium endlich Wahrheit und Klarheit! Datzu gehört auch, dass ein Ei, was kein Freilandei ist, auch keinen einzigen Tag als solches bezeichnet wird.

Unser Geflügel leidet! Hunderttausende gesunder Tiere werden alljährlich nur in Deutschland abgeschlachtet und in den Müll geworfen wegen Krankheiten, die zu „selbstgemachten“ Seuchen in Massenbeständen werden, weil die Tiere dort unter erbärmlichen Bedingungen geboren und gehalten werden.
Dass der Verbraucher das mit nichten so will, zeigt sein Kaufverhalten – anders lässt sich nicht erklären, warum es den Herrschaften in der „Tierproduktion“ so immens wichtig ist, den Titel „Freilandei“ zu behalten, auch wenn ihre Eier schon lange keine Freilandeier mehr sind.

Es ist erbärmlich!
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„160.000 Tiere getötet“ – „immenser wirtschaftlicher Schaden“ – “ agressiver Erreger wütet noch schlimmer in Korea“
Was für Schlagzeilen! Das muss ja ein wahrlich tödliches Virus sein!
Wie kommt es bloss, dass da, wo nicht sofort gekeult, sondern unter Quarantäne gestellt wird (z.B. Opel Zoo) ein einziges Tier im Bestand an H5N8 verendet ist, während alle anderen noch nicht einmal infiziert waren? Doch nicht so tödlich für gesunde Tiere? Will man das vertuschen, indem man „vorbeugend“ keult? Gilt vielleicht für H5N8 dasselbe, wie für H9N2?
Die Polen haben ihre H9N2 kranken Puten, die sie 2012 aus Deutschland bekommen haben und die reihenweise verstorben sind, analysiert:
Neben H9N2 fanden sie Rotaviren, Parvoviren, Reoviren, Astroviren und Bortatella avium.
Statt zu keulen haben die Polen das ganze untersucht:
Sie haben die sehr kranken (in einem Fall über 90% Mortalität) Puten beobachtet und nen Haufen gesunde Puten mit demselben Erreger infiziert und unter Laborbedingungen(also hygienisch rein, super gefüttert, Platz etc.) beobachtet. Und oh Wunder – keines der Tiere verendete an dem Virus oder bekam überhaupt Probleme. Fazit war: Wenn alles andere gut ist, geht es den Tieren trotz AI Infektion gut. Ist das Umfeld sch.., die Tiere mit allem möglichen infiziert etc., ist die AI Infektion schlimm. Was für eine Überraschung!

Wenn ich schwer krank bin und eine Erkältung oben drauf bekomme, könnte mich das auch das Leben kosten. War die Erkältung dann eine Seuche?

Hört endlich auf, aus reinen Wirtschaftsinteressen heraus Lebewesen wie Dreck zu behandeln und von der Geburt bis in den Tod aufs übelste zu quälen und zu missbrauchen!

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Vogelgrippe im Nordwesten 25.12.2016
Geflügelpest weitet sich aus

Leserbrief:
Ich kann es nicht mehr hören – alle, die das direkt oder indirekt zu verantworten haben, sollten sich schämen! Hier werden JEDES Jahr hunderttausenfach wahllos gesunde Lebewesen abgeschlachtet und in den Müll geworfen.
Es werden Millionen von Lebewesen unter erbärmlichen Umständen „produziert“, „benutzt“ und „abgeschlachtet“ – und weil man mit dieser „Produktion“ an die äußersten Grenzen des noch irgendwie Erträglichen für die jeweilige Tierart geht, kommt es zu seuchenartigen Ausbrüchen mit nachfolgender Massenkeulung.
Und das nicht „nur“ alle zweiJahre, wie man es der Öffentlichkeit gerne „verkaufen“ will, wenn mal wieder „Vogelgrippe“ in der Zeitung prangt.
Nein, jedes Jahr, das ganze Jahr hindurch – man muss sich nur mal die Meldungen beim OIE anschauen – nur Geflügel in Deutschland:
2006/13.500, 2007/340.713, 2008/1479, 2009/18500, 2010/19385, 2011/110294, 2013/106.572, 2014/71.154, 2015/727423, 2016 bis jetzt schon über 200.000.
Alles nur meldepflichtige AI Viren – die nicht meldepflichtigen Viren, die fröhlich geimpft oder gekeult werden (und teilweise für den Menschen viel gefährlicher, da bereits übertragbar sind, als das zur Zeit in den Schlagzeilen stehende H5N8), die Zahlen sind noch nicht einmal dabei. Die meisten Keulaktionen gehen schön im Stillen ab – vorbei an der Öffentlichkeit – sind ja auch im Sommer – da ist es schwierig, den Zugvögeln die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben……
Es ist erbärmlich, wie wir mit Lebewesen umgehen – und es ist unerträglich, dass ich gezwungen bin, das mit meinen Steuergeldern zu finanzieren!

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Neuer Fall in Niedersachsen 25.12.2016
Verdacht auf Geflügelpest in Cloppenburg

Leserbriefe:

Antwort auf den Vorwurf eines Lesers, dass die Gegenr der Aufstallung und der Keulung alle Verschwörungstheoretiker seien:
Wer hier von Verschwörungstheorie redet, sollte sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Polen haben ihre H9N2 kranken Puten, die sie 2012 aus Deutschland bekommen haben und die reihenweise verstorben sind, analysiert: Neben H9N2 fanden sie Rotaviren, Parvoviren, Reoviren, Astroviren und Bortatella avium. Statt zu keulen haben die Polen das ganze untersucht:
Sie haben die sehr kranken (in einem Fall über 90% Mortalität) Puten beobachtet und nen Haufen gesunde Puten mit demselben Erreger infiziert und unter Laborbedingungen(also hygienisch rein, super gefüttert, Platz etc.) beobachtet. Und oh Wunder – keines der Tiere verendete an dem Virus oder bekam überhaupt Probleme. Fazit war: Wenn alles andere gut ist, geht es den Tieren trotz AI Infektion gut. Ist das Umfeld sch.., die Tiere mit allem möglichen infiziert etc., ist die AI Infektion schlimm. Was für eine Überraschung
Wenn ich schwer krank bin und eine Erkältung oben drauch bekomme, könnte mich das auch das Leben kosten.

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Antwort auf die These, dass die Keulung zur Bestandsbereinigung nach abgelaufenem Weihnachstsgeschäft stattfände:

Ich bezweifel, dass es nur ums Weihnachtsgeschäft geht. Es ist ja tatsächlich so, dass Wildvögel das Virus oder Antikörper auf das Virus (aufgrund einer überstandenen Infektion) haben. Und natürlich verendet auch mal ein Wildvogel an dem Virus Bei 500 Mio Zug-und Überwinterungsvögeln, die im Herbst durch unser Land ziehen, ist es wohl kaum erstaunlich, dass da auch knapp 600 mal verendet mit dem Virusnachweis gefunden wurden.
Blöd nur, dass viele unserer allerwichtigsten Exportpartner der Geflügelindustrie aufgrund der Virusnachweise bei uns den Import deutscher Geflügel und Geflügelprodukte verboten haben. Jetzt sitzen unsere Massenhalter auf Bergen von Geflügel in ihren Ställen, das schlachtreif ist und nirgends hin verkauft werden kann. Dagegen ist unser inländischer Geflügelmarkt ein Witz und sicherlich nicht ausschlaggebend für mögliche Bestnadsbereinigungen.

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Kommentar zum Artikel:

mind. 200.000 gesunde Tiere bis Heiligabend vorbeugend gekeult und in den Müll geworfen. Dunkelziffer vermutlich deutlich höher, denn die vorbeugend gekeulten gesunden Nachbarbestände werden weder bei TSIS noch im OIE Report öffentlich gemacht – da kann jeder Amtsvet selbst entscheiden, was er so vorsorglich schon mal platt macht – und bei dieser Entscheidung kommt es wohl sehr drauf an, wie der jeweilige AmtsVet drauf ist… Gigantische Unterschiede im Verhalten sind dort zu beobachten, denn die Tierseuchenschutzverordnung lässt den Entscheidern durchaus Spielraum, der diese vorbeugende Tötungen NICHT in jedem Fall und immer notwendig macht. Selbst in betroffenen Beständen wäre es nicht zwingend – andernfalls hätte der H5N8 positive Pelikan im Opelzoo seine 5 Herdenmitglieder ebenfalls ins vorbeugende Verderben mitgerissen. Aber hier war Quarantäne und Beobachtung möglich – ganz anders, als in Schwente oder bei den 2 Kleinstbeständen in Soest.

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Antwort auf die These, dass die Weltbevölkerung wohl ohne Massentierhaltung nicht zu ernähren wäre:

Diese Anzahl Menschen wäre sicher besser dran, gäbe es diese Massenhaltungen nicht. In Afrika würde durch unsere Geflügelimporte nicht eine funktionierende, heimische Geflügelhaltung zerstört, und würden wir nicht weltweit mehrere ZIG Millionen gesunder Nutztiere JEDES JAHR totschlagen und in den Müll werfen, hätten wir sicher auch mit weniger Tierhaltungsmasse genug für alle zu essen.

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Vogelgrippe auf Hof in Schwante
Landkreis verteidigt Tötung

Leserbrief:

Ist das Behördenwillkür?
Zwei Wochen!!! nach der umstrittenen Tötungsaktion unter freiem Himmel soll desinfiziert werden?
Ich, mit meinem zugegebenermaßen schlichten Verstand würde sagen:
Das ist völliger Quatsch!

Egal, ob das Gesetz es vorschreibt oder nicht:
Was ist denn der Sinn der Maßnahme?
Genau – eine Verhinderung der Verschleppung der Viren.

So etwas mag Sinn machen, wenn man es sofort nach der Keulaktion macht – und wenn man auch die Fahrzeuge und die Leute und deren Schuhe etc. die beteiligt waren, entseucht, bevor sie das Gelände verlassen. Das alles ist damals m.W. nicht geschehen. Seit 2 Wochen liegt das Gelände nicht desinfiziert unter freiem Himmel.

Das Vet Amt selbst hat offene, wenn die Tiere tatsächlich so verseucht gewesen sein sollen, hoch kontaminöse Blutlachen unter freiem Himmel hinterlassen – wenn da was verschleppt wurde, dann die ersten Stunden nach der Keulaktion.

Bestimmt aber nicht zwei Wochen später.

Man kann doch nicht ernsthaft jetzt Desinfektionsmittel und Brandkalk in die Freie Landschaft kippen, nur um einem Gesetz nachträglich irgendwie Genüge zu tun, obwohl der Zweck, für den das Gesetz geschaffen wurde, damit nicht mehr zu erfüllen ist. Stattdessen vernichtet man also jetzt zum 2. Mal Leben – das gesamte Mikroklima des Hofes.

 

 

kurz, nachdem wir diesen Bericht über die Erfahrungen des Geflügelhalters mit dem Landeslabor und dem Lohmannlabor eingestellt hatten, erhielten wir bereits die ersten Rückfragen unserer Leser.
Die meisten konnten wir auch nicht beantworten und werden darum versuchen,  diese Fragen hier möglichst zeitnah öffentlich weiter zu geben (sorry, wenn es etwas dauert, wir haben alle unsere aufgestallten Tiere noch nebenbei zu versorgen):



die Veterinärämter machen ja diese Stichpobenschnelltests in den Ställen und wenn da was positiv ist, wird doch vorbeugend getötet, oder? 
Ich habe gehört, dass die Schnelltests eine ganz hohe Zahl an falschen positiven Ergebnissen haben und im Löfflerinstitut dann später festgestellt wird, dass das doch negativ war.
Aber die vielen Hühner sind dan schon vorbeugend getötet worden. Werden diese ersten Schnelltests  auch bei Lohmann im Labor ausgewertet?
————————————

Ein Leser:
…Was  klar wie die Morgensonne ins Auge sticht, finde ich, sind die Zusammenhänge 2014.
Da hatten sie ja im Herbst Russland wegen der Annektion der Krim sanktioniert, und dummerweise war Russland einer der Hauptabnehmer für deutsches Putenfleisch. Und als glücklicher Zufall bricht ganz überraschend kurz danach in erst einem, dann mehreren Putenbetrieben die Vogelgrippe aus, mit über 100.000 gekeulten Tieren, soweit ich mich erinnere…
Ganz ehrlich, das ist ein Haufen Sch………, wenn ich das mal so formulieren darf, der mehr als 10 km gegen den Wind stinkt und in meinen Augen der anschaulichste Beweis, dass das einzig und allein Markt- Geschacher ist, denn warum sonst sollte wegen einer Grippe (!) ein derartiger Zurres veranstaltet werden?!?
Bei Vögeln impft man nicht wegen der Mutationsgefahr…
Bei Menschen aber wird jährlich ein angepasster Impfstoff gebastelt, obwohl dessen Grippeviren mindestens genauso mutations- oder kreuzungsgefährdet sind… Ehrlich, die menschliche Grippe könnte ebenso in ungefährlichere wie brandgefährlichere Bereiche mutieren- da hat man aber nix gegen Impfungen- verdient die Pharmaindustrie wahrscheinlich zuviel dran…
Alter Schwede, ehrlich, was diese ganzen Machenschaften angeht, finde ich Deutschland kein Deut besser als irgendwelche diktatorischen Bananenstaaten…
PS: Zur aktuellen Situation…
Ich weiß nimmer, wer es gesagt hat, aber kürzlich kam im Hühnerforum erst einer, der einen Bekannten hat, der irgendwie Schlachter ist etc. …
Jener Bekannte ließ verlautbaren, das schon länger Schlachttermine immer weiter verschoben würden und dadurch kaum absetzbare Riesenberge von Putenfleisch vor sich her geschoben würden…
Und was sehe ich gestern in einem Werbeblatt?
2,5 Kilo, ein kompletter Putenschenkel am Stück, für 2,22 € das Kilo… Also ein kompletter Riesenelch von Putenbein für 5,55 €…
Wisst Ihr,  ob irgendwelche für den Geflügelmarkt relevanten  Exportmärkte vor diesem Grippeausbruch eingebrochen sind und dadurch Überkapazitäten in den Massenställen verursacht haben?


Schnell-Navigation

Ideen, wie man mit der Vogelgrippe besser umgehen könnte :)

Schnell Navigation

Ideen zur Vogelgrippe und dem Umgang mit derselben

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eierdieb65  im Beitrag 8068 aus dem Hühnerforum
Dabei wäre es soooo einfach, diese Pest einzudämmen:
Es reicht, die Auszahlungen durch die Tierseuchenkasse zu ändern.
Inkubationszeit: 2 Wochen so weit ich weiß.
Alles was 3 Wochen nach der Stallpflicht und „Biosicherheitsmaßnahmen“ stirbt, wird nicht ersetzt.
Der Geflügelbaron hat offensichtlich geschlampt.
Dafür darf ja wohl nicht auch noch bezahlt werden.

Wenn dann die Geflügelbarone auf die Barrikaden steigen, wird sich zeigen, dass die „vorgeschlagenen“ Maßnahmen des FLI untaugliche Mittel sind.
Also haftet das FLI für seine „Biosicherheitsmaßnahmen“, die gar keine sind.

Und schon würde die Geflügelpest, an der einige Tiere sterben, keine Zeitung mehr interessieren.
Die Tierseuchenkasse könnte ihre Beiträge senken, das FLI müsste tatsächlich Ergebnisse liefern, anstatt nur seit 10 Jahren zu „forschen“.

Nur so, als mein kleiner gedanklicher Beitrag

lg
Willi

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Schnell Navigation

Vogel gegen Fensterscheibe geflogen

Ein Vogel ist  gegen die Fensterscheibe geflogen?

 

Schnellinfo:
Ist der Vogel sichtbar verletzt, flugunfähig, benommen/schwankend oder ohnmächtig?

  • benommen, schwankend oder ohnmächtig, sonst unverletzt:  Mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt eine Gehirnerschütterung vor.  Ggf. verstirbt der Vogel innerhalb der nächsten Stunde.
    sofort
    aufnehmen > in ein kleines, ausgepolstertes, dunkles Behältnis setzen > an einem warmen, ruhigen Ort abstellen > ca. bis zu einer Stunde abwarten.
    Wenn der Vogel sich schnell erholt und wieder topfit wirkt > wieder in die Freiheit entlassen. Wenn der Vogel sich etwas erholt, aber „angeschlagen“  oder unverändert bleibt > Ausführungen zu Gehirnerschütterung lesen (Sie stehen im link im ersten Teil) und ggf.  Tierarzt kontaktieren.
  • sichtbar verletzt:  aufnehmen > in ein kleines, ausgepolstertes, dunkles Behältnis setzen > zum Tierarzt bringen > gesund pflegen >oder Pflegestelle suchen
  • flugunfähig, sonst offenbar fit: es liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit  eine Zerrung, Prellung oder Bruch vor > aufnehmen > in ein kleines, ausgepolstertes, dunkles Behältnis setzen > zum Tierarzt bringen > gesund pflegen >oder Pflegestelle suchen
Sowi war ein Fensteropfer. Er hat sich eine starke Prellung des Flügels zugezogen. Nach ca. einer Woche machte er erste, unbeholfene Flugversuche, nach 2 Wochen konnte er in die Freiheit entlassen werden
Rauchschwalbe Sowi war ein Fensteropfer. Er hat sich eine starke Prellung des Flügels zugezogen. Nach ca. einer Woche machte er erste, unbeholfene Flugversuche, nach 2 Wochen konnte er in die Freiheit entlassen werden
Kami war ein Fensteropfer. Sie zog sich einen Bruch am Flügelansatz zu und hat es nicht geschafft.
Rauchschwalbe Kami war ein Fensteropfer. Sie zog sich einen Bruch am Flügelansatz zu und hat es nicht geschafft.

 

 

 

 

 

 

Der kleine Feldsperling war nach einer Fensterkollision nahezu bewusstlos. Nach ca. 15 Minuten in einem abgedunkelten Karton unter einer Wärmeplatte hatte er sich erholt. Er flog draußen lauthals schimpfend zu den anderen Sperlingen in den Knick.
Der kleine Feldsperling war nach einer Fensterkollision nahezu bewusstlos. Nach ca. 15 Minuten in einem abgedunkelten Karton unter einer Wärmeplatte hatte er sich erholt. Er flog draußen lauthals schimpfend zu den anderen Sperlingen in den Knick.

Verletzten Altvogel pflegen

Verletzten Altvogel pflegen

Wenn Sie einen verletzten Altvogel finden, dann wird Sie abhängig von der Art der Verletzung Ihr erster Weg zum Tierarzt führen. Nach der tierärztlichen Versorgung wird der Vogel abhängig von der Art seiner Beeinträchtigungen mehr oder weniger lange gepflegt werden müssen.
Zunächst sollten Sie sich darum überlegen, ob Sie den Vogel selbst pflegen wollen, oder ob Sie eine geeignete Pflegestelle suchen möchten.

Wenn Sie sich entschließen, den Vogel selbst zu pflegen, müssen Sie sich zunächst einmal um eine passende Unterbringung und um eine geeignete Ernährung kümmern.

Falls Sie es noch nicht wissen, sollten Sie zunächst einmal herausfinden, was für einen Vogel Sie gefunden haben. Hier hilft Ihnen vielleicht eine  umfangreiche Sammlung von Vogelfotos.  Mit Hilfe von Vogelsteckbriefen können Sie herausfinden, wovon sich der Vogel in der Natur ernährt. Eine Vielzahl hervorragender Vogelsteckbriefe hier und  Wikipedia liefern für viele Vogelarten sehr fundierte und umfangreiche Informationen.
Soweit es Ihnen möglich ist, sollten Sie versuchen, den Vogel mit seinen natürlichen Nahrungsmitteln, die Sie in der Natur sammeln, oder solchen, die der natürlichen Nahrung sehr nahe kommen, zu versorgen. Die Gründe, warum ich eine natürliche Ernährung bevorzuge und empfehle, habe ich in dem Kapitel „Erste Schritte – selber päppeln“ ausgeführt.

 

Spatz Claudi hatte gefiedrschäden und musste seine Mauser abwarten, bevor er wieder fliegen konnte. Sandbad, täglich frische Wildkräuter und Wildgräser und....
Spatz Claudi hatte Gefiedrschäden und musste seine Mauser abwarten, bevor er wieder fliegen konnte. Sandbad, täglich frische Wildkräuter, Wildgräser und….

Auch, wenn es in diesen Beiträgen primär um die Fütterung von Jungvögeln und Nestlingen geht, so sind die Prinzipien bei Altvögeln gleich. Darum empfehle ich Ihnen, das Kapitel Fütterung ff. durchzulesen.
Wenn Ihnen keine Fütterung mit den zur Art passenden Futtermitteln aus der Natur möglich ist, denken Sie bitte daran, dass der Vogel  u.U. Nahrungsergänzer braucht.

....Kletter- und Versteckmöglichkeiten machten ihm die Zeit erträglich
….Kletter- und Versteckmöglichkeiten machten ihm die Zeit erträglich

Diese müssen für Wildvögel im allgemeinen und für Ihre Vogelart im besonderen geeignet sein.
Die allermeisten Singvogelarten können von Anfang an ihr Futter selbst aufnehmen, wenn Sie Ihnen geeignetes Futter hinstellen. Nur bei wenigen (z.B. Schwalben) kann es geschehen, dass sie erst lernen müssen, tote Futtertiere aus einer Schale zu essen, da sie normalerweise Insekten im Flug fangen. Bei diesen Vögeln habe ich die Erfahrung gemacht, dass es stressfreier und leichter ist, den Vögeln zunächst noch zappelnde Futterinsekten (z.B. Schuster, Fliegen) mit der Pinzette hin zu halten, als sie „zwangszuernähren“.
Wenn der Vogel gelernt hat, die zappelnden Insekten von der Pinzette zu nehmen, kann man die Insekten tot anbieten. Sowie der Vogel auch diese nimmt, ist es normalerweise kein Problem mehr, die Insekten auch in einer Schale anzubieten.
Bitte denken Sie daran, dass Altvögeln immer zusätzlich eine Schale mit frischem Wasser zum Trinken und Baden angeboten werden sollte.

 

Kami hatte einen Bruch am Flügelansatz. Damit sie nicht abstürzt, bekam sie einen Sitzzweig direkt über der Einstreu.
Rauchschwalbe Kami hatte einen Bruch am Flügelansatz. Damit sie nicht abstürzt, bekam sie einen Sitzzweig direkt über der Einstreu.

Bezüglich der Unterbringung wird es bei verletzten Altvögeln schwieriger. Hier lassen sich keine konkreten „Anleitungen“ geben. Die Art der Unterbringung ist individuell davon abhängig, welche Vogelart sie haben und welcher Art die Verletzung ist.

 

Wynni hatte eine Augenverletzung und konnte fast nichts sehen
Mehlschwalbe Wynni hatte eine Augenverletzung und konnte fast nichts sehen – sie hatte ein offenes Gehege mit Tageslicht-Beleuchtung, Zweigen und Ästen, die durch erklimmbare Brücken und stege verbunden sind,  im Esszimmer.

 

Es gibt einige Faustregeln, die für jeden Wildvogel gelten:

  • Wildvögel niemals in Gitterkäfigen oder vergitterten Volieren unterbringen, da der Vogel sich leicht am Gitter das Gefieder beschädigen kann
  • flugunfähige, in ihrer Bewegung eingeschränkte und sehbehinderte Vögel so unterbringen, daß sie nicht abstürzen können
  • Beleuchtung mit Tageslichtspektrum inkl. UV
    Beleuchtung mit Tageslichtspektrum inkl. UV

    auch, wenn der Vogel „am Boden“ sitzt, unterschiedlich dicke Äste und Zweige rein legen, auf denen er sitzen kann. Die Füße von Vögeln müssen „greifen“ können – sitzen sie tagelang auf flachen Oberflächen, schädigt das die Bänder und Sehnen und kann zu Entzündungen im Fuß führen

  • Je nach Vogelart Sand, Erde und/oder Grit mit einstreuen oder in einer Schale anbieten – viele Vögel benötigen die Aufnahme kleiner „Steinchen“ für eine korrekte Verdauung, viele Singvögel nehmen regelmäßig Staubbäder zur Gefiederpflege.
  • Wird der Vogel länger als drei oder vier Tage bei Ihnen sein, benötigt er ungefiltertes (ohne Fenster) Tageslicht – ist das nicht natürlich möglich, sollten Sie eine Lampe mit Tageslichtspektrum inklusive UV anbringen.

Der Tierarzt wird Ihnen gesagt haben, ob es bei der Haltung und/oder Unterbringung etwas zu beachten gibt, z.B. dass der Vogel sich nicht viel bewegen darf (z.B. Bruch), dass er zunächst abgedunkelt untergebracht werden sollte (Gehirnerschütterung – habe ich hier im ersten Teil des Beitrags erklärt) etc. 
Aus diesen Vorgaben kombiniert mit den natürlichen Bedürfnissen der Vogelart und Ihren räumlichen Möglichkeiten vor Ort können Sie nun eine kreative Unterbringung Ihres Pfleglings basteln.

Winnie und Willi müssen hier überwintern. Winnie hat Gefiederschäden, aber kann fliegen, Willi hat als Katzenopfer seine Schwungfedern verloren und ist bis zur nächsten Mauser flugunfähig.......
Die Rauchschwalben Winnie und Willi müssen hier überwintern. Winnie hat Gefiederschäden, aber kann fliegen, Willi hat als Katzenopfer seine Schwungfedern verloren und ist bis zur nächsten Mauser flugunfähig…….

Anders als Nestlinge, sind die meisten Altvögel sehr scheu und schreckhaft und bleiben es auch – oder werden es schnell wieder, je mehr sie sich erholen.  Sie sollten darauf Rücksicht nehmen. Haustiere, egal ob Hund, Katze oder Ziervogel sollten nicht im selben Raum, wie Ihr Pflegling leben. 
Die Unterbringung des Vogels sollte so erfolgen, dass er nicht das Gefühl hat, „auf dem Präsentierteller“ zu sitzen – also z.B. ein Gehege zu mindestens 2 Seiten abhängen oder einen dicht belaubten Ast aufstellen, in dem der Vogel versteckt sitzen kann etc.. 

...darum haben die zwei ein offenes Gehege aus Fliegengaze bekommen: absturzsicher und überall erkletterbar für Willi, mit Freiflug für Winnie....
…darum haben die zwei ein offenes Gehege aus Fliegengaze bekommen: absturzsicher und überall erkletterbar für Willi, mit Freiflug für Winnie….

Außer zur medizinischen Versorgung vermeide ich es, den Vogel anzufassen, es sei denn, der Vogel kommt aus eigenem Antrieb zu mir und sucht den Kontakt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade erwachsene Vögel u